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Susanne Stoehr

Wie in einem Spiegel


Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Während einer Lebenskrise und Krankheitszeit konnte ich 2003 meiner Kreativität freien Lauf lassen. In der Betrachtung von Gottes Wort und in der Stille verarbeitete ich Gedanken, Fragen und Empfindungen und brachte sie in Wort und Bild auf Papier und auf Leinwand. Eine Freundin lud mich zu Aquarellstunden ein, und obwohl ich zunächst beteu-

Ich widme dieses Buch allen denen, die mich auf meinem künstlerischen Weg bis heute ermutigt haben. Ohne Euch gäbe es dieses Buch nicht!

erte: „Das kann ich doch nicht”, entstanden unter der Anleitung von Annegret Reiner die ersten Aquarelle. Ich war plötzlich in den Bann des Fließens dieser transparenten Farben gezogen. Dem Künstler Anatolij Grischko verdanke ich bis heute das mutige Experimentieren, mit verschiedenen Techniken, und Materialien, in den letzten Jahren auch mit Musik. In der Stille, oft in der Natur unterwegs, gibt mir seitdem das Beobachten oft die ersten Impulse zu Motiven. Anregung sind auch immer die Themen der Jahresausstellungen des Künstlerkreises von Biassono, dem ich seit 2007 angehöre. Auf der Suche nach immer unkonventionelleren Ansichten und der Herausforderung von immer größeren Papierformaten, entstanden 2011 Bilder des Weltalls und von Vulkanen, nachdem der Etna seine Aktivität mal wieder eindrücklich aufgenommen hatte.

ISBN 978-3-905290-75-2 Deutsch ISBN 978-3-905290-76-9 Italienisch ISBN 978-3-905290-77-6 Englisch

Den Meisten ist das Besichtigen des Weltalls verschlossen, aber Dank der Satellitentechnik kam ich immer mehr ins Staunen über die Farben und Formen im Weltall. Diese Größe und Eindrücklichkeit war mir wir ein Spiegel, in dem ich Spuren der Majestät des Schöpfers entdeckte. Der Makrokosmos ist nicht zu fassen!

Susanne Stoehr, Via Matteotti 6, 20846 Macherio/MB, Italia, E-Mail: susanne.stoehr@gmail.com

Genauso liebe ich die Betrachtung des Mikrokosmos, denn Dank guter Kameratechnik können auch die kleinsten Feinheiten, zum Beispiel der Blumen, mich immer wieder ins Staunen bringen.

©2014 by Verlag arteMedia, Riehen/Basel www.arte-media.ch

In der Malschule von Gianni Cassanmagnago (in Kunstkreisen als Casma bekannt) und der Aquarellschule von Angelo Gorlini in Mailand (ehemaliger Vorsitzender des italienischen Aquarellvereines) konnte ich mich in diesen letzten Jahren immer mehr entfalten und mutiger werden.

Alle Teile dieses Werkes sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Verlages. Umschlaggestaltung und Layout: Jutta Undeutsch, JU Design Druck: Typos, s.r.o., Pilsen, Czech Republik

Dem Verleger und Galeristen Victor Winteler verdanke ich dieses zweite Buch. Ich wünsche jedem, dass er in den verschiedenen Ansichten und Texten wie in einem Spiegel Spuren des Ewigen entdecken kann. Susanne Stoehr im Januar 2014


Einführung

Das Geheimnis des Lebens durchdringt und umgibt jedes Lebewesen. Es gibt denjenigen, der seinen Weg geht, ohne sich Fragen zu stellen; ein anderer flieht vor sich selber.

Mit dem zweiten Band „Wie in einem Spiegel“ setzt Susanne Stoehr einen neuen Akzent ihrer künstleri-

Es gibt auch denjenigen, der sich viele „Warum-Fragen“ stellt und verzweifelt nach Antworten sucht. Im

schen Arbeit. In besonderer Weise ist ihre Kunst, wie Giovanni Segantini (1858–1899) einst Kunst definier-

Kontrast zwischen Wissen und Nichtwissen und in der Symbolkraft des Lichtes und des Schattens ist das

te, „die Liebe in Schönheit gehüllt“. Susanne Stoehr versteht ihre Bilder als Spiegelungen der Schöpfung

Geheimnis einer jeden Existenz enthalten. Das die Wahrheit offenbarende Licht zu suchen, die eigenen

und des Lebens.

Augen und sein Denken zu öffnen um zu „sehen“ und zu „verstehen“, das ist der Weg der Menschheit. Dieser ist dazu da, sich in der undefinierbaren Länge der Zeit dem Bewusstsein zu nähern.

Alexej Jawlensky (1864–1941) spricht von der Kunst als etwas Wunderbarem; er suchte nach der Unendlichkeit des Ausdrucks, um so die Vielfalt des künstlerischen Schaffens zu finden. Das Bemühen von Susan-

Und das ist der Weg von Susanne Stoehr, die an einem fernen Tag des Leides und der Unsicherheiten eine

ne Stoehr liegt ganz in der Folge dieser modernen Klassiker. Der Weg führte sie von der gegenständlichen

weise Wegbegleiterin sagen liess: „Egal welchen Impuls Du in dir wahrnimmst… folge dem Weg, den er

zur abstrahierenden Malerei. In ihren zur Abstraktion neigenden Kompositionen – farblicher wie geometri-

dir weist.“ Susanne näherte sich den Farben und den künstlerischen Materialien, weil sie spürte, dass dies

scher Weise – kann die künstlerische Entwicklung von Stoehr nachvollzogen werden. Dabei offenbart sich

gleichzeitig der Weg ihrer eigenen Suche und des Ausdrucks für sie war. Sie wählte das tröstende Schöne

auch das innere Erlebnis der Künstlerin in ihrer persönlichen Betroffenheit. Vor allem durch die Bildwelt des

und die Kreativität als Lebensgenossen.

in die Unendlichkeit weisenden Sternenhimmels, der – obwohl konkret wahrnehmbar – doch vom Unendlichen und Geistigen spricht. Dadurch gelingt der Künstlerin der kontemplative Charakter ihrer Bilder, die

Unter den vielen Erfahrungen wurde die Aquarellmalerei für sie die privilegierte Technik. Dieses sicherlich

in zartesten farblich dichten Schichten das Wahrnehmungsvermögen deutlich steigern.

wegen der hellen Transparenz der Aquarellfarben, welche besser als andere Mittel die geistliche Suche der Künstlerin ermöglichen. Und Susanne ist eine Frau großen Glaubens. So begann dieser Weg, dessen Essenz

Die lyrischen Texte von Susanne Stoehr verbinden Wort und Bild ohne eine konkrete Deutung geben zu

wir wahrnehmen, in dem sich künstlerische Erfahrungen mit ihren kognitiven und geistlichen Entdeckun-

wollen. Sie lässt bewusst Freiräume, die den Betrachter und Leser in freier Übung ermutigen soll, den Sinn

gen verschmelzen.

aufzuspüren und zu verinnerlichen. Susanne lässt sich an der Natur und seinen Landschaften inspirieren. Die Emotion in den Kontrasten, die Stoehr hat ein Buch geschaffen, das man gerne in der Frühe oder gegen Abend zur Hand nimmt, um für

Bewegung in den Formen, die sich verflechten, die verzehrende Zartheit der Farbschattierungen, aus de-

ein paar Momente die Welt zu vergessen und der in „Schönheit gehüllten Liebe“ nachzusinnen.

nen ein Zeichen der Klärung wie ein Farbeinschlag oder ein plötzlicher Pinselstrich Dinge hervorleuchten lassen, laden ein, das Wunderbare zu suchen. Und Susanne trägt das Schöne in sich: Das Wunderbare der

Victor Winteler, Galerist und Verleger

Existenz; das Wunder der Liebe zum Leben und zur ganzen Schöpfung. Sie lädt uns ein, durch ihre Kunst diese Entdeckung mit ihr zu teilen. Danke Susanne! Attilia Cossio


U

Unfassbar Kontrastreich Schwarzes All Kosmischer Nebel Sterne funkeln Greifbar nah und doch Unfassbar fern Unbegreifliche Dimensionen Unsere kleine Welt Unwesentliches Staubkorn Doch mein Name Dem Schöpfer bekannt „Der Himmel verkündet Gottes Größe und Hoheit, das Firmament Bezeugt seine großen Schöpfungstaten.” Psalm 19,1


D

D i e Ti e f e n d e r E r d e Etna

Schwarze Nacht Farbnuancen Kraftvolles Rot Leuchtendes Gelb Bezaubernde Schönheit Gefährliche Macht Energie Natürliches Feuerwerk „In seiner Hand liegen Die Tiefen der Erde Und die Gipfel der hohen Berge.” Psalm 95,4


G

Genies der Geschichte – J. S. Bach Musik

Erbgut seit Generationen Die Geige

Deine zweite Stimme Verwaistes Kind Dennoch Der Glaube Die tragende Kraft Erfüllte dein Leben Gottes Wort Verschmolz in deinem Klang Gottes Geist Durchweht deine Werke Chaconne Klagelied Auf den Tod deiner Frau Dennoch Berührende Hoffnung Durchtragende Einzigartige Kraft Aus dem jungen Bach Wurde ein strömender Fluss Mit Licht aus der Ewigkeit


E

Erfrischung Seen

Unwiderstehlicher Glanz Der Berge

Erfrischung Auf dem mühsamen Weg Glattes ruhiges Wasser Ruhe für die Seele Spiegel der Berge Göttliche Macht Möglichkeit innerer Klärung Nun kann ich weitergehen: „Der Herr ist mein Hirte: Er erquicket meine Seele Er führt mich auf rechter Strasse Um seines Namens Willen.” Psalm 23,1.3


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