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Manfred Paul
Manfred Paul
Dran bleiben! Kurs halten! Ratschläge eines Seelsorgers
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Manfred Paul Dran bleiben! Kurs halten! Ratschläge eines Seelsorgers Bestell-Nr. CV: 271.197 ISBN CV: 978-3-86353-197-3 Bestell-Nr. MNR: 180039 ISBN MNR: 978-3-85810-142-6 Es wurde folgende Bibelübersetzung verwendet: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten 1. Auflage © 2016 Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg www.cv-dillenburg.de Satz und Umschlaggestaltung: Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg Umschlagmotiv: © Shutterstock.com/Netfalls - Remy Musser Druck: GGP Media GmbH, Pößneck Printed in Germany
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*** Inhalt 1 Leidvolle Zeiten . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2 Mein Wille geschehe! . . . . . . . . . . . . . 15 3 Keine Bibel – kein Frühstück . . . . . . . . . 21 4 Kraft liegt allein in der Wahrheit! . . . . . . 24 5 Toleranz? Oder Anpassung? . . . . . . . . . 29 6 Christliche Grenzgänger . . . . . . . . . . . 36 7 Neues Leben aus Gott . . . . . . . . . . . . . 41 8 Sieg über die Finsternis . . . . . . . . . . . . 47 9 Heilsgewissheit . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 10 Das Motiv des Gebens . . . . . . . . . . . . . 58 11 „Wie geht‘s?“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 12 Sieg über die Sünde . . . . . . . . . . . . . . 66 13 Sieben katastrophale Zustände . . . . . . . 71 14 Das anbetende Herz . . . . . . . . . . . . . . 76 15 Kannst du vergeben? . . . . . . . . . . . . . 82 16 Deine Gaben – deine Aufgaben . . . . . . . 87 17 Heilige Stille vor Gott . . . . . . . . . . . . . 92 18 Ist der Herr Jesus unhöflich? . . . . . . . . . 96 19 Goldmedaille für Mutti . . . . . . . . . . . 102 20 Termin mit dem Herrn Jesus . . . . . . . . 109 21 Vater, unser bestes Stück . . . . . . . . . . 115 22 Übergabegebet . . . . . . . . . . . . . . . . 121
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23 Worte Gottes am Sterbebett eines Gotteskindes . . . . . . . . . . . . . . 24 Was erwartest du? . . . . . . . . . . . . . . 25 Die EntrĂźckung . . . . . . . . . . . . . . . . 26 EinmĂźtigkeit oder Einheit um jeden Preis? . 27 In den Spiegel geschaut! . . . . . . . . . . . 28 Die vaterlose Gesellschaft . . . . . . . . . . 29 Nur kein Hampelmann! . . . . . . . . . . . 30 Sturmwarnung - und jetzt? . . . . . . . . . 31 ER selbst! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Nur keine Panik! . . . . . . . . . . . . . . . 33 Wie geht es dir? . . . . . . . . . . . . . . . 34 Freude steckt an . . . . . . . . . . . . . . . 35 Verzage nicht! Fasse Mut! . . . . . . . . . . Endnoten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
125 127 133 137 143 147 154 158 162 166 170 174 179 184
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1 Leidvolle Zeiten ... und sie hatten keinen Tröster. Prediger 4,1
Die Welt ist ein Tränenacker. Wohin wir auch unseren Fuß setzen, wir gehen immer über Gräber. Krankheit, Not, Leid, Tränen, Trauer, Schmerz, Verzweiflung säumen den Weg durch unser kurzes Leben. Nur ein kurzer Krankenbesuch im Spital, ein eiliger Gang durch die Psychiatrie, ein Blick in die Unfallstation genügen, um zu erahnen, wie viel Kummer und Leid uns auf Schritt und Tritt begegnen. Doch alle Not und Verzweiflung müssen durchlitten, durchgestanden und durchgekämpft werden. Oft mutterseelenallein – ohne Trost und Zuwendung. Die Zahl der Tage unbeschwerter Fröhlichkeit sind wenige. Ja, die Gesundheit! Es gibt kaum ein Thema, das so eifrig diskutiert wird. Da fehlt es nicht an gut gemeinten Ratschlägen: „Du musst jetzt aber ...!“ – „Du solltest eigentlich ...!“ – „Dem Gero hat es ja auch geholfen. Du solltest das auch mal ausprobieren!“ 8
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„Oder vielleicht den Arzt wechseln. Ein anderes Gutachten einholen!“ Oh, diese oft nervigen Ratschläge! Mit dem Wunsch „der guten Besserung“ und mit der platten Bemerkung: „Es wird schon wieder – denk dran, Unkraut vergeht nicht!“, fällt die Klinke leise ins Schloss. Allein gelassen! Und auf deine Fragen nach dem WARUM und WOZU findest du keine Antwort, weder Trost noch Hilfe, weder Rat noch Erleichterung. Alleingelassen starrst du zur Zimmerdecke. Schließt die Augen und denkst und denkst und denkst. „... und sie hatten keinen Tröster“ (Prediger 4,1). Ich denke an den leidgeprüften Hiob, den von Kummer und Schmerz durchbohrten Gottesmann. Alles hatte er verloren. Alles! Selbst seine Frau riet ihm: „Fluche Gott und stirb!“ (Hiob 2,9). Und als seine Freunde ihn besuchten, rief er am Ende voller Bitterkeit: „Ich habe so etwas nun viel gehört. Mühsame Tröster seid ihr alle!“ (Lies Hiob 16,4). Viele haben sich das Klagen so sehr angewöhnt, dass sie dem anderen geradezu zwanghaft immer wieder neu ihre „Zipperlein“ vorjammern. Wer aber seine Lebensqualität verbessern will, der darf durch Gottes Hilfe und Kraft seine Gnade erfahren. Und was das Wohlergehen betrifft, so täten manche Zeitgenossen besser daran, ein wenig mehr Klugheit und Einsicht zu haben, denn 9
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schließlich kann man sich auch mit „Messer und Gabel“ umbringen. Wir essen im Allgemeinen zu viel und trinken sehr oft das Falsche. Fallen von einer Sofaecke in die andere. Und wenn es noch ein Auto zur Toilette gäbe, wahrhaftig, es würde als neueste technische Errungenschaft beklatscht. Bei allem muten wir aber auch unserer Seele viel zu viel Negatives zu. Wer einen Hang zur Schwermut hat, der findet in den KatastrophenNachrichten die rechte „Seelenspeise“. Ist es dann ein Wunder, dass ein trauriger Schleier die Seele verfinstert und kein Stern mehr leuchtet? Wer pausenlos die Informationen aus Radio, Fernsehen und Zeitung schluckt, ohne ein Bad der Reinigung in Gottes Wort zu nehmen, bei dem bleiben Grauen und Schmutz haften. Wenn uns manchmal die rechte Freude in Christus abhanden geht oder wir in Schwermut zu versinken drohen, dann kann das auch daran liegen, dass wir unserem Leib, unserer Seele und unserem Geist nicht die von Gott gewollte Lebensführung einräumen. Charles Spurgeon sagte einmal: „Ein tiefer Atemzug an frischer Seeluft ist das Zweitbeste neben dem Heiligen Geist!“ Stattdessen stöbern wir viel lieber in den alten Tee-Rezepten unserer Großmutter herum, vermuten dort etwas Heilsames zu finden, anstatt einmal Gottes Wort aufzuschlagen und darin zu forschen, was Gott über 10
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Gesundheit sagt. Nimm einmal das Buch der Sprüche zur Hand. Du wirst staunen, was Gott darin über das Wohlergehen sagt, wie treffend die Worte über ein frohes Herz, einen befreiten Geist und über ein ruhiges Gewissen sind. Richte doch deinen Blick, der immer wieder in die Abgründe schauen will, hinauf zu deinem gnädigen Gott! Du sollst wissen, dass seine Gnade auch für dich jeden Tag neu ist. Denke daran, dass es seliger ist, in den starken Armen Gottes, unseres himmlischen Vaters, zu ruhen und sein Los tapfer zu ertragen, als gesund und munter vom Alltagskram aufgefressen und verschluckt zu werden. Werde doch einmal reich an den froh machenden Verheißungen und den wunderbaren Erfahrungen, die du mit deinem HERRN hattest! Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Sei unverzagt: In den tiefen Tälern oft unverstandener Wege Gottes hat dein Vater im Himmel auch für dich frische Quellen neuer Kraft bereitet. Denke daran und halte es ganz fest in deinem Herzen: Dein Vater im Himmel ist der Vater der Erbarmungen und der Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis. Lies 2. Korinther 1,3. Und nun bringe dein Herz vor ihm zur Ruhe! Dein Gott macht keine Fehler. Ihm entgeht auch nicht der leiseste Seufzer in deinem Schmerz. 11
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Meinst du, dass er „das Schäflein seiner Weide“ umkommen ließe? Ist es nicht der Herr Jesus, der gute Hirte seiner Herde, der dich kennt und um dich besorgt ist? Wenn du auch vieles nicht verstehst, überlass ihm getrost den Verlauf deines Lebens. Der Herr Jesus lässt dich nicht allein! Du bist in seiner starken Hand auf ewig geborgen. Deine Gebete sind ihm kostbar, deine Tränen bewegen sein Herz. Wir, die wir ja von Herzen glauben und sein Eigentum sind, dürfen wissen, dass uns kein blinder Zufall trifft. Unser Heiland handelt nach seinem weisen Plan. Er hat es in seiner Hand, unser Los zu wenden. Bei Gott ist kein Ding unmöglich! Wie unweise und töricht ist es, zu behaupten, dass ein wiedergeborenes Gotteskind nicht krank sein darf. Paulus schreibt in 2. Timotheus 4,20, dass er sogar seinen treuen Mitarbeiter Trophimus krank in Milet zurücklassen musste. Oder denke an den treuen Mitstreiter des Paulus, Epaphroditus, der todkrank war (Philipper 2,25.27). Nirgendwo steht in der Bibel, dass ein Gotteskind immer und in jedem Fall mit Heilung rechnen kann. Es ist unverantwortlich, einem Gotteskind mangelnden Glauben vorzuwerfen. Ist es nicht so, dass wir irgendwann alle mit unserem Körper an Grenzen kommen? Dass unser Leib sein Ende findet? Sicher sind wir alle davon überzeugt, dass der 12
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Prophet Elisa ein Mann des Glaubens war, der viele Zeichen und Wunder getan hatte. Und von ihm heißt es in 2. Könige 13,14: „Und Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an der er später starb.“ Um welche Krankheit es sich handelte, wissen wir nicht. Manche Gotteskinder müssen eben auch mit Herzkrankheiten, Magengeschwüren, Leberleiden oder Krebs rechnen. Jeder Mensch hat irgendwo seine Schwachstellen. Sind wir aber wirklich bereit, Krankheiten, die nun einmal mit des Leibes Schwachheiten zusammenhängen, aus Gottes Hand anzunehmen? Meinen wir, dass es wirklich fair sei zu lehren: Wer fest glaubt, der ist nicht krank, und wer krank ist, der glaubt nicht richtig? Diese Irrlehre wird nirgendwo in der Heiligen Schrift gelehrt. Im Gegenteil! Hier auf Erden haben wir mit Krankheit, Tod, Unfrieden und tausendfachen Nöten zu kämpfen. Doch gerade in dieser Lage neigt der barmherzige Gott, der Vater der Erbarmungen, uns sein Herz zu und lässt uns wissen: „Ich verlasse dich nicht. Ich helfe dir und schenke dir Kraft zum Tragen, zum Ertragen und zum Überwinden!“ Wie oft denke ich an meine liebe Mutter, die auf dem Sterbebett lag. Nur einen Wunsch brachte sie energisch über ihre Lippen: „Wir müssen in allem den HERRN verherrlichen!“ 13
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Welch tröstendes Wort: Er hat seinen Engeln befohlen, dich vor dem Sturz in die Tiefe zu bewahren. Und wenn du dann am Ziel deiner Wege angekommen bist, dann wirst du rückblickend voller Bewunderung bekennen: „Die Wege meines HERRN waren vollkommen und gut! Das bittere Leid, die unverstandenen Wege, sind mir zum Heil geworden!“ Und voller Dankbarkeit wirst du erkennen, dass es gerade die schweren Wege waren, die dir zum Segen wurden. Und nun pack alle deine Fragen, Sorgen und Nöte, Kümmernisse und Befürchtungen in Gottes Gnade ein und schaue in das freundliche Angesicht deines allmächtigen Gottes, das dem entgegenstrahlt, der ihm kindlich glaubt und vertraut. „Du, Seemann, zu welchem Zweck sind eigentlich die Sandbänke, Felsen und Klippen?“ Die Antwort kam prompt: „Damit die Seeleute sie meiden und umschiffen!“ Die rechte Würde des Lebens zeigt sich nicht darin, dass wir den Schwierigkeiten des Lebens aus dem Weg gehen, sondern darin, dass wir sie um unseres Herrn Jesu willen und in seiner Kraft beherrschen! Der HERR ist mein Trost und meine Sicherheit!
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2 Mein Wille geschehe! Oder: Was willst du, dass ich dir tun soll? Markus 10,51
Es gibt Menschen, die Gott mit vielen Begabungen beschenkt hat – Gesang, Kreativität, Führungsqualität, Redekunst, Klugheit, Auffassungsgabe. Doch wie setzt du diese Gaben für das Reich Gottes ein? Etwa nur zur Unterhaltung anderer? Oder zur Ehre Gottes? Wir alle haben nur ein begrenztes Maß an Zeit zur Verfügung, ein unwiederbringliches, kostbares Gut. Wie nutzt du deine Zeit? Wie füllst du deine Stunden aus? Wie verbringst du deine „freien Stunden“? Womit den wohlverdienten Feierabend? Wie deine Begegnungen und Gespräche mit Freunden? Mal Hand aufs Herz: Wie viel kostbare Zeit wird oft durch hohles Geschwätz vertan. Als Paulus zum lebendigen Glauben an seinen HERRN kam, war seine erste Frage: „Wer bist du, HERR?“ (Apostelgeschichte 9,5). Diese Frage sollte jeden Christen bewegen. Ist der Herr Jesus wirklich HERR in 15
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meinem Leben? Paulus hörte auf die göttliche Stimme, die ihm befahl: „Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst!“ (Apostelgeschichte 9,6). Die erste Voraussetzung dafür, Gottes Willen für unser Leben zu erfahren, ist die Bereitschaft, „hinhören zu wollen“ und auf seine Stimme zu achten. Willst du wirklich von Gott eine Antwort erhalten? Dann sei aufrichtig und entschlossen ihm gegenüber: „Rede HERR, dein Knecht hört!“ Lass einmal das heilige Licht Gottes all deine Lebensgebiete durchleuchten. Wie steht es um deinen Körper, deine Gefühle und Fantasien? Wie gehst du mit deinem Geld und Gut um? Wie mit deinem Besitz, den Gott dir anvertraut hat? Schließlich bist du nur Verwalter und Gott gegenüber verantwortlich. Für sinnlosen Luxus sollte in deinem Leben kein Platz sein. Benutzt du dein Geld etwa nur zur Befriedigung deiner egoistischen und selbst gepflegten Lüste? Oder brennt dein Herz für Gottes Sache? Viele Christen genehmigen sich ohne Skrupel einen der Zeit angepassten Lebensstil. Doch der Tag kommt, an dem jeder Rechenschaft über sein Erdenleben geben muss. Darum halte nichts zurück, was Gott gehört! Denke daran, was von den Christen in Mazedonien in 2. Korinther 8,5 gesagt wurde: „Sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn!“ 16
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Darum ist auch zuerst dein Herz gefragt, denn an dieser unsichtbaren Schnur hängen deine Zeit, deine Kraft, dein Besitz und alles, was dein ist. Viele befürchten, dass Gott, wenn sie nach seinem Willen fragen, ihre privaten Pläne durchkreuzt. Kennst du auch diese heimliche Sorge? Bitte, schau nicht ängstlich um dich. Vertraue dem Herrn Jesus in allem, nur dann wirst du glücklich deinen Weg mit ihm gehen. Wer im Willen Gottes steht, der steht im Zentrum seiner Liebe und Gnade. Sei voller Mut und Gottvertrauen, denn seine gute Hand wird dich leiten, und deine Überlegungen werden vom Heiligen Geist kontrolliert und gesteuert. Deine Parole sei allein, Gottes Willen zu erkennen und zu erfüllen. Sein Programm muss dein Programm werden. Deine Zukunft soll allein in seiner Hand liegen. Suchst du aufrichtig Gottes Willen für dein Leben? Dann ruhe nicht eher, bis dein Herz in dieser Frage Frieden gefunden hat. Sehr oft werden wir dabei auf die Geduldsprobe gestellt, weil wir gerade in dieser Zeit erkennen, was in unseren Herzen steckt. Niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen. Keiner kann dich dabei vertreten. Den Preis musst du bezahlen. Kompromisse sind ausgeschlossen. Aber es lohnt sich tausendfach! Wirklich! Weil das stimmt, was der Herr Jesus uns in seinem Wort an Segen und zukünftiger Herrlichkeit 17
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versprochen hat, wie kann dann ein Opfer für ihn zu groß sein? Wenn du dich dem Herrn Jesus völlig ausgeliefert hast, wird er auch alle anderen Belange in eine Gott wohlgefällige Balance bringen. Oh nein, du wirst dabei nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil! Der Segen Gottes wird deine Hände füllen. Voll Zuversicht darfst du sagen: „Herr Jesus, dir in die Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt!“ Bist du wirklich bereit, dem Herrn Jesus die Führung deines Lebens zu überlassen? Dann hat er auch für dich das Sorgen übernommen. Er wäre doch ein schlechter HERR, wenn du auf eigene Rechnung in seine Nachfolge treten müsstest. Die Unruhe deines Herzens rührt letztlich daher, dass du auf der einen Seite um deine Sicherheit und dein Wohlergehen besorgt bist und andererseits recht schnell deine Menschlichkeit und Ohnmacht erkennst. Lass dich nicht in dieses teuflische Karussell zerren, das sich immer nur um dich dreht. Unruhe bringt Unfrieden und ruiniert letztlich Seele und Gesundheit. Gib deinem Herrn einen „Blanko-Vertrag“, unterschrieben mit deinem Namen, und er wird seinen Willen für dich hineinschreiben. Vertraue ihm die Führung deines Lebens an. Sage entschlossen und im Glauben ein ewiges JA zu deinem HERRN und ein entschiedenes NEIN zu dir selbst. Ein Gott 18
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hingegebenes Leben ist von der kostbaren Frucht der Liebe, der Freude und dem Frieden, sowie mit Glaubensfrische erfüllt. Welch ein Trost, welche Glaubensstabilität ist das Wissen, dass dein Heiland das angefangene Werk in dir begonnen hat und es zum siegreichen Ziel führen wird. Frage den Herrn Jesus Christus: „HERR, was willst du, das ich tun soll?“ Er wird dir antworten! Vielleicht führt der Herr dich im Moment Wege, die dir nicht gefallen. Trotzdem darfst du wissen: Seine Wege sind gut! Er führt dich auf rechter Straße um seines Namens willen. Wenn du auch manche Wege nicht verstehst und manches Leid dir Sorgen und Not macht und dir die Zukunft grau verhangen vor Augen steht, so wisse, dass er die Verantwortung für dein Leben übernommen hat. Wenn die Nadel des Kompasses immer nach Norden zeigt, so weißt du, wonach du dich zu richten hast. Doch wenn sich die Nadel beliebig dreht und du „über den Daumen gepeilt“ deine Richtung wählst, dann bist du ohne den Kompass genauso gut dran wie mit ihm. Wenn dir die Bibel stets die richtige Richtung zeigt und du ihr folgen willst, dann sei dir sicher, dass du im Willen Gottes lebst! Voraussetzung: »» Stell dein Leben bewusst unter des Herrn Jesu Kommando. (Römer 2,1) 19
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»» Studiere betend, hinhörend Gottes Wort. Hier findest du Gottes Willen. (Epheser 2,10) »» Prüfe, ob deine Gedanken mit Gottes Wort übereinstimmen. (Psalm 119,114) Sind geistlich reife Christen damit einverstanden? (Sprüche 15,22; Hebräer 13,17) »» Hast du wachsende Gewissheit? (Kolosser 3,15) »» Bestätigen die Umstände deine Richtung? (Epheser 2,10) »» Wird dadurch der Herr Jesus verherrlicht? (1. Korinther 10,31) Bete täglich um ein gehorsames Herz und um die Freude, seinen Willen nicht nur zu kennen, sondern auch tun zu dürfen. Und nun vertraue deinem HERRN, er wird dich recht führen.
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3 Keine Bibel – kein Frühstück Ich aber bin stets im Gebet. Psalm 109,4
Ein Chinese gab folgendes Zeugnis: „Ich bin Chinese von Geburt und ein Christ durch Wiedergeburt aus Glauben an den Herrn Jesus. Im Allgemeinen sind wir für unsere Ausdauer bekannt. Doch es gab in meinem Leben eine Zeit, in der ich die Bibel nur als Briefmarkenalbum verwendete. Doch im Laufe der Jahre berührte der Geist Gottes mein Herz. Und jetzt ist die Bibel mein kostbarster Besitz. Ich beginne den Tag stets mit dem Lesen des Wortes Gottes. Wenn es einmal nicht dazu kommt, muss ich Hunger leiden, denn mein Motto lautet: ‚Keine Bibel – kein Frühstück!‘ Um das Wort Gottes systematisch zu studieren, beschloss ich, jeden Tag einen Abschnitt zu lesen. Aber wann? Mein Problem war, dass ich abends gerne spät zu Bett ging und dass ich mich dann morgens immer in großer Hast an meine 21
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