Besuch beim „Landes-Luis“
Politik
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Verenas Rücktritt
Kultur | Für und gegen die Stille Sport | „Jumping in the Alps“


Der Erker

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La Redazione
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Liebe Leserin, lieber Leser,
Luis Durnwalder war ein „Macher“, ein Dealmaker würde man heute vielleicht sagen. In Zeiten Trumps, von dem der Landes-Luis, wie er gerne genannt wird, rein gar nichts hält. Einer, der in Rom schon mal als „Leone“ bezeichnet wurde. Und nicht als „Gatto“. Einer, der frühmorgens sein Volk empfing, einer auch, der von ehemaligen Parteigenossen als „letzter Fürst Mitteleuropas“ bezeichnet wurde. Erratisch auf keinen Fall. Mit Handschlagqualität. Mit donnernder Stimme auch, wenn es sein musste. 25 Jahre lang stand er Südtirol als Hauptmann des Landes vor. Das verschmitzte Lächeln hat er sich bis ins hohe Alter bewahrt. Redakteurin Renate Breitenberger und Fotograf Martin Schaller trafen den Altlandeshauptmann im Juli in Tschirland zu einem sommerlichen Plausch. Bei ihm zu Hause, weil es im Forstgarten zu heiß war. Seine Sicht der Dinge, aus der Distanz, sein Blick auf Entwicklungen und verpasste Chancen im Wipptal, über Pfitscher Eigenarten und den tieferen Sinn des Wattens, aber auch darauf, ob er altersmilde geworden ist – das Gespräch bietet viele überraschende und denkwürdige Einblicke. Private wie gesellschaftspolitische – und natürlich auch auf hell und weniger hell leuchtende Sterne.
Einen Blick zurück auf manch wechselvolle Jahre in der Lokalpolitik von Sterzing wirft in dieser Ausgabe im Gespräch mit Redakteurin Barbara Felizetti Sorg nach ihrem Rücktritt auch die langjährige Gemeinde- und Stadträtin Verena Debiasi. Nicht ohne leise Seitenhiebe.
Apropos Rückblick: Einen Blick zurück auf die pompöseste aller bisherigen FIFA-Weltmeisterschaften – amerikanisch eben – und darauf, warum die WM trotz aller Makel begeistert hat, wirft in dieser Ausgabe Klaus Schuster, Präsident des Südtiroler Fußballverbandes. Auch sie wird wohl noch längere Zeit für Gesprächsstoff sorgen. Und Lorenz Grasl richtet seinen Blick im Gespräch mit Trainer Peter Braunhofer auf die dringend notwendige engere Zusammenarbeit im Wipptaler Jugendfußball.
Auch dem Kultursommer im Bezirk gilt in dieser Ausgabe unser Blick, bietet er doch höchst unterschiedliche Klangerlebnisse. Festivals für und gegen die Stille. Auf leisen LURX-Sohlen tönend in Ladurns, lautstark hämmernd auf dem Stadtplatz von Sterzing, wo sich die erfolgreich chartstürmenden „Unantastbar“ in den noch verbleibenden Sommer und auf unbestimmte Zeit darüber hinaus verabschieden. Vogelperspektivisch blickend schickte indes DJane Ena, von Südtirols höchstgelegener Schutzhütte, dem Becherhaus, aus, spektakuläre Klangwolken weit über den Übeltalferner hinaus.
Der Sommer sei Ihnen weiterhin gewogen.


- Chefredakteur -
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Titelseite: © Martin Schaller
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31 Tourismus: Wipptal verzeichnet weiteren Gästezuwachs
74 Handwerk: Zwei Wipptaler bei den WorldSkills
Gesellschaft & Umwelt
7 Autobahn: Lärmschutz fürs Wipptal
29 Wipptal: Das Auerhuhn im Fokus
30 Pflegehelfer: Ein Beruf mit Herz, Sinn und Zukunft
Redaktionsschluss: 15.08.26




Extra
UnantastbarHeimspiel mit Gänsehaut LURX-Festival
Meister optischer
Consiglio comunale di Vipiteno
58 Attualità: Intrusioni e furti al forte
59 Musica: Concerto “Sinfonie Romane”
60 Sport: La Polisportiva nuoto brilla ai Campionati Italiani Sport
62 Springreiten: Glanzvolles Reitsport-Spektakel
64 Gastkommentar:
„Warum die WM trotz aller Makel begeistert hat“
66 Fußball: „Engere Zusammenarbeit dringend notwendig“
72 Handwerk
Rubriken
3 Impressum
5 Leserbriefe
10 Aufgeblättert ...
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34 Jugendseite Whats Upp?!
57 Laut §
64 Sportpsychologie
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93 Leute
94 Jahrestage
97 Aus der Seelsorgeeinheit
98 Unterhaltung
100 Kleinanzeiger
100 Sumserin
102 Gemeinden
103 Vor 100 Jahren
Danke!
Auf diesem Weg möchte ich mich von ganzem Herzen bei dir, liebe Birgit, für deine wunderbare Arbeit, die du in der Freizeitgestaltung im Seniorenwohnheim Schloss Moos machst, bedanken. Durch deine nette Art, deine Geduld und deine tollen Ideen bringst du viel Freude und Abwechslung in den Alltag der Bewohner –egal ob du kreative Bastelstunden organisierst, eigens die Bar öffnest oder es sogar ermöglichst, dass Messen in anderen Kirchen besucht werden können. Ein ganz besonderer Dank auch für die wunderbaren Fotos, die du dabei immer machst. Sie sind für alle eine unschätzbare und bleibende Erinnerung.
Ich möchte mich auch bei allen einheimischen Pflegerinnen
von ganzem Herzen bedanken, dass Sie die italienische Spra che so gut beherrschen. Das ist sicherlich für viele Bewohner von unschätzbarem Wert und schenkt ihnen Vertrauen und Sicherheit. Gleichzeitig liegt es mir am Herzen, allen einen kleinen Denkanstoß mitzugeben. Ge rade in einem Altersheim, wo Menschen ihren Lebensabend verbringen, ist die gemeinsame Sprache für das seelische Wohlbefinden und die Würde unersetzlich. Wenn eine Pfle gekraft kein Wort Deutsch spricht, stellt sich die dringen de Frage: Genügt es in einem solchen Umfeld, sich nur mit etwas Mimik und Zeichenspra che durchzuschlagen?
Annemarie Auckenthaler, Niederflans
ir g b n Ihrem eb n Raum. Diamo pazio all Vo r Vita. f W
FUGGERROPPE
Ba der Trucknheit nimm i die Winschlruate und suach an Tropfe Wosser.
Eingerichtete2-Z-Wim,Sesttustand,Sonnenterrasse& Stellplatz-idealeAnlagel BiJoca~inperfetterond1zioni,rerra,zz(lsoleggiarn e,oosroauto- rmresrimentoidemel
KapitllanlageoderFerk!nwohnurig • 21/ll-Z•Wmit Stellplatz,tt?llw.eingerichtet! lnvestimenroo coro vucanz!!-2¼ locCJliwn postoouw, affirtato fino a aprile{

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Sterzing 20/30
Neulich hatte ich einen etwas ungewöhnlichen Traum. Ich träumte doch glatt, dass ich in der Stadt zu Fuß unterwegs war und die Autos nur mit 20 oder 30 km/h unterwegs waren. Außerdem hielten die Autos vor den Zebrastreifen an und betrachteten diese nicht als eine etwas alberne Straßenkunst. Nicht minder merkwürdig war, dass die Besucher der Stadt, wie die Sterzinger selbst, weniger „Stress“ hatten und überhaupt entspannter waren.
Ja, ich weiß schon, Zeit ist Geld; aber wenn es ständig um Sekunden geht, dann ist das doch auch irgendwie seltsam.
Und dann gibt es ja auch noch die Gäste, die sich in einer familien-, schulkinder- und fußgängerfreundlichen Stadt sicher auch wohlfühlen würden. Gut, etwas besser gepflegte Grünanlagen, Bänke und mehr Müllkübel würden auch niemanden erschrecken.
Und dann wäre Sterzing 20/30 auch noch für die TourismusWerbung gut – und preiswert
noch dazu. Nein, ganz umsonst wäre das auch nicht, denn an den Stadtzufahrten müssten entsprechende große Schilder aufgestellt werden. Und wer trotzdem Mal zu schnell fährt, den könnten die Stadtpolizisten anhalten und an das Tempolimit erinnern. Keine Strafzettel – aber erinnern.
Toni Hueber, München/Sterzing
„Ein bisschen Einsicht …“
Erker 07/2026
Lieber Herr Rainer, ein derartiges Open-Air, das dergestalt alle drei bis fünf Jahre stattfindet, wird wohl jeder überleben –selbst jene mit dem feinsten Gehör. Den täglichen Transitverkehr mit hochgesundheitsschädigendem Feinstaub, Dauerlärm und kilometerlangen Staus – die im Ernstfall sogar Rettungskräfte u. a. ausbremsen – mit einem Open-Air für Jugendliche zu vergleichen, hinkt nicht nur, sondern fährt gleich in die falsche
Richtung.
Eigentlich schade, dass Sie nicht dort waren. Wenn in Südtirol einmal etwas für junge Menschen auf die Beine gestellt wird, sollte man ihnen dieses Fest alle heiligen Zeiten einfach gönnen, statt mit rotem Kopf am Fenster zu schimpfen.
Die Folgen der politischen Unfähigkeit in Bezug auf den Transitverkehr tragen sie, die Jugendlichen, schließlich auch das ganze Jahr.
Maria Muttergottes, lass uns Südtiroler doch endlich etwas weniger antiquiert und geldgeil sein und erleuchte uns mit Einsicht für die richtigen Probleme.
Ich hoffe, die Lautstärke dieses Leserbriefs reicht bis nach Neumarkt.
Hermann Thaler, Thuins
Huflattich
ERGEBNIS JULI
Braucht es im Wipptal wieder eine Umweltgruppe?
DIE AUGUST - FRAGE

Sollte es auf unseren Passstraßen mehr Verkehrskontrollen geben?
Die schönsten Spuren auf den Bergen sind immer noch diejenigen, die keiner sieht. Diese Worte von Renate Breitenberger im Juli-Erker haben mich motiviert, Werbung zu machen für grünes Klopapier. Es ist am Beginn fast jeder Wanderung am schattigen Wegrand zu finden, Oberseite seidig glatt, Unterseite sanft aufgeraut, neben Bachläufen sogar leicht angefeuchtet, handtellergroß, hautfreundlich, reißfest, nachwachsend und noch dazu gratis. Vier bis fünf Blätter kann man in der Hosentasche deponieren, damit man sie bei Bedarf herzunehmen hat. Huflattich verwandelt sich in Humus in zwei bis vier Wochen, auch der mit Walderde gut zugedeckte Kot verrottet in dieser Zeit.
Bei Verwendung helfen wir alle mit, dass die Umgebung unserer wirklich schönen Wanderwege mit weniger weißen Tüchlein verziert ist.

Übrigens: Die Verrottung von Klopapier dauert im Tal mehrere Wochen bis sechs Monate, im Gebirge mehrere Monate bis fünf Jahre, Papiertaschentücher je nach Qualität drei Monate bis fünf Jahre, Feuchttücher Jahrzehnte. Huflattich ist auch eine Heilpflanze: Blätter und Blüten haben hustenstillende und entzündungshemmende Wirkung.
Annemarie Steiner, Wiesen
Ausgezeichnete Behandlung
Ich musste mich vor kurzem im Sterzinger Krankenhaus, Abteilung Chirurgie, wegen eines Leistenbruchs behandeln lassen. Ich wurde ausgezeichnet verarztet, die Betreuerinnen und Krankenpflegerinnen waren sehr aufmerksam und nett zu mir. Deshalb möchte ich mich bei allen sehr herzlich bedanken.
Gustav Oberhuber, Restaurant „Lorenz“, Gossensaß
Lärmschutz fürs Wipptal
An der Brennerautobahn in Franzensfeste, Freienfeld und Sterzing werden neue Lärmschutzwände gebaut. Die ersten Arbeiten starten im Herbst.
Freienfeld ist als erste Gemeinde an der Reihe: Entlang der Autobahn werden auf der Höhe von Schloss Sprechenstein, Freienfeld Ost und West, Burg Welfenstein, Hansnerhof, Griesser und Kurfarstraße insgesamt 13 Lärmschutzwände gebaut, acht davon im Bereich Freienfeld Ost und West. Die Wände sind vier bis fünf Meter hoch, stehen auf einem Betonfundament und bestehen aus transparentem Aryclglas und Aluminium. Eine dunkelbraune Schicht aus Blähtonbeton oder Bimsstein absorbiert den Schall. Laut Projekt fügen sich die Wände harmonisch in die Landschaft ein, ohne die Fahrzeuglenker abzulenken. Zum Schutz der Vögel werden die Paneele mit horizontalen Streifen markiert. Die Baukosten belaufen sich auf 28,75 Millionen Euro. Die Arbeiten an den 4,73 km langen Wänden sollen im Herbst beginnen und nach 900 Tagen im Sommer 2029 abgeschlossen sein. In Franzensfeste starten die Arbeiten im Frühjahr 2027. Dort sind an zehn Abschnitten Lärmschutzwände vorgesehen, u. a. an der Südspur in Grasstein (335 m), in Mittewald (481 m), in Oberau (352 m), in Sams (340 m), in Franzensfeste beim Stausee (509 m) sowie an der Nordspur in Grasstein/Sachsenklemme (158 m) und in Mittewald (649 m). Die Wände auf dem Viadukt am Stausee bestehen aus rechteckigen, farbig-transparenten Platten aus Polymethylmethacrylat mit tragender Aluminiumstruktur in Corten-Optik, die


... beim Stausee in Franzensfeste …
... und in Freienfeld

in ihrer Höhe dynamisch und wellenförmig verlaufen. Die Baukosten liegen bei 30,37 Millionen Euro. Auch hier beträgt die Bauzeit rund 900 Tage, voraussichtliches Bauende ist im Herbst 2029. Während der dreijährigen Bauphase muss zwischen Franzensfeste und Freienfeld abschnittsweise die Notspur
für den Verkehr gesperrt werden. Die vier Fahrbahnen (Nord und Süd) bleiben jedoch befahrbar. Im Herbst 2027 beginnen die Arbeiten an einer 1,6 km langen Lärmschutzwand in Tschöfs bei der Rosskopfseilbahn. Obwohl dieser Abschnitt kürzer ist, dauern die Arbeiten dennoch 920 Tage bis zum Frühjahr 2030. Die Kosten in Höhe von 18,8 Millionen Euro sind vergleichsweise hoch, weil das Bauwerk technisch anspruchsvoll ist: Talseitig steht keine Grundfläche für eine Baustelle zur Verfügung. Deshalb sind spezielle Bauhilfen nötig.
Die ersten Lärmschutzwände im Wipptal wurden in den 1960er Jahren gebaut. Seitdem habe sich die Technologie laut Hartmann Reichhalter, Präsident der Autobahngesellschaft A22, ständig weiterentwickelt: Neue Wände absorbieren mittlerweile den Lärm, statt ihn zu reflektieren. Außerdem filtern sie einen Teil der Luftschadstoffe. Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid sinken an der Wand zu Boden und werden deshalb nicht mehr so stark eingeatmet. Seit Jahren kommt auf den Straßen Flüsterasphalt zum Einsatz, um Reifengeräusche zu reduzieren. Gemeinsam mit den Ingenieurfakultäten der Universitäten Trient und Venedig werde laufend an neuen Technologien und Lösungen gearbeitet.
Trotz der vielen Fortschritte, auch im Automobilbereich, seien weiterhin Lärmschutzwände notwendig, auch weil der Verkehr von Jahr zu Jahr zunehme. „Für viele Menschen bleibt das Auto ein Symbol der Freiheit“, so Reichhalter. Gleichzeitig zeigen Staus, Lärm und Belastungen, dass diese Freiheit im Alltag oft an ihre Grenzen stößt. rb
WIPPTAL-CHRONIK
Pflersch
Dachstuhlbrand gelöscht

Am 19. Juli werden die FF Pflersch, Gossensaß und Sterzing zu einem Dachstuhlbrand an einem Wohngebäu
Pfitsch Traktor umgekippt
Am 2. Juli kommt in Pfitsch ein Traktor in einer Kurve von der Fahrbahn ab, überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Ein Baum verhindert den Absturz in einen Graben. Verletzt wird niemand. Die FF Kematen und St. Jakob kümmern sich um die Si


Sterzing
Zwei Einsätze für Bergrettung

Am 4. Juli stürzt in Matzes oberhalb von Tschöfs ein Hund knapp 100 m weit in unwegsames Gelände ab. Die Bergrettung Sterzing holt den Vierbeiner aus der Gefahrenzone und kann ihn der Besitzerin unverletzt übergeben. Auf dem Rosskopf erleidet eine Touristin bei einem Sturz eine Handgelenksfraktur. Beim weiteren Abstieg stürzt sie abermals und zieht sich Verletzungen im Gesicht und am Knie zu. Nach der Erstversorgung vor Ort bringt die Bergrettung die Verletzte ins Tal. Vom Weißen Kreuz Sterzing wird sie ins Krankenhaus gebracht.
Franzensfeste Fahrzeug geborgen
Am 14. Juli versucht eine PKW-Lenkerin, eine nach Regenfällen überflutete Eisenbahnunterführung in Franzensfeste zu passieren. Als es kein Weiterkommen mehr gibt, schafft es die Fahrerin, über den Kofferraum unverletzt den Wagen zu verlassen. Die FF Franzensfeste zieht das Auto mithilfe einer Seilwinde aus dem Wasser.

Freienfeld Tragisches Bergunglück
Am 8. Juli stürzt ein 66-jähriger Bundesdeutscher in der Nähe des Pretzkopfes im Sengestal rund 300 m ab. Sein Begleiter setzt auf der nahegelegenen Simile-Mahd-Alm den Notruf ab. Umgehend rücken die Einsatzkräfte zum Unfallort aus. Für den Mann kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Sein Leichnam wird geborgen und nach Sterzing gebracht.

Am 10. Juli prallen auf der Brennerstaatsstraße in Trens ein PKW und ein LKW zusammen. Eine Person muss aus dem schwer beschädigten PKW befreit werden. Sie wird mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Dosierungssystem ist rechtskonform
Der Generalanwalt am Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat vor kurzem seine Schlussanträge zur Klage Italiens gegen die Tiroler Fahrverbote vorgelegt. Demnach verstoßen das Nacht-, das sektorale sowie das Winterfahrverbot in ihrer aktuellen Ausgestaltung gegen das Unionsrecht. Das Dosierungssystem an den Autobahnauffahrten hingegen wurde als zulässig eingestuft. Was auf den ersten Blick wie ein Rückschlag wirkt, enthält bei genauerer Betrachtung eine richtungsweisende Botschaft: Der Generalanwalt beanstandet nicht das Grundprinzip von Transitbeschränkungen, sondern lediglich deren konkrete rechtliche Ausgestaltung. Kritisiert wird vor allem die Ungleichbehandlung von Transit- und Lokalverkehr sowie die fehlende Überprüfung Österreichs, ob die Maßnahmen nach dem Erreichen der Luftqualitätsziele noch verhältnismäßig sind. Kurzum: Transitbeschränkungen sind erlaubt – sie müs-
sen nur rechtssicher aufgesetzt werden.
Dass das Dosierungssystem zur LKW-Steuerung als unions rechtskonform bewertet wurde, ist ein entscheidender Meilen stein. Es liefert den klaren Be weis, dass wirksame Instrumen te zum Schutz der Bevölkerung möglich sind. Dieser rechtliche Handlungsspielraum muss nun umgehend und konsequent ge nutzt werden. Ohne rasche Gegenmaßnah men droht den Alpentälern eine LKW-Lawine. Bereits jetzt rollen jährlich rund 2,5 Millionen LKW durch die engen Täler der Bren nerachse – Tendenz steigend. Die Tiroler Fahrverbote entlas ten spürbar die gesamte Region und sorgen dafür, dass die Ver kehrsbelastung insbesondere nachts sinkt. Um die Lebens qualität der betroffenen Men schen langfristig zu sichern, ist jetzt ein geschlossenes und ent schlossenes Handeln von Süd tirol, Tirol und dem Trentino gefordert.
Live-Infos für Fahrgäste
An stark genutzten Haltestellen und Umsteigepunkten in

Südtirol zeigen seit kurzem insgesamt 140 ePaper-Anzei-
getafeln die Fahrzeiten des öf fentlichen Nahverkehrs an. Im Wipptal wurden die Displays am Bahnhof Sterzing-Pfitsch installiert; weitere folgen in den nächsten Monaten. Die Tafeln zeigen in Echtzeit An künfte und Anschlussverbin dungen an, damit Fahrgäste ihre Wege besser planen und Umstiege leichter organisieren können.

Aufgeblättert...
vor
30 Jahren im Erker

08/1996
In der Titelgeschichte bringt Angelika Fleckinger den Lesern die frühe Siedlungsgeschichte im südlichen Wipptal näher und berichtet über die ältesten Spuren von Menschen in der Mittelsteinzeit.
Erster Bauernmarkt
In Sterzing gibt es erstmals einen Bauernmarkt. Bäuerinnen bieten ihre Hofprodukte feil.

Inaugurata l’area museale

Sorge um Bezirksgericht
Mit dem Abgang des langjährigen Bezirksrichters Carlo Bruccoleri – er wird Präsident am Oberlandesgerichtshof in Bozen – fürchtet Sterzing um den Fortbestand des Bezirksgerichts.
A San Martino Monteneve, il vecchio villaggio dei minatori, viene inaugurata l’area museale.


30 Jahre FC Sterzing
Der Traditionsverein FC Sterzing blickt auf 30 Jahre ambitionierte Fußballgeschichte zurück. Und bangt um seine Zukunft.
• Flüchtlingslager in Wiesen geschlossen
• Neues Vereinshaus in Gossensaß

• Riesencannellone: Weltrekord geglückt
• Archäologie-Ausstellung in Sterzing
• Die Segelfluggruppe Sterzing
Wipptal
Motorsportfreie Pässe
Die Landesregierung hat Mitte Juni einen weitreichenden Beschluss gefasst, der das Aus für organisierte Motorsportveranstaltungen in ökologisch sensiblen Berggebieten einläutet. Die Neuregelung betrifft alle Staats- und Landesstraßen in geschützten Gebieten sowie sämtliche Abschnitte oberhalb von 1.600 m Meereshöhe. Im Wipptal sind der Jaufenpass und das Penser Joch von dieser Maßnahme betroffen.

Aus für organisierte Motorsportveranstaltungen in ökologisch sensiblen Berggebieten beschlossen
Mit dem Beschluss wurden spezifische, besonders schützenswerte Straßenabschnitte definiert. Für die vielbefahrene SS44 über den Jaufenpass greift das Verbot auf den Abschnitten von Kilometer 13+910 bis 15+680 sowie von Kilometer 33+460 bis 46+770. Auf der SS508, der Sarntaler- und Penserjochstraße, ist der hochalpine Bereich rund um das Penser Joch von Kilo-
meter 42+480 bis 57+180 für entsprechende Veranstaltungen – unabhängig von der Antriebsart der Fahrzeuge – komplett gesperrt.
Mit dieser Maßnahme setzt die Landesregierung eine Kernvorgabe der Nachhaltigkeitsstrategie Südtirol 2030 sowie des Klimaplans Südtirol 2040 in die Praxis um. Ziel ist es, den direkt und indirekt verursachten Treib-
hausgasausstoß zu reduzieren, sensible Ökosysteme vor zusätzlicher Lärmund Abgasbelastung zu bewahren und die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung nachhaltig zu sichern. Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte dazu, dass man sich bewusst sei, dass diese Regelung allein die

Beschluss setzen wir jedoch ein unmissverständliches Zeichen für den Naturschutz.“ Bei Nichtbeachtung der neuen Vorgaben drohen empfindliche Verwaltungsstrafen, während der alltägliche Individualverkehr von diesem Beschluss komplett unberührt und weiterhin uneingeschränkt erlaubt bleibt.
Verstärkte Kontrollen
Die Stadtpolizei Sterzing führt in Absprache mit Bürgermeisterin Verena Überegger verstärkte Kontrollen auf der Passstraße zum Penser Joch durch.
Im Mittelpunkt stehen dabei überhöhte Geschwindigkeit sowie übermäßige Lärmentwicklung, insbesondere durch Motorräder und Sportwagen. Wie zahlreiche andere Passstraßen in Südtirol – etwa der Jaufenpass, das Timmelsjoch oder die Dolomitenpässe – verwandelt sich auch die Strecke Penser Joch in den Sommermonaten regelmäßig in eine stark befahrene Route für Motorrad- und Sportwagenfahrer. Die gute Erreichbarkeit owie die attraktive Streckenführung mit ihren zahlreichen Kurven ziehen an schönen Wochenenden und über die gesamte Saison hinweg viele PSstarke Fahrzeuge an. Eine Minderheit an besonders lauten und schnellen Fahrzeugen sorgt dabei für erhebliche Lärmbelastung, die sich – wie Untersuchungen aus vergleichbaren Alpenregionen zeigen – über weite Strecken ales ausbreitet und die Lebensqualität der Anrainer spürbar beeinträchtigt. Hinzu kommt die Gefahr ch überhöhte Geschwindigkeit auf einer kurvenreichen Bergstraße.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, führt die Stadtpolizei Sterzing in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Freienfeld regelmäßige Kontrollen entlang der gesamten Passstraße durch. Die Kontrollen erstrecken sich über die gesamte Sommersaison und umfassen sowohl Geschwindigkeitsmessungen als auch gezielte Überprüfungen der Lärmemissionen von Motorrädern und Sportfahrzeugen.
Ziel der Maßnahme ist es, die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer sowie die Lärmbelastung für die entlang der Strecke lebende Bevölkerung spürbar zu reduzieren.
bar
Unnötige Polizzen und doppelte Gasrechnungen
374 Frauen und 193 Männer aus dem Wipptal haben sich im vergangenen Jahr an die Außenstelle der Verbraucherzentrale in Sterzing gewandt. Ihre Anliegen: Telefonie, Energieversorgung, finanzielle Belastungen, Vertragsabschlüsse und Vertragsänderungen.
Viele Beratungen drehten sich um Gasabrechnungen. Manche Konsumenten hatten sie mehrmals gezahlt, weil sie doppelte oder mehrfach ausgestellte Rechnungen für denselben Zeitraum (bis zu viermal) erhalten hatten. Die meisten Abrechnungen sind rechnerisch korrekt, sind aber dennoch schwer nachvollziehbar. Zahlreiche Familien ließen ihre laufenden Ausgaben checken. Die Verbraucherzentrale analysierte Verträge, zeigte unnötige Kosten auf und schlug Anpassungen vor, um Geld zu sparen. Mehrere Konsumenten hatten Fragen zu Kondominium-Abrechnungen und die nicht nachvollziehbare Verrechnung der Gemeinschaftsspesen (Wartungsarbeiten, Energieverbräuche …) auf die Einheiten. Die Verbraucherzentrale überprüfte die Aufstellung, zeigte Fehler auf, bereitete Rückfragen an die Verwaltung vor und erzielte Korrekturen. Andere Konsumenten waren unsicher, ob ihre Polizzen noch dem aktuellen Bedarf entsprechen oder ob sie sich überschneiden. Mehrere Haushalte hatten dasselbe Risiko doppelt versichert, etwa Haushalt und Haftpflicht. Die Verbraucherzentrale analysierte die Verträge und empfahl eine Kündigung oder Anpassung. Häufigstes Beratungsthema war die Telefonie, speziell einseitige Vertragsänderungen, Vertragsauflösung sowie Schwierigkeiten bei Rückerstattungen. Mehrere Anfragen betrafen unerwartete Zusatzkosten, unklare Vertragsklauseln und automatische Vertragsverlängerungen. In vielen Fällen konnten durch gezielte Interventionen zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.
Auch der Online-Schlichter, ein Projekt der Verbraucherzentrale und der Handelskammer Bozen, war ein wirkungsvolles Instrument zur außergerichtlichen Klärung von Streitfällen im Online-Handel. Die Juristen Sarah Senoner und Reinhard Bauer betreuen die Außenstelle der Verbraucherzentrale im Bürgerbüro am Rathauseingang in Sterzing. Es ist montags von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Auf Terminvereinbarung (Tel. 0472 723788) sind auch außerhalb dieser Zeit Beratungsgespräche möglich.
Besuch beim „Landes-Luis“
25 Jahre lang, von 1989 bis 2014, war er Landeshauptmann: Er baute die Autonomie aus, förderte den Wohlstand, stärkte das Verhältnis und das friedliche Zusammenleben der drei Sprachgruppen, war Mitbegründer der Europa-Region Tirol und positionierte Südtirol im vereinten Europa. Mitte Juli hat der Erker bei ihm zuhause in Tschirland vorbeigeschaut. Rückblickend, sagt Luis Durnwalder, hätte er das meiste gleich und doch manches anders gemacht, auch im Wipptal. Ein Gespräch über vertane Chancen und ungenutztes Potential im Bezirk, helle Sterne in der Sammelpartei und alpenländische Kunst im Keller.
Erker: Herr Durnwalder, schön haben Sie’s hier. Kommen oft Gäste zu Besuch?
Luis Durnwalder: Täglich. Daran bin ich aber selbst schuld. Es vergeht kein Tag, an dem ich keinen Termin vergebe. Durnwalder hat ein gutes Gedächtnis, hieß es immer. Der kennt jeden Südtiroler beim Namen.
Ich kenne tatsächlich viele Leute. Ich war ja 40 Jahre lang in der Regierung: zuerst fünf Jahre in der Regionalregierung, danach zehn Jahre als Landesrat für Land- und Forstwirtschaft und schließlich 25 Jahre als Landeshauptmann. In all den Jahren hatte ich fast mit jedem Südtiroler zu tun – egal

Luis Durnwalder: „Wenn ich mir etwas vornehme und davon überzeugt bin, kämpfe ich dafür. Das ist mein Wesen.“
ob mit Bürgermeistern, Gemeinde- und Fraktionsverwaltern, Obmännern von Musikkapellen oder Chören und anderen Vereinen oder einfachen Bürgern, weil sie etwas brauchten und selbst mit dem Chef sprechen wollten. Sind zu Ihren Sprechstunden auch Wipptaler gekommen? Ja, sehr oft.
Wer fällt Ihnen spontan ein?
Die Bürgermeister Johann Klotz, Leopold Siller, Sebastian Helfer, Emil Egartner, Alfred Plank, Franz
Kompatscher, Ferdinand Rainer, Armin Holzer, Johann Pupp, Johann Frei, Rudi Pichler, Fritz Karl Messner, Thomas Egger und die Vertreter der Sennerei Sterzing waren sehr oft bei mir. Damals war ich teilweise noch Landesrat. Damit die Bauern ihre Milch liefern konnten, mussten zuerst die vielen Fraktionen und Höfe mit Wegen erschlossen werden. Das war auch der Grund, warum ich oft mit Umweltschützern und auch mit Josef Rampold gestrit-
ten habe. Dieser meinte einmal zu mir: „300 Jahre lang haben wir Almen und Höfe ohne Zufahrtswege erhalten. Die Wege baust du nur, damit die Leute ein feineres Weggehen haben!“ Er hat mir auch einige schöne Artikel gewidmet. Aber zum Schluss hat er eingesehen, dass es die Wege wirklich braucht. Ich habe zu den Umweltschützern gesagt: „Wenn ihr keine Hofzufahrt wollt, dann wollt ihr auch keine Bergbauern und keine Landwirtschaft. Wenn
ihr gegen die Erschließung der Wälder und Almen seid, kann morgen eben kein Brand gelöscht, kein Wald verjüngt und keine Alm bewirtschaftet werden.“ Heute ist es selbstverständlich, dass Höfe, Almen und Wälder erreichbar sind. Die ersten Jahre waren auch für mich Lehrjahre. Teilweise haben wir die Straßen zu schnell gebaut. Oft fehlten qualifizierte Planer und Arbeiter, manchmal musste der Unterbau nachgebessert werden. Die heutigen Baggerfahrer sind wahre Künstler. Nach zwei Jahren ist von einer Baustelle nichts mehr zu sehen. Ich habe immer gerne diskutiert, auch mit Umweltschützern. Aber wenn ich mir etwas vornehme und davon überzeugt bin, kämpfe ich dafür. Das ist mein Wesen. Was mir immer zugutegehalten wurde: Mein Ja blieb ein Ja. Und mein Nein ein Nein.
„Die S terzinger Innenstadt hätte in ein OutletZentrum wie im Burgenland umgewandelt werden können.“
Bei einem BBT-Infoabend in Wiesen sind Sie von den Wipptalern öffentlich ausgepfiffen worden. In meiner Amtszeit habe ich oft Lob erhalten und Kritik einstecken müssen, auch aus den eigenen Reihen, weil ich den Leuten die Wahrheit gesagt habe. Wer nicht Nein sagen kann, ist kein ehrlicher Politiker. Interessanterweise habe ich am Ende für das, wofür ich ausgepfiffen wurde, die größte Anerkennung bekommen: vierspurige MeBo, private dreisprachige Uni, botanischer Garten, Schloss Trauttmansdorff, Therme Meran ... Die Pfiffe in Wiesen hätte ich mir am wenigsten erwartet. Ich dachte, die
Wipptaler wären froh, wenn ein großer Teil des Verkehrs an ihren Dörfern unterirdisch vorbeigeleitet wird, ohne dass sie ihn sehen, riechen oder hören. Aber die Gegenpropaganda war stärker. Mit Sepp Kusstatscher, übrigens ein ehemaliger SVP-Arbeitnehmer, bin ich oft zusammengekracht. Warum?
Er hat den Wipptalern Angst gemacht, indem er ihnen sagte, 20.000 fremde Arbeiter würden kommen und ihre Töchter bedrängen und Millionen Kubikmeter Material werde auf den Straßen vor ihrer Haustür hinund hertransportiert. Die Bevölkerung wusste nicht mehr, wem sie glauben soll. Teilweise haben auch wir den Fehler gemacht, zu spät über den BBT aufgeklärt zu haben. Die mit der Aufklärung beauftragten italienischsprachigen Techniker waren sicher intelligent, konnten das Projekt aber nicht für die Bevölkerung verständlich genug erklären. Erst der BBT-Beobachtungsstellenleiter Martin Ausserdorfer und der damalige BBT-Vorstand Konrad Bergmeister konnten anders mit den Bürgern reden – und der Basistunnel wurde zunehmend positiv wahrgenommen. Der BBT ist nicht die alleinige Lösung, aber eine Teillösung. Wir müssen zufrieden sein, wenn die Hälfte des Verkehrs von der Straße auf die Schiene kommt. Alle zwei bis drei Sekunden fährt ein PKW oder ein LKW über den Brenner. Wenn wir die täglichen 38.000 Fahrzeuge reduzieren wollen, brauchen wir Alternativen, auch für den Personenverkehr. Die meisten fahren lieber Auto, anstatt einen Kilometer zum Bahnhof zu gehen. Wenn man ihnen aber den Umstieg auf die Schiene so einfach, wirtschaftlich interessant und bequem wie möglich macht, nutzen sie früher oder später
den Zug. Außerdem müssen wir durch eine gerechte und vernünftige Tarifpolitik den heute bestehenden Nord-Süd-Umwegtransport für Waren über den Brenner verhindern.
Viel Widerstand gab es auch gegen den geplanten Windpark am Sattelberg. Rückblickend gesehen, hätte ich den Windpark einfach durchziehen sollen, aber ich war zu feige dazu. In Südtirol wären laut Wind-Studie zehn Standorte für die Produktion von Windkraft geeignet, darunter der Sattelberg. Der Eingriff wäre wegen der bestehenden Militär- und Zufahrtsstraßen vergleichsweise gering. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich auch die Nordtiroler daran störten, am Brenner Windräder zu sehen. Vielleicht wären sie dafür gewesen, wenn man sie am Vorhaben beteiligt hätte. Jetzt sind am Sandjoch Windräder im Gespräch. So falsch kann die damalige Idee also nicht gewesen sein. Ich hasse es, wenn Neues von vornherein abgelehnt wird. Wer Alternativenergie haben will, muss dafür auch etwas tun. Die Wipptaler hatten viele Chancen, sie haben sie aber nicht immer genutzt.
Sie haben bei Interviews oft gesagt: „Im Wipptal wird viel zu viel kritisiert und zu wenig zusammengearbeitet.“ Wenn der Verkehr an der Brennerachse besser geregelt wird und der Bezirk noch mehr in die Wirtschaft und erneuerbare Energien investiert, die verbindende Rolle als Grenzregion und vor allem die heute bestehenden Vorteile des Schengener Abkommens und der gemeinsamen Währung ausschöpft, dann steht dem Grenzgebiet eine gute Zukunft bevor. Ich war immer dafür, den Brennerpass aufzuwerten. Das heutige Brenner Outlet hätte nach meiner Meinung in Sterzing errichtet werden sollen. Die Sterzinger haben von Kunden aus Innsbruck immer stark profitiert, in jedem Keller gab es früher ein Geschäft. Die ganze Innenstadt hätte in ein Outlet-Zentrum wie im Burgenland umgewandelt werden können. Zum Glück haben es einige verstanden, das Wipptal nach dem Wegfall der Brennergrenze und der Sadobre durch Investitionen in Industrie, Fremdenverkehr, Skigebiete und kulturelle Einrichtungen wie das Bergbaumuseum sowie das Jagd- und Fischerei-Museum
Vfl'iragB • ErbschaN0n & lmmcb er,
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SCHAUUNGE~ UNTERNEHMENS - LIND l'!Ofl.JBE.RGABEJ\I

Ein Leben für die Politik
Luis Durnwalder ist am 23. September 1941 in Pfalzen geboren. Nach der Klosterschule in Neustift und dem Klassischen Gymnasium in Bozen studierte er an der Hochschule für Bodenkultur in Wien, legte in Florenz die Staatsprüfung in Agrarwissenschaften ab, studierte Rechtswissenschaften in Wien und Innsbruck und war Vorsitzender der Südtiroler Hochschülerschaft. Nach dem Studium unterrichtete er an der Mittelschule Bruneck sowie der Gewerbe- und Handelsoberschule Bozen. Von 1967 bis 1979 stand Durnwalder dem Südtiroler Bauernbund als Direktor vor. 1969 wurde er zum Bürgermeister von Pfalzen gewählt. 1972 heiratete er Gerda Furlan, mit der er zwei Kinder hat; seine Tochter Sigrid starb 2002. 1973 trat Durnwalder in die Landespolitik ein: Er war Abgeordneter im Südtiroler Landtag und Regionalrat (1973 – 2013), Referent der Region für das Grundbuchwesen und Vizepräsident des Südtiroler Landtages (1973 – 1987), Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei (1979 – 1989), Obmannstellvertreter der SVP (1984 – 1994) und schließlich fünf Legislaturen lang Landeshauptmann (1989 – 2014). Von 1993 bis 2014 hatte er Sitz und Stimme im Europäischen Ausschuss der Regionen in Brüssel. 1997 wurde er erster Präsident der Freien Universität Bozen, seit 2002 ist er deren Ehrenpräsident. Zudem übernahm er von 2004 bis 2006 und von 2009 bis 2011 die Präsidentschaft der Regionalregierung (Vizepräsident von 2006 bis 2009 und von 2009 bis 2014). Außerdem war er 2011 Gründungspräsident der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Heute lebt Durnwalder mit seiner Frau Angelika Pircher und seiner Tochter Greta auf dem Haslbrunnhof in Tschirland in Naturns.
„Wenn
ich verärgert bin, füttere ich meine Koi-Fische. Das beruhigt mich wieder.“

aufzuwerten. Lokale Firmen wie Leitner sind international erfolgreich und wichtige Arbeit geber. Der Milchhof Sterzing ist nicht nur ein Werbeträger, sondern auch ein unverzichtbares Wirtschaftszentrum für Bauern und Konsumenten. Hut ab für ihre Weitsicht! Einige Bauern sind mittlerweile auch im Fremdenverkehr hauptberuflich oder nebenberuflich tätig und das ist auch richtig so. Im Wipptal würde es – bis auf Maiern – durchaus noch einige Betten vertragen, um die Wirtschaft zu stärken und Abwanderung aufzuhalten. Am Brenner hätten das Thermalbad und die Wassernutzung einiges an Potential. Es gab zwar Anläufe, aber bei denen blieb es auch. Am schwierigsten sind neue Initiativen wahrscheinlich in Pfitsch. Ich mag die Pfitscher sehr, auch wegen ihrer Traditionen. Nur: Etwas mehr Zusammenhalt und Öffnung für Neues würde der Entwicklung dieses schönen Tales nur guttun. Sind Sie manchmal im Wipptal zu Besuch? Ich werde sehr oft eingeladen, zu privaten
Kein Wipptaler, mit dem Sie sich heute noch in die Haare kriegen?
Feinden begegnest du am besten, indem du ihnen die Zähne durch Freundlichkeit und Lachen zeigst. Mit dieser Einstellung habe ich mich immer wehren können und kam mit den meisten Leuten recht gut aus. In guten Zeiten habe ich bei den Landtagswahlen bis zu 114.000 Vorzugsstimmen erhalten – so viele wie niemand zuvor. Aber das ist mir nur deswegen gelungen, weil ich mit jedem geredet habe …
… und weil Sie gerne watten. Lässt sich dort auch gut Politik machen?
Man lernt die Leute besser kennen, schult die Argumentation und den Umgang mit anderen. Wenn du mit ihnen ein Glas trinkst und redest, gehen sie aus sich heraus und vertrauen dir oft mehr an, als sie es sonst tun würden. Beim Watten wird nicht nur über Guten, Rechten, Trumpf und Schlag geredet. Wenn du
Hansele und Gretele kennst, tust du dir bei vielem leichter, weil sie von vornherein mehr Vertrauen zu dir haben.
„Die heutigen Politiker sind mir oft zu langsam. Sie reden und treten auf der Stelle.“
Der amtierende Landeshauptmann legt großen Wert auf Mitbestimmung.
Das mag schon sein. Demokratie heißt aber, mit Leuten zu reden, anstatt bei jeder Kleinigkeit Abstimmungen und Volksbefragungen zu machen und Gutachten zu erstellen. Nur wenn du mit den Leuten sprichst, findest du heraus, was sie wirklich denken. Früher habe ich in jedem Bezirk ein- bis zweimal im Monat eine Sprechstunde abgehalten und auch Menschen getroffen, die sich öffentlich nichts zu sagen trauten und deshalb froh waren, wenn sie ihre Sorgen und Probleme bei einer Sprechstunde mit zuständigen Politikern vorbringen konnten. Wir sind ein wohlhabendes Land. Es besteht aber immer noch eine Kluft zwischen „Wohlergehen“ und „Wohlbefinden“. Wir haben neben den großartigen statistischen Zahlen über unsere Einkommen immer noch viele arme Leute, die sich schwertun, mit ihrem Einkommen bis zum Monatsende zu kommen. In Südtirol gibt es immer noch Bürger, die mit weniger als 600 Euro Rente zurechtkommen müssen. Das darf es in einem Land wie dem unseren mit einem Bruttoinlandsprodukt von 59.000 Euro pro Einwohner und einem Haushalt von über zehn Milliarden Euro nicht geben. 1.000 Euro braucht ein Mensch als Lebensminimum.
Träumen Sie nachts noch von Ihrer Zeit als Landeshauptmann?
Es vergeht keine Nacht, in der ich nicht in einer Sitzung bin oder eine Rede halte – manchmal so laut, dass ich aufwache. Der Dalai Lama meinte einmal: „Durnwalder ist ein mächtiger Mann. Seine Stimme klingt wie Donner.“ Ich bin mit dem Dalai Lama sehr gut ausgekommen. Er mag mich und ich schätze ihn auch. Er zwingt niemandem seine Religion auf, setzt sich für Frieden ein und glaubt an das Gute im Menschen. In Südtirols Autonomie sieht er ein geeignetes Modell auch für Tibet. Jahrzehntelang wollte er einen souveränen Staat. Nun setzt er auf die Autonomie, ohne das Ziel, das Selbstbestimmungsrecht zu erlangen, aufzugeben. Wir haben mit der Eurac sogar einen Vorschlag ausgearbeitet: China soll Tibet eine eigene Autonomie geben, damit die Region wenigstens Sprache, Schule und Religion, das heißt die eigene Identität, auch während der Besetzung durch China erhalten kann.
Der Dalai Lama ist das komplette Gegenstück zu Donald Trump.
Morgens Frieden schließen, abends schießen, morgens vom Abschaum der Welt reden, abends von Freunden, morgens Grönland, abends Kanada haben wollen ...
Trumps Führungsstil bedeutet das Ende der zivilisierten Welt. Südtirols Politiklandschaft ist auch ein Jagdrevier. Sie sagen, Ihnen sei immer wieder mal ein Plattschuss verpasst worden. Erlegt wurden Sie aber nie. Ich hatte nie große Ambitionen, in die Politik zu gehen. Ich war nur durch Zufall zur richtigen Zeit am richtigen Fleck. Parteipolitik hat mich nie so richtig interessiert, ich war

Neue(jenussmomente
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Euer Woff-Team l VJ .:,,
der Macher, der Pragmatiker, der Verwalter. Magnago, Benedikter, Brugger, Riz und Dalsass haben das Autonomiepaket nach Bozen gebracht. Ich hatte die Möglichkeit, die neue Autonomie umzusetzen, sichtbar zu machen und zu zeigen, welche Vorteile sie für unser Land und unsere Bevölkerung bringt. Die Bevölkerung freute sich riesig, dass es in ihrem Ort endlich ein Altersheim, einen Sportplatz, einen Kindergarten oder eine neue Straße gab. All das hatte es vorher nicht gegeben. Heute sind diese Bauten nur noch zu sanieren oder zu erweitern, aber jedes Mal ist sofort eine Opposition da: zu groß, zu klein, zu schön, zu teuer ... Die Prozesse kamen erst, als ich in Pension war. Ich habe, wie selbst der Staatsanwalt bestätigte, keinen Cent in die eigene Tasche gesteckt und den Sonderfonds genauso verwaltet wie mein Vorgänger, aus einem ausdrücklich dafür genehmigten Budget. Beim ersten und zweiten Prozess wurde ich freigesprochen, beim dritten Mal verurteilt. Beim letzten Prozess um den Sonderfonds wurde ich dann voll freigesprochen. Bei einer solchen Rechtsprechung soll sich noch jemand auskennen. Ich überlege mir, diesen Fall nochmals aufzurollen. Verblasst, aber unvergessen ist der SEL-Skandal. Ihnen konnte die Staatsanwaltschaft nichts nachweisen. Der damalige Energielandesrat Michl Laimer aber musste den Hut nehmen, weil er bei der Vergabe der Stromkonzessionen geschwindelt hat. Laimer hat viel bewegt: Wie gut wir heute in Sachen Klimahaus und alternative Energie dastehen, ist maßgeblich auch sein Verdienst. Um zu beweisen, dass er beim Wettbewerb für die Vergabe der Wasserkonzessionen für die Stromproduktion die
Die
rund 400 Jagdtrophäen an der Wand stammen aus den verschiedensten Ländern, die vielen Auszeichnungen in der Vitrine auch.

besten Angebote macht, hat er schließlich Dokumente ausgetauscht. Das darf man natürlich nicht machen. Aber er wollte nicht in die eigene Tasche wirtschaften oder persönliche Vorteile daraus ziehen, sondern nur die E-Werke fürs Land retten. So sehen Sie es … Die Zeit als aktiver Politiker liegt nun schon einige Jahre hinter Ihnen. Im September feiern Sie Ihren 85. Geburtstag. Früher – sagten Sie – seien Sie arbeitend gealtert. Wie altern Sie heute?
Ich habe immer viel zu tun, auch weil ich nicht Nein sagen kann: Artikel schreiben, Vorträge halten, Interviews geben, mit Leuten reden … Ich bin auch immer noch am Geschehen im Land interessiert und lese jeden Tag die Zeitung, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Aber ich bemühe mich, soweit es geht, den Mund zu halten. Immer gelingt es nicht. Für manche ist jedes Wort, das ich sage, zu viel. Und andere hätten gerne, dass ich ab und zu ein bisschen mehr sage.
„Ich bemühe mich, soweit es geht, den Mund zu halten. Immer gelingt es nicht.“
Wie und wo reagieren Sie sich am besten ab?
Wenn ich richtig verärgert bin, gehe ich mit meiner Frau im Wald
spazieren, arbeite im Garten oder füttere und beobachte meine Koi-Fische im Tauchbecken hinterm Haus. Das beruhigt sehr. Haben Sie einen Lieblingsplatz im Haus?
Auf der Couch, beim Fernsehen. Was schauen Sie am liebsten? Alles. Fußball-WM, Naturfilme, Dokumentarfilme oder politische Diskussionen und Nachrichten in der Rai und im deutschen oder österreichischen Fernsehen. Nutzen Sie beim Schreiben KI?
Ich habe es versucht, aber teilweise wieder bleiben lassen, obwohl KI kein vorübergehender Trend ist, sondern da ist und bleiben wird. Wissen kann vermittelt werden, aber Bewusstsein entsteht durch eigene Erfahrung. KI kann Antworten liefern, Erkenntnis entsteht im Menschen. Aber KI wird ständig weiterentwickelt und immer perfekter. Manchmal teste ich, ob sie die Wahrheit sagt. Ich habe noch nie einen KILebenslauf über mich erhalten, der zu 100 Prozent stimmt. Mal bin ich seit 2022 tot, mal war ich Bürgermeister in Laas oder Kastelruth. Deswegen vertraue ich bei meinen Recherchen zurzeit noch eher auf erschienene Artikel, Veröffentlichungen und Bücher und auf die „natürliche“ Intelligenz – wenngleich auch diese nicht immer frei von Fehlern sind. Sind Sie auch sportlich aktiv?
Ich mache jeden Tag 4.000 Schritte, so wie es Dr. Wenter al-
ten Leuten empfiehlt. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass ich so lang wie möglich gesund und selbstständig bleibe und mitdenken kann, dass die Familie zusammenhält und dass sich die wahren Freunde weiterhin als solche beweisen und nicht auf die andere Seite gehen, wenn ich ihnen begegne.
Kommt das vor?
Selten. Ich habe immer gesagt: Wenn mir zehn oder auch nur ein Prozent der 100.000 Vorzugsstimmen bleiben, bin ich mehr als zufrieden. Und sie sind mir geblieben, auch wenn ich sie nicht jeden Tag sehe. Noch heute sprechen mich immer mehrere Leute an, wenn sie mich auf der Straße sehen, vor allem Italiener. Ich habe sie einmal gefragt, warum sie mich gewählt haben. Sie sagten: Weil ich Wort gehalten habe, nicht nach Sprachgruppen unterscheide und alle gleichbehandelt habe. Deswegen habe ich auch nie das Amt als Parteiobmann angenommen. Als Landeshauptmann bist du für alle da. Ich bin mit allen gut ausgekommen. Niemand, der Sie kritisiert, wenn er Sie auf der Straße trifft?
Nein, die kommen gar nicht zu mir her, weil das mehr Mut braucht. Sie sind nicht nur bei der Sammelpartei, sondern auch Sammler.
Ja. Meine Frau hat das Haus vor acht Jahren unterkellern lassen,
damit ich meine vielen Sachen unterbringen kann. Was sammeln Sie?
Pfeifen, Jagdgewehre, Sackuhren, Taschenuhren, Bilder, Bücher ...
Sie umgeben sich gerne mit Kunst.
Ich war schon immer kunstinteressiert, aber meistens hat mir das Geld gefehlt. Mit der Zeit verändert sich auch der Begriff Schönheit und das Interesse. Welches sind Ihre Lieblingskünstler?
Mein Sammelinteresse gilt vor allem den Tiroler und alpenländischen Künstlern. Ich hänge weniger am Wert der Bilder, sondern an den Geschichten dahinter: Wie ich die Bilder bekommen oder gekauft habe, wo und von wem und auch wie ich hineingelegt worden bin. Auch das ist vorgekommen. Woher stammen all Ihre Jagdtrophäen?
Aus den verschiedensten Ländern. Ich bin schon seit 1972 Jäger und habe etwa 400 Trophäen. Ich habe die Jagd, das damit verbundene Verweilen in der Natur und den gesellschaftlichen Teil viel zu wenig genossen. In meinem Leben musste alles schnell gehen. Ich habe innerhalb von vier Jahren zwei Hochschulstudien gemacht, weil ich endlich Geld verdienen wollte. Auf unserem Hof lebten elf Kinder mit sieben Stück Vieh. Heute sage ich oft zu meiner Tochter Greta: „Lass dir Zeit, wenn du auf die Uni gehst, häng ein Jahr an und genieß das Leben!“ Ich hatte schon immer das „Schnelle“ in mir, auch später in der Politik. Die Politiker heute sind mir oft zu langsam. Sie reden und treten auf der Stelle, räumen bei einer Schwierigkeit nicht den Stein aus dem Weg, sondern machen stattdessen
eine Studie, einen Kostenvoranschlag, eine Ausschreibung ... Ich habe als Landeshauptmann irgendwann gesagt: „Jetzt haben wir genug geredet. Jetzt braucht es eine Entscheidung.“ Wer, glauben Sie, wird der nächste Landeshauptmann? Ich weiß es nicht. Fünf, sechs sind immer noch im Rennen. Ich habe einmal gesagt: „Es gibt viele Sterne am Himmel, aber keiner leuchtet so hell, dass man sagen kann: Der oder die ist es.“ So ist es auch dieses Mal.
Als Sie nach Rom fuhren, soll es immer geheißen haben: „Preparatevi bene, perchè arriva un leone.“
Ein Spitzenbeamter meinte, ein Minister hätte es so gesagt. Sie waren nicht der Wunschkandidat Ihres Vorgängers. Magnago sagte: „Wenn man Durnwalder nicht dreinredet, ist er ein guter Verwalter.“ Was schätzen Sie an Landeshauptmann Arno Kompatscher?
Er ist intelligent, redet sehr gut, bewegt sich auf nationaler wie internationaler Ebene sehr staatsmännisch und ist sehr fleißig. Er hat aber als „Landesvater“ oft Schwierigkeiten, den Kontakt zur Basis zu finden. Er hat meiner Meinung nach den Beamten etwas zu viel Macht gegeben und zaudert oft zu lange, wichtige Entscheidungen zu treffen. In den letzten Jahren hat sich dies aber spürbar verbessert.
Also braucht es in der nächsten Amtszeit jemanden, der mehr mit der Basis redet?
Ja. Das sehen auch alle Interessenten ein, die sich gerade auf die Landtagswahlen vorbereiten.
Interview:
Renate Breitenberger

Aufgeweichter Landschaftsschutz?
Ein offener Brief des AVS Südtirol hat Mitte Juli in Sterzing für Unruhe gesorgt. Darin warnte die AVS-Sektion Wipptal gemeinsam mit dem AVS-Referat für Natur und Umwelt vor einer unmittelbar bevorstehenden Aufweichung des Schutzes im Landschaftsschutzgebiet Vallmingtal durch den Sterzinger Stadtrat. Der Alpenverein befürchtet, dass damit der Weg frei gemacht werden soll für die seit langem geplante Skiverbindung zwischen Rosskopf und Ladurns. Ein solches Vorhaben stellt aus Sicht des Vereins eine massive Gefahr für die weitgehend unberührte Naturlandschaft und das traditionelle Almdorf Vallming dar.
In seiner Stellungnahme hebt der AVS den herausragenden öko logischen und kulturellen Wert des betroffenen Gebiets hervor. Das Vallmingtal sei ein versteckt gelegenes Tal im Norden des Rosskopfs, das sich durch seine vielfältige und wenig berührte Pflanzen- und Tierwelt sowie durch das Almdorf Vallming als ein besonderes Ensemble von Almwirtschaftsgebäuden aus zeichne. Alfred Plank, Sektions leiter des AVS Wipptal, warnt eindringlich vor den Folgen der geplanten Infrastruktur: „Der Überflug durch die geplante Pendelbahn würde diese wunder schöne Landschaft zerstören.“
Zugleich übt die Sektion grund sätzliche Kritik an der touristi schen Ausrichtung im Bezirk und fragt besorgt: „Wir sehen die Auswüchse des Übertourismus in den anderen Tälern, brauchen wir solche Entwicklungen auch bei uns?“ Nach Überzeugung des

tiger Naturwerte einzuräumen. ten Verbindung e es sich tes Projekt, bei dem erhebliche ür
Bürgermeister Peter Volgger: „Es
wurden noch keine Beschlüsse gefasst.“
schaft in Kauf würden, „nur cherdruck auf welt weiter zu
Bürgermeister Peter Volgger unterstreicht indes, dass noch keine Beschlüsse gefällt wurden. Statt einer raschen Abänderung des Landschaftsplanes greife ein mehrstufiges, streng reguliertes

Prüfverfahren, das sich aktuell noch in einer frühen Phase befinde. Zwar hat die Neue Rosskopf GmbH bei der Gemeinde Sterzing einen Antrag zur Änderung des Landschaftsplanes eingereicht, um eine spätere Trassenführung über das Schutzgebiet zu ermöglichen. Dieser Antrag wurde jedoch nach einer Vorprüfung durch die Gemeindekommission im Juni zunächst zur strategischen Umweltprüfung an verschiedene Landesämter übermittelt, darunter die Stellen für Natur, Landschaftsschutz, Forst und Wildtiermanagement. Bislang liege der Gemeinde lediglich die Rückmeldung des Forstinspektorates vor.
Erst wenn alle Fachämter ein positives Gutachten abgeben, kann der Stadtrat überhaupt die Einleitung des Verfahrens zur Abänderung des Landschafts-
planes beschließen. Darauf folgt eine 60-tägige Frist für Anmerkungen der Öffentlichkeit, bevor die zuständige Landesabteilung, der Gemeinderat und schließlich die Landesregierung als letzte Instanz entscheiden. Ein positives Ergebnis dieses Verfahrens würde zudem noch nicht den eigentlichen Bau der Bahn bedeuten, sondern lediglich die rechtliche Grundlage dafür schaffen, dass ein Überflug des Tales im Landschaftsplan zulässig wäre. Erst danach könnte die eigentliche Detailprojektierung beginnen. Zu den Vorwürfen des AVS nimmt Bürgermeister Peter Volgger eine pragmatische Gegenposition ein und weist die Darstellung des Alpenvereins mit Nachdruck zurück. Wie er auf Nachfrage des Erker betont, könne von einer „Zerstörung“ des Tales keine Rede sein. Das Projekt sehe lediglich einen Überflug des Landschaftsschutzgebiets durch die Pendelbahn vor. Unten im Vallmingtal selbst würde man von der Bahn praktisch nichts mitbekommen. „Es handelt sich um eine reine Punkt-zu-PunktVerbindung in großer Höhe, für die am Boden keine Schneisen geschlagen oder massiven Infrastrukturbauten errichtet werden“, so Volgger. „Auch zusätzliche Skipisten werden nicht gebaut.“ Daher sei die Behauptung, das Gebiet würde zerstört, „fast schon reißerisch“ formuliert und entspreche keineswegs der Realität vor Ort. Auch dem im Vorfeld thematisierten Argument des Vogelschutzes nimmt Volgger den Wind aus den Segeln. Die Sor-
ge, dass Zugvögel durch die Seilbahnkabel gefährdet werden könnten, sei fachlich unbegründet. Die Flugroute der Zugvögel verlaufe parallel zur vorgesehenen Trassenführung und kreuze diese nicht. Die Vögel fliegen somit in dieselbe Richtung, wie die Bahn verläuft, weshalb die Seilbahn kein Hindernis oder Risiko für den Vogelflug darstelle. Besonders scharf kritisiert der Bürgermeister die Kommunikationsstrategie des Alpenvereins. Anstatt das Thema über Medien und Pressemitteilungen öffentlich hochzuschaukeln, fordert er einen sachlich fundierten Dialog auf Augenhöhe: „Ich bevorzuge es, über ein Thema sachlich und fachlich korrekt zu diskutieren und mögliche Bedenken offen und ehrlich vorzubringen, als Pressemitteilungen zu versenden, die nicht den Gegebenheiten entsprechen.“ Wer Bedenken habe, solle diese im Rahmen der dafür vorgesehenen Gremien und Verfahren einbringen, anstatt mit ungenauen oder übertriebenen Darstellungen Stimmung in der Bevölkerung zu machen.
Die Machbarkeitsstudie sieht eine Pendelbahn mit breiter Seilführung und einer Gondel für etwa 100 Personen vor, die von der Bergstation Ladurns mit zwei Stützen bis zur Bergstation der Panoramabahn am Rosskopf geführt werden soll.
Sterzing Wechsel im Rechtslager
Massimo Bessone ist von „SiAmo Vi piteno“ zur neu ge gründeten, rechts nationalen Partei „F des ehemaligen Generals Roberto Vannacci gewech selt. Der 56-jährige ehemalige Lega-Landesr derzeitige Sterzinger Gemeinde

rat Bessone hat die Leitung eines der egionalen Gründungskomitees auf zur neuen Partei ist beachtlich: Rund 500 glieder sollen sich in den vergangenen vier Monaten in Südtirol eits eingeschrieben haben.

„Politik ist Bewusstseinsarbeit“
Verena Debiasi („Für Sterzing-Wipptal“)
im Abschiedsinterview
Nach 31 Jahren in der Sterzin ger Gemeindepolitik hat Verena Debiasi im Juni ihren Rücktritt bekannt gegeben. Im Wipptal war sie über drei Jahrzehnte das Gesicht des interethnischen Zusammenlebens und des Um weltschutzes. Der Erker der langjährigen Gemeinde- und Stadträtin über ihren Abschied, die Entwicklung der Bürgerlis ten und den Zustand der Südti roler Politik gesprochen.
I Interview: Barbara Felizetti Sorg
Erker: Frau Debiasi, nach über drei Jahrzehnten in der Sterzinger Gemeindepolitik haben Sie im Juni Ihr Mandat niedergelegt. Wie schwer ist Ihnen dieser Schritt gefallen? Verena Debiasi: Der Rücktritt ist mir unheimlich schwergefallen. Für mich ist ein Leben ohne poli tische Ämter und ohne öffentli che Wirksamkeit eigentlich kaum vorstellbar. Aber die Arbeit über 30 Jahre hinweg hat auch an mei nen Kräften gezehrt und ich spü re, dass ich nicht mehr den Elan von früher besitze. Die Gemein depolitik verändert einen ja auch als Mensch. Man geht durch die Stadt, sieht überall „Baustellen“, fühlt sich für vieles verantwortlich und wird ständig von den Bürgern angesprochen: Das ist zwar eine schöne Wertschätzung, aber es kostet im Alltag auch viel Energie. Sie sind in einer zweisprachigen Familie aufgewachsen.

ben Grund habe ich mich auch ulturverein ARCI und in der interethnischen Gruppe „Juvenilia“ eingebracht. Mir ging es im ückblick nie um eine politische Karriere, sondern rein um die Teilhabe am öffentlichen Leben in Sterzing. Politik habe ich im Grunde immer als Erziehungsund Bewusstseinsarbeit verstan-
politischer Weg führte Sie über verschiedene Stationen, von „Insieme per Vipiteno“ über das „BürgerForumCittadini“ bis hin zur Bürgerliste ür Sterzing-Wipptal“. Wie haben Sie die Entwicklung des politischen Systems er-
War das Ihr persönlicher Mo-
tor, in die Politik zu gehen? Absolut. Ich habe mich immer zwischen der deutschen und italienischen Kultur hin- und herbewegt. Fragen wie „Ma tu ti senti italiana o tedesca?“ haben mich weniger gestört als vielmehr dazu angeregt zu erklären, wer
ich bin und woher ich komme. Die Politik von Alexander Langer hat mich da stark geprägt. Beruflich habe ich deshalb auch den Unterricht an der italienischen Schule gewählt, um für die Zweitsprache und das Zusammenleben etwas zu bewirken. Aus demsel-
sten Kandidatur 1995 war ich als Bürgermeisterkandidatin die meistgewählte rau im Gemeinderat. Doch ich merkte schnell: Im Wahlkampf eignet sich das Interethnische wunderbar, danach führt das Südtiroler System jedoch dazu, dass man als interethnische Liste bloß den italienischsprachigen Koalitionspartner für die egierungspartei, meist die SVP stellt. Diese Aufteilung in eine deutschsprachige und eine italienischsprachige Bürgerliste bringt beiden Seiten Vorteile und wird nicht wirklich in Frage gestellt. In Südtirol wird oder wurde zumindest früher oft vom „Disagio“ der Italiener gesprochen. Ich glaube aber, es gibt auch das Unbehagen jener Südtiroler, die nicht zur SVP gehören, die kein Parteikartl haben. Sie können
nicht nur nicht mitgestalten, sie befürchten auch Nachteile für ihre berufliche Karriere oder als Freiberufler für ihre Geschäfte.
Mit Heinrich Forer und anderen habe ich 2005 das „BürgerForumCittadini“ gegründet. Wir haben eine konstruktive Oppositionsarbeit im Sterzinger Gemeinderat etabliert – nicht bloß herumzuschreien, sondern durch gewissenhafte Arbeit und das Einfordern demokratischer Spielregeln etwas zu bewegen, war unser Ziel. Unsere Arbeit hat den Sterzinger Gemeinderat damals, so denke ich, positiv verändert.
Im Jahr 2015 folgte der Wechsel auf die Regierungsbank mit der Bürgerliste „Für Sterzing-Wipptal“. Wie kam es dazu?
Eigentlich wollten wir 2015 als Bürgerliste gar nicht mehr antreten. Doch dann drohte die Schließung der Geburtenabteilung am Krankenhaus Sterzing und Vertreter der damaligen SVP-Regierung kamen auf uns zu und fragten, ob wir an einer neuen Bürgerliste mitarbeiten würden. Unser Ansporn war es zu zeigen, dass es der Gemeinde Sterzing auch ohne eine SVP-Regierung gut gehen kann – und das hat hervorragend funktioniert. Unser Spitzenkandidat Fritz Karl Messner hat schließlich auch sein Wort gehalten: Die Kandidaten mit den meisten Vorzugsstimmen kamen in den Ausschuss – und da konnten wir aktiv mitarbeiten.
Von 2015 bis 2025 waren Sie Stadträtin für Deutsche Schule und Kultur, nach den Wahlen im Mai 2025 dann wieder Gemeinderätin. War dieser Wechsel mit ein Grund für Ihren jetzigen Rücktritt? Ja, das hat sicher zu meiner Entschei-
dung beigetragen. Als Stadträtin hatte ich Gestaltungsmöglichkeiten. Ich habe nicht nur den Umbau der Mittelschule in die Wege geleitet und abgeschlossen, sondern auch im kulturellen Bereich Einiges initiiert, was sich weiterzuentwickeln lohnt. Als Gemeinderätin fühlte ich mich in meine Anfangszeiten zurückversetzt und ich habe mich gefragt, was ich hier noch Sinnvolles tun kann. In dieser Position kann man nur wenig bewirken. Ich denke auch, dass an der Identität der Bürgerliste ständig weitergearbeitet werden muss, am Programm, an der Ausrichtung und an den Regeln. Sie darf nicht ein „billiger“ Einstieg für Trittbrettfahrer sein und sollte nicht nur von einem starken Leader abhängen. Eine Bürgerliste braucht klare Spielregeln und viel Zeit für Diskussionen. Wenn etwa jemand sagt „Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren“, schrillen bei mir sofort die Alarmglocken.
Auf Sie folgt nun mit Stefanie Amrain eine junge Politikerin nach. Welches Thema geben Sie ihr und der nächsten Generation ganz besonders mit auf den Weg?
Ich habe Stefanie Amrain bereits im Wahlkampf unterstützt und freue mich, dass nun eine junge, motivierte Frau nachrückt. Ein Thema, das in Sterzing nach wie vor vernachlässigt wird, ist nämlich die Rolle von Frauen in Führungspositionen – und zwar nicht nur in der Verwaltung, sondern direkt im Gemeinde- bzw. im Stadtrat, wo es eigentlich immer nur um das Einhalten der vorgeschriebenen Frauenquote geht. Die Zeit für eine Bürgermeisterin wäre in Sterzing doch schon längst gekommen.
Mittewald Neue Brücke

Die neue Brücke in Mittewald ist fertiggestellt. Sie bietet Fußgängern und Radfahrern nicht nur einen sicheren, modernen Übergang, sondern trägt auch wesentlich zum Hochwasserschutz und zur nachhaltigen Entwicklung von Mittewald bei. Die Stahlbrücke, 24,5 m lang mit einer Fahrbahnbreite von 4,5 m, wurde als Trogbrücke mit Asphaltfahrbahn ausgeführt. Die Unterkante liegt rund 2 m höher als bei der zuvor vorhandenen Brücke. Der vergrößerte Durchflussquerschnitt und ein Freibord von mehr als 1,5 m erhöhen den Hochwasserschutz und verringern das Risiko von Verklausungen und Überflutungen. Mit der neuen Brücke ändern sich auch die Gefahrenzonen. Wegen der alten, niedrigeren Brücke waren große Flächen in Mittewald als rote Gefahrenzonen ausgewiesen. Zahlreiche Flächen können nun in gelbe oder blaue Zonen herabgestuft werden – eine Entlastung für Anrainer und mehr Gestaltungsspielraum für die künftige Raumplanung.
Sicherer Übergang
Seit kurzem wird auf der Autobahnbrücke in Stilfes an einem Balkonett für Fußgänger gebaut. Nach jahrelangem, intensivem Austausch mit den Verantwortlichen der Br ennerautobahngesellschaft A22 konnte das Projekt für mehr Verkehrssicherheit nun endlich in Angriff genommen werden. Die Brücke bleibt während der Bauzeit auf einer Spur befahrbar.

Brenner
Zwei Ratsmitglieder ersetzt
Zwei zurückgetretene Mitglieder des Gemeinderates mussten auf der jüngsten Ratssitzung in Brenner Anfang Juli ersetzt werden. Zudem wurde über die Verwendung des freien Teiles des Verwaltungsüberschusses von 2025 abgestimmt.
Für die zurückgetretene Gemeinderätin Sandra Pederzini (Fratelli d’Italia) rückt Angelo Miele, der erste Nichtgewählte auf der Liste, in den Gemeinderat nach. Auf Brigitta Schölzhorn, die vor kurzem ebenfalls ihren Rücktritt erklärt hatte, folgt im Gemeinderat Robert Holzer. Beide wurden von den Räten einstimmig bestätigt. Auf Gegenwind stieß hingegen der Vorschlag von Bürgermeister Martin Alber zur Wahl eines neuen Referenten, der Franz Schwitzer aus Pflersch vorschlug. Armin Keim von der „Freien Liste Gemeinde Brenner“ betonte, dass seine Liste zu einer Zusammenarbeit im Ausschuss durchaus bereit gewesen wäre, mit ihnen jedoch keine Gespräche geführt worden seien. Edeltraud Zössmayr fand es hingegen schade, dass die Wahl nicht auf eine Frau gefallen sei. Mit acht Ja-Stimmen der SVP und von „Fratelli d’Italia“ wurde Schwitzer schließlich anstelle von Schölzhorn zum neuen Referenten gewählt, die „Freie Liste“ sprach sich dagegen aus.
Überschuss verteilt
Nachdem der Gemeindehaushalt samt Verwaltungsüberschuss bereits bei der vorherge-


henden Sitzung genehmigt worden war, wurde nun die Verwendung des freien Teiles des Verwaltungsüberschusses in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro mit knapper Mehrheit (6 Ja – SVP, 5 Nein – Freie Liste, 1 Enthaltung – Fratelli d’Italia) gutgeheißen. Davon wurden 350.000 Euro für die außerordentliche Instandhaltung von Brücken und Asphaltierungen, 187.116 Euro für die Sanierung und Erweiterung des Vereinshauses von Pflersch, 130.000 Euro für einen außerordentlichen Beitrag für die Freiwillige Feuerwehr Gossensaß und 100.000 Euro für die Verlegung von Brücke und Straße beim Mesnerhof reserviert. 80.000 Euro fließen in einen Ideenwettbewerb für die Neugestaltung des Ortszen-
trums in Gossensaß, 80.000 Euro in den Umbau der Marktbar am Brenner und 75.000 Euro in den Umbau des Rathauses in Gossensaß. 33.000 Euro verschlingt der Anteil der Gemeinde Brenner am Defizit von 2025 im Bezirksseniorenwohnheim, 32.000 Euro die Verlegung der Gemeindestraße Kogbach (technische und wirtschaftliche Machbarkeit). 21.000 Euro sind für den Ankauf von Geräten und Maschinen im Kapitel „Straßen“ vorgesehen, jeweils 20.000 Euro für die öffentliche Beleuchtung, die außerordentliche Instandhaltung der Schulen sowie die Einrichtung von Kindergärten und Schulen. 10.000 Euro werden in den Ankauf eines Müllcontainers investiert, je 5.000 Euro in einen außeror-
dentlichen Beitrag an den AVS und an die Tourismusgenossenschaft für die Instandhaltung der Wege.
In Kürze
Ohne Gegenstimme wurde die Verordnung über die Anwendung der Gebühr für die Bewirtschaftung der Hausabfälle abgeändert.
Der Stellenplan der Gemeinde wurde ebenfalls ohne Gegenstimme aktualisiert.
Im Zuge einer Grundstücksregelung in Gossensaß wurde einem Grundtausch mit Florian Silbergasser, Roman Kral und Dietmar Schneider sowie einem Grundverkauf an Valentina Pieri
bei einer Enthaltung von Miele mehrheitlich zugestimmt.
Die Verordnung über die Zuweisung der Flächen für den geförderten Wohnbau wurde bei sechs Enthaltungen (Freie Liste, Fratelli d’Italia) ebenfalls mehr heitlich genehmigt.
Neuer Vizebürgermeister ernannt

Gemeindereferent Franz Schwitzer wurde Ende Juli von Bürgermeister Martin Alber zu seinem Stellvertreter er nannt, nachdem die bisherige Vizebürgermeisterin Brigitta Schölzhorn im Juni zurückgetreten war ( erzielte bei den letztjährigen Gemeinderatswahlen in Pflersch ein überragendes Vorzugsstimmenergebnis, ist Vater von zwei Kindern und Geschäftsführer der dortigen Elektrizitätsgenossenschaft“, so Bürgermeister Martin Alber. Schwitzer übernimmt als Gemeindereferent die Zuständigkeiten für Familie, Soziales, Deutsche Schule und Kindergärten, Dorfbild Pflersch, Kinder- und Kleinkinderbetreuung, Friedhofsordnung und Friedhöfe, Kultus und Pfarreien (gemeinsam mit Bürgermeister Alber), Jugend (mit Verena Marcassoli), Senioren, Geförderter Wohnbau, Militärangelegenheiten (mit Marcassoli), Öffentliche Hygiene, Gesundheitswesen, Nachhaltigkeit/Klima, Glasfasernetz sowie Energie.
Schönes Unsichtbares
Hauseben im hinteren Pflerschtal

„Richtig a feins Platzl, des mi olm wieder unziacht.“
Dieser unscheinbare Kraftplatz hat für mich immer etwas Bezauberndes. Es ist die magische Anziehungskraft, die mich fasziniert und mich in ein tiefes Gefühl von Geborgenheit versinken lässt. Weiche Kräuterwiesen, der sanft streichende Wind in den Bäumen, der Blick zum Tribulaun. Hier paart sich meine innere Landschaft mit der äußeren. Ein Verschmelzen mit der Natur. Diese märchenhafte Energie berührt mein inneres Kind und öffnet die Welt der Träume oder – anders formuliert – die Welt für neue Inspiration. Die Gedanken formen meine Realität und lassen Visionen Wirklichkeit werden.
Erlaube dir zu träumen!
Dieser Platz ist mit eingebunden im Interreg Naturprojekt DEIN WEG 8 und liegt etwa 15 Gehminuten oberhalb Allriss in Richtung Pfaffenberg/Ladurns.

Sterzing Gelder für neue Eissporthalle

Landeshauptmann Arno Kompatscher stellte im Juli dem Gesetzgebungsausschuss des Landtags die Schwerpunkte des Nachtragshaushalts 2026 vor. Dieser umfasst über eine Milliarde Euro und setzt vor allem auf Schuldentilgung, Bevölkerungsschutz, Mobilität, Umwelt, Familie, Wohnen und Bildung.
Auch für den Sportbereich sind im Nachtragshaushalt finanzielle Mittel vorgesehen. Die teuerste Maßnahme betrifft dabei den Bau der neuen Eissportanlage in Sterzing, für die nun Gelder zweckgebunden wurden. Nach dem Einsturz der Eishalle im Februar 2021 wird dort nun ein Konsortium heimischer Unternehmen eine moderne Mehrzweckhalle mit Schwerpunkt Eissport errichten. Realisiert wird die neue Wipp Arena im Rahmen eines Public-Private-PartnershipModells (PPP).
„Betreutes
Wohnen Plus“ –ohne Sterzing
Die Bezirksgemeinschaft Wipptal führt zusammen mit fünf Mitgliedsgemeinden ein neues Wohnmodell für Senioren ein. Zehn derzeit ungenutzte Betten im Seniorenwohnheim Wipptal werden für das Projekt „Betreutes Wohnen plus“ umfunktioniert. Die Gemeinde Sterzing beteiligt sich vorerst nicht an dem Pilotprojekt.
Aufgrund des anhaltenden Personalmangels im Pflegesektor stehen im Seniorenwohnheim Wipptal derzeit zahlreiche Betten leer, da aktuell nur etwa 55 von 90 Plätzen belegt sind. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, die Auslastung der Struktur zu verbessern und gleichzeitig den finanziellen Druck auf die Gemeinden zu mindern, hat die Bezirksgemeinschaft Wipptal das Modell „Betreutes Wohnen Plus“ ins Leben gerufen (Erker 06/2026).
Das neue Angebot schließt die Lücke zwischen dem klassischen betreuten Wohnen und einer vollstationären Heimpflege. Es richtet sich an Personen ab 65 Jahren mit den Pflegestufen eins und zwei, die noch weitgehend selbstständig sind. Neben der Grundversorgung steht vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund, um Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Ein entscheidender Vorteil des Mo dells liegt im geringeren Personalaufwand, da ein anderer Personalschlüssel als im klassischen Heimbetrieb gilt. Bereits zwei Halbtagskräfte im Pflegebereich reichen aus, um das Angebot schrittweise aufzubauen.
auch ohne die Beteiligung der Gemeinde Sterzing starten darf.
Der Bezirksrat hat daher auf seiner Sitzung im Juli eine entsprechende Vereinbarung im Auftrag der fünf beteiligten Gemeinden Ratschings, Brenner, Pfitsch, Freienfeld und Franzensfeste beschlossen. Für Sterzing entstehen durch den Ausstieg zwar keine Kosten, allerdings können Bürger der Stadt das Angebot vorerst auch nicht in Anspruch nehmen. Dennoch bleibt die Tür für

Während der Sterzinger Gemeinderat das Vorhaben im April dieses Jahres mehrheitlich ablehnte – hauptsächlich aus der Befürchtung heraus, die Plätze stünden bei steigendem Pflegebedarf nicht schnell genug wieder als reguläre Heimplätze zur Verfügung –, entschieden sich die übrigen Wipptaler Gemeinden für die Umsetzung. Rechtliche Gutachten der Gemeindeaufsicht und der Staatsanwaltschaft haben inzwischen bestätigt, dass die Bezirksgemeinschaft das Projekt
Das Projekt „Betreutes Wohnen plus“ startet vorerst ohne Sterzinger Beteiligung.
zitäten zu entkräften, ist vertraglich abgesichert, ben. Sollten die Betten in Zukunft wieder für die ollpflege benötigt werden, wird gemeinsam nach Ausweichlösungen für die Nutzer des Angebots „Betreutes Wohnen plus“ gesucht. Da eine Erhöhung der regulären Belegung aufgrund der Personalsituation voraussichtlich jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen wird, rechnet man mit einer langfristig stabilen Nutzung. Nach einer positiven Vorab-Erhebung zum Bedarf könnte das Projekt nach der Einstellung von zwei Pflegekräften bereits im Frühherbst anlaufen und schrittweise auf alle zehn vorgesehenen Betten aufgestockt werden. bar
Grenzen des Transitverkehrs
Die SVP-Bezirksobmänner Sebastian Helfer und Peter Brunner luden im Juli zu einem hochkarätig besetzten Verkehrsdialog ein. Rund 100 Interessierte diskutierten in der Festung Franzensfeste intensiv über die Zukunft des Transitverkehrs. Europaabgeordneter Herbert Dorfmann berichtete über europäische Entwicklungen in Brüssel, während Kammerabgeordnete Renate Gebhard Einblicke in die parlamentarische Arbeit in Rom gab. Landeshauptmann Arno Kompatscher informierte über die anstehende Neuausschreibung der Brennerautobahnkonzession und erläuterte das Konzept des „Digital Green Corridor“.
Gerade in der Neuausschreibung sieht Kom-
patscher eine entscheidende Chance: Erstmals werden darin konkrete Maßnahmen verankert, welche die Anwohner spürbar entlasten sollen: „Mit dem ‚Digital Green Corridor‘ setzen wir den Fokus für die nächsten Jahre so, dass die Brennerautobahn modernen Standards angepasst wird. Das bringt wesentliche Fortschritte bei Lärmschutz und Luftreinhaltung.“ Südtirol sichert sich dabei etwa 36 Prozent des geplanten Investitionsvolumens, das direkt in Lärmschutzwände, moderne Auffangparkplätze und den Ausbau der Ladeinfrastruktur fließt. Zudem bleibt man in engem Austausch mit Frächterverbänden, um die Verkehrssteuerung zu optimieren. Diskutiert werden dabei Model-
FAMIL
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le wie variable Mautgebühren, verbindliche Slot-Systeme oder Umweltabgaben. Renate Gebhard hob die Problematik des Ausweichverkehrs hervor: „Der LKW-Verkehr muss zwingend auf der Autobahn bleiben. Es darf nicht sein, dass er auf Landstraßen ausweicht und Dörfer blockiert.“ Dafür werde man sich in Rom weiter einsetzen. Herbert Dorfmann zeigte sich optimistisch, dass eine länderübergreifende EU-Lösung gelingt. Das Fazit: Die Brennerautobahn bleibt für Südtirol zentral, die Belastung für Mensch und Natur aber hoch. Die jüngsten Impulse stimmen dennoch zuversichtlich.

IM RESTAURANT PIZZERIA LAMONTE IN LADUR'HS
onntag 06. September 201.6
:00 - 7:00 Uhr
Restaurant Pizz da LaMontc T lstarion Ladurns
FÜR SPEIS UND TRANK IST BESTENS CiE ORCiT! LAMONTE
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LIVEMUSIK KINDERSCHMINKEN FOOTBALLDARTS HÜPFBURG FUNGAHES ROLLRUTSCHE
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Im Weltmuseum in Wien sind viele wertvolle Sammlungen zu sehen. Eines der wunderbarsten Einzelstücke ist die Federkrone Montezumas. Montezuma I. war der vorletzte Herrscher des Aztekenreiches. Als die spanischen Segelschiffe ab dem Beginn des 16. Jahrhunderts den Golf von Mexiko ansteuerten, da erhielt der Aztekenherrscher Montezuma nach und nach Kunde von den unglaublichen Ereignissen. Ein Bote berichtete dem Kaiser, er habe im Meer eine Kette von Bergen oder großen Hügeln treiben sehen. Die Priester und Berater Montezumas und er selbst glaubten wohl zunächst an gottähnliche Wesen, von deren Erscheinen übers Meer alte Mythen erzählten. Der Anführer der spanischen Konquistadoren Hernán Cortéz aber drang mit seinen etwa dreihundert berittenen Männern ins Innere des Reiches vor und gelangte schließlich zur Hauptstadt Tenochtitlán. Sie lag auf einer Insel mitten in einem See und Cortéz musste, um die Stadt einnehmen zu können, geeignete Schiffe besorgen und zum See bringen lassen. Die ratlos staunenden Einwohner von Tenochtitlán, es sollen rund 100.000 gewesen sein, ahnten das Unheil nicht, das ihnen bevorstand. Die Konquistadoren eroberten die Hauptstadt der Mexica, wie sich die Azteken damals selbst nannten, und fanden dort eine Hochkultur und unvorstellbare Schätze vor. Irgendwann muss auch die prächtige und vorwiegend aus Quetzalfedern bestehende fächerförmige
Federn-Allerlei
Heinrich Aukenthaler

Im Weltmuseum in Wien wird diese vorwiegend aus Quetzalfedern bestehende Federkrone gezeigt. Sie stammt aus dem von den Spaniern unter dem Anführer Hernán Cortéz Anfang des 16. Jahrhunderts eroberten Aztekenreich.
Krone so wie anderes Beutegut übers Meer und nach Europa gelangt sein. Wie und wann das außergewöhnliche Prachtstück in die Hände des kunstsinnigen habsburgischen Erzherzogs Ferdinand II. gelangt ist, weiß man nicht. Ferdinand II. war zunächst Statthalter in Prag, erhielt die Herrschaft über die gefürstete Grafschaft Tirol übertragen und residierte als Landesfürst ab 1567 in Innsbruck. Im Schloss Ambras richtete er eine Kunstund Wunderkammer ein und dort blieb die Federkrone, die man zunächst wegen ihrer Größe als Umhang ansah, über die Jahre verwahrt, bis sie – wie andere Kunstschätze auch – nach Wien
gebracht wurde. Es gibt kein besseres Beispiel, um auf den Wert hinzuweisen, den bestimmte Vogelfedern für uns Menschen hatten und haben. Die Quetzale sind seltene Nebelwaldvögel in Mittelamerika. Für die Balz wachsen den Männchen über den eigentlichen Schwanzfedern lange Schmuckfedern, die nach der Balz abgeworfen werden. Diese grün glänzenden Federn galten bei den Azteken als ganz besonders wertvoll und begehrenswert, sodass die Vögel geschützt und die Schmuckfedern gesammelt wurden. Federn senden Signale aus. Sie zeigen Zusammengehörigkeit auf, zeichnen aus, wirken anzie-
hend und stehen für Mut und Stärke. Es genügt, ans Militär zu denken. Die Alpini tragen mit Stolz ihre schwarze und bei den höheren Offizieren weiße Feder auf dem „Cappello Alpino“. Die österreichischen Kaiserjäger zierten ihre Feldkappe mit einem halben nach vorne zeigenden Spielhahnstoß. Die italienische Infanterieeinheit der Bersaglieri, der schnellen und als Scharfschützen geschulten Spezialtruppe, schmücken ihren Uniformhut mit 132 schwarzen Kapaunfedern. Ursprünglich verwendeten sie Auerhahnfedern. Eine Auerhahnfeder, in die Mitte eines lyraförmigen Spielhahnstoßes gesteckt, tragen viele Schützen-
kompanien auf ihren breitkrempigen Hüten. Die Spielhahnfeder gilt auch als ein beliebter Hutschmuck für viele Bergjäger. In früheren Zeiten gaben junge Burschen mit einer die Spitze nach oben zeigenden Spielhahnfeder auf ihrem Hut zu verstehen, dass sie raufbereit seien, während die nach unten gerichtete Spitze eine beruhigende Friedfertigkeit des Trägers bedeuten sollte. Nicht ganz ohne aufreizende Absichten dürfte die als Abendkleid-Accessoire ab den 1920er Jahren in Mode gekommene Straußenfeder-Stola getragen worden sein. Nun aber zurück zu den Federn an und für sich. Versteinerte Reste von früheren Lebewesen haben uns gezeigt, wie sich die Tierund Pflanzenwelt auf unserer Erde aufgefächert und verändert hat. Für die Vogelwelt schuf der Archaeopteryx eine entscheidende Verständnisbrücke. Die in Bayern aufgefundenen versteinerten Skelette des Urvogels gelten als sichtbarer Beweis dafür, dass sich die Klasse der Vögel aus den Echsen entwickelt hat, deren Schuppen lang und länger wurden, bis sie schließlich den einfachen Segelflug erlaubten. Im Laufe der Evolution erschienen die Federn immer feiner geformt und den verschiedenen Bedürfnissen ihrer Trägerarten angepasst. Wir können nur staunen. Die Färbung des Federkleides erfüllt eine zumindest doppelte Funktion. Einerseits dient das Prachtgefieder der Männchen während der Balz dazu, dem oder den auserwählten Weibchen zu imponieren, auf sich aufmerksam zu machen und die Paarung einzuleiten. Zum anderen ist das Gefieder oft eine optimale Tarnung des Vogels. Eine am Boden brütende Auerhenne ist erst bei genauem Hinsehen zu entdecken. Die Weibchen der Hühnervögel sind deshalb immer gut getarnt.


Bei den Auerhühnern tragen Hahn und Henne ein völlig verschiedenes Federkleid. Die am Boden brütenden Hennen müssen gut getarnt sein, um nicht leicht von Beutegreifern entdeckt zu werden, die polygamen Männchen beteiligen sich nicht am Brutgeschäft und benötigen ihr Prachtgefieder, um möglichst vielen Weibchen zu imponieren.
Bei den Männchen, die nicht brüten, ist dies nicht notwendig. Das Federkleid muss immer intakt sein. Federn sind aber leicht zu beschädigen, sie nutzen sich im Laufe des Jahres ab und müssen deshalb erneuert werden. Die Jahr für Jahr notwendige Erneuerung des Vogelkleides bezeichnet man als Mauser. Die meisten Sperlingsvögel mausern das gesamte Gefieder im Laufe eines Jahres. Bei großen Arten wie Geiern und Adlern zieht sich die Mauser über mehrere Jahre hin. Denn sie können es sich nicht erlauben, eine Zeitlang nicht voll flugfähig zu sein. Die Tarnung ist in der Tierwelt überlebenswichtig. Ein gutes Beispiel dafür ist das Schneehuhn. Es ist im Winter weiß, im Sommer braungrau gesprenkelt. Gefährlich wird es für diese Hühner, wenn nach der Herbstmauser kein Schnee fällt. Sie werden dann von weitem gesehen und damit auch eine mögliche Beute für einen Greifvogel. In
Zeiten des Klimawandels fragt man sich, wie die Hühner damit zurechtkommen werden. Aber es zeichnet sich bereits eine Lösung ab. Mehr und mehr werden Hühner gesehen, die im Winter nicht mehr das reinweiße Federkleid
tragen. So könnte es durchaus sein, dass, sofern der Schnee in den höheren Lagen dauerhaft ausbleiben sollte, die Vögel im Winter nicht mehr ein weißes Gefieder, sondern ein graubraunes tragen werden.

Die Federn des allerkleinsten unserer Vögel, des Wintergoldhähnchens, sind mit Ausnahme des flammenfarbenen Scheitelstreifens unauffällig gefärbt.
Die Farbgebung der Federn ist ganz besonders interessant. Schillernde Farbtöne werden durch komplizierte Lichtbrechungen in der äußersten Federschicht erzielt. Oft sind dafür dünnste Fettbeläge verantwortlich. Die bunten Gefiederpartien auf den Flügelspiegeln der Stockenten können als Beispiel gelten. Je nach Lichteinfall irisieren sie metallisch grün oder bläulich. Wäscht man die schillernden Flügelfedern einer Ente mit einem fettlösenden Mittel ab, so verschwindet das Irisieren, die Feder erscheint bei einer Stockente dann leuch-
tend blau und die Farbe changiert nicht mehr. Der kleinste Vogel unseres Gebietes ist das Wintergoldhähnchen. Es wiegt gerade einmal 5,5 g. Unser größter heimischer Vogel ist der nun wieder in die Alpen zurückgekehrte Bartgeier. Seine Flügelspannweite beträgt fast 3 m. Die längste Feder eines Bartgeiers ist 80 cm lang. Das allein schon zeigt, wie breit sich die Klasse der Vögel im Laufe der Jahrmillionen aufgegliedert hat. Schöne Federn scheinen uns Gebirgsbewohner ganz besonders zu faszinieren. Dies ist schon dem nach Italien reisenden Goethe aufgefallen. Im September 1786, also vor genau 240 Jahren, erreichte er auf seiner Fahrt von Mittenwald über Scharnitz und durchs Oberinntal den Brenner und hielt dort seine Tageseindrücke fest. Am Ende seines schönen und ausführlichen Berichtes mit dem Titel „Auf dem Brenner, den 8. September, abends“ schreibt Goethe: „Ich habe Gelegenheit gehabt zu sehen, welchen Wert die gemeinen Leute auf Pfauenfedern legen, und wie überhaupt jede bunte Feder geehrt wird. Wer dieses Gebirge bereisen wollte, müsste dergleichen mit sich führen.“
Wer sein Wissen über die spanische Eroberung des Aztekenreiches vertiefen will, dem sei der überaus genaue Bericht des englischen Historikers Hugh Thomas mit dem Titel „Die Eroberung Mexikos“ empfohlen. Zum tragischen Schicksal der kämpfenden Ureinwohner trug bei, dass die Mexika ihre Anführer mit einem auffallenden Federschmuck aus der Masse ihrer Krieger hervorhoben, was wiederum den berittenen und mit überlegenen Waffen ausgestatteten Spaniern erlaubte, gerade auf diese federgeschmückten Männer zuzureiten und sie auszuschalten, worauf dann die aztekischen Krieger völlig den Mut verloren und dadurch den Spaniern den Sieg schenkten.
Es hätte auch alles anders kommen können. Der französische Schriftsteller Laurent Binet ist in seinem Roman „Eroberung“ der Fiktion nachgegangen, was gewesen wäre, wenn die Wikinger bei ihrem ersten Besuch Amerikas den dortigen Einwohnern die Verhüttung des Eisenerzes beigebracht und ihnen einige Pferde hinterlassen hätten. Spannend und phantasievoll erzählt Binet, wie die Inkas Europa unterwerfen und ihren Sonnengott den Europäern aufzwingen.
Schon 330 v. Chr. schrieb der griechische Philosoph und Universalgelehrte Aristoteles in seiner Poetik: „Der Geschichtsschreiber erzählt, was wirklich geschehen ist; der Dichter, was hätte geschehen können.“
Rettungsaktion am Rieder Stausee
Jedes Jahr sterben tausende Kröten, Molche und Frösche auf dem Weg vom
Freiwillige trugen die Tiere täglich sicher über die Straße.

Leiteinrichtungen und unterirdische
ger vom Verein „Herpeton“ wäre es welt- bzw. Kompensationsgelder des egenen Wasserkraftwerkes

insgesamt 1.073 Erdkröten, 249 Bergmolche und zwei Grasfrösche sicher über die Straße, damit sie ihre Wanderung zum Stausee unversehrt fortsetzen konnten.
Die Zählung lieferte wichtige Erkenntnisse zum Wanderverhalten: Zwischen Fangeimer 17 und 25 wurden die meisten Tiere registriert. Offensichtlich ist die Kurve vor den angrenzenden Wiesen ein bevorzugter Korridor. Deshalb wird nun geprüft, ob an stark frequentierten Stellen stationäre
ein hat deshalb die Gemeinde ersucht, Gespräche mit dem Betreiber aufzunehmen, um eine mögliche finanzielle Unterstützung zu prüfen.
Am Amphibienschutzprojekt haben der Bildungsausschuss Wiesen, der Verein „Herpeton“, 85 freiwillige Helfer, die Gemeinde, Grundbesitzer, das Forstinspektorat und die Forststation Sterzing, der Straßendienst Eisacktal sowie das Amt für Natur mitgewirkt.
Das Auerhuhn im Fokus –ein Blick zurück
Die Auerhühner sind in unseren Bergwäldern erhalten geblieben. Nicht überall im Alpenraum war dies der Fall. In der Schweiz etwa und in der weiter westlich davon liegenden Alpenregion ist unser größtes Raufußhuhn fast ausgestorben.

In unserem Land stand der Urhahn zunächst über Jahrhunderte im Interesse der Jägerschaft. Die Jagdverantwortlichen waren es auch, die erste Anstrengungen zum Auerhuhnschutz ergriffen, als der Bestand zurückging. In Südtirol lud der Landesjagdausschuss ab den 1970er Jahren die Revierleitungen dazu ein, die Bestandszahlen zu erheben und die Balzplätze aufzuzeichnen. Damit sollte geprüft werden, ob die Jagdausübung, die übrigens streng geregelt war und gut überwacht wurde, zu verantworten wäre. Ab dem Jahr 1983 war die Auerhahnjagd in Südtirol völlig verboten. Rechtliche Zwänge und politische Überlegungen führten zu diesem Entscheid. Aber die Zählungen gingen, in größeren Abständen zwar, weiter.
Die früheren Ergebnisse der auf den Balzplätzen im April/Mai gesehenen Hahnen und Hennen sind aufschlussreich. Sie zeigen unter anderem die bei Wildtieren immer vorkommenden Bestandschwankungen an. Im Jahr 1972 zählten die jagdlichen Fachleute im Wipptal 128 balzende Auerhahnen. Im Jahr darauf ergab die Zählung 108 männliche Exemplare. Die Zählformulare enthalten detaillierte Ortsanga-
ben und stellen damit eine Fundgrube für die Flurnamenskunde dar. Dazu ein Beispiel von der Hahnenzählung des Jahres 1974 aus der Gemeinde Pfitsch. Im Revier Wiesen zählten die Beobachter sieben Auerhahnen und elf Auer hennen in den Örtlichkeiten Isse, Saun, Stuedl, Rastlwald, Schnagge und Leitnerwald. Der Pfitscher Aufsichtsjäger Erich Tötsch wurde auf folgenden Örtlichkeiten fün dig: Scheger, Gambrelle, Plerchen, Sa merwald, Schindelboden und Fuchswald. onders genaue Erhebung fand im Jahr 1983 statt. Im Revier Jaufental etwa beteiligten sich neben dem Jagd aufseher Karl Rainer noch fünf Jäger und ei Jägerinnen an der Zählung. Sie fand im April 1983 jeweils zwischen 4.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens statt. Die damals dort besuchten Balzplätze befanden sich an folgenden Örtlichkeiten: Zwölfegg, Steinplatsch, Moarbrand, Freiplatsch, Wechsel (Gospeneid), Hoferplatsch, Wieselpitsch, Nudlmutter (Gospeneid), Gringer Wiese, Stoangartn (Platsch) und Holler (Platsch).
Pfitsch
Mehr Geld für Umweltprojekte

Die 1983 durchgeführte landesweite Zählung erweckte sogar das Interesse des staatlichen Wildforschungsinstituts INBS, das darüber eine Publikation veröffentlichte. Wenn man die Zählungen größerer Zeitabstände vergleicht, zeigt sich ein auffallender Trend. Die Auerhühner sind im Laufe der Jahrzehnte in höhere Lagen gerückt. Ein Grund dafür dürfte in der dichter gewordenen Bestockung unserer Bergwälder zu suchen sein. Die Auerhühner brauchen aber lichte Wälder mit Beeren tragendem Bodenbewuchs. Schwarzbeerensträucher auf dem Bergwaldboden zeigen insbesondere an, dass dort der Lebensraum fürs Auerwild günstig ist. Die Bergwalderhaltung, -bewirtschaftung und -pflege bilden damit einen Schlüssel für die Auerhahnhege. Es ist schön festzustellen, dass sich nun die verschiedenen Fach- und Interessengruppen zusammentun, um die Auerhühner zu schützen und das Wissen über dieses anspruchsvolle Waldhuhn zu vermehren.
Heinrich Aukenthaler
Die Landesregierung hat am 17. Juli die Aufteilung der Umweltgelder für das Wasserkraftwerk Wiesen-Pfitsch für die Jahre 2026 bis 2028 beschlossen. Insgesamt stehen rund 1,39 Millionen Euro bereit. Den größten Teil erhält die Gemeinde Pfitsch. Sie bekommt rund zwei Drittel der Mittel, also etwa 844.000 Euro. Damit kann sie eigene Projekte planen und umsetzen. Ein weiteres Drittel und somit rund 422.000 Euro verwendet das Land für ergänzende Maßnahmen. Zusätzlich setzt der Betreiber selbst Projekte im Wert von 120.000 Euro um, und zwar zum Schutz des aquatischen Ökosystems und des Biotops Riederau.
Das Geld stammt vom Kraftwerksbetreiber Alperia Greenpower GmbH und ist zweckgebunden, um die Eingriffe durch die Energiegewinnung auszugleichen und die Qualität der Lebensräume langfristig zu sichern.
Pflegehelfer
Ein Beruf mit Herz, Sinn und Zukunft
Im Juli organisierte die Bezirksgemeinschaft Wipptal in Zusammenarbeit mit der Landesberufsschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ einen Infoabend zum Berufsbild „Pflegehelfer“. Angesprochen waren alle, die einen neuen Job suchen, sich umorientieren oder umschulen möchten. Rund zehn Frauen und Männer sind gekommen – mehr als erwartet.
Seit Jahren werden landauf, landab händeringend Pflegehelfer gesucht. Die Bevölkerung wird älter, viele Fachkräfte gehen in Pension, und hochqualifiziertes Personal ist rar. Ohne Pflegehelfer wäre Südtirols Gesundheitssystem schon längst an seine Grenzen gestoßen. Ihre Hände wirken unscheinbar, sind aber unverzichtbar: Sie helfen Menschen beim Waschen, Ankleiden, beim Toilette gehen und Körperpflege, sie reichen Mahlzeiten, unterstützen beim Aufstehen und Umlagern, messen Blutdruck, Puls und Temperatur, schenken Zeit und Gesellschaft.
Auch die Bezirksgemeinschaft Wipptal braucht Pflegehelfer, vor allem im Seniorenwohnheim, im Sozialzentrum Wipptal „Fugger“, im Ambulanten Betreuungsdienst und im Tagespflegeheim für Senioren, damit die stark nachgefragten Strukturen auch voll und gut ausgelastet werden können.
Die Ausbildung zur Pflegehelfer ist seit 2024 neu geregelt. Statt zwei Jahre dauert sie nur noch neun bis 18 Monate. Das Diplom gilt in ganz Italien.
Beim Infoabend berichteten langjährige und neue Mitarbeiter von ihrem Werdegang, ihrem Alltag und ihrer ungebrochenen Freude,

am und mit Menschen zu arbeiten und täglich miteinander und voneinander zu lernen. Sie laden jeden herzlich zu einem Schnuppertag an ihrem Arbeitsplatz (Seniorenwohnheim, Ambulanter Betreuungsdienst, Sozialzentrum) ein.
Um Interessierten den Zugang zum Pflegeberuf zu erleichtern, plant die Bezirksgemeinschaft ab Herbst in Zusammenarbeit mit der GRW Wipptal-Eisacktal Vor-
bereitungskurse für die Zweisprachigkeitsprüfung A1 (innerhalb von drei Jahren abzulegen). Der Grundlohn für einen Pflegehelfer in Ausbildung (36 Stunden/ Woche; Vollzeit) liegt bei rund 1.800 Euro netto (mit Zweisprachigkeitsdiplom), auch Teilzeitmodelle (18/12 Stunden) sind möglich. Nach Diplomabschluss kommen monatlich weitere Zulagen (Aufgaben, Feiertags- und Abendzulagen) dazu. Außerdem
Tanjas Weg zur Pflegehelferin

Tanja Thaler (41) aus Mauls, gelernte Servierfachkraft, arbeitete nach der Geburt ihrer beiden Söhne als Verkäuferin. Da sie sich schon immer für soziale Themen interessierte, begann sie eine Ausbildung zur Pflegehelferin. „Es war genau die richtige Entscheidung“, sagt sie heute. „Wir haben eine tolle Klassengemeinschaft, die Lehrkräfte bereiten uns gut auf den Berufsalltag vor, und ich lerne viel über Pflege, Anatomie und zwischenmenschliche Kommunikation.“ Seit Beginn ihrer Ausbildung im Oktober 2025 ist Tanja bei der Bezirksgemeinschaft als „Pflegehelferin in Ausbildung“ angestellt und arbeitet im Wohnbereich des Sozialzentrums mit Menschen mit Behinderungen. „Ich habe mich vom ersten Tag an wohlgefühlt.“ Im Oktober schließt sie ihre Ausbildung ab. „Die Bezirksgemeinschaft und vor allem meiner Familie haben mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt. Dafür danke ich ihnen von Herzen.“
Infos zur Ausbildung: LFS „Hannah Arendt“, lfs.bz-sozialberufe@schule. suedtirol.it, Tel. 0472 973494 © LFS für Sozialberufe Hannah Arendt
gibt es für Mitarbeiter der Bezirksgemeinschaft (je nach Bereich) Essensgutscheine oder Mittagessen in der Mensa, einen Gesundheits- und Pensionsfonds, ein ganzjähriges Abo für öffentliche Verkehrsmittel sowie eine Leistungsprämie. Zudem ist die Bezirksgemeinschaft ein zertifizierter familienfreundlicher Arbeitgeber und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Rund 500 Studierende besuchen durchschnittlich jedes Jahr die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ in Bozen, darunter Mittelschulabgänger, Mitarbeiter in sozialen Berufen sowie Erwachsene, die sich umschulen möchten. Die Ausbildung zum Pflegehelfer (Vollzeit oder berufsbegleitend) ist kostenlos und wird auch in Brixen, in Dietenheim und in Schlanders angeboten. Nicht jedes Jahr kommen alle Klassen zustande, heuer schon. Über 100 Interessierte sind bis dato eingeschrieben, so viele waren es noch nie. Der Bezirksrat der Bezirksgemeinschaft bemüht sich, so bald wie möglich auch im Wipptal eine Außenstelle der Landesberufsschule zu schaffen. Wer an einer Ausbildung zum Pflegehelfer interessiert ist, kann sich noch bis Ende September an der Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ einschreiben.
Infos zum Arbeitsplatz: Bezirksgemeinschaft Wipptal, personalwesen@wipptal.org, Tel. 0472 726480
Wipptal verzeichnet weiteren Gästezuwachs
Im Wipptal hat der Tourismus in der vergan genen Wintersaison von November 2025 bis April 2026 erneut einen deutlichen Zuwachs erfahren. Die Zahl der Gästeankünfte stieg auf 216.966, was einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch bei den Übernachtungen wurde ein Plus verzeichnet: Mit 732.458 Nächtigungen ergibt sich ein Anstieg um 2,5 Prozent. In absoluten Zahlen sind dies 18.130 zusätzliche Über

schnitt von 30,5 Prozent. Wichtigster Herkunftsmarkt blieb Deutschland mit rund 40 Prozent der Übernachtungen, gefolgt von Italien mit knapp 30 Prozent.
Südtir olweit wurden im selben Zeitraum 3,5 Millionen Gästeankünfte (+3,6 %) und 14,8 Millionen Nächtigungen

BEZIRKSGEMEINSCHAFT COMU ITACOMPR NSORIALE
FÜRDIEIB0RGIERININEINUINDBÜRGER DERG·EMIEINDENBRENNIER,.FRANZEINS!F1ES-E, FREIENFELD,PFITSCIHUINDRATSCHINGS
Die Be zir ksgeme i nschafl Wi pplal wird in Kur--.::eden neuen Di ensl ~Betreul,e,sWohnenp,l1J1$" im Seniorenwohnheim Wippial einführen. Dieser richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die das 65. Lebensjahr vollendet haben. deren Lebensbedingungen durch soziale und zwi sehen menschliche S<:hwie rigkei ien, proble matisc he Wohnverhältnisse sowie eine emgeschrankle Selbststän~ digkeil gepragt sind.
lnleressierte werden gebeten. si~h an das Seniorenwohnheim Wipplal, St.-Jal<ob-Weg 6, zu wenden und vorab lelefonisch einen form in unter der Rufnummer 0t.72061300oder per E-Mail an seniorenwohnheim@wipplal.org rn vereinbaren.
IINFORMAZIONE
PERI CITTADINIDEI COMUNI01 BRENNER0.CAMPODITRENS. FORTEZZA,RACINESE VALmVIZZE
La Cornunita comprensoriale W1pptal avviera a breve il nuovo servi;:io ~Assistenza,ablil:atiivaplus· nella Residenza per an~i~ni Wipptal destinato a persone anzIane ultrasessantacmqrnmni la cui condi.z1onedi vita ecarallerizzata da difficolla soc1ali e relazi onali. un a situa zio ne abi t ativa problematica e un.i ridot t a autonom1a.
Gli inleressati sono pregali di r.ivolgersi alla Residenza per anziani Wipptal. via S. Giacomo f.. prev.io ,;ippuntamento teletionico al n. 0'472061300o via e-mail al seguenle indirizrn seniorenwohnheim@wipptal.org.
Brückenbauer zwischen den Sprachgruppen
Am 3. Juli blickte Pfarrer Hugo Senoner auf ein seltenes Jubiläum zurück: Vor genau 60 Jahren empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Der heute 85-jährige Geistliche hat die pastoralen und sozialen Strukturen in mehreren Südtiroler Gemeinden maßgeblich geprägt. Bis heute gilt er als engagierter Brückenbauer zwischen den Sprachgruppen.
Geboren 1941 und in einer traditionsreichen Grödner Bildhauerfamilie aufgewachsen, ist Senoner ladinischer Muttersprache. Sein Lebensweg führte ihn durch prägende Stationen der Diözese Bozen-Brixen – stets mit dem Blick über den eigenen Tellerrand.
Seelsorge im Schatten der Berliner Mauer
Eine besondere Facette aus seiner Studienzeit kam am 2. Juli bei einer Predigt in Brennerbad zur


Dankesfeier für Pater Vincent
Ende Juni wurde Pater Vincent Baltazary Safi OSS in Sterzing herzlich verabschiedet. Seit Oktober 2025 wirkte er in der italienischen Seelsorge mit und half sonntags in einer Pfarrei der Seelsorgeeinheit Wipptal aus. Die Gläubigen schätzten ihn sehr.
P. Vincent Baltazary stammt aus Safi in Tansania und gehört dem Orden des Heiligen Geistes an. Bevor er ins Wipptal kam, arbeitete er drei Jahre lang in der Seelsorge der Diözese Bozen Brixen und zwei Jahre lang in der Seelsorgeeinheit Oberes Pustertal. Nun kehrt er in sein Heimatland zurück und om Orden eine neue Aufgabe.
Sprache: In den Sommerferien Mitte der 1960er Jahre – unmittelbar nach dem Bau der Berliner Mauer – zog es den jungen Theologiestudenten nach Berlin. In der geteilten Metropole half er in der Seelsorge aus. Er nutzte die Aufenthalte u. a. dazu, um sein Deutsch zu verbessern. Dabei kam ihm ein formaler Vorteil zugute: Als italienischem Staatsbürger war es ihm trotz erheblicher Hürden immerhin möglich, die streng bewachte deutsch-deutsche Grenze zu überqueren und so auch im OstTeil der Stadt zu wirken. Dabei erfuhr er schon damals hautnah, was es bedeutet, wenn Barrieren errichtet werden – und dass die tiefsten Trennlinien oft in den Köpfen der Menschen entstehen. Diese prägende Erfahrung begleitete ihn sein ganzes weiteres Leben.
Grenzüberschreitende Initiativen
Unmittelbar nach seiner Priester-
weihe am 3. Juli 1966 begann Hugo Senoner seine offizielle Laufbahn als Kooperator in Gossensaß. Im Anschluss daran verschlug es ihn nach Brixen, wo er nahezu ein Vierteljahrhundert lang als Kaplan und Seelsorger wirkte. In dieser Zeit widmete er sich besonders den Belangen der italienischsprachigen Gläubigen. Als Senoner 1990 die Pfarre am Brenner übernahm, holte ihn das Thema der Teilung wieder ein. Sieben Jahre lang lebte und arbeitete er dort als letzter Pfarrer, der dauerhaft im Grenzort wohnte. Die Staatsgrenze, die Tirol teilt, verläuft mitten durch das Dorf Brenner – und sogar mitten durch seine damalige Pfarre. Denn bis heute gehören mehrere Weiler der österreichischen Nachbargemeinde Gries am Brenner kirchenrechtlich zur Diözese Brixen und damit direkt zur Pfarre Brenner.
Gegen die Barrieren in den Köpfen setzte er gezielt Zeichen des Zusammenlebens und der praktischen Zusammenarbeit im Alltag. Ein besonderes Anliegen war ihm auch die Flüchtlingshilfe. Er rief eine eigene Theatergruppe ins Leben und gründete regelmäßige Seniorentreffen, um die Gemeinschaft im Grenzdorf zu stärken. Zudem initiierte er ein Kindergartenprojekt mit, das echte Pionierarbeit leistete: Der dortige italienische Kindergarten wurde zweisprachig geführt und gezielt auch für die Kinder aus Gries am Brenner geöffnet. Ein weiteres bleibendes Erbe seines Wirkens im Grenzort ist der Erhalt von Sakralbauten: Neben der Pfarrkirche Brenner wurde
auch die Kapelle „Maria vom Guten Rat“, die sich direkt an der Brennergrenze befindet, von Senoner umfassend renoviert. Dabei kam ihm stets sein überaus großes handwerkliches Geschick zugute. Als Mitbegründer rief Senoner zudem die feierliche Übergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem am Brenner ins Leben. Seit Beginn dieser Aktion im Jahr 1992 übergeben die Pfadfinder das Licht seither jährlich im Grenzort, um das weihnachtliche Friedenssymbol in Nord- und Südtirol zu verteilen. Um das Zusammenwachsen der Menschen über die Staatsgrenzen hinweg auch spirituell sichtbar zu machen, führte er zudem vielbeachtete grenzüberschreitende Prozessionen ein, welche die Gläubigen aus dem nördlichen und südlichen Wipptal wieder enger verbanden.
Einsatz für historisches Erbe
Darüber hinaus rettete er vor rund 30 Jahren die historische Kirche in Brennerbad vor dem Verfall. Dieses Gotteshaus blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde urkundlich erstmals im Jahr 1680 eingeweiht. Der heutige Bau stammt aus der Zeit um kurz vor 1900. Damals erlebte der renommierte Kurort seine absolute Blütezeit: Unzählige berühmte Persönlichkeiten stiegen im dortigen Grandhotel ab, der Ort verfügte für den gehobenen Publikumsver-
kehr sogar über einen eigenen Bahnhof – bis 1914 der Beginn des Ersten Weltkrieges dieser Epoche ein jähes Ende setzte.
Heute wird aus den traditionsreichen Thermalquellen das als Südtiroler Naturdenkmal zertifizierte Mineralwasser „San Zaccaria“ abgefüllt. Die enge Verbindung ins Wipptal hält für den Jubilar bis heute: Am 2. Juli leitete Senoner in Brennerbad wieder die traditionelle Patroziniumsfeier zu „Maria Heimsuchung“. Bei diesem jährlichen Festgottesdienst waren erneut zahlreiche Gläubige vor Ort, um den feierlichen Anlass zu begehen. Unter den Gästen befand sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Brenner Martin Alber.
Umzug nach Mühlbach
Seit 1997 ist der Geistliche in Mühlbach im Pustertal verwurzelt. 25 Jahre lang leitete er die dortige Pfarrei, wobei er in der Öffentlichkeit stets als volksnaher Seelsorger auftrat, der sich kein Blatt vor den Mund nahm. Doch auch nach seiner offiziellen Entpflichtung im Herbst 2022 dachte Senoner nicht an den Ruhestand: Er unterstützt das neu formierte Pastoralteam um Fabian Tirler weiterhin aktiv als Seelsorger in der gesamten Seelsorgeeinheit Rodeneck.
Sterzing 25-jähriges Priesterjubiläum
Am Fronleichnamsfest feierten die deutsche und die italienische Pfarr gemeinde in Sterzing gemeinsam das 25-jährige Priesterjubiläum von De kan Andreas Seehauser.
Am Beginn des festlichen Gottesdiens tes, den der Pfarrchor musikalisch ge staltete, gratulierten Vertreter der bei den Pfarrgemeinderäte dem Jubilar und dankten ihm für seinen unermüdlichen Einsatz, sein Glau benszeugnis und die vielen Begegnungen, in denen er Menschen begleitet, ermutigt und gestärkt hat. Sie wünschten ihm weiter hin Gesundheit, viel Freude und Gottes reichen Segen für seinen priesterlichen Dienst.

An den Gottesdienst schloss sich die Fronleichnamsprozession mit den Vereinen, Gruppen und katholischen Verbänden an. Nach dem feierlichen Segen begleitete die Bürgerkapelle Dekan Seehauser ins Hotel „Sterzinger Moos“, wo die Feier bei einem gemeinsamen Umtrunk ihren Ausklang fand.
Im Anschluss kamen die Mitglieder der beiden Pfarrgemeinderäte im Oratorium „Maria Schutz“ zu einem Mittagessen und einem gemütlichen Austausch zusammen.
Thuins
18 Jahre Mesnerdienst

Am Ende des monatlichen Gottes dienstes in Thuins bedankte sich vor kurzem Dekan Andreas See hauser im Namen der Pfarrge meinde und der Thuiner Bevölke rung bei Margit Fleckinger Wild für ihren langjährigen Mesnerdienst in der Thuiner Kirche. Seit 2008 hatte sie gemeinsam mit weiteren Helfern diesen wichtigen Dienst mit großem Engagement ausgeübt. Für ihre Zeit, ihren Ein satz und ihre verlässliche Be reitschaft in den vergangenen 18 Jahren sprach ihr der Dekan seinen herzlichen Dank aus. Die anwesenden Gottesdienstbesucher schlossen sich mit einem kräftigen Applaus an. Künftig werden Annemarie Wild Lanthaler und Damian Strickner den Mesnerdienst in der Thuiner Kirche weiterführen.
Whats Upp?!
im Wipptol
von Tobi vom Jugenddienst
Songs
- PinkPantheress & Zara Larsson – „Stateside“
- Bruno Mars – „I Just Might“
- Shakira & Burna Boy – „Dai Dai“
- Alex Warren – „FEVER DREAM“
- Olivia Dean – „Man I Need“
- Don Toliver – „E85“
- Bad Bunny – „DtMF“
Der Sommer geht zwar schon eine ganze Weile, aber noch ist er lange nicht vorbei. Deshalb haben wir die aktuellsten Sommertrends aus den verschiedensten Bereichen für euch herausgesucht:
Serien
„Wednesday“ (Staffel 2)
- „Stranger Things“ (Serienfinale)
- „Ginny & Georgia“
- „One Piece“
- „The Last of Us“
- „The Pitt“
Kinofilme
- „Spider-Man: Brand New Day“: Tom Holland und Zendaya sind zurück auf der Leinwand und die Kinosäle sind brechend voll.
- „Toy Story 5“: Klingt erst nach Kinderfilm, aber seien wir ehrlich: Wir sind alle mit Woody und Buzz Lightyear aufgewachsen und wollen wissen, wie es weitergeht.
Mode und Accessoires
- Der Blockecore-Hype (Sport-Jerseys): Fußball- und Vintage-Rennsport-Trikots werden nicht mehr nur auf dem Platz getragen. Jugendliche kombinieren weite Retro-Jerseys (gerne oversized) mit lässigen Baggy-Jeans oder Cargo-Shorts.
- Layering trotz Hitze (Doppel-T-Shirt): Klingt verrückt für den August, sieht aber verdammt cool aus. Es werden zwei Shirts übereinander getragen – zum Beispiel ein farbiges, enges Tanktop unter einem leicht transparenten, weiten Netz-Oberteil oder zwei farblich kontrastierende Cropped-Tees.
�� �� �� �� �� �� Sommertrends!
- Utility-Style (mehr Taschen, mehr Funktion): Extrem angesagt bei Mädels sind gerade Cargo-Röcke oder Utility-Gürtel (breite Ledergürtel mit aufgesetzten Taschen, wie man sie von Handwerkern kennt), kombiniert mit einem schlichten Basic-Top.
Eissorten
In diesem Sommer dreht sich an den Eisdielen alles um Textur und verrückte Kombis:
- Pistazie-Crunch mit Meersalz
- Hot Honey & Lemon
Tipp: Keine Lust auf teure Eisdiele? Friere einfach ein paar Trauben ein und beträufle sie vor dem Essen mit Zitronensaft und etwas Zucker. Schmeckt original wie Sour-Patch-Süßigkeiten!
Accessoires
- Shield-Sonnenbrillen: Die Brillen können gar nicht groß genug sein. Der futuristische Y2K-Look (2000er Jahre) mit durchgehenden, rahmenlosen Gläsern im Visier-Style.
- Micro-Watches: fette Smartwatches machen eine Pause. Der Trend geht zurück zu winzigen, filigranen Analog-Uhren mit Metallarmband, die eher wie ein cooles Armband wirken.
Blitzeinsatz im Wettkampf
Ende Juni nahmen rund 3.000 Feuerwehrleute und -jugendliche aus Südtirol, dem Trentino, Österreich und Deutschland in Klobenstein am Ritten an den Landes-Feuerwehrleistungsbewerben teil. Am Start waren auch die Feuerwehr Sterzing sowie die Jugendgruppen Ratschings/ Mareit, Mauls, Sterzing, Kematen und Telfes.
Das beste Ergebnis unter den Wipptaler Jugendgruppen erzielte Mauls mit Platz 30 (95

Bei den Leistungsbewerben zählen Disziplin, Schnelligkeit, Genauigkeit, Kameradschaft und. Zugleich sind die Wettkämpfe Ansporn und Beweis für die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Feuerwehren.
ze und Platz 29 (80 Teams) in der Kategorie Silber. In der U12 war Moritz Auckenthaler (Ratschings) bestplatzierter Wipptaler (Rang 3) unter 69 Teilnehmern. Die Feuerwehr Sterzing holte beim Leistungs abzeichen in Bronze Rang 25 (45 Teams) und in Silber Rang 16 (36 Teams).
Flugfest in Sterzing
Lautlos und elegant gleiten Se gelflieger über den Zwölferturm und die umliegenden Gipfel von Sterzing. Was in den 1930er Jah ren als mutiges Abenteuer erster Pioniere begann, ist heute Leiden schaft ganzer Generationen. Wer die Kunst beherrscht, Wolkenbil der richtig zu deuten, Landschaf ten zu lesen und unsichtbare Luft strömungen zu spüren, den trägt der Wind hunderte, manchmal über tausend Kilometer weit.

Segelfliegen in Sterzing ist etwas ganz Besonderes. Dank der Aufwinde am Alpenhauptkamm mit seinen Dreitausendern und des beschleunigenden Kanals am Brennerpass gewinnt die Luft an Kraft. Sie strömt über Sterzing hinweg und steigt an den Bergen südlich der Stadt weit nach oben. Diese Hangaufwinde nutzen wir, um an Höhe zu gewinnen. Da wir für den Start fast ausschließlich eine Seilwinde nutzen, ist unser Sport nachhaltig.
Um die Faszination des Fliegens mit euch zu teilen, laden wir euch herzlich ein, am 8. und 9. August mit uns am Flugplatz Sterzing zu feiern.
Weitere Infos auf Instagram und Facebook Eure Segelfluggruppe Sterzing
Die KVW Ortsgruppe Gossensaß betreibt seit Anfang Dezember die Tauschbörse „Fundus“ in der Romstraße in Gossensaß.

Die Initiative kommt bei der Be völkerung sehr gut an und wird an den zwei Öffnungstagen sehr gut besucht. Jeder Interessierte kann dort gut erhaltene
Kleider, Spielsachen und an dere Gegenstände gegen eine freiwillige Spende mitnehmen und so Nachhaltigkeit leben. Die Spenden werden an gemeinnützige Vereine weitergegeben. So wurde bereits an „Licht für die Welt“ gespendet. Diesmal konnte ein Scheck über 750 Euro an die Initiative „Wünschewagen“ überge ben werden.
Bei der Übergabe vor dem „Fundus“ war neben dem Vorstand des KVW Gossensaß auch KVW-Bezirksvorsitzender Karl Kerer anwesend.

Kinderseite
Bastle eine Sonnenblume!
Was du dafür brauchst:
• Schere
• Karton (grün, gelb, braun)
• schwarzen Filzstift
• Kleber
Was du tun musst:
Linus stößt sich an der Rutsche am Spielplatz den Kopf. Kommt ein Mann vorbei und fragt: „Geht’s dir gut, soll ich Eis holen?“ Antwortet Linus: „Schokolade und Erdbeere, bitte!“

• Schneide die einzelnen Stücke aus dem Karton aus (du kannst dir zuerst auch etwas vorzeichnen).
• Klebe die Einzelteile zusammen.
• Male schwarze Punkte auf den braunen Karton.
Fertig ist die Sonnenblume!

Eis am Stiel mit Joghurt-Beeren
125 ml Schlagsahne
50 g Himbeeren
2 g Schwarzbeeren
2 El Zucker
100 g Sahnejoghurt
Zubereitung
1. 100 ml Schlagsahne steif schlagen.
2. 125 g Himbeeren und 50 g Schwarzbeeren verlesen. Himbeeren und 2 El Zucker in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Schwarzbeeren und 100 g Sahnejoghurt untermischen. Sahne unterheben.

3. Die Joghurtmasse in sechs Eisförmchen füllen. Mit je einem Stiel versehen und mindestens drei Stunden einfrieren.
4. Zum Herauslösen die Förmchen am besten kurz zwischen den Händen erwärmen oder in heißes Wasser tauchen.

Im abgelaufenen Kindergar tenjahr durften die Kinder des Kindergartens Mauls aus nächster Nähe miterleben, wie sich ihr vertrauter Gartenbereich Schritt für Schritt verwandelte. Wo zuvor Rutschen, Sandkisten und Büsche standen, rollten plötzlich Bagger, ein Kran und andere große Baumaschinen an. Vom Gruppenraum aus verfolgten die Kinder fasziniert, wie
Die Baustelle wurde für die Kinder zu einem täglichen Highlight: Sie beobachteten, stellten Fragen, kommentierten die Fortschritte und staunten über die Arbeit der vielen Menschen, die an diesem Projekt beteiligt waren.

„Die Zusammenarbeit mit den ‚wichtigen Personen‘ auf unserer Baustelle verlief hervorragend. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten“, so die Kindergartenleitung.
Gemeinsam stark für den guten Zweck
zusammen: 2.200 Euro wurden durch den Erlös der Weihnachtslotterie des Mareiter Weihnachtsmarktes gesammelt, weitere 3.500 Euro spendeten die Mareiter Bäuerinnen aus den gesamten Einnahmen ihres Kekseverkaufes.
der einen großartigen Spendenbeitrag an die Kinderkrebshilfe „Peter Pan“ überreichen. Insgesamt kamen stolze 5.700 Euro
„Allen Sponsoren und Helfern, die uns so großartig unterstützt haben, gilt unser großer Dank. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen“, so die Verantwortlichen.

Ratschings
Gelungener Sommerausflug
Anfang Juli organisierte die Ortsgruppe Ratschings der SBB-Seniorenvereinigung einen Ausflug nach Nordtirol. Erstes Ziel der Reise war der Bergisel in Innsbruck. Dort fuhren die Ausflügler

mit der Schrägbahn und dem Lift hinauf zum Restaurant an der bekannten Sprungschanze. Bei einem Frühstück auf der Aussichtsplattform bot sich der Gruppe ein herrlicher Ausblick über die Stadt. Anschließend stand der Besuch des Museums „Tirolpanorama“ mit dem Riesenrundgemälde auf dem Programm.
Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Mieders im Stubaital. Mit der Gondelbahn schwebte die Gruppe hinauf zum Koppeneck unter der Serles. Dort unternahmen einige eine Wanderung zum Wallfahrtsort Maria Waldrast, andere nutzten den gemütlichen Serleszug. Vor Ort blieb zudem Zeit für ein besinnliches Gebet. Wer nicht wandern wollte, genoss die Zeit bei bester Gesellschaft beim Kartenspielen, geselligen „Ratschern“ oder einfach beim Entspannen in der Natur. Am Abend ging es mit der Bergbahn wieder hinunter nach Mieders und von dort mit dem Bus zurück nach Hause.
SBB-Senioren feiern 30-jähriges Bestehen
Ende Juni trafen sich rund 200 Senioren in Vahrn, um das 30-jährige Bestehen des Bezirks Eis acktal/Wipptal der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund zu feiern.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem feierlichen Gottesdienst, gestaltet von Pfarrer Michael Bachmann und dem Kirchenchor von Schalders. Im Mittelpunkt standen der Dank für die Entwicklung des Bezirks Eisacktal/Wipp tal der Seniorenvereinigung im SBB in den vergangenen drei Jahrzehnten und die Bitte, auch weiterhin für die älteren Menschen da zu sein. Bezirkspräsident Josef Weissteiner schilderte die Entwicklung des Bezirks und berichtete über verschiedene Initiativen. In besonderer Weise erinnerte er an die beiden Gründer und ehemaligen Bezirkspräsidenten Serafin Mitterrutzner und Hans Dorfmann. In ihren Grußworten gratulierten die Ehrengäste zum runden Jubiläum. „Ihr schafft einen Ort der Begegnung, der Freundschaft und des Zusammenhalts – und das ist gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit besonders wertvoll“, betonte SBB-Bezirksobmann Matthias Braunhofer. Und Irmgard Testor ergänzte: „Bei euch
Maria Trens Bastel- und Kräutermarkt
Auch heuer findet am 15. August ein kleiner Bastel- und Kräutermarkt auf dem Festplatz in Maria Trens statt. Nach der feierlichen Prozession kann ab etwa 10.00 bis 13.00 Uhr auf dem Markt gestöbert und eingekauft werden. Angeboten werden Selbstgebas-
renvereinigung erinnerte und betonte: „Jede Sparte hat ihre speziellen Bedürfnisse, daher brauchte und braucht es auch für die Senioren eigene Organisationen. In letzter Zeit sogar noch mehr, da die ältere Generation immer bedeutender wird.“
Mit einem Mittagessen samt Geburtstagskuchen, Musik der „Wipptaler Singvögel“ und der „Jungen Helden“ sowie einem Jubiläumsgedicht der Mundartdichterin Anna Steinacher klang die Feier aus.
Im Bild: (v. l.) die Ausschussmitglieder der Ortsgruppe Vahrn und des Bezirks Eisacktal/Wipptal mit Ortspräsidentin Annemarie Friedrich (5. v. l.), Bezirkspräsident Josef Weissteiner (7. v. l.) und Landespräsidentin Theresia Larcher (8. v. l.).

teltes, Türkranzler, Tees, Salben und Gesichtscremes sowie Kaffee und Kuchen.
Der Reinerlös geht an den Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“, der von Petra Theiner geführt wird.
Wolfsthurn Familienclub beendet Tätigkeit

keit zu beenden und die verbleibenden liquiden Mittel an die Initiativgruppe „Wipptal – der kleine Bezirk mit dem großen Herzen“ unter der Leitung von Christian Schölzhorn zu übergeben.
Der Wolfsthurn Familienclub wurde im Jahr 2011 von drei Freunden ins Leben gerufen. Auslöser war der Tod eines Weggefährten. Der Wunsch, dessen Familie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, war der Beginn einer Initiative, aus der sich ein Verein entwickelte, der über viele Jahre hinweg Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite stand. Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Mareiter wurden im Laufe der Jahre verschiedenste Veranstaltungen organisiert. Die dabei erzielten Erlöse kamen zunächst der Familie des verstorbenen Freundes zugute. In den folgenden Jahren konnten aber auch weitere Familien und Einzelpersonen aus dem Dorf unterstützt werden, die unverschuldet von schweren Schicksalsschlägen betroffen waren.
Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit sind die drei Gründer nun zum Entschluss gekommen, dieses Kapitel abzuschließen. Gleichzeitig war es ihnen ein großes Anliegen, das verbleibende Vereinsvermögen
die Beine stellt. Auch einige Einwohner von Mareit gehören seit Jahren dieser lebendigen und aktiven Gemeinschaft an.
Mit der Spendenübergabe soll sichergestellt werden, dass die Mittel weiterhin dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden – bei Menschen vor Ort. Damit bleibt der ursprüngliche Gedanke des Wolfsthurn Familienclubs auch über das Ende des Vereins hinaus lebendig.
Die Gründer bedanken sich bei allen, die den Wolfsthurn Familienclub in den vergangenen Jahren begleitet haben, insbesondere bei den vielen freiwilligen Helfern sowie den zahlreichen Besuchern der Veranstaltungen. Ohne ihren Einsatz und ihre großzügige Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, so vielen Menschen in schwierigen Zeiten Hoffnung und finanzielle Hilfe zu schenken. „Wir möchten allen von Herzen Danke sagen, die uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben. Was wir gemeinsam auf die Beine stellen konnten, war nur dank des großartigen Zusammenhalts in Mareit möglich. Es freut uns, dass die verbleibenden Mittel nun weiterhin Menschen im Wipptal zugutekommen und der Gedanke der gegenseitigen Hilfe fortgeführt wird“, betonen die drei Gründer abschließend.
35 Jahre MC Ratschings
1991 von einigen Motorradfahrern gegründet, trifft sich der MC Ratschings either jährlich zur Motoweihe, zuerst

Einige Gründungsmitglieder bei der Motorradweihe 1991
am Jaufenpass und später bei der Kapelle in Flading. Heuer fand die Weihe auf dem Gelände des MC Falken in Mareit statt, wo zugleich das 35-jährige Bestehen des Clubs gefeiert wurde. Bei der Andacht segnete Pfarrer Armin Weyers die Motorräder und ihre Fahrer. In stiller Erinnerung gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder, darunter Arthur Mössner und Anton Volgger. Bei der anschließenden Feier ehrte der Club alle bisherigen Präsidenten, darunter Adolf Holzner, Karl Keim, Ferdl Siller, Martin Siller sowie Christian Plattner mit einem Erinnerungsgeschenk in Form eines Clublogos. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Petra Baur, die seit der Gründung das Amt der Sekretärin innehat. Der Club versteht sich nicht nur als Gemeinschaft von Motorradfahrern, sondern vor allem als Kreis von Kollegen und Freunden, die bei verschiedenen Anlässen ihren Zusammenhalt und ihre Freude am Motorradfahren kundtun.
Drei Tage Mittelalter
Klirrende Schwerter, rauchende Lagerfeuer und Musik aus vergangenen Jahrhunderten prägten am vorletzten Juli-Wochenende das Bild unterhalb von Burg Reifenstein. Bereits zum vierten Mal fanden dort die „Reifensteiner Rittertage“ statt. Rund 6.000 Besucher nutzten die drei Veranstaltungstage, um historische Lager, Handwerksvorführungen und Schaukämpfe zu erleben. Für Organisator und Burgkastellan Manuel Zilleckens war es die bisher erfolgreichste Ausgabe der Veranstaltung.

Noch vor wenigen Jahren fiel das Fest deutlich kleiner aus. Die ersten beiden Ausgaben beschränkten sich auf das Burggelände, ehe die Rittertage auf die Wiesen unterhalb der Burg übersiedelten und sich dort zu einem großen Mittelalterfest entwickelten. Heute reisen dafür Lagergruppen, Händler, Musiker und Gaukler aus sieben Ländern nach Elzenbaum an. Insgesamt waren in diesem Jahr rund 1.300 Mitwirkende beteiligt. „Am Anfang bin ich auf anderen Mittelalterfesten von Stand zu Stand gegangen und habe die Gruppen gefragt, ob sie zu uns kommen möchten“, erzählt Zilleckens. Mittlerweile sei die Nachfrage aber so groß, dass längst nicht mehr alle Anfragen berücksichtigt werden könnten.
Was die Reifensteiner Rittertage von vielen anderen Veranstaltungen unterscheidet, sind die historisch-authentischen Lager. Die Teilnehmer schlüpfen für drei Tage vollständig in ihre Rollen. Gekocht wird über offenem Feuer, geschlafen in Zelten, moderne Gegen-

Die Gewinner des Schildkontest 2026: (v. l.) Mario Kothe (Moderation), 1. Platz: Bernhard Roth, Ina Knup, „Artus Sterzing Wappenwacht zur Toggenburg“, 2. Platz: Max Puchelt „Die Abtrünnigen“, 3. Platz: Lukas Rabensteiner „Lagergruppe Heimdall“, Manuel Zilleckens (Veranstalter, Kastellan auf Burg Reifenstein)


der
stände bleiben möglichst weggepackt. Viele Familien verbringen das gesamte Wochenende gemeinsam im Lager und zeigen den Besuchern bereitwillig und so authentisch wie nur möglich, wie das Leben im Mittelalter ausgesehen hat. Für Zilleckens ist gerade diese Authentizität ein wichtiger Bestandteil des Festes. Deshalb achtet er bei der Auswahl der Gruppen mittlerweile besonders darauf, dass Kleidung, Ausrüstung und Darstellung möglichst stimmig sind. Von 10.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends folgte an diesem Wochenende dann ein Programmpunkt auf den nächsten: Fanfarenzüge, Musikgruppen, Gaukler, Handwerker und Feuershows sorgten den ganzen Tag über für Unterhaltung. Zu den Höhepunkten zählten die große Feldschlacht mit rund 200 Kämpfern sowie das Buhurt-Turnier, bei dem Mannschaften in historischen Rüstungen mit stumpfen Waffen gegeneinander antraten. Hinter den Kämpfen steckt eine monatelange Vorbereitung. Sicherheitsre-
geln werden im Vorfeld genau abgestimmt, damit die Vorführungen trotz aller Dynamik und Härte kontrolliert ablaufen. Der organisatorische Aufwand beginnt allerdings lange vor dem ersten Veranstaltungstag. Eigentlich das ganze Jahr über wird dafür organisiert, koordiniert und trainiert. Außerdem reisen viele Lagergruppen bereits zu Wochenbeginn an und helfen beim Aufbau von Palisaden, Türmen und Lagern. Unterstützung erhält Zilleckens dabei auch von der Gemeinde Freienfeld sowie zahlreichen freiwilligen Helfern. Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigen für ihn vor allem die Rückmeldungen nach dem Fest. „Besucher, Mitwirkende und sogar Hoteliers aus der Umgebung haben mir bestätigt, welchen Stellenwert die Rittertage inzwischen für den Bezirk haben“, so Zilleckens. Deshalb laufen die Vorbereitungen für die nächste Ausgabe bereits jetzt schon.
log
Im Mai <liesesJahres wurde die neue Kommunikotionskompogne für die Feriendestination Rotschings gestartet. Oas Kon• zept spiegelt die Haltung der Einheimischen wider und rückt die Natur in den Mittelpunkt. Oie Positionierung mit Fokus
Hier einige Beispiele:

81eibt erdig für euren Urlaub in Si.iatirol.
1homas baut an, was der Boden hergibt. Salat, Karotten. Mangold, alles im Takt der Jahn!SZfi• ten, alles in Bio.
auf Nachhaltigkeit umfasst folgende Elemente:
• Sehnsuchtsort Ratschings
• \)on der Natur geküsst
• orei Ti.ilerfür morgen
• #Bleibt
Für die Kampagne wurden Tes• timonia1s sowie Unikate aus der
lokalen Bevölkerung fotografiert und passende Geschichten verfasst. Das zentrale. 'Thema ist die Natur mit ihren vielfältigen Besonderheiten und Highlights der Destination. Die Maßnahmen beinhalten Inserate, Pres• setexte, A<luertorials. News•
letter, City-light-Poster sowie Aktiuitäten in den sozialen Me• dien. Das Projekt „Grenzenloses Nachhalti9keits--1<ommu nikationskonzept 0 wurde mit dem Partner T\18 Wipptal (Nordtiroll umgesetzt und durch lnterreg ltalien•Österreich gefördert.
81eibt naturno.h für euren Urlaub in Slidtirol.
Florian bereitet Grauköse zu, \)ersor9t 1iebe\)011 die: Sc;hw1Jinc und \)fr\UÖhnt die Gaste: mit Köstlichkeite.n. Alles aus einer Hond
11„:e::,,.=-
Bleibt fleißig für euren Urlaub in Südtirol.
Stall, Feld, Garten, Küche:, Stall. seit übe:r 60 Jahren lebt Johonno die:stn Rhythmus • und doch ist kein Tag wie der andere.
Bleibt uerwurzelt für euren 'Urlaub in Südtirol.
Kar-in taucht tiefer ein, als es andere wahrne:hm_en. In der Erdt? .schlummert ottu Heilwiuen. Wurzel um Wurzel, Generation um Generation.
REKLAMEI RATSCHINGSTOURISMUS Reise

Unantastbar-Heimspiel mit Gänsehaut
Im August verwandelt sich Sterzing wieder in das Epizentrum der Rockmusik. Das vierte „Gegen die Stille“-Festival steht vor der Tür – und es wird emotionaler denn je. Der Erker hat sich mit Schlagzeuger Florian Wieser und Sänger Joachim „Joggl“ Bergmeister von der Erfolgsband „Unantastbar“ getroffen, um über Ticket-Wahnsinn, hochkarätiges Line-up und den bevorstehenden Abschied auf Zeit zu sprechen.
Erker: Euer „Gegen die Stille“-Festival war in der rekordverdächtigen Zeit von nur 42 Stunden restlos ausverkauft. Habt ihr mit diesem gewaltigen Ansturm gerechnet?
Florian Wieser: Ehrlich gesagt nein – und schon gar nicht in dieser extremen Form! Dass die vierte Auflage mit jeweils 2.500 Besuchern an zwei Tagen so schnell weggeht, hat uns alle komplett umgehauen. Das zeigt einfach, was für eine unglaublich treue Community hinter uns und diesem Festival steht. Auch die Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld als Veranstalter war überrascht und erfreut. Für das Wipptal ist das Festival mittlerweile auch ein spannender Wirtschaftsfaktor. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde Sterzing, dem Ski- und Wandergebiet Rosskopf sowie den zahlreichen lokalen Betrieben und Partnern dürfen wir ein großartiges Event auf die Beine stellen.
Nach der großen „Für immer wir“-Tour quer durch den deutschsprachigen Raum kehrt ihr nun dorthin zurück, wo alles begann. Was macht das Festival in Sterzing für euch und die Fans so besonders?
Joggl Bergmeister: Es ist unser Heimspiel.
Wir haben im März in Berlin den zweiten Teil unserer Tour gestartet und waren danach in vielen großen Städten zu Gast, vor einigen Wochen auch als Support der „Böhsen Onkelz“ im Ernst-Happel-Stadion in Wien – vor über 60.000 Besuchern. Der krönende Abschluss in der Heimat ist aber einzigartig. In Sterzing auf dem Stadtplatz zu spielen, wo unsere Familien, Freunde und Fans aus Südtirol, Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenkommen, erzeugt eine ganz eigene Magie. Es ist familiär, rau und extrem herzlich zugleich.
Das Line-up für 2026 kann sich wirklich sehen lassen. Auf welche Highlights dürfen sich die Besucher freuen?
Florian Wieser: Wir haben wieder ein absolut cooles Line-up zusammengestellt. Ein Riesenkracher ist unser Freitags-Headliner: Da holen wir „Danko Jones“ aus Toronto in Kanada nach Sterzing – eine international renommierte Liveband, welche die Bühne garantiert zum Beben bringt. Ein hochemotionaler Höhepunkt wird zudem der Auftritt der Band „Foiernacht“ aus Wiesen. Die Jungs feiern bei uns ihr 20-jähriges Jubiläum und geben gleichzeitig ihr Abschiedskonzert. Uns ist aber auch die Vielfalt wichtig: Neben punkigen Klängen von „The Headlines“ aus Schweden gibt es auch traditionellere Töne wie die „Bergdiamanten“ aus dem Gsiesertal oder die „Jungfelder Böhmische“. Der Rosskopf spielt beim Festival eine ganz besondere Rolle. Was ist dort geplant?
Florian Wieser: Bereits am Freitagnachmittag spielen wir heuer mit Unantastbar ein Akustikkonzert neben der Bergstation. So
etwas gab es noch nie und wir freuen uns ganz besonders darauf. Am Samstag spielen dann tagsüber verschiedene Bands auf den Hütten. Wer also keine Karten für das „Gegen die Stille“-Festival ergattern konnte, kann am Berg trotzdem feiern und alle Konzerte besuchen. Der Eintritt dafür ist frei, lediglich die Fahrt mit der Umlaufbahn ist kostenpflichtig.
Dieses Tourfinale wird nicht nur laut, sondern auch sehr emotional. Nach dem Festival verabschiedet sich Unantastbar in eine längere Pause. Wie schwer fällt euch dieser Schritt?
Joggl Bergmeister: Schwer, aber er ist auch sehr wichtig. Seit unserer Gründung im Jahr 2004 geben wir Vollgas. Es folgte Album um Album und Tour um Tour. Mit dem aktuellen Album sind wir im vergangenen Jahr auf Platz zwei der offiziellen deutschen Albumcharts gelandet. Nach dem „Gegen die Stille“-Festival begeben wir uns erst einmal in eine Pause, um durchzuatmen und neue Energie zu sammeln. Dementsprechend emotional wird das Finale in Sterzing werden. Da wird sicher die eine oder andere Träne fließen, aber vorher lassen wir es noch einmal so richtig krachen.
Vor dem großen Abschied noch ein letztes Wort an eure Fans ...
Florian Wieser: Danke für euren unfassbaren Support über all die Jahre! Kommt vorbei, feiert mit uns das Leben, die Musik und ein unvergessliches Wochenende. Wir sehen uns im August in Sterzing und am Rosskopf!
Interview: Barbara Felizetti Sorg


„Wir
sollten die Stille wieder mehr schätzen“
Mit dem Festival AUDĪRE am 23. August bringt der Kultur verein LURX Musik, Klangkunst und A
warum aufmerksames Zuhören heute so wichtig ist.
Warum stehen gerade Stille
rausch zu sein. Deshalb versuche
Was versteht man unter
Gerold Plank: aus einer Erfahrung. Ich war ein mal bei einem besonderen Kon zert in Völs. Die Musik war ganz f zur Landschaft. Gleichzeitig gab es Klangaufnahmen aus der Um gebung – Geräusche aus der Na tur, vom Wind oder von Tieren –, die sind. Da merkte ich, wie span nend es ist, Natur, Umgebung und Musik mit Das Festival findet auf einer Wie se nahe der Bergstation Ladurns in

es dann Musik, Klangkunst, Poe sie, kleine Achtsamkeitsübungen und Momente der Stille. Es soll kein klassisches Festival sein, bei dem man von Programmpunkt zu Programmpunkt hetzt, sondern ein Ort, an dem man sich Zeit nimmt, genau hinzuhören. Ein Soundwalk lädt die Besucher außerdem dazu ein, die Landschaft einmal ganz bewusst hörend zu erleben.
Woher kommt dieses Inter esse?
Anfang der 1990er Jahre lernte ich einen Yogalehrer kennen und besuchte Kurse. Später machte ich Ausbildungen zum Meditations- und Entspannungstrainer. Mich faszinierte, wie sich die Wahrnehmung verändert, wenn der Geist zur Ruhe kommt. Als Gastwirt kenne ich das Gefühl, ständig gehetzt und im Arbeits-
ein Ensemble künstlerischer Arbeiten zusammengestellt, das Umgebungsgeräusche, Stimme, elektronische Systeme und akustische Instrumente verbindet. Klänge entstehen aus Holz, Metall und Luft, aus digitalen Prozessen ebenso wie aus körperlicher Präsenz. Hören ist hier viel mehr als Musik – und genau das macht diese Mischung unmittelbar erfahrbar.
Was wünschen Sie sich, wie die Besucher nach dem Festival nach Hause gehen?
Ich hoffe, dass sie entspannter heimkehren. Vielleicht nehmen sie sich danach wieder öfter Zeit, einfach zuzuhören – der Natur, der Musik, ihrem Gegenüber oder auch sich selbst. Wenn das gelingt, hat das Festival seinen Zweck erfüllt.
Interview: Lisa Frei
„move
in the fire“
Südtirols höchstgelegenes Schutzhaus, das Becherhaus im Ridnauntal auf 3.195 m, wurde Mitte Juli zur spektakulären Kulisse für DJane Enas neuesten Releasesong „move in the fire“.
Was zunächst nur wie ein unerreichbarer Wunschtraum schien, wurde zu einem besonderen Projekt hoch über dem Ridnauntal: Für das Musikvideo zu ihrem neuen Track zog es die Sterzingerin Verena Senn auf das Becherhaus. „move in the fire“ steht für die Energie eines Augenblicks und das Gefühl, sich frei entfalten zu können. Für Ena war schnell klar, dass diese Botschaft einen besonderen Ort braucht. Die außergewöhnliche Kulisse über den Bergen wurde bewusst gewählt, denn sie spiegelt genau das wider, wofür der Song steht: Energie, Emotion, Freiheit und die Kraft, ganz im Moment zu sein. Bei der Produktion wurde DJane
Rosskopf
Musikalischer Sonnenaufgang am Rosskopf: Es ist schon ein erhabener Augenblick, bei morgenrötlichem Tagesanbruch, wenn einem die ersten Sonnenstrahlen ein Blinzeln ins Gesicht zaubern, hoch über dem Wipptal zu stehen, erlesenen Klängen zu lauschen und seinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen.

Ena von einer guten Freundin mit Impulsen unterstützt. Ein professionelles Video- und Soundteam sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Die Offenheit und Unterstützung des Becherhaus-Teams sowie die Verfügbarkeit eines Helikopterservices machten die Umsetzung des Projektes überhaupt erst möglich.
Zahlreiche Hüttengäste verfolgten den Dreh bei Sonnenunter-
gang aus nächster Nähe und wurden dabei selbst Teil des Musikvideos. Einen weiteren Höhe-
punkt bildeten die Aufnahmen in den frühen Morgenstunden, als der Sonnenaufgang eine spektakuläre Kulisse für die abschließenden Szenen bot. Für Ena und ihr Team stand im Vordergrund, das Projekt möglichst umweltschonend umzusetzen und sowohl den Schallpegel als auch den Einsatz von Technik und Ausrüstung auf das notwendige Minimum zu beschränken. Veröffentlicht wurde das Musikvideo auf YouTube und über die Social-Media-Kanäle von DJane Ena. Der Song ist auf allen gängigen Musik-Plattformen verfügbar.
la.dl~rns Be:tgstati.o:n 11udk, poesie. klang:kunst ., stille
Festival 1 23. 08.

Gleich viermal gibt es in diesem Sommer nach einer geführten
frühmorgendlichen Wanderung zum „Köpfl“ hoch oben bei der Wunschglocke auf dem Sterzinger Hausberg Sonnenaufgangskonzerte mit anschließendem Frühstück: Am 2. August (Bahnstart um 5.10 Uhr) mit der Gruppe „Timbreroots“, am 9. August (5.20 Uhr) mit der „Santoni Family“, am 12. August (5.25 Uhr) mit Pat Wallis und am 2. September (5.55 Uhr) mit „Hondmade“. Eine Anmeldung ist erforderlich.

13:00-16:30h
Sterzing
Orfeo entfleucht

Sang- und klanglos hat sich das „Orfeo Music Festival“ nach 15 Jahren aus Sterzing verabschiedet. Die 2003 als „Schlern International Music Festival“ ins Leben gerufene Sommerakademie renommierter Professoren und internationaler Musikstudenten hatte seit 2011 in Sterzing eine willkommene Heimstatt gefunden. Das zweiwöchige Festival klassischer Musik vereinte seither jedes Jahr im Juli Talente aus aller Welt in Sterzing und bot einem breiten Publikum an stimmungsvollen Orten der Stadt eine Reihe erstklassiger Konzerte und musikalischer Leckerbissen. Nun ist das Festival, benannt nach Orpheus (italienisch Orfeo), dem größten Sänger der griechischen Mythologie, zwar nicht Eurydike gleich in der Schattenwelt des Hades verschwunden, wohl aber hat es seine künstlerische Heimat nach Brixen verlagert.
Orpheus hat sich auf seinem Weg aus der Unterwelt bekanntlich noch einmal umgedreht. Die Folgen sind bekannt. Vielleicht hätten sich die Kulturschaffenden vor Ort ja auch einmal mehr umschauen und entschlossener um den Erhalt des Festivals bemühen sollen. Sterzing verliert jedenfalls ein kulturprägendes Ereignis des sommerlichen Angebots. Schade drum. lg
Konzert im Stadttheater Sterzing am 14. August Ensemble Diderot mit Johannes
„Sinfonie Romane“
Rom um 1700: Die Ewige Stadt ist das pulsierende Zentrum der europäischen Musikwelt. Als der junge Händel hier ein trifft, erlebt er hautnah, wie Corelli mit seinen Triosona ten einen neuen Klangtypus definiert und wie Komponis ten wie Colista, Lonati und Stradella die Kammermusik des kommenden Jahrhun derts formen. Heute sind ihre Namen vergessen. Johannes Pramsohler Sterzing geboren und auf den großen Bühnen der Welt zuhause – von der Wigmore Hall bis zur Berli ner Philharmonie –, kehrt in diesem Sommer mit seinem Ensemble Diderot in seine Heimatstadt zurück. Im Gepäck: ein Programm, das ver-
Pramsohler:
gessene Meisterwerke aus dem Schatten holt und die Geburtsstunde einer ganzen

Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr; der Eintritt ist frei.
Sterzing Konzert der Brünner Philharmoniker
Am 29. August gastieren die Brünner Philharmoniker mit Werken von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart in
musikalischen Eleganz gehört sie zu den beliebtesten Orchesterwerken des Kom-

Unter der Leitung von Dennis Russel Davies erklingen u. a. „Exsultate, jubilate“ von Mozart und Schuberts 5. Symphonie. Wegen ihrer Leichtigkeit und kammer-
ls Solistin ist die Sopranistin Chen Reiss zu hören, die regelmäßig zu Gast bei bedeutenden Festivals wie den BBC Proms, den Salzburger Festspielen, dem S chleswig-Holstein Musik Festival, dem George Enescu Festival, dem Rheingau Musik Festival oder dem Lucerne Festival sowie bei namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern ist.
Konzertbeginn ist um 18.00 Uhr.
Sterzing „Ganz still und stumm“
„Ganz still und stumm“ ist ein experimenteller Stummfilm von Verena Hofer, der sich als

Versuch versteht, stummen Weltschmerz in die Welt zu schreien.
Mitten in der Bergwelt sucht die Protagonistin einen Sinn im immerwährenden Alltag und scheint daran zu scheitern. Bilder der Angst, die sie in sich trägt, holen sie immer wieder ein und geben ihr das Gefühl, an ihrer inneren Heilung und ihrem Wachstum gehindert zu
Sommerkino
An zwei Abenden im August verwandelt sich der Widum-In-

nenhof in Stilfes zum Freilichtkino. Am 19. August wird um
werden. „Ganz still und stumm“ gibt dem Publikum kein klares Narrativ mit auf den Weg, sondern ein Gefühl: roh, , eindringlich. Mit ihrem Filmdebüt konnte die gebürtige Sterzingerin Verena Hofer, die heute in Vorarlberg lebt, bereits ere Filmfestivals überzeugen. Der dreh fand am Penser Joch statt. Weitere Szenen entstanden in Österreich und der Schweiz. Realisiert wurde der Film von einer Gruppe befreundeter Filmschaffender als erstes großes Projekt: ohne Budget, aber mit umso mehr Durchhaltevermögen und Herzblut. Der Filmclub Sterzing zeigt den Kurzfilm „Ganz still und stumm“ am 14. und 27. August jeweils um 20.00 Uhr im Stadttheater Sterzing.
Sterzing Cactus
Bis zum 30. September ist in den Vitrinen von LURX in der Sterzinger Altstadt die „invista“-Ausstellung „Cactus“ mit Werken von Mischa Sanders und Philipp Putzer zu sehen. Die Skulpturen aus gegossenem Aluminium und Keramiken, die wie gewachsene Formen oder rätselhafte Objekte im Raum er scheinen, laden dazu ein, vertraute Materialien und Formen neu zu betrachten. Beide Künstler untersuchen in ihrer Arbeit die Wechsel wirkungen zwischen Architektur, Landschaft und Material.

20.00 Uhr ein Kinderfilm gezeigt (Decke und Kuscheltier mitbringen). Am 21. August ist ein Film für Jugendliche und Erwachsene zu sehen. Dazu gibt es Popcorn und Getränke. Der Eintritt ist frei. Bei schlechtem Wetter findet der Kinoabend im Pavillon statt.
Organisiert werden die beiden Kinoabende unter dem Motto „You make me happy“ vom Bibliotheksteam und vom Bildungsausschuss Stilfes.
l:hu ensemb!:e Brnss n Sail ist aus den IMiisern der J oe Smith Ba m:1 heI'lior911gang.en. Der Reit \lOl'I liho,ss'o S,ax ist die ung:l?wÖhn~ liehe Besetzung: 11rei Bled1blii~ ser und ein Ho li!.blii Ul r. Oi:!!i:111 rch ensteht ein Klong von d.em ein besonder,e,r Zoube;r ~usg~ht. Das 'Ensemble Slli!ilt Musik IIIJS Klas~ sik, Barock, Pop, Jazz, Swing und uides me hw.
S,abjno Monterisi • Sax:ophon Wdlt11r Plank • nomp ~te li'epvi Ht1lll!f • P·OSOUll·~ Toni Ti'ichler • n1ba

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Meister optischer Illusionen

Eingebettet in die malerische Kulisse der Stadt ist Anfang Juli in Sterzing zum zweiten Mal das World Bodypainting Festival ausgetragen worden. Bei der Weltmeisterschaft wurden die Sieger in den anspruchsvollen Kategorien Camouflage, bei der bemalte Körper und die Umgebung nahtlos ineinander übergehen, und erstmals auch im Facepainting ermittelt. Künstler aus 20 verschiedenen Nationen haben daran teilgenommen; in der Jury saß auch BodypaintingWeltmeister Johannes Stötter aus Sterzing.


Den Weltmeistertitel im Camouflage Bodypainting sicherte sich die Französin Cindy Pasqualin. Die Österreicherinnen Nadja Hluchovsky und Vanessa Nicolle belegten die Plätze zwei und drei.
Im Rahmen des Festivals gab es am Stadtplatz erstmals auch die Facepainting-Weltmeisterschaft, bei der die Norwegerin Linda Rohmen siegreich war. Nadja Hluchovsky wurde wurde auch in dieser Kategorie zweite, gefolgt von Jasmiina Walters aus Finnland. Im Mittelpunkt stand dabei aus-

drucksstarkes Gesichtsdesign; das Thema „Spirituelle Wächter“ war eine Hommage an heilige Beschützer, innere Stärke und unsichtbare Kräfte.
Abseits der Wettbewerbe nutzten die Künstler zwei Tage lang eine Jam Session zum Austausch und genossen die kreative Atmosphäre inmitten historischer Gemäuer. Die Festival-Serie wird im Herbst in Finnland und Spanien fortgesetzt.


Silber, Blei & Bauernkrieg
Neues Fahrzeug für die Feuerwehr
Anfang Juli konnte die Freiwillige Feuerwehr Ratschings – Zug Mareit ein neues Mannschaftstransportfahrzeug mit Allradantrieb (MTF-A) in den Dienst stellen. Das Fahrzeug ersetzt ein rund 30 Jahre altes Vorgängermodell, das wegen technischer Mängel und nachlassender Betriebssicherheit ausgemustert wurde.
Durch den Spezialisten Fire & Rescue auf einem Ford Transit Custom Allrad aufgebaut, bietet das MTF-A Platz für eine Besatzung von 1+8 Personen. Neben der vorgeschriebenen Pflichtbeladung ist es auch mit einer Anhängerkupplung ausgestattet.

als Bergbauunternehmer tätig.
Seit Anfang Juli zeigt das Landesmuseum Bergbau in Maiern in Ridnaun die Sonderausstellung „Silber, Blei & Bauernkrieg“. Die Ausstellung widmet sich den Bauernaufständen von 1525, der Rolle Michael Gaismairs und den wirtschaftlichen Interessen rund um den Bergbau.
Die Ausstellung geht der Frage nach, warum Gaismair, selbst kein Bauer, zum Anführer der bäuerlichen Erhebung in Tirol wurde und rückt dabei den Bergbau als wirtschaftlichen und sozialen Konfliktraum in den Mittelpunkt. Die Konflikte der Zeit reichten damals weit über den Gegensatz zwischen Bauern und Obrigkeit hinaus. Mit dem wachsenden Einfluss großer Handelsfamilien wie der Fugger gerieten auch kleinere
Unternehmer und Gewerken unter Druck. Gaismairs Nähe zur bäuerlichen Bewegung war Teil dieses größeren Konflikts zwischen lokalen Interessen und überregionalen Finanzund Handelsmächten.
„Silber, Blei & Bauernkrieg“ verbindet die Geschichte der Bauernaufstände mit aktuellen Fragen nach Ressourcenabbau, wirtschaftlicher Macht, Globalisierung, Kapitalismus und sozialer Ungleichheit. Im Mittelpunkt stehen Entwicklungen, die von den Anfängen kapitalistischer Expansion bis in die Gegenwart reichen. Die Ausstellung ist bis zum 8. November im Landesmuseum Bergbau in Maiern zu sehen.

Das Fahrzeug sorgt nicht nur für einen sicheren und komfortablen Mannschaftstransport, sondern übernimmt im Einsatzfall die Rolle des Führungsfahrzeugs für den Einsatzleiter. Auch für Ausbildungsfahrten zur Landesfeuerwehrschule in Vilpian kommt es zum Einsatz. Ein besonderer Gewinn ist das neue MTF-A für die Jugendfeuerwehr, die damit zuverlässig zu Übungen, Bewerben und Veranstaltungen gelangt.


Das Autobahnviadukt in Gossensaß
Mit der Inbetriebnahme der Brennereisenbahn ab 1867 verlagerte sich der traditionelle Verkehr über die Brennerstraße zunehmend auf die Schiene. Ein großer Teil der Bevölkerung hatte bisher gut vom Durchzug der zahlreichen Fuhrleute, Handwerker, Touristen und Reisenden gelebt, doch bis zur Jahrhundertwende verödeten die Straßen zunehmend. Im beginnenden 20. Jahrhundert begann dann das Automobil seinen Siegeszug. Gab es 1897 in der gesamten Donaumonarchie gezählte 35 Autos, so waren es zehn Jahre später bereits 1.500. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit und mit der zunehmenden Verbreitung des
von Karl-Heinz Sparber
Autos nahm auch der Verkehr auf der Brennerstraße deutlich zu und bald konnte der tägliche Verkehr nicht mehr bewältigt werden. Bereits 1950 reisten
650.000 Personen auf der Straße über den Brenner, 450.000
benutzten die Bahn. 1958 waren es fast zwei Millionen Autoreisende und 950.000 fuhren mit der Eisenbahn. Ab 1960 setzte zusätzlich der LKW-Verkehr ein und belastete vor allem in Gossensaß das Dorfleben (Unfälle,

gefährliche Straßenüberquerungen, Lärm- und Geruchsbelästigung, Hotelzimmer zur Straßenseite konnte man nicht mehr anbieten). 1967 passierten über 150.000 Fernlaster die Brennergrenze in beide Richtungen. Der



Ruf nach direkteren und größeren Transportkapazitäten wurde immer lauter und so entschied man sich, eine „wintersichere“ Autobahn über den Brenner zu bauen.
Brennertunnel oder Brennerautobahn?
Bereits 1952 gab es ein großes militärisches Projekt, nämlich den Bau einer Autobahn LivornoBrenner als Verbindung zwischen dem amerikanischen Nachschubhafen und Mitteleuropa. In dieses Projekt fiel auch der kuriose Plan eines unterirdischen Brennertunnels (Doppelgalerie), der Gossensaß mit Steinach bzw. Matrei mit Sterzing verbinden sollte. 1955 tauchten auf österreichischer Seite noch tollkühnere Pläne auf: Dipl.-Ing. Arch. Eduard Senkowsky aus Innsbruck legte dem Bundeskanzleramt in Wien den Entwurf vor, einen zweistöckigen Tunnel zu bauen, der eine Vereinigung zwischen Bahn- und Straßentunnel darstellte. Die Bahn sollte auf der Sohle dreigleisig fahren, im ersten Stock die zweispurige Autobahn und darüber wäre noch
Platz für die Entlüftungsanlagen und sonstige notwendige Anlagen gewesen. Italienische und österreichische Grenzbeamte
den Verkehr nach Westen verlagern wollten mit der Untertunnelung des Montblanc und des Großen St. Bernhard sowie mit

würden jeweils bei der Einfahrt in den Tunnel Zoll-, Waren- und Passkontrollen vornehmen. „Die Länge würde ganz ungefähr geschätzt 16 oder 20 km betragen“, schrieben die „Tiroler Nachrichten“ am 22. Dezember 1955. Die Kosten würden nicht größer sein als der geplante Bau der Autobahn von Salzburg nach Wien. Unter Zugzwang stand man, da die Schweizer den alpenqueren-
dem Bau des zweiten GotthardTunnels und des Straßentunnels von San Bernardino.
Die Brennerautobahn (Bauzeit 1964-1974)
Gekommen ist dann alles ganz anders: Bereits in der Genfer Konvention von 1950 war festgelegt worden, eine Autobahnverbindung Modena-Brenner-
Innsbruck als ein Teilstück der Europäischen Fernverkehrsroute E6 Rom-Berlin-Oslo zu errichten. Bauherr war die Brennerautobahn AG in Trient, die 1959 gegründet wurde. Das gewaltige Projekt wurde 1960 unterzeichnet, das anspruchsvolle Ausführungsprojekt von 1962 stammte von den Brüdern Bruno und Lino Gentilini von der Firma SEPI in Trient. Der erste Spatenstich für die Verbindung Brenner-Verona erfolgte am 26. März 1964 in Trient. Zehn Jahre später waren sämtliche anspruchsvolle Kunstbauten, Brücken, Viadukte und Tunnels von Brenner bis Modena fertiggestellt. Zu Ostern 1974 wurde die neue Brennerautobahn als eine der ersten Gebirgsautobahnen der Welt feierlich eröffnet.
Für die 314 km lange Brennerautobahn, die sich über sechs Provinzen und 1.300 Höhenmeter hinzieht, entstanden Gesamtkosten von 245 Milliarden Lire. Dabei entfielen 83 Milliarden Lire auf 116 Brücken (davon 68 in Südtirol), Viadukte und 144 Überführungen, 25 Milliarden Lire auf Bodenbeläge (100 % Flüsterasphalt), 23 Milliarden
ZAHLEN UND FAKTEN ZUM GOSSENSASSER AUTOBAHNVIADUKT
Die Talbrücke wurde von 1968 bis 1971 nach Plänen der Ingenieure Bruno und Lino Gentilini gebaut.
10 km südlich des Brennerpasses gelegen, gilt das Viadukt von Gossensaß als größte Autobahnbrücke der Brennerautobahn (A22) und wird auch „kleine“ oder „heimliche Europabrücke“ genannt. Nördlich und südlich ist sie direkt mit Hangbrücken (Pontigl 1, Pontigl 2, Steckholz) verbunden.
Länge: 1.028 m. Die Spannbetonbrücke überquert Staatsstraße, Eisenbahn und Eisack.
Pfeilerhöhe: zwischen 12 und 87 m
Maximale Höhe: 110 m zwischen Fahrbahn und Eisack
12 Pfeiler mit 13 Öffnungen
Spannweiten: zwischen 45, 59, 78 und 91 m. Zwischen 8. und 9. Pfeiler (von Norden gezählt) beträgt die größte Spannweite 163 m. Im Vorschubverfahren errichtet: Vorgefertigte Platten mit Spannleisten wurden fortschreitend eingeschoben.
Die Pfeiler sind für Wartungsarbeiten innen hohl und begehbar. Der verwendete Spannbeton hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 100 Jahren.
Die Strecke Sterzing-Brenner hat eine Neigung von 3,8 Prozent
Die Autobahnplattform besteht aus zwei Fahrbahnen und einem Randstreifen Breite: 22 – 24 m.
Das Teilstück Pontigl-Sterzing wurde am 5. April 1971 freigegeben.
Die Nutzungszeit (ANAS-Konzession) wurde 1974 für 50 Jahre vergeben, ist also 2024 ausgelaufen und muss neu verhandelt werden
Zur Sicherheit: Das Viadukt ist mit fast 200 verschiedenen Sensoren ausgestattet und erhielt 2025 neue Temperaturfühler, dynamische und seismische Beschleunigungs- und Neigungsmesser sowie Wägezellen, Hydrometer und Sonare zur Überwachung der Hydraulik. Diese ergänzen die Daten, die im „Digitalen Zwilling” des Bauwerks erfasst werden, und ermöglichen noch präzisere und tiefergehende Prognosen zu den verschiedenen Bauteilen. Eine solche instrumentelle Überwachung ermöglicht es, eventuelle Mängel vorauszusehen und notwendige Wartungsarbeiten zu planen.

Lire auf 29 Tunnels, 67 Milliarden Lire auf Straßendämme, 24 Milliarden Lire auf Mautstellen, Beleuchtung, Zäune, Lärm-

schutzwände, Infrastrukturen und 23 Milliarden Lire auf Grundstücksenteignungen (21,5 Millionen Quadratmeter). Für einen Kilometer Autobahn fielen Baukosten in Höhe von rund 780 Millionen Lire an. 1968 hatte man noch von 150 Milliarden Lire Gesamtkosten bis zum Abschluss der Arbeiten gesprochen, in 30 Jahren sollte sich das Bauwerk amortisieren.
Das Gossensasser Autobahnviadukt (1968 – 1971)
Nachdem auf österreichischer Seite bereits 1959 mit dem Bau der Brennerautobahn bei Innsbruck begonnen worden war, wurde am 17. November 1963 die Europabrücke bei Schönberg in Nordtirol eröffnet. Sie galt damals mit 190 m als die höchste Pfeilerbrücke der Welt.
Ende 1968 war die Brennerautobahn von Innsbruck bis Brennersee (36 km) durchgehend befahrbar. Auf italienischer Seite verzögerte sich der Anschluss nach Süden um einige Jahre. Ende 1968 waren fünf von zwölf Pfeilern fertiggestellt.
Das Besondere am Autobahntrakt liegt daran, dass man kaum merkt, ob man über eine Hangbrücke, eine Bogenbrücke oder ein Viadukt fährt. Zwischen den verschiedenen Brückenteilen befinden sich Bewegungsfugen, die man durch holpriges Fahren spürt. Eine technische Innovation war damals der Einsatz von Hangbrücken: Früher hätte man den steilen Berghang bei Pontigl abgetragen (oder aufgefüllt), um eine ebene Fläche für die Fahrbahn zu schaffen. Bei den neuen Hangbrücken (z. B. Pontigl 1 und Pontigl 2) wurde die Fahrbahn aus dem Hang herausgehoben und die Last über die einzelnen Stützen auf die Fundamente abgeleitet. Die Fundamente bestehen aus massiven Stahlbetonsockeln oder stehen auf tiefgegründeten

Pfeiler und Plattenbalken sind für Wartungsarbeiten in den Hohlräumen begehbar
Pfeilern, die gegen Erdrutsche speziell abgeschirmt werden. Die längste Hangbrücke ist mit 1.804 m die Luegbrücke nördlich vom Brenner.
Trens Gemeinsames Singen
Bereits im Jahr 1345 wurde Maria Trens als bedeutender Wallfahrtsort bekannt. Zahlreiche Votivtafeln zeugen bis heute von den Gebetserhörungen und der Hilfe der Gottesmutter. Ein besonderer Höhepunkt im Kirchenjahr ist seit jeher der Rosenkranzsonntag am ersten Sonntag im Oktober. Er ist weit über die Landesgrenzen hinaus ein wichtiger Tag des Bittens und Dankens. Im Zuge der geschichtlichen Entwicklung wurde

Maria Trens im Jahr 1939 zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben. Der damalige Kaplan Rudolf Kruckenhauser setzte sich zum Ziel, eine „Schola“ für liturgische Gesänge ins Leben zu rufen. Daraus entwickelte sich schließlich der Kirchenchor, der anfangs aus 22 Mädchen und Burschen aus dem Dorf sowie dem Organisten Adolf Moser bestand. Als Moser während des Zweiten
erneuert

Weltkrieges an die Front gerufen wurde, übernahm der erst 16-jährige Alois Salzburger das Amt des Organisten. Bis ins hohe Alter begleitete er unzählige Messfeiern, Hochzeiten sowie Beerdigungen und bereicherte auch als Komponist verschiedener Lieder das ges ells chaftliche Leben. Es sind gerade diese langen Traditionen, die eine Gemeinschaft über die Jahrhunderte hinweg prägen und begleiten. Aus diesem Grund wird in diesem Jahr der Rosenkranzsonntag am 4. Oktober mit einem gemeinsamen Singen auf besondere Weise begangen. Geprobt wird am 9., 15., 22. und 29. September jeweils um 19.30 Uhr im Probelokal des Kirchenchores von Maria Trens unter der fachkundigen Leitung von Chorleiter Heinrich Pramsohler. Ob Jung oder Alt, ob erfahrene Stimme oder Neueinsteiger – jeder kann daran teilnehmen.
400 Jahre Bittgang
Seit 1626 machen sich Gläubige aus Pens jedes Jahr zum Bittgang über das Penser Joch ins Wipptal auf. Zunächst führte die Wallfahrt nach Ridnaun. Seit 1649 pilgern sie zur Gnadenmutter von Maria Trens. Am 20. Juni jährte sich die Wallfahrt zum 400. Mal
Die Penser Wallfahrt hat eine lange Tradition und geht (auch) auf die frühere Zugehörigkeit der Pfarrei Pens zur Erzpfar re Stilfes zurück, zu der lange auch Trens gehörte. Noch im Nebel brach die diesjährige Pilgergruppe, angeführt vom Pilgerkreuz, um 4.30 Uhr in Pens auf. Um 7.00 Uhr erreichten die Gläubigen das sonnige Penser Joch. Zwei Stunden später, in Egg, schlossen sich ihnen Bischof Ivo Muser und Sekretär Michael Horrer an und stiegen mit ihnen über den Kirchsteig nach Stilfes ab. Unter den Bittgängern war auch Landtagsabgeordneter Franz Locher, der Sarntaler Bürgermeister Josef Mair sowie Männer und Frauen aus dem Sarntal, die bereits seit vielen Jahren, teils seit ihrer Kindheit, an der Wallfahrt teilnehmen. Früher wurde vor allem um gute Ernte, günstiges Wetter und den Schutz vor Blitz und Hagel gebetet. Jeder führte auch ganz persönliche Anliegen mit, etwa den Dank für eine überstandene Krankheit oder die Heimkehr des Vaters aus dem Weltkrieg. Manche pilgerten das letzte Stück sogar auf Knien von der Reiterkapelle zur Kirche.

Das Wegkreuz in der Margarethenstraße in Sterzing erstrahlt nach gelungener Erneuerung wieder in neuem Glanz. Mit viel Einsatz und handwerklichem Geschick hat Josef Schölzhorn das Kreuz renoviert und damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieses schönen religiösen Zeichens geleistet. Ein besonderer Dank gilt auch Herbert Gschnitzer, der das Wegkreuz seit vielen Jahren mit großer Sorgfalt pflegt. Gerade solche stillen Zeichen am Wegesrand verdienen Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Um 11.00 Uhr zogen rund 160 Gläubige, darunter zahlreiche Wipptaler, unter Glockengeläut, Orgel- und Trompetenklängen in die Trenser Wallfahrtskirche ein, wo – umrahmt vom „Männervierklang Trens“ – ein Gottesdienst gefeiert wurde. In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die drei Grundhaltungen, die bei jeder Wallfahrt gepflegt werden sollten: Aufbrechen, Bitten und Danken. Nach der Messfeier lud der Pfarrgemeinderat zu einem Mittagessen mit musikalischem Ausklang in den Pfarrgarten ein.
Die zahlreichen Pilger bezeugen, dass die Penser Tradition über die Jahrhunderte hinweg lebendig geblieben ist. Auch nach 16 Generationen zieht der Glaube, die Gemeinschaft und die Natur noch immer Menschen übers Joch nach Trens – und wird es hoffentlich auch weiterhin tun.
Il Comune di Fortezza si oppone alla realizzazione di un nuovo campo base!
Nell’areale dell’ex-cantiere BBT di sottoattraversamento del fiume Isarco si intende creare un nuovo campo base destinato all’alloggio dei lavoratori impegnati nella realizzazione del tratto di accesso Fortezza - Ponte Gardena. Questa struttura rimarrebbe in funzione fino al 2034.

Il Comune di Fortezza si oppone a questo progetto, poiché la popolazione già da anni è soggetta a disagi dovuti ai numerosi cantieri presenti.
I lavori per il cunicolo esplorativo sono iniziati 20 anni fa, quelli della galleria principale 15 anni fa e il cantiere dell’attraversamento dell’Isarco è durato circa 12 anni e da poco concluso. Dove finalmente una vasta area è stata ripristinata a prato, dovrebbe sorgere un nuovo campo base per ulteriori 8 anni.
Il completamento del tunnel di base del Brennero subisce continui ritardi. Oggi si parla di conclusione lavori nell’anno 2034; quindi ulteriori 8 anni di lavori!! Nel cuore del paese di Fortezza attualmente si sta costruendo il nuovo tunnel di accesso Riol, seguiranno i lavori per il portale nord della linea di accesso, per le infrastrutture necessarie nell’area della stazione ferroviaria e tutto l’attrezzaggio tecnico del tunnel di base. Dagli abitanti del paese quindi in riguardo a rumore, polvere e traffico di mezzi pesanti viene richiesta ulteriormente molta pazienza.

Per questo motivo, l’amministrazione comunale si alla realizzazione di nuove opere, a maggior ragione se queste potrebbero essere realizzate anche altrove.
Franz Schwitzer nuovo assessore comunale
Il Consiglio comunale di Brennero ha nominato Franz Schwitzer (SVP) nuovo assessore comunale. Succede a Brigitta Schölzhorn (SVP), che aveva rassegnato le dimissioni nel mese di maggio. Con questa scelta la Südtiroler Volkspartei mantiene il proprio rappresentante in Giunta, optando per una sostituzione interna e rinunciando alla proposta della Lista Civica di entrare a far parte dell’esecutivo comunale.
Le nomine hanno occupato una parte importante dell’ultima seduta del Consiglio comunale. Oltre alla sostituzione della vicesindaca dimissionaria Brigitta Schölzhorn con Robert Holzer (SVP), è entrato in Consiglio anche Angelo Miele (Fratelli d’Italia), che prende il posto della consigliera Sandra Pederzini. Entrambi erano i primi dei non eletti nelle rispettive liste. Per il ruolo di assessore, il sindaco Martin Alber ha proposto Franz Schwitzer, eletto con otto voti favorevoli e cinque contrari. I voti contrari sono arrivati dai consiglieri della Freie Liste Brenner.
Il portavoce della lista, Franz Keim, ha spiegato che, dopo le dimissioni di Schölzhorn, il gruppo aveva manifestato al sindaco la disponibilità a collaborare entrando nella maggioranza di governo. Secondo Keim, in particolare per la frazione di Colle Isarco, la lista dispone di persone competenti che avrebbero potuto contribuire efficacemente ai lavori della Giunta. Ha inoltre precisato che il voto contra rio non era rivolto alla persona di Franz Schwitzer, ma rappresentava una presa di posizione rispetto alla scelta politica della SVP di man tenere l’incarico all’interno del proprio gruppo. La Lista Civica ha comunque ribadi to la volontà di continuare a collaborare nell’inte resse della cittadinanza. Martedì 21 luglio Franz Schwitzer è sta to nominato nuovo
vicesindaco. “Alle ultime elezioni comunali Franz Schwitzer ha ottenuto un eccellente risultato di preferenze nella valle di Fleres. È padre di due figli e direttore della cooperativa elettrica locale”, ha dichiarato il sindaco Martin Alber, augurando al nuovo vicesindaco buon lavoro per il suo incarico. In qualità di assessore comunale, Schwitzer sarà responsabile dei settori famiglia, politiche sociali, scuola in lingua tedesca e scuole dell’infanzia, tutela del decoro del paese di Fleres, assistenza all’infanzia, cimiteri e regolamento cimiteriale, culto e parrocchie (insieme al sindaco Alber), politiche giovanili (con Verena Marcassoli), anziani, edilizia abitativa agevolata, affari militari (con Verena Marcassoli), igiene pubblica, sanità, sostenibilità e clima, rete in fibra ottica ed energia.
Nel corso della stessa seduta il Consiglio comunale ha approvato anche l’utilizzo di un avanzo di amministrazione di 1,18 milioni di euro nell’ambito dell’assestamento di bilancio.
La quota più consistente, pari a 350.000 euro, sarà destinata alla manutenzione di diversi ponti presenti sul territorio comunale, alcuni dei quali, come ha spiegato il sindaco Alber, versano in condizioni precarie. Altri 180.000 euro finanzieranno il risanamento della casa delle associazioni di Fleres, mentre 80.000 euro saranno destinati all’indizione di un concorso europeo di idee per la futura riqualificazione del centro di Colle

Il sindaco ha precisato che quest’ultimo intervento potrà essere realizzato solo dopo il completamento della prevista circonvallazione di Colle Isarco. Una parte delle risorse comunali sarà infine impiegata per la realizzazione di nuovi uffici all’interno del municipio di Brennero.
Consiglio comunale di Vipiteno: focus sull’accoglienza di una famiglia di rifugiati e sulla variazione di bilancio
Nel corso dell’ultima seduta di giugno, il Consiglio comunale di Vipiteno ha affrontato, tra i prin cipali punti all’ordine del giorno, un’interrogazione presentata dal consigliere della Süd-Tirol er Freiheit (STF) Jonas Gasser sull’accoglienza di una famiglia di rifugiati, oltre all’approvazio ne di una variazione di bilancio. La seduta ha inoltre segnato l’in gresso in Consiglio di Stefanie Amrain, subentrata alla dimissio naria Verena Debiasi della lista “Für Sterzing Wipptal”.
Con un’interrogazione scritta ri volta al sindaco Peter Volgger, Gasser ha contestato il fatto che il Consiglio comunale sia venuto a conoscenza dell’assegnazione di un alloggio alla famiglia esclusivamente attraverso gli organi di stampa, nonostante pochi giorni prima si fosse svolta una seduta ordinaria. Il consigliere ha chiesto chiarimenti sull’iter della procedura, sullo status giuridico delle persone accolte e sui possibili oneri economici per il Comune, con particolare riferimento alle spese per l’integrazione e ai servizi.

munità comprensoriale Wipptal , sotto il profilo politico, dall’assessora comunale all’integrazione Chiara Martorelli. ra gli altri provvedimenti approvati figura una variazione di bilancio che stanzia 432.413 euro per a riqualificazione di Piazza Città e 239.572 euro per il progetto di partenariato pubblico-privato per il palazzo del ghiaccio. La delibera è stata ratificata con le sole astensioni dei consiglieri Jonas Gasser (STF) e Paul Eisendle VP).
Nella sua risposta, il sindaco ha ricostruito la cronologia dei fatti, spiegando che i primi contatti con la Provincia risalgono al mese di febbraio. Il 12 febbraio il Comune aveva comunicato la disponibilità immediata dell’alloggio, precisando che la sua assegnazione rientra nelle competenze dell’amministrazione comunale e non richiede una deliberazione del Consiglio.
Volgger ha inoltre chiarito che la famiglia è composta da una donna pakistana e dal figlio, entrambi inseriti nel programma provinciale destinato a nuclei familiari che hanno concluso positivamente la procedura d’asilo e dispongono di un regolare permesso di soggiorno. In precedenza, la donna era ospitata in una struttura di accoglienza a Bolzano, mentre per il marito è attualmente in corso la procedura di ricongiungimento familiare, avviata nel novembre 2025. Il sindaco ha poi evidenziato che la donna svolge già un’attività lavorativa e provvede autonomamente al proprio sostentamento e alle spese correnti. L’inserimento della famiglia rientra in un progetto di abitazione e integrazione della durata minima di due anni, che prevede precisi impegni da parte dei beneficiari. Per i servizi ricevuti è previsto un contri-
buto mensile compreso tra 40 e 168 euro a persona, oltre al pagamento delle spese accessorie dell’alloggio, mentre il canone di locazione viene integralmente rimborsato dalla Provincia. Il percorso è seguito sul piano operativo da Karoline Wieland della Co-
Il Consiglio ha inoltre nominato all’unanimità Veit Bertagnolli, di Prati, amministratore unico della società in house STEVI Srl e ha approvato la trasformazione urbanistica di alcune particelle catastali a Tunes, da bosco a zona agricola. sp

Esercito: il 5° reggimento Alpini sulle orme dei campi di battaglia della Grande Guerra
Due “Staff Ride” tra l’Altopiano di Asiago e la Valle di Ledro per approfondire storia, tradizioni e insegnamenti ancora attuali per il soldato moderno.

Nelle scorse settimane il 5° Reggimento Alpini ha condotto due Staff Ride, attività storico-addestrative finalizzate ad approfondire la conoscenza della storia del Reggimento e dei suoi Battaglioni durante la Prima Guerra Mondiale.
Il primo Staff Ride si è svolto dal 5 al 7 giugno sull’Altopiano di Asiago, dove il personale ha ripercorso i luoghi della Battaglia delle Melette. In questo settore del fronte il Battaglione “Morbegno” si distinse per coraggio e spirito di sacrificio durante i combattimenti del giugno 1916, meritando la Medaglia d’Argento al Valor Militare.
La seconda attività, svolta il 12 e 14 giugno nella Valle di Ledro, ha interessato le aree nelle quali operarono i Battaglioni “Vestone” e “Val Chiese”. Attraverso l’analisi del terreno e delle operazioni condotte nel settore, i partecipanti hanno potuto approfondire il contesto storico e operativo nel quale agirono gli Alpini del Reggimento.
Entrambi i percorsi hanno consentito al personale di analizzare sul terreno le decisioni tattiche adottate durante le operazioni, valutare l’influenza della morfologia del territorio, dell’organizzazione delle difese, dell’impiego del fuoco e della logistica.
Il 5° Reggimento Alpini, reparto della Brigata Alpina “Julia”, mantiene vivo il legame con la propria storia attraverso attività formative che consentono al personale di approfondire la conoscenza delle vicende e dei valori che hanno caratterizzato generazioni di Alpini. Gli Staff Ride rappresentano uno degli strumenti attraverso cui il patrimonio storico e professionale del Reggimento viene trasmesso ai militari di oggi, contribuendo alla loro crescita professionale e valoriale. sp
Inaugurata la nuova falesia: un progetto condiviso tra 5° Reggimento Alpini e CAI Vipiteno

È stata inaugurata ufficialmente la nuova palestra di arrampicata, un’importante struttura nata dalla collaborazione tra il 5° Reggimento Alpini e la sezione di Vipiteno del Club Alpino Italiano (CAI). Alla cerimonia hanno preso parte rappresentanti comunali del territorio, autorità civili, militari e religiose, rappresentanti del CAI e numerosi ospiti.
L’iniziativa rappresenta il risultato di un lavoro condiviso con l’obiettivo di valorizzare uno spazio dedicato allo sport, alla montagna e alla crescita personale. Grazie all’intervento realizzato, sono state realizzate diverse vie di arrampicata, rese più sicure e accessibili, offrendo così agli appassionati – dai climber più esperti fino ai principianti – un luogo adeguato a praticare questa disciplina in condizioni ottimali.
Il progetto, però, non si limita all’aspetto sportivo. Fin dall’inizio si è voluto creare un ambiente capace di accogliere anche famiglie e visitatori, trasformando la palestra in un luogo di incontro e di socializzazione. In quest’ottica sono state collocate anche alcune sculture in legno, che oltre a impreziosire l’area dal punto di vista estetico contribuiscono a renderla uno spazio piacevole da vivere e frequentare da tutta la comunità.

Durante l’inaugurazione è stato evidenziato come questa opera sia un esempio concreto di quanto la collaborazione tra istituzioni, associazioni e cittadini possa produrre risultati importanti per il territorio. L’unione di competenze, idee e impegno comune ha infatti permesso di realizzare una struttura che promuove la cultura della montagna, lo sport e la sicurezza, lasciando un valore destinato a durare nel tempo.
L’auspicio espresso nel corso della cerimonia è che la nuova palestra di arrampicata possa diventare un punto di riferimento per gli appassionati, ma anche un luogo dove i giovani possano avvicinarsi a questa disciplina, sviluppando spirito di squadra, rispetto per la natura e fiducia nelle proprie capacità. Allo stesso tempo, la struttura vuole essere uno spazio aperto alle famiglie e a tutta la cittadinanza, favorendo momenti di aggregazione e condivisione.
Con il tradizionale taglio del nastro è stata quindi inaugurata ufficialmente la falesia che è stata anche benedetta da don Vincent, con l’augurio che possa ospitare negli anni tante attività, eventi e nuove esperienze all’insegna dello sport, dell’amicizia e della passione per la montagna.
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Laut
Patente di guida:
Cosa succede quando si arriva a zero punti?
Il Comune punta ad acquistare l’ex falegnameria Gogl

Nel corso dell’ultima seduta del Consiglio comunale di Racines, svoltasi il 19 giugno, uno dei temi centrali è stato il futuro dell’area dell’ex falegnameria Gogl a Casateia, ritenuta strategica per lo sviluppo del territorio.
Con un solo voto di astensione, il Consiglio ha conferito alla Giunta comunale e al sindaco Sebastian Helfer l’incarico di presentare ai proprietari un’offerta per l’acquisto del terreno e di avviare le necessarie trattative. L’area, situata nella zona artigianale Ovest di Casateia e di circa 8.500 metri quadrati, rappresenta infatti una preziosa opportunità per il Comune. Tra le possibili destinazioni future figurano la realizzazione di un nuovo cantiere comunale, di un centro di riciclaggio oppure, qualora le condizioni urbanistiche lo consentissero, la trasformazione dell’area in una zona residenziale. L’eventuale acquisizione consentirebbe quindi all’amministrazione di pianificare con maggiore flessibilità gli interventi futuri e di rispondere alle esigenze della comunità.
Nel corso della seduta il Consiglio comunale ha inoltre appro-
vato all’unanimità una modifica -
ni terreni a Ridanna, su richiesta di Martin Volgger e secondo il parere favorevole della Commissione “Verde-Verde”. La variazione prevede la trasformazione di 280 metri quadrati di superficie boschiva in terreno agricolo e, contestualmente, di 1.520 metri quadrati di terreno agricolo in bosco, mantenendo così un equilibrio complessivo tra le diverse destinazioni.
Via libera anche a una variazione di bilancio che registra maggiori entrate per circa 126.000 euro, provenienti principalmente dai dividendi della produzione di energia elettrica. Le nuove risorse saranno investite soprattutto nel potenziamento e nella manutenzione delle reti di approvvigionamento dell’acqua potabile e delle infrastrutture fognarie. Infine, il Consiglio comunale ha approvato all’unanimità l’estensione anche ai mesi estivi del regolamento che disciplina le agevolazioni sociali destinate a particolari categorie di cittadini, garantendo così la continuità del sostegno alle famiglie e alle persone che ne hanno diritto durante tutto l’anno.
A partire dal 1° Luglio 2003 la patente di guida si basa su un sistema a punti: al momento del suo conseguimento si hanno 20 punti, che nel tempo possono salire fino ad un massino di 30 punti in caso non si commettano infrazioni. Allo stesso modo, i punti possono scendere se si commettono delle infrazioni; infatti, possono essere decurtati da 1 a 10 punti, a seconda della gravità della violazione al codice della strada commessa. Vi è solo un caso in cui possono essere sottratti fino ad un massimo di 15 punti ossia quando le autorità accertano che sono state commesse più infrazioni contemporaneamente.
In caso di neopatentati la decurtazione dei punti sulla patente di guida è raddoppiata.
Cosa fare quando si arriva a zero punti sulla patente? Si può ancora guidare?
L’art. 126 bis, comma 6, del Codice della Strada prevede che alla perdita totale del punteggio il titolare della patente di guida deve sottoporsi all’esame di idoneità tecnica ovvero all’esame di revisione.
In pratica: la patente di guida non viene ritirata con l’azzeramento dei punti, ma tale situazione fa scattare una segnalazione alla Motorizzazione locale della necessità della revisione della patente. A quel punto il Ministero dei Trasporti invia una raccomandata al titolare della patente per invitarlo a sostenere, entro 30 giorni, un nuovo esame di idoneità, per cui si deve presentare un’apposita istanza d’esame presso gli uffici della Motorizzazione Civile o tramite un’autoscuola autorizzata.
Durante questo mese di tempo e fino al giorno dell’esame è possibile ancora guidare.
Qualora il titolare della patente di guida non provveda a presentare la domanda entro i 30 giorni previsti oppure non si presenti alla sessione d’esame fissata, scatta l’immediata sospensione a tempo indeterminato della validità della patente, provvedimento che permane fino al definitivo superamento dell’esame di revisione. Nel caso di superamento dell’esame imposto viene ripristinato il punteggio “base” di 20 punti, mentre nel caso di esito negativo la patente viene revocata e per tornare a guidare bisognerà ripetere tutto l’iter per ottenere la licenza di guida.
Se il titolare della patente di guida, che non si è presentato all’esame o non lo ha superato, si mette alla guida e viene fermato, per lui scattano le sanzioni previste dall’articolo 218 del Codice della Strada: una sanzione amministrativa che può andare da euro 2.046 ad euro 8.186, la revoca della patente ed il fermo amministrativo del veicolo per un periodo di tre mesi.
In caso di reiterazione delle violazioni, in luogo del fermo amministrativo, si applica la confisca amministrativa del veicolo.
Avv. Giovanna Sciascia collaboratrice dello studio legale D’Allura-Gschnitzer

Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco
Il Forte Asburgico tra furti e vandalismi

per farli penetrare. Di fatto è quasi di moda, da tempo ormai, violare la fortezza asburgica. Da quando i militari non ci sono più. Con rischi certo sottovalutati visto che non tutti i passaggi, soprattutto quelli prediletti da questi “ratti” sono controllati e posti in sicurezza. Cose di poco valore, quelle asportate, per chi le venderà magari su qualche bancarella, di grande valore storico invece per l’insieme che compongono. Stupidi? Certa-
quella segnalata e denunciata qualche giorno fa: le scorribande si susseguono. Ed ogni volta, gli addetti, dalla direzione in giù, fino all’ultima delle maestranze impiegate, debbono solo constatare. Amaramente. E tentare di tappare il buco, l’anfratto, il gradino, l’appiglio a cui questi si attaccano per entrare. Constatare che qualcosa è andato rotto, che qualcosa è sparito, magari per ornare un qualche bar, un bed & breakfast, una tavernetta
mamma, due bambini, maschiet to e femminuccia di sette e dieci anni, si siano introdotti tempo fa, da una delle (quasi) inaccessibili feritoie da cannone per una visitina estemporanea alla struttura. Non cosa da tutti infilarsi in un buco di meno di quaranta centimetri di lato, posto a tre metri d’altezza: “passaggio segnalato” evidentemente da amici che già l’avevano sperimentato creando addirittura una sorta di piattaforma (ben nascosta
dalle erbe e cespugli), con rami e pietre, per agevolare l’accesso. Il fatto risale a novembre scorso te che non è cosa intelligente, e dei bambini così piccoli a rischiar di rompersi l’osso del collo e che la direzione del forte è stata prontamente avvisata, è evidente che il tizio in questione, al di là della sorpresa per aver
simulato sorpresa e imbarazzo con commenti lusinghieri sul fascino della fortezza appena “visitata”, scrollandosi la calce e la terra dalla giacca a vento, bambini a fianco. La moglie, minuta, attendeva intanto che gli involontari spettatori della loro impresa se ne andassero, per poi infilare l’uscita della feritoia col “malloppo”: una scatola in legno porta-munizioni che l’associazione Oppidum, allora ancora incaricata delle visite guidate,
aveva posto con la scritta “offerte” all’ingresso delle antiche cucine, denaro per acquistare l’acqua minerale che veniva distribuita dopo la salita della lunghissima gradinata; un’insegna “vietato fumare” e un mattone col marchio KKF (Kaiserlich-Königliche Festung) che le guide utilizzavano a dimostrazione dei componenti la struttura. Un raid di poco conto che certamente aveva avuto predecessori, almeno fino a quel giorno. Amici che si erano passati la parola e le indicazioni per l’avventura. Ah, per la cronaca: la famigliola veniva dalla provincia di Brescia.
La segnalazione è servita per far chiudere immediatamente quella feritoia d’accesso ma non a fermare il fenomeno che continua. Pochi giorni fa gli addetti alla fortezza hanno scoperto una nuova intrusione con la frattura degli angoli della grande pietra in granito, pesanti diversi quintali, che da 200 anni chiudeva il pozzo-riserva di acqua potabile della fortezza alta. Il pozzo, profondissimo, era stato aperto (almeno ufficialmente), l’ultima volta dai carabinieri che alla fine degli anni ’90 cercavano tracce dell’oro, a seguito di un’inchiesta in un caso di omicidio. Da allora, solo in sporadici casi e tramite inservienti e studiosi, il pozzo era stato osservato. Ebbene ora il personale del forte si è visto costretto alla chiusura tramite una grata in acciaio. La grande pietra, con due possenti anelli per facilitare il suo sollevamento con mezzi che gli intrusi non potevano possedere, è lì, sbeccata agli angoli e dei pezzi mancanti, nessuna traccia.
Vengono in mente, per chi abbia memoria e un po’ di cognizione di causa, i due anni (2002-2004) in cui la fortezza rimase chiusa e incustodita. Poi, i volontari di Fortezza, riuniti in associazione, diedero per settimane un contributo alla ripulitura degli ambienti, già allora nel mirino di sciocchi graffitari, di tossicodipendenti e di
delinquenti, tra i quali quel Max Leitner, ormai deceduto, che nel forte si era nascosto durante la sua latitanza. Oggi la situazione è certamente non paragonabile ad allora ma l’esiguità del numero delle maestranze a fronte dei 65 mila metri quadrati coperti del complesso, la pochezza dei fondi rispetto alla complessità della struttura, e la conseguente mancanza di impianti che ne evitino la violazione, sono condizioni che non agevolano la lotta a questi “Indiana Jones” da barzelletta, che peraltro rischiano. Questi profanatori della storia che si aggirano più o meno liberamente forse non sanno: sotto l’aspetto normativo infatti, la tutela dei beni culturali rappresenta anzitutto un principio fondamentale di rango costituzionale (ex articolo 9) e questi la violano. Inoltre forse non conoscono gli articoli 633 e il 637 del Codice penale che punisce severamente queste attività. Infine non sanno di rischiare grosso dal punto di vista dell’incolumità, perché chiunque finisca in un pozzo come quello sconsideratamente aperto di recente, o si trovi in una delle numerose gallerie del labirinto-fortezza, studiate 200 anni fa proprio dai tecnici asburgici per disorientare un eventuale intruso, non potrebbe neppure chiedere aiuto visto che le mura spesso ostacolano anche l’uso del cellulare. E dire, che nelle sue sporadiche apparizioni a Fortezza, il Landeshauptmann Arno Kompatscher e il suo predecessore Durnwalder avevano solennemente dichiarato di voler fare della fortezza asburgica un secondo Trautmannsdorf, annunciando investimenti milionari! Roba da “chi l’ha visto”, anzi meglio: chi li ha visti? Senza considerare che anche il “giardino d’Europa”, senza giardinieri, biologi e controlli, diverrebbe presto una zona grigia, senza piante né fiori. Quella che piace ai “ratti”. E senza visitatori.
Johannes Pramsohler torna a Vipiteno con l’Ensemble Diderot
Venerdì 14 agosto 2026, alle ore 20.30 al Teatro Comunale di Vipiteno, l’Ensemble Diderot, guidato dal violinista vipitenese Johannes Pramsohler, sarà protagonista del concerto “Sinfonie Romane”, un viaggio musicale nella Roma del primo Settecento.

Il programma conduce il pubblico nel cuore della vivace vita musicale della Città Eterna, dove Arcangelo Corelli definì un nuovo linguaggio sonoro e compositori come Colista, Lonati e Stradella contribuirono alla nascita della moderna musica da camera. Oggi queste opere, raramente eseguite, vengono riportate alla luce dall’Ensemble Diderot con un’interpretazione filologica di grande qualità.
Dopo essersi esibito nelle più prestigiose sale da concerto internazionali, dalla Wigmore Hall di Londra alla Filarmonica di Berlino, Johannes Pramsohler torna nella sua città natale per condividere con il pubblico un programma ricco di fascino e di preziose riscoperte musicali.
L’ingresso è libero e i posti sono a scelta libera. sp
Nuoto di fondo, la Polisportiva Vipiteno brilla ai Campionati Italiani
Grande soddisfazione per la Polisportiva Vipiteno ai Campionati Italiani di Nuoto di Fondo, disputati dall’1 al 5 giugno nelle acque di Piombino. Le atlete vipitene si hanno conquistato risultati di prestigio, conferman do l’ottimo livello raggiunto dalla sezione nuoto.
Prati, successo per il “Jumping


in the Alps”:
anche l’esordio di Lara Minzoni, che ha concluso la gara al 14° posto.
Nella seconda giornata, dedicata ai 5 chilometri, è arrivata la prima medaglia: Ungerank ha conquistato uno splendido secondo posto nella categoria Juniores, laureandosi vicecampionessa italiana. Ancora in cresci ta Lara Minzoni, capace di ottenere un brillante nono posto tra le Cadette.
Buone prestazioni anche per Gaia Scalisi, impegnata nella disciplina del Knockout, dove ha saputo distinguersi con risultati convincenti. Il momento più emozionante è arrivato nel gran finale con la nuova disciplina del Knockout Juniores. Marie Ungerank ha dominato la competizione, conquistando il titolo di Campionessa Italiana e portando la Polisportiva Vipiteno sul gradino più alto del podio nazionale. «Siamo orgogliosi di Marie, Lara, Gaia e di tutto il gruppo», è il commento della società al termine della manifestazione.
Il bilancio della trasferta toscana è decisamente positivo e conferma la crescita della sezione nuoto della Polisportiva Vipiteno, protagonista a livello nazionale grazie ai risultati delle proprie giovani atlete.
mente positivo la seconda edizione del concorso internazionale di salto ostacoli “Jumping in the Alps”, organizzato dal Reitclub Wiesen dal 3 al 12 luglio. Inserita nel circuito della Brenner Tour, la manifestazione ha richiamato circa 900 cavalieri provenienti dall’Italia e dai Paesi alpini, offrendo dieci giornate di gare e oltre 160 prove. Ad aprire il programma è stato il concorso A3*, dominato da Christian Pitzianti, vincitore del Gran Premio dell’Alto Adige con Nunora Z davanti a Riccardo Vittori, che si è comunque imposto nella categoria C130. Il secondo appuntamento, riservato ai giovani nell’ambito del progetto federale Progetto Sport, ha visto brillare anche gli atleti altoatesini. Anna Oberprantacher e Leonie Gasteiger, entrambe del Reitclub Wiesen, hanno conquistato secondo e terzo posto nelle prove Junior da 110 e 115 centimetri. Tra i vincitori figurano anche Magdalena Strohmer del C.E. Merano e Asja Bona del Bolzano E.C., mentre la prova principale C140 è stata vinta da Alberto Boscarato. Il gran finale è andato in scena con il prestigioso concorso A5*, valido anche come qualificazione alla Coppa del Mondo di Verona. Riccardo Vittori ha aperto il weekend con il suc-
Il “Gran Premio dell’Alto Adige” (categoria C145) è stato vinto da Christian Pitzianti in sella a Nunora Z con un tempo favoloso di 39,87 secondi.
cesso nella C140, mentre l’11 luglio il giovane azzurro Riccardo Andreis ha conquistato il “Piccolo Gran Premio” precedendo il padre Christian. Ottima

anche la prova dell’altoatesina Rebecca Leitner, vincitrice della C130 e terza nel C135. A chiudere la manifestazione è stato il Gran Premio dell’Alto Adige (C145), davanti a un folto pubblico. Ancora una volta Christian Pitzianti, in sella a Nunora Z, ha dominato la gara precedendo Filippo Gasca Queirazza e Riccardo Vittori. Soddisfatto il direttore del torneo Jakob Hochrainer: “Il livello tecnico è stato molto elevato e la risposta del pubblico ha superato ogni aspettativa. Grazie all’impegno di volontari e sponsor l’evento si è svolto con grande successo. Ora guardiamo già con entusiasmo alla terza edizione del prossimo anno”.
60 anni di sacerdozio: don Hugo Senoner celebra il giubileo sacerdotale
Il 3 luglio don Hugo Senoner ha celebrato il suo Giubileo sacerdotale di diamante, raggiungendo il prestigioso traguardo dei 60 anni di ordinazione.
laborazione oltreconfine, promuovendo numerose iniziative e seguendo il restauro della cappella di confine “Maria del Buon Consiglio” e della storica chiesa di Terme di Brennero.

Originario della Val Gardena, durante gli anni della formazione ha soggiornato anche a Berlino. Pur tra le difficoltà imposte dalla divisione della Germania, riuscì ad attraversare il confine tra Est e Ovest per offrire il proprio servizio pastorale ai fedeli.
Dopo essere stato cooperatore a Colle Isarco e aver svolto il proprio servizio sacerdotale per quasi venticinque anni a Bressanone, nel 1990 assunse la guida della parrocchia del Brennero. In quegli anni si distinse per il suo instancabile impegno nel favorire il dialogo e la col-
Addio a Paul Eisendle

Dal 1997 è parroco a Rio di Pusteria, dove continua a essere un punto di riferimento per la comunità. Anche dopo il pensionamento, avvenuto nell’autunno del 2022, prosegue con generosità il suo servizio collaborando attivamente con l’Unità pastorale di Rodengo. Solo pochi giorni fa ha presieduto a Terme di Brennero la tradizionale festa patronale della Visitazione di Maria, alla presenza del sindaco di Brennero Martin Alber e di numerosi fedeli.
Il sessantesimo anniversario di ordinazione rappresenta un importante momento di ringraziamento per una vita dedicata alla Chiesa e alle comunità che ha accompagnato con fede, dedizione e spirito di servizio. cm
Calendarietto
C.A.I. Brennero
02.08.26: Escursione al lago di Obernberg
08-09.08.26: Cima della Neve con pernottamento al rifugio Cremona e traversata al rifugio Tribulaun 17-30.08.26: Settimane estive “Portami in montagna”
C.A.I. Vipiteno
01.08.26: Salita al rifugio Tribulaun per l’omonima ferrata
08.08.26: Rifugio Gschnitzer Tribulaunhütte in MTB e E-mtb. Da Steinach lungo la Gschnitzbach e da Feuerstein per strada forestale Sandesbach. Iscrizioni e informazioni: Nicola 347-2658998 nicolazucconi@icloud.com
09.08.26: Leiterspitz – Monti Sarentini. Un’interessante escursione in Val Sarentino, molto varia e bella dal punto di vista paesaggistico. Iscrizioni ed informazioni: Adriano 333 8914478
16.08.26: Sefiarspitze 2846 m. Escursione in montagna facile e di media lunghezza su una montagna panoramica centrale sopra Pfelder. Per info e prenotazioni Andrea 335 272822. 22-23.08.26: Hochwilde dal Rif. Petrarca (Stettinerhütte). Sulle tracce del Grützmacherweg. Senza toccare il ghiacciaio: sistema di arrampicata alpina che porta a una magnifica cima panoramica sul margine meridionale delle Alpi Venoste. Per info e prenotazioni Andrea 335 272822.
30.08.26: Torri del Vajolet e Rifugio Santner. Informazioni e iscrizioni: Fabrizio 334 7901129
Coro Cima Bianca
14.08.26: Vari canti nei vicoli e nelle piazze di Vipiteno
Biblioteca Civica
11.08.26: Marina Zucchelli presenta il suo libro “Latte”. Marina Zucchelli nel suo romanzo d’esordio racconta la storia delle balie nel Novecento e ci interroga su cosa significhi essere famiglia, ieri e oggi. L’ingresso è libero fino a esaurimento posti –ore 18:00 CasArci.
La Sezione CAI di Vipiteno si stringe attorno alla famiglia nel ricordo del caro Paul.
Con lui scompare un pilastro delle nostre montagne: una guida stimata, un pioniere della Val di Fleres e uno storico gestore dei rifugi della Sezione del CAI di Vipiteno. Per oltre mezzo secolo ha accolto gli escursionisti con passione ed empatia, prima al Rifugio Cremona e successivamente al Rifugio Tribulaun, lasciando un segno indelebile nel cuore della nostra Sezione.
Tutto il Direttivo esprime il più sentito cordoglio.
12.08.26: LIBRI ALL’ARIA - LIDO! Un viaggio tra piscine, parchi acquatici e storie all’aria aperta, dedicato ai più piccoli (3-6 anni) e alle loro famiglie – ore 16:30 Balneum Vipiteno
08.08.26: Picnic al parco. Portate i vostri piatti preferiti e venite dalle ore 11 al “Chillpark” presso il Deutschhaus! Insieme alle associazioni locali vi aspetta una giornata di convivialità, buon cibo e musica. Portate anche stoviglie, posate e una coperta da picnic; chi vuole può portare uno strumento musicale. Maggiori informazioni: www. mitmischen-macome.com.
Per medici e farmacie di turno vedi pag. 92
Glanzvolles Reitsport-Spektakel

Zehn intensive Wettkampftage, über 160 Entscheidungen und hochkarätiger Springsport: Das internationale Springreit-Tur nier „Jumping in the Alps“, vom 3. bis zum 12. Juli, organisiert vom Reitclub Wiesen, hat alle Erwartungen übertroffen. Als Teil der renommierten Brenner Tour lockte die Veranstaltung rund 900 Reiter aus Italien und den Alpenländern an und bot ein Programm, das Spitzen- und Nachwuchssport perfekt vereinte.
Der Auftakt: Das A3*-Turnier
Das Turnier begann am 3. Juli mit der ersten von drei Phasen, einem dreitägigen Event der Kategorie A3*. Schon am Eröffnungstag standen 17 Entscheidungen an. Im Fokus stand die Kategorie C135, bei der Hindernisse von 1,35 m Höhe fehlerfrei und schnellstmöglich überwunden werden mussten. Hier setzte sich Christian Pitzianti (Toscana Equitazione ASD) auf der Stute Hatila De La Riviere in 25,9 Sekunden durch und belegte mit Nunora Z auch Platz 3. Dazwischen schob sich der Lombarde Riccardo Vittori auf Clash. Am 4. Juli folgte ein hauchdünnes Finish über 1,35 m: Marco Marangotto (C. I. Valbona) aus dem Veneto siegte auf Hengst Marko mit nur 0,05 Sekunden Vorsprung vor Vittori. Das erste Wochenende gipfelte am 5. Juli im „Großen Preis von Südtirol. Vor den Augen von Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo demonstrierte Pitzianti erneut seine Klasse: Auf Nunora Z ritt er in 42,56 Sekunden zum Triumph. Vittori belegte
auf Diamante Bello Platz 2, siegte dafür aber in der C130-Klasse.
Fokus auf die Jugend:
Das B3*-Turnier
Nach einer kurzen Pause wechselte der Fokus ab dem 7. Juli auf die Jugend. Das zweitägige B3*-Turnier stand im Zeichen der Initiative „Progetto Sport“, die vom italienischen Verband zur Förderung junger Reiter vorangetrieben wird. Während die Profis in den kühleren Abendstunden ritten, gehörte die Arena tagsüber dem Nachwuchs. Die lokalen Vereine feierten dabei glänzende Ergebnisse. Beim Springen der Junioren (Level 2, 110 cm) belegte Lokalmatadorin Anna Oberprantacher vom ausrichtenden Reitclub Wiesen auf Colido den 2. Platz, nur zwei Punkte hinter Tommaso Iacobellis. Ihre Teamkollegin Leonie Gasteiger auf Ginger 68 wurde Dritte. Dieses Südtiroler Duo wiederholte die Platzierung im anschließenden 115-cm-Springen (Level 3), wo sich beide nur Elena Patrese (Veneto) geschlagen geben mussten. Auch Magdalena Strohmer (C. E. Merano) auf Imhotep D’Eglefin und Asja

Das Podium beim Springen der Junioren: (v. l.) Anna Oberprantacher, Tommaso Iacobellis und Leonie Gasteiger
Bona (Bolzano E. C.) auf Skippy trugen sich in die Siegerlisten ein. Zum Abschluss am 8. Juli siegte Alberto Boscarato (C. I. Milanese) in der C140-Hauptprüfung auf Ligosther in 39,91 Sekunden.
Das Finale: Spitzensport beim A5*-Turnier
Das absolute Highlight folgte am zweiten Wochenende ab dem 10. Juli mit dem prestigeträchtigen A5*-Turnier der höchsten Kategorie, dessen Sieger sich für den Weltcup in Verona qualifizieren konnten. Den Auftakt machte Riccardo Vittori, der die C140Prüfung auf Cayeto Z in 57,21 Sekunden vor Pitzianti gewann. Der 11. Juli bot eine emotionale Besonderheit, als sich in der C135-Prüfung („Kleiner Großer Preis“) ein packendes Familienduell entwickelte. Der junge Riccardo Andreis, Mitglied der italienischen Nachwuchsnationalmannschaft, siegte auf Louis D’O in 50,2 Sekunden vor seinem eigenen Vater und Trainer Christian Andreis auf Denver Blue. Den 3. Platz belegte Rebecca Leitner (Reitclub Steinwandterhof) auf Florida Z, die zudem die C130Prüfung am selben Tag gewann.
Am finalen 12. Juli herrschte Volksfeststimmung, denn der „Große Preis von Südtirol“ (Kategorie C145) lockte zahlreiche Zuschauer an. Die Entscheidung geriet zu einer Machtdemonstration von Christian Pitzianti: Auf Nunora Z fegte er in fehlerfreien 39,87 Sekunden durch den Parcours. Nur Filippo Gasca Queirazza auf Amir blieb ebenfalls fehlerfrei, lag in 44,77 Sekunden aber deutlich zurück und wurde Zweiter vor Riccardo Vittori auf Clash.
Ein rundum positives Fazit Nach zehn Wettkampftagen zog Turnierdirektor Jakob Hochrainer hochzufrieden Bilanz: „Wir haben eineinhalb Wochen Reitsport vom Allerfeinsten erlebt. Das Niveau war extrem hoch und der Publikumsandrang, gerade auch von neuen Gästen, war überwältigend. Dank des Einsatzes der freiwilligen Helfer und Sponsoren verlief das Großereignis reibungslos. Mit großer Vorfreude blicken wir nun bereits auf die dritte Auflage im nächsten Jahr.“
Glänzender Auftritt
Vom 30. Juni bis zum 4. Juli fanden die Terra Raetica Trails statt, ein fünftägiges Trailrunning-Etappenrennen im Dreiländereck zwi-

schen Österreich, Italien und der Schweiz. Für den Laufverein ASV Freienfeld stellten sich Dagmar Hofer, Barbara Fontana und Stefan Pöhl dieser anspruchsvollen Herausforderung. Das internationale Teilnehmerfeld bestand bei der 4. Auflage des Rennens aus 370 Läufern aus 18 Nationen. Auf den fünf abwechslungsreichen Etappen durch das Kaunertal, das Tiroler Oberland, das Engadin, Nauders und am Reschensee mussten die Sportler
täglich zwischen 15 und 27 km sowie 1.100 bis 1.700 Höhenmeter bewältigen. Bei fast idealen Bedingungen – lediglich eine Etappe wurde von Regen begleitet – zeigten alle drei Athleten des Laufvereins großen Einsatz und überzeugende Leistungen. Besonders erfolgreich schnitt Stefan Pöhl ab: Er sicherte sich in seiner Altersklasse den hervorragenden 2. Gesamtrang. Auch Barbara Fontana lieferte ein starkes Rennen ab und belegte in ihrer Altersklasse den ausgezeichneten 6. Gesamtrang. Dagmar Hofer komplettierte das erfolgreiche Team und absolvierte drei Etappen. Die drei Wipptaler Sportler bewiesen bei diesem internationalen Event nicht nur enorme Ausdauer und Konditionsstärke, sondern auch großen Kampfgeist und Teamzusammenhalt. Mit der Teilnahme an den Terra Raetica Trails krönten sie ihre Wettkampfsaison mit einem gelungenen Höhepunkt.
Berglauf Zweiter beim Ultner Höfelauf

Starke Leistung beim Jubiläum: Martin Griesser (r. im Bild) aus Freienfeld hat beim 20. Ultner Höfelauf, der in diesem Jahr erstmals zur renommierten Top7-Laufserie zählte, eine Spitzenplatzierung erreicht. Auf der anspruchsvollen Strecke über 18 km und 493 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sicherte er sich im starken Teilnehmerfeld den 2. Rang.
Griesser, der für den Laufverein ASV Freienfeld an den Start geht, zeigte über die gesamte Distanz ein souveränes Rennen und musste sich nur dem Klausner Luca Clara (1:08.35) geschlagen geben, der einen Vorsprung von 1.18 Minuten herauslief. Den drittplatzierten Khalid Jbari aus Leifers hielt Griesser erfolgreich auf Distanz.
Der Ultner Höfelauf lockte rund 1.000 Athleten und Hobbyläufer an. Für die Teilnehmer der Top7-Laufserie geht es Ende August mit dem Südtiroler Erdäpfellauf weiter.
8. Basil Hofer Lauf in Pfitsch
Am 1. August lädt der ASV Pfitscher Eisbär zum 8. Basil Hofer Lauf. Erstmals zählt das Rennen zum „Wipptaler Berglauf Cup“. Um 9.30 Uhr startet der Kinderlauf in St. Jakob (Aue), um 10.30 Uhr folgen der Hauptlauf (10 km/348 Hm) sowie die Wanderer (Prämierung der Mittelzeit). Anmeldungen per E-Mail an basilhoferlauf@hotmail.com
Mareiter Stein Attacke
Der ASV Mareit organisiert am 8. August die „Mareiter Stein Attacke“. Start ist um 8.30 Uhr im Dorfzentrum Mareit (Race: 4,8 km/1.180 Hm; auch Staffeln und Hobby-Kategorie). Bereits am 7. August steigt um 18.30 Uhr der Kinderlauf beim Schloss Wolfsthurn. Anmeldung: www.mareitersteinattacke.com
Sportpsychologie
Warum große Mannschaften bis zum Schlusspfiff gefährlich bleiben
Bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erleben wir immer wieder dasselbe Phänomen: Eine Spitzenmannschaft liegt wenige Minuten vor Schluss zurück – und dennoch glaubt kaum jemand, dass das Spiel entschieden ist. Im Gegenteil: Viele erwarten sogar, dass der Favorit noch zurückkommt. Liegt hingegen eine Außenseitermannschaft in derselben Situation zurück, scheint die Partie oft gelaufen.
WELCHER FASZINIERENDE MECHANISMUS STECKT AUS SPORTPSYCHOLOGISCHER SICHT DAHINTER?
Spitzenmannschaften verfügen über eine hohe Selbstwirksamkeit – den festen Glauben, auch unter größtem Druck das Spiel noch drehen zu können. Dieser Glaube basiert auf unzähligen Erfolgserlebnissen. Wer wiederholt erfahren hat, dass ein spätes Tor möglich ist, denkt nicht an das Scheitern, sondern an die nächste Chance. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Lösungen. Für den Außenseiter beginnt häufig genau in diesem Moment ein mentaler Kampf. Mit jeder Minute wächst der Gedanke: „Hoffentlich schaffen wir das.“ Aus dem Wunsch zu gewinnen wird die Angst, den Sieg noch zu verlieren. Sportpsychologen sprechen hier von einem Wechsel von einer Annäherungs- zu einer Vermeidungsorientierung. Man spielt nicht mehr, um erfolgreich zu sein, sondern um Fehler zu vermeiden.
AUSWIRKUNGEN AUF DAS VERHALTEN DER SPIELER AUF DEM PLATZ
Plötzlich wird jeder Ball nur noch weggeschlagen, Angriffe wer den nicht mehr konsequent ausgespielt und die Mannschaft zieht sich immer weiter zurück. Ausgerechnet der Versuch, nichts mehr falsch zu machen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Feh ler passieren. Der Gegner spürt diese Unsicherheit – und gewinnt selbst zusätzliches Vertrauen.
Die „große“ Mannschaft denkt: „Es reicht ein Tor – und wir sind wie der da.“ Die „kleinere“ Mannschaft denkt: „Bitte nur kein Gegentor mehr.“ Beide Teams spielen in denselben Minuten, aber mit völlig unterschiedlichen inneren Bildern. Das eine richtet den Blick auf das, was noch möglich ist, das andere auf das, was unbedingt ver hindert werden soll.
Genau deshalb werden „große“ Mannschaften bis zum Schluss pfiff ernst genommen. Nicht nur wegen ihrer spielerischen Quali tät, sondern weil ihre Überzeugung oft stärker ist als die Zweifel des Gegners. Die Fußball-WM zeigt eindrucksvoll, dass Spiele nicht allein mit den Beinen entschieden werden. So kommt es, dass im Individual- wie im Mannschaftssport oft jene gewinnen, deren Gedanken bis zuletzt auf Möglichkeiten statt auf Befürchtungen gerichtet sind.
Gastkommentar Faszination Fußball: Warum die WM trotz aller Makel begeistert hat
Hohe Ticketpreise, Regelneuerungen und spanische Dominanz: Klaus Schuster, Präsident des Südtiroler Fußballverbandes, zieht in seinem Gastkommentar Bilanz und erklärt, warum die WM trotz aller Kritik ein voller Erfolg war.
Trotz Trump und Infantino, trotz teilweise horrender Eintrittspreise, trotz höchst sonderbarer Regelinterpreta-
als auch gegen Argentinien – also gegen die beiden Mannschaften, die das Endspiel bestritten – erst in der Verlängerung verloren.

Martin Volgger, Sportpsychologe

Neun von zehn afrikanischen Mannschaften haben die erste Runde überstanden und bewiesen, dass sie in den letzten Jahren auch in taktischer Hinsicht gewaltig aufgeholt haben. Die sogenannten Kleinen gibt es nicht mehr. Schließlich haben die Kapverdischen Inseln sowohl gegen Spanien
Am Ende standen dann die ersten vier der Weltrangliste im Halbfinale, nämlich der amtierende Weltmeister Argentinien und drei europäische Schwergewichte. Spanien gewann sowohl das Halbfinale als auch das Finale völlig verdient, überzeugte pameisterschaft gewonnen. Auch die spanischen Damen sind amtierende Weltmeisterinnen.
Die Stimmung in den Stadien war gut und friedlich. Die Schiedsrichter interpretierten die Regeländerungen nicht immer auf dieselbe Art und Weise. Auf jeden Fall führen

sowohl die Regeländerungen zu Einwürfen „Verletzte“, welche die Hilfe eines Arztes oder Masseurs in Anspruch nehmen, dazu, dass es zu weniger Unterbrechungen kommt und das Zeitschinden eingedämmt wird. Ein großes Manko bei den Schieds richterleistungen war für mich die Tatsache, dass man bei einigen Spielen bei Härteeinla-
geben müssen. Der VAR (Videokontrolle) ist eine große Hilfe, muss aber kohärenter und transparenter eingesetzt werden.
Klaus Schuster, Präsident des Südtiroler Fußballverbandes

SELBSTVERTEIDIGUNGSKURSE
NlU MIJlJGENDUCHEleERWACHSENE PRAKTISCHETECIINIKEN FOAMEHRSICHERHEff ab Oktober
NUOVOPERRAGAZZI&ADUL11 TECNrCHEPRATICHE PERPIUSICUIIEZZA da ottobre
GEÄNDERTE1ÖFFNUNGSZEIT
1 RECVCUNGHOFSTERZI G
,Abdem 1.Au usl s,c:hiießtde:r R1ec.ydin9hofShi:rzing .montag i!ineStu11d i! f,r.iil1 i!f um 15,DCIUhr.
Die ÖHn,1.mgszeUen .im ÜberbUcl<:
• Montag 9 00 -12.00Uhr und13.00- l!i.00Uhr
• D1ensJagb,s Freitag: 9 .00- 12.00Utiru nd l3.0 0 - 16.00Uhr
• Samstag·800 -12.00 Uhr {nachmittags geschlossen)
F1u1rB&triebe!Zusätzlich~ Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag.Jeweils von 8.00 bis.9.00 Uhr
DA AG:OSTD:N'UiOVOORARIDDI APERT:URA DEL CENTRODI RICICLAGGIO01VIPITENO
Da1l1•a gos,to U~eril;r,odi ridi::fag;giodi V.ipiteno1ltune dl chiude,raiin'ora pr,irna,alle ore15.00. ,mi01raridiapen1u1ra:
• Lunedi. dalle 9.00 alle 12,0De dalle 13.00aLle115,DO
• Damanedi a venerdl:oaUe'/ 00alle l2JJOedalle 13.00alle lb 00
• SelJato:dalle 8.00 ~lle 12.00(l;:hlusonel
Pe:rleazi,rmd:ei:orari d,iapertura s.upplementari da,martedi a venercl1claUe8-00 alle 9Jl0

Fußball
„Engere Zusammenarbeit ist dringend notwendig“
Dass im Jugendfußball im Wipptal derzeit nicht alles rundläuft, wurde in der ab gelaufenen Saison allein auf grund der begrenzten Anzahl an Teams deutlich sichtbar. Um die Situation genauer zu beleuchten, hat sich der Erker mit Peter Braunhofer unter halten. Braunhofer ist seit vielen Jahren mit großem En gagement im Jugendfußball tätig und weit über seinen Hei matverein, die Auswahl Rid nauntal, hinaus bekannt.
Ein Blick auf die vergangene Saison zeigt die Herausforde rungen deutlich. Von fünf Ver einen des Bezirks – Freienfeld, Ridnauntal, Sterzing, Gossen saß und Wiesen – konnte im Ju niorenbereich lediglich eine ge meinsame Spielgemeinschaft gebildet werden. Auch in den anderen „höheren“ Jugendka tegorien wurden nur wenige Mannschaften gemeldet. Frei enfeld stellte eine U17-Mann schaft (A-Jugend), während in der B-Jugend (U15) gar keine Mannschaft für die Verbands meisterschaft der LND („Lega Nazionale Dilettanti“) gemeldet wurde. Auch in der C-Jugend (U13) fehlten Teams auf dieser Ebene. Im VSS-Bereich sah es ebenfalls mager aus, denn in Kooperation von Freienfeld und Wiesen konnte lediglich ein U15-Team gemeldet werden. In der U13 gab es zwar drei Wipptaler Mannschaften, es konnten aber nur zwei (Rid-

re Zusammenarbeit notwendig ist.“ Für ihn ist dieser Mangel an Jugendmannschaften ein deutliches Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ausgebaut werden muss. „Spätestens ab der B-Jugend ist eine gemeinsame Planung unerlässlich.“ Können Vereine keine Teams aufstellen, sind die Folgen fatal: Jugendliche hören – trotz Sportbegeisterung – auf oder wechseln zu Vereinen außerhalb
des Bezirks; gerade Vereine wie der SSV Brixen fungierten in den vergangenen Jahren als Auffangbecken. „Für das Wipptal bedeutet dies langfristig einen Verlust an Spielern und an Potential“, so Braunhofer. Dabei seien die Voraussetzungen für eine stärkere Zusammenarbeit geradezu ideal. Es gebe ausreichend Sportanlagen, gute Busverbindungen und kurze Wege innerhalb des Bezirks. Deshalb sein Vorschlag:
„Ab der B-Jugend planen die fünf Vereine gemeinsam und stellen pro Altersklasse möglichst zwei Mannschaften. Das ist realistisch, wenn man nur richtig zusammenschaut.“ Im Juniorenbereich könnte ein besser organisierter Wipptaler Pool weiterhin den Übergang in den Erwachsenenfußball erleichtern.
Im Fokus müsse dabei die Ausbildung der jungen Spieler stehen. „Erfolg und Ergebnisse sind zwar wichtig, dürfen aber gerade im Jugendbereich nicht das alleinige Ziel sein“, meint Braunhofer. Zu starkes Ergebnisdenken könne die Entwicklung der Spieler sogar behindern. Vielmehr gehe es darum, den Jugendlichen Freude am Fußball zu vermitteln und sie sportlich bestmöglich weiterzuentwickeln. „Die Spieler am Ende auf Landesliga-Niveau zu bringen, sollte dann schon das Ziel sein“, sagt Braunhofer. Die größte Hürde sieht Braunhofer dabei in den höheren Reihen der Vereine selbst. Viele Verantwortliche befürchten, durch eine engere Zusammenarbeit langfristig Spieler an andere
Vereine zu verlieren. Schließlich stellt sich spätestens im A-Jugend-Alter oft die Frage, für welchen Verein ein Spieler später im Erwachsenenbereich auflaufen wird. „Die Sorge, viel Arbeit in die Ausbildung eines Talents zu investieren und am Ende nicht selbst davon zu profitieren, ist in manchen Vereinen durchaus präsent. Genau diese Denkweise halte ich jedoch für problematisch“, so Braunhofer. Zu stark werde dabei auf die Interessen des Vereins geachtet und zu wenig auf die Entwicklung des Jugendfußballs im gesamten Bezirk. Dabei könnten klare Regeln und eine transparente Zusammenarbeit verhindern, dass einzelne Vereine benachteiligt werden. „Wenn die Vereine nämlich nicht gemeinsam handeln, schwächt dies langfristig nicht nur den Nachwuchsbereich, sondern auch die Kampfmannschaften. Eine koordinierte Zusammenarbeit mit klaren Vereinbarungen kann hingegen allen Vereinen Vorteile bringen und den Jugendlichen bessere Perspektiven bieten.“ Als Beispiel nennt Braunhofer erfolgreiche Kooperationen in anderen Landesteilen, etwa im Vinschgau (Naturns und Partschins). „Solche Modelle zeigen, dass Zusammenarbeit nicht zwangsläufig Nachteile für einzelne Vereine bringt.“ Grundsätzlich hält er auch eine gemeinsame Wipptaler Kampfmannschaft im Erwachsenenbereich für einen interessanten Gedanken, ja sogar für ein Ziel, auf das hingearbeitet werden soll, um landesligatauglich zu sein.
„Derzeit ist ein solches Projekt jedoch nicht umsetzbar, da natürlich kein Verein den Kürzeren ziehen möchte.“
Verbesserungspotential sieht er außerdem bei der Ausbildung der Trainer. Im Bezirk gebe es nur wenige Jugendtrainer mit UEFALizenzen.
Für den engagierten Trainer steht fest: Dem Jugendfußball
im Wipptal muss künftig mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. „Nur wenn Vereine, Funktionäre und Sponsoren gemeinsam an einem Strang ziehen, können wieder vermehrt attraktive Spielund Entwicklungsmöglichkeiten für junge Fußballer geschaffen werden“, so Braunhofer.
Lorenz Grasl

UNTERWEGS MIT WIPPOLINO
Zur Bergalm im Jaufental

An heißen Sommertagen zieht es Wippolino und seine Rabenfreundin Rita hinauf in die Berge. Ihr heutiges Ziel ist die idyllisch gelegene Bergalm im ruhigen Jaufental. Ein ideales Ausflugsziel für Familien.
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz im Obertal . Von dort führt der gut ausgebaute Weg Nr. 12A gemütlich taleinwärts. Bereits nach wenigen Minuten begleitet das Rauschen der Gurglbachs die kleinen und großen Wanderer. Ein besonderes Highlight unterwegs ist der beeindruckende Gurgl-Wasserfall, der sich tosend über die Felsen stürzt und an heißen Tagen für eine angenehme Abkühlung sorgt.
Nach etwa einer Stunde Gehzeit ist die Bergalm auf rund 1.640 m erreicht. Die bewirtschaftete Alm liegt eingebettet zwischen den Sarntaler und den Stubaier Alpen und lädt mit ihrer sonnigen Terrasse zum Verwei-
len ein. Besonders beliebt sind die hausgemachten Produkte aus der eigenen Almkäserei. Während sich die Erwachsenen die Südtiroler Spezialitäten schmecken lassen, finden Kinder rund um die Alm viel Platz zum Spielen und Entdecken.
Wer lieber in die Pedale tritt, erreicht die Alm bequem über den gut ausgebauten Forstweg.
Nadine Pichler
Der Ausflugstipp stammt aus „Wippolinos Reisetagebuch“, einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt, das im Rahmen des Programms Interreg Italien-Österreich 2021 – 2027 – Interreg-Rat Wipptal finanziert und von der EU kofinanziert wurde. Projektträger sind die Gemeinde Sterzing und der Planungsverband Wipptal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales.
Erfolgreiche E-Bike-Tour

In dies & Friends Südtirol Sportlern mit mentaler Behinderung erstmals gemeinsame E-Bike-Touren er möglicht. Da nicht allen Teilnehmern eigene E-Bikes zur Verfügung stehen, wurde das Projekt durch die Unterstützung eines Sponsors realisiert. Unter der Leitung von Matthias Haller absolvierten die Sportler zunächst Fahrtechnikkurse und kurze Ausflüge, bevor anspruchsvollere Strecken in Angriff genommen
wie auf die Kerschbaumer Alm
Der Erfolg des Projektes beruht auf dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Die Eltern nehmen für die Anfahrten nach Sterzing weite Wege in Kauf, während ehrenamtliche Helfer die Betreuung vor Ort unterstützen. Die Begeisterung und der Einsatz der Athleten spiegeln sich in den positiven Rückmeldungen aller Beteiligten wider.

Leichtathletik
Mittelstrecken-Talente glänzen in Trient
Bei einem Mittelstreckenabend in Trient zeigten sich die Athletinnen des ASV Sterzing in Topform. Im 800-m-Lauf der Damen machten allen voran Lena Trenkwalder und Lara Vorhauser (U20) auf sich aufmerksam. Trenkwalder verbesserte ihre persönliche Bestzeit von 2.14,61 auf hervorragende 2.14,19 Minuten. Ihre Teamkollegin Lara Vorhauser stand ihr in nichts nach und steigerte sich von 2.14,45 auf 2.14,34 Minu-
ten.
Auch im 600-m-Rennen der U16 trumpfte der Wipptaler Nachwuchs groß auf. Theresa Gasser blieb mit einer Zeit von 1.39,98 Minuten unter der Marke von 1.40 Minuten. Anna Kruselburger überzeugte ebenfalls mit einer schnellen Zeit von 1.43,85 Minuten, während Jana Leitner das Teamergebnis mit einer Zeit von 1.50,10 Minuten komplettierte.
Pilates & Brunch in LadurnsNeuer Klettergarten eingeweiht
Anfang Juli lud die Tourismusgenossenschaft Gossensaß gemeinsam mit „Stay Fit by Astrid“ zum Wohlfühl-Event „Pilates & Brunch“ auf die Ladurnerhütte in Ladurns. Mit einer energiegeladenen Pilates-Einheit an der fri schen Bergluft begann der Vor

mittag. Unter professioneller Anleitung standen Bewegung, Balance und Wohlbefinden im Mittelpunkt. Anschließend wurden die Teilnehmerinnen auf der „Ladurnerhütte“ mit einem ge-
nussvollen Brunch verwöhnt, bei dem regionale Spezialitäten und geselliges Beisammensein nicht zu kurz kamen.
Die Kombination aus Bewegung, Natur und Kulinarik fand großen Anklang und bestätigte erneut das Interesse an gesundheitsfördernden Erlebnissen in der Natur.
„Bereits zum zweiten Mal konnten wir zahlreiche Teilnehmerinnen dazu motivieren, Körper und Geist zu aktivieren. Wir danken allen Beteiligten sowie unseren Partnern für die gelungene Umsetzung“, betont Sarah Auckenthaler, Geschäftsführerin der Tourismusgenossenschaft Gossensaß.
Die Veranstaltung war Teil des abwechslungsreichen Aktivprogramms der Tourismusgenossenschaft Gossensaß, das Einheimischen und Gästen besondere Natur- und Genusserlebnisse bietet.

Im Rahmen einer feierlichen Ze remonie wurde vor kurzem ein neuer Klettergarten in Sterzing offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das Projekt entstand aus einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen dem 5. Alpini-Regiment und dem CAI Sterzing.
Mit dem neuen Klettergarten wurde ein Ort geschaffen, der Sport, Natur und Gemeinschaft miteinander verbindet. Durch die Sanierung und Absicherung sind zahlreiche Kletterrouten für unterschiedliche Könnerstufen
entstanden. Holzskulpturen verleihen dem Areal eine besondere Atmosphäre und machen es auch für Familien und Besucher zu einem attraktiven Treffpunkt. Der neue Klettergarten soll künftig nicht nur ein Anlaufpunkt für Bergsportbegeisterte sein, sondern vor allem Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Teamgeist, Vertrauen und Respekt vor der Natur zu entwickeln.
Mit dem traditionellen Durchschneiden des Bandes und dem Segen von Pater Vincent wurde die Anlage offiziell eröffnet.

Ski alpin
In Beobachtungsgruppe berufen
FISI-Präsident Flavio Roda hat vor kurzem die Zusammensetzung der Nationalkader im Ski alpin für die Saison 2026/27 bekannt gegeben. Mit dabei ist auch Ivy Schölzhorn (Jahrgang 2007) von der Renngemeinschaft Wipptal.

Die Nachwuchsathletin aus Sterzing schaffte den Sprung in die Beobachtungsgruppe der Damen („Gruppo Osservati“) unter der Leitung von Nachwuchschef Roberto Lorenzi.
Diese Nominierung unterstreicht ihre starken Leistungen in der vergangenen Saison und belohnt den kontinuierlichen Einsatz ihres Heimatvereins in der Jugendarbeit. Für Schölzhorn bedeutet die Aufnahme in den erweiterten Verbandskader die Möglichkeit, sich auf nationaler Ebene weiter zu etablieren und den nächsten Schritt in Richtung C-Kader zu machen.
Biathlon Sprung in Nationalkader
Für Biathlet Andreas Braunhofer geht die sportliche Entwicklung weiter steil nach oben: Nach einer erfolgreichen Saison im Südtiroler Landeskader rückt das Nachwuchstalent aus Ridnaun in der kommenden Wintersaison offiziell in den Junioren-Kader der italienischen Biathlon-Nationalmannschaft auf.

Ein zentraler Meilenstein in der bisherigen Laufbahn von Andreas Braunhofer war der Gewinn des Weltmeistertitels bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Arber (Deutschland). Gemeinsam mit seinen Südtiroler Teamkollegen Jonas Tscholl (Laas) und Julian Huber (Antholz) holte Braunhofer als Teil des „Gold-Trios“ die Goldmedaille in der Dreierstaffel.
Braunhofer, der wie seine beiden Staffelkollegen der Sportgruppe der Carabinieri angehört, wurde mit dem Aufstieg in den Junioren-Nationalkader für seine starken Leistungen belohnt.
Eishockey Hochkarätige Testspiele

Die Planungen für die neue Eishockeysaison laufen bei den Wipptal Broncos seit Wochen auf Hochtouren. Neben der Kaderzusammenstellung haben die Vereinsverantwortlichen ein anspruchsvolles Vorbereitungsprogramm ausgearbeitet und dabei einige Highlights an Land gezogen. Sieben Testspiele werden die Wildpferde in der Vorbereitung absolvieren.
Das erste dicke Ausrufezeichen wartet bereits zum Auftakt am 15. August um 17.00 Uhr: Die Broncos empfangen in Sterzing das NCAATeam der Bowdoin University. Es ist das erste Mal in der jüngeren Vereinsgeschichte, dass die Broncos ein Testspiel gegen einen nicht-europäischen Club bestreiten. Knapp eine Woche später steht das erste Auswärtsspiel auf dem Programm, wenn die Wildpferde am 23. August um 18.00 Uhr bei
den Erding Gladiators gastieren. Ein schnelles Wiedersehen mit dem deutschen Oberligisten folgt am 28. August um 20.00 Uhr zum Rückspiel vor heimischer Kulisse in Sterzing.
Schlag auf Schlag geht es am darauffolgenden Wochenende beim Unterland-Cup in Neumarkt weiter: Dort treffen die Broncos zuerst am 29. August um 19.00 Uhr auf die Unterland Cavaliers, bevor am 30. August um 18.00 Uhr das Duell gegen die Piraten aus Eppan auf dem Programm steht.
Abgerundet wird das anspruchsvolle Vorbereitungsprogramm durch ein Doppelpack gegen die Bellinzona Snakes aus der zweiten Schweizer Liga. Beide Partien finden in Sterzing statt: Das erste Aufeinandertreffen steigt am 4. September um 19.00 Uhr, gefolgt vom finalen Test am 5. September um 17.30 Uhr.
Das Testspielprogramm im Überblick:
• 15. August (17.00 Uhr): Wipptal Broncos – Bowdoin University, in Sterzing
• 23. August (18.00 Uhr): Erding Gladiators – Wipptal Broncos, in Erding
• 28. August (20.00 Uhr): Wipptal Broncos – Erding Gladiators, in Sterzing
• 29. August (19.00 Uhr): Wipptal Broncos – Unterland Cavaliers, in Neumarkt
• 30. August (18.00 Uhr): Wipptal Broncos – Eppan, in Neumarkt
• 4. September (19.00 Uhr): Wipptal Broncos – Bellinzona Snakes, in Sterzing
• 5. September (17.30 Uhr): Wipptal Broncos – Bellinzona Snakes, in Sterzing
Ski alpin/Biathlon Starke Präsenz im Landeskader
Vollgepackte Biathlon-Saison
Trotz hochsommerlicher Temperaturen wirft der kommende Biathlon-Winter be

oßereignisse. Den Auftakt machen vom 4. bis zum 7. Februar 2027 die besten Nachwuchs-Biathleten im Rahmen des IBU Junior Cups. Vom 4. bis zum 7. März
gastiert schließlich der IBU Cup, die zweithöchste Wettkampfklasse im Biathlon, in
Wurzer, Maria Theresia Wurzer, Katharina Leitgeb und Katharina Fleischmann beim IBU OC-Meeting in Tartu
ür das Organisationsteam sind die anstehenden Rennen weit mehr wohnte Routine, denn sie dienen eich als wichtige Generalprobe für die Junioren-Weltmeisterschaft, die 2028 in Ridnaun ausgetragen wird. agung in Estland tauschten sich die Ridnauner Verantwortlichen gemeinsam mit der IBU sowie ertretern der Südtiroler Partnerorte Antholz und Martell zu zentralen Themen wie Event-Organisation, Nachhaltigkeit, Safeguarding und Vermarktung aus. Eine Besichtigung der Wettkampfanlagen im WM-Ort Otepää rundete den Aufenthalt ab.
Der Landeswintersportverband Südtirol hat die offiziellen Landeskader für die Wintersaison 2026/27 bekannt gegeben. Im Bereich Ski alpin haben gleich drei Athletinnen der RG Wipptal den Sprung in den begehrten A-Kader geschafft: Eva Sophia Blasbichler (Jahrgang 2006), Leonie Girtler (Jahrgang 2006) und Ivy Schölzhorn (Jahrgang 2007), wobei Schölzhorn zusätzlich auch für die nationale Beobachtungsgruppe nominiert wurde (siehe eigener Bericht). Bei den Herren wurde Valentin Sparber (Jahrgang 2007), ebenfalls von der RG Wipptal, in den A-Kader berufen. Betreut werden die jungen Athleten unter der sportlichen Leitung von Christian Thoma sowie dem Trainerteam um Tizian Gabrielli, Florian Runggaldier, Enrico Vicenzi und Daniel Dorigo. Im Biathlon schaffte bei den Buben Elias Niederstätter (Jahrgang 2008) vom ASV Ridnaun den Sprung in die Landesauswahl. Bei den Mädchen sicherten sich mit Anna Maria De Angelis (Jahrgang 2008) und Ilvy Marie Markart (Jahrgang 2009) gleich zwei Ridnauner Talente einen Kaderplatz. Das Biathlon-Team geht unter der Verantwortung von Georg Altstätter und Isabella Filippi sowie den Trainern Christian Braunhofer, Niko Larch, Armin Kasslatter und Jan Kuppelwieser in die neue Saison.

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Handwerk
Handwerk im Vormarsch

Jahrelang galt ein Hochschul studium als der unangefochtene Königsweg für den beruflichen Erfolg. Doch das Blatt hat sich gewendet: Das Handwerk erlebt einen spürbaren Aufschwung und gewinnt als moderne Zukunftsbranche rasant an Attraktivität. Treiber dieser Entwicklung sind die Energiewende, innovative Technologien und ein gewandeltes Sicherheitsbedürfnis am Arbeitsmarkt.
Moderne Handwerksbetriebe sind längst digitale Innovationstreiber. Ob Smart-HomeInstallationen, 3D-Druck oder klimafreundliche Gebäudetechnik – der Berufsalltag verbindet traditionelles Geschick
mit High-Tech. Zudem punktet die Branche mit hoher Krisenfestigkeit: Während zahlreiche Büro- und Verwaltungsberufe im Zuge des digitalen Wandels unter Druck geraten, bleibt praktische Arbeit unverzichtbar und weitgehend sicher vor KIAutomatisierung.
Auch die Karriereperspektiven überzeugen. Der Meisterabschluss ist dem akademischen Bachelor gleichgestellt und ebnet den Weg zu Führungsaufgaben oder der eigenen Betriebsnachfolge. Volle Auftragsbücher und hervorragende Aufstiegschancen machen deutlich: Das Handwerk hat wieder goldenen Boden.
Innovationsfrühstück

Nach Bozen, Bruneck und Nals hat Innovationslandesrat Philipp Achammer in diesem Jahr auch in Sterzing, Neumarkt und Schluderns Innovationsfrühstücke organisiert. Über 90 Unternehmer, Wirtschafts- und Gemeindevertreter nutzten die Gelegenheit, um sich dabei über Neuerungen im Bereich Innovationsförderung zu informieren. Anhand konkreter Beispiele und Erfahrungen der Anwesenden zeigte sich, dass Unternehmer durchaus an innovativen Lösungen interessiert sind, Unterstützungsangebote bislang aber nur zögerlich
in Anspruch nehmen. Achammer ermutigte sie, die Unterstützungsangebote des Landes auszuschöpfen. Franz Schöpf, Direktor der Abteilung Innovation, Forschung und Museen, sowie die Direktorin des Amtes für Innovation und Technologie Kathrin Oberrauch gingen auf Fragen und individuelle Situationen der Unternehmer ein und zeigten Möglichkeiten auf. Die Abteilung Innovation, Forschung, Universität und Museen und das Amt für Innovation und Technologie stehen für Beratung auch weiterhin jederzeit zur Verfügung.
Your way to PROGRESS –wo „Fortschritt“ nicht nur im Firmennamen steht
Wie schafft es ein Unternehmen heutzutage, in einem dynamischen Marktumfeld zu bestehen? Die Fähigkeit, sich anzupassen und zu erneuern, ist das Erfolgsrezept der Progress Group, wo Innovation in den drei Unternehmensbereichen und der Mitarbeiterentwicklung gelebt wird.
Innovation und Fortschritt bei Progress Group
Die Progress Group mit Hauptsitz in Brixen hat sich als Technologieführer für moderne Maschinen & Anlagen, Softwarelösungen und Bausysteme mit Betonfertigteilen am Weltmarkt etabliert. Gleichzeitig bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitenden immer neue Chancen, den eigenen Weg zum Fortschritt – way to PROGRESS – zu gehen. So liegt der Fokus neben der Entwicklung neuer Lösungen genauso auf dem Fortschritt der einzelnen Mitarbeiter:innen. Begleitet von ihren Führungskräften bekommen sie die Möglichkeit, neue Verantwortung
zu übernehmen, ihre eigenen Stärken optimal zu nutzen und so das Wachs tum im Unternehmen aktiv mitzuge stalten. Eine große Rolle spielt dabei die firmeneigene Progress Group Dual Academy, die Wissen aus Seminaren und Workshops mit praktischen The men am Arbeitsplatz verbindet. Die Ausbildungsprogramme sind individu ell auf die einzelnen Mitarbeiter:innen abgestimmt und garantieren dadurch die richtige Entwicklung von Fach-, Persönlichkeits- und Führungskompe tenz. So werden auch die vielen jun gen Führungskräfte optimal auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet.
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Unsere Mission ist es, nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Menschen zu schaffen. Wir sind eine Unternehmensgruppe, die sich auf Maschinen und Software für die Auto matisierung der Betonfertigteilpro duktion spezialisiert hat und zudem ein eigenes Fertigteilwerk am Firmen sitz in Brixen betreibt.


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Zwei Wipptaler bei den WorldSkills
Wenn sich vom 22. bis zum 27. September in der chinesischen Metropole Shanghai die besten Nachwuchsfachkräfte der Welt treffen, richtet sich der Blick der internationalen Berufswelt auf die 48. WorldSkills Competition. Die WorldSkills gelten als offizielle Weltmeisterschaften der Berufe und sind gewissermaßen das Pendant zu den Olympischen Spielen für die berufliche Bildung. Mehr als 1.400 Teilnehmer aus über 70 Nationen treten dabei in 64 verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Das Spektrum reicht von klassischen Handwerksberufen über technische und digitale Berufsfelder bis hin zu Berufen aus dem Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich. Mit dabei sind heuer auch zwei junge Talente aus dem Wipptal: Floristin Franziska Gschnitzer aus Mareit und Mediendesigner Liam Fiechter aus Gasteig.
Bis man sich mit den Besten der Welt messen darf, ist der Weg allerdings lang. Teilnahmeberechtigt sind junge Fachkräfte, die sich zuvor bei den jeweiligen Landes- oder Staatsmeisterschaften durchgesetzt haben. Bei den WorldSkills selbst warten anschließend vier intensive Wettkampftage, an denen unter großem Zeitdruck anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden müssen. Bewertet werden die Arbeiten von einer internationalen Expertenjury, wobei je nach Beruf sowohl objektive Kriterien wie Präzision, technische Ausführung und Funktionalität als auch Kreativität, Gestaltung, Sauberkeit und Arbeitsweise in die Bewertung einfließen. Für viele Nationen gelten die WorldSkills deshalb als Gradmesser für die Qualität ihrer Berufsausbildung. Organisiert wird die Teilnahme der Südtiroler über die Handelskammer Bozen, die beiden
Teilnehmer aus dem Wipptal werden zusätzlich noch vom lvh gefördert. Gemeinsam reisen sie als „Team Südtirol/Italien“ nach Shanghai – eine historisch gewachsene Besonderheit, da die Landesmeisterschaften, die seit vielen Jahren in Bozen ausgetragen werden, italienweit die einzigen sind. Auch Italiener aus anderen Regionen dürfen daran teilnehmen, ihre Zahl ist allerdings sehr gering.
Der jüngste Teilnehmer des Südtiroler Teams ist der 19-jährige Liam Fiechter aus Gasteig. Erst vor wenigen Wochen hat er die Matura an der Fachoberschule für Grafik „Julius Durst“ in Brixen erfolgreich abgeschlossen und kann nun mit der WorldSkills Competition bereits eine weitere große Herausforderung angehen. Er tritt in der Disziplin Mediendesign an, einem Wettbewerb, bei dem sich kreatives Gespür und technisches Können
ständig ergänzen. „Ich nehme an den WorldSkills teil, weil ich Herausforderungen mag und gerne kreativ bin“, beschreibt Liam seine Motivation. Kreativ war er schon als Kind. Zunächst faszinierte ihn vor allem das Filmen, später verlagerte sich sein Interesse immer stärker in Richtung Grafik und Gestaltung. Deshalb entschied er sich nach der Mittelschule für die Grafikausbildung in Brixen. Als er von den Landesmeisterschaften in Bozen hörte, meldete er sich zum Wettbewerb an. Dort traf er auf Teilnehmer, die größtenteils eine spezialisiertere Grafikausbildung absolviert hatten – deshalb galt er nicht gerade als Favorit. Umso größer war die Überraschung, als er sich am Ende den Titel sicherte und damit das Ticket für Shanghai löste.
Seit diesem Sieg bestimmt die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft den Alltag des jungen

Mediendesigners. Unterstützt wird er dabei von Karin Fischnal ler, die 2011 WorldSkills-Gold gewann und heute als Informa tionsdesignerin in Amsterdam arbeitet. Einmal pro Woche be sprechen die beiden online frü here Wettbewerbsaufgaben, analysieren Lösungen und arbei ten an neuen Ideen. Ein weiterer wichtiger Baustein der Vorberei tung war eine zweiwöchige Reise mit seiner Expertin nach Kanada. Dort wurden bei einem Probe wettbewerb die Bedingungen der WorldSkills möglichst reali tätsnah simuliert.

Die eigentliche Weltmeisterschaft verlangt den Teilnehmern alles ab. Vier Tage lang wartet jeden Morgen eine neue Aufgabenstellung. Am ersten Wettbewerbstag geht es um die Entwicklung einer Marke mit Logo, am zweiten Tag um Editorial Design, also beispielsweise die Gestaltung eines Magazins oder einer
jedes Mal unterschiedlich aus fällt. Erst kurz vor Arbeitsbeginn erfahren die Teilnehmer, welche Aufgabe sie konkret lösen müssen. Danach bleiben nur wenige Stunden Zeit, um Idee, Gestaltung und technische Umsetzung zu entwickeln. Bewertet werden die Arbeiten anschließend von den Experten der jeweils ande-
so anspruchsvoll. Während sich technische Fertigkeiten gezielt trainieren lassen, spielt bei der Gestaltung auch die Fähigkeit eine Rolle, neue Ideen zu entwickeln und kreative Lösungen zu finden. „Man muss neugierig bleiben und sich ständig neue Inspiration holen“, ist Liam überzeugt. Der Zeitaufwand für die Vorbe-

auf Freizeit verzichten, so Liam. Gleichzeitig sieht er die vergangenen Monate aber als große Bereicherung. Durch die Zusammenarbeit mit seiner Expertin habe er fachlich enorm dazugelernt und auch der Austausch mit anderen Teilnehmern sei eine wertvolle Erfahrung. Neben

Unvergessliche Kräuterwochen
Zwei Wochen lang standen Gossensaß, Pflersch und Brenner ganz im Zeichen von „Berg & Blume – Alles rund um die Kräuter“. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete das traditionelle Musikfest der Vereinskapelle Gossensaß. Es folgten zahlreiche Veranstaltungen, u. a. ein Sommeraperitif, Familienwanderungen, „Klang & Kräuter“-Abende, Wanderungen, die „Olmen Tour“, das Kräuterfest in Ladurns sowie ein stimmungsvolles Seekonzert. Den Abschluss bildete „Berg & Blume – Dein schönster Bergmoment“. Beim Fotowettbewerb hielten Einheimische und Gäste ihre schönsten Eindrücke fest und präsentierten das Gebiet aus unterschiedlichen Perspektiven.
Harald Siller, Präsident der örtlichen Tourismusgenossenschaft, zeigte sich begeistert: „Die Veranstaltungsreihe zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an und begeistert mit ihrer Vielfalt. Der Fotowettbewerb als krönender Abschluss hat einmal mehr gezeigt, wie beeindruckend Landschaften, Blumen und besondere Plätze in unserem Gebiet sind. Die vielen kreativen Einsendungen spiegeln die Schönheit unserer Heimat auf eindrucksvolle Weise wider.“
Bei der Abschlussveranstaltung wurden schließlich die drei schönsten Bilder des Fotowettbewerbs prämiert. Den ersten Platz sicherte sich Greta Gazzani, gefolgt von Beatrix Kinzner auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz belegte Francesco Sommacal.
Mit vielen positiven Rückmeldungen und unvergesslichen Eindrücken geht „Berg & Blume – Alles rund um die Kräuter“ erfolgreich zu Ende und macht bereits jetzt Lust auf eine Neuauflage im kommenden Jahr.



3. Platz: Francesco Sommacal
dem Wettbewerb freut er sich besonders auf China und die internationale Atmosphäre der WorldSkills. Bereits einige Tage vor Wettkampfbeginn reist das Team nach Shanghai, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen und die Wettbewerbsplätze einzurichten. Nach Abschluss der Meisterschaften steht außerdem noch eine gemeinsame Reise nach Peking auf dem Programm. Mit derselben Leidenschaft bereitet sich auch Franziska Gschnitzer aus Mareit auf die Weltmeisterschaft vor. Die 20-Jährige arbeitet als Floristin in der Gärtnerei „Auer“ in Brixen und wird Südtirol in der Disziplin Floristik vertreten. Die Begeisterung für ihren Beruf begleitet sie schon seit ihrer Kindheit. Bereits damals sammelte sie Blumen und andere Naturmaterialien, um daraus kleine Sträuße, Armbänder oder andere Dekorationen zu gestalten. Heute schätzt sie vor allem die Vielseitigkeit ihres Berufs. Jeder Auftrag sei anders und biete die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Besonders schön sei, mit den eigenen Arbeiten anderen Menschen Freude bereiten zu können.
Viele würden den Beruf der Floristin unterschätzen, meint Franziska. Hinter einem Blumenstrauß stecke weit mehr als das schlichte Zusammengeben einzelner Blumen. Kreativität, Geduld, handwerkliches Geschick und ein gutes Gespür für Farben seien jeden Tag gefragt. Genau diese Fähigkeiten werden auch bei den WorldSkills bewertet. Während des Wettbewerbs müssen die Teilnehmer verschiedene Werkstücke anfertigen. Welche Aufgaben sie erwarten und welche Materialien zur Verfügung
stehen, erfährt auch sie jeweils erst unmittelbar vor Beginn. Die Juroren achten dann u. a. auf Technik, Sauberkeit, Gestaltung, Ideenreichtum und die Qualität der Ausführung. Für Franziska begann die intensive Vorbereitung bereits im Februar. Gemeinsam mit ihrer Expertin Maria Steinmair trainiert sie seither regelmäßig, in den Sommermonaten sogar an bis zu vier Tagen pro Woche. Unterstützt wird sie dabei nicht nur von ihrer Expertin, sondern auch von ihrem Arbeitgeber, ihrer Familie und ihren Freunden, die ihr den nötigen Rückhalt geben. „Es ist eine einmalige Chance, dabei sein zu dürfen. Deshalb versuche ich, mein Bestes zu geben und freue mich, diese Erfahrung mit unserem Team zu machen“, sagt sie. Besonders freut sie sich darauf, endlich zeigen zu können, wofür sie monatelang trainiert hat. Respekt hat sie dagegen vor allem vor dem langen Flug nach China und der langen Zeit so fern der Heimat. Insgesamt werden Franziska und Liam rund drei Wochen unterwegs sein. Nach Monaten intensiver Vorbereitung wollen beide vor allem ihr Können auf internationaler Bühne unter Beweis stellen und die Erfahrungen mitnehmen, die eine Teilnahme an den WorldSkills mit sich bringt. Doch allein die Qualifikation für Shanghai zeigt, dass sie zu den besten Nachwuchsfachkräften gehören. Mit ihrem Start bei den Weltmeisterschaften vertreten sie außerdem nicht nur Südtirol – sie machen darüber hinaus auch das Wipptal auf internationaler Bühne sichtbar.
Lorenz Grasl
Schüler erkunden Bauwelt
Auch in diesem Jahr zeigten Mittelschüler bei ihrem Besuch in der Baufirma Graus großes Interesse am Baugewerbe.
Im Rahmen des Berufsfindungstages der GRW Wipptal/Eisacktal erhielten die Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten im Bauhandwerk. Ausgestattet mit Helm und Handschuhen besichtigten sie auch eine Baustelle und packten beim Binden von Bewehrungseisen, Betonieren und Mauern tatkräftig mit an. „Wir möchten junge Menschen für das Handwerk begeistern und ihnen zeigen, welche Chancen die Baubranche bietet“, so Martin Brunner von der Firma Graus.
Gli studenti alla scoperta del mondo dell’edilizia
Anche quest’anno, durante la visita all’impresa edile Graus, gli studenti delle scuole medie hanno dimostrato grande interesse per il settore edile.

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Dann melde dich gerne bei uns!
Nell’ambito della giornata di orientamento professionale organizzata dalla GRW Wipptal/ Eisacktal, i ragazzi hanno potuto farsi un’idea concreta delle professioni e delle opportunità formative nel settore dell’edilizia. Dotati di casco e guanti, hanno anche visitato un cantiere e hanno dato una mano attivamente nella legatura delle armature, nel getto di calcestruzzo e nella muratura. “Vogliamo trasmettere ai giovani l’entusiasmo per l’artigianato e mostrare loro quali opportunità offre il settore edile”, ha affermato Martin Brunner dell’impresa Graus.
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Recht auf Reparatur
Der Kühlschrank klappert, funktioniert aber noch. Das Smartphone hat nur noch einen schwachen Akku. Die Waschmaschine benötigt eine Reparatur für wenige Euro. Trotzdem landen jedes Jahr Millionen von Geräten auf dem Müll, weil Ersatzteile fehlen, Reparaturen unverhältnismäßig teuer sind oder Hersteller ihre Produkte gar nicht für eine längere Nutzung auslegen.
Das neue europäische Recht auf Reparatur soll diesem Missstand entgegenwirken. Die Richtlinie (EU) 2024/1799 verpflichtet die Mitgliedstaaten, Reparaturen zu erleichtern und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Produkte länger genutzt werden. Die europäischen Staaten mussten die Richtlinie bis Ende Juli umsetzen. Entscheidend ist nun, wie ambitioniert sie es getan haben. „Die eigentliche Frage lautet nicht, ob ein Gerät repariert werden kann, sondern ob sich Reparieren gegenüber dem Neukauf wieder lohnt. Genau dort entscheidet sich, ob das Recht auf Reparatur ein Erfolg wird oder nur ein
schönes Versprechen bleibt“, so Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale Südtirol. Besonders interessant ist die auf europäischer Ebene vor gesehene Verlängerung der Gewährleistung bei einer Reparatur im Rah men der gesetzlichen Gewährleistung. Da durch entsteht erstmals ein konkreter Anreiz, sich für die Reparatur statt für den Neukauf zu entscheiden.
Die italienische Regie rung ist nun gefordert, das Recht auf Reparatur konsequent, verbrau cherfreundlich und ohne Verwässerungen umzusetzen. Die in der Richtlinie vorgese henen Anreize dürfen nicht ab geschwächt werden. Nur wenn Reparieren für Verbraucher tatsächlich attraktiver wird, kann aus dem Recht auf Reparatur mehr werden als eine bloße Gesetzesänderung. Wer ein Gerät reparieren lässt, spart Ressourcen, vermeidet Abfall und handelt nachhaltig. Es wäre daher nur logisch, wenn genau dieses Verhalten belohnt
würde. Wer repariert, sollte besser gestellt sein als jemand, der sofort neu kauft. Eine verlängerte Gewährleistung ist hierfür ein starkes Signal.

ben. Das stärkt Verbraucherrechte, schont Ressourcen und unterstützt lokale Handwerksbetriebe.
Früher wurden Geräte gekauft, um möglichst lange zu halten. Heute werden viele Produkte ersetzt, obwohl sie mit überschaubarem Aufwand weiterverwendet werden könnten. Das Recht auf Reparatur kann dazu
beitragen, diese Entwicklung umzukehren. „Wenn Reparieren wieder einfacher und attraktiver wird, profitieren Verbraucher, Handwerk und Umwelt gleichermaßen. Genau darin liegt die Chance auf einen echten Kulturwandel“, so Bauer. Denn am Ende geht es nicht nur um defekte Kühlschränke, Smartphones oder Waschmaschinen. Es geht um rage, ob Produkte künftig wieder für eine lange Lebensdauer gebaut werden oder ob Wegwerfen weiterhin günstiger und acher bleibt als Reparieren. Das Recht auf Reparatur bietet die Chance, diese Entwicklung umzukehren. Betroffen sind zunächst zahlreiche Alltagsgeräte wie Smartphones, Tablets, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Kühlschränke, Staubsauger sowie Fernsehgeräte und elektronische Displays. Künftig könnte der Anwendungsbereich auf weitere Produktgruppen ausgedehnt werden.

Bauen im Einklang mit der Natur
Der Bausektor steht vor einer grundlegenden Kehrtwende. Angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und einem wachsenden Bewusstsein für die eigene Gesundheit rückt eine Bauweise in den Fokus, die Jahrhunderte altes Wissen mit modernster Ingenieurkunst verbindet: das biologische Bauen. Immer mehr Bauherren, Architekten und Gemeinden setzen auf nachwachsende Rohstoffe und schadstofffreie Baustoffe, um ökologischen Fußabdruck und Lebensqualität harmonisch zu vereinen.
Im Zentrum dieser Entwicklung steht der bewusste Verzicht auf synthetische Baustoffe, chemische Zusatzstoffe und erdölbasierte Dämmungen. Stattdessen erleben bewährte Naturmaterialien eine moderne Renaissance. Holz dient als robuster Tragwerksstoff, der
langfristig CO₂ bindet, während Lehm an den Innenwänden für eine hervorragende Regulierung der Luftfeuchtigkeit sorgt und Wärme speichert. Ergänzend bieten Stroh, Hanf und Holzfaser als ökologische Dämmstoffe nicht nur im Winter effizienten Wärmeschutz, sondern halten Gebäude auch im heißen Sommer angenehm kühl. Neben dem Umweltgedanken ist die Wohngesundheit das stärkste Argument für diesen Ansatz. Konventionelle Baustoffe und Kleber sondern häufig flüchtige organische Verbindungen ab, die Allergien oder Kopfschmerzen auslösen können. Biologische Alternativen sind frei von Wohngiften und schaffen eine spürbar saubere Raumluft. Gleichzeitig setzt die Branche verstärkt auf das Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Nach dem Konzept von der Wiege zur Wiege wer-
den Gebäude so geplant, dass alle Elemente nach ihrer Nutzungsdauer problemlos getrennt, wiederverwendet oder kompostiert werden können, ohne gefährlichen Sondermüll zu hinterlassen.
Biologisch zu bauen ist längst kein Nischenphänomen für Öko-Pioniere mehr, sondern ein handfester wirtschaftlicher Zukunftsmarkt. Obwohl die Erstinvestition bei einzelnen Naturbaustoffen leicht höher ausfallen kann, gleicht sich dies durch hervorragende Dämmwerte, geringe Betriebskosten, staatliche Förderungen und eine hohe Wertbeständigkeit der Immobilie rasch aus. Der Wandel im Bausektor zeigt deutlich, dass nachhaltige Architektur keine Kompromisse bei Komfort oder Design eingehen muss, sondern Räume schafft, in denen Mensch und Natur langfristig aufatmen können.

„Vom
Handwerksbetrieb zum weltweit tätigen Maschinenbauunternehmen“
Viele international erfolgreiche Unternehmen wurden in einer kleinen Garage gegründet. Maltech auch. Heute liefert Familie Stofner weltweit Verputzmaschinen und Baugeräte für die Bauwirtschaft. Nachgefragt bei Geschäftsführer Hannes Stofner.
Erker: Herr Stofner, Maltech hat sich seit der Gründung mehrfach neu erfunden. Hannes Stofner: Mein Vater Wilhelm hat die Firma gemeinsam mit einem Partner im Jahr 1979 gegründet. Ursprünglich handelten sie mit Baustoffen für den Maler- und Putzbereich. Auch die Ausführung von Verputz- und Dämmarbeiten wurde von Beginn an angeboten, wie auch heute noch unter der Marke „Maltech Bau“. Später importierten sie auch Baumaschinen aus Deutschland. Die Währungskrise Anfang der 1990er Jahre und weitere Gründe haben sie dazu veranlasst, ab 1992 eigenständig Spezialbaumaschinen zu entwickeln, zu fertigen und zu vertreiben. Den Baubereich rund um das Verputzen koordiniert mein Vater. Ich habe mittlerweile den Bereich des Maschinenbaus im Unternehmen übernommen. Welches waren die ersten selbst entwickelten Maschinen?
Anfangs haben wir fünf Maschinentypen entworfen, darunter Verputzmaschinen, Mörtelmischer und Förderanlagen für die Baustellensilos. Im Laufe der Jahre haben wir unser Angebot kontinuierlich erweitert. Heute
stellen wir über 20 verschiedene Maschinentypen in unterschiedlichen Ausführungen her. Wie erwirbt ein Bauunternehmen das nötige Know-how, um eigene Maschinen zu fertigen?
Wir hatten kein klassisches Ent wicklerteam aus Maschinenbau ingenieuren im Haus, wohl aber langjährige, motivierte und sehr erfahrene Mit arbeiter. Mit viel prak tischem Wissen und Feingefühl haben sie die Maschinen entworfen, zusammengebaut und gemeinsam mit unseren Kunden stetig weitent wickelt. Rückblickend beeindruckend, was die ses Team damals und bis zum heutigen Tag geleis tet hat.
Sie setzen bei Ihren Produkten bewusst auf Langlebigkeit. Hochwertige Qualität ist unser Anspruch. Die Anforderungen auf dem Bau sind hoch. Unsere Maschinen müssen deshalb sehr robust, zuverlässig und einfach zu bedienen sein. Kürzlich hatten wir eine Verputzmaschine M5 aus dem Baujahr 1994 zur Revision in unserem Haus. Sie funktioniert immer noch einwandfrei. Bei guter Pflege und Wartung sind unsere Maschinen jahrzehntelang nutzbar. Die M5 ist unser Aushängeschild, es ist das bekannteste und meistverkaufte Modell. Welche Vorteile bieten Ihre Maschinen auf der Baustelle?
Rohbau bis hin zum finalen Verputzen der Außenwände zum Einsatz. Wir bieten für viele verschiedene Anwendungen am Bau das geeignete Gerät: Verputzmaschinen, Fördersysteme für Baustellensilos, Silomischpumpen,
dukte stets auf dem aktuellsten Stand zu halten?

Hannes Stofner: „Hochwertige Qualität ist unser Anspruch.“
der Einsatz unserer Maschinen weniger Hand- und Schwerarbeit. Deshalb können die Arbeiten schneller, präziser, einfacherer, sicherer und auch kostengünstiger abgewickelt werden. Durch die maschinelle Verarbeitung ist eine gleichbleibende Aufmischung und Konsistenz der Materialien garantiert. Auch dies ist ein wesentlicher Faktor, warum sich die Maschinentechnik am Bau durchgesetzt hat.
Unsere Mitarbeiter und Kunden bringen immer wieder neue Ideen ein. Oft sind es kleine Änderungen, die aber den gesamten Arbeitsablauf optimieren. Deshalb entwickeln wir auch etablierte Produkte ständig weiter. Maltech exportiert in bis zu 70 Länder. War der erste Schritt ins Ausland groß? Ein zukunftsweisender Schritt war unsere Filiale in Madrid, die wir im Jahr 2005 eröffnet haben. Von dort aus haben wir die gesamte iberische Halbinsel sowie Süd- und Mittelamerika beliefert. Europa erlebte in den 2000er Jahren einen regelrechten Bauboom. Dieser hat auch uns neue Chancen geboten und uns Türen zu weiteren Exportländern geöffnet. Heute arbeiten wir weltweit mit Wiederverkäufern und Partnern zusammen – ein großer Vorteil, da wir unsere Kunden damit weltweit effizient mit Maschinen, Ersatzteilen und dem technischen Service betreuen können. Wie gelangen die Maschinen zum Kunden?
Jede Maschine wird in Sterzing gefertigt und je nach Bedarf per LKW, Flugzeug oder Containerschiff exportiert.
Unsere Maschinen kommen beim
Wie schaffen Sie es, Ihre Pro -
In welchen Ländern ist die Nachfrage aktuell am größten?

In einigen exotischen Ländern wie Israel oder Thailand sind wir seit Jahren Marktführer, deshalb sind sie auch sehr wichtig für uns. Italien als Heimatland ist von Beginn an unser größter Vertriebsmarkt, wobei die osteuropäischen Länder wie Bulgarien, Rumänien und Serbien aktuell einen regelrechten Bauboom erfahren und dadurch ein sehr hoher Bedarf an neuen Maschinen entsteht. Da wir unsere Maschinen weltweit vertreiben, sind wir nicht auf einzelne Länder und deren Bauwirtschaft angewiesen und können unsere Exporte geografisch sehr stark diversifizieren. Wie schwer ist es, neue Märkte zu erschließen?
Marktführer wird, wer in einem Land von Beginn an den Markt mit aufbaut oder im richtigen Moment am Beginn einer Bauhochkonjunktur stark investiert. Einen Markt von null aufzubauen, ist zwar zeit- und kostenintensiv, aber möglich. Unsere Maschinen kommen mittlerweile in einem Großteil der Länder der Welt zum Einsatz. Der Erfolg unseres Unternehmens hängt aber indirekt auch von Materialherstellern ab. Sind sie in einem Land nicht tätig, verkaufen wir dort auch weniger Maschinen. Bis vor wenigen Jahren war Amerika für uns uninteressant. Seit einigen Jahren engagieren sich dort aber immer mehr europäische Materialhersteller und die amerikanische Bauweise gleicht sich in bestimmten Bereichen langsam der europäischen Bauweise an. Deshalb investieren auch wir seit zwei Jahren viel Zeit in den Aufbau des US-Marktes.
Tüfteln Sie auch an neuen Produkten?
Momentan werden unsere Maschinen zu 80 bis 90 Prozent im konventionellen Hochbau eingesetzt. Die Technologie eignet sich
jedoch auch für andere Bereiche, wo wir aktuell nur untergeordnet tätig sind, beispielsweise im Spezialtiefbau. Wir möchten uns immer weiterentwickeln – sei es mit neuen Maschinen wie auch in anderen Anwendungsbereichen. Dies ist Voraussetzung, damit wir langfristig am Markt konkurrenzfähig sind oder auch eine Marktführerschaft erreichen können. Es braucht viel Erfindergeist und gute Ideen, um sich von seinen Mitbewerbern abzuheben. Diese
Eigenschaft haben unsere Mitarbeiter stets bewiesen und darauf wollen wir auch bei Neu- und Weiterentwicklungen weiterhin aufbauen.
Wie sieht ihre Mitarbeiterstruktur aktuell aus?
Der Großteil unserer Mitarbeiter kommt aus dem Wipptal, dem Sarntal und vereinzelt aus anderen Teilen Südtirols, ein Mitarbeiter stammt aus Argentinien. Erfreulich ist die lange Betriebszugehörigkeit. Wir haben viele Mitarbeiter, die seit über 15 und auch über 30 Jahren bei uns sind. Obwohl wir weltweit tätig sind, legen wir weiterhin großen Wert auf unsere bewährte familiengeführte Organisationsstruktur mit flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen.
Sind demnächst auch betriebliche Investitionen geplant?
2008 haben wir unseren neuen Unternehmenssitz in der Gewerbezone Reifenstein in Freienfeld bezogen. Zehn Jahre später haben wir ihn um eine Schweißerei sowie eine zweite Montage- und Lagerhalle vergrößert. Eine weitere Betriebserweiterung ist ak-
tuell in Planung. Wir hoffen, die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen zu können. Welche Rolle spielen im Spezialmaschinenbau weltweite Netzwerke und gute Partner? Unsere Hauptaufgabe ist es, Wiederverkäufer fachkundig zu beraten, ihnen gute, zuverlässige Maschinen zu liefern und einen professionellen Service zu bieten. Je besser unsere Wiederverkäufer mit ihren Kunden arbeiten, desto erfolgreicher arbeitet auch unser Unternehmen. In bestimmten Fällen betreuen wir Kunden auch selbst direkt vor Ort. Aktuell sind wir häufig in der Türkei bei neuen Partnern, wo die Verwendung von Silos am Bau erst in den Startlöchern steckt. Deshalb investieren wir dort aktuell viel Zeit, um sicherzustellen, dass unsere Maschinen für die Baustellensilos auch korrekt angewendet werden. Denn nur wenn alle Komponenten perfekt zusammenspielen – von der Entwicklung der Maschine bis zur korrekten Anwendung – wird weltweit effizientes Bauen überhaupt erst möglich.

Mehr als Made in Südtirol
Wie Europa das Handwerk schützt
Mit einer neuen EU-Regelung können erstmals auch Nicht-Lebensmittel europaweit geografisch geschützt werden –also Produkte des Handwerks und der Industrie. Für das Handwerk in Südtirol könnte das zum Gamechanger werden.
Es klingt zunächst nach einem technischen Detail aus Brüssel. Ein weiteres EU-Regelwerk. Doch hinter der neuen Verordnung zu den geschützten geografischen Angaben (IGP) für handwerkliche und industrielle Produkte steckt weit mehr als Bürokratie. Es geht um Herkunft. Um Identität. Um den Wert von Können.
WENN HERKUNFT MEHR
IST ALS EIN ETIKETT
Die Idee dahinter ist einfach: Bestimmte Produkte sind untrennbar mit einem Ort verbunden. Nicht nur, weil sie dort hergestellt werden, sondern weil dort


Wissen, Materialien, Techniken, Kultur und Mentalität zusammenkommen. Ein handgeschnitztes Werk aus Gröden ist eben nicht einfach nur Holz. Eine Maßanfertigung aus Leder oder Textil mehr als bloße Verarbeitung. Die neue Verordnung schafft einen rechtlichen Rahmen für sogenannte „non agri“-IGP – geografische Herkunftsangaben für handwerkliche und industrielle Produkte. „Registriert werden können Erzeugnisse, deren Qualität, Ruf oder Eigenschaften wesentlich mit einer bestimmten Region verbunden sind“, erklärt lvhDirektor Walter Pöhl.
REGELUNG BETRIFFT
DAS GESAMTE HANDWERK
Besonders sichtbar wird das Potential der neuen Regelung zunächst dort, wo Handwerk seit Jahrhunderten kulturelle Identität prägt: im Kunsthandwerk. „Viele unserer Arbeiten tragen bereits heute eine klare regionale Handschrift. Die neue IGP-Regelung gibt uns erstmals die Möglichkeit, diese Herkunft auch rechtlich und europaweit zu schützen“, sagt Filip Piccolruaz, Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im lvh. Doch wer bei geografischen Herkunftsangaben nur an Kunsthandwerk denkt, greift viel zu kurz. Die neue EURegelung hat das Potenzial, weit über klassische Traditionsberufe hinaus Wirkung zu entfalten. Denn die Frage nach Herkunft und regionaler Kompetenz stellt sich heute praktisch in allen Bereichen des Handwerks. Bei den Hafnern etwa geht es längst nicht mehr nur um traditionelle Öfen. Es geht um lokal gewachsenes Know-how, um nachhaltige Heizlösungen und um handwerkliche Einzelstücke. „Unsere Arbeit verbindet Tradition, Südtiroler Identität und technologische Innovation. Eine europaweit geschützte Herkunftsbezeichnung kann dazu beitragen, dieses besondere Know-how sichtbar zu machen und langfristig zu schützen“, betont Christian Gross, Obmann der Hafner im lvh.
AUCH HIGHTECH-HANDWERK PROFITIERT
Interessant ist dabei, dass die Regelung nicht nur traditionelle Gewerke betrifft. Auch techno logisch hochspezialisierte Branchen des Hand werks könnten profitieren. „Südtirol verfügt über zahlreiche hochspezialisierte Handwerksbetriebe im Maschinen- und Werkzeugbau. Herkunft kann auch in einem technologischen Umfeld ein echter Wettbewerbsvorteil sein“, erklärt Andreas Fal ser, Obmann der Maschinenbaumechaniker so wie Werkzeug- und Formenbauer im lvh. Gerade kleinere Betriebe könnten dadurch international sichtbarer werden. Auch das Textil- und Leder handwerk verfolgt die Entwicklung mit großem Interesse. Denn kaum ein Bereich erlebt derzeit einen so starken Wandel zwischen Massenpro duktion und wachsendem Wunsch nach Indivi dualität, Nachhaltigkeit und regionaler Qualität. „Immer mehr Kunden möchten wissen, wo ein Produkt entsteht und wer dahintersteht. Die neue europäische Regelung kann helfen, diese Glaub würdigkeit noch stärker hervorzuheben“, sagt Melanie Trafojer, Obfrau der Berufsgruppe Textil und Leder im lvh.
CHANCE FÜR
DAS SÜDTIROLER HANDWERK
Die aufgeführten Gewerke stehen beispielhaft für das gesamte Südtiroler Handwerk. Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Ausschlaggebend ist: Europa erkennt erstmals offiziell an, dass hand werkliches Wissen schützenswert ist. Die Her kunft eines Produkts wird so zum Teil seines Wer tes. Sie schafft Vertrauen. Sie stiftet Identität. Und sie macht sichtbar, warum ein Produkt mehr wert ist. Für das Südtiroler Handwerk könnte dar aus weit mehr entstehen als ein neues Label.

Internationale Projekte. Echte Perspektiven.
Tradition seit fast 150 Jahren. Internationale Projekte. Moderne Arbeitswelten. Und ein Team, das die Zukunft des Innenausbaus mitgestaltet. Das ist barth.
Die Tischlerei barth in Brixen steht seit fast 150 Jahren für hochwertigen Innenausbau. Was 1877 als kleine Kunsttischlerei begann, hat sich über fünf Generationen hinweg zu einem international tätigen Familienunternehmen entwickelt. Heute arbeiten mehr als 100 Mitarbeitende an Projekten in über 70 Ländern – von exklusiven Juweliergeschäften und Boutiquen über Museen bis hin zu Unternehmenssitzen und außergewöhnlichen Privatresidenzen. Dabei ist eines über Generationen hinweg gleich geblieben: der Anspruch, Handwerk neu zu denken und Menschen langfristige Perspektiven zu bieten.
Jedes Projekt eine neue Herausforderung
Kein Projekt ist wie das andere. Neue Materialien, neue Herausforderungen und maßgeschneiderte technische Lösungen machen jedes Vorhaben einzigartig. „Wir verstehen uns als technischer Arm inter

lenwert. Seit 1957 wurden mehr als 85 Lehrlinge ausgebildet, viele davon sind bis heute Teil des Teams. Bei einigen ist mittlerweile sogar die nächste Generation in Ausbildung oder fest bei barth angestellt. Aktuell absolvieren zehn Lehrlinge ihre Ausbildung in verschiedenen Berufen. Dabei geht es nicht nur um fachliches Wissen. Von Beginn an arbeiten die jungen alente an realen Projekten mit, lernen unterschiedliche Materialien kennen und werden aktiv in das Team eingebunden. Die Möglichkeit, eigene Aufgaben zu übernehmen und von erfahrenen Mitarbeitenden zu lernen, schafft die Grundlage für angfristige berufliche Entwicklung.

lebt, wie aus einer Idee Schritt für Schritt etwas Greifbares entsteht“, erklärt Max Barth. Gerade diese Vielfalt macht die Arbeit bei barth besonders spannend. Die Verbindung aus handwerklicher Präzision, modernster Technologie und internationalen Projekten sorgt für einen vielseitigen Arbeitsalltag.
Lernen in der Praxis
Die Berufsausbildung junger Fachkräfte hat bei barth seit jeher einen hohen Stel-
Moderne Technik. Echtes Handwerk. Bei barth treffen jahrhundertealte Handwerkstradition und modernste Fertigungstechnologien aufeinander. Was barth besonders macht, ist der gekonnte Mix aus terialien: Neben Holz kommen auch Glas, Metall oder innovative Verbundstoffe zum Einsatz. Durch kontinuierliche Investitionen in Maschinen, digitale Prozesse und moderne Fertigungsmethoden entstehen Lösungen, die höchste Ansprüche an Qualität, Design und Präzision erfüllen. Technologie unterstützt das Handwerk – entscheidend bleibt jedoch das Können der Menschen, die aus Ideen Realität machen. Jedes Werkstück ist ein Unikat – getragen von der Idee, dass Qualität nicht vom Band kommt, sondern aus dem echten Handwerk. Bei barth entstehen in-
dividuelle Lösungen, maßgeschneidert bis ins letzte Detail.
Mehr als ein Arbeitsplatz Als Familienunternehmen denkt barth

langfristig. Flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsangebote, Gesundheits- und Fitnessmaßnahmen, Freizeitaktivitäten und zahlreiche weitere Benefits schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem sich Beruf und Privatleben gut miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig fördert das Unternehmen aktiv Teamgeist, persönliche Entwicklung und ein respektvolles Miteinander. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo Menschen gerne arbeiten, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an außergewöhnlichen Projekten wachsen. Was das Arbeiten bei barth auszeichnet, bringt ein Mitarbeiter auf den Punkt: „Ivo und Max haben immer ein offenes Ohr für uns und stehen hinter dem Team.“

30 Jahre Baufuchs
Seit 30 Jahren begleitet der „Baufuchs“ Generationen von Südtirolern beim Bauen, Sanieren, Renovieren und Wohnen. Was 1996 als regionale Informationsinitiative begann, ist heute das einzige kostenlose Bau-, Wohn- und Energiehandbuch Südtirols. Zur Jubiläumsausgabe präsentiert sich der Baufuchs moderner denn je – ohne seine bewährten Werte aus den Augen zu verlieren.
Seit 1996 zeichnet Herausgeber Florian Gamper für das Nachschlagewerk verantwortlich. Mit fundierten Informationen, praxisnahen Ratschlägen und neutral aufbereiteten Fachbeiträgen bietet der Baufuchs verlässliche Orientierung in einer Zeit, in der Bau- und Wohnfragen immer komplexer werden. Gleichzeitig setzt die Jubiläumsausgabe neue Akzente: QRCodes führen direkt zu weiterführenden digitalen Inhalten, zudem wird die Vorlesefunktion auf den Online-Plattformen laufend ausgebaut, um

Informationen noch einfacher und barrierefreier zugänglich zu machen. Gerade in einer Zeit steigender Baukosten, neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen und sich ständig weiterentwickelnder Technologien hilft der Baufuchs dabei, den Überblick zu behalten und fundierte Entscheidungen zu treffen. In einer Welt, in der Informationen zwar jederzeit verfügbar scheinen, setzt das Handbuch weiterhin auf sorgfältig recherchierte, verständlich aufbereitete und speziell auf Südtirol abgestimmte Fachinformationen – ergänzt durch digitale Angebote dort, wo sie einen echten Mehrwert bieten.
„Auf den Baufuchs können Sie bauen“ – dieser Leitsatz gilt heute mehr denn je. Das Nachschlagewerk erscheint kostenlos in einer Auflage von 12.000 Exemplaren und ist in ganz Südtirol erhältlich. Auf mehr als 256 Seiten finden Leser wertvolle Informationen für jede Phase ihres Bau- oder Wohnprojektes – von der ersten Planung über Finanzierung
und Rohbau bis hin zu Energieeffizienz, Innenausbau und Außengestaltung. Der Baufuchs behandelt alle wichtigen Themen rund ums Bauen und Wohnen – von Planung, Finanzierung und Rohbau über Umwelt, Gesundheit und Innenausbau bis hin zu modernen Energielösungen und der Gestaltung des Außenbereichs. Besondere Schwerpunkte der Jubiläumsausgabe sind unter anderem die Wohnreform 2025, nachhaltiges Bauen, moderne Finanzierungsmöglichkeiten, Energieeffizienz sowie zahlreiche praxisnahe Tipps für Bauherren, Sanierer und Wohnungseigentümer. Für Herausgeber Florian Gamper ist der Baufuchs vor allem eines geblieben: ein Projekt für die Menschen in Südtirol – bodenständig, glaubwürdig und eng mit der Region verbunden. Seit drei Jahrzehnten steht das Handbuch für unabhängige Information, regionale Kompetenz und praxisnahes Fachwissen.
Auch nach 30 Jahren bleibt der Baufuchs seinem ursprünglichen Anspruch treu: Menschen in Südtirol beim Bauen, Wohnen und Sanieren mit unabhängigen, verständlich aufbereiteten Informationen zu begleiten. Die Jubiläumsausgabe ist kostenlos bei den Bauämtern der Gemeinden, bei zahlreichen Bankinstituten sowie bei vielen Unternehmen der Baubranche in ganz Südtirol erhältlich.

Welche Rechte haben Verbraucher?
Glänzend gepflegt, dauerhaft geschützt
Handwerker genießen in Südtirol einen hervorragenden Ruf. Ob Tischler, Elektriker, Installateur oder Mechaniker – ihre Arbeit sorgt täglich dafür, dass Häuser, Geräte und Anlagen funktionieren. Dennoch kann es vorkommen, dass nach einer Reparatur Fragen offenbleiben oder das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht. Genau für solche Fälle gibt es klare rechtliche Regeln.

Im Handwerk spielt dabei der so genannte Werkvertrag eine zentrale Rolle. Anders als beim Kauf eines Produkts steht hier nicht die Lieferung einer Ware im Mittelpunkt, sondern ein konkretes Arbeitsergebnis. Der Kunde beauftragt den Handwerker, einen bestimmten Erfolg herbeizuführen – etwa die Reparatur einer Heizung, die Installation einer Anlage oder die Instandsetzung eines Geräts.
Wird die vereinbarte Leistung nicht ordnungsgemäß erbracht, haben Verbraucher im Rahmen
der gesetzlichen Gewährleistung Anspruch darauf, dass nachgebessert wird. In den allermeisten Fällen lassen sich solche Situationen jedoch unkompliziert lösen. Seriöse Handwerksbetriebe haben selbst ein großes Interesse daran, dass ihre Arbeit dauerhaft funktioniert und ihre Kunden zufrieden sind. Gerade deshalb sind eine klare Kommunikation und eine gute Dokumentation wichtig. Ein schriftlicher Kostenvoranschlag, eine nachvollziehbare Rechnung und eine genaue Beschreibung der Arbeiten schaffen Transparenz für beide Seiten. Sie helfen nicht nur im Streitfall, sondern vermeiden Missverständnisse oft schon im Vorfeld. Das Handwerk lebt vom Vertrauen. Dieses Vertrauen wird gestärkt, wenn Kunden ihre Rechte kennen und Handwerksbetriebe offen und transparent arbeiten. So profitieren am Ende beide Seiten.
Drei Tipps für Verbraucher:
• Leistungen und gewünschte Arbeiten möglichst genau vereinbaren und dokumentieren.
• Kostenvoranschläge und Rechnungen sorgfältig aufbewahren.
• Treten nach einer Reparatur Probleme auf, diese möglichst rasch und sachlich beim Betrieb melden, jedenfalls innerhalb der gesetzlichen Frist von 60 Tagen.
Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale
Metalltüren, insbesondere solche aus Aluminium oder mit Pulverbeschichtung, bleiben bei richtiger Pflege langlebig und attraktiv. Die Tür soll mindestens einmal jährlich mit lauwarmem Wasser und mildem, pH-neutralem Reinigungsmittel gereinigt werden, um Staub, Schmutz und Fingerabdrücke sanft zu entfernen. Auf scheuernde Schwämme oder aggressive Mittel wie Azeton oder Nitroverdünner soll verzichtet werden, da diese die Oberfläche beschädigen können. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit verdünntem Spiritus oder speziellen Reinigern
schonend entfernen, vorab aber immer an unauffälliger Stelle testen. Für bewegliche Beschläge und Scharniere empfiehlt sich eine jährliche Schmierung mit geeignetem Öl oder technischer Vaseline, um ihre Funktion zu erhalten. Dichtungen sollten ebenfalls einmal jährlich gereinigt und mit Gummipflegemittel behandelt werden, damit sie geschmeidig bleiben und nicht spröde werden. Diese einfache Pflege garantiert nicht nur die Technik und Optik einer Metalltür, sondern verlängert ihre Lebensdauer deutlich.

IH~RPART'NER FÜR• NDTECHNIK
Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel
Der Fachkräfte- und Lehrlingsmangel zählt zu den größten Herausforderungen für das Südtiroler Handwerk. Viele Betriebe suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitenden und Nachwuchskräften. Gleichzeitig verändert sich die Art und Weise, wie Menschen heute nach Jobs suchen: digital, schnell und zielgerichtet. Genau hier setzt eine neue Kooperation zwischen dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) und der Plattform Karriere Südtirol bzw. handwerk-jobs.it an.
Mit der Partnerschaft bündeln zwei starke Netzwerke ihre Kompetenzen. Ziel ist es, Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen, offene Stellen schneller zu besetzen und die Sichtbarkeit des Handwerks als attraktiven Arbeitgeber weiter zu stärken. Die Kooperation entstand vor dem Hintergrund, dass zahlreiche lvh-Mitgliedsbetriebe auf der Suche nach Lehrlingen und Fachkräften sind und neue Wege in der Personalgewinnung benötigen.
knüpfung der Plattformen Karriere Südtirol und handwerker-jobs.it. Offene Stellen werden auf beiden Portalen ausgespielt und erreichen dadurch eine größere Zielgruppe.

Arbeitgeberprofile werden auf beiden Plattformen synchronisiert und im ersten Jahr gelten spezielle Konditionen für weitere Recruiting-Angebote. Darüber hinaus ist die Entwicklung gemeinsamer Lehrlingskampagnen vorgesehen, um junge Menschen noch gezielter für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.
Kernstück der Zusammenarbeit ist die Ver-
Sichtbarkeit, einer vereinfachten Verwaltung ihrer Arbeitgeberprofile sowie einer stärkeren Präsenz innerhalb eines spezialisierten Handwerker-Netzwerks. Die Stellenanzeigen werden automatisch auf beiden Plattformen veröffentlicht, wodurch die Reichweite deutlich erhöht wird. Für lvh-Mitgliedsbetriebe bringt die Kooperation zusätzliche Vorteile: Lehrstellen können kostenlos veröffentlicht werden,
Die Suche nach Fachkräften beginnt heute lange vor dem Bewerbungsgespräch. Wer junge Talente erreichen möchte, muss dort präsent sein, wo diese nach beruflichen Perspektiven suchen. Die Kooperation verfolgt deshalb nicht nur das Ziel , Stellen zu besetzen, sondern auch die Attraktivität des Handwerks sichtbar zu machen.
Der Wettbewerb um Fachkräfte wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Umso wichtiger ist es, dass Betriebe moderne Instrumente für die Personalsuche nutzen können. Die Kooperation zwischen lvh. apa und Karriere Südtirol ist deshalb mehr als eine technische Vernetzung zweier Jobplattformen: Sie ist ein gemeinsames Signal für die Zukunft des Handwerks.

Beispielgebende Europahütte
Wer hoch im Gebirge bauen will, steht vor besonderen Herausforderungen: Es gilt, den sensiblen hochalpinen Raum zu schonen, mit extremen Bedingungen zurechtzukommen und den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Mit Lösungsansätzen hat sich im Juni im Land Tirol das erste interdisziplinäre Symposium ZVplus „Bauen im Hochgebirge“ beschäftigt.
Den Austausch zwischen Architektur, Ingenieurwesen, Wirtschaft und Gesellschaft zu klimatischen und topografischen bis zu baukulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen hat der Tiroler Landesverband der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (ZV) gemeinsam mit der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in Hochgurgl im Ötztal organisiert.
wird derzeit anstelle der stark sanierungsbedürftigen, alten Schutzhütte ein Ersatzbau


(v. l.) Matthias Fink (Euregio), Matteo Scagnol (MoDus architects), Doris Hallama (Stiftung Europahütte) und Rainer Noldin (Landesverband Tirol des Zentralverbands der Architekt.innen Österreichs)
Als besonderes Beispiel nannte Euregio-Generalsekretär Matthias Fink die Europahütte. Sie liegt auf 2.693 m Höhe in den Zillertaler Alpen, Standortgemeinden sind Pfitsch und Gries am Brenner. Mit Unterstützung durch die Euregio und den Interreg-Rat Wipptal
errichtet. Die österreichischitalienische Staatsgrenze führt direkt durch das Gebäude, was die Bauherren nicht nur mit vielen bautechnischen, sondern vor allem rechtlichen und bürokratischen Grenzfragen konfrontiert.
Die länderübergreifende Perspektive macht dieses Projekt laut Architekt Matteo Scagnol von „MoDus architects“ zu einer Besonderheit: „Mit der Europahütte entsteht eine Synthese zwischen zwei Dimensionen – einer
© Euregio/Guido Steinegger
symbolischen und einer funktionalen: Einerseits verwandelt das Projekt die Grenzlinie in einen Raum für Zusammenleben, Begegnung und Austausch; andererseits antwortet es auf die extremen Bedingungen in großer Höhe mit einfachen technischen Lösungen.“ Das große Dach werde zu einem aktiven Gebäudeelement: Es sammelt das Wasser und leitet es in eine Zisterne. Zugleich erzeugt es dank Photovoltaik die elektrische Energie für den Hüttenbetrieb. „Aus dem Zusammenspiel beider Aspekte entstehen die Architektur und Identität der neuen Hütte“, so Scagnol (mehr dazu siehe Erker 10/2024).
Nach einer wechselvollen Geschichte sind heute das Land Südtirol und der DAV Landshut die Besitzer der Europahütte. Den künftigen Betrieb soll die „Stiftung Europahütte“ übernehmen, der AVS und CAI sowie der DAV Landshut und der österreichische Alpenverein in Vertretung des Landes Tirol angehören.

Sportmedizin
Die Rolle der Großzehe
„Als ich jung war, stellte ich fest, dass der große Zeh letztendlich

Hallux valgus, bei der die Achse der Großzehe in Richtung der Kleinzehe abweicht, während der erste Mittelfußknochen nach innen spreizt. Neben der Veranlagung und einem Senk-Spreizfuß fördern auch zu enge, spitze und hochhackige Schuhe dessen Entstehung.
Lebensrettender Knopf

Der Hallux rigidus ist die medizinische Bezeichnung für eine Arthrose und der damit einhergehenden (schmerzhaften) Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenks, die als Folge einer Fehl- bzw. Überlastung oder durch ein akutes Trauma verursacht werden kann.
Typische Sportverletzungen der Großzehe sind die Rasenzehe (Turf Toe) und die Sandzehe (Sand Toe), die sich durch eine gewaltsame Belastung über die Beweglichkeit des Großzehengrundgelenks hinaus ergeben: der Turf Toe entsteht durch eine gewaltsame Überstreckung (Hyperextension) der Zehe z. B. beim Fußball oder beim American Football. Der Sand Toe dagegen entsteht durch eine übermäßige Beugung (Hyperflexion) z. B. beim Beachvolleyball oder beim Surfen.
Aber auch Krankheiten wie Gicht, Schuppenflechte oder virale Infektionen können mit Rötung, Schwellung und Schmerzen im Großzehengrundgelenk einhergehen.
Je nach ärztlicher Diagnose folgen die Verordnung von Physiotherapie, korrigierenden Einlagen, einer unterstützenden medikamentösen Therapie oder aber einer fußchirurgischen Behandlung, um Funktion und Belastbarkeit der Großzehe zu erhalten.
Kai Schenk Facharzt für Sportmedizin

In jeder Situation auf Hilfe zählen zu können. Das gibt älteren oder körperlich gebrechlichen Menschen Sicherheit und Unabhängigkeit – und ist in vielen Fällen sogar lebensrettend. Mehr als 2.500 Südtiroler vertrauten allein im Jahr 2025 dem Dienst. Die Nutzerzahlen steigen stetig. Über den Notfallknopf auf dem kleinen Sender wurden im vergangenen Jahr 2.127 Rettungseinsätze ausgelöst. Oft handelte es sich um kleinere Unfälle oder plötzliches Unwohlsein. Dennoch zählt auch in solchen
Momenten schnelle Hilfe, um Menschen rasch zu versorgen. Der Dienst entwickelt sich kontinuierlich weiter. Seit kurzem macht ein neues Sensoren-System mit App auf potenzielle Gefahren aufmerksam. So kann auch dann Hilfe geholt werden, wenn Betreute den Notfallknopf nicht mehr selbst drücken können. Zudem entsteht derzeit mit Freiwilligen ein Netzwerk gegen Einsamkeit.
Infos unter www.weisseskreuz. bz.it/telenotruf
Gesundheitsbauten
Die Landesregierung hat das Fünfjahresprogramm 2026 –2030 für Sanitätsbauten und somit Investitionen in die Versorgung von Kindern, in psychische Gesundheit und in die Ausbildung von Fachkräften genehmigt. Zu den Vorhaben zählt u. a. das neue psychiatrische Wohnheim in Sterzing, das für rund vier Millionen Euro modernisiert wird.
Ein neues Gesicht, neue Zeiten: Hörzentrum Südtirol in Sterzing
Der Wipptaler Sommer geht weiter – zumindest bei uns im Hörzentrum Sterzing am Untertorplatz. Denn ab Mitte August gibt es gleich zwei gute Nachrichten für alle, die in Sachen Hören auf uns zählen.
Die erste: Wir haben Verstärkung bekommen. Bianca Bruckner aus Gisse ist unsere neue Assistentin und wer sie schon kennt, weiß: Sie bringt genau die Mischung aus Freundlichkeit und Organisationstalent mit, die es braucht, damit sich unsere Kundinnen und Kunden vom ersten Moment an gut aufgehoben fühlen. Ob Terminvereinbarung, erste Fragen zum Hörgerät oder einfach ein offenes Ohr, wenn mal wieder jemand seine Batterien zu Hause vergessen hat – Bianca kümmert sich mit Ruhe und einem Lächeln, das man in Sterzing sicher schnell zu schätzen weiß.
Die zweite Neuigkeit betrifft unsere Öffnungszeiten, die wir ab Mitte August etwas übersichtlicher gestalten. Montagvormittag, Mittwochvormittag und Donnerstagvormittag sind wir jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr für Sie da. Am Freitag ist wie gehabt Mirco de Manincor den ganzen Tag im Hörzentrum, vormittags von 8.30 bis 12.30 Uhr und nachmittags von 13.30 bis 17.30 Uhr.
Am eigentlichen Service ändert sich freilich nichts – und das ist auch gut so. Mirco, unser Hörakustiker vor Ort, tut nach wie vor das, was er am besten kann: zuhören, im wörtlichen

wie im übertragenen Sinn. Seine Hörtests sind gründlich, seine Geduld bei der Einstellung der Hörgeräte schier unerschöpflich und sein Ziel ist klar formuliert: dass jede und jeder mit dem eigenen Hörgerät wirklich zufrieden nach Hause geht. Dazu gehört für ihn auch die oft unterschätzte Fleißarbeit im Hintergrund: die Unterstützung beim Ansuchen um Beiträge, damit niemand allein vor den Formularen sitzen bleibt. Sterzing ist ein Ort, an dem man sich noch beim Vornamen kennt und genau diesen Anspruch haben wir auch an unsere Arbeit im Hörzentrum Südtirol am Untertorplatz. Kein Fließbandbetrieb, sondern Zeit für Gespräche, für Nachfragen, für das kleine Extra, das den Unterschied macht zwischen einem Hörgerät, das einfach nur sitzt, und einem, das man am liebsten gar nicht mehr abnehmen möchte. Markus Thaler, dem Gründer vom Hörzentrum Südtirol, ist Sterzing als Standort sehr wichtig. Aus jahrelanger Erfahrung weiß er, wie wichtig für alle Wipptaler der gute Service vor Ort ist. Und dass sich Freundlichkeit und Professionalität auf lange Sicht durchsetzen, so wie in allen sieben Standorten von Hörzentrum Südtirol. Wir freuen uns auf alle, die vorbeikommen – ob zur ersten Beratung, zum Hörtest oder einfach, um Bianca kennenzulernen. Die neuen Öffnungszeiten machen es hoffentlich noch einfacher, den passenden Moment dafür zu finden.

Bianca Bruckner und Mirco de Manincor sind in Sterzing für euch da
Die Adresse für Hörgeräte im Wipptal

Montag I Mittwoch I Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag (Mirco de Manincor) 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
www.hoerzentrum-suedtirol.it NEUE ÖFFNUNGSZEITEN AB MITTE AUGUST

APOTHEKEN
01.08.-07.08.: Apotheke Wiesen
Tel. 760353
08.08.-14.08.: Apotheke Gilfenklamm
Tel. 755024
15.08.-21.08.: Apotheke Paracelsus
Tel. 377 3130989
22.08.-28.08.: Stadtapotheke
Tel. 765397
29.08.-04.09.: Apotheke Wiesen
Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet. ÄRZTE
01.08.: Dr. Markus Mair
Tel. 329 2395205
02.08.: Dr. Valbona Kurtallari
Tel. 324 0953522
08.08.: Dr. Esther Niederwieser
Tel. 335 6072480, 755061
09.08.: Dr. Alberto Bandierini
Tel. 388 7619666, 764144
14.08.: Dr. Barbara Faltner
Tel. 335 1050982
15.08.: Dr. Pietro Stefani
Tel. 349 1624493, 760628
16.08.: Dr. Giuliana Bettini
Tel. 320 6068817
22.08.: Dr. Sonila Veliu
Tel. 349 6732243
23.08.:
5111222
Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend.
ZAHNÄRZTE: Notdienst Samstag und Feiertage dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187
TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE)
01./02.08.: Dr. Stefan Niederfriniger
08./09.08.: Dr. Michaela Röck
15.08.: Dr. Stefan Niederfriniger
16.08.: Dr. Michaela Röck
22./23.08.: Dr. Carmen Huber
29./30.08.: Dr. Michaela Röck
Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666
Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673
Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222
Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496
Kleintier-Notfalldienst:
Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994
1.8.
Basil Hofer Lauf, Pfitsch.
2.8.
Konzert der Bürgerkapelle
Sterzing, Sterzing, Stadtplatz, 10.30 Uhr.
Sonnenaufgangskonzert mit „Timbreroots“, Sterzing, Rosskopf.
3.8.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
5.8.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
6.8.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
7.8.
Konzert der Musikkapelle
Wiesen, Wiesen, Naturgarten, 20.00 Uhr.
Fünf-Uhr-Tee und Discofieber mit Herz, Sterzing, Derbygarten, 17.00 Uhr.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr.
Kinderlauf der Mareiter Stein Attacke, Mareit.
7. – 9.8.
Feuerwehrfest, Mareit, Festplatz.
8.8.
Konzert der Musikkapelle
Innerpfitsch, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr.
Mareiter Stein Attacke, Mareit.
Picknick im Park, Sterzing, Chillpark beim Deutschhaus, ab 11.00 Uhr. Mitzubringen: Speisen und Getränke, Geschirr, Besteck, Picknickdecke und eventuell Instrumente. Infos: www.mitmischen-macome.com
8. und 9. 8.
Flugfest der Segelfluggruppe
Sterzing, Sterzing, Flugplatz.
9.8.
Konzert der Streicherakademie
Bozen, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr.
Wortgottesfeier auf dem Mandlseitjoch (Gupperjöchl), Freienfeld, 11.00 Uhr.
Sonnenaufgangskonzert mit „Santoni Family“, Sterzing, Rosskopf.
10.8.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
12.8.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
Sonnenaufgangskonzert mit „Pat Willis“, Sterzing, Rosskopf.
13.8.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
Repair Café, Sterzing, Garten Margarethenhaus, 17.00 –20.00 Uhr.
Nachtwallfahrt nach Maria Trens. Treffpunkt: Reiterkapelle um 19.30 Uhr, Gottesdienst um 20.00 Uhr.
14.8.
Konzert „Sinfonie Romane“ (Ensemble Diderot), Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr. Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr. Filmvorführung „Ganz still und stumm“, Stummfilm von Verena Hofer, Sterzing, Filmclub, 20.00 Uhr.
14. – 16.8.
Sommerfest der Bürgerkapelle Sterzing, Sterzing, Stadtplatz. Musikalische Unterhaltung (u. a. Tirol Blech, Brass Power, Ell-
bögener Böhmische und Lederhosenfeeling), dazu kulinarische Köstlichkeiten, kühles Bier und gemütliche Festatmosphäre.
15.8.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
Testspiel Broncos-Bowdoin University, Sterzing, Eishalle, 17.00 Uhr.
17.8.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
19.8.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
Sommerkino mit Kinderfilm, Stilfes, Widum-Innenhof, 20.00 Uhr.
20.8.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
21.8.
Konzert Joe Smith Brass‘n Sax, Mareit, Schloss Wolfsthurn, 21.00 Uhr.
Sommerkino mit Film für Jugendliche und Erwachsene, Stilfes, Widum-Innenhof, 21.00 Uhr. Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr. Fußball-Nachtturnier des ASV Telfes, Telfes, Sportplatz, ab 18.00 Uhr. Anmeldungen: Tel. 335 6959875 (innerhalb 16.8.).
22.8.
Konzert der Musikkapelle Stilfes, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr.
23.8.
Festival AUDĪRE, Ladurns.
GEMEINSAMES SINGEN IN MARIA TRENS bei der Messfeier am Rosenkranzsonntag (4. Oktober). Proben finden am 9., 15., 22. und 29. September jeweils um 19.30 Uhr im Probelokal des Kirchenchores Maria Trens unter der Leitung von Chorleiter Heinrich Pramsohler statt. Alle Singbegeisterten mit und ohne Erfahrung sind herzlich eingeladen. Informationen: Obmann Albert Plaikner (Tel. 349 0894738) oder Adele Wild (Tel. 371 6153293) nach 17.00 Uhr.
24.8.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
27.8.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
Filmvorführung „Ganz still und stumm“, Stummfilm von Verena Hofer, Sterzing, Filmclub, 20.00 Uhr.
28.8.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr. Testspiel Broncos-Erding Gladiators, Sterzing, Eishalle, 20.00 Uhr.
28. und 29.8.
Festival „Gegen die Stille“, Sterzing.
29.8.
Konzert der Brünner Philharmoniker, Sterzing, Pfarrkirche, 18.00 Uhr.
31.8.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
Märkte
4., 11., 18., 25.8.: Bauernmarkt, Stadtplatz.
5., 20.8.: Brennermarkt. 7., 14., 21., 28.8.: Sterzlmarkt, Stadtplatz.
15.8.: Bastel- und Kräutermarkt, Maria Trens.
24.8.: Vieh- und Krämermarkt, Sterzing.
Ausstellungen
22. und 23.8.
Pilze-Ausstellung, Sterzing, Vigil-Raber-Saal.
bis 30.9.
„Cactus“ mit Werken von Mischa Sanders und Philipp Putzer, Sterzing, Vitrinen von LURX.
Bis 31.10.

„Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“ von Franziska Gilli und Barbara Bachmann, Sterzing, Stadt- und Multschermuseum.
Bis Anfang November
„Jagd-Hund-Mensch“, Mareit, Schloss Wolfsthurn.
Fort Biennale „Reclaiming Collective“, Franzensfeste, Festung.
„Silber, Blei & Bauernkriege“, Ridnaun, Landesmuseum Bergbau.
Dauerausstellung
„Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung.
„Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.
wünschen wir nachträglich noch alles Beste zum 70. Geburtstag

Liebe Johanna!
Endlich hast du’s geschafft! Zum Master der Erziehungswissenschaften gratulieren dir Mamme, Tate, Kevin und Marie, deine Geschwister mit Familien und alle deine Freunde.
Guate zum 70. Geburtstag!
Deine Familie und gonz bsunders deine Enkel Julian & Linda Olls, olls



Die FF Wiesen gratuliert Roland Bacher zum 65. Geburtstag und verabschiedet ihn mit Dank für seine langjährige aktive Tätigkeit.
Lieber Thomas,
seit vielen Jahren leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Firma. Einen herzlichen Dank für deine Betriebstreue und deinen unermüdlichen Einsatz! Jürgen mit EMP-Team


Unsere
Liebe
bleibt.


26. Jahrestag
Maria Martin geb. Obex
In Liebe denken wir an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 30. August um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.
In Liebe Paolo, Patrizia, Alexandra und Elisa und alle Verwandten
Norberto Molini
* 29.08.1945 † 09.08.2019
Una persona amata non muore mai veramente, ma resta viva nei cuori dei suoi cari.
Con immutato amore e nostalgia la tua famiglia
Rimarrai sempre nei nostri cuori.
RINGRAZIAMENTI
GRAZIE di cuore a tutti per la vostra presenza, per le candele, i fiori e le offerte senza tralasciare gli abbracci, le strette di mano e le parole di conforto.
I familiari
3. Jahrestag
Es ist für uns immer noch unbegreiflich, dass unser über alles geliebter

Wir denken an dich und spüren, wie sehr du in unserem Leben fehlst. Doch die vielen schönen Erinnerungen bleiben in uns lebendig. Du wirst unser stiller Mittelpunkt bleiben. Alles, was war, bleibt für immer.
Gemeinsam gedenken wir deiner ganz besonders am Sonntag, den 9. August um 9.15 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß.
Walter Keim
† 06.08.2023 nicht mehr unter uns ist.
In unendlicher Liebe deine Familie

Franz Plattner
* 14.01.1947 † 25.06.2026
Ein herzliches Vergelt‘s Gott allen, die ihre Anteilnahme am Abschied von Franz durch tröstende Worte, Umarmungen, Blumen und Kerzen zum Ausdruck gebracht haben. Danke für die würdevolle Gestaltung der Messfeier und für die Begleitung von Franz auf seinem letzten Weg.
Maria, Jonas und Christian mit Familie


Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.
Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.
Für immer in unseren Herzen.
DANKSAGUNG
DANKE an alle von Herzen für die zahlreiche Anteilnahme, für die Kerzen, die Blumen und auch für die Umarmungen, jeden Händedruck und für die tröstenden Worte.
Die Trauerfamilie
Mir mechmin beiolle henlichbedanke,n:
- fürJic • !m~ndm \'(l mr, GcibnkcnllOO fi'llllll!\'fl,
- ßlrdie~. K-cmnul!d
- r.lI diewlitidö'Wlllecsi)l.]rung, da1i ärr
- Md baölk,delruem
Opi.Uropaund•• • idn~nWi
-. hobm.


Im Gedenken an Paul Eisendle
Die CAI-Sektion Sterzing trauert gemeinsam mit der Familie um ihren lieben Paul Eisendle. Mit ihm ist ein Pionier unserer Bergwelt von uns gegangen: Paul war eine geschätzte Bergführer-Persönlichkeit, ein vorausschauender Wegbereiter im Pflerschtal und langjähriger Hüttenwirt der CAI-Sektion Sterzing. Über ein halbes Jahrhundert lang hieß er Bergsteiger und Wanderer mit großer Leidenschaft und Herzlichkeit willkommen, zunächst auf der „Magdeburger Hütte“ und später auf der „Tribulaunhütte“. Er hinterlässt eine unvergessliche Spur in den Herzen unserer Sektionsmitglieder.

Der gesamte Vorstand der CAI-Sektion Sterzing spricht der Familie sein tief empfundenes Beileid aus.
f. r!/aA1·.Jtai
Karl Gschließer
* 28.02.1946 t 23.0 .2025
In l.idbeund nkb:ukcit denkenwir
g:m:tbesondersan di h beiderhl. Messe am' oontat, n 23. ugust um8,3(lUhr in Untertclfes.
H didr,m l '-m ,m ,tlll', ,Jied1Ua11 1 1bid1111m
Danke

Manuel
Girtler
Gilli
* 26.10.1994
† 27.05.2026

Wir dachten, wir hätten noch so viel Zeit. Zeit zum Reden, Zeit zum Lachen, Zeit für gemeinsame Momente. Du warst unser Herzensmensch, unser lautestes Lachen und unsere größte Inspiration.
Wir vermissen dich unendlich.
Danke in olle, de ins in der schwierign Zeit zur Seite stiahn.
Danke für die vieln Umormungen, lieben Worte, Blicke und Zeichen der Nähe, Bluemen, Spenden, Kerzen und für die aufrichtige Anteilnahme. Danke für die Geschichtn, de erzählt wern, in de man sig, wia viel ins der Gilli olle bedeitet.
Danke!
Ich halte deine Hand, solange wie ich kann, und trete mit dir die letzte Runde an. Wir haben‘s alle gewusst und doch verdrängt bis zum Schluss, dass man es nicht besiegen kann. Die Zeit läuft gegen uns, das letzte Korn fällt stumm und langsam ist die Runde um. Wir haben auf Sand aufgebaut, es hat uns so viel Kraft geraubt, doch alles davon war es uns wert und wir danken dir, für jeden Tag mit dir. (Silbermond)


Peter Graus
* 22.02.1961 † 20.06.2026
Danksagung
Es ist uns ein großes Bedürfnis, DANKE zu sagen!
Das pietätvolle Geleit, die vielen Beileidsbekundungen, jedes Zeichen der Anteilnahme, das beeindruckende Kerzenmeer, die zahlreiche trauernde Menschenmenge und die imposante emotionale Begleitung durch Musik und Gesang zeigen uns auf, welch überaus große Zuneigung und Wertschätzung unserem Tate von allen Seiten entgegengebracht wurde.
Das alles ist für uns ein sehr großer Trost und gibt uns als zurückbleibende Familie seelischen Halt.
Vergelt‘s Gott für olls, Tate!
Deine Familie, die dich für immer im Herzen trägt.


Trauer kann man nicht sehen, nicht hören, man kann sie nur fühlen. Sie ist ein Nebel, ohne Umrisse. Man möchte diesen Nebel packen und fortschieben, aber die Hand fasst ins Leere.
2. Jahrestag
Luisa Pattis
Villa Pattis, Thuins * 12.12.1938 † 24.08.2024
Ganz besonders denken wir an dich bei den hl. Messen am Sonntag, den 23. August um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing und am Sonntag, den 23. August um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Santa Maria della Neve in Raffa del Garda am Gardasee.
Deine Lieben
Michael Außerhofer
Michi
* 22.09.2000 † 16.08.2024 Zwei Jahre ohne dich!
Du bist gegangen. Zu früh für uns. Zu früh für dich. Zu früh für alle, die dich lieben und jetzt vermissen.
Du fehlst!
Besonders denken wir an dich am Sonntag, den 16. August um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Innerpflersch.
In unendlicher Liebe Mami, Papi und alle, die dich im Herzen tragen


Und immer wieder sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie erinnern uns an dich, machen uns glücklich und traurig und lassen dich nie vergessen.
Seelsorgeeinheit
Mariä
Himmelfahrt

2. Jahrestag
Martha Schwazer geb. Goller
Wir halten dich in unserem Herzen fest, besonders am 23. August bei der hl. Messe um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Danke allen, die daran teilnehmen und dich in Erinnerung behalten.
Deine Familie

ErrtmrlemkhhinausinsK<Wt~ et befreitemidi, de/Inerhatteanmir Gefallen.
1. Jahrestag FranzKofler
N@rtl-Franz ,t 10.11.1960 t 22.DS.2025
InLiebeundVerbundenheit denkenw1ran dichbe.der hl.Messeam5amstag,den 22.Augustum 19.00"Uhr rn derPfarrkirche'YlXl•ltilties Allen,dtedaranteiln .men um:!unserenliebenFranz rnguterErinnerungbehalten, ein hmfches Vergelt'sGott! DeineFamilie

ln m1• T<'"ll 11 r: u 1 1 t <111"nrr, iH un•n, 1\ l ;, ,i,111k II hl•r ,In 1111111„11 h'
Neun J hre sind Yef'gangen,seit du, [lebe Mam~von uns gegangen bi,st.
Helene Gschnitzer
geb. Hof:er 30.09.1959· tOS.08.2017
Wir danken allefl, dle an un:.ere Helene denken und sie lt! lieber· Erinnen.1n9 beh,!Jten.
Mitten im Hochsommer feiern wir eines der größten Marienfeste, nämlich „Mariä Aufnahme in den Himmel“. Dieses Fest sagt aus, dass Maria als ganzer Mensch endgültig erlöst worden ist, dass sie bereits jetzt das Leben erhalten hat, zu dem wir alle berufen sind, das Leben bei Gott. Maria ist wie Jesus gestorben, aber sie konnte nicht im Grabe bleiben, sondern wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Mit dieser Aussage wird sie gewissermaßen ihrem irdischen Dasein entzogen und vergöttert, sie wird mit ihrer Himmelfahrt der Himmelfahrt Jesu gleichgestellt. Maria wird so zur „wunderschön prächtigen, hohen und mächtigen, liebreich holdseligen himmlischen Frau“. Dieser Glaube ist nicht im Neuen Testament grundgelegt, wo sie 21-mal als Mutter Jesu und 19-mal mit ihrem Namen erwähnt wird. Aber dieser Glaube hat sich schon früh im Christentum entwickelt und die oft schon fast göttliche Verehrung wurde bereits damals grundgelegt, indem sie sich in der Verehrung weiblicher Gottheiten in der antiken Welt Anregungen holte. Gegen diesen Trend einer in Maria verwirklichten weiblichen Seite Gottes hat sich die Kirche immer wieder wehren müssen. Erst jüngst hat sich Papst Leo XIV. in einer „Lehrmäßigen Note“ gegen Fehlentwicklungen gewendet, wenn etwa Maria den Titel „Miterlöserin“ erhält. Das ist sie eben nicht. Wie sehr die Verehrung Marias in der Kirche durch die Jahrhunderte herauf gewachsen ist, zeigt die Tatsache, dass es rund 24 Hochfeste, Feste und Gedenktage zu Ehren Marias gibt. Der Einfachheit halber führe ich hier nur die Hochfeste und Feste an: Das Hochfest „Mariä Empfängnis“ am 8. Dezember, das Hochfest der „Gottesmutter Maria“ am 1. Jänner, das Fest „Mariä Heimsuchung“ am 2. Juli, das Fest „Mariä Himmelfahrt“ am 15. August und schließlich „Mariä Geburt“ am 8. September. Nicht vergessen dürfen wir, dass auch jeder Samstag Maria gewidmet ist im Zusammenhang mit dem Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe ihres Sohnes. Schließlich hat die Volksfrömmigkeit auch zwei Monate in besonderer Weise der Marienverehrung gewidmet: den Marienmonat Mai und den Rosenkranzmonat Oktober. Der Marienmonat Mai ist gekennzeichnet durch die Maiandachten, während Papst Leo XIII., der nicht weniger als 16 Enzykliken bzw. Apostolische Schreiben über das Rosenkranzgebet veröffentlicht hat, für den Oktober festgelegt hat, dass in den Pfarrkirchen täglich der Rosenkranz gebetet wird. Es gibt also wahrlich genügend Gelegenheiten und Anregungen, Maria zu ehren und ihre Fürsprache zu erbitten.
SIEGFRIED SILLER


Pfiffikus
Pfiffikus sucht das Sterzinger „Goldene Dachl“. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. August. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.
Auflösung des Vormonats: Der gesuchte Baum ziert den kleinen Platz hinter dem Sterzinger Rathaus in der Ralsergasse. Das Besondere an dem Baum ist seine Zweifarbigkeit (unten grün, oben rot), die durch eine botanische Besonderheit entsteht: Zierbäume wie hier die rote Blutpflaume werden in Baumschulen gerne mit der grünen Kirschpflaume gekreuzt und veredelt (gepfropft). Diese sogenannten „Wildtriebe“ oder „Wassertriebe“ wachsen oft schneller und kräftiger als die rote Edelsorte und überlagern sie mit der Zeit. Die reifen Früchte der grünen Triebe sind essbar. Wenn die Früchte im Juli/ August ausreifen, färben sie sich entweder leuchtend gelb oder kirschrot. Erst dann sind sie weich, saftig und essbar. Die Kerne sind allerdings giftig und müssen daher beim Rohessen ausgespuckt werden.
Das Los bestimmte INGRID LANTHALER aus Trens zum Pfiffikus des Monats Juli. Die Gewinnerin erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von

Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.


AUFLÖSUNGEN DES VORMONATS

LÖSUNG: BODENTUCH
Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= zu heiß haben, transpirieren).
FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN:
•F•G•K•O•D•A•IL• FLUANERBRUGGE•AK •UMMAHOLBEFUENFE BIMS•RAIL•UNGARN •GA•USTG•TNT•GIN INH•SC•ACHDU•GGI •TOSCHAT•ANMALEN VOLLGALOPP••INRI •TBA•UGRISCH•••T BSE•ZF•INOSURIE• •CZ•ELYSISCH•SNB OHWEH•ECO••NELKE •EOG•FAHLTS•PARI BRAGGER•OXE•OMEN
LÖSUNG: BODYPAINTING
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DAS WIPPTAL-RÄTSEL
verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald
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engl. 01 1 l'l'ln -t> und L>-. lkmllell.
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l'ü.n11Ln, e(ol l•fpp) fi1'riö1lU1, ~•1.1111 (""lfl'p} ~li<a11ton. Abt:. K!!!i.~!!I, 1 1 Schil~~"I H, @!lljll A.~~ 1 ~ll'riOI.H, -!, fml'le1 Spra.i:11.;oll;,~ /\bk -+ o Gl'i h,lo"I .,!. OQ lor, f-{> t ReflQIII~ Abk A!bk. - 'ol.t~ or~ n I"' pp) f-t, [R6mJi;.c.lle 9 Ziffer ?OCI ,!, Ciil'll(I Gilf\i!!h1n ca em {, I("'IPPl "-.b~
Tn!IT• eJ-tßlaHr, 1'1a<1d„ls11.ame
Lösungswort 1234567891011121314
11n11-I$11•1td,a,r~ lassun~. Abk. .J,
15.08.26

Wipptaler Sumserin
Wer muant, dass i van Sport gor nicht versteah, der taischt sich gewoltig. I woaß amol, dass in Amerika die leschtn Wochn sou long Fuaßboll gschpielt wordn isch, bis man an nuidn Weltmeischter ghobb hot. Und in Englond hot der nette Roatschopf va Segschtn an gonz an schien Pokal va der englischn Kinigin oder holt Prinzessin kriegg, weil er a wichtigs Tennis-Spiel giwungin hot.
A ba ins do rennin gonze Kuttn Mander wie Weiber, jingere und wieniger jingere ba Felder, Walder und ba Berg au, um earschter oubn zi sein – oder wenigschtns wienig hinter die gonz beschtn in Ziel unzikemmin. Sport isch holt wichtig, weil die Bewegung fir die Xundheit wichtig isch. Sogg man und hoaßt‘s olm, und deswegn tien viele, wennse kennin, eppas fir die Xundheit: radlfohrn, schwimmin, klettern, lafn, berggiehn, bollespieln und woaßgottnou wos olls.
I hon woll frieger eigentlich nie an Sport betriebm, hon ober decht olm genue Bewegung –wie man asou sogg – ghobb. Ban an Paur hosche amol Bewegung ghobb, wenns ba der Feldorbat gineatig wordn isch: mahn, un proatn, zommrechn, Ziechreche fohrn. Isch man in an Dienscht ban Wirt oder in an Gschäft gi wesn, noar hosche a va gschmorgats bis gschnochts fescht und oft schware zi tien und zi rennen ghobb. Johrein und johraus hot man recht meahrer Bewegung gor niemer gibraucht. Ober Sport isch schun guet. Hon a nix dergegn. Wos mi ober nit lei wundert oder decht awie derschreckt, isch, dass ban groaßn Sport viel zi viel Geld in Spiel isch. Ob sell guet tuet?

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GEBURTEN
Brenner: Ahmed Ali (07.06.2026, Brixen). Zimal Haider Syeda (12.06.2026, Brixen). Ben Erlacher (15.06.2026, Brixen).
Freienfeld: Ayra Daniele Tari (09.06.2026, Brixen). Alex Überegger (23.06.2026, Brixen).
Pfitsch: Annalena Mair (02.06.2026, Brixen). Caterina De Persiis (08.06.2026, Brixen). Emma Haller (30.06.2026, Brixen).
Ratschings: Marie Staudacher (11.06.2026, Brixen).
Sterzing: Deva Marginter (04.06.2026, Brixen). Vera Stampfer (04.06.2026, Brixen). Leandro Theo Brigante (08.06.2026, Brixen). Ayat Ishtiaq (08.06.2026, Brixen). Ana Gashi (09.06.2026, Bozen). Mattia Linossi (13.06.2026, Brixen). Rushda Abdur (17.06.2026, Brixen). Miran Bhuyan (22.06.2026, Brixen). Amel Salia (24.06.2026, Brixen). Luis Ebnicher (26.06.2026, Brixen). Maria Mesia Leggiero (26.06.2026, Brixen). Adni Drenica (27.06.2026, Brixen). Laurin Teissl (28.06.2026, Bozen).
TODESFÄLLE
Brenner: Martina Kinzner, 96 (11.06.2026, Brenner). Paul Eisendle, 91 (22.06.2026, Brenner). Franz Plattner, 79 (25.06.2026, Brenner).
Franzensfeste: Aloisia Mair, 89 (10.06.2026, Franzensfeste).
Freienfeld: Anna Trenkwalder, 94 (05.06.2026, Freienfeld).
Pfitsch: Peter Graus, 65 (20.06.2026, Pfitsch).
Ratschings: Helmut Kotter, 77 (01.06.2026, Sterzing). Paula Thaler, 81 (15.06.2026, Ratschings). Franz Hofer, 83 (24.06.2026, Brixen). Wilhelm Kassian Siller, 87 (30.06.2026, Sterzing).
Sterzing: Barbara Häusler geb. Gröbner, 78 (05.06.2026, Brixen). Irma Dorfmann, 91 (09.06.2026, Sterzing). Antonello Granzotto, 66 (13.06.2026, Sterzing). Siegfried Lorenz Eller, 82 (13.06.2026, Sterzing).
und Georg Wild (06.06.2026, Gossensaß). Nicole Poli und Michael Angelo Gasser (27.06.2026, Pflersch).
Freienfeld: Erica Pedevilla und Thomas Luhn (05.06.2026, Freienfeld). Evi Obermüller und Dietmar Wieser (13.06.2026, Bad Möders).
Pfitsch: Ulrike Alber und Piero Fiorotto (03.06.2026, Sterzing). Anna Thaler und Simon Baur (12.06.2026, Kaltern an der Weinstraße). Denise Della Zanna und Alessio Scano (20.06.2026, Sterzing). Manuela Leitner und Günther Pichler (20.06.2026, Sterzing).
Ratschings: Marion Hofer und Christian Eisendle (05.06.2026, Ratschings).
Elisabeth Pichler und Paul Trenkwalder (06.06.2026, Ratschings). Lisa Zandonella Maiucco und Jonas Volgger (06.06.2026, Ratschings). Stefanie Sorg und Benjamin Wurzer (26.06.2026, Ratschings). Silvia Markart und Andreas Priller (26.06.2026, Ratschings).
Sterzing: Elena Pisaniello und Pietro Francesco Di Lisiandro (01.06.2026, Sterzing). Magdalena Wurzer und Thomas Larch (06.06.2026, Sterzing).
Marina Daniela Wimmer und Christoph Häusler (13.06.2026, Sterzing).
Nadine Markart und Johannes Wurzer (26.06.2026, Sterzing). Christine MaierHartmann und Tobias Fink (26.06.2026, Sterzing).
BAUGENEHMIGUNGEN
Brenner: Johanna Gogl, Julia und Natalie Ploner, Pflersch 134: Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.309, K.G. Pflersch. Ralf Laier, Pflersch 191: Bauliche Umgestaltung und energetische Sanierung des „Tundlhof“, Bp.110, K.G. Pflersch.
Walter, Obertelfes: Errichtung eines Wohnhauses auf den landwirtschaftlichen Garagen, Bp.296, K.G. Telfes. Albin und Marlies Klotz, Ridnaun, Gesennen 6: Bauliche Umgestaltung durch energetische Sanierung des Gebäudes, Bp.321, K.G. Ridnaun. Helmuth Leitner, Ratschings: Errichtung einer Almzufahrt zum Rastplatz, Bp.266, Gp.1720, K.G. Ratschings. Peter Eisendle, Außerratschings, Jaufenpass-Straße: Erweiterung des Wirtschaftsgebäudes des „Wegmacherhofes“, Bp.56, K.G. Ratschings. Gabriele Holzmann, Magdalena und Manfred Siller, Jaufental, Mittertal 41: Bauliche Umgestaltung durch energetische Sanierung und Erweiterung des Gebäudes, Bp.433, K.G. Jaufental. Raphaela Girtler, Jaufental, Gospeneid: Abbruch und Wiederaufbau des Wirtschaftsgebäudes samt Aufenthaltsräumen, Bp.52, Gp.520, K.G. Jaufental. Neue Rosskopf GmbH, Telfes: Errichtung einer Trafokabine, Gp.1006/4, K.G. Telfes. Lorenz Markart, Ridnaun, Maiern 2: Bauliche Umgestaltung durch Umbau des Gebäudes mit Errichtung einer neuen Wohneinheit, Bp.78, K.G. Ridnaun. Fernheizwerk Maiern GmbH, Ridnaun, Maiern: Erweiterung des Fernheizwerks, Bp.486, K.G. Ridnaun.
EHESCHLIESSUNGEN
Brenner: Tina Magdalena Staudinger
Freienfeld: Andreas Stafler, Mauls 5: Errichtung einer Überdachung für landwirtschaftliche Geräte, Bp.275, K.G. Mauls. Joachim Rainer-Wieser, Gschliess 4/A: Errichtung eines Heustadels im „Schwitzermahd“, Gp.350, K.G. Trens. Pfitsch: Anneliese Hofer, Stefan Volgger, St. Jakob 50/B: Errichtung eines Holzlagers mit Flugdach, Bp.573, K.G. Pfitsch. Konrad Stampfer, Karin Strobl, Wiesen: Neubau von fünf Reihenhäusern in der Erweiterungszone C2, versch. GP., K.G. Wiesen.
Ratschings: Ivan, Manuel und Tobias
Sterzing: Petra Siller, Geizkoflerstraße 10/A: Errichtung eines Kellerraumes und eines überdachten Autostellplatzes, Bp.391, K.G. Sterzing. Professional Trust Company AG, Tschöfs 41: Errichtung eines außenliegenden NebenSchwimmbeckens, Bp.86, Gp.345, K.G. Tschöfs. Institut für den Sozialen Wohnbau des Landes Südtirol, Riesenbachlweg Nr. 2, 4, 6 und 8: Fertigstellung der Begrenzungsmauer, Bp.228, K.G. Thuins. Bernhard und Robert Freund, Tschöfs 26: Errichtung einer unterirdischen Garage, Bp.317, K.G. Tschöfs. Wohnbaugenossenschaft Pegasus Soc. Coop., Thomas-Scheiter-Straße: Neubau eines Wohnhauses mit 6 Wohnungen mit unterirdischen Zubehörsflächen, Gp.630/6, K.G. Thuins. Milchhof
Sterzing Gen.m.b.H., Thuins 108: Neubau Abladehalle und Logistikfläche, Bp.170/1, versch.Gp., K.G. Thuins.
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Vor hundert Jahren ...
1926
Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber
07.08.1926
Mules, Schnellzughaltestelle
Die letzte Notiz über Personalhäuserbau hier gibt Gelegenheit, einen allgemeinen Wunsch der hiesigen Bevölkerung beizufügen. Die Errichtung einer öffentlichen Bahnstation in Mules mit Schnellzughaltestelle ist wohl hier notwendig. Von Vipiteno bis Feste, also in einer Ausdehnung wie bei Merano - Bolzano, gibt es keine Schnellzugbenützungsmöglichkeit. In dieser Strecke und besonders um Mules herum liegen größere Besiedlungen und werden im Sommer stark von Frischlern besucht. Diese Leute müssen, um schnell fahren zu können, entweder fast drei Stunden aufwärts oder drei Stunden abwärts marschieren. - Nach Vollendung der Personalhäuserbauten hofft man, daß auch die Stationsfrage notgedrungen eine im obigen Sinne gedachte Erledigung finden dürfte.
Alpenzeitung
12.08.1926
Das Sterzinger Jaufenhaus eingeäschert
Meran, 10. August. In der Nacht von Montag auf Dienstag ist um die Mitternachtsstunde das Sterzinger Jaufenhaus niedergebrannt. Die abgebrannte Schutzhütte lag an der Ostseite des Jaufenpasses in der Höhe von 2000 Meter. Sie gehörte keiner alpinen Vereinigung, war nur im Sommer bewirtschaftet und bot auch während dieser Zeit Unterkunft. Für Hochtouristen hatte das Haus im nördlichen Teil der Sarntaler Alpen keine besondere Bedeutung, es war vielmehr nur ein alpines Ausflugsziel und man konnte von der Hütte in 3 1/2 Stunden über den Jaufenpass nach Sterzing absteigen.
Salzburger Chronik
15.08.1926
Die politischen Bestrebungen des Club Alpino Italiano
Bisher hafteten dem italienischen Tourismus in Südtirol gar viele Mängel und Mißstände an, zu viele „Elegants“, zu zahlreiche „Snobs“, die in Automobilen bis zu einer Höhe von 1500 Meter herauffahren und nur auf „Komfort“ Wert legen, die städtische Mondänität mitbringen mit „Flirt, Shimmy und Tennis“ und sich auf kleinere Wanderspaziergänge, wenn auch in Bergsteigerausrüstung, beschränken. Leute, denen es Spaß macht, die Berge und Thäler mit den deutschen
Namen zu bezeichnen, Leute, die man nur als „Pseudotouristen“ werten kann. Es ist beispielsweise eine merkwürdige Erscheinung, daß die italienischen Touristen Ortisei St. Ulrich und Colle Gossensaß nennen, als doch die Südtiroler selbst nur mehr die italienischen Bezeichnungen gebrauchen. Alle diese Leute, die Italien Schande bereiten, würden geohrfeigt gehören, um ihnen verständlich zu machen, daß man die Majestät der Bergwelt nicht schänden darf.
Der Südtiroler
19.08.1926
Durch eine Mine schwer verletzt
Kürzlich wurde in Franzensfeste ein Arbeiter namens Ugo Balzani, der am dortigen Bahnhofe bei den Erweiterungsarbeiten des Schienennetzes beschäftigt war, durch eine unerwartet losgehende Mine verschüttet, wobei er schwere Verletzungen erlitt. Der Verunglückte mußte ins Spital gebracht werden.
Allgemeiner Tiroler Anzeiger
19.08.1926
Colle Isarco, Gossensaß, 17. August. Das Jaufenhaus abgebrannt und anderes
Gerade vor acht Tagen, am 9. des Monats, abends gegen dreiviertel 12 Uhr, sah man einen großen Feuerschein am südlichen Himmel. Man glaubte zuerst, in Mareta brenne ein Bauernhof, der gegen den Jaufen hin liegt. Man hörte aber bald, daß das Wirtshaus am Jaufenpaß, das den Herren Ignaz Gritsch und Alois Hölzl gehört, in hellsten Flammen stehe. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. (…) Das Haus brannte samt der neu erbauten Veranda sehr schnell nieder, weil das Feuer vom Winde so begünstigt wurde. Wohl einen großen Schaden erleiden dadurch die beiden Besitzer, besonders jetzt in der besten Saison, wo so großer Verkehr über den Jaufen ist und wohl beinahe jeder in dem erwünschten Absteigequartier eine Stärkung und Erfrischung zu sich nimmt. Zudem soll der Schaden nur teilweise durch Versicherung gedeckt sein. - Endlich haben wir einmal echte, warme Sommertage, wo man es doch im Freien ohne Rock aushalten kann, denn bisher hat man ihn ja vor Kälte tragen müssen. - Der Fremdenverkehr ist jetzt ziemlich zufriedenstellend. In einigen Hotels ist alles besetzt, in den Privathäusern weniger. Volksbote
19.08.1926
40jähriges Berufsjubiläum
In Sterzing feierte Herr Vinzenz Leichter, Gerbergehilfe bei der Firma Josef Stifter, sein 40jähriges Berufsjubiläum. Der Jubilar ist 68 Jahre alt und trotz seines Alters arbeitet er heute noch wie ein Jugendlicher.
Allgemeiner Tiroler Anzeiger
31.08.1926
Dorf Niederflaans bei Trens ein Raub der Flammen
Aus Maria-Trens wird der „Reichspost“ vom 27. des Monats berichtet: Gestern um ½ 3 Uhr brach zu Niederflaans im Stroh beim Unteren Haller ein Feuer aus, um 4 Uhr war die ganze Häusergruppe - mit den zwei Wässerlein war der Versuch des Löschens vergebene Mühe - ein Raub der Flammen. Acht Häuser und ein kleines unbewohntes Häuschen sind eingeäschert, neun Familien mit insgesamt 49 Personen sind obdachlos geworden. Der Besitzer Alois Rainer hat

Niederflans nach dem verheerenden Brand am 25.08.1926
Fuder verloren. Die ganze Ernte der Abbrändler ist vernichtet. Und doch muß man noch Gott danken, daß das Feuer bei Tage ausgebrochen, daß kein Menschenopfer zu beklagen ist, daß das ganze Vieh gerettet werden konnte und daß etwa die Hälfte der Möbel dem zerstörenden Elemente abgerungen werden konnte. Die dem rasenden Elemente entrissenen Möbel wurden nach Trens geschafft, wo sie bei guten Leuten einstweilen eingestellt werden. Den bedauernswerten Bewohnern von Niederflaans, die in drei Halbstunden sozusagen alles verloren haben, wendet sich die Teilnahme der ganzen Bevölkerung zu. Niederflaans, politisch und kirchlich zu Trens gehörig, brannte gestern zum dritten Male nieder. Reichspost


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