Skip to main content

271560

Page 1

Werner Schlittenhardt, Jg.1952, aus Keltern, Baden. Seit 1981 verheiratet, Vater von drei Kindern und Opa von drei Enkeln. Von 1971–1974 theologische Ausbildung am Theologischen Seminar in Adelshofen. Danach für verschiedene Missionswerke in Asien sowie in Westeuropa tätig. Von 2005–2018 Gemeindediakon der Evang. Kirchengemeinde Linkenheim, Baden. Seit Mai 2018 im aktiven Ruhestand.

Werner Schlittenhardt Aus der Quelle 365 frische Impulse Wenn nicht anders angegeben, wurde folgende Bibelübersetzung verwendet: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Außerdem wurden verwendet: Elberfelder Bibel 2006 © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM-Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen. (ELB) bibel.heute, © 2010 Karl-Heinz Vanheiden und Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg. (NeÜ) Best.-Nr. 271 560 ISBN 978-3-86353-560-5 © 2018 Christliche Verlagsgesellschaft mbH Dillenburg, www.cv-dillenburg.de Satz und Umschlaggestaltung: CV Dillenburg Druck: GGP Media GmbH, Pößneck Printed in Germany


Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6

Herr, danke fĂźr die Menschen,

die mir zum Segen geworden sind. Danke, dass du sie in mein Leben gebracht hast. Ich danke dir auch dafĂźr, wo du mein Denken und Tun in Segen verwandelt hast. Danke, dass wir das Leben anderer Christen betrachten und durch sie Ermutigung erleben dĂźrfen. Ja, danke, dass es in deiner Gemeinde einen reichen Erfahrungsschatz gibt. Ich bete dich an.


Vorwort Vor etlichen Jahren bekam ich ein Andachtsbuch von Horst Zentgraf (ehem. Leiter eines Diakonissen-Mutterhauses in Norddeutschland) in die Hände. Seine Worte sprachen zu mir. Ich entdeckte gehaltvolle und mich stärkende Aussagen. Mir gefiel auch, dass der Autor nicht einfach nur christliche Rezepte anbot, sondern meist eine klare Analyse erstellte. Nicht nur das, er zeigte auch sehr deutlich, wie wir zu einem befreiten Leben unter Gottes Führung kommen können. Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass seine Formulierungen für den Leser von heute etwas umständlich und langatmig waren. Den kostbaren Inhalt behutsam erhalten und ihn in ein neues Gefäß legen – dieser Gedanke ließ mich nicht los. Und so machte ich mich an die Arbeit und gab den Inhalten eine neue Form. Als ich mit dieser Arbeit schon weit fortgeschritten war, kam der Wunsch auf, daraus ein neues Buch entstehen zu lassen. Ich nahm Kontakt mit dem Autor auf. Er antwortete mir sehr väterlich und gab mir das „Go ahead“. Da ich selbst in den letzten Jahren als Gemeindediakon und Prädikant viele Andachten und Predigten gehalten hatte, wollte ich einiges davon miteinbinden und mit den Andachten von Herrn Zentgraf zusammenfließen lassen. Wichtig erschien mir noch, dem Leser die Gelegenheit zu geben, das Gelesene gleich aufzugreifen und als Lob, Dank oder Bitte an die göttliche Adresse weiterzugeben. Deshalb das kurze Gebet jeweils am Ende einer Tagesandacht. Bitte machen Sie reichlich Gebrauch davon. Als ich Herrn Zentgraf von der Veröffentlichung berichten wollte, hörte ich, dass er im Alter von 91 Jahren verstorben war. Wir haben uns beide nie getroffen und nie telefoniert. Ein einziger Brief ist bei mir kostbar aufbewahrt. Das vorliegende Buch soll ein Zusammenfluss zweier Leben darstellen, doch beides entspringt aus der einen Quelle. Diese versiegt nie und darf in immer neuen Worten, Gedanken und Bildern geglaubt und geliebt werden. Deshalb lade ich Sie sehr herzlich ein: Entdecken Sie diese Quelle neu, kommen Sie und nehmen Sie reichlich jeden Tag. Werner Schlittenhardt

7


J

anuar


1. Januar Lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen. Psalm 80,8

Gott sieht uns Ein neues Kalenderjahr beginnt. Viele ungewisse Dinge erwarten uns. Und gerade deswegen brauchen wir etwas für unser Leben, das ganz fest und ganz gewiss ist. Wir brauchen etwas, das verlässlich ist und an das wir uns halten können. Etwas, das nicht dem Wandel der Zeit unterworfen ist. Und es ist da: Gott hat uns sein Angesicht zugewandt und blickt uns durch Jesus freundlich an. Als Kind traf es mich am empfindlichsten, wenn meine Mutter ihr Gesicht von mir abwandte und mich nicht mehr anschaute. Lieber hätte ich in diesem Augenblick Schläge von ihr in Kauf genommen. Wenn sie mich doch nur wieder angeschaut und angesprochen hätte! Ich bettelte und versprach Besserung. Und dann passierte es: Auf einmal wandte sich mir Mutters Angesicht wieder liebevoll zu. Das machte meinen Tag hell, tröstete mich und schenkte mir ein neues Glücksgefühl. So viel kann einem Kind das freundlich zugewandte Angesicht der Mutter bedeuten. Auch über uns lässt Gott sein Angesicht leuchten und sieht uns freundlich an. Und das, obwohl wir auch im Leben unserer Mitmenschen so manches Porzellan zerschlagen haben. Er schaut uns freundlich an, weil er weiß, dass wir von seiner Freundlichkeit leben – viel mehr als ein Kind von der Freundlichkeit der Mutter. Er sieht uns auch deshalb freundlich an, weil Jesus unsere Schuld bezahlt hat. Ihm haben wir es zu danken, dass Gott uns freundlich ansieht. Nun liegt es an Ihnen und mir, ob wir uns diesem freundlichen Angesicht aussetzen, uns von ihm anstrahlen und wärmen lassen. Die Energie, die wir daraus gewinnen, hilft uns, dass wir fröhlich an unser Werk gehen. Und noch etwas: Wen Gott freundlich angesehen hat, der kann auch 9


J anuar seine Mitmenschen anders ansehen. In seinem Blick spiegelt sich etwas vom Angesicht Gottes. Wenn die Menschen uns übersehen und ausgrenzen – Gott sieht uns freundlich an. Wenn eine ungewisse Zukunft uns düster angrinst – Gott sieht uns freundlich an. Wenn Schuld uns bedrückt und anklagt – Gott sieht uns freundlich an und will uns herauslocken in sein helles Licht. So gewiss die Sonne an jedem Tag in diesem neuen Jahr aufgeht und leuchtet, so gewiss ist Gottes leuchtendes und freundliches Angesicht über uns. Gebet: Danke, Herr, für das neue Jahr. Danke, dass du mich freundlich anschaust. Ich bitte dich, präge du durch deine Freundlichkeit mein Leben.

2. Januar Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! Sagt den verzagten Herzen: „Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott!“ Jesaja 35,3-4

Unser zweites Herz Wenn das organische Herz krank ist, dann zeigt sich das auf Schritt und Tritt. Da wird die Arbeit wohl angepackt, doch bald lässt man die Hände sinken. Die Schritte werden schwer, die Knie werden weich, und wir straucheln. Es geht dann einfach nicht mehr. Die Grundursache: Das Herz ist schwach und krank. Es schafft die Arbeit für den Körper nicht mehr. Die Bibel erinnert uns daran, dass wir ein zweites, ein nichtorganisches Herz haben – der Sitz unseres ganzen Wesens. Doch 10


J anuar auch dieses Herz macht uns zu schaffen. Es muss mit vielen Dingen fertigwerden. Das war auch schon in der Zeit des Propheten Jesaja so. Damals wurde die Heimat Jerusalem zur Trümmerstätte. Die Bewohner mussten ihre Heimat verlassen und wurden nach Babylon verschleppt. „Was soll uns die Zukunft bringen? Werden wir je wieder in unser Land zurückkehren?“, so fragten sich viele Verschleppte, und nicht wenige resignierten. Ihre Hände wurden müde und ihre Knie wurden weich. Zu Beginn des neuen Jahres wandern unsere Gedanken in die Zukunft. Was wird sie uns bringen? Können wir Gutes erwarten? Oder nimmt die Angst schon zu Beginn des Jahres jeden Schwung aus unserem Leben? Manch einer ist am Beginn des neuen Jahres schon müde, verzagt und möchte resignieren. Er fragt sich: „Lohnt es sich überhaupt, auf etwas Neues zu hoffen? Für unser Land, unsere Gemeinde, unsere Familie und für uns selbst?“ Oder steht für uns jetzt schon fest: „Wesentliches wird sich nicht verändern und große Hoffnungen können wir gleich begraben“? Was können wir tun, wenn uns solche Gedanken und Vorahnungen plagen? Jesaja begegnete seinem geknechteten Volk mit den Worten: „Euer Gott kommt. Erwartet seine Hilfe, sein Eingreifen. Ja, er kann euch sogar aus dem Exil herausführen.“ Und sein Wort, das er lange vor der babylonischen Gefangenschaft verkündigt hatte, trat ein. Gott kam zu Israel und setzte es frei. Eine fröhliche Heimkehr und ein mutiger Wiederaufbau folgten. Und Gott ist auch zu uns gekommen – in Jesus, seinem Sohn. Sich an ihn zu klammern und alles von ihm zu erwarten, das ist Medizin für geistlich verzagte Herzen. Der Liederdichter sagt es uns: „Sieh nicht an, was du selber bist in deiner Schuld und Schwäche, sieh den an, der für dich gekommen ist, dass er für dich spreche.“ So wird unser Herz gesund, und Kraft kommt wieder in unsere Hände und Füße. Dann packen wir die Dinge wieder an, dann gehen wir wieder Wege, die uns vorher zu schwer waren: Wege der Versöhnung und der geduldigen Liebe. Und wir stimmen dann ein in das Luther-Wort: „Frau Sorge, ich habe keine Zeit für dich, ich muss heute Gott singen, dichten und loben.“ Denn unser Gott ist gekommen. 11


J anuar Gebet: Herr, dir gebe ich mein zweites Herz. Bitte achte mit darauf, dass es gesund bleibt und viel Mut und Kraft in mein Leben pumpt. Dir gebe ich auch meine Zukunft. Führe du mich einen guten Weg. Auch heute.

3. Januar Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr‘s denn nicht? Jesaja 43,18-19

Neues Denken Ein Christ ist dankbar für die großen Erfahrungen in der Vergangenheit. In der Erinnerung liegt oft ein kräftiger Ansporn zu neuem Vertrauen. Denn der Herr, der die Situation damals meisterte, ist ja auch heute und morgen in der Lage, unsere Probleme zu lösen. Umso erstaunlicher ist dieses Wort, nicht an das Alte und Vorige zu denken. Der Grund für dieses Prophetenwort liegt im Unglauben des Exilvolkes. In der babylonischen Gefangenschaft sagten sich die Israeliten: „Ja, damals, als unsere Väter durchs Rote Meer zogen, da hat Gott mächtig eingegriffen – doch unsere jetzige Situation ist eine völlig andere, da ist Hopfen und Malz verloren. Wir müssen uns geschlagen geben und uns damit abfinden. Babylon, dessen Ketten wir tragen, ist viel zu mächtig.“ Mitten hinein in dieses Denken muss also Gottes Prophet sein Wort ausrichten. Gott verlangt von den Gefangenen Israels, dass sie nicht bei den Glaubenserfahrungen vergangener Tage stehen bleiben, sondern Gott auch in ihrer jetzigen Lage Wunder zutrauen. 12


J anuar Israels Rede würde sich heute vielleicht so anhören: „Ich weiß, dass Gott uns schwere Lasten auferlegt. Aber das, was ich jetzt zu tragen habe, das geht über alle Vorstellungen hinaus. Da kann man nur resignieren.“ Vielleicht sagen wir auch: „Ich weiß, dass Gott mit Schwierigkeiten fertigwird, doch die Schwierigkeiten, vor denen ich jetzt stehe, sind besonderer Natur, da helfen kein Glaube und kein Gebet mehr.“ Auf diese Art und Weise führen wir das Außergewöhnliche unserer Lage gegen Gott ins Feld und meinen, in dieser Angelegenheit sei selbst Gott machtlos. Doch Tatsache ist: Nichts und niemand ist imstande, Gott in Verlegenheit zu bringen, denn „er weiß viel tausend Weisen zu retten aus der Not.“ Gottes Taten und die Weisheit seiner Wege sind eben nicht alle in meiner bisherigen Erfahrung sichtbar. Da gibt es immer noch etwas, das größer ist, größer, als ich es bisher erfahren habe und „größer, als ich denken kann“. Wie Gott wenig später Israel aus der Gefangenschaft führte, das war dann für die Beteiligten eine historisch einmalige Wunder-Erfahrung, ähnlich gewaltig wie der Durchzug durchs Rote Meer. Es gehört auch heute zu unserem Glaubensweg, nicht nur aus der Vergangenheit zu leben, sondern voll Spannung zu hoffen und zu warten, wie Gott heute sein Wort an uns erfüllt. Gott liebt es, uns zu überraschen und Neues in unser Leben zu bringen. Unser Glaube darf dessen gewiss sein: Der Herr der vergangenen Tage ist auch der Herr der kommenden. Gebet: Herr, mein Erlöser, ich will dir vertrauen, dass du schon Lösungen hast für die mich bedrängenden Schwierigkeiten. Danke, dass du auch heute in meinem Leben kleine und große Wunder vollbringen willst.

13


J anuar 4. Januar Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Psalm 23,3

Einmalige Lebensmöglichkeit Glückspilz oder Pechvogel – wir sind versucht, manche unserer Zeitgenossen oder auch uns selbst der einen oder anderen Menschengattung zuzuordnen. Doch selbst einen Glückspilz überkommt hin und wieder ein heimliches Bangen und Fragen, ob denn das Glück von Dauer ist. Den Pechvogel dagegen scheint das Schicksal unfreundlich und willkürlich durchs Leben zu wirbeln. So vieles geht schief, und sobald er sich von dem einen Schlag erholt hat, trifft ihn ein anderer und reißt ihn wieder nieder. Doch wem oder was sind wir letztlich ausgeliefert? Sind wir Spielball eines anonymen Glückes oder einer geheimnisvollen Schicksalsmacht? Nun, ich denke, es gibt da eine ganz vernünftige Art und Weise, das Leben zu betrachten und mit ihm fertigzuwerden. Wenn ich mein Leben Jesus Christus anvertraue, der gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, merke ich bald, dass ich weder Glücks- noch Pechsträhnen ausgeliefert bin, sondern von ihm geführt werde. Ja, ich entdecke, dass ich auch schon in der Vergangenheit von ihm geführt worden bin, ohne es damals geahnt zu haben. Wenn ich genau hinschaue, dann erkenne ich eine Spur in meinem Leben: den Weg Jesu zu mir und den Weg Jesu mit mir. Ihm, dem Herrn des Lebens, kann ich mein ganzes Vertrauen geben, weil ich an einer entscheidenden Stelle schon erfahren habe, dass er mein Vertrauen verdient. Als er am Kreuz für mich starb, hat er mein Schuldproblem ein für alle Mal gelöst. Diese Liebe, die er mir am Kreuz zeigt, will er mir auch in den vielfältigen und komplizierten Lebensfragen zeigen und mir von seiner Erlösung her Lösungen zukommen lassen. Er will mich führen und durchbringen. Dabei geht es nicht hauptsächlich darum, dass sich manche Wünsche erfüllen, 14


J anuar sondern darum, ihn zu erfahren und einmal bei ihm in der neuen Welt anzukommen. Das ist wahre Lebenserfüllung, denn das eigentliche Leben finden wir nicht in einer Sache, sondern in einer Person: in Jesus. Weder Pech- noch Glückssträhnen oder Schicksalsschläge sollen unser Leben bestimmen. Jesus will es tun, indem er bei uns ist an jedem Tag, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Und dort, wo er bei uns ist, da will er uns führen wie ein guter Hirte seine Schafe. Gebet: Danke, Herr, dass du auch heute bei mir bist und vor mir hergehst. Lass mich Lebenserfüllung finden in den Wegen, die du mir zeigst.

5. Januar Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten. Matthäus 2,2

Unsere Zukunft Steht unser Schicksal für dieses neue Jahr in den Sternen? Nein, ganz bestimmt nicht – auch wenn manche dies behaupten und zur Bestätigung ihrer Überzeugung gar den biblischen Bericht der Sterndeuter hervorholen können. Doch bei genauerem Betrachten dieses Berichts erkennen wir, dass der Stern deshalb den Weg deutete, weil Gott seine Hand im Spiel hatte. Dass der Messias geboren werden sollte, lag ja nicht in erster Linie an der Sternenkonstellation. Schon viel früher hatte Gott 15


J anuar dies den Propheten in Israel gezeigt. Der Stern zeigte also nichts Neues an, sondern bestätigte vielmehr Gottes früheres Versprechen. Wir stellen deshalb fest: Beide, der Stern in der Natur und das Wort der Propheten, stehen ganz im Dienste des Schöpfers und verkünden uns seine Absichten in dieser großen Welt. Nein, wir können ganz getrost sein, unsere Zukunft steht nicht in den Sternen. Sie taucht auch in keinem Horoskop auf. Unsere Zukunft finden wir auch nicht in unseren Handlinien. Auch nicht in der Kristallkugel oder in den Karten einer Wahrsagerin. Unsere Zukunft liegt an einem viel wichtigeren Ort verborgen – nämlich in der Hand Gottes, unseres Schöpfers. Nur wenn ich Gottes Handlinien lese, erfahre ich etwas über meine Zukunft. Und es sind zwei ganz wichtige Dinge, die ich bei Gott über meine Zukunft erfahre. Das eine ist, dass Gott mir Jesus schenkt, das Licht der Welt, das heller leuchtet als alle Sterne zusammen und meine Nacht erhellt. Dieser Jesus ist mir gegeben an jedem Tag meines Lebens. Und das zweite ist, dass Gott mich segnen wird, wenn ich ihm vertraue. Damit sind uns zwei wunderbare Tatsachen für die Zukunft offenbart, die unseren Weg beleuchten und uns zeigen, wie wertvoll wir in Gottes Augen sind. So wertvoll, dass er uns das größte Geschenk macht. Und so wertvoll, dass er nicht auf uns verzichten will. Die Sterndeuter sind einem Stern gefolgt und haben das Licht dieser Welt gefunden. Ihr Weg hat sich gelohnt. Und auch unser Weg lohnt sich mit Jesus. Gebet: „Stern, auf den ich schaue, Fels, auf dem ich steh, Führer, dem ich traue, Stab, an dem ich geh. Brot, von dem ich lebe, Quell, an dem ich ruh‘. Ziel, das ich erstrebe, alles, Herr, bist du.“ (Adolf Krummacher)

16


J anuar 6. Januar Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten. Matthäus 2,2

König aller Welt Ich stelle die Frage: Warum hat Matthäus diese Geschichte überhaupt aufgeschrieben und sie ganz vorne in sein Buch aufgenommen? Sie findet sich ja sonst nirgends in den Evangelien. Warum wohl? Nun, Matthäus, so wird uns gesagt, schreibt sein Evangelium an Juden, die zum Glauben an Christus gefunden haben. Sein Gesamtthema lautet: „Die Königsherrschaft Gottes ist da.“ Und nun beginnt er seinen Bericht wie ein Romanschreiber mit dem Eintreffen des neuen Königs. Diesen neuen König stellt er also vor. Gleichzeitig stellt er ihm den alten König Herodes gegenüber. Er schildert dessen Machtgier, Eifersucht, Schläue und Brutalität. Matthäus berichtet, wie König Herodes in seinem Palast auf die Nachricht vom neugeborenen König reagiert: Er ist schockiert und erbost. Er gibt klar zu verstehen: „Hier regiere ich – hier ist kein Platz für einen göttlichen König.“ Auf der anderen Seite zeigt Matthäus den Jesus, der nicht in einem Palast wohnt, der noch keine Macht besitzt, für den aber ein Stern am Himmel leuchtet. Und dieser Jesus wird von klugen Ausländern gesucht. „Wo ist der neugeborene König? Wir haben seinen Stern gesehen. Wir sind gekommen, ihn anzubeten.“ Mit diesen Fragen und Infos landen sie im Palast des Königs Herodes. Dann sehen wir hier noch den großen Kontrast zwischen den frommen Juden und der heidnischen Delegation aus dem Osten. Die ganze religiöse Elite ist bei dem heidnischen Herodes versammelt. Hätte nicht ein halbes Dutzend dieser Leute ausgereicht, um ihm zu sagen, dass es eine biblische Verheißung gibt, nach welcher der Messias in Bethlehem geboren werden sollte? 17


J anuar Warum also dieser Aufwand? Auch hier will Matthäus den Kontrast aufzeigen zwischen den frommen Juden, die alles richtig wissen, den Messias aber letztlich doch ablehnen, und der Ausländer-Delegation, die gekommen ist, um Jesus Geschenke zu bringen und ihn anzubeten. Matthäus will seinen Lesern sagen: „Der König der Juden ist auch der König der Heiden, der König aller Menschen. Macht euch von überall her auf den Weg. Kommt, seht, findet und betet an.“ Und dieses Thema, dass Jesus ein König ist, lässt die Juden nicht los. Und so steht Jahre später die religiöse Prominenz auf dem Hügel Golgatha und schaut auf den Gekreuzigten, über dessen Haupt die Worte stehen: „Jesus Christus, König der Juden“. Laut rufen die religiösen Führer: „Ist er der König von Israel, so steige er vom Kreuze herab!“ Und dann berichtet uns Matthäus wieder von einem Heiden, von einem römischen Hauptmann. Dieser steht ebenfalls unter dem Kreuz. Er sieht, wie Jesus leidet und ruft aus: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.“ Merken wir es: Die Sterndeuter aus dem Osten bei Jesu Geburt und der römische Hauptmann aus dem Westen bei seinem Tod erkennen Jesus als König, als Gottes Sohn, als Retter, doch die eigenen Leute sind blind. Und die ausgebreiteten Arme Jesu am Kreuz bedeuten: „Kommt von Osten und Westen. Ich bin euer König.“ So hat Matthäus hier schon in die Anfangsgeschichte das ganze Thema seines Evangeliums hineingelegt. Jesus ist für alle gekommen – er ist ein König für alle. Oh lasset uns anbeten! Gebet: Herr Jesus Christus, danke, dass du für mich in diese Welt gekommen bist. Für mich und für Menschen, die mir nahe und ferne sind. Du bist der Sohn Gottes, du bist der König aller Könige. Dein Licht erhellt unsere Welt. Danke, dass ich ein Königskind sein und in diesem neuen Jahr erfahren darf, wie du mich königlich führst.

18


J anuar 7. Januar Gott spricht: Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. Jesaja 43,25

Unsere Spuren verwehen nicht Jeder, der schon einmal an einem Strand entlangspaziert oder durch tiefen Schnee gestapft ist, hat sich interessiert umgeblickt, um seine Spuren und den unverwechselbaren Abdruck seiner Füße zu betrachten. Und immer dort, wo wir im Leben unterwegs sind, hinterlassen wir Spuren und Zeichen davon, dass wir hier gelebt, geliebt, gearbeitet oder gelitten haben. Doch die eigentlichen Spuren unseres Daseins hinterlassen wir auf einem ganz anderen Terrain. Wir alle treten gewollt oder ungewollt in das Leben anderer Menschen ein. Es ist das Leben unserer Mitmenschen, es sind ihre Herzen, in die wir unsere Spuren treten. Es gehört mit zum größten Glück, das uns widerfahren kann, wenn sich ein anderer Mensch gerne und dankbar daran erinnert, dass wir eine positive Spur in seinem Leben hinterlassen haben. Das macht uns dankbar und froh und wir spüren: Das, was ich sage und tue, kann für andere ein Segen sein. Es gibt aber auch die andere Seite – dass wir merken, was wir angerichtet haben, und uns schämen. Wir sind dann unglücklich über der Spur, die wir bei dem einen oder anderen hinterlassen haben. Unsere Abdrücke stehen für Enttäuschungen, Trauer und Schmerz. Wie gerne würden wir solche Spuren ungeschehen machen. Obwohl der Satz gilt: Was geschehen ist, das ist geschehen, sind wir diesen negativen Spuren doch nicht ganz ohnmächtig ausgeliefert. Denn wir können die Vergebung des Nächsten suchen und wiedergutmachen, was noch möglich ist. Ja, das sollten wir tun, solange die Gelegenheit dazu noch besteht. Doch eines ist auch klar: Selbst auslöschen können wir die sündigen Spuren 19


J anuar unseres Lebens nicht. Denn sie sind nicht bloß vor den Augen der Menschen getreten worden, sondern vor allem auch vor den Augen Gottes. Und vor seinen Augen verwehen sie nicht, ganz gleich, wie viel Aufwand wir betreiben, sie bei den Menschen ungeschehen zu machen. Doch Jesus hat zugesagt, die Sünde zu vergeben, wenn wir ihn darum bitten: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt ...“ So steht es im 1. Johannesbrief, Kapitel 1, Vers 9 geschrieben, glaubwürdig, schwarz auf weiß. Durch sein Erbarmen werden die negativen Spuren unseres Lebens wirklich ausgelöscht – für immer. Und mit dieser Gewissheit können wir auch dann leben, wenn sich so manche von uns getretene Spur immer noch leidvoll im Leben anderer Menschen zeigt. Durch Gottes Vergebung finden wir die Kraft, dass wir nicht daran zerbrechen. Und dort, wo uns der Fuß anderer hart und lieblos getroffen hat, wollen wir nicht vergessen, dass Jesus auch diese Spuren kennt und uns die Kraft zur Vergebung und zur Überwindung schenken will. Das neue Jahr liegt noch vor uns, wie ein unberührter weiter Strand. Wir sind täglich gefordert und müssen Spuren treten. Das Beste für uns und unsere Mitmenschen ist es, wenn es Spuren in der Nachfolge Jesu sind, auf denen die Abdrücke seiner Barmherzigkeit, seiner Güte und Liebe sichtbar werden. Gebet: Danke, Herr, für die Menschen, die Segensspuren in meinem Leben hinterlassen haben. Lass auch mich ein Segen für die Menschen sein, mit denen ich heute und morgen zu tun habe. Und vergib mir dort, wo ich negative Eindrücke hinterlassen habe. Segne diese Menschen heute.

20


J anuar 8. Januar Er lässt es den Aufrichtigen gelingen. Sprüche 2,7

Hilfreiche Lebensregeln (Teil 1) Zum Anfang jedes Jahres gibt es ein paar neue Regeln, die uns von oben verordnet werden. Wenn man genauer hinschaut, betreffen die meisten Regeln direkt oder indirekt unser Bankkonto. Es geht um Steuern, um Rente, um Mehrkosten, manchmal auch um kostengünstige Maßnahmen, um Versicherungsbeiträge und so weiter. Die neuen Regeln des Staates oder der Landesregierung haben viel mit Finanzen, aber wenig mit unserem wirklichen Leben zu tun. Nun, für unser echtes Leben ist ja auch nicht der Staat, sondern sind wir selbst verantwortlich. Wie sehen wir nun das neue Jahr? Wollen wir fortfahren in der Routine des alten Jahres oder wollen wir Neues wagen und ausprobieren? Da gibt es immer wieder schöne Ideen, die uns inspirieren wollen. Von jener jungen Frau könnten wir uns inspirieren lassen: Sie nahm sich vor, ein Jahr ohne Kleiderkauf zu erleben. Diese Ich-kaufe-nicht-Regel können wir auch auf anderes anwenden, z. B. ein Jahr ohne Kauf von Luxusartikeln, ein Jahr ohne Kaffee, ein Jahr ohne … Wenn man sich das Leben berühmter Leute anschaut, dann findet man bei ihnen oft eine Regel, die ihr Leben geprägt hat. Sie haben eine Regel aufgerichtet, und mit dieser Regel ist ihnen vieles im Leben gelungen. Und genau das verheißt unser Wort aus den Sprüchen. Dort, wo wir nicht nur eine aufrichtige Haltung haben, sondern auch in der Praxis etwas aufrichten, das Gott gefällt, dort gelingt etwas, und Gott stellt sich dazu. Albert Schweitzer, der berühmte Urwalddoktor, stellte für sich die Regel „Ehrfurcht vor dem Leben“ auf. In dieser Haltung begegnete er vielen kranken und hilfsbedürftigen Menschen. Der amerikanische Gehirnchirurg Benjamin Carson gab sich das 21


J anuar Motto „think big“ – denke groß, setze dir hohe Ziele. Ich selbst habe für mich zwei Sätze gewählt, die mich immer wieder begleiten und ermuntern: „Der Dankbare ist der Glückliche“ und „Umarme den Alltag“. Der Geigenbauer Martin Schleske hat für sich zehn Lebensregeln aufgestellt. Er schreibt: „Eine Lebensregel ist ein Zeugnis, das mir hilft zur Klärung meines Lebens.“ Eine seiner Regeln lautet: „Lass dich führen. Lass dich von Gott führen.“ Viele Bibelworte und auch die neue Jahreslosung eignen sich ebenfalls als Jahres- oder Lebensregel. Die vielleicht kürzeste und wirksamste aller biblischen Regeln lautet: Bete. Wenn wir das tun, dann dürfen wir damit rechnen: Dort, wo wir beten, geschieht Neues. Im Jakobusbrief wird uns verheißen: „Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist“ (5,16). Gebet: Herr, lass mich in diesem Jahr neue Erfahrungen machen mit dem Gebet.

9. Januar Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie deinen Augapfel. Sprüche 7,2

Hilfreiche Lebensregeln (Teil 2) Vor Kurzem habe ich das Buch von einem Pastor aus Amerika gelesen. Er hat für sich ein Zehn-Sekunden-Prinzip aufgerichtet und zu seiner Lebensregel gemacht. In seinem Christsein hat er die Erkenntnis gewonnen, dass oft ein guter Handlungsimpuls etwa zehn Sekunden lang seine Gedanken beschäftigt. Wenn er 22


J anuar diesem Impuls nachgibt, hat er oft den Eindruck: „Jetzt habe ich das Richtige getan, das, was Jesus von mir wollte.“ Und wenn er die zehn Sekunden verstreichen lässt, dann melden sich in seinem Inneren Stimmen, die den Impuls niederdrücken oder lächerlich machen, dann gewinnen meist die Gegenargumente die Oberhand, und er versäumt es, dem Impuls nachzugeben. Darunter können Impulse sein, wie: „Rufe ihn jetzt an. Geh auf diesen Menschen dort zu. Kaufe etwas Nettes für deine Frau. Sprich mit deinem Sohn über diese Sache. Du kannst jetzt nicht weiterschlafen, steh auf und nimm dir Zeit zum Gebet. Spende für diese Organisation. Gib dem Bettler auf der Straße etwas von deinem Supermarkt-Einkauf.“ Nun, auch wir können dies für uns ausprobieren. Allerdings ist diese Regel auf der Tatsache aufgebaut, dass sich jemand intensiv mit dem Wort Gottes beschäftigt und gerne bereit ist, auf die Stimme Gottes zu hören. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für unser geistliches Handeln im Alltag. Eine wichtige Lebensregel lautet deshalb, achtzuhaben auf das, was der Herr uns in seinem Wort und dann auch in der entscheidenden Situation sagt. Damit dies besser gelingt, können wir uns wichtige Gedanken aufschreiben, die wir der täglichen Andacht oder einem Bibeltext entnehmen. In eigenen Worten schreiben wir dann z. B. einen kurzen Satz auf, den wir für diesen Tag besonders bedenken und beachten wollen. Wir können also aus dem Reichtum der Schrift für jeden Tag eine tägliche kleine Lebensregel entnehmen, die uns hilft, Glück und Freude in unser Leben zu bringen und den Willen Gottes zu tun. Gebet: Herr, hilf mir, an diesem Tag achtzuhaben auf dein Wort. Lass meine Gedanken Worte finden, die mich führen und leiten.

23


J anuar 10. Januar Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

Übung macht den Meister Eine Lebensregel nützt mir herzlich wenig, wenn sie nur auf dem Papier steht. Sie ist erst dann kostbar, wenn sie meine Herzensangelegenheit geworden und mir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn ich sie übe und wenn ich gute Erfahrungen mit ihr gemacht habe. Vieles gelingt uns im Leben, weil wir es immer wieder üben, weil wir immer wieder die gleichen Handgriffe und Arbeitsabläufe erledigen. Die Künste, die wir oft im Fernsehen bewundern, kommen deshalb zustande, weil Menschen tage-, wochen-, monate- und jahrelang üben. Das Sprichwort stimmt: Übung macht den Meister und die Meisterin. Wir wissen aber auch, wie einmal gelernte Dinge wieder verloren gehen, wenn wir nicht in Übung bleiben. Viele Sprachkenntnisse, die ich einmal hatte, sind verloren oder verschüttet, weil ich nicht in der Übung geblieben bin. Könnte es sein, dass unser Christsein und unser Gemeindeleben an dieser Stelle ein deutliches Defizit haben? Dass wir die geistlichen Dinge, die uns beim Lesen der Bibel oder in einer Predigt wichtig werden, viel zu wenig üben? Wir hören sie immer wieder und weil wir sie so oft hören, denken wir schnell: „Ja, so sehe ich das auch.“ Oder wir denken: „Ja, das habe ich auch schon mal erlebt.“ Aber haben wir diese Angelegenheit je auch über einen längeren Zeitraum geübt? Ein deutscher Schriftsteller aus dem 18. Jahrhundert meinte: „Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für ihre Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?“ 24


J anuar Gottes Wort lädt uns zum Üben ein: Liebe und Demut üben und das Wort Gottes hoch- und festhalten, dort, wo andere Meinungen mich bedrängen. Auf diese Weise werden wir wachsen und reifen und Frucht bringen für den Herrn. Gebet: Herr, hilf mir, in diesem Jahr diese drei Dinge immer wieder neu zu üben: Liebe, Demut und dein Wort zu halten.

11. Januar Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz. Psalm 119,18

Geöffnete Augen für Gottes Wort Es gibt Menschen, die sehen generell mehr als andere. Meine Frau ist solch ein Mensch. Sie sieht viele Dinge, die ich nicht sehe ... Manchmal stöhnt sie auch darüber und sagt: „Ich sehe zu viel.“ Ich dagegen bin darauf angewiesen, dass man mir sagt: „Siehst du das da ... siehst du das dort …?“ Gott, unser Vater, möchte uns gerne die inneren Augen öffnen, damit wir seine Geheimnisse und seine Wunder entdecken. In unserem Leben, in der Schöpfung, im Leben anderer Menschen, vor allem aber auch in seinem Wort. Deshalb dürfen wir gerade zu Anfang dieses neuen Jahres mit der Bitte zu ihm kommen: „Herr, öffne du mir die Augen für dein kostbares Wort.“ Dieses Gebet dürfen wir immer sprechen beim Gang durch das Wort Gottes oder dort, wo wir eine Predigt hören. Vor allem auch dann, wenn wir seit einiger Zeit eine eher gleichgültige Haltung dem Wort Gottes gegenüber verspüren und wir nicht mehr von ihm entzündet werden. 25


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
271560 by Fontis-Shop - Issuu