Christoph Häselbarth
Saat und Ernte
Verlag Gottfried Bernard Solingen
Josua-Dienst Strittmatt
7. Auflage: Oktober 2013
© JOSUA-Dienst e.V.
Dieses Buch ist eine Koproduktion von: Verlag Gottfried Bernard Heidstraße 2a 42719 Solingen und JOSUA-Dienst e.V. Strittmatt 49 79733 Görwihl
Satz: Satz & Medien Wieser, Stolberg Grafik: image design, A. Fietz, Landsberg Druck: Müller Fotosatz & Druck GmbH, 95152 Selbitz ISBN 978-3-925968-85-3 Best.-Nr. 175885 Die Bibelstellen sind in der Regel aus der revidierten Elberfelder Bibel, nur wenn mit (L) gekennzeichnet, sind sie der Lutherbibel von 1984 entnommen.
Saat und Ernte Das Gesetz von Saat und Ernte ist ein göttlicher Gedanke und gilt nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in Deinem und meinem Leben. Durch unser ganzes Leben hindurch sind wir alle ständig am Säen und Ernten, selbst wenn wir uns dessen oft gar nicht bewußt sind. In Gal. 6,7+8 heißt es: „Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten, wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“ Zwischen Saat und Ernte liegt oft eine lange Zeit und wir ernten heute, was früher gesät wurde – selbst wenn wir uns an die Saat nicht mehr erinnern können. Was ist die Saat? Unsere Worte, Gedanken, Gefühle, Haltungen, Erfahrungen, Taten, Lebenssätze (Festlegungen), Prägungen vom Elternhaus. Wir können guten oder schlechten Samen säen. Gute Saat bewirkt gute Früchte, schlechte Saat bewirkt schlechte Früchte. Einige Beispiele von gutem Samen: Wärme, Lob, Liebe, Annahme, Bestätigung, Freude und Lachen in der Elternfamilie. Ebenso sind Großzügigkeit und 3
Anteilnahme des Vaters eine gute Saat, die er in die Herzen seiner Kinder säen sollte. Diese gute Saat bringt ein Leben lang gute Früchte der Liebe, der Selbstsicherheit und der Beziehungsfähigkeit hervor. Es ist kaum vorstellbar, wie bestimmte Aussagen des Lobes von Eltern und Lehrern, das ganze Leben eines Kindes positiv beeinflussen können. Eltern, Erzieher und Lehrer haben es in der Hand, ob sie guten oder schlechten Samen in die Herzen der Kinder säen, die dann einen entsprechend positiven oder negativen lebensbestimmenden Einfluß haben.
Einige Beispiele von schlechtem Samen: Schlechter Same wäre, keine Zeit für die Kinder zu haben, viel Kritik zu üben, Uneinheit und Unreinheit der Eltern in Gedanken und Worten, Lieblosigkeit des Vaters gegenüber der Mutter und den Kindern. Die schlimmste Saat ist Mißbrauch an Kindern, denn sie zerstört das Vertrauen und die Seele des Kindes. Gott sei Dank kann selbst dieser Schaden durch Gebet geheilt werden. Schlechte Worte, Gedanken und Taten (z. B. zu wenig Liebe, Zuwendung und Annahme) werden unweigerlich früher oder später Not und Probleme hervorbringen. Ob wir es gut finden und glauben oder auch nicht – Saat und Ernte sind ein göttliches Gesetz und erfüllen sich wie das Gesetz der Schwerkraft. 4