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Page 1

Febe Olpen, Ulf Bastian, Edith Spohn, Petra Grund, Antje Stötzel Mit Illustrationen von Daniela Schaum

Mehr als ein cooler Spruch –

Das Buch der Sprüche

Kindergottesdienstmaterial des BFP

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch"


Vorwort

Liebe Mitarbeiter, in diesem Themenheft mit dem Titel „Mehr als ein cooler Spruch“ werden die Kinder einen Einblick in das Buch der Sprüche bekommen. König Salomo, der Sohn Davids, ist der Hauptverfasser dieses Buches. In 1. Könige 5,12-14 können wir lesen, dass er dreitausend Sprichwörter verfasste und tausendundfünf Lieder schrieb. König Salomo war berühmt geworden für seine Weisheit, die auch in der Bibel immer wieder betont wird. Er galt als der weiseste aller Menschen (1. Könige 5,10 f.). In Jerusalem ließ Salomo einen Tempel für die Bundeslade mit den steinernen Gesetzestafeln der Zehn Gebote bauen. Seine Amtszeit war eine Zeit des Wohlstandes und des Friedens sowohl im Land als auch mit den Nachbarn. Die Absicht des Buches der Sprüche ist, das Leben mit der Weisheit Gottes zu meistern. Das Idealbild des Weisen wird, wie schon in der Heiligen Schrift erwähnt, von König Salomo verkörpert. Das Streben nach Weisheit ist in unseren Tagen selten geworden. Das eigene Lebensglück und der Reichtum sind für viele heute weit wichtigere Ziele als Weisheit. Für Salomo ist aber die Weisheit der Garant für ein Leben, das gelingt (Sprüche 2,1-3,26). Im Neuen Testament wird das Buch 14-mal direkt zitiert. Und etwa 20 Anspielungen auf diese Spruchsammlung lassen sich im Verlauf des NT ausmachen. Die Spruchsammlung behandelt eine Vielzahl von Themen, die für uns alle heute noch sehr wichtig sind, und gibt viele gute Ratschläge. Es geht um allgemeine Lebensweisheiten, die hier ausgesprochen werden. Salomo redet über den Umgang mit unserem Nächsten, über die Faulheit, über die Furcht des Herrn, die Weisheit, über Demut und Stolz und vieles mehr. Einiges ist von solcher zeitloser Gültigkeit, dass manches auch als deutsches Sprichwort dient, z. B.: „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ (Sprüche 26,27). Diese und andere Themen aus dem Buch der Sprüche sollen in den zehn Lektionen den Kindern vermittelt werden. Wir möchten sie ermutigen und stärken, ihre Freundschaft zu Gott zu vertiefen und sich in jeder Situation an ihn zu wenden. Gott zu ehren und zu achten und ihm zu vertrauen ist die wichtigste Entscheidung, damit das Leben gelingt und wir am Ziel ankommen. Es geht nicht darum, Angst zu haben, sondern Respekt und Ehrfurcht vor dem Schöpfer dieser Welt. Gottes Segen beim Durchführen dieser Themenreihe. Febe Olpen

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 5


Umgang mit dem Material: Bitte lest euch doch erst einmal alle Lektionen durch, um euch einen Überblick zu verschaffen. Die Kindergottesdienstlektionen sind nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Natürlich könnt ihr auch die Inhalte in eure Kindergottesdienststruktur übertragen. Wir haben versucht, die Lektionen so zu schreiben, dass auch kleinere Gemeinden mit wenigen Mitarbeitern diese umsetzen können. Falls ihr mit einer kleineren Kindergruppe arbeitet und wenige Mitarbeiter habt, gäbe es mindestens zwei Möglichkeiten, diese Lektionen doch in dieser Form umzusetzen: 1. Ihr verändert die Umsetzung der Lektionen je nach euren Möglichkeiten. 2. Kinder/Teenies, Jugendliche oder andere Gemeindemitglieder können als Helfer/Schauspieler für den jeweiligen „Sonntag“ angefragt werden. Bei Fragen hierzu und zu den Einheiten dürft ihr gerne mit mir in Kontakt treten. Wir wünschen euch viel Freude und Gottes Segen bei der Umsetzung.

Kontakt: Febe Olpen – FCG Bayreuth 0921 – 52200 (Büro) kids@fcg-bayreuth.de

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 6


Inhalt LEKTION 1

Seite 8

Mehr als ein cooler Spruch? LEKTION 2

Seite 15

„Wünsch dir was!“ LEKTION 3

Seite 22

Der Schlüssel ist „Weisheit“ LEKTION 4

Seite 28

Achte den, der dich achtet (Gottesfurcht)! LEKTION 5

Seite 34

Gute Worte – schlechte Worte LEKTION 6

Seite 39

Wie das mit der Faulheit ist LEKTION 7

Seite 44

„Oh, diese Zunge!“ LEKTION 8

Seite 49

Umgang mit dem Nächsten LEKTION 9

Seite 55

„Königliche Neugier – Staunen über so viel Weisheit“ LEKTION 10

Seite 59

Wie das mit der Treue ist Arbeitsmaterial und Vorlagen

Seite 63

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 7


LEKTION 1

Mehr als ein cooler Spruch?

INHALT

Zielgedanke: In dieser neuen Reihe werden die Kinder das Buch der Sprüche kennenlernen und damit verbunden auch das Leben und Wirken Salomos. Die Sprüche behandeln fast jeden Bereich des Lebens, doch nicht jeder individuelle Spruch ist gültig in jeder Lage. Kinder hören, dass wir die Zeit unseres Lebens nutzen sollen, um so zu leben, dass andere sehen, dass wir Christus nachfolgen. Das Buch der Sprüche will uns dabei helfen.

Thema

Lernvers: „Nutzt die Zeit, denn diese Tage sind böse. Sträubt euch nicht gegen das, was der Herr von euch erwartet; begreift endlich, was er von euch will.“ (Epheser 5,16-17)

Lehrteil PL: Hey, schön, dass ihr heute hier seid. Sorry, aber bevor wir anfangen (setzt sich an den Tisch, worauf die Teile der zerlegten Uhr liegen, und beginnt seinen Werkzeugkoffer zu öffnen und sein Werkzeug herauszuholen), muss ich schnell noch was versuchen zu reparieren.Was? Na, die Uhr hier. (Während der PL nun weiterredet, „versucht“ er die Uhr zusammenzusetzen.)

UMSETZUNG

Benötigte Mitarbeiter:

Benötigte Materialien: Einzelteile einer großen Uhr (Wanduhr) Kleiner Werkzeugkoffer mit: Tuch Klebstoff Schere Zange Sessel Bibel Sieben Blätter – mit je einem Teil des Bibelverses beschrieben – im Raum verstecken.

Lieder: „Alles, aber wirklich auch alles“ (aus: Du bist Herr, Kids 2) „Immer mehr von Dir“ (aus: In Love with Jesus, Nr. 80)

Ich muss das auch jetzt machen, sonst weiß ich ja nicht, wann es Zeit ist, unseren Kindergottesdienst (hier eigenen Kigo-Namen einsetzen) zu beenden. Alles hat seine Zeit. Und jetzt ist die Zeit, in der ich euch etwas aus Gottes Wort weitergeben sollte. Damit ich aber nicht zu lange mache, muss ich schnell die Uhr reparieren … Geht gleich los … Aber eigentlich kann ich die Zeit ja schon mal ausnutzen und ein wenig erzählen. Wisst ihr, so eine Uhr, bzw. die Zeit, ist sehr wichtig in unserem Leben. In Prediger 3, ab Vers 1 lesen wir zum Beispiel (frei nacherzählt), dass es für alles, was hier auf Erden geschieht, eine bestimmte Zeit gibt. Eine Zeit, in der Frauen Kinder bekommen können, eine Zeit, in der man auch sterben muss, eine bestimmte Zeit, in der man etwas pflanzen kann, und eine bestimmte Zeit, in der man die Frucht ernten kann. Das kennen wir ja alle, nicht wahr? Man kann nicht alles zu jeder Zeit machen. In dem Text stehen noch mehr Vergleiche. Zum Bespiel, dass es Zeiten gibt, in denen wir weinen, und Zeiten, in denen wir uns freuen und tanzen. Kennt ihr das? Für alles gibt es eine Zeit, und die sollten wir auch richtig ausnutzen, das heißt, so zu leben, dass es Gott gefällt. In der Bibel steht: „Nutzt die Zeit, denn diese Tage sind böse.

Sträubt euch nicht gegen das, was der Herr von euch erwartet; begreift endlich, was er von euch will.“ (Epheser 5,16-17) – „Begreift endlich, was er von euch will!“ – Wenn ich die Bibelstelle so lese, kommt es mir vor, dass wir anscheinend oft nicht wissen, was Gott von uns will. Hm, kann das sein? Ich glaube schon. Aber … Nein, halt! Bevor ich weiterspreche, muss ich aber erst diese Uhr zusammensetzen. Entschuldigt mich bitte.

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 8

Plenum

Plenumsleiter (PL) Leiter für das Singen der Lieder Zwei ältere Kinder der Gruppe (auch Teenies oder Jugendliche)


LEKTION 1

Thema

Mehr als ein cooler Spruch?

… (Name eines Mitarbeiters), kommst du mal? Hier kommt … (Name des Mitarbeiters, der nun übernimmt) und wird mit euch die Zeit nutzen, um zu singen und zu beten. In der Zwischenzeit habe ich dann auch bestimmt die Uhr repariert und wir können die restliche Zeit am Thema arbeiten. (Mitarbeiter singt mit den Kindern und betet für die folgende Zeit im Kindergottesdienst.)

Plenum

Liedvorschläge: „Alles, aber wirklich auch alles“ (aus: Du bist Herr, Kids 2) „Immer mehr von Dir“ (aus: In Love with Jesus, Nr. 80)

PL: (kommt mit reparierter Uhr auf die Bühne zurück) Hey, Kinder, ich habe es geschafft. Die Uhr geht wieder.Wer weiß noch, warum die Zeit in unserem Leben eine so wichtige Rolle spielt? Genau, damit wir unsere Lebenszeit gut nutzen und das Richtige tun, also so leben, dass es Gott gefällt. Aber woher wissen wir, ob wir unsere Zeit richtig oder falsch nutzen? Wer sagt uns das? (Kinder antworten lassen) Genau, das können wir durch andere lernen, zum Beispiel durch unsere Eltern, die Lehrer in der Schule und auch hier durch die Mitarbeiter in der Gemeinde. Und dann natürlich auch durch unseren Vater im Himmel, seinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist. Gott spricht durch sein Wort, die Bibel, zu uns. Das wollen wir uns mal anschauen. (Bibel herausholen und aufschlagen) Es gibt ein ganz besonderes Buch in der Bibel, das uns für viele Zeiten und Situationen in unserem Leben echt viele gute Tipps gibt, wie zum Beispiel: - wie wir uns verhalten sollen und wie nicht, - was wir tun sollen oder was nicht, und - was wir sagen sollen oder was nicht. Das ist dann nicht nur ein cooler Spruch, sondern wenn wir uns daran halten, wird es uns gelingen, so zu leben, wie es Gott gefällt, und auch anderen Menschen dadurch zu helfen, Jesus kennenzulernen.

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 9


LEKTION 1

Mehr als ein cooler Spruch?

Thema

In diesem Buch wird uns gesagt, wie wir unser Leben mit der Weisheit Gottes meistern können. „Weisheit Gottes“, was das ist? Es ist eben nicht nur mit unserem Verstand viel Wissen anzusammeln, also schlau werden.Vielmehr, wie wir mit verschiedenen Lebenssituationen richtig umgehen können. Diese Gewissheit, was in einer bestimmten Lebenslage zu tun ist, ist ein Kennzeichen der Weisheit. Aber es geht auch um die menschliche Weisheit, also um die ganz alltäglichen Dinge wie die Nächstenliebe, die Herzensreinheit und die Bescheidenheit. Dieses Buch gibt uns viele gute Tipps, wie unser Leben gelingen kann. Schaut mal zu:

Anspiel (Achtung: Bitte spielt so viele Szenen nach, wie ihr wollt. Man kann einige spielen und die anderen erzählen oder auch statt dieser Alltagsszenen eine biblische Geschichte erzählen. Eine passende findet ihr immer am Ende der Szene.) (Zwei Personen,Teenies oder ältere Kinder kommen herein.) P1:

PL: Also, das Buch spricht darüber,Tipp 1, dass wir Hilfe von unseren Eltern bekommen, wenn wir nicht weiterwissen. Sie lassen uns nicht im Stich. Aber das Buch gibt uns noch mehr Tipps. Aufgepasst:Tipp 2! P1:

P2:

P1: P2: P1: P2:

(Kommt auf die Bühne und setzt sich auf den Boden. Er scheint auf jemanden zu warten.) Na, dann bin ich mal gespannt, ob der Klaus kommt. Der ist neu in meiner Klasse, aber ein ganz cooler Junge. Alle in der Schule mögen ihn. Und vorhin hat er zu mir gesagt, dass er sich mit mir hier treffen will. Den zum Freund zu haben, wäre echt cool. Ah, da kommt er ja. Hallo, Peter. Klasse, dass du gekommen bist. Pass auf. Die Astrid aus unserer Klasse ist echt doof. Als wir heute die Mathearbeit geschrieben haben, wollte sie mich nicht abschreiben lassen. Die kann was erleben! Ich wollte der einen Denkzettel verpassen, und da du ja hinter ihr sitzt, brauche ich deine Hilfe. Machst du mit? (schaut ganz entsetzt) Was, ich soll dir helfen, Astrid zu ärgern? Ja, die hat es verdient. Komm mit, dann erkläre ich dir alles. Nee, wirklich nicht. Da mach ich nicht mit. Pah, Feigling. (Geht von der Bühne. P1 geht auch kopfschüttelnd runter.)

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 10

Plenum

Mensch, ich weiß gar nicht, was ich da machen soll. Der Junge in meiner Klasse ist wirklich gemein zu mir und hat mir nun auch mein Handy kaputt gemacht. Meinst du, ich sollte es meinen Eltern sagen und sie um Hilfe bitten? P2: Klar, mach das. Die Eltern von diesem Jungen müssen ja nun auch Bescheid wissen. Der hat dir schließlich das Handy kaputt gemacht. Die müssen das jetzt bezahlen. Deine Eltern wissen am besten, wie man mit denen redet. Erwachsene haben da mehr Ahnung. Ich bin da überfragt. P1: Hast recht. Ich werde meine Eltern um Hilfe bitten. (Beide gehen von der Bühne.) (oder auch: Die Geschichte des verlorenen Sohnes, Lukas 15,11ff.)


LEKTION 1

Thema

Mehr als ein cooler Spruch?

PL: Also, wer kann mir sagen, worum es hier geht? (Kinder erzählen lassen) Genau,Tipp 2 – nicht auf Sünder zu hören und ihnen zu folgen. In unserem Lernvers steht: „… denn diese Tage sind böse.“ Damit meint die Bibel, dass wir von Menschen zu bösem Tun angestiftet werden. Es gibt viele Verse, die uns davor warnen und uns sagen, was passiert, wenn wir uns von solchen Menschen dazu anstiften lassen. Aber in den kommenden Wochen mehr dazu. Weiter geht’s. Noch eine Weisheit, oder:Tipp 3! P1:

P2: P1:

Plenum

P2:

P1: (oder

(kommt humpelnd auf die Bühne und lässt sich dann erschöpft auf den Boden fallen) Au, Au … mein Fuß! Oh nein, ich glaube, der ist verstaucht. Mensch, wie komme ich jetzt nach Hause? Ich kann nicht mehr weitergehen (schaut sich um). Hilfe, Hilfe! … ist hier jemand? Hallo, hört mich jemand? (kommt auf die Bühne und eilt zu P1) Hallo, was ist denn los? Habe dich schreien gehört und bin gleich hierher gelaufen. Ich bin Carsten. Hallo, Carsten, ich bin Klaus. Hab mir wohl den Fuß verstaucht und kann nicht mehr weitergehen.Würdest du mir helfen, nach Hause zu kommen? Wohne in der Kantstraße, neben dem Fußballplatz. Das ist zwar genau in der anderen Richtung, in der ich wohne, und eigentlich bin ich in fünf Minuten mit meinem Freund vorm Kino verabredet, aber klar kümmere ich mich erst um dich. Also, dann mal los. Hauruck! (hebt Klaus hoch und schleppt diesen von der Bühne) Danke! auch: Die Geschichte vom barmherzigen Samariter, Lukas 10,25-37)

PL: Na, das ist ja nicht schwer zu erraten, oder? Hier geht es darum, Nächstenliebe zu üben. In dem Buch bekommen wir viele Tipps zu diesem Thema. Und noch als Letztes eine Hilfe bzw.Weisheit für unser Leben: P1: P2: P1: P2: P1:

P2:

P1:

(sitzt im Sessel, Beine auf die Armlehne gelegt, und schläft) (kommt auf die Bühne) Peter, Peter! Wo bist du? Ach, da bist du ja. Peter, wach auf! Was willst du? Lass mich in Ruhe! Ich will schlafen. Das geht doch nicht. Los, wir müssen in die Schule. Papa und Mama verlassen sich darauf, dass wir pünktlich sind. Ach, lass mich. Die sind arbeiten, bekommen also nichts mit. Ich habe keine Lust mehr auf Schule. Ich geh da nicht mehr hin. Das geht doch nicht.Wie willst du mal einen Abschluss bekommen und dann eine Arbeitsstelle? Außerdem haben wir ja Schulpflicht. Also auf. Lass mich in Ruhe. Geh doch, wenn du willst. Ich werde später nicht arbeiten. Ich bin doch nicht blöd.

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 11


LEKTION 1

Mehr als ein cooler Spruch?

Thema

Unsere Eltern werden sich schon um mich kümmern. Du fauler Junge. Das glaubst du doch selbst nicht! Hör auf, so einen Quatsch zu reden, und steh auf! (zieht seinen „Bruder“ aus dem Sessel und hinter sich her die Bühne herunter) (oder auch: Die Geschichte von den beiden Söhnen, Matthäus 21,28-31) P2:

PL: Und wir lernen noch etwas: Faulheit ist nicht in Ordnung. Ja, über dieses und andere Themen werden wir also in den folgenden Wochen reden. Ich werde euch heute nicht verraten, in welchem Buch alles steht. Auch nicht, wer es geschrieben hat. Auch nicht, ob es im Alten oder Neuen Testament steht. Nein, das werdet ihr erst nächstes Mal hören. Also, nicht verpassen. Seid nächstes Mal wieder dabei! Heute genügt es zu wissen, dass unsere Zeit in Gottes Händen liegt. Gott will, dass wir diese Zeit nutzen, so zu leben, wie es ihm gefällt. Wenn wir es noch nicht begriffen haben wie, dann lasst uns von ihm lernen. Heute wollen wir mit dem Bibelvers anfangen. Ich habe hier im Raum sieben Blätter versteckt. Auf jedem steht ein Teil des Bibelverses geschrieben.Wer eines der Blätter findet, kommt damit zu mir nach vorne. (Kinder suchen im Raum.Wenn alle gefunden sind, sollen die Kinder versuchen sich richtig nebeneinander aufzustellen:)

Plenum

1. „Nutzt die Zeit, 2. denn diese Tage sind böse. 3. Sträubt euch nicht gegen das, 4. was der Herr von euch erwartet; 5. begreift endlich, 6. was er von euch will.“ 7. Epheser 5,16-17 Nun lasst uns den Vers gemeinsam aufsagen. (Alle sagen gemeinsam den Vers auf. Danach darf ein Kind der Gruppe eine Zahl zwischen Eins und Sieben sagen. Wenn es z. B. die Zahl Drei nennt, muss sich das Kind mit dem dritten Blatt „Sträubt euch nicht gegen das“ umdrehen. Alle sagen dann gemeinsam den Vers noch mal auf. Durchführen, bis alle sieben Kinder mit dem Rücken zur Gruppe stehen.)

Gebet!

Kinder in die Kleingruppen entlassen.

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 12


LEKTION 1 Thema

Mehr als ein cooler Spruch?

Kleingruppe Für die jüngeren Kinder MATERIAL

Kleingruppenprogramm

Gespräch: Erzähl den Kindern noch einmal die Geschichte von den beiden Söhnen (Matthäus 21,28-31): „Ein Mann hatte zwei Söhne. Er sagte zu dem ersten: ‚Mein Sohn, arbeite heute in unserem Weinberg!‘ ‚Ja, Vater‘, antwortete er. Doch er hatte keine Lust und ging nicht hin. Auch den zweiten Sohn forderte der Vater auf, die Arbeit zu erledigen. ‚Ich will aber nicht!‘, entgegnete dieser. Später tat es ihm leid, und er ging doch an die Arbeit. ‚Wer von den beiden Söhnen hat nun getan, was der Vater wollte?‘ Sie antworteten: ‚Der zweite natürlich!‘“

Vorlage einer großen Uhr auf Tonpapier kopieren Zwei Uhrzeiger Je eine Musterbeutelklammer Bibelverskarte Scheren Kleber Stifte Stoppuhr für Spiel

Erkläre ihnen anhand der Geschichte, wie wichtig es ist, seine Zeit zu nutzen, um das Richtige zu tun. Die Bibel erzählt uns dazu viele Beispiele und gibt uns für viele Lebenssituationen hilfreiche Tipps.Wir haben immer die Chance umzukehren, unsere Meinung zu ändern und dann das Richtige zu tun wie der eine Sohn.

Basteln: Kinder basteln gemeinsam eine Uhr, worauf Teile des Bibelverses geschrieben werden. Jedes Kind bekommt ein Blatt mit der Kopie der Uhr und den zwei Zeigern und schneidet dann die Vorlagen aus. Auf den großen Zeiger sollen die Kinder „Nutzt die Zeit aus“ schreiben. Auf den kleinen Zeiger „Begreift, was er will“.

Spiel: „Auf die Plätze, fertig, los!“ oder „Nutze die Zeit!“ Den Kindern werden verschiedene Aufgaben gestellt. Nur in der angegebenen Zeit dürfen sie versuchen, diese Aufgabe auszuführen. Mit der Stoppuhr wird gestoppt. Beispiele: • Wie viele Kniebeugen schaffst du in einer Minute (Zeit für Bewegung)? • Wie vielen Kindern kannst du in 30 Sek. die Hand geben und sagen: „Klasse, dass du da bist.“? (Zeit für Nächstenliebe, Lob und Anerkennung) • Wie viel Zeit braucht jede Tischgruppe, um ihren Tisch komplett aufzuräumen? (Zeit, um Ordnung zu schaffen usw.) Überlegt euch weitere Aufgaben.

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 13


LEKTION 1

Mehr als ein cooler Spruch?

Thema

Kleingruppe MATERIAL

Für die älteren Kinder

Verkehrszeichen: Stoppschild, Einbahnstraße,Vorfahrt,Wendemöglichkeit (siehe Kopiervorlagen; oder auch echte Schilder beim Bauhof/Stadt ausleihen) Bibelverskarten Tesafilm

Vorbereitung: Die Bilder mit den Verkehrszeichen sind im Raum verteilt. Bibelverskarten und auch Tesafilmrolle in die Mitte des Raumes legen. Kinder sitzen im Kreis drum herum.

Buch. Das sind keine leeren Worte, sondern wichtige Regeln für unser Leben. Jeder von euch nimmt sich eine Karte und überlegt, zu welchem Verkehrszeichen der Vers passt.

Spiel: (Achtung: auf den Bibelverskarten steht nicht die Angabe des Bibelverses, damit die Kinder nicht das Buch der Sprüche erraten. Je nach Alter können die Kinder die Aufgabe selbstständig lösen oder man ordnet die Verse gemeinsam den Verkehrsschildern zu.) Spielerklärung: Hier in der Mitte liegen einige Bibelverskarten. Darauf stehen Verse aus diesem

Die Zeichen bedeuten heute hier: Vorfahrtschild – Hier hat man freie Fahrt. Du befindest dich auf der richtigen Spur. Wendemöglichkeit – Achtung, hier kann man wenden, wenn man merkt, man ist auf dem falschen Weg. Stoppschild – Achtung, stehen bleiben! Nicht weiterfahren. Wenn ihr nun zum Beispiel einen Vers zieht wie: Der Faulpelz findet immer eine Ausrede: „Ich kann nicht zur Arbeit gehen, weil auf der Straße mich ja ein Löwe anfallen und töten kann.“, dann sollte man diesen am besten an welches

Zeichen kleben? (Kinder überlegen lassen) Ich würde den auf das Stoppschild kleben: Achtung, stehen bleiben! Nicht weiterfahren! Das heißt, Stopp! Gott mag keine Faulpelze. So sollte man nicht leben und damit seine kostbare Zeit vertun. Das machen wir so lange, bis alle Verse an einem Verkehrszeichen kleben. Am Schluss werden wir uns die Verkehrszeichen alle hier in die Mitte holen und gemeinsam die einzelnen Verse lesen und darüber reden, da sie bestimmt nicht immer für alle verständlich sind. Ich will es euch dann gerne erklären.

Leseprobe Kindergottesdienstmaterial "Mehr als ein cooler Spruch" SEITE 14

Kleingruppenprogramm

Gespräch: Wir haben gehört, dass Gott uns genau sagt, was er von uns will. Er gibt uns dafür klare Lebensregeln vor. Das ist so wie im Straßenverkehr. Im Straßenverkehr müssen Verkehrszeichen beachtet werden, um sicher ans Ziel zu kommen. Auch fürs tägliche Leben brauchen wir Regeln, damit unser Leben gelingt. Praktische Tipps dafür stehen in der Bibel, und besonders in dem einem Buch, das wir beim nächsten Treffen kennenlernen werden. Das wollen wir heute mal ein wenig üben.


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