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Inhaltsverzeichnis Teil 1: Lektionen 1. Gottes fröhliche Welt 1.1 Ich bin ich: So heiße ich 1.2 Ich bin ich: So sehe ich aus 1.3 Ich bin ich: Das kann ich 1.4 Ich bin ich: Ich habe eine Familie

S. S. S. S.

11 19 29 39

2. Josef – Eine Familiengeschichte 2.1 Josef ist ein Träumer 2.2 Josef wird verkauft 2.3 Josef und Frau Potifar 2.4 Josef und der Pharao 2.5 Josef und seine Brüder versöhnen sich

S. S. S. S. S.

51 61 69 77 87

3. Ein Hirtenlied 3.1 Gott ist mein Hirte: Er gibt mir alles, was ich zum Leben brauche S. 99 3.2 Gott ist mein Hirte: Er kümmert sich um mich wie ein Hirte um seine Schafe S. 107 4. Ach, so ist das gemeint 4.1 Neid: Ich will das auch haben! 4.2 Streit: Mit dir spiele ich nicht mehr!

S. 119 S. 129

5. Weihnachten 5.1 Maria bekommt eine Nachricht 5.2 Jesus ist geboren 5.3 Als Jesus noch ein Kind war

S. 139 S. 147 S. 155

6. Ach, so ist das gemeint! 6.1 Du bist mein Freund!

S. 165

7. Jesus und seine Freunde 7.1 Jesus findet Freunde 7.2 Jesus rettet seine Freunde 7.3 Freunde helfen einander

S. 175 S. 185 S. 195

8. Ach, so ist das gemeint! 8.1 Vom Entschuldigen und Vergeben

S. 205

9. Ostern 9.1 Jesus zieht in Jerusalem ein 9.2 Aus Weinen wird Lachen

S. 215 S. 225

10. Himmelfahrt 10.1 Jesus ist überall

S. 235

11. Erntedank 11.1 Danken nicht vergessen!

S. 245

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Inhaltsverzeichnis

Teil 2: Feste 1. 2. 3. 4.

Jahreszeitenfest Fischerfest – Petri Heil! Kinder aus aller Welt Apfelfest

S. 253 S. 261 S. 269 S. 277

Teil 3: Familiengottesdienste 1. 2. 3. 4.

Erntedank Echt Schaf! (Psalm 23) Geschwister forever Versöhnt leben

S. 285 S. 289 S. 295 S. 301

Teil 4: Themen für Eltern 1. 2. 3. 4.

Geschwisterkonstellation Wie sag ich’s meinem Kinde Geschlechtererziehung Das Gespräch in der Familie

S. 309 S. 315 S. 323 S. 329

Teil 5: Themen für Mitarbeiter 1. 2. 3. 4.

Entwicklungspsychologie (Spielentwicklung) Geschichten visuell gestalten Eltern auf dem Weg der Erziehung begleiten Andachten für Eltern

Handpuppe Schaf

4

S. 339 S. 347 S. 353 S. 359

S. 365


1.1 Ich bin ich: So heiĂ&#x;e ich

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Bibeltext Lukas 15,1-7; Jesaja 43,1-7; Matthäus 18,12-13

Zielgedanke Jesus liebt mich und kennt mich persönlich mit Namen: Ich gehöre zu ihm!

Erklärungen zum Text V. 1: Schriftgelehrte waren ausgebildete jüdische Theologen; Pharisäer eine religiöse und politische Partei, die auf genaueste Gesetzeserfüllung achtete und meinte, dies aus eigener Kraft erfüllen zu können. Dabei kamen sie oft in gefährliche Heuchelei und Selbstverehrung (Mt 15,7-9.14). Herrsch- und eifersüchtig wachten sie über ihren Einfluss und suchten ihn ständig zu vergrößern. Mit dieser Haltung versperrten sie denen, die Gott wirklich suchten, den Weg (Mt 23,13; Lk 11,52). Meistens handelte es sich dabei um „zwielichtige“ Personen. „Zöllner und Sünder“: Zöllner waren einheimische Leute im Einsatz für die römische Besatzungsmacht als Steuereintreiber. Viele bereicherten sich an den Abgaben, indem sie die festgesetzten Tarife überschritten. Dieben und Räubern gleichgestellt, waren sie in den Augen der Juden verhasste Leute, die sich außerdem im Umgang mit Heiden ständig verunreinigten. Mit diesen Menschen isst Jesus. Jesu Mahlgemeinschaft mit ihnen ist von uns zeichenhaft und für die Pharisäer demonstrativ als Haus- und Familiengemeinschaft, also als Lebensgemeinschaft zu verstehen. V. 3: Wie so oft antwortet Jesus mit einem Gleichnis: Aus dem Umgang mit den Tieren müssen sie, die harten Gesetzeslehrer und Frommen der damaligen Zeit, beispielhaft lernen. Die Nachfolger Jesu können so Gottes Liebe erkennen, während die Ungläubigen die Bedeutung der Gleichnisreden Jesu nicht verstanden, eher sogar Anstoß nahmen. V. 4: Besonders im Blick auf die Schriftgelehrten erinnert Jesus an Stellen aus den Propheten: „Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seine Arme sammeln“ (Jes 40,11; s. auch Jes 53,6 und Hes 34). Sie kannten diese Vergleiche. So wie die Schafe den Hirten brauchen, leitungs-, pflege- und schutzbedürftig sind, so braucht jeder Mensch Gott. V. 7: Bei Jesus und im Himmel herrscht Freude, wenn verlorene Menschen zu Gott umkehren.

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Stundenentwurf Einleitung Schaf begrüßt Kinder – Themeneinführung: Ich bin ich: So heiße ich Mitarbeiterin:

Ich habe euch heute jemanden mitgebracht – einen sehr netten guten Freund von mir. Wollt ihr ihn kennen lernen?

Schaf:

Mäh … Hallo … (begrüßt Leiter 3-mal mit Namen) schön dich zu sehen, mäh … Oh, wo sind wir denn heute? So viele Kinder!

Mitarbeiterin:

Wir sind heute in der Kinderstunde!

Schaf:

Oh, wie toll! Habe ich schon etwas verpasst? Basteln, Lieder oder Spiele, Spaß, hüpfen, Geschichte, lachen …

Mitarbeiterin:

Halt, halt, du Schaf … äh, Schaf! Nein, du hast noch gar nichts verpasst – wir fangen doch gerade erst an …

Schaf:

Ach so (schaut sich in der Runde um)! Mäh, eigentlich kenne ich die Kinder auch noch gar nicht und sie mich auch nicht. Mäh, vielleicht sollte ich mich mal so ganz schaf vorstellen?

Mitarbeiterin:

Das ist eine sehr gute Idee!

Schaf:

Mäh! Ich bin … ich! Mäh! Ich bin das Schaf: So heiße ich! Naja, eigentlich auch nicht. Manche nennen mich Schäfchen oder Lämmchen oder einfach Schaf. Mäh, aber ist ja auch egal. Ihr könnt mich nennen, wie ihr wollt. Viel wichtiger ist, dass ich ich bin!!! Und nicht du, oder du oder du! Ich bin einfach nur ich. Und wer seid ihr eigentlich? Bist du auch ich, mäh?! Nee, das geht wohl nicht?! Ah, jetzt weiß ich es: Du bist du und ich bin ich! (Schaf schaut dazu verschiedene Kinder an) Hmmm, und ich weiß, glaube ich, auch schon wie du und du und du heißt. Du bist Fritz, du bist Julia und du Tom, du Karl, du Miriam (Schaf sagt falsche Namen und gibt jedem Kind ein falsches Namenschild).

Kinder protestieren. Schaf:

Na, da hab ich wohl ziemlich danebengelegen. Das ist wohl so, weil ihr doch nicht ich seid. Sondern weil ich ich bin und du du bist: und ich heiße Schaf und du? Ah, Tom. Mäh! Tom! Ah, ich habe eine Idee: Wollen wir uns alle mal auf Schafisch begrüßen?! Ist ganz einfach! Wisst ihr was „Hallo“ in meiner Sprache heißt?!? Wer hat eine Idee??

Kinder sagen Ideen.

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Schaf:

Ja, schon ganz gut, aber ich verrate es euch. Ich spreche ja schon seit meiner Geburt Schafisch. Ganz einfach und das häufigste Wort, auch das erste, das ich konnte: Mäh! Sagt ihr es mal mit mir zusammen? Auf Drei: Eins, zwei, drei „Mäh“! Gut! Ihr könnt ja alle schon Schafisch. Und jetzt begrüßen wir uns alle, damit euch nicht das Gleiche passiert wie mir und Tom Mirko heißt und Julia Angelina.

Begrüßungsrunde auf Schafisch: Jedes Kind sagt: Ich bin ich: ich heiße …! Alle Kinder antworten mit dem Schaf: Mäh, hallo (Name des Kindes)!

Lied Einfach spitze, dass du da bist Spiel Mein rechter, rechter Platz ist frei

Hauptteil Das Schaf erzählt (s)eine Namensgeschichte: Das verlorene Schaf Schaf:

Mitarbeiterin:

Du, Mitarbeiterin, eigentlich bist du ja die Leiterin und du hast dir bestimmt wieder was ganz Tolles ausgedacht für diese Kinderstunde. Aber bitte, bitte, mähhhhhhhh (flüstert Leiterin etwas ins Ohr), darf ich meine spannende Lebensgeschichte den Kindern heute erzählen?? Mähh??? Du siehst die tollen „Ich-bin-ich-Kinder“ ja immer und ich bin vielleicht nur heute hier. Weißt du was? Das finde ich sogar richtig toll und mutig von dir. Denn ich kenne deine Geschichte ja schon und die ist super spannend. Du hast Recht. Die musst du den Kindern heute wirklich erzählen. Sie steht ja sogar in dem dicken Buch – mit den allerwichtigsten Geschichten der Welt. Gott wollte, dass deine Geschichte alle, alle Menschen wissen. Dann will er auch, dass du sie uns heute erzählst. Wisst ihr, Kinder, wie dieses Buch heißt?

Kinder raten: Bibel Schaf:

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Mähhhhhhh! Oh, wie toll! Das mit dem Buch – der Bibel – wusste ich ja noch gar nicht! Mäh! Gott ist nämlich der aller genialste, tollste, größte, beste, stärkste, schlauste, liebste, allwissendste, königlichste, mähhhhhhhhhhhhhhischste …


Mitarbeiterin: Schaf:

Schäfchen… fang doch ganz von vorne an. Wer von euch kann schon bis 100 zählen? Gut, dann hättet ihr auch mein Hirte sein können. Naja, jedenfalls wenn ihr das andere, was ein Hirte kann, auch könnt. Der hat nämlich immer mich und meine Geschwister, Verwandten und Freunde gezählt. Damit er immer wusste: jetzt kann es losgehen. Jetzt gehen wir wieder zu der schönen Wiese, die so gut riecht. Und das Gras so lecker saftig schmeckt. Und er hat uns immer mit seinem Stock, dem Hirtenstab, gezeigt, wo es langgeht. Und dann wusste er auch immer, wo das beste, erfrischendste, klarste und sprudeligste Wasser war. Und wenn böse Tiere kamen, dann hat er uns immer beschützt. Und ich hatte nie Angst, wenn er bei uns war. Der Hirte hat also eines Tages wieder gezählt: „1,2,3 … 94,95,96,97,98,99 – äh – hab ich mich jetzt etwa verzählt?“ Und er hat lieber noch mal nachgezählt. „… 95,96,97,98,99. Oh weh! Da fehlt ja eines meiner 100 Schafe! Ja natürlich – das Lämmchen fehlt!“ Mäh, das war ich. Ich hatte nämlich so genüsslich vor mich her gegrast und immer die leckersten zartesten Grashalme gesucht. Außerdem musste ich immer wieder so Freuden-Lammsprünge machen: Soll ich euch mal einen zeigen? Ich bin jetzt zwar schon wieder etwas älter, naja, aber als Lämmchen konnte ich das noch viel besser. Jedenfalls habe ich plötzlich meine Eltern und Freunde und Geschwister gar nicht mehr gesehen. Auch den Hirten und seine Stimme hörte ich nicht mehr. Da bin ich ganz schnell da lang gelaufen, wo ich hergekommen war. Da, hinter dem Hügel, waren sie sicher noch. Also schnell wieder zu ihnen hin, bevor ein böses Tier kommt. Aber oben auf dem Hügel angekommen, oh nein, da war niemand! Also rannte ich schnell in die andere Richtung. Autsch, oh nein, mein Fell hat sich in den Dornen verhakt! Jetzt fing ich an zu weinen. Ganz leise und dann ganz laut. Da kam eine leise sanfte Stimme, ich schaute mich um. Ach nein, das habe ich mir nur eingebildet. Mein Hirte ist gar nicht hier. Mähhhh!!!! Und die anderen gehen bestimmt bald wieder zum warmen Stall zurück und dann wird es dunkel und dann kommen die bösen Tiere … und sie haben mich vergessen … Aber jetzt hörte ich die Stimme ganz deutlich. Sie sagte etwas zu mir. So etwas wie: „Hab keine Angst […]!“ Und dann sagte sie noch: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir“ (Jesaja 43,1)! Das war die Stimme meines Hirten. Tatsächlich, aber wo war er? Ich hörte hin, statt nur laut loszuheulen. Ich hatte wieder Hoffnung, vielleicht sucht er mich ja wirklich! Aber nein. So ein Quatsch, er muss ja auf die anderen aufpassen und sie vor der Dunkelheit nach Hause bringen. Oder …? Ich rief ganz laut: Mama, Papa, … Hirte!!! Dann horchte ich: Da – rief da nicht jemand meinen Namen? „Schäfchen, Schäfchen!“ „Hirte?!?!“ Ja, da war er – mein Hirte! Jippieh! Ich wäre tausend Freudensprünge auf ihn zugelaufen, wenn ich mich nicht in diesen doofen Dornen verheddert hätte. Er freute sich auch riesig mich zu sehen und sagte noch einmal diesen Satz:

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Mitarbeiterin:

„Hab keine Angst, […]! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir!“ Und wisst ihr was? Im Stall, zu Hause mit all meinen Freunden und Verwandten haben wir eine riesige Feier gemacht! Denn der Hirte Jesus hat sich sooo riesig gefreut, dass er mich gefunden hat, und ich ja auch. Und ich habe ihm auf dem Nachhauseweg „Entschuldigung!” gesagt, dass ich weggelaufen und nicht bei ihm geblieben bin und ohne ihn und die anderen nach leckeren Gräsern gesucht und gar nicht mehr auf seine Stimme Acht gegeben habe. Wow! Danke, Schaf! Das war eine spannende, ehrliche und tolle Geschichte von dir! Da können wir jetzt alle zusammen noch viel feiern und uns vor allem bei Jesus bedanken.

Schluss Kinder sprechen den Merkvers gemeinsam mit dem Schaf. Schaf:

Dieser eine Satz steht auch in der Bibel, den habe ich nie wieder in meinem Leben vergessen. Der ist so wichtig. Und der passt zu jedem: Da kann man nämlich immer seinen Namen einsetzen. Und Jesus sagt ihn ganz persönlich zu dir und zu mir!

Schaf spricht laut (oder flüstert) reihum zu jedem Kind: „Hab keine Angst [Kindername]! (Ich kenne dich und habe dich lieb.) Du gehörst zu mir. Die anderen Kinder können diese Zusage mitsprechen.

Lieblingslied von Schaf singen Ja, Gott hat alle Kinder lieb … Er kennt alle unsere Namen

Gebet Gott, du kennst alle unsere Namen – wow! Danke, dass ich keine Angst haben muss, weil ich zu dir gehöre. Ich kann mit dir reden. Danke, dass du mich so sehr lieb hast. Amen

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Bausteine Merkvers Hab keine Angst, […]! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir (Jesaja 43,1)!

Spiele Mein rechter, rechter Platz ist frei Wer ist das? Ein Kind wird vor die Tür geschickt. Alle anderen Kinder sitzen im Kreis. Nun darf eines dieser Kinder sich in die Mitte auf den Boden hocken. Es wird mit einer Decke zugedeckt. Das Kind wird nun hereingerufen. Es soll raten, welches Kind in der Mitte ist und es mit Namen nennen. Zur Hilfe darf das zugedeckte Kind ab und zu laut „Mäh!“ rufen.

Basteln Schaf-Namensschilder Es werden Schafe aus Papier ausgeschnitten und der Name des jeweiligen Kindes darauf geschrieben. Die Kinder schneiden die Schafe aus und können sie anmalen. Nun wird es mit doppelseitigem Klebeband auf das T-Shirt des Kindes geklebt.

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Collage „Ja, Gott hat alle Kinder lieb … er kennt alle unsere Namen, …hält uns alle, alle in der Hand.“ Dazu wird eine große Hand auf Tonpapier gemalt. Jedes Kind bringt ein Bild von sich mit oder malt sich und klebt das Bild auf die Hand. Darunter schreibt es seinen Namen.

Eltern-Kind-Aktion (auch für 0-3 Jahre) Verstecken spielen Alle Kinder verstecken sich. Die Eltern bekommen große Hirtenhüte auf und müssen ihr eigenes Kind finden.

Lieder Ja, Gott hat alle Kinder lieb … Er kennt alle unsere Namen Einfach spitze, dass du da bist

Dekorationsideen Bilder/Plakate mit Namen Schafe • Christina Liefke

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