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DR. DAVID YONGGI CHO

DIE VIERTE DIMENSION


Die Vierte Dimension Dr. David Yonggi Cho

Copyright © 1979, Dr. David Yonggi Cho Copyright für die deutsche Ausgabe © 2015, William Carey Verlag ISBN 978-3-944108-70-4 $XÀDJH -XOL Originaltitel: “The Fourth Dimension” Bibelstellen der deutschen Version wurden in aller Regel der Elberfelder Übersetzung entnommen. Übersetzung: Markus Rapp Cover: Albrecht Fietz, Image Design Coverbild: © Dr. David Yonngi Cho Druck: CPI books GmbH Christus für Europa e.V. Berliner Straße 1 16356 Werneuchen 033398-918771 Kontakt: info@christusfuereuropa.de www.christusfuereuropa.de www.wcvshop.de


Dr. Yonggi Cho‘s Geschichte ist einzigartig. Nach dem verheerenden Koreakrieg der 50er Jahre, rief Gott einen Mann, der die ganze Nation mit seiner Glaubensbotschaft aufrüttelte und geistlich auf dem Weg hin zum modernen Korea begleitete. Die rasante Entwicklung vom löchrigen Militärzelt in den Slums zur größten Kirche der Welt ist eindrucksvolle Bestätigung für seine Lehre vom Leben in göttlicher Dimension, die weltweit Auswirkungen mit sich brachte. Das Buch kann Christen in Deutschland wertvolle Impulse vermitteln. Volkhard Spitzer, Pastor, City Kirche Berlin Die vierte Dimension von Dr. Cho ist in der weltweiten geistlichen Literatur ein Klassiker. Er wurde geschrieben von einem geistlichen Riesen, der in seinem beispiellosen Leben und Dienst so viel Übernatürliches erlebt hat, dass er seine Erfahrungen unter diesem herausfordernden Titel zusammenfassen darf. Ich wünsche der Neuausgabe des Buches eine weite Verbreitung. Aber ich wünsche auch, nach den Erfahrungen früherer Jahrzehnte, dass das Buch verstanden wird. Es ist wichtig, dass der Leser die Voraussetzungen erkennt und ernst nimmt, die bei Dr. Cho gegeben sind, damit er unter ihrer Beachtung sich ans Werk macht. So können Fehlversuche verhindert werden, in die vierte Dimension steigen zu wollen, die dann frustrierend enden. Aber wenn wir die ganze Botschaft erfassen und in Demut umsetzen, wird der Segen unausbleiblich sein. Wolfhard Margies, Pastor, Gemeinde auf dem Weg Dr. Cho hat mit seinem Leben gezeigt, dass bei Gott alle Dinge möglich sind. Als er seinen Dienst begonnen hat und nur zu wenigen Menschen gesprochen hat, hatte er schon die große Gemeinde vor Augen. Aus diesem kleinen Anfang ist eine der größten Gemeinden der Welt entstanden. Wenn wir Gottes Plan für unser Leben entdecken, nicht aufgeben und leidenschaftlich alles geben, dann werden wir auch Gottes Dimension in unserem Leben erfahren. Entdecken Sie diese Dimension! Werner Nachtigal, No Limit und Global Outreach Day Der Dienst von David Yonggi Cho hat mein Leben und meinen Dienst nachhaltig gesegnet. Ich freue mich sehr, dass dieses Buch neu aufgelegt wurde. Es wurde für mich immer wieder zu einer Quelle der Ermutigung und der Inspiration meines Glaubens. Jobst Bittner, TOS Dienste


Achtung: Ich muss Sie ausdrücklich warnen. Dieses Buch ist revolutionäre Sprengkraft. Dr. Cho hat mit diesem Buch nicht nur Wissen über die vierte Dimension vermittelt, sondern auch meine Vorstellungswelt und geistlichen Horizont enorm erweitert. Dieses Buch ist eines der ganz wenigen, das mein Leben nachhaltig bereichert und verändert hat und meinen Dienst konstant in den letzten zwei Jahrzehnten nach vorne katapultiert hat. Warum? Dr. Cho zeigt uns, wie wir unsere Phantasie und Vorstellungswelt von der Leine lassen, Gott weihen, um dann mit dem Heiligen Geist brütend die Zukunft im Geist aktiv zu gestalten, in der wir dann irgendwann leben. Auch wenn Dr. Cho mich vermutlich nicht kennt, so hat er mein Leben und meinen Dienst nachhaltig beeinflusst. Das gleiche wird er auch für Sie tun, wenn Sie dieses Buch betend in die Hand nehmen. Andreas Herrmann, Pastor, Christliches Zentrum Wiesbaden Yonggi Cho hat mir geholfen die Realität der Gegenwart des Reiches Gottes zu verstehen und zu umarmen. Wir sind nicht dazu verdammt in der Gefallenheit dieser Schöpfung zu verweilen, wir haben Zugang zum Reich Gottes, in dem alles möglich ist, was unser Herr wirken möchte. Damit sind wir keine Spielbälle dieser Welt, sondern Überwinder des Bösen durch das Wirken des Heiligen Geistes. Martin Buehlmann, Leiter der Vineyard D.A.CH. Ich habe in jungen Jahren zwei verschiedene Ausgaben von Die Vierte Dimension gelesen. Es hat mich fasziniert und mir neue, wichtige Aspekte unseres Standes in Christus und eine praktische Anleitung zur Partnerschaft mit Gott geöffnet. Danach lebe ich bis heute und ich habe seitdem auf diese Weise viele Menschen gesegnet und Umstände im Sinne Gottes verändert gesehen. Ich lehre diese Entdeckungen selber und möchte, dass eine ganze Generation von Christen in unserem Land lernt aufzustehen, um in ihrem Umfeld das Wirken Gottes freizusetzen. Dieses Buch wird genau das fördern und ich hoffe, dass diese neue Ausgabe eine wahnsinns Verbreitung findet. Keith Warrington, Jugend mit einer Mission


Die Vierte Dimension Ich war viele Male in der Yoido Kirche in Seoul und ich habe viele Menschen aus aller Welt in die Kirche von Dr. Cho und auf den Gebetsberg gebracht. Die für viele Jahre größte Gemeinde der Welt ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Gott segnet und wie Gemeindeaufbau funktioniert. Prof. Dr. Jörg Knoblauch, Tempus GmbH Jesus sagte uns, dass wir einen Baum an seinen Früchten erkennen sollen. Die Tatsache, dass Gott Dr. Cho dazu gebraucht hat eine gesunde Gemeinde mit über 750.000 Mitgliedern aufzubauen, ist schon Grund genug, um dieses Buch zu lesen. Wenn Sie sich bewusst machen, dass Dr. Cho in diesem Buch die geistlichen Geheimnisse hinter seinem phänomenalen Erfolg mitteilt, dann werden Sie zutiefst den Wert von Die Vierte Dimension zu schätzen wissen. Hoffentlich werden auch Sie, durch das, was Sie hier lesen, mit einer großen Vision von Gott schwanger und werden mehr von Gottes Absichten für Ihr Leben zur Geburt bringen. Dr. Berin Gilfillan, Good Shepherd Ministries, ISOM Bibelschule Als ich zum ersten Mal Dr. Cho in der Yoido-Gemeinde traf und ihn nach seiner Strategie für den Bau dieser gewaltigen Gemeinde fragte, da antwortete er etwas, was mich seither immer begleitet hat. Er sagte: „Ich habe keine Strategie. Ich höre und ich gehorche!“ Genau das ist es, worum es in Die Vierte Dimension geht – unsere völlige Abhängigkeit vom Heiligen Geist, der uns Visionen und Träume von Gott schenken will, die Seinem Willen und vorbereiteten Plan für den Bau Seines Reiches in unserer Generation entspricht. Als Dr. Cho im Juni 2015 für zwei Tage in Berlin zu Gast war, da betonte er erneut, dass die Geistlichkeit der Vierten Dimension der Schlüssel für das Wachstum und den Erfolg seines Dienstes war, sowie von unzähligen Pastoren und Geschäftsleuten, die auf diese Weise von tiefer Armut zu großem Erfolg und Wohlstand gelangt sind. Möge dieses Buch Ihnen die Werkzeuge geben, die Sie brauchen, um Großes mit Gott zu erträumen und im Glaubensgehorsam in Existenz zu bringen – um Golgathas Willen! Markus Rapp, Christus für Europa, William Carey Verlag

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Dr. David Yonggi Cho hat Millionen Christen und unzählige Gemeinden weltweit gesegnet, durch seine Leiterschaft, sein Beispiel der Lehre, des Schreibens, Predigens, als Pastor, als Leiter, als Beter und durch das Vorbild für Gemeindewachstum. Es ist mir eine Ehre und ein Vorrecht, sein Buch Die Vierte Dimension zu empfehlen. Vielen Dank, Dr. Cho, für die vielen Jahre unermüdlicher und fruchtbringender Arbeit für das Reich Gottes und für Ihren weltweiten positiven Einfluss. Dr. Bruce Cook, Direktor, KCIA, KEYS


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

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Einleitung

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1. Inkubation: Ein Gesetz des Glaubens

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2. Die Vierte Dimension

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3. Die schรถpferische Kraft unserer gesprochenen Worte

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4. Das gesprochene Wort Gottes

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5. Die Schule des Andreas

101

6. Das Prinzip des Saatglaubens

131

7. Die Adresse Gottes

143

8. Eingehen in die Ruhe Gottes

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Vorwort

D

ieses Buch habe ich im Jahr 1979 geschrieben, also vor nunmehr 17 Jahren. Damals hatte ich 50.000 Mitglieder, aber heute hat Gott unserer Gemeinde über 700.000 Mitglieder geschenkt.

Als ich mein ursprüngliches Buch überarbeitete, hatte ich erstaunlicher Weise so gut wie nichts am Inhalt zu verbessern oder zu ändern. Natürlich habe ich an einigen Stellen etwas unausgereifte Gedanken und nicht zutreffende Ausdrücke gefunden, die zu Missverständnissen führen könnten. Da Englisch eine Fremdsprache für mich ist, fiel es mir manchmal schwer, meine Überzeugungen genau wiederzugeben – wobei mein Englisch jedoch 1979 noch wesentlich schlechter war als es heute der Fall ist. Darum habe ich mich entschieden, einige Teile meines Buches umzuschreiben, um meine Gedanken klarer als vorher zu kommunizieren. Ich wollte auch weitere Einsichten über das Gesetz des Glaubens hinzufügen, sowie über geistliche Wahrheiten, die ich in den letzten 15 Jahren gelernt habe. Mein aufrichtiges Verlangen ist es, so vielen Menschen wie möglich zu helfen und bei ihrer geistlichen Reise und auf ihrem Glaubensweg mit unserem Herrn Jesus Christus zu ermutigen! David (Paul) Yonggi Cho Yoido Full Gospel Church November 1996


Die Vierte Dimension

Einleitung

I

nmitten des Chaos, das dem koreanischen Krieg folgte, war ich unter den Millionen, die um ihre Existenz kämpften. Arm, aber beständig in meinen Bemühungen, nahm ich an einem einzigen Tag häufig mehrere Jobs an.

Eines Nachmittags arbeitete ich als Nachhilfelehrer. Plötzlich spürte ich einen stechenden Schmerz tief im Inneren meiner Brust. Mein Mund füllte sich und ich dachte, ich würde ersticken. Als ich meinen Mund öffnete, sprudelte Blut hervor. Ich versuchte die Blutung zu stoppen, aber das Blut floss weiter aus meiner Nase und meinem Mund. Mein Magen und meine Brust waren bald von Blut überströmt. Völlig geschwächt fiel ich in Ohnmacht. Als ich wieder zu Bewusstsein kam, drehte sich alles um mich her. Mein ganzer Körper zitterte, und ich schaffte es nur mit letzter Kraft zurück nachhause. Ich war erst neunzehn Jahre alt und war am Sterben.

„Gehen Sie nachhause, junger Mann!“ Meine Eltern waren erschüttert und verkauften sofort einen Teil ihres Besitzes, um mich in eines der besten Krankenhäuser zur Behandlung einzuweisen. Die Ärzte untersuchten mich gründlich, und ihre Diagnose war, dass ich an Tuberkulose erkrankt war, die damals unheilbar war. Als ich ihren Bericht hörte, da erkannte ich plötzlich, wie sehr ich leben wollte. Meine Träume für die Zukunft sollten ans Ende gelangen, bevor ich überhaupt die Chance gehabt hatte, richtig zu leben. Verzweifelt wandte ich mich dem Arzt zu, der mir diese schreckliche Diagnose mitgeteilt hatte und flehte: „Doktor, gibt es nichts, was Sie für mich tun können?“ Seine Antwort quälte mich die nächsten Wochen immer wieder in meinem Verstand. Er sagte mir: „Nein, diese Art von Tuberkulose ist sehr ungewöhnlich. Sie verbreitet sich so schnell, dass es keine Möglichkeit 9


DR. DAVID YONGGI CHO für uns gibt, sie zu stoppen. Sie haben drei, höchstens vier Monate zu leben. Gehen Sie nachhause, junger Mann und verabschieden Sie sich von Ihrer Familie und Ihren Freunden.“ Entmutigt verließ ich das Krankenhaus. Ich ging an hunderten von Flüchtlingen vorbei, die damals im ganzen Land umherirrten und fühlte mich ihnen so verbunden. Ich fühlte mich völlig allein. Ich war einer von vielen im Heer der Hoffnungslosen. Ich kehrte wie betäubt nachhause zurück. Bereit zu sterben, hängte ich einen Kalender für drei Monate an die Wand. Ich war als Buddhist aufgewachsen. Ich betete jeden Tag, dass Buddha mir helfen würde, aber meine Lage blieb hoffnungslos und es ging mir immer schlechter. Da ich spürte, dass sich mein Leben schnell dem Ende näherte, gab ich meinen Glauben an Buddha auf. Zu dem Zeitpunkt fing ich an, den unbekannten Gott anzurufen. Ich wusste damals noch nicht, was für eine Auswirkung Seine Antwort auf mein Leben haben würde.

Berührende Tränen Einige Tage später besuchte mich ein Schulmädchen und begann mir von Jesus Christus zu erzählen. Sie erzählte mir von der jungfräulichen Geburt Christi, Seinem Tod am Kreuz, Seiner Auferstehung, und von der Errettung aus Gnade. Diese Geschichten erschienen mir als reiner Unsinn. Ich glaubte keine ihrer Geschichten, noch beachtete ich dieses ignorante junge Mädchen sonderlich. Jedes Mal wenn sie mich verließ, hatte ich nur ein Gefühl: Erleichterung. Aber am nächsten Tag kam sie wieder. Sie kam wieder und wieder, und beunruhigte mich mit ihren Geschichten über den Gott-Menschen, Jesus. Nachdem mehr als eine Woche vergangen war, war ich überaus genervt und schimpfte sehr streng mit ihr. Sie lief nicht beschämt weg, noch reagierte sie ärgerlich. Sie kniete sich einfach nieder und fing an für mich zu beten. Große Tränen kullerten über ihre Wangen und reflektierten ein Erbarmen, das mir in meiner gut organisierten, sterilen buddhistischen Philosophie und Ritualen völlig fremd war. 10


Die Vierte Dimension Als ich ihre Tränen sah, berührte es mein Herz zutiefst. Da war tatsächlich etwas anders bei diesem jungen Mädchen. Sie wiederholte nicht einfach erlernte religiöse Geschichten, sondern sie lebte, was sie glaubte. Durch ihre Liebe und Tränen konnte ich die Gegenwart Gottes spüren. „Liebes Mädchen“, sagte ich, „bitte weine doch nicht. Es tut mir leid. Jetzt erkenne ich deine christliche Liebe. Da ich ja sowieso sterbe, werde ich für dich ein Christ werden.“ Ihre Reaktion war augenblicklich. Ihr Gesicht erhellte sich und strahlte und sie pries Gott. Sie schüttelte meine Hände und gab mir ihre Bibel. „Studieren Sie die Bibel“, unterwies sie mich. „Wenn Sie die Bibel treu lesen, dann werden Sie die Worte des Lebens darin finden.“ Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine Bibel in meinen Händen hielt. Während ich ständig kämpfte, um genug Luft in meine Lungen zu kriegen, öffnete ich das 1. Buch Mose. Sie lächelte und schlug die erste Seite des Matthäus-Evangeliums auf und sagte: „So krank, wie Sie sind, sollten Sie nicht bei 1. Mose beginnen, denn ich denke nicht, dass Sie lange genug leben, um es bis zur Offenbarung zu schaffen. Wenn Sie bei Matthäus beginnen, dann reicht Ihre Zeit aus.“ Ich erwartete, tiefe moralische und philosophische Lehren zu finden, und war geschockt von dem, was ich hier las. „Abraham zeugte Isaak; Isaak zeuge Jakob; und Jakob zeugte Judas und seine Brüder.“ Ich kam mir dumm vor. Ich schloss die Bibel und sagte: „Junge Frau, ich werde die Bibel nicht lesen. Das ist ja nur eine Geschichte darüber, wie ein Mann einen anderen Mann zeugt. Da würde ich lieber ein Telefonbuch lesen.“ Sie antwortete: „Sie erkennen diese Namen jetzt noch nicht. Aber wenn Sie weiterlesen, dann werden diese Namen mit der Zeit eine besondere Bedeutung für Sie gewinnen.“ Durch ihre Worte ermutigt las ich die Bibel weiter.

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DR. DAVID YONGGI CHO

Der lebendige Herr Als ich darin las, fand ich keine systematische Philosophie, keine Theorien über Medizin-Wissenschaft oder religiösen Rituale. Aber ich fand ein durchgehendes Thema: Die Bibel redete ständig über Jesus Christus, den Sohn Gottes. Die Nähe meines Todes hatte mich zu der Erkenntnis gebracht, dass ich etwas Größeres als Religion brauchte, etwas Größeres als Philosophie, und etwas Größeres als menschliche Sympathie für meine Leiden. Ich brauchte jemand, der meine Kämpfe und Leiden versteht, und der mir den Sieg darüber schenken konnte. Durch das Lesen der Bibel entdeckte ich, dass dieser Jemand der Herr Jesus Christus war. Die Person Jesus Christus brachte keine Religion, noch ethische Regeln oder eine Reihe von Ritualen. Auf eine unglaublich praktische Weise brachte Jesus Errettung für die Menschheit. Christus hasste die Sünde, aber Er liebte den Sünder und nahm alle auf, die zu Ihm kamen. Ich war mir mit einem Mal zutiefst meiner Sünden bewusst und spürte, dass ich Seine Vergebung brauchte. Christus heilte die Kranken. Die Leidenden und Schwachen kamen zu Ihm, und Er heilte alle, die Er berührte. Dies ließ Glauben in meinem Herzen wachsen. Hoffnung stieg in mir auf, dass Er auch mich heilen konnte. Christus beruhigte die Sorgenvollen und gab ihnen Frieden. Er forderte sie auf: „Habt Glauben an Gott! Sorgt euch nicht! Es gibt keinen Grund zur Furcht!“ Christus hasste Furcht und zeigte den Menschen, dass sie geboren waren, um im Glauben zu leben. Christus gab denen, die zu Ihm für Hilfe kamen, neue Zuversicht, Glauben und Frieden. Diese unglaublich kraftvolle Botschaft bewegte mein Herz. Christus weckte sogar die Toten auf. Ich konnte keine Stelle in der Bibel finden, wo Christus eine Beerdigungs-Feier durchgeführt hätte. Er brachte Menschen ins Leben zurück und verwandelte Begräbnisfeiern in eine herrliche Auferstehung von Toten.

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Die Vierte Dimension Am meisten beeindruckte mich das Erbarmen Christi den Menschen gegenüber, die von Dämonen besessen waren. Während des KoreaKrieges hatten viele Menschen ihre Familien und Häuser verloren. Viele erlitten Nervenzusammenbrüche und waren vollständig vom Teufel besessen worden. Ihres Heimes beraubt irrten sie einfach ziellos in den Straßen umher. Christus war bereit, auch dieser Herausforderung zu begegnen. Er trieb die Dämonen aus und stellte die Besessenen für ein normales Leben wieder her. Die Liebe Christi war machtvoll und berührte das Leben und die Bedürfnisse aller, die Ihm begegneten. Überzeugt davon, dass Jesus Christus immer noch lebendig ist, und bewegt durch die Kraft Seines Dienstes, kniete ich mich nieder. Ich bat Christus in mein Herz zu kommen, mich zu retten und zu heilen und vom Tod zu befreien. Sofort erfüllte mich die Freude der Errettung und der Friede der Vergebung Christi durchflutete mein ganzes Sein. Ich wusste, dass ich gerettet war. Ich wurde auch mit dem Heiligen Geist erfüllt, und ich stand auf und rief laut: „Ehre sei dir, Herr!“ Von dem Zeitpunkt an las ich die Bibel wie ein verhungernder Mann Brot isst. Die Bibel schaffte mir die Grundlage für allen Glauben, den ich brauchte. Trotz der düsteren Prognosen und den alten Ängsten wusste ich bald, dass ich weiterleben würde. Anstatt innerhalb von drei Monaten zu sterben, hatte ich nach sechs Monaten mein Krankenlager verlassen. Seit dieser Zeit begann ich das kraftvolle Evangelium des Herrn Jesus Christus zu predigen. Das Mädchen, deren Namen ich nie kennenlernte, lehrte mich den kostbarsten Namen, den ich jemals kennen werde. Mit den Jahren hat Gott mir geholfen, mehrere wichtige Prinzipien des Glaubens zu verstehen. Das sind die Prinzipien, die ich Ihnen in den folgenden Kapiteln mitteilen werde, damit Sie in eine höhere Dimension des Glaubens vorstoßen und ein überfließendes, siegreiches Leben mit Jesus Christus haben können. Christus verändert sich nicht. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit! 13


DR. DAVID YONGGI CHO Christus will Ihre Lasten tragen. Er kann Ihnen vergeben und Sie heilen. Er kann Satan aus Ihrem Leben vertreiben und Ihnen Zuversicht, Glauben und Frieden geben. Christus will Ihnen ewiges Leben geben, und Er will in Ihrem täglichen Leben gegenwärtig sein. Während Diebe versuchen zu töten und zu zerstören, kommt Christus, um Ihnen Leben zu geben – in Fülle und in Freiheit. Durch die Gegenwart des Heiligen Geistes ist Jesus jetzt bei Ihnen. Christus will Sie heilen und vom Tod befreien. Er ist Ihr lebendiger Herr. Setzen Sie Ihren Glauben in Jesus Christus und erwarten Sie heute ein Wunder.

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Die Vierte Dimension

Kapitel 1

Inkubation: Ein Gesetz des Glaubens

G

ott demonstriert Seine große Kraft durch Sie und durch Ihren persönlichen Glauben.

Die Bibel sagt: „Gott hat jedem Menschen ein Maß des Glaubens gegeben“ (Römer 12,3). Die Bibel setzt also voraus, dass Sie bereits Glauben haben, ob Sie ihn fühlen oder nicht. Sie mögen vergeblich versuchen, Glauben zu „fühlen“, aber ob Sie ihn fühlen oder nicht, wenn Sie Glauben brauchen, dann ist er da. Er ist da, damit Sie ihn gebrauchen. Sie haben zwei Arme. Wenn Sie Ihre Arme brauchen, dann nehmen Sie einfach Ihre Arme und bewegen sie. Sie müssen nicht fühlen, dass Ihre Arme an Ihren Schultern herunterhängen, um zu wissen, dass Sie sie haben. Es gibt allerdings bestimmte Wege, wie Ihr Glauben funktioniert und wie Er Sie mit dem himmlischen Vater verbindet, der in Ihnen wohnt. Die Bibel sagt, dass Glaube die „Substanz der Dinge ist, die wir erhoffen“ (Hebräer 11,1). Diese Substanz des Glaubens braucht jedoch zuerst eine Phase der Entwicklung, der Inkubation, bevor sie voll und effektiv genutzt werden kann. Sie fragen sich vielleicht: „Was sind die nötigen Elemente, um meinen Glauben brauchbar zu machen?“ Es gibt vier nötige Schritte für diesen Prozess der Inkubation.

1. Setzen Sie ein klares Ziel Um Ihren Glauben nutzen zu können, müssen Sie zuerst in der Lage sein, eine Vision für ein klares Ziel zu entwickeln. Das ist das Prinzip des geistlichen Vorausschauens! „Glaube ist die Substanz von Dingen (klare Ziele), die man erhofft“ (Hebräer 11,1). Wenn Sie ein Ziel haben, das jedoch unklar ist, dann sind Sie nicht in Übereinstimmung mit dem Einen, der Ihr Ziel erfüllen kann, weil Sie sich selbst nicht sicher sind, 15


DR. DAVID YONGGI CHO was Ihr genaues Ziel ist. Sie müssen ein klar definiertes Glaubensziel haben, um zu erleben, dass Glauben für Sie funktioniert. Ich habe diese Lektion durch eine konkrete Not zu Beginn meines Dienstes gelernt. Ich war erst seit einigen Monaten im Dienst für den Herrn und war so arm, dass ich keine materiellen Dinge besaß. Ich war nicht verheiratet und lebte in einem kleinen gemieteten Zimmer. Ich hatte nicht einmal einen Schreibtisch, einen Stuhl oder ein Bett. Ich aß auf dem Boden, schlief auf dem Boden, studierte auf dem Boden, und lief jeden Tag viele Kilometer zu Fuß, um Menschen vom Evangelium zu erzählen. Eines Tages, als ich meine Bibel las, war ich sehr von Gottes Verheißungen beeindruckt. Die Bibel sagte, dass wenn ich meinen Glauben in Jesus setze, in Seinem Namen betete, dann würde ich alles empfangen, wofür ich betete. Die Bibel lehrte mich auch, dass ich ein Sohn Gottes bin, ein Kind des Königs der Könige und des Herrn der Herren! Also sagte ich: „Vater, warum sollte ein Kind des Königs der Könige und des Herrn der Herren ohne einen Schreibtisch, einen Stuhl und ein Bett leben und jeden Tag so viele Kilometer zu Fuß laufen? Ich sollte zumindest einen einfachen Schreibtisch haben und einen Stuhl, auf dem ich sitzen kann, sowie ein einfaches Fahrrad, auf dem ich meine Hausbesuche machen kann.“ Ich spürte, dass ich gemäß der Bibel den Herrn um diese Dinge bitten konnte. So kniete ich mich nieder und betete: „Vater, ich bete jetzt. Bitte sende mir einen Tisch, einen Stuhl und ein Fahrrad.“ Ich glaubte und pries Gott für die Dinge, um die ich gebeten hatte. Von dem Moment an wartete ich auf die Lieferung jeder dieser Dinge, um die ich gebeten hatte. Ein Monat verging ohne eine Antwort. Dann vergingen zwei Monate, dann drei, vier, fünf, sechs Monate, und ich wartete immer noch. Nichts war geschehen. Nach dieser langen Zeit des Wartens, an einem Regentag, war ich sehr deprimiert. An dem Abend hatte ich kein Essen und war so hungrig und müde, dass ich anfing, mich beim Herrn zu beklagen: „Herr, ich habe dich doch vor einigen Monaten gebeten, dass du mir einen Tisch, einen Stuhl und ein Fahrrad sendest, aber ich habe keines dieser Dinge empfangen. Du weißt doch, dass ich das Evangelium den Armen in den Slumgebieten predige. Wie kann ich sie bitten, ihren Glauben auszuüben, wenn ich noch nicht 16


Die Vierte Dimension einmal meinen Glauben für solche Dinge effektiv einsetzen kann? Wie kann ich sie dazu inspirieren, ihren Glauben in den Herrn zu setzen und wirklich gemäß Seinem Wort zu leben und nicht von Brot allein?“ „Mein himmlischer Vater, ich bin wirklich sehr entmutigt. Ich bin recht verwirrt, aber ich weiß, dass ich dein Wort nicht verleugnen kann. Dein Wort bleibt ewig bestehen. Und ich bin mir sicher, dass du mir antworten wirst, aber ich bin mir nicht sicher, wann oder wie das sein wird. Wenn du mein Gebet nach meinem Tod beantwortest, welchen Nutzen wird das für mich haben? Wenn du jemals mein Gebet beantworten willst, dann beschleunige es bitte, Herr!“ Dann setzte ich mich auf den Boden und fing an zu weinen. Plötzlich spürte ich, wie ein Frieden und ein Gefühl von Ruhe über meine Seele kam. Wann immer ich dieses Gefühl habe, bin ich mir der Gegenwart Gottes bewusst, und Er redet jedes Mal zu meinem Geist, also wartete ich darauf. Dann stieg diese leise und sanfte Stimme in meiner Seele auf und der Geist Gottes sprach zu mir: „Mein Sohn, ich habe dein Gebet vor langer Zeit gehört.“ Sofort sprudelte es aus mir heraus: „Aber wenn das so ist, wo ist dann mein Schreibtisch, mein Stuhl und mein Fahrrad?“ Dann sagte der Heilige Geist zu mir: „Du und alle meine Kinder betteln mich an und fordern alle Arten von Dingen, aber sie bitten auf so ungenaue Weise, und darum kann ich ihnen oft nicht antworten. Weißt du nicht, dass es dutzende Arten von Schreibtischen, Stühlen und Fahrrädern gibt? Du hast einfach nur um einen Schreibtisch, einen Stuhl und ein Fahrrad gebeten. Du hast aber nicht um einen bestimmten Schreibtisch, einen bestimmten Stuhl und ein bestimmtes Fahrrad gebeten.“ Dies war ein Wendepunkt in meinem Leben. Kein Professor im theologischen Seminar hatte mich je dieses Prinzip gelehrt. Ich hatte einen Fehler gemacht, und jetzt erkannte ich es ganz klar. Dann fragte ich: „Herr, willst du wirklich, dass ich auf ganz genaue Weise bitte?“ Dieses Mal führte der Herr mich zu Hebräer 11, wo es in Vers 1 heißt: „Der Glaube ist eine Substanz von Dingen (klar definierte Dinge), auf die man hofft.“ 17


DR. DAVID YONGGI CHO Ich kniete mich nieder, um noch einmal zu beten. „Vater, es tut mir leid. Ich habe einen großen Fehler gemacht. Ich habe dich falsch verstanden. Ich lösche jetzt meine vergangenen Gebete. Ich werde von vorne beginnen.“ Dieses Mal nannte ich ihm die Größe des Schreibtisches, den ich gerne haben wollte, und dass der Schreibtisch aus philippinischem Mahagoni sein sollte. Ich wollte den besten Stuhl haben, der eine Umrahmung aus Eisen hatte, mit Rollen an den Füßen, so dass ich wie ein großer Boss umherrollen konnte, wenn ich darauf saß. Dann kam ich zum Fahrrad und dachte gründlich darüber nach, weil es so viele verschiedene Arten von Fahrrädern gab, koreanische, japanische, amerikanische und deutsche. Zur damaligen Zeit waren die Fahrräder aus Korea oder Japan noch nicht so robust. Ich wollte aber ein sehr stabiles Fahrrad haben, und da die Fahrräder aus den U.S.A. damals die besten waren, sagte ich: „Vater, ich will ein Fahrrad haben, das in den U.S.A. hergestellt wurde, mit Gangschaltung an der Seite, damit ich die Geschwindigkeit regulieren kann.“ Ich „bestellte“ diese Dinge auf so genaue Weise, dass Gott unmöglich ein Fehler bei der Lieferung unterlaufen konnte. Dann spürte ich, wie Glauben in meinem Herzen aufstieg und hervorströmte. Ich dankte dem Herrn und schlief in der Nacht wie ein Baby. Als ich jedoch am nächsten Morgen um 4:30 Uhr aufstand, um mich für das morgendliche Frühgebet vorzubereiten, da spürte ich plötzlich, dass mein Herz wieder ganz leer war! Am Abend zuvor hatte ich allen Glauben der Welt gehabt, aber während ich schlief, schien dieser Glaube Flügel entwickelt und mich verlassen zu haben. Ich konnte nichts in meinem Herzen spüren. Ich sagte: „Vater, das ist schrecklich. Es ist eine Sache, Glauben zu haben, aber es ist eine ganz andere Sache, den Glauben zu bewahren, bis ich deine Antwort empfangen habe.“ Dies ist ein häufiges Problem für Christen. Sie hören einen besonderen Gast-Prediger und werden mit Glauben erfüllt, während er ihnen dient, aber bevor sie zuhause ankommen, haben sie alles bereits wieder verloren. Es scheint so, als hätte ihr Glauben Flügel gekriegt und wäre weggeflogen. 18


Die Vierte Dimension An diesem Morgen, während ich meine Bibel las und nach einer Schriftstelle suchte, über die ich in unserem Frühgebet reden konnte, stießen meine Augen plötzlich auf Römer 4,17, wo Paulus über Abraham sagt: „Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt - vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre.“ Mein Herz hängte sich an diese Schriftstelle und die Wahrheit begann mich zu berühren. Ich sagte mir daraufhin: „Ich sollte die Dinge herbeirufen, die noch nicht da sind, als wären sie bereits da, als würde ich sie bereits besitzen.“ Jetzt hatte ich die Antwort auf das Problem erhalten, wie man seinen Glauben bewahrt! Ich eilte aus meinem Zimmer zu unserer Zeltkirche, wo die Leute bereits mit dem Gebet begonnen hatten, und nach einigen Liedern begann ich mit meiner Predigt. Ich legte diese Schriftstelle aus und sagte dann: „Liebe Leute, durch den Segen Gottes habe ich einen Schreibtisch aus philippinischem Mahagoni, einen wunderschönen Stuhl mit Rollen, und ein Fahrrad, das in den U.S.A. hergestellt wurde, mit einer Gangschaltung an der Seite empfangen. Preis sei Gott, ich habe endlich alle diese Dinge!“ Die Leute schnappten nach Luft, denn sie wussten, dass ich genauso arm wie sie war. Ich brüstete mich dieser Dinge und sie konnten ihren Ohren nicht trauen. Im Glauben pries ich Gott und tat, was mich das Wort Gottes gerade gelehrt hatte zu tun. Nach dem Gottesdienst, folgten mir drei junge Männer nach draußen und sagten: „Pastor, wir würden diese Dinge gerne einmal sehen.“ Ich war geschockt und kriegte Angst. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich diese Dinge anderen zeigen müsste. Diese Leute lebten in einem Slumgebiet, und wenn sie erst einmal entdeckten, dass ich sie belogen hatte, dann wäre dies mein letzter Dienst dort gewesen. Sie würden nie wieder zu mir kommen. Ich befand mich in einer schlimmen Situation, und darum betete ich zum Herrn: „Herr, von Anfang an war das nicht meine Idee. Es war deine Idee, dass ich ihnen das sagen sollte. Ich habe dir nur gehorcht, und jetzt bin ich in dieser schrecklichen Lage. Ich habe so gesprochen, als hätte ich diese Dinge bereits, und wie soll ich ihnen das jetzt erklären? Du musst mir da heraus helfen!“

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DR. DAVID YONGGI CHO Dann schenkte der Herr mir plötzlich eine Idee. Ich sagte zu den Männern: „Kommt mit in mein Zimmer und ich werde es euch zeigen.“ Sie kamen mit mir und schauten umher, um den Tisch, den Stuhl und das Fahrrad zu sehen. Ich sagte: „Schaut nicht umher. Ich zeige euch diese Dinge später.“ Ich zeigte mit meinem Finger auf Herrn Park, der heute Pastor einer der größten Pfingstgemeinden der Assemblies of God in Südkorea ist und sagte: „Ich werde dir einige Fragen stellen. Wenn du sie mir beantwortest, dann zeige ich dir diese Dinge. Wie lange warst du im Leib deiner Mutter, bevor du geboren wurdest?“ Er kratzte sich am Kopf und sagte: „Nun, neun Monate.“ Dann fragte ich ihn erneut: „Was hast du dort neun Monate im Leib deiner Mutter gemacht?“ „Oh, ich wuchs!“ „Aber“, entgegnete ich, „niemand konnte dich sehen.“ „Nein, niemand konnte mich sehen, weil ich im Leib meiner Mutter verborgen war.“ Dann sagte ich: „Du warst ein Baby im Leib deiner Mutter, bis zu dem Zeitpunkt, wo du in diese Welt geboren wurdest. Du hast mir die richtige Antwort gegeben. Gestern Abend kniete ich mich hier nieder und betete für den Schreibtisch, den Stuhl und das Fahrrad, und durch die Kraft des Heiligen Geistes empfing ich sie. Es ist so, als würden sie jetzt in meinem Inneren wachsen. Und sie sind bereits jetzt ein Schreibtisch, ein Stuhl und ein Fahrrad in Embryoform und sind am Wachsen, bis zu dem Zeitpunkt, wo alle Leute sie bei der Geburt sehen werden.“ Sie fingen an zu lachen und konnten nicht aufhören zu lachen. Sie sagten: „Das ist das erste Mal, dass wir einen Mann gesehen haben, der schwanger mit einem Schreibtisch, einem Stuhl und einem Fahrrad ist.“ Dann, nachdem sie aus meinem Zimmer gestürmt waren, verbreiteten sie überall in der Stadt die Neuigkeit, dass ihr Pastor mit einem Schreibtisch, einem Stuhl und einem Fahrrad schwanger sei. Ich konnte kaum noch öffentlich umhergehen, ohne dass sich Frauen versammelten und mich ansahen und anfingen zu kichern. Schadenfrohe 20


Die Vierte Dimension Jugendliche kamen sonntags auf mich zu und berührten meinen Bauch und sagten: „Pastor, schau mal, wie du zunimmst!“ Aber während dieser Zeit wusste ich, dass jede dieser Dinge in mir wuchs. Genauso wie es Zeit braucht, dass eine Mutter ein Kind zur Welt bringt, braucht es Zeit, bis klare Ziele sich in Ihrem Leben manifestieren können. Ich dankte Gott weiterhin jeden Tag für diese Dinge, um die ich gebeten hatte, und tatsächlich, als Gottes Zeit gekommen war, da erhielt ich jedes dieser Dinge. Ich empfing genau, worum ich gebeten hatte – einen Schreibtisch aus philippinischem Mahagoni, einen Stuhl mit Rollen von der japanischen Firma Mitsubishi, und ein wunderschönes, nur wenig gebrauchtes Fahrrad aus den U.S.A., mit einer Gangschaltung, von dem Sohn eines Missionars. Ich brachte den Schreibtisch, den Stuhl und das Fahrrad in mein Zimmer und mein ganzes Gebetsleben wurde dadurch verändert! Gott hatte mich eine wundervolle Wahrheit gelehrt. Bis zu dieser Erfahrung hatte ich immer nur auf ungenaue Weise gebetet, aber von dem Zeitpunkt an, bis heute, habe ich nie wieder auf unklare Weise gebetet. Wenn Gott ungenaue Gebete beantworten würde, dann würden Sie nie erkennen, dass Er es war, der das ungenaue Gebet beantwortet hat. Aus diesem Grund lehrt uns Jesus sehr klar, wie wir beten sollen: „Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden“ (Markus 11,24). Sie müssen auf eine bestimmte und genaue Weise bitten. Als der blinde Bettler Bartimäus hinter Jesus Christus herlief, da schrie er: „Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Obwohl alle wussten, dass Bartimäus Jesus anrief, weil er von seiner Blindheit geheilt werden wollte, fragte Jesus ihn: „Was willst du, dass ich für dich tun soll?“ Jesus wollte eine genaue Bitte hören. Bartimäus sagte: „Herr, ich will wieder sehen.“ Jesus antwortete: „Es geschehe, wie du geglaubt hast“, und die Augen von Bartimäus wurden geöffnet! Jesus verkündete keine Heilung, bevor Bartimäus spezifisch um Heilung gebeten hatte. Wenn Sie den Herrn um etwas bitten, dann bitten Sie Ihn um eine ganz spezifische Sache und mit einem klaren Ziel, das Sie erfüllt sehen wollen.

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DR. DAVID YONGGI CHO Als ich einmal in einer Gemeinde zu Gast war, um dort zu predigen, da lud mich die Frau des Pastors in sein Büro ein. Der Pastor bat mich für eine Frau zu beten. „Wofür soll ich beten?“, fragte ich. „Nun, sie will gerne heiraten, hat aber immer noch nicht den passenden Mann gefunden.“ Ich sagte: „Holen Sie diese Frau gerne herein.“ Eine sehr nette, junge Frau kam herein, die bereits über 30 Jahre alt war. Ich fragte sie: „Wie lange haben Sie denn schon für einen Mann gebetet?“ Sie antwortete: „Für mehr als zehn Jahre.“ „Warum hat Gott Ihr Gebet denn für mehr als zehn Jahre nicht beantwortet?“, fragte ich sie. „Für was für einen Ehemann haben Sie denn gebetet?“ Sie zuckte mit den Schultern und antwortete: „Nun, das liegt bei Gott. Gott weiß alles.“ „Das ist Ihr Fehler“, sagte ich. „Gott wirkt durch Ihre Bitten. Gott ist die ewige Quelle, aber Er wirkt durch Ihre spezifischen Bitten. Möchten Sie wirklich, dass ich für Sie bete?“ „Ja“, antwortete sie. „In Ordnung. Dann bringen Sie mir ein weißes Stück Papier und einen Bleistift, und setzen Sie sich vor mir hin.“ Sie setzte sich und ich sagte: „Wenn Sie die Antworten auf meine Fragen aufschreiben, dann werde ich für Sie beten. Erstens: Sie wollen einen Ehemann, aber was genau für einen Mann wollen Sie denn haben? Einen Asiaten, einen Weißen oder einen Schwarzen?“ „Einen Weißen.“ „In Ordnung. Schreiben Sie dies auf. Zweitens: Möchten Sie, dass Ihr Mann 1,90 m oder 1,75 m groß ist?“ „Oh, ich möchte einen großen Ehemann.“ „Schreiben Sie das auf. Drittens: Möchten Sie, dass Ihr Mann schlank und gutaussehend ist, oder soll er ruhig etwas fülliger und gemütlich sein?“ 22


Die Vierte Dimension „Ich möchte, dass er schlank ist.“ „Schreiben Sie auf – schlank. Viertens: Welches Hobby sollte Ihr Mann haben?“ „Am liebsten Musik.“ „In Ordnung, schreiben Sie auf: musikalisch. Fünftens: Welchen Beruf sollte Ihr Mann haben?“ „Lehrer.“ „Schreiben Sie auf, Lehrer.“ Ich ging zehn Fragen mit ihr durch und sagte dann: „Bitte lesen Sie Ihre Liste laut vor.“ Sie las jeden der zehn Punkte laut vor. Dann sagte ich: „Schließen Sie Ihre Augen. Können Sie Ihren Mann jetzt sehen?“ „Ja, jetzt sehe ich ihn ganz klar vor mir.“ „Gut, dann wollen wir ihn jetzt erbitten. Bevor Sie Ihren Mann nicht klar in Ihrer Vorstellung sehen, können wir nicht effektiv für ihn bitten. Wenn Sie nicht genau bitten, woher wollen Sie dann wissen, wann Gott geantwortet hat? Sie müssen ihn klar sehen, bevor sie anfangen zu beten. Mit anderen Worten müssen Sie die Details Ihrer Bitte vor Augen sehen, weil Gott keine ungenauen Gebete beantwortet, bei denen Sie sich selbst im Unklaren sind.“ Darauf kniete sie sich nieder und ich legte meine Hände auf sie und betete: „Oh Gott, jetzt weiß sie genau, welche Art von Ehemann sie sich wünscht. Ich sehe ihren Ehemann im Glauben. Du kennst ihren Mann bereits. Wir erbitten ihn jetzt im Namen Jesu Christi. Amen.“ „Nehmen Sie jetzt dieses Blatt Papier mit nachhause und heften Sie es sich an Ihren Spiegel. Jeden Abend, bevor Sie schlafen gehen, lesen Sie diese zehn Punkte noch einmal laut vor, und ebenso jeden Morgen, nachdem Sie aufgestanden sind, und preisen Sie Gott für die Antwort.“ Ein Jahr verging, bis ich wieder einmal in dieser Region zum Dienst war. Die Frau des Pastors rief mich per Telefon an. Sie sagte: „Pastor, würden Sie zum Mittagessen zu uns kommen?“ „Natürlich, sehr gerne“, antwortete ich. Also ging ich zum Mittagessen mit ihnen. 23


DR. DAVID YONGGI CHO Kaum hatten wir am Tisch im Restaurant Platz genommen, sagte sie: „Die Frau ist verheiratet. Sie hat geheiratet!“ „Wer hat geheiratet?“ „Erinnern Sie sich an die junge Frau, für die Sie gebetet haben? Sie haben sie aufgefordert, die zehn Punkte über ihren künftigen Mann aufzuschreiben. Sie hat geheiratet!“ „Ja“, sagte ich, „jetzt erinnere ich mich an sie. Was ist geschehen?“ „In dem darauffolgenden Sommer besuchte ein Schullehrer mit einem Quartett unsere Gemeinde und blieb für eine ganze Woche. Er war ein alleinstehender Mann und alle jungen Mädchen waren ganz verrückt nach ihm und wollten mit ihm ausgehen. Aber dieser junge Mann hatte kein Interesse an ihnen. Aber er war von der schon etwas älteren Frau fasziniert. Er war ständig in ihrer Nähe, und bevor er wieder abfuhr, bat er sie ihn zu heiraten. Schließlich, ohne großen Widerstand, gab sie ihm ihre Einwilligung.“ „Darauf heirateten sie in der Gemeinde, und an ihrem Hochzeitstag nahm ihre Mutter das Blatt Papier und las die zehn Punkte öffentlich vor allen vor, und dann zerriss sie es.“ Das mag sich wie ein Märchen anhören, aber es ist wahr. Es funktioniert wirklich auf diese Weise. Ich möchte Sie an eine Sache erinnern: Gott ist in Ihnen. Er will durch Ihr Denken, Ihren Glauben und Ihre klar formulierten Bitten wirken. Wann immer Sie daher Antworten vom Herrn empfangen wollen, bringen Sie klare Ziele im Gebet vor Ihn. Sagen Sie nicht einfach: „Oh Gott, segne mich!“ Wissen Sie, wie viele Segnungen es in der Bibel gibt? Es gibt 8.000 Verheißungen in der Bibel. Wenn Sie sagen: „Oh Gott, segne mich“, dann kann Gott Sie fragen: „Mit welcher von meinen 8.000 Verheißungen soll ich dich denn segnen?“ Obwohl Er Ihr Herz kennt, lernen wir in der Bibel, dass wir bitten müssen: „Bitte und es wird dir gegeben…“ (Matthäus 7,7), und dies meint spezifische, genaue Bitten. Seien Sie darum ganz klar beim Beten. Nehmen Sie sich Ihr Notizbuch und schreiben Sie die Bitte auf, und stellen Sie sich das Erbetene klar vor, so dass Sie es in Ihrer Vorstellung sehen können.

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Die Vierte Dimension Ich bitte Gott immer darum, unserer Gemeinde eine anhaltende Erweckung zu schenken, und ich bitte Ihn um ein klares zahlenmäßiges Wachstum. Im Jahr 1960 fing ich an zu beten, „Gott, bitte gib uns jedes Jahr eintausend neue Mitglieder.“ Und bis 1969 wurden unserer Gemeinde jedes Jahr eintausend neue Mitglieder hinzugefügt. Aber im Jahr 1969 änderte ich mein Denken und sagte mir: „Wenn Gott uns jedes Jahr eintausend neue Mitglieder geben kann, warum sollte ich Gott dann nicht bitten, uns jeden Monat eintausend neue Mitglieder zu geben?“ Also begann ich ab 1969 zu beten: „Vater, bitte gib uns jeden Monat eintausend neue Mitglieder!“ Anfangs gab Gott uns 600 neue Mitglieder monatlich, dann aber wuchsen wir recht bald um mehr als 1.000 neue Mitglieder monatlich. In einem Jahr nahmen wir 12.000 neue Mitglieder in unsere Gemeinde auf. Dann hob ich mein Ziel an, worauf wir 15.000 zusätzliche Mitglieder am Jahresende hatten. Im folgenden Jahr betete ich für 20.000 neue Mitglieder. Wenn Sie ein klares Gebetsanliegen haben, das Sie vor den Herrn im Gebet bringen, und Sie dieses wirklich sehen können, dann werden Sie den Glauben haben, das Erbetene auch zu empfangen. Als ich unseren Gemeindesaal mit 10.000 Sitzplätzen baute, da konnte ich alles bereits klar vor Augen sehen, bevor der erste Beton gegossen wurde. Ich sah alles ganz klar mit meinen Herzensaugen. Ich ging hunderte Male im Geist in diesem Gebäude umher, und ich spürte die herrliche Gegenwart des Heiligen Geistes dabei. Ich empfand die Größe dieses Gebäudes und war begeistert. Sie müssen Ihr Ziel, Ihr Gebetsanliegen so lebendig und klar vor Augen sehen, dass Sie es in Ihrem Herzen fühlen können! Wenn Sie dieses Gesetz des Glaubens nicht anwenden, dann werden Sie niemals den nötigen Glauben haben, um die Antwort für die erbetenen Dinge zu erhalten. Wenn ich jetzt bete, dann versuche ich immer, mir dabei ein ganz klares Ziel vorzustellen. Ich will mein Ziel so lebendig vor Augen haben, dass ich eine Begeisterung in meinem Herzen spüre, wenn ich bete. Wenn das der Fall ist, dann weiß ich, dass die erste Bedingung erfüllt ist.

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DR. DAVID YONGGI CHO

2. Haben Sie ein brennendes Verlangen Zweitens, nachdem Sie ein lebendiges Bild Ihres Zieles vor Augen haben, brauchen Sie ein brennendes Verlangen, um diese Ziele auch zu erlangen. Viele Leute beten lässig und beiläufig, „Gott, bitte beantworte mein Gebet“, und bevor sie die Gemeinde verlassen, haben sie bereits vergessen, wofür sie eigentlich gebetet haben. Diese Einstellung wird niemals zu wahrem Glauben führen und es wird Gottes Herz nicht berühren. Sie müssen ein brennendes Verlangen haben. In Sprüche 10,24 lesen wir: „Der Wunsch der Gerechten wird gewährt.“ In Psalm 37,4 heißt es: „Habe deine Lust am Herrn, so wird Er dir geben, was dein Herz begehrt.“ Wie sehr wünschen Sie sich, dass Ihre Bitte erfüllt wird? Sie sollten ein brennendes Verlangen nach der Erfüllung Ihrer Bitte haben. Als ich meinen Dienst 1958 begann, da hatte ich ein brennendes Verlangen in meiner Seele, die größte Gemeinde in Korea zu bauen. Es war ein Ziel, nach dem ich so stark verlangte, dass es in meiner Seele regelrecht brannte. Es brannte so beständig in mir, dass ich darin lebte, damit schlief und den ganzen Tag überall mit dieser Vision umherging. Mittlerweile ist meine Gemeinde die größte Gemeinde der Welt geworden. Es ist notwendig, dass Sie ein brennendes Verlangen in Ihrem Herzen haben, so dass Sie Ihr Ziel bereits innerlich erfüllt sehen. Wenn Sie solch ein Verlangen nicht haben, dann sollten Sie vor Gott im Gebet warten und Ihn darum bitten, dass Er Sein Verlangen in Ihr Herz gibt, damit Sie ein brennendes Verlangen verspüren können. Die Bibel lehrt uns, dass Gott ein lauwarmes Herz nicht gefällt. Er ist darauf spezialisiert, die Gebete zu erhören, die aus dem brennenden Verlangen danach erwachsen, Sein Wirken zu erleben. Wenn Sie ein glühend heißes Verlangen haben, dass ein Ziel, für das Sie beten erfüllt wird, dann werden Sie Resultate erleben.

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