Design Work \\
Armin Warnecke
Oktober 2013 \\ Alle Rechte vorbehalten \\ Copyright Š Armin Warnecke \\
01 Person - Vita
Im Januar in Hamburg geboren
Highschool in Minnesota, USA
Englisch Lehrer für „Helen Doron Early English“
Abitur am Gymnasium Buckhorn, Hamburg, Volksdorf
Zivildienst als mobiler, sozialer Hilfsdienst (MSHD)
1. Bewerbung an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel
2. Bewerbung, Student der Muthesius Kunsthochschule, Kiel
6
1990 2006-07 2007-10 2009 2009-10 2010 2010-2011
Bachelor of Arts - Industrie Design Student an der Muthesius, Kiel
7
2011-2014
Person - vita Geboren in Hamburg im Januar 1990 war mein Leben schon früh von kreativen Menschen geprägt. Ob Musikunterricht, Kunstkurse, selbst gebaute Möbel oder restaurierte Fahrräder, meine Interessen waren sehr vielfältig. Nach meinem Auslandsjahr in den USA rückte der Schulabschluss immer näher und einhergehend damit auch die Frage nach dem weiteren Weg. Mein Interesse an Gestaltung bestimmte zunächst die Suche in allen Designrichtungen. Die Kombination von Technik und Gestaltung im Industriedesign verkörperte für mich die perfekte Gelegenheit meine Leidenschaft in eine sinnvolle Richtung zu bringen.
8
9
Darum Unsere Zukunft kann weder berechnet noch vorhergesehen werden. Die einzige Mรถglichkeit uns auf die Zukunft vorzubereiten oder sie vorherzusehen ist, sie selbst zu gestalten.
05
06
06
05
05
05
05
05
05
05
04
04
04
04
03
03
03
04
03
03
03
02
02
02
02
03
Person - Vita \\
05
Projekte \\ „Salis“ - „Wirf mir mal bitte das Salz rüber“ - freies Projekt \\
13
„Urban Tree“ - Anpassungsfähigkeit - 3. Semester \\
21
„R.6“ - Handarbeit an 100.000 Tonnen - 4. Semester \\
29
„Perspektivwechsel“ - Wie nehmen wir unsere Welt wahr? - 5. Semester \\
43
„Quickstart first aid“ - Erste Hilfe in der Tasche - freies Projekt \\
57
Informationen \\
63
Behind the Projects - Ein kleiner Blick hinter die Projekte \\
67
01 02 03 04 05 06 07 08
02 Winter 2011 \\ Freies Projekt \\ Kooperationsprojekt mit Carl Mertens \\
Salis
14
15
Wirf mir mal bitte das Salz rüber! „Salis“ wird mit nur einer Daumenbewegung vom stillen Arrangement zum einsatzbereiten Salzstreuer. Inspiriert durch den Ansatz „reichst du mir mal das Salz“ haben wir beschlossen den Streuer so zu gestalten, dass er die Übergabe zwischen den Nutzern vereinfacht. Die Form erlaubt es ihm gerollt zu werden, jedoch findet er auf der Aussparung einen festen Stand. Der Streuer wagt den Spagat zwischen einem Neugier erweckenden Objekt und einem zur Interaktion anregenden Tisch Accessoire.
Kooperationsprojekt mit Danny Stoermer
16
Konzept Um Salis zu öffnen, schiebt man die innere Kugel einfach mit einer Daumenbewegung so weit es geht zurück. In der Ruheposition werden die Löcher von einem um die Öffnung der oberen, äußeren Kugelhälfte eingelassenen Fließ verschlossen.
17
salz nachfüllen Der Verschlussdeckel des Salzbehälters ist einfach herausnehmbar, sobald die äußeren Hälften entfernt werden.
18
19
„tendence“ und klingenmuseum Im Zuge des Kooperationsprojekts mit Carl Mertens („Tableware/Tablewear“) stellten wir im Deutschen Klingenmuseum aus sowie auf der Tendence Messe in Frankfurt.
03 Sommer 2012 \\ 3. Semester \\ Dipl.-Des. Imke St端ven \\ Dipl.-Des. G端nter Pries \\
Urban Tree
22
23
Anpassungsfähigkeit Das “Urban Tree” Bankkonzept kann im öffentlichen und halböffentlichen Raum seiner jeweiligen Nutzung und Umgebung angepasst werden.
Kooperationsprojekt mit Danny Stoermer
24
25
Modulares System Basieren auf einem Aluminium Strangpressprofil werden die ebenfalls so produzierbaren Module von beiden Seiten aufgeschoben. Abstandshalter in der Schiene verhindern das Verrutschen von Modulen und sch端tzen die Schienen vor Verschmutzung. Sobald alle gew端nschten Module platziert sind wird das Basismodul an beiden Seiten mit einem Deckel und mechanischen Widerhaken verschlossen. Um die auf den vorigen Seiten dargestellte Bank zusammenzustellen braucht man die unten aufgezeigten Komponenten.
26
Urbane Beleuchtung Die kunstvolle Illumination von Gebäuden verhilft nicht nur (alten) Fassaden zu einem nächtlichen neuen Gesicht, sondern lässt Passanten auch die Umgebung besser begreifen. Das Bankkonzept „Urban Tree“ verteilt unter sich einen auf beide Seiten der Bank gestreckten Lichtkegel. Dieser soll keine bestehende Beleuchtung ersetzen, jedoch einen nicht unbedingt gut beleuchteten Park auch im Dunkeln erahnen lassen oder eine Promenade sanft beleuchten.
27
04 Winter 2012 \\ 4. Semester \\ Prof. Detlef Rhein \\
R.6 - Schweissbrenner Konzept
30
31
Handarbeit an 100.000 Tonnen In Zukunft werden wir, wie auch heute schon, weiterhin auf Schiffe angewiesen sein. Ob bei Offshore-Windparks oder Ressourcengewinnung auf See, Schiffe wird es noch lange geben. Ausschlaggebend für die Entscheidung, sich mit diesem Feld genauer zu beschäftigen, war der Größenkontrast zwischen Erschaffern (Menschen) und dem fertigen Produkt. Ein im Produktionsprozess essenzieller Vorgang ist der des Schweissens. In vielen Bereichen wird heutzutage schon vollautomatisch und nur kontrolliert von Menschen geschweisst, doch viele Nähte sind unzugänglich oder gar nur mit der Flexibilität eines Menschen erreichbar. Selbst bei einer perfekten Planung wird der Mensch aus dem Schweissprozess auf lange Sicht nicht wegzudenken sein.
Bildquelle: Schleswig-Holstein.de
32
33
das szenario Die Ansatzpunkte meiner Projektarbeit waren zum Einen die vertikale und horizontale Schweissrichtung am Rumpf über weite Distanzen und die Arbeit mit dem Schweissgerät an schwer zugänglichen Einsatzorten – genauer, um die Handhabung des Schweissbrenners in solchen Situationen. Das starre, unflexible Design herkömmlicher Brenner zwingt den Schweisser in nicht ergonomische und teilweise ungesunde Haltungen. Das Schweissbrenner Konzept R.6 erweitert den Bewegungsradius des Schweissers, indem es den stabilen Griff um flexible Teile
erweitert. Der durch drei Sensoren kontrollierte Brennerhals kann sich innerhalb von 100° in vertikaler Richtung bewegen. Um die Flexibilität voll ausschöpfen zu können, ist der Schlauchansatz ebenfalls beweglich. So kann der Brenner ohne das Gewicht des Schlauches bewegt werden, welches zusätzlich durch ein optionales Klettband etwas weiter unten am Schlauch getragen werden kann. Legt man das Klettband um den Arm, kann das Gewicht des Schlauches vom Handgelenk abgewandt und mehr Präzision erlangt werden.
34
Die Sensoranordnung ermöglicht durch die Verteilung unter- und oberhalb des Halses zu jeder Zeit zwei Messpunkte.
1
2
3
4
5
Auch manuelles Schweissen ist mit R.6 möglich, indem durch kurzes Drücken des UI die Sensorik abgeschaltet wird. Zum Ansetzen der Schweissnaht kann die Sensorik durch gedrückt halten des Buttons pausiert werden. Die Sensorik ermöglicht eine Fokussierung der Aufmerksamkeit. Die Stelltechnik steuert den Hals immer im erforderlichen Winkel zum Rumpf. Die Automatik lässt sich durch ein kurzes Drücken des UI abschalten.
1
35
der schweissProzess Das Problem, das sich beim Schweissen längerer vertikaler Nähte zeigt, ist die Starrheit herkömmlicher Geräte. Für eine perfekte Schweissnaht ist es wichtig, stets im selben Winkel zwischen Brennerhals und Material zu arbeiten. Um einen Abschnitt von einer Position aus schweissen zu können, muss der Schweissbrenner umgefasst werden. R.6 nimmt sich dieses Problems an und erweitert die natürliche Beweglichkeit durch bewegliche Elemente am Griff.
2
3
4
5
36
Automatic Nozzle Orientation Concept
37
38
39
Das Model Der Griff ist in zwei Hälften aufgeteilt und von beiden Seiten negativ genoppt. Die mit den Schalen bündigen Zylinderschrauben sichern die Hälften aufeinander und somit das raue Gummi-Inlay an seinem Platz für besseren Halt. Der Trigger kann sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder mit dem Zeigefinger einfach betätigt werden. Das UI wird, genau wie die drei Sensoren, als einzelnes Teil mit einem simplen Nut-Feder-System zwischen die aufeinanderliegenden Hälften gesteckt. Nicht ganz so simpel ist die flexible Aufhängung des Technikverdecks des Halses, dass sich je nach Ausrichtung des Halses am oberen Ende oder am Unteren aufrollt. Da der Schlauch einen beweglichen Anschluss an den Brennergriff ansetzt, muss das Griffende, das sich, wie das UI, zwischen die Hälften stecken lässt, einen flexiblen und starren Teil haben.
40
41
Die weitere Entwicklung Nach der ursprünglichen Gestaltung des Schweissbrenners auf der Grundlage der Informationen aus den Bereichen Ergonomie, Technik und Funktion, folgte eine Weiterentwicklung des Griffes und einiger Details auf Grund der Erkenntnis, dass der Schlauchansatz am oberen Ende des Griffes besser aufgehoben ist. Obwohl der Zug des Schlauches den Schwerpunkt des Griffes nach unten und den Griff in eine vertikale Position bringt, ist die Handhabung, Drahtführung im Gerät und Schlauchführung am Körper des Schweissers angenehmer und unkomplizierter, sobald der Schlauch den Griff am oberen Ende verlässt.
05 Sommer 2013 \\ 5. Semester \\ Prof. Frank Jacob \\
Perspektivwechsel
44
45
Wie nehmen wir unsere Welt wahr? Wie nehmen wir unsere Welt wahr? Was nehmen wir wahr? Fragen, die sehr weit ausgeführt werden könnten, doch darauf, welche Bestandteile unserer Welt wir wahrnehmen, liegt an dieser Stelle das Hauptaugenmerk. Die aus der Recherche dieser Fragen gewonnene Erkenntnis, dass nur das Sichtbare zu zählen scheint, ist einschneidend. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Gestaltung und Ordnung im Kontext der urbanen Infrastruktur, sind alles Begriffe und Bereiche, die im öffentlichen Bewusstsein manifestiert werden. Beim genaueren Hinschauen spielt dabei die Erde und der Boden auf dem wir stehen erst eine Rolle, wenn der Mensch beeinträchtigt wird. Sofern keine allzu mächtige Lobby im Wege steht, wird schon viel für die Verringerung des CO²-Ausstoßes getan, um die Belastung der Atmosphäre zu minimieren. Doch um den Öldurst zu Stillen, werden Kunststoffkügelchen kilometertief in die Erde gepumpt. Atommüll wird scheinbar achtlos in die „sichere“ Tiefe befördert in der Annahme, er würde uns nicht mehr gefährlich werden.
Wenn wir in der Gesamtheit mehr über das Weltall wissen als über unseren eigenen Planeten, öfter auf dem Mond als in der Tiefsee waren und Umweltschutz auf den sichtbaren Teil unseres Planeten beschränken, liegt die Antwort nahe, dass wir unsere Welt fast ausschliesslich überirdisch wahrnehmen.
46
47
wie sieht unsere welt von innen aus? Was bringt eine funktionierende Atmosphäre, wenn der Boden unter den Füssen unbrauchbar ist?! Das Projekt „Perspektivwechsel“ entwickelte sich auf der Basis, den Eingriff des Menschen in die Erde als Verletzung anzusehen. Gedankenspiele, wie die von Menschen geschaffene unterirdische Infrastruktur wohl aussähe, und Fragen nach dem Ausmaß des menschlichen Eingriffs in den Planeten Erde brachten mich näher zu dem Schluss, zur Verdeutlichung Vergleiche mit natürlichen Tiefen zu stellen. Zum Einen wurde über das „Kola Deep Drilling Project“ der UdSSR, das den Rekord für Tiefbohrung bis 2008 hielt. Zum Anderen eine Animation über die Tau Tona Goldmine in Südafrika, nahe Johannesburg, die die Größte ihrer Art ist.
48
Wir sehen immer nur die Oberseite!
Was passiert unter unseren Füssen?
Wäre die Erde Transluzent, könnte man die nähere Infrastruktur sehen.
49
Wie transportiere ich das thema? Um das Thema und die Wichtigkeit dieser Arbeit zu transportieren entschied ich mich, ein Erlebnis zu gestalten. Der Präsentationsort war die Jahresausstellung der Muthesius Kunsthochschule.
UMDREHEN! Die Infrastruktur als positive Körper darstellen.
Erlebnis! ... Raum im Raum? Installation? Bildschirm?
Ergreifende Darstellung! Sicher geglaubten Boden unter den Füssen wegnehmen!
Tests!
50
51
projektionstests Um dem Betrachter diese Inhalte so ergreifend wie möglich zu präsentieren, experimentierte ich mit verschiedenen Positionen des Betrachters. Die „Couch-Position“, Normalposition zum betrachten von Fernsehern oder anderen Informationsquellen, erschien zu belanglos und zu sehr an das Problem, nicht die Erde zu bedenken, angelehnt. Schließlich entschied ich mich, den Blick des Betrachters gezielt auf den Boden zu lenken während dieser sich unter den Füssen zu bewegen schien.
52
53
Das Ausstellungserlebnis Das zentrale Stück des Ausstellungsobjekts war die mit Präsentationsfolie bezogene Acrylglasplatte. Von unten wurde, über einen Spiegel, die Animation an den „Boden“ projeziert, sodass kein Schatten der darauf stehenden Person die Animation überdeckte.
54
4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4
Ruhezustand, Licht an das Licht geht aus die Animation beginnt zwei Sekunden später langsamer Zoom auf sich drehende Erde massiver Zoom In auf den Zielort Flug über die Landschaft bis zur Mine langsamer Zoom in den Bohrturm sich beschleunigend ab der Erdoberfläche drehung am Ende des Bohrlochs stehen auf dem unteren Ende des Bohrlochs Blick „nach unten“ am Loch vorbei Flug zurück an die Erdoberfläche, Füsse voran Drehung und Blick zurück auf Erde Fade-Out zum Startbildschirm
55
Webcam (Bewegungsmelder)
V4 Solid State Relais Lampen
Bild-/ Videomaterial
V4 (Computer)
Arduino Board
Beamer
56
0,00
www.vimeo.com/70277817
0,18
0,49
1,02
1,16
1,20
1,41
1,44
57
Die Animation Man betrat einen grell erleuchteten Raum, der sich beim Betreten durch eine Webcam getriggert verdunkelte, und die Animation unter den eigenen FĂźssen erscheinen lieĂ&#x;.
1,54
2,11
2,22
2,34
2,38
2,42
2,50
2,57
3,08
06 Fr端hjahr 2013 \\ freies Projekt \\
Quickstart 1st Aid
60
61
ausgangspunkt Augenzeugen sind die Ersten an einem Unfallort, zusammen mit ihren Smartphones. Sofort an Ort und Stelle einen Krankenwagen rufen zu können hat oftmals über Leben und Tod entschieden. Doch um mehr Informationen für die nahenden Retter bereithalten zu können, müssen die Menschen am Unfallort wissen, wie man einen Puls richtig misst, die stabile Seitenlage anwendet oder sogar einen Menschen wiederbelebt. In einer Gesellschaft, in der Wissen von überall und sofort abrufbar ist, findet eine Entwicklung vom „Wissen haben“ hin zu „Wissen finden“ statt. In unserem Global Village ist es nicht unbedingt selbstverständlich, in einer Notsituation den regional richtigen Notruf zu kennen. Mit der zunehmenden Integrierung unserer Smartphones in den Alltag scheint die Frage offen zu stehen, warum wir uns nicht auch gerade in Notsituationen von rationalen Informationen leiten lassen, die wir immer bei uns tragen können.
62
63
Den Puls einer Person richtig messen Smartphone-Hersteller setzen mittlerweile auf sogenannte Quickstart-Menüs, die ohne die jeweilige App aufrufen zu müssen, bestimmte Bedienungselemente beinhalten. Solche Menüs sind zum Teil auch benutzbar, ohne das Telefon entsperren zu müssen. Der perfekte Ort für erste Hilfe Apps.
Stabile Seitenlagen, Wiederbelebungsmethoden und Notrufbutton, die immer die richtige Nummer wählen sind Applikationen, die tatsächlich Leben retten könnten. Am Beispiel eines IPhones: Pulsmessung
07 Informationen
66
www.arminwarnecke.com
67
Digitales Mein Portfolio erreichen Sie online 端ber den QR-Code auf der linken Seite oder unter: www.arminwarnecke.com Eine PDF-Ausf端hrung bekommen Sie gerne per Email. F端r weitere Fragen k旦nnen Sie mich auf folgenden Wegen kontaktieren: contact@arminwarnecke.com
+49 172 2817 110
08 Ein kleiner Blick hinter die Projekte
behind the Projects
70
71
72
73
„do your work. don‘t be stupid.“ Author: unknown
// Design Work
Armin Warnecke