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A lte s a D m a e t n s t e T


Wie Gott die Welt erschuf Vor sehr, sehr langer Zeit, bevor die Welt erschaffen wurde, gab es nichts als Dunkelheit. Da sagte Gott: „Es soll hell werden“ – und es wurde hell! Gott nannte das Licht „Tag“ und die Dunkelheit „Nacht“. Das geschah am ersten Tag. Am zweiten Tag schuf Gott den Himmel und gab ihm seinen Namen. Unter dem Himmel befand sich nur Wasser. Am dritten Tag machte Gott das Land, das er „Erde“ nannte. Auf ihr ließ er Gras, Pflanzen und Bäume wachsen, die Früchte trugen.

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Gott schuf die Sonne, den Mond und die Sterne am vierten Tag. Er ließ die Sonne bei Tag scheinen und den Mond und die Sterne bei Nacht. Am fünften Tag machte er alle Vögel, die am Himmel fliegen, und alle Fische, die im Meer schwimmen. Am sechsten Tag machte Gott die Tiere, die auf dem Land leben. Er schuf den ersten Menschen, dessen Name Adam war. Er segnete ihn und bat ihn, sich um alle Geschöpfe zu kümmern, die er gemacht hatte. Und den siebten Tag erklärte Gott zu einem heiligen Tag, der für immer eine Zeit der Ruhe sein sollte. 1. Mose 1+2

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Adam und Eva Gott pflanzte einen schönen Garten an einem Ort auf der Erde, den er „Eden“ nannte. Er erlaubte Adam, die Früchte von jedem Baum zu essen, außer von einem. Das war der Baum der Erkenntnis, der mitten im Garten stand. „Wenn du die Früchte von diesem Baum isst, wirst du sterben“, warnte Gott. Adam gefiel es im Garten Eden, aber er war einsam. Deshalb schuf Gott eine Frau und nannte sie Eva.

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Im Garten lebte auch eine listige Schlange. Eines Tages fragte sie Eva: „Hat Gott gesagt, dass ihr die Früchte von allen Bäumen im Garten essen dürft?“ Eva antwortete: „Alle außer den Früchten des Baumes, der mitten im Garten steht. Gott hat gesagt, wir würden sterben, wenn wir davon essen.“ Die Schlange zischte: „Ihr werdet nicht sterben, Eva. Ihr werdet klug werden.“ Die Früchte, die am Baum der Erkenntnis hingen, sahen lecker aus. Also pflückte Eva eine davon und biss hinein. Sie schmeckte sehr gut. Eva gab Adam eine Hälfte von der Frucht, die er ebenfalls aß. Dann sahen Adam und Eva einander an und bemerkten zum ersten Mal, dass sie nackt waren. Also machten sie sich Kleider aus Blättern, um sich zu bedecken. An diesem Abend rief Gott nach Adam, aber Adam versteckte sich, weil er sich schämte. „Hast du von den Früchten gegessen, die ich dir verboten habe?“, fragte Gott. „Eva hat sie mir gegeben“, antwortete Adam. „Warum hast du mir nicht gehorcht?“, wollte Gott von Eva wissen. „Die Schlange hat mir gesagt, dass ich die Früchte essen soll“, verteidigte sich Eva. Gott wurde zornig auf Adam und Eva, weil sie nicht auf ihn gehört hatten. Darum vertrieb er die beiden aus dem Garten Eden. „Von nun an“, sagte er, „müsst ihr schwer arbeiten, um etwas zu essen zu haben. Der Erdboden wird hart und voller Dornen und Disteln sein. Und wenn ihr alt seid, werdet ihr sterben.“ 1. Mose 3 11


Jona und der Wal Im Land Israel lebte ein Mann namens Jona. Eines Tages sprach Gott zu ihm. Er gab ihm den Auftrag, in die Stadt Ninive zu gehen und die Menschen dort zu warnen. Sie sollten aufhören, Böses zu tun. Aber Jona wollte nicht nach Ninive und den Leuten dort helfen. Er wollte, dass Gott sie für ihre Bosheit bestrafte. Also bestieg Jona ein Schiff, das zu einer anderen Stadt segelte. Gott ärgerte sich darüber, dass Jona weggelaufen war, darum ließ er einen schweren Sturm aufkommen. Jona wusste, dass Gott den Sturm geschickt hatte, weil er zornig auf ihn war. Deshalb bat er die Matrosen, ihn über Bord zu werfen. Sobald Jona ins Wasser fiel, hörte der Sturm auf und das Meer wurde wieder ruhig. Gott aber wollte nicht, dass Jona ertrank. Deshalb schickte er einen riesigen Wal, der Jona verschluckte. Drei Tage und drei Nächte verbrachte Jona im Bauch des Wals und bat Gott, ihm zu vergeben. Schließlich spuckte der Wal Jona wieder aus. Jona wusste jetzt, dass er tun sollte, was Gott ihm gesagt hatte. Er ging nach Ninive und rief die Leute dazu auf, nicht mehr so grausam und böse zu sein. Die Menschen hörten auf ihn. Sie beteten zu Gott und bereuten, was sie getan hatten. Gott vergab ihnen. Jona 1–4

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N e u s e a D m a e t n s t e T


Jesus wird geboren Maria und Josef lebten in Judäa, das zum Römischen Reich gehörte. Der römische Kaiser hatte ein Gesetz erlassen, dass alle Männer in ihre Geburtsstadt gehen und sich dort in Listen eintragen lassen sollten. Auf diese Weise konnte er später Steuern von ihnen verlangen. Darum musste Josef nach Bethlehem reisen, wo er aufgewachsen war. Er nahm seine Frau Maria mit, die er gerade erst geheiratet hatte. Sie war hochschwanger; bald schon sollte das Kind auf die Welt kommen. Als sie in Bethlehem eintrafen, gab es in den Gasthäusern kein freies Zimmer mehr, deshalb mussten sie in einem Stall übernachten. In jener Nacht wurde das Baby geboren. Glücklich betrachteten Maria und Josef den kleinen Jungen. „Wir nennen ihn Jesus“, sagte Maria, „so wie der Engel es mir gesagt hat.“ Sie wi-

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ckelte das Kind in Windeln. Und weil sie keine Wiege hatten, legte sie es in eine Futterkrippe. Währenddessen hüteten einige Hirten auf einem nahe gelegenen Feld ihre Schafherden. Plötzlich wurde es am Himmel ganz hell und ein Engel erschien. Er sagte: „Ich bringe euch eine gute Nachricht! Heute Nacht ist in Bethlehem ein Kind geboren worden. Es ist Christus, der Herr. Ihr werdet ihn in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe finden.“ Plötzlich waren sehr viele Engel am Himmel, die ein wunderbares Loblied sangen. Als die Engel wieder verschwunden waren, liefen die erstaunten Hirten nach Bethlehem, um nachzusehen, ob das alles stimmte. Als sie das Kind in der Futterkrippe fanden, fielen sie auf die Knie und beteten es an. Lukas 2,1-20

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Johannes tauft Jesus Marias Verwandte Elisabeth hatte einen Sohn namens Johannes bekommen. Als er erwachsen wurde, erfüllte ihn der Heilige Geist und Johannes wurde ein Prophet Gottes. Er lebte in der Wüste in der Nähe des Jordans, trug einfache Kleidung und ernährte sich von Heuschrecken und Honig. Bald schon versammelten sich die Menschen, um Johannes predigen zu hören. Er sagte ihnen: „Das Reich Gottes ist nahe! Bekennt Gott eure Sünden!“ Indem er die Menschen im Jordan taufte, machte er sie von ihren Sünden rein. Johannes kündigte den Menschen an: „Es kommt noch jemand anderes und ich bin nicht gut genug, ihm die Schuhe auszuziehen. Ich taufe euch mit Wasser, doch er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ Eines Tages kam Jesus an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. Als Johannes ihn sah, fragte er: „Warum kommst du zu mir, um getauft zu werden? Ich sollte besser von dir getauft werden.“ Jesus antwortete: „Das ist der Wille Gottes.“ Nachdem Johannes Jesus getauft hatte, kam eine Taube angeflogen und setzte sich auf Jesus und Gottes Stimme verkündete vom Himmel: „Das ist mein geliebter Sohn. An ihm habe ich große Freude.“ Matthäus 3

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Jesus beruhigt den Sturm Jesus war müde. Es war ein langer, anstrengender Tag gewesen, an dem er am Ufer des Sees Genezareth gepredigt und viele Menschen geheilt hatte. „Lasst uns den See überqueren“, sagte er zu seinen Jüngern. Also stiegen sie ins Boot und machten sich bereit zur Abfahrt. Jesus legte sich hin und schlief sofort ein. Während er schlief, begann der Wind zu heulen; die Wellen türmten sich auf und schwappten ins Boot hinein. Die Jünger bekamen Angst. Sie versuchten, das Wasser aus dem Boot zu schöpfen, doch

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sosehr sie sich auch damit beeilten, es floss immer mehr Wasser herein. Bald waren sie sicher, dass das Boot sinken würde. Sie wandten sich zu Jesus um und waren überrascht, dass er immer noch fest schlief. „Wach auf!“, schrien sie. „Wir gehen unter!“ Jesus wachte auf. Er stand auf und befahl dem Wind und den Wellen: „Seid still!“ Sofort legte sich der Wind und der See wurde ruhig. Dann wandte sich Jesus an seine Jünger: „Warum habt ihr euch so sehr gefürchtet? Habt ihr mir nicht vertraut?“ Die Jünger waren zu schockiert, um zu antworten. Sie flüsterten miteinander: „Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?“ Lukas 8,22-25

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Die Geschichte von den zwei Söhnen Einige der religiösen Führer beobachteten Jesus, wie er zu den Menschen sprach. „Warum redet er mit den Sündern und isst mit ihnen?“, beschwerten sie sich untereinander. Jesus hörte sie und sagte: „Gott liebt alle, die Guten und die Schlechten. Wenn es auch nur einem Sünder leidtut, was er getan hat, dann freut sich Gott darüber.“ Um das zu verdeutlichen, erzählte Jesus eine Geschichte. „Ein Mann hatte zwei Söhne. Eines Tages sagte der Jüngere von beiden: ‚Vater, später wird mir einmal die Hälfte deines Besitzes gehören. Bitte gib sie mir schon jetzt.‘ Der Vater gab ihm seinen Anteil und der jüngere Sohn ging weg, vergnügte sich und verschwendete sein ganzes Geld. Als er nichts mehr besaß, musste er in bitterer Armut leben. Der Sohn überlegte: ‚Ich will zu meinem Vater zurückkehren und ihm bekennen, dass ich gesündigt habe. Ich bin es nicht mehr wert, sein Sohn genannt zu werden. Darum werde ich ihn fragen, ob ich als Knecht bei

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ihm arbeiten darf.‘ Er kehrte zu seinem Vater zurück. Doch als er noch ein ganzes Stück vom Haus entfernt war, entdeckte der Vater ihn, wie er abgemagert und in Lumpen gekleidet näher kam. Er rannte seinem Sohn entgegen und umarmte ihn. Dann gab er ihm ein feines Gewand und Schuhe und sagte: ‚Heute Abend wollen wir essen, trinken und feiern.‘ Als der ältere Sohn davon erfuhr, wurde er wütend. Er beklagte sich: ‚Vater, all diese Jahre habe ich dir treu gedient, aber für mich hast du nie ein Fest veranstaltet. Doch wenn mein Bruder zurückkommt, der deinen ganzen Reichtum verschwendet hat, dann feierst du mit ihm.‘ Der Vater aber antwortete: ‚Mein Sohn, du bist immer bei mir gewesen und alles, was ich habe, gehört auch dir. Aber nun wollen wir feiern. Dein Bruder war tot und jetzt lebt er. Er war verloren und jetzt ist er gefunden worden.‘“ Lukas 15,11-32

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Pilatus verhörte Jesus, aber er konnte kein Gesetz finden, das Jesus gebrochen hatte. Darum trat er vor das Volk und sagte: „Es ist Brauch, dass ich am Passahfest einen Gefangenen freilasse. Soll ich Jesus freilassen?“ Die jüdischen Anführer überredeten die Menschen, Nein zu sagen. Anstelle von Jesus sollte Barabbas freigelassen werden, ein Räuber und Mörder. Pilatus hakte noch einmal nach: „Was soll ich mit Jesus machen?“ Sie antworteten: „Kreuzige ihn!“ Pilatus wusste, dass Jesus unschuldig war, aber er wollte keinen Aufstand verursachen. Also ließ er sich eine Schüssel mit Wasser bringen und wusch sich die Hände, um zu zeigen, dass er keine Schuld am Tod von Jesus trug. Pilatus befahl den Soldaten, Jesus auszupeitschen. Nachdem sie das getan hatten, verspotteten sie ihn und kleideten ihn wie einen König mit einem Gewand und einer Dornenkrone. Jesus musste sein Kreuz hinauf auf einen Hügel tragen, der Golgatha genannt wurde. Dort sollte er getötet werden. Die Soldaten nagelten die Hände und Füße von Jesus ans Kreuz. Dann richteten sie es zwischen zwei weiteren Kreuzen auf. Jesus schaute auf die jubelnden Soldaten hinunter und betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Jesus litt sechs Stunden lang am Kreuz, bis er um drei Uhr nachmittags starb. Matthäus 26,57-68; Matthäus 27,15-50; Lukas 23,32-46

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Jesus kehrt in den Himmel zurück Als die Jünger Jesus das letzte Mal sahen, führte er sie zum Ölberg. Er sagte zu ihnen: „Geht nach Jerusalem zurück und wartet dort. Bald wird der Heilige Geist zu euch kommen. Dann werdet ihr die Kraft von Gott bekommen, loszugehen und meine Botschaft überall zu verbreiten.“ Er erhob die Hände und segnete sie. In diesem Augenblick begann er sich zum Himmel zu erheben. Die Jünger sahen zu, wie er immer höher und höher aufstieg, bis er in einer leuchtenden Wolke verschwand. Voller Freude kehrten sie nach Jerusalem zurück und warteten dort, bis der Heilige Geist zu ihnen kam. Apostelgeschichte 1,4-14

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