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ERKER 10 2026

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Erker Der

Jahrgang 38 - Oktober 2026

Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement Einzelnummer 0,75 Euro G.D. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1,1 - Fil. Bozen - Postgebühr bar bezahlt

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

Politik | Kandidatur nicht ausgeschlossen Wirtschaft | Aus dem BBT auf die Piste? Sport | Unglaubliche Leistung!


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RATSCHINGS RACINES

WINTER » 04.12.26 - 04.04.27

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Erker 10/26


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Impressum

Editorial

Der Erker erscheint monatlich in einer Auflage von über 7.200 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St., Eintragung im ROC: Nr. 005454 Bürozeiten: 8.00 - 12.00 Uhr 14.00 - 17.00 Uhr Freitagnachmittag geschlossen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Eigentümer und Herausgeber: WIPP-Media GmbH

Europa steht derzeit vor weitreichenden Herausforderungen und tiefgreifenden Umbrüchen. Unser Kontinent ist großen Verwerfungen ausgesetzt: Eine zutiefst verunsicherte Gesellschaft trifft auf eine Politik, die oft satt und müde wirkt und zu selten klare Antworten auf die Fragen und Sorgen der Bürger findet. Das führt zu Orientierungslosigkeit, stärkt die extremen rechten, aber auch die linken Ränder und lässt unser demokratisches Gefüge bröckeln. Die alten Volksparteien haben einen schweren Stand und kämpfen um ihre Daseinsberechtigung. Die Nachkriegsordnung, mit der die meisten von uns groß geworden sind, gehört der Vergangenheit an. Die Welt hat sich im ersten Viertel des neuen Jahrhunderts grundlegend verändert. Das spüren wir in vielen Lebensbereichen. Unberechenbare, oft wenig manierliche und zu viele autokratische Weltenlenker bestimmen zunehmend unser Dasein. Vor 80 Jahren stand Europa ebenfalls vor kaum überschaubaren Herausforderungen und im ersten Nachkriegsjahr vor einem heute für uns kaum vorstellbaren Scherbenhaufen. Doch aus den Trümmern der Nachkriegszeit entwickelten sich in Europa rechtsstaatliche Demokratien und starke Sozialpartnerschaften. Auch für uns Südtiroler wurden damals die Weichen gestellt: Im September 1946 wurde in Paris der Grundstein für unsere Autonomie gelegt – eine politische Errungenschaft, um die uns heute viele beneiden. Ja, das Jahr 1946 war ein Jahr des Aufbruchs, wie Sie in dieser Ausgabe des Erker gleich mehrfach nachlesen können: Damals erwachte im Land ein blühendes Vereinswesen, das die Menschen wieder zusammenbrachte: Der Alpenverein wurde gegründet, der Tennisclub Sterzing und die Polisportiva Vipiteno-Sterzing, um nur drei zu nennen. Der Polisportiva, die mit ihren vielen Sektionen im ganzen Bezirk auf eine rundum erfolgreiche Geschichte zurückblickt, widmen wir unsere aktuelle Titelgeschichte. Seit acht Jahrzehnten bringt sie Menschen an den Sport heran und überwindet dabei Sprachgrenzen.

Redaktionsanschrift: Der Erker Neustadt 20 A, 39049 Sterzing Tel. 0472 766876 I info@dererker.it www.dererker.it facebook.com/erker.sterzing/ Instagram: dererker_zeitschrift_wipptal Presserechtlich verantwortlich: Renate Breitenberger (rb) Chefredakteur: Ludwig Grasl (lg) ludwig.grasl@dererker.it Redaktion: Barbara Felizetti Sorg (bar) barbara.felizetti@dererker.it Renate Breitenberger (rb) renate.breitenberger@dererker.it Sportredaktion & Lektorat: Barbara Felizetti Sorg (bar) sport@dererker.it Redaktion italienischer Teil: Silvia Pergher (sp) silvia.pergher@dererker.it Sekretariat & Werbung: Barbara Fontana barbara.fontana@dererker.it Grafik & Layout: Alexandra Martin grafik@dererker.it Mitarbeiter dieser Nummer: Heinrich Aukenthaler, Lorenz Grasl (log), Karl-Heinz Sparber, Caterina Fantoni (cf), Chiara Martorelli (cm), Dario Massimo (dm) Titelseite: © Edi Orrasch/ Polisportiva AVI Druck: Tezzele by Esperia, Bozen

Spannende Einblicke erwarten Sie außerdem in einem Gespräch mit Bezirkspräsident Martin Alber, das unsere Redakteurin Renate Breitenberger geführt hat. Der Bürgermeister von Brenner und kaum einmal um eine Antwort verlegene Lokalpolitiker spricht mit ihr u. a. über den Pflegenotstand, Interreg-Projekte, den Dauerbrenner Verkehr und das nicht immer einfache Verhältnis zur Stadtgemeinde Sterzing sowie das verloren gegangene Vertrauen zu seiner Amtsvorgängerin. Und fast schon beiläufig bringt er sich für 2028 als möglicher Landtagskandidat in Stellung. Mit kryptischem Ausblick. Doch bis dahin, liebe Leserinnen und Leser, fließt noch viel Wasser den Eisack hinunter.

Preise: Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 44 Euro; Jahresabo Ausland 75 Euro. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Für den Inhalt von Anzeigen gewerblicher Art zeichnet die Redaktion nicht verantwortlich. Eingesandte Bilder und Texte verbleiben im Eigentum der Redaktion. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigung jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

- Chefredakteur Erker 10/26

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© SickLevel Production

Inhalt

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© Mike Heider

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48 Politik

Kultur

7 Autonomie: 80 Jahre Pariser Vertrag

45 Tagung: Welche Zukunft für das Sterzinger Moos?

14 Wipptal: Bezirkspräsident Martin Alber im Interview

48 Bauwerke: Das Tanzhaus in Sterzing

20 Freienfeld: Frist für Bettenrechte verlängert

52 Wiederentdeckung: Das älteste Siegel der Stadt Sterzing

Wirtschaft

Pagine italiane

Extra 78 Finanzen & Immobilien 88 Gesundheit & Wohlbefinden

Rubriken 3 Impressum 5 Leserbriefe 8 Aufgeblättert ...

8 Rosskopf: Bauarbeiten für Hotel begonnen

54 Attualità: 80 anni della Polisportiva

12 Laut §

18 Sterzing: Weichenstellung für Camperstellplatz

59 Eventi: Camminata gastronomica delle associazioni

38 Jugendseite Whats Upp?!

22 Kaiserbahn: Aus dem BBT direkt auf die Piste?

60 Cronaca: La scomparsa di Marco Marazzo

66 Sportpsychologie

62 Sport: Frasnelli sul podio a Sarno

98 Veranstaltungen

Gesellschaft 26 Franzensfeste: „Kein stummes Denkmal“ 28 Porträt: Von Dankbarkeit getragen 39 Stiftung: Lernen jenseits des Klassenzimmers

Sport 64 Jubiläum: 80 Jahre Tennisclub Sterzing 69 Radsport: Unglaubliche Leistung! 70 Trailrun: Nächste Extrem-Doku

36 Kinderseite

96 Sportmedizin 99 Leute 100 Jahrestage 103 Aus der Seelsorgeeinheit 104 Unterhaltung 106 Kleinanzeiger 110 Sumserin 110 Gemeinden 111 Vor 100 Jahren

Redaktionsschluss:

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15.10.26 Erker 10/26


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W r geben I rem Leben Raum.

Diamo spaztoalla Vostravit

Leserbriefe

Neue Stiege mangelhaft Die neugebaute Treppe am Stadtplatz schaut für manch einen gut aus, ist für Sehbeeinträchtigte und Blinde jedoch mangelhaft und gefährlich. Die einzelnen Stufen sind nicht markiert, z. B. mit einer farbigen Linie. Das sollte eigentlich an öffentlichen Bauwerken selbstverständlich sein. Am gefährlichsten aber ist die einzelne Stufe, von oben kommend die erste: keine Markierung, keine Möglichkeit, sich zu halten. Die Neugestaltung hat sicher einen Batzen Geld gekostet, da wäre es finanziell machbar gewesen, die Mängel von vorneherein zu vermeiden. Natürlich braucht es dafür ein gewisses Maß an Empathie und Verstand. Und ja, ich weiß, es gibt einen Aufzug, aber auch Beeinträchtigte gehen gerne zu Fuß. Und ja, ich weiß, es gibt andere Möglichkeiten, auf den Stadtplatz zu gelangen. Doch wenn schon so ein Projekt verwirklicht wird, dann bitte ordentlich. Renate Prechtl, Sterzing

Schließung der Genossenschaft „Wippland“ Mit großer Traurigkeit und Betroffenheit haben wir jetzt erfahren, dass die Genossenschaft „Wippland“ seine Tätigkeit einstellen muss. Wir möchten dem gesamten Team „Wippland“ für die letzten 15 Jahre von ganzem Herzen Danke sagen. Ihr habt ermöglicht, dass wir regionales Fleisch konsumieren durften. Ihr habt uns ermöglicht, einen kleinen Beitrag zum regionalen Kreislauf, zu gelebter Nachhaltigkeit und Tierwohl (keine Massentierhaltung, kurze Wege zum Schlachthof) zu leisten. So konnten wir auch die Bauern des Wipp- und Eisacktales unterstützen. Wir sind überzeugt davon, dass die Gastronomie und Hotellerie des Wipptales es mit Fleischbestellungen geschafft hätte, diesen mit großem Herzblut und viel Leidenschaft geführten Betrieb zu retten. Warum ist es nicht möglich, dass die Gastronomie und Hotellerie Südtirols vorrangig

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FUGGERROPPE

Neuverpachtung des Cafe,JRe,staurant im Stadttheater: startbereit für Sie! Nuova focozione del caffe/ristorante nef Tealro Clvico: prontJ per voif

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„Bettnstöppchen“ anstott „Bettnstopp“. Es werd holt olls a bissl aufgewoacht.

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Leserbriefe

solche Projekte unterstützt? Gerade die Tourismusbranche profitiert doch von Bauern, welche die Landschaft pflegen, Almen bewirtschaften und Felder mähen. Wo bitte kaufen die Wipptaler, Südtiroler Hotels und Gaststätten ihr Fleisch ein? Reicht es aus, wenn auf der Speisekarte ein Rindsfilet mit regional betitelt wird? Die Tourismusbranche, die Wirtschaftstreibenden im Land, die Politiker unserer Landesregierung sprechen häufig von Nachhaltigkeit und Regionalität. Sprechen rettet aber keinen Betrieb! Der kleine Einkauf von Privatpersonen konnte diesen seit 15 Jahren bestehenden genossenschaftlichen Betrieb leider nicht retten. Damit haben wir alle im Wipptal eine große Chance verspielt und zwar: Jungbäuerinnen und Bauern weiterhin eine Perspektive für ihren Hof zu geben und damit auch den vor Ort lebenden Menschen zu zeigen, dass die Tourismusbranche heimische Betriebe unterstützt und wirklich kleine regionale Kreisläufe bevorzugt. Am 11. September hat die Genossenschaft „Wippland“ ihre Tätigkeit eingestellt und zum letzten Mal regionales Fleisch verkauft. Unendlich schade! Leni Niedrist Franziska Grünfelder Andrea Bonell Günther Gasteiger Andreas Röck

60 Jahre „Anschlag“ auf die Steinalm Am 9. September 1966 kamen bei einer Explosion in der Kaserne der Finanzpolizei auf der Steinalm nahe dem Brenner die Finanzbeamten Herbert Volgger und Martino Cossu ums Leben.

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Leutnant Franco Petrucci erlag wenige Tage später seinen Verletzungen. Bis heute werden die Freiheitskämpfer Jörg Klotz, Richard Kofler, Alois Larch und Alois Rainer für die Explosion verantwortlich gemacht. Doch die vorliegenden Beweise zeichnen ein anderes Bild: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war die Explosion kein Anschlag, sondern ein Unfall. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb, die damaligen Anschuldigungen endlich richtigzustellen und die beschuldigten Freiheitskämpfer moralisch zu rehabilitieren. Der Militärhistoriker Dr. Hubert Speckner zeichnete in umfangreichen Studien minutiös nach, was sich am 9. September 1966 ereignete: ein Unfall, der verpackt als Anschlag bald den Südtiroler Freiheitskämpfern in die Schuhe geschoben wurde. Gutachten und Experimente von Sprengstoffexperten, die erst vor einigen Jahren durchgeführt wurden, bestätigten die Unfallhypothese eindeutig. Die Explosion vor 60 Jahren wurde sehr wahrscheinlich durch einen unbeabsichtigten Schuss ausgelöst. Das Projektil traf demnach eine Kiste mit 64 Handgranaten und brachte sie zur Explosion. Dass ein solcher Unfall technisch möglich war, versuchte der österreichische Sachverständige Oberst Alois Massak bereits in den ersten Mailänder Prozessen nachzuweisen. Seine Gutachten trugen dazu bei, dass die Angeklagten zunächst freigesprochen wurden. Erst im Berufungsverfahren 1976 änderte sich die Bewertung. Massak war daran nicht mehr beteiligt. Besonders brisant ist die Rolle des italienischen Hauptgutachters Teonesto Cerri. Jahre später wurde ihm nachgewiesen, im Auftrag italienischer Geheimdienste Beweismaterial unterschlagen

und manipuliert zu haben. Da- nenblume stolze 3,5 m in den mit sollten Anschläge Linksex- Himmel. Ein wirklich imposanter tremisten angelastet werden. Blickfang! Auch weitere Erklärungen der italienischen Anklage lesen sich wie ein Abenteuerroman. Demnach sollen die Freiheitskämpfer Stranezza die Sprengladung unbemerkt an mehreren Wachen und Wach- sul nuovo ponte hunden vorbei in die Kaserne geschmuggelt haben. Danach sollen sie – wieder an Hunden und Menschen vorbei – von dannen gezogen sein. Das Märchen des blutrünstigen Anschlags ist bis heute die offizielle Lesart Italiens. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher, die Freiheitskämpfer endlich zu rehabilitieren. Sie können sich heute nicht mehr selbst verteidigen. Umso mehr ist es eine Frage der historischen Gerechtigkeit, dass endlich die Wahrheit ausgesprochen wird. Stefan Zelger, Büroleiter und Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit

Rekordverdächtig!

Erker-Leser Martin Fassnauer aus Ridnaun hat uns dieses beeindruckende Foto zugeschickt: In seinem Garten ragt eine Son-

Sulle foto (spero sufficientemente esplicative) si vede una stranissima, nonché incomprensibile disposizione del percorso per l‘accesso al nuovo ponte di legno nel centro di Mareta. Per i pedoni provenienti dal lato nord è impossibile l‘accesso immediato su tale percorso. Bisogna andare avanti per circa 10 metri e poi ci si può immettere. Lo stesso vale per il ritorno. La cosa non mi ha dato inizialmente fastidio se non qualche giorno fa, in quanto momentaneamente disabile, fare questi 20 metri circa in più mi è pesato enormemente. Mi basterebbe capirne la motivazione. Ringrazio la vostra rivista per tutto quel che ci dà. Carolina Longobardi, Mareta


80 Jahre Pariser Vertrag PARIS, 1946

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Pariser Vertrag

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Am 5. September 1946 wurde in Paris Geschichte geschrieben: Der österreichische Außenminister Karl Gruber und der italienische Ministerpräsident Alcide De Gasperi unterzeichneten den Pariser Vertrag (Gruber-De-Gasperi-Abkommen). Das nun 80 Jahre alte Abkommen legte das völkerrechtliche Fundament für die Südtirol-Autonomie und sicherte der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung den Schutz ihrer kulturellen Identität und wirtschaftlichen Eigenständigkeit. Bei den Verhandlungen mit dem österreichischen Außenminister in Paris mit dabei war auch eine junge Südtiroler Delegation und mit ihr der Widerstandskämpfer, Journalist und SVP-Politiker und Friedl Volgger (1914 – 1997) aus Ridnaun. Volgger, der die Gräuel des NS-Regimes im Konzentrationslager Dachau überlebt hatte, brachte ein tiefes Gespür für Gerechtigkeit und politischen Realismus nach

Paris mit. Gemeinsam mit Vertretern wie dem späteren SVPObmann Otto von Guggenberg bildete er das beratende Kernteam vor Ort. In einer von Misstrauen geprägten Nachkriegszeit bewiesen Volgger und seine Mitstreiter außergewöhnliches Verhandlungsgeschick. In einem Gespräch mit dem Erker sagte Friedl Volgger einmal: „Die Südtiroler haben im Laufe ihrer Geschichte sehr viel Glück gehabt.“ Heute ist das vor 80 Jahren geschlossene Abkommen und die sich seither laufend weiterentwickelnde Autonomie der Grundstein für den Wohlstand und das friedliche Zusammenleben der Sprachgruppen im Lande. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums würdigten auch die beiden Staatsoberhäupter Sergio Mattarella und Alexander Van der Bellen beim offiziellen Festakt im Kurhaus von Meran die historische Tragweite dieses Vertrages. lg Erker 10/26

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geblättert ... vor 30 Jahren im Erker

Auf

10/1996 In seiner Titelgeschichte befasst sich der Erker mit einem sensationellen Gräberfund am Fuße des Burghügels von Reifenstein: Bei Kanalisierungsarbeiten wird eine bajuwarische Grabstätte mit Baumsärgen aus dem 6. bzw. 7. Jahrhundert n. Chr. freigelegt.

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Aktuell

Rosskopf

Bauarbeiten begonnen © FB/Tatjana Ossanna

Wirtschaft

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Vertrauen herstellen Der Erker spricht mit Dr. Georg Rammlmair, dem neuen Präsidenten des Weißen Kreuzes, über die Neustrukturierung der Rettungsorganisation und die verstärkte Ausbildungstätigkeit. –––––

Wipptaler im Ruhrgebiet Viele junge Wipptaler wanderten vor rund 60 Jahren ins Ruhrgebiet aus. Im Kohlenpott fanden sie, was es in den 60er Jahren in Südtirol kaum gab: Arbeit. –––––

Sonderheft Daten – Fakten – Kommentare: Vor 30 Jahren edierte der Erker zu Beginn der Fußballmeisterschaft ein Sonderheft und stellte alle Mannschaften im Detail vor. –––––

Die Bauarbeiten für den neuen Hotelbetrieb am Rosskopf wurden im September aufgenommen. Statt eines ursprünglich geplanten Vier-Sterne-Hotels soll nun auf einer Meereshöhe von 1.890 m unterhalb des „Sterzinger Hauses“ lediglich ein EinStern-Haus entstehen. Das Bauvolumen wurde auf 12.424 m3 reduziert und liegt damit knapp unter der Schwelle von 12.500 m3, ab der eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) greifen würde. In der betreffenden Tourismuszone

wären rund 30.000 m3 Bauvolumen zulässig, mehr als doppelt so viel wie aktuell geplant. Eine schrittweise Entwicklung – in Bezug auf die Größe genauso wie auf die Klassifizierung – könnte somit langfristig genau jene Dimensionen erreichen, die jetzt vermieden werden. Zeitlichen Druck machten die aktuellen Bestimmungen zum Bettenstopp: Bestehende Bettenrechte sind Ende September verfallen, sofern keine Baugenehmigung vorlag.

Golfplatz angedacht Mit Freienfelds Bürgermeister Adolf Zihl unterhält sich der Erker über die Sportstätten-Situation in seiner Gemeinde: „Eine Golfanlage wäre ein großer Gewinn.“

• Sterzing: landesweit höchste Ozonbelastung • Tauziehen um Oberschulgebäude • Wipptal: Erdgasleitung gefordert • Thumburg: Größte Reithalle Südtirols • Langläufer werden zur Kassa gebeten

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TED ERGEBNIS SEPTEMBER Wünschen Sie sich für das Wipptal einen Badesee? DIE OKTOBER - FRAGE Sind Sie in einem Verein tätig?

NEIN

34 %

JA

66 %

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ULTIMO

APPARTAMEN

© BBT

Durchgehend fertiggestellt

Die westliche Hauptröhre des BBT ist über ihre gesamte Länge von 55 km fertiggestellt. Dieser große Zwischenschritt mit wichtiger symbolischer Bedeutung wurde am 25. August mit dem Durchschlag durch die Tunnelbohrmaschine „Wilma“ erreicht. Von der Sillschlucht bei Innsbruck bis nach Franzensfeste fügen sich nun zahlreiche einzelne Tunnelabschnitte zu einer durchgehenden Tunnelröhre zusammen. Die Freude darüber ist sowohl in Südtirol als auch im Bundesland Tirol groß. „Der Durchbruch ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in diesem europäischen Großprojekt, das Grenzen überwindet und Menschen verbindet und gerade deshalb für unsere Europaregion von großer Bedeutung ist“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Mit der Fertigstellung der ersten Hauptröhre des BBT machen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Brenner Digital Green Corridor. Mehr Kapazität, mehr Züge und mehr Güter auf der Schiene bedeuten einen konkreten Nutzen für Südtirol, Tirol und die gesamte europäische Brennerachse“, betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider. „Ein Ergebnis, das

durch die Arbeit Tausender Menschen möglich geworden ist, denen unser Dank gilt.“ Aktualisierter Zeitplan Ob der Zeitplan für die Fertigstellung des BBT angepasst werden muss, entscheidet sich im Spätherbst. Die Betreibergesellschaft BBT SE hat angekündigt, bis dahin ein überarbeitetes Bauprogramm vorzulegen. Bislang war die Inbetriebnahme des grenzüberschreitenden Megaprojekts für das Jahr 2031 vorgesehen. Der Vortrieb des Tunnelsystems ist fast abgeschlossen, denn von den insgesamt 230 km sind mit 221 km bereits rund 96 Prozent ausgebrochen; doch der anstehende Innenausbau sorgt für Herausforderungen. Insbesondere die Abstimmungen und Arbeiten rund um die bahntechnische Ausrüstung verringern den zeitlichen Spielraum. Derzeit laufen intensive Optimierungen im Bereich der Bahntechnik, um mögliche Verzögerungen abzufangen. Das für Spätherbst angekündigte Dokument soll schlussendlich Klarheit darüber bringen, ob das Zieljahr 2031 gehalten werden kann.

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WIPPTAL-CHRONIK

SEPTEMBER 2026

Mure legt Bahnverkehr lahm

Wiesen © FF Wiesen

Traktor überschlagen Am 19. September überschlägt sich in Wiesen ein Traktor. Die verunfallte Person kann sich selbstständig aus dem Traktor befreien und wird vom Weißen Kreuz Sterzing versorgt. Die FF Wiesen sichert die Unfallstelle.

© Bergrettung Sterzing

© Ressort Infrastrukturen und Mobilität

Pflersch

Verirrte Wanderer gerettet

Am 20. September nehmen zwei Südtiroler auf dem Weg zur Hofer Alm eine Abkürzung, verlaufen sich jedoch im unwegsamen Gelände. Die Bergrettung Sterzing seilt die beiden rund 60 m über steiles Gelände bis zur Forststraße ab und bringt sie zu ihrem Auto.

Am 8. September geht nach starkem Regen und Hagel im Fuchsgraben zwischen Pflersch und Gossensaß eine Mure ab. Schutznetze fangen knapp oberhalb der Bahnlinie rund 1.000 m3 Material auf und verhindern dadurch, dass das Gleisbett beschädigt wird. Ein Teil des Gerölls ergießt sich in die Bahnunterführung. Auch in Gossensaß kommt es zu mehreren Einsätzen..

Franzensfeste

Waldbrand gelöscht

Sterzing

© FF Thuins

Motorradfahrer erheblich verletzt

Elzenbaum

Segelflieger abgestürzt Am 5. September wird auf der Penser-JochStraße ein Motorradfahrer aus Tschechien bei einer Kollision mit einem Lastwagen erheblich verletzt. Er wird vom Weißen Kreuz Sterzing versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Die FF Thuins räumt die Unfallstelle.

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Erker 10/26

Am 6. September fordert der Absturz eines Segelfliegers südlich von Elzenbaum ein Todesopfer. Manuel Unterkircher aus Natz-Schabs stürzt mit seinem Fluggerät in den Ridnauner Bach und verliert dabei sein Leben.

© Wasserrettung Brixen

Am 22. September stürzen wegen Starkwind oberhalb der BBT-Baustelle in Oberau Bäume auf eine Hochspannungsleitung, was einen Waldbrand auslöst. Von den FF Franzensfeste, Mittewald und Vahrn kann er rasch gelöscht werden. Im Einsatz stehen auch Carabinieri, Techniker, Forstbehörde sowie der Besitzer des Waldes.


Riggertal

© Ressort für Infrastrukturen und Mobilität

Form angenommen

Die Landesregierung hat vor kurzem die technischen Eigenschaften der neuen Brücke im Riggertal an der Pustertaler Staatsstraße (SS49) genehmigt. Auf der Brücke mit einer Gesamtlänge von 184 m und einer Gesamtbreite des Tragwerks von 13,85 m entsteht eine 8,60 m breite Fahrbahn und ein 3 m breiter Radweg. Für

das Projekt sind Gesamtkosten von 22,1 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem neuen Bauwerk soll ein wichtiger Abschnitt entlang einer der zentralen Verkehrsachsen des Pustertales langfristig modernisiert und an die zukünftigen Anforderungen angepasst werden.

Franzensfeste

© BBT SE

Neue Verkehrsführung freigegeben

Im August wurde die neue Zufahrtsstraße zur Fraktion Riol in Franzensfeste für den Verkehr freigegeben. Gleichzeitig wurde die alte Unterführung für den Durchgangsverkehr gesperrt, um die Arbeiten für deren teilweisen Abbruch und Wiederaufbau zu ermöglichen. Diese sind erforderlich, um die Unterführung an die neue Hochleistungs- und Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke anzupassen. Nach Abschluss der

Arbeiten wird das alte Bauwerk ausschließlich dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten sein. Die Arbeiten sind Teil des Bauloses H81, das Anfang 2025 von der Projektgesellschaft Brenner Basistunnel (BBT SE) gestartet und an die Bietergemeinschaft Unionbau-Brunner & Leiter vergeben wurde. Mit dem freigegebenen Bauabschnitt wird das erste Teilbaulos des Projektes mit einer Gesamtlänge von rund 330 m abgeschlossen. Erker 10/26

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Laut

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Aktuell

Rückerstattung von Geldsummen am Ende der Partnerschaft

Manuel D’Allura 12

Rechtsanwalt – Kanzlei D’Allura & Gschnitzer Erker 10/26

Mittewald

Schutz vor Steinen © exact ingenieure

Was geschieht mit den finanziellen Leistungen, die ein Partner während einer Lebensgemeinschaft für den gemeinsamen Lebensunterhalt oder zugunsten des anderen Partners erbracht hat, wenn die Beziehung endet? Die jüngsten Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs stellen hierzu einen klaren Grundsatz auf: Grundsätzlich können solche Leistungen nicht zurückgefordert werden. Etwas anderes gilt nur in Ausnahmefällen, insbesondere wenn die finanziellen Beiträge im Verhältnis zu den wirtschaftlichen Möglichkeiten des leistenden Partners tatsächlich unverhältnismäßig hoch waren. Viele Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammenleben, tragen während ihrer Beziehung erhebliche gemeinsame oder für den jeweils anderen Partner bestimmte Kosten. Dazu gehören beispielsweise die Rückzahlung von Darlehensraten für ein Hypothekardarlehen, das nur auf einen der Partner läuft, die Finanzierung von Renovierungsarbeiten an der gemeinsamen Wohnung, die Übernahme laufender Kosten wie Strom, Wasser und Heizung oder auch die finanzielle Unterstützung des Partners mit dem geringeren Einkommen. Nach der jüngsten Rechtsprechung sind solche Aufwendungen grundsätzlich als Ausdruck der gegenseitigen Solidarität und Unterstützung innerhalb der Lebensgemeinschaft anzusehen. Sie können daher nach dem Ende der Beziehung in der Regel nicht zurückgefordert werden. Rechtlich wird das eheähnliche Zusammenleben ohne Eheschließung als eine auf persönlicher Verbundenheit und gemeinsamer Lebensführung beruhende soziale Lebensform anerkannt. Die gegenseitigen finanziellen Beiträge erfolgen dabei grundsätzlich freiwillig und sind nicht automatisch mit einer rechtlichen Verpflichtung zur späteren Rückzahlung verbunden. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Institut der sogenannten Naturalobligation gemäß Art. 2034 ZGB. Danach kann dasjenige, was freiwillig zur Erfüllung einer moralischen oder sozialen Verpflichtung geleistet wurde, grundsätzlich nicht zurückgefordert werden. Das Zusammenleben von Partnern fällt genau unter diesen Tatbestand fallen. Es beruht typischerweise auf einer spontanen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die durch die persönliche Verbundenheit und die gemeinsame Gestaltung des Lebens geprägt ist. Die gegenseitige Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Wohnraum ebenso wie die Übernahme von Darlehensraten oder laufenden Haushaltskosten gehören grundsätzlich zu den materiellen und moralischen Fürsorge- und Unterstützungspflichten, die sich aus dem gemeinsamen Leben ergeben können. Innerhalb einer solchen Lebensgemeinschaft können daher sogenannte natürliche Verpflichtungen entstehen, deren Erfüllung nach Beendigung der Partnerschaft grundsätzlich keinen Anspruch auf Rückerstattung begründet. Entscheidend ist allerdings, dass die geleisteten Beiträge in einem angemessenen Verhältnis zum Lebensstandard der Lebensgemeinschaft sowie zu den wirtschaftlichen Möglichkeiten des leistenden Partners stehen. Anders kann die Situation daher zu beurteilen sein, wenn ein Partner Aufwendungen übernimmt, die seine finanziellen Möglichkeiten deutlich übersteigen, oder wenn es sich um außergewöhnlich hohe Zahlungen handelt, die sich nicht mehr als übliche gegenseitige Unterstützung innerhalb der Lebensgemeinschaft erklären lassen. In solchen Fällen kann unter Umständen ein Anspruch auf Rückerstattung bestehen. Wer die finanziellen Beziehungen innerhalb einer Lebensgemeinschaft anders gestalten und insbesondere eine Rückzahlung bestimmter Leistungen sicherstellen möchte, sollte dies daher vertraglich ausdrücklich regeln. Möglich ist beispielsweise ein schriftliches Schuldanerkenntnis oder eine Vereinbarung über die Rückzahlung bestimmter Beträge. Daneben können die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Gesetzes Nr. 76/2016 über eingetragene Lebenspartnerschaften und nichteheliche Lebensgemeinschaften genutzt werden, insbesondere durch den Abschluss eines Lebensgemeinschaftsvertrags (contratto di convivenza).

Weil der bisherige Steinschlagschutz beim „Thaler-Stadel-Erler“ in Mittewald nicht ausreichte, schützen nun neue Bauten Häuser und Anrainer. Zugleich ermöglichen sie eine Entwicklung des Siedlungsgebietes. Das Ingenieurbüro exact hat zusammen mit der Gemeindeverwaltung, Grundeigentümern und Anrainern ein Konzept ausgearbeitet. Als Grundlage dienten geologische Untersuchungen und Simulationen des Geologiebüros Jesacher. Zu den Schutzmaßnahmen zählen u. a. ein 165 m langer Steinschlagschutzdamm aus bewehrter Erde (Höhe bergseitig 3 m, talseitig 3,6 bis 9,6 m), ein bergseitiger Zufahrts- und Instandhaltungsweg, zwei versetzt angeordnete Steinschlagschutzzäune, 50 bzw. 70 m lang und 5 m hoch, ein 65 m langes Graben-DammSystem oberhalb des Erlerhofes, eine Stützmauer sowie die Aufweitung einer Engstelle an der Gemeindestraße. Rund 6.000 m³ Material hat die Firma Brunner & Leitner insgesamt verbaut, großteils direkt vor Ort gewonnen und wiederverwendet. Das Gesamtauftragsvolumen beträgt rund 660.000 Euro.


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Politik

„Müssen ständig darauf achten, nicht auf der Strecke zu bleiben“

Erker: Herr Alber, Ihr erstes Jahr in einem Satz? Martin Alber: Es war ein interessantes Jahr mit vielen Überraschungen. Die größte? Dass sich der Pflegenotstand im Seniorenwohnheim und im Sozialzentrum derart zuspitzt, war nicht absehbar. Die 24-Stunden-Betreuung ist derzeit nur mehr gewährleistet, da sich das eh schon stark belastete Pflegepersonal mit aufopferungsvoller Mehrarbeit dafür hergibt. Dafür gebührt ihnen Anerkennung und Dank. Als öffentlicher Arbeitgeber sind wir nicht in der Lage, mit privaten Anbietern zu konkurrieren; wir sind an arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen und Tarifverträge gebunden, die Staat, Land und Gewerkschaften vereinbaren. Die Grundgehälter müssen erhöht werden. Viele junge Arbeitskräfte scheuen Nacht-, Turnus- und Wochenenddienste und bevorzugen Bürodienste. Oder sie suchen einen Job im benachbarten Ausland. Wir stehen mit Land und Landesabteilungen in Dauerkontakt und verhandeln rigoros, um Lösungen zu finden. Die Anerkennung der staatlichen Qualifikation „Super OSS“ soll mehr Pflegekräfte nach Südtirol holen.

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© Martin Schaller

Seit Herbst 2025 steht Martin Alber, Bürgermeister der Gemeinde Brenner, der Bezirksgemeinschaft Wipptal als Präsident vor. Zwischenbilanz ein Jahr nach seiner Wahl – und ein erster Vorgeschmack auf die Landtagswahlen 2028.

Bezirkspräsident Martin Alber: „Mir ist wichtig, dass es mir wie meiner Vorgängerin gelingt, bestimmte Projekte zu starten oder umzusetzen.“

Der Landeshauptmann hat zugesichert, diese Qualifikation in Südtirol anzuerkennen. Höhere Zulagen sollen auch höhere Gehälter ermöglichen. Ein weiterer Verhandlungserfolg, den wir erzielt haben: Nach Abschluss der Bauarbeiten des Seniorenwohnheimes hat die Landesregierung die Pro-Bett-Investitionsförderung verdoppelt. Rückwirkend ist keine Erhöhung möglich, dafür

eine Aufstockung der Investitionsgelder für alle Gemeinden, die am Bau des Seniorenwohnheimes beteiligt waren; das entlastet immerhin etwas unsere Haushalte. Derzeit sind rund 60 von 90 Langzeitbetten belegt. Kostendeckend arbeiten kann das Heim allerdings erst ab 80 Betten. Bis dahin müssen die Gemeinden für die Differenz aufkommen. 2025 waren es rund

800.000 Euro, ein Teil davon wurde mit eigenen Rücklagen abgedeckt. Durch das Projekt „Betreutes Wohnen plus“ sollen leerstehende Betten genutzt werden. Das Projekt startet Mitte Oktober mit fünf von zehn Betten und 1,6 Vollzeitäquivalenten, sprich zwei bis drei Teilzeitkräften, und wird schrittweise aufgestockt. Im Wipptal gibt es viele alleinstehende und körperlich eingeschränkte Menschen, die in dieser Struktur wie in einer WG autonom leben, sich gegenseitig unterstützen. Die Nachfrage ist groß, auch von Bewohnern der Gemeinde Sterzing, die sich am Projekt leider nicht beteiligt. Deshalb dürfen wir auch keine Antragsteller aus Sterzing aufnehmen. Die Entscheidung der Gemeinde ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Vorwurf, wir würden fahrlässig handeln, weil die Senioren das Seniorenwohnheim verlassen müssen, sobald Pflegebetten benötigt werden, ist an den Haaren herbeigezogen. Es wird Jahre dauern, alle Betten zu füllen – außer der Arbeitsmarkt ändert sich radikal. Diese Tendenz sehe ich derzeit nicht. Das betreute Wohnen ist die erste Einrichtung dieser Art im Wipptal. Weitere Strukturen in den Gemeinden wären wünschenswert. In Gossensaß planen wir ein Mehrgenerationenhaus für Senioren und junge Familien. Angesichts der steigenden Zahl an Pensionisten brauchen wir solche Strukturen dringend. Der Pflegenotstand bereitet Ihnen zurzeit am meisten


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Kopfzerbrechen. Mir war nicht bewusst, wie tiefgreifend dieses Problem ist. Ich habe einige Monate gebraucht, um mir einen Überblick zu verschaffen. Jetzt bin ich der Bezirkspräsident, der die Verhandlungen mit dem Land in diesem Bereich am stärksten vorantreibt. Im Endeffekt geht es darum, den Pflegeberuf aufzuwerten, nicht nur finanziell. Pflegekräfte sollen stolz auf ihren Beruf sein und das Gefühl haben, einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und ihre Heimat zu leisten. Erst wenn dieses Bewusstsein geschaffen ist, werden wieder mehr Pflegekräfte zu uns kommen und auch mehr Südtiroler Pflegeberufe ergreifen. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang auch die Sensibilisierung zur Ergreifung

eines Pflegeberufes und den dezentralen Ausbildungsweg. Pflegekräften von außerhalb sollen nun bessere Wohnbedingungen geboten werden. Derzeit verhandeln wir mit Landesrat Hubert Messner, dass auch das öffentliche Sozialpersonal des Landes und der Bezirksgemeinschaft Wohnungen und Kleinwohnungen der Sanität, u. a. in der Garbe und im neuen Gemeinschaftshaus in Sterzing, nutzen kann, um den Start in die Arbeitswelt zu erleichtern. Ich habe auch alle Wipptaler Bürgermeister aufgefordert, in ihren Gemeinden Kleinwohnungen zur Verfügung zu stellen. Wir versuchen, in Gossensaß mit gutem Beispiel voranzugehen: Aus der großen Wohnung im Bahnhofsgebäude in Gossensaß sollen

bald drei kleine Wohnungen entstehen, um sie zu einem günstigen Mietpreis dem Pflegepersonal anzubieten. Pflege ist im Wipptal ein Dauerbrenner, der Verkehr ebenfalls. Leider ja. Ich engagiere mich seit Jahren, werde immer wieder eingebremst und spüre permanent Druck von allen Seiten: von jenen, die weniger Verkehr wollen, und jenen, die den Individualverkehr oder den wirtschaftlichen Anrainerverkehr nicht gefährden wollen. Dass ich mich im Mai von der Protestveranstaltung unserer Kollegen in Nordtirol distanziert habe, bedeutet nicht, dass ich den Verkehr befürworte. Im Gegenteil: Das Thema ist mir zu ernst, um es parteipolitisch zu behandeln. Ich war immer ein

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Gegner des Transitverkehrs und des übermäßigen Individualverkehrs. Manche Personen und politische Bewegungen konzentrieren sich aber zu stark auf einzelne Orte und Forderungen. Es braucht eine Gesamtinitiative für das gesamte Tal. „Es wird Jahre dauern, alle Betten im Seniorenwohnheim zu füllen“. Diese wollen Sie nun als Bezirkspräsident anregen. Ich tausche mich regelmäßig mit Bürgermeistern des nördlichen Wipptales, dem Obmann des Planungsverbandes und den anderen Bezirkspräsidenten an der Hauptverkehrsachse aus, um die vom Transit betroffenen Gemeinden zu stärken. Zudem pla-

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Politik

nen wir über ein Interreg-Projekt die „Brennerdialoge“, bei denen Aktivisten, Bewohner, Politiker, Wirtschaftsverbände und Produzenten neuer Umwelttechnologien sachlich an einem Tisch diskutieren. Auch Mediziner diskutieren über gesundheitliche Folgen der jahrzehntelangen Verkehrsbelastung. Vielleicht gelingt es uns dadurch, die großen Entscheidungsträger zu beeinflussen. Sobald sich das Forum etabliert hat – wir adaptieren dafür zwei Stockwerke der Marktbar am Brenner – soll es erweitert werden. Mit Unterstützung des Landes versuchen wir auch, das ehemalige Zollgebäude und das ACI-Gebäude zu übernehmen und sie als Seminar- und Begegnungszentrum für grenzüberschreitende Initiativen und Organisationen zu nutzen. Der Brenner, wichtigster Alpenübergang inmitten der Europaregion und Arge Alp, eignet sich ideal als Standort. Bisher gab es Widerstand, uns die Immobilie zu überlassen. In Rom wird befürchtet, die Grenze könnte eines Tages wieder benötigt werden. Ich sehe es umgekehrt: Wir müssen zeigen, dass wir das Verbindende suchen und nicht das Trennende. Sind weitere Interreg-Gemeinschaftsprojekte in Planung? Wir erarbeiten derzeit mit den Kollegen im Tiroler Wipptal eine Neuformulierung der Bewertungskriterien für die Vergabe von Interreg-Beiträgen. Wichtig ist dabei eine objektive Aufwertung der grenzüberschreitenden Initiativen sowie die Förderung der Integration sowie der gegenseitigen Sensibilität und Zusammenarbeit. Der Brennerbasisraum soll aufgewertet werden. Ein Projekt beschäftigt sich derzeit mit den Folgen der Fertigstellung des BBT für das

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Sie vor, so lange Bezirkspräsident zu bleiben? Mir ist wichtig, dass es mir wie meiner Vorgängerin gelingt, bestimmte Projekte zu starten oder sie umzusetzen. Es darf keinen Stillstand geben. Ich versuche, mich eng mit allen Gemeinden abzustimmen. Es sollte aber nicht so weit kommen, dass parteipolitische Akzente gesetzt werden, um Gemeinschaftsprojekte einzubremsen, wie es beim Projekt „Betreutes Wohnen plus“ geschehen ist. Der Bedarf ist da, auch in Gemeinden, die nicht von der SVP geführt werden. Deshalb müssen wir an einem Strang ziehen und Lösungen schaffen. Ist die Zusammenarbeit mit den beiden „Nicht-SVP-Gemeinden“ ansonsten konstruktiv? Ja. Die Bürgermeisterin in Freienfeld, die im Gesundheitsbereich tätig ist, engagiert sich stark und ist sehr aufgeschlossen. Sie ist eine Powerfrau, sagt klar, wenn ihr etwas nicht passt, bleibt aber pragmatisch. Schwieriger ist die Situation in der Gemeinde Sterzing, die eine Sonderrolle einnimmt. Die Gemeinde ist größer und hat mehr Möglichkeiten, eigene Strukturen aufzubauen – einen Status, den kleinere Nachbargemeinden nicht haben. Gleichzeitig ist Sterzing eine Mittelpunktgemeinde mit Strukturen, die für alle da sind. Diese müssen auch im Einklang entstehen und geführt werden. Ihre Vorgängerin Monika Reinthaler wäre gerne Bezirkspräsidentin geblieben ... Sie hat gute Arbeit geleistet, das „Wir müssen zeigen, dass wir das stellt niemand infrage. Die VerVerbindende suchen und nicht trauensbasis zwischen ihr und das Trennende.“ dem SVP-Bezirk ist jedoch aufgrund mehrerer inhaltlicher und Es dauert oft Jahre, angeregte parteipolitischer Vorkommnisse Projekte zu begleiten. Haben beeinträchtigt bzw. unterbro-

Wipptal. Diese werden in Verkehrs- und sozialen Fragen beträchtlich sein. Beim Gipfeltreffen auf der Ziroger Alm mit Landeshauptmann Arno Kompatscher haben der Bezirksausschuss und die Bürgermeister über gemeindeübergreifende Projekte mit strategischer Ausrichtung gesprochen. Welche? Im Mittelpunkt dieser bedeutenden Aussprache standen Projekte von strategischer übergemeindlicher Bedeutung: Sozialthemen, Radwege, Verkehrsfragen, die Ladurns-Rosskopf-Verbindung, Windkraft, die Sportschule, grenzüberschreitende Einrichtungen am Brenner sowie die Festung Franzensfeste. Sie sind Bezirkspräsident und Bürgermeister der Gemeinde Brenner. Kommen sich beide Ämter ab und zu in die Quere? Ja, manchmal. Als Bezirkspräsident muss ich den gesamten Bezirk vertreten und darf nicht nur die eigene Gemeinde im Blick haben. Ich muss verhandeln und dafür sorgen, dass bei gemeinsamen Projekten alle Gemeinden ihren finanziellen Beitrag leisten. Gleichzeitig habe ich von den Gemeinden und mir selbst den Auftrag, Kosten einzudämmen, sie nicht ausufern zu lassen. Das führt natürlich manchmal zu Konflikten, bei denen auch Kompromisse gefunden werden müssen. Auch mein Bürgermeisterkollege Stefan Gufler ist als gleichzeitiges Mitglied des Ausschusses der Bezirksgemeinschaft in einer ähnlichen Situation.

chen worden. Diese Entwicklungen haben aber nichts mit mir zu tun. Vor sechs Jahren habe ich das Amt für mich beansprucht, weil es die Gemeinde Brenner längere Zeit nicht innegehabt hat. Ich habe die Wahl verloren, das Ergebnis zur Kenntnis genommen und konstruktiv im Bezirksrat mitgearbeitet. Bei dieser Wahl habe ich mich nicht aufgedrängt. Vielleicht hat die Gemeinde Sterzing ihre Kandidatin zu früh lanciert. Als von der SVP vorgeschlagener Kandidat musste ich jedoch die Mehrheitsverhältnisse berücksichtigen und nicht die Sonderwünsche von Sterzing. Deshalb haben wir mit Evi Frick eine Sterzinger SVP-Kandidatin als Vizepräsidentin nominiert. Sie ist sozial engagiert, dauerhaft in den Sozialstrukturen präsent und kämpft – auch mir gegenüber – stark für soziale Anliegen. Vielleicht sucht die Sterzinger Bürgerliste doch noch eine engere Zusammenarbeit mit ihr. Ich kann nur dazu auffordern, von einer reinen Kopfpolitik Abstand zu nehmen und trotz aller Emotionen rational und professionell zu handeln, auch im Sinn der eigenen Bevölkerung. „Aktuelle Entwicklungen motivieren mich, stärker in der Landespolitik aktiv zu werden.“ Apropos Kopfpolitik: Sie sind eng mit SVP-Bezirksobmann Sebastian Helfer befreundet. In einem Erker-Interview distanzierte sich Reinthaler klar von der Bezirksleitung, da nur einige wenige den politischen Kurs bestimmen würden. In der Bezirksleitung sitzen etwa 15 Mitglieder. Die Abstimmungen waren immer eindeutig und werden nicht von Sebastian Helfer oder mir wesentlich beein-


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Politik

flusst. Gern wird übersehen, dass die Wipptaler keine großen Einflussträger, keinen Mandatar und auch keine starken Fürsprecher im Land haben. Um die Interessen des Wipptales zu vertreten, ist unser SVP-Bezirk wöchentlich in der Parteileitung präsent. Je stärker wir in Bozen persönlich und parteipolitisch vernetzt sind, desto mehr Vorteile können wir für den Bezirk herausholen. Beim Treffen mit dem Landeshauptmann in Zirog waren alle Bürgermeister eingebunden. Das ist für unseren Kleinbezirk, der ständig darauf achten muss, nicht auf der Strecke zu bleiben, sehr wichtig. Wir haben niemanden, der uns vorwarnt oder vorab informiert, wenn neue Entwicklungen anstehen. Ich glaube, dass wir durch solche Synergieeffekte bereits einiges erreicht haben und die Zusammenarbeit weiter verbessern werden. Sie haben sich vom SVP-Parteisekretär zum Bürgermeister und Bezirkspräsident hochgearbeitet. Welche Funktion lag Ihnen am meisten? Die Arbeit als Parteisekretär gefiel mir, aber die Partei steckte damals in finanziellen Schwierigkeiten. Gleichzeitig vollzog sich der Wechsel von Landeshauptmann Durnwalder zu Landeshauptmann Kompatscher, zudem gab es eine enorme Protestbewegung gegen die Politikerpensionen. Ich war Vertrauensmann von Richard Theiner. Als dieser von Achammer als Parteiobmann abgelöst wurde, war ich froh, aus der Landespolitik aussteigen zu können. Danach habe ich mich nur noch freiwillig auf Bezirksebene engagiert und Landesräte kommunikationstechnisch beraten. Dass ich in meiner Heimatgemeinde Brenner Bürgermeister werden würde, hätte ich selbst

nicht gedacht. Es war reiner Zufall. Politisch war ich zuvor jahrelang in Sterzing aktiv. Bei der Gemeinderatswahl 2005 haben Sie auf der SVPListe neben Fritz Karl Messner für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Sie mussten sich jedoch mit 1.623 zu 1.043 Stimmen geschlagen geben. Meine Kandidatur war ein Alleingang, unterstützt von wenigen treuen Anhängern. Es war ein Experiment, eine Herausforderung. Es hat mir auch Spaß gemacht, in Sterzing zu provozieren und darauf aufmerksam zu machen, wie man die Stadt stärken und verbessern könnte. Für manche war das zu viel. Sie reisen gern. Wer mit Ihnen unterwegs ist, lobt Ihren Orientierungssinn und Mut, neue Wege zu gehen. Hilft Ihnen diese Fähigkeit auch in der Politik? Ja. Ich bin ein Netzwerker, auch wenn ich manchmal extreme Positionen vertreten habe und oft in Konflikt mit anderen oder mit mir selbst geraten bin. Ich habe aber aus jeder Situation gelernt und immer versucht, mir und meiner Geradlinigkeit treu zu bleiben und an meine Fähigkeiten zu glauben. In meinem Leben habe ich oft einstecken müssen – zum Glück. Wenn ich von heute auf morgen aus der Politik ausscheide, weil ich abgewählt werde, weiß ich: Das ist nicht das Ende. Es geht immer ein Weg weiter. „In meinem Leben habe ich oft einstecken müssen – zum Glück!“ Sind Sie eher Einzelkämpfer oder Teamplayer? Beides. Als Einzelkämpfer suche ich aber auch das Team, in meiner Gemeinde wie im Be-

zirk. Ich gehöre einer politischen Übergangsgeneration an, die auch neue digitale Kommunikationsmöglichkeiten nutzt. Gleichzeitig erschreckt es mich, wozu soziale Medien fähig sind. In Deutschland und Österreich sind extreme menschenverachtende Positionen plötzlich salonfähig geworden. Werte, die nach dem Zweiten Weltkrieg erkämpft wurden – etwa in der Genfer Flüchtlingskonvention – sollen plötzlich nicht mehr gelten. In Gossensaß müssen wir uns täglich mit muslimischen Mitbürgern auseinandersetzen. Trotz der großen Herausforderung gibt es ein Zusammenleben. Natürlich muss es Regeln geben. Wer sich nicht an sie hält, gehört nicht hierher und muss wieder gehen. Und auch wenn es immer wieder abgestritten wird: Regulär arbeitende Einwanderer zahlen in die sozialen Kassen ein, sie nehmen nicht nur Leistungen in Anspruch. Ich bin froh, dass in Deutschland Bundeskanzler Friedrich Merz und AfD-Chefin Alice Weidel endlich lautstark miteinander diskutieren. Kein Schweigen mehr, kein Glaube, dass sich alles von allein erledigen wird. Diese verbale Auseinandersetzung braucht es, sonst reißt die radikale Rechte irgendwann die Bundesrepublik nieder. In Südtirol hat es die SVP verschlafen, die Positionen, die sie in der Mitte erfolgreich vertritt, mit der nötigen Vehemenz darzulegen. Manchmal motivieren mich die aktuellen Entwicklungen, wieder stärker in der Landespolitik aktiv zu werden, um extremen Positionen entgegenzutreten. Sie spielen mit dem Gedanken, bei den nächsten Landtagswahlen zu kandidieren? Sollte es künftig dazu kommen, in der ein Vertreter des Wippta-

les eine politische Rolle übernehmen soll und kann, müssen wir uns überlegen, wer dafür geeignet ist. Es wäre unseriös zu sagen: Der Kandidat heißt Alber. Genauso unseriös wäre es, zu sagen: Alber verzichtet auf eine Kandidatur. Wenn wir versuchen, einen Wipptaler Vertreter in den Landtag zu entsenden, müssen wir alle zusammenarbeiten – SVP und Bürgerlisten. Schließlich vertreten wir dieselben Anliegen. Gespräche sind noch zu führen. Auf Parteiebene verhandeln wir schon seit Längerem für gesonderte Bedingungen, um das Wipptal effizienter vertreten zu können. Von den Reibereien und Kämpfen hinter den Kulissen bekommt die Bevölkerung wenig mit. Würden wir diese Gespräche aber nicht führen, wäre unsere Position noch schwächer. Peilen Sie vielleicht sogar ein gemeinsames Listenzeichen an? Diese Frage kommt zu früh. Sobald das aktuelle Problem im Senatswahlkreis Unterland gelöst ist, wird das Wipptal wieder Gegenstand der Verhandlungen mit der Mutterpartei. Wir wollen herausfinden, ob es für unseren Bezirk bessere Rahmenbedingungen geben kann. Beim Parteisekretär und beim Parteiobmann haben wir – hier arbeitet SVP-Bezirksobmann Sebastian Helfer besonders stringent – bereits klar deponiert, dass sich unbedingt etwas ändern muss. Sonst kann bei der nächsten Landtagswahl alles passieren.

Interview: rb Erker 10/26

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Politik

Sterzing

Weichenstellung für Camperstellplatz

© Simone Gostner

Der Stadtrat von Sterzing hat die Umwidmung einer rund 10.220 m² großen Fläche an der Karl-Lindner-Straße beschlossen. Auf dem Areal südlich des Eurospar soll ein neuer Camperstellplatz entstehen. Das Vorhaben soll geordnete Stellflächen für den Durchreiseverkehr schaffen und Wildcamping im Stadtgebiet entgegenwirken, bringt jedoch aufgrund der Lage in einer ausgewiesenen HochwasserGefahrenzone einige technische Bauauflagen mit sich.

adäquate Versorgung der Nutzer und eine fachgerechte Entsorgung der Abfälle sicherzustellen. Bauliche Vorgaben Das Nutzungskonzept sieht 67 Stellplätze vor, was einer Bettenkapazität von 200 Bet-

maximal 7,5 m begrenzt bei einem Mindestgrenzabstand von 5 m und einem Mindestgebäudeabstand von 10 m. Auf der Grundlage des erstellten Umweltvorberichts und der Stellungnahme der Gemeindekommission für Raum und Landschaft vom 11. August wurde festgestellt, dass für die Änderung des Gemeindeplanes keine Strategische Umweltprüfung (SUP) durchgeführt werden muss. Die Lage des Areals innerhalb der städtischen Lärmschutzklasse II bleibt unverändert gültig.

In seiner Sitzung vom 2. September Hydrologische Auflagen hat der Stadtrat von Sterzing mit vier und Hochwasserschutz Ja-Stimmen und einer Enthaltung einen Beschluss zur Abänderung des Gemeindeplans für Raum und LandEin zentraler Aspekt des Standorts ist seine Geomorphologie im Zuschaft gefasst. Die Entscheidung betrifft das bisherige Tourismusentsammenfluss von Eisack und Mareiter Bach. Im Gefahrenzonenplan wicklungsgebiet für Beherbergung ist die Fläche der hohen Gefahrenneben dem Eurospar im Süden von Sterzing, das nun in ein spezifisches stufe H3 (blaue Zone) zugewiesen. Bebauungskonzept für den neuen Camperstellplatz im Süden von Tourismusentwicklungsgebiet für Die Umsetzbarkeit des BauvorhaSterzing Campingplätze umgewandelt wird. bens unter den Bedingungen dieser Das Umwidmungsgebiet umfasst eine Ge- ten entspricht, die aus bereits erworbenen Gefahrenstufe wird durch ein hydrogeologisamtfläche von rund 10.220 m² und setzt Rechten der bisherigen Beherbergungsfunk- sches Gutachten bescheinigt. Damit das Vorsich aus den Grundparzellen 988/1, 988/2, tion des Areals übernommen werden; diese haben hydraulisch kompatibel ist, müssen 988/3 sowie 993 zusammen. Die Parzelle wurden mit der Verlängerung der Touris- im Zuge der Detailplanung konkrete Schutz988/1 befindet sich im Eigentum der Rainer muszonen auf 150 reduziert. Die Stellplätze maßnahmen umgesetzt werden. Dazu geEisenwaren OHG (gesetzlicher Vertreter: werden entlang interner Erschließungswege hört, dass sämtliche Gebäudeöffnungen, Michael Rainer), die Parzelle 988/3 gehört organisiert und verfügen über die notwen- Lüftungsschächte und Fenster oberhalb der der CW GmbH (gesetzlicher Vertreter: Ha- digen technischen Anschlüsse. Neben den berechneten Hochwasser-Koten angeordnet rald Gogl), während die Parzellen 988/2 Stellplatzflächen sind interne Verkehrsflä- werden müssen. Zudem sind bodengleiche und 993 dem öffentlichen Gut der Gemein- chen, Aufenthaltsbereiche sowie Flächen Eingänge zu vermeiden oder strikt auf der dem Wasserstrom abgewandten Gebäudede Sterzing zuzuordnen sind. An der bis- für technische Infrastruktur vorgesehen. her festgelegten Flächengröße ändert sich Die Stellflächen selbst sollen unversiegelt seite zu platzieren. Etwaige Untergeschosse, durch den Beschluss nichts. ausgeführt werden. Das Erschließungskon- Tiefgaragen oder Zufahrten müssen darüber Mit der Umwidmung wird auf das Reisever- zept nutzt die bestehende Anbindung über hinaus wasserdicht ausgeführt und mit bauhalten entlang der Brennerachse reagiert. die Karl-Lindner-Straße und sieht interne lichen Schutzvorrichtungen gegen ÜberfluDie hohe Dichte an Wohnmobilen und Cara- Verkehrswege vor. Zur vorgesehenen Aus- tung gesichert werden. vans im Transitverkehr führte in den vergan- stattung des Platzes gehören Sanitär- und genen Jahren wiederholt zu unreguliertem Wascheinrichtungen, Verwaltungs- und Mit dem Beschluss des Stadtrates wurde die Wildcamping auf öffentlichen Plätzen im Technikräume, Aufenthaltsbereiche sowie Grundlage geschaffen, damit nun das bauStadtgebiet. Der Standort nahe der Auto- ein Shop für den täglichen Bedarf. rechtliche Genehmigungsverfahren eingebahnausfahrt Sterzing sowie in Reichweite Zulässig sind ein Gebietsbauindex von ma- leitet werden kann. Er wird nach Ablauf der lokaler Einkaufs- und Versorgungsangebote ximal 0,25 m3/m2, ein Überbauungsindex gesetzlich vorgesehenen Frist von 30 Tagen gilt als strategisch günstig, um Durchrei- von maximal 15 Prozent sowie ein Versie- an die für Natur, Landschaft und Raumentsende gezielt auf eine dafür vorgesehene gelungsindex von ebenfalls maximal 15 wicklung zuständige Landesabteilung überInfrastruktur zu lenken, dabei aber auch eine Prozent. Die zulässige Gebäudehöhe ist auf mittelt. bar

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Politik

Freienfeld

Frist für Bettenrechte verlängert in der Gemeinde wohnen oder arbeiten und weder ein geeignetes Eigenheim noch ein Baugrundstück besitzen. Außerdem dürfen sie bisher noch keine anderen Wohnbauförderungen erhalten haben. Die Vergabe erfolgt über eine Rangliste. Neu definiert wurden auch die Einkommensobergrenzen, das Einkommen der Eltern wird künftig nicht mehr berücksichtigt. Als Bewertungsgrundlage gilt nicht mehr die maximale Wohnfläche, sondern die Katasterkategorie. Nicht übernommen wurde der fakultative Artikel, der auch Bürger mit Wohnsitz außerhalb der Gemeinde Zugang zum geförderten Wohnbau ermöglichen würde. Bei Bedarf soll darüber in einem eigenen Beschluss entschieden werden. In vier ausgewiesenen Tourismuszonen in Freienfeld dürfen bis zum 30. September 2031 zusätzliche Gästebetten geschaffen oder bestehende Kapazitäten erhöht werden.

Auf seiner Sitzung Mitte September hat sich der Gemeinderat Freienfeld u. a. mit der Genehmigung von Großprojekten, neuen Regeln für den geförderten Wohnbau sowie die Verlängerung der Frist für Gästebetten befasst. Bisher mussten Projekte ab 500.000 Euro erst nach Prüfung ihrer technisch-wirtschaftlichen Machbarkeit dem Gemeinderat vorgestellt werden. Künftig werden sie schon während der Planung dem Gemeinderat vorgelegt. So können frühzeitig Vorschläge eingebracht und im Projekt entsprechende Anpas-

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sungen vorgenommen werden. Dies soll Verzögerungen und höhere Kosten durch späte Änderungen vermeiden. Projekte unter 500.000 Euro müssen weiterhin nicht zwingend dem Gemeinderat vorgelegt werden. SVP-Rat Ulrich Burger stimmte gegen diese Änderung. Er wünscht sich für den Gemeinderat grundsätzlich mehr Entscheidungsbefugnis. Die SVP-Räte Alfred Sparber, Ulrich Rainer, Matthias Überegger und Thomas Rainer enthielten sich der Stimme. Bürgermeisterin Verena Überegger wies darauf hin, dass es sich rein um eine gesetzliche Anpassung handle und sicherte

zu, dass die Gemeindeverwalter den Gemeinderäten während der Planung jeglicher Projekte für Fragen und Informationen zur Verfügung stehen. Geförderter Wohnbau: Neue Zugangskriterien Eine neue, einstimmig genehmigte Verordnung regelt, wer in der Gemeinde geförderten Wohnbau nutzen kann und wie die Vergabe abläuft. Vorrang haben das Wohnbauinstitut und gemeinnützige Organisationen, Wohnbaugenossenschaften und schließlich Einzelpersonen. Anrecht haben Bewerber, die u. a.

Almenkraftwerk Senges GmbH Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Änderung des Statuts der Almenkraftwerk Senges GmbH. Künftig können Anteile bereits zu Lebzeiten an Familienmitglieder übertragen werden. Den übrigen Gesellschaftern steht in diesem Fall kein Vorkaufsrecht zu. Eine hofgebundene Übergabe ist rechtlich nicht möglich. Stirbt ein Gesellschafter, gehen die Quoten automatisch an alle Erben über. Eigentümer von Grund- und Bauparzellen im Sengestal können künftig bis zu einem Prozent des Gesellschaftskapitals erwerben, ebenfalls ohne Vorkaufsrecht der anderen Gesellschafter. Die Gemeinde hält aktuell 51 Pro-


Politik

zent der Anteile. Weitere Gesellschafter sind Alois Rainer (18 %), Josef Rainer (16,5 % ) und Thomas Seehauser (14,5 %). Gästebetten: Frist verlängert Strukturschwache Gemeinden durften innerhalb 30. September die Frist, in ausgewiesenen touristischen Zonen Gästebetten zu schaffen und zu erhöhen, bis zum 30. September 2031 verlängern. Wie viele andere Gemeinden hat auch Freienfeld diese Möglichkeit genutzt. Familie Benedikter hatte eine Verlängerung beantragt. Nach Gesprächen mit weiteren Betroffenen wird die Frist nun für alle vier Zonen (Benedikter, Saxl, Griesser und Sprechenstein) verlängert. Die Verlängerung ist insbesondere an Nachhaltigkeitsauflagen gebunden: Regenwasser soll gesammelt und zur Bewässerung von Grünflächen und Gärten genutzt werden. Zudem muss auf sparsamen Wasserverbrauch, die Nutzung erneuerbare Energien, umweltfreundliche Beleuchtung, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes sowie ausreichend Fahrradabstellplätzen geachtet werden. Auch genügend Mitarbeiterunterkünfte müssen nachgewiesen werden. Die Bodenversiegelung muss möglichst gering bleiben. Zudem sollen störende Geräusche im Außenbereich vermieden bzw. durch Sensibilisierung der Gäste reduziert werden. Pro Betrieb sind 150 Betten erlaubt. SVP-Gemeinderat Ulrich Rainer enthielt sich bei der Abstimmung der Stimme und regte an, zunächst den Abschluss des Gemeindeentwicklungsplanes abzuwarten. Laut Bürgermeisterin sei dies jedoch nicht möglich. Der Beschluss sei mit Technikern des Gemeindeentwicklungsplans abgestimmt worden. Zwei Bauleitplanänderungen Carolin, Stefan und Edmund Griesser haben beantragt, eine 1.000 m2 große Teilfläche der Grundparzelle 178/1 in

Mauls von Landwirtschaftsgebiet in ein Wohngebiet umzuwidmen. Alle zuständigen Stellen haben zugestimmt, darunter die Kommission für Raum und Landschaft, die Landeskommission sowie die Ämter für Straßendienst, Gewässerschutz und Archäologie. Für das neue Gebiet ist die Erstellung eines Durchführungsplanes sowie ein Gebietsbauindex von 2,0 m³/m² vorgeschrieben. Bis der Plan vorliegt, gelten weiters 5 m Mindestgrenzabstand, 10 m Mindestgebäudeabstand, eine Mindestgrünfläche von 15 Prozent, ein Überbauungsindex von 35 Prozent, ein Versiegelungsindex von 70 Prozent sowie eine Gebäudehöhe von maximal neun Metern. SVP-Gemeinderat Alfred Sparber ist skeptisch, obwohl er grundsätzlich gutheißt, dass die Gemeinde ortsansässigen Bürgern Wohnraum ermöglicht. Die betroffene Fläche liegt genau dort, wo laut Umfahrungsvariante 7 eine Untertunnelung geplant wäre. Sollte sich doch noch herausstellen, dass diese Variante die beste Lösung sei, wäre die Umwidmung aus seiner Sicht fahrlässig. Bürgermeisterin Überegger verwies auf den Gemeinderatsbeschluss, der mehrheitlich Variante 11 bevorzugt, und das bereits eingeleitete Verfahren zur Bauleitplanänderung. Die Änderung wurde mit drei Gegenstimmen (Thomas Rainer, Matthias Überegger, Alfred Sparber) und zwei Enthaltungen (Ulrich Burger, Ulrich Rainer) genehmigt. Einstimmig hat der Gemeinderat außerdem in der Zone „Golfplatz – Sadobre“ die Voraussetzungen für ein Sondernutzungsgebiet (Wohngebiet) geschaffen. Auch hier ist ein Durchführungsplan vorgesehen. Dabei gelten u. a. eine Baumassendichte von maximal 1,3 m³/m², maximal 35 Prozent überbaute Fläche, höchstens 9 m Gebäudehöhe, mindestens 5 m Grenzabstand, mindestens 10 m Abstand zum nächsten Gebäude sowie ein Versiegelungsindex von höchstens 50 Prozent. rb

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KURZ NOTIERT Der Gemeinderat hat den Verwaltungsüberschuss 2025 zweckgebunden. Das Geld fließt u. a. in das Seniorenwohnheim (71.200 Euro), in Schutzausrüstung der Feuerwehren (erster Teilbetrag: 26.000 Euro), den Bauhof (10.000 Euro), die Pfarrei Trens (7.000 Euro) und die Projektierung einer neuen Feuerwehrhalle in Niederried (zusätzliche 5.000 Euro). Durch eine Bilanzänderung können weitere Mittel genutzt werden, u. a. für die Sanierung und Umgestaltung des Hauses der Dorfgemeinschaft Mauls (474.398 Euro), einen neuen Verbindungsweg zur Sportzone in Freienfeld (300.000 Euro), für Schutzausrüstung der Feuerwehr (Restbetrag: 188.500 Euro) sowie die Sanierung der Hofzufahrt Schmiller (55.000 Euro). Unwetterschäden Zwei Jahre nach dem Unwetter in Trens laufen die Sanierungs- und Sicherungsarbeiten weiter. Bisher hat die Gemeinde rund 1,4 Millionen Euro in Sofortmaßnahmen investiert. Dazu kommen 3,195 Millionen Euro für Arbeiten am Strutzer- und Kirchgraben (Fertigstellung im Frühjahr) sowie Asphaltierungsarbeiten in Gschließ (2026) und Partinges (2027). Das Amt für Wildbachverbauung hat bis dato Arbeiten in Höhe von 2,73 Millionen Euro investiert. Im Frühjahr 2027 ist die Verbreiterung des engen Durchlasses, der unter die Staatsstraße hindurchführt (1 Million Euro) vorgesehen. Ländliches Wegenetz Am ländlichen Wegenetz schreiten weitere Sanierungsarbeiten voran. In Laimgruben sind sie abgeschlossen, in Flains vergeben. Für die Hofzufahrt Schmiller wurde Geld zweckgebunden. Ein Teil der Straße Trens-Valgenäun wird heuer asphaltiert, ein weiterer folgt im nächsten Jahr. 2027 ist u. a. die Sanierung in Schaitach (253.000 Euro) sowie die Sanierung der Brücke in Valgenäun (277.000 Euro) vorgesehen. Sanierung Fahrradroute Am 5. Oktober beginnen die Sanierungsarbeiten an der Radroute Stilfes-Niederried. Während der Bauarbeiten muss der betroffene Straßenabschnitt für den Verkehr komplett gesperrt werden. Auch der Dörferbus wird umgeleitet. Erker 10/26

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Wirtschaft

Die Kaiserbahn Aus dem BBT direkt auf die Piste?

„Planung ist schon viel gesagt, aber es gibt eine Idee“, so Bürgermeister Thomas

also im Jahr 2026, erste Züge durch den Brennerbasistunnel verkehren würden. Franzensfeste wäre dabei der einzige Bahnhof auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke des BBT zwischen Verona und München, an dem Züge bei einem direkten Zugang zu einem Skigebiet halten könnten. Genau darin sah man das Potential: Fahrgäste könnten direkt vom Hochgeschwindigkeitszug in eine Bahn Richtung Skigebiet umsteigen und somit hätte man in Franzensfeste ein attraktives Angebot für den Tourismus und gleichzeitig eine Chance, die Wirtschaft zu beleben.

Klapfer. Ein Techniker habe schon vor mindestens zehn Jahren eine erste Zeichnung ausgearbeitet. Diese sieht eine Bahnverbindung vom Bahnhof Franzensfeste hinauf ins Jochtal vor. Ziel sei es, Reisenden eine direkte Verbindung von der Bahn ins Skigebiet zu ermöglichen. Über diese erste Skizze sei das Projekt jedoch nie hinausgekommen. Eine konkrete Planung, die erste Investitionen erfordert hätte, habe es bis heute also auch nicht gegeben. Zudem entstand der Gedanke hinter der Kaiserbahn in einer Zeit, als man davon ausging, dass bereits heute,

Ob diese Idee jemals Realität werden kann, ist jedoch völlig offen. Entscheidend dabei ist, wie so oft für Franzensfeste, ob Züge des Brennerbasistunnels künftig tatsächlich regelmäßig in Franzensfeste halten werden. „Der Markt entscheidet“, sagt Klapfer, „und der spricht – Stand heute – nicht gerade für Franzensfeste.“ Solange darüber also keine Klarheit herrsche, seien auch weiterführende Planungen kaum möglich. Die Unsicherheit rund um den Brennerbasistunnel und die Riggertalschleife erschwere es der Gemeinde generell, langfristige Infrastruk-

Direkt vom Bahnhof in Franzensfeste ins Skigebiet Gitschberg Jochtal? Klingt zunächst eher nach einer absurden Zukunftsvision, ist aber tatsächlich eine Idee, die bereits seit mehr als zehn Jahren existiert. Konkreter geworden ist das Projekt einer sogenannten „Kaiserbahn“ allerdings nie. Und ob dieses Vorhaben jemals verwirklicht wird, hängt eigentlich von einer ganz anderen Frage ab.

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turprojekte zu entwickeln, da niemand abschätzen könne, wie viele Menschen künftig tatsächlich in Franzensfeste verkehren werden. Auch deshalb wurde die Kaiserbahn bisher nie öffentlich intensiv diskutiert. Zwar stehe der Gemeinderat der Idee grundsätzlich positiv gegenüber, doch ohne verlässliche Rahmenbedingungen mache ein solches Projekt wenig Sinn. „Momentan ist diese Geschichte zur Kaiserbahn also ganz weit weg“, betont Klapfer. Erst wenn feststehe, dass regelmäßig Züge in Franzensfeste halten, könne überhaupt über konkrete Planungen nachgedacht werden. Ganz abgeschrieben hat die Gemeinde das Projekt dennoch nicht. Klapfer verweist darauf, dass auch bei der Riggertalschleife über viele Jahre diskutiert wurde, ehe politische Mehrheiten und finanzielle Mittel vorhanden waren. Deshalb wolle man die Idee nicht endgültig aufgeben, auch wenn der Bürgermeister selbst davon ausgeht, dass ihre Umsetzung sehr unwahrscheinlich ist. Trotzdem erwähnenswert ist sicherlich, dass die ursprüngliche Skizze nur geringe Eingriffe in die Natur vorgesehen hätte. Laut Klapfer wären lediglich ein Stützpfeiler sowie eine Tal- und Bergstation notwendig gewesen. Eine Skipiste war in diesem Gelände nämlich sowieso nie Teil der Überlegungen und der Wald würde damit nur sehr geringfügig belastet. Im Mittelpunkt stand ausschließlich die direkte Verbindung zwischen einem Bahnhof an der Hochgeschwindigkeitsstrecke und einem Skigebiet. Schäden für die Umwelt würden also minimal ausfallen. Am Ende bleibt es derzeit schlichtweg eine Vision, jedoch eine, die es Reisenden theoretisch ermöglichen würde, in München oder Verona in den Zug zu steigen und wenige Stunden später auf der Piste zu stehen. Bis sich in dieser Geschichte aber weitere Entwicklungen abzeichnen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Damit bleibt die Kaiserbahn vorerst vor allem eines: eine interessante Idee mit sehr vielen offenen Fragen. Lorenz Grasl


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Bevor die Lichter ausgehen Eine Familiengeschichte - zum Erinnern, Bewahren und Weitererzählen Wir führen euch zurück ins Jahr 1899, mit ihren eigenen Familien wieder zurück. als unser Urgroßvater Alois Aster in Sarn- Manche kennen uns seit Generationen. thein bereits eine Uhrmacherwerkstatt Andere kamen zufällig auf ihrer Durchhatte. Sein Sohn Alois Johann Aster führ- reise zu uns – und kamen Jahre später erte später diese wertvolle Kunst seines neut vorbei. Vaters in Klausen weiter und reparierte Dafür sind wir unendlich dankbar. nicht nur Uhren, sondern hat auch angefangen, wertvolle Uhren und Schmuck zu verkaufen. Auch Alois Johanns Sohn Herbert Aster hielt an der Handwerkstradition fest und eröffnete 1951 in Sterzing ein Uhrenund Schmuckgeschäft. Ende der 1970er Jahre ging dieses auf die nächste Generation über: Herberts Sohn Artur Aster übernahm „Aster Jewelry“ und hat es bis heute gemeinsam mit seiner Frau Hildegard weitergeführt. Ja, seit immer, sind wir ein Ort der Begegnungen. Ein Ort kleiner RiArtur Aster und seine Frau Hildegard tuale. Ein Ort, an dem Menschen besondere Momente feiern – Verlobungen, Hoch- Wir hatten immer eine einfache Idee: zeiten, Geburten, Jubiläen oder einfach Schöne Dinge finden, die Bestand haben. einen Tag, an dem man sich etwas Schö- Dinge, die nicht kurzlebig sind, sondern bleiben. Schmuckstücke, die Erinnerunnes schenken möchte. Über Jahrzehnte durften wir Teil dieser gen durch die Zeit tragen. Augenblicke sein. Vier Generationen unserer Familie haben Viele unserer Kunden kamen schon als dieses Geschäft mit Hingabe geführt – Kinder mit ihren Eltern zu uns und später mit Liebe zum Detail, Respekt vor dem

Handwerk und einer tiefen Überzeugung für „Made in Italy“. Nun endet dieses Kapitel. Nicht mit Traurigkeit, sondern mit großer Dankbarkeit. Bevor die Lichter ausgehen, öffnen wir unsere Schatzkästen ein letztes Mal und laden euch ein, Teil dieser Reise zu sein. Viele unserer Schmuckstücke suchen ein neues Zuhause – nicht einfach als Besitz, sondern als Begleiter für neue Erinnerungen, neue Geschichten und neue Generationen. Gold war für viele Generationen nie nur ein Zeichen von Schönheit, sondern auch etwas Beständiges: Etwas, das bleibt, getragen werden kann und selbst in schwierigen Zeiten seinen Wert behält. Denn was bleibt, sind nicht nur Schmuckstücke. Was bleibt, sind Begegnungen. Gespräche. Vertrauen. Geschichten. Vielleicht ist genau das der wahre Wert unseres Familiengeschäfts. An alle, die uns über die Jahre begleitet haben: Danke für eure Zeit. Danke für euer Vertrauen. Danke, dass ihr Teil unserer Geschichte geworden seid. Familie Aster

JEWELRY

Sterzing

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Umwelt

Die scheue Waldschnepfe Das große Glück kommt selten in ungeteiltem Ausmaß über uns, denn es gefällt der Göttin Fortuna nicht, ihr Füllhorn in einem Mal über uns auszuschütten. Vielmehr besteht der Weg zum Glücklichsein aus den vielen kleinen Alltagsfreuden, die sich im Laufe der Zeit zu einem Gefühl der Dankbarkeit, der Zufriedenheit, kurz des persönlichen Glückgefühls summieren. Ein fruchtbares Terrain und eine günstige Gelegenheit für die vielen kleinen Freuden finden wir im Gang durch unsere Natur, durch Felder und Fluren, durch die Wälder oder ins Gebirge. Dabei kann uns das mehrfach schon so formulierte „Glück des Augenblicks“ belohnen, wenn sich uns unvermutet das selten zu sehende Wildtier zeigt. Wir leben, was die Natur angeht, in einem gesegneten Land, in einem wunderbaren Bezirk. Viele verschiedenartige Lebensräume bieten einer großen Vielfalt von Pflanzen und Tieren Platz. Jede Jahreszeit hält immer wieder neue Begegnungen für uns bereit. So kann es gut und gerne sein, dass wir gerade jetzt, wenn der Herbst begonnen hat, die Tagundnachtgleiche vorüber ist und die Dämmerstunden in die rasch kürzer werdenden Tage hineinrücken, wenn wir also morgens oder abends an überwucherten Waldwegrändern vorbeigehen, verwachsene Schneisen queren, plötzlich knapp vor oder neben uns ein taubengroßer brauner Vogel auffliegt, im Zickzackflug wie taumelnd ein Stück weit flüchtet und sich bald einmal wieder zu Boden fallen lässt. Vielleicht haben wir dabei auch den langen und im Flug abwärts zeigenden Schnabel gesehen, vielleicht ist uns der große runde Kopf, die gedrungene Gestalt aufgefallen. All diese Zeichen sagen uns, dass

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© Christian Kofler

Heinrich Aukenthaler

Ein Suchbild mit Seltenheitswert. Das Foto gelang vor Jahren dem Naturfotografen Christian Kofler auf Hinweis eines Jagdaufsehers im Montiggler Wald und gilt als ein wichtiger Brutnachweis.

wir eine Waldschnepfe aufgescheucht haben, und mit großer Wahrscheinlichkeit war oder ist sie gerade auf dem Zug in wärmere Gebiete. Waldschnepfen sind Dämmerungsvögel, sie verlassen ihr Bodenversteck gewöhnlich erst, wenn abends die ersten Sterne vom Himmel winken, die Venus leuchtet, der Jupiter strahlt, und auch morgens ziehen sie sich früh ins Dickicht zurück. Dieses lichtscheue Verhalten fällt am deutlichsten zur Balzzeit im zeitigen Frühjahr auf. Schon auf dem Rückflug ins Brutgebiet beginnen die Männchen damit, um die Gunst der Weibchen zu werben. Sie fliegen dabei in Baumwipfelhöhe durch die Wälder und tragen dazu ihren ganz eigen klingenden und aus zwei kurzen und grundverschiedenen Lauten be-

stehenden Balzgesang vor, den nicht nur die Jäger mit „Quorren“ und „Puitzen“ benannt haben. Die Balzflüge werden als „Schnepfenstrich“ bezeichnet und markierten ehemals, als die Jagd zur Frühjahrszeit auf die ins Brutgebiet zurückkehrenden Vögel noch nicht verpönt und schon gar nicht verboten war, den von den Weidmännern sehnlich erwarteten Beginn der Jagdsaison. Es gibt dazu im deutschen Sprachraum einen bemerkenswerten Jägerspruch, der die für den Schnepfenstrich angezeigte und vertretbare Jagdzeit mit den Fastensonntagen in Verbindung bringt. Die ab dem Aschermittwoch anfallenden Fastensonntage nämlich waren in der katholisch geprägten Welt nach dem ersten Wort des Introitus, des lateinisch vorgetragenen Eröffnungsgesangs der heiligen

Messe benannt, wobei sich dieses von Sonntag zu Sonntag ändert. Am ersten Fastensonntag beginnt das Introitus mit dem Wort reminiscére. Und so klingt der Spruch für die fünf Fastensonntage und den ersten Sonntag nach Ostern: „Reminiscére – putzt die Gewehre; Óculi – da kommen sie, Laetare – es ist‘s Wahre, Júdica – sind sie auch noch da, Palmárum – Lirum Larum, Quasimodogéniti – halt Jäger halt, jetzt brüten sie!“ Und weil wir schon bei der Jagd sind, darf ein Hinweis auf die besondere Wertschätzung dieser ehemals äußerst begehrten Wildart nicht fehlen. Die erlegten Schnepfen wurden und werden dankbar verwertet, Teile davon als Trophäe oder besser als Erinnerungsstück aufbewahrt. Zu den Schnepfentrophäen gehört der Schnepfenbart, eine winzig kleine


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© Wild-Wissen/SJV

Umwelt

Die deutlich kleinere Bekassine erkennen wir aus der Nähe auch an der längsgestreiften Kopfoberseite. Ihr Stocherschnabel ist länger und dünner als jener der Waldschnepfe. Bekassinen sind Sumpfvögel und leben in der Nähe von Gewässern. Die Waldschnepfe hingegen ist die einzige zur Familie der Schnepfenvögel zählende Art, die große Mischwaldflächen als Lebensraum braucht und die darauf zutreffenden Biotope in ganz Europa bewohnt.

Federquaste an der Bürzeldrüse, und die Malerfeder, das ist das ganz kurze und spitze vorderste Federchen der beiden Handschwingen und wird so benannt, weil dieses Federchen für das Malen feinster Pinselstriche Verwendung fand. Hochgeschätzt war und ist das Wildbret der Schnepfe, wobei ein Detail aus heutiger Sicht etwas bedenklich anmuten wird, nämlich der „Schnepfendreck“. Die feingehackten Innereien einer Schnepfe (samt Inhalt wohlgemerkt) galten als Delikatesse und wurden, auf Brote aufgestrichen, in höchsten Tönen gelobt. Wie ausgesucht selten und wohl auch entsprechend teuer dieser Brotaufstrich war, geht aus dem heute noch in fröhlicher Runde gesungenen Wiener Scherzliedchens „Wer a Geld håt“ hervor, wo die Schnepfenstrophe lautet: „Wer a Geld håt, isst an Schnepf‘ndreck, und wer kuens håt, låsst die Schnepf’n weck, und der Refrain klingt schicksalsergeben: Mir isch ålles uens, mir isch ålles uens, ob i a Geld hån oder kuens!“ Kommen wir zurück auf die vielen schönen und interessanten Einzelheiten, die unsere Waldschnepfe auszeichnen. Wir waren zu Beginn bei der angebrochenen herbstlichen Jahreszeit. Es werden in den nächsten Tagen und Wochen die gelegentlichen und sicher seltenen Schnepfensichtungen etwas zunehmen. Einen auffallenden Höhepunkt gibt es in unseren Breiten im Monat November. Dann wird es erst wieder im Frühling spannend, wenn die Rückkehrer aus dem Winter-

quartier vorbeikommen und auch die hier brütenden Schnepfen ihr Brutgebiet, es sind dies die Mischwälder zwischen 300 und 1.300 Höhenmetern, besetzen. Wie viele Weibchen hier brüten, wissen wir nicht, denn der heimlich lebende und scheue Vogel lässt sich schwer oder überhaupt nicht sehen, geschweige denn zählen, weswegen die Bestände allenthalben unterschätzt werden. Dies hoffen die Vogelfreunde jedenfalls. Wir reden von brütenden Weibchen und nicht von Paaren. Die Schnepfen halten es nämlich mit der Fortpflanzung anders als die meisten anderen Vogelarten. Eine fixe Paarbindung gibt es bei ihnen nicht, vielmehr laden zur Zeit des Schnepfenstrichs die lockenden Weibchen die zufällig vorbeifliegenden Männchen zur Paarung ein, und die Paarungen sollen den Beobachtungen zufolge mit mehrmals wechselnden Partnern vollzogen werden, sodass den Schnepfen ein Hang zur Promiskuität eigen zu sein scheint. Dies wiederum hat seinen Niederschlag in der deutschen Gassensprache gefunden, indem nämlich eine Frau, die einem gelinde gesagt lockeren Lebenswandel frönt, als „Schnepfe“ artikuliert wurde. In unserer heutigen Zeit hat sich die Wahrnehmung der Sexualität insofern geändert, als verunglimpfend gemeinte Benennungen mehr und mehr obsolet werden. Die Weibchen tragen die alleinige Last bei der Brutaufzucht. Das Nest haben sie auf dem Waldboden am Rande von Schneisen, Gräben oder Wegen angelegt.

Die zimt- bis rotbraune Körperfärbung mit der feinen schwarzbraunen und weißlichen Musterung tarnen den am Boden sich drückenden Vogel gut. Die Waldschnepfe ist aus der Nähe an der dunkel quergebänderten Kopfoberseite eindeutig zu identifizieren.

Die Jungen sind Nestflüchter und werden vom Weibchen eineinhalb Monate lang geführt. Eine ganz besondere Obsorge des Muttervogels ist oft gesehen und beschrieben worden. Wenn Gefahr für die Jungen droht, dann klemmt das Weibchen jeweils eines seiner Jungen zwischen die Beinchen und gegen den Bauch und fliegt mit der wertvollen Last ein gutes Stück weit weg, macht dann dasselbe mit den restlichen zwei bis drei Jungen und bringt die Vogelkinder vor Fressfeinden oder vor anderen Störenfrieden in Sicherheit. Manche Weibchen wagen im Juni oder Juli eine zweite Brut, denn die Ausfälle sind hoch und der jährliche Zuwachs an frischgeschlüpften Küken liegt im Schnitt bei zwei bis drei Nachkommen pro brütendem Weibchen. Noch etwas zur Schnepfennahrung. Bei vielen Vögeln erkennen wir allein schon an der Form und Beschaffenheit des Schnabels, welche Nahrung sie vorwiegend zu sich nehmen. Der Waldschnepfe sieht man leicht an, dass sie den Schnabel zum Stochern im Boden benutzt. Sie sondieret dabei den Boden nach dort lebenden Kleintieren, und der Schnabel ist für diese Suche bestens ausgebildet. Die Spitze des in der Jägersprache als Stecher bezeichnete Schnabels enthält nämlich viele Tastkörperchen, zudem ist die Schnabelspitze beweglich, sodass die Schnepfe eine im Boden ertastete Beute fassen kann, ohne den gesamten Schnabel öffnen zu müssen. In der Liste der bevorzugten Beutetiere scheinen auf die Regenwürmer, die Schnecken und

Spinnen, die Tausendfüßler und Asseln, die Ohrwürmer, Wanzen und Käfer, und all diese Tierchen finden die Schnepfen nicht nur im Erdreich, sondern auch in der vermodernden Laubstreu, in Wildlosungen und Kuhfladen, und an den Letztgenannten können wir, wenn sie von kleinen Löchern übersät sind, erkennen, dass darin eine Schnepfe gestochert hat. Wie immer lohnt es sich, die Spuren und Zeichen der Tiere des Waldes genau anzusehen und zu untersuchen, sie verraten uns viel. Am ergreifendsten bleibt aber immer die direkte Beobachtung, die zufällige Begegnung , und wer immer seine Freude an solchen Erlebnissen hat, der möge abends oder morgens, wenn die ersten Sterne am Himmel blinken oder der Sonnenaufgang noch eine Stunde auf sich warten lässt, nach dem „Glück des Augenblicks“, in dem sich uns das seltene Tier unvermutet zeigt, Ausschau halten. Wie heißt es doch im wunderbaren Lied des Türmers Lynkeus, der mit seinen scharfen Augen zum Wachdienst auf Fausts Palast verpflichtet ist: „Zum Sehen geboren, Zum Schauen bestellt, Dem Turme geschworen Gefällt mir die Welt. Ich blick‘ in die Ferne, Ich seh‘ in der Näh Den Mond und die Sterne, Den Wald und das Reh. (…) Ihr glücklichen Augen Was je ihr gesehn, Es sei wie es wolle, Es war doch so schön!“ J. W. von Goethe Erker 10/26

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Schönes Unsichtbares

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Gesellschaft

Obernbergersee Die kurze Wanderung entlang der Forststraße hinauf – oder etwas steiler über die Wiesen – zu diesem prachtvollen Hochplateau lohnt sich allemal.

Franzensfeste

Das letzte Mal war ich vor mehreren Jahren hier und in meiner Erinnerung war der See bis zum Rand voll. Jetzt ist es anders, da durfte ich erst einmal das alte Bild in mir loslassen und die neue Umgebung akzeptieren. Zugegeben, am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig.

Nach der Banddurchschneidung übergab die Gemeindeverwaltung offiziell den Schlüssel an den Verein Oppidum.

Mit längerem Verweilen und Beobachten kann ich die neue Energie der Landschaft wahrnehmen und diese auch genießen. Ein bezaubernder Ort mit vielen magischen Plätzen, nur anders. Ist es nicht öfters so, dass wir Menschen etwas mit einer „gewissen Vorstellung“ begegnen? Und wenn es dann anders ist als erwartet, dass sich erst einmal Enttäuschung breit macht? Die Enttäuschung ist das Ende der Täuschung. Also: das alte Bild im Kopf sofort gehen lassen, das aktuelle annehmen und sich in die neue Situation einfügen, daraus etwas Schönes machen. Noch besser ist es, wenn wir ohne Erwartungen sind, dann können wir am meisten aufnehmen und uns an dem freuen, was da ist. Das einzige Gleichbleibende in unserem Universum ist Veränderung selbst.

Thor Volgger

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„Kein stummes Denkmal“

Wo einst das markante Straßenwärterhaus des nationalen Straßendienstes ANAS stand, erhebt sich heute das markante Haus „KM 488“. Am 19. September wurde das neue Gebäude feierlich eingeweiht. Auf einen lebendigen Treffpunkt im Ort hat die Bevölkerung mehr als 20 Jahre lang gewartet. Bis in die frühen 1980er Jahre wohnte im pompejanisch-roten ANASHaus an der Brennerstraße ein „Cantoniere“. Täglich kontrollierte er zu Fuß oder mit dem Rad seinen zugeteilten Straßenabschnitt, besserte Schotter aus und bot Reisenden im Notfall Schutz. Mit der Modernisierung der Fahrzeugtechnik und der Eröffnung der Brennerautobahn verlor die Staatsstraße jedoch zunehmend an Bedeutung, und Straßenwärtern wurden neue Aufgaben zugeteilt. 2006 plante die Gemeindeverwaltung, das inzwischen unbewohnte ANAS-Haus teilweise abzubrechen, wiederaufzubauen

und darin eine Bibliothek einzurichten. Ein 2014 unterzeichneter Vertrag sah eine 20-jährige Nutzungsdauer vor. 2017 ging das Haus in Landesbesitz über, 2018 überließ die Landesregierung die Immobilie kostenlos. Da eine Sanierung nicht möglich war und nur ein Abbruch und Wiederaufbau infrage kamen, musste eine neue Idee her. So schrieb die Gemeinde 2021 nach Workshops mit der Bevölkerung einen Planungswettbewerb aus, den das Studio KUP ARCH gewann. Auf der nur 11 x 11 m großen verfügbaren Baufläche entwarfen die Architekten einen schlanken, kraftvollen Baukörper, der sich nach innen konzentriert und in die Höhe stapelt, mit versetzten Fenstern und wandelbaren Räumen. Die Wände aus rot gefärbtem Beton mit Grün-WeißSchwarz-Akzenten erinnern an das alte Straßenwärterhaus. Zugleich vermitteln sie Geborgenheit, Energie und Neugier, das Haus zu entdecken, zu nutzen und zum Leben zu erwecken. Im Erd-


Gesellschaft

geschoss befinden sich Foyer, Aufenthaltsraum, Chill-Ecke, Büro. Eine Glasschiebetür führt hinaus in den Garten, der durch eine Mauer vom Straßenlärm abgeschirmt ist. Im ersten Obergeschoss, dem „Ort der Kulinarik, Gemeinschaft und Geist“, ist eine Küche mit Tischen, Stühlen, Spiel- und Leseecke eingerichtet. Der mit Holz ausgekleidete Mehrzweckraum im zweiten Obergeschoss eignet sich für Vorträge, Schulungen, Filmabende, Kurse und Vereinssitzungen. Eine Treppe windet sich spiralförmig durch alle Etagen hinauf bis zur ruhigen Dachterrasse mit weitem Blick auf die Umgebung und die Festung. Vor dem Haus ist ein Vorplatz mit runder Sitzbank unter einem Baum angelegt. Ein Weg führt durch den Garten bis zum südlich gelegenen Irma-Apor-Platz. Der Bau wurde im Frühjahr 2026 abgeschlossen. Die gesamten Baukosten inklusive Abbruch und

Einrichtung betrugen rund 1,935 Millionen Euro - 15 Prozent weniger als im Kostenvoranschlag vorgesehen. Bei der Eröffnungsfeier dankte Bürgermeister Thomas Klapfer allen, die an diesem „besonderen Projekt“ mitgewirkt haben, darunter Architekten, Firmen, Techniker, Handwerker, Mitarbeiter, ehemalige und heutige Verwalter sowie Referenten. Er dankte auch der Landesregierung für ihren Beitrag, den Anrainern für ihre Geduld, der Feuerwehr und dem Verein „Oppidum“ für die Organisation der Feier sowie den Schulkindern und der Band „Grandma’s Rocking Chair“ für die musikalische Umrahmung. „Seid stolz auf Franzensfeste und diesen wunderbaren Leuchtturm. Er ermöglicht, erleichtert und unterstützt Begegnung“, so Landesrat Philipp Achammer. Das Haus soll „kein stummes Denkmal“ sein, sondern

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ein Haus der Musik, des Tanzes, der Erinnerung, der Genüsse, der Künste, des Komforts und der Entspannung, ein aktives Gemeinschaftslabor für alle. Geführt wird das Haus vom Verein „Oppidum“, der Bürger aller Generationen und Kulturen einlädt, sich aktiv einzubringen, denn davon hängt die Zukunft von KM.488 ab. „Das Haus gehört nicht einzelnen Personen, sondern einer Idee. Diese lebt von uns Menschen, die sie mitgestalten“, so Vorsitzende Magdalena Wild. An der Pinnwand im Foyer können jederzeit Ideen hinterlassen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einer WhatsAppGruppe beizutreten. Das Herbstprogramm mit offenen Treffs, Spiel-, Vorlese- und Backnachmittagen, einem Kinoabend und einem Nachmittag für Senioren ist im Schaukasten und auf der Website www.km488.it veröffentlicht. rb

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Grabschmuck für Allerheiligen

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Gesellschaft

Mit Herz und Hand für den guten Zweck Wie jedes Jahr hat das AdventsmarktTeam Stilfes in vielen Stunden liebevoller Arbeit wunderschönen Grabschmuck, selbstgegossene Kerzen in allen Farben und Größen sowie dekorative Artikel für Gräber angefertigt. Die Unikate können am 23. Oktober auf dem Sterzinger Bauernmarkt

sowie am 30. und 31. Oktober beim Erntedankfest auf dem Sterzinger Stadtplatz erworben werden. Der gesamte Erlös wird an die Organisation „Südtirol hilft“ gespendet, die Menschen in akuten Notlagen rasch und unbürokratisch unterstützt.

Von Dankbarkeit getragen Wer Silvia Schifferle begegnet, spürt sofort ihre einnehmende Energie. Es ist eine feine, ehrliche Mischung aus herzlicher Offenheit, positiver Anpackmentalität und einer tief empfundenen Dankbarkeit für all jene Menschen, die ihren Weg begleiten. Die 33-Jährige aus Sterzing strahlt eine authentische Lebensfreude aus, die ihr gesamtes Umfeld im Nu ansteckt – ganz egal, ob bei der Arbeit, im ehrenamtlichen Engagement oder in ihrer Freizeit. I Barbara Felizetti Sorg Im Sterzinger Schwimmbad „Balneum“ hat Silvia – von ihren Freunden Silvi genannt – in den vergangenen Jahren nahezu alle Stationen durchlaufen und das Haus von Grund auf kennengelernt. Sie verfeinerte ihr Können an der Bar, betreute die Gäste im erholsamen Saunabereich und unterstützte das Team tatkräftig mit. Überall dort, wo Not am Mann war, sprang sie mit großem Einsatz ein. In diesem Jahr folgte jedoch ihr ganz persönliches Highlight: Zum ersten Mal durfte sie Seite an Seite mit den Bademeistern arbeiten und sie vor allem bei der Ausgabe von Sonnenschirmen und Liegestühlen unterstützen. Tief beeindruckt zeigt sie sich auch von den Schülern des Sportgymnasiums, die ihre Ausbildung zum Bademeister absolviert haben. Damals dachte sie sich noch in aller Bescheidenheit: „Das würde ich niemals schaffen.“ Doch das Zuschauen weckte ihre Neugier, sie lernte viel dazu und wuchs schnell in

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die neue Aufgabe hinein. Mit wachem Blick dachte sie mit, regte Veränderungen an und brachte spürbar frischen Wind in den Arbeitsalltag. „Ich habe mich beim Arbeiten noch nirgends so wohl gefühlt wie dort. Wir haben gut zusammengeschaut, zusammen gescherzt – für mich ist das wie eine Familie.“ Man spürt ihre tiefe Dankbarkeit, die in diesem Satz steckt. Dass das Team um Matteo, Alex, Silvi, Hessam, Davide, Juri, Max und Lara weit mehr als bloße Arbeitskollegen geworden ist, bedeutet ihr unendlich viel. Es ist ihr daher ein ganz persönliches Herzensanliegen, ihnen allen namentlich zu danken. Voller Rührung betont sie, wie selten eine solche Kollegialität ist: „Das ist nicht selbstverständlich, sie bedeuten mir sehr viel.“ Sie haben sich für sie und ihre beiden Arbeitskollegen Felix und Michael eingesetzt, regelmäßig nachgefragt, wie es ihnen gehe und ob sie etwas brauchen. Nach früher enttäuschenden und schwierigen Erfahrungen im Leben genießt sie es zutiefst, endlich auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden. „Ernst genommen zu werden, wertgeschätzt zu werden – das tut einfach gut. Ich war lange nicht mehr so glücklich wie in diesem Jahr.“ Leidenschaft Eishockey Diese positive Lebenseinstellung prägt auch ihre Freizeit. Ihre große Leidenschaft gehört dem Eishockey: Vor vielen Jahren durch ihren Cousin Amadeus infiziert, der früher bei


Gesellschaft

Freunde: Silvia mit den DJs Fury und Hopex

Auf dem Laufsteg: ein Erlebnis mit vielen Emotionen

körpert. Silvia lächelt verträumt, wenn sie an ihr nächstes großes Ziel denkt: „Einmal zwei Minuten mit Braathen sprechen oder ein Erinnerungsfoto machen – das wäre ein absoluter Traum.“

zurückkehrte, übermannten sie jedoch die Emotionen und die Freudentränen flossen. Ihr zusätzliches Engagement im Vorstand der Lebenshilfe Wipptal erfüllt sie mit enormem Stolz. Dass sich all diese neuen Türen für sie geöffnet haben, motiviert sie jeden Tag aufs Neue.

Gesellschaftliches Engagement Silvia Schifferle: Im Einsatz beim Blaulichttag

den Broncos spielte, geriet Silvia bei einem Spiel gegen Valpellice erstmals mit diesem Sport in Kontakt. Aus diesem ersten Funken wurde eine dauerhafte Liebe, aus der sogar eine langjährige Freundschaft mit einem damaligen kanadischen Spieler entstand. Mittlerweile fährt sie regelmäßig ins Rienzstadion zu den Pusterer Wölfen nach Bruneck. Sie schwärmt von der faszinierenden Atmosphäre der Stadt, dem geselligen Miteinander beim Ausgehen in SzeneClubs wie dem „Pukanaka“ sowie den Freundschaften mit DJs, die für sie eine ebenso enge Gemeinschaft bilden. Eine Zeit lang besuchte sie Spiele in Sterzing, Bozen und Bruneck gleichzeitig, doch als das zu viel wurde, entschied sie sich ganz für Bruneck, wo sie „wirklich sehr feine Leute“

um sich hat. Gerne unterwegs ist sie auch im Club „Max“ in Brixen. Ein unvergesslicher Gänsehautmoment war zudem der Besuch des Skiweltcups in Alta Badia vor zwei Jahren. Schon die Vorstellung davon war riesig, doch die Realität übertraf alles. Dort traf sie ihr großes Idol Lukas Pinheiro Braathen. Mit Zettel und Stift bewaffnet, ergatterte sie sogar ein Autogramm: „Als ich ein Autogramm von meinem Idol bekommen habe, habe ich Freudentränen geweint und war total sprachlos.“ Im vergangenen Jahr überreichte sie ihm sogar einen persönlichen Brief. Mittlerweile steht sie in engem Kontakt mit seinem brasilianischen Fanclub, dessen Philosophie – dargestellt durch drei Herzen für Kälte, Gold und Gesundheit – die Werte Respekt, Liebe und Inklusion ver-

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Auch gesellschaftlich übernimmt Silvia mit beeindruckender Selbstverständlichkeit Verantwortung. Als Vorstandsmitglied der Initiative „Wipptal – Der kleine Bezirk mit dem großen Herzen“ treibt sie Projekte wie den Blaulichttag mit vollem Einsatz voran, verteilt Flyer und bewirbt die Events. Unvergessen bleibt ihr erster Auftritt bei einer Modenschau im Stadttheater, bei der sie gemeinsam mit der ehemaligen Miss Südtirol Marion Prossliner auf den Laufsteg durfte. Obwohl sie normalerweise schnell aufgeregt ist, fand sie auf der Bühne ganz zu sich selbst. Ganz vorne am Laufsteg angelangt, erlaubte sie sich spontan einen kleinen Scherz, riss spritzig ihre dicke Jacke auf und riss das Publikum im Saal, wo auch ihr Vater und ihre beste Freundin saßen, zu Begeisterungsstürmen hin. Als sie hinter die Bühne

Besonderer Kraftort Ein ganz besonderer Kraftort, der sie magisch anzieht, ist die kleine Marienkapelle in Flading im hintersten Ratschingstal. Hier schließt sich für sie ein bedeutungsvoller Familienkreis: Genau dort gaben sich ihre Eltern einst das Ja-Wort und sie selbst empfing an diesem Ort das Sakrament der Taufe. Immer wieder sucht sie diesen Ort auf, um innezuhalten. Und für ihre eigene Zukunft hat sie bereits einen klaren Wunsch vor Augen: „Wenn ich einmal heiraten sollte, möchte ich die Tradition fortführen und das auch dort tun.“ Silvia Schifferle zeigt auf beeindruckende Weise, was geschieht, wenn man der Welt mit Mut, Empathie und ehrlicher Dankbarkeit begegnet: Man bekommt ein Vielfaches an Wärme zurück. Erker 10/26

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HERBSTGENUSS RUND UM DIE KASTANIE

Die Eisacktaler Kastanienwochen Wenn sich die Blätter färben und die Kastanien reif werden, beginnt im Eisacktal eine besonders genussvolle Zeit: Vom 17. Oktober bis zum 1. November laden 13 Gastbetriebe zur 25. Ausgabe der Eisacktaler Kastanienwochen.

© Florian Andergassen

Geröstete Kastanien und Törggelen gehören zum Südtiroler Herbst. Dass die heimische Frucht aber weit mehr kann, beweisen seit mittlerweile 25 Jahren die Eisacktaler Kastanienwochen. Was einst mit einer engagierten Gruppe von Gastronomen begann, ist heute ein fester Bestandteil des kulinarischen Herbstes im Eisacktal. In den teilnehmenden Restaurants und Gasthäusern wandern die „Keschtn“ in unterschiedlichster Form auf den Teller: Sie verfeinern Vorspeisen, begleiten herzhafte Hauptgerichte oder sorgen für den süßen Abschluss. Dabei interpretiert jeder Betrieb die Kastanie auf seine eigene Art – einmal bodenständig und traditionell, einmal überraschend und zeitgemäß. Viele Gastgeber sind bereits seit Jahren dabei, heuer kommt mit dem Restaurant „Mira Sabiona“ in Gufidaun ein neuer Betrieb hinzu. So lohnt es sich, gleich mehrere Adressen anzusteuern und die Vielfalt der Kastanienküche zu entdecken.

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Neben den Kastanienspezialitäten erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Geführte Genusswanderungen, Verkostungen und Bauernmärkte rücken die Region und ihre Spezialitäten in den Mittelpunkt. Besonders schön lässt sich die Einkehr mit einem herbstlichen Spaziergang verbinden. Der rund 90 Kilometer lange Keschtnweg von Neustift über Feldthurns bis nach Terlan/Vilpian führt durch Mischwälder, Wiesen und Felder und vorbei an zahlreichen Kastanienhainen. Gerade im Herbst entfalten diese ihren besonderen Reiz. Was gibt es da Schöneres, als einen Ausflug mit einer Einkehr in einem der teilnehmenden Gastbetriebe abzurunden und die „Keschtn“ anschließend auch auf dem Teller zu genießen?

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Die Eisacktaler Kastanienwochen finden vom 17. Oktober bis zum 1. November statt. Alle teilnehmenden Betriebe und das Programm: www.kastanie.it


Törggelen im Wipptal Jedes Jahr kehrt er wieder, der Herbst in buntem Gefieder. Goldbraun die Wälder, klar die Sicht, raschelndes Laub im Sonnenlicht. Wer wandert mit bedachtem Schritt, dem geht auch gern der Hunger mit. Knödel, Kraut und Würste fein, Keschtn, Krapfen, neuer Wein – wie köstlich kann die Einkehr sein! Man sitzt beisammen in froher Runde, genießt den Tag und jede Stunde. Und wer es auch schon oft erlebt: Jedes Mal wird es neu gelebt. So soll es sein, so darf es bleiben: „Törggelen“ soll uns stets erfreuen.

Törggelezeit im Gasthaus Wolf

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50 Jahre gelebter Dienst am Nächsten Auf den Tag genau 50 Jahre nach der historischen Gründungsversammlung blickte der Bergrettungsdienst im AVS Ridnaun/Ratschings am 12. September im Biathlonzentrum in Maiern auf eine bewegte und zutiefst von Kameradschaft geprägte Vereinsgeschichte zurück. Die Feierlichkeiten begannen mit einer Messfeier, zelebriert von Pfarrer Thomas Stürz. Im Anschluss daran nutzten Ehrengäste, Mitglieder und Wegbegleiter den Festakt, um das halbe Jahrhundert ehrenamtlichen Einsatzes gebührend zu würdigen. In den Festreden spiegelte sich die große Wertschätzung wider, die dem Bergrettungsdienst im Wipptal und weit darüber hinaus entgegengebracht wird. Rettungsstellenleiter Philipp Braunhofer zeichnete in seinem Rückblick den Weg von den bescheideneren Anfängen hin zu einer modernen Spezialorganisation nach. Bürgermeister Sebastian Helfer betonte in seinen Grußworten, dass die Bergrettung weit mehr als ein Rettungsdienst sei; vielmehr sei sie ein unverzichtbarer Teil der Identität der Gemeinde Ratschings und ein Vorbild für Verlässlichkeit und Zusammenhalt. Herbert Thaler, BRD-Bezirksvertreter für das Eisacktal, schloss sich den Glückwünschen an und hob die kontinuierliche Einsatzbereitschaft im anspruchsvollen Gelände hervor. Ein besonderes Highlight der Jubiläumsfeier war eine kleine Ausstellung, in der historische Fotos und Ausrüstungsgegenstände den enormen Wandel der Zeit greifbar machten: Wo früher schwere Gebirgstragen, einfache Seile und improvisiertes Material

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Bergrettungsdienst Ridnaun/Ratschings: 50 Jahre gelebter Dienst am Nächsten

den Alltag prägten, stehen den Helfern heute modernste digitale Funknetze, Wärmebild-Drohnen, Spezialausrüstungen für Liftevakuierungen und eine enge Anbindung an die Flugrettung zur Verfügung. Zudem stellte der Verein seine gedruckte Chronik vor, die das Einsatzgeschehen und die Meilensteine dokumentiert. Pioniergeist und Kräftebündelung

Gemeindegrenzen kennen, folgte im Jahr 1978 der entscheidende Schritt, um die Effizienz des Rettungsdienstes zu steigern: Die zwei Jahre zuvor (1974) gegründete Rettungsstelle Ratschings und die Rettungsstelle Ridnaun schlossen sich zum gemeinsamen Bergrettungsdienst Ridnaun/Ratschings zusammen, um Kräfte, Wissen und Material zu bündeln. Auch die räumliche Entwicklung spiegelte das stetige Wachstum wider: Nach Anfängen in privaten Provisorien bezogen die Bergretter 1985 ihr erstes fixes Vereinslokal in der ehemaligen Elektrozentrale des Bergwerks Schneeberg in Maiern. Zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 2002 folgte der Umzug in das moderne Vereinslokal in einem Zubau des Kulturhauses, ehe 2018 in Stange ein weiterer Stützpunkt mit Versammlungsraum, Garage und Hubschrauberlandeplatz in Betrieb genommen werden konnte.

Die Geschichte der Bergrettung Ridnaun nahm im Sommer 1976 ihren Anfang, als die steigenden Alpinistenzahlen in den Stubaier Alpen immer häufiger ein organisiertes Eingreifen verlangten. Am 12. September 1976 traten engagierte Männer im Hotel „Sonklarhof“ zusammen und beschlossen die Gründung einer Außenstelle des BRD Sterzing. Unter der Führung des ersten Rettungsstellenleiters Hermann Vantsch zeichnete sich die Gruppe sofort durch Eifer aus: Schon vier Tage nach der Gründung Herausfordernde Einsätze fand im Sonklarhof die erste Knotenschulung statt. Über die fünf Jahrzehnte hinweg Da Notfälle in den Bergen keine wurden die Helfer zu Hunder-

ten herausfordernden Einsätzen gerufen. Das Spektrum reicht dabei von spektakulären und tragischen Ereignissen – wie der doppelten Hubschrauber-Katastrophe am Gamsberggraben (1982), dem dramatischen Einsatz während eines Unwetters am Becherhaus (1983) oder der Bergung von Seilbahngästen am Wasserfallerlift (2023) – bis hin zu großangelegten Lawinensuchen. Der Wandel von einer reinen Bergungstruppe hin zur hochspezialisierten Einsatzkraft zeigt sich in den vielfältigen Sparten: Heute gehören Hundeführer, eigene Drohnenpiloten, Spezialisten für Seilbahnevakuierungen, Pistenretter sowie ausgebildete Einsatzleiter zum festen Stamm. Trotz aller technischer Weiterentwicklung ist das Fundament jedoch unverändert geblieben: Es ist der ehrenamtliche Einsatz von Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit ihr eigenes Leben riskieren, um anderen zu helfen.

bar


Gesellschaft

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Drei runde Jubiläen Mitte September feierte der Bergrettungsdienst Gossensaß/ Pflersch in der Ladurnerhütte gleich drei runde Jubiläum: Vor 70 Jahren wurde die Bergrettung Gossensaß gegründet, vor 50 Jahren die Bergrettung Pflersch; und vor 30 Jahren haben sich beide zu einer gemeinsamen Ortsstelle zusammengeschlossen. „Hinter diesen 70 Jahren stehen nicht einfach sieben Jahrzehnte Vereinsgeschichte. Dahinter stehen Menschen. Menschen, die bereit waren und sind, ihre Freizeit zu opfern, ihre Familien zurückzulassen, ihre Arbeit zu unterbrechen und bei jedem Wetter dorthin zu gehen, wo andere nicht mehr weiterkommen“, so Rettungsstellenleiter Thomas

Vor 70 Jahren 14 Männer gründeten am 2. Jänner 1956 die BergrettungsOrtsstelle Gossensaß: Alois Amort, Ferdinand Egarter, Hubert Girtler, Max Gogl, Karl Gschnitzer, Hermann und Robert Heidenberger, Oswald und Otto Holzer, Karl Nußbaumer, Franz und Paul Pittracher, Rudolf Schneider und Bruno Vigl. „Sie haben nicht darauf gewartet, dass jemand anderer die Verantwortung übernimmt. Sie haben selbst Verantwortung übernommen“, betonte Thomas Windisch. Bis 1970 war die Ortsstelle zunächst den Rettungsstellen Sterzing und Bozen zugeordnet. Danach arbeitete sie eng mit Sterzing, Ridnaun und Pflersch zusammen.

Windisch in seiner Festrede bei der Jubiläumsfeier. „Dahinter stehen vor allem auch viele Menschen, die dank der Bergrettung wieder gesund nach Hause gekommen sind.“ Als die Bergrettung Gossensaß am 2. Jänner 1956 gegründet wurde, waren die Berge rund um Gossensaß und Pflersch dieselben wie heute. Die Möglichkeiten der Rettung waren allerdings völlig andere. „Es gab kein Handy, kein GPS und keine digitale Alarmierung“, betonte Windisch. Kam es zu einem Unfall, mussten sich die Helfer zu Fuß auf den Weg machen, mit Seil, Trage und dem wenigen Material, das damals zur Verfügung stand. Vor 50 Jahren, im Jahr 1976, entstand die Bergrettung Pflersch als eigene Ortsstelle. Von diesem Zeitpunkt an stand auch das Pflerschtal mit einer eigenen, fest verwurzelten Mannschaft für die Rettung im Gebirge bereit. Zwei Jahrzehnte lang wirkten Gossensaß und Pflersch eigenständig weiter. „1996 vereinten sich alle hinter einer gemeinsamen Zukunftsvision: der Bergrettung Gossensaß/Pflersch. Diese Vision wurde Wirklichkeit und wird bis heute von allen mit Stolz getragen“, betonte Windisch. Heute erleichtern moderne Technik und Ausrüstung die Arbeit der Bergretter. „Aber bei allen technischen Entwicklungen hat sich eines nicht verändert: Niemand rettet allein. Bergrettung ist Mannschaftsarbeit“, sagte Windisch und verwies auch auf die Bedeutung von Ausbildung und Teamarbeit. Ein besonderer Dank galt bei der Feier den Familien der Bergretter. „Unsere Partner sowie unsere

(v. l.) Thomas Windisch, Reinhard Holzer, Paul Seidner und Peter Thaler sowie BRD-Landesleiter Thomas Hellrigl

Kinder und Familien tragen diese Tätigkeit mit“, betonte er; zudem dankte er den Partnerorganisationen für die Zusammenarbeit und erinnerte an die verstorbenen Kameraden. Ein besonderer Augenblick war die Ernennung von Peter Thaler und Paul Seidner zu Ehrenmitgliedern. Reinhard Holzer wurde für 40 Jahre beim BRD geehrt, Thomas Windisch für 25 Jahre. Mit Blick auf die Zukunft betonte Windisch: „Unsere Mannschaft

ist unser größtes Kapital.“ 70 Jahre Bergrettung seien nicht nur Anlass zur Freude, sondern auch eine Verpflichtung für die Zukunft. „Denn wenn irgendwo in unseren Bergen jemand in Not gerät, dann soll auch in Zukunft gelten: Die Bergrettung Gossensaß/Pflersch kommt.“ Zum Jubiläum gratulierten auch der BRD-Landesleiter Thomas Hellrigl, Bürgermeister Martin Alber sowie die Vertreter von Behörden und Zivilschutz.

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Gesellschaft

Sterzing

Blaulichttag – Oldtimer trifft Moderne

Sterzing

Gemeinsam unterwegs – Genuss verbindet Mehr als 50 Personen nahmen Mitte September an der Sterzinger Genusswanderung der Vereine teil. Die ursprüngliche Idee zur Genusswanderung stammt vom italienischen Bildungsausschuss Sterzing und wurde bereits 2019 erstmals umgesetzt. In diesem Jahr wurde sie gemeinsam weiterentwickelt: Der italienische und der deutsche Bildungsausschuss Sterzing sowie der Tourismusverein Sterzing organisierten die Genusswanderung erstmals gemeinsam und setzten sie zusammen mit Vereinen beider Sprachgruppen um. Und genau das war der besondere Spirit dieses Tages: Eine bestehende Idee wurde gemeinsam weiterentwickelt: gemeinsam organisieren, gemeinsam genießen und Gemeinschaft leben, über Sprachgrenzen hinweg. Die Begeisterung und die vielen positiven Rückmeldungen zeigten: Die gemeinsame Premiere war ein voller Erfolg. Gerade in dynamischen

Zeiten braucht es solche Zeichen: weniger Nebeneinander, mehr Miteinander. Sterzing hat gezeigt, wie einfach gelebtes Zusammenleben

sein kann. Dabei blieb auch Zeit zum Innehalten und Entschleunigen: gemeinsam wandern, miteinander reden und die kulinarischen Stationen genießen. Einen schönen Schlusspunkt setzte die gemeinsame Lotterie, bei der alle noch einmal zusammenkamen. Ein rundum gelungener Tag, der Lust auf eine gemeinsame Fortsetzung macht.

Wipptal

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„Mehrwert für Gesellschaft“ Ende Juli unternahmen die Freiwilligen des Sozialdienstes und des Seniorenwohnheims mit © BZG Wipptal

Am 30. Oktober findet in Sterzing mit Beginn um 17.00 Uhr wieder der Blaulichttag statt. Unter dem Motto „Oldtimer trifft Moderne“ präsentieren die verschiedenen Wipptaler Blaulichtorganisationen historische und moderne Einsatzfahrzeuge. Neu ist in diesem Jahr eine Fotoausstellung im Rathaus mit historischen Bildern der Blaulichtorganisationen. Der Zwölferturm wird zu Ehren der Organisationen wieder in blaues Licht getaucht. Der Blaulichttag ist vor allem ein großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte, die das ganze Jahr über für die Bevölkerung da sind. Weitere Informationen unter www. zeitschenken.it

Vizepräsidentin Eva Frick und Leitungskräften der Dienste ihren alljährlichen Ausflug, der sie über den Lehrpfad des Bergwerkes Schneeberg führte. Brigitte Mayr, Direktorin des Sozialdienstes, dankte allen Mitarbeitenden für die gute Koordinierung der Einsätze und die organi-

satorische Arbeit sowie den Freiwilligen für die Dienste, die sie im Laufe des Jahres geleistet haben. „Wir freuen uns sehr, dass unser Team der Freiwilligen Zuwachs erfahren hat und derzeit 42 Personen in den verschiedenen sozialen Diensten aktiv tätig sind. Diese freiwillige Mitarbeit unterstützt und ergänzt unsere professionelle Arbeit und schafft einen Mehrwert, der unsere Anerkennung und unseren Dank verdient.“ Vizepräsidentin Eva Frick machte einen Vergleich mit dem hl. Christophorus: Dieser trage – wie die Freiwilligen – Sorge dafür, dass jenen, die auf einem beschwerlichen Weg Unterstützung brauchen, diese auch gegeben wird. Dieses schöne Bild konnten alle als Motivation für ihre weiteren Einsätze mit nach Hause nehmen. Wer freiwillig mitarbeiten möchte, kann sich gerne an den Sozialdienst Wipptal wenden (Kontakt: Claudia Zampol, Tel. 0472 726406).


Gesellschaft

Unter dem Jahresthema „Füreinander – Solidarisch leben und handeln“ trafen sich kürzlich KVW-Mitglieder aus dem Wipp-, Eisack- und Pustertal zum diesjährigen Bezirkstreffen auf Burg Reifenstein. Die Teilnehmenden nutzten

die Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Aktivitäten für das kommende Arbeitsjahr zu planen. „Gerade solche Treffen zeigen, was den KVW ausmacht: Wir sind füreinander da, tauschen uns aus und erleben Gemeinschaft“, betonte Bezirksvorsitzen-

der Karl Kerer. Zu den Gästen zählten u. a. KVW-Geschäftsführer Werner Atz, die Bezirksvorsitzenden Walter Niederstätter (Eisacktal) und Monika Gatterer (Pustertal) sowie Vorstandsmitglied Greti Plaickner. Das Treffen stärkte die Verbindung zwischen den Ortsgruppen und Bezirken, ganz im Sinne des Sozialverbandes, der seit 1948 in Südtirols Dörfern fest verankert ist. Denn Solidarität beginne im Kleinen: beim Zuhören, Unterstützen und gemeinsamen Tun. Ein besonderer Dank galt Karl Kerer für die Organisation sowie den über 40 ehrenamtlichen Mitarbeitenden und Mitgliedern, die mit ihrem Engagement zum gelungenen Tag beigetragen haben.

Franzensfeste

Blumen zum Hochfest

Wie jedes Jahr haben die fleißigen Frauen des KVW Ortsausschusses von Franzensfeste zum Hochfest Mariä Himmelfahrt Blumen- und Kräutersträuße gebunden. Sie wurden während der Messfeier geweiht und anschließend auf dem Kirchplatz verteilt.

Pilgern im „Monat der Schöpfung“ © Diözese Bozen-Brixen

KVW-Treffen auf Burg Reifenstein

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Wipptal

Zu Besuch bei Christoph Schweigl

Zahlreiche Wipptaler Senioren reisten Anfang September nach Neumarkt im Unterland. Während der Fahrt informierte Karl Kerer die Teilnehmer über die Umgebung. Bei einer Kaffeepause traf die Gruppe auf den ehemaligen Sterzinger Dekan Christoph Schweigl. Im Anschluss daran feierte die Gruppe eine gemeinsame Messe in der Pfarrkirche St. Nikolaus.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen am Kalterer See gab es am Nachmittag Gelegenheit für Spaziergänge am See, den Besuch einer Eisdiele sowie für gesellige „Ratscher“ und Kartenspiele. Nach einer abschließenden Einkehr zur Marende traten die Teilnehmer die Heimreise an, die mit Gesang und guter Laune wie im Flug verging.

Anfang September führte eine Fußwallfahrt des diözesanen Pilgerbüros von Pflersch nach Meransen. Begleitet von Priester und Naturkenner Markus Moling sowie Wanderleiterin Anna Maria Obrist verband die Pilgerwanderung im „Monat der Schöpfung“ Naturbeobachtung, Gebet und gemeinsames Unterwegssein. Seit 2018 durchqueren die Wallfahrer, ausgehend von Innichen, die Dolomiten, 2025 zogen sie erstmals nach Pflersch. Die diesjährige Etappe verlief über den Brenner, das ehemalige Skigebiet Zirog weiter nach Pfitsch und zum Marienwallfahrtsort Trens bis nach Vals und Meransen. Geprägt war die mehrtägige Wanderung von morgendlichen Besinnungen und Messfeiern, Stille, Gebet und Gespräch.

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FINDE DEN PASSENDEN SCHATTEN!

Kindetr e sei

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Der Herbst ist da, ganz bunt und fein, fallen, rot und klein. 4 4 Blätter -Der Wind, er weht, der Regen lacht, der Herbst hat uns viel Spaß gebracht.

Bastelidee:

Kürbis schnitzen

Schneide beim Kürbis oben einen Deckel ab und hole mit einem Löffel die Kerne und das Innere heraus. Male danach ein Gesicht auf den Kürbis und schneide es vorsichtig aus. Zum Schluss kannst du ein Licht hineinstellen – fertig ist der Kürbis!

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Sterzing

„Die Macht des Reisepasses“

BEVOR EINE IMMOlllllE SIC HlAR WIRD, BRAUCHT SIE VERTRAUEN,

Warum können manche Menschen spontan ein Flugticket buchen und nahezu jedes Land bereisen, während andere selbst für kurze Reisen jahrelange Visaverfahren, hohe Kosten oder Ablehnungen in Kauf nehmen müssen? Mit der Kampagne „Pushing the Boundaries – Die Macht des Reisepasses“ macht die OEW südtirolweit auf die globale Ungleichheit von Bewegungsfreiheit aufmerksam. Begleitet wird die Kampagne von einer landesweiten Plakataktion. Höhepunkt der Kampagne war

die öffentliche Mitmachaktion „Ein Schritt nach vorn“ Ende September an acht öffentlichen Plätzen in Südtirol, darunter auch in Sterzing und in Franzensfeste. Die Teilnehmer schlüpften in unterschiedliche Lebensrealitäten und erfuhren unmittelbar, wie stark Geburtsort, Staatszugehörigkeit, finanzielle Situation oder politische Konflikte darüber entscheiden, wer Grenzen überwinden kann – und wer nicht. Schritt für Schritt wurde sichtbar, wie ungleich Bewegungsfreiheit weltweit verteilt ist.

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durcheinander. Sie ist eine Zeit bedeutsamer Wandlung, von Frau zu Muttersein, von einer Paarbeziehung zu einer Familie. Schwangerschaft und Geburt sind Lebensübergänge, in denen eine Frau sensibel ist für einen tieferen Zusammenhang und sich einer Spiritualität öffnet. Das Ziel dieser Segensfeier ist es, dem heranwachsenden Kind und den Eltern segensreiche Worte, Gedanken und Gesten für die bevorstehende Zeit mit auf den Weg zu geben und die Zuversicht zu schenken, dass ein jedes Kind ein Segen ist.

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RMUNG 2027

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Segensfeier für werdende Eltern Die Katholische Frauenbewegung der Seelsorgeeinheit Wipptal lädt alle werdenden Mütter und Väter, Großeltern und Freunde am 10. Oktober um 16.00 Uhr zur Segensfeier in die Kapuzinerkirche von Sterzing ein. Die Zeit der Schwangerschaft ist eine Zeit des Staunens über das Wunder der Entstehung und des Heranwachsens menschlichen Lebens. Es ist auch eine Zeit des Wartens, Hoffens und Bangens, das die ganze Familie und den Freundeskreis erfüllt. Eine Schwangerschaft wirbelt vieles im Leben einer Frau

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Wir Tcu n ns uf dlc.h

E1ne Glaubens e1.er

für DEIN Leben Du bisi Jah,gang 2010

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dich firmen

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herzlicheingeladen. dlch auf den Weg zur Firmung zu machen• gemeinsammit anderenJugendlichen, mit Zeit für Fragen,Gespräche,Gemeinschaftund neue Erfahrungen.

nformationsabend Fre·ta9, 9. Oktober 2026, 19.00 Uhr. Aula,der Grundschule Rampold, Sterzlng F'ür interessierte Juq,endliche und Eltern 1

Firmteier:

Seelsorgeeinheit Erker 10/26

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Whats Upp?! im Wipptol von Tobi vom Jugenddienst

Gemeinsam

Frieden gestalten

Ein cooles neues Projekt zeigt, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt: In Sterzing haben sich ganz unterschiedliche Menschen – von Kindergartenkindern über Jugendliche bis hin zu Senioren – zusammengetan, um ein starkes Zeichen für das Miteinander zu setzen.

Im Frühjahr 2025 ging es los: Verschiedene Vereine, Schulen und Gruppen trafen sich, um Ideen für Frieden in ihrer Stadt zu sammeln. Die Idee: bunte Friedensbänke, die in ganz Sterzing aufgestellt werden und einen besonderen Rundweg für den Frieden bilden. Die Gemeinde Sterzing hat die Bänke bereitgestellt, danach haben alle zusammen angepackt: Jede Bank wurde individuell gestaltet, vollgepackt mit bunten Farben, Friedenssymbolen und inspirierenden Gedanken.

Die fertigen Friedensbänke werden nun auf einer eigenen Karte eingezeichnet und bilden einen Rundweg durch die Gemeinde Sterzing. Sie sind perfekte Spots, um kurz abzuschalten, Energie zu tanken, sich mit Freunden zu treffen oder auch mit neuen Leuten ins Gespräch zu kommen.

SAVE THE DATE:

Am 17. Oktober um 10.00 Uhr

werden der Rundweg für den Frieden und die Bänke auf dem Stadtplatz in offiziell eingeweiht. 38 Sterzing Erker 10/26


Gesellschaft

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Lernen jenseits des Klassenzimmers Mit der neu gegründeten Stiftung perspektiven-lernen sollen junge Menschen in Südtirol künftig noch stärker von besonderen Lernorten außerhalb des Klassenzimmers profitieren. Die Stiftung mit Sitz in Bozen unterstützt Projekte, in denen Lernen praxisnah, erfahrungsorientiert und gemeinschaftlich stattfindet. Offiziell trägt sie den Namen „Stiftung für die Unterstützung des Bildungssystems der Deutschen Bildungsdirektion“. Sie wurde auf Initiative von Bildungslandesrat Philipp Achammer gemeinsam mit dem Verein Horizont ins Leben gerufen. Den Vorsitz der Stiftung hat Josef Watschinger inne. Die Stiftung baut auf bestehenden Bildungsinitiativen in Südtirol auf. Außerschulische Lernorte ermöglichen Kindern und Jugendlichen Lernen durch praktische Erfahrungen, Naturerlebnisse, kreatives Arbeiten und gemeinsames Handeln. Dazu zählen u. a. die Erlebnisschule Langtaufers, der Burger Hof in Prags, die WerkSTOTTschual Aschbach sowie die Draußenschule Ahrntal. Ein zentrales Ziel der Stiftung ist es, bestehende Lernorte zu stärken und ihre Weiterentwicklung zu unterstützen. Gleichzeitig sollen neue Lernorte entstehen. So wird in Perdonig ein neuer Lernort gemeinsam mit unterschiedlichen Beteiligten entwickelt und gestaltet. Im September startet zudem das

grenzüberschreitende Interreg-Projekt im Wipp- und Eisacktal, in dessen Rahmen gemeinsam mit Partnern neue Ideen und Angebote für junge Menschen und die Region entwickelt werden. Die Stiftung fördert die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Lernorten und weiteren Partnerorganisationen. So wächst ein Netzwerk, das Lernen auch außerhalb des Klassenzimmers stärkt und weiterentwickelt. Begleitet wird die Stiftung von einem fünfköpfigen Stiftungsrat, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden die strategische Ausrichtung verantwortet. Die Lernorte schaffen Räume, in denen Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen, ihre Stärken entdecken, Gemeinschaft erleben und nachhaltige Erfahrungen sammeln können. Ziel ist es, junge Menschen auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten und sie bei der Entfaltung ihrer Potenziale zu unterstützen. Inklusion ist dabei ein Grundprinzip. „Unabhängig von individuellen Voraussetzungen oder Bedürfnissen stehen die Lernorte allen Kindern und Jugendlichen offen. Vielfalt wird dabei nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung verstanden“, betont Direktorin Angelika Griessmair. Der Name der Stiftung ist Programm: perspektiven-lernen steht für die Idee, jungen Menschen neue Blickwinkel zu eröffnen und ihnen Erfahrungen zu ermöglichen, die ihren

Blick auf sich selbst, auf andere und auf die Welt erweitern. Weitere Informationen unter www.perspektiven-lernen.org

Ihre Meinung ist gefragt! Was braucht es, damit sich Kinder und Jugendliche im Wipptal und im Eisacktal entfalten, Neues ausprobieren und ihre Region mitgestalten können? Genau das möchte die Stiftung perspektiven-lernen jetzt von der Bevölkerung wissen. Im Rahmen eines Interreg-Projektes soll – gemeinsam mit Partnern nördlich und südlich des Brenners – ein neuer außerschulischer Lernort entstehen: ein Raum zum Lernen, Ausprobieren und Anpacken, der die bestehende Bildungslandschaft ergänzt. Bevor geplant wird, wird zugehört: Alle Menschen aus dem Wipptal diesseits und jenseits des Brenners sowie dem Eisacktal sind eingeladen, an einer Online-Befragung teilzunehmen. Die Teilnahme ist anonym. Die Ergebnisse fließen direkt in Gespräche und Workshops ein, bei denen die Idee des Ortes konkret Gestalt annimmt. Die Befragung, die über den QR-Code abrufbar ist, läuft bis Ende Oktober. Jede Stimme zählt – die von Jugendlichen genauso wie die von Eltern, Berufstätigen, Ehrenamtlichen und Menschen mit langer Lebenserfahrung.

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Kultur

Bebender Stadtplatz Es war das vierte „Gegen die Stille“-

Sterzing restlos ausverkauft.

Jungfelder Böhmischen und „MOS –

Festival , das Ende August auf dem

Am Freitag stimmte die Band am

Mit ohne Strom“.

Stadtplatz von Sterzing und am Ross-

Rosskopf

Akustikkon-

Im Vorprogramm der fünf Wipp - und

kopf für viele emotionale Momente

zert auf den Hauptact ein, bevor

Eisacktaler Punkrocker spielte die

und knallharten Sound sorgte. Die

am Abend Ampex, The Headlines

Band „Foiernacht“ nach 20 Jahren

Wipptaler Punkrockband „Unantast-

und Danko Jones aus Kanada auf

auf der Bühne ihr Abschiedskonzert.

bar“ – seit Jahren mit ihren Alben im-

dem Stadtplatz zu hören waren. Am

Nun verabschiedet sich Unantastbar

mer wieder ganz vorne in den deut-

nächsten Tag gab es am Sterzinger

für längere Zeit von der Bühne. Nicht

schen Charts vertreten – beendete

Hausberg ein Meet & Greet mit den

ohne anzukündigen: „Ihr müsst nicht

mit

zweitägigen

einem

„Heimspiel“

Bandmitgliedern und den ganzen Tag

traurig sein, wir kommen wieder – ir-

ihre große „Für immer wir “-Tour. Be -

über viel Musik mit den Bergdiaman-

gendwann …“

reits im Frühjahr war das Konzert in

ten, der Dr. Tinnitus Band, Loud, der

40

dem

mit

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Kultur

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„Immer Hier“ Queere Geschichten aus Südtirol LSBTQIA+ Menschen waren schon immer Teil Südtirols – ob als Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde oder Kolleginnen. Das Projekt „Immer Hier“ macht nun queere Lebensgeschichten mehrerer Generationen sichtbar und hörbar. In den geführten Audiointerviews erzählen LSBTQIA+ Menschen aus verschiedenen Landesteilen von ihren persönlichen Erfahrungen und dem gemeinschaftlichen Leben. Die Gespräche werden in voller Länge auf einer eigens eingerichteten Website veröffentlicht und können über QR-Codes an Schautafeln in Bibliotheken und öffentlichen Räumen angehört werden. Bis Anfang Dezember werden die Schautafeln in acht Gemeinden vorgestellt. An einigen Präsentationen nehmen auch Interviewpartner teil. Die Vorstellung in Sterzing findet am 7. Oktober um 19.30 Uhr im Vigil-Raber-Saal statt.

Besucher haben dabei die Möglichkeit, queere Geschichten kennenzulernen und mehr über das Projekt „Immer Hier“ zu erfahren. Ein anschließender Gesprächsabend bietet Raum für Fragen, Begegnung und Austausch. Nach der Veranstaltung wird eine Schautafel mit dem QR-Code und den Geschichten in der Stadtbibliothek Sterzing aufgestellt. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Bezirksgemeinschaft Wipptal und der Stadtbibliothek Sterzing. Als Mitglieder des Netzwerkes RE.A.DY. setzen sich die Bezirksgemeinschaft Wipptal sowie die Gemeinden Sterzing, Freienfeld und Franzensfeste für die Vorbeugung, Bekämpfung und Über-

IMME HIER=-

windung von Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung und Genderidentität ein sowie für die Wahrung der Verfassung, Europäischen Bestimmungen und international anerkannten Rechte von LGBT+ Personen. Das Netzwerk bietet öffentlichen Verwaltungen die Möglichkeit, sich in einem ideologiefreien Rahmen zu Erfahrungen und Best Practices auszutauschen. Initiatorin und Koordinatorin des Projekts ist Regisseurin Martine De Biasi, Projektträgerin ist die Sozialgenossenschaft „Eklektika“. Die Fachstelle Gewaltprävention im Forum Prävention begleitet die Vorstellung in den Gemeinden.

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Kultur

Gott

Sterzing

Der Gott des Gemetzels

Ttieatafat cl<'vony,as.mTna flMa nach d\9lTIweltbsrüh mten Film von Roman Polon~kl

Aufführungen.

sa. 31.10. - 20 uh r Premiere :Do. 05.ff. - 20 Uhr

sa. 07.11.- 20 Uhr So.OB.TI. -18 Uhr

Do. 'J2.11.- 20 Uhr Sa.14,11. - 20 Uhr Avttührungen

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Karten; www~tadlt>U8'tit1u-

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„Der Gott des Gemetzels“ ist eine bitterböse Komödie über vier Erwachsene, die unbedingt zivilisiert bleiben wollen – und dabei eindrucksvoll zeigen, wie dünn die Schicht der guten Umgangsformen manchmal sein kann. Unter der Regie von Markus Oberrauch vom Ritten bringt die Stadtbühne Sterzing Yasmina Rezas weltberühmtes Theaterstück, verfilmt von Roman Polanski, ab Ende Oktober im Stadttheater zur Aufführung.

Was als höfliches und vernünftiges Gespräch zweier Elternpaare nach einem Streit unter Kindern beginnt, entwickelt sich schnell zu einem erbarmungslosen Schlagabtausch, bei dem am Ende jeder gegen jeden kämpft. Ein pointierter Theaterabend voller Wortgefechte, überraschender Allianzen und Situationen, bei denen man vielleicht gerade deshalb so herzlich lachen muss, weil einem manches erschreckend bekannt vorkommt.

Ratschings

Ein Hof voller Narren

Ratschings im Vereinshaus •

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In einer Inszenierung von Monika Leitner Bonell zeigt die Heimatbühne Ratschings im Oktober im örtlichen Vereinshaus die turbulente Verwechslungskomödie „Ein Hof voller Narren“ von Abel Winnie. In diesem Lustspiel voller Situationskomik versucht der schwule Jungbauer Jonathan Tschurtschentaler so schnell wie möglich eine Frau vor den Altar zu bekommen. Andern-

falls geht der elterliche Hof an seine zynische Schwester. Doch Jonathans schräger Partner Detlef entspricht ganz und gar nicht dem, was sich die strenge Mutter als Schwiegertochter vorstellt. Deshalb geht Jonathan kurzerhand eine Scheinehe mit der polnischen Pflegekraft seines schwerhörigen Opas ein. Was folgt, ist ein absurdes Versteckspiel, bei dem kein Auge trocken bleibt.


Kultur

PR D

Geheimnisse

Die französische Gesellschaftskomödie von Sébastien Blanc schickt das Publikum

© Kerstin Schomburg

Nicht nur im Kino: Film- und Fernsehstar Sebastian Bezzel, derzeit als Franz Eberhofer in der neuesten Folge der bayerischen Kultserie im Kino zu sehen, live im Stadttheater Sterzing. Eigentlich wollte Fabien nur, wie jedes Jahr, das Finale der French Open mit seinen besten Freunden anschauen, den Zwillingen Éric und Jérôme. Doch Éric kommt absichtlich zu früh, um Fabien ein großes Geheimnis anzuvertrauen, das das Leben seines Zwillingsbruders, wie auch sein eigenes, grundlegend verändern wird. Kaum ist Éric weg, klingelt Jérôme an der Tür, völlig aufgelöst, und will ebenfalls sein Gewissen erleichtern. Auch er hat ein Geheimnis zu beichten, das seinen Bruder betrifft. Von beiden qua Freundschaftsschwur zum Stillschweigen verpflichtet, versucht Fabien, die Geheimnisse für sich zu behalten und das sich anbahnende völlige Zerwürfnis der beiden Brüder zu verhindern.

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Die herausragende Besetzung macht den Theaterabend zu einem besonderen Erlebnis: Götz Otto, bekannt u. a. als der JamesBond-Bösewicht aus „Der Morgen stirbt nie“, spielt Fabien, den Beichtvater wider Willen, der ständig zwischen die Fronten gerät und sich – zunehmend verzweifelt – stets darum bemüht, niemanden zu verletzen. Sebastian Bezzel glänzt in der Doppelrolle der beiden ungleichen Zwillingsbrüder, deren miese Charakterzüge nach und nach enthüllt werden.

Termin: Freitag, 16. Oktober 2026, 19.30 Uhr Kostenlose Einführung: 19.00 Uhr, Sterzing, Stadttheater

mit irrsinnig skurrilen Wendungen, Sprachwitz und Slapstick auf eine Entdeckungsreise, an deren Ende nicht mehr zu unterscheiden ist, was Wahrheit, Lüge, Realität oder einfach nur purer Wahnsinn ist.

Tickets: www.kulturinstitut.org

Unterr.lülZtwn:

Informationen und Karten im Südtiroler Kulturinstitut: www.kulturinstitut.org / Tel. 0471 313800 Veranstaltet vom Südtiroler Kulturinstitut in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Sterzing

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Kultur

Trens

Regenbogenfisch, komm hilf mir!

Blau machen

Im Oktober bringt der Kinderchor Trens das Kindermusical „Regenbogenfisch, komm hilf mir!“ auf die Bühne. Nach den erfolgreichen Aufführungen von Pippi Langstrumpf wagen sich die Kinder diesmal an den berühmten Regenbogenfisch. Im Stück hat ein kleiner, fremder Fisch seinen Schwarm verloren und bittet den Regenbogenfisch um Hilfe. Doch nicht alle Fische im Schwarm sind von diesem Fremden überzeugt. Die Zuschauer erwartet eine tiefgreifende Geschichte über Mut, Toleranz und Hilfsbereitschaft, die mit ihren Liedern die Herzen berührt. Zu sehen sind die Aufführungen am 24. (17.00 Uhr) und am 25. Oktober (16.00 Uhr) im Vereinshaus von Trens. Reservierungen sind ab 10. Oktober unter der Rufnummer 339 1872186 möglich (täglich von 15.00 bis 18.00 Uhr).

Literaturmenü Am 28. Oktober verwandelt sich die Stadtbibliothek Sterzing in eine literarische Genussbühne: Um 18.30 Uhr laden Markus Fritz und Donatella Gigli zu einem besonderen literarischen Abend ein. Die beiden präsentieren die spannendsten Neuerscheinungen des Jahres – serviert als einzigartiges „Literaturmenü“. Markus Fritz führt das Publikum als charmanter Kellner © Ingrid Hohenegger durch das Programm und kredenzt literarische Leckerbissen. Begleitet wird er von Donatella Gigli, die ausgewählte Passagen aus den Romanen zum Leben erweckt. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Tages der Bibliotheken statt. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung wird gebeten (Tel. 0472 723760, bibliothek@sterzing.eu).

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„Blau machen“ nennt sich eine neue Serie von Kunstwerken des 1952 in Brixen geborenen Künstlers Peter Kaser, die seit Mitte September im Stadt- und Multschermuseum in Sterzing zu sehen sind. In dieser Arbeit verbindet Kaser zeitgenössische Kunst mit historischem Handwerk, indem er auf Materialien, Werkzeuge und Arbeitsweisen des traditionellen Färberhandwerks zurückgreift und diese auf handgeschöpftes Büttenpapier überträgt. Die Säule aus Büttenpapier führt den kontinuierlichen Dialog des Museums zwischen Vergangenheit und Gegenwart fort. Kaser lebt und arbeitet seit 1993 als freischaffender Künstler in Gossensaß. In den 1980er Jahren arbeitete er als

Szenenbildner und Filmausstatter in Berlin. Seit 1975 zeigt der Maler, Konzept- und Installationskünstler beinahe jährlich in Einzel- und Gruppenausstellungen seine Werke. Zusammen mit vielen anderen Künstlern, Musikern und Schriftstellern bespielte er u. a. auch immer wieder den Grenzort Brenner. Die sich über acht Jahre hin erstreckende Kunstinstallation „Scalini 84 Stufen“ fand auch international große Beachtung. Das Stadt- und Multschermuseum ist bis Ende Oktober geöffnet.

100 Jahre Radio Ende August ist die Ausstellung „100 Jahre Radio“, organisiert vom Radio Museums Verein Südtirol in Zusammenarbeit mit der Bibliothek Toblach und der

Der glückliche Gewinner mit Präsidiums-Präsident Ekkehard Gröbner

Bibliothek Brixen, zu Ende gegangen. Bei der Ausstellung wurde auf 100 Jahre Radiotechnik und Rundfunk zurückgeblickt, etwa durch ausgestellte historische Radiogeräte und Schaubilder der Firma „Unda Radio“, die in der Zwischenkriegszeit in Toblach Radios hergestellt hat, sowie in Form einer interaktiven Ecke, an der Besucher selber an Ra-

dios herumdrehen, Geräte einschalten und Sender einstellen konnten. Nicht wenige brachten ihr eigenes Röhrenradio vorbei, um es reparieren zu lassen. Aufmerksame Besucher konnten einen Fragebogen zum Thema ausfüllen und nahmen damit an einer Lotterie teil, bei der es ein funktionierendes Radio zu gewinnen gab. Das Präsidium des Radio Museums Vereins Südtirol, bestehend aus Simon Aichner aus Brixen und Ekkehard Gröbner aus Gossensaß, ist sich der kulturellen, technischen und historischen Bedeutung der Rundfunkgeschichte der letzten 100 Jahre bewusst. Deshalb soll in Kürze mit den zuständigen Behörden eine Lösung für eine „interaktive Dauerausstellung angemessener Dimension“ erarbeitet werden. Wunschziel ist für das Präsidium ein ebenfalls historisches Gebäude, das einerseits Ausstellungsaktivitäten ermöglicht und andererseits ausreichend Leerstand aufweist, etwa die Franzensfeste.


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Stadttheater Sterzing

Stadttheater

VERANSTALTUNGEN 08.10.- 04.12.2026

Sterzing

Welche Zukunft für das Sterzinger Moos? Blickt man heute von einer Anhöhe aus auf den Sterzinger Talkessel, bietet sich dem Betrachter eine recht monotone, von der Autobahn und Eisenbahn pfeilgerade durchschnittene ebene Wiesen- und Ackerlandschaft. Dies war nicht immer so. Einst erstreckte sich südlich von Sterzing bis nach Trens und Stilfes das sagenumwobene Sterzinger Moos, eine den gesamten Talkessel einnehmende Sumpf- und

Moorlandschaft voller Auwälder. Seit der Entsumpfung und Meliorierung des Talbodens zwischen 1875 und 1877 durch die Sterzinger Moos-EntsumpfungsGenossenschaft ist davon nicht mehr viel übriggeblieben. Reste einstiger Auwälder, Moore und Sumpflandschaften finden sich heute u. a. noch im Biotop Kircherau, im Prantner Moos und dem Grante Moos, dem größten verbliebenen Restbestand. Zu Beginn dieses Jahres hat sich eine Initiativgruppe aus Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden Freienfeld, Pfitsch und Sterzing, koordiniert von den beiden Sterzinger Kulturvereinen LURX und Agorà, zusammengefunden. Ihr Ziel ist es, die verbliebenen Naturräume in besonderem Maße zu schützen und die Biodiversität des Sterzinger Mooses zu fördern. Tagung In diesem Sinne bildet am 9.

und 10. Oktober in Sterzing eine hochkarätig besetzte Tagung der beiden Kulturvereine LURX und Agorà, unterstützt vom Bildungsausschuss Sterzing und Wiesen, den Abschluss der ersten Phase des Projektes „Sterzinger Moos“. Die frei zugänglichen Veranstaltungen sollen Gelegenheit bieten, die Bevölkerung aktiv in den Prozess miteinzubinden und mögliche Zukunftsszenarien zu bewerten. Bei der Auftaktveranstaltung am 9. Oktober (18.00 Uhr) sind in der Sterzinger LURX-Werkstatt Malereien aus der Werkstatt und dokumentarische Aufnahmen von Johann Bacher zu sehen. Mit der Vorstellung des Projektes „Sterzinger Moos“ und einem Kurzfilm von Anabell Haller und Mario Sartori wird die Tagung am 10. Oktober im Sterzinger Vigil-Raber-Saal um 9.00 Uhr eingeleitet. Es folgen Vorträge des Geologen Maurizio Cucato, Peter Hecher von der Agentur für Bevölkerungsschutz, Amtsdirektor Leo Hilpold, Norbert Dejori, Ornithologe Sepp Hackhofer und Klaus Graber vom Naturtreff Eisvogel. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Gemeinden Sterzing, Freienfeld und Pfitsch sowie den Referenten und Mitgliedern der Gruppe Sterzinger Moos beendet die Tagung um 14.30 Uhr. Ausblick Mit einem der gesamten Bevölkerung offen stehenden partizipativen Prozess beginnt im Dezember die abschließende Projektphase, die im Frühjahr 2027 zur Ausarbeitung konkreter Handlungsvorschläge führen lg wird.

8.Oklcber, 19.30 Uhr 10.November, 19.JO Uhr V.rtragderVHS Südtirot V.rtngderVHS Südtirol: AUS DEN RJGEN-Wiedie Psyche .WElT .DASAUGEdaskamplexesle Sinnesorgan· (de) trotzdem heilbleiben kanll" (de) ClaudNl Rapuan~Augenarzt Jud1lh Bertagnolh: Journalistin Studium Ormed. derGermanist1kundGeschlClile www:vhs.d FreierEinlritt Sarah Gutweniger.Psychotherapeutin. KllineReservierung erforderlich Psychoanatytikerin www.vhs.it 21.November.19.00 Uhr Freier Eintritt Bergrettung Sterzmg: Keine Reservierung erforderlich .16.STERZINGER LAWINEN SEMINAR 2ou· lQ Oklliber, 20.00 Uhr JUJNZil!r.iHOW • HIGHLIGNT20U" 24.November,20.30 Uhr derJOE SMITH BAND Toatro Stabile diBolzann www.ticketbz rt .l 1NVIDIA DEll'ORSO" (it) www.licket.but 15.Oktober, 20.30 Uhr

Teatr, Stabile diBolzano: "AR.RIVANOI OUHQUr (it) www.licketbz.ft 16.Oktaber.19.30 Uhr Sudliroler Kultunnst1tut: Thntmuflührang: ..GEHBMN 1ssr(de) vonSebast,en Blan~St.PauliThealer. Hamburg Bezzel mitSebastian www.kulturmst1tut<rg

25.November,20.00 Uhr Pldi,msdiskussiHTavola roten da: .WIPPTAL BEKENHTFARBEU WIPPTAL S1TIN GE01ROSSO" Thoma:.Ökln,misclia 61walt" Moderalion· Simon Plank Freier Eintritt

3.Oezember.18ß0 Uhr Yfipptal derkleineBezirk 11.0klaber.14.110-18.00 Uhr mitdemgroßen Herzen Stadtb1bhothekSterzmg: Allfführ■ ng derTheatergruppe LESEF!ST DER SOMMERLESEAKTION 20U- .DieWipptaler mitHerz·: .MrtBüchern hochhinaus-Gemeinsam ..GESCHICNTEN,OE HERZ BERÜKREN'" (de) OAS aufdenHochfeiler!· Fre1erEmlritt FreiePlatzwahl 31.Oktober, 20.00 Uhr(Premiere)

Stadtbühne Stening. Thealtraufführang: .DER 60TT DES GEMET2E1S" (de) vonYasmina Reza Regie: Markus Oilerrauch Weitere Termine: 5.November. 2QOO Uhr 7.November. ZQOO Uhr B.November.18.00 Uhr 12.November. 20.00 Uhr 1lo. November, ZQOO Uhr

4.Dmmber. 20.00 Uhr Theater praesent Innsbruck TheaterauffiihnmJ GRÖSSTMÖGUCHE .ANTRAG AUF ENTFERNUNG VON GEWALr (de) vonFeliciaZeller Regi~ Michaela Senn www.ticket.bz.it

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Kultur

Eine wahre Augenweide

Ein Fest des Hinhörens

Da der Blumenschmuck an den Hausfassaden in Sterzing in den vergangenen Jahren merklich weniger wurde, haben die Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld und der hds nach vielen Jahren heuer erstmals wieder einen Blumenwettbewerb ausgeschrieben. Und das mit großer Resonanz: Die vermehrte Blumenpracht, die in unseren Breiten eine lange Tradition aufweist, hat die Stadt in diesem Jahr spürbar bereichert und zu einer Aufwertung des Ortsbildes beigetragen. Eine Jury bewertete private Hausfassaden und gewerbliche Betriebe im gesamten Stadtbereich. Dabei richtete sie sich nach den Kriterien Vollständigkeit, Farbharmonie und dem gesamten Erscheinungsbild. Am Ende kamen viele wunderschöne Balkonsommerkleider in die engere Auswahl, hinter denen viel Liebe und Arbeit stecken. Dabei haben es Hagel, Starkregen und anhaltende Hitze den Blumenfreunden in diesem Jahr wahrlich nicht leichtgemacht.

Bei den privaten Hausfassaden belegte das Blumenarrangement von Familie Pardeller in der Altstadt den ersten Platz, gefolgt vom Fischerhäusl (Familie Leitner) und dem Balkonschmuck von Familie Frick in der Hochstraße.

In der Kategorie „Gewerbliche Betriebe“ war das Hotel „Engels Park“ siegreich, gefolgt vom Hotel „Hubertushof“ sowie „Mair&Mair“ in der Altstadt. Die Gewinner können sich über Einkaufsgutscheine im Wert von 200 Euro (1. Platz), 100 Euro (2. Platz) bzw. 50 Euro (3. Platz) freuen. Für das kommende Jahr ist geplant, den Wettbewerb auf die Gemeinden Freienfeld und Pfitsch auszuweiten.

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Musik, Poesie, Klangkunst und Stille standen Ende August bei AUDĪRE auf einer Bergwiese nahe der Bergstation Ladurns im Mittelpunkt. Bei bestem Sommerwetter lud der Sterzinger Kulturverein LURX Arte Kultur dazu ein, den Sommertag in den Bergen einmal anders zu erleben: entschleunigt, aufmerksam und mit offenen Ohren. Statt einer klassischen Festivalbühne erwartete die Besucher ein offener Kulturraum, in dem sie sich frei über das Gelände bewegen konnten. Soundwalks, LivePerformances und ortsspezifische Klanginstallationen machten die Berglandschaft selbst zum Teil des Programms. Geräusche von Wind, Holz und Umgebung trafen auf elektronische Klänge, Stimme, akustische Instrumente und Poesie. Für die künstlerische Leitung zeich-

nete die kosovarische Musikerin und Klangkünstlerin Natyrë Elezi verantwortlich. Gemeinsam mit den beteiligten Künstlern entwickelte sie ein Programm, bei dem nicht nur das Zuhören, sondern auch die bewusste Wahrnehmung der Umgebung im Mittelpunkt stand. Mit dabei waren u. a. Maschlmusig, Anita Obwegs Qartett, Elizaveta Trukhanova, Hannes Hoelzl, Georg Zichy, Diasporic Echoes sowie Natyrë Elezi & Lara Holy. Das Konzept fand beim Publikum großen Anklang: Einige hundert Menschen machten sich auf den Weg nach Ladurns und verbrachten den Nachmittag auf PicknickDecken zwischen Berglandschaft, Musik und ungewöhnlichen Klangerlebnissen.


Kultur

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Kreativ-Sommer mit LURX Bei den „Werkstatt kids“, den Sommerangeboten des Sterzinger Kulturvereins LURX, konnten Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an verschiedenen Kreativwochen teilnehmen und dabei ganz unterschiedliche künstlerische Techniken ausprobieren. Unter der Leitung von Vereinsmitgliedern und Künstlern wurde gezeichnet, illustriert, Theater gespielt und mit Ton gearbeitet – immer mit viel Raum für eigene Ideen und Fantasie. Den Abschluss der Sommerwerkstatt bildete die Malereiwoche. Dabei tauchten die Kinder in die Welt der Farben und großen Formate ein und experimentierten mit unterschiedlichen Ausdrucksformen. Ein besonderer Programmpunkt war der

HOLZ-PELLETS

Ausflug ins Biotop, wo die jungen Künstler direkt in der Natur malten und ihre Umgebung auf ihre eigene Weise festhielten. Dazwischen blieb auch immer Raum für Spiel und Bewegung. Am letzten Tag wurden die Arbeiten in den Räumen von LURX präsentiert. Zur Ausstellung waren auch die Familien der Kinder geladen, die so einen Einblick in die kreativen Wochen erhielten. Die Ausstellung zeigte nicht nur farbenfrohe Bilder, sondern auch die Vielfalt der Ideen, die in den fünf Wochen der „Werkstatt kids“ entstanden waren. Damit ging eine abwechslungsreiche Sommerzeit bei LURX zu Ende, in der fünf Kreativwochen Kindern die Möglichkeit boten, Neues auszuprobieren, gemeinsam zu gestalten und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

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Wipptaler Bauwerke erzählen

Das Tanzhaus in Sterzing von Karl-Hainz Sparber

Der Pfitscher Stausee im August 2021

Gruppenbild (1934) vor der „Casa del Fascio“

Die Anfänge Die Geschichte des Tanzhauses (heute Vigil-Raber-Saal) in Sterzing reicht weit bis ins 15. Jahrhundert zurück. Konrad Fischnaler erwähnte in seinen „Urkunden-Regesten aus dem Stadtarchiv in Sterzing (1902)“ bereits 1406 ein Eigenhaus, „das an das Tannczhaus stösst“. 1468 kauften die Bürger der Stadt Sterzing ein altes Wohnhaus mit Stall und Stadel, an dessen Stelle man das neue Rathaus errichten wollte und auch in Angriff nahm. Der große Baukomplex beherbergte zur Neustadt hin das Rathaus mit städtischen Schreibstuben, die Räume des Bürgermeisters und den Rats-

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saal. Ebenerdig befand sich die Brotbank, dahinter die Kellerräume. Östlich vom Lichthof wurde im Hinterhaus die Fleischbank eingerichtet sowie im ersten Stock der Theater- und Tanzsaal. Der schöne Erker mit den vier Wappen wurde 1525 nach Entwürfen von Jörg Kölderer, Hofbaumeister Maximilians I., angebaut. Der Tanzhaussaal diente damals als Versammlungssaal der Bürgergemeinde.

Im Laufe seines langen Lebens (1480 – 1552) war er Kulissenmaler, Regisseur, Stückeschreiber, Verleiher von Texten und

Verfasser eines Wappenbuches (30.000 Wappen) in einer Person. Von 1511 bis 1535 zeichnete er 32 Spieltexte auf, darunter

Tirols ältester Theaterbau um 1530

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Einer der berühmtesten Sterzinger war Vigil Raber, Sohn des Brotbäckers Michl Raber in der Neustadt nahe dem Zwölferturm. Der geplante Kinosaal im Theatersaal hinter dem Sterzinger Rathaus (1937)


Wipptaler Bauwerke erzählen

Fastnachtsspiele, Ständesatiren, Tanzspiele, Reformationsstücke, Heldensagen, Minneallegorien und Passionsspiele. Sterzing wurde ein Zentrum des Fastnachtsspieles, u. a. wurden Rabers Stücke im Tanzhaussaal aufgeführt, aber auch im Freien (z. B. vor der Pfarrkirche). Im heutigen VigilRaber-Saal weist eine Bronzetafel auf den ältesten Theaterbau Tirols um 1530 hin, der für die Volksschauspiele Vigil Rabers errichtet worden war. Der berühmte Sterzinger, der mit der Entwicklung des deutschen Dramas und Theaters eng verbunden ist, starb 1552 in Sterzing und erhielt ein Begräbnis auf Kosten der Stadt. Wie es scheint, ging es nach seinem Tod bald abwärts mit dem Theatersaal hinter

Der heutige Vigil-Raber-Saal wurde 1978 zur 700-Jahr-Feier der Stadt Sterzing im alten Tanzhaus eingerichtet.

Konrad Fischnaler (1855 – 1941) Die Familie Fischnaler war eng mit dem Rathaus von Sterzing verbunden. Im Rathaus von Sterzing kam Konrad am 10. Dezember 1855 zur Welt. Bereits sein Großvater Matthias wurde 1737 in Sterzing geboren. Sein Vater Alois Fischnaler war von 1849 bis 1882 zur vollsten Zufriedenheit der Stadtverwaltung Ratsdiener. Im zweiten rückwärtigen Stock des Rathauses lag die Wohnung der Ratsdienerfamilie. Konrad beschäftigte sich bereits in seiner Jugend mit den Akten, Quellen und Kunstwerken, zu denen er

seiner Heimatstadt und wurde deshalb 1893 zum Ehrenbürger der Stadt Sterzing ernannt. Eines seiner großen Verdienste war die von ihm durchgeführte Neuordnung der Bestände des Sterzinger Archivs. „Die von mir um das Jahr 1878 während meiner Freizeit begonnene, mehrfach unterbrochene und erst in letzter Zeit im Groben vollendete Neuaufstellung und Katalogisierung der Archivalien dürfte den modernen Anforderungen nach rascher Orientierung in ausreichendem Maße entsprechen, aber auch größeren Schutz gewähren gegen Verderben und Verfall, denen mehr oder minder

Gruppenfoto vor der „Casa del Fascio“, darüber der verwahrloste Tanzsaal (23. März 1933)

dem Rathaus, denn im ersten historischen Stadtführer „Sterzing und seine Umgebung“ (1896) schrieb Konrad Fischnaler: „Hinter dem Rathaus erhebt sich das äußerlich unansehnliche, aber sehr geräumige Stadttheater, ehemals Tanzhaus, dann (1551) Kornspeicher.“

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im Rathaus freien Zugang hatte. Konrad Fischnaler (auch Conrad oder auch C. Pardeller als Pseudonym) arbeitete sich zum Tiroler Heraldiker, Archivar und schließlich zum Kustos des Landesmuseums Ferdinandeum in Innsbruck empor und war einer der bedeutendsten Forscher und Förderer

jede Sammlung dieser Art ausgesetzt ist”, schrieb er im Vorwort zu den Urkunden-Regesten. Um diese aufwendigen Arbeiten auszuführen, fuhr er an freien Tagen um 4.00 Uhr morgens mit dem Fahrrad von Innsbruck nach Sterzing und kehrte am Abend wieder dorthin zurück.

Die DilettantenTheatergesellschaft Um die Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich in Sterzing die Dilettanten-Theatergesellschaft gegründet, die mit der Bevölkerung in gesellschaftlichen Kontakt kommen wollte. Im Zuge dessen wurde in den 1840er Jahren im Gebäude hinter dem Sterzinger Rathaus nach Jahrhunderten der Lethargie die Bühne im Theatersaal neu eingerichtet. Der alte Tanzsaal wurde mit Bänken, später mit Sitzen, Kerzenträgern und einer Bühnenvorrichtung ausgestattet. Der Ratsdiener Alois Fischnaler malte als geschickter Zeichner und Maler Dekorationen und Vorhänge für das neue Theater. Die Kostüme füllten mit der Zeit einen ganzen Schrank. Die Spieler waren Beamte, Bürger und auch Eisenbahner, die im Zuge des Baues der Brennerbahn die Stadt belebten. 1879 musste sich die Theatergesellschaft neu konstituieren, weil die bestehenden Statuten veraltet waren. Damals wurden ein neuer Direktor, Regisseur, Garderobier und Requisiteur gewählt. In den 1880er Jahren erlebte der Verein eine Blütezeit, auch weil der überaus rührige Gerichtsadjunkt Franz Engl für die Leitung gewonnen werden konnte. Der Apotheker Johann Kofler und der Bahnbau-Ingenieur Karl Lindner unterstützten diese Einrichtung. Petroleumlampen ersetzten die gefährlichen Kerzenträger, Perücken, Schminke und andere Requisiten wurden angeschafft. Fast jeden Monat wurde ein neues Stück zur Aufführung gebracht und durch Anschläge und Austrommeln bekannt gemacht. Der Saal wurde Schauplatz von Erker 10/26

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Wipptaler Bauwerke erzählen

Das neue Projekt Kino und Dopolavoro von Carlo Zambonini vom 9. April 1937

Operetten, Konzerten, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Schülervorstellungen. Der Erste Weltkrieg beendete schließlich dieses bunte Treiben. Das Dopolavoro und der geplante Kinosaal Die Stadt Sterzing war aufgrund ihrer günstigen Lage an der Brennerstraße über Jahrhunderte ein wichtiger Knotenpunkt für Handel, Gewerbe, Verkehr und Kultur. Mit dem Bau der Brennereisenbahn 1867 kamen auch zahlreiche italienische Arbeiter ins Land und verdienten hier ihren Lebensunterhalt. Die deutschsprachige Bevölkerung hatte sich seit Jahrhunderten in zahlreichen unpolitischen Vereinen (Theatergesellschaft, Bürgermusikkapelle, Gesangsvereine, Lesezirkel, Verschönerungsvereine 1882, Sportgemeinschaften, Gesellenvereine, Vereine zur Förderung des Fremdenverkehrs 1895 und der Alpinistik) organisiert. Somit waren Geselligkeit und Unterhaltung für die Stadtbewohner stets gesichert. Doch nach dem Ersten Weltkrieg musste das Vereinswesen erst wieder neu aufgebaut werden. Der alte Tanzsaal war zwar mit Bänken und einer Bühne ausgestattet, musste aber dringend renoviert werden. Die Theatergesellschaft beschloss zwar 1921, mit Unterstützung der Gemeinde dort einen Theatersaal einzurichten, doch ab 1923 mussten alle kulturellen

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und gesellschaftlichen Veranstaltungen von der Unterpräfektur in Brixen genehmigt und den Carabinieri gemeldet werden, die dann eine Wache („una patuglia“) bereitstellten. 1926 wurden fast alle Vereine in Sterzing von den neuen Amtsbürgermeistern

Im neuen Kinosaal sollten über 200 Sitzplätze und eine Bühne Platz finden.

organisationen „Opera Nazionale Balilla“ (ONB), „Opera Nazionale Dopolavoro“ (OND) und die „Azione Cattolica Lavoratori Italiani“ (ACLI), die allesamt unter der Unterorganisation „Gioventù Italiana del Littorio“ (GIL) fungierten. Die ONB hatte regen

Der Vigil-Raber-Saal bietet heute Platz für 99 Personen und kann für verschiedene Veranstaltungen gebucht werden.

(„Podestà“) aufgelöst. Die Räumlichkeiten hinter dem Rathaus wurden dem nationalen Freizeitund Kulturwerk „Dopolavoro“ zur Verfügung gestellt. Auch das gesamte Inventar mit Kassenbüchlein des aufgelösten Gesang- und Turnvereins ging an den Dopolavoro und teils auch an das Militär über. Auf italienischer Seite wurden in den Städten katholische Arbeitervereine gegründet, die auch Freizeit- und Turnaktivitäten organisierten. So entstanden in Sterzing die Sport- und Freizeit-

Filme vorführen. Die „Casa del Fascio“ bezog hier das faschistische Parteilokal, ein Radiosender fand ebenfalls noch Platz. Im oberen Stock, dem ehemaligen Tanzsaal, sollten verschiedene Räume mit Billardtischen ausgestattet werden; zudem waren eine Heizungsanlage und sogar eine Terrasse über dem unteren Eingangsbereich geplant. Ab 1929 gab es erste Pläne, im oberen Stock ein neues Kino einzurichten, was dann aber 1937 vom Landtag nicht genehmigt wurde. Immerhin beteiligten sich zwölf heimische Firmen (fünf aus Sterzing, sechs aus Bozen, eine aus Meran) sowie eine Firma aus Verona an der Ausschreibung. Kostenpunkt: 500.000 Lire. Die Pläne dazu befinden sich heute im historischen Stadtarchiv, zum Kino-Projekt ist ein reicher Schriftverkehr vorhanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der aufgelassene Tanzsaal nicht mehr für Veranstaltungen genutzt werden. Er wurde von der Gemeinde nur noch als Magazin und Stauraum verwendet. Seit 1978 befindet sich dort der Vigil-Raber-Saal.

Zulauf in der Provinz. 1932 hatte die Organisation noch 4.378 aktive Mitglieder, die sich 1932 verdoppelten, 1933 vervierfachten und 1935 und 1936 über 35.000 Anhänger aufwies. Die Untergruppen hießen „Balilla“, „Avantgardisti“, „Piccole Italiane“, „Giovane Italiane“, „Figli della Das Kinoprojekt wurde trotzdem Lupa“ und „Prebalilla“. umgesetzt, nämlich im neuen GIL-Gebäude, das 1937 bereits Das Erdgeschoss im Gebäude hin- eingeweiht und 1991 abgerister dem Rathaus wurde gänzlich sen wurde, um dort das neue umgebaut und umgeplant. Das Stadttheater zu errichten (Erker Dopolavoro konnte einziehen 02/2026). und im improvisierten Kino erste


Kultur

Wiesen

Seit 70 Jahren Chorsängerin

© Karl Kerer

Feier für Helene Hilber Nössing

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(v. l.) Edith Trenkwalder, Silvia Leider, Pfarrer Walter Prast, die Geehrte Rosa Tratter, Armin Hinteregger vom Südtiroler Chorverband, Renate Fischer, Sabine Walter und Johann Gasser

Helene Hilber Nössing mit Bürgermeisterin Verena Überegger und den ehemaligen Bürgermeistern Ferdinand Rainer und Armin Holzer

Die „Singvögel“ und die „Haxenschmeißer“ gratulierten im August Helene Hilber Nössing im Vereinshaus in Trens zur Verdienstmedaille des Landes Tirol, die ihr am Hochunserfrauentag für ihre Verdienste um Senioren und um das Gemeinwohl im Wipptal überreicht worden war. Auf Nössings Initiative hin sind die „Singvögel“ entstanden, die heute rund 70 Mitglieder aus Freienfeld, Wiesen, Pfitsch, Telfes, Gossensaß, Pflersch, Tils, Mittewald, Villnöß, Stange und Villanders zählen. Die Volkstanzgruppe „Haxenschmeißer“ wird von ihr geleitet. Für beide Gruppen war es selbstverständlich, ihr zum verdienten Erhalt der Verdienstmedaille zu gratulieren. Unter den 80 Teilnehmenden waren Ehrengäste wie Dekan Andreas Seehauser, Bürgermeisterin Verena Überegger, die früheren Bürgermeister Ferdinand Rainer

und Armin Holzer, Theresia Larcher (Vorsitzende der SBB-Seniorenvereinigung) sowie Josef Weissteiner (Bezirksvertreter der SBB-Seniorenvereinigung) und Karl Kerer (KVW-Vorstand Wiesen). Heinrich Aukenthaler verlas den Antrag zur Verleihung der Auszeichnung. Die Grußworte richteten sich in erster Linie an die Geehrte, aber auch an alle anderen Anwesenden, die durch ihr Dabeisein, ihre Mithilfe, ihr Können und Wollen die Gemeinschaft stärken und für eine gute Stimmung sorgen. Besonderen Applaus erfuhr ein auf Helene Hilber Nössing gemünztes Gedicht von Karl Benedikter aus Trens, Ziehharmonikaspieler und musikalischer Leiter der „Singvögel“. Auch die „Haxenschmeißer“ steuerten einige Gstanzln bei. Der feierliche Nachmittag endete mit gemeinsamen Liedern, Tänzen und dem abschließenden „Freitanz“.

Anfang September feierte die Pfarrei zum Heiligen Kreuz in Wiesen ihr Patroziniumsfest. Der Gottesdienst wurde vom Pfarrchor Wiesen, erstmals unter der musikalischen Leitung von Sabine Walter, feierlich gestaltet. Anschließend wurde ein sehr seltenes Chorjubiläum gefeiert: Chorsängerin Rosa Tratter wurde für ihre 70-jährige Chormitgliedschaft geehrt. Bereits in ihrer Kindheit sang sie im Kirchenchor Trens mit und ist bis heute aktives Mitglied des Pfarrchores Wiesen. „Wir danken dir für deinen un-

ermüdlichen Einsatz im Dienst der Kirchenmusik und hoffen, dass du unserer Chorgemeinschaft noch lange erhalten bleibst“, so Chorobfrau Renate Fischer in ihrer Laudatio. Der Bezirksobmann des Südtiroler Chorverbandes Armin Hinteregger überbrachte die Glückwünsche des Verbandes und überreichte Rosa Tratter als Dank und Anerkennung eine Urkunde und eine Auszeichnung. Anschließend wurde in geselliger Runde im Gasthaus „Lex“ auf die Jubilarin angestoßen.

Sterzing

Grüne Oase im Stadttheater Das Foyer des Stadttheaters Sterzing soll testweise mit Groß- und Topfpflanzen begrünt werden. Ziel der Initiative ist es, den lichtdurchfluteten Eingangsbereich auch während der kalten Jahreszeit in einen sonnigen, wohnlichen Treffpunkt zu verwandeln. Für die Neugestaltung werden geeignete Pflanzen gesucht, wie etwa zu groß gewordene Zimmerpflanzen (Gummibäu-

me, Philodendren …), ablegerfähige Exemplare oder Kübelpflanzen und Palmen, die ein Überwinterungsquartier benötigen. Die Abgabe ist sowohl als Leihgabe für den Winter als auch im Rahmen einer dauerhaften Überlassung möglich. Interessierte können sich direkt mit dem Stadttheater in Verbindung setzen (Tel. 0472 723780, info@ stadttheater.it). Erker 10/26

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Kultur

Zum wiederentdeckten ältesten Siegel der Stadt Sterzing Gelegen am bedeutsamen alpenquerenden Unteren Weg, war Sterzing auch schon im späten Mittelalter der Zentralort des als Drehscheibe fungierenden, verkehrsgeografisch wichtigen südlichen Wipptales. Unter Herzog Meinhard II. († 1295) wurde im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts die ummauerte Neustadt (Niederstadt) als Gassenmarkt angelegt. Meinhards Söhne verliehen der jungen Stadt 1304 ein wenig später (1316) um ein Niederlagsmonopol erweitertes Gastungsprivileg, also das Vorrecht auf Beherbergung und Beköstigung von durchziehenden Leuten im Sinne einer sogenannten Bannmeile im Rayon (Bezirk) zwischen Brenner, Jaufen und Mittewald. Mit seiner Infrastruktur sowie mit dem sich hier andockenden Versorgungsund Transportgewerbe bildete Sterzing einen Knotenpunkt der Rodfuhr und des alpinen Transitverkehrs. In den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts tritt uns hier auch die Bürgerschaft als rechtsfähige und bald auch Urkunden beglaubigende Körperschaft entgegen. Ende August 1328 wurde der urbanen Siedlung von ihrem Stadtherrn, Herzog Heinrich von KärntenTirol († 1335), durch eine eigene Verleihungsurkunde ein Stadtsiegel erteilt – ein für diese Zeit noch recht exzeptioneller Vorgang. Spätestens im Dezember desselben Jahres machten die Bürger von Sterzing von ihrem neuen Rechtszeichen und Authentifizierungsinstrument Gebrauch und

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ließen einen Rechtsakt mit dem Stadtsiegel siegeln. In der sogenannten „Corroboratio“, jener Urkundenformel, welche die Beglaubigungsmittel anführt, heißt es dazu: „… hat man der state insigel ze Sterzingen … gehangen an disen prief [= Urkunde] e e zu æinem vrchvnd [= Beweis] der warhait.“ Das damals mittels Pergamentstreifens zur Bekräftigung des Rechtsinhalts an der Urkunde angebrachte Wachssiegel galt bereits im 17. Jahrhundert als verloren. Der einzige überlieferte Abdruck dieses ersten Siegels hängt an einer Urkunde von 1335, die im Archiv der Brixner Klarissen verwahrt wird. Der älteste Siegelstempel wurde augenscheinlich bald danach durch ein zweites Typar ersetzt, das bis um 1500 in Gebrauch sein sollte. Aufgrund der strengen Klosterklausur der Klarissen war und ist deren Archiv schwer zugänglich, weshalb das erste

Stadtsiegel bis vor kurzem weitgehend unbekannt war; selbst in den zahlreichen Veröffentlichungen des (nicht nur) um das Tiroler Siegel- und Wappenwesen hochverdienten Sterzinger Forschers Konrad (Conrad) Fischnaler (1855 – 1941) wird es nirgendwo erwähnt. Der leicht beriebene, 37/38 Millimeter im Durchmesser fassende runde Siegelabdruck aus ungefärbtem Wachs zeigt unter einem sogenannten halben Adler mit Flügelspangen, Kragenfederchen und vier Hauptfedern an jeder Schwinge, eine aus dem unteren Siegelfeldrand wachsende männliche Figur, das Haupt „en face“, der Rumpf im Halbprofil. Das Männchen trägt einen Schultermantel, halblanges Haar und einen kegelstumpfförmigen, oben flach abgerundeten Hut mit hochgeschlagener Krempe. Der linke Arm ist nach (heraldisch) rechts angewinkelt, die Hand nach oben gedreht und halb geöffnet; die angewinkelte, abgestreckte Rechte umfasst einen nahezu mannshohen, in einen Knauf auslaufenden Stab. Beseitet wird die Figur von Rosenranken mit je

Der einzige bekannte Abdruck des ersten Sterzinger Typars an einer Urkunde von 1335 (Brixen, Archiv des Klarissenklosters, Urkunde 1335 Jänner 25; Aufn.: Alessandro Campaner)

drei Blüten. Die Siegelumschrift in gotischer Majuskel bezeichnet das Siegel als das der Sterzinger Bürgergenossenschaft: „+ S(IGILLVM) · CONMVNITATIS CIVIV(M) D(E) · STERZING“. Vielleicht ging dieser Siegelstempel bald nach 1335 verloren oder er wurde beschädigt oder entsprach nicht ganz den Vorstellungen des Siegel- bzw. des Stadtherrn. Gleichviel – Tatsache ist, dass die Stadt spätestens ab März 1337 bis zum Ende des Mittelalters ausschließlich mit dem geringfügig größeren (40 Millimeter im Durchmesser), von einem anderen Stempelschneider gefertigten zweiten Typar siegelt, das sich im Siegelbild in ein paar Details vom ersten unterscheidet: Der Hintergrund des Bildfelds ist hier mit Blattranken damasziert, aus dem unteren Feldrand wächst wiederum eine männliche Figur, das Haupt „en face“, mit knopfartigen Augen und beidseits angedeuteten Haarsträhnen. Der Rumpf ist im Halbprofil dargestellt, der Schultergürtel stark profiliert. Der linke Arm ist vor der Brust verschränkt, der rechte angewinkelt und abgestreckt, einem Bittgestus ähnlich, die expressiven Hände sind übergroß. Auf dem Haupt trägt das Männchen einen schmalkrempigen, hohen, topfartigen Hut. Über der Figur sitzt wiederum ein halber Adler mit Flügelspangen, an der vorderen Schwinge vier, an der hinteren fünf Hauptfedern und am Halsansatz kugelförmig verdickte Kragenfederchen. Die leicht abgewandelte Siegelumschrift in gotischer Majuskel


Kultur

lautet in diesem Fall: „S(IGILLVM) CONMVNITATIS CIVIVM · IN STERZINGA“.

Der zweite, ab 1337 nachweisbare Stempel dominiert die Siegelüberlieferung bis 1500 (Bozen, Südtiroler Landesarchiv, Stadtarchiv Sterzing, Urkunde 221, 1435 August 24; Aufn.: Alessandro Campaner).

Der Adler dürfte bei beiden Stempeln nach Vorlage zeitgenössischer Gepräge der Meraner Münze geschnitten worden sein, ohne dass sich dafür allerdings ein konkretes Stück benennen ließe. Er ist in seiner Aussage klar als Zeichen des tirolischen Stadtherrn anzusprechen, während sich die Bedeutung des Männchens nicht ganz einfach erschließen lässt; Eduard Gaston Graf Pöttickh von Pettenegg (1847 – 1918) schreibt daher 1885 in Bezug auf den zweiten Stempel von einem „eigenthümliche[n] Siegel“. In der Tat entzieht sich die für die Siegelbildkonventionen unseres Raumes ungewöhn-

liche Halbfigur einer unmittelbaren Deutung. Während Stab, Hut und Mantel das Männchen im ersten Siegel vorderhand als Landfahrer bzw. Pilger ausweisen, fehlt eine solche Kennung bei der expressiv bewegten, insgesamt ungelenk und krude wirkenden, von Franz Huter (1899 – 1997) als „verkrüppelte[r] Mann“ gelesenen Halbfigur des zweiten Siegels mit ihrer markanten Kopfbedeckung und dem eher einen bittenden Gestus nahelegenden übergroßen Händen. Sie stellt allerdings weniger eine „Erinnerung an das alte, dem landesfürstlichen Schutz befohlene Hospital für Reisende“ (K. Fischnaler) dar, als vielmehr ein ikonografisches Motiv, das auf das Toponym „Sterzing“ rekurriert und aus der Sicht der spätmittelalterlichen Zeitgenossen die für die Stadt namengebende, sie repräsentierende mythische Figur des „Sterzers“ oder „Sterzls“, also eines Nichtsesshaften oder Bettlers, personifiziert. Bereits der 1484 auf seiner Rückreise vom Heiligen Land u. a. über Sterzing reisende und hier Quartier nehmende Ulmer Dominikaner Felix Fabri († 1502) vermerkte in seinem lateinisch abgefassten Bericht „Evagatorium“, dass der Name der Stadt der lokalen Überlieferung nach auf ein als „Sterzli“ bezeichnetes buckeliges, kropfiges

Männchen zurückgehe, in dem man zugleich den ersten Bewohner der Siedlung gesehen habe („… hoc nomen [= Stertzingen] sortitum est, ut fertur, a quodam homuncione strumoso et gypposo, qui dicebatur Sterzli, qui primo locum inhabitauit“). Die beiden Blütenranken im ersten Stempel sind wohl kein zufällig ins Feld gerücktes Element. Möglicherweise handelt es sich um eine zeichenhafte Deutung des noch unbebauten Stadtareals bzw. jener freien Flur, auf der der namengebende „Erstsiedler“ Sterzer sein Häuschen errichten sollte. Interpretiert man sie als Rosenranken, könnte man sie allenfalls auch als Hinweis auf die Gottesmutter Maria, die Patronin der Sterzinger Liebfrauenpfarrkirche, und im weiteren Sinne der städtischen Gemeinschaft lesen. Klarer fassbar wird die Figur des Männchens vor allem anhand des zwischen 1500 und 1506 geschnittenen dritten Stadtsiegels bzw. des zeitgleich um 1500 aufkommenden Stadtwappens (älteste bekannte Darstellung im Gewände des Südportals der Liebfrauenpfarrkirche, 1498). Es lehnt sich motivisch zwar an die beiden älteren Siegel an, deutet den Sterzer aber ästhetisch neu und setzt ihn grafisch als bucklige, krückenbewehrte Ganzfigur mit Gebetsschnur um. In den folgenden Jahrzehnten unterstreicht die Verbreitung dieses

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Abdruck des zwischen 1500 und 1506 gestochenen dritten Typars des Stadtsiegels an einer Urkunde von 1541 (Bozen, Südtiroler Landesarchiv, Stadtarchiv Sterzing, Urkunde 659, 1541 März 7; Aufn.: Alessandro Campaner)

bildmotivisch sehr eingängigen Stadtwappens weit über den engeren urbanen Raum hinaus die überregionale Bedeutung Sterzings in der Zeit der Hochkonjunktur des Bergbaus. Gustav Pfeifer

Zur Vertiefung Details zum Thema finden sich in Gustav Pfeifers Aufsatz „cum signo aquile, sub qua sculpta est quedam ymago. Überlegungen zu den älteren Siegeln der Stadt Sterzing, in: Überlieferung wird Geschichte. Festschrift für Christoph Haidacher zum 65. Geburtstag, hg. v. Julia Hörmann-Thurn und Taxis und Gertraud Zeindl (SchlernSchriften 380), Innsbruck 2026, S. 367 – 385“.

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80 anni di Polisportiva:

una storia di sport, passione e comunità Dal 1946 al 2026: otto decenni durante i quali la Polisportiva A.V.I. Vipiteno-Sterzing ha accompagnato generazioni di sportivi, famiglie e volontari. Nata nel difficile dopoguerra, è cresciuta insieme alla città, attraversando successi, trasformazioni e nuove discipline, senza mai perdere la propria vocazione più autentica: avvicinare le persone allo sport e farne un’occasione di incontro, crescita e condivisione. Ottant’anni non sono soltanto un anniversario. Sono una successione di volti, ricordi, trasferte, allenamenti, vittorie e sconfitte. Sono soprattutto la storia di tante persone che, in epoche molto diverse tra loro, hanno scelto di dedicare tempo, energie e passione allo sport e alla propria comunità. Nel 2026 la Polisportiva A.V.I. Vipiteno-Sterzing compie ottant’anni. Per raccontarne la storia bisogna tornare al 1946, a una Vipiteno profondamente diversa da quella di oggi. La guerra era terminata da poco. La popolazione cercava lentamente di lasciarsi alle spalle un periodo drammatico e di ricostruire non soltanto case, attività e strutture, ma anche una normale vita sociale. Tornava la voglia di incontrarsi e stare insieme e proprio lo sport divenne uno dei motori di questa nuova stagione. Già nel 1945 esisteva l’US, Unione sportiva, attorno alla quale si erano raccolti alcuni appassionati, tra cui Toni Cusini, Bruno Pontalti, Danilo Crippa, Luigi Bovo e Ilvo Nicolai. L’anno successivo l’idea di creare una realtà organizzata iniziò a concretizzarsi definitivamente. Tutto cominciò all’albergo Rosa

Vipiteno-Monte Cavallo - Atleti alla partenza

vanile Alto Adige. Ad accoglierli vi erano Ruggero Minzoni, Amos Aniballi e Danilo Crippa. L’obiettivo era dare vita a una sottosezione vipitenese della Polisportiva giovanile Alto Adige. Nell’autunno dello stesso anno si arrivò all’assemblea costitutiva. Il primo consiglio direttivo era composto da Ruggero Minzoni, successivamente nominato presidente, Amos Aniballi, Danilo Trentini, Ettore Pezzi, Romolo Bartolomei, Francesco Taddei, Danilo Crippa e Renato Azzolini. La prima sede della società fu nell’edificio GIL di via Dante. Cominciava così un’avventura destinata a durare molto più a lungo di quanto probabilmente potessero immaginare quei primi dirigenti.

Un momento decisivo fu l’incontro avvenuto nel giugno 1946 all’albergo Rosa, allora uno dei tradizionali punti di ritrovo della comunità italiana di Vipiteno. Da I primi successi sulla neve Bolzano arrivarono il presiden- e sul ghiaccio te della FISI Malpassi e Beccaro, presidente della Polisportiva gio- I primi anni furono caratterizzati

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soprattutto dagli sport invernali. Gli atleti gareggiavano inizialmente con i colori bianchi della Polisportiva, ai quali sarebbe poi subentrato il granata. Sci alpino, sci di fondo, salto con gli sci, slitta e bob erano le discipline maggiormente praticate. E fu proprio il bob a diventare molto presto uno dei fiori all’occhiello della giovane società vipitenese. Tra la fine degli anni Quaranta e gli anni Cinquanta arrivarono risultati prestigiosi: sei titoli italiani su strada, due secondi posti nei campionati italiani su pista a Cortina e la qualificazione alle Olimpiadi del 1956. Tra i protagonisti di quella stagione figurano Angelo Frigerio, Alfredo Deppi, Aldo David, Renato Mocellini, Piero Rossi, Marino Bogana, Ernesto Bogana, Antonio Cusini, Luigi Franceschini, Livio Fornari e Ferruccio Perini. Erano tempi nei quali molto dipendeva dalla passione, dalla capaci-

tà di arrangiarsi e dall’inventiva. I bob erano artigianali e le possibilità economiche limitate. Nel 1951 furono commissionati alle Acciaierie di Bolzano nuovi pattini, dal valore allora considerevole di mezzo milione di lire. Furono le stesse Acciaierie a offrirli alla Polisportiva, diventando di fatto uno dei primi sponsor della società. L’innovazione tecnica portò rapidamente nuovi risultati. Ma non c’era soltanto il bob. Lo sci alpino vide impegnati numerosi pionieri, mentre nel fondo e nella slitta spesso si cimentavano gli stessi atleti. Era uno sport molto diverso da quello altamente specializzato di oggi: molti praticavano più discipline e passavano con naturalezza dagli sci alla slitta, dal calcio all’atletica. Durante l’estate erano infatti soprattutto calcio e atletica ad animare la Polisportiva. Nel calcio si cominciò dal campionato di Prima Divisione e già allora le sfide contro Brunico, Bressanone, Bolzano e lo Sportverein Vipiteno accendevano entusiasmo e rivalità. Non mancavano naturalmente i derby contro il Brennero, partite definite amichevoli soltanto sulla carta. Più di una società sportiva Fin dalle origini la Polisportiva non volle però essere semplicemente una società impegnata nelle competizioni. Il suo significato andava oltre classifiche, tempi e risultati. Nella Vipiteno del dopoguerra rappresentava anche un importante luo-


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sport come punto d’incontro e di unione, al di là delle barriere linguistiche. Piero Rossi venne confermato alla presidenza. Sempre nell’ottobre del 1977 venne costituita ufficialmente la sezione nuoto, che nei primi anni dedicò particolare attenzione ai corsi per bambini provenienti non soltanto da Vipiteno, ma da tutto il circondario. Monte Cavallo: salita verso la partenza

go di socializzazione e di incontro. Accanto all’attività agonistica venivano organizzati momenti conviviali, tra i quali il tradizionale ballo di Ferragosto e quello di fine anno. Appuntamenti che rafforzavano lo spirito di gruppo e permettevano a soci, famiglie e amici di ritrovarsi anche lontano dai campi di gara. La Polisportiva era già allora ciò che avrebbe continuato a essere nei decenni successivi: un punto d’incontro della comunità, con un ruolo non soltanto sportivo ma anche sociale e culturale. Arriva anche il ciclismo Tra le discipline che trovarono spazio nella grande famiglia della “Poli” vi fu anche il ciclismo. Nel 1957 la Polisportiva costituì una propria squadra, composta da sette-otto ciclisti che partecipavano a gare in provincia e fuori provincia. Tra il 1957 e il 1960 la sezione organizzò inoltre una corsa per allievi e sei gare per dilettanti, tra le quali una San Pellegrino di carattere nazionale sul percorso Vipiteno-Dobbiaco e ritorno. Ma la storia della Polisportiva non fu una successione continua di successi. Alla fine degli anni Cinquanta arrivò una fase difficile. L’attività agonistica si ridusse e aumentarono soprattutto i problemi economici. I finanziamenti provenienti dalla sede centrale di Bolzano erano insufficienti per sostenere le iniziative vipitenesi.

Campionati europei juniores Cervinia

Quella crisi avrebbe portato a una Mario Della Vedova. Nel 1969, delle decisioni più importanti del- quando quest’ultimo decise di non ricandidarsi, venne eletto prela storia della società. sidente il figlio Gino Della Vedova, appena ventitreenne e già atleta 1961 della squadra di calcio. Fu il terzo Nasce la Polisportiva Vipiteno presidente della storia della PoliIl 25 aprile 1961 una novantina di sportiva. persone parteciparono all’assem- Nel giugno 1971 avvenne un nuoblea generale che avrebbe cam- vo passaggio di consegne: a Gino Della Vedova succedette Raffaele biato il futuro del sodalizio. Le possibilità erano sostanzial- Coppola. mente due: rinunciare alle ambi- Furono anni nei quali arrivarono zioni di rilancio oppure rendersi importanti soddisfazioni: la vitautonomi dalla sede centrale di toria nel campionato di calcio di Bolzano e ripartire assumendosi Seconda Categoria, la creazione direttamente tutte le responsabi- di una seconda squadra, nuovi rilità finanziarie e organizzative. sultati nel bob e nello sci alpino La maggioranza scelse la seconda e, soprattutto, i primi passi di una strada. disciplina destinata a diventare Nacque così ufficialmente la Poli- parte importante della società: il sportiva Vipiteno. Ruggero Minzo- nuoto. ni, nonostante avesse manifestato Nel giugno 1973 Coppola lasciò l’intenzione di lasciare la carica, la presidenza e, pochi giorni dopo, venne nuovamente confermato venne eletto Piero Rossi. Con lui presidente. Per finanziare la nuova si sviluppò ulteriormente anche società si decise persino di ricorre- l’attenzione verso i giovani, con re all’autotassazione: 5.000 lire la nascita di un’apposita sezione al mese da versare alla Cassa di dedicata al calcio giovanile. Un'alRisparmio. tra data fondamentale fu il 1977. Era una ripartenza vera, costruita La volontà di aprire sempre più la ancora una volta sulla disponi- società alle realtà dell’intera Alta bilità personale dei soci e sulla Valle Isarco portò alla nascita delconvinzione che valesse la pena la Polisportiva A.V.I. – Alta Valle Isarco – Vipiteno-Sterzing. continuare. La scelta di inserire nella denoCambiano i presidenti, minazione anche il nome tedesco cresce la “Poli” della città aveva un significato preciso. Già allora molti atleti apNegli anni successivi diverse figu- partenenti al gruppo linguistico re si alternarono alla guida della tedesco gareggiavano con i colosocietà. ri della società. Si voleva quindi Dopo Ruggero Minzoni arrivò lanciare un messaggio chiaro: lo

Gli anni Ottanta: una stagione indimenticabile Gli anni Ottanta rappresentano una delle stagioni più importanti nella storia della Polisportiva. I risultati ottenuti nel bob, nello skeleton, nello sci alpino e nel calcio riportarono entusiasmo e soddisfazione negli ambienti della società. Fu in particolar modo il bob a regalare, nella prima metà del decennio, risultati straordinari. Nel 1980 Bernmeister e Kraler conquistarono il titolo italiano su pista. Nel 1982 Gildo Sartore e Pasquale Gesuito si aggiudicarono il titolo nel bob a due e, affiancati da Quarta e Ziller, anche quello nel bob a quattro. Il 1983 fu un anno memorabile. A Cervinia Sartore e Gesuito salirono sul gradino più alto della Coppa del Mondo, bissando il successo nel bob a quattro insieme a Costa e Marocchi. Nella stessa occasione Alex Wolf e Roland Lechthaler conquistarono la medaglia d’argento. Sempre nel 1983 Wolf e Lechthaler vinsero il titolo italiano nel bob a due e, insieme a Vergadin e Ziller, anche quello nel bob a quattro. Quello stesso anno la Polisportiva si distinse anche sul piano organizzativo. Nel febbraio 1983 promosse con successo il terzo Campionato europeo di bob su pista naturale dal Passo Giovo a Calice, conquistò il primo posto nella graduatoria nazionale per società e venne premiata dalla FISI con una Targa d’Oro del CONI per meriti speciali. Nel 1984 Gildo Sartore, insieme a Erker 10/26

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Sezione ciclistica

Premiazione di giovani calciatori

Skeleton

all’USA di Bolzano, avvenuta nel 1989, portò benefici in termini di consulenza, supporto e materiale didattico. Gli anni Ottanta coincisero anche con il rilancio della sezione atletica. L’obiettivo, come ricordato da Benito Di Bernardo, primo responsaIl calcio cambia volto bile insieme a Sergio Spoladore, Diverso fu invece il percorso del era principalmente amatoriale. Partita con soli due atleti, la seziocalcio. Il settore giovanile continuò a ot- ne arrivò gradualmente a contare tenere buoni risultati e nel 1987 una trentina di tesserati, prendenla formazione Allievi vinse il pro- do parte a numerose manifestaprio girone. Intanto si era avviato zioni in Italia e anche all’estero. un processo di collaborazione tra le quattro società calcistiche pre- Una casa per la Polisportiva: senti a Vipiteno: Polisportiva, Jol- la sede di via Pennes ly, FC Sterzing e Milan Club. Dopo l’ottima stagione 1983/84 Un altro capitolo fondamentale in Prima Categoria, la prima squa- della storia della società è legato dra della Polisportiva subì però alla sede di via Pennes. due retrocessioni consecutive. La Insieme al CAI venne realizzata situazione contribuì alla nascita una struttura polifunzionale dedella Selezione Vipiteno, presie- stinata a diventare un importante duta sin dall’inizio da Gino Della punto di riferimento per l’associaSci e Giochi della Gioventù Vedova, che divenne il punto d’in- zionismo vipitenese. Tra i grandi Anche lo sci continuava a rico- contro tra Polisportiva, Jolly e FC artefici della realizzazione viene ricordato Bruno Zanarotto. prire un ruolo importante. Gli Sterzing. allenamenti si svolgevano a Mon- Dopo oltre quarant’anni, la Poli- Lo spirito che aveva caratterizzato te Cavallo e molti giovani atleti sportiva non aveva così più una la Polisportiva fin dalla nascita tropassarono successivamente alla propria prima squadra di calcio. vò così finalmente anche uno spa“Renngemeinschaft”, la selezio- Una decisione importante e a lun- zio fisico nel quale esprimersi: una ne della vallata; alcuni riuscirono go meditata, che apriva però una casa nella quale incontrarsi e vivere l’associazione non soltanto duanche a compiere il salto in nazio- nuova fase per il calcio cittadino. rante allenamenti e competizioni. nale. A Monte Cavallo, grazie alla ge- Nuoto e atletica: La struttura, messa a disposizionerosità di due soci, venne inoltre sport per tutti ne dal Demanio militare, venne acquistata una piccola baita che realizzata grazie al contributo di fungeva da punto di ritrovo e da Negli stessi anni il nuoto prose- soci, privati, imprenditori locali, magazzino per i giovani della Po- guiva nel segno della continuità. enti pubblici e privati e degli alpini lisportiva. Non veniva praticata attività ago- del Battaglione Morbegno. Anche Sempre negli anni Ottanta fu si- nistica: l’attenzione era rivolta il Comune friulano di Buia offrì algnificativo il contributo fornito soprattutto ai bambini e all’orga- cuni prefabbricati provenienti dal dalla “Poli” ai Giochi della Gioven- nizzazione di corsi. L’affiliazione periodo successivo al terremoto, Pino Lapadula, conquistò nuovamente il titolo assoluto. Ma quello fu anche l’anno delle Olimpiadi di Sarajevo, alle quali partecipò nel bob a quattro un equipaggio composto esclusivamente da atleti della Polisportiva: Wolf, Beikircher, Gesuito e Prato. La straordinaria serie di successi si chiuse nel febbraio 1985 con il titolo italiano assoluto nel bob a quattro conquistato da Wolf, Gesuito, Indra e Beikircher. Sei anni memorabili che portarono il bob vipitenese ai massimi livelli. Tra le tante soddisfazioni vi furono però anche momenti difficili. Nel 1982 Mario Marazzo rimase seriamente ferito durante le prove di selezione per i campionati europei a Cortina. Furono giorni di grande apprensione per tutta Vipiteno, prima che arrivasse finalmente la notizia che l’atleta era fuori pericolo.

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tù. L’edizione svoltasi a Vipiteno nel marzo 1984 fu un grande successo. La Polisportiva ebbe un ruolo da protagonista nell’organizzazione delle gare di sci alpino, fondo e salto con gli sci, occupandosi anche dei servizi logistici.

Yoseikan Budo

poi trasformati in garage e magazzini. I lavori di ristrutturazione iniziarono nel 1984 e tre anni più tardi, nel 1987, la sede venne ufficialmente inaugurata. Da allora via Pennes è diventata un luogo d’incontro per diverse realtà associative vipitenesi e un simbolo di quella voglia di stare insieme che accompagna la Polisportiva sin dalla sua nascita. Vipiteno, culla dello skeleton italiano Tra le discipline che negli anni successivi regalarono importanti soddisfazioni alla società vi fu lo skeleton. Il crescente interesse per questo sport fece sì che Vipiteno diventasse una vera e propria “culla” dello skeleton nazionale. Titoli italiani, ottimi piazzamenti in Coppa del Mondo e ai Campionati mondiali riportarono la Polisportiva ai vertici. Sotto la responsabilità di Piero Rossi e Mauro Della Vedova si misero in evidenza diversi atleti, in particolare Marco Filippin e il vipitenese Renato Bussola, protagonista di due titoli italiani assoluti consecutivi. Accanto a loro numerosi giovani si avvicinarono alla disciplina: Artur Schlechleitner, Mirko Sebastiani, i fratelli Lageder, Manuel Pilloni, Porcile, Steger, Rizzi e Unterberger. Nuove discipline, nuove generazioni Con gli anni Novanta la Polisportiva continuò a trasformarsi.


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Sezione nuoto

Pallavolo femminile

Due nuove sezioni entrarono a far il piacere di muoversi, il benesse- mente ricordare campioni, medaparte della grande famiglia spor- re, l’educazione, il rispetto delle glie e grandi vittorie. Ma sarebbe tiva vipitenese: la pallavolo e lo regole, la capacità di stare in un riduttivo raccontare questa storia Yoseikan Budo. soltanto attraverso classifiche e titoli. Il volley, inizialmente maschiDietro ogni risultale, vide successivamente crescere anche il settore femmito ci sono sempre nile, mentre lo Yoseikan Budo state persone. introdusse all’interno della soPresidenti e diricietà una disciplina molto digenti, allenatori, versa dagli sport che avevano accompagnatori, caratterizzato i primi decenni. volontari, genitori, sponsor, amminiÈ probabilmente proprio questratori e naturalsta capacità di cambiare, manmente migliaia di tenendo però salde le proprie atleti. Alcuni hanradici, uno dei segreti della longevità della Polisportiva. no attraversato la Nel corso degli ottant’anni alvita della società Piero Rossi: presidente dal 1973 al 2006 soltanto per alcuni cune discipline sono nate, altre hanno vissuto stagioni straor- gruppo e di condividere successi anni, altri le hanno dedicato una parte importante della propria dinarie e poi hanno lasciato spazio e difficoltà. a nuove attività. Sono cambiate le È un principio che accompagna la esistenza. La Polisportiva ha conosciuto moesigenze delle famiglie, il modo Polisportiva fin dalle sue origini. di praticare sport e le strutture Già nel 1973 il presidente uscente menti di entusiasmo e stagioni disponibili. Non è cambiato, però, Raffaele Coppola definiva l’impe- più difficili, problemi economici e il desiderio di creare opportunità gno di soci, dirigenti, atleti e colla- riorganizzazioni, grandi successi per chi vuole avvicinarsi all’attivi- boratori un servizio sociale rivolto sportivi e periodi nei quali il risulsoprattutto ai giovani, individuan- tato principale era semplicemente tà sportiva. do nello sport anche una palestra riuscire a continuare l’attività. di formazione educativa. Parole Ed è proprio questa continuità a Sei sezioni, pronunciate oltre cinquant’anni rappresentare forse il successo un unico grande obiettivo fa, ma che conservano ancora più importante. Dal 1946 al 2026 sono trascorOggi la Polisportiva A.V.I. Vipi- oggi tutta la loro attualità. teno-Sterzing conta sei sezioni Alla guida della Polisportiva c’è si ottant’anni. La Vipiteno nella attive: Nuoto, Yoseikan Budo, Pal- attualmente Wilfried Casadei, quale nacque la Polisportiva non lavolo, Pattinaggio, Biketeam e eletto presidente nel 2015, chia- esiste più. Sono cambiati la città, Fitness. mato insieme al direttivo e ai re- la società, gli impianti e il modo Sei realtà differenti per caratteri- sponsabili delle varie sezioni a stesso di vivere lo sport. stiche, età dei partecipanti e mo- proseguire una storia iniziata nel Ma quell’idea nata nel dopoguerdalità di allenamento, ma unite lontano 1946. ra, quando incontrarsi e tornare sotto un unico tetto e soprattutto alla normalità rappresentavano da uno stesso obiettivo: avvicina- Ottant’anni costruiti già una conquista, è riuscita ad atda tante persone re tutti al mondo dello sport. traversare otto decenni. Non necessariamente per costruOggi come allora lo sport contiire campioni. Prima ancora dei ri- Ripercorrere gli ottant’anni della nua a creare legami. sultati agonistici vengono infatti Polisportiva significa inevitabil- E così gli 80 anni della Polispor-

tiva A.V.I. Vipiteno-Sterzing non rappresentano soltanto un anniversario da celebrare, ma anche un patrimonio da custodire e consegnare alle nuove generazioni. Una storia nata dalla voglia di ricominciare, cresciuta grazie alla passione e all’impegno di tante persone e ancora oggi proiettata verso il futuro. cm

I PRESIDENTI DELLA POLISPORTIVA Ruggero Minzoni – primo p r e s i d e n t e d a l 1 94 6 e p r o t a gonista anche della nascita d e l l a Po l i s p o r t i v a V i p i t e n o a u t o n o m a n e l 1 96 1 . M a r i o D e l l a Ve d o v a – s e c o n d o presidente della società; l a s c i ò l ’ i n c a r i c o n e l 1 96 9 . G i n o D e l l a Ve d o v a – p r e s i d e n t e d a l 1 96 9 a l 1 9 7 1 ; a soli 23 anni divenne il terzo presidente nella storia della Po l i s p o r t i v a . Raffaele Coppola – presidente dal 1971 al 1973; durante il suo mandato arrivarono nuovi successi sportivi e mosse i primi passi il settore nuoto. Piero Rossi – eletto presidente nel 1973 al 2006 Franco Rossi – successore alla guida della società dal 2006 al 2015. Wilfried Casadei – eletto presidente nel 2015 e attuale p r e s i d e n t e d e l l a Po l i s p o r t i v a A .V. I . V i p i t e n o - S t e r z i n g

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Comune di Brennero

Dalla nuova area sciistica all’energia eolica Recentemente la Giunta comprensoriale e i sei sindaci della Wipptal hanno incontrato a Malga Zirago il presidente della Provincia Arno Kompatscher per affrontare una serie di questioni sovracomunali: dalla residenza per anziani alla politica dei trasporti, dall’energia ai finanziamenti. Secondo Martin Alber, presidente della Comunità comprensoriale, l’incontro ha rappresentato una sorta di workshop dedicato ai principali temi che interessano l’intera Wipptal, territorio di piccole dimensioni e periferico, chiamato a confrontarsi anche con le conseguenze dell’intenso traffico di transito. Da parte del presidente della Provincia sarebbe emersa ampia disponibilità ad affrontare le diverse problematiche. Personale qualificato e residenze per anziani Uno dei temi centrali ha riguardato la carenza di personale qualificato nelle strutture sociali, che in alcuni casi impedisce di utilizzare pienamente i posti disponibili. In particolare, sarebbe stato assi-

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curato il riconoscimento anche in Alto Adige della figura dell’Operatore Socio Sanitario con formazione complementare, il cosiddetto Super OSS, rendendo così possibile il reclutamento di personale su tutto il territorio nazionale.

Resta tuttavia la necessità di garantire adeguate possibilità abitative ai nuovi lavoratori, attraverso la costruzione di alloggi o la destinazione di appartamenti a questo scopo. La questione dovrebbe essere affrontata insieme agli uffici provinciali competenti. Al centro dell’incontro anche l’aumento dei contributi agli investimenti per la costruzione delle residenze per anziani. Le nuove disposizioni sono entrate in vigo-

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UNA SPET'TACOLARE

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::':-ESPER..ENZA CON . LA SCHilUMA

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re troppo tardi per la nuova Residenza per anziani dell’Alta Valle Isarco, che avrebbe potuto beneficiare di contributi sensibilmente maggiori. Non essendo possibile un riconoscimento retroattivo, si valuta una possibile compensazione attraverso i finanziamenti destinati ai Comuni, in particolare tramite i fondi dell’articolo 5.

Collegamento sciistico Monte Cavallo-Ladurns Ampio spazio è stato dedicato anche al progetto di collegamento sciistico tra Monte Cavallo e Ladurns. Per consentire al nuovo impianto di attraversare l’area paesaggisticamente protetta della Valmigna è necessaria una modifica del piano paesaggistico. Il Comune di Vipiteno ha già avviato il relativo procedimento. Gli Traffico, autobus uffici provinciali hanno richiesto e stazioni ferroviarie ulteriore documentazione, tra cui Sul fronte della mobilità uno studio di fattibilità con dettasono stati ripresi i negoziati gli sul previsto sorvolo dell’area. per l’introduzione di un di- Secondo quanto emerso dall’invieto di uscita dall’autostra- contro, la procedura potrebbe da A22, reso più concreto essere portata a termine ancora anche da una modifica legi- nel corso dell’attuale mandato slativa al Codice della strada provinciale. approvata a Roma. L’esito rimane Per l’istituto superiore a indirizzo tuttavia ancora aperto. sportivo di Vipiteno sarebbe inolÈ stato inoltre chiesto un poten- tre stato garantito, già per l’anno ziamento dei collegamenti auto- scolastico in corso, un aumento bus tra Bressanone, Vipiteno e della quota base di finanziamenBrennero, con particolare atten- to per ogni studente. zione alla tratta Vipiteno-Bren- Tra gli altri temi discussi anche la nero, anche in considerazione dei richiesta di modificare il tracciato numerosi lavoratori part-time im- della pista ciclabile nel tratto tra piegati al Brenner Outlet. Mules e Campo di Trens. Tra le questioni affrontate figurano anche le stazioni ferroviarie Parco eolico al Sandjoch di Brennero e Fortezza, ancora di Infine, il Comune di Brennero inproprietà e sotto la gestione di tende commissionare uno studio RFI e ritenute bisognose di impor- di fattibilità per la possibile reatanti interventi. La Provincia do- lizzazione di un parco eolico sul vrebbe valutare l’avvio di trattati- Passo del Santicolo. Attualmente ve per un possibile trasferimento. si attende un preventivo per lo Analogo interesse riguarda alcu- studio. ni immobili di proprietà dello Sta- Alla luce della diminuzione delto, dell’IPES e dell’ACI situati nei la produzione e dei ricavi degli pressi del confine. In particolare, impianti idroelettrici, legata alla l’ex edificio della dogana e quel- scarsità d’acqua, l’amministraziolo dell’ACI potrebbero essere re- ne ritiene opportuno valutare ancuperati e destinati a nuove fun- che l’energia eolica come possibizioni. Per l’ex dogana si ipotizza le ulteriore fonte di produzione anche un centro per seminari ed energetica per il territorio. eventi di carattere transfrontaliero, progetto sul quale sarebbero già avvenuti primi confronti con l’Euregio.


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“Casa Km. 488” Vipiteno, successo per “Il sapore delle associazioni” Una sessantina di partecipanti hanno percorso oltre 10 chilometri tra sapori, natura, cultura e associazionismo È stata una giornata all’insegna della convivialità e della scoperta del territorio quella vissuta a Vipiteno il 12 settembre con “Il sapore delle associazioni”, la camminata gastronomica organizzata dal Comitato di educazione permanente e dalla Bildungsausschuss Sterzing. Sono stati quasi 60 i partecipanti che hanno affrontato il percorso di oltre 10 chilometri, fermandosi nelle sei tappe gastronomiche allestite dalle numerose associazioni coinvolte. Dalla colazione in pineta, accompagnata dal Coro Cima Bianca, all’aperitivo a Maria Schutz, fino al primo piatto al CAI e al secondo piatto presso l’Associazione Nazionale Carabinieri,

ogni tappa è stata un’occasione di incontro e condivisione. Non è mancato un momento dedicato alla conoscenza della città, con la visita guidata verso il centro storico. Nel pomeriggio sono arrivati il dessert presso LURX e, infine, i tradizionali krapfen vipitenesi a CasArci, dove si è svolta anche la lotteria conclusiva. L’iniziativa ha raggiunto pienamente il suo obiettivo: mettere in rete le associazioni di Vipiteno, favorire la collaborazione tra realtà di lingua italiana e tedesca e far conoscere alla cittadinanza il prezioso lavoro del volontariato locale. Il successo della giornata conferma la voglia della comunità di incontrarsi, stare insieme e riscoprire il proprio territorio attraverso le persone e le associazioni che ogni giorno lo animano. sp

Sterzinger Moos, uno sguardo condiviso sul futuro del territorio Natura, biodiversità e partecipazione: prende forma un progetto per tutelare e valorizzare una delle aree più significative del territorio. Quale futuro per lo Sterzinger Moos? È questa la domanda al centro del progetto promosso da un gruppo di cittadine e cittadini di Campo di Trens, Val di Vizze e Vipiteno, coordinato dalle associazioni culturali LURX e Agorà. L’iniziativa nasce in un momento importante per le politiche ambientali europee e locali. Con l’avvio dell’attuazione del Regolamento europeo sul ripristino della natura (Nature Restoration Law), insieme ai nuovi strumenti di pianificazione territoriale e climatica in Alto Adige e ai progetti per la gestione delle risorse idriche, si aprono infatti nuove prospettive anche per il futuro dello Sterzinger Moos. Il progetto punta a mettere in rete amministrazioni, esperti, associazioni e cittadini, con un approccio partecipativo. Tra le priorità individuate figurano la tutela degli ambienti naturali e della biodiversità, la rinaturalizzazione e la creazione di connessioni ecologiche, ma anche

il coinvolgimento della popolazione nelle decisioni che riguardano il territorio. Particolare attenzione sarà dedicata inoltre alla valorizzazione del paesaggio, attraverso il miglioramento dei percorsi pedonali e ciclabili e una migliore connessione tra i luoghi di interesse naturalistico, culturale e storico. La prima fase del progetto, iniziata a febbraio, è stata dedicata alla conoscenza del territorio: studi naturalistici, geologici e storici, mappe tematiche, documentazione fotografica e video, sopralluoghi con esperti e istituti di ricerca e incontri con amministrazioni e uffici provinciali. L’incontro del 9 e 10 ottobre conclude questa prima fase e rappresenta un momento di confronto sui possibili scenari futuri. I risultati confluiranno nel rapporto conclusivo previsto per novembre. A dicembre prenderà il via la seconda fase, aperta a tutta la popolazione. Il percorso partecipativo porterà, nella primavera del 2027, all’elaborazione di proposte concrete per il futuro dello Sterzinger Moos. sp

A Fortezza ha aperto ufficialmente i battenti la nuova “Casa Km. 488”, in via Brennero 2, uno spazio destinato a diventare un punto di riferimento sociale e culturale per tutte le generazioni. L’inaugurazione si è svolta il 19 settembre alla presenza di rappresentanti istituzionali, associazioni e cittadini. Il progetto è il risultato di un lungo percorso partecipativo avviato nel 2016, che ha coinvolto la popolazione, le associazioni locali e l’amministrazione comunale con l’obiettivo di creare un luogo aperto alla socialità, alla cultura e alla formazione. Ne è nato uno spazio moderno e flessibile, pensato per ospitare attività artistiche, musicali e formative. Al piano terra si trova un ampio foyer, mentre il primo piano accoglie una cucina e una biblioteca. Al secondo piano è stato realizzato uno spazio multifunzionale destinato a corsi, workshop ed esposizioni. A completare la struttura vi è una terrazza sul tetto di circa 25 metri quadrati. Particolare attenzione è stata dedicata anche all’aspetto architettonico. La forma poligonale dell’edificio e il cemento a vista, nella caratteristica tonalità rosso pompeiano, richiamano l’antica casa cantoniera ANAS che un tempo sorgeva nello stesso luogo. Il progetto ha inoltre puntato sulla sostenibilità e sull’efficienza energetica. La cerimonia inaugurale è iniziata alle 9.30 con il saluto del sindaco Thomas Klapfer, seguito dalla presentazione del progetto da parte dell’architetto Anton Treyer e dagli interventi dell’assessore provinciale Philipp Achammer e di Magdalena Wild, presidente dell’associazione Oppidum. Alle 10.30 si sono svolti la consegna simbolica delle chiavi e il tradizionale taglio del nastro. Al termine della parte ufficiale, i presenti hanno potuto visitare i nuovi spazi e partecipare a un momento conviviale accompagnato da musica, cibo e bevande. La gestione della Casa Km. 488 è affidata all’associazione Oppidum EO, da anni impegnata nella promozione culturale a Fortezza. Con l’apertura della nuova struttura, il paese dispone ora di un nuovo luogo di incontro e condivisione, pensato per favorire iniziative e relazioni tra persone di tutte le età. cm Erker 10/26

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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco

Da sei mesi a Vipiteno manca uno di noi: Marco Marazzo È trascorso mezzo anno da domenica 22 marzo 2026, il giorno in cui Marco Marazzo è scomparso nel nulla. Attraverso gli occhi delle persone che lo hanno conosciuto da vicino, emerge il ritratto di un concittadino mite e riservato, che pure ha dato il proprio contributo discreto alla comunità vipitenese. Ci ritroviamo nella cucina della famiglia Marazzo; intorno al tavolo siedono i genitori, Loredana e Franco, insieme a un amico, Maurizio Dapas, e alla ex professoressa di Lettere di Marco, Elvira Paudice. Loredana ha preparato plichi di foto stampate da Marco, diversi oggetti estratti dalla sua vasta serie di collezioni, i registri di contabilità tenuti dal figlio, una cartellina di documenti e, in mano, tiene il quaderno personale che ha cominciato a compilare dal momento della sparizione. Vi ha appuntato date e orari, dettagli osservati da lei o da altri, suggerimenti e indizi. Inizia a raccontare Maurizio, che ha conosciuto Marco quando aiutava i genitori nella loro attività di volontariato per la Caritas, andando a caricare le raccolte di cibo donato dai negozi: “La nostra collaborazione si era consolidata nel 2014, quando Marco si era reso disponibile nell’ambito di un festival culturale, nella vendita di libri usati, in Municipio. È un ragazzo di poche parole, ma non si tira mai indietro se c’è bisogno. Venendo poi a conoscenza delle sue competenze informatiche, nel 2018 lo avevo coinvolto nell’organizzazione di un concorso fotografico: si era occupato di tutta la parte relati-

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va alle iscrizioni al concorso, alla catalogazione e alla rielaborazione dei formati delle fotografie inviate dai partecipanti e aveva

Marco ha frequentato Economia e Commercio a Verona per due anni, ha dato tutti gli esami e aveva la media del 28, ma poi

l’episodio in cui, al ritorno da un viaggio a Napoli, con un treno arrivato molto in ritardo, lui si era presentato in stazione in tarda

curato anche parte della comunicazione con i concorrenti. In quel contesto ci eravamo frequentati con assiduità e mi aveva invitato a casa sua. Bisogna dire che si trattava di un’eccezione perché Marco tiene molto alla propria sfera privata, ma in quel caso mi aveva anche mostrato le sue collezioni.” “Le sue passioni sono varie e molto approfondite – tiene a precisare il papà Franco – Marco non ha mai smesso di studiare e per ciascuna delle sue collezioni possiede saggi e cataloghi di riferimento. Abbiamo trovato libri di mineralogia, entomologia e botanica e ogni esemplare da lui collezionato o fotografato è classificato in modo scrupoloso.

ha preferito lasciare l’università, tuttavia, in seguito ha continuato a studiare informatica per conto proprio.” La professoressa Paudice ricorda come Marco, nel periodo in cui era stato suo alunno, fosse molto portato per la matematica e che già allora coltivava la sua passione per l’informatica, e come si siano ritrovati Marco dopo tanti anni in modo casuale: “Ha cominciato a farmi piccoli servizi per gentilezza e mai allo scopo di essere retribuito. Io, naturalmente, l’ho sempre ricompensato con la mancia che mi pareva opportuna, ma Marco mi faceva piccoli favori con generosità e disponibilità non scontate. Le volte in cui non mi sentivo di uscire, ad esempio, gli chiedevo di portarmi a casa una pizza o uno strudel, oppure, se capitava che al supermercato facessi una spesa troppo pesante per me da trasportare, passava lui a ritirarla, caricava i sacchetti sulla bicicletta e me li portava in casa. Per far capire quanto fosse premuroso, vorrei ricordare

serata, portandomi dei panini e insistendo per caricarsi la valigia fino a casa mia. Ci capitava di fermarci a chiacchierare e uno dei periodi che ricordava più volentieri, con un minimo di nostalgia e quasi con orgoglio, era quello trascorso a Roma.” “Marco ha girato parecchio, infatti, prima di ristabilirsi a Vipiteno – ricorda la mamma Loredana – sa parlare bene sia il tedesco che l’inglese e, per periodi più brevi e più lunghi ha lavorato a Brescia, a Roma, a Londra e a Merano. Ha anche lavorato a Bressanone in un vivaio ma, in quel caso, faceva il pendolare. A Vipiteno poi ha lavorato nella mensa della caserma e, da allora, aveva preso in affitto un appartamento, rendendosi indipendente. Poi ha fatto il concorso per collaboratore scolastico e dal 2023 ha avuto l’incarico come bidello presso l’Ipc di Vipiteno, quindi ha traslocato di nuovo nell’ultimo appartamento in cui ha abitato. Mio figlio ci ha sempre aiutati parecchio, sia quando ancora avevamo


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il negozio di alimentari, sia nel periodo in cui abbiamo lavorato come volontari per la Caritas all’oratorio. Gli è sempre piaciuto molto rendersi utile, ad esempio, durante l’emergenza dei migranti nel 2015, Marco si era messo a disposizione a Brennero, distribuendo cibo e vestiti.” Chiediamo a Loredana se abbia percepito la vicinanza cittadina in seguito alla sparizione di Marco e mi elenca tutte le iniziative istituzionali e private intraprese per ritrovarlo. Inoltre, racconta: “Ancora oggi mi fermano per strada, mi chiedono notizie, tantissimi ci hanno dimostrato un affetto inaspettato. I vicini di casa di Marco ancora controllano se le luci dell’appartamento tornano ad accendersi alla sera; altri conoscenti, ancora oggi, quando vanno nel bosco o in montagna cercano tracce di Marco. Ci speriamo sempre anche noi: quando andiamo in giro guardiamo in modo ossessivo tutte le biciclette, perché quello era il mezzo con cui si spostava Marco. A volte, però, è successo che qualcuno ci abbia illusi dicendo di averlo incontrato da qualche parte e altre volte ci hanno confusi dandoci consigli che al momento ci sembravano ragionevoli ma, in fin dei conti, si sono rivelati strampalati e superflui.” Il papà Franco aggiunge: “Abbiamo capito, infatti, che è meglio se le persone che pensano di avere notizie utili o verosimili si rivolgano agli enti competenti, non a noi. In questo momento per noi è ancora più difficile affrontare l’assenza di Marco: all’inizio avevamo l’idea che sarebbe tornato da un momento all’altro, ma più passa il tempo e più crescono l’angoscia e lo smarrimento. Nel suo appartamento, tra le tante cose, abbiamo trovato un libro su Ettore Majorana. Insomma, non sappiamo più dove rivolgere i pensieri.”

Negli ultimi anni, Marco Marazzo ha lavorato come collaboratore scolastico presso la scuola in lingua italiana di Vipiteno. In ambito professionale, abbiamo interpellato la docente vicaria Daniela Valenti, la quale ha raccolto alcuni pensieri da colleghi e alunni. La professoressa Valenti racconta: “Tutte le mattine, Marco entrava in ciascuna delle classi a rilevare la temperatura, in modo che poi fosse possibile regolare al meglio il termostato, e poi tornava a portare i quotidiani. I ragazzi lo aspettavano e lo salutavano con trasporto e lui ricambiava con un sorriso dolcissimo. È questa, direi, la sua caratteristica principale: una gran dolcezza. Quando Marco sorride, è come si illuminasse tutto il viso. Dal punto di vista professionale, i miei colleghi ed io concordiamo tutti sulla sua grande affidabilità. È un lavoratore serio, educatissimo, sempre presente, che porta a termine ogni mansione in modo preciso e puntuale.” Tra i pensieri scritti dagli alunni dell’Ipc Vipiteno, lo studente A.A. ricorda: “Marco era gentile con tutti noi”; L.P. scrive: “Timido ma gentile, sempre educato, non interrompeva mai le lezioni”; A.D.M. riporta: “Marco era un bidello affettuoso, era gentile, disponibile ed era una buona persona. Ci manchi molto, Marco”; R.H. scrive: “Era coraggioso: anche se timido, era sempre gentile e sempre pronto. Spero che torni…” Sandro ricorda il collega Marco come “una persona mite, leale e laboriosa. Inizialmente taciturno, si è rivelato pieno di interessi. Forse, a volte, una persona fragile, come possono esserlo le persone particolarmente intelligenti. Spero sempre di vederlo far capolino da qualche angolo della strada, con la sua camminata particolare, con la testa bassa, mentre sorride perso nei suoi pensieri”. cf

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Tra luce e mistero: grande successo per la mostra di Beatrix Vittur Luce, materia, emozioni e suggestioni della natura si incontrano nelle opere di Beatrix Vittur, artista autodidatta vipitenese, protagonista del progetto “Tra luce e mistero – Zwischen Licht und Mysterium”. La mostra, così come la sua inaugurazione, hanno riscosso un grande successo, richiamando numerosi visitatori e suscitando vivo interesse. Pensionata e autodidatta, Beatrix Vittur ha sviluppato nel tempo un linguaggio artistico personale, nel quale la natura non viene semplicemente rappresentata, ma diventa fonte di ispirazione per un percorso fatto di sensazioni, strutture e trasformazioni. La sua concezione della pittura parte da un principio ben preciso: proprio come la natura, anche un quadro deve avere la possibilità di crescere, cambiare e sorprendere. Le sue opere non vogliono essere riproduzioni fedeli di paesaggi, bensì racchiudere momenti visivi, emozioni e vibrazioni. L’ispirazione nasce dall’universo e soprattutto dai molteplici dettagli dell’ambiente naturale: dalle superfici e dalle strutture delle rocce fino alla leggerezza del vento che attraversa l’erba. Il processo creativo di Vittur è fortemente materico e intuitivo. L’artista lavora in maniera tattile, procedendo strato dopo strato e lasciando che materiali differenti trovino gradualmente il proprio spazio sulla superficie. Pasta materica, carta e cartone diventano così elementi essenziali di composizioni nelle quali forme e texture contribuiscono a creare profondità e movimento. Particolarmente partecipata è stata l’inaugurazione della mostra, che ha rappresentato un momento di incontro e di confronto attorno all’arte e alla creatività. Anche nei giorni successivi l’esposizione ha registrato un’ottima affluenza di pubblico, confermando l’interesse suscitato dalle opere e dal percorso artistico di Beatrix Vittur. Il risultato è un’arte che non impone una lettura univoca, ma lascia spazio alla sensibilità individuale. Le opere diventano un invito rivolto a chi le osserva: fermarsi per qualche istante, ritrovare la quiete e lasciarsi coinvolgere da un’emozione intima e personale. Il progetto “Tra luce e mistero” racconta dunque un modo di fare arte profondamente legato all’osservazione e alla percezione, nel quale materia e natura dialogano dando vita a immagini capaci di trasformarsi anche attraverso lo sguardo di chi le contempla. L’iniziativa vede il coinvolgimento del Comitato Educazione Permanente di Vipiteno e della Città di Vipiteno. cm Erker 10/26

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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco

Frasnelli sul podio a Sarno: è il miglior italiano della Champions OKJ

Corsa in montagna

Primo tempo ufficiale femminile al Rifugio Biasi al Bicchiere

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Grande prestazione di Julian Frasnelli sul Circuito Internazionale Napoli di Sarno. Il giovane pilota del Tony Kart Racing Team ha chiuso al terzo posto l’ultima gara della Champions nella categoria OKJ, conquistando il quarto posto assoluto in campionato e risultando il miglior italiano della classifica generale. © sportinphoto

Il Rifugio Biasi al Bicchiere, situato a 3.195 metri di quota in una spettacolare posizione rocciosa nel cuore delle Alpi dello Stubai, è considerato uno dei rifugi più suggestivi dell’Alto Adige. Mentre per gli uomini vengono registrati da anni tempi record nella salita, fino ad oggi mancava un riferimento ufficiale al femminile. A colmare questa lacuna è stata Severine Petersen di Colle Isarco, che ha stabilito il primo tempo ufficiale femminile sul percorso che dal fondovalle conduce al rifugio. Un itinerario estremamente impegnativo, lungo quasi 12 chilometri e caratterizzato da circa 1.900 metri di dislivello. Una gestione attenta del ritmo nei primi chilometri e una grande capacità di resistenza nel tratto finale, particolarmente ripido lungo la roccia del Bicchiere, si sono rivelate decisive. Petersen ha raggiunto il rifugio dopo esattamente 2 ore, 23 minuti e 17 secondi, fissando così il primo tempo di riferimento femminile su questo tracciato. Dopo l’intensa prova sportiva, però, non c’è stata fretta di fare ritorno a valle. L’impresa si è conclusa in compagnia al rifugio, dove non sono mancati un meritato momento di relax e un brindisi. “La posizione straordinaria del Rifugio Bicchiere mi affascina da molto tempo. Quando ho saputo che non esisteva ancora un tempo ufficiale femminile, ho deciso subito di affrontare questa sfida. Sulla salita finale ho dovuto davvero stringere i denti, ma una volta arrivata, la torta di grano saraceno e una bevanda fresca insieme agli amici avevano un sapore ancora più speciale. In fondo, ambizione sportiva e piacere possono andare perfettamente d’accordo, ha raccontato Petersen.

La lunga settimana di gara in Campania era iniziata nel migliore dei modi. Fin dalle prime prove libere di mercoledì Frasnelli si era costantemente mantenuto nelle posizioni di vertice, mostrando un ottimo passo. La situazione è però cambiata drasticamente durante le qualifiche. Un improvviso rallentamento del gruppo di testa ha costretto i piloti davanti a frenare bruscamente. Il concorrente alle spalle di Frasnelli non è riuscito a evitare l’impatto, centrando violentemente il suo kart da dietro.

L’incidente ha fatto precipitare il giovane pilota nelle retrovie e ha provocato pesanti danni al Tony Kart: pneumatici danneggiati, paraurti deformato e telaio piegato. Frasnelli ha inoltre accusato forti dolori al collo. Nonostante i problemi fisici e le difficili condizioni tecniche, è tornato in pista nelle manche successive. Costretto ogni volta a partire dalle ultime file, ha dato prova di grande determinazione e continuità, recuperando numerose posizioni e riuscendo a stabilizzarsi costantemente nella top ten. Il capolavoro è arrivato sabato nella finale decisiva. Scattato dalla 15ª posizione, Frasnelli ha dato vita a una spettacolare rimonta, mettendo a segno numerosi sorpassi e mantenendo un ritmo elevatissimo fino alla bandiera a scacchi. Nonostante i dolori al collo, ha continuato a spingere fino all’ultimo metro, tagliando il traguardo in terza posizione. Un podio particolarmente importante, ottenuto dopo una gara in salita e con un kart non nelle condizioni ottimali, che gli ha permesso di concludere il campionato al quarto posto assoluto su 125 piloti provenienti da tutto il mondo. Con questo risultato Julian Frasnelli si è inoltre laureato miglior pilota italiano nella classifica generale della OKJ, confermando ancora una volta talento, velocità e capacità di reagire anche nelle situazioni più difficili.

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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco

La falesia al Forte Alto compie 20 anni

Due settimane di avventure in montagna per i ragazzi del CAI Brennero Gite, escursioni, attività all’aria aperta e un attendamento finale a Rofis Boden: si è conclusa con successo l’esperienza estiva “Portami in montagna” organizzata dal CAI Brennero.

Si sono concluse con grande soddisfazione le due settimane di assistenza estiva dedicate ai più giovani. Un programma ricco di escursioni e attività nella natura che ha permesso ai partecipanti di vivere la montagna in modo divertente e, allo stesso tempo, di scoprirne l’ambiente e i valori. A chiudere l’esperienza è stato il tanto atteso attendamento a Rofis Boden, un momento speciale che ha regalato ai ragazzi un’avventura da vivere insieme e ha rappresentato il gran finale di due settimane intense. La buona riuscita dell’iniziativa è stata possibile grazie alla collaborazione di numerose realtà del territorio. Un ringraziamento particolare va alla Comunità comprensoriale Wipptal e alla Banca Popolare di Vipiteno, per il contributo che ha permesso l’acquisto delle nuove tende. Fondamentale anche la disponibilità di genitori e nonni, che

hanno messo a disposizione tempo ed energie accompagnando i ragazzi nelle diverse attività e contribuendo concretamente alla riuscita del progetto. Un grazie va inoltre al Comune di Brennero, che ha messo a disposizione la sala, alla Latteria Vipiteno, al panificio Mayr di Colle Isarco, all’Hotel Schuster per i gelati, alla CMP Brennero e alla Wolf System per le magliette e a tutti i sostenitori che hanno contribuito all’iniziativa. Le attività sono state realizzate con il sostegno dell’Agenzia per la famiglia della Provincia Autonoma di Bolzano. Un’esperienza che conferma quanto la collaborazione tra associazioni, famiglie, istituzioni e attività locali possa creare occasioni preziose per i più giovani, avvicinandoli alla montagna e alla vita all’aria aperta. sp

Nel 2006 la falesia di arrampicata di Fortezza è stata inaugurata ufficialmente con una piccola festa. Qualche anno prima alcuni soci del CAI di Fortezza hanno scoperto la formazione rocciosa dietro un fitto boschetto e tanti detriti ai piedi della parete intuendone le potenzialità. Con tanto e duro lavoro sono riusciti a pulire una prima parte e renderla praticabile allo sport dell’arrampicata. Da lì ad oggi la falesia e la zona ricreativa circostante sono sempre cresciute, anche con l’aiuto degli Alpini di

Vipiteno che hanno ampliato la falesia di un altro grande settore. Innumerevoli persone di ogni età e di tante provenienze diverse, tutte con la stessa passione della roccia, ormai sono passate da qui, portando via con sé belle esperienze. Grazie al sostegno del comune di Fortezza e delle persone che hanno contribuito in tutte le opere, troviamo nella nostra zona un gioiello di natura dove tutti sono benvenuti e possono provare i primi passi in verticale.

Calendarietto C.A.I. Brennero 11.10.26: Ferrata “Che Guevara” in Trentino 17.10.26: Giornata dell’accompagnatore al Rifugio Plose 25.10.26: Castagnata in sede C.A.I. Vipiteno 11.10.26: Ferrata al Garda e dintorni

Biblioteca Civica DIGGY – l’appuntamento con il digitale – ogni venerdì dalle ore 9.15 alle ore 12.15.

Per medici e farmacie di turno vedi pag. 98

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Sport

80 Jahre Tennisclub Sterzing Sport braucht Unterstützung Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Ausdauer, Kraft – und vor allem Konzentration, SelbstbeEin besonderer Dank von Präsiherrschung und Respekt: Kaum dent Leitner galt auch Bürgerein anderer Sport erfordert meister Peter Volgger und der und fördert eine derartige VielStadtgemeinde Sterzing für die Unterstützung.Bürgermeister fältigkeit an Fähigkeiten. Seit Volgger betonte die große Benunmehr 80 Jahren wird dieser Sport in Sterzing vereinsmädeutung des Sports gerade in der heutigen Zeit und zeigte sich ßig gepflegt. Am 5. September offen für die weitere Entwicklung wurde anlässlich des diesjährides Tennissports in Sterzing. gen Vereinsturniers das runde Denn ein Verein lebe nicht nur Jubiläum des Tennisclubs Stervon seinen Mitgliedern, sondern zing gefeiert. Präsident Martin auch von den Menschen und InLeitner nahm die Gelegenheit wahr, verdiente Vereinsmitgliestitutionen, die ihn unterstützen. der für ihren Einsatz zu ehren und auch den früheren PräsiVom Elitesport zum Breitensport denten sowie den Trainern sei- Bürgermeister Peter Volgger, Alexandra Geyr, Walter Schuster, Sandro Della nen Dank auszusprechen und Vedova, Martin Leitner, Selim Farizi, Marco Senettin, Luca Sirianni und Benno Linser einen Einblick in die Geschichte In 80 Jahren hat sich nicht nur des Clubs zu geben. zinger Sportzone übergeben verdanken. Mit Unterbrechungen der Tennisclub verändert, sonwurden – nicht zuletzt dank der war Schuster mehr als ein halbes dern auch der Tennissport selbst. Gegründet wurde der Tennisclub tatkräftigen Mitarbeit zahlrei- Jahrhundert Präsident des Ten- Früher galt Tennis als Sport für am 5. Mai 1946. Bereits damals cher Clubmitglieder, allen voran nisvereins Sterzing. Beim diesjäh- Wohlhabende, kosteten doch algehörte Walter Schuster dem Walter Schuster. lein die handgeferAusschuss an. Er sollte den Ver- Doch die Geschichte wiedertigten Tennisschläein später über Jahrzehnte ent- holte sich: Ab 1990 waren im ger aus Edelholz ein kleines Vermöscheidend mitprägen. Zuge der Bautätigkeit rund Der erste Tennisplatz befand sich um das Eisstadion bis 1995 gen. Heute ist Tengegenüber dem damaligen Hotel erneut keine eigenen Tennisnis längst ein ver„Rose“ im Stadtzentrum. Die Be- plätze verfügbar. Und trotzgleichsweise günsschaffung des richtigen Tennis- dem konnte der Verein auch tiger Breitensport, der Menschen unbelags war nicht so einfach wie diese schwierige Zeit übersteheute. Zwischenzeitlich behalf hen und Teams für Meisterterschiedlichsten man sich mit Asche und Kohle- schaften und Turniere in SüdAlters und unterstaub aus dem Eisenbahndepot tirol stellen. Vereinsleben schiedlichster Herin Franzensfeste. Nach einem lässt sich eben nicht so leicht kunft zusammenlängeren Tennismatch glichen vom Platz fegen. bringt. die Spieler eher einem frisch aus Auch die Vereinsfeidem Schornstein gekletterten Eine Sportlegende ern haben sich verDie Vereinsmeister (v. l.) Hannes Vieider, Klaus Markart Schornsteinfeger. ändert. Wurde früals Motor und Franco Zenzale mit Präsident Martin Leitner Danach erfolgte eine wechselher nach der Siegerhafte Geschichte. Der Club muss- Dass der Verein diese schwieri- rigen Jubiläum wurde der 98-Jäh- ehrung des Vereinsturniers eine te mal nach Gossensaß in das da- gen Zeiten letztlich überwinden rige hierfür erneut gebührend eigene Ballveranstaltung organimalige „Palasthotel“, mal auf ei- konnte und heute über eine mo- geehrt. Sein sportlicher Einsatz siert, inklusive regelmäßiger Kür nen privaten Tennisplatz in Ster- derne Tennisanlage verfügt, ist zeigt eindrucksvoll, dass Leiden- einer „Miss Tennis“, ging es beim zing ausweichen, bis 1972 die nicht zuletzt dem sportlichen schaft für den Sport kein Ablauf- 80-Jahr-Jubiläum gemütlicher zu: Nach dem Turnier ließ man den neuen Vereinsplätze in der Ster- Multitalent Walter Schuster zu datum kennt.

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Sport

Walter Schuster – ein Sterzinger Multisporttalent Tag bei gemeinsamem Beisammensitzen ausklingen. Die Zeiten ändern sich – der Spaß am Tennis bleibt jedoch ungebrochen. 80 Jahre und kein bisschen müde Vielleicht ist genau das die schönste Botschaft dieses Jubiläums: Tennis verbindet Generationen. Man kann als Kind beginnen und körperlich sowie mental über Jahrzehnte fit bleiben. Man kann wie im Leben gewinnen, verlieren, sich ärgern, wieder aufstehen, um beim nächsten Ballwechsel alles besser zu machen. Und man lernt dabei etwas, das heute wichtiger denn je ist: Respekt, Frustrationstoleranz und gutes Benehmen. 80 Jahre Tennisclub Sterzing sind deshalb nicht nur 80 Jahre Sportgeschichte, sondern auch 80 Jahre Beitrag für körperliche und geistige Gesundheit, soziales Leben, Disziplin, Respekt und Fairness. Gibt es Wichtigeres? Und auch sportlich kann sich der Verein im Jubiläumsjahr sehen lassen: In der abgelaufenen Saison konnten insgesamt sechs Teams vom TC Sterzing in die Landesmeisterschaft geschickt werden. Die U12-Buben haben sich dabei für die Endrunde qualifiziert und sind im Viertelfinale gegen die späteren Landesmeister Brixen ausgeschieden; die D2Herren haben ebenfalls die landesweite Endrunde und das Viertelfinale erreicht. Das diesjährige Vereinsturnier haben in der Kategorie Jugend Hannes Vieider, in der allgemeinen Kategorie Klaus Markart und in der Kategorie Senioren Franco Zanzale gewonnen.

Walter Schuster ist 98 Jahre alt und blickt gerne che deshalb kurzerhand selbst in die Hand und auf seine lange sportliche Karriere zurück: Eis- brachte sich Tennis weitgehend selbst bei. Mit hockey, Fußball, Laufen, Skifahren, Radfahren, seinem Sporttalent hat das gut funktioniert. Schwimmen und Tennis – er war offenbar der Später konnte er dann sogar Trainer in Anspruch Meinung, eine einzige Sportart sei einfach nicht nehmen, die im damals renommierten „Palastgenug. hotel“ in Gossensaß für die betuchten Gäste arBesonders dem Tennis ist er bis heute verbun- beiteten. Ein bisschen professioneller durfte es den. Dabei waren die Voraussetzungen zu sei- schließlich auch sein. Eine besondere Herausnen Anfangszeiten alles andere als ideal. Heuforderung war der damate kann man sich kaum lige Tennisplatz in Stervorstellen, dass Tenniszing. Gespielt wurde auf einem Belag aus Asche schläger einmal ein kleiund Schlacke. Wer sich nes Vermögen gekostet nach dem Match nach haben. Sie wurden entHause traute, hatte für sprechend gut gehüalle ersichtlich Tennis getet – vermutlich besser als so mancher Famispielt: von Kopf bis Fuß eingeschwärzt. lienschatz. Ging einmal Und dann war da noch eine Saite kaputt, war die Sache mit dem Wasdas Problem nicht mit einem kurzen Besuch im ser. Der Platz musste beSportgeschäft erledigt. feuchtet werden – allerFür eine neue Bespandings mit Fingerspitzennung musste man nach gefühl. Zu viel Wasser, Bozen fahren oder eiund aus dem Tennisplatz wurde schwarzer, unbenen privaten Kurier losschicken. spielbarer Schlamm. Zu Walter Schuster mit seinem Trainingspartner Auch bei den Tennisbälwenig Wasser, und der Diego Zanarini Kohlestaub wirbelte auf len war Sparsamkeit anund wurde gleich mit eingesagt. Gespielt wurde mit ihnen so lange, bis wirklich nichts mehr ging. geatmet. Aus heutiger Sicht wäre das wohl eher Beim Training musste man daher mit Bällen zu- ein Fall für den Sportmediziner. rechtkommen, die ihre besten Zeiten eindeutig Für Walter Schuster war Sport jedenfalls immer hinter sich hatten. Bei einem Turnier sah die Sa- mehr als bloße Freizeitbeschäftigung. Sport sei che freilich ganz anders aus: Dort kamen schnel- sein Lebensinhalt gewesen – und vielleicht ist le, neue Bälle zum Einsatz. Für die Gegner viel- genau das sein persönliches Rezept dafür, mit leicht ein normales Turnier, für Schuster beina- 98 Jahren noch so fit zu sein. he ein Wechsel des Sportgeräts mitten im Spiel. Seinen letzten großen sportlichen Erfolg feierte Auch eine Turnierreise war damals ein kleines er 2010: In Seefeld wurde er Tennis-EuropameisAbenteuer. Die Zugverbindung musste genau im ter in der Altersklasse der über 80-Jährigen. Und Auge behalten werden, denn die Rückfahrt durf- wer nun glaubt, mit 98 sei endgültig Schluss mit te keinesfalls verpasst werden. Ein Hotelzimmer Tennis, kennt Walter Schuster schlecht. Ob er als Plan B? Fehlanzeige – das hätte man sich oh- heute noch einmal ein Tennismatch wagen würnehin kaum leisten können. Also hieß es recht- de? „Ja“, meint er, „warum nicht? Eigentlich sehr gerne!“ zeitig zum Bahnhof und ab nach Hause. Spielpartner gab es damals nur wenige, Trainer so gut wie keine. Walter Schuster nahm die SaErker 10/26

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Sportpsychologie

Sport

Die Angst, zu versagen „Was, wenn ich versage?“ Für viele Menschen ist diese Frage weit mehr als eine kurze Sorge. Sie kann den Blick auf die Zukunft bestimmen, Schlaf rauben und im schlimmsten Fall Angst oder Panik auslösen. Besonders belastend wird sie, wenn Leistung und persönlicher Wert miteinander verknüpft sind: Wenn ich nicht gut bin, bin ich vielleicht nicht gut genug. Dann wird eine Prüfung, ein Bewerbungsgespräch, ein Wettkampf oder einfachste Alltagsdinge nicht mehr nur zu einer Herausforderung. Sie wird zu einer vermeintlichen Prüfung des eigenen Selbstwertes und der ist ein Grundpfeiler der Gesundheit. Gerade im Sport lässt sich beobachten, wie verheerend das sein kann. Eine Athletin, die im Training hervorragende Leistungen zeigt, kann im Wettkampf plötzlich weit hinter ihrem Können zurückbleiben. Sie will unbedingt alles geben, denkt an mögliche Fehler und Konsequenzen – und genau diese Anstrengung erhöht die Nervosität. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht mehr auf die eigene Leistung, sondern auf die Frage: „Was passiert, wenn ich es nicht schaffe?“. Aus Sicht der individuellen Nutzenmaximierung versucht das System dabei nicht, die eigene Leistung zu sabotieren. Es versucht vielmehr, eine subjektiv bedeutsame Konsequenz zu vermeiden. Je bedrohlicher das Versagen erlebt wird, desto stärker kann dieses Bedürfnis andere Bedürfnisse – etwa Freude, Neugier oder Leistungsbereitschaft – überlagern. Den Kreislauf von Angst und Panik durchbrechen Der Ausweg besteht nicht darin, die Angst zu bekämpfen. Zunächst gilt es zu verstehen: Welches Problem löst die Angst für diesen Menschen? Was versucht sie zu schützen – und welchen Preis bezahlt er dafür? Die Veränderung negativen Zukunftsdenkens führt über neue Erfahrungen. Dabei ist Vorsicht geboten: Ein Misserfolg darf nicht zum Gegenbeweis werden. Aus „Heute hat es nicht funktioniert“ darf nicht wieder „Siehst du, ich kann es nicht“ werden. Sonst kann die alte Angst sogar stärker werden. Deshalb braucht Veränderung Zeit. Eingefahrene Verhaltensweisen geben Sicherheit und verschwinden meist nicht durch eine einzige positive Erfahrung. Kleine Schritte und wiederholte Erfahrungen können dem System allmählich zeigen, dass ein anderer Umgang mit Leistung möglich ist. Nicht „Ich muss beweisen, dass ich gut genug bin“, sondern „Ich möchte sehen, was ich heute kann“. Das ist keine Garantie für Erfolg. Aber es schafft die Möglichkeit, Leistung wieder als Entwicklung, Herausforderung und sogar als Freude zu erleben. Gesunde Leistungsorientierung bedeutet nicht, keine Angst vor dem Versagen zu haben. Sie bedeutet, der Angst nicht mehr die alleinige Entscheidung über das eigene Handeln zu überlassen.

Martin Volgger, Sportpsychologe

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Ratschings

Ausgezeichneter Erfolg für den Tennisnachwuchs

Der Tennisnachwuchs des TC Ratschings blickt auf eine historische und hocherfolgreiche Saison zurück. Beim Finale der landesweiten VSS/RaiffeisenFITP Tennis Promo Grand Prix Serie, das am 6. September in Reischach ausgetragen wurde, glänzten die jungen Talente mit herausragenden Leistungen. An dieser Turnierserie nahmen landesweit insgesamt fast 700 Kinder und Jugendliche teil – umso beachtlicher ist es, dass der TC Ratschings stolze zwölf Finalisten stellte. Während die Jüngsten in der Kategorie U8 ein großes Abschlussturnier spielten, bei dem ganz im Sinne des Sports die Freude und der Spaß am Tennis im Vordergrund standen, mussten sich die älteren Kids in den Kategorien U10, U12, U14 und U18 über die Saison hinweg für die Landesmeisterschaften der besten acht Spieler pro Kategorie und Geschlecht qualifizieren. Für den absoluten Höhepunkt der Vereinsgeschichte sorgte die Kategorie U14: Zum ersten

Mal kam es zu einem reinen vereinsinternen Finale. In einem spannenden und hochklassigen Match setzte sich Annalena Kruselburger gegen ihre Teamkollegin Lara Gschnitzer durch und krönte sich zur neuen Landesmeisterin. Lara sicherte sich den hervorragenden Vize-Landesmeistertitel. Nach Noel Rainer (2008), Christina Strickner (2016) und Karin Klotz (2018) stellt der Verein damit erneut eine Titelträgerin. Auch in den anderen Altersklassen spielte der TC Ratschings ganz vorne mit. Jana Gschnitzer (U12) und Tobias Siller (U8) kämpften sich ebenfalls bis ins Finale vor und wurden jeweils Vize-Landesmeister. Fabian Siller (U12) erreichte nach einer starken Saison das Halbfinale, während Jana Kofler (U18), Hannes Vieider (U14), Selina Siller (U14), Peter Thaler (U12), Sarah Kruselburger (U12), Alexander Gögele (U10) und Alena Gschnitzer (U8) mit dem Einzug in die Gruppenphase wichtige Erfahrungen sammelten.


Sport

Tennis

Nationales Turnier in Ratschings

Kartsport

Julian Frasnelli glänzt bei Champions-Finale

(v. l.) Günther Eisendle, Hannah Niederkofler (Siegerin), Stefanie Fleckinger (Finalistin), Magdalena Senn und Renate Siller

(v. l.) Günther Eisendle, Hannes Köb (Sieger), Jannik Santa (Finalist) und Peter Rainer

Nach sieben erfolgreichen Auflagen als Open-Turnier hat der TC Ratschings sein Format in diesem Jahr angepasst: Aufgrund der Sanierungsarbeiten am Gebäude der Sportzone fand vom 25. August bis zum 5. September ein nationales Tennisturnier der Kategorien 3, 4 und 4NC statt. Insgesamt 60 Spieler kämpften in den verschiedenen Rastern um den Turniersieg und boten den zahlreich erschienenen Zuschauern spannende Ballwechsel. Im Herrenfeld setzten sich in den Halbfinals Hannes Köb (ASV Völs am Schlern, 3.2) gegen Thomas Auer (TV Ahrntal, 3.2) mit 2:6, 6:2, 6:4 sowie Jannik Santa (ATC Sterzing, 3.1)

gegen Markus Beggiato (TV Ahrntal, 3.2) mit 2:6, 6:3, 7:6 durch. Das Finale herrschten klare Verhältnisse: Hannes Köb sicherte sich mit einem souveränen 6:1, 6:0 gegen Jannik Santa den Turniersieg. Bei den Damen kämpften sich Hannah Niederkofler (ASV Kiens, 3.4) mit einem 3:6, 7:5, 6:2 gegen Lorena Lungkofler (TC Ratschings) und Stefanie Fleckinger (TC Ratschings, 3.4) mit einem 7:5, 2:6, 6:4 gegen Isabell Pircher (ASD TC Gherdeina) ins Endspiel. Im packenden Damenfinale behielt schließlich Hannah Niederkofler gegen Stefanie Fleckinger mit 6:4, 6:4 die Oberhand.

Erfolgreiches Comeback Nach einer vierjährigen Turnierpause hat sich Werner Grasl eindrucksvoll in der Turnierszene zurückgemeldet. Innerhalb von nur einer Woche sicherte er sich im September beim Veteranenturnier „Memorial Bruno Caumo“ in Trient zwei Turniersiege in den Kategorien Over 65 (im Finale 6:1, 6:1) und Over 45 Lim. 4.3 (im Finale 6:2, 6:2) und blieb dabei

ohne Satzverlust – und das „ohne große Mühe“, wie er betont. Als Vorbereitung auf den zweifachen Erfolg dienten die Italienmeisterschaften. Dort überstand Grasl in der Kategorie Over 65 die ersten drei Runden erfolgreich, ehe er in der vierten Runde aufgrund muskulärer Probleme knapp im Match-Tiebreak unterlag. Werner Grasl (r.) mit Gianluca Cesari (Kategorie Over 45)

© sportinphoto

Großartiger Erfolg für Julian Frasnelli: Der junge Rennfahrer des Tony Kart Racing Teams sicherte sich beim Saisonfinale der Champions in der Kategorie OKJ auf dem „Circuito Internazionale Napoli“ in Sarno den hervorragenden 3. Platz.

Nach einem schweren Auffahrunfall im Qualifying, bei dem sein Kart stark beschädigt wurde (verbogenes Chassis, defekte Stoßstange) und er selbst unter Nackenschmerzen litt, bewies der Nachwuchspilot enorme Kampfstärke. Im entscheidenden Finale startete Frasnelli von Rang 15 aus eine spektakuläre Aufholjagd und kämpfte sich bis auf das Podest vor. Mit diesem Resultat beendete Frasnelli die Meisterschaft unter 125 internationalen Fahrern aus aller Welt auf dem 4. Gesamtrang und krönte sich gleichzeitig zum besten italienischen Piloten der Gesamtwertung in der OKJ-Kategorie. Erker 10/26

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Sport

80 Jahre Polisportiva Sterzing

Die Polisportiva A.V.I. Sterzing feiert ihr 80-jähriges Bestehen. Im Jahr 1946 in der schweren Nachkriegszeit gegründet, hat sich der Verein von einer kleinen Initiative zu einer zentralen Säule des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens im Wipptal entwickelt. Was einst mit den ersten Wintersportlern und engagierten Pionieren begann, führte über die Jahrzehnte zu großen sportlichen Erfolgen. Historische Highlights wie Weltcup-Siege und Olympiateilnahmen im Bob sowie Erfolge im Skeleton machten Sterzing weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Doch der Verein steht für weit mehr als nur Leistungssport: Er ist seit jeher ein Begegnungsort, der Menschen unabhängig von Sprachgruppen verbindet und Werte wie Teamgeist und Gesundheit fördert. Heute umfasst die Polisportiva unter der Leitung von Präsident Wilfried Casadei sechs aktive Sektionen: Schwimmen, Yoseikan Budo, Volleyball, Eiskunstlauf, Bike und Fitness. Die 80-jährige Geschichte ist gleichzeitig auch ein Dank an alle Ehrenamtlichen, Athleten und Familien, die diesen Weg geprägt haben. Lesen Sie mehr darüber in unserer Titelgeschichte im italienischen Teil dieser Ausgabe ab Seite 54.

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Leichtathletik

Starke Leistungen beim Grand Prix Bei idealen Bedingungen präsentierten sich die Nachwuchstalente des ASV Sterzing Anfang September im Rahmen der sechsten Etappe der Sportler-Grand-PrixSerie in St. Christina in herausragender Form. Emma Frost (Kategorie Mädchen U16, im Bild) sicherte sich sowohl im Diskuswurf mit 32,92 m als auch im Speerwurf mit 36,33 m souverän den Tagessieg. Im Hochsprung komplettierte sie ihren erfolgreichen Tag mit übersprungenen 1,52 m auf dem 3. Rang. Im Speerwettbewerb sorgte Clara Seehauser für einen Sterzinger Dop-

pelsieg und belegte mit 27,07 m den 2. Platz. Auf der Laufbahn erkämpfte sich Jana Leitner über 1.000 m der U16-Mädchen in 3.24,88 Minuten den 2. Rang, während die U16-Mixed-Staffel über 4x100 m knapp an den Medaillenrängen vorbeilief und in 53,15 Sekunden den 4. Platz belegte. Bei den Buben der U14 feierte Elias Magoni über 1.000 m in 3.05,04 Minuten den Sieg. Im Kugelstoßen der gleichen Altersklasse schrammte Gabriel Seehauser mit 8,98 m auf dem 4. Rang nur knapp am Podium vorbei.

Überzeugend! Bei den Regionalmeisterschaften in Arco und Pergine überzeugten die Nachwuchsathleten des ASV Sterzing mit starken Ergebnissen. In der U16 gewann Clara Seehauser das Kugelstoßen mit 11,33 m. Emma Frost siegte im Speerwurf mit 34,59 m und belegte im Diskuswurf mit 30,08 m Rang 2. Mia Frost erreichte im Diskuswurf Platz 5 und im Speerwurf Rang 4. Auch auf der Laufbahn gelangen mehrere Spitzenplatzierungen: Theresa Gasser wur-

de über 1.000 m Zweite, Anna Kruselburger lief über 2.000 m auf Rang 3. Nadia Seidner belegte über 80 m Hürden den 4. Platz. Im Weitsprung wurde Charlotte Amort Sechste. Bei den Buben erreichte Jonas Walter im Kugelstoßen Rang 2, Armin Aukenthaler wurde Fünfter im Weitsprung. Die Sterzinger Mädchenstaffel belegte über 4x100 m Platz sechs. In der U14 erreichte Gabriel Seehauser im Kugelstoßen den 5. Platz.

Top-Ergebnis für Lara Vorhauser Beim zweiten Teil der Regionalmeisterschaft in Trient sorgte die Sterzingerin Lara Vorhauser (Bildmitte) für ein TopErgebnis. Im 800-m-Lauf lief sie in 2.12,75 Minuten neue persönliche Bestzeit (bisher 2.14,34) und siegte vor Lena © running.bz.it Trenkwalder (2.17,91). Ende August hatte die 26-jährige Vorhauser aus Grasstein beim 9. Criscuolo-Meeting

in Bozen mit einer Zeit von 4.37,12 Minuten bereits eine neue persönliche Bestmarke über 1.500 m aufgestellt (bisher 4.41,85). Ihre 18-jährige Teamkollegin Trenkwalder kam in 4.46,50 Minuten auf Platz 2. Beim Arge Alp Meeting in Pergine belegte Vorhauser Mitte September über 800 und über 3.000 m jeweils den 3. Platz, Trenkwalder wurde über 800 m Achte.


Radsport

Unglaubliche Leistung! Der Ötztaler Radmarathon 2026 ist Geschichte: Mehr als 4.000 Radsportbegeisterte aus 40 Nationen stellten sich der 227 km langen Strecke mit rund 5.500 Höhenmetern. Über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch verlangte der traditionsreiche Radmarathon den Teilnehmern einmal mehr alles ab.

Wipptaler Teilnehmer Damen 109 Sandra Stampfer

Brenner

10:03.50,9

139 Lisa Rienzner

Sterzing

10:26.55,6

326 Claudia Rier

Niki’s Angels

12:22.32,8

339 Lisa Vieider

Polisportiva Bike Team

12:28.05,7

© Ötztaler Radmarathon

Herren

227 Kilometer, 5.500 Höhenmeter und vier Alpenpässe. Respekt vor dieser unglaublichen Leistung!

Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren fiel ein neuer Streckenrekord. Janine Meyer aus Köln wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich in 7:15.46,2 Stunden den Sieg. Damit verbesserte sie ihren eigenen Streckenrekord. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Eva Schien aus Deutschland in 7:28:10,3 Stunden und die Österreicherin Melanie Geiger in 7:45.33,6 Stunden. Bei den Herren triumphierte der Kanadier Jack Burke. Mit einer Zeit von 6:29.21,2 Stunden stellte auch er einen neuen Streckenrekord auf. Rang 2 belegte der Österreicher Daniel Federspiel in 6:31.57,1 Stunden, gefolgt von seinem Landsmann Miguel Brugger in 6:33.57,2 Stunden.

Auch zahlreiche Radsportler aus dem Bezirk bewältigten die anspruchsvolle Strecke. Schnellster Wipptaler Teilnehmer war Thomas Gschnitzer vom Team Infinity Cycling. Mit einer starken Zeit von 7:14.20,5 Stunden erreichte er den 53. Gesamtrang. Dahinter folgten Christian Vieider in 7:36.07,2 Stunden und Albert Blasbichler in 7:39.24,5 Stunden, beide vom Polisportiva Bike Team. Bei den Wipptaler Damen erzielte Sandra Stampfer aus Brenner mit 10:03.50,9 Stunden die beste Zeit. Lisa Rienzner aus Sterzing erreichte das Ziel nach 10:26.55,6 Stunden. Ebenfalls erfolgreich waren Claudia Rier von Niki’s Angels in 12:22.32,8 Stunden und Lisa Vieider vom Polisportiva Bike Team in 12:28.05,7 Stunden.

53 Thomas Gschnitzer

Team Infinity Cycling

7:14.20,5

137 Christian Vieider

Polisportiva Bike Team

7:36.07,2

154 Albert Blasbichler

Polisportiva Bike Team

7:39.24,5

212 Christian Fichter

Polisportiva Bike Team

7:47.45,0

266 Andreas Ramoser

Polisportiva Bike Team

7:59.37,6

181 Matthias Plaickner

Polisportiva Bike Team

8:12.52,5

369 Kurt Pittschieler

Polisportiva Bike Team

8:16.44,6

371 Günther Plattner

Polisportiva Bike Team

8:16.48,9

420 David Winkler

Polisportiva Bike Team

8:22.37,5

457 Julian Markart

Polisportiva Bike Team

8:27.59,7

485 Christian Gasparini

Polisportiva Bike Team

8:30.20,5

574 Roberto Pegoraro

Polisportiva Bike Team

8:40.38,7

592 Markus Thaler

Polisportiva Bike Team

8:42.07,7

611 Peter Hochrainer

Polisportiva Bike Team

8:43.51,6

614 Matthias Sellemond

Polisportiva Bike Team

8:44.00,0

644 Gregori Paolin

Polisportiva Bike Team

8:46.30,1

650 Lukas Kerschdorfer

Polisportiva Bike Team

8:47.31,1

651 Aaron Kerschbaumer

Polisportiva Bike Team

8:47.35,4

672 Florian Salcher

Polisportiva Bike Team

8:49.23,4

767 Jan Maximilian Rainer

Polisportiva Bike Team

8:57.45,5

768 Hannes Vieider

Polisportiva Bike Team

8:58.05,3

774 Alex Strickner

Polisportiva Bike Team

8:58.26,2

775 Raphael Eisendle

Polisportiva Bike Team

8:58.28,3

866 Elias Überegger

Polisportiva Bike Team

9:07.43,4

996 Michael Zanella

Polisportiva Bike Team

9:17.34,4

1012 Ulrich Schölzhorn

Polisportiva Bike Team

9:19.09,7

1076 Armin Fleckinger

Polisportiva Bike Team

9:25.21,4

1085 Sebastian Ruaz

Polisportiva Bike Team

9:25.56,8

1106 Markus Raffl

Polisportiva Bike Team

9:27.59,6

1603 Christoph Kasslatter

Niki’s Angels

10:02.36,9

1621 Michele Ciceri

Polisportiva Bike Team

10:04.04,9

1959 Karl Inderst

Ratschings

10:31.54,4

2038 Josef Putzer

Polisportiva Bike Team

10:38.21,1

2093 Alexander Eisendle

Sterzing

10:42.23,1

2184 Andreas Wurzer

Ratschings

10:49.27,2

2412 Robert Sparber

Ratschings

11:08.01,7

2577 Maximilian Fink

Polisportiva Bike Team

11:20.51,0

3093 Alexander Aondio

Polisportiva Bike Team

12:08.31,4

Erker 10/26

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Sport

Nächste Extrem-Doku Nach dem weltweiten Erfolg von „High above – Highlining on Tribulaun“ legt die SickLevel Production nach: mit einer schonungslos ehrlichen Dokumentation über die Trailrunnerin Severine Petersen.

© SickLevel Production

Kein Mensch wird als Elitesportler geboren. Er macht sich selbst zu einem. Nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. Rückschritte inklusive. Severine Peterson, Jahrgang 1995, aus der Nähe von Frankfurt am Main ist von Beruf Unternehmensbera-

oder Regen, die ständig wechselnde Bodenbeschaffenheit – vom matschigen Wiesenboden bis zum verblockten, rutschigen Felsgrat – und extreme Höhenunterschiede zwingen Kopf und Körper an die absolute Grenze. Wer hier finishen will, braucht nicht nur fast übermenschliche Ausdauer, sondern auch eiserne Disziplin, perfekte Vorbereitung und die Fähigkeit, Schmerzen und Zweifel über viele Stunden auszuhalten. Zufällig las Tobias Marcotto im Erker einen Artikel über die Elite-Athletin. Er schrieb ihr,

„Behind the scenes“: Trainingslauf Richtung Wilder Freiger

terin und lebt in Gossensaß. Auf und Abs, Höhen und Tiefen begleiten sie seit ihrer Kindheit. Täglicher Sport auch. Erst Kampf-, später Kraftsport, nach dem Abitur Wandern, Radeln, Laufen in den Bergen. 2021 nahm sie am ersten Trailrunning-Wettkampf teil, ihrem ersten Marathon. Mit ihrem Sieg beim „Mozart Ultra by UTMB 2026“ qualifizierte sie sich für die „UTMB World Series Finals 2027“ in Chamonix. 100 Kilometer und 6.000 Höhenmeter in hochalpinem Gelände sind bei der „inoffiziellen Trail-Weltmeisterschaft“ am Fuß des Mont Blanc zu bewältigen. Die zermürbenden Tag- und Nachtetappen, oft bei Hitze, eisigem Wind, Nebel

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dass er einen Film über sie drehen möchte, sie sagte sofort zu. Die Doku soll mehr als eine Biographie sein. Keine reine Trailrunning-Geschichte, sondern ein Film über ihren ganz persönlichen Weg nach oben. Wie ist sie zur Athletin geworden, die sie heute ist? Wie bereitet sie sich auf ihre Rennen vor? Wie ist es, eine Leistungssportlerin zu sein? Und wie kommt man mit dem Druck, den Sponsoren gerecht zu werden, zurecht? „Ich liebe es, meinen Körper an seine Grenzen zu bringen, manchmal darüber hinauszugehen und sie dadurch zu verschieben“, sagt Petersen über sich. Gemeinschaft, Grenzerfahrungen, stetige Verbesserung – das ist es, was

sie antreibt. Und: „Jeder Rückschlag macht dich stärker.“ Auch das hat sie der Sport gelehrt. Der Dreh für den neuen Film „Ridgelines – Chasing the Edge“ hat Ende Mai begonnen, im August 2027 soll er fertig sein. Premiere ist Ende 2027, Anfang 2028. Für den Sterzinger Tobias Marcotto, Gründer der SickLevel Production, war klar, dass es wieder eine Doku über Extremsport sein muss. 0815-Filme sind ihm zu unspektakulär. Er will authentisches, KI-freies, echtes Leben filmen, über Grenzen des Menschen, Grenzen der Natur. Sein erster Film „High above – Highlining on Tribulaun“ hat mehrere internationale Preise gewonnen (Erker 06/2026). Seitdem bieten Filmfestivals weltweit Unterstützung für seine nächsten Dokus an. „High above“ zählt bereits heute zu den erfolgreichsten Filmproduktionen Südtirols. Ende September wurde die Doku beim „Brussels on the Rocks – Mountain Film Festival“ auf Anfrage der Provinz Südtirol im europäischen Parlament gezeigt, stellvertretend für die gesamte Euregio. Das Filmhandwerk hat sich Tobias Marcotto übrigens selbst beigebracht. Seine Leidenschaft fürs Filmen entdeckte er bereits im Alter von neun Jahren, als ihm seine Großeltern seine erste Drohne schenkten. Später entwickelte er auch eine große Faszination für „creative directing“ (Kreativdirektion/Filmproduktion). Deshalb gründete er bereits früh gemeinsam mit Kollegen seine eigene Produktionsfirma SickLevel. Für die Hauptdarstellerin sowie das gesamte Team hinter Sick Level wird diese Doku zu einem persönlichen „Trailrun“: Severine Petersen steht vor dem Rennen ihres Lebens, Sick Level vor seinem nächsten filmtechnischen „HighLevel“. rb


Sport

Bogenschießen

Bogenschießen

© Fitarco

Zwei nationale Medaillen

Samuel Röck (l.) ...

... und Hartmann Eller (r.)

Anfang August wurde in Canegrate (Mailand) die Italienmeisterschaft im TargaSchießen ausgetragen. Allein um einen Startplatz bei der Italienmeisterschaft zu erhalten, muss man sich während der Saison in der Rangliste unter die besten Schützen Italiens reihen, was angesichts des hohen internationalen Niveaus in Italien sehr schwierig ist. Vier Bogenschützen vom ASV Freienfeld konnten sich dafür qualifizieren: Samuel Röck (Blankbogen), Hartmann Eller (Compound), Maili Röck (Blankbogen) und Manuela Eller (Compoundbogen). Samuel Röck holte sich die Silbermedaille

in der Erwachsenenklasse, Hartmann Eller die Bronzemedaille in der Master-Klasse Ü50 mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Platz 1. Maili Röck und Manuela Eller vom ASV Freienfeld erreichten den 4. bzw. 10. Platz in ihrer Alterskategorie. Beim Targa-Bogenschießen gilt es, mit insgesamt 72 Pfeilen die Zielscheibe mit großer Präzision auf einer bestimmten Entfernung zu treffen. So müssen zum Beispiel die Blankbogenschützen mit dem Bogen den 10-Punkte-Ring, in der ungefähren Größe einer CD, auf 50 m Entfernung treffen.

Podestplatz für Melanie Thaler

Erfolgreicher Auftritt für den ASV Freienfeld beim Premierenevent des CONI-Cups in Kaltern: Die Nachwuchs-Bogenschützin Melanie Thaler (l.) sicherte sich den 3. Platz im Wettbewerb der Mädchen. In einer spannenden Entscheidung musste sie sich nur Siegerin Linda Nicolussi sowie der Zweitplatzierten Leonie Mölgg (beide KSV Bogenschützen) geschlagen geben. Die erste Ausgabe des CONI-Cups, der vom Kalterer Sportverein gemeinsam mit dem Südtiroler CONI organisiert wurde, lockte hunderte U18-Athleten aus 14 Sportarten nach Kaltern.

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Sport

Fußball

Klettergarten Franzensfeste wird 20

Begeisterte Bayern-Fans Große Begeisterung beim FC Bayern Fanclub Wipptal: Mit einem voll besetzten Bus rollten

An der Oberen Festung in Franzensfeste tummeln sich nun schon seit langem Kletterer aller Altersklassen an den verschiedenen Sektoren und Routen der erschlossenen Felswände. An50 motivierte Bayern-Fans aus dem gesamten Wipptal nach München, um das Bundes-

liga-Eröffnungsspiel gegen den VfB Stuttgart hautnah in der Allianz Arena mitzuerleben. Die Stimmung war hervorragend, schließlich markierte der Ausflug einen weiteren Meilenstein in der jungen Vereinsgeschichte: Der Fanclub wächst kontinuierlich und hat mittlerweile die Marke von über 200 Mitgliedern geknackt – ein starkes Zeichen für die rot-weiße Gemeinschaft im Bezirk. Nach einem packenden Stadionerlebnis und voller unvergesslicher Eindrücke traten die Fans die Heimreise an.

Inklusives Fußballfest

fangs unkenntlich und von Bäumen verdeckt, konnte dank des großen Arbeitsaufwandes und Einsatzes einiger CAI-Mitglieder der Fels und das Umfeld der Wände so weit hergerichtet werden, dass im Sommer 2006 im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier der Klettergarten offiziell seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Seither erfreut er sich immer noch eines breitgefächerten und zahlreichen Publikums. Die liebevoll gepflegte Anlage lädt neben dem Klettern auch zum Verweilen ein. Vor wenigen Jahren wurde der ursprüngliche Klettergarten erweitert, diesmal mit dem kompetenten Einsatz der Alpini aus Sterzing. Die Gemeinde Franzensfeste, welche die Arbeiten großzügig unterstützt hat, ist so über die Jahre um eine allseits bekannte Sporteinrichtung in der Natur reicher geworden.

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Erker 10/26

Mehr als 100 Spieler mit und ohne Beeinträchtigungen haben Ende August am III. Brückenbauturnier, dem inklusiven Fußballfest von Special Olympics Team Südtirol, in Prad teilgenommen. Insgesamt traten 18 Kleinfeldmannschaften, u. a. auch die Special Kickers des ASV Sport & Friends Südtirol, in drei Leistungskategorien gegeneinander an, erstmals auch eine Mannschaft aus Nordtirol. Unter

den Teilnehmern befanden sich auch Jugendspieler des ASV Prad ohne Beeinträchtigung, die gemeinsam mit den Special-OlympicsAthleten spielten. Am Ende des Tages wurden alle Athleten mit einer Holzmedaille, hergestellt von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Prad, geehrt. Für die Organisatoren rund um OK-Chef Christian Schölzhorn steht fest: „Dieses Fest hat nur Gewinner.“

Bogensport

Gold und Bronze Die Bogenschützen des ASV Freienfeld haben ihren Erfolgslauf bei nationalen Titelkämpfen fortgesetzt. Mit einem kompletten Medaillensatz sind sie von den Italienmeisterschaften im Hunter & Field zurückgekehrt, die Mitte September am Camposauro in Vitulano (Benevent) ausgetragen wurden. In der Disziplin Blankbogen holte sich Maili Röck (ASV Freienfeld) ihren zweiten Italienmeistertitel in diesem Jahr, nachdem sie bereits bei den 3D-Titelkämpfen in Schilpario

erfolgreich gewesen war. Die junge Wipptalerin setzte sich in der Altersklasse „Ragazze“ durch und unterstrich damit ihre konstant starke Form. Die Leidenschaft für den Bogensport und das Talent dafür wurden ihr von ihrem Vater Samuel Röck in die Wiege gelegt. Auch er wusste zu überzeugen und kämpfte sich nach erfolgreicher Qualifikation in der K.-o.-Phase bis auf den 3. Platz vor. Bei den FITA-Titelkämpfen in Canegrate hatte er sich zuvor zum italienischen Vizemeister gekürt.


Sport

Para Eishockey

Souveräner Turniersieg Snowboard

Weltcup-Premiere in Ratschings

ein Lokalaugenschein mit Vertretern von Infront, das für die TV-Produktion verantwortlich zeichnet, sowie des Organisationskomitees und der Bergbahnen um Präsident Josef Schölzhorn. Im Rahmen einer Pistenbegehung wurden verschiedene Details geklärt – von den Kamerapositionen bis hin zu logistischen Fragen wie dem Materialtransport von der Talstation zur Bergstation der Gondelbahn Ratschings-Jaufen. Besichtigt wurden auch Räumlichkeiten des Summit, wo im Rahmen des Weltcups die Athleten-Lounge, das Media Center und der VIP-Bereich untergebracht sein werden. „Mit jedem organisatorischen Schritt wird die Weltcup-Premiere für uns ein Stück greifbarer. Bei der Begehung haben wir wichtige Details für die TV-Produktion und die Logistik geklärt – Themen, die bei einem Weltcup eine ganz andere Dimension haben als bei unseren bisherigen Rennen. Nach 15 Jahren Europacup ist dieser nächste Schritt für unseren Verein etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig wissen wir, dass noch viel Arbeit vor uns liegt“, so OK-Präsident Ezio Zandonella Maiucco.

Sommerbiathlon

Auch im Sommer überzeugend © Josef Plaickner

Mitte Juli hat der internationale Ski- und Snowboardverband FIS bekannt gegeben, dass im kommenden Winter mit Ratschings neben dem seit über eineinhalb Jahrzehnten etablierten Carezza Dolomites eine zweite Südtiroler Weltcupetappe dazukommen wird. Gehen am Karerpass am 17. Dezember zwei der ersten Rennen des kommenden Winters über die Bühne, so ist Ratschings mit dem Termin am 30. Jänner ein Höhepunkt der zweiten Saisonhälfte und folgt unmittelbar auf die Wettkämpfe in Rogla (Slowenien) und den Klassiker in Bad Gastein (26. und 27. Jänner). In Ratschings ist die Vorfreude auf die Premiere entsprechend groß. Das Organisationskomitee um Präsident Ezio Zandonella Maiucco arbeitet mit Hochdruck an den Parallel-Slaloms, die einen Höhepunkt im Winter 2026/27 darstellen. Für den Verein kommt die „Beförderung“ in den Weltcup einem Ritterschlag gleich, nachdem das Team 15 Jahre lang äußerst erfolgreich Europacup-Rennen ausgerichtet hat. Ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Weltcup-Premiere war kürzlich

Die South Tyrol Eagles, denen auch die beiden Wipptaler Nils Larch (Angriff) und Silvano Boneccher (Abwehr) angehören, sind mit einer beeindruckenden Teamleistung und dem Gesamtsieg beim international besetzten Olmütz Cup in Tschechien in die neue Para-Eishockey-Saison gestartet. Die Südtiroler gewannen sämtliche Partien des Turniers souverän. Bereits in der Gruppenphase untermauerte die Mannschaft ihre Ambitionen mit deutlichen Erfolgen gegen Österreich (10:0), Finnland (5:0) sowie den Gastgeber Olomouc (6:3). Im Halbfinale setzten sich die Eagles mit 5:2 gegen Kasachstan durch, ehe sie mit einem klaren 4:1-Sieg im Finale gegen Olomouc den Turniersieg perfekt machten. Als einer der Leistungsträger war Larch im Halbfinale und Finale wesentlich am Erfolg der Mannschaft beteiligt, Boneccher war als Verteidiger eine wichtige Stütze auf dem Weg zum Titel. Für die Eagles um Trainer Egon Schenk war dies bereits der dritte Titel bei diesem Turnier in den letzten vier Jahren.

Bei der Sommer-Biathlon-Italienmeisterschaft in Martell hat der Ridnauner Patrick Braunhofer (Carabinieri, Bildmitte) starke Leistungen gezeigt und sich in den Top-Rängen etabliert. Am ersten Wettkampftag erkämpfte er sich im 10 km langen Sprint der Herren mit zwei Schießfehlern und einer Zeit von 24.01,3 Minuten den 4. Rang. Damit verpasste er das Podest nur knapp hinter dem Sieger Davide Compagnoni sowie Lukas Hofer und David Zingerle. In der anschließenden Verfolgung über 12,5 km reihte sich Braunhofer erneut im Spitzenfeld ein. Als Teil des starken Südtiroler Feldes hinter dem siegreichen Lukas Hofer belegte er den 6. Platz. Erker 10/26

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Der BERG und ICH Bergsteigen ist mehr als unterwegs sein. Wer auf Berge steigt, sieht mehr, blickt weiter und ist dem Himmel nah. Der Gipfel ist nicht das Ziel. Der Weg selbst ist es. Zahlreiche Erker -Leser sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns ein Foto von besonderen Augenblicken in den Bergen geschickt.

Das Los bestimmte diese neun Gewinner:

3 X GUTSCHEIN FÜR PHYSIOTHERAPIE - OMNIA PHYSIO

Patrick Ramoser, Freienfeld, Stubensee auf dem Weg zur Schneespitze

Manuel und Daniel Horak, Sterzing, Jaufenspitz

DIE PREISE WURDEN GESPONSERT VON

Wandern macht

hungrig.

3 x 1 Einheit Physiotherapie Eisackstraße 1, 39040 Vahrn Löwe Center, 3. Stock.

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Erker 10/26

3 x 30 €

für echten Genuss! Innozenz-Barat-Straße 4, 39040 Trens

T 371 653 8199

Julia Siller, Gossensaß, auf dem Weg zum Kraxentrager (2.999 m in Pfitsch)


Der BERG und ICH 3 X GUTSCHEIN ZU 30 € - METZGEREI LOASNER

Andreas Brunner, Ratschings, Glecksee (auf rund 2.430 m)

Carolin Überegger, Gossensaß, Großer Gabler - Panoramagipfel in den Dolomiten

Walli Sparber, Gasteig, Hoher Angelus, 3.521 m von Sulden aus

3 X GUTSCHEIN FÜR 2 PIZZAS - LA MONTE

Paul Rainer, Sterzing, Große Windschar

Katharina Strickner, Gossensaß, Aussicht vom Similaun

Hans Steinmann, Mauls, Domenarspitze

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Der BERG und ICH WEITERE EINSENDUNGEN

Marie Pichler, Wiesen, Magdeburgerhütte

Piero Cola, Vipiteno, Gruppo delle Odle, a spasso con Yuki

Lisa Überegger, Gossensaß, Sonnenaufgang am Rosskopf

„Ich gehe in die Berge, um meine Seele zu finden.“ John Muir

Josef Graus, Pfitsch, Olperer (3.476 m)

Nic Mair, Gossensaß, Becherhaus

Andreas Frötscher, Schmuders, Auf dem Weg zum Olperer (3.476 m)

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Annemarie Überegger, Gossensaß, Gschleir

Verena Inderst, Ridnaun, Kraxentrager in Pfitsch

Bianca Kinzner, Trens, Sarner Weißhorn

Annemarie Schaiter, Sterzing, Schneespitze in Pflersch

Moritz Lanthaler, Gossensaß, Sonnenuntergang am Zinseler


Der BERG und ICH WEITERE EINSENDUNGEN

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Monika Gogl, Pfitsch, Gipfel der Weißwandspitze im Pflerschtal

Stefanie Gufler, Mareit, Großglockner

Marlene & Renate, Sterzing, Becherhaus

Martin Gufler, Ratschings, Roter GratWilder Freiger-Becherhaus

Vanessa Ungerank, Mareit, Sonnenaufgang am Jaufenspitz

Wally Teissl, Sterzing, Kassianspitze

Verena Freund, Sterzing, Ratschings-Rinneralm

Marta Mannelli, Falzes, Rifugio al Sasso Nero

Verena Gschnitzer, Sterzing, Maurerberg (2.332 m), Start Gemeinde Lüsen

Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm.

Carmen Delueg, Wiesen, Sonnenaufgang Birkenkofel, Sextner Dolomiten, Toblach

Felix und Ella, Freienfeld, Sonnenaufgang am Zinseler

Thomas Strickner, Gossensaß, Aussicht vom Becherhaus Richtung Ridnaun

Leon Kinzner, Gossensaß, Wasserfallweg in Pflersch

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FINANZEN & IMMOBILIEN

Finanzen & Immobilien Entlastung bei Notarkosten Ein weiterer Schritt zum leistbareren Wohnen ist getan: Bei Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem begünstigten Darlehen kommt künftig für die Notarspesen maximal der Mindesttarif zur Anwendung. Das entsprechende Einvernehmensprotokoll wurde am 9. September unterzeichnet. „Wohnraum ist eine der zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Dieses Einvernehmensprotokoll ist ein wichtiger Schritt, um den Südtirolern auch bei den notariellen Nebenkosten, die in Verbindung mit der Erstwohnung stehen, entgegenzukommen“, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. Mit der Wohnreform wurde 2025 auf Vorschlag von Landesrätin Ulli Mair das begünstigte Darlehen als neue Förder-Möglichkeit eingeführt, um den Grundwohnbedarf über Kauf, Bau oder Wiedergewinnung einer Wohnung zu decken. Personen, die dieses Darlehen in Anspruch nehmen, werden durch das Einvernehmensprotokoll nun bei den dadurch entstehenden Notarkosten entlastet. „Die Notariatskammer Bozen erkennt die Notwendigkeit an, die Deckung des Grund-

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wohnbedarfs der Südtiroler Bevölkerung zu fördern. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der Regeln des freien Wettbewerbs sind wir

nun zu diesem Ergebnis gekommen“, so Walter Crepaz, Präsident der Notariatskammer, nach der Unterzeichnung.

Notare in Südtirol sind demnach bei Dienstleistungen, die im Rahmen des begünstigten Darlehens anfallen, dazu verpflichtet, höchstens die gesetzlich vorgesehenen Mindesthonorare anzuwenden. Zufrieden über das Ergebnis der Verhandlungen zeigt sich Wohnlandesrätin Ulli Mair: „Diese Übereinkunft ist eine sinnvolle Ergänzung zu den verschiedenen Maßnahmen unserer Wohnreform. Mit der Anwendung der Mindesttarife schaffen wir eine zusätzliche Entlastung. Gleichzeitig sorgen wir durch die enge Zusammenarbeit mit der Notariatskammer für mehr Klarheit und eine reibungslose notarielle Abwicklung bei den Förderungen und Sozialbindungen.“ Neben der Anwendung der Mindesttarife sieht das Protokoll vor, dass Land und Notariatskammer eine einheitliche Information über Wohnbaubindungen (das begünstigte Darlehen ist an die Bindung für Ansässige gekoppelt) und die neuen Darlehensinstrumente sicherstellen. Dazu sollen geeignete Informations- und Fortbildungsveranstaltungen organisiert werden.


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Wohnbauförderung 2025: Erleichterung mit Haken Kaum jemand kauft heute eine Erstwohnung ohne öffentliche Förderung – bei den aktuellen Preisen führt daran fast kein Weg vorbei.

Die Kehrseite: eine 20-jährige Zweckbindung. Wer die Förderung in Anspruch nimmt, muss die Wohnung verpflichtend konventionieren lassen (Art. 39). Für meh-

Mit der Wohnreform 2025 hat Südtirol sein Förderpaket überarbeitet: drei Säulen, direkte Landesbeiträge, zinsvergünstigte Bankdarlehen und das Bausparmodell sollen den Einstieg ins Eigenheim erleichtern. Der Vorteil ist real, hat aber einen Preis, den man kennen sollte, bevor man sich dafür entscheidet. Wohnreform 2025:

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Was ist eine konventionierte Wohnung laut Art. 39 (LG 9/2018)? Eine konventionierte Wohnung (für Ansässige) sichert leistbaren Wohnraum für die lokale Bevölkerung. Nutzen bzw. bewohnen dürfen sie nur Personen, die seit mindestens fünf Jahren Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Südtirol haben, sie ausschließlich als Hauptwohnsitz nutzen.

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„Immobilienmarkt ist sehr komplex“ Auf 140 Seiten liefert es handfeste Zahlen zur Situation am Südtiroler Immobilienmarkt früher und heute: Während Haushalte in den 1960er Jahren zehn Prozent ihres Einkommens für das Wohnen ausgaben, sind es heute mehr als 40 Prozent. Quadratmeterpreise von 6.000 bis 8.000 Euro sind in manchen Ortschaften zur Normalität geworden, die Baukosten selbst liegen bei 2.500 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter. In Tourismusorten schwinden die Erstwohnsitze, während die Anzahl an Zweitwohnungen oder Investmentobjekten zunimmt. Das Buch ordnet ein, welche Gründe dahinterstecken und was die hohen Preise für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeuten: Wird Wohnen zum Luxus, verlieren Einheimische ihren Platz und der Mittelstand gerät unter Druck. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Wohnreform 2025 der Südtiroler Landesregierung: Löst sie tatsächlich die Wohnungsnot oder bleibt sie Stückwerk? Oberegger bezieht klar Position, liefert konkrete Fallbeispiele aus seinem Berufsalltag und zieht im Schlusskapitel ein persönliches, ungefiltertes Fazit. Oberegger ist dabei kein außenstehender Analyst, sondern jemand, der die Entwicklung des Immobilienmarktes in den letzten 20 Jahren aus nächster Nähe miterlebt hat. Er kennt die Mechanismen von innen – und scheut sich nicht, auch unbequeme Wahrheiten über die eigene Branche, Politik, Investoren und Grundeigentümer offenzulegen. Oberegger möchte mit der Veröffentlichung Zusammenhänge für Außenstehende verständlich machen. „Das ist keine Fachlektü-

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re für Insider, sondern ein Buch für alle, die verstehen möchten, warum der Immobilienmarkt heute so ist, wie er ist“, sagt der Autor.

milie ist seit über 60 Jahren in der Bau- und Immobilienbranche tätig und ich selbst habe in den vergangenen 20 Jahren miterlebt,

Erker: Herr Oberegger, Sie arbeiten seit über 20 Jahren in der Bau- und Immobilienbranche. Was hat Sie dazu veranlasst, dieses Buch zu schreiben? Tom Oberegger: Ich erlebe den Südtiroler Immobilienmarkt seit vielen Jahren nicht von außen, sondern mittendrin. Meine Fa-

wie sich der Markt verändert hat. Wir haben Grundstücke gekauft, Projekte entwickelt, Wohnungen gebaut und verkauft und dabei natürlich auch die Veränderungen, die Probleme und die Widersprüche dieses Marktes erlebt. Zudem stehe ich jeden Tag mit vielen Menschen im Kontakt, für die es oft um die-

© Philipp Oberhuber

„Der Südtiroler Immobilienmarkt funktioniert, aber nicht mehr für alle“, bringt es Tom Oberegger in seinem neuen Buch „Immobilien in Südtirol – zwischen Tradition, Wachstum und Wohnungsnot“ auf den Punkt.


Ein Haus baut man nicht jeden Tag

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H0FERH0F Wer ein Haus baut, hat meistens lange davon geträumt. Vielleicht gibt es schon ein Grundstück. Vielleicht erste Pläne. Ganz sicher aber viele Fragen. Was wird es am Ende wirklich kosten? Wer koordiniert die Handwerker? Und wer ist da, wenn etwas nicht nach Plan läuft? Genau an diesem Punkt beginnt Bauen mit Alp House. Das familiengeführte Unternehmen aus Sterzing begleitet Bauherren ganzheitlich – von der ersten Idee bis zum fertigen Zuhause und darüber hinaus. Dabei steht nicht nur das Haus im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen, die darin leben werden. Deshalb beginnt jedes Projekt mit genauem Zuhören und gemeinsamer Planung. Bauen soll dabei unkompliziert bleiben. Planung, Bürokratie, Projektmanagement, Produktion und Koordination der Handwerker: Bei Alp House kommt alles aus einer Hand. Ein Ansprechpartner begleitet das Projekt und behält den Überblick. Dazu gehört auch ein klarer Blick auf das Budget. Denn jedes Bauvorhaben hat seinen eigenen finanziellen Rahmen. Alp House berücksichtigt diesen von Anfang an und entwickelt gemeinsam mit den Bauherren Lösungen, die ihren Wünschen und Prioritäten entsprechen. So entsteht ein Haus, bei dem

Anspruch, Qualität und Investition zusammenpassen. Auch bei zwei der größten Fragen eines Bauprojektes schafft Alp House Klarheit: Was kostet mein Haus und wann kann ich einziehen? Nach der Planung steht der Fixpreis fest. Bei Werkvertragsabschluss wird der Termin für die Schlüsselübergabe vereinbart.

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kommt noch etwas hinzu: selben Fragen geht. Um Wir wollen verständlisie nicht immer zu wiederholen, habe ich mich cherweise alle möglichst entschlossen, ein Buch gut wohnen. Toplage, zu schreiben. Darin vergroße Wohnung, schöne Aussicht, hochwertige suche ich, einige Fragen Ausstattung – und am zu beantworten: Warum besten zu einem mögsind die Wohnungen in Südtirol so teuer? Warum lichst niedrigen Preis. konnte man sich früher Das funktioniert aber ein Haus bauen, während nicht. Gute Lagen waren man sich heute oft selbst schon immer teuer und mit einem guten Einkomwerden es auch bleiben. Das 140 Seiten starke Buch ist im Buchhandel erhältlich. Die Erlöse Deshalb ist der größte men kaum noch eine Wohwerden an eine soziale Einrichtung Irrtum eigentlich die Vornung leisten kann? Mir ging für Menschen mit Beeinträchtigung gespendet. es dabei nicht darum, einen stellung, man könne ein Schuldigen zu suchen, sonderart komplexes Prodern Zusammenhänge sichtbar zu machen. blem mit einer einzigen Maßnahme lösen. Der Immobilienmarkt ist wesentlich komplexer, als es in vielen Diskussionen dargestellt Sie setzen sich auch mit der Wohnreform wird. Es geht um Bauland, Politik, Nachfra2025 auseinander. Sind Sie eher optimisge, Baukosten, Finanzierung, Tourismus, tisch oder skeptisch, dass sie etwas verInvestoren, aber auch um unsere eigenen ändert? Ansprüche. Das Buch ist deshalb vor allem Ich bin vorsichtig optimistisch – aber ich ein Versuch, hinter die Fassade des Südtiro- glaube nicht, dass die Wohnreform das Proler Immobilienmarktes zu schauen und eine blem alleine lösen wird. Die Reform setzt an Diskussion anzustoßen. mehreren wichtigen Punkten an. Die stärkere Ausrichtung auf Ansässige, die Förderung Wohnungspreise in Südtirol sind immer des gemeinnützigen Mietwohnbaus, die Anwieder Grund für Diskussionen; dabei passung der Wohnbauförderung und die sind die Faktoren und Zusammenhänge, Maßnahmen gegen Missbrauch und tourisdie dahinterstecken, nicht immer direkt tische Zweckentfremdung sind aus meiner verständlich. Was ist der größte Irrtum, Sicht wichtige Schritte. Aber die entscheider Ihnen immer wieder begegnet? dende Frage bleibt: Wie viel zusätzlicher Der größte Irrtum ist für mich, dass man Wohnraum entsteht tatsächlich? Wenn wir glaubt, es gebe eine einzelne Ursache oder weiterhin zu wenig Bauflächen haben und zu einen einzelnen Schuldigen für die hohen wenig Wohnungen bauen, können wir den Wohnungspreise. Oft heißt es: Die Bauträ- Markt noch so stark regulieren – das fehlenger verdienen zu viel, die Investoren sind de Angebot verschwindet dadurch nicht. Reschuld oder die Politik müsse einfach die gulierung kann beeinflussen, wer eine WohPreise regulieren. So einfach funktioniert nung bekommt und wie sie genutzt werden der Markt aber nicht. Der entscheidende darf. Sie kann aber nicht automatisch neue Punkt ist für mich das Verhältnis von Ange- Wohnungen schaffen. Deshalb würde ich bot und Nachfrage. Südtirol ist ein attrak- heute sagen: Die Richtung stimmt, aber jetzt tiver Lebens- und Wirtschaftsraum, gleich- müssen wir abwarten, was in der Praxis dazeitig ist Bauland begrenzt und teuer. Dazu raus wird. Der Immobilienmarkt ist langsam. kommen steigende Baukosten, höhere Qua- Zwischen einer politischen Entscheidung litäts- und Energiestandards, Finanzierungs- – etwa der Genehmigung eines Projektes – kosten, lange Genehmigungsprozesse und und der tatsächlichen Fertigstellung einer eine wachsende Nachfrage. Auch die Tatsa- Wohnung können Jahre liegen. Ich glaube che, dass die Haushalte kleiner werden, er- daher nicht, dass wir morgen plötzlich deuthöht den Wohnungsbedarf, selbst wenn die lich niedrigere Preise sehen werden. Wenn Bevölkerung nicht stark wächst. Und dann die Reform langfristig dazu beiträgt, den

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Preisanstieg zu bremsen und mehr leistbaren Wohnraum zu schaffen, wäre das bereits ein Erfolg. Was ist Ihre Einschätzung: Wie kann Wohnen in Südtirol wieder leistbarer werden? Für mich gibt es darauf eine relativ einfache, aber politisch schwierige Antwort: Wir müssen mehr Wohnraum schaffen. Wenn die Nachfrage dauerhaft höher ist als das Angebot, bleiben die Preise hoch. Deshalb brauchen wir mehr ausgewiesenes Bauland und mehr Wohnungen – und zwar nicht nur in den großen Städten, sondern im ganzen Land. Die Gemeinden müssen meiner Meinung nach stärker bereit sein, Wohnbauzonen auszuweisen. Wenn das nicht passiert, wird es sehr schwierig, die Preisentwicklung nachhaltig zu bremsen. Gleichzeitig müssen wir aber auch die Kosten des Bauens hinterfragen: Wir können nicht einerseits leistbare Wohnungen fordern und andererseits immer höhere Standards, mehr Bürokratie und immer komplexere Verfahren verlangen. Das treibt die Kosten weiter nach oben. Und wir müssen ehrlich sein: Leistbares Wohnen wird nicht bedeuten, dass jeder überall die perfekte Wohnung zum Wunschpreis bekommt. Vielleicht müssen wir auch wieder stärker darüber nachdenken, wo wir wohnen wollen, wie groß wir wohnen wollen und welche Lage wir uns tatsächlich leisten können. Eine Wohnung, die 15 bis 20 Minuten außerhalb des Stadtzentrums liegt, oder die Sanierung eines älteren Gebäudes kann manchmal die realistischere und billigere Lösung sein. Am Ende braucht es deshalb nicht nur die Politik, sondern alle Beteiligten: Gemeinden, Land, Bauträger, Banken, Grundstückseigentümer und auch die Bevölkerung selbst. Jeder trägt einen Teil der Verantwortung. Mein persönlicher Wunsch wäre eigentlich ganz simpel: Wir sollten wieder einen Immobilienmarkt schaffen, in dem sich ein arbeitender Südtiroler auch wieder vorstellen kann, eine Wohnung zu kaufen. Genau darum geht es im Buch. Nicht darum, wer schuld ist, sondern darum, für wen wir eigentlich bauen und wer in Südtirol in Zukunft noch wohnen können soll.


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Rechtssicherheit beim Immobilienkauf Mit dem Kauf einer Immobilie sind immer auch Risiken verbunden. Diese lassen sich mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen erheblich begrenzen.

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung stellt für viele ein herausragendes Ereignis im Leben dar. In den meisten Fällen ist die Kaufabwicklung mit viel Unsicherheit und Stress verbunden. Ein voreiliger Vertragsabschluss kann dazu führen, dass einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen werden, die man zum Schutz vor unliebsamen Überraschungen beachten sollte. Dies sind unter anderem der Gang zum Grundbuchamt und zum Liegenschaftsregister, um sich einen Überblick über Eigentumsverhältnisse, Rechte, Lasten, Grenzen, Oberfläche, Gemeinschaftseigentum und Dienstbarkeiten zu verschaffen. Bankgarantie reduziert Käuferrisiko Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass in der Vorkaufsphase vor allem der Käufer das Risiko trägt. Der Verkäufer riskiert erst nachher, falls die Bezahlung noch nicht vollständig geleistet wurde und der Käufer die Wohnung bereits besetzt. Zum besonderen Schutz des Käufers insbesondere in der Vorkaufsphase hat der Gesetzgeber in den letzten Jahren eine Reihe von Verordnungen erlassen. So ist es beispielsweise seit 1. Jänner 1997 möglich, den Kaufvorvertrag im Grundbuch vermerken zu lassen. Dies kann für den Käufer in spe von Vorteil sein, falls der versprechende Verkäufer in der Bauphase Konkurs anmelden muss. Einen erheblichen Käuferschutz bietet auch das Gesetz Nr. 210 vom 2. August 2004 mit dem dazugehörigen gesetzesvertretenden Dekret 122/2005, das Baufirmen bei Liegenschaften, deren Baukonzession nach dem 21. Juli 2005 beantragt

wurde, zum Abschluss einer Bankbürgschaft für die im Voraus geleisteten (An-)Zahlungen und Raten sowie einer Versicherung gegen Baumängel mit 10-jähriger Gültigkeit verpflichtet. Grundsätzlich ist es immer ratsam, eine Bankgarantie für Zahlungen, die vor Abschluss des endgültigen Kaufvertrages geleistet werden, zu verlangen. Informieren und absichern Beim Immobilienkauf sollte man sich immer vorab gut informieren und absichern. Beim Erwerb der Liegenschaft in ehelicher Gütergemeinschaft oder Gütertrennung ist eine umfassende Kenntnis über die diversen Vor- und Nachteile vonnöten. Der endgültige Kaufvertrag muss von einem Notar unterzeichnet werden. Laut Entscheidung des Oberlandesgerichtes Trient, Außenstelle Bozen, vom 26. Mai 2004 ist es möglich, in Südtirol Kaufverträge durch einen österreichischen Notar kostengünstig beglaubigen zu lassen. Dabei ist jedoch zu präzisieren, dass dieser im Gegensatz zu seinen italienischen Amtskollegen ausschließlich die Unterschrift der Vertragsparteien beglaubigt, jedoch keine inhaltliche Prüfung der Urkunde vornimmt. Rechtsberatung und Betreuung rund um Immobilien Das Immobilienbüro Willeitimmojus mit Niederlassungen in Vahrn und Sterzing hat sich auf die Abwicklung von Immobilienrechtsgeschäften spezialisiert. Das Leistungsspektrum umfasst die Erstellung von Immobilienverträgen wie Kauf-, Miet-, Pacht- oder Schenkungsverträ-

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Immobilienvermittler und Mediator „Immobilienrechtsgeschäfte wollen nicht nur gut überlegt, sondern auch rechtmäßig abgesichert sein. Gerne berate ich beim Immobilienkauf und übernehme auf Wunsch die Prüfung der jeweiligen Liegenschaftssituation sowie die Ausgestaltung des Immobilienvertrages.“

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Schwachstellen beheben Es muss nicht gleich die große Sanierung sein. Gerade bei älteren Gebäuden gibt es zahlreiche kleinere Maßnahmen, die mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden können und dazu beitragen, Wärmeverluste und damit auch die Heizkosten zu reduzieren. Undichte Fenster und Türen gehören zu den häufigsten Schwachstellen. Ob Zugluft vorhanden ist, lässt sich oft schon mit der Hand oder einem dünnen Blatt Papier feststellen. Auch der Anpressdruck der Fenster sollte kontrolliert werden. Lässt sich ein zwischen Fensterflügel und Rahmen eingeklemmtes Blatt Papier bei geschlossenem Fenster leicht herausziehen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass das Fenster nicht ausreichend dicht schließt. Nicht immer müssen deshalb gleich neue Fenster eingebaut werden. Häufig reicht es aus, Beschläge nachzustellen oder spröde und beschädigte Dichtungen auszutauschen. Auch ältere Rollladenkästen können Schwachstellen in der Gebäudehülle darstellen. Durch ungedämmte Kästen und undichte Gurtdurchführungen kann Wärme nach außen verloren gehen. Eine nachträgliche Dämmung und das Abdichten vorhan-

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dener Fugen können hier Abhilfe schaffen. Ähnliches gilt für Heizkörpernischen. Gerade in älteren Gebäuden ist die Außenwand hinter dem Heizkörper häufig deutlich dünner als die übrige Wand. Eine fachgerecht angebrachte Dämmung kann die Wärmeverluste in diesem Bereich reduzieren. Verlaufen Heizungsoder Warmwasserleitungen durch unbeheizte Kellerräume, lohnt sich ebenfalls ein genauer Blick. Ungedämmte Rohrleitungen geben laufend Wärme an Räume ab, in denen sie eigentlich nicht benötigt wird. Das nachträgliche Dämmen frei zugänglicher Leitungen ist vergleichsweise einfach und kann Wärmeverluste deutlich reduzieren. Wer die verbleibenden warmen Wochen nutzt, um das eigene Zuhause auf kleine

energetische Schwachstellen zu überprüfen, kann notwendige Arbeiten ohne Zeitdruck angehen. Viele Verbesserungen lassen sich mit relativ geringem Aufwand umsetzen und sorgen dafür, dass im Winter weniger Wärme verloren geht. Für eine umfassende energetische Verbesserung eines Gebäudes sollten einzelne Maßnahmen jedoch nicht getrennt betrachtet werden. Vor größeren Investitionen ist es sinnvoll, sich produktneutral beraten zu lassen und die verschiedenen Sanierungsschritte aufeinander abzustimmen. Für weitere Informationen und eine produktneutrale Beratung steht die Energie- und Bauberatung der Verbraucherzentrale Südtirol jeweils montags von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 bis 17.00 Uhr telefonisch unter 0471 301430 zur Verfügung.


Wohnungseigentum und Sanierungs-Boni Ein neuer Anstrich, die energetische Sanierung der Fassade oder der Einbau einer modernen Heizungsanlage: Energetische Eingriffe versprechen langfristig niedrigere Energiekosten und eine Aufwertung der Immobilie. Doch was in der Theorie wie eine Win-win-Situation klingt, entwickelt sich in der Praxis oftmals zum finanziellen Albtraum. Wenn die Kosten explodieren, staatliche Boni ins Stocken geraten oder Miteigentümer zahlungsunfähig werden, droht im Kondominium die Schuldenfalle. In Italien ist das Leben im Mehrfamilienhaus im Zivilgesetzbuch („Codice Civile“) geregelt. Dennoch unterschätzen viele die Tragweite von Mehrheitsbeschlüssen in der Eigentümerversammlung. Ist eine Sanierung erst einmal beschlossen, müssen auch jene, die dagegen gestimmt haben, ihren finanziellen Obolus leisten. Besonders bei massiven energetischen Eingriffen oder den Nachwirkungen der diversen staatlichen Steuerbonus-Modelle zeigt sich die rechtliche Kehrseite: Steigende Zinsen, nachträgliche Planungsfehler oder streitige Rechnungen der Baufirmen führen oft zu astronomischen Sonderumlagen. Besonders brisant: Zahlt ein Miteigentümer nicht, droht aufgrund der solidarischen Haftung (Gesamtschuld) die Schuldenfalle für alle. Weil Handwerker und Banken sich an die Gemeinschaft halten, können am Ende auch jene zur Kasse gebeten werden, die ih-

ren Teil längst bezahlt haben. Drei Tipps: • Beschlüsse genau prüfen und anfechten: Wer mit einer Sanierung oder den Kosten nicht einverstanden ist, muss Fristen wahren: Beschlüsse, die gegen das Gesetz oder das Reglement verstoßen, können innerhalb von nur 30 Tagen ab Beschlussfassung bzw. ab Zustellung des Protokolls angefochten werden. • Bonität und Verträge absichern: Bei großen Bauund Sanierungsprojekten müssen Verträge und Zahlungspläne penibel geprüft werden, um bei Insolvenzen oder unvollständigen Arbeiten nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. • Zahlungsrückstände von Miteigentümern sofort ahnden: Der Verwalter ist gesetzlich verpflichtet, gegen säumige Zahler vorzugehen. Eigentümer sollten konsequent darauf drängen, dass rechtliche Schritte ohne Verzögerung eingeleitet werden.

Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale

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„Mehr Flächen und Baurechte“

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Während Südtirol dringend zusätzlichen Wohnraum braucht und die Bauwirtschaft auf neue Impulse wartet, blockiert die Landesregierung weiterhin konkrete Bauvorhaben. Eine seit Monaten bekannte Lücke in der Wohnreform verhindert, dass Familien bestehende Gebäude aufstocken, erweitern oder ausbauen können. Landesrat Peter Brunner verspricht seit fast einem Jahr eine Korrektur – geschehen ist bis heute nichts. Für das Team K ist diese monatelange Untätigkeit nicht länger hinnehmbar. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Südtirol deutlich weniger Baugenehmigungen ausgestellt. Das Baukollegium fordert daher, mehr Flächen und Baurechte für den Wohnbau auszuweisen. „Diese Forderung ist gut und richtig. Wir brauchen aber nicht nur neue Flächen. Mit der Wohnreform hat das Land ausdrücklich auch darauf gesetzt, bestehenden Wohnraum besser zu nutzen und durch Aufstockungen, Erweiterungen oder den Ausbau von Dachgeschossen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Gerade diese Vorhaben werden derzeit jedoch durch eine fehlende Anpassung beim Kubaturbonus blockiert“, kritisiert Maria Elisabeth Rieder. Das Problem ist einfach erklärt: Früher konnte zum bestehenden Gebäude ein Energie- bzw. Kubaturbonus von bis zu 200 Kubikmetern dazugerechnet

werden. Durch die neue Berechnungsmethode werden nun aber beispielsweise auch bisher nicht ausgebaute Dachgeschosse in die bestehende Kubatur eingerechnet. Vor allem bei Gebäuden aus den 1980er und 1990er Jahren gilt die zulässige Kubatur dadurch vielfach bereits als ausgeschöpft. Der Bonus kann dann gar nicht mehr oder nur teilweise genutzt werden. „Viele Familien können deshalb weder aufstocken noch erweitern oder ein Dachgeschoss zu Wohnraum ausbauen. Ihre Projekte sind fertig geplant, trotzdem kommen sie seit Monaten nicht weiter. Es ist widersprüchlich, wenn ausgerechnet die Wohnreform, die den Ausbau des Bestandes erleichtern sollte, solche Projekte verhindert“, so auch Paul Köllensperger. Das Problem ist der Landesregierung seit Langem bekannt. Landesrat Brunner hat die Überarbeitung der Regelung mehrfach angekündigt. Auch auf wiederholte Nachfragen im Landtag hieß es stets, die Korrektur werde in den nächsten Wochen vorgenommen. Zuletzt versicherte Brunner während der Landtagssitzung im Juli, dass er den entsprechenden Beschluss in der zweiten oder dritten Augustwoche in die Landesregierung bringen werde. Bis heute ist nichts passiert. „Seit einem Jahr wird den Betroffenen eine Lösung versprochen. Eine konkrete Umsetzung gibt es noch immer nicht. Landesrat Brunner muss


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erklären, warum er seine Zusagen nicht einhält und wann die neue Regelung tatsächlich in Kraft tritt. Ankündigungen schaffen keinen einzigen zusätzlichen Kubikmeter Wohnraum“, unterstreicht Maria Elisabeth Rieder. Die Verzögerung hat für die Betroffenen auch finanzielle Folgen. Solange die Genehmigung eines Bauprojektes aussteht, fehlt die notwendige Grundlage für eine verlässliche Finanzierung. Bereits ein Anstieg des Kreditzinses von einem halben Prozent kann bei hohen Kreditsummen und langen

Laufzeiten eine erhebliche Mehrbelastung bedeuten. „Mit sinkenden Kreditzinsen ist in den kommenden Monaten wohl kaum zu rechnen. Eher ist davon auszugehen, dass sie weiter steigen. Jede zusätzliche Verzögerung kann ein Bauprojekt deshalb deutlich verteuern oder dazu führen, dass Familien es sich am Ende gar nicht mehr leisten können“, warnt Paul Köllensperger. Die Team-K-Abgeordneten verlangen deshalb mit einer weiteren schriftlichen Anfrage eine klare Antwort und ein konkretes Datum, wann der angekündigte Beschluss

der Landesregierung vorgelegt und verabschiedet wird. Da anschließend noch das dreimonatige Notifizierungsverfahren auf EU-Ebene folgt, zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die überarbeitete Regelung voraussichtlich erst 2027 in Kraft treten kann. Warum hier nicht früher gehandelt wurde und weshalb die Überarbeitung der Regelung so lange hinausgezögert wird, muss Landesrat Brunner nun in seiner Antwort auf die eingereichte Anfrage erklären.

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GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN

Gesundheit & Wohlbefinden Kostenlose Verhütung Bis zum 31. August 2027 erhalten 14- bis 25-Jährige mit Wohnsitz in Südtirol sowie besonders schutzbedürftige Personen kostenlos nach einer verpflichtenden Beratung und – falls erforderlich nach einer gynäkologischen Untersuchung – kostenlos Antibabypille, Vaginalring, Hormonpflaster, Spirale, subkutane Implantate und Kondome. Das verschriebene Verhütungsmittel kann innerhalb von 30 Tagen kostenlos in den vertragsgebundenen Apotheken bezogen werden; Kondome werden direkt von den Beratungsstellen ausgehändigt. Diese beraten auch individuell über die korrekte Anwendung der einzelnen Verhütungsmittel und den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen. Hintergrund des Pilotprojektes sind u. a. steigende Zahlen bei Schwangerschaftsabbrüchen: 2025 wurden in Südtirol 595 freiwillige Schwangerschaftsabbrüche registriert – das sind um 13,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast jede zweite betroffene Frau war zwischen 18 und 29 Jahre alt, rund 24 Prozent hatten bereits früher einen Abbruch.

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„Erste Hilfe für die Psyche“

Psychische Krisen und belastende Lebenssituationen können jeden treffen. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, Anzeichen psychischer Belastungen zu erkennen oder angemessen darauf zu reagieren. Aus Unsicherheit werden Gespräche oft vermieden, obwohl gerade Zuhören, Verständnis und Unterstützung für Betroffene sehr hilfreich sein können. Aber auch die psychische Erste Hilfe ist erlernbar. Am 29. Oktober organisiert der Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal in Zusammen-

arbeit mit dem Forum Prävention und mit Unterstützung des Sprengelrates Wipptal um 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung zum Thema „Erste Hilfe für die Psyche“ im Vigil-Raber-Saal in Sterzing. In diesem zweistündigen Vortrag vermitteln zwei Referenten des Forum Prävention grundlegendes Wissen über psychische Gesundheit, akute Belastungssituationen und den hilfreichen Umgang mit Betroffenen. Zudem informieren sie über Hilfsangebote.


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GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN PR □

VHS Sterzing – #miteinanderfürmorgen

Für eine bewusste Entscheidung Eine Adoption verändert das Leben aller Beteiligten. Damit alle, die sich für eine Adoption interessieren, eine bewusste Entscheidung treffen können, werden bereits seit vielen Jahren von der Dienststelle für

Adoption, in Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Soziales, Vorbereitungskurse organisiert. Anfang Oktober findet die nächste Kursreihe statt. Dabei werden unterschiedliche Aspekte der Adoption beleuchtet: Es werden dabei rechtliche Hintergründe ebenso wie emo-

tionale, psychische Aspekte beachtet. Die Dienststelle für Adoption rät dazu, den Kurs bereits vor der Einreichung der Bereitschaftserklärung für die Adoption beim Jugendgericht zu besuchen. Die Vorbereitungskurse finden in deutscher und in italienischer Sprache statt, nämlich am 5., 16. und 23. Oktober jeweils von 9.00 bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr im Saal der „Officine Vespa“ in der Ortlerstraße 50/3 (Untergeschoss) in Bozen. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an adoption@sozialbetrieb.bz.it. Für Fragen stehen die Mitarbeiterinnen der Dienststelle Adoption (Tel. 0471 1626586 oder adoption@sozialbetrieb.bz.it) zur Verfügung. Die Dienststelle Adoption Südtirol bietet nach Vereinbarung auch kostenlose Informationsgespräche an.

Wie gestalten wir eine Zukunft, die ökologisch, sozial und ökonomisch tragfähig ist? Unter dem Motto #miteinanderfürmorgen lädt auch die VHS Sterzing zum Mitdenken, Mitmachen und Umdenken ein. Bildung für alle – mitten im Leben Als lebendiger Ort des Lernens bietet die VHS Sterzing im Herbst Kurse zu Yoga, Pilates, Erste Hilfe, Selbstverteidigung sowie Naturheilkunde an. Highlights sind die Vorträge mit dem Stadttheater Sterzing: „Welt aus den Fugen – Wie die Psyche Yvonne Erspamer (l.) trotzdem heil bleiben kann“ (8.10.) und Maria Grazia Mick Messner stehen ehrenamtlich für die und „Das Auge – Das komplexeste VHS Sterzing im Einsatz. Sinnesorgan“ (10.11.). Die Integrierte Volkshochschule (IVHS) bietet Programm für Menschen mit Beeinträchtigung und ist mit Kursen rund um das Pferd vor Ort. Ein besonderer Höhepunkt ist die südtirolweite Aktionswoche Nachhaltigkeit im November, welche die Frage „Wie lässt sich Zukunft verantwortungsvoll gestalten?“ in den Mittelpunkt stellt. Den Auftakt bildet die Veranstaltung „Selbst.Bewusst. Frau – Stark im Leben, im Alltag, in uns selbst“ im Rahmen der Messe Good life in der Messe Bozen. Das vollständige Herbstprogramm ist ab sofort buchbar unter www.vhs.it Kurswünsche willkommen! Seit bald 15 Jahren ist die VHS nun auch in Sterzing präsent. Vor Ort stehen Maria Grazia Mick Messner und Yvonne Erspamer ehrenamtlich im Einsatz. Sie gestalten in Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen das Programm im Wipptal. Hierzu sind auch Ihre Anregungen erwünscht. Zudem ist die VHS immer auf der Suche nach anmietbaren Räumen. Kontaktieren Sie das VHS Büro Brixen (E-Mail brixen@vhs.it – Tel. 0472 836424).

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Stress im Alltag Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Kurzfristig macht er aufmerksam, fördert die Konzentration und hilft, Aufgaben zu bewältigen. Bei Stress schaltet der Körper allerdings auch auf Alarmbereitschaft um. Herzschlag und Blutdruck steigen, die Atmung wird schneller. Zugleich schüttet der Körper Stresshormone aus und stellt rasch Energie bereit. Nach der Belastung braucht der Kör-

per Ruhe. Fehlt diese Erholung über längere Zeit, können Körper und Psyche darunter leiden. Stress zeigt sich bei jedem Menschen anders: Kopf- oder Bauchschmerzen, Verspannungen, Herzklopfen, Atembeschwerden, Müdigkeit, Schlafprobleme, innere Unruhe, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Grübeln, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl der Überforderung.

Angeraten sind deshalb eine feste Tagesstruktur, genügend Schlaf, regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung. Pausen und Gespräche mit vertrauten Menschen helfen ebenfalls. Wer sich dauerhaft überfordert fühlt, sollte nicht zögern und Unterstützung suchen. Erste Anlaufstellen sind Hausärzte sowie psychologische oder psychotherapeutische Fachkräfte.

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Gesundheit, Mobilität und Lebensqualität – eine Tradition, die verpflichtet In einer Zeit, in der das Wohlbefinden und eine hohe Lebensqualität immer mehr in den Mittelpunkt rücken, steht Ladurner Hospitalia als verlässlicher Partner für Gesundheit an Ihrer Seite. Mit fünf Standorten in Südtirol – zwei in Meran, zwei in Bozen und einem in Brixen – hat es sich das Traditionsunternehmen zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit, Mobilität und Lebensqualität der Menschen in jeder Lebensphase zu unterstützen und zu verbessern. Das umfassende Sortiment der Sanitätshäuser richtet sich an alle Altersgruppen, von den Jüngsten bis zu den Senioren. Angesichts des demografischen Wandels und einer stetig älter werdenden Bevölkerung gewinnen durchdachte Alltagshilfen und hochwertige Gesundheitsprodukte zunehmend an Bedeutung. Ladurner Hospitalia hat diesen Bedarf erkannt und bietet insbesondere für Seniorinnen und Senioren ein breites Spektrum an Lösungen, um die Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alltag so lange wie möglich zu erhalten. Das Angebot reicht von praktischen Hilfsmitteln für Haushalt und Bad, über modische Komfortschuhe bis hin zu individuell nach Maß gefertigten orthopädischen Einlagen. Das Herzstück von Ladurner Hospitalia ist jedoch das erfahrene und einfühlsame Team. Mit kompetenter Fachberatung und einem zuvorkommenden Service stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kunden zur Seite, um für jedes Anliegen die passende Lösung zu finden. Ob es um die präzise Anpassung von Kompressionsstrümpfen, die Hilfsmittelversorgung von Zivilinvaliden oder eine diskrete Hörgerätebetreuung geht – der Mensch steht immer im Mittelpunkt. Ein Reparaturservice in der eigenen Werkstatt sowie der Verleih von Hilfsmitteln wie Rollatoren und Rollstühlen runden das vielseitige Dienstleistungsangebot ab. Unter dem Motto „Das höchste Gut ist die Gesundheit“ lädt Ladurner Hospitalia dazu ein, sich aktiv um das das eigene Wohlbefinden zu kümmern. Besuchen Sie eines der vier Sanitätshäuser und lassen Sie sich von der Vielfalt des Angebots und der Kompetenz des Teams überzeugen.

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19. Brustkrebs-Akademie DIPLOMPATIENTIN

Medikamente im Netz: Schnäppchen oder Risiko? Ein Klick, die Kopfschmerztabletten oder Vitamine landen im virtuellen Warenkorb und wenige Tage später erfolgt die Lieferung direkt an die

Haustür. Der Online-Kauf von rezeptfreien Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika boomt. Die Bequemlichkeit lockt, oft scheinen die Preise im Internet auch unschlagbar günstig zu sein. Doch Vorsicht: Bei Gesundheitsprodukten hört der normale Online-Shopping-Spaß auf, denn im Netz lauern neben echten Schnäppchen auch gefährliche Fälschungen und unseriöse Anbieter. In Italien ist der Online-Verkauf von Arzneimitteln streng reguliert. Nicht jede beliebige E-Commerce-Plattform darf einfach so rezeptfreie Medikamente (sogenannte OTC-Arzneimittel) vertreiben. Das italienische Gesundheitsministerium hat klare Regeln aufgestellt, um Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken zu schützen. Wer Medikamente im Netz bestellt, sollte den Händler genau prüfen. Das offizielle europäische Sicherheitslogo ist ein wichtiges Erkennungszeichen für eine zu-

gelassene Online-Apotheke. Es enthält eine Landesflagge und muss anklickbar sein – ein Klick muss direkt zur offiziellen Liste des italienischen Gesundheitsministeriums führen. Da jedoch auch betrügerische Seiten solche Siegel fälschen können, reicht der bloße Augenschein oft nicht aus. Zudem ist zu beachten, dass verschreibungspflichtige Medikamente in Italien grundsätzlich nicht im Internet bestellt werden dürfen. Drei Tipps: • Nicht nur auf das Logo verlassen: Die Web-Adresse immer direkt in der offiziellen Liste des italienischen Gesundheitsministeriums überprüfen. • Transparenz des Anbieters prüfen: Seriöse OnlineApotheken müssen in Italien ihre physische Adresse, die Steuernummer und den Namen des verantwortlichen Apothekers angeben. • Niemals verschreibungspflichtige Medikamente im Internet bestellen: Dies ist in Italien gesetzlich strengstens untersagt und birgt immense Gesundheitsrisiken. Gesundheit ist das höchste Gut. Beim digitalen Einkauf ist daher höchste Wachsamkeit geboten, um sich vor gesundheitlichen Risiken und Betrug zu schützen.

Brustkrebs wird früher erkannt, die Therapie startet schneller und die Überlebensrate nimmt stetig zu. Das ist die gute Nachricht, die mamazone im Brustkrebsmonat Oktober lanciert. Das Projekt DIPLOMPATIENTIN greift heuer das Thema „Mit metastasiertem Brustkrebs leben“ auf. Brustkrebs ist heute kein Todesurteil mehr, vorausgesetzt, dass er rechtzeitig erkannt wird. Die Überlebenschancen liegen bei weit über 90 Prozent. Sogar der metastasierte Brustkrebs ist gut behandelbar und man kann ein qualitativ gutes Leben führen. Erheblichen Einfluss haben Früherkennung und Behandlung in einem zertifizierten Brustzentrum, wo interdisziplinäre Zusammenarbeit von der Diagnose bis zur Nachsorge gewährleistet sind und modernste Therapien zum Einsatz kommen. Die diesjährige DIPLOMPATIENTIN steht unter dem Motto „Mit metastasiertem Brustkrebs leben“ und ist den innovativen Therapieansätzen und den Fortschritten in der Brustkrebs-Behandlung gewidmet. Hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland tragen in einer patientengerechten Sprache vor. Infos zum Programm: www.mamazone.it

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Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale Erker 10/26

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Was uns wirklich stärkt Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Wer gesund ist, fühlt sich im eigenen Körper wohl, hat genug Energie für den Alltag, kann mit Belastungen umgehen und findet die Kraft, soziale Kontakte zu pflegen. Genau dieses Zusammenspiel aus körperlicher, seelischer und sozialer Gesundheit rückt auch in der modernen Medizin immer stärker in den Mittelpunkt. Ein zentraler Baustein ist Bewegung. Der menschliche Körper ist nicht für stundenlanges Sitzen gemacht, sondern für regelmäßige Aktivität. Schon zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeit bringen Kreislauf, Muskeln und Stoffwechsel in Schwung. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche, ergänzt durch Kräftigungsübungen an zwei Tagen. Das klingt zunächst nach viel, lässt sich aber gut in den Alltag einbauen: eine Station früher aussteigen, Treppen nehmen, kurze Wege zu Fuß erledigen oder nach dem Essen spazieren gehen. Alles ist besser als nichts. Besonders wertvoll ist eine Mischung aus Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Sie schützt nicht nur Herz und Gefäße, sondern hilft auch, Stürze, Rückenschmerzen und Muskelabbau vorzubeugen. Auch für die Psyche ist Bewegung ein wirksames Mittel. Körperliche Aktivität kann Stresshormone senken, die Schlafqualität verbessern und depressive Verstimmungen lindern. Dabei muss niemand Höchstleistungen erbringen. Entscheidend ist Regelmäßigkeit. Wer klein anfängt und Freude an der Bewegung findet, bleibt meist länger dabei als jemand, der sich zu ehrgeizige Ziele setzt. Bei psychischen Erkrankungen (Depression o. ä.) kann Sport als adjuvante Therapie im Verlauf der Behandlung eingesetzt werden,

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aber niemals eine fachärztliche Betreuung ersetzen. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Ernährung. Besonders gut untersucht ist die mediterrane Ernährungsweise: viel Gemü-

se, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Olivenöl und Fisch, dazu wenig stark verarbeitete Lebensmittel, Zuckergetränke und verarbeitetes Fleisch. Diese Ernährung liefert Ballaststoffe, gesunde Fette, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie unterstützt die Darmflora, wirkt günstig auf Blutzucker und Blutfette und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Dabei muss nicht jede Mahlzeit perfekt sein. Schon einfache Veränderungen helfen: öfter Wasser statt gesüßte Säfte, Vollkornbrot statt Weißbrot, eine Handvoll Nüsse statt Süßigkeiten, mehr Gemüse auf dem Teller

und regelmäßiger selbst kochen. Während alle wissen, dass Sport und Ernährung wichtig sind, gibt es einen Faktor der oft unterschätzt wird: Schlaf. Während wir schlafen, verarbeitet das Gehirn Eindrücke, das Immunsystem arbeitet aktiv, Hormone werden reguliert und Zellen reparieren sich. Erwachsene brauchen meist sieben bis neun Stunden Schlaf. Dauerhafter Schlafmangel kann Konzentration, Stimmung und Stoffwechsel beeinträchtigen. Hilfreich sind feste Schlafenszeiten, weniger Bildschirmlicht am Abend, ein kühles Schlafzimmer und ein ruhiger Tagesausklang. Neben Bewegung, Ernährung und Schlaf ist auch der Umgang mit Stress von Bedeutung. Dauerhafte Anspannung belastet Körper und die Psyche. Kleine Pausen, bewusstes Atmen, Spaziergänge oder Gespräche mit vertrauten Menschen können helfen, wieder zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu sammeln. Gesundheit entsteht also nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch viele kleine Gewohnheiten. Wer sich regelmäßig bewegt, ausgewogen isst, gut schläft, Pausen zulässt und soziale Kontakte pflegt, schafft eine stabile Grundlage. Wichtig ist: Es geht nicht um Perfektion. Gesundheit ist kein strenger Plan, sondern ein fortlaufender Prozess. Jeder kleine Schritt zählt.

Vera Mair, Sporternährungswissenschaftlerin (M.Sc.)


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„Das Tal erhalten, in dem ich aufgewachsen bin“

Bergbauer Armin Fischnaller ist eines der Gesichter der Sensibilisierungskampagne „Südtiroler Milch kann mehr“, die in diesem Jahr die Beweggründe der Südtiroler Milchbäuerinnen und Milchbauern in den Mittelpunkt stellt. Sein Bergbauernhof, der Tschanduihof in Villnöß, liegt auf rund 1.500 Metern Höhe

© Alex Moling

Südtiroler Milch kann mehr: Sie steht nicht nur für Qualität, sondern für gepflegte Wiesen und Almen, für gelebte Traditionen und für die Sicherung regionaler Strukturen. Dahinter stehen Menschen wie Armin Fischnaller vom Tschanduihof in Villnöß, die mit viel Einsatz ihre Bergbauernhöfe bewirtschaften und damit das Landschaftsbild prägen und erhalten.

und umfasst etwa 17 Hektar Grünland. Die Bewirtschaftung des Milchviehbetriebs erfordert täglich viel Einsatz – besonders bei der Pflege der Flächen. „Wenn wir nicht mähen würden, würde sich die Natur vieles zurückholen“, erklärt Fischnaller. Seine Wiesen werden zweimal im Jahr gemäht, manche sogar drei-

mal. Auch im Wald gibt es ständig etwas zu tun, damit Nutz- und Schutzfunktion erhalten bleibt. „Ich möchte das Tal erhalten, in dem ich aufgewachsen bin“, so der Bergbauer. Wie viele Bergbauernhöfe in Südtirol wird auch der Tschanduihof im Nebenerwerb geführt. Armin Fischnaller ist nach dem mor-

gendlichen Melken seiner Kühe als Milchammelwagenfahrer im Tal unterwegs und bringt die Milch in den Milchhof Brimi. „Für mich ist es entscheidend, dass die Milch lokal verarbeitet wird. Ich weiß, dass sie in guten Händen ist und ein qualitativ hochwertiges Produkt daraus entsteht“, betont Fischnaller. Armin Fischnaller steht damit stellvertretend für rund 4.000 kleinstrukturierte Milchviehbetriebe in Südtirol, die täglich die genossenschaftlich organisierten Milchhöfe des Landes mit hochwertiger Rohmilch beliefern. Wer zu Südtiroler Milchprodukten greift, unterstützt diese Betriebe – und trägt dazu bei, dass unsere Kulturlandschaft auch in Zukunft erhalten bleibt.

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Gut hören, gut begleitet

„Die Störung ist nicht das Problem“

Veränderungen des Hörvermögens entwickeln sich meist langsam und werden im Alltag oft erst spät bemerkt. Wer häufiger nachfragen muss oder Gesprächen schwerer folgen kann, sollte sein Gehör deshalb gelegentlich überprüfen lassen. Bei Besser Hören ist der Hörtest kostenlos und unverbindlich. Im Anschluss daran nehmen sich die Hörakustiker Zeit für eine persönliche Beratung und gehen auf die jeweiligen Bedürfnisse und Hörsituationen ein. Wenn eine Hörlösung infrage kommt, kann diese einen Monat lang kostenlos im Alltag getestet werden. Damit eine persönliche Betreuung auch dann möglich bleibt, wenn der Weg in eine Servicestelle schwerfällt, bietet Besser Hören kostenlose Hausbesuche an. Beratung, Hörtest und Betreuung können so direkt zu Hause stattfinden. Mit 27 Standorten in ganz Südtirol ist Besser Hören außerdem wohnortnah erreichbar. Wenden Sie sich an eine unserer 27 Servicestellen in ganz Südtirol oder vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 0471 263390 oder per E-Mail an info@besserhoeren.it.

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Anlässlich des Welttages der psychischen Gesundheit veranstaltet der Bildungsausschuss Sterzing am 14. Oktober um 19.30 Uhr im Vigil-RaberSaal einen Vortrag mit Supervisorin und Counsellor Ulrike Wiegner. Im Interview erklärt sie, warum psychische Gesundheit mehr als die Abwesenheit von Krankheit ist, welche Rolle Selbstfürsorge und Grenzen spielen und weshalb sie für eine andere Sicht auf psychische Krisen plädiert.

Erker: Frau Wiegner, woran können wir im Alltag erkennen, wie es um unsere psychische Gesundheit steht? Ulrike Wiegner: Ich stelle mir gern ein Barometer vor, das anfragt: Wie viel Lebensfreude habe ich auf einer Skala von null bis zehn? Wie belastbar fühle ich mich? Wie gut kann ich mit meinen Gefühlen umgehen? Wie tragfähig sind meine Beziehungen? Kann ich gut für mich sorgen? Und erlebe ich Sinn in meinem Alltag? Es geht dabei nicht darum, eine Zahl zu ermitteln, sondern überhaupt wahrzunehmen, wie es mir geht. Diese Bewusstheit ist bereits ein wichtiger Schritt. Um psychische Gesundheit geht es aber oft erst dann, wenn sich bereits

eine Krise oder Erkrankung zeigt. Warum? Weil wir psychische Gesundheit viel zu schnell mit der Abwesenheit von Krankheit gleichsetzen. Für mich beginnt sie aber schon viel früher. Psychische Gesundheit hat mit unserem ganzen Menschsein zu tun. Sie steht für Lebensqualität und lässt sich nicht vom Körper oder vom Denken trennen. Meine Seele leidet an dem, was ich erlebe und wie ich lebe. „Seelische Gesundheit“ hat viel mit meiner Lebenseinstellung zu tun und wie ich mit den Herausforderungen umgehe. Und genau hier sollte Prävention ansetzen. Ein Begriff, der im Hinblick auf Prävention immer wieder auftaucht, ist Selbstfürsorge. Was verstehen Sie darunter? Selbstfürsorge bedeutet zunächst einmal, sich selbst wahrzunehmen und sich ernst zu nehmen. Nicht im Sinne von ständiger Selbstoptimierung, sondern im Sinne von Selbsterkenntnis: Wie bin ich unterwegs? Was brauche ich? Was tut mir gut? Und was vielleicht nicht mehr? Dazu gehören ganz einfache Dinge wie Bewegung, Ernährung, Erholung oder Beziehungen. Aber auch die Frage, ob das, was ich tue, für mich stimmig und sinnvoll ist.


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Warum tun sich viele Menschen schwer damit, Grenzen zu setzen und für sich zu sorgen? Weil wir oft früh gelernt haben, dass bestimmte Verhaltensweisen Anerkennung bringen: Wenn ich fleißig bin, mich anpasse, schnell bin oder mich um andere kümmere, dann bin ich in Ordnung. Solche inneren Überzeugungen können irgendwann dazu führen, dass wir unsere eigenen Grenzen gar nicht mehr wahrnehmen. Deshalb ist Grenzen setzen auch Entwicklungsarbeit. Es geht darum, sich selbst besser kennenzulernen und zu erkennen, was heute noch zu mir passt und was nicht mehr. Stress scheint heute fast zum normalen Lebensgefühl zu gehören. Wann wird er gefährlich? Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Stress teilweise sogar zum Statussymbol geworden ist. Man zeigt: Schau, wie viel ich zu tun habe, wie wichtig ich bin! Problematisch wird es, wenn die Herausforderungen größer werden als unsere Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen. Dann bestimmt der Stress irgendwann den Schlaf, die Ernährung, die Bewegung und die Beziehungen. Psychische Gesundheit bedeutet

Am 14. Oktober um 19.30 Uhr spricht Ulrike Wiegner im Vigil-RaberSaal in Sterzing in ihrem Vortrag „Weg von der Reparaturkultur“ über psychische Gesundheit und Präventionsmaßnahmen für den Alltag. Der Eintritt ist frei.

aber nicht, dass wir ein Leben ohne Belastungen führen. Zum Leben gehören auch Leid und Krisen dazu. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen können. Wann wird aus einer Belastung ein Signal dafür, dass man Hilfe braucht? Wenn ich merke, dass ich mich mit einem Thema immer wieder im Kreis drehe und alleine nicht weiterkomme. Wenn es mir ständig Energie oder den Schlaf raubt oder mich blockiert. Auch körperliche Beschwerden können ein Hinweis sein, etwa Kopfschmerzen, Verspannungen oder Magen-Darm-Probleme. Natürlich hat nicht jede körperliche Beschwerde eine psychische Ursache. Aber unser Körper kann uns sehr deutlich zeigen, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, sich Unterstützung zu holen. Sie sagen, Sie möchten weg von der „Reparaturkultur“.

Was ist damit gemeint? Wir haben häufig die Vorstellung: Wenn ein Mensch psychisch nicht mehr funktioniert, muss man ihn reparieren, damit er wieder funktioniert. Dabei kann eine Störung auch eine gesunde Reaktion auf ein krankhaftes System sein. Dann ist die Störung nicht das Problem, sondern ein Signal. Denken wir etwa an Burnout: Ein Mensch funktioniert lange sehr gut, überschreitet aber irgendwann seine eigenen Grenzen und verliert den Kontakt zu sich selbst. Wenn der Körper dann nicht mehr mitmacht, kann das ein wichtiger Wendepunkt sein. Die Frage wäre dann nicht nur: Wie bekomme ich diesen Menschen wieder funktionsfähig? Sondern auch: Was brauchen wir im Miteinander und in unseren Strukturen, um gesünder unterwegs zu sein? Wo endet die Eigenverantwortung und wo beginnt die Verantwortung der Gesellschaft?

Psychische Gesundheit ist beides. Prävention beginnt bei jedem Einzelnen: bei der Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Unterstützung anzunehmen. Gleichzeitig brauchen Menschen Gelegenheiten, in denen das möglich ist: Beziehungen, Familien, Vereine, Arbeitsplätze und andere soziale Strukturen. Wir wissen, wie wichtig Verbundenheit für die psychische Gesundheit ist. Deshalb ist es auch eine gesellschaftliche Frage, wie wir miteinander umgehen und welche Bedingungen wir für das Miteinander schaffen. Was wären erste kleine Schritte in Richtung Prävention, die jeder ausprobieren kann? Ich würde mit drei Dingen beginnen: Lebensdankbarkeit, Selbstverantwortung und Selbstannahme. Man kann sich morgens und abends einmal bewusst fragen: Was ist heute gut? Wofür bin ich dankbar? Dann kann man sich überlegen: Was kann ich selbst tun, anstatt einfach nur auf Änderungen zu warten? Und schließlich: Kann ich mir sagen, dass es gut ist, dass ich da bin? Es geht nicht darum, besser zu funktionieren, sondern das eigene Leben bewusster zu gestalten. Interview: Lisa Frei

WELTSPARTAG zum Thema Gesundheit in der Ra'ffeisenkasse Wipptal am -reitag, 30.10 2026 mit Ge,s ndheits-Checks (Weißes Kreuz.Sterzing) 1 Versicher ngs- und Vo sorgelösung-en sowie gesunden Snacks. Erker 10/26

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Gesundheit

Sportmedizin Bereit, Leben zu retten? BEREIT! Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Wiederbelebung einer erwachsenen Person. Sicherheit Achte auf die Sicherheit der betroffenen Person und der Helfer.

bein 5 – 6 cm nach unten und entlaste darauf den Brustkorb. Wiederhole dies mit einer Frequenz von 100 – 120 Mal/Minute.

Reaktion Sprich die Person laut an und rüttle sanft an den Schultern.

(Beatmung) Wenn du ungeübt bist und keine Beatmung durchführen möchtest, führe die Herzdruckmassage ohne Unterbrechung fort. Bist du ausgebildet und möchtest die Beatmung durchführen, führe nach 30 Kompressionen die Beatmung durch: Überstrecke den Kopf, verschließe die Nase, lege deine Lippen um den Mund der Person und blase gleichmäßig Luft in den Mund, damit sich der Brustkorb etwa 1 Sekunde lang hebt. Wiederhole dies ein weiteres Mal, nachdem du die Lippen vom Mund der Person gelöst hast. Nimm die Herzdruckmassage sofort wieder auf.

Notruf Bleibt eine Reaktion aus, setze einen Notruf (112) ab. Stelle das Telefon auf Lautsprecher und folge den Anweisungen. Atemwege Drehe die Person auf den Rücken, überstrecke den Kopf leicht nackenwärts und kontrolliere die Atmung durch Sehen, Fühlen und Hören maximal 10 Sekunden lang. Atmet die Person kaum, auffällig selten oder langsam, ist das keine normale Atmung. AED Schicke jemanden los, um einen AED zu holen. Bist du alleine, hole das Gerät nur, wenn es sich in unmittelbarer Nähe befindet. Andernfalls beginne sofort mit der Wiederbelebung. Kreislauf Lege die Person auf eine flache und harte Unterlage und knie dich neben sie. Positioniere den Handballen deiner einen Hand über der unteren Hälfte des Brustbeins der Person, lege den Handballen deiner anderen Hand auf den Handrücken der ersten Hand, verschränke die Finger, strecke die Arme und positioniere die Schultern senkrecht über deinen Händen. Drücke nun kräftig das Brust-

AED Ist ein AED verfügbar, klebe die Elektroden, schalte das Gerät ein und folge den Anweisungen. Wird ein Schock empfohlen, achte darauf, dass niemand die Person berührt, löse den Schock aus und setze sofort die Wiederbelebung fort. Die Reanimation sollte fortgesetzt werden, bis die Person wieder normal atmet bzw. sich bewegt oder professionelle Rettungskräfte übernehmen.

Kai Schenk, Facharzt für Sportmedizin

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Das kleine 1x1 der Sterbebegleitung In Zusammenarbeit zwischen dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, der Hospizbewegung und der Stadtbibliothek Sterzing findet am 30. Oktober in der Stadtbibliothek Sterzing ein Letzte-Hilfe-Kurs statt. Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos. Letzte-Hilfe-Kurse vermitteln Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit, die auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Der Kurs möchte Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. Thematisiert werden mögliche Beschwerden, die Teil des Sterbeprozesses sein können, und wie wir bei der Linderung helfen können. Abschließend wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied nehmen kann; besprochen werden auch unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Der Kurs findet von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Stadtbibliothek Sterzing statt und besteht

aus vier Modulen zu jeweils 45 Minuten. Die Moderation erfolgt durch erfahrene und zertifizierte Kursleitende mit Erfahrung in der Hospiz- und Palliativversorgung. Die Anmeldung erfolgt online auf der Website der Volkshochschule (www.volkshochschule. it). Bei Fragen zur Anmeldung kann man sich direkt an die VHS wenden (Tel. 0472 836424). Die Teilnahme ist kostenlos.

Zugriff auf Dokumente der Kinder Verschreibungen, Befunde, Laborergebnisse oder Arztbriefe hat man mit der Elektronischen Gesundheitsakte (EGA) online jederzeit griffbereit. Minderjährige können nicht selbst auf ihre EGA zugreifen. Eltern bzw. Personen, die das elterliche Sorgerecht innehaben, können jedoch über ihre eigene EGA die Akte des minderjährigen Kindes einsehen. Dafür muss vorher online eine Vertretung beantragt

werden. Dies erfolgt über den Dienst „Vertretung“ auf myCIVIS oder direkt in der eigenen EGA über das „Persönliche Profil“. Wer die Einwilligung zur Konsultation der eigenen EGA noch nicht abgegeben hat, kann diese online in der EGA selbst erteilen oder bei den Verwaltungsschaltern der Gesundheitssprengel und Krankenhäuser, bei Hausund Kinderärzten freier Wahl sowie in den Apotheken.


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„Hirnkaschtl-Medizin“ Heute ist es mir im Hörzentrum Südtirol in Sterzing passiert, dass eine Kundin mir dieses Wort gesagt hat, das ich so noch nie gehört hatte. Und plötzlich hat es KLICK gemacht und ich habe mir gleich gedacht: Ja genau, genau das sind Hörgeräte: HirnkaschtlMedizin! Wenn man normalerweise an Medizin denkt, denkt man meist an Tabletten, Tropfen oder Salben. Dass aber auch ein kleines Gerät hinterm Ohr eine Art Medizin sein kann, und zwar Medizin fürs Gehirn – das bedenken die wenigsten. Dabei ist genau das der Fall, wenn es um unser Gehör geht. Unsere Ohren sind nämlich nicht einfach nur zwei kleine Trichter am Kopf, die Geräusche einsammeln. Sie sind der Anfang einer langen Reise, die mitten im Gehirn endet – dort, wo auch unser Gedächtnis, unsere Sprache und unser Denken zu Hause sind. Und wie jedes Organ braucht auch das Gehirn seine tägliche Portion „Bewegung“. Das Hören und somit auch das Verstehen (ja, das sind zwei verschiedene Sachen!) sind wichtige Übungen, die wir ihm jeden Tag geben, ganz automatisch, ohne dass wir groß darüber nachdenken. Lässt das Gehör nach, bekommt das Gehirn plötzlich viel weniger zu tun – und das über Jahre hinweg, oft ohne dass man es überhaupt bemerkt. Das Tückische am Hörverlust ist nämlich: Er kommt nicht über Nacht wie ein Schnupfen, sondern schleicht sich langsam ein, wie die Falten im Gesicht oder das Wachsen eines Baumes. Man gewöhnt sich daran, dreht den Fernseher halt ein bisschen lauter, bittet die Enkelkinder, noch einmal zu wiederholen, was sie gesagt haben – und redet sich ein, das gehöre einfach zum Älterwerden dazu. Genau hier kommt die Medizin ins Spiel. Denn ein Hörgerät tut für das Gehirn, was eine gute Arznei für den

Körper tut: Es versorgt es mit dem, was ihm fehlt. Bekommt das Gehirn wieder klare, vollständige Höreindrücke, bleiben auch die Bereiche aktiv, die fürs Verstehen, Merken und Nachdenken zuständig sind. Bleibt der Nachschub aber über Jahre aus, ziehen sich ungenutzte Bereiche im Gehirn zurück, ganz ähnlich wie ein Weg im Wald, den keiner mehr geht und der langsam zuwächst. Forscher sehen hier auch eine Verbindung zu geistiger Fitness im Alter – logisch eigentlich, denn wer ständig damit beschäftigt ist, sich Bruchstücke von Wörtern mühsam zusammenzureimen, dem bleibt weniger Kraft fürs Merken und fürs Genießen eines guten Gesprächs. Wie bei jeder Medizin gilt auch hier: Je früher man sie nimmt, desto besser wirkt sie. Ein Hörgerät, das man erst nach zehn Jahren Schwerhörigkeit einsetzt, hat es beim Gehirn schwerer als eines, das gleich am Anfang zum Einsatz kommt. Es ist wie beim Radfahren: Wer öfter in die Pedale tritt, bleibt fit. Wer zu lange pausiert, tut sich beim Wiedereinstieg schwerer. Das Schöne daran: Diese „Medizin“ schmeckt nicht bitter, man muss sie nicht schlucken und sie hat auch keine Nebenwirkungen – außer vielleicht, dass man plötzlich wieder jedes Wort der Enkelkinder versteht, auch die leise gemurmelten. Kommen Sie vorbei, wir hören uns gemeinsam an, wie es um Ihre „Hirnkaschtl-Medizin“ steht – ganz unverbindlich und in aller Ruhe. Vereinbaren Sie bei Bianca direkt im Hörzentrum Südtirol in Sterzing einen Termin oder rufen Sie sie einfach an unter 0472 628173. Wir freuen uns auf Sie!

Die Adresse für Hörgeräte im Wipptal

ÖFFNUNGSZEITEN Montag I Mittwoch I Donnerstag

8.30 bis 12.30 Uhr

Freitag (Mirco de Manincor)

8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr

STERZING, Untertorplatz 7/B

Tel. 0472 628173 www.hoerzentrum-suedtirol.it FOLLOW US ON

Markus Thaler, HörakustikMeister

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Veranstaltungen

APOTHEKEN 03.10.-09.10.: Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024 10.10.-16.10.: Apotheke Paracelsus Tel. 377 3130989 17.10.-23.10.: Stadtapotheke Tel. 765397 24.10.-30.10.: Apotheke Wiesen Tel. 760353 31.10.-06.11.: Apotheke Gilfenklamm Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet. ÄRZTE 03.10.:

Dr. Valbona Kurtallari Tel. 324 0953522 04.10.: Dr. Sonila Veliu Tel. 349 6732243 10.10.: Dr. Barbara Faltner Tel. 335 1050982 11.10.: Dr. Markus Mair Tel. 329 2395205 17.10.: Dr. Esther Niederwieser Tel. 335 6072480, 755061 18.10.: Dr. Giuliana Bettini Tel. 320 6068817 24.10.: Dr. Massimiliano Baccanelli Tel. 334 9156458 25.10.: Dr. Alberto Bandierini Tel. 388 7619666, 764144 31.10.: Dr. Romani Marco Lucio Tel. 376 0935937 01.11.: Dr. Barbara Faltner Tel. 335 1050982 Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend. ZAHNÄRZTE: Notdienst Samstag und Feiertage dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187 TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE) 03./04.10.: Dr. Stefan Niederfriniger 10./11.10.: Dr. Michaela Röck 17./18.10.: Dr. Stefan Niederfriniger 24./25.10.: Dr. Michaela Röck 31.10./01.11.: Dr. Stefan Niederfriniger Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666 Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673 Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222 Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496 Kleintier-Notfalldienst: Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994

1.10. Frauennachtwallfahrt der Katholischen Frauenbewegung nach Maria Trens. Treffpunkt: Gasthof Burgfrieden, 19.00 Uhr.

Erker 10/26

Heimatbühne Ratschings, Ratschings, Vereinshaus, 18.00 Uhr.

9. und 10.10.

20.10.

Tagung „Welche Zukunft für das Sterzinger Moos?“, Sterzing.

Theater „Ein Hof voller Narren“, Heimatbühne Ratschings, Ratschings, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

10.10.

22.10.

2.10. Jugendevent „Cash & Clicks. Wie Social Media deinen Umgang mit Geld beeinflusst“, Sterzing, Jugendtreff, 18.00 Uhr. Diggy-Treff – Hilfe bei digitalen Problemen, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.

Konzertshow „Highlights 2026 der Joe Smith Band“, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr. Segensfeier für werdende Eltern, Sterzing, Kapuzinerkirche, 16.00 Uhr. Der Rote Teppich, Sterzing, Fußgängerzone.

3.10. Der Rote Teppich, Sterzing, Fußgängerzone. Konzerte der Gemeindekapellen, Mareit, Festplatz, 11.00 Uhr. Heimspiel Broncos-KHL Sisak, Sterzing, Eishalle, 18.00 Uhr.

14.10. Vortrag „Weg von der Reparaturkultur. Psychische Gesundheit und Präventionsmaßnahmen für den Alltag“, Ulrike Wiegner, Sterzing, Vigil-Raber-Saal, 19.30 Uhr. 15.10.

5.10. Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr. 6.10. Lesezirkel „Caffé letterario“, Agorà, Sterzing, Stadtbibliothek, 17.30 Uhr. 7.10. Projektvorstellung „Immer hier“, Sterzing, Vigil-RaberSaal, 19.30 Uhr. 8.10. Vortrag „Welt aus den Fugen – Wie die Psyche trotzdem heil bleiben kann“, Sterzing, Stadttheater, 19.30 Uhr. Heimspiel Broncos-HD Jesenice, Sterzing, Eishalle, 20.00 Uhr. 9.10. Informationsabend für Firmlinge, Sterzing, Aula der Grundschule „Dr. J. Rampold“, 19.00 Uhr. Diggy-Treff – Hilfe bei digita-

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len Problemen, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.

Zweisprachiger Vortrag über die derzeit verfügbaren Technologien zur Diabetesbehandlung und über das Recht auf Zugang zur Versorgung, Sterzing, VigilRaber-Saal, 18.30 Uhr. Theater „Arrivano i dunque“, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr. 16.10. Theater „Geheimnisse“, Sterzing, Stadttheater, 19.30 Uhr. Theater „Ein Hof voller Narren“, Heimatbühne Ratschings, Ratschings, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

Theater „Ein Hof voller Narren“, Heimatbühne Ratschings, Ratschings, Vereinshaus, 20.00 Uhr. Büchertreff „Bibis – Bücher für die Allerkleinsten“, Sterzing, Stadtbibliothek, 10.00 Uhr. Heimspiel Broncos-SG Cortina, Sterzing, Eishalle, 20.00 Uhr. 23.10. Diggy-Treff – Hilfe bei digitalen Problemen, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr. 24.10. Kindermusical „Regenbogenfisch, komm hilf mir!“, Kinderchor Trens, Trens, Vereinshaus, 17.00 Uhr. Theater „Ein Hof voller Narren“, Heimatbühne Ratschings, Ratschings, Vereinshaus, 20.00 Uhr. 25.10. Kindermusical „Regenbogenfisch, komm hilf mir!“, Kinderchor Trens, Trens, Vereinshaus, 16.00 Uhr. Theater „Ein Hof voller Narren“, Heimatbühne Ratschings, Ratschings, Vereinshaus, 18.00 Uhr.

Diggy-Treff – Hilfe bei digitalen Problemen, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr. 17.10. Lesefest der Sommerleseaktion „Mit Büchern hoch hinaus – Gemeinsam auf den Hochfeiler!“, Sterzing, Stadtbibliothek, 18.00 Uhr. Heimspiel Broncos-KAC, Sterzing, Eishalle, 18.00 Uhr. 18.10. Theater „Ein Hof voller Narren“,

Erker Der

Redaktionsschluss:

15.10.26


Leute

28.10.

29.10.

„Literaturmenü“ mit Markus Fritz und Donatella Gigli, Sterzing, Stadtbibliothek, 18.30 Uhr.

Heimspiel Broncos-HC Gröden, Sterzing, Eishalle, 20.00 Uhr.

Bibis

Bücher für die Allerkleinsten Am 22. Oktober findet in der Stadtbibliothek Sterzing um 10.00 Uhr wieder der Büchertreff „Bibis – Bücher für die Allerkleinsten“ statt. Bär Brummi und Vorleserin Agata begrüßen null- bis dreijährige Bücherfans in gemütlicher und ungezwungener Atmosphäre, um gemeinsam zu reimen, zu singen, zu spielen und natürlich zu lesen. Kinder und Eltern finden hierbei Lese-Inspiration für den Alltag. Eine Anmeldung ist notwendig (Tel. 0472 723760, bibliothek@sterzing.eu), da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Hilfe bei digitalen Problemen DIGGY – die Anlaufstelle fürs Digitale – ist seit dem 11. September wieder freitags von 9.15 bis 12.15 Uhr in der Stadtbibliothek Sterzing zu Gast. Ein EDV-Coach der Volkshochschule Südtirol hilft vor Ort bei Online-Anmeldungen, mit Apps und bei jeglichen Problemen mit Smartphone, Tablet oder PC. Die Beratung ist kostenlos und kann ohne Anmeldung genutzt werden. Am 6. November entfällt der Diggy-Treff. Nähere Informationen in der Stadtbibliothek (Tel. 0472 723760, bibliothek@sterzing. eu).

12.10.: Vieh- und Krämermarkt, Sterzing.

Filmclub

Infoveranstaltung „Erste Hilfe für die Psyche“, Sterzing, VigilRaber-Saal, 19.30 Uhr.

1.10.: Odissea (it.), 20.00 Uhr.

30.10.

2.10.: Vier minus Drei (Senioren), 16.00 Uhr.

Letzte-Hilfe-Kurs, Sterzing, Stadtbibliothek, 14.00 – 18.00 Uhr.

2.10.: Gelbe Briefe, 20.00 Uhr.

Diggy-Treff – Hilfe bei digitalen Problemen, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.

9.10.: Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war, 20.00 Uhr.

Blaulichttag, Zeit schenken, Sterzing, Nordparkplatz, 17.00 Uhr. 30. und 31.10. Sterzinger Erntedankfest, Sterzing, Stadtplatz. 31.10. Theater „Der Gott des Gemetzels“, Stadtbühne Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr. 5.11.

8.10.: L’Hangar rosso (it.), 20.00 Uhr.

16.10.: Bruno, der junge Kreisky, 20.00 Uhr. 22.10.: A cena con il dittatore (it.), 20.00 Uhr. 23.10.: Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise (Kinder), 16.30 Uhr.

6., 13., 20., 27.10.: Sterzlmarkt, Stadtplatz. 2., 9., 16., 23., 30.10.: Bauernmarkt, Stadtplatz.

„Silber, Blei & Bauernkriege“, Ridnaun, Landesmuseum Bergbau. Dauerausstellung „Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung. „Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.

Ausstellungen

Bis 31.10.

Märkte

Fort Biennale „Reclaiming Collective“, Franzensfeste, Festung.

30.10.: Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger, 20.00 Uhr.

7.11.

Theater „Der Gott des Gemetzels“, Stadtbühne Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 18.00 Uhr.

„Jagd-Hund-Mensch“, Mareit, Schloss Wolfsthurn.

29.10.: Tuner: L’accordatore (it.), 20.00 Uhr.

ab 27.10.

8.11.

Bis Anfang November

23.10.: Der verlorene Mann, 20.00 Uhr.

Theater „Der Gott des Gemetzels“, Stadtbühne Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

Theater „Der Gott des Gemetzels“, Stadtbühne Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

und Barbara Bachmann, Sterzing, Stadt- und Multschermuseum.

„Baukultur“, Sterzing, Sitz der BZG Wipptal.

„Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“ von Franziska Gilli

Die FF Wiesen gratuliert ihrem Mitglied a. D. Hermann Nestl zum 80. Geburtstag.

Alles Gute zum

85. Geburtstag! Viel Glück, Gesundheit und noch viele schöne Jahre zusammen wünschen dir dein Bruder Albert, Lucia mit Armin und ganz besonders die kleine Emilia.

5., 20.10.: Brennermarkt. Erker 10/26

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Jahrestage

Herzlichen DANK allen …

12. Jahrestag

Daniel Thaler

Alles kann der Mensch vergessen, ob es leicht war oder schwer, doch ein Herz, das man geliebt hat, das vergisst man niemals mehr.

† 18.10.2014

… für die große Wertschätzung für Walter, die spürbar war,

Ganz besonders denken wir an dich, lieber Daniel, am Samstag, den 24. Oktober um 19.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing.

… allen, die den letzten Weg mit uns gegangen sind und uns in den Tagen des Abschiednehmens nahe waren,

Ins Gebet schließen wir auch Hermann, Rita Theresa, Walter, Oskar und Peter Obex ein.

… für alle Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft, die Spenden und die vielen Kerzen mit den Beileidsbekundungen.

In Dankbarkeit und Liebe deine Familie

Walter Larch

Vielen Dank

Hermann Wild * 24.02.1936

Wir danken allen von Herzen, die uns in der schweren Zeit des Abschieds durch ihre tröstenden Worte, ihre Anteilnahme, Blumen und Kerzen, eine stille Umarmung oder einen liebevollen Händedruck begleitet haben. Danke für die würdevolle Gestaltung der Abschiedsfeier und für die Begleitung von Heinrich auf seinem letzten Weg.

† 31.08.2026

Von Herzen danken wir allen, die ihre Anteilnahme auf so liebevolle Weise zum Ausdruck gebracht haben – durch die tröstenden Worte, geschrieben und gesagt, die stärkende Unterstützung, die wunderschönen Blumen, Kerzen sowie all die positiven und zuversichtlichen Gedanken. Familie Wild

Die Trauerfamilie

* 30.05.1956 † 23.08.2026

Dein Lebensbaum hat Früchte getragen, die Wurzeln Kraft und Halt gegeben. Das Rauschen der Blätter erzählt uns für immer von dir.

HEINRICH ELLER * 31.08.1943

† 06.08.2026

Albert De Bettin

Herzlichen Dank für die erwiesene Anteilnahme.

* 19.02.1945 † 02.10.2019

Für immer in unseren Herzen.

deine Familie

Die Trauerfamilie Möge die Stille, die dich im Leben begleitet hat, dir nun ewigen, tiefen Frieden schenken.

7. Jahrestag

In lieber Erinnerung

Es hat uns tief berührt und uns viel Trost und Kraft gegeben.

„Koss Heindl“

Valentin Klotz

Wir bedanken uns für die Worte des Trostes, das gemeinsame Gebet, für Blumen, Kerzen und die würdevolle Gestaltung der Abschiedsfeier. Ein besonderer Dank ergeht an das Seniorenwohnheim Wipptal sowie an alle, die unseren Tate auf seinem letzten Weg begleitet haben und ihn in guter Erinnerung behalten.

„Veit-Volt“ * 12.02.1941 † 29.08.2026

Die Trauerfamilie

13. Jahrestag

Cäcilia Oberhofer geb. Rainer Das Leben ist vergänglich, doch Liebe, Achtung und Erinnerung bleiben für immer.

† 02.11.2013 Jeden Tag denken wir voller Liebe und Dankbarkeit an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 1. November um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie

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Jahrestage Im Garten der Zeit wächst die Blume des Trostes.

Du warst Du bist Du bleibst für immer in unserem Herzen

Nella semplicità di un fiore vive il ricordo più autentico.

23. Jahrestag

Helene Volgger geb. Obex

1° anniversario 1. Jahrestag

Daniela Perini

In Liebe denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 25. Oktober um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun.

12° anniversario 12. Jahrestag

Franco Perini

Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott!

In Liebe – con tutto il nostro amore La vostra famiglia

Deine Lieben

Die Erinnerung ist das Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen.

Armin Erlacher Zum 20. Jahrestag denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 1. November um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Einen Dank allen, die daran teilnehmen und Armin in Erinnerung und im Herzen behalten. Deine Eltern Gabi und Herbert, deine Schwester Sabine

30. Jahrestag

20. Jahrestag

Rosalinde Rainer Werth

Hermann Werth

Wir denken an euch in Liebe und Dankbarkeit, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 8. November in der Pfarrkirche von Wiesen.

Für uns bleibt ihr unvergessen. Enkre zwoa Buabn Peter mit Steffi und Berta

Pauli mit Anja und Helena Erker 10/26

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Jahrestage

Professor Josef Gelmi verstorben Josef Gelmi starb am 3. August im Alter von 89 Jahren in Brixen. Der bekannte Kirchenhistoriker, langjährige Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen und frühere Präsident der Hofburg Brixen prägte über Jahrzehnte das kirchliche und wissenschaftliche Leben der Diözese. Josef Gelmi wurde am 17. Mai 1937 in Cavalese geboren und am 29. Juni 1961 in Brixen zum Priester geweiht. Nach einem Jahr als Präfekt am Vinzentinum wirkte er als Kooperator in Cortina und in der Pfarrei Regina Pacis in Bozen. Von 1967 bis 1973 studierte er in Rom. Nach seiner Rückkehr nach Brixen wurde Gelmi, der einen Teil seiner Kindheit in Afens in der Gemeinde Pfitsch verbracht hatte (Erker 05/2025), 1973 Professor für Kirchengeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 prägte er Generationen von Priesteramtskandidaten und Theologiestudenten. Darüber hinaus stand er von 1998 bis 2017 an der Spitze der Stiftung „Hofburg Brixen: Diözesanmuseum und Diözesanarchiv“. Im Jahr 2016 ernannte ihn das Domkapitel zum Ehrenkanonikus. Weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt wurde Gelmi als Kirchenhistoriker und Autor. In den vergangenen fünf Jahrzehnten veröffentlichte er rund 40 Bücher über Päpste, Bischöfe und die Geschichte der Kirche. Mit seinen wissenschaftlich fundierten und zugleich allgemein verständlichen Publikationen machte er kirchengeschichtliche Themen einem breiten Publikum zugänglich. Besonders sein Standardwerk „Die Päpste in Lebensbildern“ erschien in mehreren Auflagen und verschiedenen Sprachen und zählt bis heute zu den bekanntesten deutschsprachigen Überblickswerken zur Papstgeschichte. Zahlreiche Vorträge, Beiträge in Fachzeitschriften und seine Mitarbeit an historischen Projekten machten Gelmi zu einem der profiliertesten Kenner der Kirchen- und Papstgeschichte im deutschen Sprachraum. Für sein wissenschaftliches und kulturelles Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Walther-von-der-Vogelweide-Preis (1996), das Ehrenzeichen des Landes Tirol sowie das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (beide 2001), die Ehrenmedaille der Stadt Brixen (2009), die Ernennung zum Ehrenkanonikus des Brixner Domkapitels (2016) und die Verdienstmedaille der Diözese Bozen-Brixen (2017). Gelmi war Historiker mit Leib und Seele. Kirchengeschichte war für ihn nie bloß Wissenschaft, sondern immer auch Ausdruck seiner Liebe zur Kirche. Besonders beeindruckend war seine Überzeugung, dass Gott „auch auf krummen Zeilen gerade schreiben“ könne. Zugleich hat Gelmi nie verschwiegen, dass zur Geschichte der Kirche auch Fehler gehörten. Dennoch war er stets davon überzeugt, „dass die Kirche viel besser ist als ihr Ruf“.

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Viele Jahre ohne dich! Alles ist anders! Es gibt so viele Momente, in denen wir an dich denken. So viele Stunden, in denen wir dich gerne in unserer Mitte hätten. So viele Augenblicke, in denen wir dich vermissen. So viele Dinge, die wir gerne mit dir erlebt hätten.

Anton Bacher Loch-Toni

* 08.04.1947 † 04.11.2014

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 1. November um 8.30 Uhr in der Kirche von Obertelfes. Allen, die daran teilnehmen und immer wieder sein Grab besuchen, ein Danke. Deine Familie

Peter Giacomelli verstorben Im Alter von 99 Jahren ist am 18. September der Priester Peter Giacomelli in Bozen verstorben. Giacomelli war der älteste Priester der Diözese Bozen-Brixen. Er wurde am 5. März 1927 in Brixen geboren und am 29. Juni 1950 in Brixen zum Priester geweiht. Zwischen 1951 und 1957 wirkte er als Kooperator in Buchenstein, Cortina d’Ampezzo, Innichen und Sterzing. Von 1957 bis 1964 war er als diözesaner Beauftragter der Azione Cattolica tätig und von 1964 bis 1974 Leiter des Katechetischen Amtes am Bischöflichen Ordinariat. Von 1964 bis 1993 wirkte er als Leiter des Seelsorgeamtes und von 1992 bis 2002 als Pfarrer für die deutschsprachigen Gläubigen in der Pfarrei Christ König in Bozen. Im Jahr 2002 wurde Giacomelli von seinem Auftrag als Pfarrer entbunden, war aber bis in die jüngste Vergangenheit als Seelsorger in Perdonig tätig. Seinen Lebensabend verbrachte Giacomelli in Bozen.


Seelsorgeeinheit La danza del sole

Die Erinnerung an einen Menschen geht nie verloren, wenn man ihn im Herzen behält.

9. Jahrestag

Agnes Überegger geb. Gander * 20.04.1938

† 29.10.2017

15. Jahrestag

Anton Überegger * 07.06.1933

† 05.03.2011

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an euch bei der hl. Messe zu Allerheiligen am Sonntag, den 1. November um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, einen herzlichen Dank. In Liebe Familie Überegger

8. Jahrestag

18. Jahrestag

Josef Rainer

Christine Rainer

Dankbar für die schöne Zeit mit euch gedenken wir eurer ganz besonders am Sonntag, den 25. Oktober um 8.30 Uhr in der Wallfahrtskirche von Maria Trens. Eure Kinder mit Familien

Nachruf auf Paul Eisendle Am 25. Juni 2026 haben wir unseren langjährigen Kameraden Paul Eisendle zu Grabe getragen. Er war am 22. Juni im Alter von 91 Jahren verstorben. Paul war langjähriges Mitglied der Feuerwehr Pflersch, wofür er 1996 das Verdienstkreuz in Silber erhielt. Er war seit 1971 bei der Feuerwehr tätig und blieb seit 2000 als Ehrenmitglied unser Kamerad. Seine zuverlässige und hilfsbereite Art wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die Feuerwehr Pflersch drückt der Trauerfamilie ihr Beileid aus und dankt Paul für seinen ehrenvoll geleisteten Dienst.

Nel calendario liturgico della Chiesa Cattolica, il mese di ottobre è tradizionalmente dedicato al Santo Rosario e alla Beata Vergine Maria. Il 7 ottobre, infatti, si celebra la memoria liturgica della Beata Vergine Maria del Rosario, istituita da Papa Pio V in ringraziamento per la vittoria della flotta cristiana a Lepanto il 7 ottobre 1571, attribuita all’intercessione della Vergine. I Papi, in particolare Leone XIII e, in tempi recenti, Giovanni Paolo II e Benedetto XVI, hanno fortemente incoraggiato la pratica quotidiana del Rosario durante questo mese per meditare i misteri della salvezza di Cristo guidati da Maria. Il Rosario, tuttavia, aveva conosciuto uno straordinario impulso già nel XIII secolo grazie ai domenicani e alle confraternite, nate proprio con lo scopo di diffondere questa preghiera. Le apparizioni della Madonna di Fatima hanno poi fatto aumentare la consapevolezza sull’importanza del Rosario nel disegno salvifico di Dio come arma contro satana. La Madonna ne raccomandò la recita quotidiana ai tre pastorelli Lucia, Francesco e Giacinta già nella prima apparizione del 13 maggio 1917, per ottenere la pace nel mondo e la fine della guerra. Fu proprio durante questa prima apparizione che la Madonna disse ai pastorelli di pregare dopo ogni mistero: “O Gesù mio! Perdonateci, liberateci dal fuoco dell’inferno, portate in cielo tutte le anime, specialmente quelle che più ne hanno bisogno”. Questa preghiera continua ad essere recitata ancora oggi al termine di ogni decina del Rosario. La Madonna disse ancora ai tre pastorelli che nel mese di ottobre avrebbe detto chi è, quello che desidera e che farà un miracolo che tutti potranno vedere e credere. Il 13 ottobre 1917, infatti, ultima apparizione, scrive suor Lucia nelle sue memorie che uscì presto di casa. C’era una gran folla e la pioggia cadeva torrenziale. Giunta alla Cova d’Iria, spinta da un istinto interiore domandò alla gente di chiudere gli ombrelli per recitare il Rosario. Poco dopo videro il riflesso di luce e subito la Madonna sopra il leccio la quale disse “Voglio dirti che facciano qui una cappella in Mio onore; che sono la Madonna del Rosario; che continuino sempre a dire il Rosario tutti i giorni. La guerra finirà e i soldati torneranno presto nelle loro case” e, aprendo le mani, le fece riflettere sul sole e mentre si elevava, il riflesso della Sua stessa luce continuava a proiettarsi sul sole. Le nubi si aprirono e il sole apparve come un disco d’argento opaco che si poteva fissare senza accecare. Per circa dieci minuti il sole tremò, cambiò colore e dimensione e sembrò persino precipitare verso la terra prima di ritornare alla sua posizione normale. A questa “danza del sole” assistettero circa 70.000 persone. Le apparizioni di Fatima e il miracolo del sole furono ufficialmente approvate dalla Chiesa Cattolica il 13 ottobre 1930. Facciamo anche noi, in questo mese di ottobre, un piccolo fioretto alla Madonna, recitando almeno tre Ave Maria al giorno, per la pace nel mondo e la fine di tutte le guerre.

ANTONIO BUZZINI Erker 10/26

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© Martin Schaller

Unterhaltung

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Pfiffikus Pfiffikus sucht ein „Kunstwerk“ an der Brennerstraße. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. Oktober. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.

ERKOKU

rick Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.

Wir gratulieren!

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DES VORMONATS

A S U L K A H U L C K C S L

Auflösung des Vormonats: Das eigenartige Gestell gehört zu den Ausstellungsgegenständen im Landesmuseum Bergbau in Maiern. Die Eisenkonstruktion im Freilichtmuseumsbereich zeigt Steingewichte, die auf Stahlseilen an großen Rädern hängen. Sämtliche Anlagen waren Teil der Materialtransportanlagen im Bereich des Bergwerks in Ridnaun, wo angeblich im späten Mittelalter bis zu 1.000 Bergwerksarbeiter beschäftigt waren.

Das Los bestimmte ELSA GASTEIGER aus Maiern zum Pfiffikus des Monats September. Die Gewinnerin erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von

AUFLÖSUNGEN s EG H T RA C p

T p C G s A H E R A H R iP E C s G T

C T IP E A G R HI s

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LÖSUNG: SPRECHTAG

Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Gebäude in Blockbauweise, aus Holzbalken).

FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN: A

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• M • A • A A • E • K • • J

H I A R B S T I L E N • L O

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A M E N T • T E • I L • E D

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W G K • G U T • I B E R E R

• G N U S • • G • • S O N T

A N • S C H N E I D I G • •

• G S C H W I S C H T R A T

P F A H L B A U • • O A S E

A L F I O • • E G G • P B E

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LÖSUNG: SCHULBEGINN

• G A S S I • Z T • S I S I

I N N E N • S E L M • E T E


DAS WIPPTAL-RÄTSEL

verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald

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Sumserin Ochzig Johr! Sell isch gor awie a longe Zeit und wegn in selm a Grund, sich zi bsinnen. Amol uan Ochziger hot insere hoache Politik iatz zilescht hin zin Unloss ginummem, richtig zohlreich in Meran entn zommzikemmin. Die Feier um den Pariser Vertrog hon i van Unfong un bis gonz zilescht in Boazner Fernsehprogramm gschaugg. Und a wenn i nit gonz olls verschtondn hon, wos do giredt wordn isch, derfir hot mir gonz guet gfolln, wos do gspielt und gsungin wordn isch. Und a vu die Zueschauger, de man gezoagg hot, hon i gor a poor gikennt, logisch nit richtig, holt va der Zeitige und van Fernsecher außer. Und va de zwoa simpatischn Hearn, i hon mir holt gidenkt, de zwoa sein gewieß nit jinger wie i, hot mi lei giwundert, dassis de lei ghebb hobm, asou long stille zi huckn, a wenn se zwischndurch nou derzue beade a longe Rede gholtn hobm. Und dass der uene der Stootspräsident und der ondre der Bundespräsident sein, hon i schun derkennt und gewisst. Souvl kenn i mi schun decht nou in der Welt aus. Richtig guet hot‘s mer olls gfolln. Wie man in nuidn Erker lesn konn, gibb‘s a ba ins in Wipptol do a sella Jubiläum. Der Sportverein Polisportiva feiert a sein ochtzigjährign Bestond. Der traditionelle Verbond, der nit lei die italienischn Sportler va insern Bezirk als Mitglieder hot, konn af a longe und groaße Gschichte zruggschaugn. I winsch dem Verein und in seine Mitglieder und Verontwortlichn, dass sie a weiterhin ihre Tätigkeit erfolgreich fortsetzn kennen. I, fir mein Toal, tue holt fescht gratuliern.

GEBURTEN Brenner: Zirwa Ilyas (23.08.2026, Bozen). Freienfeld: Fabian Braunhofer (07.08.2026, Brixen). Linda Stecher (21.08.2026, Meran). Pfitsch: Matteo Cornovan (02.08.2026, Brixen). Ida Leiter (14.08.2026, Innsbruck). Linda Aukenthaler (20.08.2026, Brixen). Hailey Schürmann (20.08.2026, Bruneck). Hanna Hochrainer (24.08.2026, Brixen). Ratschings: Emma Gander-Siller (18.08.2026, Brixen). David Wurzer (22.08.2026, Brixen). Sterzing: Djennah Brainis (04.08.2026, Brixen). Hasnain Ahmed (10.08.2026, Brixen). Perihan Ahmed (11.08.2026, Brixen). Arjun Saha (23.08.2026, Brixen).

TODESFÄLLE Freienfeld: Aloisia Costadedoi, 80 (02.08.2026, Sterzing). Erna Schölzhorn, 66 (14.08.2026, Sterzing). Pfitsch: Karl Stötter, 81 (19.08.2026, Pfitsch). Stefan Pfitscher, 95 (31.08.2026, Pfitsch). Ratschings: Heinrich Eller, 82 (06.08.2026, Sterzing). Leopold Volgger, 69 (23.08.2026, Bozen). Valentin Klotz, 85 (29.08.2026, Sterzing). Sterzing: Peter Kraus, 69 (09.08.2026, Sterzing). Marlene Irenberger, 64 (12.08.2026, Brixen). Horst Sledzik, 67 (14.08.2026, Bozen). Luciano Ciciriello, 79 (16.08.2026, Sterzing). Walter Larch, 70 (23.08.2026, Sterzing). Erna Windisch, 81 (27.08.2026, Sterzing). Hermann Wild, 90 (31.08.2026, Sterzing).

EHESCHLIESSUNGEN Franzensfeste: Michaela Fink und Christian Wild (06.08.2026, Franzensfeste). Freienfeld: Verena Ralser und David Wieser (01.08.2026, Freienfeld). Michela Orlandi und Philipp Mulser (08.08.2026, Franzensfeste). Pfitsch: Bettina Obermüller und Andreas Delueg (14.08.2026, Pfitsch). Verena Tratter und Benjamin Eisendle (29.08.2026, Ratschings). Ratschings: Stefanie Schölzhorn und Martin Larch (01.08.2026, Mareit). Sterzing: Eleonora Patrizi und Vittorio-Maria Manetti (20.08.2026, Sterzing). Lea Giulia Gelardi und Benjamin Günter Hans Hübel (22.08.2026, Sterzing).

BAUGENEHMIGUNGEN Brenner: Bergbahnen Ladurns GmbH, Pflersch 94: Realisierung von primären Infrastrukturen: Bau einer Quellfassung mit Quellstube, Verlegung von Zuleitungen und Errichtung eines Speichertanks für die Betriebe im Skigebiet Ladurns, Gp.1152 und 1153, K.G. Pflersch. Freienfeld: Edyna GmbH, Stilfes: Neubau einer Kabine „Auenhof“ in Genauen, Gp.2109, K.G. Stil-

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fes. Anton Saxl, Partinges 3: Sanierung und Erweiterung der landwirtschaftlichen Maschinenhalle, Bp.448, Gp. 1183, K.G. Trens. Pfitsch: Joachim Kasslatter, St. Jakob, Stein 95: Durchführung von Bodenangleichungsarbeiten und Errichtung eines Wirtschaftsweges, versch. Gp., K.G. Pfitsch. Markus Tötsch, Kematen, Platz 116: Errichtung einer Heuschupfe, Gp.1982/5, K.G. Pfitsch. Thomas Hofer, Wiesen, Afens 279: Wiedererrichtung des landwirtschaftlichen Betriebsgebäudes, versch.Gp, K.G. Wiesen. Ingrid Kofler, Wiesen, Brennerstraße 22: Geländegestaltungsarbeiten, Gp.526/6, K.G. Wiesen. Ratschings: Alexander Rainer, Telfes, Obertelfes 35: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses, Bp.151, K.G. Telfes. Martin Siller, Außerratschings, Jaufensteg 10: Geologischgeotechnische Sanierung des Hanges und der Trockenmauer, Bp.78, Gp.548, K.G. Ratschings. Magdalena Haller, Ridnaun, Obere Gasse: Meliorierungs- und Auffüllarbeiten, versch. Gp., K.G Mareit, Gp.1848/1,K.G. Ridnaun. Helga Klotz, Mareit, Kerschbaum: Errichtung eines Zubaus bei der Wagenschupfe des Wurzerhofes, Bp.516, Gp.223/1, K.G. Mareit. Peter Volgger, Außerratschings, Pardaun: Errichtung eines Maschinenraums, Bp.671, versch.Gp., K.G. Ratschings. Waltraud Schwazer, Außerratschings, Jaufenpass-Straße: Sanierung und Verlängerung des Feldweges, Gp.377/1, K.G. Ratschings. Andrea Staudacher, Jaufental, Schluppes: Errichtung eines landwirtschaftlichen Maschinenraums samt Hackschnitzellager am Thaler-Hof, Bp. 737, K.G. Jaufental. Simon GanderSiller, Jaufental, Dörfl 6 und 7: Errichtung eines neuen Wohnhauses mit Garage sowie bauliche Umgestaltung und Umwidmung des alten Hofgebäudes beim Tummeler, versch.Bp., versch. Gp., K.G. Jaufental. Werner Sparber, Jaufental, Obertal: Errichtung eines Feldweges und Durchführung von Bodenangleichungsarbeiten, versch. Gp., K.G. Jaufental. Kondominium Lahner, Telfes, Untertelfes 19: Sanierung der Stützmauer am Hofraum des Kondominiums „Lahner“, Bp.134, K.G. Telfes. Manuela Sparber, Telfes, Telferweg 2: Bauliche Umgestaltung des Gebäudes durch Umbauarbeiten, Bp.122, K.G. Telfes. Manuel Schölzhorn, Außerratschings, Jaufensteg 8: Umbau im Stall, Abbruch und Wiederaufbau der landwirtschaftlichen Garage und Sicherung der Zufahrt am Unterwaldhof, Bp.77, Gp.591, K.G. Ratschings. Sterzing: Mauro Conci, Marlene Sparber, Hans Tock, Hochstraße 25: Vergrößerung der Balkone und Errichtung von Terrassen, Bp.736, K.G. Sterzing. Neue Rosskopf GmbH, Tschöfs: Adaptierung von verschiedenen Skipisten, Bp.391, versch. Gp., K.G. Tschöfs. Doris Hofer, Brennerstraße 13: Errichtung eines Wintergartens, m.A.2, Bp.740, K.G. Sterzing.

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Vor hundert Jahren ...

1926

Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

überfielen Sonntag abend auf dem Wege zum Brenner die Stadt Sterzing. Die ganze Nacht hindurch stand die Stadt unter dem Terror dieser Vandalen, die blutig geschlagene Menschen und unbeglichene Zechen von Hunderten Lire zurückließen. Sie drangen in viele Häuser ein, benahmen sich wie in Feindesland, warfen Betten und Einrichtungsgegenstände auf die Straße und raubten rücksichtslos Gegenstände, die die Faschisten als Andenken an ihre Heldentaten mitnahmen.

aber leichte Erreichbarkeit des Stützpunktes am Pfitscherjoche, um sich in Vorteil zu setzen und außer dem Reschenpasse, dem Brennerpasse noch eine dritte Einbruchsstelle nach Norden zu schaffen, durch das Pfitschtal ins Zillertal, die zu einem Teile mit jedwedem Kriegsgerät befahrbar ist. Das Pfitscherjochhaus selbst kann heute schon als eine Infanteriekaserne bezeichnet werden, in der Brenner-Gegend erstehen neue Unterkünfte für Militär (…) und in den kleinsten Haltestellen an der Brennerbahn im Eisack Häuser, die für die Bahnangestellten der Stationen bestimmt sein sollen.

Gleichheit

Innsbrucker Nachrichten

01.10.1926 Achthundert Faschisten aus Mittelitalien

14.10.1926 Ein Kind unter das Auto geraten

18.10.1926 Trauung

Franzensfeste, 11. Oktober. Heute, Montag, gegen 1 Uhr nachmittags, überfuhr ein von Norden kommendes Auto in der Nähe der Kirche ein Schulkind, das Söhnchen eines Haltestellewächters. Zum Glücke erlitt das Kind keine schweren Verletzungen. Die Insassen des Autos nahmen sich des Kindes an und führten es in die häusliche Pflege. Vor ungefähr zwei Monaten ist ein Brüderlein unter ein Motorrad gekommen und erlitt auch zum Glücke nur leichte Verletzungen.

In Stilfes wurde am 12. Oktober Herr Dr. Sebastian Baumgartner, Arzt in Sterzing, mit Frl. Rosa Kinigadner, Kaufmannstochter von Franzensfeste, getraut. Die Trauung vollzog ein Vetter des Bräutigams, Dekan Unterleitner von Stilfes. Tiroler Anzeiger

21.10.1926 Eröffnung eines Teiles der Pfitscherstraße

Tiroler Anzeiger

14.10.1926 Eine italienische Grenzstraße von Bedeutung wird nun auch jene, die von Sterzing aus nordostwärts gegen die Zillertaler Gletschergruppe führt, durch das Pfitschertal zum Pfitscherjoch, auf dessen Höhe (2248 Meter) das Jochhaus von den Italienern besetzt ist. Nach dem Ausbaue dieser Talstraße, bisher nur im ersten Drittel mit leichten Landwagen befahrbar, erhält die Brennergrenze in ihrem Ostauslaufe eine kräftige Stütze. Eine Militärstraße zweiter Ordnung kann unter Umständen ein wertvolles Aufmarschgebiet werden, um Infanterie mit Umgehung des Brenners rasch und kurzweilig ins Zillertal und ins Inntal zu dringen. Vom Pfitscherjoch abwärts gegen das Zemmtal mag die Beschaffenheit des Karrenweges zu Transporten nicht geeignet sein, es genügt

Aus Sterzing, 18. Oktober, wird berichtet: Gestern, um 3 Uhr, wurde die Festlichkeit der Eröffnung jenes Teiles der Pfitscherstraße, welche die Wöhr hinaufführt, eingeleitet,

worauf Frau Weißsteiner von Wiesen das die neue Straße sperrende Band durchschnitt und die Teilnehmer an der Feier die Serpentinen - ihre Steigung beträgt 12 bis 14,5 Promille - zum Gasthaus „Elefanten“ emporstiegen. Innsbrucker Nachrichten

28.10.1926 Von den Vereinen in Sterzing Am Sonntag vormittags wurde im Sitzungssaale des Rathauses das Dekret der Unterpräfektur betreffend die Auflösung des Männergesangvereines und des Turnvereines in Anwesenheit des Podestà Ing. Giuseppe Silva, des Obmannes des Männergesangvereines Franz Stauder sowie des Altvorstandes Max Goldiner und des Obmannes des Turnvereines Alois Gschwenter vom CarabinieriTenente verlesen. Tags darauf begann die Übergabe der Dokumente über die Rechnungsgebarung der aufgelösten Vereine an das Gemeindeamt. Während so Männergesangverein und Turnverein in unserer Stadt aufgelöst wurden, erfuhr der Wintersportverein durch das große Interesse, das der Podestà für ihn kundgab, gewissermaßen eine Neubelebung. Die Generalversammlung war gut besucht, nicht weniger als 61 von 145 Mitgliedern nahmen daran teil. Der Podestà äußerte den Wunsch, der Wintersportverein und der Fußballverein mögen sich in einem Sportvereine zusammenschließen, und gab bekannt, daß in Sterzing ehebaldigst ein Fußballplatz erstehen werde. (…) Noch von einem Verein soll die Rede sein; vom Verschönerungsverein, der am 20. des Monats seine Generalversammlung abhielt. Da nach dem Gesetzdekret vom 19. April Sterzing auch in die Reihe der Kurorte einbezogen wird, sieht der Verein seiner Liquidierung entgegen und die Generalversammlung beschränkte sich daher nur auf die wichtigsten Erledigungen. An Stelle des zurücktretenden Obmannes Hotelier Stötter wurde Herr Domanig, Kaufmann, gewählt. Innsbrucker Nachrichten

Frau Weißsteiner aus Wiesen schneidet das Band durch. Einweihung der Pfitschertraße am 17.10.1926

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