ZUVERSICHT
MAMA!
Mit Gottes Hilfe erziehen
Inhalt Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1. Haben wir schon Spaß? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2. Perfekte Frauen brauchen sich nicht zu bewerben . . . . 21 3. Gott schafft das . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 4. Volltanken, bitte! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 5. Den Spiegel nicht aus dem Auge verlieren . . . . . . . . . . . . 54 6. Pause machen … und glauben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 7. Keine Angst! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 8. Kann mir bitte jemand helfen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 9. Das Positive hervorheben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 10. Frei, voranzugehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 11. Wagen Sie es nicht zu vergleichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116 12. Was sagen Sie? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 13. Das Leben Ihres Kindes formen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 14. Die Dinge einfach halten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 15. Genießen Sie die Reise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
Einleitung
Einleitung »Zuversicht ist das erhebende Gefühl, das man hat, bevor man eine Situation richtig versteht.« Mit dieser Bemerkung eröffnete mein Freund John Maxwell vor einigen Jahren seine Ansprache bei unserer jährlichen Frauenkonferenz. Er löste damit lebhafte Reaktionen aus. Natürlich machte John einen Witz, doch ich glaube, jede Mutter unter den Zuhörerinnen konnte sich mit seiner Aussage identifizieren. Wir Mütter haben es durchlebt. Die meisten von uns wissen noch allzu gut, mit welch naiver Sicherheit wir dem Elterndasein entgegensahen. Wir erinnern uns an die idyllischen Träume, die wir einst über süße kleine Babys hatten – bevor sie geboren wurden. Wir erinnern uns auch, wie uns dann die Realität überrollte. Kleine Wonneproppen wurden zu zahnenden und brüllenden Babys, die sich jedes Mal, wenn wir uns gut angezogen hatten, um aus dem Haus zu gehen, auf uns erbrachen. Sie bekamen Wutanfälle und versuchten aus dem Hundenapf zu trinken. Es dauerte nicht lange und wir fühlten uns gar nicht mehr sicher in unserer neuen Rolle, sondern fragten uns, ob wir dieser Aufgabe wirklich gewachsen waren. Wir merkten, dass wir Mängel hatten, sahen bald nur noch, wo wir versagten, und fühlten uns unzulänglich. Ich bin sicher, Sie wissen, wovon ich spreche. Jede Mutter (egal wie bewundernswert kompetent sie wirkt) verliert dann und wann ihr Selbstvertrauen. Gott sei Dank lässt sich das aber wieder neu gewinnen. Tatsächlich können wir als Mütter in jeder Phase unseres Lebens verlorene Zuversicht zurückgewinnen – nicht diese falsche und flüchtige Zuversicht, über die mein Freund John sprach, sondern die eigentliche, richtige. Die Zuversicht, die uns mit Gewissheit nach vorn sehen lässt, auch wenn Dinge schieflaufen, die uns aufblicken lässt trotz unserer Fehler. Die Art von Zuversicht, mit der wir über unsere Unvollkommenheit lachen und die uns eine positive Einstel7
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lung zu uns selbst und unseren Fähigkeiten gibt, sodass wir uns keine Sorgen über das machen, was wir nicht können. Ich bin überzeugt, dass sich gerade in diesem Moment christliche Mütter auf der ganzen Welt nach solch einer Zuversicht sehnen. Gott hat uns nicht geschaffen, damit wir unsere Kinder unter einer Wolke der Unsicherheit aufziehen. Unsicherheit zehrt an unserem Glauben. Sie beraubt uns unserer Freude. Sie betrügt uns um die Beherztheit, die wir brauchen, um das, wozu Gott uns berufen hat, wirklich gut zu machen. Sogar Sportprofis wissen um diese Wahrheit. Ein ehemaliger Basketballstar erklärte vor Kurzem, warum manche Gegner durchschnittlich bleiben, während andere herausragende Leistungen bringen. Er sagte: »Der Unterschied zwischen einem guten und einem überragenden Spieler besteht in uneingeschränktem Selbstvertrauen. Man darf sein Selbstvertrauen nicht verlieren!« Er sprach dabei zwar vom Sport, aber dasselbe ließe sich auch über das Muttersein sagen – mit einem wichtigen Unterschied: Was eine großartige Mutter einer guten voraushat, ist ihr überragendes Zutrauen in ihren großen Gott. Der Apostel Paulus drückt es so aus: Denn wir … die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen … (Philipper 3,3). Ich liebe diesen Vers, Sie nicht auch? Ich mag die Vorstellung, dass ich alle Aufmerksamkeit von meinen eigenen, natürlichen Fehlern und meiner Unfähigkeit abwenden und mein ganzes Vertrauen auf Jesus setzen kann! Wenn ich so lebe, genieße ich mein Leben viel mehr. Ich bekomme auch Größeres bewältigt. Ich habe herausgefunden, dass wir Erstaunliches zustande bringen, wenn wir nicht mehr darum ringen, den unmöglich scheinenden Anforderungen des Lebens in unserer eigenen Kraft zu begegnen, und uns einfach auf die Macht und die Verheißungen Gottes verlassen – denn mit Gott ist nichts unmöglich. Deshalb fällt mir meine Arbeit nicht schwer. Früher war das anders, früher habe ich es mir selbst schwer gemacht. Der 8
Einleitung
Dienst für Gott wurde kompliziert, weil ich mich zur Perfektion antrieb und mich für jeden Fehler verurteilte. Ich machte mir Gedanken, wie ich anderen Menschen gefallen könnte, und versuchte sie bis zur Erschöpfung zu beeindrucken. Viel hat sich seitdem geändert. Heute bin ich einfach von Gott abhängig und stehe jeden Tag mit der festen Absicht auf, in Jesus eine gute Zeit zu haben. Deshalb fällt mir das Dienen jetzt leicht. Es ist das, was ich tue, und Jesus hilft mir die ganze Zeit dabei. Ein geistlicher Dienst und das Muttersein sind zwar verschiedene Dinge, aber sie haben eins gemeinsam: Beides sind göttliche Berufungen. Wenn Gott Sie beruft, etwas zu tun, dann gibt er Ihnen auch die Gnade, den Glauben und die Salbung (die Kraft des Heiligen Geistes), es zu tun. Mehr noch: Er begleitet Sie auf jedem Schritt des Weges. In diesem Buch geht es um nichts anderes, als Ihnen zu mehr Klarheit in Bezug auf diese Realität zu verhelfen. Sie werden auf den folgenden Seiten nicht jede Menge Anweisungen finden, wie Sie alles richtig machen können. Dafür bin ich nicht da. Meine Aufgabe ist es, Sie mit Wahrheiten aus dem Wort Gottes zu ermutigen und zu inspirieren. Wahrheiten, die Ihnen helfen werden, die zuversichtliche Mutter zu sein, zu der Sie geschaffen sind. Durch die Gnade Gottes möchte ich Ihnen helfen, die Gefühle von Schuld, Verurteilung und Angst loszuwerden, die Sie davon abhalten, die einzigartigen Freuden Ihrer Berufung vollständig zu genießen. Allerdings möchte ich Sie im Voraus warnen: Der Teufel wird Sie in dieser Angelegenheit bekämpfen. Er hasst die Vorstellung einer zuversichtlichen Mutter. Er hasst sie, seit Gott ihn im Garten Eden darüber in Kenntnis setzte, dass der Nachfahre einer Frau seinen Kopf zertreten werde (siehe 1. Mose 3,15). Deshalb arbeitet er schon seit Tausenden von Jahren daran, Frauen in Unterdrückung zu halten. Er hasst nicht nur, was wir verkörpern, er versteht auch den machtvollen Einfluss, den wir Mütter auf zukünftige Generationen ausüben. Er weiß um die Wahrheit in dem alten Sprichwort: »Die Hand an der 9
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Wiege ist die Hand, die die Welt regiert.« Deshalb ist er entschlossen zu tun, was er tun kann, damit wir zumindest zitternde Hände haben. Aber wir müssen ihm das nicht durchgehen lassen. Das beweist das Wort Gottes – von Anfang bis Ende. Es zeigt uns jede Menge Beispiele von Müttern, die Gott vertrauten, ihr Leben mutig führten und die Strategien des Teufels überwanden. (Mit einigen dieser Mütter werden wir uns in diesem Buch befassen.) Und das Beste ist: Gottes Wort erzählt die Geschichte der jungen Frau Maria, die den Erlöser geboren hat. Weil sie ganz schlicht an Gottes Verheißung glaubte, brachte sie den Sohn zur Welt, der den Teufel ein für alle Mal vom Thron gestoßen hat und die Erlösung für die gesamte Menschheit erwirkte. Seitdem besiegen christliche Mütter bis heute den Teufel. Sie haben herausgefunden, wer sie in Christus sind. Sie verlassen sich im Glauben auf das Wort Gottes und lehren ihre Kinder, es ebenso zu tun. Was die verschiedenen Bereiche des Lebens angeht, unterscheiden sich Mütter teilweise sehr voneinander. Manche sind Multitalente im Haushalt, die begeistert kochen, backen, Vorhänge nähen und ihr Haus schön einrichten. Andere sind als Geschäftsfrauen eingespannt; sie können gleichzeitig ein Finanzgeschäft zum Abschluss bringen und bei einer Physikhausaufgabe helfen. Manche haben Ehemänner, die sie unterstützen und ihnen zur Seite stehen, andere machen alles allein. Manchen steht viel Geld für ihre Kinder zur Verfügung; andere kommen kaum über die Runden. Heute gibt es, genau wie zu biblischen Zeiten, kein Stereotyp einer christlichen Mutter. Siegreiche, zuversichtliche Mütter gibt es in allen möglichen Variationen und Persönlichkeiten. Man braucht nur einmal zu lesen, wie erfolgreiche Persönlichkeiten ihre jeweiligen Mütter beschreiben, um zu erkennen, wie bemerkenswert unterschiedlich sie sein können: • Abraham Lincoln sprach von seiner Mutter als von einem »Engel«. 10
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• Andrew Jackson beschrieb seine Mutter als »mutig wie eine Löwin«. • Die Dichterin Maya Angelou verglich die ihre mit »einem Wirbelsturm in seiner vollkommenen Stärke«. • Stevie Wonder nannte seine Mutter eine »süße Blume der Liebe«. Diese Aussagen machen deutlich: Man braucht keine bestimmte Art von Persönlichkeit zu haben, um eine großartige Mutter zu sein. Sie müssen nicht in ein bestimmtes Raster passen, um Kinder aufzuziehen, die am Ende buchstäblich die Welt verändern. Das ist für uns alle eine gute Nachricht, denn wir sind einzigartig. Aber hier ist eine noch bessere Nachricht: Sie brauchen auch nicht perfekt zu sein. Alles, was Sie tun müssen, ist, immer weiter in Ihrer Beziehung zu Gott zu wachsen und großes Vertrauen in ihn zu entwickeln. Durch seine Gnade ist das jedem von uns möglich!
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ZUVERSICHT, MAMA!
KAPITEL 1
Haben wir schon Spaß? Allein die Tatsache, dass die Ermunterung Zuversicht, Mama! und der Name Joyce Meyer auf ein und demselben Buchcover stehen, beweist zwei Dinge über Gott. Erstens: Er kann ohne Frage Wunder wirken. Zweitens: Er hat viel Sinn für Humor. Als ich diese Reise namens Muttersein antrat, hatte ich keinen Funken Zuversicht in mir, sondern war wie gelähmt vor Angst. Ich fühlte mich unvorbereitet, unsicher und ungenügend – und das aus gutem Grund! Als ich mein erstes Kind bekam und die Wehen einsetzten, wusste ich nicht einmal, was da genau vor sich ging. Mein Mann hatte mich zu einem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft wegen einer anderen Frau verlassen. Da ich kein Geld für einen niedergelassenen Arzt hatte, war ich zur Geburtsvorbereitung in ein Krankenhaus gegangen. Dort sah ich jedes Mal einen anderen Arzt (ich glaube, es waren alles Praktikanten) und so kam es, dass mir irgendwie das Grundwissen fehlte, das junge Mütter brauchen. Nach der Geburt hatte ich bestimmt ein halbes Jahr lang Angst, David zu verletzen – ich musste all meinen Mut zusammennehmen, um ihn auch nur zu baden. Ich hatte keine Ahnung, wie heiß das Badewasser sein sollte oder wie fest ich ihn abrubbeln konnte, ohne ihm wehzutun. Wenn Sie meine Geschichte kennen, wissen Sie, dass ich damals eine Menge weiterer Probleme hatte. Ich litt immer noch unter den Auswirkungen des jahrelangen sexuellen Missbrauchs während meiner Jugendzeit. Ich war unglücklich und hatte überhaupt keinen Frieden. Ich fühlte mich entmutigt und hoffnungslos. Weil ich nicht schlafen konnte, nahm ich frei verkäufliche Schlafmittel. Mangelnder Appetit führte dazu, dass 12
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ich während der gesamten Schwangerschaft nur etwa ein halbes Pfund zunahm. Die körperliche Belastung (zusätzlich zu dem emotionalen Druck, unter dem ich stand) machte mich sehr krank. Obendrein war ich pleite. Noch weit in die Schwangerschaft hinein hatte ich meinen Job ausgeübt, aber als ich schließlich aufhören musste, war es mir unmöglich, die Miete für mein kleines Apartment zu bezahlen. Dieses lag im dritten Stock über einer Garage und war in der Sommerhitze von rund 38 Grad ohne Klimaanlage und Ventilator der reinste Backofen. Wegen des missbräuchlichen Verhaltens meines Vaters wollte ich nicht wieder zu meinen Eltern zurückkehren. Also ließ ich mich auf das Angebot meiner mitleidigen Friseurin ein, zu ihr zu ziehen. Es kam jedoch noch schlimmer: Als mein treuloser Ehemann nach der Geburt im Krankenhaus erschien, um seine Ansprüche auf das Baby anzumelden und mich bat, ihn wieder aufzunehmen, sagte ich auch dazu Ja. Zwar war er mit dem Gesetz in Konflikt geraten und hatte selbst keine Wohnung – dennoch willigte ich ein, mit ihm zusammen in das Haus seiner Schwester zu ziehen, bis ich wieder arbeiten gehen könnte. Manchmal sah es so aus, als hätte es überhaupt nichts Gutes in meinem Leben gegeben. Aber das stimmt nicht. Es gab eine Sache und die war wichtig: Im Alter von neun Jahren hatte ich Jesus gebeten, mein Retter zu sein. Er kam in mein Herz und hat mich nie alleingelassen – obwohl ich durch Zeiten ging, in denen ich mich von Menschen abgelehnt und verlassen fühlte. Was er in meinem Leben und im Leben meiner Kinder in den vielen Jahren seit meinen ersten furchtbaren Tagen als Mutter bewirkt hat, kommt einem Wunder gleich. Natürlich wissen diejenigen von Ihnen, die mit meiner Geschichte vertraut sind, dass der Herr Dave in mein Leben gebracht hat. Er ist ein großartiger und liebevoller Ehemann. Mittlerweile sind unsere vier Kinder erwachsen und helfen auf die eine oder andere Weise in unserem Dienst mit. Sie sind alle talentiert und wunderbar. Sie 13
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lieben den Herrn. Sie sind nicht nur für mich ein Segen, sondern auch für viele andere Menschen. Jeder von ihnen ist viel klüger, als ich es in ihrem Alter war. Sie alle haben jetzt eigene Kinder und erweisen sich als großartige Eltern. Ich bin total begeistert, wie sich meine Kinder (und Enkelkinder!) gemacht haben. Durch die Gnade Gottes habe ich also wirklich ein Zeugnis weiterzugeben. Aber dennoch muss ich lachen, wenn ich daran denke, dass der Herr mich aufgefordert hat, dieses Buch zu schreiben. Schließlich musste ich einen langen Weg zurücklegen, bis ich mich als Mutter zuversichtlich fühlte. Ich bin alles andere als eine »traditionelle« Mutter und auf meinem Weg habe ich jede Menge Fehler gemacht. Deshalb sage ich voller Überzeugung: Wenn Gott mir helfen kann, eine gute Mutter zu sein, kann er dasselbe auch für Sie tun. Ich bin sicher, dass er diese verwirrende, beängstigende Reise namens Mutterschaft zu Ihrem größten Erfolg werden lassen kann. Und was noch besser ist: Er wird Ihnen beibringen, sich auf jedem Schritt des Weges zu freuen.
Anleitungen nicht beigefügt Ich persönlich lege viel Wert darauf, froh zu sein. Ich habe so viele Jahre damit verbracht, mich schrecklich zu fühlen, dass ich jetzt entschlossen bin, mein Leben zu genießen. Ich entschuldige mich auch nicht dafür, denn ich glaube, dass es Gott ebenso wichtig ist wie mir. Warum sonst sollten so viele solcher und ähnlicher Verse in der Bibel stehen? … Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben. Johannes 10,10 14
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Das Reich Gottes ist … Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Römer 14,17 Und dies schreiben wir, damit unsere [eure] Freude vollkommen sei. 1. Johannes 1,4 Ganz eindeutig möchte Gott, dass wir als Christen das Leben genießen: Jesus starb ja, um uns das zu ermöglichen. Und ich glaube, es ist sein Wille, dass jede Mutter wie in Psalm 113,9 als eine fröhliche Mutter bezeichnet werden kann. Wenn wir aber ganz ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir diese Freude oft nicht erleben. Obwohl wir unsere Kinder lieben und in der Theorie zustimmen, dass Elternsein zu den größten Freuden des Lebens gehört, liegt diese Freude häufig unter einer schweren Last von Arbeit, Sorge und Frustration begraben. Wenn jemand fragt: »Haben wir noch Spaß?«, lautet die Antwort allzu oft Nein. Es sind nicht nur die alltäglichen Anforderungen an Mütter (so endlos und erschöpfend sie auch manchmal wirken), die uns unsere Freude rauben, sondern das Gefühl der Verantwortung, das wir für unsere Familien haben. Wir sind uns bewusst, wie sehr unsere Kinder von uns abhängig sind. Wir haben oft Angst, dass wir ihnen in irgendeiner Hinsicht nicht gerecht werden – dass wir nicht wirklich wissen, was wir tun. Dass wir nicht haben, was nötig ist, um so zu sein, wie sie uns brauchen. Auch wenn wir nicht unbedingt darüber sprechen, sind unsere mütterlichen Sorgen dennoch präsent. Einer Umfrage zufolge, die vor einigen Jahren durchgeführt wurde, sind die meisten Eltern ihre eigenen schärfsten Kritiker.1 Häufig werden sie von Versagensgefühlen geplagt: • Sie sorgen sich, dass sie zu viele Fehler machen. 1 Joyce Meyer: Shaping the Lives of Your Children (CD-Set)
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• Sie haben Angst, dass sie mit den Problemen ihrer Kinder nicht angemessen umgehen können. • Sie haben das Gefühl, nicht das Vorbild für ihre Kinder zu sein, das sie sein sollten. • Sie bedauern einige der Entscheidungen, die sie als Eltern getroffen haben, und meinen, es wäre zu spät, umzukehren und die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. • Sie zweifeln an ihrer Fähigkeit, Zugang zu ihren Kindern zu finden und die Probleme, mit denen diese in der heutigen Welt konfrontiert werden, nachvollziehen zu können. Ich kann das verstehen. Auch ich habe mir jahrelang über solche Dinge Sorgen gemacht. Jedes einzelne meiner Kinder ist völlig anders als die anderen. Jede Stufe ihrer Entwicklung brachte solch unerwartete Herausforderungen, dass ich oft das Gefühl hatte, ich könnte sie nie begreifen. Oh, wie sehr hätte ich mir gewünscht, jedes Kind wäre wie ein Haushaltsgerät mit einer umfassenden Gebrauchsanleitung gekommen! Gott hätte uns Müttern das Leben so viel leichter machen können, wenn er jedem Baby eine Broschüre an den großen Zeh gebunden hätte, in der stünde: Für ein optimales Ergebnis in der Kindheit gehen Sie folgendermaßen vor … Wenn Ihr Kind zwei Jahre alt ist, machen Sie dieses … Während der Pubertät tun Sie jenes … Aber natürlich hat er entschieden, es nicht so zu machen – für mich nicht, für Sie nicht, für niemanden. Warum? Ich glaube, weil Gott einen besseren Plan hat. Er möchte, dass wir durch die tiefen, mysteriösen und manchmal stürmischen Gewässer der Mutterschaft steuern, genauso wie die Jünger durch die hohen Wellen auf dem See Genezareth steuerten (siehe Markus 4,35-41). Er möchte, dass wir uns nicht länger ängstigen, sondern auf ihn und sein Wort vertrauen. Wir dürfen glauben: Weil wir den Gott des Universums bei uns im Boot haben, können wir erfolgreich ans andere Ufer gelangen, egal wie heftig der Wind bläst und wie hoch die Wellen schlagen! 16
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Nun sagen Sie vielleicht: »Aber, Joyce, ich fühle mich im Moment gar nicht so, als könnte ich es schaffen! Nach Sieg und Erfolg sieht das alles nicht aus! Meine Kleinen bekommen einen Trotzanfall nach dem anderen, meine größeren Kinder haben Schwierigkeiten in der Schule und meine Teenager rebellieren in einer Weise, wie ich es nie erwartet hätte. So wie es aussieht, läuft mein Elternschiff gerade voll Wasser und wird bald untergehen.« Ich verstehe das. Ich war auch an diesem Punkt. Doch ich habe herausgefunden, dass es nur einen Weg gibt, in solchen Stürmen seetüchtig zu bleiben: Wenden Sie Ihre Augen von Ihren Gefühlen ab und richten Sie den Blick auf Jesus. Weil Sie zu ihm gehören, dürfen Sie glauben, dass Römer 8,37 für Sie gilt: Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Was bedeutet es, mehr als Überwinder zu sein? Ich glaube, es bedeutet, im Voraus zu wissen, dass Gott uns ausrüstet, um jede Art von Schwierigkeit zu überwinden. Es bedeutet, sich mutig dem Leben zu stellen und zu sagen: »Mich kann nichts unterkriegen, denn der, der größer ist, lebt in mir. Er versorgt mich mit allem, was ich brauche, um das zu schaffen, wozu er mich berufen hat. Ich kann jede Schlacht gewinnen, weil mir in Jesus Christus alles zur Verfügung steht, was ich zum Sieg brauche. Weil ich in ihm bin, werde ich es schaffen!«
Sie haben das Zeug dazu Es ist unmöglich, etwas zu genießen, wenn man Angst hat, darin zu versagen. Weiß man aber erst einmal tief im Herzen, dass man wirklich alles hat, was man braucht, kann das Muttersein viel mehr Spaß machen. Sie können es mit freudigem Vertrauen 17
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und in Ihrem eigenen Stil ausleben. Es ist eine Erfahrung von Freiheit und Freude, wenn Sie Ihren Kindern helfen, zu ihrer jeweils einzigartigen Persönlichkeit heranzureifen. Stellen Sie sich das einmal vor. Überlegen Sie, wie schön es wäre, jeden Tag neu anzugehen – nicht mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern, den Blick auf das eigene Versagen gerichtet –, sondern mit erhobenem Haupt (siehe Psalm 3,4). Stellen Sie sich vor, wie Sie sich dessen, was Gott in Ihr Innerstes gelegt hat, so sicher sind, dass Sie die Mutterrolle gern und voller Freude und Begeisterung annehmen. Das beginnt mit der Überzeugung, dass Gott Ihnen bereits alles gegeben hat, was Sie brauchen, um eine zuversichtliche, erfolgreiche Mutter zu sein. »Ich weiß, dass Sie recht haben, Joyce«, sagen Sie vielleicht. »Aber ich fühle mich nicht besonders talentiert oder begabt für meine Aufgabe als Mutter. Manchmal bin ich eher der Meinung, ich hätte nicht viel zu bieten.« Wenn Sie so denken, dann möchte ich Sie mit einer alttestamentlichen Mutter ermutigen, die sich ebenso gefühlt hat – kurz bevor sie eines der größten Wunder aller Zeiten erlebte. Die Bibel erwähnt sie zum ersten Mal in 1. Könige 17,9. Dort bezeichnet Gott sie als diejenige, die er erwählte, um den Propheten Elia während einer von Dürre ausgelösten Hungerperiode mit Essen zu versorgen. Mache dich auf, geh nach Zarpat, das zu Sidon gehört, und bleib dort, sagte Gott zu Elia. Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen. Aus menschlicher Sicht schien Gottes Plan ziemlich unvernünftig. Diese Witwe konnte es sich nicht einmal leisten, ihren eigenen Sohn zu ernähren – wie sollte sie dann noch den Propheten mit Essen versorgen? Als Elia vor ihrer Tür stand, hatte sie nichts und war zutiefst verzweifelt. Sie können sich also vorstellen, wie sie auf Elias Bitte um Brot reagierte. Da sagte sie: So wahr der Herr, dein Gott, lebt, wenn ich einen Vorrat habe außer einer Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Siehe, ich sammle eben ein paar Holzstücke auf, 18
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dann will ich hineingehen und es mir und meinem Sohn zubereiten, damit wir es essen und dann sterben. 1. Könige 17,12 Reden wir von einer Mutter, die meint, sie hätte nichts zu bieten? Diese Frau übertrifft uns alle! Trotzdem sah Gott etwas in ihr, was sie selbst nicht sehen konnte. Er sah sie als eine Quelle des Segens, die in seinen Händen niemals versiegen würde. Aus dem Grund ließ er Elia Folgendes zu ihr sagen: Fürchte dich nicht! Geh hinein, tu nach deinem Wort! Doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen zu und bring ihn mir heraus! Dir aber und deinem Sohn magst du danach etwas zubereiten. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Krug nicht abnehmen bis auf den Tag, an dem der Herr Regen geben wird auf den Erdboden. Da ging sie hin und tat nach dem Wort Elias. Und sie aß, er und sie und ihr Haus, Tag für Tag. Das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Öl im Krug nahm nicht ab nach dem Wort des Herrn, das er durch Elia geredet hatte. 1. Könige 17,13-16 Das ist nicht nur eine wunderbare Bibelgeschichte, es ist die Geschichte jeder christlichen Mutter. Wir alle erkennen früher oder später, dass wir selbst nicht genug haben, um alle Bedürfnisse unserer Kinder zu befriedigen. In einer Welt voller Gefahren können wir ihren Schutz nicht garantieren. In einer Welt, die durchdrungen ist von geistlicher Finsternis, können wir sie nicht immer im Licht halten. In einer Welt voller Fragen haben wir nicht alle Antworten. In unserer eigenen Kraft sind wir wie die Witwe aus 1. Könige 17 – unsere Vorratskammer ist erbärmlich leer. 19
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Dennoch brauchen wir uns keine Sorgen zu machen! Gott hat versprochen, für uns dasselbe zu tun, was er vor vielen Jahren dort in Zarpat tat. Wenn wir einen Glaubensschritt unternehmen und ihm geben, was wir haben, dann wird er aus unserem Leben ein fortwährendes Wunder machen. Er wird einen nie versiegenden Vorrat seiner Liebe, seiner Kraft und seiner Gnade durch uns ausgießen. Er wird dafür sorgen, dass genug da ist, nicht nur für uns und unsere Kinder, sondern auch noch für andere. Geben Sie also nicht auf, sondern freuen Sie sich! Statt sich auf Ihre eigenen Schwächen und persönlichen Mängel zu konzentrieren, feiern Sie die Stärke dessen, der in Ihnen lebt. Jedes Mal wenn der Teufel Ihre Zuversicht auszuhungern oder Ihr Familienschiff zu versenken droht, erinnern Sie sich, dass … • Gott selbst gesagt hat: Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen (Hebräer 13,5). • Gott … uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus (2. Korinther 2,14). • … der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt (Epheser 1,3). Wenn Sie Ihr Vertrauen auf Gott setzen und über derartige Verse nachdenken, werden Sie die einzigartigen Herausforderungen der Mutterschaft mit ganz neuer Beherztheit und Freude annehmen können. Sie werden leben, als wären Sie dafür geboren, und es jede Minute lieben. Ohne Zögern werden Sie sagen können: »Ja! Jetzt haben wir wirklich Spaß!«
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