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Andrea Gleiß Goldstücke


Andrea Gleiß

Kurzandachten für Leute von 9 bis 99


Copyright © 2010 ASAPH-Verlag 1. Auflage 2010 Umschlaggestaltung: joussenkarliczek, D-Schorndorf Umschlagfoto: © istockphoto Satz/DTP: Jens Wirth Druck: Bercker, D-Kevelaer Printed in the EC ISBN 978-3-940188-34-2 Best.-Nr. 147434 Für kostenlose Informationen über unser umfangreiches Lieferprogramm an christlicher Literatur, Musik und vielem mehr wenden Sie sich bitte an: ASAPH, Postfach 2889, D-58478 Lüdenscheid asaph@asaph.net – www.asaph.net


Inhalt Vorwort....................................................................................... 9 Andachten zum Lukas-Evangelium.......................................... 11 Andachten zur Apostelgeschichte.......................................... 144 Andachten zum Philipperbrief................................................ 216


FĂźr Merlin, Sven, Oskar, Hajo, Kerstin und Markus


Vorwort Mit Hilfe der Goldstücke kann man das gesamte Lukasevangelium, die ganze Apostelgeschichte und den Philipperbrief durchlesen, es sind insgesamt 220 Tage, also Begleitung für mehr als ein halbes Jahr. Zielgruppe beim Schreiben waren ursprünglich „Pre-Teens“ (denen meine Widmung gilt): nicht mehr Kinder, noch nicht Jugendliche. Inzwischen haben wir festgestellt, dass auch andere Christen diesen Andachten gern folgen, besonders solche, die nicht viel Zeit zum Lesen haben, „keine großen Leser“ oder Anfänger im Bibellesen sind. Die Bibelabschnitte sind absichtlich kurz gehalten, und die Andachten enden jeweils mit einer kleinen Gebetsanregung, die einladen soll, Dinge vor Gott konkret auszusprechen, Gottes Gegenwart wahrzunehmen, ihm zu begegnen. Es wird auch bewusst immer wieder zum Hören auf Gott motiviert. Die in den Goldstücken zitierten Bibelstellen stammen aus der Bibelausgabe „Hoffnung für alle“. Man kann sie jedoch mit jeder beliebigen anderen Übersetzung lesen. Mein Vorbild beim Schreiben der Goldstücke war ein anderes Andachtsbuch, die Edelsteine von Tim Ruthven. Durch die Edelsteine bin ich selber zu jemandem geworden, der täglich mit Freude in der Bibel liest und dabei nach einer Begegnung mit Gott sucht. Deshalb möchte ich meinen Dank an Tim Ruthven aussprechen, auch wenn er diesen Dank nicht mehr hören kann, da er selber schon in der Herrlichkeit seines geliebten Herrn ist. Ich


erinnere mich an eine Begegnung mit Tim, wo er von seinem Lebensziel erzählte. Er wünschte sich, so eng mit Jesus verbunden zu leben, dass er das Sterben kaum wahrnehmen würde, weil er das, was er hier auf der Erde gelebt hatte, einfach nur in einer anderen Wirklichkeit fortsetzen würde. So wünsche ich nun jedem Leser und jeder Leserin, dass sie unseren Herrn immer besser kennenlernen.


Lies zuerst: Lukas 1,1–4

Du wirst merken, dass alles, was man dich gelehrt hat, richtig und wahr ist. (Vers 4) Stell dir vor, du findest im Wald am Wegrand etwas aus Gold, einen Ring oder einen Anhänger – oder ein Goldstück. Du kannst es kaum glauben und nimmst es mit nach Hause. Aber du bist dir doch nicht ganz so sicher, ob dein kleiner Schatz wirklich echt ist. Das wäre doch zu schön, um wahr zu sein! Du gehst zum Juwelier und fragst ihn. Er bestätigt: Ja, es ist echtes Gold. (Natürlich bist du ehrlich und hast vorher im Fundbüro Bescheid gesagt – aber keiner meldet sich, der etwas verloren hat.) Jedem deiner Freunde erzählst du von deinem Schatz, du holst ihn immer wieder heraus, schaust ihn an und freust dich darüber. Der Glanz des Goldes wird nicht weniger – es ist echt. So sind Gottes Worte – richtig und wahr, echt. Wenn du jetzt anfängst, die Goldstücke zu lesen, soll dir das helfen, jeden Tag ein Wort aus der Bibel, ein „Goldstück“, länger anzuschauen und es wie einen kleinen Schatz mit dir herumzutragen. Ich lese jeden Morgen in der Bibel. Während des Tages denke ich dann immer wieder an das, was ich morgens gelesen habe, und freue mich darüber. Ich trage das Goldstück, das ich morgens gefunden habe, den ganzen Tag mit mir herum.

Zum Beten Sage Gott, dass du jetzt auf Schatzsuche gehst. Bitte ihn, dir jeden Tag ein Goldstück zu geben, ein Wort von ihm. Danke ihm, dass du eine Bibel hast.

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Lies zuerst: Lukas 1,5–13

Doch der Engel sagte zu ihm: „Fürchte dich nicht, Zacharias! Gott hat dein Gebet erhört.“ (Vers 13) Zacharias und Elisabeth hatten lange um ein Kind gebetet. Zum Schluss wurde deutlich, dass Gott keines ihrer Gebete vergessen hatte. Beim Beten ist es so, als würdest du einen Freund um etwas bitten. Der schreibt deine Bitte auf einen Zettel und legt ihn sich auf den Tisch. Mit rotem Stift schreibt er darunter: „Wird nicht vergessen.“ Jeden Tag hat er den Zettel vor seinen Augen. Und zur richtigen Zeit wird er die Bitte erfüllen. Wenn wir Gott um etwas bitten, was nach seinem Willen ist, wird er es auch erfüllen. Er weiß, wann und wie es am besten ist. Deshalb darfst du ihm vertrauen, wenn du ihn um etwas nach seinem Willen bittest.

Zum Beten Um was hast du gebeten, für das du Gottes Antwort noch nicht siehst? Nimm eine konkrete Sache, für die du schon länger betest, und danke Gott heute, dass er sie nicht vergisst und sie erhören wird.

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Lies zuerst: Lukas 1,14–25

„Schon vor seiner Geburt wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt sein.“ (Vers 15) Gott sagte voraus, dass Johannes eine große Aufgabe zu erfüllen hatte. Dafür wurde er mit dem Heiligen Geist ausgerüstet. Auch durch dich will Gott da, wo du lebst, anderen Menschen Gutes tun – und dafür brauchst auch du den Heiligen Geist. Wenn jemand an einem heißen Tag zu dir kommt, fragst du ihn, ob er etwas trinken möchte. Du würdest ihm niemals ein leeres Glas anbieten, sondern ein volles. Wir sind wie so ein Glas, durch das Gott anderen Gutes tun will – und deshalb will Gott dich zuerst ganz mit seinem Heiligen Geist füllen. Jeden Tag dürfen wir darum bitten.

Zum Beten Bitte Gott, den Vater, dich jetzt mit seinem Heiligen Geist zu füllen.

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Lies zuerst: Lukas 1,26–33

„Jesus soll er heißen.“ (Vers 31) Der Name Jesus hat eine Bedeutung, er heißt: „Der Herr rettet.“ Wenn es brennt, dann rufen wir die Feuerwehr. Wenn ein Unfall passiert, wird der Rettungswagen gerufen. Jesus ist Spezialist für das Retten von Sünde. Er ist wie ein Rettungsring. Man kann sich das so vorstellen, dass alle Menschen in einem großen Meer schwimmen, dem Meer der Sünde. Keiner kann dem anderen raushelfen. Keiner kann die Sünde des anderen wegnehmen. Die einen sind noch ganz fröhlich, die anderen verzweifeln langsam. Da kommt vom Himmel herab ein großer, starker Rettungsring: Jesus. Für jeden. Du musst nur sagen: „Ich brauche Rettung aus der Sünde, ich brauche Jesus“, dann ist er für dich da.

Zum Beten Danke Jesus, dass er dein Retter aus der Sünde ist. Wenn dich heute eine Sünde quält, dann bekenne sie ihm sofort und bitte ihn, dich daraus zu retten. Er tut es.

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Lies zuerst: Lukas 1,34–38

„Gott hat es ihr zugesagt, und was Gott sagt, das geschieht!“ (Vers 37) Für Gott ist nichts unmöglich. Maria hat das erlebt. Elisabeth hat das erlebt. Gott hat in ihrem Leben etwas „Unmögliches“ getan. Hast du das auch schon einmal erlebt? Manchmal, wenn wir beten, denken wir: „Ach, eigentlich geht das gar nicht, worum ich bitte.“ Das stimmt. Wenn wir Menschen es machen müssten, ginge es auch nicht. Aber bei Gott ist das anders. „Für Gott ist nichts unmöglich.“ Diesen Satz sollten wir uns immer wieder sagen. Auf manchen Glocken in den Kirchtürmen stehen Bibelverse. Dieser Vers sollte auf einer ganz großen Glocke stehen: „Für Gott ist nichts unmöglich.“ Und im Glauben solltest du sie immer wieder läuten hören, wenn du zweifelst, ob Gott dir oder anderen Menschen helfen kann.

Zum Beten Denke an eine Situation bei dir oder anderen Menschen, in der du von Gott Hilfe erhoffst. Sage Gott, dass du ihm glaubst, dass er auch in dieser Situation helfen kann. Stell dir vor, wie die Glocke läutet: „Für Gott ist nichts unmöglich.“

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Lies zuerst: Lukas 1,39–45

„Als ich deine Stimme hörte, hüpfte das Kind in mir vor Freude.“ (Vers 44) Hier hören wir von einem weiteren Wunder: Der winzig kleine Jesus im Bauch von Maria kommt zu dem kleinen Johannes im Bauch von Elisabeth – und der kleine Johannes hüpft vor Freude. Es ist immer dasselbe: Wenn Jesus zu einem Menschen kommt, herrscht Freude. Gott kommt zu uns! Obwohl wir Sünder sind. Wir sollten diesen Anfang nie vergessen: Jesus ist zu uns gekommen. Freu dich: Jesus ist zu dir gekommen. Vergiss das nie! Viele Ehepaare hängen sich ein Foto von ihrer Hochzeit an die Wand, weil dies so ein besonderer Tag war. So sollen auch wir nie vergessen, dass unser Glaube einmal damit anfing, dass Jesus zu uns zu gekommen ist.

Zum Beten Danke Jesus heute dafür, dass er zu dir gekommen ist. Erinnere dich daran, wie dein Glaube an Jesus anfing. Freue dich, dass er immer noch bei dir ist!

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