Gottes Weisheit für Väter
Vatersein
Wie Sie im Leben etwas
bewirken
können 23
Vatersein „Vater zu sein ist wie Rasieren. Egal, wie gründlich man sich heute rasiert, man muss es morgen schon wieder machen.” – Reed Markham „Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wieviel er in sieben Jahren dazugelernt hatte.“ – Mark Twain
Papa, Du bist wichtig! Kinder profitieren nachweislich sehr davon, wenn der Vater Teil ihres Lebens ist. Genauso kann das Fehlen eines Vaters das Risiko für Nachteile messbar ansteigen lassen.
Vorteile für Kinder von engagierten Vätern
Risiken für Kinder von abwesenden Vätern
Bessere Schulleistungen.
Höheres Risiko für Schulabbruch.
Bessere seelische Entwicklung: größeres Mitgefühl, verbesserter sprachlicher Ausdruck, stärkeres Selbstbewusstsein, gesteigerte Neugier und bessere akademische Leistungen.
Gesteigertes Risiko für seelische Labilität: Depression, Suchtmittelmissbrauch und Selbstmord.
Wirtschaftlich stabileres Zuhause. Geringeres Risiko, Gewalt, Missbrauch und harte Disziplin zu erleben. Eine enge Bindung an den Vater ermöglicht die Bildung von vertrauensvollen Beziehungen in der Zukunft. Sie vermittelt ein Gefühl der Sicherheit; Kinder können von diesem sicheren Ausgangspunkt aus die Welt erkunden.
Höheres Risiko von Verhaltensauffälligkeiten: Schulschwänzen, Diebstahl, gesteigertes Risiko von frühzeitiger sexueller Aktivität und Schwangerschaft im Teenageralter. Das Fehlen des Vaters führt oft zur Armut der Familie. Größere Gefahr, körperlich oder sexuell missbraucht zu werden.
Kann als Vorbild für gute Beziehungen zwischen Männern und Frauen dienen.
Statistisch wurde folgendes bewiesen TATSACHE
Bildung: Wenn sich ein Vater in der Schule miteinbringt, hat das Kind bessere Chancen, viele Einsen zu schreiben. Dies gilt sowohl für biologische Väter, Stiefväter als auch alleinerziehende Eltern.
Quelle: Christine Winquist Nord und Jerry West. Fathers‘ and Mothers‘ Involvement in Their Children’s Schools von Family Type and Resident Status. (NCES 2001-032). Washington, D.C.: US-Bildungsministerium, National Center for Education Statistics, 2001.
Statistiken Väter, die sich persönlich um die Schulbildung ihres Kindes kümmern, verbessern die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind gut abschneidet. Nehmen Väter eine positive Funktion in der Bildung ihrer Kinder ein, gibt das den Schülern einen positiven Auftrieb. Quelle: Brent A. McBride, Sarah K. Schoppe-Sullivan und Moon-Ho Ho. „The Mediating Role of Fathers‘ School Involvement on Student Achievement“. Applied Developmental Psychology 26 (2005): 201-216.
Gesundheit: Der Gesundheitszustand von fast neun von zehn Heranwachsenden zwischen 15 und 17 Jahren, die bei ihren leiblichen, verheirateten Eltern leben, soll ausgezeichnet oder sehr gut sein, im Gegensatz zu dem Gesundheitszustand von weniger als acht von zehn Jugendlichen, die nur bei einem Elternteil leben. Quelle: Federal Interagency Forum on Child and Family Statistics. America’s Children: Key National Indicators of Well-Being 2005. Washington, D.C.: U.S. Government Printing Office, 2005; S. 70.
Eine Untersuchung von 3.400 Mittelstufen-Schülern legt nahe, dass Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben, ein viermal so hohes Risiko haben, eine Gemütskrankheit (psychische Erkrankung) zu bekommen. Quelle: Steven P. Cuffe, Robert E. McKeown, Cheryl L. Addy und Carol Z. Garrison. „Family Psychological Risk Factors in a Longitudinal Epidemiological Study of Adolescents”. Journal of American Academic Child Adolescent Psychiatry 44 (Februar 2005): 121-129.
Armut: Kinder aus vaterlosen Familien haben ein fünfmal höheres Risiko, in Armut zu leben. 2002 lebten 7,8 Prozent der Kinder mit verheirateten Eltern in Armut, verglichen mit 38,4 Prozent bei alleinerziehenden Müttern. Quelle: U.S. Census Bureau, Children’s Living Arrangements and Characteristics: März 2002, P200-547, Tabelle C8. Washington D.C.: GPO, 2003.
Kindesmissbrauch: In Familien mit alleinerziehenden Elternteilen werden durchschnittlich 27,3 von 1000 Kindern missbraucht oder vernachlässigt, während in Familien mit zwei Elternteilen durchschnittlich 15,5 von 1000 Kindern misshandelt werden. Quelle: America’s Children: Key National Indicators of Well-Being. Tabelle SPECIAL 1. Washington, D.C.: Federal Interagency Forum on Child and Family Statistics, 1997.
Drogenkonsum: Jugendliche laufen stärker Gefahr, frühzeitig zu Drogen zu greifen, wenn sich ihr Vater nicht um sie kümmert. Das familiäre Engagement des Vaters steht im umgekehrt proportionalen Zusammenhang zum Drogenkonsum. Eine intakte Familie senkt das Risiko, Drogen auszuprobieren. Quelle: Bronte-Tinkew, Jacinta, Kristin A. Moore, Randolph C. Capps und Jonathan Zaff. „The Influence of Father Involvement on Youth Risk Behaviors Among Adolescents: A Comparison of Native-Born and Immigrant Families“ Zeitungsartikel. Social Science Research Dezember 2004.
Sexualität: Forscher haben Daten aus den USA und aus Neuseeland ausgewertet und dabei starke Beweise dafür entdeckt, dass Jugendliche ohne Vater dazu neigen, früher Geschlechtsverkehr zu haben, und dass das Risiko einer Teenagerschwangerschaft erhöht ist. Bei vaterlosen Teenagern ist die Wahrscheinlichkeit von früher sexueller Aktivität zweimal so hoch und die Gefahr einer Schwangerschaft im Jugendalter siebenmal so hoch. Weitere Studien Die Auswertung von 100 Studien zu Eltern-Kind-Beziehungen hat ergeben, dass ein liebevoller und engagierter Vater ebenso wichtig für das Glück, das Wohlergehen und den sozialen beziehungsweise akademischen Erfolg eines Kindes ist wie eine liebevolle und engagierte Mutter. Einige Studien legen sogar nahe, dass die Liebe des Vaters der ausschlaggebende Faktor bei bestimmten Auffälligkeiten ist, wie zum Beispiel bei psychologischen Anpassungsproblemen, Verhaltensstörungen und Drogenmissbrauch. Quelle: Ronald P Rohner und Robert A. Veneziano. „The Importance of Father Love: History and Contemporary Evidence”. Review of General Psychology 5.4 (Dezember 2001): 382-405. Quelle: Ellis, Bruce J., John E. Bates, Kenneth A. Dodge, David M. Ferguson; L. John Horwood, Gegory S. Pettit und Lianne Woodward. „Does Father Absence Place Daughters at Special Risk for Early Sexual Activity and Teenage Pregnancy.” Child Development 74 (Mai/Juni 2003): 801-821.
Was macht einen guten Vater aus?
TATSACHE
Bei einer nationalen Umfrage antworteten 99 Prozent der Befragten, dass „Vatersein ein ganz wesentlicher Bestandteil ihrer Identität“ sei, und 91 Prozent stimmten darin überein, „dass in diesem Land die Abwesenheit der Väter ein Riesenproblem“ darstellt. Quelle: Pop’s Culture: "A National Survey of Dads‘ Attitudes on Fathering", National Fatherhood Initiative, 2006.
Wenn wir ehrlich sind, ist keiner von uns der Vater, der er gerne wäre! Die Hektik des 21. Jahrhunderts steht uns im Wege. Viel zu oft haben wir anderen Menschen unsere Verantwortung übertragen. Wir haben es zugelassen, dass die Schule den Verstand nährt und die Kirche die Seele. Fernsehen, Filme, Videospiele und Internet bieten Unterhaltung, die Ernährung übernimmt die Lebensmittelindustrie und die Polizei kümmert sich um die Vergehen. Die Zerbrochenheit und Trennungen, die durch die Sünde entstehen, machen alles noch schwieriger. In einer vollkommenen Welt würden Väter bei ihren Familien leben, doch in unserer Realität können Väter oft nicht körperlich, geistig und emotional bei ihren Kindern sein. Scheidung, Trennung, unverheiratete Eltern, viele Umzüge, die Familien von ihren weiteren Angehörigen entfernen, und der Tod eines Ehepartners sind nur ein paar Umstände, die es einem Vater schwer machen können, für seine Kinder da zu sein. Doch das Vatersein beschränkt sich nicht allein auf die körperliche Anwesenheit. Und wir haben ein vollkommenes Vorbild, dem wir nacheifern können. Wenn wir an Gott als unseren Vater denken, lassen wir oft unsere Erfahrungen mit den irdischen Vätern unsere Vorstellung von unserem himmlischen Vater bestimmen. Doch es sollte genau anders herum sein: Unser Verständnis von Gott als Vater zeigt uns den Standard dafür, wie ein irdischer Vater sein sollte. Zweifelsfrei besteht Gottes Haupteigenschaft als Vater darin, dass Gott Liebe ist. Doch die Liebe Gottes ist mehr als nur ein Gefühl: Sie treibt ihn dazu an, sich für seine Kinder einzusetzen. Gottes Liebe zeigt sich auf vielerlei Weise.
[Gott ist] ein Vater der Waisen. - Psalm 68,6
Er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden… - Maleachi 3,24
Wir können uns die Sünde durch das Bild eines Pfeiles vorstellen, den wir mit einem Bogen abschießen. Wegen der Sünde verfehlen unsere Pfeile immer ihr Ziel. Manchmal schießen wir kilometerweit daneben, manchmal ist es nur um Haaresbreite. Das zeigt uns, dass all unsere Taten, Gefühle und Worte unweigerlich durch die Sünde verdorben sind. Oft verfehlen wir mit unseren Worten, Taten und Gefühlen das Ziel.