G e d a n k e n
z u m
L e b e n
H i e r
s t e h e
i c h
…
Während meines letzten Schwedenurlaubs sah ich zufällig im Fernsehen einen Werbefilm. Er zeigte die Nahaufnahme eines jungen Mannes, der in seinem Auto guter Dinge über die Autobahn fuhr. Die Kamera zog auf und man konnte den Grund seiner guten Laune erkennen. Während auf den anderen Fahrstreifen die Autos kilometerweit im Stau standen, hatte er freie Bahn. Auf seiner Spur war sein Name gepinselt: Bosse. Er hatte sie für sich alleine. Ein Text wurde eingeblendet: „Bosse spielt Lotto“. Mal ehrlich, genauso wünschen wir uns doch das Leben: Man will ohne Hindernisse lustvoll an der Konkurenz vorbeiziehen. Die Realität holt einen leider spätestens am nächsten Stauende wieder ein, dass immer genau dann auftaucht, wenn man sein nächstes, natürlich wichtiges (Lebens)Ziel möglichst schnell erreichen will. Unerwartete Probleme und Verzögerungen können einen verzweifeln lassen. Man kann (Lebens)Staus aber auch als Chance sehen, einmal zu überlegen, ob der Weg, den man eingeschlagen hat, und den man so hartnäckig verfolgt noch richtig ist. Ob das Ziel, das man so dringend erreichen will, überhaupt erstrebenswert ist. Die nächste Ausfahrt eröffnet dann ganz neue Wege, denn vielleicht steckt Gott hinter dem Stau … Wo c h e
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R a l f
M a r t e n s
Jesus antwortete: " I c h b i n d e r We g , i c h b i n d i e Wa h r h e i t , und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Va t e r ko m m e n . “ (Joh 14,6)
A b g e s c h n i t t e n „Hier …“ , so befand meine Frau, „…soll die neue Garderobe angebracht werden,“ Ich nickte und griff voller Tatendrang zur Bohrmaschine, um ihrem Wunsch nachzukommen. Eine Minute später standen wir nach einem dumpfen Schlag im Dunkeln. Ich hatte mit dem mir eigenen sicheren Gespür eine elektrische Leitung in der Wand entdeckt. Ein Elektriker behob den Schaden später fachmännisch. Bis es aber soweit war, konnte ich per Schalter Strom anfordern, soviel ich wollte, nichts passierte. Wir waren von der Stromquelle abgeschnitten, es blieb dunkel. Gott ist eine Lebensquelle für uns. In der Geschichte der Menschheit gab es einmal einen Zeitpunkt, an dem die Menschen die Verbindung zu dieser Quelle aus Ungehorsam selbst gekappt haben. Von da an standen die Menschheit im Dunkeln. Aber Gott schuf aus Liebe zu uns Menschen eine Überbrückung zwischen ihm und uns. Bis in unsere Zeit hinein. Dabei ist es völlig gleichgültig wie weit die Kabelenden voneinander entfernt sind, zwei Millimeter oder 200 Kilometer. Der Effekt bleibt derselbe: Es fließt kein Strom. Egal wie weit wir von Gott entfernt sind, das Leben von ihm fließt in dem Moment, an dem die Schnittstelle in dem Kabel überbrückt wird. Diese Überbrückung für jede Entfernung heißt Jesus Christus. Wer durch ihn wieder mit Gott verbunden ist, hat Leben in Fülle. W o c h e
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R a l f
M a r t e n s
Bleibt fest mit mir verbunden, dann wird mein Leben in euch sein! Denn so wie eine Rebe nur dann Fr端chte tragen kann, wenn s i e a m We i n s to c k i s t , s o we r d e t auch ihr nur Frucht bringen, wenn ihr mit mir verbunden bleibt. (J o h 1 5 , 4 )
E i n
f e s t e
B u r g
Borgholm ist eine Festungsanlage auf Öland, einer Insel an der schwedischen Ostküste. Diese Burg weist an einigen Stellen Mauern auf, die fast zehn Meter dick sind. Auf einer Führung durch dieses Gemäuer entdeckte ich einige apfelsinengroße Metallkugeln, die etwa zur Hälfte in die Außenmauer eingedrungen waren. Wie sich auf Nachfragen heraustellte, handelte es sich um Kanonenkugeln mit der Angreifer versucht hatten, die Burg zu zerstören. Ich habe mich vor Lachen fast nicht mehr eingekriegt. Ich stellte mir vor welche Erfolgsmeldungen die Kanoniere ihrem Vorgesetzten gemeldet haben müssen: „Melde jehorsamst Herr Oberleutnant, haben durch massiven Beschuss am heutijen Tach ein Stück in etwa von der Jröße meines Handtellers aus W o c h e
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R a l f
M a r t e n s
selbigem Mauerwerk entfernt.“ „Tadellose Arbeit, Koslowski, der Siech ist unser!“ Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir Menschen mit unserem oft sehr begrenzten Verstand auch ebenso wild entschlossen Kanonenkugeln Wo wa r s t d u , als ich die Erde
auf die Festung „Gott“ abfeuern. Wie oft wurde diese Festung schon von Menschen angeblich eingenommen und zerstört? Wie oft wurde Gott schon für
gründete? Sage mir's,
tot oder abgeschafft erklärt. Diese „feste Burg“ steht immer noch und
wenn du so klug bist!
bietet jedem ihren Schutz und ihre Geborgenheit an, der darum bittet und
(Hiob 38,4)
durch ihr Tor eintritt.
B e i
H e m p e l s
u n t e r m
B e t t
Meine erste Amtshandlung als Zivildienstleistender bestand darin, als Teil eines Betreuerteams etwa 30 Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen eine Ferienfreizeit zu ermöglichen. Auf der Hinreise glaubte ich, aus einer jugendlichen Anwandlung von Diakonieromantik heraus, dass uns die Kinder ewig dankbar sein würden. Bei einem Zwölfjährigen endete die Ewigkeit, als wir in unserem Domizil ankamen. Beim Anblick der Gebäude ergriff er wortlos seinen Koffer und trabte Richtung Hauptstraße, um zurückzutrampen. Wir überedeten ihn zu bleiben. Zusätzlich zu diesen Anlaufschwierigkeiten verschlechterte sich das Wetter im selben Moment, in dem wir den Bus verließen. Es goß von da ab in Strömen. Täglich. Leider sollte ein großer Teil unserer geplanten Aktivitäten im Freien stattfinden … Wir zogen unser Programm durch mit der Order an die Kinder, alle nassen Sachen im Anschluß über der Heizung zu trocknen. Ein Zimmer fiel nach einigen Tagen durch penetranten Gestank auf. Alles Befragen der Kinder endete mit kollektivem Schulterzucken. „Nöö, keine Ahnung, wo das her kommt. In echt nicht!“ Diese glaubhaften Beteuerungen zogen eine genauere Untersuchung des Zimmers nach sich, die schließlich einen prall gefüllten Plastiksack mit klatschnasser Kleidung, die bereits in Gärung übergegeangen war, ans Licht förderte. Dieser Sack lag gut verborgen unter dem Bett. W o c h e
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R a l f
M a r t e n s
Ich befürchte, dass es im Leben jedes Menschen solche Plastiksäcke gibt, in denen es still vor sich hingärt. Sorgfältig verborgen vor den Augen der Mitmenschen verbreiten sie trotzdem einen sehr unangenehmen Geruch. Gott nennt den Inhalt, wie Neid, Hass, Lüge, Geiz, Unversöhnlichkeit, Heuchelei, Hochmut, Arroganz u.a. Sünde. Aber er zieht diesen Sack hervor und entsorgt ihn endgültig, wenn wir ihn darum bitten.
U n v e r g ä n g l i c h k e i t Allerheiligen – draußen ist es grau und feucht. Schon um halb fünf beginnt es zu dämmern und im trüben Licht gehen Gruppen von Menschen mit Kerzen und Grabgestecken auf den Friedhof. Alles wurde in den Tagen zuvor schon ordentlich geharkt, jetzt brennen frische Kerzen überall auf den Gräbern. Es ist eine friedliche und malerische Atmosphäre. Unseren Kindern war es dann ebenfalls immer ein Bedürfnis auch auf unserem Tierfriedhof im Garten, unter dem Apfelbaum, Kerzen und Blumen aufzustellen. Für Mimi die Katze und Pünktchen das Kaninchen. Aber was ist das eigentlich: Allerheiligen? Ein willkommener freier Arbeitstag für die einen. Ein Tag, an dem die Familie an die Verstorbenen denkt und auf W o c h e
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H a n s
P e t e r
M u m s s e n
dem Friedhof eine Kerze anzündet für die anderen. Was hat das aber mit Heiligen zu tun? An diesem Tag denkt die katholische Kirche an alle Heiligen, also nicht nur die offiziell heilig gesprochenen, sondern auch an die, „um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott.“ Hier wird eine Dimension erkennbar, die weit über das Hier und Jetzt hinausgeht. In unseren Herzen steckt eine tiefe Sehnsucht nach Bedeutung und Unvergänglichkeit. Hast du diesen Wunsch selbst schon einmal verspürt, etwas Bedeutungsvolles zu tun oder zu hinterlassen? Hier geht es nicht um vordergründigen Erfolg, sondern um die Entdeckung des Lebenssinns. Dieses Verlangen wurde von Gott in dich hineingelegt. Und er selbst möchte dir helfen, dass du ein sinnerfülltes Leben finden kannst.
M o b b i n g Während meiner Schulzeit hatte unsere Klasse den Ruf, die schlimmste der ganzen Schule zu sein. Da ich kein Mitläufer der tonangebenden Clique war, wurde ich zum Außenseiter. Mobbing, Schläge u. v. m. gehörten zu den täglichen Torturen. Der Platz neben mir blieb immer leer. Keiner wollte etwas mit mir zu tun haben. Ich hatte keine Freunde, da der Gruppenzwang stärker war als Gefühle der Sympathie. Gerade in dieser Zeit, als ich dachte, dass mich außer meinen Eltern keiner mag und jeder ablehnt, lernte ich doch jemanden kennen, der an mir interessiert war: Jesus Christus. Ich begann in der Bibel zu lesen und bemerkte, dass er sich gerade an die Menschen wandte und ihnen Mut zusprach, die von anderen abgelehnt, ausgestoßen, verachtet und gehasst werden. In den Evangelien las ich, wie Jesus sich immer wieder auf die Seite der Schwächeren stellte und sich für sie einsetzte. Für mich wurde erfahrbar, dass Jesus mich liebt und annimmt, wie ich bin – mit allen meinen Fehlern und Schwächen. Jesus bietet heute noch jedem Menschen an, sich seine Lasten von ihm abnehmen zu lassen:
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M a r t e n s
„ K o m m t a l l e h e r z u m i r, d i e i h r e u c h a b m ü h t u n d u n t e r e u r e r L a s t leidet! Ich werde euch Frieden geben. Nehmt meine Herrschaft an und lebt darin! Lernt von mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Ü b e r h e b l i c h k e i t . B e i m i r f i n d e t i h r, w a s e u r e m L e b e n S i n n u n d Ruhe gibt. Ich meine es gut mit euch und bürde euch keine unerträglich Last auf.“ (Joh 14,6)
Typ MAuer Gruppe
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n i c h t
g i b t s
n i c h t
Wer kennt das nicht? Man steht vor einer Aufgabe oder Herausforderung und stellt fest: es geht nicht
Er aber sprach
weiter, ich schaffe es nicht. Man kommt an seine Grenzen – persönlich, wirtschaftlich, gesundheitlich, etc.
z u i h n e n : We g e n
Ein Problem türmt sich vor uns auf und wir stehen davor, wie vor einem hohen Berg der Unmöglichkeiten. Wie
eures Kleinglaubens.
soll ich das bewältigen? Die Antwort ist so genial, wie wirkungsvoll: Glaube
Denn wahrlich,
kann Berge versetzen. Das ist, was Jesus seinen entmutigten Jüngern sagt, als sie in ihrem Dienst „versagt“
ich sage euch:
haben. Der Ausdruck „Berge versetzten“ meint eigentlich „Unmögliches möglich machen“. Jesus Christus
We n n i h r G l a u b e n
ermutigt Seine Jünger und sagt: Wenn ihr vor einer scheinbar unmöglichen Aufgabe oder Herausforderung
habt wie ein
steht, dann glaubt, dass Gott sie bewältigen kann. Setzt
Senfkorn,
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H a n s
P e t e r
M u m s s e n
euer ganzes Vertrauen auf Gottes Allmacht und nicht auf eure eigenen Möglichkeiten. Bei Gott sind alle Dinge
so könnt ihr sagen
möglich. Nichts ist für Ihn zu groß oder zu schwer. Dabei muss man kein Glaubensheld sein. Bereits
zu diesem Berge:
der Glaube in der Größe eines Senfkorns genügt dazu. Wo unsere Möglichkeiten aufhören, fangen Gottes
Heb dich dorthin!,
Möglichkeiten erst an! Wir müssen seinem Versprechen nur glauben und vertrauen. Wir dürfen in diesen
so wird er sich
Situationen zu Gott beten, unsere Unfähigkeit vor Ihm eingestehen und Ihn um Hilfe bitten. Er möchte uns
heben; und euch
gerne helfen und Seine Macht zeigen. Er möchte unsere Perspektive ändern: wegschauen vom Problem und
wird nichts
hinschauen auf Gott und Seine Kraft. Dann werden wir erleben: „Geht nicht“ gibt’s nicht! – Zumindest nicht
unmöglich sein.
bei Gott.
(Mt. 17,20)