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SPURENSAMmLUNG

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Rahel Reithmeier

Spurensammlung

Gedichte

GGE verlag Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche

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Impressum Rahel Reithmeier Spurensammlung. Gedichte 1. Auflage 2009 © GGE-Verlag Arbeitskreis für Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche Schrötteringksweg 16, D-22085 Hamburg ISBN: 978-3-9812055-3-4 © Fotos: Katja Lehmann Grafische Gestaltung: kulturlandschaften. www.kulturlandschaften.com Druck: Gustav Winter, Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH

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INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

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Grenzen

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Weil Du mich liebst

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Es ist Zeit

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Herzensangelegenheiten

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Plötzlich vorbei

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Spuren

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Geschickte Engel

23

Gesegnet

25

Du bist da! (nach Josua 1,9)

27

Trennung

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Beziehung

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Mut

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Nach Hause kommen

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Gefühle

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Du schaust in den Spiegel

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Über die Autorin

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VORWORT

Wie viele Jungen und Mädchen habe ich wohl konfirmiert? Ich weiß es nicht; ich habe darüber nie Buch geführt. Aber in 30 Jahren als Pfarrer werden es viele gewesen sein. Zu fast allen habe ich keinen Kontakt mehr. Wie denn auch? Jugendliche werden erwachsen und gehen ihre eigenen Wege; ich selbst habe mehrmals die Stelle gewechselt. Doch oft frage ich mich, ob etwas hängen geblieben ist von dem, was ich versucht habe, ihnen nahe zu bringen. Und ob sie den gefunden haben, den ich ihnen vor Augen stellen und ans Herz legen wollte? Auch hier muss ich sagen: ich weiß es in den meisten Fällen nicht. Ich kann nur hoffen. Umso wichtiger sind die wenigen Ausnahmen. Ich werde es nie vergessen, wie eines Tages in Hamburg eine junge Frau mein Dienstzimmer betrat, die ich vor vielen Jahren in dem Weinort Flein konfirmiert hatte, und zu mir sagte: „Durch dich bin ich Christin geworden. Das hat mich in der schlimmsten Zeit meines Lebens getragen“. Für solch einen Augenblick ist es alle Mühe wert! Rahel Reithmeier dagegen ließ den Kontakt zu mir nie ganz abreißen. Ende April 1995 wurde sie von mir an der Hauptkirche St.Petri in Hamburg konfirmiert. Es war meine letzte Konfirmation an dieser Kirche, doch immer wieder erreichten mich ihre Grüße aus der Ferne. Ich habe mich gefreut. Gestaunt aber habe ich, als sie mir irgendwann im Frühling dieses Jahres einen Stapel ihrer Gedichte schickte. Die Welt ist doch voller Überraschungen! Einige Monate später dann berichtete sie mir, dass aus einigen ihrer Werke ein Buch entstehen sollte. Das Ergebnis liegt vor Ihnen.

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Ob und wie einem die Gedichte gefallen, muss jeder Leser selbst entscheiden. Gedichte sind zarte Wesen, die es trotz ihrer Zerbrechlichkeit wagen, sich dem Urteil anderer zu stellen. Ich gestehe, dass ich bei dem einen oder anderen Gedicht gedacht habe „Das hätte ich etwas anders ausgedrückt.“ Rahel wird mir verzeihen; sie weiß, dass ich selbst Schriftsteller und darum auch nicht frei von den Berufskrankheiten dieser Sorte Mensch bin. Doch muss ich einräumen: mein Feld ist die Prosa, nicht die Lyrik. Aber mit Überzeugung betone ich, dass Gedichte ungeheuer wichtig sind. Erst recht in einer Zeit der Kurznachrichten und Emails, die unsere Art der Kommunikation schon so nachhaltig beeinflusst haben – und keineswegs nur im positiven Sinne. Da ist es umso bemerkenswerter, dass hier ein noch junger Mensch mit unserer Sprache arbeitet, spielt und experimentiert, um seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Und es sind kluge Gedanken! Hier lässt uns ein Mensch teilhaben an seinen Reflexionen über Leben und Glauben und lädt zum eigenen Nachdenken und zum Gespräch ein. Die schönen Fotos von Katja Lehmann sprechen ihre ganz eigene Sprache und sind Ergänzung und Kontrapunkt zu den Gedichten. Ich freue mich über die Autorin und ihre Gedichte und bin gespannt, was ich im Laufe der Jahre von ihr noch zu lesen bekomme. Vielleicht ja auch wieder mit Fotos von Katja Lehmann.

Gerhard Brüning, Autor und Pfarrer in Söhnstetten (Württemberg)

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Grenzen Grenzen sind hart, Grenzen sind weich, Grenzen machen arm, Grenzen machen reich. Grenzen gibt es, um uns zu schützen, Grenzen können auch mal nützen, Grenzen verhindern so manche Freiheit, Grenzen behindern die Selbständigkeit. Grenzen führen meistens an den Rand, Grenzen sind oft wie eine Wand. Grenzen zu sehen ist oft schaurig, Grenzen verstehen macht traurig. Grenzen kann man doch nicht lieben, Grenzen muss man beiseiteschieben. Grenzen beginnt man schnell zu hassen, Grenzen kann man nicht einfach so stehen lassen. Grenzen kann man überwinden, Grenzen können nur dann verschwinden. Grenzen übergehen ist kein Verbrechen, und doch können Grenzen Menschen zerbrechen. Grenzen sind immer wieder Anlass für Streit, Grenzen sind der Knackpunkt in jeder Zeit. Grenzen überwinden ist großes Glück, Grenzen verlassen … und kein Blick zurück!

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WEIL DU MICH LIEBST Weil du mich liebst, bin ich so, wie ich bin, weil du mich liebst, nimmst du meine Ungeduld hin. Weil du mich liebst, kann ich vor dir bestehen, weil du mich liebst, kann ich mich anders sehen. Weil du mich liebst, hältst du mich ganz fest, weil du mich liebst, lass ich mich fallen und mache den Test. Weil du mich liebst, kann ich alles fragen, weil du mich liebst, kann ich alles sagen. Weil du mich liebst, hast du meine Sßnden verziehen, weil du mich liebst, hast du mir neue Kräfte verliehen. Weil du mich liebst, bist du da, wenn ich gehe, weil du mich liebst, zeigst du mir, was ich nicht sehe. Weil du mich liebst, kann ich auf dich bauen, weil du mich liebst, will ich dir vertrauen.

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DIE AUTORIN Rahel Reithmeier, geboren 1981 in Hamburg, ist Erzieherin und Lerntherapeutin und nicht nur im Beruf gern kreativ tätig. Im Schreiben hat sie eine Form gefunden, Gedanken, Dinge auszudrücken, die sich manchmal nur schwer sagen lassen, Gefühle wiederzugeben und nachzuvollziehen oder sie aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Vor allem aber ist es für sie eine Methode geworden, Glaubenserfahrungen, Fragen, Zusagen und Gebete zu verbalisieren.

DIE FOTOGRAFIN Katja Lehmann, Jahrgang 1977, studierte in Greifswald, Göteborg und Uppsala Sprach- und Europawissenschaften. Nach einem Fortbildungskurs am Beckmans College of Design in Stockholm arbeitet sie freiberuflich als Grafik-Designerin, Redakteurin und Übersetzerin in Hamburg.

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