Verschließ dem Feind
die Tür
John Bevere
Inhaltsverzeichnis Danksagung ............................................................................. 3 Einleitung ................................................................................ 7 1 Die Tür des Teufels ......................................................... 11 2 Ein verführerisches Opfer ................................................ 23 3 Gehorsam statt Opfer ..................................................... 33 4 Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit .................................. 49 5 Zauberei ist machtlos, es sei denn … .............................. 61 6 Die Kraft der Rebellion ................................................... 79 7 Die Kraft des Gehorsams ................................................ 91 8 „Billige Gnade“ ............................................................. 103 9 Der Kampf des Glaubens .............................................. 123 10 Demut – der Weg zum Erfolg ....................................... 141 11 Wappne dich! ................................................................ 159 12 Der Segen des Gehorsams .............................................. 177 Nachwort ............................................................................ 193 Anmerkungen ...................................................................... 197 Quellenangabe für Bibelverse ............................................... 198
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Einleitung Es gibt eine Tür zu unserer Seele – einen Zugang, durch den unser Feind Zutritt gewinnen kann. Viele sind sich der Tür nicht bewusst, aber sie ist im geistlichen Bereich weithin bekannt. Sie trennt Licht von Finsternis, doch steht sie einen Spalt weit geöffnet. Und ihre Geschichte ist so alt wie die Söhne Adams. Gemäß dem göttlichen Gesetz ist unser Feind auf das Reich der Finsternis beschränkt. Als Gläubige sind wir von den Mächten der Finsternis befreit. Doch wenn die Tür geöffnet wird, erhalten Satan und seine Kohorten legalen Zutritt. Ihr Ziel ist es, Bereiche deines Lebens zu kontrollieren. Das hat immer Raub, Zerstörung und den Verlust von Freiheit zur Folge. Es kann uns sogar das Leben kosten. Jesus nannte diese Türen „Pforten“. Seine genauen Worte waren „des Hades Pforten“ (vgl. Mt. 16, 18). Er sagte auch, Er habe die Schlüssel, um diese zu verschließen (vgl. Offb. 1, 18). Aber wie können wir diese Pforte zu unserem Leben zumachen beziehungsweise sie abschließen, wenn wir uns ihrer Existenz nicht bewusst sind? Versuche doch einmal, dich wie ein weiser Soldat in die Gedanken deines Feindes zu versetzen. Stell dir vor, du wärst ein gemeiner Gegner mit unbeschränktem und unbeobachtetem Zugang zu einem Gebäude. Du kommst und gehst nach Belieben, schlüpfst hinein, um je nach Lust und Laune zu stehlen. Du genießt diese Möglichkeit. Was wirst du also tun, um deine Position und deinen Zugang zu diesem Gebäude zu sichern? Wie wirst du dir deinen Vorteil aufrechterhalten? Du wirst um jeden Preis sicherstellen, dass der Eigentümer deine Machenschaften nicht entdeckt, denn wenn er dich entdeckt, wirst du ausgesperrt werden. Genau das ist der Plan des Teufels! Wenn er es schafft, dass du in Unwissenheit bleibst, behält er seinen Zugang. Gott sagt:
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Verschließ dem Feind die Tür
Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Jesaja 5, 13
Unwissenheit hat einen hohen Preis. Aber wir müssen nicht in Unwissenheit verharren. Dieses Buch bringt Licht ins Dunkel und deckt diese Täuschung auf, damit du die Tür des Teufels zuschlagen und dauerhaft verschließen kannst. Dies ist das dritte Buch einer Serie, zu der Gott mich inspiriert hat und die die Fallen enthüllt, die unser Feind stellt. Das erste Buch der Serie, Der Köder des Feindes, zeigt, wie der Feind Gläubige durch die Falle der Verärgerung gefangen nimmt. Obwohl ein Mensch vielleicht nichts getan hat, womit er das Unrecht, das er erfährt, verdient hat, wird er doch zum Gefangenen, wenn er dem Täter nicht vergibt. Das zweite Buch der Reihe, Lass dich nicht einschüchtern, veranschaulicht, wie Menschenfurcht Gläubige lähmt, sodass das Geschenk Gottes in ihrem Leben aufgrund der kontrollierenden Macht der Einschüchterung brachliegt. Verschließ dem Feind die Tür schließlich deckt die Wurzel all der Möglichkeiten von Kontrolle durch den Feind im Leben eines Gläubigen auf. Ich kann die Wichtigkeit dieser Botschaft nicht genug betonen. Ich glaube, dieses Buch sollten alle lesen, die sich auf den Namen Jesus berufen. Das sage ich nicht, weil ich dieses Buch geschrieben habe, sondern wegen der Wahrheit des Wortes Gottes, die es beinhaltet. Ich gebe gerne zu, dass die Weisheit in diesem Buch nicht von mir stammt. Als ich es verfasst habe, war ich mir der Führung durch Gottes Hand sehr bewusst. Zu manchen Zeiten brannte buchstäblich mein Herz. Meine Ehrfurcht vor Gott nahm immer mehr zu. Mit der neu gewonnenen Erkenntnis nahm meine Liebe zu Ihm zu. Ich bete dafür, dass es dir beim Lesen dieses Buches ebenso ergeht. Der Inhalt dieses Buches beschränkt sich nicht nur darauf, dich durch Anweisungen zu belehren. Es soll dich auch warnen. Beim Lesen einiger Abschnitte wirst du nicht gerade in Jubel ausbrechen, doch wird die darin enthaltene Weisheit dir später Qualen ersparen. 8
Einleitung
Die Inhalte bauen aufeinander auf, deshalb ist es entscheidend, dass du die Reihenfolge der Kapitel einhältst. Die ersten vier Kapitel legen ein festes und wichtiges Fundament, während die nachfolgenden darauf aufbauen. Die Kraft dieser Botschaft wird dir verloren gehen, wenn du das eine oder andere Kapitel überspringst. Bevor du weiterliest, möchte ich gerne mit dir beten: Vater, im Namen Jesu bekenne ich meine Abhängigkeit vom Heiligen Geist, um deine Wege und dein Wort zu verstehen. Ich bitte dich, mir dein Herz und deinen Willen zu offenbaren, während ich lese. Gib mir Ohren, die hören, Augen, die sehen, und ein Herz, das erkennt und versteht, was der Heilige Geist sagt. Lass mich nicht nur hören, sondern forme mein Leben durch das Wirken deines Geistes. Und wenn ich die letzte Seite gelesen habe, dann lass mich mit Überzeugung sagen können, dass ich nicht mehr derselbe bin. Ich gebe dir allen Lobpreis und Ruhm, alle Ehre und allen Dank für das, was ich empfangen werde. Amen!
Die Gnade Gottes, unseres Vaters und unseres Herrn, Jesus Christus, sei mit dir.
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Im Bereich der Missverst채ndnisse und der Unwissenheit werden sogar Gl채ubige schnell zu Opfern.
1 Die Tür des Teufels Stell dir vor, du lebst in einer Nachbarschaft, in der Gewalt und Verbrechen an der Tagesordnung sind. Kein Tag vergeht ohne erschreckende Nachrichten über Mord, Raub oder Entführung. Ein gefährlicher Krimineller schleicht um dein Heim, lauert in der Dunkelheit und wartet auf den Moment, wo er eindringen und dich überraschen kann. Er hat es darauf abgesehen, dich und deine Familie als Geiseln zu nehmen, deinen Besitz zu plündern und zu zerstören und die zu verstümmeln, die du liebst. Vielleicht hat er auch Mord im Sinn. Du kannst ihn von seiner Absicht nicht durch Betteln, Bitten oder Weinen abbringen. Er ist ein verschworener Feind – entschlossen, dich zu zerstören. Würdest du in Anbetracht all dessen vergessen, deine Haustür abzuschließen? Natürlich nicht! Lass uns den Faden weiterspinnen. Kannst du dir vorstellen, nachts zu schlafen, wenn deine Haustür nicht nur nicht abgeschlossen ist, sondern auch noch weit offen steht? Absolut nicht! Die Frage klingt so absurd, dass man sich fast schon darüber ärgert, und doch tun zahllose Menschen genau das. Allerdings ist es nicht die Tür zu ihrem Haus, die sie offen lassen – es ist die Tür zu ihrer Seele. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Ich bin solchen Menschen in allen Gemeinden begegnet, in denen ich gepredigt habe, unabhängig davon wo sich die Gemeinden befanden. Gläubige aus allen Bevölkerungsschichten, Einkommensklassen und ethnischer Herkunft, die sich dessen nicht bewusst und auch nicht vorbereitet waren. Sie leben in Amerika und überall auf der Welt. Manche sind gebildet, andere ungebildet. Aber sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind einem erfahrenen und listigen Feind zum Opfer gefallen, der sie unter den Fluch seiner Kontrolle gebracht hat. Wie? Indem sie dem Teufel die Türe haben offen stehen lassen! 11
Verschließ dem Feind die Tür
Das ist kein Buch über Hexerei und Zaubersprüche. Es handelt auch nicht von okkulten Praktiken wie die Astrologie, das Handlesen oder das Quija-Brett*. All das sind eindeutige, offenkundige Einladungen für das dämonische Reich. Die meisten Gläubigen würden sich nie bewusst mit solchen Praktiken befassen. Nein, ich spreche von etwas erheblich Subtilerem. Man findet es im Bereich der Missverständnisse und der Unwissenheit. In dieser vernebelten Arena werden auch Gläubige zum Opfer. Es handelt sich nicht um ein neues Phänomen. Es ist auch nicht etwas, was nur in unserer Generation vorkommt. Es ist so alt wie der Teufel selbst. Es ist die Sünde, die den Fall des Morgensterns, Luzifers, zur Folge hatte und ein Drittel der Engel aus dem Himmel verbannte. Es handelt sich um Rebellion, was Ungehorsam gegenüber Gottes Autorität bedeutet. An diesem Punkt hast du vielleicht erleichtert aufgeatmet: „Ah! Das betrifft mich nicht. Ich bin nicht rebellisch oder ungehorsam.“ Sei nicht so voreilig. Du wirst überrascht sein. Satan ist nicht dumm. Er und seine Kohorten sind sehr erfahren und gerissen. Die meisten Gläubigen geraten nicht willentlich in Ungehorsam, sondern durch Verführung. Ich bin sicher, dass du mehr über diese Verführung wissen möchtest und dein Heim, dein Leben und deine Familie in Sicherheit bringen und schützen willst. Dieses Buch wurde als Warnung und zu deinem Schutz geschrieben. Es enthält Wahrheiten, die die Verführung bloßstellen und dein Leben retten können.
Tage der Täuschung Satan ist der Meister der Verführung. Jesus sagte, Satan sei ein Lügner und der Vater der Lüge (vgl. Joh. 8, 44). Jesus warnte auch davor, dass seine Täuschung und seine Verführung in späteren Tagen sehr stark zunehmen würden, um „wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen“ (Mt. 24, 24). Wir leben jetzt in diesen Tagen. Prüfe den leidenschaftlichen Appell des Apostels Paulus an die Korinther: ____________________________ * Ornamierte Holztafeln zur spiritistischen Kommunikation mit Geistern (Verstorbener).
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Die Tür des Teufels
Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen. Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, so vielleicht euer Sinn von der Einfalt und Lauterkeit Christus gegenüber abgewandt und verdorben wird. 2. Korinther 11, 2–3
Paulus verglich die Verwundbarkeit von Gläubigen im Bereich der Verführung mit der Verführung Evas. Eva wurde zum Ungehorsam verleitet (siehe 1. Mo. 3, 13), aber mit Adam verhielt es sich anders. „Adam wurde nicht verführt“ (1. Tim. 2, 14; Schlachter). Über Adams Übertretung sagt die Schrift: „Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern versetzt worden sind …“ (Röm. 5, 19; Hervorhebung durch den Autor). Eva wurde zum Ungehorsam verleitet, aber Adam wusste genau, was er tat. Ich habe so manchen Menschen in der Gemeinde beobachtet, der Gottes Gebote mit offenen Augen und in voller Absicht übertreten hat. Solche Menschen werden nicht verführt – sie begehen geistlichen Selbstmord und sind schwer zu erreichen. Die Mehrheit der Ungehorsamen werden jedoch wie Eva durch Unwissenheit verführt. Diesen Bedrückten gilt mein Aufruf. Durch die Erkenntnis der Wahrheit kann das Wirken des Feindes verhindert werden.
Verdrehung von Gottes Wort Lass uns genauer betrachten, wie Satan Eva verführen konnte. Man müsste meinen, dass sie nicht für Verführung empfänglich gewesen wäre. Eva lebte in einer absolut vollkommenen Umgebung und war nie von einer Autorität missbraucht worden. Sie hatte keine negativen Erfahrungen mit einem Vater, einem Vorgesetzten oder einem Pastor gemacht. Sie lebte in einem blühenden Garten, frei von dämonischem Einfluss oder Bedrängnis. Sie kannte nur Gottes Güte und Versorgung, während sie in Gottes Gegenwart lebte und mit Ihm redete. Wie also war es der Schlange gelungen, sie zu verführen? 13
Verschließ dem Feind die Tür
Gott hatte den Befehl gegeben: „Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!“ (1. Mo. 2, 16–17). Durch Gottes Güte hatte sie die Freiheit, von jedem Baum des Gartens zu essen, während seine Autorität ihr die Einschränkung auferlegte: „Vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen.“ Gott betonte ihre Freiheit, von jedem Baum zu essen, außer von dem einen. Es entspricht Gottes wahrhaftigem Wesen, zu lieben und zu geben. Er hatte sich Gefährten in seinem Garten gewünscht, die Ihn lieben und Ihm gehorchen würden. Er wollte keine Roboter ohne freien Willen. Er sehnte sich nach Kindern, die nach seinem Ebenbild erschaffen waren und eigene Entscheidungsfreiheit besaßen. Als Er ihnen den Zugriff zu dem Baum verwehrte, schuf Er die Entscheidung, die sie vor dem Tod bewahrte. Diese Entscheidung bezog ihren Willen mit ein: Würden sie vertrauen und gehorchen? Ohne ein Gebot gibt es keine Entscheidung. Wir wollen jetzt die Worte der Schlange untersuchen. „Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?“ (1. Mo. 3, 1). Die Schlange unterschlug Gottes Großzügigkeit und hob stattdessen die einzige Einschränkung hervor, wobei sie andeutete, dass Eva etwas vorenthalten würde. Mit einer einzigen Frage verdrehte sie den Schutz durch das Gebot Gottes in ein ungerechtes Vorenthalten des Guten. Kannst du den Spott in ihrer Stimme hören, als sie fragte: „Gott sagte, ihr könnt nicht von jedem Baum essen?“ Sie stellte Gott als jemanden hin, der wegnimmt, und nicht als jemanden, der gibt, was er in Wirklichkeit tut. Satan lenkte Evas Überlegungen in eine Richtung, in der sie schließlich Gottes Güte und Aufrichtigkeit in Frage stellen würde. Als er dies erreicht hatte, bedurfte es nur noch eines kleinen Schrittes, sich gegen Gottes Autorität zu stellen.
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Die Tür des Teufels
Ein Angriff auf Gottes Autorität Satan ist gerissen; er stellte das Fundament der Autorität Gottes in Frage. Indem die Schlange dafür sorgte, dass Eva den Eindruck gewann, der Herr sei ungerecht, konnte sie die Herrschaft Gottes in Evas Geist angreifen. „Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones“ (Ps. 97, 2; Hervorhebung durch den Autor). Obwohl die Frau zwar die Aussage der Schlange richtig stellte, war die Saat des Zweifels an Gottes Güte in ihr bereits gesät worden. „Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt“ (1. Mo. 3, 2–3). Es ist gut möglich, dass sie bereits beim Antworten an Gottes Güte gezweifelt hat. „Ich weiß nicht, warum wir von diesem Baum nicht essen dürfen. Warum sollte er uns schaden? Was ist daran so schlecht für uns?“ Als sich diese Zweifel in ihr erhoben, öffnete sie sich dafür, Gottes Autorität in Frage zu stellen. Die Schlange ergriff die Gelegenheit, Gottes Autorität, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit anzugreifen, indem sie Gottes Aussage dreist widersprach: „Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses“ (1. Mo. 3, 4–5). Der Meister der Lüge schwächte Evas Fundament der Loyalität gegenüber Gott und versicherte ihr, dass sie nicht sterben würde. Dann untermauerte er seinen Widerspruch schnell mit der Erklärung: „Statt zu sterben, wirst du Gott ähnlicher werden. Du wirst weise und fähig sein, selbst zwischen gut und böse zu unterscheiden. Deshalb wirst du nicht länger abhängig von Ihm und seinen ungerechten Geboten sein.“
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Verschließ dem Feind die Tür
Vernunftschlüsse, die die Unterordnung unter Gottes Autorität in Frage stellen Eva war entsetzt! Sie fragte sich jetzt: „Ist das der Grund, warum Gott mir diese Frucht vorenthalten hat?“ Sie betrachtete den Baum aufs Neue, aber diesmal in einem anderen Licht. Sie sah, was ihr vorenthalten wurde. Sie beurteilte die Frucht als gut und begehrenswert, nicht als schlecht und schädlich. Sie dachte: „Sie ist schön und wird uns weise machen. Warum sollte ich auf eine Frucht verzichten, die so gut für uns ist?“ Ihre Gedanken machten sie blind für alles, was um sie herum geschah. Sie vergaß Gottes überreiche Güte und konzentrierte sich nur noch auf diesen einen Baum. Dabei dachte sie: „Gott hat uns etwas vorenthalten. Wir hätten es schon immer haben können. Warum hat Er das getan? Was hat Er uns sonst noch alles vorenthalten?“ Nachdem so das Fundament von Gottes Charakter, Aufrichtigkeit und Güte in Frage gestellt worden war, gab es keinen Grund mehr, sich seiner Autorität unterzuordnen. Eigenwille und Rebellion waren der nächste Schritt. Eva pflückte die Frucht, aß davon und gab auch ihrem Mann davon. Sofort wurden ihre Augen geöffnet. Sie waren nackt. Ihr Ungehorsam hatte den geistlichen Tod mit sich gebracht. Als sie sich Gottes Wort widersetzten und sich Satan unterwarfen, öffneten sie ihm die Tür, und er wurde ihr neuer Herr. Sie gewährten ihm nicht nur den Zutritt zu ihrem Leben, sondern auch den Einzug in die Welt. Paulus erklärte: „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist …“ (Röm. 5, 12). Diese Handlung des Ungehorsams brachte Zerstörung, Sünde und Krankheit – eine Liste, die sich vervielfacht hat und mit jeder Generation widerwärtiger geworden ist. Ihre Rebellion öffnete die Tür weit für die Herrschaft und Zerstörung Satans. Er nutzte die Gelegenheit voll aus, wie Gott zu sein, ohne Ihm untertan zu sein. 16
Die Tür des Teufels
Indem er Gottes Schöpfung in die Sklaverei führte, setzte er sich selbst auf den Thron.
Es ist heute nicht anders Satans heutige Art zu wirken unterscheidet sich wenig von der damaligen. Er ist immer noch darauf aus, Gottes Charakter verzerrt darzustellen, um uns gegen seine Autorität aufzubringen. Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten. Jakobus 1, 16–17
Du musst in deinem Herzen ein für allemal festlegen, dass es außerhalb von Gottes Willen nichts Gutes gibt. Jakobus weist darauf hin, dass du verführt werden kannst, wenn du glaubst, dass es außerhalb der Versorgung Gottes etwas Gutes gibt. Denke sorgfältig über unsere Diskussion nach. Ganz gleich wie gut etwas aussieht, schmeckt oder sich anfühlt, ganz gleich wie reich, weise oder erfolgreich es dich machen könnte, wenn es nicht von Gott ist, wird es schließlich zu großem Kummer führen und den Tod herbeiführen! Jedes vollkommene und gute Geschenk kommt von Gott. Es gibt keine andere Quelle! Nimm diese Wahrheit in dich auf und bewahre sie in deinem Herzen. Lass dich nicht vom Schein trügen! Wenn Eva dieser Warnung gefolgt wäre, wäre sie nie ins Wanken geraten. Doch stattdessen blickte sie über den Bereich von Gottes Versorgung hinaus, um ihre Begierde zu stillen. Wie viele Menschen heiraten heutzutage aus den falschen Gründen die falsche Person? Gott hat sie vielleicht durch ihre Eltern oder ihren Pastor gewarnt oder ihnen in ihrem Herzen gezeigt, dass sie eine falsche Wahl getroffen haben. Aber ihre eigenen Vernunftschlüsse übertönten alle anderen Stimmen, weil die begehrte Person eine gute Partie zu sein scheint, ihnen das optische Erscheinungsbild gefällt oder ihnen weise genug vorkommt, ihnen bei ihren Entscheidungen zu helfen. Letztendlich stellten sie ihre Wahl über den Willen Gottes. Und später haben sie dann unter ihrer falschen Einschätzung sehr zu leiden. 17
Verschließ dem Feind die Tür
Viele Menschen gehorchen Gottes Willen nicht, weil sie von dem vermeintlich Guten und Angenehmen eingenommen sind. Vielleicht geht es darum, außerhalb des Rahmens von Gottes Wort zu Reichtum und Erfolg zu kommen. Sie folgen ihren eigenen Wünschen und finden für eine gewisse Zeit Spaß, Glück oder Erfüllung. Sie finden etwas gut, wozu Gott nein gesagt hat. Sie denken, dass Gott ihnen alles Schöne und jeglichen Spaß vorenthält! Sie denken, dass Er ihre Bedürfnisse nicht versteht und ihre sehnsüchtigen Wünsche ignoriert. Sie glauben, Gott wäre untreu, weil Er ihre Gebete nicht beantwortet, so wie sie es erwarten. Schließlich kommen sie zu dem Entschluss: „Warum sollte ich auf Gottes Antwort warten? Ich nehme mir das Gute und Angenehme jetzt!“
Zwei ähnliche Situationen, zwei unterschiedliche Reaktionen Schau dir einmal Jesus an. Er war 40 Tage und Nächte in der Wüste. Er hatte nichts zu essen und zu trinken und keinerlei Komfort. Er hatte Hunger und an seinem Körper zeigten sich die ersten Anzeichen des Verhungerns. Wenn er nicht bald Nahrung und Wasser bekommen würde, würde er sterben. Doch was kam als Erstes – die Versorgung oder die Versuchung? Genau zu diesem Zeitpunkt trat Satan auf, um Ihn zu versuchen: „Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden!“ (Mt. 4, 3). Ebenso wie bei Eva stellte Satan das in Frage, was Gott 40 Tage vorher am Ufer des Jordan öffentlich bestätigt hatte – nämlich, dass Jesus sein Sohn sei. Satan versuchte, Gottes Charakter verzerrt darzustellen. „Warum hat Er Dich hierher geführt? Sollst Du verhungern? Warum sorgt Er nicht für Dich? Vielleicht ist es an der Zeit, dass Du für Dich selbst sorgst. Wenn Du nicht bald etwas zu essen bekommst, wirst Du sterben oder schwere, anhaltende körperliche Schäden davontragen. Nutze deine Autorität, um dir selbst zu dienen. Verwandle diese Steine in Brot.“
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Das Volk Israel befand sich in demselben Dilemma, nachdem es Ägypten verlassen hatte und Gott in die Wüste gefolgt war: Die Nahrungsmittel wurden knapp. Schon nach drei Tagen dachten sie, dass Gott sie verlassen hätte und sie sterben würden. Und so fingen sie an, sich zu beklagen. Sie kamen zu dem Schluss, dass es besser für sie gewesen wäre, wenn sie gestorben wären, als sie noch Sklaven der Ägypter gewesen waren. Dort hatten sie wenigstens zu essen gehabt (siehe 2. Mo. 16). Sie dachten, Gott hätte sie hereingelegt und sie zum Verhungern in die Wüste geführt. Für sie hatte es den Anschein, dass Gott ihnen etwas vorenthielt. Welcher Täuschung sie doch erlagen! Ihr Murren und Klagen war der Ausdruck ihres gesetzlosen Herzens. Sie waren eher bereit, sich dem Pharao zu unterwerfen als Gottes Autorität. Sie hätten jedem gehorcht, der besser zu ihnen gewesen wäre. Sie zweifelten an Gottes gutem Charakter und wollten seiner Führung nicht folgen, weil das vorausgesetzt hätte, Ihm zu vertrauen. Man konnte sie leicht verführen, weil sie sich seiner Autorität nicht unterwarfen. Diese Haltung verhinderte später, dass sie in das Verheißene Land kamen. Sie führte sie stattdessen in Rebellion. Im Gegensatz zu den Israeliten verleugnete Jesus sich selbst und wartete auf Gottes Versorgung. Er erlaubte es dem Feind nicht, in seinen Gedanken den Charakter Gottes anzuzweifeln. Er wusste, sein Vater würde sich um seine Bedürfnisse kümmern. Er unterstellte sich weiterhin Gottes Autorität, ganz gleich wie unangenehm das für Ihn im Moment sein würde. Er widerstand der satanischen Versuchung, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen; dann „verlässt ihn der Teufel und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm“ (Mt. 4, 11). Warum? Der hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden und lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam. Hebräer 5, 7–8
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Gott erhörte Ihn aufgrund seiner Gottesfurcht. Jesus hegte keine Zweifel an Gottes Güte. Obwohl Er einer starken Versuchung gegenüberstand und sehr litt – mehr als irgendjemand vor oder nach Ihm –, entschied Er sich für den Gehorsam, auch wenn es Leid bedeutete. Diese Art von Gehorsam und Unterordnung blockierten alle Übergriffe des Feindes auf sein Leben. Satan konnte keinen Zugriff oder Zugang erhalten. Die Tür des Teufels blieb verschlossen. Jesus lebte in vollkommenem Gehorsam gegenüber seinem Vater; deshalb konnte Er am Vorabend seines Todes bezeugen: Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts; aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so tue, wie mir der Vater geboten hat. Johannes 14, 30–31
Jesus sprach von Gehorsam, als Er verkündete, dass der Fürst der Welt, Satan, in Ihm keine Angriffsfläche gefunden hatte. Durch seinen kompromisslosen Gehorsam seinem Vater gegenüber blieb Satan die Tür fest verschlossen. Jesus war ohne Schuld!
Zwei wichtige allgemein gültige Prinzipien Wir haben zwei sehr wichtige allgemein gültige Prinzipien erarbeitet. 1. Gehorsam hält den Zugang des Teufels verschlossen und verwehrt ihm den legalen Zutritt. 2. Ungehorsam öffnet Tür und Tor und gewährt dem Teufel den legalen Zutritt. Diesen Prinzipien zuzustimmen, ist leicht, aber es ist sehr schwer, sie im Alltag umzusetzen, besonders in der heutigen Gesellschaft, wo die Gesetzlosigkeit überhand genommen hat. Die Botschaft dieses Buches ist äußerst wichtig für jeden Gläubigen, denn sie handelt von Gottes Weisheit, wie man der Verführung entgeht. Sie erläutert, was passiert, wenn die Tür zu Satan offen ist, und deckt auf, ob der Feind bereits Zutritt gewonnen hat. Du 20
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erfährst, wie du die Tür wieder verschließen kannst und verschlossen hältst! Wir werden außerdem den reichen Segen eines Lebens im Gehorsam betrachten. Das ist Gottes Plan, um zu helfen, in großem Glauben und in der Autorität des Königreichs zu leben.
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How You Can Shut The Devil’s Door by John Bevere Copyright © 1996 by Charisma House. All rights reserved. Alle Rechte der deutschen Ausgabe bei:
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