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Geistliche Übungen für mehr Glaubenswachstum und reifes Christsein

Christliche

Lebensführung

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Was sind geistliche Übungen? Geistliche Übungen sind Hilfsmittel, um schlechte Gewohnheiten durch gute zu ersetzen und im Glauben zu wachsen. Wenn wir verstehen, welche Macht die Sünde über uns hat, können wir besser begreifen, warum geistliche Übungen für die christliche Lebensführung notwendig sind.

SÜNDE Die Bibel beschreibt die Sünde mit mehreren Metaphern. Sünde: nimmt uns gefangen (Sprüche 5,22; Hebr. 12,1) versklavt uns (1. Mo. 4,7; Joh. 8,34; Röm. 7,14.23; Gal. 3,22) bringt den Tod (Röm. 6,23; 5,12; Eph. 2,1) ist eine Krankheit (Ps. 32,1-5; Jes. 53,5; Mt. 9,2.5; 1. Petr. 2,24) ist Unreinheit (Sach. 13,1; Ps. 51,3; Jes. 1,18) trennt uns von Gott (Jes. 59,1-2; Eph. 2,12-16; 4,18) Sünde tarnt sich häufig als Gewohnheit – das heißt als Verhaltensweisen und Denkmuster, die uns „in Fleisch und Blut übergegangen“ sind. Viele schlechte Gewohnheiten sind so sehr Teil unseres Wesens, dass wir sie kaum bemerken – egal, ob wir sie begehen, während wir auf der vollen Autobahn fahren, uns über andere Leute unterhalten oder Genussmittel missbrauchen, die bewirken, dass wir uns kurzfristig besser fühlen. Gewohnheiten brauchen Zeit und Wiederholung, um fest in uns verwurzelt zu werden. Schlechte Gewohnheiten versklaven uns, machen uns krank, verderben uns und trennen uns letztendlich von Gott. Ziel eines Gotteskindes sollte es sein, nach und nach schlechte Gewohnheiten durch gute, biblische Praktiken zu ersetzen. Die Bibel lehrt uns, welche Gewohnheiten und Praktiken sich ein Gotteskind aneignen sollte und nennt dazu verschiedene Übungen oder Disziplinen. Geistliche Übungen sind Verhaltensweisen, die wir regelmäßig befolgen sollten, damit wir uns durch die Kraft und Gnade des Heiligen Geistes verändern und aus unseren sündigen Gewohnheiten gute Gewohnheiten machen, so dass wir Christus ähnlicher werden und eine innigere Beziehung mit Gott bekommen.

GEISTLICHE ÜBUNGEN UND ERLÖSUNG Wir werden einzig und allein durch Gottes Gnade erlöst. Wir können nichts tun, um uns unsere Erlösung zu verdienen. Geistliche Übungen sind keine Verhaltensweisen oder Werke, die uns irgendwie vor Gott gut dastehen lassen. Sie sind vielmehr Hilfsmittel, die der Heilige Geist dazu nutzen kann, um unsere Herzen zu erneuern. Wenn wir uns an diese Grundsätze der christlichen Lebensführung halten, dann: erkennen wir Jesus als den Herrn über unser Leben an. machen wir uns klar, dass wir Ihm alleine gehören. trachten wir danach, die Früchte des Geistes auszuleben: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung (Gal. 5,22-23). Geistliche Übungen sollen nicht Gott helfen, unser Leben heilig zu machen. Vielmehr: helfen sie uns dabei, Gottes Ruf und seine Ratschläge für unser Leben zu erkennen und die Bereiche in unserem Leben ausfindig zu machen, die noch der Erneuerung bedürfen. machen sie uns demütig und sensibilisieren uns dazu, Gott nachzufolgen. helfen sie uns bei der Erkenntnis, dass wir von Natur aus nicht vollkommen sind, und deshalb bei allem auf Gottes Gnade angewiesen sind. lernen wir durch sie, wie wir angemessen reagieren, wenn wir im Leben mit Problemen und Katastrophen konfrontiert werden.


GEISTLICHE ÜBUNGEN WAS MAN UNTER GEISTLICHEN ÜBUNGEN VERSTEHT GEISTLICHE ÜBUNGEN: sind Werkzeuge von Gottes Gnade, die uns mit Hilfe des Geistes jeden Tag ein bisschen mehr zu Menschen machen, welche die Liebe, den Gehorsam und die Demut Jesu sowie die persönliche Gottesbeziehung widerspiegeln. sind Werke, die uns in unserem Wunsch, Gottes Willen zu erfüllen, mit anderen Gläubigen verbinden. sind eine Quelle der Demut und der Abhängigkeit von Gott. sind Erfahrungen, die unser Leben und das der Menschen um uns herum bereichern. sind Ereignisse, die den ganzen Leib Christi, die Gemeinde, betreffen. Geistliche Übungen werden zwar von den einzelnen Gläubigen befolgt, sind jedoch keine individualistischen Handlungen. haben sowohl zum Ziel, die Gemeinde als auch den einzelnen Gläubigen aufzubauen. geben uns trotz unserer Fehler und Begrenzungen Hoffnung. Wir können darauf hoffen, dass „der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi" (Phil. 1,6). sind Handlungsweisen, die jeden Bereich unseres Lebens betreffen. sind Disziplinen, die uns auf ein Leben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe vorbereiten, zu dem Jesus uns berufen hat.

MAN VERSTEHT DARUNTER NICHT: schwere, unrealistische, unmögliche Erwartungen, die einen belasten. . einen Maßstab, nach dem wir die Glaubensstärke oder geistliche Reife andere Menschen beurteilen sollen. individualistische Versuche, heilig oder perfekt zu sein. ein Maß für die eigene geistliche Entwicklung oder Stärke. einen Weg, unsere „Religiosität“ vom Rest unseres Lebens abzugrenzen. eine Möglichkeit, unsere Sünden hinter guten Werken zu verstecken.


GEISTLICHE ÜBUNGEN UND DIE BIBEL Unsere heutige Gesellschaft ist fasziniert von allem Spirituellen. Wir finden alle möglichen Selbsthilfe-Bücher, spirituelle Anleitungen und entsprechende Übungen dazu. Worin unterscheiden sich die christlich-geistlichen Übungen von denen, die uns in solchen Büchern angeboten werden? Der Unterscheid ist einfach, aber tiefgreifend. VERBREITETE SPIRITUELLE ÜBUNGEN:

BIBLISCH-GEISTLICHE ÜBUNGEN:

dienen der eigenen Verbesserung

dienen der geistlichen Reifung jedes Gläubigen und der Gemeinschaft als Ganzes

helfen bei der Selbstverwirklichung – und helfen bei der Entwicklung der Früchte des dabei, die eigenen Fähigkeiten und Poten- Geistes im Leben tiale auszuschöpfen vermitteln Unabhängigkeit

machen klar, dass wir auf Gott und die anderen Gläubigen im Leib Jesu angewiesen sind

haben die eigenen Werke und die eigene haben das Wirken des Heiligen Geistes in unseHingabe als Grundlage rem Leben als Grundlage sowie die Unterstützung und die Ermutigung aller Gläubigen und die Bemühung jedes einzelnen Gläubigen. Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend … so setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe. Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. – 2. Petrus 1,3.5-8 Der Apostel Paulus macht klar: Gott hat uns alles gegeben, was wir brauchen. Jetzt liegt es an uns zu wachsen.


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