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argovia philharmonic - Programmheft 1. Abo-Konzert «A Sound Cathedral»

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1. ABO-KONZERT A SOUND CATHEDRAL

2026

17.09. Aarau Alte Reithalle

18.09. Leticia Moreno Violine Ilja Völlmy Orgel Josep Vicent Chefdirigent argovia philharmonic

Baden Kurtheater

19.09. Aarau Alte Reithalle

20.09. Aarau Alte Reithalle

Residenzorchester Alte Reithalle Aarau


Energie für den Aargau IMPRESSUM Herausgeber argovia philharmonic Kasernenstrasse 28 5000 Aarau Tel. 062 834 70 00 info@argoviaphil.ch www.argoviaphil.ch Redaktion und Layout Linda Schumacher Werktexte Dr. Franziska Gallusser Titelseite Leticia Moreno (Foto: Omar Ayyashi) Fotocredits S. 12 Fethi Karaduman S. 16 Omar Ayyashi S. 20 zVg S. 22/26/27 Patrick Hürlimann Druck AEW Energie AG merkur medien ag Obere Vorstadt 40 4900 Langenthal Postfach www.merkurmedien.ch CH-5001 Aarau Auflage T +41 62 834 21 11 1600 Exemplare info@aew.ch 2

www.aew.ch


Programm Leticia Moreno Violine Ilja Völlmy Orgel Josep Vicent Chefdirigent argovia philharmonic

Fazıl Say (*1970)

ca. 31’ Konzert für Violine und Orchester «1001 Nights in the Harem» I II III IV

Allegro – Cadenza Allegro assai – Cadenza Andantino (ohne Satzbezeichnung) – Coda (Andantino)

PAUSE

Camille Saint-Saëns (1835–1921)

ca. 20‘ ca. 36’

Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 «Orgelsinfonie» I II

Adagio – Allegro moderato, Poco adagio Allegro moderato – Presto, Maestoso – Allegro

Bitte schalten Sie vor dem Konzert Ihr Mobiltelefon auf lautlos. Bildaufnahmen sind erlaubt, sofern sie das Orchester und die Sitznachbarn nicht stören. Ton- und Videoaufnahmen des Konzerts sind nur mit Einwilligung erlaubt. 3


Supplements Konzerteinführung Jeweils 45 Minuten vor dem Konzert wird das Programm unter die Lupe genommen. In Aarau findet die Konzerteinführung im Odd Fellow-Haus der Schenkenberg-Loge Nr. 15 am Apfelhausenweg 10 statt, in Baden im Neuen Foyer. Wir danken der Schenkenberg-Loge Nr. 15 Aarau herzlich für die unentgeltliche Überlassung ihres Refektoriums für die Durchführung unserer Konzerteinführungen.

Speis & Trank rund ums Konzert Aarau: Besuchen Sie die Bar im Stall (ab 60 Minuten vor Konzertbeginn, in der Pause und nach dem Konzert) oder geniessen Sie einen Drink im Foyer (nur während der Pause). Baden: Die Bar im Sachs Foyer ist vor dem Konzert und in der Pause geöffnet.

Kinderclub für 8- bis 11-Jährige In diesem Workshop tauchen Kinder in die Orchesterwelt ein und besuchen anschliessend gemeinsam die zweite Konzerthälfte. Nur auf Anmeldung. Infos unter: www.argoviaphil.ch/kinderclub

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Daten September 2026 Do

Fr

Sa

So

17 18 19 20

19.30 Uhr

Aarau

18.45

Alte Reithalle

19.30 Uhr

Baden

18.45

Kurtheater

19.30 Uhr

Aarau

18.45

Alte Reithalle

17.00 Uhr

Aarau

16.15

Alte Reithalle

Herzlichen Dank Wir bedanken uns bei unseren Geldgebern und Sponsoren, die uns während der ganzen Saison unterstützen und unsere Tätigkeiten überhaupt erst ermöglichen – eine vollständige Übersicht finden Sie am Ende dieses Programmheftes.

Engagieren auch Sie sich für das argovia philharmonic: www.argoviaphil.ch/engagement 5


Kultur.

Bild: Patrick Hürlimann

Recht ist

Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen und alle künstlerischen Arbeiten sind unverzichtbar und tragen wesentlich zur Lebensqualität im Aargau bei. Angesichts geplanter politischer Kürzungen im Kulturbereich sind Private, Stiftungen und Firmen umso mehr aufgerufen, kulturelle Organisationen grosszügig zu unterstützen. Schärer Rechtsanwälte geht voran und unterstützt das argovia philharmonic seit mehr als 20 Jahren.

Schärer Rechtsanwälte Hintere Bahnhofstrasse 10 CH-5001 Aarau www.5001.ch


Liebes Publikum Mit grosser Freude starten wir gemeinsam mit unserem Chefdirigenten Josep Vicent in seine erste vollständige Saison beim argovia philharmonic. Das 1. Abo-Konzert steht sinnbildlich für das Saisonmotto «Passionate Roots». Im ersten Teil spielen wir gemeinsam mit der grossartigen Geigerin Leticia Moreno das Violinkonzert unseres Composer in Residence Fazıl Say. Dieses Werk ist repräsentativ für seinen unverwechselbaren Kompositionsstil. Es zeigt die Verwurzelung der klassischen Musik sowohl im asiatischen als auch im europäischen Kulturraum und verbindet diese beiden Welten auf eindrückliche Weise. Nach der Pause richtet sich der Fokus auf eines der grössten Projekte dieser Saison: Saint-Saëns’ Orgelsinfonie im Konzertsaal, ergänzt durch die Live-Übertragung des Orgelparts aus der Stadtkirche Aarau, gespielt von Ilja Völlmy. Mit der Projektion und Live-Übertragung erhält das Konzert eine zusätzliche Dimension, die zugleich für die digitale Verwurzelung des argovia philharmonic steht. Zum Auftakt der Saison möchte ich an dieser Stelle unseren öffentlichen und privaten Geldgebern herzlich danken. Sie machen eine Konzertsaison wie diese überhaupt erst möglich und tragen dazu bei, dass wir nicht nur in den Zentren präsent sind, sondern im gesamten Kanton – von Rheinfelden bis Beinwil, von Zofingen bis Wettingen. Die Gesellschaft braucht Kultur. Und Kultur braucht die Gesellschaft. Herzlich, Ihr

Simon Müller Intendant

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PIANO DISTRICT SAISON 2026 / 2027 ABONNEMENTSKONZERTE IN DER DRUCKEREI BADEN Samstag, 24. Oktober 2026 19.30 Uhr

ANTON MEJIAS Bach

Samstag, 21. November 2026 19.30 Uhr

BENJAMIN GROSVENOR Gubaidulina, Mozart, Beethoven, Scriabin, Liszt, Chopin

Samstag, 30. Januar 2027 19.30 Uhr

MAGDALENE HO Haydn, Schumann, Scriabin, Liszt, Medtner

Samstag, 27. Februar 2027 19.30 Uhr

MISHKA RUSHDIE MOMEN Beethoven, Ravel, Byrd, Schubert

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Vorverkauf:

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online www.pianodistrict.ch / email: karten@pianodistrict.ch Telefonischer Kontakt Ticketing: 056 521 47 77 Druckerei Baden: Stadtturmstrasse 19, 5400 Baden www.pianodistrict.ch Abendkasse / Bar: ab 18.30 Uhr

PIANO DIS

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1. ABO-KONZERT WERKBESCHRIEB FA ZIL SAY

Orientalische Klangwelten Fazıl Say (*1970)

Konzert für Violine und Orchester «1001 Nights in the Harem» I II III IV

Allegro – Cadenza Allegro assai – Cadenza Andantino (ohne Satzbezeichnung) – Coda (Andantino)

«Tausendundeine Nacht», die Sammlung morgenländischer Geschichten, ist ein Klassiker der Weltliteratur. Im Zentrum steht Scheherazade, die nur eine Möglichkeit hat, ihr Leben zu retten und ihren tyrannischen Gatten, den Sultan Schahriar, zu besänftigen: Sie erzählt ihm Geschichten. Denn Schahriar hat die Hinrichtung jeder neuen Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit befohlen, um sich gegen einen möglichen Ehebruch abzusichern. Scheherazades Erzählungen nehmen die Fantasie des Sultans jedoch so stark gefangen, dass 10

er die Ermordung von Tag zu Tag hinausschiebt und schliesslich seine grausame Anweisung ganz aufhebt. Die Faszination für diesen Stoff hat zahlreiche Komponisten zu Kompositionen angeregt – etwa Johann Strauss (Sohn) zu seinem Walzer (1871), Nikolai Rimski-Korsakow zu seiner Sinfonischen Suite «Scheherazade» (1888) und Maurice Ravel zu seiner Konzertouvertüre (1898). Und sie hält bis heute an. 2007 widmete sich auch der türkische Allrounder Fazıl Say dem Stoff: Sein Violinkonzert «1001 Nights in the


Harem» ist zwar nicht als direkte Vertonung der Erzählung angelegt, bezieht aus ihr aber wesentliche Anregungen. Geschrieben hat er das Werk seiner Kammermusikpartnerin, der moldawischen Violinistin Patricia Kopatchinskaja, geradezu «auf den Leib». Welche Welt uns dabei begegnen soll, erläutert Say im Vorwort der Partitur: «Mein Violinkonzert besteht aus vier Sätzen, die ihre Anregung lose aus Scheherazades Erzählungen in den Märchen von tausendundeiner Nacht

beziehen. Der erste Satz spielt sich im Innern eines Harems ab. Vorgestellt werden verschiedene Harems-Frauen in ihrer je unterschiedlichen Persönlichkeit. Der zweite Satz ist ein einziges Tanzvergnügen – sozusagen eine Party-Nacht mit unterschiedlichsten Arten von Tanzmusik. Der dritte Satz spielt am darauffolgenden Morgen und besteht zu einem wesentlichen Teil aus Variationen über ein berühmtes türkisches Lied. Der vierte Satz beginnt zwar dramatisch, doch im weiteren Verlauf ent-

Scheherazade und Sultan Schahriar (Ferdinand Keller, 1880)

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wickelt er sich immer mehr zu einem Nachklang auf das ganze Geschehen, und so endet das Werk mit sinnlich orientalischen Klängen, träumerisch und glücklich.» Say geht es also weniger darum, eine konkrete Episode aus «Tausendundeine Nacht» musikalisch nachzuerzählen, als vielmehr darum, eine imaginierte Welt zum Klingen zu bringen und ihre Atmosphäre einzufangen. Eine besondere Rolle kommt dabei der Violine zu: Sie ist nicht nur Soloinstrument, sondern – in Says eigenen Worten – jene, welche «die Geschichte erzählt» und uns durch das gesamte Werk führt. Zwischen den Sätzen erklingen ausgedehnte Solokadenzen, teilweise begleitet von einzelnen Schlaginstrumenten.

Der türkische Komponist und Pianist Fazıl Say

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Gerade hier zeigt sich die besondere Klangwelt des Konzerts. Say greift neben dem klassischen Orchester nämlich auf türkische Schlaginstrumente wie Kudüm, Bendir und Darbuka zurück – eine Klangkombination, die man im Schweizer Konzertsaal nicht alle Tage zu hören bekommt. Die orientalische Klangfarbe dient dabei nicht als folkloristisches Dekor, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil von Says musikalischer Sprache. Und so zeigt sich der Komponist hier einmal mehr als musikalischer Grenzgänger, der unterschiedliche musikalische Welten miteinander verbindet: die europäische Klassik, die Musik seiner türkischen Heimat und eine unverkennbar eigene, moderne Tonsprache.


1. ABO-KONZERT WERKBESCHRIEB CAMILLE SAINT-SAËNS

«Symphonie avec orgue» Camille Saint-Saëns (1835–1921)

Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 «Orgelsinfonie» I II

Adagio – Allegro moderato, Poco adagio Allegro moderato – Presto, Maestoso – Allegro

Zu seinen Lebzeiten genoss Camille Saint-Saëns hohes Ansehen als Pianist und Organist. In der Zeit von 1858 bis 1877, als er die Position des Organisten an der bedeutenden Église de la Madeleine in Paris innehatte, kam er – nicht zuletzt dank seiner einzigartigen Improvisationen – zu grosser Berühmtheit. Scharenweise reisten Musiker:innen aus ganz Europa zu den Gottesdiensten, um sich einen Höreindruck von dem begnadeten Interpreten zu verschaffen. Im April 1877 trat Saint-Saëns vom Posten an der Madeleine zurück, nachdem es zu einem Zerwürfnis mit dem Vorstand gekommen war. Nun hatte er Zeit, sich auf das Komponie-

ren zu konzentrieren. Aus seinem umfangreichen Œuvre von mehr als 300 Werken ragt besonders seine dritte Sinfonie heraus, die sogenannte «Orgelsinfonie». Saint-Saëns widmete den Druck des Werks seinem am 31. Juli 1886 verstorbenen Freund und Förderer Franz Liszt, der ihn einst als der «hervorragendste, ausserordentlichste Herrscher des Orgelspiels» beurteilt hatte. Die beiden kannten sich bereits seit 1852, als der 17-jährige Saint-Saëns gerade Organist von Saint-Severin in Paris geworden war. Der österreichisch-ungarische Komponist und Tastenvirtuose sollte musikalisch einen nachhaltigen 13


SO 20. SEPT 2026

ALEXEI VOLODIN UND CLAIRE HUANGCI SA 31. OKT 2026

OLIVER SCHNYDER TRIO SO 22. NOV 2026

AMIHAI GROSZ UND BENJAMIN HOCHMAN SA 5. DEZ 2026

ZURICH CHAMBER SINGERS SO 17. JAN 2027

JULIA FISCHER QUARTETT SO 7. MÄRZ 2027

DANIEL HOPE UND OLIVER SCHNYDER SO 4. APRIL 2027

BLÄSERSOLISTEN AARGAU SA 29. MAI 2027

CELLO NIGHT MIT STÉPHANIE HUANG SA 12. JUNI 2027

MAXIMILIAN HORNUNG UND HISAKO KAWAMURA


Einfluss auf den 24 Jahre jüngeren Kollegen ausüben. So hat Liszts Formempfinden auch Saint-Saëns geprägt – wie dessen «Orgelsinfonie» beweist: Die Idee der «Mehrsätzigkeit in der Einsätzigkeit» kam Saint-Saëns vermutlich durch Liszts h-Moll-Sonate. Vor diesem Hintergrund ist auch die Form der Sinfonie zu verstehen, die statt aus vier Sätzen lediglich aus zwei grossen besteht. Auch das Einführen einer musikalischen «Keimzelle», die dann immer wieder auftaucht und variiert wird, erinnert an Liszt: In der «Orgelsinfonie» setzte Saint-Saëns so die «Dies irae»-Sequenz ein. In dem Werk tritt die Orgel kaum solistisch in Erscheinung, sondern ist Teil des sinfonischen Ganzen, worauf bereits der von Saint-Saëns bestimmte Titel hinweist: «Symphonie avec orgue». Es handelt sich dabei also um eine Komposition «mit» und nicht «für» Orgel. Innerhalb des orchestralen Bezugsrahmens setzte Saint-Saëns das Instrument aber ganz gezielt und gekonnt als ergänzende Klangfarbe ein. Zum ersten Mal ist die Orgel im zweiten Teil des ersten Satzes zu vernehmen. Wie ein Klang aus der Ferne ertönt sie diskret im Hintergrund: Auf regelrecht magische Art und Weise eröffnet sich mit ihrem Einsatz eine völlig neue, zauberhafte Klangwelt. Im energischen ersten Teil des zweiten Satzes überrascht ein anderes Tasteninstrument: Prominent und virtuos kostet

Saint-Saëns die Möglichkeiten des Klaviers aus. Die geschickte Kombination beider Instrumente findet sich im glanzvollen Maestoso im Finale. Während die Orgel wirkungsvoll das vorherrschende Hauptthema aufnimmt, erscheint das Klavier (nun vierhändig) mit einer Melodie, die an das zeitgleich entstandene «Aquarium» aus dem «Karneval der Tiere» erinnert. Mit seiner dritten Sinfonie ist es Saint-Saëns gelungen, die Orgel als Instrument vollkommen in das Orchester zu integrieren. Und so erstrahlt sie am Ende gemeinsam mit dem gesamten Instrumentalapparat in majestätischer Grösse. Texte: Dr. Franziska Gallusser

Camille Saint-Saëns, 1900 © Pierre Petit

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1. ABO-KONZERT KÜNSTLERBIOGR AFIE LETICIA MORENO

Leticia Moreno Violine

Die als aussergewöhnlich spannende und vielseitige Geigerin anerkannte Leticia Moreno «fesselt Publikum und Kritik gleichermassen mit ihrem natürlichen Charisma, ihrer Virtuosität und ihrer tiefen interpretatorischen Kraft». Ihre ausdrucksstarke Kunst und ihre souveräne Bühnenpräsenz haben ihr Zusammenarbeiten mit vielen der weltweit führenden Dirigenten eingebracht, darunter Zubin Mehta, Gustavo Dudamel, Esa-Pekka Salonen, Paavo Järvi, Vladimir Ashkenazy, Christoph Eschenbach, Yuri Temirkanov, Krzysztof Penderecki und Peter Eötvös. Sie ist mit renommierten Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Los Angeles Philharmonic, der St. Petersburg Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem National Symphony Orchestra in Washington, dem Mariinsky Orchestra und der Academy of St Martin in the Fields aufgetreten und ist regelmässig bei den grossen spanischen Sinfonieorchestern zu Gast. In der Saison 2025/26 präsentierte Moreno ihr gefeiertes Kammermu-

sikprojekt Bach in the Jungle beim Enescu Festival und beim Montreux-Vevey Festival, in dem sie die Verbindungen zwischen Bach und südamerikanischen klassischen Traditionen erkundete. Sie spielte Jimmy López Bellidos «Aurora» mit dem Orquesta Sinfónica de Tenerife und Pablo González sowie Lalos «Symphonie espagnole» mit dem Orchestre du Capitole de Toulouse unter Jonathan Nott. Weitere Höhepunkte waren Auftritte mit dem Singapore Symphony Orchestra mit Szymanowskis Violinkonzert Nr. 2 beim Festival de Morelia sowie mit Vivaldi mit dem Berlin Chamber Orchestra und dem Orquesta Sinfónica Nacional del Perú. Zu den letzten Spielzeiten gehörten Auftritte mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel, dem NHK Symphony Orchestra und Paavo Järvi in Tokio, dem NCPA Orchestra in Peking mit Vladimir Ashkenazy sowie dem Philharmonia Orchestra mit Paavo Järvi. Ausserdem brachte sie Jimmy López Bellidos «Aurora» mit dem Houston Symphony und Andrés Orozco-Estrada zur Uraufführung und spielte 17


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das Werk später in Lima, wodurch sie ihre künstlerischen Verbindungen zu Lateinamerika weiter vertiefte. Als leidenschaftliche Kammermusikerin hat Moreno mit Sol Gabetta, Bertrand Chamayou, Kirill Gerstein, Alexander Ghindin, Lauma Skride, Mario Brunello, Leonard Elschenbroich, Ksenija Sidorova und Maxim Rysanov zusammengearbeitet. Ihre Diskografie umfasst Piazzolla bei Deutsche Grammophon, aufgenommen in den Abbey Road Studios und im Emil Berliner Studio mit dem London Philharmonic Orchestra und Andrés Orozco-Estrada, sowie Spanish Landscapes und Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 mit dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra und Yuri Temirkanov. Moreno studierte bei Zakhar Bron, Maxim Vengerov und Mstislaw Rostropowitsch an der Escuela Supe-

rior de Música Reina Sofía in Madrid, der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Guildhall School of Music and Drama in London. Sie war das jüngste Mitglied der Alexander von Humboldt-Stiftung und gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter Szeryng, Concertino Praga, Novosibirsk, Sarasate und Kreisler; ausserdem wurde sie als Echo Rising Star ausgezeichnet. Moreno wurde in Spanien mit peruanischen Wurzeln geboren und 2012 von Ihren Majestäten dem König und der Königin von Spanien mit dem Premio Princesa de Girona Artes y Letras ausgezeichnet. Sie pflegt enge Verbindungen zu Lateinamerika, wohin sie regelmässig zurückkehrt, um dort aufzutreten und dessen musikalisches Erbe zu fördern. Leticia Moreno spielt eine Violine von Nicola Gagliano aus dem Jahr 1762.

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1. ABO-KONZERT KÜNSTLERBIOGR AFIE ILJA VÖLLMY

Ilja Völlmy Orgel Ilja Völlmy wurde 1982 im heutigen St. Petersburg (Russland) geboren. Mit sieben Jahren begann er Klavier zu spielen; zur Orgel fand er im Alter von 16 Jahren. Von 2001 bis 2006 studierte er am Staatlichen Konservatorium St. Petersburg Orgel und Klavier. Ab September 2006 setzte er seine Ausbildung an der Royal Academy of Music in London fort (Orgelklasse David Titterington). Dieses Nachdiplomstudium schloss er im Juni 2008 mit Auszeichnung ab. Danach war er ein Jahr lang als Organ Fellow (Assistent) an der Royal Academy tätig. Im Jahr 2019 absolvierte er an der Hochschule der Künste Bern den Specialized Master in Neuer Musik und Komposition (Klasse von Daniel Glaus). Sein Repertoire umfasst Werke aus unterschiedlichen Stilepochen, mit besonderem Schwerpunkt auf der Orgelmusik des 20./21. Jh., insbesondere der zeitgenössischen Musik. Im Februar 2008 spielte er im Rahmen des Messiaen-Festivals am Londoner Southbank Centre Olivier Messiaens «Livre d’Orgue». Darüber hinaus trat er beim City of London Festival, dem London Handel Festival, dem Festival «Grand Orgue» in Karelien sowie beim Spitalfields Festival auf.

Seine bisherigen Engagements führten ihn nach England, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Russland, in die Ukraine, die Slowakei, nach Estland, Finnland, Schweden und Kasachstan. Er trat u. a. als Solist mit dem Orchester Liestal und dem Orchester Gelterkinden auf und spielte im Rahmen des Internationalen Orgelsymposiums Zürich (2011), der Zürcher Orgelnacht, des Musikfestivals Bern sowie des Basler Orgelfestivals. Er engagiert sich regelmässig in interdisziplinären Projekten, etwa mit dem «Chants russes Duo» (Orgel und Cello), in Formationen mit Orgel, Schlagzeug und Saxophon, Orgel und Pantomime sowie in Koproduktionen mit dem Ensemble «Ultraschall». Von 2009 bis 2025 war Völlmy Organist an der Stadtkirche Liestal. Dort ist er weiterhin als Präsident des von ihm gegründeten Vereins «Liestaler Orgelmusik» aktiv. Zwischen 2018 und 2022 war er zudem in St. Petersburg für die Plattform für Neue Orgelmusik «Organum Novum» tätig. Seit November 2025 ist Ilja Völlmy Kudrjavtsev Hauptorganist der Stadtkirche Aarau. 21


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1. ABO-KONZERT KÜNSTLERBIOGR AFIE JOSEP VICENT

Josep Vicent Chefdirigent

Josep Vicent ist seit der Saison 2025/26 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des argovia philharmonic. Weiter ist er Gründer sowie künstlerischer und musikalischer Leiter der ADDA Simfònica Alicante (Spanien). Seit 2014 verbindet ihn eine prägende künstlerische Zusammenarbeit mit La Fura dels Baus und Carlus Padrissa als Musikdirektor. Darüber hinaus ist er seit 2024 Residenzdirigent des Festival Berlioz (Frankreich) und seit 2015 Associate Musical Director des Ljubljana Festivals. Als international gefragter Dirigent arbeitet Vicent regelmässig mit führenden Orchestern Europas, Asiens und Amerikas, darunter das London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic, Radio Filharmonisch Orkest, Mariinsky Theatre Orchestra, Orchestre National de France, Orquesta Nacional de España, WDR Sinfonieorchester, Orchestra Sinfonica di Milano sowie bedeutende nationale Orchester in Belgien, Chile und Brasilien.

Sein künstlerisches Profil ist geprägt von einer aussergewöhnlichen stilistischen Offenheit zwischen klassischem Repertoire, zeitgenössischer Musik und Crossover-Formaten. Diese Haltung spiegelt sich in regelmässigen Kooperationen mit international renommierten Solist:innen wie Maria João Pires, Pinchas Zukerman, Fazıl Say, Katia & Marielle Labèque, Joaquín Achúcarro, Pablo Sáinz Villegas, Patrick Messina, Paquito D’Rivera, Denis Kozhukhin, Juan Pérez Floristán, Antonio Serrano, Leticia Moreno, Ramón Vargas, Joe Alessi und Plácido Domingo wider. Vicent dirigierte Produktionen an führenden Opernhäusern und Festivals weltweit, darunter Teatro Colón, Teatro Real Madrid, Gran Teatre del Liceu, Théâtre Royal de La Monnaie, Oper Leipzig, Mariinski-Theater und Teatro de la Maestranza. Sein Repertoire umfasst zentrale Werke von Massenet, Rossini, Poulenc und Montsalvatge ebenso wie interdisziplinäre Projekte, die Musik, Theater und Performance 23


Wonderfully harmonious

Die Küche ist das Herz jeder Wohnung und ein echter Lebensmittelpunkt. Wir bei Franke gestalten Küchensysteme nach den Bedürfnissen der Menschen, die sie täglich nutzen. Mit unserem Gespür für das Wesentliche, unserer Leidenschaft für Perfektion und unserer mehr als 100-jährigen Erfahrung setzen wir Standards bei der Küchentechnik. Entdecken Sie mehr auf Franke.ch


verbinden. Besonders prägend sind seine langjährigen Projekte wie Carmen, El amor brujo, Romeo & Juliet sowie Kooperationen mit Chick Corea, die international auf Tournee gingen. Neben seiner dirigentischen Tätigkeit entwickelte Vicent bedeutende institutionelle und künstlerische Leitungsrollen, darunter als künstlerischer Leiter des APG/Xenakis Festivals, Chefdirigent des Balearen-Sinfonieorchesters sowie über fünfzehn Jahre als künstlerischer und musikalischer Leiter des World Orchestra of Jeunesses Musicales mit weltweiten Tourneen auf vier Kontinenten. Für seine kulturellen und humanitären Initiativen in Afrika und Asien sowie seine internationale Konzerttätigkeit – einschliesslich Auftritten in der Berliner Philharmonie – wurde er von Federico Mayor Zaragoza (UNESCO) zum Botschafter der Stiftung Culture of Peace ernannt. Ein zentrales Merkmal seiner Arbeit ist die kontinuierliche Erweiterung des symphonischen Repertoires durch interdisziplinäre und crossover-orien-

tierte Projekte. Zahlreiche Komponisten haben ihm Werke gewidmet; in der Saison 2026/27 dirigiert er mehrere Uraufführungen, unter anderem von Tan Dun, Fazıl Say, David del Puerto und Albert Guinovart. Mit der ADDA Simfònica hat Vicent eine international profilierte Orchesteridentität aufgebaut, die regelmässig auf Tourneen in Europa und Asien präsentiert wird. Nach einer jüngsten Konzertreise mit Stationen in Osaka und Tokio wird das Orchester 2028 erneut in Japan auftreten. Seine umfangreiche Diskografie erscheint bei Deutsche Grammophon, Warner Classics und Aria Classics. Zu den aktuellen Veröffentlichungen zählen eine Einspielung mit dem London Symphony Orchestra und dem Cellisten Gregorio Nieto sowie das Album Brahms/ Berio mit Patrick Messina und der ADDA Simfònica. Die Stadt Alicante ernannte ihn zum Kulturbotschafter.

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Orchesterbesetzung 1. VIOLINE Ulrich Poschner 1. Kzm. Simone Roggen 2. Kzm. Mireille Lesslauer Stv. Kzm. Bozidar Ljubin Angelika Limacher-Scheibler Sari Erni-Ammann Susanne Dubach Gleditsch Mira Migliorese Stefan Glaus N. N.* 2. VIOLINE Michael Salm* Solo-Violine II Sergej Novoselić Stv. Stf. Marianna Szadowiak Lucie Koci* Ursina Anna-B. Schnyder Sonia Rodriguez* Kathrin Jakob Cristina Amato

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VIOLA Lech Antonio Uszynski* Solo-Viola Andreas Fischer Stv. Stf. Xiao Bürgi-Ma Katarzyna Duz-Bielec Nadiya Husar Barbato Dominik Klauser VIOLONCELLO Orlando Theuler Solo-Violoncello Regula Schüpbach Stv. Stf. Nico Prinz Giulia Ajmone-Marsan Yoon Woo Solme Hong* KONTRABASS N. N.* Solo-Kontrabass David Brito Stv. Stf. Koichi Kosugi Elmar Kremsa


FLÖTE Miriam Terragni Solo-Flöte Barbara Stoessel-Gmür Piccolo Karoline Renner*

TROMPETE Marc Jaussi Solo-Trompete Corrado Bossard Markus Graf*

OBOE Sergio Simón Álvarez Solo-Oboe Edoardo Pezzini Englischhorn Cosimo Conti*

POSAUNE Pedro Silva Solo-Posaune N. N.* Christoph Bolliger Bassposaune

KLARINETTE Francesco Negrini Solo-Klarinette Eva Polgar Nicola Katz* Bassklarinette

TUBA Pius Wey Solo-Tuba

FAGOTT Gerardo Fernandez Solo-Fagott Brigitte Leutenegger altern. SoloFagott Povilas Bingelis* Kontrafagott

SCHLAGZEUG Pascal Iten Solo-Schlagzeug Markus Zeisler* Roman Condriuc* Aykut Köselerli* Türk. Trommel

HORN Elia Bolliger Solo-Horn Thomas Zimmermann Noé Lehmann Stv. Solo-Horn Wolfgang Drechsler

* Zuzügerinnen und Zuzüger

PAUKEN Michael Juen Solo-Pauke

HARFE Lea Magdalena Knecht Solo-Harfe KLAVIER UND CELESTA N. N.*

Änderungen vorbehalten. 27


AUSBLICK UNSERE KONZERTE OKTOBER

ARGOVIA PHILHARMONIC PRÄSENTIERT MUSIKKOLLEGIUM WINTERTHUR Julia Hagen Violoncello Andreas Ottensamer Leitung Musikkollegium Winterthur

OKTOBER 2026 Fr

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19.30 Uhr Aarau Alte Reithalle

Franz Schreker Intermezzo für Streichorchester op. 8 Benjamin Britten Sinfonie für Violoncello und Orchester op. 68

Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

ARGOVIA PHILHARMONIC UNTERWEGS KLANG DER ELEMENTE Felizia Bättig, Agata Lazarczyk, Simone Roggen und Cosima Weidmann Violinen Ruben Jais Leitung argovia philharmonic Georg Philipp Telemann «Hamburger Ebb und Fluth» Suite TWV 55:C3

OKTOBER 2026

15 Sa 17 So 18 Do

19.30 Uhr Villmergen Röm.-kath. Kirche

19.30 Uhr Beinwil am See Löwensaal

19.30 Uhr Brugg Ref. Stadtkirche

Georg Friedrich Händel Concerto grosso HWV 313 op. 3 Nr. 2 Antonio Vivaldi Konzert für vier Violinen h-Moll op. 3 Nr. 10

Georg Friedrich Händel «Feuerwerksmusik» HWV 351

Informationen zu allen Konzerten finden Sie auf der Website www.argoviaphil.ch. 29


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PRIVATE PROJEKT- UND KONZERTSPONSOREN Hans und Lina Blattner Stiftung, Aarau Anne und Manfred Halter, Erlinsbach Jean und Esther Häuptli, Aarau Rohr F. G. Pfister Kultur- und Sozialstiftung, Suhr Jürg Schärer und Laurene Schärer-Lindstrom, Aarau Ruth & Edith Suter-Stiftung, Aarau Maya und Peter Wanner, Würenlos

FREUNDE DES ARGOVIA PHILHARMONIC, EXKLUSIV-, GÖNNER- UND KONZERTMITGLIEDER

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Die AKB wünscht mitreissende Konzerte voller unvergesslicher Momente akb.ch


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