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Das ist Lisa. Sie ist fünf Jahre alt und ein Kindergartenkind. Sie freut sich schon sehr auf die Schule.

Doch vorher erwartet sie gespannt ihren ­sechsten Geburtstag – und ihr ­Geschwisterchen. Denn Mama bekommt bald ein Baby!

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Gemütlich sitzt Lisa mit Mama und Papa im ­Wohnzimmer. Vorsichtig streichelt sie über Mamas ­eindrucksvollen, runden Bauch. Plötzlich hält sie inne und lacht: „Gerade hat es sich bewegt!“ Mama lächelt: „Ja, ich habe es auch gespürt. Das Baby wird nun immer größer und kräftiger. Nur noch zwei Monate, dann kannst du es sehen und auf den Arm nehmen!“ Lisa überlegt: „Ach bitte, Mama, hol es doch mal kurz für mich raus. Bitteee! Du kannst es dann auch ­direkt wieder ­einpacken!“

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Mama schüttelt schmunzelnd den Kopf. „Das geht leider nicht. Babys liegen neun Monate lang gut geschützt im Bauch ihrer Mama. So lange, bis sie alt genug sind, um auf die Welt zu kommen. ­Zwischendurch ist das leider nicht möglich. Da müssen wir uns also noch ein wenig gedulden.“ Papa überlegt. „Aber wenn du möchtest, erzählen Mama und ich dir von deiner Zeit in Mamas Bauch. Dann kannst du dir besser vorstellen, wie es dem Baby da drin geht!“

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Lisa nickt begeistert. „Hast du denn ­irgendwelche Fragen? Was möchtest du ­unbedingt wissen?“, fragt Papa. Lisa überlegt kurz, dann grinst sie und sagt: „Jede Menge! Wo genau wohnen die Babys da drinnen?“, fragt sie und stupst auf Mamas Bauch. „Doch nicht etwa da, wo das ganze Essen landet, wenn man es runterschluckt?“

Mama schüttelt den Kopf. „Nein, das Essen kommt in den Magen. Der liegt ganz oben im Bauch. Viel ­weiter ­unten, gut geschützt, hat jede Frau einen ganz ­besonderen Ort, das Zimmer Gebärmutter. Darin wohnen die B ­ abys bis zur Geburt. Hier wachsen sie in Ruhe, bis sie groß genug sind, um ­herauszukommen.“

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Mama erklärt weiter: „Einmal im Monat bereitet der Körper einer Frau in ­diesem Raum so etwas wie ein Bett vor. Das ganze Zimmer wird mit einer weichen, gemütlichen ­Zusatzschicht ausgepolstert. Das ist wie ein kuscheliger ­Bettbezug, für den Fall, dass dort ein Baby einziehen möchte.“ „Aber natürlich kommt nicht jeden Monat ein Baby“, sagt Papa. „Wenn niemand einzieht, wird dieser flauschige Bettbezug nach ­einem Monat wieder entfernt.“

„Dieser weiche Bezug löst sich auf. Dann fließt er unten aus der ­Scheide ­heraus. Die Scheide ist der Gang, der vom Zimmer Gebärmutter nach draußen führt“, ergänzt Mama. „Nun hat die Frau ihre Regelblutung. Das kennst du ja schon von mir.“ Lisa nickt. Sie überlegt kurz und fragt: „Dann ist die Bettwäsche im Zimmer Gebärmutter immer rot, oder?“ Mama und Papa lächeln: „Stimmt genau!“

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„Wie bin ich eigentlich damals in das Zimmer da drin hineingekommen?“, möchte Lisa nun wissen. „Schon bald nach unserer ­Hochzeit“, sagt Papa, „wünschten wir uns ein Baby. Anfangs aber blieb Mamas ­Zimmer Gebärmutter noch leer. Es ist nämlich gar nicht selbstverständlich, dass man immer sofort ein Baby bekommt, wenn man sich eins wünscht.“

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„Damit ein Baby ­entsteht, sind ein Mann und eine Frau nötig. So wie wir beide“, erklärt Mama und schaut Papa liebevoll an.

„Jedes Baby besteht aus einem Teil von Mama und aus einem Teil von Papa. Darum sehen Kinder ihren Eltern oft so ähnlich“, erklärt Papa. „Du hast zum Beispiel Mamas Haarfarbe und meine Augenfarbe bekommen. So hat jedes Baby immer etwas von beiden Elternteilen, wie bei uns. Aber manchmal sieht man das nicht gleich auf den ersten Blick.“

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