Lebendiges_Gebet.qxd
18.5.2006
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Inhaltsverzeichnis Einheit 1: Beten - warum eigentlich? Warum gibt es das Gebet und was ist das eigentlich? Um diese Fragen geht es in dieser ersten Einheit zum Gebet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Einheit 2: Gebetsverheißungen Wir wollen Gottes Gebetsverheißungen wahr- und ernst nehmen, um diese Welt in Jesu Namen zu verändern. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17
Einheit 3: An Gott dranbleiben, auch wenn er schweigt! Wir wollen erfahren, warum dieses Schweigen so schmerzlich ist, wo die Ursachen liegen können und vor allem wollen wir neu Vertrauen bekommen an Gott dranzubleiben, auch wenn er schweigt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
Einheit 4: Gemeinsam beten Wir wollen die Kraft und Verheißung, die auf dem gemeinsamen Gebet liegt, kennen lernen und Freude am miteinander Beten bekommen. . . . . . . . . . . . . .38
Einheit 5: Anbetung Wir wollen einen Lebensstil entwickeln, der durch Anbetung geprägt ist - im Alltag, aber auch im Gottesdienst oder in Kleingruppen. Wir wollen gemeinsame Anbetung praktisch einüben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47
Einheit 6: Stille Zeit Wir wollen eine Zeit der persönlichen Begegnung mit Gott einplanen und gestalten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .57
Einheit 7: Besondere Gebete und Gebetsformen Wir wollen verschiedene/besondere Gebetsarten (neu) kennen lernen. . . . . . .66
Anhang ergänzend zu den Gebetsformen und Gebetsaktionen aus den Einheiten .74
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Einheit 2: Gebetsverhei ungen Darum geht‘s Wir wollen Gottes Gebetsverheißungen wahr- und ernst nehmen, um diese Welt in Jesu Namen zu verändern.
Einstieg 1. Story Eine meiner liebsten Gebets-Abenteuergeschichten ist die von Doug Coe, der als Seelsorger für Polizisten und Staatsdiener in Washington tätig ist. Doug begegnete eines Tages Bob, einem Versicherungsvertreter, der gar nichts mit seiner normalen Klientel zu tun hatte. Bob war erst vor kurzem Christ geworden und traf sich öfter mit Doug, um mehr über den Glauben zu erfahren. Eines Tages erzählte Bob ganz aufgeregt von einer Bibelstelle, die er entdeckt hatte und in der Jesus sagt, dass wir alles bekommen werden, um das wir in seinem Namen bitten. „Ist das wirklich wahr?“, wollte Bob wissen. Doug erklärte: „Na ja, es ist kein Blankoscheck oder so was. Man muss diese Aussage im Kontext der Gesamtaussage der Bibel zum Thema Gebet sehen. Aber ja, es ist wirklich wahr. Jesus erhört Gebete!“ „Super!“, rief Bob. „Dann fange ich jetzt an, für eine bestimmte Sache zu beten. Wie wäre es mit Afrika?“ „Das ist ein weites Feld. Wie wäre es damit, es ein bisschen zu spezifizieren? Vielleicht beschränkst du dich erst einmal auf ein Land“, schlug Doug vor. „Okay, dann nehme ich Kenia!“ „Kennst du jemanden dort?“ „Nein!“ „Warst du schon einmal in Kenia?“, wollte Doug wissen. „Nein. Ich will einfach nur für dieses Land beten.“ Also trafen sie eine eher ungewöhnliche Abmachung. Doug schlug Bob vor, sechs Monate lang jeden Tag für Kenia zu beten. Wenn Bob das tun und nichts Ungewöhnliches geschehen würde, würde Doug ihm 500 Dollar zahlen. Doch wenn etwas Bemerkenswertes geschehen würde, musste Bob Doug 500 Dollar zahlen. Wenn Bob nicht jeden Tag betete, war die Abmachung ungültig. Es war eine etwas unkonventionelle Abmachung, aber Doug ist eben ein kreativer Typ. Bob begann also zu beten und eine ganze Weile passierte nichts. Dann ging 17
er eines Tages mit einer Gruppe von Leuten zum Abendessen, von denen er einige nicht kannte. Sie tauschten sich über ihre Berufe aus und eine Dame erzählte, dass sie in einem Waisenhaus in Kenia arbeitete. Bob sah seine 500 Dollar entschwinden. Doch er konnte nicht ruhig bleiben. Er hatte bisher noch nicht viel gesagt, aber nun löcherte er die arme Frau förmlich mit Fragen. „Sie haben offensichtlich starkes Interesse an Kenia“, meinte die Frau schließlich überwältigt. „Waren Sie schon einmal dort?“ „Nein“ „Kennen Sie jemanden in Kenia?“ „Nein!“ „Warum interessiert es Sie denn so?“ „Nun ja , das ist so …“, meinte Bob und begann zu erklären. Die Dame lud ihn ein, nach Kenia zu kommen und sich das Waisenhaus anzusehen. Bob wäre am liebsten noch am selben Abend aufgebrochen. Als er schließlich in Kenia ankam, war er entsetzt über die Armut und katastrophale medizinische Versorgung. Zurück in Washington konnte er an nichts anderes mehr denken. Er schrieb an verschiedene pharmazeutische Großkonzerne und beschrieb ihnen das Elend, das er gesehen hatte. Er bat sie, die unverkauften Restbestände ihrer Produkte nicht wegzuwerfen, sondern ihm zu spenden. Manche taten es tatsächlich und das Waisenhaus erhielt Medikamente im Wert von über einer Million Dollar. Die Leiterin rief Bob an und lud ihn zu einer großen Dankesparty ein. Er flog wieder nach Kenia und wurde sogar dem kenianischen Präsidenten vorgestellt (es handelte sich um das größte Waisenhaus des Landes). Gemeinsam machten sie eine Stadtrundfahrt durch Nairobi und besichtigten dabei auch ein Gefängnis. Bob erkundigte sich nach einer Gruppe von Gefangenen. „Das sind politische Gefangene“, erklärte man ihm. „Sie sollten sie freilassen!“ fand Bob. Als er wieder zu Hause war, erhielt Bob einen Anruf aus dem Weißen Haus. „Sind Sie Bob?“, fragte der Regierungsbeamte. „Ja“ „Waren Sie kürzlich in Kenia?“ „Ja“ „Haben Sie gegenüber dem Präsidenten irgendwelche Statements zu politischen Gefangenen abgegeben?“ „Ja“ „Was haben Sie gesagt?“ „Ich sagte, er solle sie freilassen.“ Der Regierungsbeamte erzählte Bob, dass seine Abteilung seit Jahren ver18
suchte, die Freilassung dieser Gefangenen zu bewirken - ohne Erfolg. Alle diplomatischen Möglichkeiten waren ausgeschöpft. Doch plötzlich waren die Gefangenen freigelassen worden, und man hatte ihnen mitgeteilt, dass dies der Verdienst eines gewissen Bob sei. Sie wollten sich nur bei ihm bedanken. Einige Monate später rief der kenianische Präsident bei Bob an. Er wollte sein Kabinett neu besetzen. Er fragte, ob Bob bereit sei, nach Kenia zu fliegen und für ihn zu beten, während er diese wichtige Auswahl traf. (aus John Ortberg, Das Abenteuer, nach dem du dich sehnst. Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Gerth Medien, Asslar.)
Gedanken und Fragen 1. Wärst du an Dougs bzw. an Bobs Stelle auf die Wette eingegangen?
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2. Hast du schon einmal so dauerhaft gebetet und danach mit offenen Ohren Gottes Reden erwartet?
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Input 1: Im Namen Jesu beten „Wenn ich zur Himmelbank gehe - d. h. wenn ich zu Gott im Gebet komme, dann geschieht Folgendes: Ich habe dort nichts einbezahlt und habe kein Guthaben dort. Wenn ich nun in meinem Namen komme, so werde ich nichts erhalten. Aber Jesus Christus hat unbegrenzten Kredit im Himmel und Er hat mir das Vorrecht gewährt, in Seinem Namen mit meinen Schecks zur Bank zu gehen. Wenn ich nun auf diese Weise gehe, werden meine Gebete in jedem Ausmaß honoriert. Im Namen Jesu beten heißt daher nicht aufgrund meines Guthabens, sondern seines Guthabens zu beten.“ (Verfasser unbekannt) 19
Wer im Namen Jesu bittet, der hat zuerst vor Augen, was Jesus möchte, was dem Bau seines Reiches dient. Wie ein Botschafter (2. Kor 5) sind wir daran interessiert, zu hören und zu reden, was die „Heimatregierung“ möchte. In seinen Abschiedsreden an die Jünger unterstreicht Jesus noch einmal ganz deutlich, was für ein Leben als Christ absolut notwendig ist. Immer wieder hören wir in diesen Versen den Aufruf zum Gebet: Joh 14,13.14; 15,7; 15,16; 16,23.24. Warum wiederholt Jesus das so häufig? Weil wir es so schnell vergessen? Weil wir es nicht glauben können? Hier in den Abschiedsreden verschwendet Jesus nicht ein einziges Wort. Jedes ist wichtig, entscheidend für die Jünger, die in eine Zukunft gehen, in der sie Jesus nicht mehr leibhaftig und greifbar vor Augen haben. Darum betont Jesus es so ausdrücklich und unüberhörbar: „Bleibt dran an mir!“ Im Bild vom Weinstock (Joh 15,1-8) vertieft er es und macht deutlich, wenn wir nicht an ihm dranbleiben, können wir als Christen nichts ausrichten. Hören wir das - wirklich? Verstehen wir es auch und setzen es um? Bist du dran am Weinstock und kann die Lebensader, kann der Heilige Geist frei in dein Leben fließen und es erfüllen? In Jesu Namen beten kann nur der, der an Jesus dran ist, lebendig mit ihm verbunden, so dass unser Gebet von ihm durchdrungen ist. In Jesu Namen bedeutet die Umsetzung von Mt 6,33: „Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben, so wird er euch auch alles geben, was ihr nötig habt.“ Jesus first? Bist du so lebendig mit Jesus verbunden, dass er dein Leben und dein Gebet erfüllt? Wenn diese Lebensader zum Weinstock Jesus nicht fließen kann, dann schläft dein Glaube und auch dein Gebet ein. Es ist so, als würdest du lange Zeit deine Beine übereinander schlagen. Irgendwann schläft ein Bein ein, weil es schlecht durchblutet wird, und wenn du dann aufstehst, fällst du fast um, weil dein Bein so schwach geworden ist. So schläft auch dein Glaube, auch dein Gebet ein, wenn es nicht mehr richtig durchblutet ist. Es wird zum Krampf, zur Tradition oder Pflicht. Jesus möchte dein Leben, auch dein Gebetsleben durchfluten. Was hindert dich? 1. Bist du mit Jesus verbunden? Es gibt manche Stürme im Leben und nicht selten reißt solch ein Wind Reben vom Weinstock. Vielleicht hast du durch solch einen Sturm die Verbindung zu Jesus verloren und sehnst dich wieder nach der lebendigen Beziehung zu ihm? Dein Gebet wird nicht lebendig, wenn deine Beziehung zu Gott nicht lebendig ist. Der Strom kann nur fließen, wenn der Kontakt zur Quelle auch steht. 20
2. Wird die Verbindung von außen eingeengt? Vielleicht bist du in ein Traditionschristsein hineingerutscht. Das geht sehr schnell. Man nimmt Riten und Gebräuche an, man benutzt sie, aber sie sind ohne Leben - wie ein Weihnachtsfest ohne jeden echten Kontakt zum Geburtstagskind. Bist du durch Tradition, Pflicht oder Routine in deinem Leben mit Jesus eingeengt worden? 3. Hat sich Kalk abgelagert? Manchmal vergessen wir Gott einfach. Wir verlieren ihn aus dem Blick - andere Menschen und Dinge werden uns wichtiger. Wir rechnen nicht mehr mit seiner Gegenwart, geschweige denn mit seinem Hören und Reden. Es hat sich der Kalk des Vergessens in der Lebensader festgesetzt und wir bräuchten eine gute Portion Calgonit, um die Verbindung frei zu spülen. Der Psalmist ruft nicht umsonst: „Seele, vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat“ (Ps 103,2). Hast du Gott vergessen, weil sich so viel anderes in deinem Leben breit gemacht hat? 4. Versperrt Schuld die Zufahrt? Manchmal ist es einfach nur Schuld, die zwischen Gott und uns steht wie eine Mauer. Wie kann Gott uns vergeben, wenn wir anderen nicht vergeben (Vaterunser), wie soll unser Leben vom Licht durchflutet werden, wenn wir der Finsternis so viel Raum geben?
Gedanken und Fragen 1. Versuche am Bild eines Weinstocks festzulegen, wie du jetzt mit Jesus verbunden bist und was deine Beziehung zu ihm lähmt und belastet! Bitte Gott, die Verbindung zum Weinstock zu erneuern und freizumachen! Im Namen Jesu zu beten bedeutet, von ihm erfüllt zu sein und wie ein Botschafter für ihn und in seinem Auftrag zu reden und zu handeln. 2. Lies 2. Kor 5,19-20: Was zeichnet einen guten Botschafter aus?
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Input 2: Erwartungsvoll beten Es hatte lange nicht geregnet. Die Ernte auf den Feldern drohte zu verdorren. Die Gemeinde wurde zu einem Bittgottesdienst um Regen eingeladen. Die Not trieb viele zum Beten und die Kirche füllte sich mittags um zwei Uhr in der glühenden Hitze eines Sommersonntags. Auch ein kleiner fünfjähriger Junge kam und brachte seinen Regenschirm mit. „Was willst du mit dem Schirm?“, fragte ihn streng der Küster an der Tür. „Es ist doch der Bittgottesdienst für den Regen“, sagte der Junge, „und wenn es dann auf dem Heimweg regnet, habe ich den Schirm.“ Wie betest du? Erwartungsvoll und voller Spannung, wie Gott reagieren wird? Wir haben doch allen Grund erwartungsvoll zu beten, oder? Im Alten Testament steht ein schönes Wort: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Dieses Wort „harren“ bedeutet: „Wie ein Flitzebogen gespannt sein auf das Handeln Gottes!“ Sind wir das? Harren wir aufgeregt und gespannt, nicht ob, sondern wie Gott handeln und antworten wird? Es lohnt sich ein Gebetstagebuch zu führen! Hier kannst du nicht nur Gebetsanliegen eintragen, sondern auch Gottes Reaktion. Dein Gebetsleben wird spannend und lebendig, umso mehr, wenn du noch mit anderen gemeinsam betest und gespannt auf Gott wartest.
Gedanken und Fragen 1. Bist du gespannt auf Gottes Antwort, nachdem du mit ihm geredet hast? Oder misst du dem Gebet wenig „Erfolg“ bei?
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2. Versuche einmal für zwei Wochen deine Gebetsanliegen aufzuschreiben und - vielleicht sogar im Team - Gottes Antwort zu erwarten!
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Input 3: Das Gebet des Jabez Ein Mann namens Jabez war der angesehenste unter seinen Brüdern. Bei seiner Geburt hatte seine Mutter gesagt: „Ich habe ihn mit Schmerzen geboren“, und deshalb hatte sie ihn Jabez genannt. Er selbst aber hatte zum Gott Israels gebetet: „Segne mich und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern!“ Diese Bitte hatte Gott erhört (1. Chr 4,9-10). In einer endlosen Liste von Namen und Registern erscheint dieser kurze Ausflug in das Leben des Jabez wie ein ganz besonderer Augenblick - ein Innehalten zwischen den Zeilen. Was ist denn das Besondere an diesem Jabez? Seine Herkunft: im Hebräischen bedeutet das Wort Jabez „Schmerz“. Anders übersetzt auch: „Er verursacht Schmerzen“ oder „er wird Schmerzen verursachen“. Das klingt nicht ebenso nach einem perfekten Start ins Leben. Alle Babys werden unter Schmerzen geboren - gut, aber seine Geburt muss besonders schlimm und bedrückend gewesen sein. Die Erinnerung trägt er in seinem Namen. Vielleicht war es der Schmerz der Geburt, vielleicht hatte der Vater wegen des Kindes die Familie verlassen, vielleicht war aber auch die Mutter bei der Geburt verstorben - wie auch immer: Schmerz war sein Name. Heute mag man fast ein bisschen lächeln und sagen: cooler Name. „Hey, Schmerz ist mein Name - mach mich nicht an!“ Damals aber galt der Name sehr viel - er gehörte zur Person, er machte etwas deutlich, das unmittelbar zur Person gehörte. Wenn man einen Menschen tötete, dann bezeichnete man das auch als „Namen abtrennen“. Der Name gehörte also existenziell zur Person. (zum Beispiel: Jakob: Raffer; Machlon und Kilijon: schwächlich und schwindsüchtig) Die Herkunft und Geburt des Jabez ist belastet und dunkel - umso heller strahlt das, was dann über ihn gesagt wird: - Er war der angesehenste unter seinen Brüdern. - Er betet zum Gott Israels. - Er bittet um Segen und Gebietserweiterung. - Er bittet um Bewahrung vor Unglück und Schmerz. Und … Gott erhörte das Gebet. Dieser Jabez hatte eine ätzende Herkunft, belastend und schwer - er hatte mit Sicherheit nicht die leichteste Jugend mit Sprücheklopfern um sich herum, die ihren Spaß machten mit Jabez. Aber er entdeckt hinter seiner Herkunft seine 23
Heimat. Das macht ihn so einzigartig, dass er aus einer langen Liste von schlichten Namensnennungen so besonders erwähnt wird: Jabez. Er betet zu Gott. Er begreift: Über allem, was war und meine Geburt und Kindheit überschattete - es gibt einen tieferen Sinn, es gibt einen, von dem ich gewollt bin und der mich unendlich liebt. Es gibt einen, der hält unendlich viel von mir und für mich bereit - und Jabez erkennt es und ruft die Segnungen Gottes ab. Das ist doch eine un-erhörte Bitte - nein, eine erhörte! Er, bei dem alles so schwer begann, wird tierisch gesegnet, weil er über die Herkunft hinausblickt und Gott erkennt. Er ruft - fast unverschämt, kindisch Gottes Segnungen ab, die er für jeden Menschen bereithält. Er bittet Gott ganz offen um Gebietserweiterung - das bedeutet nicht nur Landgewinn, sondern die eigenen Grenzen erweitern zu dürfen und Gaben zu entfalten.
Gedanken und Fragen 1. Was hältst du von den Bitten des Jabez?
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2. Was sind deine „erweiterbaren“ Grenzen - wo möchtest du Gottes Segen erfahren?
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Bibellese f r die n chsten Tage Tag 1: Lk 18,1-8 Was sagt Jesus hier Ăźber unser Gebet? ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ Tag 2: Jak 1,5.6 Klingt das nur so einfach oder ist es das auch? Einfach nur bitten? ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ Tag 3: Jak 4,2.3 Das haut rein, oder? Haben und erleben wir so wenig, weil wir nichts von Gott erwarten? ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ Tag 4: Kol 4,2-6 Welche Bedeutung hat das Gebet fĂźr unser Handeln als Christen? ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ Tag 5: Apg 2,42 Die erste Gemeinde bleibt an Jesus, dem Weinstock, dran und erlebt Gewaltiges. Wie setzen sie das Bild vom Weinstock praktisch um? ........................................................................................................................ ........................................................................................................................ ........................................................................................................................
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