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BasisBibel Johannes

Deutsche Bibelgesellschaft


Vorwort

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n diesem Buch findest du die Geschichte von Jesus Christus, wie Johannes sie aufgeschrieben hat. Er beschreibt darin das Leben, die Worte und die Taten von Jesus, der der Sohn Gottes und der Retter der Welt ist.

www.basisbibel.de

Bibeltext: BasisBibel Johannes © 2008 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Übersetzung: Jan-A. Bühner Redaktion: Markus Hartmann, Hannelore Jahr Gestaltung und Satz: Buttgereit und Heidenreich, Haltern am See, www.b-und-h.de Umschlag: ### Gesamtherstellung: ###

Alle Rechte vorbehalten Printed in Germany

Die Geschichte von Jesus, wie Johannes sie aufgeschrieben hat, setzt ihre ganz eigenen Schwerpunkte. Johannes berichtet von mehreren Reisen nach Jerusalem, die Jesus anlässlich der großen jüdischen Feste unternommen hat. Johannes überliefert sechs ausdrücklich so genannte wunderbare Zeichen, durch die Jesus sich als der Sohn Gottes und Retter der Welt zu erkennen gibt: Jesus verwandelt Wasser in Wein (Johannes Kapitel 2), heilt einen Kranken (Kapitel 3) und einen Gelähmten (Kapitel 5), macht 5000 Menschen satt (Kapitel 6), gibt einem Blinden das Augenlicht (Kapitel 9) und weckt den toten Lazarus vom Tod auf (Kapitel 11). Das größte Zeichen ist aber seine eigene Auferstehung vom Tod (Kapitel 20). Typisch für Johannes sind auch die großen Reden, in denen Jesus sich selbst vorstellt. Er ist das Brot des Lebens für die Menschen (Johannes Kapitel 6) und das Licht für die Welt (Kapitel 8). Er ist der gute Hirt, der sich für seine Schafe opfert (Kapitel 10). Er ist die Auferstehung und das Leben selbst (Kapitel 11). Er ist der Weg, auf dem wir zu Gott kommen (Kapitel 14) und er ist der wahre Weinstock (Kapitel 15). Wenn wir mit ihm verbunden bleiben, bleiben wir mit Gott verbunden. Johannes eröffnet sein Buch mit einem großartigen Vorwort (Johannes Kapitel 1, Verse 1 - 18). Es ist ein Loblied, ein Hymnus, in dem als Auftakt zu allem Folgenden die unvergleichliche Bedeutung und Würde von Jesus Christus besungen und beschrieben wird: BasisBibel

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Vorwort

Vorwort

In ihm und nur in ihm können wir Gott selbst erkennen, denn er kommt von Gott. Bevor die Welt geschaffen wurde, war er schon bei Gott und zu Gott kehrt er wieder zurück. Er ist das Licht und das Leben für die Menschen und ist auf die Erde gekommen, um den Menschen den Weg zu Gott zu öffnen.

leeren Grabes versteht und glaubt, dass Jesus auferstanden ist (20,1 - 10). Dadurch ist er der zuverlässige Zeuge für Jesus, der durch sein Buch auch nach seinem Tod in der Welt weiterwirkt (21,20 - 24).

Die irdische Geschichte von Jesus beginnt mit Johannes dem Täufer, der Berufung der ersten Jünger und dem ersten wunderbaren Zeichen bei der Hochzeit in Kana (1,19 - 2,12). Wir hören von wachsenden Spannungen zwischen Jesus und den jüdischen Behörden und vom wachsenden Unverständnis der Menschen gegenüber dem Anspruch und dem Auftrag von Jesus. Gleichzeitig erfahren wir von vielen Menschen, die zum Glauben an Jesus kommen. Der Weg von Jesus führt schließlich zum Tod am Kreuz und zu seiner Auferstehung. Dieser letzte Abschnitt seines Weges beginnt mit der Auferweckung des Lazarus (11,1 - 44). Jetzt zeigt sich: Jesus ist der Herr über Leben und Tod. Und genau so, wie er Lazarus das Leben schenkt, gibt er sein eigenes Leben freiwillig und selbstbestimmt hin. Mit seinem Tod am Kreuz ist das Lebenswerk von Jesus vollendet. Das Kreuz ist bei Johannes deshalb nicht der Tief-, sondern der Höhepunkt seines Lebensweges, durch den Jesus zugleich in die Herrlichkeit Gottes erhoben wird. Obwohl sich die Gute Nachricht nach Johannes ausdrücklich auf einen Augenzeugen beruft (21,24), wissen wir nicht sicher, wer ihr Verfasser ist. An keiner Stelle nennt er seinen Namen, aber er taucht an verschiedenen Stellen in seinem Buch selbst auf: Er ist der Jünger, den Jesus besonders liebte. Er liegt beim letzten Mahl an der rechten Seite von Jesus (13,23 - 25). Er steht unter dem Kreuz, als Jesus stirbt (19,25 - 27), und er ist der erste, der beim Anblick des 6

BasisBibel

Nach Meinung vieler Forscher ist das Buch zwischen 90 und 100 n. Chr. entstanden. Es ist ursprünglich in Griechisch abgefasst. Diese Sprache war in der antiken Welt so weit verbreitet wie Englisch in unserer Zeit. Seit dem 2. Jahrhundert schreibt man das Werk Johannes, dem Sohn von Zebedäus zu, von dem an anderer Stelle in der Bibel berichtet wird. Nach Markus 1,20 und Lukas 5,10 war er einer der ersten Jünger von Jesus. Nach Matthäus 10,2 und Markus 3,17 gehörte er zu den zwölf Jüngern, die Jesus besonders nahe standen. Johannes schreibt seinen Bericht, damit die Menschen zum Glauben kommen und im Glauben festbleiben, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist. Wer das glaubt, hat durch Jesus das ewige Leben. Der Bericht, den Johannes damals aufgeschrieben hat, verkündet auch uns heute die Gute Nachricht von Jesus, dem Sohn Gottes. Er lädt auch uns ein, an ihn zu glauben. Deshalb ist dieser Bericht noch einmal neu übersetzt worden, und zwar so, dass er sich auch für die neuen Medien, den Computer und das Internet, eignet. Wie Johannes den Menschen seiner Zeit die Gute Nachricht in ihrer Sprache erzählt hat, so will die neue Übersetzung dir seinen Bericht in der Sprache und mit den Mitteln unserer Zeit nahebringen. Deshalb gibt es die BasisBibel nicht nur als Buch, sondern auch als Multimedia-Programm und im Internet unter www.basisbibel.de.

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Vorwort

Der Bericht von Johannes ist ebenso spannend wie anregend. Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Buch am Stück zu lesen. So kannst du ganz neu erfahren, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Als kleine Hilfestellung haben wir am Schluss dieses Buches einen Bibelleseplan abgedruckt, der dich in 35 Tagen durch den kompletten Bericht von Johannes führt. Die Botschaft von Jesus Christus ist immer noch aktuell. Sie ist für uns heute genauso wichtig wie für die Menschen damals. Probier es aus. Das Lesen dieses Buchs kann dein Leben verändern!

Johannes 1

Die Gute Nachricht nach Johannes Jesus Christus – das Wort Gottes

1 Von Anfang an gab es den, 1 der das Wort ist. Er, das Wort, gehörte zu Gott.

Und er, das Wort, war Gott in allem gleich. 2 Dieses Wort gehörte von Anfang an zu Gott. 3 Durch dieses Wort wurde alles geschaffen. Und nichts, das geschaffen ist, ist ohne dieses Wort entstanden. 4 Er, das Wort, war zugleich das Leben in Person. Und dieses Leben bedeutete das Licht für die Menschen. 5 Das Licht leuchtet in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht überwältigen.

6Ein Mensch trat auf,

den Gott gesandt hatte. Er hieß Johannes. 7 Dieser Mensch trat als Zeuge für das Licht auf. Alle sollten durch ihn zum Glauben kommen. 8 Er selbst war nicht das Licht. Aber er sollte als Zeuge für das Licht auftreten. 9 Er, der das Wort ist, war das wahre Licht. Es ist in diese Welt gekommen und leuchtet für alle Menschen.

10 Er, das Wort, war schon immer

in dieser Welt. Diese Welt ist ja durch ihn entstanden. Aber sie erkannte ihn nicht. 11 Er kam in seine eigene Schöpfung. Aber die Menschen, die er geschaffen hatte, nahmen ihn nicht auf. 8

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–Wort: Gemeint

ist das Wort, durch das Gott die Welt erschaffen hat. Der griechische Begriff für Wort ist im Unterschied zum Deutschen nicht sächlich, sondern männlich.

–Licht: Das Licht

ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht.

–Glaube: � –Wahrheit:

»Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt.

–diese Welt: Die

Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Die Menschenwelt ist in der Vorstellung des Neuen Testaments vom Bösen beherrscht. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

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–Glaube:

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

–Wort: � –Herrlichkeit:

Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt sich die Bibel auch als strahlenden Lichtglanz vor.

Johannes 1

Johannes 1

12 Aber wer sich ihm öffnete,

18 Kein Mensch hat Gott jemals gesehen.

denen verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden. – Das sind alle, die glauben, dass er im Auftrag Gottes handelt. – 13 Kinder Gottes wurden sie nicht durch ihre natürliche Geburt. Auch nicht, weil ein Mensch es wollte oder weil sie einen Mann zum Vater haben. Kinder Gottes wurden sie allein dadurch, dass Gott ihnen das wahre Leben schenkt.

14 Er, das Wort, wurde ein Mensch.

wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.

Er lebte bei uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Es war die Herrlichkeit, die ihm der Vater gegeben hat – ihm, seinem einzigen Sohn. Er war ganz erfüllt von Gottes Gnade und Wahrheit.

–Wahrheit: �

15 Johannes trat als sein Zeuge auf.

–Gnade: Gott

–Mose: Heraus-

ragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.

–Gesetz: Die

Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.

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BasisBibel

Er rief: »Diesen habe ich gemeint, als ich sagte: ›Nach mir kommt einer, der weit über mir steht. Denn lange vor mir war er schon da.‹«

16 Aus seinem Reichtum

hat er uns beschenkt – mit der Gnade, die von Gott kommt. 17 Durch Mose hat Gott uns das Gesetz gegeben. Aber in Jesus Christus ist uns Gott selbst begegnet mit seiner ganzen Gnade und Wahrheit.

Nur der Eine, der selbst Gott und Stellvertreter des Vaters ist – der hat uns über ihn Auskunft gegeben.

ERSTER TEIL: WER JESUS IST Das erste öffentliche Auftreten von Jesus Was Johannes über sich selbst zu sagen hat

19 Und so bezeugte Johannes,

wer er selbst war: Aus Jerusalem sandten die jüdischen Behörden Priester und Leviten zu Johannes. Sie sollten ihn fragen: »Wer bist du eigentlich?« 20 Er antwortete frei heraus wahrheitsgemäß. Er bekannte: »Ich bin nicht der Christus.« 21 Da fragten sie ihn: »Wer dann? Bist du Elija?« Er sagte: »Nein, der bin ich nicht.« »Bist du der erwartete Prophet?« Wieder antwortete er: »Nein.« 22 Sie fragten ihn weiter: »Wer bist du? Wir müssen doch denen, die uns geschickt haben, Auskunft geben. Was sagst du selbst denn über dich?« 23 Er antwortete: »Ich bin, was der Prophet Jesaja vorausgesagt hat:

–Christus / Messias: Wörtlich

»der Gesalbte«. Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.

–bezeugen:

Gemeint ist: eine polizeiliche Aussage machen, vor Gericht aussagen.

–Leviten: Die

Leviten haben bestimmte Aufgaben im Gottesdienst zu erfüllen. Sie gelten ebenso wie die Priester als Nachkommen des Stammvaters Levi.

–Elija: Prophet

aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v.Chr.

–Prophet:

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

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