Ăœberquellende Freude, Erneuerung und Heilung
Was ist am
Himmel
so groĂ&#x;artig?
21
Warum ist der Himmel wichtig? Der Himmel ist mehr als nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Er ist das Herzstück von Gottes Plan für seine Schöpfung. Er ist die Wohnung Gottes, und Gott lädt uns ein, in Ewigkeit bei Ihm zu wohnen. Jeder von uns verliert einmal einen geliebten Menschen und am Ende auch das eigene Leben, daher muss sich jeder irgendwann mit dem Thema Himmel auseinandersetzen. Es bleibt nicht aus, dass wir uns die Frage stellen, was passiert, wenn wir oder unsere Lieben sterben. Haben wir sie für immer verloren? Befinden sie sich an einem besseren Ort? Sehen wir sie eines Tages wieder? Wie ist das Leben nach dem Tod? Wie ist der Himmel? Können wir überhaupt etwas über den Himmel wissen? Der Himmel ist eine Quelle der Hoffnung und gibt jedem Gläubigen Orientierung und einen Sinn. Der Himmel bietet uns: Hoffnung auf unseren zukünftigen Bestimmungsort und Kraft für unser gegenwärtiges Leben. Eine Orientierungshilfe, wie wir heute als Gottes Volk leben können. Einen Sinn, weil wir die Gewissheit bekommen, dass das Leben aus mehr als nur dieser Welt besteht. Auf den folgenden Seiten beantworten wir einige der häufigsten Fragen zum Himmel. Außerdem erweitern wir unser Verständnis über den Himmel. Uns wird klar werden, dass es beim Himmel nicht nur um Hoffnung geht, sondern auch um Glauben und Liebe.
Vorstellungen vom Himmel Verbreitete Sichtweise vom Himmel Viele Menschen, auch Gläubige, stellen sich unter dem Himmel einen Ort vor, an dem wir wie Wolken oder Geister existieren oder an dem engelsgleiche Wesen zwischen den Wolken umherschweben und Lieder auf ihren Harfen spielen. Die Vorstellungen vom Himmel werden von Medien, Literatur und Film geprägt. Der Himmel wird häufig fälschlicherweise gesehen als: Ein Ort voller körperloser, geisterähnlicher Wesen. Ein Ort, an dem ständig gesungen wird. Ein Ort oben in den Wolken. Ein Ort, an den jeder Mensch nach dem Tod kommt. Ein Ort, an dem alle Wesen als Engel leben.
Biblische Sichtweise vom Himmel Der letzte Bestimmungsort für Gläubige ist jedoch kein ätherischer Ort wie dieser. Der letzte Bestimmungsort ist der neue Himmel und die neue Erde, so wie sie in Offenbarung 21 angekündigt werden. Dort erwartet uns eine durchaus physische, konkrete Zukunft, wenn Jesus zurückkehrt.
Was können wir überhaupt über den Himmel wissen? Die Antwort lautet: nicht so viel, wie wir gerne möchten. Dennoch können wir genug erfahren, um sicher zu sein, dass: Wir Gottes Verheißungen vertrauen können. Wir bei Gott und unseren Lieben sein werden. Gott etwas Wunderbares mit seiner Schöpfung vorhat.
Woher wissen wir überhaupt etwas über den Himmel? Die einzige wirklich verlässliche Informationsquelle ist die Bibel. Hier finden wir direkte und indirekte Hinweise auf den Himmel – mehr als 600 Bibelverse erwähnen den Begriff Himmel. Meistens ist unsere Vorstellung vom Himmel jedoch von Literatur, Film und Fernsehen geprägt. Die Medien haben einen großen Einfluss auf unsere Fantasie und unsere Vorstellung vom Himmel. Oft wird der Himmel als langweilig und wenig attraktiv beschrieben. Anhand der Bibel können wir den Wahrheitsgehalt dieser Informationen messen.
Ein nicht-biblisches Verständnis des Universums Der diffusen ätherischen Vorstellung vom Himmel liegt der alte, gnostische Glauben zugrunde, dass die physische Welt schlecht und die spirituelle gut sei. Man müsse sich daher also auf das Spirituelle konzentrieren, um dieser schlechten Welt zu entkommen. Das ist keine biblische Vorstellung. Hier werden nämlich einige grundlegende biblische Tatsachen übersehen:
Ein biblisches Verständnis des Universums 1. Gott hat das gesamte Universum geschaffen und bezeichnete es als sehr gut (1. Mose 1,31). 2. Satan ist ein spirituelles Wesen und dennoch schlecht – nicht alles Spirituelle ist also gut, und nicht alles Physische ist schlecht. 3. Gott verheißt am Ende der Zeit einen neuen Himmel und eine neue Erde (Offenbarung 21).
Auch wenn die Sünde die Schöpfung stark beeinflusst hat, hat Gott seine Schöpfung niemals schlecht genannt. Sie ist mit einem Fluch belastet. Jesus kam jedoch, um diesen Fluch aufzuheben und in einen Segen zu verwandeln. Am Ende der Zeit wird Gott alles neu machen – so wie er es ursprünglich vorgesehen hatte, und die ganze Schöpfung erlösen. Wenn wir Gottes ursprünglichen Plan für seine Schöpfung verstehen, können wir auch unseren letzten Bestimmungsort besser verstehen.
Was war Gottes ursprüngliche Absicht für seine Schöpfung? Gott erschuf das gesamte Universum zu seinem Ruhm, die unbelebte Welt mit ihren Beziehungsgeflechten und die belebte Welt mit allen Pflanzen, Tieren und dem Menschen als seinem Gegenüber. Es war seine Absicht, dass alle Geschöpfe miteinander, mit der Natur und mit ihm selbst in harmonischer Beziehung leben sollten. Der hauptsächliche und erhabene Sinn der Menschheit liegt darin, Gott zu verherrlichen (Jes. 60,21; 1. Kor. 6,20.31) und seine Nähe zu genießen (Phil. 4,4; Off. 21,3-4). Die menschliche Sünde hat Gottes ursprüngliche Absichten torpediert. Doch in seiner Güte und Treue ließ sich Gott seine Pläne nicht zunichtemachen. Er hatte die Absicht, seine Schöpfung von den Auswirkungen der Sünde zu erlösen (Röm. 8,18-27). Durch das Erlösungswerk Jesu am Kreuz können die Menschen Frieden mit Gott und miteinander haben. Auf die gleiche Weise können Gläubige Versöhnung miteinander und mit der Natur erlangen.
Neos und Kainos Im Griechischen gibt es zwei Worte für den Begriff neu. Neos bezeichnet den zeitlichen Aspekt von etwas Neuem, kainos den qualitativen Aspekt. Einen Gegenstand, der neos ist, gab es bisher nicht, jetzt aber schon. Einen Gegenstand, der kainos ist, gab es schon vorher, jetzt aber hat sich seine Qualität verbessert: Er ist besser, anders gemacht. In diesem Sinn sind der neue Himmel und die neue Erde aus Offenbarung 21,1 nicht neos, sondern kainos. Das heißt, Gott erneuert, verändert, verbessert, erquickt seine Schöpfung. Himmel und Erde werden kainos sein.
Was sind der neue Himmel und die neue Erde? All das wird seinen wunderbaren Abschluss mit der Wiederkunft Christi finden. Er wird alles neu machen (Off. 21,1). Dabei handelt es sich nicht um eine andersartige Schöpfung oder eine Auflösung der Schöpfung. Es ist vielmehr diese Schöpfung in erneuerter Form; Gott stellt die Schöpfung in ihrer ursprünglichen Herrlichkeit und zu ihrem ursprünglichen Zweck wieder her. Der Kreis schließt sich, wenn Gott das, was er im Garten Eden begann, in der Offenbarung vollendet. Nicht alles wird gleich bleiben. Einiges aus dem biblischen Eden bleibt auch in der neuen Schöpfung bestehen; anderes wird es nicht mehr geben. Manchmal erhaschen wir einen Blick auf den Himmel, auch wenn vieles unklar bleibt. Wir können ihn in der Liebe sehen, die wir von anderen und für andere Menschen erleben, in der Pracht und Kraft der Schönheit der Natur, in der Großzügigkeit und Freundlichkeit von Menschen in Zeiten der Not, im Lächeln eines glücklichen Babys, in der Ergebenheit und Wärme unserer Haustiere, in der Zärtlichkeit und Weisheit der Alten sowie in Momenten tiefer emotionaler und geistlicher Verbundenheit mit unseren Lieben und mit Gott.