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Stephan MĂźnch (Hrsg.)

Perfekte Menschen gibt es an jeder Ecke, sprach Gott und formte die Welt rund 33 Ermutigungen fĂźr Mitarbeiter

Born-Verlag


Der Herausgeber Stephan Münch ist verheiratet mit Hanna, hat vier Kinder und wohnt im mittelfränkischen Uffenheim. Im Jahr 2014 gründete er „Lebenstraum“ – ein Jahr der Orientierung für junge Erwachsene. (www.dein-lebenstraum.com)

© 2014 BORN-VERLAG, Kassel im Auftrag des Deutschen Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (EC) e. V. Printed in Germany. All rights reserved. Lektorat: Klaus Günther M.A. Satz und Umschlaggestaltung: be · Dieter Betz Design-Kommunikation, Friolzheim Druck: CPI books, Leck Gedruckt auf FSC-zertifiziertem Papier. ISBN 978-3-87092-558-1 Bestellnr. 182.558


Ein Wort zur Ermutigung Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27

Warum ich froh bin, ein Mann zu sein Unsere Gesellschaft heutzutage ist ja eine große Herausforderung für Frauen und Männer. Es werden Rollen aufgeweicht, Formen hinterfragt, Muster aufgebrochen. Was viele Jahrhunderte klar war, ist heute gar nicht mehr klar. Aber was ich eigenartig finde: Wenn eine Frau sich vorn hinstellt und sagt: „Wir Frauen müssen uns in der Gesellschaft behaupten, wir müssen unsere Rechte einfordern, wir müssen zeigen, was wir drauf haben“ – dann klatschen viele Beifall. Und das ist ja auch richtig so, dass sich das in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Aber mal angenommen, ein Mann würde sich vorn hinstellen und rufen: „Männer, wir müssen uns in dieser Welt behaupten, wir müssen unsere Rechte einklagen. Wir Männer wollen so sein, wie wir sind – und nicht anders! Lassen wir uns von der Gesellschaft nicht diktieren, wer wir sein sollen!“ Wenn ein Mann so etwas macht, dann bekommt er von manchen Zuhörern Kopfschütteln und manche würden peinlich berührt wegschauen. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mit dieser Andacht auch ein Kopfschütteln ernte, will ich jetzt mal sagen: „Ich bin froh und danke Gott, dass ich ein Mann bin!“ Ich bin nicht perfekt oder besonders hochbegabt. Ich bin auch kein Fußball- oder Musik-Star. Ich bin ein ganz normaler Mann – mit Stärken und Schwächen. Gott hat mich so gemacht wie ich bin – als Mann. Mit allem, was dazugehört. Manchmal bin ich mutig, verwegen, komme zu meinem Ziel. Manchmal nagen aber auch Selbstzweifel oder Befürchtungen an mir. Ich liebe große und schnelle Autos – kann sie mir nur nicht leisten :-). Ich 5


liebe es, meine Frau und Kinder um mich zu haben und von meinen Kindern als „Der beste Papa der Welt“ bezeichnet zu werden. So bin ich, und das ist gut so. Und Gott hat sich was dabei gedacht. Martin Pepper hat es ebenfalls gewagt, seine Begeisterung über das Mann-Sein in einen Text zu fassen. Er bringt es genial auf den Punkt, wenn er singt: Auf die Männer, die das Leben nicht verwalten, die Begeisterung und Sehnsucht in sich spüren. Auf die Männer, die nicht innerlich veralten und die falschen Muster einfach blind kopieren. Auf die Männer, die das Praktische gestalten, gekonnt und unermüdlich Dinge bauen. Auf die Männer, die zu ihren Freunden halten, auf die Männer an der Seite ihrer Frauen! Auf die Männer – auf die Männer! Ein Hoch auf alle Männer, auf Helden, Starke, Könner, auf Verlierer und Gewinner, Entdecker, Ausprobierer, Träumer, Spinner!

Der ganze Text ist zu finden unter www.peppersongs.com

Eine persönliche Frage: Wie geht es dir mit deiner Identität als Mann oder Frau? Schreib doch mal auf, warum du darauf stolz bist, ein Mann oder eine Frau zu sein! :-)

Wie wär’s damit?

Ein Mann kommt in den Himmel. Da führt ihn ein Engel durch große Hallen und Gänge. Sie kommen in den Saal, in dem die Worte und Taten der Menschen aufgezeichnet sind. Riesige Regale voller Bücher. Ganz vorne im ersten Regal stehen zwei Bücher: Ein großes dickes und ein dünnes kleines. Da fragt der Mann den Engel: „Warum stehen hier vorne diese zwei Bücher?“ Antwortet der Engel: „Das ist ganz einfach: das dicke Buch ist das, was Eva zu Adam gesagt hat – und das dünne Buch das, was Adam zu Eva gesagt hat!“

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Ein Wort zur Ermutigung Wenn die Israeliten irgendwo ihr Lager aufschlugen, stellte Mose jedes Mal außerhalb des Lagers ein Zelt auf. Er nannte es: „Zelt der Begegnung.“ Jeder Israelit, der den Herrn befragen wollte, musste dorthin gehen. Der Herr sprach mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie Freunde miteinander reden. 2.Mose 33,7.11

Umgang mit Enttäuschungen (Teil 1) Als Jungscharleiter, Jugendleiter oder Pastor habe ich schon oft Enttäuschungen erlebt. Hoffnungen, die ich in Menschen setzte, wurden zerstört. Zeit und Geld, die ich in Menschen investierte, wurden mit Füßen getreten. Auch manche geistliche Botschaft – mit Liebe und Hingabe vorbereitet – wurde verächtlich weggewischt. Irgendwann habe ich begriffen, dass diese Erfahrungen zum Leben eines Menschen gehören, der sich für Gott und für Menschen von ganzem Herzen einsetzt. Jeder Leiter einer Gemeinde, einer Jugendarbeit, einer Jungschar usw. muss sich mit solchen Enttäuschungen auseinandersetzen. Aber die Frage ist: Wie gehen wir mit den Enttäuschungen um, die uns mal stärker, mal weniger stark belasten? Wie können wir mit einer Gruppe von Menschen weitermachen, wenn wir den Eindruck haben, dass es sich anscheinend gar nicht lohnt? In seinem Buch „Warum Jesus keinen Burnout hatte – von innen heraus stark sein“ erklärt Gordon MacDonald anhand von Mose, wie wir damit umgehen können: „Mose erging es auf dem Weg durch die Wüste ähnlich – sogar noch schlimmer. Der Befreier des Volkes aus der Sklaverei wurde beschimpft: ‚Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt?‘ Und als das Volk in der Wüste jeden Tag Manna 7


bekam, fingen sie irgendwann an zu murren: ‚Wir wollen aber Fleisch essen‘ usw. Der Höhepunkt der Enttäuschung war wohl, als Mose auf den Berg Sinai ging, um von Gott die Gesetzestafeln zu bekommen. Ausgerechnet in dieser Zeit wandte sich das Volk unter der Leitung des Co-Leiters(!) Aaron von Gott ab (2.Mose 32,1). Diese Israeliten investierten richtig viel Geld, Gold, Schmuck usw. und machten sich ein goldenes Kalb, das sie anbeteten. Als Mose vom Berg herunter kam, war er so zornig, dass er die steinernen Gesetzestafeln auf dem Berg zerschmetterte und danach das goldene Kalb zu Pulver zerrieb und es den Israeliten mit Wasser vermischt zu trinken gab.“ Dieser Mose war richtig sauer – aber so richtig. Aber die entscheidende Frage ist doch: Was tut Mose als nächstes? Welche Schritte unternimmt er dann? In 2.Mose 33,7 heißt es, dass Mose daraufhin ein Zelt außerhalb des Lagers aufstellte, das dazu bestimmt war, um Gott zu begegnen. Mose suchte die Begegnung zu Gott außerhalb der chaotischen Situation. Als alles auseinanderfiel, als sogar sein Bruder Aaron die gemeinsame Sache verriet, hatte Mose einen Ort, an den er gehen und sich an Gottes Gegenwart stärken konnte. Mose ging ab diesem Zeitpunkt regelmäßig zu dem Zelt, um sich wieder neu ausrichten zu lassen. Es muss ein stiller Ort gewesen sein – hier war Gottes Flüstern hörbar. Wenn Mose sich auf den Weg zum Zelt machte, schien ganz Israel es mitzubekommen. Jeder hielt inne und lobte Gott, wenn Mose im Zelt war (2.Mose 33,8-11). Und in diesem Zelt – mitten in der Stille und der Gegenwart Gottes – bekam Mose neue Kraft. Eine neue Perspektive. Neuen Mut. 8


Einige persönliche Fragen: Was ist dein Zelt der Begegnung mit Gott? Wann und wo kannst du außerhalb deiner Arbeit, deiner Gemeinde, deines Alltags Gott begegnen? Wo kannst du neue Kraft, neue Perspektive, neuen Mut bekommen? Wo kann dich Gott neu füllen mit seinem Geist?

Wie wär‘s damit?

Erzählt der Pastor der Baptistengemeinde in einem kleinen Dorf: „In unserem Dorf gab es zwei Gemeinden: Eine Baptistengemeinde und eine Methodistenkirche. Aber dann hat der Wind der Einigkeit über uns geweht, und wir haben uns vereinigt.“ „Also gibt es jetzt nur noch eine Gemeinde in deinem Dorf?“, fragt sein Gegenüber. „Nein“, sagt der Pastor. „Jetzt gibt es drei: Eine Baptistengemeinde, eine Methodistenkirche und eine Vereinigte.“

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