Inhaltsverzeichnis
Lied „Jesus in my house“
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Das Fundament meines Hauses
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Der Sinn und das Motiv meines Hausbaus
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Die Hausführung Lebensraum 1: Wohnzimmer
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Lebensraum 2: Dachboden
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Lebensraum 3: Arbeitszimmer
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Lebensraum 4: Schlafzimmer
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Lebensraum 5: Hobbyraum
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Lebensraum 6: Küche
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Lebensraum 7: Keller
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Lebensraum 8: Garten
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Nach „... weiterkommen!“
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LEBENSRAUM 1
Wohnzimmer
Lebensraum 1: Wohnzimmer
Eine kleine Weile stehen wir noch im Flur. Ich kann es gar nicht recht glauben: Jesus ist wirklich hier – hier in meinem Haus! Wie er es versprochen hatte. Hier in meinem Haus! Wie wird er es finden? Es ist nichts Besonderes und ich bin gerade erst dabei, das ganze Fundament mit Gottes Hilfe zu erneuern. Plötzlich fällt mir auf, dass wir immer noch im Flur stehen. Wie unhöflich von mir! „Sollen wir vielleicht erst einmal ins Wohnzimmer gehen?“, höre ich mich sagen. „Gern“, sagt Jesus, „danke, dass ich bei dir einkehren darf.“ Was erwartet mich? Wir gehen ein paar Schritte und kommen zu meinem Wohnzimmer. Die Tür ist verschlossen. Es dringt leise Musik nach draußen und Menschen unterhalten sich. Im Wohnzimmer treffen sich Menschen. In der Familie haben wir hier oft zusammengesessen und machen es manchmal noch heute. Wenn Besuch kam, wurde das Wohnzimmer zum Ort der Begegnung und zahlreicher Gespräche. Viele waren oberflächlich, manche gingen sehr tief. Ich saß hier auch oft allein, vielleicht in der Hoffnung auf Besuch und leicht betäubt durch den Fernseher, der immer mehr Raum im Wohnzimmer einnahm.
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LEBENSRAUM 1
Wohnzimmer
Will ich dieses Zimmer wirklich betreten? Was wird Jesus sagen zu meiner Familie, zu meinen Einsamkeiten, zu meinen Sendungen, die ich besser nicht gesehen hätte, und zu meiner Rastlosigkeit, die mir auch die Zeit für Gott oft raubte? Ich schaue zu Jesus. Seine Augen scheinen alles zu wissen und mich dennoch zu lieben. Es tut gut, so angesehen zu sein! Und du? Welche Ängste, Fragen und Zweifel kommen in dir hoch, wenn du an das Wohnzimmer deines Lebens denkst, den Ort der Begegnungen mit der Familie und Gästen, den Ort der Entspannung und den Ort der Unterhaltungsmedien? Es ist dein Wohnzimmer – es ist deine Entscheidung. Jesus sehnt sich danach, dir an diesem Ort zu begegnen und dir die Augen zu öffnen für wertvolle Veränderungen.
Ich öffne die Tür
Ich möchte diese Tür öffnen, weil ...
Ich möchte diese Tür (noch) nicht öffnen, weil ...
Als ich die Tür öffne, wird die Musik lauter. Mir fällt auf, dass es keine fromme Musik ist. Wird es Jesus stören? Wieso habe ich auch nicht meine Lobpreis-CD drin! Auf dem Sofa liegt noch das Telefon von gestern, das Gespräch mit meinem Bruder, das nicht so glücklich verlief. Sicher weiß Jesus alles darüber. Aber es lag nicht an mir, dass wir uns gestritten haben, es liegt an so vielem, was wir erlebt haben. Der Fernseher steht noch auf Stand-by, Erinnerung an mein Feierabendprogramm vor der Glotze, das nicht sehr erfüllend war. Ich wende mich zu Jesus und möchte ihm erklären, aber er sagt: „Noch nicht!“ Er streicht mit seinen Fingern über die Bücher im Regal, vor allem Romane, Sciencefiction, aber auch einige christliche Bücher.
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Sein Blick streift auch meine Fotosammlung, vor allem Bilder von Freunden, Hochzeitsfotos und Geburtsanzeigen. Einige habe ich schon lange nicht mehr gesprochen oder gesehen, bei zweien beschließe ich, sie noch heute anzurufen. Auf dem kleinen Tisch vor dem Sofa steht noch das leere Glas und auf dem Sofa lassen sich Reste von Chips nicht verbergen. Jesus wird das alles sehen. Er bückt sich und hebt einen Spielstein auf. Er gehört, glaube ich, zu dem Spiel „Siedler von Catan“ und ist ein stummer Zeuge des letzten Spieleabends mit Freunden. Dass er das gesehen hat! Mit einem Lächeln legt er es in meine Hand. „Hast du gewonnen?“, fragt er. „Nein, Freddy, wie fast immer. Ich bin halt ein guter Gastgeber und verliere gern!“, antworte ich und denke plötzlich darüber nach, was für ein Gastgeber ich eigentlich wirklich bin. Fühlen sich die Leute wohl bei mir, in meiner Nähe? Bin ich offen für sie und lasse ich sie meine Freundschaft spüren?
Wie ist es bei dir, in deinem Wohnzimmer? Bist du ein guter Gastgeber, bei dem man sich angenommen und wohl fühlen darf? Was würde Jesus in deinem Wohnzimmer, in dem Raum der Begegnung mit Familie und Freunden, entdecken und was davon wäre dir unangenehm? Warum?
IN & OUT Können wir ein paar Bereiche näher anschauen? Es kann dir helfen, diesen Raum ganz neu einzurichten und auf Gott auszurichten. Gastfreundschaft Das Volk Israel war lange unterwegs und oft nur ein Fremdling oder Gast unter anderen Völkern. Aufgrund dieser Geschichte legt die Botschaft des Alten Testamentes sehr viel Wert auf Gastfreundschaft, den Fremden zu schätzen und zu schützen. Zudem war der Gedanke tief verankert, Gast zu sein auf dieser Erde (Ps 119,19), die nicht alles ist, sondern nur eine Station auf dem Weg zur eigentlichen Heimat bei Gott. Auch im Neuen Testament hören wir den klaren Aufruf, gastfreundliche Menschen zu sein. In Mt 25,35 betont Jesus selbst den Wert der Liebe und die Annahme gegenüber Fremden und Paulus unterstreicht es in mehreren Briefen:
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Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nüte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft (Röm 12,12-13). Er nennt es auch als Kriterium für künftige Bischöfe (1. Tim 3,2), aber auch für andere Gruppen (1. Tim 5,10). Auch Petrus redet davon in 1. Petrus 4,9.10: Seid gastfrei untereinander ohne Murren. Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. Schließlich weiß auch der Hebräerbrief zu sagen: Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt (Hebr 13,2).
Bist du gastfrei? Können sich Menschen, nicht nur deine besten Freunde, in deinen Lebensräumen wohl und angenommen fühlen?
Freundschaft „Ein treuer Freund ist ein starker Schutz; wer den findet, der findet einen großen Schatz. Ein treuer Freund ist nicht mit Geld oder Gut zu bezahlen, und sein Wert ist nicht hoch genug zu schätzen.“ (Jesus Sirach) Ich bin beeindruckt von den Freunden Hiobs (Hiob 2,11-13): Als aber die drei Freunde Hiobs all das Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeder aus seinem Ort: Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama. Denn sie waren eins geworden hinzugehen, um ihn zu beklagen und zu trösten. Und als sie ihre Augen aufhoben von ferne, erkannten sie ihn nicht und erhoben ihre Stimme und weinten, und ein jeder zerriss sein Kleid, und sie warfen Staub gen Himmel auf ihr Haupt und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war. Freunde sind nicht immer nahe dran, sondern manchmal weit weg. Vielleicht Freunde von damals, als man noch woanders wohnte; Freunde aus einer anderen Lebensphase. Manchmal sieht man sich über eine lange Zeit nicht, aber die Freundschaft bleibt bestehen. Die Freunde hören vom Unglück Hiobs und es ist ihnen klar, dass ihr Freund sie jetzt braucht. Sie machen sich auf. Als sie ihn sehen, entstellt vom Unglück, zerreißt es ihnen das Herz (symbolisch ver-
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deutlicht im Zerreißen der Kleidung). Sie haben nicht nur „Mitleid“, sondern leiden wirklich mit. Doch sie überfallen ihn nicht mit vielen Worten und scheinbar gut gemeinten Sprüchen. Nein, ihr Freund braucht ihre Nähe und der Schmerz ist für irgendwelche Sprechblasen zu tief. Freunde haben Tiefgang. Sie tauschen sich nicht nur Oberflächlichkeiten aus, sondern sind am anderen interessiert. Natürlich albern Freunde rum und können viel Spaß zusammen haben, aber bei ihnen ist mehr zu finden als das.
Was ist wichtig für eine echte Freundschaft? ✤ Freunde können sich die Wahrheit sagen. Ein echter Freund ist für mich nicht der, der mir dauernd Honig um den Mund schmiert und mir erzählt, wie toll ich alles mache. Nein, ich erhoffe und erwarte von Freundschaft, dass mir der andere hilft, Fehler zu entdecken und zu korrigieren. In den Sprüchen Salomos steht ein netter Vers: Die Schläge des Freundes meinen es gut; aber die Küsse des Hassers sind trügerisch (Spr 27,6). Ein ehrlicher Schlagabtausch, der dazu hilft, wieder Klarheit zu bekommen, kann gut tun. Hast du Freunde, die dir die Wahrheit sagen können und dürfen? Bist du solch ein Freund für andere? ✤ Freunde haben füreinander Zeit und können zuhören. Manchmal gibt es eine „FIN“Situation („Freund(in) in Not“). Dann braucht es den Freund, die Freundin. Wie die Freunde Hiobs heißt es dann nicht zuerst reden und zutexten, sondern zuhören und mit-leiden. Im Jakobusbrief geht es sehr stark ums Reden und Hören. In Jak 1,19 steht ein ganz zentraler Vers: „Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ Gerade in der Not braucht der Freund einen, der zuhört und erst nach dem Hören, der Situation angemessen, antwortet. Bist du ein guter Zuhörer, ein „Freunde-Versteher“? Findest du bei deinen Freunden offene Ohren? ✤ Freunde öffnen ihr (Lebens-)Haus und „machen sich vertraut“. Für mich ist das Gespräch des „kleinen Prinzen“ mit dem „Fuchs“ einzigartig: „Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“ „Was muß ich da tun?“, sagte der kleine Prinz. „Du musst sehr geduldig sein“, antwortete der Fuchs. Mit der Zeit machen sich der kleine Prinz und der Fuchs miteinander vertraut, werden Freunde. Freundschaft hat etwas mit Geduld zu tun, den anderen wirklich entdecken und verstehen zu wollen, und es hat mit dem Herzen zu tun, denn, so der Fuchs zum Abschied an den Prinzen: „Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (aus „Der kleine Prinz“ von A. de Saint-Exupéry). Hast du die Geduld, dich dem anderen „vertraut“ zu machen und bist du selbst zu solcher Offenheit bereit?
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Familie Das Wohnzimmer ist auch der Ort der Begegnung in der Familie. An welche Begegnungen denkst du bzw. kannst du dich erinnern? Besondere Essen oder Feiern? Fernseh- oder Spieleabende? Diskussionen und Streitereien?
Wie ist dein Verhältnis heute zu deinen Geschwistern und Eltern?
Die Bibel zeigt uns ein paar wichtige Leitlinien auf für die Familie: 1. Ehren Es ist nicht nur eines der Zehn Gebote (2. Mose 20,12; Mt 15,4), sondern eine Grundaussage der Bibel: Ehre deine Eltern! Ich persönlich bin sehr froh Eltern gehabt zu haben, die mir Jesus „vor Augen gemalt haben“. Ein Geschenk Gottes, für das ich IHM und meinen Eltern sehr dankbar bin. Vielleicht hast du Ähnliches mit deinen Eltern erleben dürfen, vielleicht kann oder konnte dein Elternhaus so ein Ort der Geborgenheit und Liebe sein. Hast du deinen Eltern einmal dafür richtig DANKE gesagt? Es wird ihnen gut tun, es von dir zu hören, und es wird dir gut tun, es ihnen zu sagen. Vielleicht hast du kein gutes Verhältnis zu deinen Eltern und die Aufforderung, die Eltern zu ehren, fällt dir schwer. „Ehren“ bedeutet nicht, alles kommentarlos hinzunehmen oder jedem
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Wohnzimmer
Streit aus dem Weg zu gehen. Es bedeutet aber versöhnt mit der eigenen Herkunft zu leben (ein wesentlicher Schritt für dich selbst!) und in gebührender Achtung von und mit deinen Eltern zu reden und mit ihnen zu leben. Ich muss an Jabez denken, dieser Mann, der im eher tristen Buch „Chronik“( 1. Chr 4,9-10) eine echte „Perle“ darstellt. Er muss etwas Besonderes sein, mehr als nur ein Name. Tatsächlich: Während sein Name (übersetzt „Schmerz“) auf einen schweren Start ins Leben schließen lässt, entdeckt er hinter allem Sein und Werden Gott den Schöpfer und legt seine ganzen Erwartungen in seine Hände. Einer, der nicht stehen bleibt beim schlechten Start, sondern darum weiß: Ich bin gewollt von Gott und darf alles von ihm erwarten. Bleibe nicht dabei stehen, deinen Eltern oder anderen die Schuld am „schlechten Start“ deines Lebens zu geben, sondern entdecke den, der dich gewollt hat und dir helfen möchte, dein Leben in all seinen Möglichkeiten und Chancen zu entdecken. 2. Vergeben Es ist schon bezeichnend, dass in den letzten Versen des letzten Buches im Alten Testament und auf dem Sprung ins Neue Testament diese Verse stehen: Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu den Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage (Mal 3,23-24). Wir brauchen die Bekehrung unserer Herzen zueinander, eine Bekehrung, die wir nicht machen können, aber von Gott erbitten dürfen, damit sich Familien und damit auch Generationen und Gesellschaften finden können und füreinander und miteinander Gegenwart und Zukunft gestalten. Da hilft kein „Schweinehund überwinden“ oder „Schatten überspringen“, da brauchen wir eine Kraft von außen, die Kraft der Vergebung Gottes. Bist du dazu bereit als Vater oder Mutter, als Sohn oder Tochter? Dann bitte Gott um die Bekehrung deines Herzens und um den Mut des „ersten Schrittes“ auf den anderen zu. Manchmal entbrennt der Streit vor allem gegenüber Geschwistern. Die Bibel ist voll von neidischen Geschwistern. Ich denke an die ersten Brüder Kain und Abel oder an Josef und seine Brüder oder auch an den älteren Sohn im Gleichnis Jesu, der neidisch ist auf den jüngeren Bruder, der trotz aller Macken wieder vom Vater voll eingesetzt wird (Lk 15,11-32). „Neid“ ist unter Geschwistern eines der größten Probleme und es wird im Alter nicht besser. Neid ist eine Volkskrankheit, die Seelen, Familien und Gesellschaften zerfrisst und ihren Grund darin findet, dass wir den Wert von Menschen von ihren Besitztümern oder Leistungen abhängig machen. Erst da, wo mich Gottes Liebe und Vergebung frei macht, mein Leben aus der Dankbarkeit und Freude zu leben, löse ich mich von den Wertvorstellungen der Gesellschaft und von ihrem Neid.
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Wohnzimmer
3. Verlassen Auch vom Verlassen der Eltern ist an mehreren Stellen der Bibel die Rede (1. Mose 2,24; 1. Mose 12,1; Mt 10,37; Mt 19,29). Es gibt eine Zeit, da ist es dran, gesund und gut, das Nest zu verlassen und zu „fliegen“. Es ist wertvoll, wenn die Eltern hier den neuen Raum freigeben und die Jungen gehen dürfen mit dem Wissen und Rückhalt, auch heimkehren zu dürfen. Manche räumliche Trennung hat zudem gut getan, das wieder mehr zu schätzen, was man verlassen hat, und vielleicht eine ganz neue Beziehung zum Elternhaus aufzubauen. Jesus betont zudem die Bedeutung der neuen Familie in Christus, der Gemeinde aus „Brüdern und Schwestern“ (Mk 3,3235). In unserer Zeit, in der viele Familien zerbrechen, kommt dieser „Familie Gottes“ besondere Bedeutung zu. Wir brauchen „geistliche Väter und Mütter“, Menschen, die christliche Werte leben und vorleben.
Was tun? Vielleicht hat dir dieser Blick in dein Wohnzimmer geholfen, die Möbelstücke zu entdecken, die aus- oder umgeräumt werden. Dieser Abschnitt soll dir noch ein paar konkrete Tipps für die Innenarchitektur deines Wohnbereichs geben: Bereich Gastfreundschaft ✤ Welche Inhalte deines Wohnzimmers laden Gäste mehr aus als ein? Ein FerrariZweisitzer lädt eine Familie nicht gerade zum Mitfahren ein. Genauso kann es sein, dass die Gestaltung deines Lebens andere nicht zum Besuchen und Bleiben einlädt.
Wie ist dein Verhältnis zu deinen Geschwistern? Wann waren sie zuletzt in deinem „Wohnzimmer“? Was fällt dir schwer in den Begegnungen und warum? Bist du bereit zur Versöhnung?
„Die Josefs-Geschichte im Alten Testament ist eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten. Solche Geschichten geben mir Kraft und Mut. Josef hat sein Vertrauen auf Gott nie verloren, selbst als er unschuldig im Gefängnis landete. Und er hat dazu noch die Größe gehabt, seinen Brüdern, die ihn nach Ägypten in die Sklaverei verkauft hatten, zu vergeben. Josef ist ein echtes Vorbild für mich so wie er möchte ich leben.“ Ze Roberto, Christ und Profi-Fußballer
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✤ Beobachte Menschen, die für ihre gastfreundliche „Ader“ bekannt sind und deren „Lebenstür“ für andere offen steht. Was fasziniert dich an ihnen? Was kannst du von ihnen lernen? ✤ Wie wohl fühlen sich auch Menschen in deiner Gegenwart, die nicht so fest im „Sattel der Gesellschaft“ sitzen? Ärmer sind oder weniger anerkannt? Wie begegnest du denen, die deine Lebenshaltung oder auch deinen Glauben nicht teilen können? Bereich Freundschaft ✤ Welche Freunde liegen dir besonders am Herzen? Könntest du dir vorstellen, es ihnen ab und zu deutlich zu machen, regelmäßig Kontakt zu halten und für sie zu beten? ✤ Lebe das „FIN“-Prinzip („Freund(in) in Not“). Mach der Freundin, dem Freund deutlich, dass du für sie, für ihn da bist in der Not. ✤ Schaffe in deiner Zeitplanung Raum für Freundschaft. Auch in Ehe und Familie ist es wertvoll sich nicht nur auf sich zu besinnen. ✤ Vereinbare mit deinen Freunden den „Wahrheit und Liebe“-Umgang. Sagt einander zu, dem anderen – aus Liebe und echter Freundschaft heraus – die Wahrheit nicht vorzuenthalten. Keine einfache Vereinbarung, aber sehr wertvoll. ✤ Lass Jakobus 1,19 in deinen Herz-Lungen-Kreislauf übergehen: Sei schnell im Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Bereich Familie ✤ Wofür bist du deinen Eltern dankbar? Vielleicht kannst du ihnen deinen Dank deutlich und greifbar machen, mit einem Brief oder einem kleinen Geschenk? ✤ Wo ist Aussprache und Vergebung nötig? Gibt es vielleicht in deiner Gemeinde jemanden, der dir dabei helfen kann? ✤ Wie möchtest du deine eigene Ehe und Familie gestalten? ✤ Vielleicht nagt an dir der Neid gegenüber deinen Geschwistern. Dann bitte Gott dich davon zu befreien. Er kann dir helfen, deinen Wert von den Maßstäben anderer Leute zu lösen. Freue dich, wenn es deinen Geschwistern gut gehen darf, und segne sie. Löse dich von falschen Gedanken, die die Beziehung und dein eigenes Herz nur belasten. ✤ Entdecke über allem den, der dich gewollt hat und liebt von Mutterleibe an. Der Schöpfer, der, wie bei Jabez, deine Grenzen erweitern und deine Füße auf weiten Raum stellen will.
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Im Augen-Blick Jesu Ich sehe mein Wohnzimmer in neuem Licht. Jesus hat mir behutsam gezeigt, was für ein Gastgeber und Freund ich bin. Seine Worte sind wahr und zugleich voller Liebe: „Ich bin da für dich, alle Tage“, sagt er, und ich weiß, dass es stimmt. Ich muss mich nicht allein abquälen, nicht allein aus- und umräumen. Er ist und bleibt an meiner Seite. Jesus, ich bringe dir mein Versagen und meine Schuld. Ich war und ich bin kein guter Gastgeber, in dessen Leben sich andere Menschen oft nicht wohl fühlen. Manchmal grenze ich andere aus, die anders denken. Manchmal weise ich die arrogant von meiner Haustür, die in meinem Leben Obdach suchen. Vergib mir, Herr! Jesus, ich bringe dir meine Freundschaften. Danke für jeden einzelnen Freund! Danke, dass sie für mich da waren und mich manches Mal getröstet haben. Danke vor allem, Jesus, für deine Freundschaft, die so ehrlich und so voller Liebe ist. Vergib mir, wo ich ein schlechter Freund und Zuhörer war, und hilf mir bitte, ein echter Freund für andere zu werden. Jesus, danke für meine Familie. Sie ist sicher nicht perfekt, so wie ich es auch nicht bin. Danke, dass du mich von Anbeginn liebst und mich gewollt hast. Bitte vergib mir, wo ich falsch über meine Eltern oder Geschwister gedacht und geredet habe. Hilf mir, ihnen zu vergeben und das Gespräch mit ihnen neu zu suchen, wo es abgebrochen ist. Herr, bekehre du mein Herz zu neuer Liebe. Und Vater, hilf mir, dass ich selbst eine Ehe und Familie führen darf, die deine Liebe in sich trägt und von deiner Vergebung lebt. Danke, Jesus, dass wir gemeinsam in meinem Wohnzimmer waren und du mir hilfst, es neu einzurichten. Danke!
Vielleicht war dies dein Gebet am Ende dieses Weges, aber vielleicht hast du Gott etwas ganz Eigenes zu sagen. Dann ist hier der Platz und die Zeit dafür. Noch einmal konkret Das möchte ich gerne – mit Gottes Hilfe – an meinem „Wohnzimmer“ verändern:
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