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Lies mit mir! Juliane Jacobsen Tanja Husmann (Illustration)

Leni und das Eichhรถrnchen


SCM ist ein Imprint der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

© 2018 SCM Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH Max-Eyth-Straße 41 | 71088 Holzgerlingen Internet: www.scm-verlag.de; E-Mail: info@scm-verlag.de Titelbild und Illustrationen: Tanja Husmann, Freiburg Satz: Katrin Schäder, Velbert Druck und Bindung: Dimograf Gedruckt in Polen ISBN 978-3-417-28797-4 Bestell-Nr. 228.797


Lesehilfe In diesem Buch gibt es Wörter, die nicht leicht zu lesen sind. Ohne sie wäre Lenis Geschichte nicht halb so gut. Das sind sie:

Eichhörnchen ............ EICH – HÖRNCHEN Futterhäuschen ......... FUTTER – HÄUSCHEN Puschelohren ............ PUSCHEL – OHREN Eichhörnchenhilfe ....... EICH – HÖRNCHEN – HILFE Tierquäler ................... TIER – QUÄLER Bucheckern ............... BUCH – ECKERN Baby .......................... lies: BEBI Handy ........................ lies: HENDI


Inhalt 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

Fabian, der Tierschreck................................. 9 Ein seltener Fund ........................................14 Ein neues Nest ........................................... 16 Gar nicht so einfach .................................... 20 Ein neues Haustier ...................................... 25 Der erste Tag mit Finn ................................ 28 Ertappt! ....................................................... 35 Den Vรถgeln helfen ...................................... 39 Papa und die kleine Katze .......................... 44 Leni ist immer noch sauer ........................... 50 Im Kindergottesdienst ................................. 53 Vergeben ist schwer .................................... 58 Lenis Plan ................................................... 62 Ein gutes Versteck ...................................... 66 Ein schwerer Abschied ............................... 70 Bis bald, Finn! ............................................. 73


1. Fabian, der Tierschreck „O nein!“ Leni hält die Luft an. Fabian von nebenan ist mit seiner Schleuder im Garten unterwegs. Er schleicht sich an das Futterhäuschen heran. Dort ist gerade ein wunderschönes Eichhörnchen aufgetaucht. Sein rotes Fell glitzert in der Sonne. Die Puschelohren flimmern. Von einem Ast aus macht es sich immer länger, bis es mit den Pfoten den Rand des Futterhäuschens erreicht hat. Leni sieht, wie Fabian seine Schleuder spannt. Sie bekommt einen Schreck. Hoffentlich trifft er nicht! Sie sitzt auf ihrem Lieblingsplatz, direkt auf dem breiten Fensterbrett. Hier hat Mama ihr eine kuschelige Ecke eingerichtet.

Leni sieht gerne den Tieren im Garten zu. Nun klopft sie kräftig gegen das Fenster. Aber das Klopfen ist zu leise. Das Eichhörnchen lässt sich 9


nicht stören. Fabian auch nicht. Zack, da fliegt sein Geschoss durch die Luft. Es knallt gegen das Futterhäuschen. Erschrocken macht das Eichhörnchen einen Hüpfer. Es flieht in den Wald. „Puh, das ist gerade noch mal gut gegangen“, murmelt Leni. Schlimm genug, dass Fabian immer mit dieser blöden Schleuder herumläuft. Aber dass er nun sogar auf die Tiere in ihrem eigenen Garten schießt, das geht zu weit. Entschlossen steht Leni auf. Sie will rübergehen und ihm mal gehörig die Meinung sagen.

So kann das nicht weitergehen. Vor Ärger stampft sie kräftig, als sie die Treppe herunter geht. Mama steckt die Nase aus ihrem Arbeitszimmer. „Ist alles in Ordnung?“, fragt sie. Leni sieht sie finster an. „Nein, überhaupt nichts ist in Ordnung.“ Fragend hebt Mama eine Augenbraue. Leni schnauft. „Der olle Fabian war schon wieder mit 10


seiner Schleuder unterwegs. Und stell dir vor, er hat auf unser Futterhäuschen geschossen. Das darf der nicht. Er hätte das Eichhörnchen treffen können!“ „Und du willst jetzt rübergehen und ihm das sagen?“ Leni nickt. „Ich komme mit“, erklärt Mama und steht auf. „Du hast recht. Er darf nicht einfach in unserem Garten schießen.“

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Leni ist froh. Sie ist nämlich gar nicht so mutig. Und sie möchte schon gar nicht mit Fabian reden. Ihr Bauch grummelt, wenn sie nur daran denkt. Aber was zu weit geht, geht zu weit. Draußen ist von Fabian nichts mehr zu sehen. Mama klingelt an der Tür des Nachbarhauses. Fabians Oma öffnet die Tür. Sie passt tagsüber auf Fabian auf. Sie kann nicht mehr gut hören. Mama muss sehr laut reden. Fabians Oma sieht verwundert aus. Ihr Fabian ist doch so ein lieber Junge, erklärt sie. Ha, denkt Leni, da hab ich aber ganz andere Dinge gesehen. Mama verabschiedet sich schon wieder. „Warum hast du ihr nicht die Meinung gesagt?“, fragt Leni,

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