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Gott spricht mit mir durch Jesus Christus, das Wort Gottes Worte aus der Stille für die Stille

Ein geistliches Buch für das ganze Jahr II. An alle, ‘die Seine Erscheinung lieb haben’. Persönliche prophetische Worte der Weissagung von Christen aller Konfessionen der einen Kirche, aus der Kirchengeschichte von Anfang bis Heute, gesammelt von Reiner - Friedemann Edel

V e r l a g D r . R . - F . E d e l Lüdenscheid


Oekumenische Texte und Studien 50 Eine oekumenische Sammlung von prophetischen Worten aus allen Kirchenlagern und Jahrhunderten. Veröffentlichung der Stiftung Oekumenisches Institut, Lüdenscheid, aus deren Archiv zusammengestellt von Reiner-Friedemann Edel „Meine Schafe hören Meine Stimme.” „Prüfet alles, und das Gute behaltet.” „Du kannst nicht im Heiligtum sein, wenn du noch im Vorhof lebst.” „Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, dass ich höre, wie Jünger hören.” „Der Geist aber, der Tröster, wird euch in alle Wahrheit leiten.” „Er wird euch erinnern an alles, was Ich euch gesagt habe.” „Er wird die (noch gottlose und die fromme) Welt überführen (strafen) von der Sünde und Mich verklären (Mich vorstellen, wie Ich bin, Mich bekannt machen, verherrlichen).” „Sie wollen sich von Meinem Geist nicht strafen (überführen, richten, infrage stellen, rügen, verunsichern) lassen.” „Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird.” „Was euch gesagt ist in der Dunkelheit, das redet im Licht, und was euch gesagt wird in das Ohr, verkündet auf den Dächern.”

2013 ISBN: 978-3-87598-050-9 www.edel-verlag.de Worte Gottes haben Gottes Copyright


Vorwort Ein zweites so seltsames Andachtsbuch? Ja, denn es sind solche Worte die man jedes Jahr ganz neu und mit neuen Augen liest, da die Erfahrungen mit sich selbst und mit Gott voranschreiten und wechseln. Praktisches zu diesem Buch findet sich im Nachwort des ersten Bandes. Dieses Buch richtet sich nicht an solche Theologen, Rezensenten und Leser, die nur prüfen, kritisieren und korrigieren wollen, sondern an Hörer, die ‘mit dem Herzen hören’ und sich an den Blumen, die ihnen im Augenblick auffallen, freuen, und Kräuter, die sie heute vielleicht noch für Unkraut oder für unverdaulich halten, für andermal und für andere stehen lassen. Es geht also hier nicht um Belehrung, die man normalerweise sich nur einmal durchlesen müsste, sondern um Verheißungen und Ermahnungen Gottes, die oft täglich wiederholt werden müssten, weil sie so wichtig sind und weil man sie immer noch zu wenig im Herzen erfasst hat. Die geistliche Dichte und die Diktion der einzelnen Texte ist wegen der Unterschiedlichkeit der Quellen und der Übersetzungen, und wegen der Eigenart der Persönlichkeiten, die diese Worte der Weissagung empfangen haben, verständlicherweise oft sehr unterschiedlich. Lüdenscheid, 18.03. 2013 R.-F. Edel

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Anstelle einer Einführung Lehren ist etwas ganz anderes als Weissagen. Weissagen ist einfach dieses inspirierte Reden, im Augenblick empfangen und weitergeben, das Wort Gottes in die Stunde hinein. Hier geht es um Lichter. Es ist so besonders auch die Lebensart der Frau, zu empfangen. Und darum auch hier von Gott empfangen. Sie ist geradezu wie von Gott dafür disponiert, so sie nur ihr Gott zugewandtes Leben lebt, so dass der Geist der Weissagung in ihr Raum haben könnte. ‘Ihr solltet alle weissagen’ (1. Kor. 14, 31). Aber dann weiter nichts tun, als das, was wir empfangen haben, abgeben. Weissagen heißt, von Gott empfangen, und es weitersagen. Und damit ist der Dienst getan. Es könnte sein, dass eine Weissagung Anregung zu einer Belehrung gibt. Die hat die Frau dann nicht mehr zu machen. Durch ihr Weissagungswort wird ein anderer, ein Bruder, der dieses Charisma etwa des Lehrens hat, den Anstoß haben, aufgrund dieses Wortes der Weissagung, das jetzt Fleisch geworden ist in der Kirche, in der Versammlung, nun eine Belehrung anzuschließen. Das eine löst das andere aus, aber das Belehren ist bereits die Sache des Bruders, während die Frau nur empfängt und abgibt. Das ist ihr Dienst. Wunderbar, wer jetzt seine Gabe kennt, aber auch seine Grenze kennt. Und die Gefahr ist immer dort, wo man seine Grenze überschreitet. Dort geht’s immer schief! Wenn die Frau das lebt, wird sie Gehilfin des Mannes, die ihm so – wie es auch bei anderer Arbeit geschieht – die Bauelemente reicht. Es ist wie mit einem Kind, das anfängt mitzuhelfen und – vielleicht ganz stolz – dem Vater zur Hand geht und ihm nun darreichen darf an der Werkbank oder wo es zu tun gibt. So soll auch die Frau behilflich sein, dem Mann die Bauelemente, hier die göttlichen Bauelemente, zu geben, aber er fügt sie ein. Und so wirkt das zusammen, der die Weissagung empfängt, und dann der andere, der es einfügt oder vielleicht auch noch auf die Seite legt, weil das noch nicht dran ist. Und dann kommt vielleicht der Tag, wo das plötzlich wieder aufleuchtet: Ach, das war doch das Wort! Und nun wird das Ganze gefüllt. Einer dient dem anderen, ein wunderbares Miteinander! Pfr. Gerhard Küttner

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1. Januar Er: „Auch dieses Jahr ist ja ein ‘Jahr des Herrn’. Vom Himmel her ist alles gleich geblieben: Wir warten auf die Heimkehr unseres verlornen Sohnes, Meiner Kirche. Es ist doch eine detaillierte Umkehr nötig, zurück von allen eignen Wegen, zu den ‘Ordnungen des Herrn’. Wann wird die Selbsterkenntnis kommen und die wahre Buße mit der Reue? Wann wird Mein Geist und Licht die Herzen überführen können? Man ehrt Mich mit den Lippen, doch die Herzen sind weit weg von Mir. Auch in den ernsten Kreisen ist man noch der Meinung, alles stimme, und ‘alles sei in Ordnung’ nach dem Willen Gottes. Doch es ist nicht in Ordnung, nicht in Meiner Ordnung, der des Hauses Gottes. Ich suche Beter, die Mein Wirken vorbereiten, voller Glauben, unverzagt.” Er: „Dass Ich für ewig König bin, gibt aller Hoffnung Sinn. Ich handle heute schon als euer ew’ger Herr und König; denn alles, was Ich tue, ist von da aus, vom ‘Reich Gottes’ aus, bestimmt. Ihr, als die Bürger Meines Reiches, werdet vorbereitet und hart erzogen als die zukünftigen ‘Führungskräfte’, wie ihr sagt. Ihr müsst ‘durch viele Leiden eingeh’n in Mein Reich’, um mit Mir zu regieren. Lasst euch die Härte nicht verdrießen, sie bringt große Herrlichkeit. Ihr werdet ewig dankbar sein für Meine Führungen in eurem Leben, auch wenn es jetzt euch gar nicht passt und euer Herz ganz unzufrieden ist.” „Seid dankbar Mir in allen Dingen; das ist in Christus Jesus Gottes Wille an euch alle.” „Gibt es noch Dinge im Reich Gottes, die wir selbst planen, die wir uns vornehmen? Behandeln wir Themen, die wir uns vornehmen – oder die der Geist uns gibt? Wir sind keine Autarkie. Wir gehören zum Himmelreich. Unsere Befehle kommen vom Thron des Höchsten.” „Gott rechnet nicht an. Er hat uns längst dem Bereich Satans entnommen und in den Bereich Seines lieben Sohnes versetzt. Wir aber müssen endlich umdenken, uns bewusst werden, welche Gesetze im Reich Gottes gelten: Da gilt der Gehorsam, der sich in der Demut äußert.” Er: ‘Sinnt darüber nach, welcher Schade dadurch entsteht, dass der Knecht befehlen will und der Herr gehorchen soll.’

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2. Januar Er: „Schon alles hab’ Ich für euch vorbereitet: Der Weg ist frei, ihr könnt im Glauben gehen und Mein Wort verkünden. Tragt Meinen Namen ‘Jesus’ hin zu allen Menschen in eurer Fürbitte und in Gebeten für die arme Welt. Ruft Meinen Namen über allen Menschen aus, ob lieb, ob böse, auch über allen Brennpunkten und Katastrophen dieser Erde, und tragt ihn auch in eure Nachbarschaft, zu allen, die euch nur begegnen. Der Feind will Meinen Namen, Mich, verbergen und verborgen halten. Drum betet an und rühmt ihn öffentlich vor aller Welt in Demut und in Freude.. So werde Ich Mich mit dem ganzen Himmel offenbaren können.” Von hier, von Mir aus musst du alles Irdische betrachten und dich niemals erschrecken lassen. Er: „Dein Tag soll voller Freude sein, Ich möcht’ dich fröhlich sehen. Du hast doch allen Grund zur Freude, denn du bist in Meiner Hand, auf ewig fest geborgen unter Gottes Schutz in der Gemeinschaft Seiner Kinder. Ich werde dich bewahren vor dem Argen, dich in Meine Arme nehmen und dich auch heute weiterführen auf dem Weg zum Kreuz. Um deiner ew’gen Freude willen hab’ Ich manches Leid ‘hineingeheimnist’ in diesen Tag, damit du reiner wirst und du Mich klarer schauen kannst. Die Heilsgeschichte dieser Erde geht zu ende, und das Buch wird abgeschlossen, und Ich halte dir verborgen, was du noch nicht zu wissen brauchst. Doch bete zuversichtlich weiter, und treu um die Vollendung der Gemeinde.”‘Hütet euch vor unnützen Worten und vor dem Drang, gesehen und gehört zu werden.’ „Die Augen umherschweifen lassen heißt, mancherlei begehren. Begehrlichkeit ist Zeichen dafür, dass wir keine Freude am Herrn haben.” „Sollen wir uns dazu zwingen?”„Nein, zur Liebe zwingt man sich nicht.” „Wie sollen wir unsere Gedanken zum Schweigen bringen? Ist denn das möglich?” Du sollst Ihm nicht ein Versprechen geben, es sei denn, du tust es von ganzem Herzen gern. Besser ist es, sich Ihm neu zu übergeben, zur Verfügung zu stellen. Das beantwortet Er mit einem neuen Zustrom an Kraft, an Liebe, an Gnade. Darum selig der Mensch, der sich Ihm oft zuneigt.”

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3. Januar „Wer sich Ihm zuneigt, oft zuneigt, den erfasst ein Verlangen, Ihn zu hören. Wir neigen uns Ihm zu in der regelmäßig gehaltenen Stillen Zeit. Auch da ist es gut, sich an einen gegebenen Text (Tageslese) zu halten. Du wirst durch und in dem gegebenen Text Seine Stimme hören. Du wirst dich aber vor der Begehrlichkeit hüten, eigens für dich ein Wort ausgewählt gesagt zu bekommen. Wer gern Losworte zieht, ist begehrlich. Darauf deutet auch das Folgende hin.” „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr denn so furchtsam?” Er: „Mein Wort ist stark und Mein Wort ist Kraft, spricht der Herr. Wendet euch nicht zu denen, die Mein Wort nur philologisch zerpflücken: ihre Mittel sind arm, und ihre Frucht ist Stroh. Sie kleiden sich in das Gewand der Wissenschaftlichkeit, aber sie kennen nicht Meine Kraft, sie stellen sich nicht Meinem Willen. Sie sprechen von Märchen; Ich aber habe geredet. Sie sprechen von Sagen und Legenden; Ich aber habe gehandelt. Sie schieben Mein Wort hin und her wie Schachfiguren; Ich aber will heute durch Mein Wort zu euch reden, denn Ich habe es euch gegeben. Folgt ihnen nicht, sondern fragt Mein Wort und lasst euch beschenken. Ich will euch reich machen durch Mein Wort. Ich will euch überfließend beschenken durch Meine Gegenwart. Ich rede zu euch durch Mein Wort, nicht die Schreiber sind es, die waren Meine Werkzeuge.” Er: „So wirst auch du bei Mir sein allezeit, wenn du den Lauf vollendet hast. Ich habe dich bestellt für Meine Kirche, wo man dich annimmt und dich ruft, da geh und diene. Lauf aber nur den Menschen und der Arbeit niemals hinterher. Ich brauch’ dich in der Stille für die allgemeine Kirche und will dir Meine Pläne zeigen und dich mit den Augen leiten. Geht hin; und sieh, Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe.”

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4. Januar „Und unser Glaube ist der Sieg, der diese Welt schon überwunden hat.” Er: „Ich suche Meine Priesterseelen, die Ich senden kann als Meine Lämmer. Inmitten vieler Wölfe, Heuchler und von lauen Christen sollen sie Gebetsdienst tun. In Meiner grenzenlosen Liebe und Barmherzigkeit soll ihre Fürbitte geschehen und Meinen wohlverdienten Zorn und das Gericht noch aufhalten und stoppen. Sie sind’s, die Meine Wege vorbereiten, deren Dienst so wichtig ist. Wo finde Ich den Lebenseinsatz Meiner Priester, ihre ganze Hingabe? Es ist schon kurz vor Mitternacht, und Mein Volk feiert fröhlich seine Feste. Das Opfer bringt Erlösung, auch das Opfer eures Leibes für die Kirche. Wenn nicht gebetet wird, wird unverhofft und plötzlich Mein Gericht erscheinen. Drum betet ohne Unterlass, dass noch ein Raum gegeben wird zur Buße.” Er: „Und als gekreuzigter Bräutigam vermähle Ich Mich am Kreuz.” Er: „Kehrt euch gründlich ab von dieser Vermessenheit, in der ihr Mich zu eurem Diener machen wollt, und tut Buße dafür für eure Brüder. Alle Himmel sind Meines Winkes gewärtig, und Ich erwarte von Meinen Söhnen, dass auch sie es sind. Bringt Mir auch stellvertretend diese Vermessenheit.” „Du sagst Ihm jetzt deine Schuld, und dann bringst du Ihm die Schuld deiner Brüder, deiner Gemeinde, deiner Kirche, – wie es dir aufgeschlossen wird. Sind wir noch demütig Wartende, Hörende – oder verfügen wir über Gottes Wort, geben unsere Gedanken als Seinen Willen aus, begehren wir Seinen Segen, eine Unterstützung zu unseren Vorhaben und geraten damit in Dunkel, Unfruchtbarkeit, Leere, Schuld, geistlichen Tod?” „Vollmacht empfängt man. Sie lässt sich weder nehmen noch fordern noch selbstverständlich erwerben. Haben wir uns vom Himmelreich getrennt und einen eigenen kleinen Staat aufgemacht, in dem wir regieren ‘mit Gottes Hilfe’?”

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5. Januar Er: „Mein Wille ist doch euer Bestes, deshalb sucht ihn zu erfüllen im Gehorsam. So werdet ihr gewisse Schritte machen, um in Freude Meinen Weg zu geh’n. Ich komme euch entgegen und erwarte euch mit neuen Gnaden und nehme euch in Meine Arme, Meine Kinder, um euch Mut zu machen, nur Meinen Weg geduldig in den Kräften Meines Ostersieges zu beschreiten.” Er: „Der Feind muss weichen, wenn ihr ihm entgegentretet. Er ist besiegt und weiß das ganz genau. So widersteht ihm fest im Glauben, und er flieht von euch. In Meinem Namen werdet ihr das Feld behalten. Wie einst im Lobetal könnt ihr im Lobpreis vorwärtsrücken und Stadt um Stadt für Mich einnehmen und besetzen und alle Bollwerke dem Feind entreißen und Mir Meine Kinder retten. Ich kämpfe für euch, und Ich richte Meine Herrschaft auf in eurem Leben und in denen, für die ihr inständig und herzlich, betet.” Er: „Ich will dich leiten zu den Quellen Meines Lebens. Du sollst erfahren und erleben, was es heißt, in Mir zu bleiben und Meine Herzgesinnung zu erkennen und sie zu erfassen. Ich führ’ dich ein in die Gemeinschaft Meiner Heiligen vor Meinem Thron. Der Thron der Gnade steht doch allen offen, die Mich lieben. Komm in Mein Licht, und alles wird von Mir durchlichtet und in Mein Licht gestellt, dass du es dann mit Meinen Augen siehst. Ich will dich lehren, mit den Augen Meiner Liebe alles zu durchdringen und will dir Vollmacht geben, Mich zu sehen und mit Mir zu wirken. Ich will dir Brüder geben, die den gleichen Weg mit dir gemeinsam gehen und die mit dir im gleichen Geiste ‘in den Himmeln’ leben, die mit dir Meinen Himmel offen sehen und die dich ermutigen zum Dienst.” „Nachsinnen ist kein intellektueller Vorgang. Man bleibt vor Gott stehen, bis Er durch Seinen Geist den Schaden aufdeckt. Der Intellekt weiß nämlich auf alles eine schnelle Antwort und kommt damit dem Menschengeist zuvor. So ist er doch ein Knecht, der befehlen will. Diese Gesinnung (dass der Knecht befehlen will und der Herr gehorchen soll), ist die Gesinnung Satans. Wer so gesinnt ist, begibt sich damit unbewusst in den Dienst und Machtbereich des Satan.” 9


6. Januar „Ich will sie reinigen und ihnen ganz vergeben.” Er: „Ich liebe die Geschwisterschaft im Himmel und auf Erden. Vor allem, Ich ersehne Meine Brüder und die Bruderschaft mit ihnen. Es ist nur ein Leib, Meine Kirche, in den Himmeln und auf Erden. Ich bin in euch und ihr in Mir: Das ist das Leben, das erschienen ist. Sieh Mich nur nicht von euch getrennt: Ich bin doch Mensch geworden! Ich hab’ euch neu geboren, und Ich nehm’ euch in Mein Gottesleben auf. Ich bin der Herr und König, auch in eurer Mitte: Ich bin die Garantie und die Gewissheit der Vollendung, auch mitten in der Anfechtung und allen Zweifeln, die euch überfallen wollen. Glaubt wider allen Schein, denn Ich, der Herr, bin bei euch alle Tage.” „Der Geist weist auf Gefahren hin, denen wir unterliegen könnten. Wir haben bei unserer Bekehrung und Wiedergeburt noch so viel Altes mitgeschleppt, das es zu erkennen und bewusst abzulegen gilt. Gott nimmt uns nur das ab, was wir Ihm freiwillig abgeben. Er zwingt uns nicht, aber Er lässt Sein Licht darauf fallen, dass wir erkennen, was es abzulegen gilt. Es geht in dieser Weisung dreimal um das ‘von ganzem Herzen’ bzw. ‘von Herzen’. So ist es auch in Bezug aufs Ablegen. Was wir von ganzem Herzen los sein wollen und Ihm hinlegen, das nimmt Er uns ab. Vieles können wir nicht. Gott sucht nur unser Wollen, Er, der Allmächtige, Der alles kann.” „Das Bestreben des natürlichen Menschen geht dahin, immer etwas vorzuhaben. Das Bestreben des Geistes dagegen ist es, uns zum Ruhen zu bringen. Was unser Herz ausfüllt, dafür nehmen wir uns viel Zeit. So ist Geschäftigkeit und Suchen nach Zerstreuung Zeichen einer schwachen Liebe, eines geteilten Herzens. Es ist unsere Bestimmung, voll Seines Geistes und voll Seiner Liebe zu sein.” „Der Herr wird Seinem Volk eine Zuflucht sein.” Er: „Es gibt gar keinen Grund für Meine Kinder, zu verzweifeln an sich und den Verhältnissen und an den Nöten und Bedrängnissen: Seit Ich den Teufel und den Tod besiegte, sind alle ihre ‘Zulieferer’ auch mit ihnen überwunden: die Unterteufel und Dämonen wie die Krankheit und die Schwachheit. Denkt drüber nach und lest neu die Verheißungen in der Bibel! Die Auferstehung hat gezeigt, dass alles wirklich ganz vollbracht ist.” 10


7. Januar Er: „Der Sieg ist Mein; d. h., in allen Nöten kannst du Überwinder sein. Das geht durch keine Formel, sondern durch das Einswerden mit Mir. Der Glaube ist der Schlüssel, nicht die eigne Kraft. Es gibt kein Hindernis als nur den Ungehorsam und die Rebellion. So leg die Nöte ganz vertrauensvoll in Meine Hände und überlass den Kampf nur Mir und Meinem Sieg am Kreuz. Dann wird der Feind die Flucht ergreifen, denn er fürchtet sich vor Mir. Im Loben über Meinen Sieg kannst du dem Feind entgegentreten, und er muss weichen wie ein Pappsoldat, auch wenn er vorher noch so grimmig fauchte. Lass dich nicht schrecken oder bluffen, sondern hab Vertrauen.” Er: „Dürstet danach, zu Meinen Füßen zu sitzen, das heißt, die Ruhe in Mir zu suchen, und lasst nicht ab – wie man ein Kleinod sucht –, bis ihr sie gefunden habt.” Er: „Wir leben und wir arbeiten für das ‘Reich Gottes’. Es gibt nichts Wichtigeres heut zu tun, als ‘zuerst’ danach ernst zu trachten, dass Mein Reich komme und dass Mein gerechter Wille hier geschehe. Gemeinsam mit den Heiligen, mit unsren Brüdern, woll’n wir in Einheit Meinen Priesterdienst im Heiligtum beständig üben und das Gebet für Meine Kirche ohne Unterlass zum Thron des Vaters bringen. Wie dringend nötig dies Gebet ist, kann man nur ermessen, wenn man den Zustand Meiner Kirche von dem Himmel aus beleuchtet sieht. ‘Miss du den Tempel Gottes und die Menschen, die dort wahrhaft Mich anbeten!’ ‘Den Vorhof aber, den miss nicht: er wird den Heiden preisgegeben werden.’ Lasst euch nicht blenden von der äußeren Fassade: denn es ist nur Gräbertünche! Und wer nicht umkehrt bis zu Mir, der bleibt im Finstern sitzen.” „Es ist die Bestimmung aller Christen, in die Ruhe Gottes einzugehen. Für uns aber, denen diese Worte gelten, ist es eine heilige Notwendigkeit. Deswegen ist sie so vordringlich, dass alles andere – auch der Dienst – auf den zweiten Platz gehört. Suchen wir so beharrlich und ausdauernd nach der Gemeinschaft mit Ihm?” Er: „Wir fahren wieder zu den Brüdern. Die Bruderschaft ist das Geheimnis Meiner Kirche. Sie ist – wie die Familie – Urzelle für Meinen Leib. Wenn die Gemeinschaft in Mir Einheit wird, kann so Mein Segensstrom euch ungehindert frisch erreichen.” 11


8. Januar Er: „In Mir ist alles Heil vorhanden, das du brauchst: Die Liebe und Geduld, das Leben und der Sieg und der Gehorsam. In Meinem Herzen hast du alles, was dir mangelt, und Ich vervollkomm’ne und Ich ergänze alles, was du in Meine Hände legst, und du Mir bringst und übergibst. ‘Mein Vater kann doch alles, Er wird mir mein Spielzeug reparieren.’ So kindlich bringt Mir alles, eure ‘Werke’ und auch eure Schwächen. Denn Ich ergänz’ dann alles, was noch mangelt, was an euren Bitten und euren Werken, alles was an Liebe und der Hingabe noch fehlt. Bleib deshalb in Mir in der Liebe deines Herzens und glaube Mir, dass alles dann in Meiner väterlichen Liebe gut vollendet wird.” Er: „Meine Brüder, nehmt einander an. Das habe Ich wider euch, dass ihr einander nicht herzlich liebt als Kinder eines Vaters.” „Wenn ihr eure Brüder nicht lieben könnt, dann liebt sie, weil Gott es will. Die Liebe Gottes äußert sich über den Willen, nicht durch das Gefühl. Der Wille kann zu allen Brüdern Ja sagen, weil Gott es will. Das Gefühl kann das nicht. Man kann einem Bruder in jedem Falle Gutes tun und Gutes wünschen. Seid sicher, dass eure Urteilsfähigkeit völlig unzureichend ist.” „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.” Er: „Das Neue habe Ich gebracht, die Neugeburt durch Meinen Geist. Und alles kommt vom Himmel und verklärt die Erde. Ich mache alles neu, und ihr habt dabei nichts zu machen, als Mich dabei niemals zu hindern, nicht durch Faulheit, nicht durch Übereifer. Bleibt wach vor Mir und seht Mein Heil in Demut und in Liebe, lasst los und lasst Mich Mein Bild in euch neu gestalten. So wird die Schöpfungs-Ebenbildlichkeit in euch ganz neu erstehen und die ursprüngliche Gemeinschaft in Mir neu eröffnet. Bleib du auch heute in dem Heiligtum, in Mir, und achte auf Mein Reden, zum Segen Meiner Bruderschaft und aller, die Ich rufe.”

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9. Januar „Das ist wahrlich unser Gott für immer und für ewig.” Er: „Ganz frisch soll unsre Liebe sein, ganz ungetrübt und innig. Ich bin in dir und liebe dich von ganzem Herzen. Bleib in Mir diesen ganzen Tag in Meiner Liebe und im Austausch. Erneure immer wieder unsern Bund, dass unsre Einheit nie zerbreche. Die Liebeseinheit ist ein Bollwerk, gegen das der Feind nichts machen kann. Hier findet er nicht einen Zugang, und es bleibt ihm keine Chance. So können wir gemeinsam Meinen Siegeszug und Willen weiterführen und der Vollendung nahen bis zu Meiner Wiederkunft. Sieh, was Ich gnädig tu auf die Gebete Meines Volkes.” Er: „Die in Mir zur Ruhe gekommen sind, sind in Wahrheit Meine Söhne. Kleine Kinder laufen hin und her, begehren dies und jenes.” „Gott dürstet danach, damit Er Sich uns mitteilen kann.” „Kleine Kinder wissen noch nicht, worum es geht, sie denken nur an sich.” Er: „Seid doch nicht so vernascht nach Meinen Gaben, nach Genuss. Die Genusssucht steckt tief in euch, dass eure Sinne in Predigten, in Büchern, auf Konferenzen oder Rüstzeiten Befriedigung haben wollen.” „Es sind nicht nur die ‘kleinen Kinder’, die solchen Genuss suchen. Es gibt solche unter uns, die von ganzem Herzen den Herrn suchen, weil sie Vollmacht brauchen. Aber in diesem Suchen sind wir auf einen Irrweg gekommen, auf den meist begangenen Nebenweg, der ein Umweg ist: Des Suchens müde geworden auf dem schmalen, steilen Weg, haben wir einen bequemeren Weg beschritten: Mehr zu hören, Neues zu hören.” Er: „Bleib in der Stille heute im Gespräch mit anderen. Ich will dich lehren und dich leiten, für Mein Volk in dieser Stadt zu sprechen. Es wird so alles offenbar, was in den Herzen ist. Mein Reich soll in den Herzen Meiner Kinder vorbereitet werden und offenbart die Segensspuren der zukünft’gen Welt. Ich komme jederzeit zu euch, wenn ihr nur ruft. Doch werde Ich gewöhnlich nicht gebraucht bei euren Konferenzen. Ich bin die Quelle für die Einheit Meines Volkes: In Mir ist Gottesenergie und Vollmacht zur Lösung aller Weltprobleme und der Fragen Meiner Kirche.” 13


10. Januar „Ihr werdet Kraft des Heil’gen Geistes bekommen.” Er: „Mit Meinen Brüdern aus den Himmeln komme Ich zu dir, dich anzurühren und dich aufzunehmen in die ew’ge Bruderschaft. Bleib in Gemeinschaft Meiner Heiligen, und lass dich durch die Vorurteile deiner Lieben nicht mehr bremsen. Mein Leib und unsre Einheit soll dir wichtig sein und nicht die Erde. Sei gläubig Meinem Wort und lebe darin fest und zuversichtlich. Es gibt dir Halt und Stärke; alles andre macht dich schwach und unbeständig. Entscheide dich für Mich und für das Reich der Himmel. Mein Gottesreich muss dir das Erste sein, dem alles andere weichen muss. Die Heiligen umgeben dich mit Hilfe und mit Gaben Meiner Liebe. Sie beten voller Opferliebe gern für deinen Fortgang und den Weg zum Ziel.” „Sprecht im Namen des Herrn, gebietet im Namen des Höchsten, redet und schweigt nicht. Berufene Gottes leben im Gehorsam und handeln alsbald, wenn Er es gebietet. Lasst keinen Zweifel in euch kommen, denn groß ist die Macht des Herrn durch euch. Entziehe sich keiner dem Herrn, dem Auftraggeber. Ihr müsst gehasst werden, weil die Finsternis das Licht hasst und die, die es bringen. Aber des Herrn Arm ist mächtig über euch, und Seine Rechte stärkt euch, als Boten des Friedens – Boten der Liebe – Boten der Freude – Boten des Heils, dazu hat Er euch gesetzt.” ‘Stehe auf, leuchte, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen’ (Jesaja 60, 1). (Elberfelder Übersetzung) ‘Der Herr wendete Sich und sah den Petrus an.’ Er: „Das Feuer des Altars vor Meiner Bundeslade soll dein Herz entzünden. Da ist die Glut der Liebe, die verzehrt, was nicht in Mein Reich taugt. Dein Herz wird glühend in der Liebe, angesteckt von Meinem Herzen, geläutert in der Trübsal und im Leiden, innig und voll Zärtlichkeit. Das ist der Weg zum Thron der Gnade und die Ausrüstung zum Dienst. Ich stelle Mich den Menschen vor ganz transparent in deinem Herzen, und Ich begegne ihnen in der Sanftmut und Barmherzigkeit. In Meinem Leib, der Kirche, kann Ich heute allen Menschen neu begegnen und als das Licht der Welt den Weg zurück ins Vaterhaus, zum Vater, weisen.”

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11. Januar Er: „Der Himmel tut sich auf, auch über dir. Folg Mir ganz kindlich im Gehorsam, und die Segensströme fließen nieder, erfüllen dich mit Kraft und Meiner Freude, und fließen dann auf andre weiter, wie Ich will. Bleib immer in Mir, in dem rechten Weinstock, ganz in Meiner Liebe, dann kann Ich segnen und erquicken durch den Strom des Lebens und Menschen schnell erreichen, ganz spontan in ihrem Herz. Ich segne dich mit deinen Lieben und behalte euch im Herzen!” „Nur der Geist Gottes kann uns aufschließen, was in unserem Herzen ist, und nur Er uns in die Buße und stellvertretende Buße führen. Gebt eure Genusssucht ab. Auf dem schmalen Weg gibt es keine Befriedigung unserer Sinne. Wieder geht es um die Ganzhingabe, die volle Hinwendung zu Gott. Sie besteht für uns nicht in dem mühsamen Versuch, dem Alltag mit seinen Belastungen zu entfliehen, sondern darum, ganz bewusst unseren kleinen, manchmal so mühsamen und unbedeutenden Alltag anzunehmen mit allem, was uns darin begegnet. Ein volles Ja zu allem zu haben: ‘Ja Vater’ – ohne es verstehen zu wollen. Auf diesem Weg, allein auf diesem schmalen, steilen und unbedeutenden Weg, werden wir frei von der Begehrlichkeit der Sinne, dieser ‘Naschsucht’, denn das ist nicht der Weg Jesu, auf dem uns Jesus ganz nahe ist, unsere Sinne ausfüllt mit Sich Selber – und uns zum Vater führt. Der Weg nach oben geht nach unten. Das ist eine ganz wichtige Lektion. Wer sie nicht lernen will, wird weiter hungern und vergeblich suchen, seinen Hunger zu stillen. Bittet darum, dass euch der Geist diesen Weg aufschließt und lieb macht.” „Was auch ein jeder Gutes tut, es wird vom Herrn empfangen.” Er: „Der Umsturz kommt ganz plötzlich in der Welt. Auch Meine Kirche wird bewegt und stark erschüttert. Bleib du im Heiligtum, du musst in Meinem Frieden ruhn und bleiben. Bleib du allein durch Meinen Geist bewegt und nur vom Himmel her, nicht von der Erde. Ich werde alles vorbereiten für Mein Kommen und für Meine Erdenherrschaft. Ich werde eingreifen in alle Erdennormen und Gesetze und Meine Herrschaft aufrichten, zuerst in allen Herzen Meiner Kinder. Dann aber auch in aller Öffentlichkeit der Kommunen und der Völker. Es wird ein großer Umbruch sein für Meine Friedensherrschaft auf der Erde.” 15


12. Januar Er: „Die Freude und der Glanz des Himmels soll dein Herz erfüllen. In Mir hast du die Ewigkeit in deinem Herzen: Es ist alles aus ew’gem ‘Material’, was du bekommen hast, die Freude und der Friede und die Gnade und Berufung und Meine unerschütterliche Liebe, mit der Ich in dir dich liebe. Vergiss die Welt mit ihren ‘highlights’ und Versuchungen: Du hast ein bess’res Erbteil schon empfangen, das dir versiegelt bleibt in Meinem Herzen. Ich leb’ in dir und warte immer darauf, dass du zu Mir kommst.” „Erhalte mich, auf dass ich lebe durch Dein Wort.” „Unser Vater erwartet nur, dass wir in dem wandeln, das Er uns schon bereitet hat (Eph. 2, 10). Die Tür ist offen. Geh hinein in die Liebe Gottes, lass dich bekleiden mit dem Kleid der Bruderliebe.” „Setz dich jetzt dem Licht des Geistes aus. Lass dir zeigen, gegen wen du noch etwas im Herzen hast. Sprich es aus vor Gott und segne diesen Menschen, damit die Wunde heilt, die du ihm geschlagen hast. Übe das von nun an in jedem Fall und sinne nach, wie du ihm Gutes tun kannst. Lass dir auch zeigen, wo eine seelische Bindung besteht zwischen dir und einem deiner Geschwister (‘Wir kennen uns nicht mehr nach dem Fleisch’), und sprich das vor Gott aus. ‘Der Herr sei zwischen mir und dir’ (1. Sam 20, 23.43) ist hilfreich. Es gilt auch, sich selber nicht mehr nach dem Fleisch zu kennen in dem Sinn, dass die Kenntnis unser selbst uns am Gehorsam dem Geist gegenüber hindern will.” Er: „Man kann den Jubel aus den Himmeln schon auf Erden hören, wenn man im Herzen und im Geiste hört. Die Festversammlung in den Himmeln wartet auf die Erdenbürger, auf ihre Vorbereitung, auf die Überwindung aller Todesmächte in der Entrückung der Gemeinde und die freudige Begegnung in der Luft mit Jesus als dem Erstgebornen aus den Toten. Lasst eure Herzen neu entzünden und mit Jubel Meines Herzens neu erfüllen, dass ihr die Kraft gewinnt zum Kreuz und zu den Leiden aller Vorbereitung.” 16


13. Januar Er: „Ohne die Liebe könnt ihr nicht bestehen, ohne Meine Liebe. Nur wenn ihr in Mir bleibt, könnt ihr die Leiden und die Not ertragen, nur wenn ihr Mir begegnet und gewiss seid Meiner Liebe und des Friedens. Deshalb ist nichts so wichtig wie der Glaube an die Liebe Meines Herzens, an Mein Erbarmen und die Rettung durch Mein Blut. Nimm dir die Zeit, mich in der Stille lange anzuschauen, dass du die feste Überzeugung Meiner Opferliebe in dein Herz bekommst. Dann wird dir alles anders, neu, vom Himmelsstandpunkt aus erscheinen, und keine Finsternis kann dich erschrecken und erschüttern. In Mir geborgen und versiegelt bist du dann getrost und frei.” „Such Frieden, jag ihm nach.” Er: „Die Liebe Gottes ist schon ausgegossen in die Herzen Meiner Kinder. Sie werden fröhlich und getrost in Meiner Gegenwart und atmen auf im Frieden Gottes, den Mein Geist in ihnen aufgerichtet hat. Seid nur in Mir getröstet, lebt nicht in den Menschen oder Dingen. Ich Selber bin euch alles, wenn ihr alles in Mir sucht. Lasst euch nicht irritieren von der Sichtbarkeit und bleibt nicht vor der Himmelspforte stehn: Lasst alles los, um einzugehen in das Heiligtum mit seinen Himmelsschätzen. Hier findet ihr das wahre Glück in Meinem Herz! Ich sehne Mich danach, euch einzuführen in Mein Heil und Meine Herrlichkeit und in die Freude der erlösten Kinder Gottes.” „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.” Er: „Die Himmelswelt umgibt dich durch die Geister der Vollendeten. Sie als die treuen Glieder Meines Leibes warten auf euch alle. Sie sind mit euch vereint in Mir in Fürbitte und in Erwartung Meines Tages, an dem Ich euch erscheinen werde zur Begegnung in der Luft. Dann werdet ihr verwandelt und mit ihnen aufersteh’n in Herrlichkeit. Dann wird der Sieg der Gnade offenbar, die Überwindung aller Finsternis. Dann wird Mein Leib mit auferstehen, nach dem ‘Erstgebornen aus den Toten.’ Im Heilsplan ist nichts rückgängig zu machen. Mein Sieg tritt immer deutlicher zutage, bis alles Mir zu Füßen liegt und sichtbar das ‘Reich Gottes’ angebrochen ist.” 17


14. Januar „Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Nicht ungehorsam bin ich, und ich weiche nicht zurück.” Er: „Es sind doch Meine Kinder, die Mir folgen lernen sollen. So müssen sie Gehorsam lernen und Mich lieben über alles. Und Beten bringe ihnen bei, gib ihnen Formulierungshilfe, dass sie sich an Mich wenden können ganz in ihrer Welt und Sprache. Ich werde dich durch Meinen Geist in alle Wahrheit leiten und dir das Nötige zur rechten Zeit in Meiner Liebe geben. Der Tag ist Mein, lass ihn in Meinen Händen, und nutze ihn in Meinem Sinn zum Kommen Meines Reiches.” „Der Vater eilte dem verlorenen Sohn entgegen. Der Sohn Gottes bezahlte alle Schuld, ohne nach ihrer Höhe zu fragen. Der Heilige Geist ging in Sünderherzen ein, um geduldig ohne Vorwurf Ordnung in das Chaos zu bringen.” „Er ist Gottes geliebtes Kind, also ist er mein Bruder, – so einfach ist das. Warum verweigert ihr Gott den Dank für das, was Er am Bruder getan hat auf Golgatha, – und für das, was Er an ihm noch tun will durch den Heiligen Geist? Solcher Dank bereitet die Bahn für Gottes Tun. Wir, wir haben des Geistes Wirken verhindert und blockiert, statt es in der Liebe zu fördern. Weil in uns nicht die Glut der Liebe Gottes brennt, die alles glaubt, alles hofft, alles duldet, – weil wir leidensscheu sind, nehmen wir die Brüder nicht an, an denen wir Fehler sehen. Jesus erwartet selbstverständlich von denen, die Ihm nachfolgen sollen, dass sie auch bereit sind, Lasten und Leiden auf sich zu nehmen. Wir sollten ernstlich Buße tun über alle Verweichlichung. Nur wer selber umkehrt, kann in Vollmacht für andere (für die Brüder) beten. Wenn ich auch nur auf einen Bruder herabsehe, werde ich funktionsuntüchtig am Leibe Christi sein. Welche Chance also für mich, ein brauchbares Glied Christi zu sein, wenn ich gegen keinen Bruder auch nur einen abwertenden Gedanken im Herzen dulde.” ‘Seid untereinander freundlich, herzlich, ehrerbietig, und achte einer den anderen höher als sich selber.’ Er: „Ich suche nach solchen, die bereit sind, dass Ich frei in ihnen wirken kann, die leer sind vom eigenen Tun, von eigenen Plänen, die bereit sind, sich willenlos auf den Altar zu legen. Mein Herz verlangt danach, durch euch euren Brüdern zu helfen.” 18


15. Januar Er: „Du weißt, dass Ich dir mehr bedeuten kann, als du von Mir erwartest. Wenn du nicht nur im Glauben, sondern auch in Meiner Liebe Schritte tust, dann kann Ich dir in neuer Weise gegenwärtig sein; dann kann Ich dir die Liebe Meines Herzens offenbaren und Meine Herrlichkeit, soviel du es ertragen kannst. Du kriechst schon wieder unterhalb der Armutsgrenze und solltest doch schon Vater sein und Meine Liebe neu ausstrahlen. Ich hol’ dich heim ins Vaterhaus und sammle dich ins Heiligtum zu Mir. Hier ruhe aus und lass all das, was dich zerstreut und dir nur Zeit und Kräfte raubt. Die Gnade siegt und richtet Meinen Sieg in deinem Leben auf, und sie bringt alles wieder auf den rechten Weg zum ew’gen Leben.” Er: „Zögere nicht, – handle! Es werden viele sagen: Herr, Herr – und doch nicht Meinen Willen tun. Ich offenbare Mich den Gehorsamen, dass durch sie Mein Name groß werde auf Erden. Vollziehe Glaubensschritte: Soviel Glaube – soviel Tun Gottes auf Erden. Bedenke das Wort (Mk. 6, 5 f): ‘Er konnte dort keine einzige Tat tun um ihres Unglaubens willen.’ Verschließt ihr eure Herzen (durch Unglauben – Zweifel), so bleibt euch Meine Tür verschlossen, denn durch die offene Tür wird nur eingehen, wer Mich liebt. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Es ist ein harter Kampf, aber Mein Sieg wird offenbar. Mein Ohr ist nicht hart zu hören, aber euer Feind ist ausdauernder als ihr.” ‘Gelobt sei Gott, Der mein Gebet erhört und nicht verwirft.’ Er: „Du findest bei Mir Rettung, Heil und Hilfe. Komm in Mein Herz: Ich führe dich in Meine Gnade der Anbetung. Dein Herz soll jubeln in Erfahrung Meiner Liebe und ausgerichtet sein auf Mich und das ‘Reich Gottes’. Und wenn das Herz von Meinem Jubel ganz gefüllt ist, dann wird dein Wesen strahlen und dein Mund erfüllt sein von Anbetung, dann wirst du transparent für Mich, wo du auch stehst und gehst. Du willst doch selber nicht so blass nach außen leben wie bisher, wo doch dein Herz voll Freude ist und Ich mit Meinem Vater darin wohne.” 19


16. Januar „Seid fröhlich und voll Freude in dem Herrn, in eurem Gott.” Er: „Du machst dir Skrupel in Bezug auf Krankenheilung, dass ihr hier euren Auftrag nicht mehr ernst nehmt und versagt. Der Auftrag ist geblieben, eng verknüpft mit dem Missionsauftrag. Ich hab’ Mich nicht verändert, sondern ihr. Ich bin Derselbe gestern, heut und in der Zukunft. Bringt Mir den Glauben, das Vertrauen, und Ich handle, und Ich bekräftige die Predigt durch die Zeichen Meines Reiches. Sei nicht verzagt, lies Meine Botschaft in dem Wort der Schrift. Ich will das Wort in dir in Sieg verwandeln, dass du Glauben fasst.” „Bei der Gabe der Interpretation und anscheinend noch mehr bei der Gabe der Prophetie bedarf es aber eines einfältigen Sinnes. Der Heilige Geist will und muss Sich Bahn durch unsere Eigenart brechen können. Deswegen prüfe ein jeder, wo seine Barrikaden liegen, die das Geisteswirken zurückhalten, ja unmöglich machen wollen. Es ist ein Sterben, wenn Gott durch uns wirken will, was uns gar nicht liegt, – und uns auf einem Gebiet beauftragt, auf dem wir besonders gefährdet sind ‘nach dem Fleisch’. Es kann auch ein Sterben sein, dass wir eigentlich viel Schlaf brauchen oder – etwa bei Krankheit – eigentlich Ruhe (um wieder zu Kräften zu kommen oder weil wir uns nicht wohl fühlen), Gott aber spricht gerade dann und beauftragt. Seine Stunde ist oft, wenn meine Stunde nicht ist.” Er: „Es ist ein Wunder, ganz direkt vor euren Augen, was Ich euch wirke aus der Liebe Meines Herzens. Bedenkt die kleinen und die großen Wunder und nehmt nicht alles so alltäglich und normal. So vieles, was Ich euch in Liebe offenbaren will, geht wegen eurer Unempfindlichkeit und Stumpfheit leider oft verloren. Ich möchte euch auf jeden Fall zur Herrlichkeit des Himmels führen. Doch ihr seid so genügsam und fixiert auf diese Erde, dass eurem Herz die Flügel fehlen, um für Mich in Liebe wach zu sein. Könnt ihr nicht eine Stunde mit Mir wachen, um ganz dort zu sein, wo Ich bin, und Ich auf euch warte, euch in Liebe zu begegnen?” 20


17. Januar Er: „Du kennst dein himmlisches Zuhause noch zu wenig, sonst würdest du in Mußezeiten nicht auf Erden bleiben, sondern dein ‘Wandeln in den Himmeln’ besser nutzen. Findest du etwa Trost und Kraft hier auf der Erde? Schlag doch die Wunderwirkungen von Mir nicht aus und lass sie Eingang finden in den ‘grauen’ Alltag. Die ‘Freude an dem Herrn’ wird dadurch deine Stärke sein und du wirst Kräfte haben, um den Feind zu überwinden. Lass dich nicht so zurückdrängen in deinem Glaubenskampf. Der Feind hat keine Rechte, dich so knapp zu halten. Ich geb’ dir alles, was du brauchst und noch viel mehr, so dass du mehr als überwindest durch Mein Blut.” „Wer ist bereit, zu verzichten auf Ansehen, auf gesegnetes Wirken in der Vollmacht des Geistes, zu verzichten auf Gebetserhörungen, auf Trost, auf Gnaden? Wer ist bereit, die Last zu tragen, einsam, schweigend, ohne dass es andere merken? Wer ist bereit, die Verirrten zu sehen mit Meinen Augen und Leid zu tragen und um sie zu weinen? Wer ist bereit, zurückzustehen, wo andere gesegnet Ernten bringen dürfen? Wo sind die Samenkörner, die Ich aussäen kann in das harte, dürre, verkrustete Erdreich? Es wird gelockert durch Gebet und Leiden (das überall im Land geschieht). – Wo aber sind die Samenkörner?” ‘Wenn Ich erhöht sein werde von der Erde, dann will Ich alle zu Mir ziehen.’ Er: „Auch das Gericht ist eine Gnade. Du merkst es an den Kindern, wenn sie wohlverdiente Strafe kriegen. Sie akzeptieren das und sind erst nachher wieder froh und glücklich. Wenn Ich euch strafe, gebe Ich euch die Gelegenheit zu neuer Umkehr, denn Mein Gericht, das richtet euch nur auf Mich richtig aus, es ist doch stets Gericht aus Liebe. Ich hoffe immer nur auf eure Besserung, Ich bin der Gott der Hoffnung. So legt ihr selber eure Zukunft fest, nicht Ich. Meine Erlöserliebe lässt euch nicht mehr los und ist euch näher, als ihr denkt. Sei wach und öffne Mir dein Herz, so will Ich Wohnung darin machen.” 21


18. Januar „Das Wort der Wahrheit ist zu euch gekommen.” Er: „Ich bin der Herr, dein Heiland und der Heiland aller Welt. Geh immer davon aus, dass Meine Rettung ganz umfassend ist, dass alles darin eingeschlossen ist in Meiner Liebe. Verkürz das Evangelium nicht durch die Beschränkung auf die Einzelseele. Die ganze Schöpfung, ja auch alle Schöpfungen sind darin einbezogen.” Er: „Wo sind die Menschen, die beten und nicht müde werden? Mein Sieg scheint überall in Frage gestellt, weil ihr so schnell ermüdet. Ihr beugt euch leicht vor der Macht der Verhältnisse, statt eure Knie zu beugen vor Mir in heiliger Einfalt und heiligem Eifer. Beten und nicht müde werden. – Bist du dazu bereit? Seid doch nicht so kindisch, dass ihr ruft und alsbald aufgebt. Betet ohne Unterlass. Es bedarf nicht der Menge der Worte. Seid aber ausdauernd in dem, was euch aufgetragen ist, damit euch zuteil werde, was ihr bittet. Es gilt Schlachten zu schlagen in heiligem Eifer. Betet, was euch aufgetragen ist. Sucht euch nicht selber die Anliegen. Mein Geist will sie euch geben, einem jeden von euch (spezielle Anliegen) und euch gemeinsam (gemeinsame Anliegen). Das Wort der Weissagung wird euch gegeben, damit ihr um so ernster betet, beharrlich und zielstrebig. Ihr seid geübt in der Macht des Unglaubens: Indem ihr ein Wort der Schrift oder der Weissagung anzweifelt, ist es für euch abgetan und unwirksam geworden. (Gleichwie ein Mensch den Keim einer Pflanze abknicken und ihr damit das Leben und die Entfaltungsmöglichkeit nehmen kann.) Wie machtvoll wird erst das Gebet des Glaubens sein! Vierzig Jahre lang irrte das Volk Israel in der Wüste umher, obwohl die Tür offen war.” Er: „Sie dienen euch in Meinem Auftrag und mit Meiner Vollmacht. Vergesst nicht die Gemeinschaft aller Heiligen in Freud’ und Leid. Zu Meinem Leib gehören sie, nicht anders als ihr Erdenbürger. ‘Wenn ein Glied leidet, leiden alle andren mit, wenn eins sich freut, bekommen alle Anteil an der Freude.’ Die vielbeschwor’ne Einheit Meiner Kirche ist im Himmel schon erfüllt, und sie wird ewig in Mir fest bestehen bleiben. Lebt diese Einheit über alle Grenzen, die des Todes und der Konfessionen.” 22


19. Januar „Bring uns, o Herr, zu Dir zurück, dass wir zu Dir nach Hause kommen.” Er: „Viele Gnaden warten schon seit langem auf euch alle. Ich konnte sie euch noch nicht geben, denn ihr wart noch nicht bereit. Wenn ihr doch in die Stille zu Mir kommen wolltet, damit Ich eure Hände füllen kann mit Meiner Kraft und Güte, um auszuteilen wo ihr steht und geht. Die Menschen warten – leergebrannt – auf Meine Hilfe; und Ich kann ihnen nur durch eure Hände helfen, Meine Kinder. Bleib du in Mir, in Meiner Stille. Ich will dich mit Mir dienen lassen in dem priesterlichen Dienst. Ich segne dich und leite dich zu Meinen Brüdern.” „Warum gebraucht Er Schwache, wo Stärke am Platz ist, Hochmütige zu demütigem Dienst, Geizige, dass sie großzügig geben sollen, einen Unwissenden, wo es Fachkräfte gibt, den Pessimisten zum Gotteslob, Herrschsüchtige, um andere zu unterweisen? Bitte, sinnen Sie nach in dieser Richtung. Es ist sehr wichtig. Und lassen Sie sich zerbrechen, obwohl es eine Qual ist. In G. wurde im Februar auch gesagt: Allerheiligstes bedeutet in besonderem Maße Teilhaben am Leiden.” „Wir haben auch nicht das Recht, einem Handeln des Geistes an uns oder durch uns, einer Berufung Widerstand entgegenzusetzen, weil wir ‘nicht anmaßend sein wollen’, zu glauben, wir seien gerade zu diesem Dienst berufen. Falsche Bescheidenheit, sie hält den Geist Gottes auf – nicht weniger als Hochmut. Wir werden alle zu der Feststellung kommen: Einen Unwürdigeren als mich konnte Gott nicht finden. Schreib das deinen Brüdern.” Er: „All die Verheißungen von Mir sind Ja und Amen! Halt sie Mir vor, und sei nicht zu bescheiden. Du brauchst die Hilfe aus der Höhe, und du weißt: Nur was vom Himmel kommt, kommt wieder in den Himmel. So trachte nur nach dem, was oben ist, und warte auf den Himmel. Ich sende dir Mein Licht und leuchte dir und zeig’ dir Meine Schätze. Ganz unbeständig ist die Erde und die Seele, schwankend wie das Mondlicht. Gefestigt wirst du nur bei Mir, Mein Geist hält dich in Meiner Macht. Vergänglich ist das Irdische, und alles wird vergehen und verwehen. Halt dich an keinem Strohhalm, denn er wird verbrennen. Lass alles fahren, alles, was dich bindet und in seinen Bann schlägt.” 23


20. Januar „Herr, schone doch Dein Volk und lass Dein Erbteil nicht zuschanden werden!” Er: „Ich hab’ Erbarmen mit euch allen und für jeden, der Mich anruft. Hört hin und glaubt es, dass Ich euch von Herzen liebe! Kommt her zu Mir, Ich will euch retten und erlösen bis ins Innerste. Ich gebe euch ein neues Herz aus Meiner Gnade und den neuen Geist, der ganz nach Meinen Weisungen und den Geboten handelt. Mein helles Licht vertreibt die Finsternis, nicht eures. Ich setze Meine Maßstäbe nach Meinen Ordnungen und Wegen. Ihr müsst nur eingehen auf Meinen Willen, und die Herrlichkeit wird euch zuteil. Hab’ Ich es euch nicht zugesagt: Ich komm’ zu euch (Joh. 14, 18+19)? Stell alles andere zurück, dann bist du fähig, Meine Liebe zu empfangen. Dann wirst du nicht mehr darben und vertrocknen wie in dieser Welt. Dann werde Ich dir alles sein und dich zu frischen Wassern führen, wo du dann allen deinen Durst der Seele und des Geistes stillen kannst. Die Gnade ist dir dann genug, denn sie erneuert und erquickt. Sie gibt dir Vollmacht, loszulassen alles, was auf Erden ist, und anzunehmen, was Ich dir bereitet habe für den Weg zu Meinem Ziel.” Er: „Ihr Meine Brüder, bleibet, bleibet in Mir und wachset in Mir verborgen – wie ein Kind im Mutterleibe. Ich will euch gebären in diese arme Welt. Meine Brüder, bleibet, bleibet verborgen in Mir.” Er: „Mein Geist widersteht drängenden Gebeten, die etwas erzwingen wollen. Auch im Gebet gilt es, freien Abstand zu wahren; – ihr seid königlichen Geblüts!” ‘Du, Herr, bist unser Vater; unser Retter und Erlöser’ ist von alters her Dein Name!’ Er: „Bleib in der Stille, und du wirst vom Himmel reden. Bleib in der Armut, und Ich werd’ dich reich beschenken. Bleib in der Demut, und Ich will dir Meine Vollmacht geben. Bleib in der Herzensniedrigkeit: Ich will dir Meine Weisheit senden.”

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21. Januar „Von Deiner Wahrheit und von Deinem Heil, Herr, rede ich.” Er: „Die Glut des Feuers Meiner Liebe darf in deinem Herz niemals erlöschen. Das Liebesfeuer in euch will Ich neu entfachen. Drum bleibt in Meiner Liebe, mit der Ich euch liebe. Es ist der Lebensstrom vom Thron, der euch belebt und umgestaltet in Mein Bild. ‘Hast du Mich lieb?’: mit dieser Frage zeig’ Ich dir, worauf es ankommt. So lass die sogenannten ‘Glaubensfragen’ erst mal ruhn und komm zu Mir, dass Ich dich in die Arme nehme als Mein kleines Kind.” Er: „Meine Söhne, haltet euch an die Ordnungen. Lasst euch nicht hineinziehen in den Geist der Zuchtlosigkeit und des Rebellentums, in die Gesinnung derer, die keinen Herrn über sich dulden, in die Gesinnung derer, die da meinen: ‘Mein Herr kommt noch lange nicht’. Meine Söhne, werdet euch dessen bewusst, dass Ich nicht mehr am Kreuz hänge wie in euren Kirchen, tot, wehrlos. Es kann gefährlich sein, wenn ihr dieses Bild von Mir in euch tragt, wenn es euch falsch prägt bis in euer Unterbewusstsein hinein. Ich lebe. Ich wandle unter euch, Ich, der Herr, der Lebendige mit Augen wie Feuerflammen, mit dem scharfen, zweischneidigen Schwert. Werde Ich endlich Glauben finden? Meine Brüder, ihr seid in Gefahr, Mich so zu sehen: am Kreuz hängend, schmachvoll, getötet von der Überlast der Sünde. Und weil ihr Mich so seht, seid ihr hingegangen, Mein Werk weiterzuführen. Ein trostloses Werk, ein hoffnungsloses, in eigener Kraft, in eigener Regie, in eigener Verantwortung. Zusammenbrechend noch versucht ihr das Unmögliche zu tun. Meine Brüder, werdet sehend. Kommt, Ich will euch stärken. Ich will eure Macht sein, Ich, der Lebendige, der Herr. Geht ihr an das Kreuz, da ist euer Platz, geht ins Grab, dass ihr ruhet von euren Werken. Wer Ohren hat zu hören, der höre.” Er: „Auf Mein Wort musst du hören und gehorchen. Wenn du mit Mir ganz eins bist, kannst du vorwärts kommen. Mein Ziel für dich ist Meine Herrlichkeit. Behalte das vor Augen und im Herzen, dass du dich nicht verirrst im frommen Dschungel.” 25


22. Januar „Die in der Ferne sind, die werden kommen und werden mit uns bauen an dem Haus und Tempel unsres Herrn.” Er: „Der Bußtag für die ganze Kirche leitet Segensströme ein. Drum tretet stellvertretend vor Mir ein für alle Kirchabteilungen und Gruppen. Ich möchte gerne das Vergebungswort aussprechen, wenn die Reue da ist. Jedoch sind Meine Kinder noch sehr weit entfernt davon, die Sünde einzusehen, die Sünde ihrer Spaltungen und Trennungen in Meinem Leib. Mein Geist versucht, die Herzen zu berühren, die Gewissen zu erwecken. Doch sind Verblendungsgeister eingezogen, und das Herz ist hart geworden. Drum betet, betet, betet, dass der Durchbruch bald geschehen kann und dass die Schar der Überwinder als ein Überrest vorangeht und Mir folgt. Symbolisch tretet ihr zusammen für die ganze Christenheit und bringt Mir Bußgebete dar in Einheit mit der allgemeinen Kirche. Die Priester sollten weinen zwischen dem Altar im Vorhof und dem Heiligtum, damit Ich handeln kann zum Segen Meiner Gläubigen.” Er: „Ihr bringt alle eure Unruhe mit, wenn ihr vor Mich tretet. So gleicht ihr einem aufgewühlten Meer. Mein Geist ist ein Geist der Stille. Ihr kennt das Bild der Taube, die keine ruhige Bleibe findet. Wenn ihr Meinen Ordnungen zuwiderhandelt und zugleich – aus eurer Unruhe heraus – Meine Stimme hören wollt, werdet ihr viel Irrtum haben, weil eure unruhigen Gedanken euch näher und hörbarer sind als Mein Geist. Meine lieben Kinder, Eure Gedanken mögen gut sein und richtig, Mein Wort aber ist Kraft und Leben. Nur wenn euch Mein Geist anrührt, werdet ihr Erquickung haben, Kraftzufuhr, Vollmacht. Tragt Leid und Reue über eure Unruhe, findet euch nicht damit ab, dass ihr in Meinen Vorhof zurückgefallen seid.” „Es soll nicht durch das Heer oder die Kraft geschehen, sondern durch Meinen Geist, so spricht der Herr.” Er: „Die Kraft des Heil’gen Geistes ist für alle Meine Kinder da, die leer sind und sich auf Mich vorbereiten. Die Geistesfülle findet Platz in den Geleerten, die gar nichts sind und auf Mich warten, die im Bewusstsein ihres Elends, ihrer Armut, Meine Kraft und Hilfe suchen.” 26


23. Januar „Ruft laut und rühmt und sprecht: ‘Der Herr hat Seinem Volk geholfen!’” Er: „Es ist der Jubel Meiner Kinder, der den Himmel füllt. Sie beten an in Meiner Freude und in Meinem Sieg. Sie schauen voll Vertrauen auf Mein Handeln an der Erdenkirche und sind im Herzen überzeugt von der Vollendung, die man bei Menschen für unmöglich hält. Es sind ja auch nicht Menschen, die dies Werk vollbringen sollen, ‘es wird durch Meinen Geist geschehen’, habe Ich gesagt: so wird es sein. Schau nur auf Mich, so wirst du Trost und Hoffnung finden. Ich mache alles neu, auch Meine Kirche. Du brauchst dich nicht zerstreuen in Erwartungen: Wart nur auf Mich und Mein Erscheinen, dann bist du eingeschlossen in die Wolke Meiner Zeugen.” „Ich will das Dürstende erquicken und den Hungrigen speisen und Gnade walten lassen vor Recht. Denn Meine Gerechtigkeit ist höher als der Himmel, der sich über die Erde wölbt. Aber auch ihr: – Lasst Gnade vor Recht ergehen und bedrückt niemanden, indem ihr ihn richtet in Gedanken, indem ihr ihm zürnt in eurer Bosheit. Tut von euch die kalten Werke, die aus hartem Herzen hervorgehen. Legt ab, und Ich will euch neu bekleiden, überkleiden mit Herrlichkeit und göttlichen Tugenden und Gnaden in reicher Fülle.” „Hört: Ich bin Gott und nicht ein Mensch, heilig in deiner Mitte!” Er: „Komm in die Stille, und du wirst Mich finden. Ich segne dich und schenk dir Meine Liebe. Aus Meinem Heiligtum empfängst du Kraft und Himmelsgnade, in allem durchzuhalten in der Demut Meines Herzens. So kommt der Himmel auf die Erde, denn Ich leb’ in dir. Ich zeige dir den Weg und lege Meine Worte dir in deinen Mund. Nichts brauchst du dann zu tun, als nur zu horchen, was Ich sage und Meinen Willen zu erfüllen in der Liebe zu dem Vater. Die andren Redner gehen dich nichts an. Bleib ganz auf Mich gerichtet in der Stille.” 27


24. Januar Er: „Durch Meine Kraftzufuhr folgst du Mir Meine Wege, ohne zu verzagen. Ich stärke dich, dein Kreuz mit Mir zu tragen. Nichts ist unnötig, sinnlos oder zwecklos, was in deinem Kreuz enthalten ist: und alles muss dir doch zum Besten dienen! Wir gehen miteinander durch den Tag: niemals bist du allein! Du bist bei Mir im Heiligtum, gemeinsam mit den Heiligen, die Tag und Nacht mit Mir dir und der ganzen Kirche dienen im königlichen Priestertum für alle Welt.” „Durch den Opfertod Jesu ist die Tür des Himmels weit aufgetan. Die Tür des Himmels ist die Tür des Vaterherzens Gottes. Jesus ist die Tür. Sobald ein Mensch durch Jesus sich aufmacht zum Vater, tue Ich die Tür dieses Menschenherzens ebenfalls weit auf; und nun beginnt ein heiliger Austausch. Jedes Mal, wenn du im Glauben zum Vater kommst, wirst du Sein Herz offen finden und dein eigenes Herz zugleich. So werden dir die Gnaden aus dem Herzen des Vaters zuteil. Sobald aber Unglaube und Zweifel dein Herz bewegen oder eine Sünde geschehen ist, hast du von dir aus den heiligen Weg und Zustrom unterbrochen. Du weißt, dass das Blut Jesu im Augenblick diesen Schaden heilt, das Blut, auf das du dich im Glauben berufst. So ist der Glaube das Mittel, durch das göttliche Gnaden überströmend fließen. Jetzt wird dir klar, welch unermesslichen Schaden ihr erleidet, sobald ihr eine Sünde duldet oder im Unglauben verharrt. Jetzt erkennst du deutlich die Ursachen der Vollmachtslosigkeit der einzelnen Christen der gesamten Kirche, in der du stehst. Wenn der Lebensstrom nicht fließen kann, muss ja alsbald Krankheit und Tod die Folge sein. Jetzt wird dir auch klar, warum Fürbitte so wichtig ist: Du glaubst stellvertretend für das Kranke, das Sterbende, das Tote, und so leitest du die Ströme des Lebens und der Gnade aus dem Herzen des Vaters dorthin. Jetzt erkennst du auch die verheerende Wirkung des Richtgeistes: Jeder bittere Gedanke gegen den Bruder oder den Mitmenschen hemmt sofort den Lebensstrom. Richtgeist ist ja stets mit Unglauben verbunden, weil du die Sünde anstarrst, das Grab, den Tod, statt den Herrn des Lebens, den Vater der Liebe anzublicken.” 28


25. Januar „Schon in der Nacht wache ich auf, um nachzusinnen über Deine Worte.” Er: „‘Herr, willst Du uns verderben?’, sagten Meine Jünger. So fing auch der Geburtstag heute beinah’ an. Mein Weg ist manchmal ganz ‘unmöglich’. Doch steht auch über eurem Leben oft das ‘Muss’: ‘Musste nicht dieses alles so geschehen?’ Durch Leiden werdet ihr vollendet, doch werdet ihr es voller Freude seh’n: es sind Geschenke Gottes!” Er: „Nur die Getreuen werden Eingang finden in das Heiligtum. Kein Weg, von euch aus begehbar, führt dorthin. Wohl ist der Vorhang zerrissen und der Weg frei bis in das Allerheiligste, aber allein Mein Geist wird euch leiten. Wo sind die Getreuen, die danach dürsten, einzugehen in die Ruhe Gottes um jeden Preis? Seid bereit, alles loszulassen, wenn Ich rufe. Nichts, aber gar nichts ist so wichtig wie Mein Rufen! Auch kein Wirken, kein Beten, kein Bibellesen. Übt euch, zu kommen und still vor Mir zu verharren, auch wenn ihr nichts fühlt, nichts hört, nichts seht. Wer so willig seine Sinne (sinnl. Wahrnehmungen) opfert, ist Meinem Herzen wohlgefällig und Mir nützlich zum Dienst. Lass die Tändelei im Vorhof! Begnüge dich nicht länger mit dem, was dir wohlschmeckt (Mein Kreuz hat keinen Wohlgeschmack). Möchte Ich doch einige finden, die sich ganz geben, dass sie Glutherde der Liebe Gottes werden für ihre Brüder und für die Welt. Mich suchen, Mich finden ist weitaus mehr, als Meine Gaben suchen, finden und schmecken.” ‘Der Herr wird Zion wieder trösten.’ ‘Geduldig ist der Herr, und Er ist voller Güte! Halleluja!’ Er: „Die Forscher ‘suchen’ Mich und finden nur den leeren Weltraum. In allem wirkt Mein Geist, doch Der ist ihnen unsichtbar. Sie könnten Ihm begegnen, wenn sie vorbereitet wären. Doch das gehört noch nicht zu ihrer Disziplin. Nicht mal die Theologen schaffen hier die Vorbedingungen, um Mich zu finden, nicht nur wissenschaftlich Mich zu ‘suchen’. Wie dumm das wissenschaftliche Gebaren vor der Himmelswelt erscheint! Es weicht oft – wider bessres Wissen – auf die weltlich anerkannten Theorien aus, aus Ehrgeiz und dem Beifall der Kollegen, darum bringt es nur den Tod. Es ist im Grunde eine Show, wie viel von dem, was nicht den rechten Ernst erweist. ‘Wie könnt ihr glauben, wenn ihr Ehre voneinander nehmt?’ – ” 29


26. Januar „Wo sich in Meinem Namen zwei bis drei versammeln, da bin Ich mitten unter ihnen.” Er: „Auch heute ist der Himmel offen: Jeder, der Mich liebt, hat Zutritt. Bist du nicht ein von Mir geliebtes Gotteskind? Die Heiligen umgeben dich und warten drauf, dass du dein Herz Mir weiter öffnest. Auch heute gibt es die Lektion des Tages, damit es eilend weitergeht zu der Vollendung! Doch gilt das nicht nur ganz persönlich, sondern für die ganze Welt: Es gibt die Tests und Prüfungen auf Herz und Nieren für die ganze Menschheit. Auch alle sogenannten ‘Ungläubigen’ sind mit darin eingeschlossen. Sie werden von Mir miterzogen und getestet auf die Demut und Aufrichtigkeit. Schon vieles wird in ihnen reif sein, ehe sie Mich kennen lernen.” „Nicht Wasser schlechthin, – Wasser des Lebens entströmt der Quelle, die euch gegeben ist. Wenn der Herr eine Quelle gibt, dann quillt sie gleichermaßen in allen und aus allen, die Ihm hingegeben leben. Deswegen so wenig überquellendes Leben, weil so wenig Hingabe. Lasst nicht euern Verstand darüber befinden, denn er ist die Barriere, die eure Hingabe und die lebendige Gabe hindert.” Er: „So wahr Ich lebe, spricht der Herr, ihr werdet sein, was Ich will, wozu Ich euch gesetzt habe, und niemand vermag es zu hindern, am wenigsten euer eigenes Unvermögen und ererbtes verkehrtes Wesen. Geht hin und nehmt Lehre an von denen, die Ich dazu bestellt habe. Ihr gehört zusammen, und was Ich dem einen offenbare, gilt dem anderen mit.” ‘Der Herr wartet auf eure gemeinsame Hingabe an Ihn, damit Er euch bevollmächtigen und senden kann.’ Er: „Ihr seid in Gefahr, selber zu planen und Mich zu übergehen. Ich werde euch nichts aufdrängen, das ihr nicht haben wollt. Ich lasse euch entscheiden und gewähren. Ich stelle Mein Anliegen heute vor euch. Antwortet Mir. Es gibt genügend Institutionen. Wollt ihr denn noch eine hinzufügen? Es bleibt euch unbenommen. Wo sind die Männer, die bereit sind, Mein Anliegen auf brennendem Herzen zu tragen? Wenn sich zwei oder drei Mir hingeben, jetzt, das ist genug.” „Siehe, eine lebendige Quelle auf dem Wald, die durch die Wüste fließt und das Dürre belebt. Ein Fels, der allein Halt gibt inmitten eines sandigen Untergrundes.” 30


27. Januar ‘Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch gebiete.’ (Joh. 15, 13f).

Er: „Ihr lebt in einer Welt der Lieblosigkeit und des Hasses und seid versucht, mit einzustimmen in diese Gesinnung. Ich will euch eine Ursache nennen und eine Auswirkung: Eure Natur bewegt sich in der Eigenliebe, und ihr nehmt alles zu Hilfe, was eure Position festigt. Statt bereit zu sein, euch hinzugeben, setzt ihr euch auf einen Thron, beurteilt und beherrscht eure Brüder mit einer Unbarmherzigkeit, die eures Widersachers Art ist. Ich sah euch liegen in eurem tiefen Elend und erbarmte Mich euer. Ihr aber benutzt das Elend eurer Brüder und Schwestern, um es anzuprangern mit kaltem Sinn. Euer Thron ist Selbstgerechtigkeit, und euer Herrscherstab ist die Verachtung. Ihr handelt, als sei Mein Opfertod nicht gültig für die anderen, ja nicht einmal für euch. Ihr habt euch angewöhnt, eure eigenen Fehler zu beschönigen und die des Bruders hart zu richten. Die sich nach Meinem Namen nennen, handeln in teuflischer Bosheit. Ohne dass sie es gewahr werden, sind sie Mitgenossen dessen geworden, der die Meinen verklagt Tag und Nacht. Ihr zieht übereinander her mit grauenhafter Unbarmherzigkeit, die ihr mit einem Schein der Frömmigkeit übertüncht habt. Meint ihr, dass Ich segne, die Meine Gesinnung verleugnen? Meine Brüder, sinnt nach über das Wort: ‘Wem wenig vergeben wird, der liebt wenig.’ Ich habe euch in das Licht gestellt, aber ihr wolltet das nicht. Ihr dünkt euch selber gut, den Bruder aber der Besserung bedürftig. Dem Gnadenlicht, in das Ich euch stellen will, entflieht ihr, um nicht gedemütigt zu werden. Ich sehe euch alle als Glieder Meines Leibes, die unter der gleichen Verdammnis stehen und unter der gleichen Begnadigung. Ihr aber distanziert euch und stellt den Bruder in das Licht, das (eigentlich) eure Finsternis offenbaren soll, – um selber ungestört im Dunkel zu verharren. Da liegt die Ursache eurer Not: Ich gab euch Gelegenheit, im Licht zu wandeln und Gemeinschaft miteinander zu haben. Ihr aber liebt die Finsternis mehr als das Licht, und indem ihr die eigene Sünde zudeckt, nährt ihr die Lieblosigkeit, die den Nächsten richtet. Ich spreche euch an als Glieder des einen Leibes, als Glieder der Kirche. Seht ihr nicht, wie Mein Herz Leid trägt über eure kalten Herzen, die Herzen Selbstgerechter, die der Buße nicht zu bedürfen meinen? Ein Herz ohne Buße erstarrt in der Kälte der Lieblosigkeit und würgt in dieser Beziehung den Bruder. Die Folge ist Entzweiung, Bitterkeit und Feindschaft. Meine Söhne sind bereit, im Licht zu wandeln, offenbar zu werden vor Mir und nichts zu verdecken wie die Heuchler. Aus der Vergebung strömt euch Meine Liebe zu und in ihr die Fähigkeit, den Bruder zu lieben, statt zu richten, die Fähigkeit, ihn zu tragen in Achtung und Liebe. In dieser Gesinnung, die den anderen höher achtet als sich selber, verlasst ihr den Bannkreis des Verklägers.”

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28. Januar „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen, und alle Lande sind erfüllt von Seiner Herrlichkeit und Ehre.” Er: „Im Himmel bangt man nicht um Meinen Sieg: Da jubelt und anbetet man in großer Freude und Gewissheit über Meinen Sieg. Mein Leiden und Mein Kreuz ist ja besiegelt in der Auferstehung. Die Gnade hat gesiegt und steht euch zur Verfügung für das Leben! ‘Das Leben ist erschienen’, und es bleibt in Eurer Mitte in die Ewigkeiten! Es ist Geschenk der Gnade, und es hängt nicht ab von Menschen: vom Rennen und vom Laufen und vom Schwanken der Gefühle. Es ist vollbracht! Darauf muss man sein Leben gründen, und so gegründet steht man fest auf sich’rem Fundament.” „Viele Quellen hat der lebendige Gott in dieser Welt, an vielen Orten, in vielen Menschen. Euer Augenmerk soll hier auf die eine der Quellen gerichtet sein, die euch ganz speziell gegeben ist. Meine Kinder, öffnet Mir eure Herzen, ihr, die ihr ‘auf dem Walde’ wohnt (Micha 7, 14), dass Ich diese Quelle in euch und durch euch fließen lasse. Ich vermag es nicht wider euch und nicht ohne euch. ‘Die durch die Wüste fließt’ – Hingabe zu einem speziellen Dienst umfasst zugleich Hingabe an jeglichen Dienst, ja sie wirkt sich zunächst und zuerst an der treuen Erfüllung aller kleinen Alltagspflichten aus, die einem jeden von euch aufgetragen sind. Bedenkt, dass ihr – jeder auf seine Art – inmitten der Wüste lebt, wohnt, arbeitet, also zwischen Menschen, die nicht mit euch des Weges sind. Das hat euch oft beirrt und euern Eifer vermissen lassen.” ‘Die Wasserwogen in dem Meer sind groß und mächtig; der Herr jedoch ist noch viel größer in der Höhe.’ Er: „Die Hilfe kommt von Mir, auch deine Hilfe. Du musst dein Elend sehen und dir helfen lassen von Mir und von den Brüdern, und in Demut darum bitten. Sobald Ich da bin ist mit Mir die Hilfe da: der Helfer und die Hilfe. Du bist dir viel zu wenig klar darüber, wer und wie dein Heiland ist! Ich suche deinen Glauben, dass Ich dienen kann in Meiner Vollmacht. So warten viele Menschen darauf, dass du Glaubensschritte tust. Nur indirekt begegnen sie Mir so, das ist ihr einzger Weg zu Mir. Ich wirke durch die Kirche, in der Kirche, seit der Menschwerdung. Wer euch hört, der hört Mich; und der kann Mir begegnen.” 32


29. Januar Er: „Hör deine Freunde, wie sie dich ermutigen und segnen. Du merkst: die Politik ist auch ganz fest in Meiner Hand, und über Nacht kann Ich die ganze Lage ändern. Was eben noch bedrohte, ist nun abgewendet, und Sorgenlasten hab’ Ich abgebaut und schon entfernt. Das Stillesein und auf Mich Warten lohnt sich immer. Voll Zuversicht und voll Vertrauen könnt ihr immer zu Mir kommen: Ich lebe, und auch ihr sollt leben. Ich habe alle Schlüssel in der Hand.” „Jesus ging, wohin der Vater Ihn sandte. Er stand, wo der Vater es wollte. Er verharrte, ohne Seinen Willen und Seine Empfindungen ins Spiel zu bringen. Der Jünger ist nicht über seinem Meister. Die Gehorsamen harren aus, wo der Herr sie hingestellt hat; und von ihren Leibern werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Der Rebell aber hinterlässt eine giftige Saat, wo er geht und steht. Ihr seid zum Sterben mit Jesus, nicht zum Eigenleben berufen.” „Entstanden in den Gluten des Erdinneren, herausgepresst in die Sichtbarkeit, – so steht der Fels da. Merkt auf das Gleichnis: Er, der Herr, der Fels, hervorgegangen aus dem Herzen des Vaters, bedrängt, in Leiden und Marter, in Qual und Not, zubereitet nach dem Herzen des Vaters, – so ist Er der Fels, der tragfähige Grund der Gemeinde, der in Ewigkeiten nicht bricht, den keine Not, kein Ansturm, keine Sünde, keine Untreue der Seinen zum Wanken bringt.” ‘…denn ihr Erbarmer wird sie führen an die frischen Wasserquellen.’ Er: „‘Die Freude an dem Herrn ist eure Stärke!’ Zu schnell lasst ihr euch einschüchtern vom Feind. Zu schnell liegt eine graue Decke über eurem Herzen und Gemüt. Zu oft kann Meine Zuversicht und Freude euer Herz gar nicht erreichen. Ihr schaut erst auf die Wellen, statt zuerst auf Mich. Und dadurch seid ihr wie gelähmt vom Feind und seinen Helfern. Übt es, zuerst auf Mich zu schauen, bis ihr Mich erkennt: Unsre Einheit in der Liebe mit Mir muss erst wieder Leben werden. Dann wird der Feind euch nicht mehr schrecken oder bluffen können.” 33


30. Januar „Zu den Geheimnissen Gottes gehört Sein ewiger Ratschluss mit dieser Welt, mit der gefallenen Welt, mit den Menschen und der gesamten Schöpfung, (gehört) das Erlösungswerk Christi und das Heilswerk mit dem Geheimnis: ‘Christus in euch’, (gehört) die Weltvollendung in der neuen Schöpfung von Himmel und Erde und die endgültige Vernichtung von Tod und Satan bis zu dem Ziel: Gott, der Vater, alles in allem. Das sind Geheimnisse, zu denen der Verstand des Menschen keinen Zugang hat. Der Geist macht sie offenbar dem menschlichen Geist – zumal in den berufenen Dienern – zur Auferbauung der Gemeinde. Du siehst hier die göttliche Reihenfolge: Christi Diener – Verwalter der göttlichen Geheimnisse. Nur Diener können Verwalter sein. Der Menschenherrlichkeit widersteht Gott. Widersteht auch ihr in Seinem Geist. Befleißigt euch, niedrig und gering zu sein, – es kommt darin auf das Trachten des Herzens an, auf die Zielstrebigkeit, damit Gott euch gebrauchen kann zu Gefäßen Seiner Selbst.” „Bitte belehre mich weiter.” „Die Treue gehört zu einem Verwalter Gottes. Sie erweist sich im Beharren vor Gott: ‘Ihr sollt Mein Angesicht suchen.’ Der Treue nimmt sich Zeit, vor seinem Herrn zu erscheinen, und enthält sich der Zerstreuungen. Anders gesagt: Er ist auch jederzeit für seinen Herrn erreichbar, ansprechbar. Er ist beharrlich im Gebet, in den ihm gegebenen Anliegen, fragt dabei weder nach Lust (lässt sich nicht von Müdigkeit aufhalten) noch nach Erfolg oder scheinbarer Sinnlosigkeit des Gebets. Der Treue hört und bewahrt das Wort, er lässt sich sagen und wird dadurch fähig, anderen etwas zu sagen. Die dritte Tugend des Haushalters: Er richtet niemanden, weder andere noch sich. Du hast schon erfahren, wie wichtig das ist. Richtgeist ist immer eine Anmaßung, eine angemaßte Thronbesteigung des hochmütigen Menschen. ‘Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt Er Gnade.’ Nimm das zu Herzen und teile es auch deinen Brüdern mit.” „Wir aber denken an den Namen unsres Herrn und Gottes.”

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31. Januar Er: „Ich bin dabei, wenn ihr euch trefft. Ich suche euch und stärke euch im Glauben. Die kleinen Glaubensschritte geben euch die Zuversicht, auch größere zu wagen und Mir tiefer zu vertrauen. Ich komme euch entgegen als der Heiland, Herr und Arzt. Ganz kindlich bringt Mir alle eure Krankheit und die Kranken. Ich bin doch euer Freund und Bruder auf dem Wege zu der Herrlichkeit. Mein Wort gilt immer: in der Schöpfung, Heilung und Vollendung. Gemeinsam bittet, denn Ich hab’ verheißen, euch zu hören!” „Gebt euch gemeinsam hin für diesen Auftrag, so wird der Herr Sein Werk in euch und durch euch tun. Sein Tun ist nicht messbar an dem, was ihr seht; – es wird weithin vor euren Blicken verborgen sein. Bittet in Demut, bittet in Einfalt, bittet um gehorsame Herzen, und dann nehmt dankend, was ihr erbeten habt. Bedenkt, dass ein Licht sich verzehrt. Deswegen nehmt willig an, was euch an Schmerzen, Not und Verzicht abverlangt wird. Der Herr sucht die Kleinen, die Unscheinbaren, die nichts mehr von sich selber können. In ihnen wird Er Sich verherrlichen. Ihr müsst gehasst werden, weil die Finsternis das Licht hasst, aber sie haben vor euch gehasst Den, der euch liebt.” ‘Du Menschenkind, all Meine Worte, die Ich zu dir sage, erfasse sie mit deinem Herzen: schreib sie dir hinter die Ohren.’ Er: „Es ist in keinem anderen das Heil als nur in Mir. Es ist kein andrer Name euch zum Heil gegeben als Mein Name Jesus. In Meinem Namen könnt und sollt ihr jedem Feind entgegentreten. Nun widersteht dem Feind, so muss er vor euch fliehen! Ich bin mit Meiner Hilfe mitten unter euch, und Ich vertreibe alle Finsternisse durch Mein helles Gotteslicht. Der Satan flieht Mich, wo er Mich nur findet: Es bleibt kein Lebensraum für ihn dort, wo Ich Mich befinde. Vom Sieg der Auferstehung seid ihr eingeschlossen, geschützt nach Geist und Seele und im Leib. Ich tilge alle Schuld und stärke euch zum Leben durch Mein Blut. Bleib nur in Meinem Frieden, heute, morgen und in Ewigkeit!” 35


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