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Werde ein Gefäß zur Ehre Dr. Rebecca Brown


Werde ein Gefäß zur Ehre

Dr. Rebecca Brown

Gilgal Publishing Ajoke Harewood


Originaltitel: Becoming a vessel of honor Erschienen bei Whitaker House, 30 Hunt Valley Circle, New Kensington, PA 15068 © 1990 Rebecca Brown, M.D., 1992 by Solid Rock Family Enterprises, Inc. ISBN: 0-88368-322-9

Deutsche Ausgabe: © 2003, Gilgal Publishing, Ajoke Harewood, CH-5728 Gontenschwil/AG ISBN: 3-9522446-4-3 Die Bibelzitate wurden der Revidierten Elberfelder Bibel entnommen. © 1985/1991, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal Übersetzung: Ajoke Harewood Korrektur: Lotti Hirt, Martina und Rolf Haller, Maritta Wernli Satz: Nicole Wiederkehr, CH-5734 Reinach Druck: Druckerei Altherr, CH-5057 Reitnau

Printed in Switzerland


VATER, im Namen Jesus Christus komme ich demütig vor Deinen Thron, um Dir meine Bitte darzubringen. Ich bin mir meiner eigenen Hilflosigkeit bewusst. Auch weiß ich, dass die Worte, die in diesem Buch geschrieben stehen, ohne Dein Wirken wertlos sind. Deshalb bitte ich Dich ehrfürchtig, Deinen Heiligen Geist durch jedes einzelne Exemplar auszusenden, um den Verstand und die Herzen der Leser zu berühren. Trotz der Unvollkommenheit dieses Buches möge der Heilige Geist Sein Werk vollbringen. Möge Er jedem Leser Verständnis geben, in ihren Herzen einen Hunger und Durst auslösen und in jedem den Drang wecken, ein tieferes Wissen über Dich und den Reichtum, der in Jesus Christus liegt, anzustreben. Alle Macht, Herrlichkeit und Ehre gebührt Dir allein für immer und ewig! In dem kostbaren Namen Jesus erbitte ich diese Dinge. Amen, Rebecca

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«…Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit! In einem großen Haus aber sind nicht allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet.» 2. Timotheus 2,19–21

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 1. Den Bund testen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2. Stecknadeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 3. Erinnerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 4. Käfige und Flüche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 5. Die Waffenrüstung Gottes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 6. Von Dämonen verursachte Wunden . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 7. Vergleich zwischen dem Heiligen Geist und der dämonischen Führung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 8. Die sündige Natur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 9. Verschmutzung von Gottes Tempel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 10. Der Geist und die geistige Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 11. Einfallstore . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 12. Freisetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 13. Freisetzung derjenigen, die im Satanismus involviert sind . . 217 14. In Liebe an Satanisten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259 Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264 Anhang A: Brachland durchbrechen . . . . . . . . . . . . . . . . . 265 Anhang B: Satanische Festtage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 273 Anhang C: Bücher, die mir eine Hilfe waren . . . . . . . . . . . 275


Vorwort

Ich kenne Rebecca Brown nun schon einige Zeit und habe sie als sehr begeisterungsfähige und herausfordernde Person kennen gelernt. Ich hatte das Vorrecht, mit ihr an verschiedenen Freisetzungen zu dienen. Ich kann bezeugen, wie Personen von dämonischer Gefangenschaft durch die Kraft des wertvollen Blutes des HERRN Jesus Christus, freigesetzt wurden. Ich bin überzeugt davon, dass Rebecca eine Dienerin Gottes ist! In der Vergangenheit wurde sie von Gott ermächtigt und sie wird auch heute noch von Gott beauftragt, Wahrheiten zu offenbaren, die heute verkündet werden müssen. Ich glaube, dass sie solange von Gott bevollmächtigt wird, bis Er sie zu sich heimholt, um ihr den himmlischen Verdienst persönlich zu überreichen. Ich selbst arbeite seit mehr als 25 Jahren im Dienste Gottes, um Sein Wort weiter zu geben. Die Lehre von Rebecca habe ich anhand der Schrift geprüft und bin froh, dass sie mit ihren Aussagen exakt und fundiert ist. Ich kann allen Christen empfehlen, sich die Nachricht, die Gott ihr gegeben hat, anzuhören. Das Problem in der heutigen, modernen, christlichen Generation ist, dass wir unsere Köpfe all zu oft von den Dingen, die in der Gesellschaft geschehen, wegdrehen und uns einreden, dass alles in bester Ordnung ist. Viel lieber denken wir, dass ja alles «wie früher» ist und dass die Welt besser wird! Tatsache ist aber, dass Satan und seine Gewalten ihre Aktivitäten intensiviert haben und sich, wie in der Schrift zu lesen ist, zur Weltübernahme bereit machen. Die Dinge sind nicht mehr wie sie einst waren. In dieser Generation sind dämonische Kräfte gewalttätiger, inbrünstiger und viel offensichtlicher am Werk, als je zuvor. Christen, die in dieser Zeit schlafen und sich von den Geschehnissen abwenden, anstatt sich vorzubereiten, werden diesen Zustand eines Tages bereuen. Rebecca ist eine von Gottes Dienerinnen, die den Alarm ertönen lässt, um die Christen aufzuwecken! Ich danke Gott, dass Rebecca trotz Opposition, Verfolgung und Ignoranz von den Leuten, die helfen sollten die Endzeit-Nachricht zu 9


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verbreiten, den Mut hat, zu reden. Es wäre ratsam, wenn die Christen mit dem Nörgeln und dem Gezänke untereinander aufhören und stattdessen zusammenarbeiten würden, um eine reiche Ernte an Seelen für Jesus einzubringen. Lies dir durch, was Rebecca mitzuteilen hat. Vergleiche es danach mit Gottes Wort. Dann sei bereit, deinen Teil zu erfüllen und die Welt zu erreichen, für deren Errettung Christus gestorben ist. Ich habe den Eindruck, dass Gebet und Gehorsam zu Gott uns wesentlich mehr helfen würden, den gewaltigen Auftrag von Christus zu erfüllen, als Geschwätz und Uneinigkeit unter Gottes Volk. Wenn die Gemeinde nicht bald aufwacht, sondern weiterhin vorgibt, dass sich nichts geändert hat und die Zeit für immer so weiterläuft, wird sie zuletzt selbst das Opfer sein. Gott wird sagen, «Ich habe meine Diener gesandt, um euch zu warnen, aber ihr wolltet nicht hören.» Gottes Auserwählte schliefen auch damals, als Christus das erste Mal kam und deshalb verpassten sie das wunderbare Geschehen. Die Gemeinde von heute schläft schon wieder – es macht den Eindruck, als ob wir nie lernen würden! Danke Rebecca, dass du uns aufrüttelst! Rev. William W. Woods Church of the Nazarene Stevenson, Washington

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Einleitung

Ich wollte dieses Buch nicht schreiben! Ich wollte dieses Buch auch nicht veröffentlichen! Tatsache ist, dass ich den HERRN vor kurzem eifrig bestürmt habe, mich von öffentlichen Vorträgen zu befreien. Siehst du, ich dachte, ich hätte sehr gute Gründe, aber nur solange, bis der HERR mich zurechtwies. In den letzten paar Jahren ist die Feindschaft in der christlichen Gesellschaft mir gegenüber eskaliert. Ich werde von Unzähligen gehasst. Überall werden Rundschreiben produziert, um mich «bloßzustellen». Lügen und falsche Anschuldigungen werden verbreitet, vor allem von christlichen Buchhandlungen, und durch Briefe und Gerede unter den Christen. Nicht ein einziges Mal wurde ich von den Herausgebern dieser Rundschreiben kontaktiert, um mich zu fragen, ob es nicht eventuell eine Wahrheit in dieser Angelegenheit gäbe! Sehr selten werde ich von Christen angesprochen, die herausfinden möchten, ob die «Geschichten», die man über mich erzählt, der Wahrheit entsprechen. Wenige sehen der Tatsache ins Auge, dass Satan üblicherweise Menschen damit zerstört, dass er sie absichtlich falsch beschuldigt und allerlei Anklagen verbreiten lässt, so, wie das bei mir der Fall ist. Leider musste ich feststellen, dass viele Christen das Geschwätz mehr lieben, als alles andere. Sie rechtfertigen sich selbst, indem sie diese Lügen «die Wahrheit ans Licht bringen» nennen. Aber was das Fass zum Überlaufen brachte, ist die Begebenheit, dass mein Ehemann und ich kürzlich von Leuten, die sehr hohe Positionen in Satans Königreich besetzen, kontaktiert wurden. Sie sagten zu uns, «wir müssen nicht mehr sehr viel Zeit und Mühe investieren, um die Christen zu zerstören. Sie sind so damit beschäftigt, einander in den Rücken zu fallen und einander zu zerstören, dass wir nicht mehr länger um sie besorgt sein müssen. Wir hören auch, was du sagst, trotzdem können wir keinen Vorteil sehen, deinem Gott zu dienen. Die Diener deines Gottes sind nicht anders als wir. Realität ist, dass die 11


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meisten noch viel schlimmer sind. Wir haben zumindest eine Art Ehrenkodex, was man von den Christen nicht behaupten kann. Dein Gott ist ein schwacher Gott. Das muss er ja sein, wenn er das, was in Seinem Königreich abläuft, akzeptiert.» Ich war gebrochenen Herzens! Schon seit so langer Zeit trage ich die Bürde für die Erlösung dieser Menschen. Meine Tränen strömten die Wangen herunter. Der Horror nahm noch zu, als ich meine Trauer einem anderen Christen, der im öffentlichen Dienst tätig ist, mitteilen wollte. «Du kannst nicht zulassen, dass dich dies so berührt», sagte er. «Du darfst ihnen keine Beachtung schenken. Schließlich sind sie nur Satanisten. Die lügen sowieso.» Ich verbrachte Tage unter Tränen und Gebet. Was hatte dies alles zu bedeuten? So viele Christen kümmert es nicht, dass ihr Lebensstil andere von Christus wegtreibt. Es scheint, dass sie auch nicht hören oder wissen wollen, was in der realen Welt vor sich geht. Folgende Schriftstelle hat sich tatsächlich in meinem eigenen Leben erfüllt: «Ihr werdet aber sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und sie werden einige von euch töten.» Lukas 21,16

«Oh HERR», flehte ich. «Bitte erlöse mich, lass mich den Staub der organisierten Gemeinden von meinen Schuhsohlen abschütteln. Lass mich auf die Kreuzwege der Landstrassen ziehen, zu den Heiden, die noch nie von Dir gehört haben. Mein Herz sehnt sich nach diesem Ort.» Stille. Dann endlich, ungefähr vor einem Monat, während ich den Sonnenaufgang mit dem HERRN betrachtete, sprach Er ganz deutlich zu mir. «Kind, Ich bin Gott.» «Ja, VATER, ich weiß, dass Du Gott bist», erwiderte ich. Noch einmal sagte er: «Kind, Ich bin Gott.» Für eine Minute saß ich nachdenklich da. «Nun HERR, was willst Du damit sagen? Was habe ich übersehen an der Tatsache, dass Du Gott bist?» Der Heilige Geist erfüllte meine Gedanken. Er überführte mich und gab mir gleichzeitig eine segensreiche Hoffnung. Die Gedanken verliefen ungefähr so. 12


Einleitung

«Du hast mich gebeten, dich davon zu befreien, zu Meinen Leuten zu sprechen und sie zu warnen, sich von der Sünde in ihrem Leben abzuwenden und sie zuzurüsten, damit sie in der kommenden Verfolgung standhaft sein können. Ich werde diesen Befehl nicht zurücknehmen, weil ich ein gerechter und heiliger Gott bin. In Meinem Wort steht geschrieben: «Denn die Zeit (ist gekommen), dass das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was (wird) das Ende derer (sein), die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?» 1. Petrus 4,17

Das Ende des Zeitalters ist nahe. Dieses Land wird zerfallen. Weil das Gericht in Meinem Haus anfängt, werden Meine Leute verfolgt werden, bevor die Ungläubigen leiden müssen. Deshalb müssen du und andere vorwärts gehen und zuerst Mein Volk warnen.» Während ich dasaß und über das Gehörte nachdachte, sprach der HERR weiter zu mir. «Verachte Meine Leute nicht. Du fällst in diese Falle hinein. Sag mal, wäre Mein Gericht vor fünfzehn Jahren über dich gekommen und hätte Ich dich für all dein Geschwätz und dein boshaftes Tun, indem du anderen in den Rücken gefallen bist, gerichtet, wo wärst du heute?» «Ich wäre in einem schlimmen Zustand!» war meine unmittelbare Antwort. «Vergiss nicht, ich bin nicht nur ein Gott der Heiligkeit und Gerechtigkeit, ich bin auch ein Gott der Barmherzigkeit. In meiner Barmherzigkeit harre ich aus und warte darauf, dass Mein Volk für seine Sünden Buße tut. Satan kennt keine Barmherzigkeit. Tatsache ist, dass Satan Barmherzigkeit immer als Schwäche interpretiert hat. Seine Leute unterstehen einem gewissen Ehrenkodex, weil es keine Barmherzigkeit in Satans Königreich gibt. Wenn sie diesen Kodex missachten, sind sie tot. So einfach ist das. Deshalb denken die Diener Satans, dass Barmherzigkeit eine Form von Schwäche sei. Aber Ich kann dir sagen, dass Ich, wie nie zuvor, die größte Macht zur Schau stellte, als ich zuließ, dass Mein einziger Sohn, Jesus, gefoltert und an einem schrecklichen Kreuz ermordet wurde! Meine Barmherzigkeit bezahlte den Preis für deine Sünden.» 13


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«Vergiss dies nie. Ich liebe Mein Volk! Obwohl sie voller Stolz und Sünde sind, ja sogar Meine Diener zerstören; Ich liebe sie und in Barmherzigkeit warte Ich darauf, dass sie für ihre Sünden Buße tun. Eines Tages werden sie Mir über ihr ganzes Leben Rechenschaft geben müssen. Vor dem Richterstuhl Christi wird das Blut vieler von ihnen gefordert werden. Aber verachte Meine Leute nicht, denn Ich liebe sie. (Siehe 1. Korinther 3, 13–15, Römer 14,10). Ich tat Buße für die Wut, die ich gegenüber denen empfand, die in der Welt ein schreckliches Zeugnis ablegten. Aber mein Herz war immer noch schwer. «HERR, was kann ich jenen sagen, die durch die Sünden der Christen gestolpert sind? Wie kann ich sie wirkungsvoll zu Jesus bringen?» fragte ich. Noch einmal wurde diese einfache und erhabene Aussage in meine Gedanken und mein Herz übermittelt. «Kind, Ich bin Gott. Es ist deine Verantwortung, den Menschen die gute Nachricht mitzuteilen und ihnen von Jesus Christus zu erzählen. Es ist Meine Verantwortung, Mich ihnen zu beweisen. Du kannst Mich niemandem beweisen. Nur Ich kann das. Du erzählst ihnen die gute Nachricht, dann betest du und forderst sie heraus, Mich zu bitten, dass Ich Mich ihnen zu erkennen gebe. Den Rest überlässt du Mir.» Preis dem HERRN! Wie recht Er doch hat. Wir Menschen können Gott niemandem beweisen. Gott selbst muss und wird dies tun. Wir sind dafür verantwortlich, allen das Evangelium zu predigen. Gott wird das Restliche tun. Halleluja! Wir dienen einem wunderbaren Gott. Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen. Der HERR ist meine Gerechtigkeit. Weshalb sollte ich herumrennen und versuchen, mich zu verteidigen, wenn ich nichts Falsches getan habe? Diejenigen, die hören wollen, werden zuhören und diejenigen, die tratschen wollen, werden tratschen. Es ist mein Gebet, dass alle Christen die Warnung, die der HERR mir und anderen in Seinem Dienst gegeben hat, zu Herzen nehmen. Eine Verfolgung kommt uns in diesem Land eilends entgegen. Ich bete, dass du, Sein Kind, vorbereitet bist, standhaft bleibst und durch dein Leben unseren wunderbaren HERRN verherrlichst. Sei standhaft in der Kraft von Jesus Christus, dem Allmächtigen Gott und VATER, für immer und ewig. Amen. 14


Kapitel 1

Den Bund testen Die Schatten verlängerten sich in der Abenddämmerung, während die Sonne schnell hinter den kahlen Bergen am Horizont verschwand. In der tiefen Wüste, wo Rebecca und Elaine lebten, dauerte die Dämmerung im Winter nur ein paar Minuten. An diesem bestimmten Abend, dem 21. Dezember 1988, wehte kein Wind und alles schien in der Stille auf die bevorstehenden Ereignisse dieser Nacht zu warten. Bösartigkeit schleicht sich immer unter dem Schutz der Dunkelheit an. Diese Nacht war deshalb von Bedeutung, weil der 21. Dezember die Nacht der Wintersonnenwende ist; ein Feiertag der Satanisten. Dieser bestimmte Tag sollte auch der Todestag von Rebecca und Elaine werden. Einmal mehr wurden die uralten Schlachtlinien gezogen – die Mächte von Satan gegen die Mächte unseres HERRN und Erretters, Jesus Christus. Das Bündnis, das Gott mit Rebecca kürzlich geschlossen hatte, sollte nun getestet werden (siehe, «Rüste dich zum Kampf»: Kapitel 2, «Mit Gott im Bund» und Kapitel 7, «Die Stimme Gottes hören»). Am ersten Dezember 1988, hatte Gott mit Rebecca einen Bund geschlossen. Er versprach ihr, dass das Tal, in dem sie lebte, ein Zufluchtsort für Menschen sein sollte, die aus dem Satanismus kamen. Der HERR versprach ihr das Bewahren der Leben von all jenen, die sie betreuen sollte und die mit ihr zusammen im Dienst arbeiten würden. Er sagte Rebecca, dass sie viele Angriffe durchleben und manche davon knapp an einer Niederlage vorbei gehen würden, doch am Ende würden ihre Leben sicher sein. In Kürze sollten sie sehen, wie der mächtige Arm Gottes zu ihren Gunsten gegen Satan zu kämpfen vermochte. Während es draußen langsam dunkel wurde, raffte sich Rebecca nochmals auf, um ihr Haus zu salben. Im Kontrast zu dem Dunkel, Kalten und Boshaften an der Außenseite, schien warmes Licht durch die Fenster. Es herrschte absolute Stille, als sich am Rand ihres Grundstücks dunkle Gestalten zu versammeln anfingen. Das Haus, in dem 15


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Rebecca und Elaine wohnten, lag in einem ländlichen Gebiet. Es hatte einen Hof, dessen Umschwung etwas mehr als einen Morgen (25 Aren) umfasste. Sheba, ihr Hund, fing an, von einem Raum zum anderen zu rennen und dabei ununterbrochen zu knurren. Dies war das Warnsignal, mit dem sie uns wissen ließ, dass sich auf dem Grundstück Gefahr anbahnte. Wir hatten jedoch alle bereits die wachsende Boshaftigkeit, die sich draußen breit machte, bemerkt. In welcher Form würden sie wohl angreifen? Ihr Ziel waren Elaine und Rebecca. Einer der Spitzenmörder Satans und seine Verbündeten hatten sich vorgenommen, die Beiden in dieser Nacht zu opfern; es war die Nacht der Wintersonnenwende. Esther (Name wurde abgeändert), Elaine, Rebecca und Betty (Name wurde abgeändert) versammelten sich im Wohnzimmer zu einem kurzen Gebet. Es gab nicht viel mehr zu sagen, als dem HERRN für Sein Bündnis, sie am Leben zu erhalten, zu danken. Es sollte auch in dieser Situation Sein Wille geschehen und durch Sein Wirken sollten alle Ehre und Herrlichkeit Ihm allein gebühren. Draußen war es inzwischen völlig dunkel und Sheba wurde unruhiger, ihr Knurren verstärkte sich. Die Frauen spähten zu den vorderen Fenstern hinaus und entdeckten schattenartige Gestalten am Rande des Grundstücks. Ein dunkler Wagen stand an der vorderen Seite der Straße und ein anderer an der Seite des Grundstücks. Einige der Männer trugen etwas, das wie ein Gewehr aussah, doch in der Dunkelheit konnte man nicht gut erkennen, was es wirklich war. Esther fing an zu weinen: «Ich habe solche Angst. Diese Leute sehen gefährlich aus. Ist Gott wirklich stark genug, um es gegen diese Leute aufzunehmen?» Ihr schlanker Körper zitterte vor Angst. Rebecca lief zu ihr hinüber und nahm ihre Hand. «Hör zu Esther, du weißt dass Jesus stärker ist. Du warst schon mehrmals Zeuge Seiner Kraft. Nun musst du mit uns im Glauben einstehen und den Geist der Angst im Namen Jesus binden. Unser himmlischer VATER hat uns hier einen Zufluchtsort zugesagt und Er zieht Sein Wort niemals zurück.» «Aber bist du sicher, dass du Ihn richtig gehört hast?» erwiderte sie unter Tränen. «Ja, ich bin mir sicher. Er hat Sein Versprechen auch durch Elaine und Betty bestätigt. Es besteht kein Zweifel, wir glauben fest daran. Komm 16


Den Bund testen

Esther, lass uns unseren HERRN lobpreisen und im festen Glauben zusehen, wie Er diese Schlacht für uns gewinnt». Betty legte leicht berieselnde Lobpreismusik auf und alle begannen zu singen. Die Zeit verging und die Spannung stieg. Draußen war es totenstill, doch der dämonische Druck nahm zu. Und wieder spähten sie zum Fenster hinaus. Es schien, als ob draußen auf dem Rasen nun mehr Schatten von Gestalten herumliefen. Einige kamen direkt auf das Haus zu. Betty erhob ihre Stimme. «Hört zu! Es macht keinen Sinn, dass wir hier nervös und voller Angst stehen. Lasst uns etwas Sinnvolleres tun; zum Beispiel Schoko-Kekse backen.» Die anderen lachten: «Kekse!» Elaine rief: «Ja, wieso nicht? Ich hoffe nur, dass der HERR keinem von denen da draußen erlaubt, auf ein paar Kekse vorbeizuschauen!» Danach gingen sie alle in die Küche. Kaum hatten sie mit den Vorbereitungen der Kekse begonnen, hörten sie einen lauten BUMMS, der das ganze Haus erzittern ließ. Dann folgte ein weiterer und noch einer und noch einer. Fünf im Ganzen. Esther kauerte sich nieder und drückte sich gegen die Küchenkombination. Elaine sagte nachdenklich: «Ich wette, sie planen auf dem Dach ein Feuer anzuzünden. Das wäre die typische Vorgehensweise für diese Art Leute. Was sollen wir jetzt tun?» «Wir bleiben standfest. Jawohl, standfest!» erwiderte Rebecca. «Wenn unser himmlischer VATER sie ins Haus eintreten lässt, dann wissen wir, dass wir ihnen das Evangelium verkünden müssen. Doch glaube ich, dass Er sie weder ins Haus hineinkommen, noch ein Feuer entfachen lässt.» Kaum waren die Worte ausgesprochen, hörten sie etwas, das sich anhörte, wie eine große Rauferei auf dem Dach. Ihr Haus war von der Bauart her typisch für die Gegend; einstöckig und mit Betonflachdach. Der Lärm vom Kampf und die damit verbundene Erschütterung zogen von einem Ende des Daches bis zum anderen. Das Kekse backen wurde verschoben und alle standen betend da, die Augen zur Zimmerdecke gerichtet, während der Lärm sich verstärkte. 17


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Nach ungefähr fünf Minuten ertönte auf einmal ein Aufschrei, lautes Fluchen und ein dumpfer Aufschlag direkt vor dem Haus. Während sie alle zum vorderen Fenster rannten, um nachzusehen was sich draußen abspielte, folgten weitere dumpfe Aufschläge und Aufschreie. Da, vor ihren erstaunten Augen sahen sie, wie sich fünf Männer wild fluchend vom Fußboden aufrichteten. Einer von ihnen war im großen Kaktus, der an der vorderen Hauswand hinauf wuchs, gelandet. Er war derjenige, der am lautesten fluchte! Die Frauen lachten laut, erfreuten sich und priesen den HERRN, während die Männer draußen zu ihren Wagen zurück liefen, um sich neu zu besprechen. Im Haus wandte man sich wieder den Keksen zu. «Wau! Ich hätte zu gerne gewusst, was die Männer gesehen haben», ereiferte sich Betty. Rebecca bemerkte nachdenklich: «Ich würde gern wissen, ob ihnen der HERR die Engel gezeigt hat, die gegen sie gekämpft haben? Ich hoffe es sehr, denn das würde sie wirklich wachrütteln. Ich denke, wenn sie die Engel nicht sehen, werden sie annehmen, dass sie nur gegen mächtigere Dämonen kämpfen.» «Oh, ich zweifle keineswegs daran», sagte Elaine. «Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als ich gegen Gottes Engel antrat! Es war eine sehr demütigende Erfahrung, um es nur gering auszudrücken. Egal, was wir anstellten, wir konnten einfach nicht durchbrechen. Dies machte mich sehr nachdenklich. Satan erzählte mir natürlich nicht wer sie waren, aber in meinem Inneren wusste ich, dass es sich um Gottes Engel handelte. Ich realisierte in dem Moment, dass Satan nicht so allmächtig war, wie er sich stets selbst darstellte.» Ungefähr eine halbe Stunde später hörten sie, wie die Männer erneut anfingen, aufs Dach zu klettern. Und wieder ertönten Laute eines intensiven Kampfes von oben herab. Auch diesmal wurden die Männer nach kurzer Zeit vom Dach hinunter geworfen. Dieses Mal jedoch schafften sie es nicht, rechtzeitig aufzustehen. Jeder von ihnen wurde von einer unsichtbaren Macht unter den Armen ergriffen und über die Grenze des Grundstücks geschleppt. Die Frauen konnten die Engel nicht sehen, doch zweifelten sie keineswegs daran, dass sie anwesend waren. Alle Männer wurden einfach auf die Straße hinausgeworfen. Der Kampf war vorbei. Für ein paar weitere Stunden schlichen die 18


Den Bund testen

Satanisten draußen herum, doch war es ihnen unmöglich, das Grundstück nochmals zu betreten. Schlussendlich gaben sie auf und fuhren davon. Die Frauen aßen Kekse und priesen den HERRN für Seine wundervolle Befreiung von ihren Feinden. Wie immer hatte der HERR sein Bündnis eingehalten. Sobald der Sieg in diesem Gebiet errungen war, wurden sie mit einer neuen Attacke, einem neuen Kampf mit neuen Lektionen, die sie lernen sollten, konfrontiert. (Anmerkung des Autors: Aus einem ganz bestimmten Grund schreibe ich einige unserer Abenteuer auf. Ich möchte, dass du, der Leser dieses Buches, weißt, dass unser Gott derselbe ist, wie in der Vergangenheit, von der wir in der Schrift nachlesen können. Wir haben immer noch einen Wunder vollbringenden Gott! Wir leben heute nur wegen Seinem direkten Schutz und Seiner Führung. Auch haben wir einen Gott, der mit Seinen Kindern redet, wie Er es schon in den Tagen von denen die Schrift berichtet, getan hat. Wir müssen uns täglich auf Seine Führung verlassen. Satan hat ein gewaltiges Königreich, doch unser Gott sitzt über dem Himmel und der Erde. Unser Gott ist der Schöpfer von allem. Er sieht alles und weiß alles. Satan entwickelt endlose Pläne. Doch unser Kapitän, Jesus Christus, streckt Seine Hand aus und reißt Menschen hier und dort aus dem Elend heraus und durchkreuzt so Satans bestentwickelte Pläne.)

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Kapitel 2

Stecknadeln «Rebecca, dieser Anruf ist für dich», rief die Empfangsdame, während sie ihr den Hörer entgegenhielt. Rebecca war gerade beim Tierarzt, um für ihre Katzen Medizin zu besorgen. Die Angriffe, welche durch die Hexerei ausgeübt worden waren, fielen in letzter Zeit so heftig aus, dass jedes Tier in ihrem Haushalt krank war. Schweren Herzens schritt Rebecca zur Empfangsdame hinüber, um das Telefongespräch entgegen zu nehmen. «Rebecca», hörte sie eine schwache Stimme am anderen Ende der Leitung, «komm schnell nach Hause. Ich glaube Elaine ist tot und ich selbst bin auch bald am Ende. Sie sind hier, um uns zu holen. Sie sind draußen vor der Tür. Ich …» ihre Stimme schwand dahin und es war zu hören, wie der Hörer auf den Fußboden knallte. «Annie!» (Name wurde abgeändert) rief Rebecca, «Annie, antworte mir, was ist los?» Stille – außer einem merkwürdigen Geräusch im Hintergrund. Annie antwortete nicht mehr. Rebecca gab den Hörer der Empfangsdame zurück. «Es tut mir leid, aber ich muss die Medizin später abholen. Bei mir Zuhause ist irgendein Problem aufgetaucht. Ich muss schnellstens nach Hause.» Während sie diese Worte aussprach, rannte sie aus dem Gebäude zu ihrem Auto. Die Heimfahrt würde ungefähr zehn Minuten dauern. Die Sonne war am untergehen und die Schatten verlängerten sich, als Rebecca mit dem Auto nach Hause raste. «Oh VATER», betete sie, «ich trete vor Deinen Thron und verlasse mich auf den Bund, den Du mit mir gemacht hast. Satan kann das Leben derer, die in meinem Haushalt leben, nicht haben. VATER, im Namen Jesus Christus komme ich gegen die Bitte an, welche Satan vor Dich gebracht hat. Du hast mir die Leben all jener zugesagt, die in meine Obhut kommen und ich stehe nun für dieses Versprechen ein.» Rebecca fuhr so schnell sie konnte. Die kurze Fahrt schien ihr endlos. Ihre Gedanken kreisten. 20


Stecknadeln

Was war nur geschehen? Was konnte sich in dieser kurzen Zeit, seit sie aus dem Haus gegangen war, abgespielt haben? Sie hatte doch erst vor cirka 30 Minuten das Haus verlassen. Die Intensität des geistigen Kampfes hatte in den letzten paar Wochen zugenommen. Dies, seit Annie und ihr Sohn Timmy (Name wurde abgeändert) zu ihnen gezogen waren. Annie, die bald dreißig Jahre alt war, hatte fast ihr ganzes Leben im Satanismus verbracht. Sie war eine sogenannte «Erzeugerin». Als Kind wurde sie der Hohepriesterin zur Gemeinschaft übergeben und für diesen Zweck aufgezogen. Seit ihren frühesten Erinnerungen kannte sie nichts anderes, als schlimmste Misshandlungen. Sie wurde in unbeschreiblichem Ausmaß in Kinderpornographie eingesetzt und danach als «Erzeugerin» benutzt. Ihr erstes Kind bekam sie im Alter von elf Jahren. Sie gebar zehn Kinder, von denen neun geopfert wurden. Das zehnte Kind, Timmy, war verschont geblieben und nun sechs Jahre alt. Verzweifelt hatte sich Annie mit Rebecca in Verbindung gesetzt, um mit ihrer Hilfe aus der satanischen Gemeinschaft heraus zu kommen. Sie übergab ihr Leben dem HERRN und schließlich hatte Rebecca sie in ihr Haus aufgenommen. Die Satanisten waren darüber absolut nicht erfreut! Die Sonne verschwand gerade hinter den Bergen, als Rebecca die letzte Kurve erreichte, welche kurz vor ihrer Wohnstraße lag. Die Dunkelheit würde sich nur wenige Minuten später verbreiten. Es schien, als ob genau um diese Zeit die Satanisten ihre gefährlichsten Attacken planten. Als Rebecca die Straße, die zu ihrem Haus führte, erreicht hatte, sah sie, wie ein Helikopter ziemlich tief über ihrem Haus kreiste. Er flog so tief, dass die Bäume durch den Wind, den die Rotorblätter verursachten, hin und her wogen und viele der kleinen Äste abbrachen und überall auf dem Rasen herum wirbelten. Als sie sich der Zufahrtsstraße ihres Hauses näherte, bemerkte sie am Rande des Grundstücks einen dunklen Wagen. Drei Männer versperrten ihr die Einfahrt. Die Dringlichkeit, welche Rebecca verspürte, war so groß, dass sie, ohne lange zu überlegen, spontan reagierte. Sie hielt ihren Wagen an, sprang heraus und machte sich mit lauter Stimme, um den ohrenbetäubenden Lärm zu übertönen, bemerkbar. 21


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«Ich binde euch im Namen Jesus Christus, meines HERRN! Ihr habt zwanzig Sekunden Zeit, mir aus dem Weg zu gehen oder ich überfahre euch! Im Namen Jesus Christus befehle ich, dass jeder von euch Dämonen gebunden ist und ich breche jede ausgesprochene Zauberformel! Nun geht mir aus dem Weg!» Nachdem sie dies gesagt hatte, sprang sie wieder in ihren Wagen und setzte ein Stück zurück. Danach trat sie aufs Gaspedal und fuhr in Richtung Haus. Die Männer waren offensichtlich überrascht. Es lagen nur wenige Zentimeter zwischen ihnen und dem vorbeirasenden Wagen, als sie zur Seite sprangen. Rebecca drückte den Knopf der Fernsteuerung, um das Öffnen der Garage auszulösen und brauste hinein. Während des Fahrens schloss sie das Garagentor wieder. Quietschend brachte sie den Wagen zum stehen und sprang heraus. Mit starkem Herzklopfen rannte sie zur Eingangstüre und beeilte sich, ins Haus zu gehen. «UFF!» Kaum hatte Rebecca den Raum betreten, wurde sie flach auf den Boden geworfen. Für ein paar Sekunden lag sie da und rang nach Luft. Eine solche Attacke hatte sie nicht erwartet. Es kam sehr selten vor, dass die Dämonen sie körperlich unterkriegen konnten. Kopfschüttelnd versuchte sie ihre Gedanken zu ordnen und sagte laut: «Im Namen Jesus befehle ich euch Dämonen von mir zu weichen!» Nachdem sie diese Worte ausgesprochen hatte, erhob sie sich und ging zum Wohnzimmer hinüber. Der dämonische Druck, der sich im Haus ausgebreitet hatte, war so intensiv, dass einem das Atmen schwer fiel. Angst und Bösartigkeit waren überall zu spüren. Der Lärm, der vom kreisenden Helikopter kam, machte es unmöglich, andere Geräusche wahrzunehmen. Als Rebecca das Wohnzimmer betrat, konnte sie die Situation schnell abschätzen. Elaine war bereits aus Mangel an Sauerstoff blau angelaufen. Sie lag auf dem Boden und unterlag einem Anfall. Annie lag bewusstlos auf dem Küchenboden. Ihr Sohn saß schreiend und zugleich weinend neben ihr. Rebecca wusste, dass sie sich nicht um alle gleichzeitig kümmern konnte. Ihr Herz schrie zum HERRN, um von Ihm Führung zu erhalten. Schnell drehte sie Elaine auf die eine Seite und zog ihren Kopf nach hinten, um ihr das Atmen zu ermöglichen. Im Namen Jesus befahl sie 22


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den Dämonen, die für diesen Anfall verantwortlich waren, von Elaine abzulassen. Sofort begannen die krampfartigen Bewegungen nachzulassen. Dann sagte der Heilige Geist zu ihr: «Versiegle das Haus, Kind, versiegle das Haus!» Rebecca sprang auf ihre Füße, schnappte sich eine Flasche Öl und salbte das Haus in Rekordzeit. Sie rannte so schnell sie nur konnte von Türe zu Fenster und von Fenster zu Türe und bat den HERRN, das Haus zu reinigen und ihr Haus zu versiegeln. Als sie zur letzten Türe kam, rief sie: «Im Namen Jesus befehle ich jedem Dämon und Menschengeist aus diesem Haus zu verschwinden! Dieses Haus gehört meinem Gott und ihr habt kein Anrecht hier zu sein.» «VATER», betete sie, «im Namen Jesus bitte ich Dich, dieses Haus zu reinigen und für Dich zu heiligen. Und VATER, bitte kannst Du uns unsichtbar machen oder sonst irgendwas tun, um den Helikopter zum Verschwinden zu bringen? Ich kann bei diesem Lärm keinen vernünftigen Gedanken fassen!» Danach rannte Rebecca zurück zu den Frauen, die auf dem Fußboden lagen. Sie war hoch erfreut, zu sehen, wie Elaine nun wieder frei atmete. Ihre Gesichtsfarbe normalisierte sich. Gleichzeitig konnte man Annie stöhnen hören, als sie langsam zu sich kam. Rebecca nahm Timmy auf ihren Schoß, hielt ihn in ihren Armen und versuchte, ihn zu trösten. Mit einem Mal flog der Helikopter davon und hinterließ Totenstille. Leise ging Rebecca von Einem zum Anderen, salbte sie und betete über jedem. Alle mussten gewaltige Schmerzen ertragen, doch sie lebten! Und einmal mehr hatte der HERR Sein Versprechen gehalten. Sie waren in Sicherheit und lebten. In den nächsten Stunden ging es sehr geschäftig zu und her. Rebecca half allen ins Bett zu kommen. Sie rief Betty an, die nach einer halben Stunde eintraf, um sie zu unterstützen. Zu dem Zeitpunkt war es draußen stockdunkel. Der Wagen der Bedränger hatte sich vom Haus entfernt, lauerte aber immer noch bedrohlich in einigem Abstand. Schließlich hatten sich alle wieder einigermaßen erholt und lagen in ihren Betten. Betty und Rebecca saßen in der Stube und unterhielten 23


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sich. Rebecca informierte Betty schnell über die Ereignisse, die sich zugetragen hatten. Nachdenklich sagte Rebecca: «Es scheint mir, dass wir in eine neue Phase des geistigen Kampfes hineinkommen. Es ist schon lange her, seit es einem Dämon möglich war, mich umzuhauen. Die anderen sind knapp mit dem Leben davon gekommen, vor allem Elaine. Ich mag das nicht, nicht ein kleines bisschen mag ich diese Situation!» «Die Frage, die mich beschäftigt, ist, wie konnten sie in das Haus eindringen? Es war doch versiegelt, oder?» fragte Betty. «Ja, das war es. Tatsache ist, dass ich erst gestern Abend das Haus wieder gesalbt habe, weil ich eine starke Bedrücktheit verspürte.» Rebecca saß da, und ging nochmals die Begebenheiten des Abends durch. «Was mich auch stört am Ganzen, ist dieser Helikopter. Annie erzählte mir, dass die Hohepriesterin der Gemeinschaft jeweils Helikopter benutzt. Was mich jedoch am meisten irritiert, ist, dass dieses Haus für jeden Dämon, den sie hinein senden wollten, ein offener Durchgang zu sein scheint. Irgendetwas hat das Siegel gebrochen, aber was nur?» Betty war nachdenklich und sagte dabei: «Ja, was nur? Das ist die große Frage.» «Ja ich weiß», erwiderte Rebecca, «ich will nie wieder einen Abend wie diesen erleben. Diese Situation hat meine Grenzen beinahe überschritten!» Leider wusste Rebecca zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie noch einige solcher Angriffe würde durchstehen müssen. Am nächsten Tag ging sie wieder zum Tierarzt, um die Medizin abzuholen. Dieses Mal bei hellstem Tageslicht. Alle Tiere waren krank und deshalb zweifelte Rebecca keinen Moment, dass der Grund dafür die Flüche waren, die gegen sie ausgesandt wurden. Am Abend, während sie das Essen vorbereitete, konnten alle die Bedrücktheit spüren, die sich langsam wieder aufbaute. Rebecca hatte Betty gebeten, diese Nacht bei ihr zu verbringen, um ihr etwas beizustehen. Während beide in der Küche arbeiteten, murmelte Rebecca Betty zu: «Es fühlt sich wie die Stunde der Hexerei an. Und zwar nimmt diese 24


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Stimmung rapide zu.» «Ja, ich weiß», sagte Betty, «ich bin gespannt, was sie heute Abend vorhaben?» Kaum waren die Worte ausgesprochen … RUMMS! Das Geräusch kam aus der Stube. Betty und Rebecca ließen alles stehen und eilten hinüber, um zu sehen, was los war. Elaine lag auf dem Fußboden, eine Lampe auf ihr liegend. Sie hatte diese ergriffen, bevor sie hingefallen war und versucht, ihre Balance dadurch zu halten. Unter Stöhnen rollte sie auf dem Fußboden herum. Neben ihr kniend fragte Rebecca sie: «Elaine, was ist los?» «Sie reißen meine Innereien heraus», stöhnte Elaine mit Nachdruck in ihrer Stimme. Betty rannte los um das Öl zu holen. Bosheit rauschte ins Haus hinein. Und wieder schien es, als ob die Luft gefüllt war mit dieser Bösartigkeit, die das Atmen und die Bewegungen erschwerten. «Oh nein, nicht schon wieder! HERR hilf! Wie kann ich dieses ganze Geschehen stoppen?» rief Rebecca verzweifelt. Die unmittelbare Antwort des Heiligen Geistes war: «Das Siegel an deinem Haus ist wieder gebrochen.» «Rebecca, wo bist du?» rief Betty. «Annie liegt ebenfalls auf dem Fußboden!» Rebecca rannte zur Küche und rief Betty gleichzeitig zu: «Ich muss das Haus nochmals salben. Kümmere du dich so gut es geht um die anderen.» Und einmal mehr rannte sie durch das Haus, um es zu salben, zu versiegeln und zu reinigen. Sobald sie damit fertig war, war es ihnen möglich, Kontrolle über die Situation zu gewinnen und die dämonischen Angriffe zu stoppen. Die Frauen wurden durch die Gewalt, welche die Dämonen ihnen angetan hatten, krank und geschwächt. Rebecca und Betty arbeiteten Hand in Hand, bis sie alle drei, Elaine, Annie und Timmy in ihren Betten untergebracht hatten. Es war gewiss, dass sie diese Nacht nicht viel schlafen würden. So verbrachten sie die meiste Zeit im Gebet. Es war klar, dass sie den Schlüssel zu dieser Angelegenheit noch nicht erkannt hatten. Was war es nur, das das Siegel an ihrem Haus zu brechen vermochte? Weshalb konnten die Satanisten Dämonen hinein senden, um das Haus zu verwüsten und 25


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übel zuzurichten? Sie suchten den HERRN gewissenhaft für eine Antwort. Tags darauf am späteren Nachmittag, noch bevor die Sonne ganz untergegangen war, lief Rebecca durch das Haus, um es erneut zu salben und zu versiegeln. «Niemand darf nach draußen gehen», sagte sie zu den anderen, «ich möchte mal sehen, ob wir dadurch Angriffe verhindern können.» Sie bereiteten das Abendessen vor und aßen es in einer unbehaglichen Stille. Schließlich sagte Rebecca: «Wir übersehen ganz gewiss den Schlüssel zu dieser Angelegenheit. Diese Dämonen haben ein legales Recht hier hinein zu kommen, sonst würde das Siegel an unserem Haus nicht brechen. Hat jemand von euch eine Ahnung, was es sein könnte? (Legales Recht ist ein «Einfallstor» der Sünde, welches Satan legales Recht in deinem Leben gibt. Für eine ausführliche Erklärung, siehe «Rüste dich zum Kampf», Kapitel 9 und 10.) Beide Frauen schüttelten ihre Köpfe. «Nein, ich weiß nicht», sagte Elaine. «Ich auch nicht», sagte auch Annie. «Nun, Annie, bevor du gekommen bist, hatten wir keine solchen Angriffe. Es muss in deinem Leben irgendwo ein ‹legales Recht› geben! Ich möchte wirklich, dass du vor dem HERRN auf dein Gesicht fällst und Ihn für eine Antwort suchst.» Annie versprach, dass sie den HERRN deswegen suchen würde. Keiner von ihnen schlief viel in dieser Nacht. Ungefähr um Mitternacht begann Sheba zu knurren. Rebecca stand auf und spähte zum vorderen Fenster hinaus. Männer hielten sich am Rande des Grundstücks auf und es schien, dass es ihnen unmöglich war, es wirklich zu betreten. Rebecca seufzte, wie froh sie doch war, dass sie dem Heiligen Geist gehorcht hatte und an dem Abend um das Areal gelaufen war. Sie hatte das Grundstück für den HERRN gefordert, als heilig erklärt und Ihn gebeten, es mit Seinen Engeln zu versiegeln. Plötzlich gab der HERR Rebecca einen flüchtigen Einblick in die geistige Welt. An der Grenze ihrer Liegenschaft entlang sah sie eine strahlende Linie aus riesigen Engeln. Sie standen Schulter an Schulter, mit dem Gesicht zur Außenseite. Bekleidet waren sie in reinem Weiß, 26


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trugen goldene Gürtel und in ihren Händen hielten sie ein Schwert in Bereitschaft. Schweigend standen sie da. Licht strahlte von ihnen aus. Das ganze Grundstück schien von einem hellblauen Licht bedeckt zu sein. Mehrere Engel befanden sich auch in der Nähe des Hauses. Rebecca opferte dem HERRN ein intensives Gebet der Dankbarkeit für Seine Vorsorge. «Und VATER, bitte danke den Engeln von mir», betete sie, «bestimmt waren sie in der letzten Zeit hier sehr beschäftigt. Ihren Einsatz schätze ich sehr. Danke HERR für Deine Treue und Deine Fürsorge für uns alle. Ich danke Dir in Jesu Namen.» Beruhigt ging sie wieder zurück ins Bett. Die Schlacht dauerte weitere drei Wochen. Immer und immer wieder wurden die Frauen von Dämonen geschlagen und zu Boden geworfen. Alle waren die ganze Zeit sehr krank. Nacht für Nacht fiel Rebecca auf ihre Knie und schrie zu ihrem Gott um eine Antwort und Seine Gnade, den Kampf weiter zu führen. Sie wurden sehr müde. Es schienen weder ein Ende noch eine Antwort in Sicht. Schließlich sprach der HERR zu Rebecca und sagte ihr, dass sie mit Esther, Annie, Betty und Elaine für eine Woche zur Erholung wegfahren sollte. Rebecca besprach sich mit Elaine und Betty. «VATER sagt, wir sollen für eine Zeitlang verreisen, um uns kurz auszuruhen. Meine Güte, wir haben es alle nötig. Aber wie sollen wir ein wenig Ruhe finden, wenn uns die Satanisten überall hin verfolgen?» «Nun, eines ist sicher, wir werden den anderen vorher nicht sagen, wohin wir gehen», schlug Elaine vor. «Ich denke nicht, dass sie den Satanisten absichtlich davon erzählen würden, doch scheinen sie dennoch irgendeine Verbindung mit ihnen zu haben.» «Wo können wir hinfahren?» fragte Betty. «Oh, ich habe den Eindruck, dass der VATER möchte, dass wir nach Hawaii gehen. Ich habe dort ein spezielles Versteck. Bis jetzt hat der VATER Elaine und mich an dem Ort komplett bewahrt. Zum Glück ist es nicht allzu teuer, von Kalifornien aus, dorthin zu fliegen. Ich werde die Buchungen veranlassen und sie so geheim wie möglich halten. Lasst uns auch beten und den HERRN bitten, die Ohren von allen Dämonen und Satanisten zu verschließen, so dass sie nicht wissen, wohin wir fahren. Eines ist sicher, wir sind alle total übermüdet.» 27


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«Ich hoffe wirklich, dass du Erfolg hast», sagte Betty. Sorgfältig wurde alles vorbereitet und geplant. Dann kam endlich der Tag, an dem sie alle ein Flugzeug nach Hawaii bestiegen. Sie waren hoch erfreut, da sie niemanden sahen, der sie vielleicht verfolgen würde. So verliefen dann die ersten zwei Tage auf der Insel total friedlich. Doch der Friede dauerte nicht lange. Am dritten Tag, während des Abendessens, glaubten Rebecca und Elaine zwei Männer gesehen zu haben, die sie bereits in Kalifornien verfolgt hatten. Als sie Annie fragten, leugnete sie, die Männer zu kennen, konnte dabei aber Rebecca nicht in die Augen sehen. Es war klar, dass ihr Benehmen anders als sonst war. An diesem Abend, sie waren noch nicht lange auf ihrem Zimmer, wurden sie von Dämonen angegriffen. Nachdem sie die Situation in den Griff bekommen hatten, stellte Rebecca Annie zur Rede. «Nun hör mal zu», sagte sie, «ich hab die Nase echt voll! Ich zweifle nicht einen Moment daran, dass du diese zwei Männer kennst. Und ich bin überzeugt davon, dass du ganz genau weißt, wie diese Satanisten erfahren haben, wo wir zu finden sind! Sie haben dazu bloß zwei Tage gebraucht. Es ist klar, du musst irgendeinen dämonischen Sender auf dir tragen. Fang lieber gleich damit an, alles zu erzählen, sonst werde ich dich denen sofort ausliefern. Wir haben dieses Spiel lange genug gespielt! Als wir heute Abend nach dem Essen nach Hause gingen, sagte mir der HERR, dass du ganz genau wüsstest, wie sie dich gefunden haben.» Annie ließ ihren Kopf hängen. «Annie, ich warte», sagte Rebecca mit verärgerter Stimme. Schließlich fing Annie an zu sprechen. «Nun ja, die beiden Männer sind Satanisten. Ich hatte Angst, es dir zu sagen.» «Ja und wie wussten die, wo sie uns finden konnten?» Annie senkte ihren Blick auf den Boden und schob ihre Füße verlegen hin und her. Endlich fuhr sie weiter: «Also, es könnte an meinen Stecknadeln liegen.» «Was in aller Welt sind Stecknadeln?» fragten Rebecca und Betty gleichzeitig. Elaine schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn. «Natürlich, wieso hab ich nicht daran gedacht?» 28


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