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Christen an der Seite Israels

Die Landesverheißung für Israel aus biblischer Sicht Beiträge zu einem Brennpunkt im Nahostkonflikt

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herausgegeben von Tobias Krämer

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Copyright © 2017 – Christen an der Seite Israels e. V. Herausgeber Christen an der Seite Israels e. V. info@israelaktuell.de www.israelaktuell.de Layout: Azar GbR, Trostberg Umschlag: Ewald Sutter, Azar GbR Umschlagfotos: Galilee view © Yoav Sinai | Dreamstime.com File Folder Tab © Olivier Le Queinec | Dreamstime.com Druck: www.wir-machen-druck.de


Dossier #1

Die Landesverheißung für Israel aus biblischer Sicht Beiträge zu einem Brennpunkt im Nahostkonflikt herausgegeben von Tobias Krämer

Christen an der Seite Israels


Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Dossier zur Landesverheißung für Israel . . . . . . . . . . . . . 9 / Einführung (Harald Eckert). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 / 12 Thesen zur Landesverheißung (Tobias Rink). . . . . . 13 / Rezension der EKD-Schrift „Gelobtes Land? Land und Staat Israel in der Diskussion“ (Tobias Krämer). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Fragen und Antworten (Tobias Krämer / Dietmar Kern). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 / Wem gehört das Land? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 / Was sagt die Bibel über die Wiedererstehung Israels?. . 43 / Wäre die 2-Staaten-Idee eine gute Lösung?. . . . . . . . . . 50 / Denkt Gott ausschließlich an Israel? Was ist mit den anderen Völkern?. . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 / Hat das Land Israel eine Bedeutung für Christen?. . . . 56 Israel als „Grenze Europas“ aus juristischer Sicht (Andrew Tucker) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Bibelverse zur Landesverheißung . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Vorwort

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it diesem Heft eröffnet Christen an der Seite Israels eine neue Schriftenreihe, nämlich die Reihe der „Dossiers“. Schon seit Jahren veröffentlichen wir Dossiers als Beilagen in unserer Zeitung israelaktuell.de/at/ ch. Dossiers sind einem bestimmten Thema gewidmet, das gründlicher und breiter aufbereitet wird, als es in der Zeitung sonst möglich ist. In der Regel umfassen sie vier Zeitungsseiten und behandeln das jeweilige Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Diese Dossiers sind zwar auch auf unserer Homepage (www.israelaktuell.de) zu finden, doch besteht dennoch die Gefahr, dass sie zu „Eintagsfliegen“ werden. Das wollen wir verhindern und veröffentlichen somit ausgewählte Dossiers in dieser neu eröffneten Reihe, so dass sie weiterhin verfügbar bleiben. Den Anfang macht das Dossier „Die Landesverheißung für Israel aus biblischer Sicht“. Damit greifen wir bewusst ein „heißes“ Thema auf. Dieses Dossier wurde im Jahre 2013 veröffentlich. Es beinhaltet nebst der wichtigen Einführung von Harald Eckert eine theologische Thesenreihe (Tobias Rink) und die Rezension zu einer im selben Jahr erschienenen „Orientierungshilfe“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ergänzt haben wir dieses Dossier durch zwei weitere Beiträge. Der Beitrag „Fragen und Antworten“ geht auf die Fragen ein, die sich viele spontan stellen, wenn sie sich mit der Thematik befassen. Er 7


eignet sich gut zum Einstieg. Den Abschluss bildet eine Rede von Andrew Tucker, der der internationalen Arbeit von Christen an der Seite Israels in bald 40 Ländern der Erde vorsteht. Er ist ein begnadeter Jurist und Kenner der rechtlichen Seite der Materie. Das Thema „Landesverheißung“ wird von manchen vielleicht als Randthema empfunden. Für andere hingegen ist es ein Stein des Anstoßes. In beiden Fällen ist man geneigt, es zur Seite zu legen. Haben wir nichts Wichtigeres zu tun, als uns mit solch einem Thema zu beschäftigen? Diese Frage kann man stellen, doch wird damit verkannt, dass dieses Thema tiefer reicht, als man auf den ersten Blick glauben mag. Wolfgang Kraus geht sogar so weit, in der Landfrage eine „Anfrage an die christliche Theologie“ zu sehen. Er stellt die Frage, ob heutige christliche Theologie denn richtig sein kann, wenn sie einen so zentralen Aspekt wie die Landesverheißung nicht integrieren kann – oder will. Wie er diesen Gedanken ausführt, kann man nachlesen in: Wolfgang Kraus, „Eretz Jisrael. Die territoriale Dimension in der jüdischen Tradition als Anfrage an die christliche Theologie.“ In: Karrer/Kraus/Merk (Hgg.), Kirche und Volk Gottes. Festschrift Jürgen Roloff. Neukirchen-Vluyn 2000, S. 19–41. Wir hoffen und beten, dass dieses Heft dazu beiträgt, Israel durch die Brille der Bibel zu sehen und den Herzschlag Gottes zu vermitteln. Für Israel und die ganze Welt. Januar 2017 Tobias Krämer

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Einführung von Harald Eckert

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nnerhalb wie außerhalb Israels, in religiösen wie in säkularen Kreisen, ist die „Landfrage“ eine der umstrittensten Fragen der Gegenwart. Diese Frage gilt als eine Schlüsselfrage des Nahostkonflikts. Politisch gesehen verbindet sich seit wenigen Jahrzehnten die „Landfrage“ mit der „Siedlungsfrage“. Die diesbezügliche Brisanz im Kontext des Nahostkonflikts liegt auf der Hand. In diesem Dossier wollen wir uns dieser Frage von einer Richtung her nähern: Was sagt die Bibel dazu? Wir tun das in dem Bewusstsein, dass dieser Zugang einerseits der Komplexität des Themas nicht umfassend gerecht werden kann. Um diese (Kompexität) auch nur annähernd zu würdigen, müssten historische, religionsgeschichtliche, politische, soziale, geopolitische und viele andere Aspekte in Betracht gezogen werden. Aber gleichzeitig steht dahinter die Überzeugung, dass die biblischen Grundaussagen zu dieser komplexen Thematik zumindest für uns Christen eine entscheidende Orientierungshilfe sein wollen und sein können. Dabei stellen wir auf dem begrenzten Platz dieses Dossiers hauptsächlich zwei Ansätze vor: Die Zusammenfassung einer theologischen Konsultation des Christlichen Forums für Israel 9


vom März 2012 im Allianzhaus in Bad Blankenburg von Pastor Tobias Rink und die „Orientierungshilfe“ der EKD vom Oktober 2012 in einer Rezension von Pastor Tobias Krämer. Ich möchte mir einleitend schon einen abschließenden Kommentar erlauben: Die „12 Thesen“ von Bad Blankenburg erachte ich als eine mehr als hilfreiche Zwischenbilanz eines Gesprächsprozesses, die nach weiterer Fortsetzung und Vertiefung ruft. Wichtige biblische Grundlagen sind benannt, weitergehende und vertiefende Fragestellungen angedeutet. Mögen diese Thesen vielen Gläubigen in diesen Fragen wertvolle Anhaltspunkte für das eigene Bibelstudium vermitteln. Zur EKD-Orientierungshilfe möchte ich folgendermaßen Stellung beziehen: 1. Ich schließe mich dem Urteil von Pastor Krämer an, dass in diesem Dokument viele interessante und historisch wertvolle Informationen zusammengetragen sind. In dieser Hinsicht sei eine Leseempfehlung ausgesprochen. Zugleich teile ich seine Kritik an dem Versuch, die Landesverheißung umzudeuten. 2. Gleichzeitig möchte ich jedoch auf die Kritik dieses Dokuments durch den Israel-Experten und Journalisten Ulrich Sahm aufmerksam machen. In seiner detaillierten, zugleich aber auch sehr persönlich eingefärbten Stellungnahme „EKD-Leitfaden: Selig sind die Unwissenden“ weist er darauf hin, dass es eine Reihe von größeren und kleineren Ungenauigkeiten bis Unrichtigkeiten gibt, die eine gewisse Tendenz erkennen lassen: Die Tendenz, sich der israelkritischen Einseitigkeit der Massenmedien und des Zeitgeistes zumindest teilweise anzupassen. (Der vollständige Text der Stellungnahme ist auf unserer Website zu finden: www.israelaktuell.de.) 10


3. Dankbar würdigen möchte ich auch einen anderen Kommentar: Pfarrer Ricklef Münnich hat sich als protestantisches Mitglied des nationalen Koordinierungsrates für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland in seiner Stellungnahme unter anderem auch gegen die undifferenzierte und polemische Kritik an den „Christlichen Zionisten“ ausgesprochen. (Auch hierzu der gesamte Text auf www.israelaktuell.de.) 4. Meine größte Sorge mit Blick auf das EKD-Dokument gilt jedoch einigen theologischen Kernpunkten: a. An den EKD-Verlautbarungen „Christen und Juden“ I, II und III wird richtigerweise mit steigender Tendenz die Bedeutung des Abrahamsbundes als konstituierend und bleibend gültig für die jüdische Existenz und Zukunft unterstrichen. Mit dieser Orientierungshilfe wird jedoch das „Land“ aus dem Abrahamsbund theologisch herausgelöst und abgewertet. Nach 1 Mose 12, 1–3; 13, 14–17; 26, 3; 2 Mose 32, 13; 5 Mose 30, 1–8; Ps 105, 7–11 u. a. m. ist es jedoch zentraler Bestandteil der Väterverheißung und des Abrahamsbundes. Das ist umso bedeutungsvoller, als auch das NT daran anknüpft (Röm 11, 28–29; 15, 8 u. a.). b. Damit einher geht die theologische Herabstufung der Realität und positiven Bedeutung biblischer Prophetie. Prophetie wird primär als nachträgliche („prophetische“) Deutung erlebter Geschichte verstanden: „Die Rede von ‚Verheißung‘ und ‚Erfüllung‘ ist immer eine Auslegung geschichtlicher Erfahrungen im Rückblick“ (Seite 106). Damit wird das Wahrnehmungsvermögen dafür maßgeblich eingeschränkt, dass die neuzeitliche Rückführung der Juden und die Wiederherstellung von Volk und 11


Staatlichkeit Israels eine biblisch-theologische Relevanz haben könnte. c. Wenn weder der Abrahamsbund noch die prophetische Dimension der Bibel als theologisch relevante Deutungskriterien für die „Landfrage“ herangezogen werden können, bleibt nur noch die Ethik, die in der EKD-Orientierungshilfe eine entsprechend zentrale Rolle zugewiesen bekommt. Der biblischen Ethik kommt in der Tat eine bedeutende Rolle zu. Der Gott der Bibel ist und bleibt ein Gott mit einem großen Herzen für die Armen und die Schwachen! Aber diese zentrale Wahrheit darf doch nicht als Waffe gegen andere zentrale biblische Wahrheiten eingesetzt werden! Hier gilt es doch, das gesamtbiblische Spannungsfeld wahrzunehmen, zu respektieren und auf die „Landfrage“ anzuwenden! Dass dies weder für Christen noch für Israel einfach ist, ist unumstritten. Gleichwohl möchte dieses Dossier ein Plädoyer und eine Ermutigung dahingehend sein, grundsätzlich das biblische, spannungsvolle Gesamtzeugnis als Hilfestellung sowohl zum Gebet als auch zum solidarischen Handeln mit Israel wie auch mit den Armen und Schwachen in der Region, unabhängig von Religion und Hintergrund, ernst zu nehmen.

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Einführung zu den „12 Thesen zur Landesverheißung“ von Tobias Krämer

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ie „12 Thesen zur Landesverheißung“ sind die Zusammenfassung einer theologischen Konsultation, die im März 2012 in Bad Blankenburg stattgefunden hat. Sie sind kompakt formuliert und setzen die Konsultationsgespräche voraus, so dass ein paar einführende Worte hilfreich sein mögen.

Die Thesen 1–9 leuchten den theologischen Hintergrund des Landes Israel (Kanaan / Palästina / „gelobtes Land“) aus. Dieses Land ist – im Gegensatz zu allen anderen Ländern der Erde – theologisch qualifiziert: Gott gebraucht und bestimmt dieses Land für seine Zwecke und macht es zu einem Gegenstand der Heilsgeschichte. Das macht dieses Land einzigartig. Die Thesen 10–12 sind dem Bibelverständnis gewidmet: Welche Bedeutung hat die alttestamentliche Landesverheißung aus neutestamentlicher Sicht? Hier stellen sich die Fragen (a) nach der bleibenden Gültigkeit der Landesverheißung (gilt sie noch immer?) und (b) nach der Art ihrer Erfüllung (erfüllt sie sich im Diesseits oder in Gottes ewigem Reich?). 13


In diese großen Themen eingebunden finden sich einzelne Gedankenkreise, die das Verhältnis Israel/Gemeinde zur Sprache bringen und so den Blick über Israel hinausführen (Thesen 6, 9 und 11). Damit wird der Gefahr gewehrt, Israel isoliert zu betrachten.


Der Gedankengang im Überblick: • These 1 erklärt, wo die Landesverheißung überhaupt herkommt. Ihr Ursprung ist Gottes Zusage an Abraham (Abrahamsbund). Sie ist Gabe Gottes und somit unauflösbar: Gott verspricht Israel das Land. Auf dem Land liegt somit eine Bestimmung Gottes. • These 3 erläutert die Verbindung zwischen Volk Israel, Land Israel und Glaube Israels. Entscheidend ist: Das Land ist im Judentum eine Sache des Glaubens – daher der Ausdruck „heiliges Land“. Vielen Christen ist dieses Denken fremd. Es ist aber für das Verständnis elementar. • Die Thesen 3 und 4 erläutern das Ziel Gottes mit Israel. Israel hat eine Volksberufung. Es soll als Nation unter den Nationen Volk Gottes sein und so zum Licht der Nationen werden. Das unterscheidet Israel von anderen Völkern. • These 5 betont, dass Landverlust für Israel nicht Schicksal ist, sondern Gerichtshandeln Gottes. Gericht hat aber nicht das letzte Wort. Deshalb ist Landverlust für Israel nie endgültig (These 7). Am Ende steht Gnade für Israel. Und das bedeutet Heimkehr. • These 8 zieht die Konsequenzen: Wenn Gott das Land für Israel bestimmt hat, dann ist es Gott nicht gleichgültig, wie die Nationen mit dem Land verfahren. Gott achtet auf das Land, denn es ist sein Land. In dieses Land will er Israel zu seiner Zeit zurückführen. Folglich ist die Rückkehr der Juden „ein Handeln Gottes mit heilsgeschichtlicher Qualität“ (These 9). • These 9 sieht die Gerichtszeit Israels als Heilszeit der Gemeinde. Die zeitliche Schematisierung (jetzt Heil für die 15


Heiden, dann Heil für Israel) dürfte überzogen sein, doch der Zusammenhang ist wesentlich: Die Bibel verheißt eine endzeitliche Wiederherstellung Israels, geistlich wie national; doch schon zuvor wirkt das Evangelium in der ganzen Welt. • Die Thesen 10–12 fragen, wann und wie Verheißungen in Erfüllung gehen. Im NT werden die Linien des AT aufgegriffen, aber auch verlängert: Die Letzterfüllung findet nicht auf dieser Erde statt, sondern im ewigen Reich Gottes. Das heißt aber nicht, dass diese Letzterfüllungen die diesseitigirdischen Erfüllungen ersetzen würden. Sie ersetzen sie nicht, sie vollenden sie. Das gilt auch für die Landesverheißung. Die Landesverheißung steht quer zum christlichen Glauben, wie er heute vielfach gelebt wird. Westliche Christen denken meist individualistisch. Sie fragen nach ihrem persönlichen Wohlergehen und ihrem individuellen Seelenheil – das genügt vielen. Die Landesverheißung stört dieses Konstrukt. Sie verweist auf den Gott der Geschichte, der die Weltpolitik gegen den Strich bürstet und sich als Gott Israels vorstellt. Das ist fremd für viele christliche Ohren und doch ist es zutiefst biblisch. Es ist an der Zeit, dass die Gemeinde Jesu sich für diese Zusammenhänge neu öffnet und sich mit ihnen auseinandersetzt. Einen kräftigen Impuls in diese Richtung gibt die Landesverheißung, der die folgenden 12 Thesen gewidmet sind.

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Über die Autoren Harald Eckert Autor, Bibellehrer, Netzwerker Leiter des weltweiten Global Prayer Call Leiter von Christen an der Seite Israels

Tobias G. Rink Pastor, Theologe, Seelsorger am Julius-Schniewind-Haus Schönebeck

Tobias Krämer Pastor, Theologe Mitarbeiter bei Christen an der Seite Israels Vorsitzender Christl. Forum für Israel e. V.

Andrew Tucker Executive Director von Christians for Israel international Juristischer Berater der European Coalition for Israel

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„Mit der Feststellung, dass Gott der Eigentümer des Landes Israel ist, ist im Grunde alles gesagt. Kein Mensch hat das Recht, von Gott Rechenschaft zu verlangen, warum er ausgerechnet Israel erwählt hat. Und warum er diese Entscheidung regelrecht ‚erdet‘, so dass die geistliche Dimension untrennbar mit einer materiellen verknüpft wird. Warum ist gerade die ‚Landfrage‘ eine der schärfsten Kontroversen der Zeitgeschichte? Weil es ohne konkret definiertes Territorium kein Israel geben kann. Wer also das Recht Israels auf ein eigenes Territorium in Frage stellt, verneint unausgesprochen das Lebensrecht Israels als Nation und beteiligt sich am Versuch, die heilsgeschichtlichen Weichenstellungen Gottes zu revidieren.“ Mit diesen Worten von Dietmar Kern, 2. Vorsitzender von Christen an der Seite Israels, ist das Spannungsfeld, dem sich das vorliegende Booklet widmet, umrissen. Was hat es mit den Landesverheißungen für Israel auf sich? Gelten sie auch heute noch und wie sollten sich Christen zu ihnen stellen? Was bedeutet dies für die aktuelle Situation in Nahost? Fragen dieser Art sind Thema dieses Booklets.

Christen an der Seite Israels

Christen an der Seite Israels e. V. Friedberger Str. 101 61350 Bad Homburg v. d. Höhe Tel.: (0 61 72) 9 18 27 40 Fax: (0 61 72) 9 18 27 42 eMail: info@israelaktuell.de Internet: www.israelaktuell.de


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