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Inh alts verzeichnis Vorwort ..................................................................................................... 3 Nützliche Hinweise für die Aufführung ................................................... 7 Weihnachtsanspiele Und das kam so ... .................................................................................. 11 Wir haben seinen Stern gesehen............................................................. 21 Die Hausaufgabe..................................................................................... 35 Jesus ist zu uns gekommen..................................................................... 53 Die Weihnachtskrippe............................................................................. 65 Vor langer Zeit schon angekündigt......................................................... 83 Das Wunder in einem Stall ..................................................................... 96 In aller Stille ......................................................................................... 107
Die Geschichte von Weihnachten Einführung ............................................................................................ 121 1. Verkündigung der Geburt des Johannes ........................................... 123 2. Verkündigung der Geburt Jesu ......................................................... 126 3. Josephs Traum .................................................................................. 130 4. Die drei Weisen aus dem Morgenlande............................................ 134 5. Darstellung im Tempel ..................................................................... 137 6. Kindermord zu Bethlehem, Flucht nach Ägypten............................ 140
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Die Hausaufgabe Kurzbeschreibung: Klassisches Krippenspiel mit missionarischer Rahmenhandlung. Vier Schüler haben vor den Weihnachtsferien eine besondere Hausaufgabe bekommen: ein Aufsatz über Weihnachten. Einer der Schüler weiß, was es damit auf sich hat, denn er hat eine Bibel. Er erzählt und erklärt den anderen die Weihnachtsgeschichte. Mitspieler: 28 Spieler und Engelschar 4 SCHÜLER (Personen der Gegenwart, tragen also „normale“ Kleidung) MARIA JOSEPH 1. BÜRGER, 2. BÜRGER, 3. BÜRGER, 4. BÜRGER SOLDAT BOTE ONKEL TANTE LEVIT WIRT 1. FRAU, 2. FRAU STIMME 1. HIRTE, 2. HIRTE, 3. HIRTE, 4. HIRTE, 5. HIRTE (5. Hirte ist jung; 4. Hirte älter) ENGEL 1. WEISER, 2. WEISER, 3. WEISER Requisiten: Bibel, Handarbeiten, vier Stühle, Schriftrolle für den Boten, Krippe, Geschenke der Weisen (siehe Hinweis Seite 9), Feuer, Speere für die Soldaten, Felldecke für 5. Hirte Bühne: ein heutiges Zimmer, Raum aus alter Zeit, Marktplatz, Hirtenfeuer, Krippe
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Die Ha usa ufgabe
Begrüßung Gemeindelied: Macht hoch die Tür Textlesung und Predigt Gemeindelied: Herbei, o ihr Gläubigen; dabei Einzug der Spieler
1. Rahmenhandlung
Vier Schüler treffen sich, sie kommen von verschiedenen Seiten nacheinander auf die Bühne, begrüßen sich und setzen sich in einem Halbkreis leger auf Stühle. Die Schüler bringen in den jeweiligen Rahmenhandlungs-Szenen ihre Stühle selbst mit und nehmen sie entsprechend auch wieder mit hinaus. 1. SCHÜLER: Sagt mal, müsst ihr auch einen Aufsatz bis zu den Weihnachtsferien schreiben? 2. SCHÜLER: Oh ja - unsere liebe Deutschlehrerin hatte diese blöde Idee. 3. SCHÜLER: Und so wenig Zeit! Es sind ja nur noch drei Wochen bis Weihnachten. 1. SCHÜLER: Dann sind zum Glück erst einmal Ferien! 4. SCHÜLER: Und wir haben Ruhe vor den lieben Lehrern. 2. SCHÜLER: Aber erst müssen wir noch diesen Aufsatz schreiben. Die Schüler denken angestrengt nach. 3. SCHÜLER: (hebt resigniert die Arme) Also, ich weiß nicht, was ich da schreiben soll. 1. SCHÜLER: Thema Weihnachten. Das ist sehr dehnbar. 4. SCHÜLER: Ja - da kann man eine Seite schreiben oder auch acht. 3. SCHÜLER: (guckt Schüler 4 erstaunt an) Acht Seiten? Was willst du denn da schreiben? 2. SCHÜLER: Also, Weihnachten ist für mich hauptsächlich mit Geschenken verbunden ... 1. SCHÜLER: ... und viel gutem Essen... 3. SCHÜLER: ... und die Familie hockt aufeinander. 2. SCHÜLER: Macht also höchstens zwei Seiten aus. 1. SCHÜLER: Da musst du dir schon gewaltig viel einfallen lassen, wenn du auf acht Seiten kommen willst! Alle sehen Schüler 4 erwartungsvoll an. 4. SCHÜLER: Glaube ich nicht. Das brauche ich sogar bloß abzuschreiben! 2. SCHÜLER: Von wem? 36
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4. SCHÜLER: (holt sich von der Seite ein Buch) Na hier - aus diesem Buch! 1. SCHÜLER: (nimmt das Buch und liest den Titel) Die Bibel. 3. SCHÜLER: Die Bibel? Was hat denn die Bibel mit Weihnachten zu tun? 2. SCHÜLER: Da steht doch bloß drin, was man nicht darf. 1. SCHÜLER: Und das, was da drin steht, ist doch schon ewige Zeiten her. 4. SCHÜLER: Aber trotzdem hochaktuell. 1. SCHÜLER: (skeptisch) Na, ich weiß nicht... 3. SCHÜLER: Mich würde schon mal interessieren, was da über Weihnachten drin steht. 2. SCHÜLER: Ja, wieso wir eigentlich Weihnachten feiern - zum Beispiel. 4. SCHÜLER: Okay, fangen wir an - ganz am Anfang ... Er schlägt die Bibel auf - Licht aus - alle ab. STIMME (im Dunkeln!): „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat´s nicht ergriffen.“ Johannes 1,1-5. Licht an
1. Szene: Verkündigung
Maria kommt auf die Bühne, beschäftigt sich (z. B. mit Handarbeiten). ENGEL: (tritt zu Maria) Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! MARIA: (weicht erschrocken zurück, lässt die Handarbeit fallen) Was ist das für ein Gruß? Was meinst du damit? ENGEL: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß werden und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. MARIA: (verwundert) Wie soll das gehen, ich bin doch nicht verheiratet! ENGEL: Der Heilige Geist wird über dich kommen und damit die Kraft des Herrn. Deshalb wird auch das Kind, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. 37
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MARIA: Ich bin des Herrn Magd. Deshalb soll geschehen, was er für richtig hält. Licht aus - alle ab.
2. Rahmenhandlung
Schüler kommen wieder, setzen sich auf ihre Stühle, Schüler 4 hat die aufgeschlagene Bibel dabei. 1. SCHÜLER: Ich dachte immer, Engel sind eine Erfindung des Weihnachtsgeschäftes. 2. SCHÜLER: Und klein und harmlos. 4. SCHÜLER: Nein, sie sind die Boten Gottes. Der Engel gab sozusagen den Startschuss für Weihnachten. 3. SCHÜLER: Und dann ging es also los. Maria wurde schwanger... 2. SCHÜLER: ... ohne mit einem Mann zusammen gewesen zu sein. 1. SCHÜLER: Was hat ihr Verlobter wohl dazu gesagt? 2. SCHÜLER: Na, begeistert wird der nicht gewesen sein - oder? 4. SCHÜLER: Nein, er wollte sie sogar heimlich verlassen... Alle ab.
2. Szene: Josephs Zweifel
Joseph kommt auf die Bühne und wandert ziellos und verzweifelt umher. JOSEPH: Nein, nein, nein, das darf einfach nicht wahr sein! Meine Maria ist schwanger! Ich kann es einfach nicht glauben! Ein Mädchen aus so einem anständigen Elternhaus - es kann einfach nicht sein. Und was sie mir alles erzählt hat, so ein Durcheinander. Von einem Engel und dass das Kind etwas Besonderes werden soll. Ein Junge wird es, das weiß sie auch schon ganz genau. Ach ja - König wird er mal, das hat sie auch schon festgelegt - ein uneheliches Kind aus Nazareth wird König! Maria muss vollkommen verrückt geworden sein! Aber sie ist meine Verlobte und ich liebe sie eigentlich auch. Doch die Schande - nein - ich werde sie wohl heimlich verlassen müssen. (schüttelt den Kopf) Verkündigungsengel tritt herein - Joseph erstarrt. ENGEL: „Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist vom Heiligen 38
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Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären. Und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns“ (Matthäus 1,20-23). Engel ab. JOSEPH: Was war denn das? Der Mann sagte das Gleiche, wie Maria mir schon versucht hat zu erzählen. Ihr Sohn soll unser Volk retten. Und ich soll sie zu mir nehmen. Das wird nicht einfach werden, aber ich will auf Gott vertrauen und zu Marias Vater gehen und sie heiraten. Joseph ab - Schüler kommen, setzen sich auf die Stühle, 4. Schüler wieder mit Bibel.
3. Rahmenhandlung 1. SCHÜLER: Der Mann hatte ganz schön viel Vertrauen! 2. SCHÜLER: Stimmt, das war damals sicher nicht einfach. 4. SCHÜLER: Nein, aber Joseph wusste, dass er das Richtige tat. 1. SCHÜLER: Das ist gut - wissen, was das Richtige ist! 3. SCHÜLER: Das müsste mir auch mal passieren. So oft weiß ich nicht, was ich machen soll. 1. SCHÜLER: Ja, dann würde nicht so viel schief laufen im Leben. 2. SCHÜLER: Aber wartet mal, du hast erzählt, Maria und Joseph lebten in Nazareth. Ich habe aber gehört, dass Weihnachten etwas mit Bethlehem zu tun hat!? 4. SCHÜLER: Stimmt genau, weil der Kaiser damals eine total verrückte Idee hatte ... Schüler ab.
3. Szene: Gesetzesverkündigung
Drei Bürger kommen auf die Bühne und bilden in der Mitte eine Gruppe. 1. BÜRGER: (mit überschnappender und aufgeregter Stimme, sehr laut) Hast du das schon gehört? Hast du diese bodenlose Frechheit schon 39
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gehört? Dieser hirnverbrannte Wahnsinn - ist er schon an dein Ohr gedrungen? 2. BÜRGER: (ahnungslos) Was ist denn los? 3. BÜRGER: Du bist ja ganz aufgeregt! 1. BÜRGER: Ich war eben auf dem Basar. Kaufe so ein und schaue mich um - auf einmal ein Lärm und Geschrei. 2. BÜRGER: Sicher haben des Kaisers Soldaten wieder irgendeinen Streit angefangen. 3. BÜRGER: Das passiert doch fast jeden Tag, reg dich doch nicht so auf! 2. BÜRGER: Daran müssen wir uns gewöhnen. 1. BÜRGER: Daran kann ich mich aber nicht gewöhnen. Und diesmal hatte der Aufruhr ja auch einen anderen Grund. Soldat und Bote kommen mit viel Getöse und „Platz da!“-Rufen langsam durch den ganzen Raum nach vorn, Richtung Bühne 2. BÜRGER: Hört, da sind sie schon wieder! 1. BÜRGER: Sie ziehen durch die Stadt und verkünden ein neues Gesetz. 3. BÜRGER: Noch ein neues Gesetz? 2. BÜRGER: (wütend) Wahrscheinlich noch mehr Steuern. 1. BÜRGER: Ja, aber es ist viel verrückter als alles Bisherige! Aber gleich könnt ihr es selbst hören. Soldat kommt vorne an, klopft an Fenster und Türen, ruft Leute heraus; 4. Bürger (und eventuell einige Statisten) tritt hinzu, Bote baut sich in der Mitte auf, Soldat daneben, ein Trompetensignal ertönt. SOLDAT: (sehr laut und im Befehlston) Leute, schweigt still, und hört, was der Kaiser euch mitzuteilen hat! BOTE: (laut und betont langsam) Im Namen des großen Kaisers Augustus ergeht an jedermann dies Gebot: Ein jeglicher ziehe in seine Vaterstadt und lasse sich dort in die Listen zur Zählung des Volkes eintragen. Diesem Gebot ist unverzüglich nachzukommen. Wer sich weigert oder falsche Angaben macht, wird bestraft. SOLDAT: Ihr habt es gehört, nun geht und handelt nach des Kaisers Gebot! Soldat und Bote gehen mit lautem Getöse ab. Die Bürger drängen zusammen und diskutieren laut. 2. BÜRGER: Das ist ja einfach unglaublich! 4. BÜRGER: Diese Römer kommen doch immer auf neue verrückte Ideen. 3. BÜRGER: Und wir müssen auch noch gehorchen. 1. BÜRGER: Nun habt ihr es gehört und versteht vielleicht meine Aufregung. 40