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Israel 2016
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Biblisch-jüdischer Jahreskalender 14.–21. Pessach (Passah) ✡ 14. Seder * 15.–21. Fest der ungesäuerten Brote * 2. Mose 12,3-20; 3. Mose 23,6; 5. Mose 16,18 Fest der Erstlingsfrüchte (Tag nach dem Schabbat) *
Jom HaSchoa (Holocaustgedenktag) Erinnerungstag an den Tod des Mose und der Gefallenen Jom HaAzmaut (Unabhängigkeitstag Israels)
15. Schuschan Purim 14. Purim (Losfest) Ester 9 13. Fasten der Ester
18. Lag BaOmer 28. Jerusalem-Tag 6. Schawuot * ✡ (Pfingsten, Wochenfest, Fest der Erstlinge) 2. Mose 23,16; 34,22; 3. Mose 28,26
15. Tu BiSchwat (Neujahrsfest der Bäume)
Adar l + ll
Nissan
(ll = Ausgleichsmonat)
Schwat
10. Fasten des 10. Tebet
Biblisches Neujahr
Ijar
(Frühling)
Tebet
Siwan
Westliches Neujahr (Winter)
Kislew
Cheschwan 25.–2. Chanukka (Lichterfest, Fest der Tempelweihe) Johannes 10,22- 35
Tammus Jüdisches Neujahr (Herbst)
Tischri
Aw
Elul
17. Fasten des 17. Tammus
9. Tischa BeAw (Gedenktag der Zerstörung Jerusalems) Schabbat Nachamu
23. Simchat Tora (Torafreudenfest) 22. Schemini Azeret 21. Hoschana Rabba 15.–21. Sukkot * ✡ (Laubhüttenfest) 3. Mose 23,34; 4. Mose 29,12-38; 2. Mose 23,16; 34,22; 5. Mose 16,13 Biblische Feste Die 7 Feste des Herrn (3. Mose 23) Wallfahrtsfeste nach Jerusalem (alle jüdischen Feste beginnen am Vorabend) Außerbiblische Feste
1. Rosch HaSchana * (Jüdisches Neujahr, Fest der Posaunen) 3. Mose 23,24; 4. Mose 29,1 3. Fasten des Gedalja 10. Jom Kippur * (Versöhnungstag) 3. Mose 23,26-31; 2. Mose 30,10
1.–10. Tage der Umkehr
5776 Januar 2016
Ich will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin. Hesekiel 36,11 Sonntag
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DreikĂśnigstag
31 Tu BiSchwat (Neujahrsfest der Bäume)
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Der jüdische Jahreskalender Die Zeitrechnung des jüdischen Kalenders beginnt mit der Schöpfung. Das laufende Jahr 5776 begann am 14. September 2015 und dauert bis zum 2. Oktober 2016. Die Dauer der Monate richtet sich nach den Mondphasen. Das jüdische Jahr besteht in «normalen» Jahren aus zwölf Monaten mit 29 oder 30 Tagen, das Jahr aus 354 Tagen. Aus diesem Grund fallen die jüdischen Fest- und Gedenktage nach dem gregorianischen Kalender auf unterschiedliche Tage und lassen sich nicht auf ein bestimmtes Datum festlegen. Damit die Feste in der gleichen Jahreszeit bleiben und sich das Jahr nicht völlig verschiebt, muss alle zwei bis drei Jahre ein Schaltmonat (Adar II) eingefügt werden.
Die jüdischen Feste Die jüdischen Feste dienen dazu, dass sich Gottes Volk Jahr für Jahr daran erinnert, wie Gott es versorgt, geführt und geheilt hat. Auch Jesus, die Apostel und die ersten Gemeinden feierten diese Feste (Lk. 2,41ff.; Mt. 26,17ff.; Joh. 7; Apg. 2,1). Sie weisen auf Gottes Erlösungsplan und auf Jesus als den Messias Israels hin, von seinem Sterben bis zur Errichtung des messianischen Königreichs. Vier der sieben Feste sind Frühlingsfeste. Sie sind eng miteinander verbunden. Das Passahfest, das Fest der
ungesäuerten Brote, das Fest der Erstlingsfrüchte und das Wochenfest (Schawuot) finden ihre Erfüllung im ersten Kommen des Messias und des Heiligen Geistes. Die biblischen Herbstfeste Rosch HaSchana, Jom Kippur und Sukkot weisen hingegen auf die Ereignisse bei der Wiederkunft Jesu hin. Daneben gibt es noch andere, nicht speziell von Gott eingesetzte, jüdische Feste.
Tu BiSchwat (25. Januar 2016) siehe Rückseite Februar Titelbild: Foto:
An der Klagemauer in Jerusalem Samuel Griner
Bild Januar: Schulklasse auf dem Tempelberg, Jerusalem Foto: amzi-Archiv © 2015 by amzi Herausgeber: `fontis – Brunnen Basel Satz: amzi, Reinach BL Druck: Bäumlihof Print GmbH, Riehen Printed in Switzerland ISBN 978-3-03848-021-1
Toralesungen Samstag, 2. Januar 2016 Schemot – Namen 2. Mose 1,1–6,1; Jesaja 27,6–28,13; 29,22-23
Samstag, 9. Januar 2016 Wa’era – Ich erschien 2. Mose 6,2– 9,35; Hesekiel 28,25 – 29,21
Samstag, 16. Januar 2016 Bo – Komm! 2. Mose 10,1–13,16; Jeremia 46,13-28
Samstag, 23. Januar 2016 BeSchalach – Als er ziehen ließ 2. Mose 13,17–17,16; Richter 4,4– 5,31
Samstag, 30. Januar 2016 Jetro – Jitro 2. Mose 18,1– 20,26; Jesaja 6,1-7; 7,1- 6; 9,5-6
Die Auslegungen können bezogen werden unter info@amzi.org / www.amzi.org amzi, Postfach, CH-4153 Reinach, Tel. 061 712 11 38 amzi, Hauinger Straße 6, D-79541 Lörrach, Tel. 0041 61 712 11 38
5775 Februar 5776 2016 2015
Jesus sprach: Schafft euch Speise, die nicht verg채nglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben. Johannes 6,27 Sonntag
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Aschermittwoch Beginn christliche Fastenzeit
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Tu BiSchwat (25. Januar 2016) Neujahrsfest der Bäume Am 15. Schwat wird das Neujahrsfest der Bäume gefeiert. Die jüdische Tradition kennt vier Jahresanfänge: ■ 1. Nissan (März /April) für das Königtum: An diesem Tag wurden Könige gekrönt und entsprechend die Jahre der Herrschaft einzelner Könige gezählt. ■ 1. Elul (August /September) für den Zehnten des Viehs. ■ 1. Tischri (September /Oktober) für das landwirtschaftliche Jahr und als Erinnerung an die Erschaffung der Welt. An Rosch HaSchana beginnt jeweils kalendarisch das neue jüdische Jahr. ■ 15. Schwat (Januar /Februar) für das Neujahrsfest der Bäume – Tu BiSchwat. Ein Neujahr der Bäume wurde gebraucht, um für die Abgabe des Zehnten zu regeln, zu welchem Jahr eine Obsternte gehörte. Bei den klimatischen Bedingungen in Israel ist dafür der 15. Schwat ideal. Er fällt fast auf das Ende der Regenzeit, wenn der Saft in die Bäume hochsteigt und sich die Früchte zu formen beginnen. So bildet er eine natürliche Grenze zwischen dem Obst, das im vergangenen Jahr
geerntet wurde, und den Früchten, die im folgenden Jahr heranreifen. Heute ziehen in Israel an diesem Tag die Kinder hinaus, um Bäume zu pflanzen. So tragen sie zum Aufbau des Landes bei. Juden, die außerhalb von Israel – in der Diaspora – leben, spenden Geld für die Anpflanzung von Bäumen in Israel. In den letzten Jahren wurde Tu BiSchwat mehr und mehr zum Anlass genommen, um zu überlegen, wie man zum Schutz der Lebensgrundlagen auf dieser Erde beitragen kann. Außerdem ist es Brauch, an diesem Tag Obst zu essen, das in Israel wächst, da es ja ursprünglich um die Früchte der Bäume ging.
Bild: Gewürzstand Foto: amzi-Archiv
Toralesungen Samstag, 6. Februar 2016 Mischpatim – Rechte 2. Mose 21,1– 24,18; Jeremia 34,8-22; 33,25-26
Samstag, 13. Februar 2016 Terumah – Hebe/Abgabe 2. Mose 25,1– 27,19; 1. Könige 5,26– 6,13
Samstag, 20. Februar 2016 Tetzawa – Du sollst befehlen 2. Mose 27,20–30,10; Hesekiel 43,10-27 (5. Mose 25,17-19; 1. Samuel 15,2-34)
Samstag, 27. Februar 2016 Ki Tissa – Wenn du zählst 2. Mose 30,11–34,35; 1. Könige 18,1-39 (4. Mose 19,1-22; Hesekiel 36,16-38)
Die Auslegungen können bezogen werden unter info@amzi.org / www.amzi.org amzi, Postfach, CH-4153 Reinach, Tel. 061 712 11 38 amzi, Hauinger Straße 6, D-79541 Lörrach, Tel. 0041 61 712 11 38
Feste Israels Hanspeter Obrist (Hrsg.) Die Feste erzählen Gottes Heilsgedanken CHF *9.80 / E (D) 5.95 / E (A) *6.20 ■ Eine prägnante Darstellung von Israels Festen ■ Bereicherung für jeden Bibelleser ■ Messianische Passah-Haggada (* = unverbindliche Preisempfehlung)
M채rz 5775 2015 5776 2016
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Matth채us 5,14 Sonntag
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Purimfest (24. März 2016) Purim ist das Fest von Gottes Bewahrung des Volkes Israel im persischen Exil, als es in der Gefahr stand, ausgerottet zu werden. Haman, ein Vizekanzler von König Ahasveros von Persien, wollte aufgrund seiner persönlichen Konflikte mit dem Juden Mordechai das ganze jüdische Volk vernichten (Est. 3,9). Nach einem geworfenen Los (persisch «Pur») wurde dafür der 13. Adar bestimmt. König Ahasveros war jedoch mit der jüdischen Hadassa verheiratet, der Kusine von Mordechai. Ester, so ihr persischer Name, war mit besonderer Schönheit ausgestattet. Nachdem sie von Mordechai über die Lage informiert worden war, beschloss sie, etwas gegen dieses Vorhaben zu tun: «Wie kann ich dem Unheil zusehen, das mein Volk treffen würde?» (Est. 8,6). Sie nahm allen Mut zusammen, fastete und trat gegen alle Regeln der Gesellschaft dem König entgegen und offenbarte ihm, dass auch sie Jüdin sei. So nahm die Geschichte eine unverhoffte Wende (siehe Buch Ester). Im Gedenken an dieses Wunder feiert man heute am 14. Adar Purim. Dem Fest geht das Fasten der Ester (23. März 2016) voraus.
Durch den mutigen Einsatz von Ester und die Gebete ihres Volkes wurde der Völkermord verhindert. Die Not des jüdischen Volkes verwandelte sich in Freude, deshalb ist Purim ein sehr fröhliches Fest. Die Menschen beschenken einander (Est. 9,22), essen viele süße Speisen und verkleiden sich, um der Freude Ausdruck zu geben, dass Gott sein Volk verschont hat. Damit alle das Fest fröhlich feiern können, werden auch die Armen mit Gaben bedacht. In einem jüdischen Schaltjahr gibt es einen zweiten Monat Adar, weshalb zweimal Purim gefeiert wird. Das erste Purimfest fällt dabei etwas bescheidener aus, doch das zweite wird richtig gefeiert. Schuschan Purim (15. Adar / 25. März 2016) ist der Purim-Feiertag für die Menschen in Jerusalem, da im Esterbuch für Juden in befestigten und unbefestigten Städten ein unterschiedliches Datum festgelegt wird.
Bild: Ausgrabungen in Caesarea Maritima Foto: Samuel Griner
Toralesungen Samstag, 5. März 2016 Wajakhel – Er versammelte 2. Mose 35,1– 38,20; 1. Könige 7,40-50
Samstag, 12. März 2016 Pekudej – Die Zählung 2. Mose 38,21– 40,38; 1. Könige 7,51–8,21 (2. Mose 12,1-20; Hesekiel 45,16– 46,18)
Samstag, 19. März 2016 Wajikra – Er rief 3. Mose 1,1– 5,26; Jesaja 43,21– 44,23
Samstag, 26. März 2016 Zaw – Befiehl! 3. Mose 6,1– 8,36; Jeremia 7,21–8,3; 9,22-23 (Maleachi 3,4-24)
Informieren Sie sich durch den «focus israel» sechsmal jährlich über die messianische Bewegung und die arabischen Christen.
April 5775 2016 5776 2015
Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit. 1.Petrus 1,25
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Pessach II (Beginn des Omerz채hlens)
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Pessach I (Fest der unges채uerten Brote)
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Pessach (23. bis 29. April 2016)
Jom HaSchoa (5. Mai 2016)
Passahfest und Fest der Erstlingsfrüchte Das Passahfest beginnt am 14. Nissan mit dem Sederabend. Verschiedene Speisen erinnern daran, wie der Engel des Herrn vor dem Auszug aus Ägypten die Erstgeburt der Israeliten verschonte: Ein Lammknochen erinnert an das geschlachtete Lamm, die Matzen (ungesäuertes Brot) an den schnellen Auszug, die Bitterkräuter an das harte Leben in Ägypten. Während des Passahmahls setzte Jesus das Abendmahl und den Neuen Bund ein. In seinem Tod ist das Passahfest erfüllt, weil er als das geopferte Passahlamm unsere Sünden trug (Jes. 53; Joh. 1,29.35.36). Nach dem Sederabend beginnt das Fest der ungesäuerten Brote (3. Mo. 23,6-8). Während sieben Tagen darf nichts gegessen werden, was Sauerteig enthält. Das Fest der Erstlingsfrüchte: Während des Festes der ungesäuerten Brote werden am Tag nach dem Schabbat die ersten Früchte der Gersten- oder Getreideernte Gott dargebracht. Es ist das erste von drei Erntedankfesten im Jahr. Dieses Fest ist ein Typus der Auferstehung Jesu als «Erstling» aus den Toten (1. Kor. 15,20-23).
Holocaustgedenktag Der 27. Nissan ist der Tag des Warschauer Ghettoaufstandes unter der Führung von Mordechaj Anielewicz, der aber scheiterte. An diesem Tag steht in Israel während einiger Minuten alles still, um der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Ebenso wird an diejenigen gedacht, die unter Einsatz ihres Lebens dem jüdischen Volk Hilfe gewährten und dabei umkamen.
Bild: Bar Mizwa-Feier an der Klagemauer, Jerusalem Foto: amzi-Archiv
Toralesungen Samstag, 2. April 2016 Schemini – Am achten Tage 3. Mose 9,1–11,47; 2. Samuel 6,1– 7,17
Samstag, 9. April 2016 Tasria – Sie empfängt 3. Mose 12,1–13,59; 2. Könige 4,42–5,19
Gebets- und Informationsmail: ■ jeden Donnerstag oder monatlich per E-Mail ■ aktuelle Informationen ■ Anliegen für Ihre Gemeinde und Ihren Gebetskreis ■ in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Ungarisch und Russisch ■ auch im PDF-Format erhältlich (eine A4-Seite) zum Ausdrucken und Verteilen Die ideale Ergänzung zur Zeitschrift «focus israel»!
Samstag, 16. April 2016 Mezora – Aussätziger 3. Mose 14,1–15,33; Maleachi 3,4-24 (2. Könige 7,3-20)
Samstag, 23. April bis Freitag, 29. April 2016 Pe s s a c h 2. Mose 12,21-51; 13,17–15,26; 4. Mose 28,16-25; Josua 3,5-7; 5,2-61; 6,27; 3. Mose 22,26–23,44; 5. Mose 15,19–16,17; 2. Könige 23,1-9.21-25; 2. Samuel 22,1-51; Jesaja 10,32–12,6
Samstag, 30. April 2016 Achare Mot – Nach dem Tod 3. Mose 16,1– 18,30; Hesekiel 22,1-16
Die Auslegungen können bezogen werden unter info@amzi.org / www.amzi.org amzi, Postfach, CH-4153 Reinach, Tel. 061 712 11 38 amzi, Hauinger Straße 6, D-79541 Lörrach, Tel. 0041 61 712 11 38
Mai 5775 2016 5776 2015
Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid. Epheser 1,18
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Jom HaSchoa (5. Mai 2016) siehe Rückseite April
Gedenktag für die Gefallenen (11. Mai 2016) Am 5. Ijar, dem Tag vor dem israelischen Unabhängigkeitstag (Jom HaAzmaut), finden auf den Soldatenfriedhöfen in Israel Gedenkfeiern für die gefallenen israelischen Soldaten statt.
Jom HaAzmaut (12. Mai 2016) Unabhängigkeitstag Am 6. Ijar erinnert sich Israel an seine Staatsgründung im Jahr 5708 (14. Mai 1948) durch David Ben Gurion. Dieser Tag wird am Vorabend mit einem Feuerwerk und am Feiertag selbst mit einem Picknick im Familienkreis begangen. Dass der Gedenktag für die gefallenen Soldaten direkt in den fröhlichen Feiertag übergeht, zeigt, wie nahe Fröhlichkeit und Trauer in Israel beieinanderliegen.
Diese Zeit des Omerzählens (Omer = Garbe; siehe Erklärung im Juni) gilt bei den religiösen Juden als ernste Zeit, in der keine Hochzeiten oder andere Vergnügungen stattfinden. Einige lassen sich auch während dieser Zeit keine Haare schneiden. Diese ernste Periode wird nur am 33. Tag, dem Lag BaOmer, und seit 1948 auch am Unabhängigkeitstag Israels unterbrochen. Lag BaOmer (18. Ijar) wird ausnahmsweise als halber Festtag begangen: Im zweiten Jahrhundert hörte an diesem Tag das Sterben der Schüler des Rabbi Akiba auf, nachdem zuvor während 33 Tagen einer nach dem anderen einer Seuche erlegen war. Heute werden am Lag BaOmer Freudenfeuer angezündet und Feste gefeiert.
Lag BaOmer (26. Mai 2016) Passah und Schawuot (das Wochen- oder Pfingstfest) stehen in einem engen Zusammenhang. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass die 50 Tage dazwischen nummeriert sind.
Bild: Über dem See Genezareth Foto: Samuel Griner
Toralesungen Donnerstag, 5. Mai 2016 Jo m H a S c h o a h 2. Samuel 1,17-27
Samstag, 28. Mai 2016 BeChukkotei – In meinen Satzungen 3. Mose 26,3–27,34; Jeremia 16,19–17,14
Samstag, 7. Mai 2016 Kedoschim – Heilige 3. Mose 19,1– 20,27; Amos 9,7-15
Donnerstag, 12. Mai 2016 Jom HaAzmaut 5. Mose 7,12–8,18; Jesaja 10,32–12,6
Samstag, 14. Mai 2016 Emor – Sprich! 3. Mose 21,1– 24,23; Hesekiel 44,15-31
Samstag, 21. Mai 2016 BeHar – Auf dem Berge 3. Mose 25,1– 26,2; Jeremia 32,6-27
Die Auslegungen können bezogen werden unter info@amzi.org / www.amzi.org amzi, Postfach, CH-4153 Reinach, Tel. 061 712 11 38 amzi, Hauinger Straße 6, D-79541 Lörrach, Tel. 0041 61 712 11 38
Juni 5775 2016 5776 2015
Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist r端ste mich aus. Psalm 51,14 Sonntag
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Jerusalem-Tag (5. Juni 2016) Der Jerusalem-Tag erinnert an die Eroberung der Altstadt von Jerusalem im Sechstagekrieg am 28. Ijar 1967. Damit waren der Tempelberg und die Westmauer zum ersten Mal seit dem Jahr 70 n. Chr. wieder unter jüdischer Kontrolle. Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten werden Fackeln entzündet.
Schawuot (12. Juni 2016) Das Wochen- oder Pfingstfest Schawuot wird am 6. Siwan gefeiert (in der Diaspora zusätzlich auch am 7. Siwan), sieben Wochen nach Passah, am 50. Tag (5. Mo. 16,9-10). «Schawuot» heißt Wochen, daher die Übersetzung Wochenfest. Das deutsche Wort «Pfingsten» kommt vom griechischen «Pentecoste» (der Fünfzigste). Schawuot war ein Erntefest und als solches mit einer Wallfahrt nach Jerusalem verbunden. Die Zeit zwischen den Festen zählt man mit dem «Omer». Das ist das hebräische Wort für Garbe. An Passah brachte man die Gerstengarbe, an Schawuot zwei gesäuerte Brote aus je einer Weizengarbe neben anderen Opfern in den Tempel (3. Mo. 23,17). Die beiden Brote sind ein Bild für die Gemeinde aus Juden und Nichtjuden. Schawuot war das einzige Fest, an dem es erlaubt war,
Sauerteig für das Opfer zu verwenden. Der Sauerteig war auch deshalb erlaubt, weil das Opfer nicht auf dem Altar verbrannt wurde. Zur Zeit der Urgemeinde wurde an diesem Fest (Pfings ten) der Heilige Geist ausgegossen, woraus Gottes Gemeinde aus Juden und Nichtjuden entstand. So fand das Fest seine messianische Erfüllung. Nach rabbinischer Überlieferung offenbarte sich Gott dem jüdischen Volk an Schawuot am Sinai durch die Gabe der Tora. Auch diese Bedeutung des Festes wurde an Pfingsten durch die Ausgießung des Heiligen Geistes erfüllt: Gott schrieb sein Gesetz durch den Geist in die Herzen der Gläubigen. In einer jüdischen Überlieferung heißt es, dass die Tora in 70 Sprachen gegeben wurde. Wenn man bedenkt, dass 70 die jüdische Symbolzahl für die Völkerwelt ist, dann bekommt das Pfingstwunder einen neuen Aspekt, weil jedem Zuhörer die großen Taten Gottes in seiner Muttersprache bezeugt wurden. Heute wird Schawuot als fröhliches Volksfest gefeiert.
Bild: Am Toten Meer, oberhalb von Ein Gedi Foto: amzi-Archiv
Toralesungen Samstag, 4. Juni 2016 BaMidbar – In der Wüste 4. Mose 1,1– 4,20; Hosea 2,1-22
Samstag, 11. Juni 2016 Nasso – Erhebe! 4. Mose 4,21–7,89; Richter 13,2-25
Sonntag, 12. Juni 2016 Schawuot 2. Mose 19,1–20,23; 4. Mose 28,26-31; 5. Mose 15,19–16,17; Hesekiel 1,1-28; 3,12; Habakuk 3,1-19
Samstag, 18. Juni 2016 Be HaAlotecha – Wenn du anzündest 4. Mose 8,1–12,16; Sacharja 2,14–4,7
Samstag, 25. Juni 2016 Schlach – Schicke! 4. Mose 13,1–15,41; Josua 2,1-24
Den jüdischen Messias erlebt Hanspeter Obrist (Hrsg.) CHF *9.80 / E (D) 5.95 / E (A) *6.20 ■ Aktuelle Lebensberichte von Juden und Arabern ■ Eine Horizonterweiterung für jeden Leser ■ Motivierend für das eigene Leben (* = unverbindliche Preisempfehlung)
Juli 5775 2015 5776 2016
Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele. Hebr채er 6,19 Sonntag
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Israelsonntag
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Fasten des 17. Tammus (24. Juli 2016) Der 17. Tammus gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten. Da der 17. Tammus 2016 auf einen Schabbat fällt, wird das Fasten auf den 18. Tammus (24. Juli 2016) verschoben. Der erste dieser vier Trauertage ist der 10. Tebet (22. Dezember 2015). Mit ihm begann die Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. Am 17. Tammus brachen die römischen Legionen in die Vorstadt Jerusalems ein. Wenige Wochen später, am 9. Aw (2016 am 10. Aw, 14. August 2016), geschah unter dem damaligen General Titus die vollständige Eroberung Jerusalems, einschließlich der Innenstadt und des Tempelbezirks. Der 3. Tischri (5. Oktober 2016), auch «Fasten des Gedalja» genannt, erinnert an die Ermordung des letzten jüdischen Statthalters unter Nebukadnezar. Diese vier Trauertage gelten als Fastentage, an denen das jüdische Volk seine Betroffenheit und seinen Schmerz über die größte nationale Katastrophe in seiner Geschichte zum Ausdruck bringt. Mit der Zerstörung des Tempels erlosch der Opferdienst. «Wir
sind nicht mehr imstande, unsere Pflichten zu erfüllen in dem Haus, das du erwählt hast, in dem großen heiligen Haus, über dem dein Name genannt wird» (aus einem jüdischen Gebetsbuch). Das Fasten beginnt am Vorabend und dauert bis zum Abend. In diesen 24 Stunden nehmen die Trauernden weder Speisen noch Getränke zu sich. Es sollen keine Lederschuhe getragen, keine öffentlichen Arbeiten verrichtet und nicht gekocht werden. Es ist auch nicht erlaubt, sich zu waschen, zu rasieren oder zu baden. Man unterlässt Spaziergänge und grüßt niemanden. In der dreiwöchigen Trauerzeit vom 17. Tammus bis zum 9. Aw darf man keine Obstsorten verspeisen, von denen man zuvor in diesem Jahr noch nicht gegessen hat, weil man dafür zuerst einen Segen sprechen müsste. Das passt aber nicht zur Trauer. Aus demselben Grund darf man auch keine neue Kleidung tragen oder in ein neues Haus umziehen. Ebenso dürfen in den Trauerwochen keine Ehen geschlossen werden, da Hochzeiten ohne Fröhlichkeit, Ausgelassenheit und Tanz undenkbar sind. Bild: Auf dem See Genezareth Foto: Ingolf Heimann
Toralesungen Samstag, 2. Juli 2016 Korach – Korah 4. Mose 16,1–18,32; Jesaja 66,1-24; 1. Samuel 11,14–12,22
Samstag, 9. Juli 2016 Chukkat – Satzung 4. Mose 19,1– 22,1; Richter 11,1-33
Samstag, 16. Juli 2016 Balak – Balak 4. Mose 22,2–25,9; Micha 5,6–6,8
Samstag, 23. Juli 2016 Pinchas – Pinchas 4. Mose 25,10–30,1; 1. Könige 18,46–19,21
Samstag, 30. Juli 2016 Mattot – Stämme 4. Mose 30,2–32,42; Jeremia 1,1–2,3
Die Auslegungen können bezogen werden unter info@amzi.org amzi, Postfach, CH-4153 Reinach, Tel. 061 712 11 38 amzi, Hauinger Straße 6, D-79541 Lörrach, Tel. 0041 61 712 11 38 oder auf www.amzi.org
5775 August 5776 2016 2015
Ich will die Müden erquicken und die Verschmachtenden sättigen. Jeremia 31,25
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Tischa BeAw (Gedenktag der Zerstörung Jerusalems)
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Nationalfeiertag Schweiz
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Tischa BeAw (14. August 2016) Der Tischa BeAw (9. Aw) war in der jüdischen Geschichte so etwas wie ein Schicksalstag. Im Jahr 586 v. Chr. wurde der Erste Tempel durch Nebukadnezar zerstört, 70 n. Chr. der Zweite Tempel durch Titus. Innenstadt und Tempelbezirk wurden erobert, wobei der Tempel in Flammen aufging. Jerusalem wurde zerstört und der bis dahin überlebende Teil der jüdischen Einwohner wurde entweder grausam ermordet oder in die Gefangenschaft und Sklaverei weggeführt. Auch das Ende des jüdischen Aufstandes unter Bar Kochba 135 n. Chr. und die Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 fielen auf diesen Tag. Deshalb gehört er zu den vier Trauer- und Fastentagen im jüdischen Kalender. Nach Jom Kippur ist er der wichtigste Fastentag im Jahr. Damit gibt das jüdische Volk seiner Betroffenheit und seinem Schmerz über diese notvollen Ereignisse seiner Geschichte Ausdruck. Neben dem Fasten ist es auch Brauch, am 9. Aw die Friedhöfe zu besuchen. Einige benutzen in der Nacht vom 8. auf den 9. Aw statt eines Kopfkissens Steine oder dehnen das Fasten auf zwei Tage aus.
Da der 9. Aw 2016 auf einen Schabbat fällt, wird das Fasten auf den 10. Aw (14. August 2016) verschoben. Zum Ausklang des Tages wird Jesaja 55,7 gelesen: «Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.» Der Schabbat nach dem 9. Aw (1. August 2015) ist der Schabbat Nachamu (Schabbat des Trostes). Mit den Worten aus Jesaja 40,1: «Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott», wird daran erinnert, dass Gott bisher immer auf die Trauer seines Volkes geantwortet und es getröstet hat. Nach jüdischem Glauben ist der 9. Aw auch der Tag, an dem der Messias erscheinen und Israel in die Erlösung und Vollendung führen wird. Die Stämme Israels und Judas werden in Israel wieder vereinigt. Harmonie und Frieden wird auf Erden herrschen. Bild: Schafherde im Jordantal Foto: Samuel Griner
Toralesungen Samstag, 6. August 2016 Massei – Wanderungen 4. Mose 33,1– 36,13; Jeremia 2,4-28; 3,4
Samstag, 13. August 2016 Dewarim – Reden 5. Mose 1,1– 3,22; Jesaja 1,1-27
Sonntag, 14. August 2016 Tischa BeAw Vormittag: 5. Mose 4,25-40; Jeremia 8,13–9,23 Nachmittag: 2. Mose 32,11-14; 34,1-10; Jesaja 55,6–56,8
Samstag, 20. August 2016 Wa’etchanan – Und ich flehte 5. Mose 3,23–7,11; Jesaja 40,1-26
Samstag, 27. August 2016 Ekew – Sobald 5. Mose 7,12–11,25; Jesaja 49,14–51,3
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5776September 2016
Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte. Jesaja 9,2
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Rosch HaSchana (3. Oktober 2016) Fest der Posaunen und jüdisches Neujahr Das Fest der Posaunen am 1. Tischri (3. Mose 23,24) bildet den Auftakt zu den Herbstfesten. Das Schofar (Widderhorn) ertönt zu einem Weckruf. In einer zehntägigen Einkehrzeit soll jeder prüfen, wie er zu Gott und zu seinem Nächsten steht. Nach jüdischer Überlieferung wird an Rosch HaSchana das Buch des Lebens aufgeschlagen, und Gott schaut auf alles Fehlverhalten und alle Schuld während des vergangenen Jahres. Es gibt nur eine Möglichkeit, sich aus Gottes Gericht zu retten und seine Gnade zu erfahren, indem alles Schuldhafte zwischen Menschen ausgeräumt wird. Denn schuldig wird man vor Gott durch sein Fehlverhalten am Nächsten. Deshalb bittet man in diesen zehn Tagen um Verzeihung. Nach rabbinischer Vorstellung wenden Umkehr, Gebet und Liebeswerke Gottes Gericht ab. So hofft der rabbinisch orientierte Jude, dass Reue und Wiedergutmachung die Schuld vor Gott tilgen kann und Gottes Vergebung ihn wieder aufrichtet, obwohl heute wegen des fehlenden Tempels kein Blut mehr dafür vergossen wird, wie es nach 3. Mose 17,11 gefordert wird.
Der Mensch möchte sich in diesen Tagen von der Schuld befreien und hofft, dass er für ein weiteres Jahr im Buch des Lebens eingeschrieben wird. Seit dem babylonischen Exil wird an diesem Tag auch der Beginn des neuen Jahres gefeiert. Mit dem 1. Tischri beginnt das jüdische Jahr 5776. Als Zeichen der Hoffnung, vor Gott bestehen zu können, werden Äpfel in Honig getaucht, und man wünscht sich ein gutes und süßes Jahr.
Fasten des Gedalja (5. Oktober 2016) Der 3. Tischri, auch «Fasten des Gedalja» genannt, erinnert an die Ermordung des letzten jüdischen Statthalters unter Nebukadnezar. Der Tag gehört zu den vier Trauer- und Fas tentagen, an denen der Zerstörung Jerusalems gedacht wird.
Bild: Auf dem Markt in Jerusalem Foto: amzi-Archiv
Toralesungen Samstag, 3. September 2016 Re’eh – Sieh! 5. Mose 11,26–16,17; Jesaja 54,11–55,5
Samstag, 10. September 2016 Schoftim – Richter 5. Mose 16,18–21,9; Jesaja 51,12–52,12
Samstag, 17. September 2016 Ki Teze – Wenn du ziehst 5. Mose 21,10–25,19; Jesaja 54,1-10
Samstag, 24. September 2016 Ki Tawo – Wenn du kommst 5. Mose 26,1– 29,8; Jesaja 60,1-22
Der Israel Trail Judith Galblum Pex Mit dem Rucksack durchs Heilige Land CHF *26.80 / E (D) 14.95 / E (A) *15.40 ■ Die israelische Alternative zum Jakobsweg ■ Ungefilterte Bilder und Eindrücke abseits von touristischen Trampelpfaden ■ Ein Abenteuerbuch der besonderen Art (* = unverbindliche Preisempfehlung)
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5777 Oktober 2016
Jesus rief: Wen da d端rstet, der komme zu mir und trinke! Johannes 7,37
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Rosch HaSchana (Fest der Posaunen; J端disches Neujahr 5776)
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Simchat Tora (Torafreudenfest)
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Fasten des Gedalja
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Sommerzeit Ende
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Reformationstag
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Rosch HaSchana (3. Oktober 2016) siehe Rückseite September
Fasten des Gedalja (5. Oktober 2016) siehe Rückseite September
Jom Kippur (12. Oktober 2016) Großer Versöhnungstag An Jom Kippur (10. Tischri), dem großen Versöhnungstag, finden die zehn Bußtage, die mit Rosch HaSchana begonnen haben, ihren Höhepunkt und Abschluss. Dieser Feiertag bezieht sich nicht auf historische Ereignisse oder Gegebenheiten wie Saat und Ernte, sondern allein auf das Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer, vor dem er sein Leben zu verantworten hat. Nachdem es während der zehn Bußtage um die Sünden anderen Menschen gegenüber ging, stehen an Jom Kippur die Sünden Gott gegenüber im Mittelpunkt. Jom Kippur ist der strengste Fastentag im jüdischen Jahr. Man darf sich weder baden noch gründlich waschen, keine Kosmetika oder Körperpflegemittel benutzen, sich keinen Genuss gönnen und weder Lederschuhe noch luxuriöse Kleidung tragen. Vom Fasten sind nur Schwerkranke, kleine Kinder und Wöchnerinnen ausgenommen. Zur Zeit des Tempels wurde ein Ziegenbock für die unerkannten Sünden des ganzen Volkes geopfert (3. Mo. 16; Hebr. 9,7). An Stelle der täglichen drei Opfer trat nach der
Zerstörung des Tempels der dreimalige Gebetsdienst. In der Entwicklung der rabbinischen Lehre sieht der modern religiö se Jude einen Ersatz des Tempel- und Opferdienstes. Der Mensch, der Sühne schaffe, werde auch Versöhnung empfangen, denkt der religiöse Jude. Deshalb bedürfe es für Israel keines stellvertretenden Sühneleidens durch einen Erlöser. So endet der Jom Kippur mit der Vergebungshoffnung, aber nicht mit Vergebungsgewissheit. Mit dem stellvertretenden Opfertod Jesu wurde der Tempel-Opferdienst erfüllt. Messianische Juden beten an Jom Kippur in besonderer Weise um die Errettung des jüdischen Volkes. Wenn auch jetzt schon viele einzelne Juden zum Glauben an den Messias finden, so wird die Versöhnungstat Jesu erst bei seiner Wiederkunft von ganz Israel anerkannt werden (Sach. 12,10; Röm. 11,25 -26; Offb. 1,7).
Sukkot (17. Oktober 2016) siehe Rückseite November
Schemini Azeret / Simchat Tora (24./25. Oktober 2016) siehe Rückseite November
Bild: Straßencafé in En Kerem bei Jerusalem Foto: amzi-Archiv
Toralesungen Samstag, 1. Oktober 2016 Nitzawim – Ihr steht 5. Mose 29,9–30,20; Jesaja 61,10–63,9
Samstag, 15. Oktober 2016 Ha’asinu – Höret! 5. Mose 32,1-52; 2. Samuel 22,1-32
Montag, 3. Oktober 2016 Rosch HaSchana 1. Mose 21,1-34; 4. Mose 29,1-6; 1. Samuel 1,1–2,10
Montag, 17. Oktober 2016 Sukkot 3. Mose 22,26–23,44; 4. Mose 29,12-16; Sacharja 14,1-21
Samstag, 8. Oktober 2016 Wajelech – Er ging 5. Mose 31,1-30; Hosea 14,2-10; Joel 2,15-17
Montag, 24. Oktober 2016 S i m c h a t To r a 5. Mose 33,1–34,12; Josua 1,1-18 Wesot Habracha – Das ist der Segen 1. Mose 1,1–2,3; 4. Mose 29,35–30,1
Mittwoch, 12. Oktober 2016 Jom Kippur Vormittag: 3. Mose 16,1-34; 4. Mose 29,7-11; Jesaja 57,14–58,14 Nachmittag: 3. Mose 18,1-30; Jona 1,1–4,11; Micha 7,18-20
Samstag, 29. Oktober 2016 Bereschit – Im Anfang 1. Mose 1,1–6,8; Jesaja 42,5–43,11
5777November 2016
Meine Kraft und meine Stärke ist der HERR, und er wurde mir zur Rettung. Psalm 118,14 Sonntag
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BuĂ&#x;- und Bettag Deutschland
Ewigkeitssonntag Ende des Kirchenjahres
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Sukkot (17. Oktober 2016)
Simchat Tora (25. Oktober 2016)
Das Laubhütten- und Erntedankfest In 3. Mose 23,42-43 ordnet Gott an, dass das Volk Israel vom 15. bis 21. Tischri in Laubhütten wohnen soll. Die Juden bauen bis heute Laubhütten zur Erinnerung an Gottes Versorgung während der Wüstenwanderung. Gleichzeitig ist Sukkot auch ein Erntedank- und Wallfahrtsfest, das dritte nach Passah und Schawuot. Die Menschen danken Gott für die Oliven- und Traubenernte. Heute gehen fromme Juden mit dem Lulav (einem Palmwedel) und dem Etrog (einer Zitrusfrucht) zur Klagemauer oder in die Synagoge. An Sukkot finden feierliche Umzüge statt. Während dieser acht Tage feiert jede Familie in ihrer Laubhütte ein fröhliches Fest. Sukkot findet seine messianische Erfüllung, wenn Israel als Ganzes unter der Herrschaft des Messias Jesus lebt und das messianische Königreich von Jerusalem ausgehend aufgerichtet wird (Sach. 14,16-19).
An diesem Tag wird die Freude über die Tora gefeiert. Es ist der Tag, an dem der letzte Abschnitt aus der Tora (fünf Bücher Mose) gelesen und sofort wieder mit dem ersten Abschnitt begonnen wird, damit die Lesung nie aufhört. Anschließend wird die Tora mit einem Umzug durch die Synagoge getragen. Die Gottesdienstbesucher tanzen, klatschen und feiern die Tora. Dieses Fest wurde erst im 9. Jahrhundert eingeführt. In Israel wird es am gleichen Tag wie Schemini Azeret gefeiert, in der Diaspora einen Tag später.
Schemini Azeret (24. Oktober 2016) Am 8. Tag von Sukkot soll nicht gearbeitet werden und stattdessen eine heilige Versammlung stattfinden (3. Mo. 23,36), bei der die Bitte um Regen im Zentrum steht. Gott schenkt Wachstum und Ertrag der Erde.
Bild: Originalgetreues Modell der Stiftshütte im Timna Park Foto: Ralf Kettwig
Toralesungen Samstag, 5. November 2016 Noach – Noah 1. Mose 6,9–11,32; Jesaja 54,1–55,5
Samstag, 12. November 2016 Lech Lecha – Zieh hin! 1. Mose 12,1–17,27; Jesaja 40,27–41,16
Samstag, 19. November 2016 Wajera – Und er erschien 1. Mose 18,1– 22,24; 2. Könige 4,1-37
Samstag, 26. November 2016 Chaje Sarah – Saras Lebensalter 1. Mose 23,1– 25,18; 1. Könige 1,1-31
Von Eden bis zum Paradies Shlomo Drori & Jurek Schulz Gottes Heilsgeschichte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft CHF *14.80 / E (D) 8.95 / E (A) *9.20 ■ Eine einmalige Darstellung der Heilsgeschichte ■ Ein neuer Blick für Gottes Handeln ■ Wissenswertes über die messianische Bewegung (* = unverbindliche Preisempfehlung)
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5777Dezember 2016
Jesus sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12
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Sonntag
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Chanukka I, (Lichterfest; Fest der Tempelweihe) Weihnachten
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Chanukka II
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Chanukka (25. Dezember 2016 bis 1. Januar 2017) Der Ursprung des Chanukkafestes liegt in der Geschichte Israels im 2. Jahrhundert vor Christus. 198 v. Chr. kam Israel unter die Herrschaft der Seleukiden, die die jüdische Religion verboten. Die jüdischen Feste durften nicht mehr gefeiert, der Schabbat nicht gehalten und die Opfer im Tempel nicht mehr dargebracht werden. Selbst die Beschneidung wurde verboten. Der Höhepunkt der Unterdrückung kam, als Antiochus IV. im Tempel in Jerusalem einen Zeusaltar errichten ließ, Schweine opferte und ungestraft in das Allerheiligste des Tempels eindrang. Das geschah am 25. Kislew 168 v.Chr. und wurde zum Anlass des Aufstandes der Juden gegen die verhasste Macht der Fremden. Unter der erfolgreichen Führung von Judas Makkabäus wurde die vielfache Übermacht des syrischen Militärs geschlagen und das jüdische Land von den Feinden befreit. Am 25. Kislew 164 v. Chr., vier Jahre nach der Schändung des Tempels, wurde das Fest der Einweihung des gereinigten Tempels gefeiert: Chanukka. Acht Tage dauerte das Fest (2. Makk. 10,1-8).
Der Höhepunkt war das Neuanzünden des goldenen siebenarmigen Leuchters im Tempel. Bei der Reinigung des Tempels, so erzählt es der Talmud, fand sich ein Krug mit Öl, das von den Nichtjuden unberührt und damit rein geblieben war. Anstatt nur einen Tag, wie erwartet, brannte das restliche Öl im Leuchter ganze acht Tage lang, bis neues Öl nach den Vorschriften hergestellt war. Als Zeichen für dieses Wunder trägt der Chanukkaleuchter acht Arme. Jeden Tag zündet man ein Licht mehr an. Als neuntes Licht in der Mitte brennt die Dienerkerze, die dazu bestimmt ist, die anderen Lichter anzuzünden. Der siebenarmige Leuchter (Menorah) soll nach ortho doxer Lehre erst in den Tagen des messianischen Heils, wenn der Dritte Tempel errichtet und eingeweiht ist, im Tempel auf Zion wieder leuchten. Messianische Juden erinnern sich an Chanukka daran, dass der Messias das wahre Licht der Welt ist.
Bild: Ausgrabungen auf der Südseite des Tempelbergs, Jerusalem Foto: Martin Ernst
Toralesungen Samstag, 3. Dezember 2016 Toledot – Geschlechtsregister 1. Mose 25,19 – 28,9; Maleachi 1,1–2,7
Samstag, 10. Dezember 2016 Wajeze – Er zog aus 1. Mose 28,10– 32,3; Hosea 12,13–14,10
Samstag, 17. Dezember 2016 Wajischlach – Er schickte 1. Mose 32,4– 36,43; Hosea 11,7–12,12; Obadja 1-21
Samstag, 24. Dezember 2016 Wajeschew – Er wohnte 1. Mose 37,1– 40,23; Amos 2,6 –3,8
Samstag, 31. Dezember 2016 Mikez – Nach Ablauf 1. Mose 41,1– 44,17; 1. Könige 3,15–4,1
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