Werner May Steilvorlage für den Mann mit Stirnfalte Männergedichte – 24 Kopfbälle – Cartoons
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Werner May
Steilvorlage für den Mann mit Stirnfalte
Männergedichte – 24 Kopfbälle – Cartoons
IGNIS-Akademie für Christliche Psychologie
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2. Auflage 2008 IGNIS-Edition IGNIS-Akademie für Christliche Psychologie Kanzler-Stürtzel-Straße 2 D-97318 Kitzingen www.ignis.de Umschlagentwurf: Werner May / Helge Seekamp Satz und Druck: Schönbach-Druck GmbH, D-64390 Erzhausen ISBN 978-3-933685-18-6
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Werner May, Jg. 49, Dipl. Psych., seit 1988 an der IGNISAkademie für Christliche Psychologie in Kitzingen. Innerhalb von IGNIS ist er als Dozent im In- und Ausland unterwegs und in verschiedenen internationalen Leitungsgremien tätig. Er ist Autor mehrerer Bücher, v.a. „Kindern Dialogisch Grenzen setzen, Kitzingen 2001. Gedichte erscheinen in verschiedenen Zeitschriften, sowie als Veröffentlichungen: „Strebt nach der Liebe – Gedichte zum Nachspüren“, 2004, „Befiehl du deine Wege und bleib nicht bei dir stehen – Lieder von Paul Gerhardt und Gedichte von Werner May“ 2006. Werner May ist seit über fünfunddreißig Jahren mit Agnes verheiratet. Sie haben sechs erwachsene Kinder.
Die Cartoons stammen von Michael Klarfeld. Michael ist glücklich (und) verheiratet mit Iren. Die beiden sind Eltern eines wunderschönen Sohnes namens Justus. Michael arbeitet als Lehrer für Englisch und Kunsterziehung und hält Vorträge und Seminare zu unterschiedlichsten Themen. Er lebt mit seiner Familie in Dresden. In seiner Freizeit gestaltet er Cartoons und digitale Bilder, dreht Filme und schreibt Theaterstücke.
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Vorwort Lieber Herr Leser, zumindest gehe ich davon aus, dass Sie männlich sind, obgleich dieses Buch auch für Frauen von Interesse sein dürfte. Denn wenn Männer in sich Männer sind, hilft es auch Frauen, in sich Frauen zu sein – und andersherum. Da gilt es, einige Kopfbälle zu erkennen und aufzufangen – und bei dieser Identitätsfindung kann „Steilvorlage“ helfen. Doch damit wäre ich auch schon mitten drin im Dilemma, in der Lobhudelei. Wenn Sie kein chronischer Vorwort-Überleser sind wie mein Mann, dann wissen Sie sicher, was Sie in einem Vorwort erwartet: Hauptsächlich eine Herrlichpreisung zu den nun nachfolgenden Seiten. „Wer braucht das schon?“, fragt mein Mann mich kopfschüttelnd und blättert wie immer geflissentlich weiter, bis sich alle Vorredner ausgepustet haben, und ich tue es ihm meistens gleich. Denn er hat Recht. So läuft das nämlich in der Buchbranche: Gerne wird ein Kollege gebeten, in einem Vorwort für das Buch zu schwärmen. Ich kann Sie beruhigen, das ist hier nicht passiert. Der Autor und ich sind zwar in gewisser Weise Kollegen, aber ich hätte, wenn ich wollte, auch eine beißende Satire als Vorwort schreiben können. Ironischerweise sind die Männergedichte schon in sich so schön spitz ausgereift, dass mein Senf in diesem Fall den ohnehin schon abgerundeten Geschmack zu sehr verschärfen würde – von den Kopfbällen ganz zu schweigen; sie halten so einige Kopfnüsse parat, die noch nachhaltig wirken. Das war schon wieder ein Lob, oder? Aber was soll ich stattdessen tun?
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Vorwort
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Wie wäre es mit dem Promireißer? Meistens lässt sich ein bekannter Mensch über die Wichtigkeit des gleich folgenden Buchstabengewirrs aus, aber das kommt für mich nicht in Frage, bin ich doch nicht prominent. Den einzigen Zusammenhang, den es zwischen mir und diesem Buch gibt, ist, dass ich als Kolumnistin für das Männermagazin „Adam online“ des Öfteren versuche, Männer- oder Beziehungsthemen aus weiblicher Sicht zu beleuchten. Und das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Um ehrlich zu sein, verzweifle ich manchmal daran, ein Thema zu finden, das bei Mann und Frau noch nicht abgegrast wurde. Vielleicht sollte ich mich demnächst von den Essays und der Lyrik in diesem Buch inspirieren lassen, denn die erzählen aus eher ungewöhnlichen, neuen Blickwinkeln. Ach Mist, jetzt habe ich doch wieder gelobhudelt. Da bliebe aber noch die Analytikerbrille. Zu gerne würde ich die Texte und Cartoons aus der Mann-Frau-Konstellation durchleuchten und mich darüber auslassen, wie sehr mich Mann-Frau-Klischees nerven und wie die Steilvorlagen eben diese Klischees nicht untermauern, sondern die Identität des Mannes nicht nur davon abhängig machen, sich von der Frau abzugrenzen. Sie helfen, Mannsein in sich selbst zu finden, aber vor allem in Gott, in dem, der davor steht, der Mann macht. Eine meiner Lieblingszeilen ist beispielsweise: „Wenn man Mann abzieht, was bleibt dann?“ Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich Ihnen; genauso soll es bei Gedichten sein. War das jetzt wieder gelobhudelt? Moment, ich muss mal eben die Brille abnehmen … Wie aber soll es bei Vorworten sein? Müssen Sie immer diesen Mustern unterworfen sein? Männer und Frauen sind doch auch keine Abziehbilder, sondern freie Geschöpfe, warum dann nicht auch ein Vorwort? Darf ein Vorwort nicht auch mal um sich selbst kreisen? Und was ist das überhaupt für ein Wort: „Vor-Wort“? Da soll also etwas vor einem Wort stehen, aber beginnt ein Wort nicht
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Steilvorlage
einfach mit einem Buchstaben? Was ist das für eine Erfindung, dass man meint, viele Worte vor den eigentlichen Worten machen zu müssen? Und das, wo in diesem Fall die wenigen Worte der Gedichte umso wertvoller und tiefsinniger sind als so mancher aufgeblasene Satz von wichtigtuerischen Vorwortschreibern. Ja, ich gebe zu, das war jetzt wieder ein Lob. Aber was soll ich machen: Genauso ist es ja auch. Dieses Buch ist einfach gut. Punkt. Sonst hätte ich mich wohl kaum dazu niedergelassen, ein Vorwort dazu zu schreiben (das zugegebenermaßen nicht so gut ist – aber wenn Sie wie mein Mann ein Vorwort-Überleser sind, haben Sie die Katastrophe jetzt zu Beginn sowieso verpasst. Allen anderen kann ich nur Mut machen: Es kann auf den nächsten Seiten nicht nur besser werden, es wird es ganz bestimmt. Lassen Sie sich von den Bildern und Texten genauso inspirieren wie ich und finden Sie Ihre Identität als Mann, Frau, Vorwortschreiber, Vorwortüberleser-Mann, Kolumnenverfasser oder einfach nur als Mensch.) Damit reihe ich mich ein in meine Lobhudelzunft der Vorwortschreiber und gebe den Pass ab an die echte, wahre Steilvorlage. Nicole Schenderlein
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Inhaltsverzeichnis Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Ich Mann – Männergedichte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Aus welchem Holz ist Mann geschnitzt?. . . . . . . . . . . . . . 20 Alle sprechen von Flow. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Meine Stimme ist männlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Wie Mann tickt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Typisch Mann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 lieber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Wer hält dir den Rücken frei? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Initiation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Was Mann braucht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Gesunde Autorität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Kopfbälle 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 BravoMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 DurchschnittsMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 EheMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 EinMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 EkstaseMann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 EndlosMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 GeldMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 KopfMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
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Mann und Du – Männergedichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Weggefährten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Sprüche über die Freundschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 Verliebt: Alleine mit dir . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Verliebt: Nur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Geheimer Wunsch eines Ehemanns . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Alltägliche Dimensionen: Vier Hände . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Väterlicher Segen: An meine Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Älter werden: Großvater mit Enkel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Kopfbälle 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 LebeMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 MenschMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 MutMann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Nicht-NichtMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 PlayMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 SauberMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 SchelmMann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 SohneMann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Ja Mann – Männergedichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 Entzifferung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 Männliche Schrittfolge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 www.Ehrenmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 Endlich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 Mode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 Wovon träumst du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 Gib nicht auf! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Versuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
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Kopfbälle 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 SuperMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 TränenMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 TraumMann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 TurboMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 TypischMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 ÜberMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118 WorshipMann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 AgapeMann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124 Mann – Ich im DU – Männergedichte . . . . . . . . . . . . . . . 127 DU, mein Gott. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128 In mir liege ich vor DIR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 Der richtige Mann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 Ein Wort genügt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131 Ich Mann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
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Danksagung Zur Entstehung dieses Buches haben viele beigetragen. Besonders danken möchte ich den sieben Frauen – eine davon ist meine Frau – mit denen ich seit Jahren mein Privatleben teile: Agnes, Anne, Lotte, Selma, Lena, Kathi und Doro. Dank auch an diese Männer, die wie ich Männer Gottes sein und werden wollen: Robert, Werner, Karsten, Wolfram, Roland, Andrey, Michael, Rudolf, Mike, Hans, Friedemann, Heinz, Joachim, Thomas, Harald, Helge, Hans-Peter, Günther, Daniel, Ulrich, Peter, Johannes, Eric, Rüdiger, Wolf-Dieter, Tobias, Axel, Matthias, Albrecht, Ekkehart.
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Einführung Verdichtungen (Helge Seekamp), Anregung zum Weiterdenken (Fürst Albrecht zu Castell-Castell), tiefsinnig und unterhaltsam (Ulrich Giesekus), … dass Mann es liest und lächelt und sich selbst ein bisschen mehr versteht (Tobias Faix), dieses Buch ist es wert, seinen Platz auf dem Nachttisch (falls noch vorhanden), am Kamin (falls vorhanden) oder im PKW-Handschuhfach (nur für längere Staus) zu finden, denn es braucht nicht auf einmal gelesen zu werden, sondern es darf Stück um Stück berochen, gekaut und genossen werden. Verdauungsprobleme möchte ich nicht ausschließen. Aber deshalb wurde es nicht geschrieben, sondern ich wünsche mir, dass die Leser zu einem Ja finden: Es ist gut, Mann zu sein, und für mich gibt es einen Platz auf dieser Welt, der gar nicht so klein und unscheinbar ist, wie ich vielleicht dachte. Ein Mutmachbuch, diesen Platz einzunehmen, jeder den seinen! Dank Männergedichten, Kopfbällen und Cartoons.
Männer und Gedichte? Gedichte sind Frauensache! Falls dies stimmt, dann nur in Deutschland! Männer brauchen Gedichte, weil Gedichte ein Stachel sein sollten, der durch die Haut dringt und der dort seine Gedanken und Bilder verteilt. Also Mann, lass dich pieksen, habe keine Angst, sei ein Mann. Wie Frau, muss auch Mann nicht jedes Gedicht gefallen, das kann gar nicht sein. Hallo Mann, sei ein Jäger und
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suche die Zeilen und Bilder, die dich (dauerhaft) inspirieren. Setze dich in Ruhe in einen Sessel, es darf auch ein Schaukelstuhl sein, auch eine Bank im Park. Und wenn es sein muss, hol dir dazu ein Bier. Jedes der Gedichte ist ein Konzentrat an Informationen, an Behauptungen, Erkenntnissen, Ahnungen, Geheimnissen zum Mannsein, die alle zusammen – ich spekuliere – wohl mehrere hundert Seiten Text beanspruchen würden, die Mann schwer gelesen hätte – und das Unvergessliche von Gedichtzeilen wäre zusätzlich verloren gegangen. „Auflösen und erklären, das tun andere Texte. Das Gedicht hingegen umreißt die blinden Flecken unseres Daseins.“ (SZ 21.12.07) In dieser Sammlung sind Gedichte zusammengestellt, die das Mannsein thematisieren, meistens direkt. Viele dieser Gedichte sind entstanden durch die Möglichkeit, über zwei Jahre in einer Männerzeitschrift – Adam online – abgedruckt zu werden, nicht alle sind dort erschienen.
Kopfbälle? Der Ball kommt von oben. Es braucht Mut, seinen Kopf hinzuhalten. Manchmal brummt er danach. Ein Kopfballduell – was gibt es Männlicheres? Ein Kopfballtor ist vom Feinsten. Vierundzwanzig Kopfbälle zeigen – leicht schmunzelnd – jeweils auf einer Doppelseite Unterhaltsames, Informatives, Provokantes, Gedankenanstöße und Zielvorgaben für den Mann. Ich habe versucht, als begrenzter Mensch des 21.Jahrhunderts, in Deutschland aufgewachsen, sich als Europäer fühlend, in westlicher kirchlicher Tradition lebendig geworden, gut zu köpfen.
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Einführung
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Geständnis Ich gestehe, dass ich überlegt hatte, diese Sammlung als Hör-CD für Autofahrten herauszugeben, dann als PDF-Datei für den PC, und schließlich als dünne Zeitung fürs WC, also Gelegenheiten, wo Männer anzutreffen sind. Ich gestehe weiter, dass ich dann keinen Glauben hatte, dass Männer am PC, im Auto oder auf dem WC wirklich hinhören können, also entschied ich mich gegen alle Marketingstrategien doch wieder für das klassische Buch, wenn auch mit Cartoons und mit Frau im Vorwort, für den Feierabend, den es hoffentlich noch gibt, oder für zwischendurch. Die Reihenfolge der Gedichte folgt einer groben Ordnung: Ich Mann – Gedichte über das Mannsein generell, Mann und Du – der Mann in Beziehungen zu anderen in Freundschaft, Liebe und Familie, Ja Mann – Der Mann in Entscheidungssituationen, auch zwischen Gut und Böse, und letztlich der Mann als Gegenüber Gottes – Mann als Ich im DU. Zwischen diesen Abschnitten sind die 24 Kopfbälle eingestreut.
Cartoons Wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft, dann fallen in unserer Kultur männliche Eigenarten auf. Allgemein bekannt ist z. B., dass hinter dem Grill bei Sommerfesten und Gartenpartys ausschließlich Männer anzutreffen sind. Ergebnisse solcher „Feldstudien“ z. B. zu Mann als reifer Persönlichkeit hat der Zeichner Michael Klarfeld in verschiedenen steilen Cartoons in dieser Steilvorlage für den Mann mit Stirnfalte platziert.
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Steilvorlage
Stirnfalte? Kürzlich fragte mich eine Frau, was denn der Titel meines Buches sei. Ich teilte ihn mit, worauf sie sagte, dass dann das Buch wohl für ältere Männer sei. Typisch Frau, Stirnfalten als Alterungszeichen, gefürchtet, wegzuliften. Ein Blick ins Internet zeigt – Stichwort Stirnfalten – Anzeige über Anzeige, die Stirnfalten zu bekämpfen! Da haben wir Männer es gut, schon in jüngeren Jahren zieren sie unser Haupt, in unterschiedlichsten Formen, und graben sich mit den Jahren immer tiefer ein, fühlen sich bei uns sicher wohl. Ein Appell dieses Buches ist also: Männer, zeigt stolz eure Stirnfalten!
Und Steilvorlage? Steilvorlage – ein langer Pass im Fußball. Wenn man ihn erläuft, erspurtet, hat man den Gegner hinter sich gelassen. Steilvorlage – dafür braucht es offene Räume, die sich anbieten, die noch nicht besetzt sind, noch nicht abgegriffen, verbraucht. Steilvorlage – jemand muss einen schicken, auf die Reise, zum Mannsein. Und jetzt1, der Pass ist gespielt. Los geht es.
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Bevor ich es vergesse, ein Hinweis noch: Der Leser befindet sich gerade in einer „Fußnote“. Ich behaupte, Männer lieben Fußnoten, typisch Mann, oder? Ich zumindest liebe sie, und habe sie auch „reichlich“ in diesem Buch gebraucht. Sie geben mir einen Raum, all das zu sagen, wozu oben kein Platz ist, oder was dort einfach nicht passt. Und Fußnoten muss man nicht lesen, um den eigentlichen Text zu verstehen. Herzlich willkommen auf dieser Ebene unseres Lebens.
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Typisch Mann: Er zeigt seine Stirnfalten
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Ich Mann Männergedichte
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Aus welchem Holz ist Mann geschnitzt? Aus welchem Holz ist Mann geschnitzt? Nicht aus Zuckerrohr oder Styropor Nicht aus einer PlastiktĂźte Marke Medienmarkt Auch nicht aus einem Brett vorm Kopf Schon mehr aus Buchen-, Nussbaum- oder Eichenholz Auch aus Birken, Pappeln, Weiden Licht verspielt, Sturm zerzaust Ein geknicktes Rohr Als Rebe eingepfropft Im wahren Weinstock Stoff genug fĂźr einen Mann
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BravoMann Hallo, hier spricht der BravoMann. Bitte, keine Verwechslungen, ich bin kein männliches Model für eine Teeniezeitschrift. Meinen Applaus, meine Bravorufe (daher kommt mein Name) habe ich mir vielmehr bei einer Fragebogenaktion der IGNIS-Akademie verdient, in der Vorstellungen darüber erfragt wurden, was eine reife Persönlichkeit kennzeichnet. Ab wann darf man sich als BravoMann bezeichnen? Da gibt es durchaus einige übereinstimmende Vorstellungen. Lest einmal, was die am höchsten eingestuften Aussagen über mich, den BravoMann, die reife Persönlichkeit, sind! • Er ist ein guter Ratgeber. • Er besitzt einen eigenen Standpunkt, ist nicht von jeder Meinung zu verunsichern. • Er kann sich andere Standpunkte anhören. • Er kann sich selbst reflektieren und kritisch hinterfragen. • Er besitzt Interesse an anderen Menschen. • Er ist in der Lage, nicht zu schnell zu urteilen und nicht zu verurteilen. • Er kann Kritik von anderen annehmen und für sich selbst positiv verarbeiten. • Er strahlt eine Gelassenheit, eine innere Ruhe und Sicherheit aus. Fast alle Befragte gaben zusätzlich an, mich, eine reife Persönlichkeit zu kennen. Das ungefähre Alter dieser lebenden BravoMänner lag signifikant über 40 Jahre (77%). Davon wiederum 2/3 über 50 Jahre. Also, manche Männer können sich durchaus noch Zeit lassen, diese Steilvorlage einzuholen.
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Kopfbälle 1
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Auf den nächsten Metern (Seiten) dieser Steilvorlage geben die dazwischen gestreuten Cartoons von Michael Klarfeld dem Mann eine Zielvorgabe, eine Steilvorlage, illustrieren Ergebnisse dieser Befragung, was eine reife Persönlichkeit ausmacht. Soweit mal von mir zum Auftakt. Euer BravoMann
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Eine reife Persรถnlichkeit ist ein guter Ratgeber.
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