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Geburtstag! Ein Tag zum Danken, denn Dank ist der SchlĂźssel zu einem erfĂźllten Leben. Ich bin dankbar fĂźr Gottes Geleit und die vielen Menschen, denen ich viel verdanke.

Peter Hahne

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ls ich noch in die Schule ging, da war ich in Mathematik nicht so ganz gut. Mein Lehrer hatte einfach kein Verständnis für meine Lösungen. Und wenn ich dann Mathematikaufgaben gemacht hatte, dann hat er manchmal – in völliger Verkennung meiner Begabung für ausgefallene Lösungen – mein Heft mit lauter roter Tinte verschmiert. Das war grässlich anzusehen. Wenn nun solch ein Heft richtig verschmiert war, dann habe ich es oft weggetan, selbst wenn es noch gar nicht vollgeschrieben war, und mir ein neues gekauft, so ein schönes, sauberes. Da konnte ich ganz neu von vorne anfangen. Wenn man es doch auch mit dem Leben so machen könnte! Glauben Sie: Millionen von Menschen werden im Augenblick des Sterbens denken: »Ach, ich möchte, ich könnte noch einmal ganz von vorne anfangen! Ich würde alles anders machen!« Ein Schulheft kann man neu kaufen und darin noch einmal von vorne anfangen – ein Leben aber nicht. Wir haben nur ein einziges Leben!

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Pfarrer Wilhelm Busch

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Geburtstag! Nicht alten Erinnerungen nachtrauern, sondern die neue Zukunft vorfeiern. Peter Hahne

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Mein lieber Andres, wir haben einen recht lustigen Tag gehabt. Du weißt wohl, ich habe vieles nicht, aber ’n Geburtstag hab ich doch, und der ist gefeiert worden. Mein Vetter stellte vier Gevattern und Freunden, die alle im August geboren sind, zu Ehren ’n Fest an, und da war er so graziös, meinen Geburtstag mit einzuschließen. »Denn«, sagt er, »Ihr seid doch mein lieber Vetter.« Wir feierten also die fünf Geburtstäge. Merk aber, wie wir ihm täten. Des Morgens vor Sonnenaufgang las ich ’n Kapitel in der Bibel und weckte denn alle Leut’ im Hause. Eine Stunde drauf feuert’ ich ’n Pistolenschuss los. Nachdem nun solchermaßen dem Publiko war kundgetan worden, was den Tag werden sollte, waren wir einige Stunden ganz stille. Um sieben Uhr ward ’n Signal gegeben, dass das Frühstück parat sei, und wir züngelten ’n wenig, und nach dem Frühstück ging ’s Glückwünschen an. Wir empfingen also von der ganzen Gesellschaft einen Glückwunsch und Handschlag. Weiter wurden nun allerhand Gespräche von Geburtstägen geführt, Geschichten erzählt, Fragen aufgegeben, z. Ex. warum ’n Geburtstag nur alle Jahr’ einmal kömmt usw. 20

Um zwölf Uhr ward zur Tafel geblasen, und weil gerade keine Trompeten und Pauken zur Hand waren, musste ich’s auf ’m Triangel tun. Die Tafel war von acht Kuverts und drei Gängen. Mein Vetter spendierte auch einige Flaschen guten Wein, die denn gewaltig wirkten und vor Gesundheiten, die aus dem Munde herauskamen, kaum hineinkommen konnten. 21


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Nach der Tafel ward von Jung und Alt eine große Promenade in den Wald vorgenommen. Die Schapoos machten bei der Gelegenheit allerhand Sprünge wie die Ziegenböcke, und die Weibsleute kramten mit Blumen. Um fünf Uhr kamen wir wieder zu Hause und ward gleich Ordre gegeben, dass die Oper angehen sollte. Sie war von meinem Vetter und führte den Titel: Ahasverus und Mardochai. Es war eigentlich eine Wandoper, die so mit einem Stock an der Wand vorgestellt wird, und erhielt allgemeinen Beifall. Nach der Oper wurden Bäume gepflanzt, damit die Kinder und Kindeskinder sich dabei dieses Tages erinnerten. Abends war wieder Grand Souper von Kartoffeln und Kaltenhöfer Bier; und damit war’s alle, wirst Du denken. Das dacht’ ich auch; aber höre weiter. Es hatte schon den ganzen Tag gemunkelt, dass ’n Feuerwerk abgebrannt werden sollte; nun ward es aber hautement deklariert und die ganze Gesellschaft begab sich in Prozession hinten in meines Vetters Garten neben dem Echafaud, das Feuerwerk anzusehen. Es bestand aus einem Petermännchen von anderthalb Zoll und reussierte ungemein. Weil so ’n Ding gar zu herrlich anzusehen ist, hab ich mir von meinem Vetter das Rezept ausgebeten und will’s Dir hier kommunizieren. »Man nimmt 2 Lot Pulver, reibt es klein und tut Brunnen-

wasser dazu quantum satis; denn wird’s ’n Teig und man formt es entweder kegelförmig wie ’n Kirchturm oder viereckigt, wie die Pyramiden in Ägypten waren, tut oben darauf einige Körner trockenes Pulver und zündet’s an.« Du musst aber alles Pulver, wenn Du noch welches hast, vorher auf die Seite tun, auch Dich überhaupt mit dem Pulver in Acht nehmen, sonst kannst Du Dir die Nase verbrennen. Um 10 Uhr 8 Minuten ging das Feuerwerk an und währte bis 10 Uhr 8 1/3 Minute. – Du lachst, Andres? Hör, das Groß und Viel tut’s nicht immer und ich schwöre Dir, dass der Großsultan, wenn er an seinem Geburtstag ein Feuerwerk von 20 000 Löwentaler abbrennen lässt, nicht vergnügter sein kann, als wir bei dem Petermännchen von anderthalb Zoll waren. Der Mensch ist gottlob so gebaut, dass er mit anderthalb Zoll recht glücklich sein kann, und wenn das die Leute nur recht wüssten, so würde ’n groß Teil Ach und Weh weniger in der Welt sein. Da mischen sich aber gleich Eitelkeit und Stolz ein und die hemmen allen Genuss, und das ist ein großes Unglück. Um elf Uhr gingen wir zu Bett und schliefen flugs und fröhlich ein. Dein etc.

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Matthias Claudius, »Brief an Andres wegen den Geburtstägen im August 1777« (Auszug)


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Geburtstag! Wir feiern das kostbarste Geschenk: das Leben! Ich bin das wertvolle Geschรถpf eines liebenden Gottes.

Peter Hahne


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Wem es Gott gibt Eines Tages klingelte der König in seinem Zimmer. Da niemand kam, öffnete er das Vorzimmer, fand aber nur seinen Leibpagen, auf einem Stuhle schlafend. Er ging auf ihn zu und wollte ihn aufwecken, bemerkte aber in der Rocktasche des Pagen ein beschriebenes Papier, das seine Neugier erregte. Er zog es heraus und las es. Es war ein Brief von der Mutter des Pagen, der ungefähr Folgendes enthielt: Sie dankte ihrem Sohne für die Unterstützung, die er ihr übersandt und von seinem Gehalt erspart habe. Gott würde ihn dafür belohnen und diesem solle er stets so getreu ergeben sein wie seinem König, so werde er Segen haben und sein irdisches Glück werde ihm gewiss nicht fehlen. Der König ging leise in sein Zimmer zurück, holte eine Rolle Dukaten und steckte sie dem Pagen mit dem Briefe wieder in die Tasche. Bald darauf klingelte er so stark, dass der Page erwachte und in das Zimmer kam. »Du hast wohl geschlafen?«, fragte der König. Der Page stammelte eine halbe Entschuldigung, fuhr in der Verwirrung mit der Hand in die Tasche und ergriff mit Erstaunen die Rolle Dukaten. Er zog sie hervor, wurde blass und sah den König mit Tränen in den Augen an, ohne ein Wort reden zu kön26

nen. »Was ist dir?«, fragte der König. »Ach, Euer Majestät«, erwiderte der Page, indem er auf die Knie fiel, »man will mich unglücklich machen; ich weiß von diesem Gelde nichts.« – »Ei«, sagte der König, »wem es Gott gibt, dem gibt er’s im Schlafe. Schick’s nur deiner Mutter, grüße sie und versichere ihr, dass ich für dich und sie sorgen werde.« Überlieferte Anekdote von Friedrich dem Großen

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Geburtstag! Ein Festtag, um sich ganz neu am Leben festzumachen. Jesus Christus ist das Leben. Wer Gott sucht, findet das Leben.

Peter Hahne


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ir steigen in demselben Gasthof ab, in dem der berühmte Götz von Berlichingen, Raubritter und Raubein, nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft im Bollwerksturm zu Heilbronn vor 300 bis 350 Jahren gewohnt hatte. Harris und ich bezogen dasselbe Zimmer, das er belegt hatte, und dieselbe Tapete war noch nicht ganz von den Wänden abgeblättert. Das Mobiliar bestand aus anheimelnd-altem und mit Schnitzereien verziertem Zeug, volle 400 Jahre alt, und manche Gerüche waren über tausend. In der Wand stak ein Haken, an den der dolle alte Götz, wie der Gastwirt erzählte, immer seine eiserne Hand gehängt hatte, wenn er sie vor dem Zubettgehen abgenommen hatte. Dieses Zimmer war groß – man könnte auch sagen riesig – und lag im ersten Stock; das heißt, es befand sich in der zweiten Etage, denn in Europa sind die Häuser so hoch, dass die erste Etage nicht gezählt wird, sonst würde man beim Emporsteigen müde werden, bevor man oben angelangt wäre. Die Tapete war feuerrot mit extragroßen goldenen Mustern, doch mittlerweile fleckig und speckig geworden und sie bedeckte alle Türen. Diese Türen waren so gut eingepasst und setzten die Muster der Tapete so bruchlos fort, dass man sie, wenn sie geschlossen waren, die Wand entlang ertasten und suchen musste, um sie zu finden. In der Ecke stand ein Ofen – eines dieser großen,

quadratischen, imposanten weißen Porzellandinger, das wie ein Grabdenkmal aussieht und einen stets an den Tod denken lässt, während man eigentlich seine Reise genießen sollte. Die Fenster gingen auf eine kleine Gasse hinaus und gaben weiter den Blick frei in einen Stall und ein paar Geflügel- und Schweinehöfe an der Rückseite einiger Mietshäuser. Das Zimmer war mit den üblichen zwei Betten ausgestattet, das eine an einem Ende, das andere am anderen, ungefähr einen altmodischen messingbeschlagenen einläufigen Pistolenschuss entfernt. Sie waren auch genauso schmal wie das gewöhnliche deutsche Bett und besaßen dessen unausrottbare Angewohnheit, die Bettdecken auf den Boden herabrutschen zu lassen, sobald man sich vergaß und einschlief. Ein runder Tisch, so groß wie der von König Artus, stand inmitten des Zimmers; während die Kellner sich bereit machten, darauf unser Abendessen zu servieren, gingen wir alle hinaus, um die berühmte Uhr an der Frontseite des Rathauses in Augenschein zu nehmen. […]

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Als wir zum Hotel zurückkamen, war König Artus’ Tafelrunde weiß drapiert für uns bereit, und der Oberkellner und sein erster Gehilfe, beide im Frack und mit weißer Krawatte, trugen sogleich die Suppe auf und die heißen Teller. Herr X. hatte das Abendessen bestellt, und als der Wein kam, nahm er eine Flasche, schaute kurz auf das Etikett und wandte sich dann an den ernsten, den melancholischen, den grabesgleichen Oberkellner mit der Bemerkung, das sei nicht die gewünschte Weinsorte. Der Oberkellner nahm die Flasche, warf seinen Bestatterblick darauf und sagte: »Das ist wahr; ich bitte um Verzeihung.« Dann wandte er sich an seinen Untergebenen und sagte ruhig: »Bring ein anderes Etikett.« Zugleich schob er das jetzige Etikett mit der Hand von der Flasche und legte es beiseite; es war frisch daraufgemacht worden, sein Klebstoff war noch feucht. Als das neue Etikett kam, fixierte er es; nachdem unser französischer Wein nun wunschgemäß in deutschen Wein verwandelt worden war, widmete der Oberkellner sich unbeeindruckt seinen weiteren Pflichten, als ob das Vollbringen dieser Art von Wunder eine gewöhnliche und leichte Sache für ihn sei. Herr X. sagte, er habe bisher nicht gewusst, dass es Leute gebe, die ehrlich genug seien, dieses Wunder öffentlich zu

tun, aber er wisse wohl, dass jedes Jahr Tausende und Abertausende von Etiketten nach Amerika von Europa eingeführt würden, um es Händlern zu ermöglichen, ihren Kunden bequem und preisgünstig all die verschiedenen Sorten ausländischer Weine zu liefern, die sie verlangten.

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Geburtstag! Ich will das neue Lebensjahr mit der InitialzĂźndung der Dankbarkeit beginnen. Danken bewahrt in guten Tagen vor Leichtsinn, in schweren Tagen vor Verzweiflung.

Peter Hahne


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Gleichnis eines Christen Lebens Unser Leben ist gleichwie ein’ Schifffahrt. Denn gleichwie die Schiffleute für ihnen haben den Port, nach und zu welchem sie ihre Fahrt richten, dass sie den erlangen und dahin kommen mögen, da sie sicher und aus aller Gefahr sind; also ist uns die Verheißung des ewigen Lebens auch geschehen und getan, dass wir in derselben gleichwie in einem Port fein sanft und sicher ruhen sollen. Weil aber das Schiff, in dem wir geführt werden, schwach ist und große, gewaltige, fährliche, ungestüme Winde, Wetter und Wellen zu und auf uns einfallen und gern bedecken wollen, so bedürfen wir wahrlich wohl eines verständigen, geschickten Schiffmannes und Patrons, der das Schiff mit seinem Rat und Verstand also regiere und führe, dass es nicht irgend entweder an ein’ Steinklippe anstoße oder gar versaufe und untergehe. Nu ist unser Schiffherr und Patron alleine Gott, der das Schiff nicht alleine will, sondern auch kann regieren und erhalten, auf dass, da es gleich von ungestümen Wellen und Sturmwinden hin und wieder gewehet und überfallen wird, gleichwohl unversehret und unzubrochen ganz ans Ufer und an Port kommen möge. 36

Er hat aber verheißen, dass er uns will beistehen, wenn wir ihn nur um Regierung und Hilfe, Schutz und Schirm fleißig bitten und mit Ernst anrufen; und solange wir diesen Schiffherrn bei uns haben und behalten, so hat’s kein’ Not und kommen aus allem Unglück, dass uns die grausamen Winde und Wellen nicht schaden noch bedecken können. Wenn aber die, so im Schiff, in der größten Gefahr den Schiffherrn und Regenten mutwilliglich aus’m Schiff werfen, der sie doch durch seine Gegenwärtigkeit und Rat erhalten könnte, in dem Fall muss das Schiff umkommen und verderben. Und man siehet klärlich, dass der Schiffbruch geschehen ist nicht aus Verwahrlosung und Schuld des Schiffherrn, sondern aus Mutwillen und Unsinnigkeit derer, die im Schiff gewest sind. Dies Gleichnis und Bilde zeiget fein an, was die Ursach’ sei unsers Unglücks und Elendes und woher es komme. Martin Luther

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Geburtstag! Ein Tag für neue Prioritäten. Wichtig ist nicht, wie lange, sondern wie ich lebe. Wenige leben, viele werden bloß alt.

Peter Hahne


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Das wohlfeile Mittagessen Es ist ein altes Sprichwort: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selber darein. – Aber der Löwenwirt in einem gewissen Städtlein war schon vorher darin. Zu diesem kam ein wohlgekleideter Gast. Kurz und trotzig verlangte er für sein Geld eine gute Fleischsuppe. Hierauf forderte er auch ein Stück Rindfleisch und ein Gemüs’, für sein Geld. Der Wirt fragte ganz höflich: ob ihm nicht auch ein Glas Wein beliebe? »O freilich ja«, erwiderte der Gast, »wenn ich etwas Gutes haben kann für mein Geld.« Nachdem er sich alles wohl hatte schmecken lassen, zog er einen abgeschliffenen Sechser aus der Tasche und sagte: »Hier, Herr Wirt, ist mein Geld. Mehr hab ich nicht und mehr hab ich Euch nicht versprochen.« Dieser Einfall war eigentlich nicht weit her. Es gehörte nur Unverschämtheit dazu und ein unbekümmertes Gemüt, wie es am Ende ablaufen werde. Aber das Beste kommt noch. »Ihr seid ein durchtriebener Schalk«, erwiderte der Wirt, »und hättet wohl etwas anders verdient. Aber ich schenke Euch das Mittagessen und hier noch ein Vierundzwanzig-Kreuzer-Stück dazu. Nur seid stille zur Sache und geht zu meinem Nachbarn, dem Bärenwirt, und macht es ihm ebenso.« Das sagte er, weil er 40

mit seinem Nachbarn, dem Bärenwirt, aus Brotneid im Unfrieden lebte und einer dem andern jeglichen Tort und Schimpf gerne antat und erwiderte. Aber der schlaue Gast griff lächelnd mit der einen Hand nach dem angebotenen

Geld, mit der andern vorsichtig nach der Türe, wünschte dem Wirt einen guten Abend und sagte: »Bei Euerm Nachbar, dem Herrn Bärenwirt, bin ich schon gewesen, und ebender, und kein anderer, hat mich zu Euch geschickt.« So waren im Grunde beide hintergangen und der Dritte hatte den Nutzen davon. Aber der listige Kunde hätte sich noch obendrein einen schönen Dank von beiden verdient, wenn sie eine gute Lehre daraus gezogen und sich miteinander ausgesöhnt hätten. Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt. Johann Peter Hebel 41


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