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FRISCH GESUNGEN op. 34.1
FRIEDRICH SILCHER TEXT: ADELBERT VON CHAMISSO Hab oft im Kreise der Lieben in duftigem Grase geruht und mir ein Liedlein gesungen, und alles war hübsch und gut. Hab einsam auch mich gehärmet in bangem, düsterem Mut, und habe wieder gesungen, und alles war wieder gut. Und manches, was ich erfahren, verkocht ich in stiller Wut, und kam ich wieder zu singen, war alles auch wieder gut. Sollst uns nicht lange klagen, was alles dir wehe tut, nur frisch, nur frisch gesungen, und alles wird wieder gut.
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UNTREUE op. 7.2
FRIEDRICH SILCHER TEXT: JOSEPH VON EICHENDORFF In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad. Mein Liebchen ist verschwunden, das dort gewohnet hat. Sie hat mir Treu' versprochen, gab mir ein'n Ring dabei, sie hat die Treu' gebrochen, das Ringlein sprang entzwei. Ich möchte als Spielmann reisen weit in die Welt hinaus und singen meine Weisen und geh'n von Haus zu Haus. ___________________________________________________________________________ hänssler CLASSIC im SCM-Verlag GmbH & Co. KG Max-Eyth-Straße 41 D-71088 Holzgerlingen
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___________________________________________________________________________ Ich möcht' als Reiter fliegen wohl in die blut'ge Schlacht, um stille Feuer liegen im Feld bei dunkler Nacht. Hör' ich das Mühlrad gehen, ich weiß nicht, was ich will; ich will am liebsten sterben, da wär's auf einmal still.
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WOHIN MIT DER FREUD op. 58.2
FRIEDRICH SILCHER TEXT: ROBERT REINICK Ach du klarblauer Himmel, und wie schön bist du heut! Möcht' ans Herz gleich dich drücken vor Jubel und Freud'. Aber ,'s geht doch nicht an, denn du bist mir zu weit, und mit all' meiner Freud' was fang ich doch an? Ach du lichtgrüne Welt, und wie strahlst du voll Lust! Und ich möchte mich gleich werfen dir vor Lieb' an die Brust; aber 's geht doch nicht an, und das ist ja mein Leid, und mit all' meiner Freud' was fang' ich doch an? Und da seh' ich mein Lieb unterm Lindenbaum steh'n, war so klar wie der Himmel, wie die Erde so schön! Und wir küßten uns beid', und wir sangen vor Lust, und da hab ich gewußt: wohin mit der Freud'!
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DER LINDENBAUM op. 50.6
FRIEDRICH SILCHER, NACH FRANZ SCHUBERT TEXT: WILHELM MÜLLER Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum, ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum; ich schnitt in sein Rinde so manches liebe Wort, es zog in Freud' und Leide zu ihm mich immer fort. Ich mußt' auch heute wandern vorbei in tiefer Nacht, die Augen zugemacht. Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu: Komm her zu mir, GeseIle, hier find'st du deine Ruh'! Die kalten Winde bliesen mir g'rad ins Angesicht, der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht. Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort, und immer hör' ich's rauschen: Du fändest Ruhe dort!
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SCHIFFERLIED op. 70.9
FRIEDRICH SILCHER TEXT: FRANZÖSISCHES VOLKSLIED Es löscht das Meer die Sonne aus, kühlendes Mondlicht ist erwacht, der gold’ne Adler lässt sein Haus müde dem Silberschwan der Nacht. Flüsternd am Kahne glitzt der Brandung Lauf, leise der Wind die Saiten rührt, die Liebe zieht die Segel auf, Sehnsucht das Ruder sicher führt. ___________________________________________________________________________ hänssler CLASSIC im SCM-Verlag GmbH & Co. KG Max-Eyth-Straße 41 D-71088 Holzgerlingen
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___________________________________________________________________________ Wie wiegt sich sanft der leichte Kahn, Liebchen, mit deiner süßen Last, als Muschel zieht er seine Bahn:, die einer Perle Kleinod fasst. Ach, daß mein Arm die traute Schale wär', die dich umschlösse allezeit! Mit meinem Ruder spielt das Meer, Liebchen, mein Arm ist dir bereit. Nun ruh' an meinem Herzen still, sicher auf schwanker Wellen Flur, ein Schlummerlied dir singen will rauschend die wogende Natur. Küssend der Welle Nacken streift der Wind, Liebchen, so laß die Wange mir, und träume, daß dein Schifflein lind ich durch das ganze Leben führ'.
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WEINLIED op. post. 72.5
FRIEDRICH SILCHER TEXT: FRANZ VON KOBELL Ein König ist der Wein! Mit Segen reich beladen Ist er von Gottes Gnaden, und mancher Purpur sein. Ein König ist der Wein! Mit seinem Rebenbande umschlingt er alle Lande, beherrscht sie groß und klein. Ein König ist der Wein! Wohnt im kristall’nen Hause und hüllt beim Fürstenschmause in Gold sich prangend ein. Auf immer für den Wein! Der Schmuck an seinem Throne, das Kleinod seiner Krone heißt Freudesonnenschein.
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SO NIMM DENN MEINE HÄNDE
FRIEDRICH SILCHER TEXT: JULIE VON HAUSMANN So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich! Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt; wo du wirst geh'n und stehen, da nimm mich mit Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich!
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ÄNNCHEN VON THARAU Op. 8.1
FRIEDRICH SILCHER TEXT: JOHANN GOTTFRIED HERDER, NACH HEINRICH ALBERT Ännchen von Tharau ist die mir gefällt, sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld. Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz auf mich gerichtet in Lieb' und in Schmerz. Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut. Käm' alles Wetter gleich auf mich zu schIahn, wir sind gesinnt beieinander zu stahn. Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein Soll unser Liebe Verknotigung sein. Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut. Würdest du gleich einmal von mir getrennt, lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt; ich will dir folgen durch Wälder und Meer, Eisen und Kerker und feindliches Heer, Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn', mein Leben schließt sich um deines herum.
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HYMNE AN DIE NACHT
LUDWIG VAN BEETHOVEN KOMPOSITION: SONATE FÜR KLAVIER F-MOLL OP.57 Heil'ge Nacht, o gieße du Himmelsfrieden in dies Herz! Bring' dem armen Pilger Ruh', holde Labung seinem Schmerz! Hell schon erglüh'n die Sterne, grüßen aus blauer Ferne: Möchte zu euch so gerne flieh'n himmelwärts. Harfentöne, lind und süß, weh'n mir zarte Lüfte her, aus des Himmels Paradies, aus der Liebe Wonnemeer. Glüht nur, ihr gold'nen Sterne, winkend aus blauer Ferne: Möchte zu euch so gerne flieh’n himmelwärts.
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LEISE SINKT DIE NACHT HERNIEDER
LUDWIG VON BEETHOVEN TEXT UND CHORBEARBEITUNG: WALTER SCHMID Leise sinkt die Nacht hernieder; breitet weit den Mantel aus. Mond und Sterne glänzen milde, leuchten über jedem Haus. Einer Abendglocke Töne schwingt sich sanft zum Himmel auf. Danket Gott, der uns geleitet gnädig durch des Tages Lauf. Frieden senkt sich auf die Dächer, Frieden liegt auf Berg und Tal. Sachte nur die Winde wehen; tiefe Ruhe allzumal.
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BUNDESLIED KV 623A
WOLFGANG AMADEUS MOZART TEXT: DICHTER UNBEKANNT SATZ: EDUARD KREMSER Brüder, reicht die Hand zum Bunde! Diese schöne Feierstunde führ' uns hin zu lichten Höh'n! Laßt, was irdisch ist, entflieh'n! Unsrer Freundschaft Harmonien dauern ewig fest und schön. Preis und Dank dem Weltenmeister, der die Herzen, der die Geister für ein ewig Wirken schuf! Licht und Recht und Tugend schaffen durch der Wahrheit heil'ge Waffen sei uns göttlicher Beruf. Ihr, auf diesem Stern die Besten, Menschen all im Ost und Westen, wie im Süden und im Nord! Wahrheit suchen, Tugend üben, Gott und Menschen herzlich lieben, das sei unser Losungswort.
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DIE NACHT OP. 17.4; D 983
FRANZ SCHUBERT TEXT: FRIEDRICH WILHELM KRUMMACHER Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh! Sehet, wie die klaren Sterne wandeln in des Himmels Auen Und auf uns hernieder schauen, schweigend aus der blauen Ferne Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh! Schweigend naht des Lenzes Milde sich der Erde weichem Schoß, kränzt den Silberquell mit Moos und mit Blumen die Gefilde. ___________________________________________________________________________ hänssler CLASSIC im SCM-Verlag GmbH & Co. KG Max-Eyth-Straße 41 D-71088 Holzgerlingen
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SEHNSUCHT D 656
FRANZ SCHUBERT TEXT: JOHANN WOLFGANG VON GOETHE Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide! . Allein und abgetrennt von aller Freude, seh ich an's Firmament nach jeder Seite. Ach! der mich liebt und kennt ist in der Weite. Es schwindelt mir, es brennt mein Eingeweide. Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide!
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ABENDSTÄNDCHEN
FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY TEXT: JOSEPH VON EICHENDORFF Schlafe Liebchen, weil's auf Erden nun so still und einsam wird! Oben geh'n die gold'nen Herden, für uns alle wacht der Hirt. Schlingend sich an Baum und Zweigen, in dein stilles Kämmerlein, wie auf gold'nen Leitern steigen diese Töne aus und ein. Und der Töne Klang entführet Weit der buhlerische Wind, und durch Schloß und Wand ihn spüret träumend wohl das süße Kind.
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___________________________________________________________________________ 15 WASSERFAHRT OP. 50,4 FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY TEXT: HEINRICH HEINE Am fernen Horizonte erscheint wie ein Nebelbild die Stadt mit ihren Thürmen, in Abenddämm'rung gehüllt. Ein feuchter Windzug kräuselt die graue Wasserbahn, mit traurigem Takte rudert der Schiffer in meinem Kahn. Die Sonne hebt sich noch einmal leuchtend vom Boden empor und zeigt mir jene Stelle, wo ich das Liebchen verlor.
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DER JÄGERABSCHIED OP. 50,2
FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY TEXT: JOSEPH VON ElCHENDORFF Wer hat dich, du schöner Wald, aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, so lang' noch mein' Stimmerschallt. Lebe wohl, Lebe wohl, du schöner Wald! Tief die Welt verworren schallt, oben einsam Rehe grasen, und wir ziehen fort und blasen, daß es tausendfach verhallt. Lebe wohl, lebe wohl, du schöner Wald! Was wir still gelobt im Wald, wollen's draußen ehrlich halten, ewig bleiben treu die Alten, bis das letzte Lied verhallt Lebe wohl, schirm' dich Gott, du deutscher Wald! ___________________________________________________________________________ hänssler CLASSIC im SCM-Verlag GmbH & Co. KG Max-Eyth-Straße 41 D-71088 Holzgerlingen
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TRINKLIED OP. 75,3
FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY TEXT: JOHANN WOLFGANG VON GOETHE Solang' man nüchtern ist, gefällt das Schlechte, wie man getrunken hat, weiß man das Rechte. Nur ist das Übermaß auch gleich zu Handen, Hafis, o lehre mich, wie du's verstanden. Denn meine Meinung ist nicht übertrieben: Wenn man nicht trinken kann, soll man nicht lieben. Doch sollt ihr Trinker euch nicht besser dünken, wenn man nicht lieben kann, soll man nicht trinken.
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TÜRKISCHES SCHENKENLIED OP. 50.1
FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY TEXT:JOHANN WOLFGANG VON GOETHE Setze mir nicht, du Grobian, mir den Krug so derb vor die Nase! Wer Wein bringt, sehe mich freundlich an, sonst trübt der Elfer im Glase. Du zierliches Mädchen, du komm herein, was stehst du da auf der Schwelle? Du sollst mir künftig der Schenke sein, jeder Wein ist dann schmackhaft und helle.
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RITORNELL OP. 65,1
FRIEDRICH ROBERT SCHUMANN TEXT: FRIEDRICH RÜCKERT Die Rose stand im Tau, es waren Perlen grau. Als Sonne sie beschienen, wurden sie zu Rubinen.
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LÜTZOWS WILDE JAGD OP 42.2
CARL MARIA VON WEBER Was glänzt dort im Walde im Sonnenschein? Hör's näher und näher brausen; es zieht sich herunter in düsteren Reih'n und gellende Hörner schallen darein, erfüllen die Seele mit Grausen; und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt: das ist Lützows wilde verwegene Jagd! Was zieht dort rasch durch den finster'n Wald, und streift von Bergen zu Bergen; es legt sich in nächtlichen Hinterhalt, das "Hurrah" jauchzt und die Büchse knallt, es fallen die fränkischen Schergen; und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt: das ist Lützows wilde verwegene Jagd! Was braus't dort im Tale die laute Schlacht, was schlagen die Schwerter zusammen? Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht, und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht, und lodert in blutigen Flammen. Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt: das ist Lützows wilde verwegene Jagd! Die wilde Jagd und die deutsche Jagd, auf Henkersblut und Tyrannen! Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt; das Land ist ja frei und der Morgen tagt, wenn wir's auch nur sterbend gewannen! Und von Enkeln sei's nachgesagt: das war Lützows wilde verwegene Jagd!
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HEIMKEHR op. 16.1
JOHANNES GELBKE TEXT: EMIL SCHIMPKE Horch! Die alten Eichen rauschen Immer noch dasselbe Lied, sonst ist alles anders worden, seit ich aus der Heimat schied. Mit Geleit zog ich von hinnen, fremd und einsam zieh’ ich her, Herz, wie bist du voll von Sehnen, Heimat ach, wie bist du leer! Nur die alten Kirchenglocken singen ihren frommen Sang, sonst hat Willkomm mir geboten keiner lieben Stimme Klang. Und kein glänzend Auge wünschte freundlich mir zur Heimkehr Glück, Herz, die Heimat ward zur Fremde, warum kehrtest du zurück? Nur der Wald hat dir erhalten, hinterm beerenreichen Haag, wohlbekanntes Grünen, Blühen und den alten Finkenschlag. Leises Flüstern, Jugendträume, heimisch Wehen, Herzensfried; und die alten Eichen rauschen immer noch dasselbe Lied.
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SCHÄFERS SONNTAGSLIED op. 24
CONRADIN KREUTZER TEXT: LUDWIG UHLAND Das ist der Tag des Herrn! Ich bin allein auf weiter Flur, noch eine Morgenglocke nur. Nun Stille nah und fern! Anbetend knie ich hier. O süßes Grau'n, geheimes Weh'n! Als knieten viele ungeseh'n und beteten mit mir. ___________________________________________________________________________ hänssler CLASSIC im SCM-Verlag GmbH & Co. KG Max-Eyth-Straße 41 D-71088 Holzgerlingen
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___________________________________________________________________________ Der Himmel nah' und fern, er ist so klar und feierlich, so ganz, als wollt' er öffnen sich. Das ist der Tag des Herrn!
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ICH BETE AN DIE MACHT DER LIEBE
DMITRIJ BORTNJANSKIJ TEXT: GERHARD TERSTEEGEN SATZ: HERBERT WALLAS Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart. Ich geb' mich hin dem freien Triebe, mit dem ich Wurm geliebet ward. Ich will anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken. Wie bist du mir so sehr gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich, ich hab dich erlesen. O Jesu, daß dein Name bleibe im Geist mir, drück' ihn tief hinein! Laß deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen.
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AUS DER TRAUBE IN DIE TONNE
KURT LISSMANN TEXT: THEOBALD KERNER Aus der Traube in die Tonne, aus der Tonne in das Faß, aus dem Fasse dann, o Wonne! In die Flasche, in das Glas. Aus dem Glase in die Kehle, in den Magen, in den Schlund, und das Blut dann in die Seele, und als Wort hierauf zum Mund. Aus dem Worte etwas später formt sich ein begeisternd Lied, das auf Wolken in den Äther mit des Menschen Jubel zieht. Und im nächsten Frühling wieder faIlen dann die Lieder fein nun als Tau auf Reben nieder und sie werden wieder Wein.
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