SERIE
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ANGEBERWISSEN FÜR DIE FRÜHSTÜCKSPAUSE
76 % KOCHEN 51 % MUSIK 47 % AEROBIC 47 % THEATER 29 % HEIMWERKEN
14 % FUSSBALL 11 % STRICKEN
19,84 € ist der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Männern. Frauen hingegen verdienen durchschnittlich nur 15,56 Euro, das ist 22 % weniger als bei Männern. 22 % des Jahres sind 80 Tage – dies entspricht genau der Spanne vom Beginn des Jahres bis zum 21. März.
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9%
178 g
3,5 % der Beschäftigen in der Kindertagesbetreuung sind männlich.
Hobbys, die Männer bei Frauen attraktiv finden:
18 % FALLSCHIRMSPRINGEN
der Männer haben schon mal ein wichtiges Passwort vergessen.
der Männer kennen ihre Blutgruppe.
Infografik: Bernd A. Hartwig | www.berndhartwig.de; Illustration: © lynea - Fotolia.com; Zahlen gesammelt aus: Statistisches Bundesamt, Statista, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, SZ-Magazin
Thema: Männer
Bier trinkt statistisch gesehen jeder Bundesbürger im Jahr. Dabei ist Bier bei Männern nach wie vor wesentlich beliebter als bei Frauen – Männer trinken im Vergleich zu Frauen fast die siebenfache Menge.
62 %
Brot verzehrt ein Mann im Durchschnitt am Tag. Frauen hingegen nur 133g.
58 %
33 JAHRE ist ein deutscher Mann bei seiner ersten Hochzeit. 1970 lag das durchschnittliche Heiratsalter von Männern in der BRD bei 26, in der DDR sogar bei 24 Jahren.
der Männer haben schon mal versucht, ihren Namen in den Schnee zu pinkeln.
312 € gibt ein alleinlebender Mann im Jahr für Bekleidung aus. Das sind 1,8 % seiner gesamten Konsumausgaben. Alleinlebende Frauen geben 504 Euro für Bekleidung aus.
78,6 JAHRE ist die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern in Deutschland. Isländer werden im Schnitt 81,6 Jahre. Die niedrigste Lebenserwartung haben Männer aus Sierra Leone mit 45,2 Jahren.
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JOB
» ALLEIN KÖNNEN SIE NIE DAS LEISTEN, WAS SIE GEMEINSAM SCHAFFEN. « PAUL DONDERS, SEITE 20
10_ JOBREPORT: »SCHULE WAR NICHT MEIN DING« 14_ WENN DER CHEF NERVT ... ZEHN TIPPS ZUM ÜBERLEBEN
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18_ SERIE ÜBERLEBEN IM BERUF 20_ „HERRSCHEN UND DIENEN“ INTERVIEW MIT FÜHRUNGSKRÄFTETRAINER PAUL DONDERS
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JOB REPORTAGE
Das Arbeitsamt empfahl ihm den Beruf des KfzMechanikers. Dem Autohausbesitzer gefiel Martin Schefflers soziale Ader. Er vertraute ihm einen Sonderauftrag an, der zum Startschuss für ein eigenes Unternehmen wird.
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artin Scheffler wollte als junger Erwachsener unbedingt etwas „Handfestes“ machen. „Schule war nicht mein Ding.“ Was genau seines ist, das wusste er Mitte der 70er-Jahre allerdings noch nicht. Scheffler ging nach der Fachoberschulreife zum Arbeitsamt. „Versuchen Sie es doch als Kfz-Mechaniker“, empfahl man ihm. Warum nicht? Und tatsächlich, es passte. Das Schrauben, das Bohren, der Schweiß – „Damit bin ich ganz glücklich geworden“, sagt Scheffler. Einen kurzen Ausflug an die Uni unternahm er noch. Maschinenbau, eineinhalb Semester. „Dann habe ich endgültig eingesehen, dass das Theoretische einfach nichts für mich ist. Ich ging also zurück in die Werkstatt.“
» SCHULE
WAR NICHT MEIN DING «
Fotos: Daniel Wildraut
„SIE HABEN EINE SOZIALE ADER, SIE KÖNNEN DAS MACHEN.“ Etliche Jahre später, Scheffler arbeitete inzwischen in einem großen Autohaus, kam sein damaliger Chef mit einer ungewöhnlichen Aufgabe auf ihn zu. „Er hatte einen Freund, der Rollstuhlfahrer war“, erinnert sich Scheffler. „Und der hatte ihm gesagt: ‚Ihr müsst bei Euch im Geschäft unbedingt etwas für Behinderte tun!‘“ Der Chef hielt das für eine gute Idee. Aber wer sollte diesen Job übernehmen? Er wusste, dass Scheffler ehrenamtlich in Kirchengemeinde und CVJM tätig war. Das schienen ihm gute Voraussetzungen zu sein. Also rief er ihn in sein Büro, erklärte seinen Plan und sagte: „Scheffler, Sie haben eine soziale Ader, Sie können das machen.“ Und so begann vor knapp 24 Jahren Martin Schefflers Karriere als » DIENSTAGS UM SECHS: Experte für Kfz-Sonderbauten. MÄNNERGEBETSKREIS. „Learning by doing“, ausprobieren und schauen, ob es funktioniert – SEIT 20 JAHREN. DER HAT so lässt sich ganz simpel beschreiben, worauf sich Scheffler damals einließ. Die Herausforderung reizte ihn. Handbücher, Anleitungen oder Manuale? MICH DURCH VIELE KRISEN Fehlanzeige. „Man bewegt sich komplett außerhalb der Reparaturleitfäden. GETRAGEN. « Alles, was den Sonderbau betrifft, habe ich mir selbst beigebracht. Die Fahrzeughersteller bekommen manchmal einen halben Herzriss, wenn sie hören, was wir auseinandergenommen haben“, schmunzelt Scheffler. Zwar gibt es einige Zulieferbetriebe, doch deren Produkte sind größtenteils nicht fahrzeugspezifisch ausgelegt. „Das muss für das jeweilige Auto und vor allem das Handicap des Benutzers angepasst werden. Das ist das Schwierige, aber auch das Interessante an diesem Job.“ DAS TÜFTELN ZUM BERUF GEMACHT Sogar so interessant, dass sich Scheffler vor fünfzehn Jahren mit einer Kfz-Werkstatt für Sonderbauten in Hattingen an der Ruhr selbständig machte – mit sich selbst als einzigem Angestellten. Stress pur, zumal ihm „der Papierkram“ nicht so liegt. Manchmal arbeitete Scheffler 70 bis 80 Stunden pro Woche. „Man kann das erstaunlich lange aushalten“, erinnert er sich. Scheffler baute seinen Betrieb rasch aus. Auch seine Frau Sabine stieg mit ein und kümmerte sich fortan um die Firmenfinanzen. „Wir ergänzen uns da sehr gut. Meine Frau ist unheimlich strukturiert. Wenn sie nach Hause geht, dann ist ihr Schreibtisch immer komplett aufgeräumt. Bei mir sieht es dagegen eher wie nach einem Bombenangriff aus.“ Überdurchschnittlich lange Arbeitszeiten, die gab und gibt es auch heute noch – „aber nie sonntags“. Der Preis für die Selbständigkeit. „Zwischendurch habe ich 14_1
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oft gedacht, ich hätte gerne mal einen Job, bei dem ich am späten Nachmittag aus der Tür gehe und bis zum nächsten Morgen nichts mehr damit zu tun habe.“ Ernsthaft krank war Scheffler trotz der Belastung nie. Ein Leistenbruch bescherte ihm einen kurzen Aufenthalt im Krankenhaus, doch nach wenigen Tagen saß bzw. „lag“ er schon wieder im Büro und gab vom Liegestuhl aus Anweisungen, schrieb und telefonierte. „Das ging ja.“ EIN WICHTIGES GUT Sein Beruf ist für Martin Scheffler zur Berufung geworden. „Er erfüllt mich. Wir arbeiten zwar mit Technik, aber letztendlich verhelfen wir unseren Kunden zu mehr Lebensqualität“, erklärt er. „Durch unsere Arbeit begegnen wir Menschen, die von Geburt an, durch Unfälle oder Krankheiten eingeschränkt sind und ein ganz wichtiges Gut nicht mehr haben: ihre Mobilität. Da können wir helfen. Es kommt auch viel Dankbarkeit zurück. Man muss sich aber darauf einlassen, viele, lange Gespräche zu führen und sehr viele Lebensschicksale anzuhören. Oft auch die von Kindern.“ Scheffler schluckt. „Das trifft mich schon sehr, zumal ich selbst vier gesunde Kinder habe. Da stumpft man auch nach 24 Jahren nicht ab.“ Wie ein knallharter Geschäftsmann klingt Scheffler nicht. „Nein“, bestätigt er und schaut Richtung Werkstatt. „Auch deshalb gab es geschäftlich einige Tiefen, weil wir nicht knallhart sind. Ich kann nicht einfach so gut verkaufen, das ist nicht mein Ding.“ Dazu kommt, dass der Firmenchef harte Worte scheut: „Wenn mich jemand
1_Kfz-Sonderbauten in Hattingen 2_Handbücher und Anleitungen sind hier Fehlanzeige.
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» WENN MICH „Nur das Klavier und ich sind leider keine JEMAND Freunde geworden.“ PERSÖNLICH In den vergangenen ANGREIFT, Jahren haben sich seine Aufgaben in der Firma DANN BIN verändert. „Ich bin viel ICH SEHR mehr im Außendienst « VERLETZLICH. und der Kundenberatung tätig“, erklärt er. Selbst „Schrauben“, das tut er kaum noch. „Dazu fehlt mir inzwischen die Zeit. Außerdem trage ich eine Gleitsichtbrille. Damit im Fußraum über Kopf zu arbeiten, das funktioniert einfach nicht. Ich kann den Kopf schließlich nicht wie eine Eule drehen.“ Wie sehr vermisst er die Arbeit in der Werkstatt? „Der Kontakt zu den Menschen ersetzt mir das Schrauben. Auch das ist mein Ding“, unterstreicht er. „Und bei Problemfällen rufen mich meine Mitarbeiter ohnehin in die Werkstatt, da liege ich dann immer noch mit im Auto.“
persönlich angreift, dann bin ich sehr verletzlich. Da hätte ich gerne mal eine kurze, knackige Antwort parat. Das kann ich aber nicht. In diesem Punkt finde ich mich selbst zu weich.“ DER GEBETSKREIS TRÄGT DURCH Heute ist Schefflers Firma einer der großen Umbaubetriebe in Deutschland. Der Weg dorthin war steinig, die Ertragslage in manchen Jahren schwierig. Den Gedanken, alles hinzuschmeißen, hatte der Firmenchef aber nie. Zum einen könne er gut abschalten. „Besser als meine Frau“, sagt er. „Und wir haben seit 20 Jahren jeden Dienstag um sechs Uhr morgens einen Männer-Gebetskreis, der mich durch viele Krisen getragen hat.“ Glaube und Beruf sind für Scheffler nicht zu trennen. „Wir haben beim Aufbau der Firma Dinge erlebt und Begegnungen gehabt, da weiß ich einfach: Das war kein Zufall, es kam von oben.“ Es ist ihm wichtig, seine Glaubensüberzeugungen in sein Handeln als Firmenchef einfließen zu lassen. „Ohne dass wir hier missionieren würden.“ Glaube im Alltag, wie sieht das bei Scheffler aus? „Meine Frau und ich gehen morgens nicht aus dem Haus, ohne den Tagestext aus der Bibel gelesen und gebetet zu haben“, erzählt er. Gemeinsam besuchen sie den Gottesdienst und zwei Hauskreise. Außerdem spielt Scheffler Bassgitarre in der Gemeindeband, wenn auch nicht mehr so häufig wie früher. Musik zu machen, das hat er schon immer geliebt. „Zur Ehre Gottes. Da kann ich entspannen.“ Bass, Gitarre, Trompete, er hat einiges ausprobiert. Scheffler schmunzelt.
RECHTZEITIG AUSSTEIGEN Inzwischen ist Martin Scheffler 58 Jahre alt und denkt auch über die langfristige Zukunft des Betriebs nach. Sein Schwager ist kürzlich mit eingestiegen. „Vielleicht ergibt sich daraus die Möglichkeit einer Firmen-Übergabe, mal schauen.“ Und falls nicht? „Es ist mein Lebenswerk, ja. Aber im Fall der Fälle würde ich das Geschäft verkaufen und mich davon trennen. Ich will nicht so lange bleiben, um von hier aus ins Grab zu gehen.“ Nichts tun als Rentner, das käme für Scheffler allerdings auch nicht in Frage. „Ich könnte mir vorstellen, andere Leute als Coach zu unterstützen. Ehrenamtlich würde ich gerne noch viel machen.“ Er zögert kurz, lächelt. „Als Scherz habe ich immer gesagt, ich werde als Rentner Bürgerbusfahrer. Da kann man gut mit Menschen ins Gespräch kommen.“ Die soziale Ader ...
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3_Autos anpassen an das Handicap des Benutzers.
In der nächsten MO MOVO: Aus dem Leben eines Goldschmieds
Fotos: Daniel Wildraut
Mehr zum Unternehmen unter: www.scheffler-mobilitaet.de
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Daniel Wildraut ist Online-Redakteur beim SCM Bundes-Verlag und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Witten an der Ruhr. In seiner Freizeit liest er Krimis, fotografiert, klettert und läuft.
Vertrauen. Persönlich. Erfahren. 12
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JOB
JOB
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REPORTAGE
WENN DER CHEF NERVT…
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10 Tipps, um trotzdem zu überleben.
Trösten Sie sich: Vielen geht es so. Und Sie selbst nerven ebenso. Da spreche ich aus Erfahrung! Bis ich einigermaßen wusste, worauf es bei Führung ankommt, sind meine Mitarbeiter fast an mir verzweifelt und ich schäme mich heute für meine Unfähigkeit. Damals allerdings fand ich mich super. Leider menschelt es auch bei christlichen Unternehmen und Vorgesetzten. Denn auch Christen suchen gerne nach Sandkörnern in den Augen der Anderen und lassen ihren Balken im eigenen Auge dort, wo er ist.
3.
HABEN SIE GEDULD
Leider werden sehr selten Menschen mit Führungsqualitäten zum Vorgesetzten gemacht. Es zählen viel mehr die Beziehungen und Sachkunde in der bisherigen Aufgabe. Aber der beste Sacharbeiter wird in seltensten Fällen bester Vorgesetzter – die Menschenführung hat andere Anforderungen und diese muss man besonders erlernen. Und das geht nicht über Nacht. Gönnen Sie ihrem Chef Zeit, die er unbedingt braucht!
5.
2.
LERNEN SIE VON IHM
Auch ein schlechter Chef kann Recht haben. Ähnlich einer kaputten Uhr, die zwei Mal am Tag die richtige Uhrzeit zeigt, wird auch Ihr Vorgesetzter nicht nur Misst bauen. Und jeder ist als Lernvorbild nützlich – im schlimmsten Fall als Negativbeispiel. Ich habe viel aus Fehlern meiner Vorgesetzten gelernt. Ebenso gab es aber auch wundervolle Eigenschaften zu lernen, wie Hilfsbereitschaft, dienende Haltung, exzellente Sachkunde und liebevoller Umgang.
LOBEN SIE IHN UND BEDANKEN SIE SICH BEI IHM Es geht hier nicht um Schmeicheleien, die sind mir zuwider. Aber wenn Sie etwas Gutes gesehen oder erlebt haben, sagen Sie es unbedingt! So konkret wie möglich. Auch der Vorgesetzte ist ein Mensch und braucht Anerkennung! Die bekommt er genauso wie Sie in zu geringem Umfang. Ohne Anerkennung geht der Mensch wie eine Pflanze ohne Licht zugrunde.
4.
Grundsätzlich werden Sie bei Ihrem Vorgesetzten, wie in allen anderen Bereichen des Lebens, mit Kritik nichts erreichen. Sie verärgern nur das Gegenüber. Inzwischen verzichte ich weitgehend auf Kritik und suche nach positiven Punkten – es ist auch besser für meine Einstellung (das merkt die Umgebung!) und so finde ich mehr Gelegenheiten zum Loben. Mit Lob und Ausbleiben von demselben erreichen Sie mehr als mit Kritik. Was gut funktioniert, ist eine persönliche Mitteilung (Ich-Botschaft): „Chef, Ihre Bemerkung von gestern hat mich verletzt. Ich sehe den Sachverhalt anders …“ Seien Sie grundsätzlich beherrscht und lassen Sie stets die Wahrheit sprechen – aber denken Sie dran: Nicht alles, was wahr ist, sollte auch gesagt werden.
9.
Und das bedeutet, ein Wechsel ist immer eine Option. Aber behalten Sie diesen Wunsch unbedingt für sich. Halten Sie die Augen nach einer Verbesserung offen. Doch tun Sie ihrem Chef nicht den Gefallen, indem Sie kündigen, ohne eine Anschlussstelle zu haben! Wenn die jetzige Aufgabe Sie nicht erfüllt, suchen Sie weiter. Gott möchte Leben in Fülle für uns in diesem wichtigen Bereich. Bilden Sie sich fort, lassen Sie sich versetzen oder finden Sie eine neue Stelle mit spannenden Aufgaben und einem besseren Vorgesetzten.
NERVEN SIE SELBST
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7.
8. KRITIK IST TABU
SIE SIND MIT DEM CHEF NICHT VERHEIRATET
Zum Beispiel, indem Sie mehr Gehalt, bessere Ausstattung oder eine Beförderung fordern. Ich stand regelmäßig auf der Matte und zeigte meinen Nutzen für das Unternehmen (und den Chef). Ich war zwar sehr zufrieden mit meiner Aufgabe, aber durch die Zunahme der Verantwortung und Zuwachs der Kompetenzen war mal wieder eine Gehaltserhöhung nötig. Und ich habe sie meistens bekommen. Trauen Sie sich!
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Immerhin ist er Ihr wichtigster Kunde. Ich habe hier einen Fehler gemacht. Als der neue, unerfahrene Sohn des Unternehmergründers die Firma übernahm, diente ich als Finanzverantwortlicher weiterhin dem Unternehmen und den Menschen darin, ohne ihn im Fokus zu haben. Der Firma ging es prächtig und mein Ansehen bei den Mitarbeitern wuchs und wuchs … nur ich wurde meinen Job los! Unerwartet und schmerzhaft. Ihre Aufgabe ist nicht nur, gute Arbeit zu leisten, sondern auch für den Chef nützlich zu sein. Gute Leistung zu erbringen ist toll und wichtig, aber nichts verbessert die Beziehung zu dem Chef mehr, als wenn man ihm mal aus der Patsche hilft.
Grafik: aslysun/shutterstock.com
1.
ES IST NORMAL, DASS DER CHEF NERVT
DIENEN SIE IHREM CHEF
SCHÄRFEN SIE IHRE SÄGE
Ein Waldarbeiter geht spazieren und begegnet einem Menschen, der hastig und mühselig damit beschäftigt ist, in seinem Garten einen bereits gefällten Baumstamm in kleine Teile zu zersägen. Der Waldarbeiter tritt näher heran, um zu sehen, warum der Holzfäller sich so abmüht, und sagt dann: „Entschuldigen Sie, aber ihre Säge ist stumpf! Wollen Sie diese nicht einmal schärfen?“ Darauf stöhnt der Gartenbesitzer erschöpft: „Dafür habe ich keine Zeit – ich muss den Baum zersägen!“ Zeigen Sie Einsatz und Freude an Ihrer Aufgabe, machen Sie Überstunden, aber investieren Sie auch Zeit und Energie in sich selbst. Je besser Sie werden, desto wertvoller sind Sie für den Chef und das Unternehmen – und das stärkt die Beziehung ungeheuer. Fortbildungen und Selbststudium auch auf eigene Kosten sind unbedingt notwendig. Ich kam so richtig voran, als ich eine tägliche Fortbildungsstunde zu Hause einlegte, während der ich Management- und Führungsbücher las.
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WERDEN SIE SELBST CHEF
Es lohnt sich aus zwei Gründen. Zum einem macht die Freiheit sehr viel Freude. Je höher man kommt, desto größer ist sie. Zum anderen hat man Zugang zu mehr Ressourcen, trifft interessante Menschen und kann viel bewegen. Eine Führungskraft hat aus meiner Sicht drei Aufgaben: Den Kunden glücklich machen, den Mitarbeiter glücklich zu machen und ein System zu entwickeln, in dem beide ersten Aufgaben erfüllt werden – und Menschen glücklich zu machen, macht richtig Spaß!!!
Darius Götsch (48) lebt in Bremen. Er ist seit 26 Jahren verheiratet mit Agatha. Er ist Vater von drei Kindern und arbeitet als selbständiger Referent, Straategieberater und Buchautor. www.dariusgoetsch.com
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