

Erker


Liebe Leserin, lieber Leser,
die Titelseite verrät es schon: In dieser Ausgabe geht es um Spuren – grasgrüne mit Blümchen, ja, aber nicht nur. Spuren hinterlassen wir alle tagtäglich: in Gesprächen, in Entscheidungen, im Internet, in Beziehungen. Manche setzen wir bewusst, andere beiläufig, einige ungewollt. Gewisse Spuren verblassen schneller, als sie gekommen sind. Oft aber prägen sie Orte, Menschen und Erinnerungen über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Gerade dann lohnt es sich, zurückzublättern und noch einmal auf Spurensuche zu gehen – um zu sehen, wohin der Weg geführt hat, wo wir heute stehen und in welche Richtung es gehen soll.
Wittfrieda Mitterer hat ein Buch über technische Meisterleistungen, Baudenkmäler, Visionäre und Pioniere verfasst. Zeugnisse „von einer interessanten Phase der Bau- und Wirtschaftsgeschichte des Landes und damit auch vom Wandel der Sozialstruktur in unserer Gesellschaft“, schreibt Wendelin Weingartner im Vorwort. Kulturdenkmäler haben auch im Wipptal historische, nach wie vor gut sichtbare Spuren eingraviert.
Der Transitverkehr über den Brenner setzt stattdessen Tag für Tag neue Zeichen: ultrafeinstaubfein und unüberhörbar, erst recht, wenn es staut. All die mittlerweile aufgelösten Umweltgruppen, Komitees und Initiativen im Wipptal hofften, mit bürgerlichem, überparteilichem und übergemeindlichem Widerstand baldigst einen Spurwechsel herbeizuführen – nicht nur in Sachen Verkehrsbelastung. David Hofmann, Mitbegründer von Climate-Action, bedauert, dass es im Wipptal keine aktive Umweltgruppe gibt. Vielleicht brauche es heute auch keinen Verein im klassischen Sinn mehr, meint er, sondern Menschen, die sich zusammentun und regelmäßig treffen, wie die Initiative „Sterzinger Moos“, das „Stadtlabor“ oder das „Klimateam“. Alle drei würden gute Arbeit leisten und könnten Verstärkung gut gebrauchen, um aufgestaute Probleme zu lösen.
Denn je stärker das Team, desto größer die Spur, die es hinterlässt – das gilt für die Umwelt- oder Kulturarbeit genauso wie für den Sport: Der AFC Sterzing stieg heuer in die 1. Amateurliga auf, der ASV Wiesen im Stocksport in die Serie A, Sterzinger Schwimmer erreichten Podestplätze bei den Italienmeisterschaften, um nur einige Wipptaler Erfolge zu nennen.
Die schönsten Spuren auf den Bergen sind immer noch diejenigen, die keiner sieht. Als wäre ein Wanderer nie dort gewesen und hätte nichts mitgenommen außer die Ruhe, die Aussicht und ein paar Fotos. In diesem Sinne wünschen wir auch Ihnen herrliche Touren auf klopapierfreien Wanderwegen!
Der Erker erscheint monatlich in einer Auflage von über 7.200 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St., Eintragung im ROC: Nr. 005454
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Freitagnachmittag geschlossen
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Mitarbeiter dieser Nummer: Heinrich Aukenthaler, Paul Felizetti, Lorenz Grasl (log), Daniela Gruber (dg), Thomas Schwitzer (ts), Karl-Heinz Sparber, Caterina Fantoni (cf), Chiara Martorelli (cm), Dario Massimo (dm)
Titelseite: © Elisabeth Frei
Druck: Tezzele by Esperia, Bozen
Preise: Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 44 Euro; Jahresabo Ausland 75 Euro.
Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen.
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Servizi di assistenza
Dimissioni vicesindaca
AFC Vipiteno, storica promozione in Prima Categoria
L’estate nella Wipptal
Zwischen Auf- und
89 Sportpsychologie
104 Sportmedizin
106 Veranstaltungen
107 Leute
108 Jahrestage
113 Aus der Seelsorgeeinheit
114 Unterhaltung
116 Kleinanzeiger
118 Gemeinden
118 Sumserin
119 Vor 100 Jahren
Dreister
Diebstahl
Die Pflanz- und Blütezeit am Friedhof ist voll im Gange, liebevoll gepflegte Gräber, auch von Touristen bewundert, sind jedoch immer wieder von Diebstählen betroffen. Kerzen, Gestecke, Pflanzen, Kränzchen, sogar Gießkannen verschwinden. Bepflanzte Schalen werden von fremden Personen übergossen und Pflanzen werden ausgerissen. Respektlos, pietätlos! Diese Personen haben wohl ihre Freude auf ihrem Balkon oder ihrem Garten und genießen laue Nächte im Grab-Kerzenlicht mit gestohlenen Objekten. Hoffentlich verbrennen sie sich einmal die Finger oder werden beim Klauen erwischt. Brauchen wir in Zukunft auch am Friedhof VideoÜberwachung?
Elisabeth Stötter, Sterzing
Ein bisschen Einsicht ...
Während man am Brenner ge gen Lärm und Belastung durch den Verkehr protestiert, findet kaum 20 km weiter südlich im Wallfahrtsort Maria Trens eine den Verkehr anziehende Ver anstaltung statt mit Open-AirFestival, Musik in einer Laut stärke an der Schmerzgrenze, Volksfest und – man staune – Hubschrauberrundflügen, um gegen Bezahlung im knat ternden Fluggerät das geplag te Wipptal von oben zu sehen. Warum empfindet man eigent lich nur den Transitverkehr der anderen als Belastung und verliert kaum einen Gedanken über den selbst verursachten Verkehr? O Maria, himmlische Mutter, hilf und schenke uns allen ein bisschen Einsicht!
Erich Rainer, Neumarkt
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Variable Maut für Güterverkehr?
Das Land Südtirol, der Freistaat Bayern und das Trentino haben eine gemeinsame Machbarkeitsstudie für eine variable Güterverkehrsmaut auf der Brennerachse gestartet. Die Ergebnisse der
verkehr zu entzerren. Erste Simulationen bestätigen, dass höhere Tarife zu Stoßzeiten Fahrten in diesen Zeiträumen reduzieren können.

des Jahres vorliegen. Ziel des Projektes ist es, die technische, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie die Entlastungswirkung eines solchen Mautsystems zu prüfen. Das Konzept sieht vor, die Mautgebühren in Spitzenzeiten anzuheben und in verkehrsärmeren Phasen zu senken, um den Güter-
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter spricht sich klar ür grenzüberschreitende Lösungen aus und erteilt einseitigen Maßnahmen wie lockabfertigungen oder Nachtfahrverboten eine Absage. Angesichts steigender erkehrsbelastungen und Konflikte am Brennerkorridor sei das Vorhaben dringlich. Auch auf europäischer Ebene wird der Ansatz positiv bewertet.
Vom Mautprojekt abzugrenzen ist die Idee eines digitalen SlotSystems zur Verkehrssteuerung. Die Planungen hierzu sind jedoch wegen einer laufenden Klage Italiens gegen die Tiroler Verkehrsbeschränkungen vorerst ausgesetzt.
Starkes Geschäftsjahr für A22
Die Brennerautobahn AG konnte ihre Erträge 2025 auf 428 Millionen Euro steigern und einen Nettoge winn von 89,1 Millionen Eur erwirtschaften. Gleichzeitig gin gen die Produk tionskosten zu rück, während In vestitionen und Instand haltungsmaßnahmen deutlich ausgebaut wurden.
Neben dem Jahresabschluss genehmigte der Verwaltungsrat ein bedeutendes Infrastruktur

Besonders hervorzuheben sind die Investitionen in Höhe von 75,8 Millionen Euro – ein Rekordwert für die Gesellschaft. Die Mittel flossen vor allem in die Modernisierung der Infrastruktur, technologische Innovationen sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit. Weitere 69,8 Millionen Euro wurden für die Instandhaltung der Autobahn aufgewendet.
ERGEBNIS JUNI
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DIE JULI - FRAGE
Braucht es im Wipptal wieder eine Umweltgruppe?
Auch im Bereich Verkehrssicherheit setzt die A22 neue Maßstäbe. Die Unfallrate sank auf den historischen Tiefstwert von 14,54 Unfällen pro 100 Millionen Fahrzeugkilometer und liegt damit deutlich unter dem italienischen Durchschnitt. Die Verkehrshilfskräfte leisteten im vergangenen Jahr fast 20.000 Einsätze entlang der Strecke und sorgten für schnelle Unterstützung mit durchschnittlichen Reaktionszeiten von weniger als sieben Minuten. as Verkehrsaufkommen blieb auf hohem Niveau: Insgesamt wurden 5,32 Milliarden Fahrzeugkilometer auf der Verbindung zwischen Brenner und Modena zurückgelegt.
projekt in Verona. Geplant ist der Bau einer neuen Eisenbahnunterführung für den Hochgeschwindigkeitsverkehr nahe der Mautstelle Verona Nord. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 51 Millionen Euro soll die Leistungsfähigkeit des Bahnnetzes erhöhen und zugleich die Voraussetzungen für den Ausbau der A22 schaffen. Mit dem EU-Projekt „5GBEAM“ treibt die Brennerautobahn AG zudem die Digitalisierung der A22 voran. Ziel ist der Ausbau einer durchgehenden 5G-Infrastruktur entlang des Brennerkorridors, um vernetztes und autonomes Fahren zu ermöglichen. Das mit 8,7 Millionen Euro kofinanzierte Projekt ist im Dezember 2025 gestartet und läuft über 36 Monate. Dank 5G-Technologie können Fahrzeuge und Infrastruktur in Echtzeit kommunizieren, was die Verkehrssicherheit erhöht, den Verkehrsfluss verbessert und Emissionen reduziert. Neben dem Infrastrukturausbau werden konkrete Anwendungen wie Notfallmanagement, Baustellensicherheit und Kommunikation in Tunneln getestet.
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WIPPTAL-CHRONIK
JUNI 2026
Gossensaß
Fahrzeugbrand schnell unter Kontrolle gebracht

Am 21. Juni gerät ein PKW in Vollbrand. Ein Trupp unter Atemschutz der FF Gossen-
Brenner Gefährlicher Sturz
Am 13. Juni stürzt ein Mann aus noch nicht geklärten Gründen am Brenner auf ein Bahngleis und verletzt sich dabei mittelschwer. Die Bahnpolizei rettet den

Sterzing
Brutale Prügelattacke
In der Nacht auf den 7. Juni wird ein 48-jähriger Sterzinger in der Neustadt von vier bis fünf jungen Männern angegriffen und mit Schlägen und Tritten verletzt. Zwei Stunden später greift eine Gruppe junger Männer einen 28-jährigen Mann an und bricht ihm einen Arm. Beide Opfer werden ins Krankenhaus eingeliefert. Möglicherweise besteht zwischen beiden Fällen ein Zusammenhang. Beide Opfer sind polizeibekannt.
Arbeitsunfall in Gastbetrieb
Am 10. Juni gerät ein Mitarbeiter in der Küche eines Gastbetriebs mit seinem Mittelfinger zwischen die Rollen einer elektrischen Nudelmaschine und zieht sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Die Wehrleute der FF Sterzing spreizen die Rollen des Nudelmaschine mithilfe eines Holzkeils auseinander, um den Mann zu befreien. Nach der Erstversorgung wird er vom Weißen Kreuz Sterzing in das Krankenhaus von Sterzing gebracht.
Mittewald Geländewagen abgestürzt

Auf der Straße zur Puntleider Alm in Mittewald kommt am 22. Juni ein Geländewagen von der Fahrbahn ab und stürzt über unwegsames Gelände. Ein Mann wird dabei schwer verletzt. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort wird er an den Rettungsdienst übergeben und mit dem Notarzthubschrauber nach Bozen geflogen. Die FF Mittewald, Vahrn und Mauls sichern die Unfallstelle ab und unterstützen die Bergungs- und Aufräumarbeiten.
Penserjoch Tödlich verunglückt

Am 15. Juni prallt ein Motorrad auf der Penserjoch-Straße frontal gegen einen LKW und fängt Feuer. Für den 45-Jährigen Lenker aus Tschechien kommt jede Hilfe zu spät. Er erliegt noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Zwei Tage später kollidieren unterhalb des Penserjoches zwei Motorräder, beide Lenker kommen dabei ums Leben.
Totalsperre der Brennerbahnlinie

Bahnlinie Brenner-Brixen vollständig eingestellt. Wie der Schienennetzbetreiber RFI mitteilt, seien in diesem Zeitraum ordentliche und außerordentliche Instandhaltungsarbeiten geplant, die nur während einer Totalsperre durchgeführt werden können. Für die Dauer der Arbeiten wird ein Schienenersatzdienst eingerichtet.
Neue Aufzüge am Bahnhof Sterzing-Pfitsch
Am Bahnhof Sterzing-Pfitsch werden auf Bahnsteig 1 rund 650 m Gleise erneuert. Die wichtigste Neuerung betrifft jedoch die Barrierefreiheit: Während der Sperre werden zwei neue Aufzüge eingebaut. Ein Aufzug verbindet künftig die Unterführung direkt mit den Bahnsteigen, ein weiterer führt vom Straßenzugang in die Unterführung. Die vorbereitenden Arbeiten dafür laufen bereits seit einiger Zeit.
Investitionen am Brenner
Auch am Bahnhof Brenner sind mehrere Maßnahmen vorgesehen. Dort wird ein Teil des Bodenbelags auf Bahnsteig 2 erneuert. Zudem verbessert RFI
steigen 2 und 3 durch moderne und energieeffiziente Lampen. Darüber hinaus werden zehn Weichen sowie rund 300 m Gleise ausgetauscht. Weitere Arbeiten betreffen die Oberlei tungen und die Signalanlagen.
Arbeiten an Tunnel und Weichen
Im Bahntunnel in Pflersch stehen außerordentliche Wartungsarbeiten an den Si cherheitsanlagen an. Zudem werden in Brenner, Brennerbad, Pflersch, Sterzing und Grasstein bestehende Weichen moder nisiert. In Vahrn bereitet der Schienennetzbetreiber außer dem die Anbindung an die Rig gertalschleife vor.
Laut RFI sollen die Maßnah men die Pünktlichkeit und Zu verlässigkeit der Bahnstrecke verbessern sowie die Leistungs fähigkeit erhöhen. Derzeit wird auf dem italienischen Eisen bahnnetz täglich an rund 1.300 Baustellen gearbeitet. Allein im Jahr 2025 investierte RFI nach eigenen Angaben rund 11,6 Milliarden Euro in Großprojek te, Instandhaltung und techno logische Modernisierung.
GewerbeimmobiUe
Residence Fuchser

APflARrAMENTO
Auf
vor 30 Jahren im Erker

E-Werk zerstört Naturoase
07/1996
Auf Schloss Wolfsthurn in Mareit öffnet das Südtiroler Jagdmuseum seine Tore. Der Erker stellt es seinen Lesern vor.

Auf scharfe Kritik stoßen E-Werkspläne in Ridnaun. Im Landtag wird die Unterschutzstellung des Fernerbaches und der Achenrainschlucht gefordert.
Milliardenverlust
Die Sadobre schreibt rote Zahlen. Durch Betriebsansiedlungen sollen 250 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Errichtung eines Fahrtechnikzentrums stößt auf Ablehnung.

Kitzbühlerstraße geöffnet
Mit der Fertigstellung der Kitzbühlerstraße im Norden von Sterzing wird der Verkehr im Altstadtbereich neu geregelt.
Viele
Höhepunkte

Straßentheater, das 5. Ethno Music Festival, die 5. Ridnauner Musikwochen und die Aufführung des Musicals „Hair“ – es sind nur einige der Höhepunkte eines reichen Kultursommers im Wipptal.
• F reiheitliche gründen Bezirksgruppe
• „Viller Moos s chützenswert“
• Riesencannellone: Weltrekordversuch
• L‘oro di Fortezza: l a favola continua
• Der S V Ridnaun ist Meister

Die weiße Lawine
Wie 3,5-Tonner das Wipptal belasten

Abseits der Brennerautobahn kocht im Wipptal der Volkszorn. An der Hauptmautstelle Schönberg werden jährlich rund 14 Millionen Fahrzeuge gezählt. Die Politik starrt nur auf die schweren LKW – doch das wahre Chaos verursachen zusätzlich unzählige weiße Kleintransporter. Die 3,5-Tonner jagen Tag und Nacht völlig unkontrolliert, übermüdet und viel zu schnell über die Landesstraße B 182 und die Brennerstaatsstraße SS 12 mitten durch unsere Dörfer.
Für die Wipptaler beiderseits der Grenze ist die weiße Flut an Lieferwagen zum roten Tuch geworden. Weil sie unter der 3,5-TonnenGrenze liegen, betrifft sie keine behördliche Blockabfertigung auf der Autobahn. Nacht- und Wochenendfahrverbote umgehen die Logistiker auf diese Weise eiskalt. Um Maut zu sparen oder Staus auszuweichen, nutzen Hunderte Fahrer die B 182 und die SS 12 tagtäglich als kostenlose Rennstrecke mitten durch die Wohngebiete entlang des gesamten Tals – von Unterberg bei Innsbruck bis
Das Problem:
Die Mautflucht ist völlig legal
Der eigentliche Aufreger: Das Ausweichen auf das niederrangige Straßennetz ist für diese Fahrzeugklasse im Alltag rechtlich erlaubt. Während das Land Tirol für schwere LKW strenge Fahrverbote verhängen kann, gibt es für Transporter unter 3,5 Tonnen auf den Landes- und Staatsstraßen keine rechtliche Handhabe für ein Durchfahrtsverbot. PKW und leichte Nutzfahrzeuge dürfen die öffentlichen Straßen ganz offiziell als mautfreie Alternative nutzen. Genau diese Gesetzeslücke sorgt in den betroffenen Gemeinden für fassungslose Wut.
Mautflucht im Dauertakt und rücksichtsloses Tempo
Die Zustände vor Ort sind unhaltbar. Tag und Nacht brettern die Lieferwagen mit teils weit überhöhtem Tempo an Wohnhäusern und Schulen vorbei. Für Kinder und Fußgänger in den Dorfkernen
© Siegfried Kerschbaumer
ist das lebensgefährlich. Ausweichen gehört hier wie dort zum Alltag – und das an sieben Tagen die Woche, rund um die Uhr. Illegal wird die Fahrt für die Kleintransporter erst durch die massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen in den 30er-, 40er- und 50er-Zonen der Gemeinden, wie sie etwa bei den Engstellen direkt in Matrei am Brenner oder in Gossensaß an der Tagesordnung sind.
Kontrolllücke trotz bevorstehender Tachografenpflicht
Hier regiert oft noch die Anarchie auf dem Asphalt. Während jeder LKW-Fahrer über den digitalen Tachografen streng überwacht wird, schaut das Gesetz bei den Kleintransportern oft noch weg. Das muss sich rasch ändern: Am 1. Juli tritt die neue EU-Verordnung in Kraft. Ab diesem Stichtag müssen gewerbliche Kleintransporter ab 2,5 Tonnen im grenzüberschreitenden Verkehr verpflichtend einen digitalen Fahrtenschreiber (Smart Tacho 2) zur Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten nutzen. Die Behörden dürfen diesen Termin keinesfalls verschlafen: Die Polizei muss darauf vorbereitet sein, dieses neue Gesetz ab dem ersten Tag scharf und lückenlos zu kontrollieren. Die meist aus Osteuropa stammenden Lenker stehen unter enormem Zeitdruck der Logistikkonzerne. Sie werden im beinharten Wettbewerb schlicht ausgebeutet. Oftmals ohne Pausen und völlig übermüdet rollen sie als unbere-
chenbare Gefahr durch unser Tal. Auf der jüngsten Kundgebung stellten die Betroffenen klar: Die Wut richtet sich gegen das System der Firmen, nicht gegen die ausgepowerten Fahrer am Lenkrad.
Gezielter Kontrolldruck gefordert
Da Innsbruck, Wien, Bozen und Brüssel das Problem seit Jahren aussitzen, wird nun Selbsthilfe vor Ort gefordert. Die Polizei muss direkt auf den Landes- und Staatsstraßen vermehrt präsent sein. Den Bürgern geht es dabei nicht um die Bestrafung von Einheimischen, die auf dem Weg zur Arbeit sind. Gefordert werden gezielte Transit-Schwerpunktkontrollen mitten in den Ortskernen: Die Exekutive soll im Rahmen des gewerblichen Güterverkehrs die Kleintransporter aus dem Verkehr ziehen, die gesetzlich vorgeschriebenen CMR-Frachtbriefe prüfen, das Gewicht kontrollieren und die Einhaltung der neuen digitalen Fahrtenschreiber überwachen. Das Ausweichen über die Dörfer muss durch diesen Zeitverlust und durch eventuell entstehende hohe Strafen so unrentabel werden, dass die weiße Lawine freiwillig auf der Autobahn bleibt. Wenn die Behörden jetzt nicht durchgreifen, brennt im Wipptal ganz schnell erneut das Feuer am Dach – die nächsten Blockaden sind dadurch wohl bereits vorprogrammiert.
Siegfried Kerschbaumer, Gries am Brenner
Die perfel<:te
WM-Strategie:
Mit Freunden die Bank drücken, X Drinks defensiv kühlen, Grill anfeuern und Anpfiff...
/\uc:bperfekt: Unsere 3+1 BurgE::_und 3+1Mini·Würst-Aktion, für das ultimative und gechillte WM-Feeling.
oLa tattica perfetta per i Mondiali: X
sedersi in panchina con 9li amici, mettere le bevande in fresco, accendere il barbecue e via al fischio d'inizio ... Altrtltanto viuct.nte:la uostra promozionc3+1suqli hambur9ere3+1sulle mini salsicce,pergodersifinoiu fondo11,ttal'atmosfera e i1gustodti Mo11diali.
Elaricl<
Mc-ttgcrei und Lo1ndwir-ucbaft M:icellufa, ulumerja e iigricoltor~ • s.eh/d•I tSs+

Direkt über den Brenner
Ein grenzüberschreitender Austausch hat Ende Mai die Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Nahverkehrs zwischen Tirol und Südtirol ins Visier genommen. Ziel ist es, durch gezielte Investitionen das Angebot für Pendler zu stärken und die Bevölkerung entlang der Transitrouten zu entlasten.
Bisher erforderliche Umstiege am Brenner aufgrund unterschiedlicher Stromsysteme fallen künftig weg: Mit insgesamt 21 neuen Mehrsystemfahrzeugen des Typs Coradia Stream – sechs bestellt von Tirol, 15 von Südtirol – wird ein durchgehender Nahverkehr ermöglicht. Neben regulären Zügen werden künftig stündliche, umstiegsfreie Verbindungen mit über 381 Sitzplätzen und erweiterten Fahrradkapazitäten angeboten. Aufgrund von EU-Vorgaben zur betrieblichen Kommunikation bleibt lediglich ein kurzer Halt für den Personalwechsel am Brenner erforderlich.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Euregio-Ticket, das die flexible Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Tirol, Südtirol und dem Trentino bereits ermöglicht. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen bei Kaufmodalitäten und rechtlichen Vorgaben wird derzeit intensiv an einer Ausweitung des Tarifangebots auf weitere Altersgruppen gearbeitet.
„Wir kollabieren“
Normalerweise dröhnt hier Tag und Nacht der Verkehr. LKW schieben sich durch das enge Tal, PKW rollen Richtung Süden oder Norden. Auf der Brennerautobahn und der parallel verlaufenden Brennerbundesstraße reißt der Strom der Fahrzeuge kaum ab. Am 30. Mai jedoch bot sich ein ungewohntes Bild: Menschen statt Fahrzeuge auf der Fahrbahn, Familien mit Kindern, Radfahrer und Musikanten, Bürgermeister und Anrainer. Für einige Stunden gehörte die wichtigste NordSüd-Verbindung Europas nicht dem Transitverkehr, sondern jenen Menschen, die entlang dieser Route leben.

Mit der groß angelegten Blockade der Brennerautobahn A13 und der Brennerbundesstraße B182 wollte Karl Mühlsteiger, Bürgermeister von Gries am Brenner, ein deutliches Zeichen setzen. Sein Ziel sei es nicht gewesen, Reisende zu ärgern oder den Warenverkehr lahmzulegen. Vielmehr habe er auf die Belastungen aufmerksam machen wollen, die der Transitverkehr seit Jahrzehnten für die Bevölkerung des Wipptales mit sich bringt. „Viele Menschen sehen den Brenner nur als Strecke von A nach B“, sagte auch ein Teilnehmer an der Kundgebung. „Für uns ist das aber kein Durchfahrtskorridor. Wir leben hier. Hier wachsen unsere Kinder auf.“ Die Stimmung entlang der Strecke wirkte entschlossen, aber friedlich. Viele nutzten auch die Gelegenheit, um die Dimension der Autobahn einmal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Die gesperrte Autobahn wurde für einige Stunden zu einem öffentlichen Raum. Gerade dieses
Bild hatte für viele Demonstrierende eine starke symbolische Bedeutung: Es zeigte, wie groß die Verkehrsflächen sind, die den Menschen normalerweise nicht zur Verfügung stehen, obwohl sie mitten durch ihren Lebensraum führen. „Heute gehört die Straße einmal uns“, meinte etwa ein älterer Teilnehmer. „Sonst gehört sie immer nur dem Verkehr.“
Während sich auf der gesperrten Autobahn rund 4.500 Menschen versammelten, galten die Gespräche denselben Themen: Verkehrslärm, Abgase und das Gefühl, von der Politik zu wenig gehört zu werden.
Ein Tal unter Dauerbelastung
Das Wipptal gehört zu den am stärksten vom Transitverkehr betroffenen Gebieten. Täglich passieren Tausende LKW und PKW die Brennerroute. Besonders in den Sommermonaten oder
an langen Wochenenden kommt es regelmäßig zu Staus und zu Ausweichverkehr auf den untergeordneten Straßen. Für die Anrainer bedeutet das eine Belastung, die weit über gelegentliche Verkehrsprobleme hinausgeht. Der Alltag wird vom Verkehr bestimmt, Gespräche im Garten müssen oft unterbrochen werden, Fenster bleiben geschlossen, selbst an warmen Tagen. Die Sorge um gesundheitliche Folgeschäden ist groß. „Wenn Besucher kommen, fragen sie oft, wie wir diesen Lärm überhaupt aushalten. Die Wahrheit ist: Man gewöhnt sich nicht daran. Man lernt nur, damit zu leben“, bringt es eine Dame aus Matrei auf den Punkt.
Die Besonderheit der Brennerblockade lag nicht nur in ihrem Umfang, sondern auch in ihrer breiten Unterstützung. Hinter der Aktion standen zahlreiche Gemeinden des Wipptales, Bürgermeister, Vereine und Bürgerinitiativen zogen an einem Strang. Immer wieder wurde betont, dass die Demonstration kein Protest gegen Reisende oder Berufskraftfahrer sei. Vielmehr richte sich die Aktion gegen ein Verkehrssystem, das den Gütertransport weiterhin überwiegend auf der Straße abwickelt. „Wir wissen, dass die Fahrer ihren Job machen“, sagte ein Demonstrant. „Aber irgendwann muss Europa entscheiden, ob immer mehr Verkehr durch die Alpen wirklich die Zukunft sein kann.“
Immer wieder fiel an diesem Tag das Stichwort „Verlagerung“. Gemeint ist die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Der Brennerbasistunnel, dessen Fertigstellung seit Jahren erwartet wird, gilt für viele als Hoffnungsträger. Dennoch befürchten zahlreiche An-
rainer, dass selbst dieses Großprojekt allein nicht ausreichen wird, wenn keine politischen Maßnahmen zur Reduzierung des Straßentransits folgen.
Mehr als nur ein Protesttag
Im Zentrum der Demonstration stand letztlich eine einfache Botschaft: Die Menschen entlang der Brennerroute wollen nicht länger ausschließlich als Bewohner eines europäischen Transitkorridors wahrgenommen werden. Sie fordern wirksamere Maßnahmen gegen Lärm und Schadstoffe, eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sowie politische Entscheidungen, die den Schutz der Alpenregion in den Mittelpunkt stellen. Die Blockade soll deshalb nicht der Abschluss, sondern der Anfang einer breiteren Debatte sein. Die Bilder des Tages sollen weit über Tirol hinaus wirken und deutlich machen, dass hinter jeder Verkehrsstatistik Menschen stehen, die mit den Folgen leben müssen. Als die Sperren am Nachmittag wieder aufgehoben wurden, kehrte der Verkehr allmählich zurück. Schon wenig später rollten wieder unzählige Fahrzeuge durch das Tal. Für viele Anrainer war die Blockade dennoch ein Erfolg. Sie haben sichtbar gemacht, was im Alltag oft übersehen wird: dass die Brennerroute nicht nur eine europäische Verkehrsachse ist, sondern auch ein Lebensraum für Menschen. Und sie haben unmissverständlich zum Ausdruck gebracht: „Wird nicht bald etwas unternommen, kollabieren wir unter dem Verkehr.“

„Zur aktiven Mitarbeit verpflichtet“
Auf seiner jüngsten Sitzung Ende Juni beschäftigte sich der Gemeinderat von Sterzing u. a. mit einer Anfrage von STF-Rat Jonas Gasser zu einer aufgenommenen Flüchtlingsfamilie sowie einer Haushaltsänderung. Für die zurückgetretene Rätin Verena Debiasi („Für Sterzing Wipptal“) rückte Stefanie Amrain nach (siehe eigener Bericht).
In einer schriftlichen Anfrage an Bürgermeister Peter Volgger zur Aufnahme einer Flüchtlingsfamilie kritisierte Jonas Gasser, Gemeinderat und Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit (STF), dass er als Ratsmitglied erst über die Medien von der Wohnungsvergabe erfahren habe, obwohl kurz zuvor, am 29. April, noch eine reguläre Sitzung des Gemeinderates stattgefunden hatte. Gasser forderte detaillierte Aufklärung über die genauen zeitlichen Abläufe, den Status der Personen sowie die finanzielle Belastung für die Gemeinde, insbesondere im Hinblick auf eventuelle Kindergarten- und Lebensunterhaltskosten.
Wie Bürgermeister Volgger in seiner Antwort darlegte, liefen die ersten Kontakte mit dem Land Südtirol bereits im vergangenen Februar. Konkret startete die Kontaktaufnahme per E-Mail am 3. Februar, woraufhin am 12. Februar der Direktorin des Amtes für Kinder- und Jugend-

schutz und soziale Inklusion Astrid Wiest mitgeteilt wurde, dass die Wohnung sofort bezogen werden könne. Dass die Räte nicht vorab informiert wurden, begründete er damit, dass die Vergabe dieser Wohneinheit nicht der Beschlussfassung des Gemeinderates unterliege.
„Bei der aufgenommenen Familie handelt es sich um eine Frau aus Pakistan mit ihrem Kind. Sie gehört zu einer Zielgruppe von Familien, die ihr Asylverfahren positiv abgeschlossen haben und ein reguläres Bleiberecht besitzen“, erklärte Bürgermeister Volgger.
Zuvor war sie in einer Übergangseinrichtung bzw. Beherbergungsunterkunft in der Landeshauptstadt Bozen untergebracht. Die einzelnen Gemeinden sind in solchen Fällen für die Bereitstellung und Grundausstattung der Wohnungen zuständig, wobei für die Nutzung ein Konzessionsbzw. Leihvertrag zwischen der Gemeinde und der Familie abgeschlossen wird. Für den Ehepartner läuft zudem bereits seit dem 5. November 2025 ein Verfahren zur Familienzusammenführung beim Regierungskommissariat, zu dem im Mai in Bozen die jüngs-
te Anhörung stattgefunden hat. Auf die Befürchtungen bezüglich ungedeckter Folgekosten betonte der Bürgermeister, dass die Frau bereits einer Beschäftigung nachgehe und ihren Lebensunterhalt sowie die anfallenden Spesen selbst finanziere. Die Familie ist im Rahmen eines Wohnund Integrationsprojektes zur aktiven Mitarbeit verpflichtet, was über einen Aufnahmevertrag mit dem Träger des Dienstes geregelt wird. Die Aufnahme ist auf mindestens 24 Monate angelegt, kann jedoch bei positivem Verlauf und anhaltender Verfüg-
Für die Umgestaltung des Untertorplatzes wurden rund 430.000 Euro reserviert.
Rücktritt
barkeit der Wohnung verlängert werden. Für die angebotenen Dienstleistungen muss die Familie einen monatlichen Mindesttarif von 40 bis 168 Euro pro Person entrichten und zudem die Nebenspesen der Wohnung selbst tragen. Die reinen Mietkosten der Wohnung werden der Gemeinde durch pauschale Zuweisungen des Landes Südtirol vollumfänglich erstattet, wobei die genauen Details über eine Zusatzvereinbarung zur Gemeindefinanzierung geregelt sind. Begleitet wird das Projekt auf praktischer Ebene engmaschig von Karoline Wieland von der Bezirksgemeinschaft Wipptal sowie auf politischer Ebene von der zuständigen Gemeindereferentin für Integration Chiara Martorelli, die dem Gemeinderat auch für weitere Auskunft in diesem Themenbereich zur Verfügung steht.
In Kürze
Im Zuge einer Haushaltsänderung wurden 432.413 Euro für die Neugestaltung des Untertorplatzes reserviert, 239.572 Euro für das PPP-Projekt „Multifunktionssporthalle“. Der Dringlichkeitsbeschluss des Gemeindeausschusses wurde von den Räten bei zwei Enthaltungen von Jonas Gasse (STF) und Paul Eisendle (SVP) ratifiziert. Als Alleinverwalter der Inhouse-Gesellschaft „Stadtwerke Sterzing GmbH“ wurde einstimmig Veit Bertagnolli aus Wiesen namhaft gemacht. Die Umwidmung von Wald in Landwirtschaftsgebiet auf den Grundparzellen 698 und 700 der Katastralgemeinde Thuins wurde einstimmig genehmigt.
bar

Verena

folgt
Sterzing verschärft Kontrollen
Die Gemeinde Sterzing will verstärkt gegen Müllsünder vorgehen. Künftig wird ein Umweltbeauftragter die Kontrolle und Bekämpfung illegaler Müllablagerungen übernehmen. Dieser dokumentiert Verstöße und leitet entsprechende Verwaltungsstrafen ein. „Kontrollen und Sanktionen ließen sich vermeiden, wenn Abfälle ordnungsgemäß entsorgt würden“, so die Gemeinde. Sie appelliert an die Bevölkerung, Müll ausschließlich über die dafür vorgesehenen Sammelstellen zu entsorgen und damit Verantwortung für den öffentlichen Raum zu übernehmen.

Verena Debiasi ist Ende Juni nach 31 Jahren aus der Gemeindepolitik aus gestiegen. Persönliche Gründe hätten sie zu diesem Schritt bewogen, so Debiasi. Die Sterzingerin vertrat zehn Jahre lang die Bürgerliste „Zusammen für Sterzing/Insieme per Vipiteno“, zehn Jahre lang das „BürgerForumCittadini“ und seit 2015 die parteiunabhängige Bürgerliste „Für Sterzing Wipptal“. Innerhalb der Grünen war sie jahrelang Sprecherin für den Bezirk Eisacktal/ Wipptal und auf Landesebene Sprecherin für Schule und Kultur. Zudem gehörte sie verschiedenen Organisationen bzw. Initiativen an, u. a. der Umweltschutzgruppe Wipptal, dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der Initiative für mehr Demokratie, dem Ausschuss der Transitinitiative, der Initiative „Stopp BBT“ und dem Pendlerkomitee Wipptal. Außerdem war sie Gründungsmitglied des interethnischen Jugendvereins „Juvenilia“ und des Kunstvereins „LURX“.
Von 2015 bis 2025 war Debiasi als Stadträtin für Kindergarten, Schule, Kultur und Integration zuständig. Seit den Gemeinderatswahlen im Mai 2025 ist sie Gemeinderätin.
Auf Debiasi folgt nun Stefanie Amrain, Nächstgewählte auf der Liste.
Auf
Debiasi (l.)
Stefanie Amrain (r.)
Freienfeld
„Blutbild“ der Gemeinde liegt vor
Bei der zweiten Bürgerversammlung zum Gemeindeentwicklungsprogramm (GEP) der Gemeinde Freienfeld Anfang Juni wurden die nackten Zahlen der Ist-Analyse präsentiert. In der anschließenden Diskussion wurde schnell klar, wo den Freienfeldern der Schuh wirklich drückt: beim erdrückenden Transitverkehr und dem brennenden Thema Wohnraum.
„Heute schauen wir uns erst einmal das Blutbild des Patienten an. Die Diagnose stellen wir dann nächste Woche gemeinsam mit der Arbeitsgruppe.“ Mit dieser Metapher eröffnete Patrick Kofler von Helios den fachlichen Teil der zweiten Bürgerversammlung zum Gemeindeentwicklungsprogramm Freienfeld. Nach dem Startschuss im Februar machte das Technikerteam in den vergangenen vier Monaten Tempo, um den Rückstand zu den Nachbargemeinden aufzuholen. Das Ergebnis ist eine umfassende Bestandsaufnahme der Bereiche Siedlung, Mobilität, Landschaft und Tourismus. 317 eingereichte Fragebögen der Bürgerbefragung (11 % Beteiligung) und eine frisch formierte, bunt gemischte Arbeitsgruppe mit 25 bis 30 Personen stehen bereit – von der Landwirtschaft über Tourismus, Handwerk, Pendlern bis hin zu Menschen mit Beeinträchtigung sind alle Fraktionen und Lebensrealitäten vertreten.
Großes Ungleichgewicht beim Bodenverbrauch
Koordinator Marco Molon (Ingena) legte Zahlen vor, die zum
Bürgermeisterin Verena Überegger dankte für die bisherige Bürgerbeteiligung.
Nachdenk meinde Freienfeld umfasst zwar 95 km noch ein Prozent der Gemeinde fläche ist überhaupt noch nutz bar. Gleichzeitig verzeichnet die Gemeinde
Bodenverbrauch (7,46 m² pro Einwohner und Jahr), der überhaupt nicht mit dem eher moderaten Bevölkerungswachstum korreliert. Besonders auffallend: 43 Prozent der Bautätigkeit der letzten Jahrzehnte floss in die Gewerbegebiete, denn Freienfeld ist durch Großbetriebe ein starker Wirtschaftsstandort, die Auspendlerquote sank von 70 auf 55 Prozent. 36 Prozent der Kubatur entstand im landwirtschaftlichen Grün – ein Spitzenwert im Bezirksvergleich. In den historischen Ortskernen wurde
Altbestand für junge Familien oft unbezahlbar oder nicht als Mietwohnungen verfügbar sind, liegt hier eine der Kernaufgaben der nahen Zukunft.
„Wenn die Autobahn steht, leidet das Dorf“
Die Mobilitätsanalyse von Licia Bernini (Netmobility) bestätigte die Vormachtstellung des Autos: 650 PKW kommen auf 1.000 Einwohner. Interessant dabei ist, dass 62 Prozent der Arbeitswege weniger als 15 Minuten dauern –
Strecken, die theoretisch perfekt für das Fahrrad oder den ÖPNV -
tiven schwächeln: Der Zugtakt t Lücken, die Linie 310 fährt an-

as größte Sicherheitsrisiko zeigt sich im Detail der Dörfer: In Trens, Stilfes und Mauls sind die Gehwege schmal und stark fragmentiert. „Die Straßen sind so eng, dass sich kreuzende Autos auf die Gehwege ausweichen müssen. Im Winter wird der Schnee an die Ränder geschoben, sodass Fußgänger gezwungen sind, auf der Straße zu gehen“, so Bernini. Ein weiterer Belastungsfaktor ist die A22. Rund 34.000 Fahrzeuge täglich passieren die Mautstelle Sterzing (davon 37 % Schwerverkehr). Sobald es auf der Autobahn staut, wälzt sich der berüchtigte Ausweichverkehr über
die SS12 mitten durch die Gemeinde Freienfeld. Die Unfallstatistik der letzten zehn Jahre zeigt deutlich: Die Hotspots liegen fast ausschließlich auf den Staatsstraßen (SS12 und SS508), kaum im geschützten Ortskern. Die Arbeitsgruppenmitglieder hoben beim Workshop hervor, dass die Fraktionen untereinander schlecht verbunden sind und dass vor allem Stilfes fuß- und radläufig dürftig an den ÖPNV angebunden sei.
Naturräume unter Druck
Landschaftsplanerin Hannelore Fellin (Ingena) unterstrich, dass Freienfeld mit 86 Prozent naturbelassener Fläche ein extrem wichtiger ökologischer Korridor sei. Dieser wird jedoch durch die Verkehrsadern (A22, Staatsstraße, Bahn) radikal zerschnitten, was zu erhöhtem Wildunfallrisiko führt. Zudem leidet der Wald massiv unter den Folgen von Sturm „Vaia“, Schneedruck und Borkenkäfer – ein kritisches Risiko, da der Wald eine essenzielle Schutzfunktion für die tiefer liegenden Dörfer hat. Ein weiteres Problem betrifft die Almen: Durch den Mangel an Hirten und den zunehmenden Druck durch Großraubtiere (Wölfe/Bären) gehen die Bestoßung und die Bewirtschaftung zurück, was langfristig zu einer Verbuschung und somit zu einer optischen Veränderung des Landschaftsbildes führt. Positiv erwähnt wurden die Gelder aus dem BBT-Ausgleichsfonds, die bereits für Renaturierungen und Wildüberführungen genutzt werden.
Viel Durchzug, kurze Aufenthalte
Michael Hinteregger (Valmontis) zeigte auf, dass Freienfeld zwar rund 1.300 Betten in 46 Betrieben zählt – wobei sich die Bettenanzahl im Bereich „Urlaub auf dem Bauernhof“ seit 2011 auf 400 verdoppelt hat –, die Auslastung mit 110 bis 148 Vollbelegstagen jedoch unter dem Südtiroler Schnitt liegt. Das Hauptproblem: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt nur 2,4 Tage (Südtirol-Schnitt: 4,2 Tage). Freienfeld wird von den Gästen stark als Kurzaufenthaltsund Durchzugsgebiet auf dem Weg nach Süden genutzt.
Bürgernahe Diskussion: Tourismus versus Transit
In der anschließenden Fragerunde meldete sich ein Bürger aus der Tourismusbranche zu Wort und brachte die emotionale Kernfrage des
Abends auf den Punkt: In der Bürgerbefragung wurde die Tourismusgesinnung in Freienfeld eher negativ bewertet. Doch liegt das wirklich an den Gästen vor Ort? Die Bürgermeinung: „Haben wir wirklich ein Problem mit den Gästen, die bei uns schlafen, oder sind wir einfach alle massiv vom generellen Verkehr auf der SS12 und der Autobahn frustriert und projizieren das auf den Tourismus?“ Das Planerteam gab dem Recht. Die negative Wahrnehmung speist sich primär aus dem extremen Tagesausflugs- und Transitverkehr im Wipptal sowie der medialen Debatte um die Bettenobergrenze. Die lokalen, familiengeführten Betriebe und die Spitzen-Gastronomie in Freienfeld seien eigentlich ein wertvoller Faktor. Ziel müsse es sein, die Aufenthaltsdauer durch gezielte Angebote wie Themenwege oder die Anbindung an den Radweg zu verlängern, um den Gast vom „Durchreisenden“ zum „Verweiler“ zu machen. Ein weiterer Einwand betraf die Bezirkskläranlage und deren Rolle bei künftigen Erweiterungen von Gewerbezonen. Das Planerteam versicherte, solche intergemeindlichen Infrastrukturen in den kommenden Workshops ganz genau unter die Lupe zu nehmen.
Arbeitsgruppe ergänzt mit lokalem Wissen
Sechs Tage nach der Bürgerversammlung traf sich die Arbeitsgruppe zum ersten Workshop. Die Gruppe setzt sich aus Bürgern aller Ortschaften zusammen, aus verschiedenen Altersgruppen sowie den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Handel, Handwerk, Soziales und Betreuung. Gemeinsam mit den Fachplanern haben sie die erhobenen Daten hinterfragt und mit eigenem Wissen angereichert: Was trifft die Bestandsaufnahme, was sehen Einheimische anders? Bürgermeisterin Verena Überegger zeigte sich von der Beteiligung sehr zufrieden und bedankte sich bei allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe für ihre Mitarbeit.
Wie geht es weiter?
Am 30. Juli findet der zweite Workshop statt. Im Mittelpunkt steht dann die Frage: Wie soll Freienfeld in 15 Jahren aussehen? Im September gibt es einen eigenen Workshop für Jugendliche und junge Erwachsene, damit auch ihre Perspektiven in das Programm einfließen. Alle Bürger können Ideen und Anregungen über die Ideenbox auf der Gemeinde-Website einbringen. Sie bleibt über den gesamten Prozess zugänglich.
Gemeinsam bunt

Die Bezirksgemeinschaft Wipptal und die Stadtgemeinde Sterzing, Teil des italienweiten Netzwerkes Re.a.dy., setzten im Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie, im Rahmen des „Wipptaler Radtages“ Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung: Kinder bemalten bunte Steine und schmückten damit den Wald. Bunte Luftballone wurden verteilt und an öffentlichen Gebäuden hingen bunte Regenbogenfahnen. Diese symbolisieren weltweit die Vielfalt der Lebensformen und die Bewegungen der Schwulen und Lesben. Rot steht für Leben, Orange für Heilung, Gelb für Sonnenlicht, Grün für Natur, Blau für Harmonie, Violett für Geist. Jeder Mensch verdient es, so akzeptiert zu werden, wie er ist – unabhängig von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Jugendliche des Projektes JAWA (Junge Aktive Wipptaler wollen Anpacken) des Jugenddienstes Wipptal haben mit betreuten Personen aus dem Sozialzentrum Wipptal „Fugger“ eine Bank in Regenbogenfarben bemalt. Sie steht vor dem Rathaus in Sterzing.
Kostenlose Hilfe
bei digitalen
Diensten
Ratschings Aus der Gemeindestube
Nutzungsänderung

Nach einer kurzen Pause sind die Digi Points wieder in allen Gemeinden des Wipptales geöffnet. Tutor Werner Hohenegger erklärt vor Ort oder online Schritt für Schritt, wie man grundlegende digitale Dienste nutzt, u. a. SPID (digitale Identität), elektronische Identitätskarte (CIE), digitale Unterschrift, öffentliche OnlineDienste sowie weitere Anwendungen für den Alltag. Da der Dienst mittlerweile sehr stark genutzt wird, ist es ratsam, einen Termin vorzumerken – telefonisch in der jeweiligen Gemeinde, auf WhatsApp (Tel. 348 5113997) oder online (www.digi-point.it oder digitalnow.provinz.bz.it/de/netzwerkdigipoint).
Öffnungszeiten
Pfitsch: Rathaus in Wiesen, Montag 15.00 – 16.30 Uhr
Sterzing: Bürgerbüro neben dem Rathaus, Montag 17.00 – 19.00 Uhr
Ratschings: Rathaus in Stange, Dienstag 10.30 – 12.30 Uhr
Brenner: Rathaus in Gossensaß, Mittwoch 14.30 – 17.00 Uhr
Franzensfeste: Rathaus, jeden vierten Donnerstag im Monat 11.30 – 12.30 Uhr
Freienfeld: Rathaus, Freitag 9.00 – 11.30 Uhr
Eine Nutzungsänderung in der Unteren Gasse in Ridnaun (Antragsteller Martin Volgger) wurden vom Gemeinderat laut den Vorgaben der Grün-Grün“-Kommission einstimmig genehmigt. Umgewandelt werden 280 m² Wald in Landwirts chaftagebiet und 1.520 m² Landwirtschaftsgebiet in Wald.
aufangebot
Bei einer Enthaltung wurden der Gemeindeausschuss und Bürgermeister Sebastian Helfer beauftragt, den Eigentümern für das Areal der ehemaligen Tischlerei „Gogl“ in der Handwerkerzone West in Gasteig ein Kaufangebot zum Erwerb zu unterbreiten und entsprechende Verhandlungen zu
Pfitsch Kurz notiert
Nutzungsänderung
führen. Das 8.500 m2 große Areal würde sich künftig für die Nutzung als Bauhof, Recyclinghof oder Wohnbauzone eignen.
Bilanzänderung
Mehreinnahmen in Höhe von rund 126.000 Euro, die vor allem aus den Dividenden der Stromproduktion stammen, wurden in den Haushalt eingebaut. Die Gelder werden vor allem für Trink- und Abwasserleitungen verwendet.

Soziale Förderung
Die Gemeindeverordnung über die soziale Förderung bestimmter Bevölkerungsgruppen wurde einstimmig auch auf den Sommer ausgedehnt, um am Projekt „mySummerCard“ teilzunehmen.
Der Gemeinderat Pfitsch hat Mitte Juni eine Änderung im Landschaftsplan beschlossen. Auf ach in St. Jakob sollen etwa 1,5 ha Wald teilweise in Landwirt schaftsgebiet und teilweise in bestock te Wiese und Weide umge
Die zuständige Kom mission hat ein posi tives Gutachten mit Auflagen abgegeben.

Geförderter Wohnbau
Die Verordnung zur Zuweisung von Flächen für den geförderten Wohnbau wurde an die gelten-
den Landesbestimmungen angepasst und um zwei Artikel ergänzt: Künftig können geförderte Wohnbauflächen auch an Personen vergeben werden, die in anderen Gemeinden Südtirols ihren Wohnsitz haben. Umgekehrt ist in anderen Gemeinden des Landes die Zuweisung an Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde Pfitsch möglich.
Bilanzänderung
Für die Baureifmachung der geförderten Wohnbauzone in der Örtlichkeit „Am Moosfeld“ in Wiesen hat der Gemeinderat rund 1,5 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen.
„Herzensanliegen für die Klassengemeinschaft“ 1
Zum Schulende überreichten die Elternvertreterinnen der Schulsprengel Sterzing 1 und 2 sowie des Oberschulzentrums Ster zing den drei Schulführungskräften 660 Briefe – unterschrieben von Schülern und deren Eltern. Im Brief zeigen die Schüler und El tern Verständnis für die Herausfor derungen im Bildungssystem wie Lehrermangel, Bürokratie und die berechtigte Forderung nach einem fairen Arbeitsvertrag. Unterrichtser gänzende Aktivitäten auszusetzen, um bessere Rahmenbedingungen zu erreichen, treffe jedoch vor allem diejenigen, die am wenigsten dafür können: die Schüler. Außerschulische Aktivitäten wie Projekttage, Lehrausflüge, externe Referen tenbesuche und mehrtägige Fahrten sind

um den Kindern und Jugendlichen im neuen Schuljahr diese wertvollen Erfahrungen wieder zu ermöglichen. Die Unterschriften werden auch an Personal-Landesrätin Magdalena Amhof übergeben. Gewünscht d ein gemeinsamer Dialog mit Lehrkräften, Direktoren und politischen tscheidungsträgern, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die den pädagogischen Anforderungen, der Verantwortung der Lehrkräfte und gleichzeitig den Bedürfnissen und Entwicklungschancen der Schüler gerecht werden. Im Bild die Elternvertreterinnen und Initiatorinnen der Unterschriftenaktion (v. l.) Katja Huebser (SSP1), Margit Wieser (OSZ) und Evi Frick (SSP2) bei der Übergabe der unterschriebenen Briefe an Schulführungskraft Evi Volgger (SSP1).

fester Bestandteil schulischen Lernens: Sie
„Jugend, macht Politik!“
Die Wipptaler Gemeinden wol len junge Menschen stärker in die Lokalpolitik einbinden: Brenner hat seit Ende April einen Jugendbeirat, Sterzing steht kurz vor der Gründung. Andere Gemeinden kämpfen noch mit Desinteresse oder or ganisatorischen Hürden. Alle eint dasselbe Ziel: der „Genera tion von morgen“ eine Stimme zu geben.

Auf dem Papier existiert der Ju gendbeirat Freienfeld bereits; fünf Jugendliche bzw. junge Män ner haben sich gemeldet. Für ein ausgeglichenes Gremium sucht Gemeindereferentin Stefanie Eisendle noch junge Frauen im Alter von 14 bis 26 Jahren. Doch Jugendliche für die Gemeindepolitik zu gewinnen, ist nicht ganz einfach. Manche können sich wenig unter einem Jugendbeirat vorstellen, haben keine Zeit oder wollen nur mitmachen, wenn ihre Freunde das auch tun. Die Jugendreferentin arbeitet deshalb eng mit Jugenddienst und Jugendring zusammen; diese begleiten Gemeinden beim Aufbau von Jugendbeiräten. Der erste Anlauf – ein Kegelnachmittag – war vielversprechend: Elf Jugendliche kamen, mehr als erwartet. Dort erfuhren sie auch, was ein Jugendbeirat macht: Er

vertritt alle Jugendlichen in der Gemeinde, sammelt deren Probleme und Wünsche (etwa zu Freizeit, Umwelt oder Verkehr), kommuniziert diese an Politik und Verwaltung und hilft bei der Planung von Jugendprojekten und -veranstaltungen. Kurz gesagt: Der Beirat sorgt dafür, dass die Stimme der Jugend gehört und ernst genommen wird. „Ein Jugendbeirat ist mehr als ein Gremium“, sagt Eisendle. „Jugendliche können eigene Ideen einbringen, Projekte machen und mit einem eigenen Budget arbeiten. Es ist eine tolle Gelegenheit, die Gemeinde mitzugestalten – für sich selbst und für die Gemeinschaft.“ Doch nur wenige nutzen diese Chance. Das zweite Treffen, ein Spitzturnier, scheiterte an zu wenig Teilnehmern. Eisendle versucht nun, Jugendliche gezielt anzusprechen, obwohl sie genau das vermeiden wollte. „Ideal

Seit dem 30. April hat der Gemeinderat von Brenner offiziell einen Jugendbeirat. Die Initiative geht auf fünf Mädchen und einen Jungen zurück, die im Herbst 2025 mit dem Jugenddienst Wipptal den Wunsch nach einem Jugendbeirat geäußert hatten. Im Bild (v. l.) Emilia Wieser, Martina Hecher, Thomas Strickner, Maria Aukenthaler, Nadia Seidner und Amalia Kopton. Daniel Heidenberger
wird als Vertreter der italienischen Sprachgruppe kooptiert.
STERZING: START IM HERBST In Sterzing formierte sich vor einem halben Jahr eine Arbeitsgruppe aus ARCI (Silvestro Giordano, Larissa Bianchi, Francesca Maffei), Jugenddienst (Tobias Pfeifhofer), Gemeinde (Fabio Cola, Marina Niccolini, Manuel Ernandes, Stefanie Amrain), Minderjährigen sowie Volljährigen. Nach einigen Treffen haben die Beteiligten beschlossen, einen Jugendbeirat aufzubauen. 12- bis 35-Jährige sollen in zwei Gruppen (12–17 bzw. 18–35 Jahre) und als gemeinsamer Jugendbeirat mit der Gemeinde zusammenarbeiten. Das Gremium soll laut Arbeitsgruppe auch ein Budget für eigene Projekte erhalten. Offi-
ziell startet der Jugendbeirat gegen Ende des Sommers. Nähere Infos bei Fabio Cola (fabio.cola@sterzing.eu), dem Jugenddienst (wipptal@jugendienst.it) oder ARCI (arcivipitenoo@gmail.com).
RATSCHINGS:
JUGENDBEIRAT 2010
Die Gemeinde Ratschings hatte vor rund 15 Jahren einen Jugendbeirat. Dieser initiierte u. a. einen Nightliner am Wochenende und die Grillstelle am Mareiter Bach. „Kleine wie große Vorhaben brauchen ihre Zeit“, so Jugendreferent Thomas Strickner. Grundverfügbarkeiten klären, Projekte ausarbeiten, Finanzierung sichern – manchmal vergeht eine Amtszeit bis zur Umsetzung. Trotzdem lädt die Gemeinde Jugendliche ein, sich wei-
Jugendreferentin Stefanie Eisendle: „Der Jugendbeirat ist ein wichtiger Lernort für Demokratie und Mitbestimmung.“
wäre, wenn sich interessierte Jugendliche von sich aus bei uns melden würden.“
Sie selbst hat sich schon immer für Politik interessiert. Deswegen hat sie auch für die Gemeinderatswahlen kandidiert. „Weil ich mitgestalten kann. Egal ob es um Jugend oder Senioren, Umwelt oder Gleichberechtigung geht –es sind unsere Räume, unsere Zukunft.“ Der Seniorenbeirat arbeitet bereits seit mehreren Jahren motiviert in der Gemeinde mit. Eine solche Möglichkeit soll auch der Jugend geboten werden.
In Südtirol sind heuer 15 Gemeinden mit dem Jugendhaushalt „Turbo“ gestartet, der im Schnitt 30.000 Euro zur Verfügung stellt, damit Jugendliche Projekte, die sie selbst vorgeschlagen haben, umsetzen können, etwa Beachvolleyball- oder Padelplätze, Outdoor-Fitness, Grillstellen und jugendliche Events
wie „Summer Nights“. „Ein tolles Projekt“, findet Eisendle, weil Jugendliche selbst ihre Ideen einbringen. „Erwachsene sollten ihnen nichts vorgeben, sondern sie bei der Gestaltung ihrer Räume begleiten und unterstützen.“ Den Jugendbeirat sieht sie auch als wichtigen Lernort für Demokratie und Mitbestimmung. „Demokratie lebt von unterschiedlichen Menschen und Meinungen und funktioniert nur dann, wenn alle mitreden können, dürfen und wollen.“
Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, will sie demnächst auch über Flyer, Social Media und Videos werben. Im Herbst soll der Beirat starten. Klappt es mit dem Jugendbeirat in der Gemeinde, soll ein Beirat für Kinder unter 14 Jahren folgen. Dieser trifft sich ein- bis zweimal im Jahr mit Politikern, um
terhin einzubringen. „Wir begleiten ihre Initiativen sehr gerne und versuchen, sie umzusetzen“, so Strickner.
„DESINTERESSE“ IN PFITSCH
Auch die Gemeinde Pfitsch wäre an einem Jugendbeirat interessiert. „Wir bemühen uns, den Dialog mit Jugendlichen zu finden, um ihre Bedürfnisse besser erkennen zu können, stoßen aber auf ein generelles Desinteresse für die Gemeindepolitik“, so Jugendreferentin Dagmar Matzler. Die Gemeinde will deshalb auf die Unterstützung des Jugenddienstes Wipptal zurückgreifen. „Er hat den direkten Draht zu Jugendlichen und kann bei der Suche helfen.“
FRANZENSFESTE: ENGAGIERTE RÄTE
In Franzensfeste gibt es keinen Jugendbeirat, wohl aber zwei engagierte Gemeinderäte (Marcel Larcher und Raffael Zampini), die sich um die Belange der Jugend kümmern.
„Mitreden statt zuschauen“

gebote und Möglichkeiten für Jugendliche. Ein konkreter Vor schlag ist etwa ein Volleyballplatz in Gossensaß. Wie können Jugendliche mit euch in Kontakt treten bzw. mitwirken?
Ganz einfach: Sie können uns persönlich ansprechen oder uns eine E-Mail schicken (jugendbeirat.brenner@outlook.com). Wir freuen uns über jede Nachricht und jedes Mitwirken. Was rät ihr Jugendlichen, die (noch) zögern, ob sie beim Jugendbeirat in ihrer Gemeinde mitarbeiten sollen?
Traut euch und macht mit! Wir sind eine große Bevölkerungsgruppe und die Zukunft der Gemeinde. Deshalb sollten wir unsere Interessen auch selbst vertreten. Je mehr junge Menschen sich beteiligen, desto stärker wird unsere Stimme.
Interview: rb
ihnen zu sagen, was sie brauchen. Was jedes Kind dabei von Anfang an lernt: Hey, meine Meinung zählt! Auch ich kann, darf und soll mitreden! „Heute mag ein Kinder- oder Jugendbeirat noch ungewohnt sein. Aber eines Tages – hoffe ich – sind beide so selbstverständlich, dass sie aus unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken sind“, so Eisendle. rb
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SCHAUUNGE~ UNTERNEHMENS - LIND l'!Ofl.JBE.RGABEJ\I

„Krisen sind die besten Lehrmeister“
Fast 36 Jahre lang prägte Diet mar Bacher die Entwicklung von Bayernland Sterzing ent scheidend mit – zunächst als Verkaufsinspektor, später als Verwaltungsleiter und schließ lich als Geschäftsführer. Nun übergibt er die Verantwortung an Thomas Siller und Ulrich Hofer. Im Gespräch mit dem ker blickt Bacher auf bewegte Jahrzehnte zurück, spricht über schwierige Entscheidungen, den Wandel der Milchwirtschaft und darüber, warum gerade Krisen zeiten die besten Lehrmeister sind.
Erker: Herr Bacher, wenn Sie heute auf Ihre Zeit bei Bay ernland zurückblicken: Wo mit verbinden Sie diese 36 Jahre am meisten?
Dietmar Bacher: Mit unglaublich vielen Erfahrungen, positiven wie schwierigen. Als ich 1990 bei Bayernland angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass dar aus mein gesamtes Berufsleben wird. Eigentlich wollte ich damals etwas im Bereich EDV machen, weil dort gerade Aufbruchsstim mung herrschte. Bayernland war eher Zufall. Drei Jahre wollte ich bleiben – daraus wurden fast 36. Was mich am meisten geprägt hat, waren sicherlich die Kri senzeiten. Gerade Anfang der 1990er Jahre stand Bayern land wegen der Währungskrise praktisch am Abgrund. Niemand wusste damals, ob es das Unter nehmen in Italien überhaupt wei terhin geben würde. Aber genau diese Zeit hat uns zusammenge schweißt. Wir hatten den Willen zu überleben und „es allen zu

lich – in schlechten Zeiten zeigt sich, wie stark ein Unternehmen wirklich ist.
Bayernland entwickelte sich in den folgenden Jahren vom Krisenbetrieb zu einem wirtschaftlich sehr erfolgreichen Unternehmen. Was waren die entscheidenden Schritte? Ein ganz wichtiger Schritt war sicher die Neuorganisation der Logistik. 1997 wurden die Außenlager geschlossen und in Verona ein neues Zentrallager gebaut. 2016 konnten wir daneben ein Grundstück kaufen und ein hochmodernes Logistikzentrum realisieren, was einen Meilenstein für die gesamte Entwicklung des Unternehmens darstellte. Treibende Kraft dahinter war auch Gerhard Meier, der 1996 die Geschäftsleitung der Bayernland-Zentrale in Nürnberg übernommen hatte, während Albert Deß zum Vorstandsvorsitzenden berufen wurde. Meier hat unsere Belange im Vorstand der Bayernland Deutschland immer verteidigt und durchgesetzt, wir haben mit konstanten und sehr guten Bilanzergebnissen diese Bemühungen unterstützt. Ebenso wichtig war die konsequente Modernisierung innerhalb des Betriebs. Gerade im ITBereich haben wir früh investiert und dadurch enorme Effizienzsteigerungen erreicht. Gleichzeitig haben wir unser Sortiment erweitert und uns als Proficenter neu positioniert. Das alles hat dazu beigetragen, dass Bayernland seit Mitte der 1990er Jahre wieder kontinuierlich Gewinne schreiben konnte.
Welche Rolle spielte dabei
der Standort Sterzing?
Eine sehr große. Natürlich wurde damals auch diskutiert, ob man Sterzing schließen sollte. Ich habe aber immer betont, welche Vorteile dieser Standort vor allem durch die Zweisprachigkeit hat. Durch den Neubau im Jahr 2012 hat sich noch einmal bestätigt, dass Sterzing die tragende Rolle in Italien spielt.
Dass Bayernland heute so solide dasteht, ist in erster Linie eine Teamleistung. Die Mitarbeiter hier haben das Unternehmen getragen. Mein Führungsverständnis war deshalb immer: Nicht die Führungskraft steht im Mittelpunkt, sondern das Unternehmen und die Mitarbeiter. Jeder Einzelne ist wichtig. Auch Fehler gehören dazu – entscheidend ist, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu finden.
Mit Ulrich Hofer und Thomas Siller übernehmen nun zwei langjährige Führungskräfte die Verantwortung. Fällt das Loslassen schwer? Nein, eigentlich nicht. Es ist ein gutes Gefühl, die Verantwortung in Hände legen zu dürfen, die das Unternehmen, die Menschen und die Werte von Bayernland sehr gut kennen. Ulrich Hofer und Thomas Siller haben die Entwicklung der vergangenen Jahre entscheidend mitgestaltet. Bayernland ist heute wirtschaftlich sehr solide aufgestellt und bestens vorbereitet auf kommende Herausforderungen. Man sollte als Führungskraft auch wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. (lacht) Ich sage immer: Man sollte nicht so lange bleiben, bis die Motivation fehlt oder bis andere darauf war-
ten, dass man endlich geht. Die Lebensmittelbranche steht derzeit vor großen Herausforderungen. Wie sehen Sie die Zukunft?
Die Herausforderungen werden sicher nicht kleiner. Personalmangel, steigende Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit oder auch globale Krisen beschäftigen die gesamte Branche. Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wirtschaftliche Vernunft nicht verloren geht. Nachhaltigkeit ist wichtig, aber sie muss auch praktikabel sein.
Trotzdem bin ich überzeugt, dass Bayernland auch in Zukunft sehr gut aufgestellt ist. Wir haben starke Mitarbeiter, eine gute Marktposition und eine klare Identität. Authentizität war für uns immer entscheidend, sowohl bei den Produkten als auch im Umgang miteinander.
Was bleibt persönlich nach so vielen Jahren?
Vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitern, die mit Loyalität, Professionalität und persönlichem Einsatz dazu beigetragen haben, dass sich Bayernland so positiv entwickeln konnte.
Ich persönlich durfte eine Firma mitgestalten, die mich mein ganzes Berufsleben lang begleitet hat. Nicht alles war einfach, aber gerade die schwierigen Zeiten waren wertvolle Lehrmeister. Und eine gut aufgestellte Firma übergeben zu können, ist am Ende ein sehr schönes Gefühl.
Fertigstellung auf 2027 verschoben
Das Gemeinschaftshaus in Sterzing wird nicht wie vorgesehen innerhalb Herbst oder innerhalb dieses Jahres fertiggestellt (Erker 06/2026). Nach aktuellen Angaben des Landes ist die Fertigstellung nun für das Jahr 2027 geplant. Damit zählt Sterzing zu den Standorten, bei denen es zu deutlichen Verzögerungen kommt.
Die Verschiebung steht im Zusammenhang mit den Herausforderungen bei der Umsetzung mehrerer GemeinschaftshausProjekte in Südtirol. Ursprünglich sollten zehn Einrichtungen über PNRR-Mittel finanziert und fristgerecht realisiert werden. Da einige Projekte – darunter auch Sterzing – nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, bestand Unsicherheit hinsichtlich der Auszahlung der vorgesehenen EUFördergelder. Für das Gemeinschaftshaus Sterzing waren laut Kostenaufstellung Gesamtkosten von rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt, davon etwa 1,6 Millionen Euro aus dem PNRR-Fonds.

Interview: Barbara Felizetti Sorg
Trotz der Verzögerung hält das Land am Projekt fest. Wie Gesundheitslandesrat Hubert Messner erklärt, werden die Gemeinschaftshäuser im Bedarfsfall auch ohne PNRR-Finanzierung umgesetzt und die notwendigen Mittel aus dem Landeshaushalt bereitgestellt. Damit soll sichergestellt werden, dass die wohnortnahe Gesundheits- und Sozialversorgung weiter ausgebaut werden kann.
Das Gemeinschaftshaus Sterzing soll künftig verschiedene Gesundheits- und Sozialdienste unter einem Dach bündeln und den Bürgern einen leichteren Zugang zu wohnortnahen Leistungen ermöglichen.
Sterzing
Vier verkürzte Verfahren beantragt
Gegen sieben Personen wurde im Fall der eingestürzten Eishalle in Sterzing im Jahr 2021 Anklage erhoben: gegen drei Verantwortliche zweier Baufirmen, den Bauleiter, den Verantwortlichen für die statische Überprüfung des Gebäudes und zwei Techniker. Für drei von ihnen entscheidet Vorverhandlungsrichterin Elsa Vesco am 15. Oktober, ob sie sich vor Gericht verantworten müssen. Vier Beschuldigte haben im Mai ein verkürztes Verfahren beantragt, in zwei Fällen erweitert durch die Anhörung eines Sachverständigen. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.
„Ausgekämpft ist noch lange nicht“
Auch Umweltschützer werden älter. Welche Spuren haben die Wipptaler Umweltgruppen hinterlassen? Was haben sie erreicht? Und was halten sie von der nachkommenden Generation? Im Gespräch mit Verena Debiasi, Heinrich Forer und Dr. Wilhelm Seppi – drei ehemaligen Mitgliedern der Umweltgruppe Wipptal – zeigt sich: Ihr Kampf schien oft vergebens, war aber nie umsonst.
Wenn Verena Debiasi, Heinrich Forer und Wilhelm Seppi beisammensitzen, gibt es viel zu erzählen. Eine dicke Mappe mit Briefen, Flyern und Zeitungsausschnitten hat Debiasi über die Jahrzehnte hinweg zusammengetragen. „Gekämpft haben wir – und wie“, sagen alle drei, anfangs in Umweltgruppen in ihrem Wohnort (Sterzing, Ratschings, Wiesen), später vereint als Umweltgruppe Wipptal. „Rudolf Siller war die treibende Kraft“, erinnert sich Seppi. „Der Bergbauer aus Pardaun nahm sich kein Blatt vor den Mund, um unsere Natur und Heimat zu schützen, und motivierte viele Wipptaler mitzumachen.“
„Fast alles wurde später doch gebaut“
Gründe aufzustehen gab es immer wieder: „überdimensionierte“ Lawinenverbauung am Hühnerspiel, Almerschließungen und Forstwege („gebaut ohne Rücksicht auf Verluste“), Rodelbahn in Tulfer, riesiger LKW-Auffangparkplatz in der Sadobre, Trassierung für eine Roßkopf-Talabfahrt,

E-Werk in der Achenrainschlucht, Ausweisung einer Handwerkerzone im Biotop Viller Moos ... „Wir haben oft interveniert, leider vergebens“, bedauert Forer. „Fast alles, wogegen wir uns gewehrt haben, wurde am Ende doch gebaut. Durnwalder und Co hatten das Sagen.“ Trotzdem sei der Kampf nie sinnlos gewesen. „Wir haben sensibilisiert, teils schonendere Lösungen erreicht und sogar neue Bezirksstrukturen hervorgebracht“, sagt Seppi. Die Umweltgruppen Wiesen und Sterzing organisierten jahrelang eine Sammelstelle für Gartenabfälle. „Die Bezirksgemeinschaft übernahm später diese Idee und errichtete eine Kompostierungsanlage“, so Seppi. In den 1990er Jahren luden sie den damaligen Umweltlandesrat Michl Laimer zu einem Infoabend über ein
Fernheizwerk mit Bürgerbeteiligung ein. „Gebaut wurde die Anlage schließlich von privaten Investoren“, bedauert Debiasi. Im Gemeinderat stimmte sie deshalb als einzige dagegen, auch wenn das widersprüchlich klingen mochte. Ähnlich ergehe es zurzeit der Pflerer Bevölkerung mit dem geplanten Windpark am Sandjoch. „Grüne Energie ja, aber welchen Preis sind wir bereit, dafür zu zahlen?“ Die Umweltgruppe Wipptal förderte auch Biogas-Projekte, besuchte Anlagen in Südtirol und lud den Obmann der Biogasanlage St. Lorenzen nach Sterzing ein. Seit 2016 ist eine Biogasanlage in Wiesen in Betrieb. „Ihre Gesellschaftsstruktur ist nicht ideal, aber zumindest konnte die Anlage die Gülleproblematik im Bezirk etwas verbessern“, meint Seppi.
Dauertrigger Verkehr
Der Verkehr war in der Umweltgruppe jahrzehntelang das Dauerthema. In den 1990er Jahren demonstrierten die Mitglieder mit dem Nordtiroler Anti-Transit-Kämpfer Fritz Gurgiser und Tausenden weiteren Teilnehmern in Vomp, Schönberg und am Brenner. Sie organisierten auch selbst Proteste gegen den ausufernden Verkehr und Infoabende, wie er reduziert werden könnte. Hanspeter Niederkofler, Experte für öffentlichen Verkehr, regte bei einem Vortrag in Sterzing einen Halbstundentakt auf der Bahnlinie an. Pläne dafür lagen jahrelang in der Schublade der Landesregierung. „Der spätere Mobilitätsassessor Thomas Widmann hat sie wahrscheinlich gefunden und darauf hingear-
Verena Debiasi und Wilhelm Seppi bei der Protestwanderung von Sterzing nach Stilfes vor 25 Jahren.
Hinter der Kamera: Heinrich Forer.
beitet“, so Debiasi –stolz darauf, dass die Wipptaler den Halbstundentakt schon Jahre zuvor angeregt hatten. Schon früh habe die Umweltgruppe den Dialog gesucht, „mit allen, die Macht haben, etwas zu verändern“. 2001 organisierte sie mit dem Dachverband für Natur und Umweltschutz (Debiasi saß im Ausschuss) und Sterzinger Vereinen die Aktionstage „Besser leben mit weniger Verkehr“ mit Symposium, namhaften Podiumsgästen und Teilnehmern aus EU-, Landes- und Lokalpolitik, Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft. „Die Aktion war auch ein Zeichen an Fritz Gurgiser, der immer sagte, wir Südtiroler würden nichts tun. Das sagt er übrigens heute noch“, so Seppi. Eine Autobahnblockade wurde nicht genehmigt. Also protestierten Bürgermeister, Gemeinderäte und Bürger mit Rad, Ross und Kutsche auf der Brennerstaatsstraße von Sterzing nach Stilfes gegen die Verkehrslawine. Am dritten Tag folgte ein autofreier Sonntag mit Freizeitangeboten. Nicht allen Medien waren die Aktionstage ein Nachbericht wert oder sie schrieben von „leichtem Gegenverkehr“, weil am Protestmarsch „nur“ 250 Leute teilgenommen hätten. „Trotzdem haben wir etwas bewirkt“, sagt Forer. Landespolitiker solidarisierten sich, Gemeinderäte verabschiedeten Resolutionen, SVP-Abgeordnete demonstrierten „für ein lebenswertes Eisacktal“ und brachten im Landtag einen Beschlussantrag gegen den Verkehr ein, EU-Parlamentarier Michl Ebner bestätigte schriftlich, dass das Wipptal mehr als jedes andere Tal unter dem Durchzugsverkehr leide und dass er sich für eine umweltverträgliche Verlagerung auf die Schiene einsetzen werde.

Protest der Wipptaler Ärzte gegen den „Transitwahn“ in Sterzing, Autobahnblockade in Nordtirol, Brenner-Gipfel in München …: Alles war 1995 auf den Beinen, um nicht unter die Räder zu kommen.
chenden ökologischen Eingriff“ den Fensterstollen in Afens abgewehrt zu haben. Seppi erinnert sich noch gut an den Protestabend im „beflaggten“ Wiesen, „wo der Landeshauptmann zum ersten Mal so richtig ausgepfiffen wurde“. Danach verlängerten Techniker in den Projektplänen den Abstand zwischen den Zugangsstollen, sodass in Afens kein eigener Stollen mehr nötig war. „Ein doppelter Glücksfall“, so Seppi, da auch die geplante Tunnelöffnung 2012 von der Unwetterkatastrophe in Pfitsch betroffen gewesen wäre. Der BBT überzeugt die drei nach wie vor nicht. Alternativen schon eher. 2006 luden die Umweltgruppe und Verbände mit der federführenden Gemeinderatsfraktion „BürgerForumCittadini“ zum Infoabend „Sackgasse BBT“, bei dem Architekt Michael Prachensky einen kürzeren Scheiteltunnel von Stafflach bis Gossensaß mit zwei Unterflurstrecken bei MatreiMühlbachl und Gossensaß vorstellte, realisierbar innerhalb von sechs Jahren. Professor Stein aus Bochum präsentierte ein unterirdisches, rohrpostähnliches Gütertransportsystem auf Europaletten, die Ingenieure Georg Kauer und Karl Trojer eine rein unterirdische Transit-Alternative für Güter. All diese Ideen brachten sie dem Landeshauptmann vor – ohne Erfolg. „Dass der BBT nicht wie versprochen 2016 fertiggestellt sein würde und der Verkehr bereits vorher reduziert werden muss, war uns schon immer klar“, sagen Forer und Seppi. „Doch auf unsere Forderungen nach flankierenden Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzung, Nachtfahrverbote wie in Nordtirol und eine höhere Maut wurde nie eingegangen. Immer hieß es: Das ist Sache Roms.“
Zurückgeblättert
Spuren des Widerstands
„Ein doppelter Glücksfall“
Als größten Erfolg wertet die Umweltgruppe, mit der Initiative Stopp BBT „aus Sorge vor einem nicht wiedergutzuma-
Auftrieb und Rückschläge
„Manchmal stießen wir an unsere Grenzen“, sagt Debiasi. „Zwei Schritte vor, drei
„Alles raus aus Gossensaß!“ „Dann und wann ist ein kleiner Aufstand sehr zu empfehlen“, sagte einst Thomas Jefferson, der Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. 1991 zitierte ihn Ekkehard Gröbner, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Pro Gossensaß“. Bei der Protestkundgebung in Gossensaß forderten 300 Bürger nach 30 Jahren Hoffen und der fünften Abfuhr der ANAS „endlich eine Umfahrung“. Die Bürgerinitiative löste sich auf, als die Umfahrung kurz vor der Ausschreibung stand und im Fünf-Jahres-Plan des Landes stand. „Dass alles anders kam und wieder von vorne begann, konnte sich niemand vorstellen“, sagt das frühere Mitglied Günter Strickner. 2028 – 37 Jahre nach der Kundgebung – soll die Umfahrung tatsächlich gebaut werden.


In Franzensfeste kämpfte ein Bürgerkomitee in den 1990er Jahren gegen eine Bezirksmülldeponie in der Sachsenklemme. „Das Wipptal ist kein Loch, in das man dauernd Dreck hineinwerfen kann“, schrieb Sprecher Carl von Pretz in einem Erker-Gastkommentar. „Wir werden bis nach Straßburg ziehen.“ Oppositionspolitiker griffen seine Kritik auf und forderten die Landesregierung auf, Alternativstandorte zu prüfen. Der Bau ließ sich nicht verhindern, führte aber zu strengeren Umweltauflagen.
Kein Mega-Werk am Eisack Anfang 2000 wehrten sich die Initiativen SOS Maulser Bach und SOS Eisack gegen ein Großkraftwerk der SEL-AG mit Wasserfassung
Erker
Titelgeschichte
am Eisackmäander bei Schloss Welfenstein. Letzten Endes wurden die Pläne fallengelassen; die Landesregierung führte strengere ökologische Restwassermengen ein

und schloss Großableitungen zwischen der Einmündung des Pfitscher Baches und Franzensfeste aus. Spielraum für hydroelektrische Nutzung blieb.
Ausgebremstes Großkraftwerk
Soll einer der letzten naturbelassenen Gebirgsbäche Südtirols einem E-Werk Bau geopfert werden? Soll die Achenrainschlucht den urtümlichen Wildbach verlieren? Die Initiativgruppe SOS Achenrainschlucht regte 2012 eine Diskussion unter Wissenschaftlern, Naturschützern und E-Werk-Befürwortern an. Es kam auch zu Prozessen, in denen potentielle Konzessionäre ein E-Werk durchzubringen versuchten. Gerichte entschieden, dass die Schlucht ein geschütztes Naturdenkmal bleiben soll, Kraftwerke sind bis heute tabu.
Windpark gestoppt
Nach der Genehmigung des Baus von 19 Windrädern am Sattelberg (Antragsteller: WPP1 AG, bestehend aus Leitwind und Etschwerke

AG) regte sich im Bezirk und darüber hinaus Widerstand. Der Standort gilt als wichtige europäische Vogeldurchzugsroute, Gegner befürchteten neben massivem Vogelsterben „brutale Landschaftseingriffe“. Nach einer Klage von AVS, ÖAV, Dachverband für Natur-

zurück, auf der Stelle treten. Aufgeben war aber nie eine Option. Wir haben immer aufgepasst, hinterfragt, kontrolliert – auch in unserer Funktion als Gemeindeund Stadträte – besonders bei Projekten mit Eigeninteresse.“ Rückblickend staunt Seppi über das, was er alles mitinitiiert hat, darunter ein Symposium mit Schweizer Ärzten sowie Proteste mit Wipptaler und Eisacktaler Hausärzten, die eindringlich vor gesundheitsschädigender Lärmbelastung und erhöhten Feinstaubwerten an der Brennerachse warnten. Bedroht wurden sie wegen ihres Widerstandleistens nie. „Nur bei der SVP-internen BBT-Infoveranstaltung im Stadttheater hat mich Landeshauptmann Luis Durnwalder einmal am Eingang zur Seite geschubst, mit der Bemerkung, ich solle mich lieber um meine Patienten kümmern“, so Seppi. Ansonsten habe die Umweltgruppe viel (moralische) Unterstützung erhalten, auch von Natur- und Umweltschutzverbänden und Politikern auf EU-, Landes- und Lokalebene. Umso mehr wundert sich Debiasi, dass sich an den Problemen von damals bis heute nichts geändert hat. Ganz im Gegenteil. Noch immer rollen jährlich rund 2,5 Millionen LKW und 11,2 Millionen PKW über den Brennerpass und damit an den Wipptaler Haustüren vorbei. „Trotz Elektromotoren sind Luftwerte nach wie vor schlecht. Ultrafeinstaub aus Abgasen und Reifenabrieb soll Organe und Blutkreislauf sogar mehr schädigen als Feinstaub. Hinzu kommt schwimmendes Plastik im Meer, aussterbende Pflanzenund Tierarten, Dürren und Starkregen ... Corona und Kriege haben Europa in


Sachen Umwelt um Jahrzehnte zurückgeworfen“, sagt Debiasi. „Wie soll ich meiner 85-jährigen Mutter erklären, wie wichtig Mülltrennen ist, wenn auf der halben Welt Häuser zerbombt werden?“ Kein Zeitpunkt sei ungünstiger, sich dem Klimawandel zu stellen, als heute, kein Zeitpunkt dringlicher, es zu tun. Denn ohne intakte Natur, deren Teil wir sind, sei auf diesem Planeten bald kein Leben und somit auch keine Wirtschaft mehr möglich. Große Hoffnung legt sie deshalb auf die Jugend, die den Klimaschutz für sich entdeckt hat, ein Thema, das weit über den Verkehr hinausgehe. „Sie ist mobil, global vernetzt und kann dadurch auch viel erreichen.“
„Breit gestreuter Umweltschutz“
Die einst so aktive Umweltgruppe Wipptal hat sich schleichend aufgelöst. „Nicht bewusst durch einen Entscheid“, sagt Forer. „Die Aktivitäten waren wie ein Wellengang je nach gegebenem Anlass. Aus einem Tiefgang hat sich keine Welle mehr aufgebaut. Es schlich sich allgemeine Resignation und Müdigkeit ein.“ Nachgerückt sind neue Bewegungen wie Friday for Future, Climate Action, die Eisacktaler Umweltgruppe „hyla“, die sich auch bei Wipptaler Themen zu Wort meldet, die Verbindung zur AlexanderLanger-Stiftung, das Gaismair-Jahr, der Verein Lurx, das Stadtlabor, das sich für Co-Working-Space, Radmobilität und nachhaltiges Bauen engagiert, lokale Initiativen, um Kröten in Pfitsch und das Sterzinger Moos zu retten ... Mehrere
Dr. Wilhelm Seppi: „Waren Impulsgeber für neue Bezirksstrukturen.“
Heinrich Forer: „Haben oft interveniert, leider vergebens.“
Verena Debiasi: „Ans Aufgeben dachten wir nie.“
Mitglieder ehemaliger Umweltgruppen und -initiativen saßen oder sitzen in den Gemeindestuben, manche als Bürgermeister oder Referenten, und treiben nachhaltige Projekte voran. Gemeinderäte haben Umweltbeiräte eingeführt,

„Mal-aria“-Kampagne: Mit Transparenten machten Aktivisten im Jahr 2000 an der Autobahnmautstelle Sterzing auf die schleichende Umweltzerstörung durch den Verkehr aufmerksam.
Umweltreferenten und Nachhaltigkeitsreferenten, einen gibt es auch in der Bezirksgemeinschaft, bei dem sich Bürger über Energieeinsparung, Sanierung, Photovoltaik informieren können.
„Umweltschutz ist heute breiter gestreut als früher und wirkt in alle Bereiche des Lebens hinein“, so Debiasi. Auch viele Wipptaler Vereine und damit alle Generationen greifen ihn auf. Vor allem die Jugend will Debiasi bestärken, sich von etwaigen Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. „Ich wollte oft aufhören, weil ich frustriert und demotiviert war, dann dachte ich an meine Kinder und Enkel und machte weiter. Sie sind bis heute meine Triebfeder“, sagt Seppi. Er fährt Rad so oft es geht, ernährt sich regional, will Vorbild sein, regt im Umweltbeirat und Bildungsausschuss Wiesen „kleinere Initiativen“ an. Auch Forer leistet seinen Beitrag – als Umweltstadtrat wie im privaten Leben – wissend, dass es eine große Herausforderung ist, einen klimapositiven Alltag zu leben. „Wir Ältere tun uns sicher leichter, uns einzuschränken. Wir nutzen Öffis, haben das Haus energetisch saniert, machen kaum Fernreisen –und erzeugen immer noch jedes Jahr 3,5 Tonnen CO2 pro Kopf. Wie sollen wir also von Jungen, die mitten im Leben stehen,
verlangen, den Ausstoß auf eineinhalb Tonnen zu reduzieren, wenn nicht einmal wir es schaffen?“ Forer setzt deshalb auf „kleine, konstante Schritte“: Ausbau von erneuerbarer Energie, weniger Verkehr, Nutzung der Öffis, Radmobilität, umweltbewusster Konsum, biologische Landwirtschaft, mehr Bäume und Grün in der Stadt ... Debiasi drängt auf größere: „Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortung nicht immer nur auf die Schultern der Einzelnen abgeladen wird. Gelingt die Mülltrennung nicht, muss eben Plastik in der Verpackungsindustrie verboten werden. Belasten Autos immer noch die Umwelt, muss die Politik dafür sorgen, dass niemand mehr ein Auto braucht.“ Positiv findet Seppi, dass neben der Bevölkerung immer mehr Landesämter sensibler für Umweltthemen werden und nicht mehr so stark am Gängelband der Politik hängen. „Früher kämpften wir gegen alle Institutionen, hatten bis auf den Dachverband für Natur und Umweltschutz kaum Rückhalt, niemand hatte Verständnis für unsere Themen.“ Eine Garantie für die Zukunft sei das Erreichte nicht, mahnt Debiasi. „Wir müssen gut aufpassen, dass wir keine Rückschritte machen und jeden

„Ohrenbetäubend, gesundheitsgefährdend, psychotisch, zersetzend, giftig, gefährlich, heimtückisch, vernichtend“ – so beschrieb SVP-Bürgermeister Martin Alber 2022 den Verkehr beim initiierten grenzüberschreitenden Protest in Gossensaß. An Spitzentagen fahren bis zu 20.000 Fahrzeuge durch den einstigen Kurort.
Versuch in diese Richtung problematisieren. Ausgekämpft ist noch lange nicht.“ rb
und Umweltschutz, CIPRA und Gemeinde Gries am Brenner hob das Verwaltungsgericht 2012 den Beschluss der Landesregierung auf, u. a. wegen Verfahrensfehlern und unzureichender Begründung. Der oberste Staatsrat bestätigte das Urteil. Seit kurzem werden erneut Windkraftpläne diskutiert, diesmal am Sandjoch. Vogelschützer, Umwelt- und Alpinverbände leisten weiterhin geschlossen Widerstand.
Keine Mega-Raststätte
Eine LKW-Raststätte, wie es sie zwischen Rosenheim und Brescia noch nicht gibt, ein Autohof mit über 300 LKW-Stellplätzen und Infrastrukturen: Das wäre laut einer Machbarkeitsstudie (2012) möglich gewesen. Massive

Proteste mit mehr als 1.000 Unterschriften folgten. Die Sadobre AG sicherte daraufhin zu, die bisherigen Parkplätze nicht zu erweitern. Die bestehenden Strukturen des Autohofs Sadobre (ehemalige Zollstation) wurden aufwändig verbessert und saniert.
Abgewehrte Gruben

In Franzensfeste stellte sich 1989/90 eine Bürgerinitiative gegen eine geplante Stein- und Schotterentnahme im Flaggertal. Das Projekt wurde am Ende fallengelassen. 2021 beantragte die Wipptaler Bau AG die Reaktivierung der Schottergrube Lochen in Pflersch (280.000 m3 Materialentnahme). Bewohner wiesen auf zu erwartende Staub-, Lärm- und Verkehrsbelastung (1.600 LKW-Ladungen pro Jahr) hin. Die Dienststellenkonferenz stellte schließlich wegen streng geschützter Arten (u. a. Schwarzfleckiger Ameisenbläuling) ein negatives Gutachten aus; der Antrag wurde archiviert.
© Martin
Schaller
„Bürgerliches Engagement hört nicht beim Wahlzettel auf“
Über 80 Organisationen, Vereine und Verbände in Südtirol sind Teil des Bündnisses Climate Action South Tyrol (CAST), das sich für einen klimagerechten Planeten und eine gerechte Welt einsetzt. „Die Umweltbewegung hat viel erreicht – aber immer noch zu wenig, weil Mitstreiter fehlen“, sagt Mitgründer David Hofmann.
Erker: Herr Hofmann, wie hat sich die Umweltbewegung in Südtirol entwickelt?
David Hofmann: Teilweise hat sie sich institutionalisiert, etwa durch Umweltbeiräte in Gemeinderäten. Sie hat auch einiges erreicht: Mülltrennung und weniger Industrieabwasser in Gewässern etwa. Wichtige Regelungen begrenzen den Raubbau an der Natur. Sind aber wirtschaftliche Interessen groß genug, werden Umweltgutachten regelmäßig beiseitegelegt und sogar Naturschutzzonen ignoriert. Der Anstieg der Emissionen und der massive Rückgang der Biodiversität zeigt: Unsere bisherigen Erfolge reichen nicht aus.
Gerade deshalb sind neue Gruppen wie Climate Action South Tyrol entstanden. Es gibt zwar aktive Umweltgruppen in Südtirol – im Wipptal allerdings nicht; sie finden jedoch kaum Mitstreiter und die Organisation und Bürokratie eines ehrenamtlichen Vereins ist sehr aufwendig. Climate Action hat deshalb aus der Not eine Tugend gemacht: Jeder kann sich uns anschließen, mit uns zusammenarbeiten oder sich beraten und unterstützen lassen, ohne einen Verein gründen zu müssen. Wir wollen es Bürgern so einfach wie möglich machen, sich einzubringen, um breit agieren zu können. Es geht um den Schutz unserer Lebensgrundlagen und die Einhaltung der planetarischen Grenzen – das geht uns alle etwas an und es nützt uns allen.
Das Bündnis baut auch auf Initiativen der Vordenker auf.
Alexander Langer hat soziale und ökologische Themen eng miteinander verwoben. Seine zentralen Fragen unterscheiden sich
kaum von denen, die wir heute diskutieren. Das belegen auch die „Toblacher Gespräche“, deren wissenschaftlichen Beirat ich

kutiert, dass der Tourismus „allmählich zu viel“ wird. Inzwischen bestätigt auch die OECD, dass wir an Übertourismus leiden. In Sterzing und Umgebung gibt es spannende Projekte engagierter Bürger, wie die mögliche Teilrenaturierung des Sterzinger Moos oder das Stadtlabor, das sich für Umwelt und Soziales einsetzt. In Sachen Mobilität tut sich auch etwas: bessere Bedingungen für Radfahrer, Verkehrsberuhigung und ein schöneres Bahnhofsareal mit besserer Infrastruktur sollen kommen. Das sind zukunftsweisende Entwicklungen. Gleichzeitig gibt es aber auch hier „business as usual“: Es werden ein 120-Betten-Hotel auf dem Roßkopf, eine Liftverbindung zwischen Sterzing und Ladurns und Wasserspeicherbecken für Schneekanonen vorangetrieben – Fehlinves-
titionen, die auf Biegen und Brechen hinauszögern wollen, was uns durch die Erderhitzung ohnehin blüht: das Aus des Skigebiets oßkopf. Ich fahre sehr gerne Ski. Aber wie lange sind die Kosten für den Betrieb noch tragbar? Wird Skifahren zum Luxussport? Lasst uns endlich unsere Kräfte neu orientieren, Tourismus und generell die wirtschaftliche Entwicklung Sterzings neu denken. Bräuchte es noch mehr lokales umweltbewusstes Engagement? Unbedingt! Gerade jetzt, wo sich entscheidet, in welche Richtung sich Gemeinden und Gesellschaft entwickeln. Es gibt Aufbruchstimmung, aber sie ist noch ein kleines Pflänzchen. Viele Gruppen haben Mühe zu überleben, weil sich am Ende doch zu wenige einsetzen. Wir sind es nicht gewohnt mitzugestalten und werfen zu schnell das Handtuch, sobald wir Hürden begegnen. Doch Engagement lässt sich erlernen. Viele fragen sich vielleicht, warum nicht einfach die Politik unsere Probleme löst. Aber Demokratie war nie so gedacht, dass bürgerliches Engagement beim Wahlzettel aufhört. Sie funktioniert nur dann, wenn wir alle mitreden und mitwirken, damit wir alle ein gutes Leben haben, weil jeder von uns ein Teil des Ganzen ist. Warum nicht jede Woche zwei Stunden in zivilgesellschaftliches Engagement stecken statt in Netflix, Shopping oder „soziale“ Medien? Was ist wirklich wichtig im Leben? Es gibt kaum etwas „Freude-Spendenderes“, als sein Umfeld mitzugestalten – und kaum eine „sinnstiftendere Verwendung“ der eigenen Lebenszeit, als sich gemeinsam mit anderen für den Erhalt des Lebendigen und eine gerechte Gesellschaft – also für die Schönheit dieser Welt – einzusetzen. Trauen wir uns das noch zu? Das sollten wir. Wir haben viel zu gewinnen.
Interview: rb
David Hofmann: „Engagement lässt sich erlernen.“
Schutz für Sterzinger Moos
Die Kulturvereine Agorà und Lurx aus Sterzing haben ein gemeinsames Projekt zum Schutz und zur Aufwertung des Sterzinger Moos gestartet. Ziel der Initiative ist es, das Bewusstsein für die ökologische, landschaftliche und historische Bedeutung des Gebietes zu stärken und langfristig konkrete Maßnahmen zur Renaturierung und nachhaltigen Entwicklung anzustoßen.
Das Sterzinger Moos war einst ein weitläufiges Sumpfgebiet zwischen Trens, dem Pfitschtal und Sterzing. Durch die großangelegte Trockenlegung in den Jahren 1875 bis 1877 sowie die Regulierung des Eisacks sowie des Mareiter und Pfitscher Baches wurde das Gebiet jedoch nahezu vollständig entwässert. Heute erinnern nur noch einzelne Biotope, Schilfgürtel und Wassergräben an die ursprüngliche Moorlandschaft. Die Initiatoren des Projektes sehen dringenden Handlungsbedarf. Während Gemeinden und Provinz derzeit neue Planungen in den Bereichen Raumordnung, Klimaschutz und Wasserwirtschaft ausarbeiten, steht auch Italien unter Zugzwang: Bereits im Herbst muss ein nationaler Plan zur Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur von 2024 vorgelegt werden. Diese Verordnung verpflichtet die Mitgliedsstaaten dazu, geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen und die biologische Vielfalt zu fördern.
Im Mittelpunkt des Projektes steht daher die Renaturierung des Sterzinger Mooses. Darunter verstehen die Vereine Maßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume sowie Strategien gegen den Verlust der Biodiversität. Moore und Feuchtgebiete spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie weltweit große Mengen an organischem Kohlenstoff speichern und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Als große Herausforderungen gelten vor allem die starke Zerschneidung des Gebietes durch Bahnlinie, Autobahn und weitere Verkehrsinfrastrukturen. Diese beeinträchtigen die ökologische Vernetzung und verschlech-
tern zugleich die Umwelt- und Lebensqualität im gesamten Wipptal. Auch Landwirtschaft und Wasserqualität leiden unter der hohen Verkehrsbelastung.
Trotz der massiven Eingriffe konnten einige wertvolle Naturräume erhalten bleiben.
Dazu zählen etwa das Biotop Grante Moos
Anschließend soll eine zweite Phase beginnen, in der konkrete Vorschläge für Schutzund Renaturierungsmaßnahmen ausgearbeitet werden. Dabei geht es u. a. um die Wiederherstellung von Gewässern, den Schutz der Agrarlandschaft, die Aufwertung

zwischen Elzenbaum und Stilfes oder das Prantner Moos entlang der Brennerbahnlinie. Historische Umstände wie der frühere Torfabbau oder Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg verhinderten dort eine intensive landwirtschaftliche Nutzung. Seit den 1980er Jahren stehen diese Gebiete zusätzlich unter Schutz.
Die beiden Vereine setzen bei ihrem Projekt bewusst auf breite Beteiligung. Bürger, Landwirte, lokale Verwaltungen sowie Fachleute sollen in alle Projektphasen eingebunden werden. Geplant sind wissenschaftliche Analysen, Ortsbegehungen, thematische Workshops, Foto- und Videodokumentationen sowie Gespräche mit Behörden und Interessensgruppen. Erste Ergebnisse sollen im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
von Rad- und Fußwegen sowie Kriterien für eine nachhaltige Nutzung des gesamten Gebietes. Diese Arbeiten sollen bis Frühjahr 2027 abgeschlossen werden.
Neben den ökologischen Zielen sehen die Projektträger auch einen wichtigen kulturellen Beitrag in der Initiative. Die Zusammenarbeit zwischen einem deutsch- und einem italienischsprachigen Verein wird als Beispiel für gelebte Zweisprachigkeit und gemeinsames Engagement verstanden. Gleichzeitig soll das Projekt das Bewusstsein dafür stärken, das Sterzinger Moos als zusammenhängende Natur- und Kulturlandschaft zu begreifen und vor weiterer Zersiedelung und Infrastrukturbelastung zu schützen.
Sterzinger Moos: Projekt zum Schutz und zur Aufwertung gestartet
Die Ringeltaube

Die Tauben gehören zu den bekanntesten Vögeln überhaupt. Einige Arten haben sich dem Menschen angenähert, alle besitzen auffallende Merkmale, die sie innerhalb der Vogelwelt als unverkennbar gelten lassen. Sie sind in unzähligen Geschichten, Liedern, Redewendungen, ja selbst in der Religion gegenwärtig geworden und geblieben. Schon im ersten Buch der Bibel, in dem es um die Anfänge der Welt und der Menschheit geht, bedient sich Noah einer Taube, um zu erkunden, ob die Sintflut überstanden wäre. Er ließ eine Taube fliegen, um zu sehen, ob das Wasser sich von der Oberfläche der Erde verlaufen hätte. „Die Taube aber fand keinen Ort, wo ihre Füße hätten ruhen können.“ Noah ließ nach sieben Tagen abermals die Taube ausfliegen. „Sie kam am Abend zu ihm zurück, und siehe, sie trug ein frisches Blatt von einem Ölbaum in ihrem Schnabel.“ Nach weiteren sieben Tagen ließ er wiederum eine Taube ausfliegen. „Diese kehrte nicht mehr zu ihm zurück.“ Dies galt für Noah als ein sicheres
Zeichen, dass die Oberfläche des Erdbodens trocken war.
Das Bild der Taube mit dem Ölzweig im Schnabel hat die Zeiten überdauert und ist zu einem weltweit verstandenen Symbol geworden für die großen Wünsche der gutmeinenden Menschheit, für Frieden, Versöhnung, Hoffnung und Neuanfang. Dass gerade eine Taube als Friedensbotin gilt, ist kein Zufall. Tauben sind verträglich zueinander, sie leben gern in Gruppen, ihr Aussehen hat etwas von freundlicher Unschuld.
Wenn wir uns aber den biologischen Besonderheiten zuwenden, die allen Taubenarten eigen sind, so kommen dabei auch einige Eigenschaften zutage, welche die Tauben unter der Vogelwelt auszeichnen. Die Tauben verfügen über eine ganz besondere Art der Brutaufzucht. Sie füttern ihre Jungen nicht mit Kleintieren, denn sie nehmen nur vegetarische Kost auf. In ihrem zweigeteilten Kropf können aber Männchen wie Weib-
chen, wenn gerade Brutzeit ist und die ein bis zwei Eier im Nest in Kürze die darin entwickelten Küken freigeben werden, eine Kropfmilch absondern, die wie die Milch der Säugetiere alle zum Wachsen und Wohlergehen der Jungen notwenigen Nährstoffe enthält. Von der angeschwollenen Kropfinnenwand der Elternvögel lösen sich nämlich unzählige Zellen, die von Aminosäuren bis zu Vitaminen alles enthalten, was die rasch wachsenden Küken brauchen. Die völlig hilflosen Nesthocker nehmen die Kropfmilch auf, indem sie ihr Schnäbelchen in den Rachen des einen oder anderen Elternvogels stecken. Wenn sie in der späteren Nestlingzeit auch Erwachsenenkost zugesteckt bekommen, dann dürfen darin kleinste Magensteinchen, der sogenannte Grit, nicht fehlen. Diese Steinchen dienen zum Zermahlen der als Ganzes verschluckten Sämereien und Getreidekörner. Die Tauben können wie nur ganz wenige andere Vogelarten, ohne bei jedem Schluck das Köpfchen zu heben, trinken.
Während die Vögel in der Regel das Wasser sozusagen schöpfen und den Schnabel dann hochhalten müssen, damit die Flüssigkeit in den Verdauungstrakt rinnt, stecken die Tauben ihren Schnabel tief ins Wasser und saugen es ein, weil sie offensichtlich imstande sind, im Schnabel einen Unterdruck zu erzeugen, was einem Vogelorganismus, der ja über kein Zwerchfell verfügt, allgemein nicht möglich ist.
Die meisten Menschen unserer immer enger besiedelten Welt kennen vor allem eine Taubenart, die Haustaube nämlich, die in der wildlebenden Felsentaube ihren Ursprung hat, früh schon in den Siedlungen ihre Ansprüche an Nistplatz und Kost erfüllt vorfand und in unzähligen Farbvarianten und Rassenaufgliederungen zu einem Kulturfolger und Tischgenossen des Menschen, einem sogenannten Kommensalen, geworden und geblieben ist. Sie ist nur eine unserer fünf heimischen Taubenarten. Es sind dies neben der Haustaube die Türkentaube,
Heinrich Aukenthaler
Die Ringeltaube muss so gut wie täglich trinken. Sie ist wie alle Taubenarten imstande, mit tief eingetauchtem Schnabel das Wasser aufzusaugen. Dies gilt als Ausnahme innerhalb der Vogelwelt.

In früheren Jahrzehnten zogen im Herbst so gut wie alle Ringeltauben in den wärmeren Süden, meist in den Mittelmeerraum. Inzwischen sind sie auch in unserem Land mehr und mehr das ganze Jahr über zu sehen.
die Turteltaube, die Hohltaube und die Ringeltaube, um welch letztere es hier hauptsächlich gehen soll.
Ringeltauben sind deutlich größer als alle anderen Taubenarten. Bei ihrem raschen und reißend anmutenden Flug zeigen sie ihre weißen Flügelbinden. Am sitzenden Vogel sind zudem die zwei weißen Flecken an den Halsseiten ein sicheres Feldkennzeichen. In unserem Land sagen wir Wildtaube zur Ringeltaube und dabei ist auch schon angedeutet, dass sich die Art nicht so zutraulich zeigt wie die allgegenwärtige Haustaube. Die Ringeltaube war auch lange Zeit fast nur in Waldgebieten zu Hause und bevorzugte als Niststandorte nicht weit von landwirtschaftlichen Kulturen entfernte Gehölze. Es hat in den vergangenen Jahrzehnten eine auffallende Bestandsentwicklung gegeben. Mit dem zu- und abnehmenden Getreideanbau haben die Wildtauben gewonnen und verloren. Vor 30 Jahren hieß es im „Atlas der Vogelwelt Südtirols“, der Bestand sei stark zurückgegangen. Der Trend hat sich gewendet. Die Ringeltaube wird von Jahr zu Jahr häufiger, sie dringt in die Siedlungen vor, sie ist in den wärmeren Gegenden Südtirols mehr und mehr zum Jahresvogel geworden, der nicht mehr den Winter über in den Mittelmeerraum ausweichen muss. Kostverfügbarkeit und Klimawandel können maßgebliche

Hier hat es eine Ringeltaube gewagt, eine gewöhnlich von Rabenkrähen als Luginsland benutzte freistehende Fichte zu besetzen. Dies duldeten die schwarzen Vögel nicht und sie verjagten die friedfertige Ringeltaube.
Gründe für die Zunahme sein. Es gibt wieder mehr Kornfelder im Land, vor allem aber bieten die Maisäcker den Tauben willkommene Nahrung, besonders wenn sie abgeerntet sind und unzählige Körner noch auf den Ackerböden liegen bleiben. Wenn nicht gerade Schnee liegt, dann finden die Tauben den ganzen Winter über Nahrung genug. Zur gern aufgenommenen Kost gehören zudem Bucheckern, Eicheln, Samen von Ahornbäumen und Eschen, Beeren von Efeu, Schneeball und Holunder, Knospen von Laubbäumen, neu dazugekommen sind für die verstädterten Ringeltauben Essensreste der Menschen, vor allem Brot und anderes Gebackenes. Die gewöhnlichen Haustauben sind davon schon weitgehend abhängig, nicht ohne Zutun wohlwollender Bewohner sowie Besucher der belebten Plätze, Imbissbuden und Gastgärten.
Noch aber sind unsere Ringeltauben vorwiegend in freier Flur zu finden. Es sollten dort aber größere Holzpflanzen vorhanden sein, die den Tauben Ruhe- und Nistplätze bieten. Waldränder entlang unserer ländlichen Kulturlandschaft ziehen sie besonders an. Dort beziehen sie auch, ihrer geselligen Natur entsprechend, Abend für Abend gemeinsame Schlafbäume, außer es herrscht gerade Brutzeit, während der sie in nächster Nähe ihres Nestes verbleiben. Für den
Nestbau bevorzugen sie hohe Fichten mit einer genügend Sichtschutz bietenden Krone. Wichtig scheinen auch freie An- und Abflugschneisen zu sein, weshalb Baumgruppen an Wegen, Straßen und größeren Wasserläufen gern als Nistplatz gewählt werden. Im näheren Umfeld des Nistbaumes veranstalten die Männchen, als Teil ihres Balzverhaltens, Imponierflüge. Sie suchen sich dafür eine exponierte Startwarte aus, fliegen mit lautem Flügelklatschen steil ein Stück in die Höhe und kehren dann mit waagrecht gehaltenen Schwingen in einem weiten Bogen, mit dem sie gleichzeitig ihr Brutrevier markieren, im Sinkflug zum Startplatz zurück. Unüberhörbar und leicht vom Gurren anderer Taubenarten zu unterscheiden, ist der Balzruf des Täuberichs, ein rhythmisches unermüdlich wiederholtes „Rugúhgu-gugu“. Es erinnert entfernt an Aschenputtels Tauben, die den Prinzen vor der falschen Braut, die er bereits zum Wagen zu führen im Begriffe war, warnen wollten, indem sie, die Tauben, dem Prinzen zuriefen:
„Rucke di guck, rucke di guck! Blut ist im Schuck: (Schuh) Der Schuck ist zu klein, Die rechte Braut sitzt noch daheim!“
Die im Märchen genannten Tauben waren wohl Haustauben, die von alters her von den Menschen gehalten und gezüchtet wurden und wie andere Haus- und Nutztiere auch die Zuwendung und Pflege ihrer Halter genossen. Natürlich wurden sie auch gern gegessen. Nun aber sehen einige Zeitgenossen vor allem in den Haustauben eher eine Plage. Dabei liegt der Grund für ihr Gedeihen bei uns Menschen. Wir bieten ihnen, gewollt oder ungewollt, reichlich Nahrung und treiben damit ihre Vermehrung an. Vielleicht entdecken früher oder später die natürlichen Gegenspieler, der Wanderfalke und die großen Eulen den in den Siedlungen für sie sozusagen gedeckten Tisch. In Bozen etwa soll in einem Park mitten in der Stadt bereits vor Jahren ein Uhu zu hören gewesen sein und auf manchen Kirchtürmen unseres Landes, auch bei uns im Wipptal, lässt sich dann und wann ein spähender Wanderfalke nieder. Das war erst vor wenigen Wochen in Stilfes der Fall. Der gewagte Versuch unserer zuständigen Landesverwalter, die „verwilderten Haustauben“ als nicht zum Wild gehörig einzustufen und sie so, wie Ratten und Mäuse, jeglichem gesetzlichen Schutz zu entziehen, ist im Dezember 2012 vom Verfassungsgerichtshof als verfassungswidrig erklärt worden. Früher oder später hat sich die Natur immer selber geholfen. In dieser Zuversicht mögen uns die Tauben ein Symbol der Hoffnung und Versöhnung mit unserer Natur sein.
© Christian Kofler
© Walter Brunner
Die Haftung der Bank bei Schließfächern
Schließfächer stellen schon seit langem ein etabliertes Mittel zur Verwahrung von verschiedensten Wertgegenständen dar. Aufgrund aktueller Vorkommnisse – man denke an die Plünderung des Tresorraums der Gelsenkirchener Stadtsparkasse im Dezember 2025 – rückte das Thema nun wieder in den medialen Fokus. Wie stellt sich die rechtliche Situation in Italien dar? Unter einem Schließfachservice versteht man eine Dienstleistung, bei der das Kreditinstitut dem Kunden ein Schließfach in gesicherten Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Die Verwahrung wird durch Sicherheitssysteme abgesichert und dem Kunden wird die ausschließliche Nutzung des Schießfaches garantiert, ohne dass die Bank den Inhalt des Schließfaches kennt. In Art. 1839 ZGB wird festgehalten, dass die Bank dem Benützer gegenüber, außer bei Zufall, für die Eignung, die Bewachung der Räume und für die Unversehrtheit des Faches haftet. Was bedeutet dies aber nun im Konkreten? Grundsätzlich haftet die Bank gegenüber dem Kunden, wenn sie ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen ist, eine geeignete Sicherheitsstruktur einzurichten, um die Unversehrtheit der Schließfächer sicherzustellen und diese vor Diebstahl oder Beschädigung zu schützen. Will sich das Kreditinstitut also von seiner Haftung befreien, muss es in der Lage sein, den Beweis zu erbringen, dass alle angebrachten Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden, und belegen, dass das Schadensereignis durch eine unvorhersehbare und unvermeidbare Ursache zustande gekommen ist. Hierbei hat der Kassationsgerichtshof in den Urteilen Nr. 5421/1992 und Nr. 4946/2001 festgehalten, dass ein Diebstahl grundsätzlich nicht als Zufall (der die Bank von der Haftung befreien würde) zu bewerten ist, es sei denn, der Diebstahl erfolgt in einer derart zerstörerischen und technisch ausgeklügelten Weise, dass er selbst mit technologisch fortschrittlichen Sicherheitsmaßnahmen nicht abgewehrt werden konnte. Der ersatzfähige Schaden (dessen Nachweis dem Kunden obliegt) entspricht dem Wert der entwendeten oder beschädigten Gegenstände als unmittelbare Folge der Verletzung der Bank obliegenden Aufbewahrungspflicht (KassGH Nr. 2067/1995). Die Art und Weise der Schadensfeststellung charakterisiert sich jedoch durch die besondere Natur des Bankschließfachdienstes, da die Bank ja keine Kenntnis des Inhaltes des Schließfaches hat. Daher werden von der Rechtsprechung für diesen Nachweis des Kunden einfache Vermutungen, Zeugenaussagen und andere Indizien zugelassen. Darunter fallen z. B. bei der Polizei eingereichte Anzeigen, die in der Lage sind, ein zuverlässiges Bild über das Vorhandensein und den Umfang der verwahrten Vermögenswerte zu vermitteln.
Praxistag Aufforstung

Beim Forstinfotag im Jänner sprach der Schweizer Forstingenieur Samuel Zürcher in Trens über Herausforderungen und Chancen der Aufforstung in Zeiten des Klimawandels. Im Mai folgte ein Praxistag im Kreuzwaldele in Wiesen. Dieser zeigte Waldbesitzern und Interessierten, wie sie das theoretische Wissen praktisch im Wald umsetzen können.
Leander Verdross
Rechtsanwaltsanwärter – Kanzlei D’Allura & Gschnitzer

Mitarbeiter des Forstinspektorats Sterzing führten durch drei Stationen und damit durch den gesamten Prozess der Aufforstung. An der ersten Station standen Baumartenwahl, Auswirkungen der Klimaerwärmung sowie die richtige Pflanzanordnung im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass die zukünftigen klimatischen Bedingungen bereits bei der heutigen Aufforstung mitgedacht werden müssen, vor allem im Schutzwald. Ein vitaler, standortangepasster Schutzwald funktioniert deutlich besser als einer, der schnell unter Stress gerät. Grundsätzlich sollte bereits die Holzauszeige so durchgeführt werden, dass die Naturverjüngung aufkommen kann. Im herkömmlichen Sinn aufgeforstet werden sollte nur dort, wo aufgrund vorherrschender Standortbedingungen lange Verjüngungszeiträume notwendig sind (länger als 20 Jahre). Hauptbaumarten sollten sich selbst verjüngen, Mischbaumarten müssen künstlich eingebracht werden – bestenfalls in Kleingruppen, auch um den Konkurrenzkampf anderer Baumarten zu verringern, damit die gewünschte Baumart sicher in die Oberschicht einwachsen kann.
An der zweiten Station er-
Schönes Unsichtbares
Das Valsertal
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen ...


klärten die Förster den richtigen Wurzelschnitt, verschiedene Setzmethoden sowie den Unterschied zwischen Nacktwurzlern und Ballenpflanzen. Besprochen wurde auch der optimale Pflanzzeitpunkt. Das Eintauchen in eine Schlammschlacke vor dem Setzen steigert den Anwuchserfolg. Falls der Zeitpunkt zum Aufforsten ungünstig ist, wurde auch das korrekte Einschlagen der Pflanzen vorgeführt. Besonders hervorgehoben wurde, dass eine fachgerechte Pflanzung entscheidend für ein erfolgreiches Anwachsen junger Bäume ist. An der dritten Station ging es um die Pflege der jungen Pflanzen nach der Aufforstung. Thematisiert wurden Möglichkeiten zum Schutz vor Wildverbiss wie das Anbringen von WildverbissSchutzmitteln, Schafwolle oder dauerhaftere Schutzmöglichkeiten, etwa durch Drahtgitterkörbe oder Holzbaumwächter. Ebenso wurden Maßnahmen wie
Aussicheln, Aufstützen und Nachpflanzen erklärt. Die Teilnehmer erhielten praktische Hinweise, wie junge Bäume langfristig erfolgreich begleitet werden können. Alle drei Stationen machten deutlich: Jede Phase der Aufforstung ist wichtig und gewichtig. Von der Auswahl geeigneter Baumarten bis zur konsequenten Pflege entscheidet jeder einzelne Schritt über den späteren Erfolg eines Waldbestandes. Besonders hängen geblieben ist die Erkenntnis, dass nicht möglichst viele Pflanzen gesetzt werden müssen, sondern die richtigen Baumarten am richtigen Standort mit passenden Methoden geschützt und gepflegt werden sollen, damit sie sicher aufkommen und sich nachhaltig entwickeln können.
Die Waldinteressentschaft Wiesen ermöglichte als Grundbesitzerin die Durchführung im Kreuzwaldele und bot somit den idealen Rahmen für den Praxistag.
Das seit 1942 unter Naturschutz gestellte Valerstal im nördlichen Wipptal hat mich wirklich beeindruckt. Naturschutz ist immer auch das Erhalten der eigenen Natürlichkeit – und diese spiegelt sich hier in mannigfaltiger Art und Weise sich wider.
Die tiefe Verbindung von Menschen und Natur ist für mich stark spürbar. Üppige Blumenwiesen, die vielen kleinen Stadel, die kleinen Bächlein, weiche und freie Energie. Das Valsertal strahlt eine Unberührtheit aus, die sich sanft über die Landschaft zieht.
Obwohl sich das Tal Richtung Tuxer Hauptkamm mit der Mächtigkeit des Olperer schließt, empfinde ich eine leuchtende Offenheit. Ein wohliges Aufatmen, das mich selbst fröhlicher stimmt und zudem Kraft gibt.
Das Juwel „Vals“ hat mich in seiner eigenen Ganzheit beeindruckt ... Er hat einen schönen Abdruck in mir hinterlassen.
Was hinterlässt in dir einen schönen Abdruck?
Ergänzung zum Beitrag „Schönes Unsichtbares“ in der MaiAusgabe: Der Moaßlwasserfall befindet sich im hinteren Pfitschtal.


Born to be „on stage“
Maria Schumann ist wie ihr Haar: quirlig, wild, ungezähmt. Alles kann sie sich vorstellen – außer ein monotones, engstirniges Leben. Das war schon als Kind so.
Mit acht Jahren lernte sie Zither, ihrer Mama zuliebe, sie selbst fand sie aber „zu brav“. Mit zehn Jahren griff sie zur Gitarre und bald darauf zum Akkordeon – weil es ihr gefiel, die Gäste ab und zu in ihrem „Fremdenheim“ zu unterhalten. So nannte man damals Übernachtung mit Frühstück. Ihr Heimatort war Pfaffenhofen, vis-à-vis von Telfs, und 27 km von Innsbruck entfernt. Weil sie vor Menschen nicht nur die richtigen Töne traf, sondern auch eine große Klappe hatte, fragte die Oberin des Mädchenklosters, in dem Maria extern die Hauptschule besuchte, sie immer wieder, ob sie ein Gedicht vortragen oder singen könnte, wenn ein „hoher Gast“ auf Besuch kam. Maria freute sich darauf, traute sich einfach, hatte Biss, Pfiff und betonte Gedichte so, dass sie direkt ins Herz gingen. Schon früh suchte sie Wege, anderen zu zeigen, wie sie die Welt wahrnimmt. Als Teenie legte sie in einigen Diskotheken in Tirol Platten auf – in Minirock, Hotpants, engen Jeans und „crazy things“ – das gehörte einfach dazu, wo Ramba Zamba war. Ein Blick ins Publikum reichte, um zu wissen, wie der Abend verläuft. „Was die Musik anbelangt, kann man das ‚Früher und Heute‘ nicht vergleichen“, sagt Maria. „Damals sollte von allem was dabei sein: mal hart, mal smart.“ Der Höhepunkt aber war immer, wenn ihr Chef, der Hubert, jede Woche nach München fuhr, um die neuesten Platten zu kaufen. Sie freute sich wie ein Kind auf Weihnachten, weil sie immer wieder von der Jugend hörte: „Giahn mer zun Hubert, der hot die geilschtn Plottn!“
„Die alte Schmiede“ in Stams war auch in Südtirol bekannt und Maria weiß nicht, ob es Zufall war oder He-


xerei – irgendwann war auch ein Helmuth aus Sterzing am Tresen mit dabei. Der Blitz schlug ein –so sollte es auch sein, aber immer von Sterzing hin und her wurde ihnen bald zu schwer. Es wurde nicht lange diskutiert und sie haben es einfach ausprobiert. Er suchte für sie eine Wohnung und sie für sich einen Job, den sie auch gleich im Jägerkeller bekam, wo sie sich etliche Jahre heimisch fühlte. „The show must go on!“ – und so war Maria manchmal auch im Derby und im Fugger und merkte gar nicht, wie schnell die Zeit verging. So hätte es auch noch länger weitergehen können, wäre nicht ein tolles Angebot auf sie zugekommen. Anfang der 1990er Jahre war sie wie ihre Kollegen im neuen Radiostudio in der Ralsergasse in Sterzing bei Antenne Austria West im Radio Brenner tätig. Sie bekam die Morgensendung von 6.00 bis 8.00 Uhr und am Nachmittag von 15.00 bis 16.00 Uhr die Oldiesendung. „Man konnte aber, wenn’s notwendig war, mit Kollegen tauschen, sodass es keine Ausfälle gab.“ Sie begrüß-
te ihre Hörer immer mit „Am Mikrofon – die Marion“. Sie fand es schön, weil es so melodisch war.

Das Wichtigste am Morgen waren die Nachrichten mit Wetterbericht und das nicht nur einmal. Weiters die Werbungen, weil in
Erinnerung
Schon in der Schule fing es an Wie ich mich erinnern kann –Nur eine Seite über die Heimat
Sollte man schreiben und nicht Wie ich die Geschichte weitertreiben Für mich war es nicht immer leicht –Denn das Ende hatte ich oft nicht erreicht –Es rumorte in meinem Kopf herum: Bin ich gescheit oder dumm. Nichts von allem war dabei
Die Fantasie war völlig frei Und bis heute ist sie mein Begleiter Darum geht’s auch immer weiter.
Maria Schumann
der Früh die meisten Leute Radio hörten. Man hatte schon gewonnen, wenn man selbst frisch und munter war, gute Gags parat hatte und beschwingte Musik. Auch ihre Kollegen legten sich ins Zeug, manchmal auch des nachts. Die Fangemeinde wurde immer größer und die Besuche der Hörer im Studio immer öfter. 1993 wurde der Sender eingestellt. Aber nicht umsonst heißt es: „Wo ein Nachteil ist, ist auch ein Vorteil“, und genau so war es auch für Maria. Sie hatte wieder mehr Zeit für die Familie und für ihre Hobbys: Theater spielen und Leute unterhalten mit Akkordeon und Gitarre. „Was haben wir nicht alles gemacht und somit dem Publikum eine große Freude gebracht: mit Komödien, Tragödien, Gasthaustheater zu Fasching und Seniorentheater, immer wieder mal, weil es sehr gut ankam. Im Sommer war Hüttentheater angesagt.“ Musik und Theater werden sie hoffentlich noch lange begleiten und ihr und dem Publikum damit Freude bereiten.
„basta. suedtirol(o)“

Gewalt gegen Frauen passiert auch in den Dörfern, Städten und Tälern Südtirols. Die Täter: (Ex-)Partner, Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder, Chefs, Lehrer, Ärzte, Vertraute … Pia Tscholl, Franziska Niederkofler, Hannah Zanon, Magdalena Winding, Sonia Zanat und Franziska von Zieglauer geben Opfern eine Stimme und machen Fälle sichtbar. Frauen und Zeuginnen eines Übergriffs können auf der Plattform von „basta.suedtirol(o)“ anonym ihre Geschichte erzählen – egal, wie lange das Erlebte zurückliegt. Auf einer Landkarte zeichnen die Initiatorinnen fortlaufend die Orte ein, wo die Übergriffe stattgefunden haben (im Bild der Stand vom 26. März 2026) und posten die Erfahrungsberichte anonym auf Facebook und Instagram. Außerdem dokumentieren sie monatlich Fälle in Italien, die passieren, aber nie passieren dürften, und verweisen auf Hilfsangebote und Kontakte, an die sich Opfer wenden können.
Als DJane im Jägerkeller
„Am Mikrofon – die Marion“ ... ... und bei einer Sterzarett-Aufführung (r.)
Spendenaktion der Gastwirte
Während der Spezialitätenwoche „Eisacktaler Kost“ im März

haben teilnehmende Betriebe pro verkauftem Gericht zwei Euro an den Verein „Trotzdem reden“ gespendet.
Die Beratungsstelle begleitet
Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt über Lautsprache kommunizieren können, und unterstützt sie und Angehörige auf dem Weg zu mehr Teilhabe und Selbstbestimmung.
Bei der 60-Jahr-Feier der Lebenshilfe Südtirol im Stadttheater Sterzing überreichten Angelika Stafler und Michael Huber kürzlich den symbolischen Scheck. Dank der großen Beteiligung der Betriebe und Gäste konnten 3.500 Euro gesammelt werden.
Im Bild (v. l.) Florian Fink, Angelika Stafler und Michael Huber.

Attraktive Angebote für Freienfeld

Auf ihrer Jahresversammlung besprach die Ortsgruppe Freienfeld des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) vor kurzem aktuelle tourismuspolitische Themen und Projekte, um die Gemeinde und das touristische Angebot weiterzuentwickeln.
Nach einer Gedenkminute an ihre verstorbene Vorgängerin Helene Benedikter ging HGVOrtsobfrau Angelika Stafler auf durchgeführte Initiativen der Ortsgruppe ein. Dazu zählen die Weiterentwicklung des Themenweges von Trens nach Sprechenstein, die Restaurierung des Weges nach Egg in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Sterzing, die Erneuerung von Sitzgelegenheiten am RofisBoden sowie der Austausch von Panorama- und Wandertafeln. Ein Workshop zur Tourismusgesinnung habe viele Ideen hervorgebracht, wie die Stimmung in den Dörfern weiter verbessert werden könne.
Tourismusvereinspräsident Luis Bacher verwies auf die relativ kurze Aufenthaltsdauer der Gäste in Sterzing und Umgebung. Mit attraktiven Sommerangeboten und Veranstaltungen arbeite man gemeinsam mit den Betrieben daran, die Aufenthaltsdauer zu steigern. Vizebürgermeister Andreas Stafler informierte über anstehende Projekte wie die Sanierung des Radweges Stilfes-Niederried sowie das bevorstehende Gemeindeentwicklungsprogramm. Roland Volgger stellte das Projekt „Badeteich“ vor. Ziel sei es, eine zusätzliche Attraktion zu schaffen, die Gästen und Einheimischen zugutekomme und die Aufenthaltsqualität vor Ort steigere. Im Bild (v. l.) Benedikt Werth, HGV-Ortsobfrau Angelika Stafler, Luca Manca, Wolfgang Nitz, Vize-Bürgermeister Andreas Stafler sowie HGV-Gebietsobmann Manfred Volgger.

Erste OldtimerRallye ein voller Erfolg

Die erste Oldtimer-Rallye ist Geschichte und kann mit Recht als voller Erfolg bezeichnet werden.
Bereits die Präsentation der Fahrzeuge auf dem Stadtplatz in Sterzing war ein besonderer Höhepunkt. Die zahlreichen Besucher nutzten die Gelegenheit, die liebevoll gepflegten Oldtimer aus nächster Nähe zu bestaunen. Anschließend führte die Rallye die Teilnehmer nach Pfitsch, wo im Hotel „Kranebitt“ gemeinsam gespeist, gesungen und getanzt wurde. Die gesellige Atmosphäre trug wesentlich zum gelungenen Verlauf der Veranstaltung bei. Über 50 Teilnehmer sowie mehr als 20 Oldtimer-Fahrzeuge machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis. Verena Überegger, Vizepräsidentin des Lions Club Sterzing, übernahm die Ehrungen und die Übergabe der Dankesplaketten.
Bereits auf der Heimfahrt äußerten zahlreiche Teilnehmer den Wunsch nach einer Neuauflage der Rallye. Ein größeres Lob können sich die Organisatoren kaum wünschen.
„Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helfern und Sponsoren sowie den Teilnehmern, die zum Gelingen der ersten Oldtimer-Rallye beigetragen haben“, so die Organisatoren.
Im Austausch

Vertreter aus den Leader-Gebieten Wipptal und Eisacktaler Dolomiten haben gemeinsam eine Lehrfahrt in das Leader-Gebiet der LAG Osttirol nach Sillian und Lienz unternommen. Ziel der gemeinsamen Lehrfahrt der beiden Lokalen Aktionsgruppen war es, einen Einblick in die Tätigkeit der LAG Osttirol zu erhalten und gleichzeitig neue Ideen und Impulse mitzunehmen. Organisiert wurde die Lehrfahrt von der GRW Wipptal/ Eisacktal, dem federführenden Partner der beiden Leader-Gebiete, in Zusammenarbeit mit dem Regionsmanagement Osttirol.
Die Exkursion bot 19 Teilnehmern Gelegenheit, sich untereinander sowie mit Kollegen aus Osttirol auszutauschen. Bei der eintägigen Lehrfahrt standen innovative Projekte in den Bereichen grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Tourismus, Bildung, Digitalisierung und gesellschaftliche Entwicklung im Mittelpunkt.
Erste Station war das Grenzareal SillianInnichen, wo das Interreg CLLD Dolomiti Live Projekt „Grenzüberschreitende Governance und aktive Bürgernähe Sil-
lian-Innichen“ vorgestellt wurde. Thematisiert wurden dabei insbesondere gemeinsame Entwicklungen in den Bereichen Mobilität, Tourismus, Bildung, Gesundheit und Sicherheit. Anschließend besuchte die Gruppe den erweiterten Wichtelpark Sillian, der als familienfreundliches Freizeitangebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Am Nachmittag führte die Lehrfahrt weiter nach Lienz zum Sitz des Regionsmanagement Osttirol, wo verschiedene Projekte und Aktivitäten vorgestellt wurden. Abschließend stand der Besuch der Firma „Micado“ auf dem Programm, die innovative Lösungen im Bereich Automatisierungstechnik und Produktentwicklung präsentierte. Die Lehrfahrt war für die Delegation aus den beiden Leader-Gebieten eine fachliche Bereicherung und bot zahlreiche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. Gleichzeitig konnten neue Anregungen und Ideen für zukünftige Projekte und Kooperationen im eigenen Gebiet gesammelt werden.
Rock, Motoren und Freiheit pur

Rockige Nächte sind angesagt: Die Bikerdays sind zurück. Vom 17. bis zum 19. Juli lädt der MC Falken, Südtirols ältester Motorradclub, Motorrad-Freunde aus ganz Europa aufs Clubhausgelände unterm schmucken Barockschloss Wolfsthurn in Mareit. Drei Tage lang feiert die Szene die Freiheit auf zwei Rädern – vom gemütlichen Tourentucker bis hin zum knieschleifenden Draufgänger, hier kommt jeder auf seine Kosten. Beim Bieranstich am Freitagnachmittag heizt DJ Sepp Wylde am frühen Abend die Stimmung an. Hauptact des ersten Festivalabends ist „Vui Z’Loud“, eine Hard- und Heavy-Coverband aus dem Großraum München. Ihr Name ist Programm: Die 2013 gegründete Band lässt Rock- und Metal-Klassiker neu aufleben.
Am Samstagnachmittag werden die Biker nach der legendären Motorradparade durch
den historischen Stadtkern von Sterzing am Stadtplatz emp fangen. Es folgen weitere Hö hepunkte auf dem Festgelände. Nach dem stimmungsvollen Gig von „Electric Lady“ am frühen Samstagabend lässt dann „The Rockstar Show“ das Gelände noch einmal richtig beben. Dank originalgetreuer Kostümwechsel, gekonnter Instrumentierung und erfah rener Rockmusiker können die Festbesucher gleich mehrere Rocklegenden wie Queen, Bon Jovi, Europe, Kiss, AC/DC, Guns & Roses und viele mehr wieder erleben. Wer Rock liebt, sollte sich diese Show nicht entgehen lassen.
Am Sonntag schwingen sich die Festbesucher wieder in den Sattel und treten die Heimfahrt an – nicht ohne vorher ein Bi kerfrühstück mit dem „Kropfngschwader“ genossen zu haben. Der Eintritt ist an allen Festta gen frei.

Sollten sich alle Freunde feuriger Rockmusik nicht entgehen lassen: The Rockstar-Show.
Biker Days 2026
130 Jahre
Sterzinger Hütte
Mitte Juni feierte die AVS-Ortsstelle Sterzing der Sektion Wipptal mit über 50 Gästen das 130-jährige Bestehen der Sterzinger Hütte.

Ortsstellenleiter und Hüttenwart Markus Siller umriss ihre wechselvolle Geschichte: 1888 errichtete die Sterzinger Sektion des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) im Burgumer Tal eine einfache Holzbaracke. Diese wich einem Mauerbau, der ab 1896 den Namen „Sterzinger Hütte“ trug. Nach der Enteignung durch das faschistische Regime 1922 verfiel sie jedoch zusehends. Anfang der 1980er Jahre setzte sie die AVS-Sektion Sterzing wieder instand und bewirtschaftete sie fortan. Zu Beginn der 2000er Jahre zeigte sich bei geodätischen Messungen, dass die Hütte auf dem Grund der Alminteressentschaft und nicht wie angenommen auf Domänengrund stand. Um rechtliche Probleme zu verhindern, musste die Hütte wieder geschlossen werden. Nach längeren Verhandlungen konnte der Grund erworben werden. 2016 wurde die Hütte als Selbstversorgerhütte wiedereröffnet; im Sommer ist sie nahezu durchgehend ausgebucht. Diakon Roman Aukenthaler hielt bei der Jubiläumsfeier einen Wortgottesdienst und bezeichnete die Hütte als einen „Kraftplatz, der Körper und Seele in Einklang bringt“. Martin Knapp, Referent für Hütten und Wege in der AVS-Landesleitung, überbrachte die Grüße der Landesleitung und verwies auf die wachsende Sehnsucht nach Ruhe und Sicherheit, die Besucher insbesondere hier finden würden. Bei gemütlichem Beisammensein mit Speis und Trank sowie Ziehharmonika und Gitarrenklängen fand die Feier ihren Ausklang.
Sterzing
Ein neuer Jahrgangsbaum
Anfang Juni fand in Anwesenheit von zahlreichen Eltern und Kindern die Pflanzung des Jahrgangsbaumes für die im Jahre 2025 geborenen Kinder der Gemeinde Sterzing statt. Der Maulbeerbaum wurde auf der Wiese in der Hochstraße gegenüber den Kasernengebäuden eingepflanzt. Bürgermeister Peter Volgger begrüßte die Anwesenden, Stadtrat Heinrich Forer und Vizebürgermeister Fabio Cola betonten die Bedeutung der Bäume als CO2-Speicher und Sauerstoffproduzenten sowie für den Schattenwurf.
in Kindergarten, Schule, auf den Spielplätzen oder beim Sport. So finden Kinder ein Ambiente vor, das ihre Ent-

Sie bekundeten den Willen der Stadtverwaltung, mit Baumpflanzungen und der Weiterentwicklung der Grünanlagen mit Blumenwiesen, Stauden und Sträuchern die Stadt Sterzing „klimafit“ zu machen. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass die Gemeinde mit der Kita eine Struktur geschaffen habe, durch die Eltern entlastet und Kinder Gemeinschaft erleben können, wie später
wicklung zu starken Persönlichkeiten inmitten der Gesellschaft fördert. Auch Dekan Andreas Seehauser betonte die Bedeutung von Gemeinschaft und erteilte dem Baum und den Kindern den Segen.
Zum Abschluss erhielten die Kinder einen Zwölferturm aus emailliertem Ton aus der Werkstatt des Sozialzentrums „Fugger“.
Treffsichere Jäger
Präzision, Konzentration und eine ruhige Hand – darauf kam es Anfang Juni beim Landesjägerschießen in Rabenstein an. 342 Jäger aus allen Landesteilen gaben am Schießstand auf einer Distanz von 200 Metern drei Wertungsschüsse auf unterschiedliche
Zielscheiben ab. Den Mannschaftsbewerb sicherte sich der Bezirk Vinschgau vor Meran und Oberpustertal. Sterzing belegte mit seinen besten Schützen Tobias Ploner, Martin Mair, Hubert Fleckinger, Luca Volpe und Stefan Leitner Rang vier
Schnell geklickt, lange bezahlt

Online-Sportprogramme oder digitale Freizeitangebote – viele Abos lassen sich heute in wenigen Sekunden abschließen. Genau darin liegt aber oft das Problem. Was bequem beginnt, endet nicht selten in automatischen Verlängerungen, laufenden Abbuchungen oder unnötigen Zusatzkosten.
Besonders häufig sorgen kostenlose Testphasen für Ärger. Viele Verbraucher übersehen, dass sich ein Probeabo automatisch in ein kostenpflichtiges Abo verwandelt, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Oft reicht ein einziger Klick –und schon läuft der Vertrag monatelang weiter. Hinzu kommt: Immer mehr Menschen nutzen gleichzeitig mehrere digitale Dienste. Streamingplattformen, Musik-Abos, Fitness-Apps oder Freizeitangebote summieren sich schnell. Die einzelnen Beträge wirken oft klein, doch gemeinsam belasten sie Monat für Monat das Konto. Viele merken erst spät, wie viele Dienste tatsächlich aktiv sind. Auch die Kündigung wird teilweise unnötig kompliziert gestaltet. Manche Anbieter verstecken die Kündigungsmöglichkeiten tief in den Einstellungen oder arbeiten mit lan-
gen Bestätigungswegen. Wer hier den Überblick verliert, zahlt häufig länger als geplant. Hier schafft die „Button-Lösung“ Abhilfe, die klar erkennen lässt, dass der folgende Klick nun kostenpflichtig ist. War dies nämlich nicht klar ersichtlich, kann es sich um ein Vergehen handeln.
Drei einfache Ratschläge aus der Praxis:
• Kostenlose Testangebote nur mit Erinnerung zur rechtzeitigen Kündigung abschließen.
• Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren und ungenutzte Abos beenden.
• Bei Vergehen und Unklarheiten den „Onlineschlichter“ auf der Website der Verbraucherzentrale konsultieren.
Digitale Freizeitangebote sollen den Alltag erleichtern und unterhalten, aber nicht unbemerkt zur Dauerbelastung werden. Gerade deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu überprüfen, welche Dienste tatsächlich genutzt werden.
Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale Südtirol
Vogelhäuschen
für die heimische Vogelwelt

Mit viel Begeisterung und handwerklichem Geschick haben die Kinder der Klassen 3A und 3B der Grundschule Wiesen ein Vogelhäuschen gebaut. Die benötigten Holzbretter wurden von einer Zimmerei zur Verfügung gestellt. Die Kinder konnten das Vogelhäuschen dadurch selbst anfertigen und Schritt für Schritt miterleben, wie aus einzelnen Holzstücken ein fertiges Werk entsteht.
Das so entstandene Vogelhäuschen bietet nun heimischen Vogelarten einen geschützten Platz und ist zugleich ein sichtbares Ergebnis der gelungenen Zusammenarbeit zwischen Schule und örtlichem Handwerksbetrieb.
Vielseitiger Schulschluss

Der vorletzte Schultag stand am Oberschulzentrum Sterzing ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Bewegung und Anerkennung besonderer Leistungen. Neben der Ehrung zahlreicher Schüler, die im ersten Semester einen Notendurchschnitt von 8 oder 9 erreicht hatten, wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten.
Besonders großen Zuspruch erhielt das vom Feste-Feiern-Team bereits zum zweiten Mal organisierte Wattturnier. Mit 36 Teams war das Teilnehmerfeld hervorragend besetzt. Den Sieg holten sich zwei Schüler der 3. Klasse WFO, Platz zwei ging an ein Damenduo aus der 2r, während sich zwei Schülerinnen der 5c über Rang drei freuen durften.
Darüber hinaus verwandelte sich der Schulgarten in eine kleine Sport- und Spielarena. An verschiedenen Stationen konnten sich die Schüler in Calcetto, Seilziehen, Basketball, Spikeball, Nageln, Cornhole und Boccia messen oder einfach gemeinsam Spaß haben. „Allen Unterstützern gilt ein großes Dankeschön“, betont die Schulgemeinschaft.
Kinderseite
Have you seen …?
KREUZE AN, WAS DU IM JULI GESEHEN HAST!
⃣ Schmetterling ⃣ Raupe
⃣ Ameisenhaufen ⃣ Vogelnest
⃣ Blitz ⃣ Biene
⃣ Schwarzbeeren ⃣ Marienkäfer

MALE AUS IN REGENBOGENFARBEN!
Juli-Gedicht
Im Juli summt die Biene leis, das Eis schmeckt herrlich kalt und weiß. Wir spielen draußen, lachen viel, der Sommer ist ein schönes Spiel.

1 Banane
1 Handvoll Erdbeeren (frisch oder gefroren)
200 ml Milch oder Hafermilch
optional: 1 TL Honig
mixen – fertig!

Erasmus+ bringt Europa nach Sterzing

Auch im vergangenen Schuljahr war das OSZ Sterzing wieder Teil spannender Erasmus+-Projekte. Nach intensiver, bereits im Schuljahr 2024/25 gestarteter Planung konnten zwei Austauschprogramme erfolgreich umgesetzt werden.
Im Oktober nahmen sechs Schüler der Klasse 3r sowie zwei Lehrpersonen an der „Fugger Youth Conference“ im spanischen Almadén teil. Gemeinsam mit Partnerschulen aus Augsburg und Banská Bystrica stand das Thema „Umwelt- und Gesundheitsaspekte von Quecksilber“ im Mittelpunkt. Neben Vorträgen an der Universität, Laborarbeit und Museumsbesuchen bot das Programm auch Einblicke in die Geschichte der Fugger sowie Ausflüge nach Almagro und Madrid. Ein weiteres Highlight war der Fuß ball-Austausch mit dem Idrottsgym nasiet Nacka aus Stockholm. Zehn
Spieler des Sportgymnasiums der 3. bis 5. Klassen empfingen im Oktober ihre schwedischen Gäste, der Gegenbesuch folgte im April. In Workshops ging es um demokratische Werte, Inklusion und Gleichberechtigung im Sport; daneben wurde gemeinsam trainiert sowie Sterzing und Stockholm gemeinsam erkundet. Freundschaftsspiele zwischen einer Südtiroler Junioren-Auswahl und einer Stockholmer Schulmannschaft rundeten das Projekt ab. Das Fazit: Fußball verbindet –über Ländergrenzen hinweg. Seit nunmehr zehn Jahren beteiligt sich das OSZ Sterzing an Erasmus+Projekten der EU. In dieser Zeit konnten Schüler bereits zahlreiche europäische Länder kennenlernen, neue reundschaften schließen und ihre

Kuscheltiere in besten Händen
Auch heuer öffnete die Pädiatrie des Krankenhauses Sterzing Ende Mai wieder seine Türen für ein ganz besonderes Ereignis: das beliebte Teddybärspital. Zahlreiche Kinder nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren geliebten Kuscheltieren einen spannenden und lehrreichen Nachmittag zu erleben.
Mit großer Sorgfalt und viel Einfühlungsvermögen wurden die mitgebrachten Teddys, Puppen und Stofftiere „medizinisch versorgt“. Ob Bauchweh,

gebrochener Arm oder kleine Verletzungen – die jungen „Tierbesitzer“ begleiteten ihre plüschigen Freunde durch Untersuchung, Diagnose und Behandlung. Dabei erhielten sie spielerisch Einblicke in den Krankenhausalltag und konnten Ängste vor Arztbesuchen abbauen.
Ein besonderes Highlight war für viele Kinder die Besichtigung des Krankenwagens. Neugierig erkundeten sie die Ausstattung und erfuhren, wie Rettungseinsätze ablaufen. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen und alles ganz genau anzuschauen, sorgte für große Begeisterung.
Den gelungenen Abschluss bildete eine kleine Überraschung: Jedes Kind erhielt einen eigenen Teddybären. Die Freude darüber war groß und zauberte den Kindern ein Lächeln ins Gesicht.
Das Teddybärspital in Sterzing zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, Kindern die Angst vor dem Krankenhausbesuch zu nehmen und medizinische Themen kindgerecht und mit Herz zu vermitteln – ein besonderer Nachmittag, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bezirksversammlung des Wipptales einen neuen Bezirksausschuss gewählt. Das Gremium wird sich in den kommenden fünf Jahren engagiert für die Anliegen der Mitglieder und Ortsausschüsse einsetzen. Bei der konstituierenden Sitzung wurde Karl Kerer zum Bezirksvorsitzenden ernannt, Helga Mutschlechner ist seine Stellvertreterin.
Im Bild die Ausschussmitglieder (v. l.) Petra Tschenett, Elisabeth Plaikner, Karl Kerer, Klemens Girtler, Jessica Blasbichler, Helga Festini Cucco, Konrad Rainer, Veronika Fürler, Walter Bacher, Helga Mutschlechner sowie Landesvorsitzender Werner Steiner. Wiedergewählt wurde auch Alexander Gradl (nicht im Bild).

Bereits bei der gemeinsamen Jause zeigte sich die vertraute Herzlichkeit, die diese Begegnung seit Jahren prägt. Die Besichtigung des Turms Kranzelstein, die Andacht in Weißenbach und das anschließende Beisammensein in Pens boten viel Raum für offene Gespräche, Lachen, Erinnerungen und neue Geschichten. Der Tag zeigte einmal mehr, wie wertvoll diese Freundschaft ist und wie wichtig es ist, den Austausch zu pflegen.
Ratschings
Spende übergeben
Anlässlich der im vergangenen Dezember stattgefundenen Nikolausfeier in Innerratschings sammelte die KVWOrtsgruppe zusammen mit der örtlichen Bäuerinnenorganisation Spenden für die Vereinigung Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen. Die Spenden in Höhe von 582 Euro wurden von der KVW-Ortsgruppe auf 1.000 Euro aufgerundet. Die Scheckübergabe fand Ende Mai in Sterzing statt. KVW-Ortsobmann Markus Spreng konnte dabei den Spendenscheck an Klaus Kolhaupt, Präsident der Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen, übergeben. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Südtiroler Familien mit Kindern und Jugendlichen, die an Krebs sowie seltenen oder schweren Krankheiten leiden, zu unterstützen. Mit dieser Spendenaktion unterstreichen die beiden örtlichen Vereine ihr
soziales Engagement und den Wunsch, dort zu helfen, wo die Unterstützung am dringendsten benötigt wird. Im Bild die Spendenübergabe durch

Markus Spreng von der KVW-Ortsgruppe Ratschings an Klaus Kolhaupt, Präsident Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen.
„Lange Nacht“ in Stilfes

Anlässlich der „Langen Nacht der Kirchen“ lud die Pfarre Stilfes Ende Mai zu einer ganz besonderen Maiandacht
zum Lob Mariens. Der Frauenchor Stilfes und das junge Querflötentrio „Namana“ gestalteten die liturgische Feier musikalisch. Eine Lektorin trug meditative Texte vor. Die zahlreichen Besucher waren berührt und dankten mit viel Applaus. Bei einem gemeinsamen Umtrunk im Innenhof des Widums klang der besinnliche Abend aus.
Bedarfsgerechter Ausbau

Der bedarfsgerechte Ausbau der Betreuungsangebote für Kleinkinder im Wipptal zeigt Wirkung: Seit 2024 wurden 90 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen, den Familien stehen 140 Plätze in fünf Kindertagesstätten zur Verfügung. Wartezeiten konnten spürbar reduziert, Wartelisten großteils abgebaut werden.
Den Grundstein für das heutige Angebot legte im Jahr 2004 die erste Kindertagesstätte in Sterzing mit 20 Betreuungsplätzen. Schon damals delegierten die Gemeinden die Trägerschaft des Dienstes an die Bezirksgemeinschaft Wipptal. In den folgenden Jahren wurde das Netz kontinuierlich ausgebaut: 2014 eröffnete die Kindertagesstätte „Ratschings“ in Stange, 2016 die Kindertagesstätte „Freienfeld“ in Trens, 2024 die „Kita Kunterbunt“ in Wiesen. Im Jahr 2025 wurde die Kita „Ratschings“ erweitert und die Gemeinde Sterzing errichtete zwei Strukturen. Unterstützt wurde der Ausbau durch den nationalen Wiederaufbaufonds (PNRR), den die Gemeinden nutzen konnten. Um sich ein umfassendes Bild von den bestehenden Angebo-
ten zu machen, besuchten die Sozialreferentinnen der Gemeinden kürzlich die Kindertagesstätten. „Es ist den Sozialreferentinnen ein großes Anliegen, die Dienste persönlich kennenzulernen und sich laufend von der Qualität der Angebote zu überzeugen“, so die Direktorin des Sozialdienstes Brigitte Mayr. Die Sozialgenossenschaft „Casa Bimbo – Tagesmutterdienst“ führt derzeit die drei Kindertagesstätten in Sterzing und Ratschings (90 Plätze), die Sozialgenossenschaft „Coccinella“ betreut die Einrichtungen in Freienfeld und Pfitsch (50 Plätze).
Die zwei Kindertagesstätten in Sterzing haben in den vergangenen drei Monaten bereits 20 Kinder neu aufgenommen. In den Kindertagesstätten Ratschings, Kunterbunt und Freienfeld sind derzeit Plätze verfügbar. Familien, die sich über den Dienst informieren möchten oder einen Betreuungsplatz suchen, können sich an Roberta Germanico (Sozialgenossenschaft „Casa Bimbo – Tagesmutterdienst“, Tel. 335 8488680) oder Manuela Forrer (Sozialgenossenschaft „Coccinella“, Tel. 0471 401110) wenden.


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MUe Ausblldung?
Welfensteins Erben
Jedes Leben kennt Höhen und Tiefen, auch das einer Burg und erst recht das von Welfenstein –wenngleich sich die Steinmauern, Türme und Zinnen heute nichts davon anmerken lassen. Martina Eicke wohnt hier zeitweise mit ihrer Familie und Toni, dem Chihuahua-Mischling.
Für Martina Eicke ist Welfenstein „zweite Heimat“ und „Verpflichtung“ zugleich. Warum, zeigen die vielen Fotos, Bilder und Gegenstände, die sie über die Jahrzehnte hinweg gesammelt, geerbt und geschenkt bekommen hat. „In die Geschichte“ sagt die Schlossbesitzerin, „sind unausweichlich Schicksale von Menschen eingewoben – unser eigenes genauso wie das unserer Vorfahren.“ Im 13. Jahrhundert wurde Welfenstein erstmals erwähnt. Otto Welf von Welfsberg soll die Burg bei Mauls erbaut haben. Das Anwesen bewachte Händler und Reisende, die über die alte Brennerstraße durch die Alpen zogen. Im Mittelalter wurde die Burghut Pflegern anvertraut, bis Welfenstein 1470 zusammen mit der Burg Reifenstein dem Deutschen Orden überlassen wurde. Dieser verließ Welfenstein nach 40 Jahren zugunsten von Schloss Reifenstein. Welfenstein verfiel zur Ruine. In der Zeit der Burgenromantik fand der Innsbrucker Edgar Meyer (1853 – 1925), Martinas Urgroßvater, Gefallen am „steinernen Haufen“ und baute ihn innerhalb von vier Jahren zu einem romantischen Burgenschloss aus: mit Erkern, Balustraden und Aussichtstürmchen ganz im Stil des Historismus. Meyer hatte Sinn für Ästhetik. Er war Maler und Kunstprofessor, berühmt für seine Aquarelle und Landschaftsbilder, sammelte Kunst für das damalige Volkskundemuseum in Innsbruck und „sein“ Welfenstein, das er auch innen mit Lüstern, antiken Möbeln sowie Accessoires, Decken- und Wandtäfelungen aus alten Südtiroler Ansitzen zu einem kunstvollen Museum ausgestaltete. Er formte den ganzen Burghügel hinab bis zum Eisack. Welfenstein stieß auf Bewunderung, aber auch auf Ablehnung. Neben der Malerei setzte sich Meyer, Mitbegründer des Tiroler Volksbundes, für den Erhalt der deutschen Sprache und Kultur in Tirol ein. Er kam mit Irredentisten in Welschtirol in Konflikt und hielt auf

Schlossbesitzerin
Martina Eicke: „Ohne meine Mutter hätte Welfenstein seine Seele nicht zurückerhalten.“

zer Rauch empor. Ein Foto zeigt Edgar Meyer mit leerem, aber gefasstem Blick in den Trümmern seines Lebenswerks. War es eine schadhafte Elektroleitung? Oder doch Brandstiftung? Dass er es selbst getan hat, hält seine Urenkelin für ausgeschlossen. „Er versuchte verzweifelt, Inventar zu retten, und hatte aus dritter Ehe zwei kleine Töchter, deren Schlafzimmer dicht am Brandherd lag. So etwas macht kein Vater.“ Einiges brachte er in Eisenbahnwaggons in Sicherheit. Das italienische Finanzministerium beschlagnahmte die Ruine und verkaufte sie weiter. Welfenstein wechselte mehrfach Besitzer, bis Martina Eickes Vater Eberhard Edward Meyer, ein Enkel Edgar Meyers aus erster Ehe, die immer noch ausgebrannte und von Vandalen beschädigte Ruine zurückkaufte. Maulser Handwerker schlugen ihm Ende der 1960er Jahre vor, zumindest ein Dach zu setzen, um Welfenstein nicht ganz verfallen zu lassen. „Ohne meine Mutter hätte Welfenstein seine Seele nicht zurückerhalten“, sagt Martina Eicke. „Sie stand meinem Vater treu zur Seite und teilte seine Visionen. Sie machte aus dem wiederentstandenen Gemäuer einen Familienort.“ Jahrzehnte vergingen, bis Welfenstein halbwegs bewohnbar war und die al-
ten Strukturen wenigstens in Ansätzen wiederhergestellt waren. Als ihr Vater Martina Eicke Ende der 1990er Jahre Welfenstein übergab, widmete sich auch ihr Mann Jürgen Eicke der Lebensaufgabe, es zu Ende zu bauen. „Alleine wäre es mir ehrlich gesagt nicht gelungen, die Aufgabe war zu groß.“ Versorgungsleitungen zu verlegen, Fenster und

Türen zu erneuern, war ein Kraftakt. Ständig gibt es etwas zu tun, sonst fängt es an zu bröckeln. Und doch ist es der Familie ein Anliegen, das „Zierschloss“, wie Martina Eicke es heute nennt, zu erhalten. Wer sich im Schloss umsieht, erkennt Details aus alten Fotos wieder, darunter Antiqui-
täten und Skulpturen, die einst in Brandresten gefunden und restauriert wurden, wie zwei Säulen, die kopf- oder gliedlose Figur aus antikem Marmor und der kleine Trommler. Fragmente, und doch greifbare Erinnerungen.
Für Martina Eickes Urgroßvater war Welfenstein ein verspielter Sommersitz. Er empfing Gäste

und kehrte auch gern bei anderen ein, u. a. im ehemaligen Gasthof „Zum blauen Hecht“, dem heutigen Aignerhof in Mauls. Für die Musikkapelle ließ er eine Tracht entwerfen, die diese bis heute trägt.
Auch wenn Welfenstein, in dem sich mittlerweile mehrere Wohnungen befinden, nur von außen zu besichtigen ist, öffnet der Ansitz immer wieder seine Tore. Mal finden Lesungen statt, mal Feste (2002 ein Flussfest gegen
den geplanten Bau eines E-Werks am Eisack), mal Hochzeiten und andere Feiern. Auf der vom Gestrüpp befreiten „Naturbühne“ chen der efeubewachsenen Schlossmauer und dem Eisack sollen in Zukunft öfter Theater und Musik zu sehen und zu hören sein. Aber das ist erst möglich, wenn Welfenstein nicht mehr vom Verkehr dauerbeschallt wird und die seit Jahren versprochenen Lärmschutzwände zwischen Pfulterer Brücke und den Eisack-Mäandern gebaut sind, um zumindest den Autobahnlärm fernzuhalten. Das Rauschen des Eisacks stört Martina Eicke überhaupt nicht. Im Gegenteil. Sie mag den Fluss und wünscht sich sehr, dass die Gemeinde auch die wunderschöne Mäanderlandschaft in Schlossnähe öffentlich zugänglich macht. Auf einem lang belichteten Foto wirkt es, als läge Welfenstein an einem ruhigen See. Auf einem anderen Bild – eines von Martina Eickes Lieblingsfotos – repariert ein Mann völlig gelassen sein Rad mitten auf der Brennerstraße. Schwarz-Weiß-Erinnerungen an längst vergangene Tage Und doch schaffen sie es, in einem einzigen Augenblick das Welfenstein von einst wieder zum Leben zu erwecken.
Edgar Meyer (r.) verlor nach dem verheerenden Brand auf seinem Schloss sein Hab und Gut.
Welfenstein formte den ganzen Burghügel hinab bis zum Eisack.
Othmar Seehauser
Wipptal
Südtirol Jazzfestival

Mit gleich drei Konzerten ist das Südtirol Jazzfestival in diesem Jahr im Wipptal vertreten: Am 1. Juli (21.00 Uhr) gibt die belgische Jazzposaunistin Nabou Claerhout mit ihrem gleichnamigen Quartett auf dem Sterzinger Stadtplatz ein Konzert.
Matthias Schriefl und seine „Brazilian Motions“ bieten am 3. Juli (20.00 Uhr) in der Festung Franzensfeste mit der Musikkapelle Schabs einen musikalischen Abenteuerspielplatz.
Am 5. Juli sind Schriefl und sein Ensemble, von Ridnaun und Passeier aufsteigend, gegen 12.00 Uhr im einstigen Knappendorf St. Martin am Schneeberg zu hören.
Sterzing
Bodypainting-Festival

denen Orten in Sterzing in der Kategorie Camouflage und Facesitting ihr Können unter Beweis.
Buchtipp
Hervorragende Errungenschaften


Großbaustelle
Mauls im Mai 2025. Mit dem Brennerbasistunnel (BBT) entsteht eine zukunftsorientierte Flachbahn durch die Alpen. Der Brennerbasistunnel ist das Kernstück.

Bahnhof Sterzing mit Vorplatz
Wer sich für technische Meisterleistungen, Baudenkmäler, Visionäre und Pioniere unseres Landes interessiert, sollte einen Blick in die kürzlich erschienene, zweibändige Publikation „Technische Kulturgüter an Eisack, Etsch und Rienz. Südtirols Schätze neu entdeckt“ von Wittfrida Mitterer wagen. Die Entwicklung technischer Kulturgüter begann vor mehr als 150 Jahren. Zahlreiche der im Buch angeführten Objekte hat das Kuratorium für Technische Kulturgüter in den gut 35 Jahren seines Bestehens selbst betreut.
Der erste Band des vom Kuratorium herausgegebenen Buches befasst sich mit der Mobilität des Landes – mit Straßen, Brücken und Tunneln – den Adern unseres Landes -, mit Bahnen und der Tiroler Bahngeschichte sowie mit Berg- und Seilbahnen zwischen Himmel und Erde, allesamt fein säuberlich nach Bezirken gegliedert.
Im Wipptal widmet Mitterer der Brennerstaatsstraße, der Brennerautobahn und der Jaufenpassstraße besondere Aufmerksamkeit. Sie berichtet von den Hängebrücken Hofmannsteg in Mareit und in Mauls sowie von der Hohen
Plakat der k. k. Südbahngesellschaft. Chromolithographie 1900
Brücke in Franzensfeste, die auch auf dem Cover zu sehen ist. Sie schreibt über den Brennerbasistunnel, aber auch über längst stillgelegte oder abgerissene Bahnhofsstationen entlang der alten Brennerbahn. Sie ruft Aufstiegsanlagen in den längst aufgelassenen Skigebieten Zirog und Hühnerspiel in Erinnerung, berichtet über den Wassertonnenaufzug in Ridnaun und die „wohl weltweit größte Erz-Übertage-Förderanlage auf Schienen“.


Im zweiten Band widmet sich die Direktorin des Kuratoriums den Wasserkraftwerken und der Stromlandschaft sowie besonderen Bauten zwischen Tradition und Moderne. Im Wipptal zählen dazu Grenzbauten am Brenner, das Seilerhaus in Gossensaß, die Pappfabrik in Mittewald, die Festung Franzensfeste oder die Remise am Bahnhof Franzensfeste. Mitterer beschäftigt sich auch mit dem Becherhaus, dem Schneeberger Bergbau und dem Steinbruch Pfitscher Silberquarzit. In einem abschließenden Kapitel setzt sich die Autorin mit vergessenen Pionieren auseinander – „Südtiroler Erfindern, die Geschichte schrieben“, wie sie sie nennt. Unter ihnen


listet sie Jakob Eisendle, jenen aus Pflersch stammenden Tüftler und vielseitigen Erfinder, der ein selbstzeichnendes Mappierungsgerät entwickelte und eine mechanische Nähmaschine fertigte. In einem Porträt skizziert Mitterer auch die Gebrüder Ernst und Kurt Leitner und zeichnet die Entwicklung ihres Unternehmens zu Weltführern im Seilbahnbau nach. Wendelin Weingartner schreibt im Vorwort, die technischen
Franzensfeste
Die Talstation des Ziroglifts bei Brennerbad besteht aus einer Wagenhalle mit integriertem Transformatorenturm, vorgelagerten Garagen und einem Kassenraum. Die Grundkonstruktion aus Stahlbetonstreben mit Konsolen trägt die Leitschienen für die Seilbahntechnik, die 1991 abgebaut wurde. Das Skigebiet Zirog wurde 1948 erschlossen und war die erste Liftanlage im gesamten Wipptal.

Kulturgüter gäben Zeugnis „von einer interessanten Phase der Bau- und Wirtschaftsgeschichte des Landes und damit auch vom Wandel der Sozialstruktur in unserer Gesellschaft“. Dabei habe es das „vielfach unwegsame und steile Gelände der Alpenregion Südtirol den Planern, Ingenieuren, Bauherren und Arbeitern bei der technischen Erschließung nicht gerade leicht gemacht“, so die Autorin. lg
Internationaler Tag der Forts
Anfang Juni beteiligte sich die Festung Franzensfeste am Internationalen Tag der Forts. An

diesem besonderen Aktionstag öffneten zahlreiche historische Festungen und Verteidigungs-
anlagen in ganz Europa ihre Tore für Besucher. Ziel der Initiative ist es, das gemeinsame kulturelle Erbe der Festungsarchitektur sichtbar zu machen und Geschichte als Ort der Begegnung, des Austauschs und des friedlichen Miteinanders zu vermitteln.
Unter dem Motto „Friedlich. Miteinander. Denkmäler. Erklären.“ gab es den ganzen Tag über kostenlose Führungen.

Wenn alle die Ze1tschnftgelesen haben.der Sommer sichdem Endewneigt und Ihr Zeit habt für Kreativität, darf dieseZeitung zum Kunstwerk werden.
DieserAufruf geht an alle Kinder, Jugendlicheund Erwachsene.Klebt,schneidetaus.gest,tllet:Verwandelt die Seitenin ein Bild,eine Geschichteoder eureeigene Idee. EtwasNeuesdarf entstehen.Ob Collage,Landschaftoder Erzählung - eszählt euer Blick,eure Gestaltung.
Bringt eure Kunstwerke bis zum 4. September 2026 in die Festung Franzensfesteoder schickt sie ar1 die info@franzcnsfeste.lnfo.Alle eingereichten Arbeiten werden bis zum Saisonendeam 8. November 2026 in der Festungausgestelltund auf unserenSocial-Med1a-Kanäler1präsentiert.
Einfachmitmachen, gestaltenur1dNeuesausproblcten.
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Der Erfinder Jakob Eisendle ... ... und sein Mappierungsgerät
Konzert der Streicherakademie Bozen
Solisten: Sebastian Bohren, Violine Heinz Holliger, Oboe und musikalische Leitung

Am 9. August präsentiert die Streicherakademie Bozen im Stadttheater Sterzing ein anspruchsvolles Konzertprogramm, das die Ausdruckskraft der Oboe und der Violine sowie die klangliche Vielfalt des Streichorchesters ins Zentrum stellt.


Den Auftakt bildet Johann Sebastian Bachs Konzert für Oboe d’amore in A-Dur BWV 1055. Mit Frank Martins „Polyptyque“ für Violine und zwei kleine Streichorchester folgt ein Werk des 20. Jahrhunderts von großer dramaturgischer Kraft. In sieben musikalischen Bildern verbindet Martin expressive Modernität mit spiritueller Tiefe. Den Abschluss bildet die 2. Sinfonie H 153 des Schweizer Komponisten Arthur Honegger. Sie ist ein eindrucksvolles Zeugnis der musikalischen Sprache des 20. Jahrhunderts.
Die Streicherakademie Bozen kann auf eine bald 40-jährige Geschichte zurückblicken. Als Solisten und musikalische Leiter prägen zwei herausragende Persönlichkeiten des internationalen Musiklebens den Abend: Der Oboist und Dirigent Heinz Holliger, der zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit zählt, sowie der Violinist Sebastian Bohren, der zu den profiliertesten Geigern seiner Generation gehört. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr; Eintritt und Platzwahl sind frei.
Sterzing
Emotionaler Abschied bei „Wurlitzer Hitparade“

Anfang Juni luden der Männergesangver ein Sterzing 1860 und die „VipSingers“ zu zwei sehr gut besuchten Konzerten ins Sterzinger Stadttheater. Unter dem Titel „Die MGV Wurlitzer Hitparade“ präsentierten die beiden Chöre ein Programm aus sieben Jahrzehnte überspannenden Hits. Die „VipSingers“ sind ein eigens für dieses Projekt zusammengestellter Frauenchor, der dem MGV schon bei früheren Konzerten zur Seite stand, unter der Leitung von Waltraud Pörnbacher, die auch für die Gesamtleitung der Konzerte verantwortlich zeichnete. Am Klavier begleitete Tamara Salcher, an der E-Gitarre Georg Ploner und am Schlagzeug Manuel Gschnitzer.
Das Programm hatte es in sich, auch wenn man auf den ersten Blick meinen konnte, es handle sich um eine bunte Sammlung von Gassenhauern. Wer genauer hinhörte, merkte schnell, dass hinter der schillernden Oberfläche der „Hitparade“ bei jedem Stück unter die Haut geschaut wurde. So sind „Griechischer Wein“ und „99 Luftballons“ – Lieder, die man nur zu gut zu kennen glaubt – unter der Lupe erschreckend zeitgemäß: Texte über Heimweh, Entwurzelung und die Angst vor Krieg, die leider nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Dass solche Lieder im Alltag allzu oft als reine Partymusik
herhalten müssen, wurde in dieser Interpretation wohltuend zurechtgerückt. Udo Jürgens und Nena standen damit in guter Gesellschaft von Stücken wie „Heal the World“, „Geboren um zu leben“, „Time of my Life“ oder „One Moment in Time“ — auch sie Lieder, deren emotionale Tiefe sich erst erschließt, wenn man sich wirklich auf sie einlässt.
Die Konzerte waren die letzten, die Waltraud Pörnbacher als Chorleiterin des MGV Sterzing dirigierte. Nach zwölf Jahren, in denen sie den Chor mit viel Können, Gespür und Herzblut geformt und zu ungeahnten musikalischen Leistungen entwickelt hat, gibt sie die Leitung ab, um sich neuen Projekten zu widmen. Beim Abschied nach dem zweiten Konzert mischten sich, ganz in der Art des MGV, Wehmut und Humor auf eine Weise, die dem Moment gerecht wurde.
Waltraud Pörnbacher selbst hatte es bei der letzten Jahresversammlung so formuliert: Es seien zwölf schöne und sehr gute Jahre mit viel Wachstum und tollen Konzerten gewesen, die ihr in Erinnerung bleiben werden. Nun aber sei die Zeit gekommen, etwas Neues zu machen. Der MGV Sterzing dankt ihr von Herzen und wünscht ihr für den weiteren Weg alles Gute.
Hetz hot‘s!
Benefizkonzert der Musikschule Sterzing

Ein Dudeln und Singen, ein Schmettern und Klingen: Hetz hot‘s! Das Stadttheater Sterzing konnte die vielen Besucher kaum fassen, als Ende Mai die Musikschule zum Benefizkonzert lud. Kleine und große Bühnenstars boten ein musikalisches Feuerwerk aus mitreißenden Melodien und schwungvollen Liedern. Für gute Laune und ausgelassene Heiterkeit sorgte Clown Malona mit einfallsreichen Showeinlagen. Gebannt vom Zauber der fesselnden Darbietungen bedankte sich das Publikum mit nicht enden wollendem Applaus und
großzügigen Geldspenden für den Verein „Momo“. Familien mit kranken Kindern erfahren dadurch dringend notwendige Unterstützung. Die Botschaft „Kinder helfen Kindern“ lag allen Mitwirkenden ganz besonders am Herzen. Umso größer ist die Freude darüber, betroffenen Familien durch diese finanzielle Hilfe den schwierigen Alltag erleichtern und Hoffnung schenken zu können.
„Vielen herzlichen Dank allen Konzertbesuchern, die mit ihrer Spende tatkräftig mitgeholfen haben“, so Musikschuldirektor Bernhard Pircher.
Goldene Hor(n)izonte
In Eisenstadt im Burgenland fand Anfang Juni der Bundeswettbewerb „prima la musica“, Öst erreichs größter Ju gendmusik bewerb, statt. Für dieses Finale hatte sich auch Kla ra Tratter (2. v. l.) von der Musikschu
le Sterzing mit dem Ensemble „Hor(n)izonte“ in der Kategorie Kammermusik für Blechblasinstrumente, AG III, qualifiziert.

Mit einem ersten Preis und der Auszeichnung Gold (93 Punkte) stellte sie mit weiteren Hornistinnen ihr önnen unter Beweis. terrichtet wurde die Nachwuchsmusikerin on Michael Pescolderung vom Konservatorium „Claudio Monteverdi“ und Hannes Pupp (Musikschule Sterzing).

21„07.26 l 21.oo Ull.r I Sch.lossWolfsthLlrn a chEuento
Ou 'E1nsemblearchEvento uereint bereit.s i1n seinem Nomen die Eleme1nte, aus denen seine Musik entsteht: archi I.St 1r,eicherl, uento IBläserl und euento lein musikalisches Ereignisl. Die Arche steht d,abe· sinnbildlich fii1r einen Ort der Begegnung nd des gemeinsamen Aufbruchs. In wechselnden Besetzun• gen uerschmelzen 131äser•u1nd.St 1reicheriklii1nge zu einem focet• tenrekhen Klangbild. archEuento uersteht sich ,als lebe,ndiges 'Klanglabor; in dem Musikerinnen und Musiker immer wiede,r neu zusammenfi1nden und iedes Konzert m einem beso1nde1re,n musikalischen Ereignis. w1mle1nlassen.
And.rea Mairhofer - Fclöte Syl'ilia. Lanz - Uiola Birgit Profanter - Fagott Ro'land Mitte,rer • Cello
21.08.26 l 21.oo Uhr I schloss Wolfsthurn Joe Smith B ass er Sax
'Du Ensemblle 'Brass in Sax ist aus den 'Bläsern der J1oeSmitil Band her,Iorgegangen. Der I!.eiz. \Ion 'Brass in s:ax ist tUe ungewöilniche 'lleset.:ung: drei Blecilblii:ser und ei:n Holzbläser. 'Dadurch e,ru.t,eilt ei:n K.la:ng, von dem ein besonderer Zauber ausgeht. OC1s 'Ensemble spielt Musik aus Klassik, 'B,Qrock, Po1p, Ja.:..:, Swing und \l•ieles meilir.
Sablno Monterisi - Saxophon Wal er Pla:nk -1:1rompete 'Peppi Halle;r - Posaune Toni 'Piclhler - iull>a
Freienfeld/ Pfitsch
BlumenschmuckWettbewerb

Blumen bringen Farbe ins Leben – und machen unsere Dörfer noch lebenswerter. Die Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld schreibt neben Sterzing nun auch für die Gemeinden Freienfeld und Pfitsch einen BlumenschmuckWettbewerb aus und lädt die Bewohner dazu ein, Balkone, Erker und Fassaden mit liebevoll gestalteten Blumenarrangements zu verschönern.
Ob üppige Geranien, elegante Hängepflanzen oder kreative Sommerblumen-Kompositionen – gefragt sind Ideenreichtum, Harmonie und ein gepflegtes Gesamtbild.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich: Alle passend geschmückten Häuser, Wohnungen und Bauernhöfe nehmen automatisch am Wettbewerb teil und werden von einer Jury bewertet.
Die Preisverleihung findet im September statt. Zu gewinnen gibt es Sterzinger Einkaufsgutscheine im Wert von 200 Euro (1.Platz), 100 Euro (2. Platz) und 50 Euro (3. Platz).
Mariensingen berührt mit Klang und Andacht

Der Frauenchor „Laudamus“ unter der Leitung von Martha Fuchs Haller, die „Wipptaler Singvögel“, das Klarinetten-Ensemble der Bürgerkapelle Sterzing und Sabine Walter an der Orgel freuten sich über zahlreiche Besucher beim Mariensingen in der Pfarrkirche Sterzing.
Lieder und Instrumentalstücke zu Ehren der Gottesmutter Maria ließen eine Atmosphäre der Besinnung und der inneren Einkehr entstehen.
Den Auftakt bildete der Hymnus „Tota pulchra es, Maria“ des Frauenchors „Laudamus“ – ein seit Jahrhunderten überlieferter Lobgesang, der die Herzen berührt.
Die Reinheit, Güte und Schönheit Marias standen im Mittelpunkt des Abends. Stimmen und Instrumente verschmolzen harmonisch zu einem
eindrucksvollen Ganzen und ließen die tiefe innere Harmonie erahnen, für die Maria als Glaubensvorbild steht.
Die abwechslungsreichen Darbietungen luden zum Innehalten und Zuhören ein. Die Zuhörer wurden ermutigt, Zuversicht, Hoffnung und Frieden mit in ihren Alltag zu nehmen.
So wurde das Mariensingen zu einem stimmungsvollen Abend voller Musik, Besinnung und Gemeinschaft. Die berührenden Melodien, die einfühlsamen Texte und das harmonische Miteinander schufen eine besondere Atmosphäre, die die Anwesenden tief bewegte – die Klänge und die Botschaft der Hoffnung werden noch lange nachhallen.
Gossensaß
Pfingstkonzert begeistert Publikum
Ende Mai erlebten zahlreiche Zuhörer auf dem Dorfplatz ein abwechslungsreiches Pfingstkonzert der Vereinskapelle Gossensaß.


(v. l.) Mathias Gastl, Sophia Übergänger und Benjamin Kandler
Den Auftakt gestaltete die Jugendkapelle Brennerwind mit lebhaften Stücken. Die Vereinskapelle Gossensaß stand heuer vor einer besonderen Herausforderung: Nach dem Abschied von Kapellmeister Klaus Sailer, der die Kapelle zehn Jahre lang geleitet hatte, konnte kein Nachfolger gefunden werden. Um das Pfingstkonzert dennoch zu ermöglichen, wurde mit dem Nordtiroler Musiklehrer Florian Pranger ein innovatives Projekt ins Leben gerufen.
Drei seiner Dirigierschüler – Sophia Übergänger aus Matrei, Benjamin Kandler aus Obernberg und Mathias Gastl aus Inzing – übernahmen kurzerhand die musikalische Leitung und dirigierten das Konzert. Das Programm bot eine spannende Mischung aus klassischen und modernen Klängen. Zu hören waren beim Konzertabend der Marsch „Uncle Teddy“, die Ouvertüre „Die beiden Savoyarden“, der Walzer „Münchner Kindl“, „Die lustigen Dorfschmiede“ und die schwungvolle „Sommerfest-Ouvertüre“.
Einen besonderen klanglichen Akzent setzte das Werk „Into the Storm“; den Abschluss bildeten der Marsch „Graf Zeppelin“ und einige Zugaben. Das Publikum zeigte sich begeistert und dankte es mit langem Applaus. Benjamin Kandler wird künftig die Sommerkonzerte dirigieren und im nächsten Jahr als Kapellmeister die musikalische Leitung übernehmen.
Klangvolles Open Air der Blasmusik

Ein voller Festplatz, beste Stim mung und ein abwechslungsreiches Programm machten das „Open Air der Blasmusik“ der Musikkapelle Mauls zu einem besonderen Erlebnis. Bereits der Einmarsch in klingendem Spiel sorgte für Begeisterung.
Das Programm reichte von traditioneller Blasmusik bis zu modernen Hits: Polkas, der Walzer „Seite an Seite“, Konzertmärsche und moderne Titel wie „Partyplanet“ und „Viva la Vida“ fanden großen Anklang.
Für besondere Höhepunkte sorgten die Solisten Sabrina Penz bei Wolfgang Petrys „Der Himmel brennt“, die Schwestern Evi, Theresa und Barbara Steinmann bei „Gabriellas Song“, Oswald Mair mit dem Tenorhornsolo „I’d Love You to Want Me“ sowie Stefan Fischnaller und Matthias Ulpmer am Xylophon.
Das von Kapellmeister Martin Eller neu arrangierte „Maulser Lied“ (Gesang: Monika und Martin Leitner) erhielt großen Applaus. Das gesamte hohe Blech kam bei „Siesta“ eindrucksvoll
vollen Abschluss bildete „Sierra Madre“ mit Leuchtstäbchen des Publikums.
Beim Konzertabend begrüßte Obmann Felix Überegger auch neue Mitglieder: Johanna Leitner verstärkt künftig die Trompetenreihe, Thea Cloche und Mia Fleckinger sind neue Marketenderinnen.
Mit dem Ehrenzeichen in Silber wurden für ihre für 25-jährige Zugehörigkeit Simone Bergmeister, Michael Saxl und Franz Josef Überegger ausgezeichnet. Noah Plank erhielt das Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft.
Kapellmeister Martin Eller trug mit einer abwechslungsreichen niveauvollen Programmgestaltung maßgeblich zum Erfolg des Konzerts bei, das beim Publikum auf große Begeisterung stieß. Mit seiner menschlichen Art trägt er wesentlich zum guten Zusammenhalt im Verein bei. Den Festbetrieb übernahm der Kirchenchor St. Oswald Mauls.
(v. l.) Kapellmeister Martin Eller, Noah Plank, Simone Bergmeister, Franz Josef Überegger, Michael Saxl, Bezirkskapellmeisterstellvertreter Hannes Tratter und Obmann Felix Überegger

Mauls
Geschichten aus der „guten alten Zeit“
Paul Felizetti
Um Gottes Willen, was ist denn nur aus unserer Welt geworden! Tag für Tag die gleichen Nachrichten. Wir brauchen nur die Zeitung aufschlagen, Radio und Fernseher einschalten oder in den „sozialen Netzwerken“ unterwegs sein, wir hören überall dasselbe: Nicht nur, dass rund um den Erdkreis Gewalt, Krieg und Terror auf der Tagesordnung stehen, auch bei uns ist nichts mehr so, wie es früher einmal war. Die Nachrichten sind voll von Gewalttaten, Raufereien, Einbrüchen, Messerstechereien, Sachbeschädigungen und Diebstählen. Von der Jugend von heute wollen
nie mehr wieder!
Wollen wir doch einmal einen kurzen Blick auf einige Zeitungsberichte werfen, die uns aus dieser guten alten Zeit berichten. Die in diesen Berichten vorkommenden Personen weilen in der Zwischenzeit längst nicht mehr unter uns, aus Gründen der „Privacy“ werden von deren Namen lediglich die Anfangsbuchstaben angegeben.
Ein sonderbarer „Rotkauz“ Polizeiliches. Ein sicherer G. S. aus Ridnaun wurde wegen Bettel verhaftet und dem Ge-

wir gar nich Respekt. So etwas hat es früher einfach nicht gegeben. In bestimmten Vierteln größerer Städte vielleicht, aber doch nicht hier bei uns in den kleinen Dörfern, in den Tälern, wo jeder jeden kennt. Dort sorgten schon der Bürgermeister und mit ihm der Herr Lehrer für Recht und Ordnung, wenn es einmal nicht ganz so lief, wie es laufen sollte. Und dann gab es ja noch den hochwürdigen Herrn Pfarrer, der für alle seine ihm anvertrauten Schäfchen da war, Mann und Frau, alt und jung, arm und reich. Was waren das doch für Zeiten, die kommen
richt übergeben. Derselbe ist 20 Jahre alt und will Technik studieren – das ist ein sonderbarer Kauz! Denn er hat sich seine Haare ganz rot künstlich gefärbt -- wozu denn etwa dies?!
(Brixener Chronik, 17. Dezember 1921)
Und bist du nicht willig … Ein rabiater Gast. Am 9. Juni abends kam ein Gast in den Gasthof zur „Sonne“ und wollte ein Zimmer zum Schlafen. Da er aber eine vorher gemachte Schuld nicht bezahlt hatte, wurde er abgewiesen mit dem Bemerken, daß er erst ein Zimmer bekomme, wenn er die frühere
Schuld geebnet habe. Auf dies hin wurde der Mann ganz rasend, wollte eine Zimmertür mit aller Gewalt einstoßen und schlug nebenbei einen Blumenständer zusammen. Die Wirtsleute kamen begreiflicherweise in Angst und Aufregung, und da er sich weiter so wütend benahm, kamen andere Gäste den Wirtsleuten zu Hilfe. Es entstand alsbald ein starkes Handgemenge, in das zwei Metzgergehilfen erfolgreich eingriffen, so daß der Wütende auf die Straße gesetzt werden konnte. Dabei biß er aber einem der Metzger in den Daumen und gab, obwohl gefesselt, einem der Wachleute einen Fußtritt. Nur unter Anwendung von Gewalt konnte der rabiate Mensch eingeliefert werden. Derselbe, namens F. S. aus Ridnaun, ist bereits mehrmals vorbestraft. (Brixener Chronik, 21. Juni 1922)
Nicht einmal einen Monat später erfahren wir aus dem „Burggräfler“, dass F. S. aus Ridnaun bei Sterzing wegen Bettels und Landstreicherei aus Meran in seine Heimatgemeinde „abgeschoben“ wurde. 1924 wurde er wegen seines Benehmens nach reichlichem Alkoholgenuss in Innsbruck eingesperrt.
Ein bäuerlicher Ringkampf
Eine Sense als Waffe. Der Bauernsohn J. V. in Ridnaun kam am 17. Juni 1921 mit dem Bauernsohn J. G. in Streit, dessen Folge war, daß ein Ringkampf entstand. Hiebei zog J. G. den kürzeren; er wurde vom V. zu Boden gebracht, aber in keiner Weise verletzt. Nun mischte sich der 24 Jahre alte Bauernsohn J. M. aus Maiern in Ridnaun in den Streit und ging mit einer Sense bewaffnet gegen J. V. vor. Dreimal holte M. mit der Sense zum Hiebe gegen V. aus. Das erstemal ritzte er ihn an der Nase, das zweitemal zerriß er ihm den Rock, der dritte Hieb traf den V. am Oberschenkel und brachte ihm eine schwere Schnittwunde bei. Letzthin hatte sich J. M. vor dem Gerichte in Bozen wegen schwerer Körperversetzung zu verantworten. Er wurde schuldig erkannt und zu 5
Monaten und 25 Tagen Kerkers und zu 500 Lire Schadenersatz verurteilt. Der Strafvollzug wird auf weiteres Wohlverhalten aufgeschoben.
(Tiroler Anzeiger, 16. Februar 1923)
„Hennenmarder“ in Aktion Zweibeinige Hennenmarder. Am Sonntag abends gelang es Dieben in Ridnaun, in den Hühnerstall des „Bartler“ einzudringen, wo sie 21 Hennen buchstäblich abkragelten und sich mit ihrer Beute davon machten. Scheinbar wurden sie aber auf dem Rückzuge gestört, da man am nächsten Morgen unweit der Behausung des Bestohlenen 16 von den toten Hennen versteckt vorfand.
(Bozner Nachrichten, 27. November 1924)
Durstige Einbrecher Einbruch im Dopolavoroheim in Monteneve. Wie uns aus Corvara (Anm. Rabenstein/Pass.) berichtet wird, wurde in einem der letzten Tage im Dopolavoroheime von Monteneve ein Einbruch verübt, wobei die Diebe zur Nachtzeit durch das Fenster in den Vereinssaal eindrangen und aus der Kasse den Betrag von Lire 130 entwendeten und überdies noch eine Flasche Kognac mitgehen ließen. Der Diebstahl wurde den kgl. Karabinieri zur Anzeige gebracht, welche die Nachforschungen nach den Einbrechern eingeleitet haben.
(Alpenzeitung, 17. Juni 1930)
Ein Pfarrer für die „Geldchristen“ Religiöse Unduldsamkeit. Aus Ridnaun wird uns geschrieben: Am 26. Februar fand hier das Begräbnis eines unschuldigen Kindes statt. Dieses Begräbnis verdient, in die Öffentlichkeit gebracht zu werden. Das Kind war nämlich unehelich, daher wurde ihm von Seiten des Herrn Pfarrers das sogenannte Engelamt verweigert. Auch der sonst
ortsübliche Empfang konnte aus demselben Grunde nicht statt finden. Wir stellen daher an den HerrnPfarrerdieFrage,obaußer eheliche Kinder Christen zweiter Sorte sind, und ob Kinder der Ka pitalisten mehr Anspruch auf ein ortsübliches Begräbnis haben als Kinder der Armen? Nicht wahr, Herr Pfarrer, wie die zwei letzten Kindesbegräbnisse uns lehrten, gibt es in der römischen Kirche Geldchristen auch. Wir bitten da her den Herrn Pfarrer, in Zukunft nicht mehr so zu handeln, denn unseres Erachtens, hat nach dem Tode das Kind eines Armen den gleichen Anspruch, wie jene eines Reichen.
(Volksrecht, 13. März 1921)
Soviel zu der anscheinend doch nicht immer so „guten alten Zeit“. Und das ist lediglich eine Hand voll willkürlich herausgesuchter Zeitungsberichte aus dem ruhi gen und abgelegenen Ridnaun, eine Liste, die sich beliebig ergän zen ließe. Gar nicht zu reden von dem, was sich oben am Schnee berg, dem hoch- und abgelege nen Bergwerk zwischen Ridnaun und Passeier, abgespielt hat, wo Hunderte von Männern – und zweitweise auch Frauen und Kin dern – unter für uns heute wohl nicht mehr leicht vorstellbaren Bedingungen gelebt haben. Da für ist es am Schneeberg, wenn es einen Grund zum Feiern gab, meist ziemlich „zugegangen“. Und wenn am Ende dann der Rote oder anderes Hochprozenti ges Regie führten, saßen mitun ter nicht nur die Fäuste, sondern auch die Messer recht locker. Besonders hoch ging es gewöhn lich am Schneeberger Kirchtag her – ganz nach dem „edlen“ Grundsatz: „Eine Kirchweih, auf der nicht ein paar totgeschlagen werden, ist gar keine Kirchweih.“ Was waren das doch für Zeiten! Die kommen nicht wieder. Scha de!


Die Roßkopfhütte
von Karl-Heinz Sparber
Der Sterzinger Hausberg Roßkopf (den alten Flurnamen schreibt man mit scharfem ß) war bei der Bevölkerung des Wipptales immer schon als Ausflugsziel sehr beliebt, vor allem im Sommer. In drei Stunden war der bekannte Aussichtsberg zu erreichen, doch es gab für Wanderer und Bergsteiger kaum Einkehrmöglichkeiten. Deshalb verwundert es nicht, dass bereits 1895 ein Schutzhaus auf 1.860 m Höhe errichtet und noch im selben Sommer eingeweiht wurde. Ein neu gebildetes „Consortium“ hatte dafür bereits 1893 ein passendes Grundstück in den Issermähdern angekauft. Der damalige Hotelier und Postmeister Alois Obexer vom Hotel „Neue Post“ in Sterzing ließ das Unter-
kunftshaus an der Kuppe des 2.187 m hohen Roßkopfes aufbauen. Obexer war auch der 1. Obmann der 1886 gegründeten Alpenvereinssektion Sterzing. Das „Roßkopf Schutzhaus“ wurde aus Holz gezimmert, außen mit Schindeln verkleidet, innen mit Zirbenholz getäfelt und mit fünf Zimmern „mit guten Betten“ und einem zusätzlichen Heulager ausgestattet. Die Einrichtung wurde nach Plänen des k. k. Fachschulprofessors Hans Larch in Bozen ausgeführt. Man erwartete sich von dieser behaglichen alpinen Hochlandsherberge, dass sie bald zu den „besuchtesten ihresgleichen zählen dürfte“ (so der „Bote für Tirol und Vorarlberg“). Und das war dann auch so. Auf einem bequemen Reit-
weg durch Wiesen und Wälder erreichte man das Roßkopfhaus von Sterzing aus, aber auch von Gossensaß oder über Vallming oder Telfes kam der Fremdenzufluss. Die Roßkopfhütte wurde zum Ausgangspunkt für Touren zum Feuersteingletscher sowie zu den Hütten der Alpenvereinssektionen Magdeburg, Nürnberg und Teplitz.
Tödliche Messerstecherei auf der neuen Roßkopfhütte
Der Sonntag, 25. Juli 1897 beschäftigte die damalige Presse drei Monate lang: Auf der neuen Roßkopfhütte des Alois Obexer gab es eine Rauferei unter jungen Burschen, bei der Leopold Meßner eine tödliche Stichverletzung
erlitt. Der Bauernknecht aus Sterzing vergnügte sich mit anderen Burschen und Mädchen auf der Hütte, als es zum Streit mit dem 24 Jahre alten Peter Masarei (lediger Tischlergehilfe aus Contrin, Buchenstein in Belluno) kam, im Zuge dessen er eine tiefe Schnittwunde in der Bauchgegend davontrug, an der er sechs Stunden später verstarb. Der Sterzinger Bezirksrichter Franz Engl und Dr. Alois Liebl erreichten die Roßkopfhütte, als Meßner noch lebte, ein Priester wurde erst geholt, als es zu spät war. Im Augenblick des Verbrechens wurde die Lampe des Gastlokales ausgelöscht. Das Geschworenengericht Bozen verurteilte Masarei im September zu drei Jahren schwerer Kerkerstrafe.
Die Roßkopfhütte vor der Vergrößerung in den 1960er Jahren

Häufiger Wechsel der Besitzanteile
Die Roßkopfhütte wurde zum beliebten Treffpunkt für das junge Volk aus Sterzing und Umgebung. Die Besitzverhältnisse der Hütte waren zwar etwas kompliziert, nachdem Alois Obexer an Karl Obexer und Josef Matzler vererbt und teils verkauft hatte, doch fanden sich immer wieder neue Pächter und Besitzer, die das Unterkunftshaus erfolgreich bewirtschafteten. Im Jahr 1900 veröffentlichte der Meraner Kunstmaler Franz A. C. M. Reisch ein schönes Aquarell von der Roßkopfhütte und ein RoßkopfPanorama im Auftrag von Alois Obexer, was sicherlich dazu beitrug, den Tourismus am Roßkopf zu beleben.
Laut Grundbuch von Sterzing erfolgten in den Jahren 1911, 1919, 1921, 1936, 1938 die nächsten Besitzerwechsel (Bauparzelle 141 in den Issenmahdern), bis 1956 Juliana Rainer (verehelicht mit Teodoro Marcotto) die Roßkopfhütte teilweise erwarb. Sie ließ 1967 eine Veranda dazubauen und erweiterte die Hütte auf 33 Betten.
Seit 1966 nahm der Tourismus
am Berg bedeutend zu, da man die neue Roßkopf-Seilbahn errichtet hatte. Gleichzeitig mit der Seilbahn (Schräglänge 2.737 m, 895 m Höhenunterschied, Kostenvoranschlag 310 Millionen Lire) wurde auch ein Skilift eröffnet, der von der Bergstation zum „Köpfl“ hinaufführte (Länge 885 m, Höhenunterschied 273 m).
Bisher musste der Roßkopf zu Fuß oder über die Forststraße „erklommen“ werden. Bekanntlich waren Bezirksgerichtsrat Johann Stötter (1868 – 1958) und der Sterzinger Bürgermeister Senator Hans Saxl (1920 – 2008) tägliche Gäste am Roßkopf. Der „Herr Rat“ ging frühmorgens zu seiner Ratshütte unter der Roßkopfhütte und war dann pünktlich um 9.00 Uhr morgens wieder in seinem Bezirksgerichtssitz im Jöchlsthurn. Hans Saxl war ständiger Morgengast bei Juliana Rainer auf der Hütte. Sie war
die Mutter von Josef Marcotto, genannt „Pubi“, dem vielseitigen Unternehmer, der später die Roßkopfhütte erfolgreich emporwirtschaftete. Seine spätere Ehefrau Annemarie Rainer arbeitete Ende der 1950er Jahre bereits auf der Roßkopfhütte. 1960 wurde in Peschiera am Gardasee geheiratet und mit dem darauffolgenden Kindersegen blieb Annemarie anfangs noch einige Jahre im Tal. Schließlich erwarb sie am 17. Jänner 1961 die Hälfte der Roßkopfhütte von ihrer Schwiegermutter Juliana. Ihr Ehemann Josef über-
Roßkopfhütte mit Städeln um 1900
nahm 1979 die Eigentumsrechte der beiden Frauen und gründete die „Rosskopfhütte Einfache Kommanditgesellschaft von Josef Marcotto & Co“. Erst 1988 schien Josef Marcotto („Rosskopfhütte K. G. des Josef Marcotto & Co“) als alleiniger Besitzer auf.
Doch am 9. Dezember 1985 geschah das große Unglück: Innerhalb kürzester Zeit wurde die Roßkopfhütte ein Raub der Flammen und legte so ein Stück Sterzinger Geschichte in Schutt und Asche. Vom Tal aus sah man die Flammen nicht, da es regnete und oben am Berg sogar schneite. Nur der Maschinenführer der Roßkopfseilbahn, der 26-jährige Peter Stuffer, sah durch den Nebel die 200 m entfernte Hütte gegen sieben Uhr morgens abbrennen. Zu diesem Zeitpunkt war die „Marcottohütte“, wie sie im Volksmund seit Jahren hieß, wegen des mangelnden Schnees unbewohnt. Brandursache dürfte ein Heizungsdefekt gewe-

Der Vorgängerbau von 1895 im Aquarell von Franz A. C. M. Reisch (Postkarte 1900)


sen sein. Die Familie Marcotto beklagte einen Schaden von 300 Millionen Lire, der teilweise durch eine Versicherung gedeckt war. Übrig blieben nur ein paar armselige Mauern und ein ausgeglühtes Blechdach. Und die blecherne Hausnummer 70, die Annemarie Rainer Witwe Marcotto heute noch in ihrer Wohnung aufbewahrt. Von ihr stammen dankenswerterweise einige Bilder und zahlreiche Informationen für diesen Beitrag. Sie führte noch einige Jahre nach dem Brand den Ersatzbetrieb, der gegenüber der abgebrannten „Marcottohütte“ errichtet wurde und eine kleine Bar beherbergte. 1991 ging das Eigentumsrecht der Bauparzelle 141 über an „Rainer und Bacher OHG des Alois Bacher – Offene Handelsgesellschaft“ mit Sitz in Sterzing, mit Kaufvertrag von 2003 wurde das Eigentum an die „Hotel Lamm OHG des Alois Bacher & Co“ übertragen.
Die Familie Marcotto
Antonio Marcotto kam 1862 als Eisenbahnarbeiter von Verona nach Sterzing. Nach dem Bau der Brennereisenbahn zog er nach Österreich (Purkersdorf), wo die Söhne Teodoro (1897) und Luigi (1902) geboren wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg zog die Familie wieder nach Südtirol, wo die Söhne am Schneeberg im Bergwerk Arbeit fanden. Teodoro Marcotto ehelichte in Maiern Juliana Rainer (geb. 1901), hier wurden die Kinder Dora (1927), Frieda (1929) und Josef, genannt „Pubi“ (1932), geboren. Josef Marcotto heiratete 1960 in Peschiera Annemarie Rainer (geb. 1939), die ihm drei Söhne Paul, Stefan und Andreas schenkte. Annemarie Rainer arbeitete bereits in den 1950er Jahren gemeinsam mit Juliana Rainer auf der Roßkopfhütte.


Die Marcottohütte im Hochbetrieb in den 1960er Jahren
Über zwölf Zimmer mit 33 (teilweise Stock-)Betten verfügte die Marcottohütte.
Vorstand bestätigt
Vor kurzem wurde der Vorstand des Volkstanzkreises Wipptal für die nächsten drei Jahre neu ge-

wählt. Irmgard Hasler wurde als Vorsitzende bestätigt, ihre Stellvertreterin bleibt Helene Nössing. Die Tanzleitung liegt weiterhin in den Händen von Georg Frener, das begleitende Harmonikaspiel übernimmt Karl Wieser. Die Kasse verwaltet Maria Luise Depian, Schriftführerin ist Brigitte Amort. Im Ausschuss arbeiten außerdem Raimund Oberhofer und die neuen
unterstützenden Mitglieder Eva Zihl und Birgit Seehauser mit.
Der Volkstanzkreis Wipptal widmet sich der Pflege und Erhaltung überlieferter Volkstänze und Lieder aus dem Alpenraum. Regelmäßig organisiert der Verein Veranstaltungen wie Offenes Tanzen, Tanz- und Almfeste, Musikantenhoangarte sowie Anfänger-Tanzkurse im Wipptal.
Das Volksliedsingen, das auf viel Begeisterung stößt, organisiert der Verein gemeinsam mit der Seniorenvereinigung im Kulturhaus von Trens. Aus den Treffen ist die Singgruppe „Wipptaler Singvögel“ entstanden. Sie ist offen für alle, die Freude am gemeinsamen Singen haben.
Der Volkstanzkreis Wipptal ist Teil der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol sowie des Südtiroler Volksmusikvereins. Der Ausschuss bemüht sich um die Zusammenarbeit mit allen Vereinen, die sich für die Erhaltung von Brauchtum, Volksmusik, Volkslied und Volkstanz einsetzen.

Seit einigen Jahr sucht die Gemeinde Brenner einen Nach folger für ihren Ge meindechronisten Günther Ennemoser, der seit dem Jahr 1992 die Chronik der Grenzgemeinde geschrieben hatte. Aus Altersgründen konnte Ennemoser dieser Arbeit nicht mehr nachkommen. Doch niemand wollte diese wich-
tige Tätigkeit überdete sich Robert Holzer aus Gossensaß, der als Chefmechaniker die Europa-Garage in Sterzing geführt hat und vor kurzem in den Ruhestand getreten ist. Er übernimmt die Fortführung der Chronikarbeiten für die nächsten Jahre.
Ratschings
Der Muttergottes zur Ehre

Vor kurzem wurde beim „Reaserhof“ in Ratschings ein Bildstöckl zu Ehren der Muttergottes wiedererrichtet, das 1999 abgerissen worden war.

Da der Stall beim „Reaserhof“ an die neuen Anforderungen angepasst wurde, musste das Bildstöckl aus Platzgründen abgerissen werden. Die Muttergottesstatue musste in der Folge 29 Jahre auf dem Dachboden ausharren, bis sie wieder ein neues Zuhause bekommen sollte. Vor 150 bis 170 Jahren – das weiß man nicht mehr so genau – wurde das Bildstöckl erreichtet. Daneben verläuft nämlich ein Graben, der den Hof immer wieder mit Gissen bedrohte. Ganz genau weiß man aber auch das nicht, denn einer anderen Überlieferung nach soll der Grund für die Errichtung die Heilung eines Erkrankten gewesen sein. Aus einem Versprechen heraus wurde es jedenfalls 2025 neu aufgebaut. Da man über die Größe und das genaue Aussehen des alten Bildstocks nichts wusste, holte sich Johann Leitner landauf, landab Ideen, wie die Muttergottes am besten zur Geltung kommen würde. Langsam wurde die Vorstellung klarer. Als man endlich einen geeigneten Standort gefunden hatte, wurde schließlich das Fundament gegossen und der Grundstein gesetzt. Auf einem Steinsockel wurde ein Rundbogen errichtet, das Dach wurde mit Schindeln eingedeckt, für die Sicherheit der Muttergottes – sie soll laut Restaurator Christoph Hofer etwa 160 Jahre als sein – sorgt ein schmiedeeisernes Gitter.
Am 17. Mai wurde nun das Bildstöckl vom ehemaligen Dekan Christoph Schweigl in Anwesenheit von zwei Schützen geweiht und unter den Schutz der Muttergottes gestellt. Nun möge die Muttergottes die Anwohner und die Passanten vor Unheil bewahren, vor allem aber soll sie die Gebete um Frieden erhören.
... und in den 1950er Jahren
Der Bildstock bei seiner Weihe 2026 ...
Brennero, si dimette la vicesindaca
Brigitta Schölzhorn

Cambio ai vertici dell’amministrazione comunale di Brennero. Di recente la vicesindaca Brigitta Schölzhorn ha rassegnato le proprie dimissioni, per motivi personali, dagli incarichi di assessora comunale, vicesindaca e consigliera del Comune di Brennero.
La decisione è stata discussa nell’ambito di un confronto con la sezione allargata della SVP e con il direttivo locale del partito. Le dimissioni sono state accolte con rammarico dai presenti, che hanno voluto esprimere a Schölzhorn un sincero ringraziamento per l’impegno profuso e per il lavoro svolto a favore della comunità durante il suo mandato.
Il sindaco Martin Alber ha avviato una serie di colloqui all’interno del gruppo consiliare per definire la successione alla carica di vicesindaco e assessore comunale. La nomina del nuovo rappresentante sarà affrontata in vista della prossima seduta del consiglio comunale.
Per quanto riguarda il consiglio comunale, sarà Robert Holzer a subentrare a Brigitta Schölzhorn, assumendo il ruolo di nuovo consigliere del Comune di Brennero.
Erker 07/26
Potenziamento dell’offerta di posti nelle microstrutture per la prima infanzia in base al fabbisogno – 140 posti a disposizione delle famiglie nell’Alta Valle Isarco
Il potenziamento dei servizi di assistenza all’infanzia in base al fabbisogno in Alta Valle Isarco sta dando i suoi frutti: dal 2024 sono stati creati complessivamente 90 nuovi posti di assistenza. Oggi le famiglie possono contare su 140 posti complessivi distribuiti in cinque microstrutture. I tempi di attesa si sono sensibilmente ridotti e le liste d’attesa esistenti sono state in parte smaltite. I Comuni contribuiscono così in modo significativo a una migliore conciliazione tra famiglia e lavoro.
Le basi dell’attuale offerta risalgono già al 2004, con l’apertura della prima microstruttura per la prima infanzia a Vipiteno con 20 posti. Già allora i Comuni avevano affidato la titolarità del servizio alla Comunità Comprensoriale. Negli anni successivi la rete delle strutture è stata ampliata in modo continuativo: nel 2014 è stata inaugurata la microstruttura di Racines a Stanghe, nel 2016 è seguita la struttura di Trens (Comune di Campo di Trens) e nel 2024 la nuova microstruttura “Kita Kunterbunt” a Prati nel Comune di Val di Vizze. Nel 2025 la microstruttura di Racines è stata inoltre ampliata con ulteriori 15 posti. Questo sviluppo è stato sostenuto anche da fondi aggiuntivi del Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza (PNRR), utilizzati dai Comuni di Vipiteno, Racines e Val di Vizze.
la direttrice Mayr. «In questo modo possono fornire informazioni fondate alle famiglie che si rivolgono a loro in merito ai servizi di assis

in modo positivo: «Siamo molto felici di essere riusciti ad ampliare ulteriormente questo servizio così importante e prezioso per le famiglie dell’Alta Valle Isarco».
Attualmente tre microstrutture a Vipiteno e Racines, con un totale di 90 posti, sono gestite dalla cooperativa sociale “Casa Bimbo – Servizio Tagesmutter”. Dal 2026 è attiva in Alta Valle Isarco anche la cooperativa sociale “Coccinella”, che gestisce le strutture di Campo di Trens e Val di Vizze con complessivamente 50 posti.
Per farsi un quadro concreto dell’offerta esistente, le assessore comunali alle politiche sociali, insieme alla direttrice dei Servizi sociali della Comunità Comprensoriale Alta Valle Isarco, Brigitte Mayr, hanno visitato direttamente le microstrutture per la prima infanzia. «Per le rappresentanti e i rappresentanti politici del comprensorio era molto importante potersi rendere conto personalmente delle strutture e della qualità dell’offerta», spiega
In alcune microstrutture sono attualmente ancora disponibili posti. Le famiglie alla ricerca di un posto di assistenza per il proprio bambino o che desiderano informazioni sull’offerta possono rivolgersi direttamente alle referenti competenti:
• Roberta Germanico, cooperativa sociale “Casa Bimbo – Servizio Tagesmutter”, tel. 335 848 8680
• Manuela Forrer, cooperativa sociale “Coccinella”, tel. 0471 401110 Entrambe sono a disposizione per informazioni sul progetto pedagogico, sui posti disponibili e sulle modalità di iscrizione.
Fortezza: rinasce la società sportiva
Ci siamo! Lo sport riparte. “Ricomincia da sette”, tanto per recuperare il titolo di un vecchio film ed adattarlo alla nuova realtà di Fortezza. È nato, anzi è nata, notizia fresca-fresca, l’Associazione sportiva dilettantistica, ASD l’acronimo, per non far morire quegli impianti di nuova costruzione, per consentire il gioco del calcetto e del tennis, per creare qualche evento e, perché no, recuperare (questo, pare almeno, nelle premesse) qualche incontro di paese. La rinascita la si deve a un gruppo di sette persone, sette volenterosi, che si sono messi assieme ed hanno ridato vita a quella associazione che, solo un paio di mesi fa, con altro direttivo, aveva dato forfait.
Recuperando la storia, l’allora Gruppo sportivo, che gestiva tutto il complesso di strutture comunali, compreso il tirassegno, si era dichiarato offeso per una frase pronunciata (senza intenzioni polemiche) dal vicesindaco Richard Amort, riguardante la gestione dell’attività, carente di iniziative volte ad invogliare la partecipazione, come un torneo o una manifestazione, ad esempio, e più improntata invece ad una gestione “commerciale” e conviviale. Allora, a dimettersi e con un certo clamore, furono personaggi di spicco, come l’assessore Bettina Cipolletta, che si dimise dal direttivo dell’associazione e da tutti gli incarichi comunali e il presidente Christian Stecher, seguiti a ruota da tutto il direttivo.
Dietro, a far da retroscena, c’era anche una sorta di battaglia indirizzata a non ricostruire, sul terreno ormai libero dal cantiere del Bbt, a metà strada tra Mezzaselva e Fortezza, quel campo che aveva costituito per anni, in passato, il fulcro del calcio paesano e scandito la domenica di gran parte dei fortezzini. Lo stesso assessore Bettina Cipolletta, aveva definito il calcio “sport obsoleto” (ma magari intendeva riferirsi al calcio a Fortezza e non in generale) invitando a ripensare completamente l’uso della (futura) zona sportivo-ricreativa.
Pareva che, con quelle dimissioni, lo sport fortezzino non avesse più chances di essere,
di esistere. E invece, come un’araba fenice, la società rinasce, con nuovo nome e nuovi personaggi a “spingere”. Dei sette fa parte Walter Zingerle, già calciatore di spessore regionale e allenatore anche a livelli semiprofessionistici, a cui si aggiungono Paolo Mirandola, Alex Bonafè e Patrick Colombi. A questi si aggiungono le “note nuove” come la moglie di Colombi, Mihaela Gavrila, Suad Kobilic, origini bosniache, ma ormai fortezzino a tutti gli effetti avendo moglie fortezzina e figli nati qui e Magda Tutu, rumena di origini ma talmente integra ta da essere stata eletta pre sidente. Questi i nomi del diret tivo provvisorio, nato e autoelettosi per accelerare i tempi e dare inizio all’attività. Traspare, oltre alla volontà di portare avanti un progetto, la parola “integrazione” perfettamente riuscita che si evince dai personaggi del nuovo direttivo. Ormai hanno firmato all’Agenzia delle Entrate, hanno aperto una partita Iva ed hanno chiesto al Comune l’accreditamento tra le associazioni... Tutto in regola, dunque, per gestire gli impianti esistenti e il bar annesso e, pare, con molte idee.

festa pare che nelle intenzioni ci sia anche la riproposizione di un torneo, di qualcosa che comunque possa coinvolgere giovani e giovanissimi. Non è ancora dato sapere se di tennis o calcetto.
“Sono contento – afferma il vicesindaco Amort – che la situazione di stallo sia in via di soluzione. Da quello che ho potuto verificare, pare che la società abbia tutta l’intenzione di far bene. So che al momento la priorità è l’apertura degli impianti, ma ho sentito idee, come quella di riproporre l’ormai perduta e frequentatissima festa di Ferragosto (organizzata per decenni dal CAI del paese presso la palestra di roccia a Forte Alto e soppressa ormai da più di un paio di stagioni n.d.r.), questa volta nella zona a sud del paese”, forte degli impianti e di quella che ormai è diventata la spiaggia sul lago per fortezzini e turisti in transito, aggiungiamo noi. Alla
“Sono soddisfatto – conclude Amort – anche perché era nelle intenzioni e nella volontà del Comune quella di restituire una possibilità organizzativa, ai 150 ragazzi che ormai fanno parte della vita del paese. Certo è ancora presto per i contributi finanziari, ma se c’è la volontà e si vedono i risultati, anche quelli non tarderanno”. Che l’impegno sia forte, che le motivazioni abbiano le proprie radici nell’US Fortezza, squadra nella quale hanno militato ormai molti decenni fa almeno un paio degli attuali membri dello staff dirigenziale, lo dice Alex Bonafè ormai rientrato definitivamente dalla Cina che lo ha visto, lì, imprenditore di successo, prima di quel Covid che ha segnato una linea di demarcazione netta per molti e molte aziende. “Ho giocato da ragazzino nell’Us – dice - e mi sarebbe dispiaciuto che nel mio paese tutto andasse a rotoli. Collaboro con Varna nell’allenare i bambini e so quanto entusiasmo ci sia dietro il calcio. Sono favorevole – rimarca – alla ricostruzione del campo, perché contiamo di far rivivere anche qui una squadra. Spero che il tempo ci dia ragione. Ed è anche per tutto quanto detto – conclude – che abbiamo recuperato i colori della vecchia squadra e, nello stemma, si legge la data di nascita di allora: 1976!”. Già, proprio cinquant’anni fa. Doppie motivazioni, dunque, storiche e sportive. Meno male! Perché lo sport è grande strumento di integrazione sociale, sport significa inclusione, socialità e benessere, lo sport contribuisce a rompere barriere culturali ed economiche. E dio solo sa quanto a Fortezza, il paese più multiculturale del Sudtirolo, ci sia bisogno di integrazione. dm
Comunicazione ufficiale della

La Sezione di Vipiteno annuncia il passaggio di consegne alla guida del gruppo. Dopo anni di impegno costante, disponibilità e grande senso di responsabilità, la Sig. ra Pasini Daniela conclude il proprio mandato come responsabile della sezione. A lei va il nostro più sincero ringraziamento per la professionalità dimostrata, per la capacità di coordinare il gruppo anche nei momenti più complessi e per il contributo determinante alla crescita dell’organizzazione sul territorio.
La direzione passa ora a Maurizio Camillo, nominato nuovo capogruppo della sezione di Vipiteno. Forte della sua esperienza nel volontariato come Direttore Interventi e della profonda conoscenza delle attività operative guiderà il gruppo, con la vicecapogruppo Sandra Girtler, con l’obiettivo di garantire continuità, efficienza e un impegno costante a favore della sicurezza della comunità.
La Protezione Civile di Vipiteno, parte della Croce Bianca, è alla ricerca di nuovi volontari/e di lingua italiana e tedesca. Ai volontari verrà offerta la possibilità di partecipare a diversi corsi di formazione interni.
Per maggiori informazioni si prega di contattare il Sig. Camillo Maurizio Tel.: +39 347 823 0504 E-mail: mauriziocamillo@virgilio.it
Leader: nuove idee dal confronto con l’Osttirol
Nuove prospettive, idee condivise e un confronto diretto tra territori: la recente visita appresentanti delle aree Leader Wipptal e Valle Isarco Dolomiti nel territorio della LAG Osttirol, con tappe a Sillian e Lienz, si è trasformata in un’importante occasione di crescita e scambio a livello regionale. Accanto alla visita di di versi progetti di sviluppo locale, l’iniziativa ha per messo un dialogo appro fondito con gli attori del management regionale dell’Osttirol, rafforzando la cooperazione trans frontaliera e la rete di collaborazione tra aree alpine.
Nel quadro del periodo di programmazione euro pea 2023–2027, le aree Leader dell’Alto Adige stanno portando avanti con sempre maggiore intensità numerosi progetti strategici. In questo contesto, innovazione, cooperazione tra territori e condivisione di buone pratiche assumono un ruolo centrale. La visita studio, organizzata congiuntamente dai due Gruppi di Azione Locale, nasce proprio con l’obiettivo di conoscere da vicino le esperienze dell’Osttirol e raccogliere nuovi spunti per lo sviluppo locale. L’iniziativa è stata coordinata dalla GRW Wipptal/ Valle Isarco, capofila delle due aree Leader, in collaborazione con il Regionsmanagement Osttirol.
progetto Interreg CLLD Dolomiti Live “Governance transfrontaliera e cittadinanza attiva Sillian–San Candido”. Particolare attenzione è stata dedicata agli sviluppi congiunti nei set-

lian, ampliato negli ultimi anni e oggi importante punto di riferimento per le famiglie e il turismo locale.
Il viaggio ha coinvolto 19 partecipanti – otto rappresentanti della LAG Wipptal e undici della LAG Valle Isarco Dolomiti – offrendo numerose occasioni di confronto sia interno sia con i partner austriaci. Durante la giornata sono stati approfonditi diversi ambiti strategici, tra cui cooperazione transfrontaliera, turismo, formazione, digitalizzazione e sviluppo sociale.
La prima tappa si è svolta nell’area di confine Sillian–San Candido, dove è stato presentato il
Nel pomeriggio la delegazione si è spostata a Lienz, presso la sede del Regionsmanagement Osttirol, dove sono stati presentati numerosi progetti e iniziative, tra cui il Centro per il volontariato, la rete della conoscenza dell’Osttirol, il coordinamento per le pari opportunità e il progetto “Chancen=Osttirol”. A conclusione della giornata, il gruppo ha visitato l’azienda MICADO, realtà innovativa nei settori dell’automazione e dello sviluppo prodotto, nonché importante punto di riferimento occupazionale per giovani ingegneri della regione.
La visita studio si è rivelata un’esperienza altamente formativa per i partecipanti delle due aree Leader altoatesine, rafforzando il dialogo tra territori e stimolando nuove idee per futuri progetti e collaborazioni. Un esempio concreto di come la cooperazione transfrontaliera possa generare valore aggiunto per lo sviluppo delle comunità alpine.
Grande successo per la prima Festa
di CAI e Alpenverein

Si è conclusa con grande successo la prima Festa dell’Arrampicata organizzata congiuntamente da CAI e Alpenverein. L’evento, svoltosi a fine maggio all’insegna del motto “Climb, Grill, Chill”, ha superato ogni aspettativa, confermando il valore della collaborazione tra le due associazioni nel creare momenti di incontro, sport e convivialità.
Favorita da una splendida giornata di sole, l’area del CAI si è trasformata in un vivace punto di ritrovo per famiglie, appassionati di arrampicata e amanti della montagna. Quella che doveva essere una semplice festa si è trasformata in una manifestazione molto partecipata, caratterizzata da un’atmosfera serena e coinvolgente per tutta la giornata.
Tra le attività più apprezzate, la torre di arrampicata dell’Alpenverein ha attirato numerosi partecipanti desiderosi di mettersi alla prova, mentre le slackline hanno offerto l’opportunità di
testare equilibrio e coordinazione sotto la guida di istruttori esperti.
Non è mancato l’aspetto gastronomico, con le specialità preparate dal Wastnerhof e un ricco assortimento di torte fatte in casa che hanno conquistato i presenti.
Uno dei momenti clou della giornata è stato il concerto dal vivo della band JJC, composta da Johannes Ellemunt “Jonny”, Julia Payrer e Christian Festini. Con la loro musica e il loro entusiasmo, i tre artisti hanno contribuito a creare un’atmosfera festosa e coinvolgente, accompagnando i partecipanti fino alla conclusione dell’evento.
Visto il grande riscontro ottenuto, la prima Festa dell’Arrampicata rappresenta un importante punto di partenza per future iniziative comuni tra CAI e Alpenverein, all’insegna dello sport, della natura e della condivisione.
Arrampicare per crescere
Un’esperienza educativa originale e coinvolgente ha accompagnato i bambini della scuola dell’infanzia “Fate e Folletti” di Vipiteno in un percorso di cre scita all’insegna del movimento, della scoperta e della fiducia in sé stessi.
Grazie a un progetto dedicato all’arrampicata, i piccoli alunni hanno avuto l’opportunità di cimentarsi in questa disciplina presso la caserma del 5° Reggi mento Alpini di Vipiteno, viven do un’attività tanto stimolante quanto formativa.
L’iniziativa è stata resa possibile grazie alla disponibilità del Co mandante del 5° Reggimento Alpini, che ha autorizzato l’uti lizzo degli spazi della caserma, e alla preziosa collaborazione della guida alpina Luca Spanevello, che ha seguito i bambini garantendo sicurezza e professionalità durante le attività.
rie e consapevolezza del proprio corpo, imparando al tempo stesso a superare piccoli ostacoli, a rafforzare l’autostima e a colla-

L’arrampicata rappresenta infatti molto più di un semplice esercizio fisico: attraverso il gioco e il movimento, i bambini sviluppano coordinazione, abilità moto-
graziamento al 5° Reggimento Alpini e a Luca Spanevello per il sostegno e la disponibilità dimostrati. Un esempio concreto di collaborazione tra istituzioni e realtà del territorio che contribuisce ad arricchire il percorso educativo dei più piccoli, offrendo loro occasioni preziose di crescita e apprendimento. sp

Upp?!
im Wipptol
von Francesco, Praktikant im Jugenddienst
Una settimana come „Jugendarbeiter“



Prima di lavorare insieme allo Jugenddienst, mi immaginavo il ruolo di uno Jugendarbeiter come qualcosa di marginale. Pensavo che il suo unico compito fosse supervisionare i ragazzi e magari intrattenerli, giocando insieme a biliardo, calcetto o a carte durante le ore di apertura dello Jugenddienst.
La realtà, invece, è ben diversa. In questa settimana di lavoro allo Jugenddienst ho capito che il ruolo di uno Jugendarbeiter è molto più complesso. È vero che passare del tempo con i ragazzi è la parte più importante del lavoro, ma non si tratta soltanto di intrattenerli. Oltre a questo, si garantisce loro un luogo sicuro, lontano da droghe e alcol, dove hanno la libertà di essere se stessi senza paura di essere



giudicati e dove possono aprirsi agli altri. Noi abbiamo il dovere di aiutarli in caso di necessità e di offrire loro supporto quando ne hanno bisogno. Come Jugendarbeiter non ho lavorato soltanto con i ragazzi, come immaginavo inizialmente, ma ho anche partecipato a un corso di aggiornamento a Bolzano insieme agli operatori di tutti gli altri centri giovanili dell’Alto Adige. In un’altra occasione, invece, abbiamo organizzato un Repair Café, dove le persone potevano portare oggetti rotti, come coltelli da affilare, vestiti bucati, biciclette o elettrodomestici guasti. Degli artigiani specializzati si occupavano delle riparazioni e i partecipanti potevano lasciare un’offerta libera.
Ma il lavoro non si ferma qui. Esiste tutta una parte di cui nessuno parla: la burocrazia. Ogni mattina bisogna inviare decine di e-mail alle famiglie, redigere i verbali delle uscite descrivendo i gruppi e le attività svolte, compilare tabelle con le varie spese e i contributi ricevuti, e partecipare a riunioni finalizzate all’organizzazione delle iniziative future. Peró almeno é gratificante sapere che tutta questa burocrazia non é inutile, ma che é indispensabile per fare uscite con i ragazzi. Ad esempio, l’8 giugno siamo andati a fare rafting a Campo di Trens. Sia noi che i ragazzi ci siamo divertiti molto, e uscite come questa ci ricordano che tutte le ore che passiamo davanti a un computer ad annoiarci non sono inutili.
!Der Jugenddienst sucht zurzeit auch noch einen oder eine Jugendarbeiter/in.
Wenn es dich interessiert, melde dich einfach beim Jugenddienst Wipptal.
Il Servizio Giovani sta attualmente cercando anche un operatore o un’operatrice giovanile
Se sei interessato/a, contatta semplicemente il Jugenddienst Wipptal.
Dalle Alpi all’Andalusia: l’Erasmus+ dell’IPC A. Langer che connette natura, tradizioni e futuro sostenibile
Si è conclusa con grande entusiasmo la seconda mobilità Erasmus+ del nostro istituto per l’anno scolastico 2025/2026, nell’ambi to del progetto di internazionalizzazione che continua a offrire ai nostri studenti import anti occasioni di crescita personale, cultura le e formativa.
Dopo le esperienze vissute a Stommeln nel mese di ottobre e a Navas de San Juan nel mese di dicembre, il nostro istituto ha avuto il piacere di ospitare a Vipiteno un gruppo di studenti e docenti spagnoli, due in job shadowing, provenienti da Navas de San Juan. Una settimana intensa, ricca di attività scolastiche, laboratori, visite culturali ed esperienze di vita condivisa che ha lasciato un segno profondo in tutti i partecipanti.
ni. L’attività ha rappresentato un’importante occasione per sviluppare competenze digi-

Gli studenti ospiti sono stati accolti dalle famiglie dei nostri alunni, vivendo così un’autentica esperienza di immersione culturale e linguistica. La settimana è iniziata con giochi di ice-breaking e con la presentazione della scuola e del programma delle attività, favorendo fin da subito la socializzazione e la collaborazione tra i ragazzi.
Durante la permanenza, gli studenti hanno partecipato a numerose attività didattiche e laboratoriali: lezioni di scienze, educazione motoria e musica in modalità CLIL, laboratori di arte, attività legate all’intelligenza artificiale e alla stampa 3D, oltre alla realizzazione di progetti dedicati alla promozione di stili di vita sani.
Particolarmente innovativo è stato il laboratorio sull’Intelligenza Artificiale, che ha permesso agli studenti di ideare due prototipi di app digitali: Dishcovery e Next Step, pensate per promuovere abitudini e stili di vita più sani attraverso strumenti tecnologici accessibili e vicini alle esigenze dei giova-
teno, il Museo Multscher, il Museion di Bolzano con laboratori in CLIL, il centro storico di Bressanone e il Museo delle Miniere di Ridanna hanno permesso agli ospiti di conoscere il patrimonio storico, artistico e naturalistico dell’Alto Adige.
Particolarmente significativa è stata l’esperienza del campo montano e dell’attendamento in collaborazione con il 5° Reggimento degli Alpini di Vipiteno, durante la quale studenti e docenti hanno preso parte ad attività di orienteering e montaggio tende, vivendo una notte all’insegna della collaborazione, dello spirito di gruppo e della resilienza. Un sentito ringraziamento va al comandante Venturini, al capitano Taddei, al maresciallo Maceroni e al sergente Casadei del 5°Reggimento Alpini di Vipiteno per la disponibilità, la professionalità e l’impegno dimostrati nella realizzazione di questa importante esperienza formativa. Grande entusiasmo anche per le attività sportive e ricreative, tra cui l’esperienza allo Skytrek e la serata conclusiva con pizza e ka-
raoke organizzata presso CasArci, momento di festa e condivisione molto apprezzato da tutti i partecipanti.
L’intera settimana è stata caratterizzata da un clima di collaborazione, accoglienza e partecipazione attiva. I colleghi ospiti sono rimasti profondamente colpiti dal nostro modo di operare, dalle competenze e dalle abilità dimostrate dai nostri studenti e dalla professionalità del personale scolastico coinvolto nelle diverse attività.
Un sentito ringraziamento va alle famiglie ospitanti, che con generosità e disponibilità hanno accolto gli studenti spagnoli facendoli sentire parte della nostra comunità. Grazie ai colleghi dell’IPC per il prezioso supporto organizzativo e didattico, alla sig.ra Corti per la guida del centro storico di Vipiteno e a tutti gli educatori per la collaborazione.
Un particolare ringraziamento va inoltre all’assessora Chiara Martorelli e al vicesindaco Fabio Cola per l’attenzione dimostrata nei confronti delle attività Erasmus+ e dei progetti di internazionalizzazione della nostra scuola.
Il nostro istituto guarda già con entusiasmo alle prossime mobilità Erasmus+ 2026/2027: per il prossimo anno sono infatti previsti nuovi scambi internazionali con Vienna e Madrid. Un’occasione preziosa per continuare a costruire ponti tra culture diverse e offrire ai nostri studenti e ai nostri docenti esperienze sempre più formative e coinvolgenti.
“Changing lives, opening minds” La coordinatrice Erasmus+ Prof.ssa Daniela Valenti
AFC Vipiteno, storica promozione in Prima Categoria
L’AFC Vipiteno festeggia una storica promozione in Prima Categoria, conquistata al termine di una stagione intensa e combattuta. La squadra allenata da Matthias Markart e Mirko Minzoni ha centrato l’obiettivo grazie al secondo posto in classifica, regalando una grande soddisfazione a società, tifosi e sostenitori.

Il successo rappresenta il coronamento di un progetto iniziato dodici anni fa con il rinnovamento della dirigenza e il potenziamento del settore giovanile. L’obiettivo era quello di creare una squadra competitiva composta principalmente da giovani cresciuti nel territorio di Vipiteno e della Val Ridanna.
Dopo la ripartenza nella stagione 2022/23, a seguito di cinque anni di inattività, la squadra ha compiuto una rapida scalata: dalla Terza Categoria alla Seconda Categoria e ora il salto in Prima Categoria.
Determinazione, spirito di squadra e continuità di rendimento hanno caratterizzato il campionato appena concluso, permettendo all’AFC Vipiteno di imporsi tra le migliori formazioni della lega e conquistare una promozione meritata. Il risultato assume anche un valore storico per il calcio locale: per la prima volta dalla stagione 2001/02, una squadra di Vipiteno tornerà infatti a disputare il campionato di Prima Categoria. La promozione è il frutto del lavoro svolto negli ultimi anni da giocatori, allenatori, dirigenti, sponsor e volontari. Parallelamente ai risultati della prima squadra, il club ha investito nella crescita del settore giovanile e del calcio femminile, elementi centrali della propria filosofia. Guardando al futuro, l’AFC Vipiteno punta a consolidare i risultati raggiunti e sta valutando l’iscrizione di una seconda squadra in Terza Categoria, con l’obiettivo di favorire ulteriormente la crescita dei giovani talenti locali. La promozione in Prima Categoria rappresenta così non solo un importante traguardo, ma anche l’inizio di una nuova fase per il calcio vipitenese.
Freenergy Fighting & Fitness, pioggia di qualificazioni alle finali regionali
Dopo soli dieci mesi di attività Freenergy Fighting & Fitness ha già lasciato il segno nel panorama sportivo regionale. La sezione Fighting della Polisportiva AVI di Vipiteno sta infatti raccogliendo i primi risultati importanti, confermando la validità di un progetto sportivo basato sulla formazione, disciplina e crescita degli atleti. Il risultato più recente è stato conseguito al torneo provinciale di Gym Boxe, dove cinque atleti della società, tesserati con la Rovereto Boxe, hanno conquistato la qualificazione alle fasi finali regionali, vincendo nelle rispettive categorie. A completare il quadro positivo c’è anche la qualificazione di un giovane atleta alle finali dello Sparring-Io, confermando un settore giovanile in pieno sviluppo. Al di là del dato agonistico, il traguardo raggiunto assume un valore particolare per una sezione sportiva così giovane: in pochi mesi la Freenergy Fighting & Fitness è infatti riuscita a creare un ambiente sportivo serio e motivante, capace di avvicinare alla boxe e alle discipline da combatti mento persone di età, esperienze e obiet tivi diversi. L’attività non si limita alla pre parazione per le competizioni, ma punta anche a trasmettere valori fondamentali come rispetto delle regole, costanza, autocontrollo e spirito di gruppo. Nel corso della stagione gli atleti vipitenesi hanno partecipato a quasi tutte le competizioni regionali in calendario, mostrando progressi continui sia sul piano tecnico sia su quello agonistico. Un percorso che testimonia il lavoro svolto in palestra e la volontà della società di offrire ai propri praticanti occasioni concrete di confronto e crescita. Particolarmente significativo è il coinvolgimento di atleti dai 6 ai 53 anni, dalle categorie giovanili fino ai master. Un dato che racconta meglio di molti ri-
sultati la finalità del progetto: rendere gli sport da combattimento accessibili, formativi e inclusivi, valorizzando tanto l’aspetto competitivo quanto quello educativo e sociale. Quella che fino a pochi mesi fa era una piccola realtà locale sta quindi diventando un punto di riferimento per Vipiteno: la Freenergy Fighting & Fitness contribuisce alla diffusione della boxe in un contesto sano e strutturato,

gno della Polisportiva AVI e della sezione Fitness, che mettono a disposizione strutture, mezzi e supporto organizzativo. Un aiuto prezioso che permette agli atleti di allenarsi nelle migliori condizioni e di proseguire con continuità il proprio percorso tecnico e agonistico. Le qualificazioni alle finali regionali rappresentano dunque una conferma importante del lavoro svolto finora e, allo stesso tempo, uno stimolo per affrontare con entusiasmo le prossime finali regionali, continuando a portare avanti una proposta sportiva fondata su impegno, crescita e passione.
dove l’obiettivo non è soltanto salire sul
Impresa leggendaria a Mülsen:
Julian Frasnelli rimonta 27 posizioni e conquista il podio
Ci sono gare che valgono una stagione e prestazioni che entrano di diritto nella storia di uno sport. È quanto accaduto alla Motorsportarena di Mülsen,

ha firmato una delle rimonte più spettacolari degli ultimi anni nel karting internazionale.
Il pilota del Tony Kart Racing Team è stato protagonista assoluto del terzo round della Champions of the Future Euro Series, conquistando uno straordinario terzo posto nella finale della categoria OK-Junior dopo essere partito dalla trentesima posizione in griglia.
Il weekend tedesco era iniziato nel migliore dei modi. Frasnelli aveva subito dimostrato di poter lottare per le posizioni di vertice, facendo segnare il terzo miglior tempo nel proprio gruppo di qualifica e mantenendosi costantemente nella top five nelle prime manche. Poi la sfortuna ha cambiato il corso del fine
settimana: un violento contatto in pista lo ha costretto al ritiro in una batteria, seguito da una squalifica che ha compromesso il lavoro svolto fino a quel momento. Due episodi che lo hanno atto precipitare fino alla trentesima posizione sulla griglia di partenza della finale.
Ma proprio quando tutto sembrava compromesso, è arrivata a reazione del campione. In una gara combattutissima, caratterizzata anche da una bandiera ossa e da continui colpi di scena, Frasnelli ha dato vita a una rimonta eccezionale. Giro dopo giro, con sorpassi precisi e grande determinazione, il giovane toatesino ha recuperato ben 27 posizioni, risalendo il gruppo fino a tagliare il traguardo in terza posizione.
Un risultato che assume un valore ancora più importante in chiave campionato. Grazie ai punti conquistati nella rocambolesca tappa di Mülsen, Frasnelli consolida infatti il terzo posto nella classifica generale della prestigiosa serie internazionale, confermandosi tra i protagonisti più promettenti e competitivi del karting mondiale.
La straordinaria rimonta lancia inoltre un messaggio chiaro agli avversari in vista del prossimo appuntamento del Campionato Europeo FIA Karting, che si disputerà proprio sul circuito tedesco di Mülsen. Dopo un’impresa del genere, Julian Frasnelli si presenta come uno dei grandi favoriti per continuare a stupire e inseguire il sogno europeo.
“Sport per tutti”: 60 anni di Lebenshilfe celebrati a Vipiteno

Con una serata ricca di emozioni al Teatro Comunale di Vipiteno, la Lebenshilfe Südtirol ha celebrato a inizio maggio il suo 60° anniversario, mettendo al centro il tema “Sport per tutti” come simbolo concreto di inclusione, comunità e crescita personale.
Nel corso della serata è stato ribadito più volte come lo sport rappresenti molto più di una semplice attività fisica: per le persone con disabilità è soprattutto uno spazio di incontro, partecipazione e autodeterminazione. Il presidente della Lebenshilfe, Roland Schroffenegger, ha sottolineato il valore sociale dello sport, invitando le persone con disabilità a mettersi in gioco e ricordando a famiglie, associazioni e media l’importanza di dare visibilità all’inclusione.
Un film dedicato ai 60 anni dell’associazione ha raccontato la quotidianità delle persone seguite dalla Lebenshilfe, tra lavoro, tempo libero e attività sportive, offrendo uno sguardo autentico sulla loro vita. Momento centrale della serata è stata una tavola rotonda con atleti, tecnici e rappresentanti del mondo sportivo e sociale. Tra gli ospiti, l’atleta paralimpico Nils Larch, la sportiva Kathrin
Oberhauser, l’ex atleta e oggi politica Kira Grünberg, la presidente degli Special Olympics Team Südtirol Martha Stocker, la coach di sci di fondo Julia Schroffenegger, Hansjörg Elsler e Markus Kompatscher. Dai loro interventi è emerso un messaggio comune: lo sport è crescita, relazione e forza, indipendentemente dal risultato. Particolarmente toccante la testimonianza di Kira Grünberg, che ha ricordato il suo grave incidente e ha ribadito la necessità di “parlare con le persone, non di loro”, chiedendo maggiore autonomia e partecipazione. Nel corso degli interventi è stato lanciato anche un appello alla società e alle associazioni sportive: aprirsi all’inclusione, dare spazio agli atleti con disabilità e promuovere una cultura sportiva più accessibile e rispettosa.
La serata si è conclusa con la consegna di riconoscimenti sportivi e di due assegni di solidarietà da parte del Kiwanis Club e degli operatori HGV dell’iniziativa “Eisacktaler Kost”, accompagnati da un messaggio finale condiviso da tutti i relatori: portare l’inclusione nella vita quotidiana, rendendola sempre più naturale e concreta. sp
Estate 2026: Vipiteno e l’Alta Valle Isarco si animano con un ricco calendario di eventi
Musica, tradizioni, gastronomia, natura e appuntamenti internazionali: l’estate 2026 si presenta particolarmente ricca di iniziative a Vipiteno e in tutta l’Alta Valle Isarco, con un programma pensato per coinvolgere residenti e turisti di ogni età.
Tra gli appuntamenti più attesi tornano le tradizionali Feste delle Lanterne che quest‘anno festeggiano 30 anni. Per sette mercoledí, in luglio e agosto, il centro storico si trasforma in una grande festa all‘aperto dove tradizione, musica e sapori si incontrano in un‘atmosfera unica.
Protagonista dell’estate sarà anche lo Yogurtsummer – Giornate dello Yogurt programma per tutto il mese di luglio. De gustazioni, visite guidate, attività per famiglie, picnic in quota e iniziative dedicate alla scoperta delle tradizioni lattiero-casearie permetteranno di valorizzare uno dei pro dotti simbolo del territorio.
Spazio anche agli eventi di respiro interna zionale con il World Bodypainting Festival che il 3 e 4 luglio porterà a Vipiteno artisti provenienti da numerosi Paesi. La manifes tazione, tra le più importanti al mondo nel

suo genere, offrirà al pubblico la possibilità di ammirare opere artistiche realizzate direttamente sul corpo umano.
Numerose anche le iniziative in montagna. Sul Monte Cavallo e nelle aree escursionistiche della valle sono previsti concerti, escursioni all’alba, eventi gastronomici e attività a contatto con la natura, per vivere da vicino il fascino delle Alpi altoatesine.
A partire dal 16 luglio torna inoltre il suggestivo Gilfenklamm Magic Light, in programma ogni giovedì fino al 10 settembre, con una serata speciale prevista per il 15 agosto.
in programma dall’11 al 26 luglio tra Colle Isarco e la Val di Fleres. Due settimane durante le quali natura, gastronomia e cultura


Ricco anche il programma nell’area escursionistica Racines-Giovo. Il 5 luglio si terrà la tradizionale festa degli Schuhplattler presso le malghe della zona, seguita il 12 luglio dalla 18ª Festa delle Malghe di Racines. Le famiglie potranno invece partecipare il 26 luglio all’evento “Sulle tracce del Pfeifer Huisile”, dedicato alle leggende e alle tradizioni locali. Nel corso del mese sono inoltre previsti appuntamenti più raccolti, come l’Almtanz alla Kalcheralm il 12 luglio e la festa della Rinneralm il 19 luglio. Un capitolo importante dell’estate sarà dedicato alle erbe alpine con la manifestazione “Montagna e Fiori – Il mondo delle erbe”,
intrecceranno in un calendario di eventi che comprende escursioni guidate, aperitivi nel giardino delle erbe, serate musicali in malga e appuntamenti dedicati alle tradizio-
ra i momenti più significativi figurano la festa musicale della banda di Colle Isarco, il tour musicale tra le montagne di Ladurns, le escursioni per famiglie alla scoperta delle antiche leggende e la Festa delle Erbe a Ladurns, accompagnata da specialità gastronomiche e intrattenimento musicale. Particolarmente suggestivo sarà anche il concerto sul lago presso il rifugio Edelweiß. La rassegna si concluderà con l’evento finale “Montagna & Fiore – Il tuo momento più bello in montagna”, durante il quale saranno premiate le fotografie più belle realizzate nell’ambito del concorso dedicato alla manifestazione.
Per informazioni aggiornate e dettagli sui singoli appuntamenti è possibile consultare online il calendario eventi delle Associazioni turistiche di Vipiteno, Racines e Colle Isarco. sp
Calendarietto
Concerto dell’Accademia d’archi di Bolzano
Solisti: Sebastian Bohren, violino Heinz Holliger, oboe e direzione musicale
Il 9 agosto l’Accademia d’archi di Bolzano presenta al Teatro Comunale di Vipiteno un programma concertistico di alto livello, incentrato sulla forza espressiva dell’oboe e del violino e sulla ricchezza sonora dell’orchestra d’archi.
Il concerto si apre con il Concerto per oboe d’amore in La maggiore BWV 1055 di Johann Sebastian Bach. Segue il Polyptyque per violino e due piccole orchestre d’archi di Frank Martin, un’opera del XX secolo di grande forza drammaturgica. In sette quadri musicali Martin coniuga modernità espressiva e profondità spirituale. La conclusione è affidata alla Seconda Sinfonia H 153 del compositore svizzero Ar-

thur Honegger. Si tratta di una testimonianza impressionante del linguaggio musicale del XX secolo.

L’Accademia d’archi di Bolzano vanta una storia di quasi 40 anni. Due personalità di spicco della scena musicale internazionale caratterizzeranno la serata in qualità di solisti e direttori d’orchestra: l’oboista e direttore d’orchestra Heinz Holliger, che è tra le figure musicali più importanti del nostro tempo, e il violinista Sebastian Bohren, uno dei violinisti più affermati della sua generazione. Il concerto inizierà alle ore 20.30; l’ingresso e la scelta dei posti sono liberi.
sp
Vipiteno all’Assemblea nazionale dei Borghi più belli d’Italia
Dal 29 al 31 maggio il Comune di Vipiteno ha partecipato alla XXVI Assemblea nazionale dell’Associazione “I Borghi più belli d’Italia”, svoltasi a Trevi, in provincia di Perugia. L’evento ha riunito amministratori, rappresentanti istituzionali e operatori turistici provenienti da tutta Italia per confrontarsi sui temi della valorizzazione dei centri storici, del turismo sostenibile e della promozione dei territori. A rappresentare il Comune di Vipiteno erano presenti il vicesindaco Fabio Cola e Silvia Pergher dell’Ufficio turistico. La partecipazione all’assemblea ha rappresentato un’importante occasione di incontro e scambio di esperienze con gli altri comuni appartenenti alla prestigiosa rete dei Borghi più belli d’Italia.

Presenti anche i rappresentanti degli altri borghi altoatesini inseriti nell’associazione: Castelrotto, Chiusa, Glorenza ed Egna, oltre alle delegazioni dei borghi del Trentino. Durante le giornate di lavoro sono stati affrontati temi legati alla tutela del patrimonio culturale, alla promozione turistica e alle strategie per rendere i borghi sempre più attrattivi e vivibili. Per Vipiteno, che da oltre vent’anni fa parte della rete nazionale dei Borghi più belli d’Italia, la partecipazione all’assemblea rappresenta un’importante opportunità per rafforzare i rapporti con le altre realtà italiane, condividere buone pratiche e promuovere il proprio patrimonio storico, culturale e turistico a livello nazionale. sp
C.A.I. Brennero
18-19.07.26: Escursione suo ghiacciaio Presanella con pernottamento 19.07.26: Gita al lago di Issengo 25-26.07.26: Pernottamento al rifugio Chiusa
C.A.I. Vipiteno
05.07.26: Altavia Gherdenacia: la Gherdenacia è un vasto altopiano carsico elevato, un acrocoro quasi lunare, che si estende fra l’alta Val Badia e l’alta Val Gardena. Dislivello: salita 750 m ca. discesa 1000 m ca. Tempo di escursione 5–6 ore. Iscrizioni: Adriano 333 8914478.
12.07.26: Da Passo Giau al Rifugio Croda da Lago. Meraviglioso itinerario sulle Dolomiti ampezzane con bellissimi panorami. Informazioni e iscrizioni: Fabrizio 334 7901129. 18-19.07.26: Gruppo giovanile - Pernottamento Gran Pilastro e cima. Salita al rifugio Gran Pilastro con pernottamento e mattina successiva la cima.
18.07.26: Gruppo MTB - Rifugio Alpe di Nemes: Giro che offre un fantastico panorama sulle Dolomiti di Sesto che si estendono sul lato opposto della valle. Lunghezza: circa 41 km, tempo di percorrenza 5.00 h ca., info e prenotazioni: Nicola 3472658998 23-26.07.26: Viaggio nel Parco Nazionale dei Monti Sibillini. Iscrizioni e informazioni: Andrea 335272822.
Biblioteca Civica
16.07.26: Conferenza: Donne verso la modernità – Amore, matrimonio, politica ed economia con Siglinde Clementi. Ore 19:00 Museo Civico e Museo Multscher, ingesso gratuito. 23.07.26: Dall’ospitalità alla locanda: Vipiteno e le antiche insegne alberghiere. Una conferenza sull’ospitalità e sulle insegne alberghiere di Vipiteno, con proiezione di immagini. Ore 21:00 Biblioteca civica di Vipiteno, entrata libera.
Udienza della difensora civica presso la sede dell' Ispettorato all'agricoltura, via Stazione 2 a Vipiteno, venerdì, 24 luglio 2026 dalle ore 9.00 alle ore 12.00, appuntamento necessario Per informazioni: tel. 0471 946020.
Per medici e farmacie di turno vedi pag. 106
© Julia Schildknecht
© Marco Borggreve
MEIN HAUSTIER
81 Fotos sind in unserer Redaktion eingelangt. Allen, die uns einen Schnappschuss von ihrem tierisch lieben Schatz zugeschickt haben, ein großes Danke fürs Mitmachen! An der Verlosung haben alle Einsendungen teilgenommen. Herzlichen Glückwunsch!
DIE EINSENDERIN DIESES FOTOS GEWINNT EINEN GUTSCHEIN FÜR TIERFUTTER IM WERT VON 50 EURO BEI GRAUS AGRAR 6 GARTENCENTER.

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Cindy von Milena
Lilli von Angela Lucibello
Flocki von Johanna Leitner










Sina von Evi
Laika von Margareth Markart
Aiko von Sonya Plattner Milo von Giada Zanetti
Delia von Sara Grassi
Benno von Lorenz Thaler
Jacky von Petra Schuster Muini von Barbara Albertini
Flocki und Flauschi von Jasmin Seeber
Makita und Felicitas von Anna Tratter











Leeroy von Sabrina Gschliesser Franky von Tobias Prieth Max von Milena
Jessi von Elfriede Flocke von Elisabeth Mayr Milo von Egon Rauch
Rocky von Andrea Holzmann
Isis & Ferdl von Sophia Mühlsteiger Loki und Gimli von Simone Larcher
Mausi von Barbara Wild
Mimi von Ramona Schwazer








Gimli von Maren Bade
Gennarina von Maria Covi
Mia und Balu von Alberta Mair
Ella von Marta Manelli
Argo, Mimi & Ella von Fam. Manelli
Fibi & Jumbo von Jenny Ungerank
Zwischen Auf- und Abstieg
Von Meisterjubel bis Abstiegsschmerz: Die Fußballsaison hatte wirklich alles zu bieten. Während der ASV Wiesen und der AFC Sterzing (siehe eigener Bericht) eine herausragende Meisterschaft feierten und die Auswahl Ridnauntal ganz oben mitmischte, zitterte sich der ASV Gossensaß im Entscheidungsspiel zum Klassenerhalt. Weniger Glück hatte der ASV Freienfeld, für den nach einer schwierigen Spielzeit der Gang in die 1. Amateurliga feststeht.
Landesliga
ASV Freienfeld steigt in die 1. Amateurliga ab
Nur 16 Punkte aus 30 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Dazu kommen noch 77 Gegentore bei 33 erzielten Toren, was einer Differenz von -44 Toren entspricht. Zu wenig, um einen Klassenerhalt in der Landesliga zu schaffen. Nichtsdestotrotz war es für den ASV Freienfeld eine Saison, in der vor allem die jungen Spieler wichtige Erfahrungen sammeln konnten – und sicher auch aus den Niederlagen lernen konnten. Das Team ist zwar mit zwei Siegen in die Rückrunde gestartet, insgesamt verlief der zweite Teil der Saison jedoch nicht wie erhofft. Trotz des gelungenen Auftakts blieb die Punkteausbeute in den folgenden Spielen hinter den Erwartungen zurück. „Ein wesentlicher Faktor dabei war das Fehlen mehrerer Stammspieler, was sich über weite Strecken bemerkbar machte“, so der Verantwortliche Fabian Ganterer.
ASV Wiesen: Verdient in die 2. Amateurliga aufgestiegen

Nach einer insgesamt schwieri gen Saison richtet sich der Blick nun nach vorne. Mit Michael Siller übernimmt ein neuer Trainer die sportliche Leitung der Mannschaft. Gleichzeitig bleibt der Kern des Teams erhalten, was für Stabilität sorgen soll. Ergänzt wird der Kader gezielt durch junge, einheimische Spieler. Diese sollen über Einsätze in der 1. Amateurliga schrittweise an das Niveau der ersten Mannschaft herangeführt werden. Ziel des Vereins ist es, verstärkt auf den Nachwuchs zu setzen und damit eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten. „Mit dieser strategischen Ausrichtung möchte der ASV Freienfeld die Basis für künftige Erfolge schaffen und mittelfristig ein solides Fundament für die kommenden Jahre legen“, so Ganterer.
1. Amateurliga
Auswahl Ridnauntal mit sehr guter Saison
Die Auswahl Ridnauntal hat die
Ziel, in der 1. Amateurliga vorne mitzuspielen, erreicht. Bis zum vorletzten Spieltag konnte das Team sogar noch auf ein Entscheidungsspiel spekulieren. In 26 Spielen gab es nur zwei Niederlagen für die Mannschaft von Kapitän Noel Rainer. Die knappe 1:0-Niederlage in Überzahl gegen Kiens hat letztendlich über Platz 2 und 3 entschieden. Die Offensive mit 57 Treffern war die drittbeste der Liga, die Defensive mit lediglich 27 Gegentreffern sogar die beste. „Natürlich wird Manuel Rella auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank wieder das Sagen haben, ihm zur Zeite steht erneut Stefan Siller“, so Präsident Kurt Eisendle. Im Kader wird es nur leichte Veränderungen geben. Vier bis fünf Spieler werden nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer die neuen Gesichter in den Reihen der Auswahl sein werden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
im Entscheidungsspiel
Es war von Anfang an eine schwierige Saison für den ASV Gossensaß. „Sechs Niederlagen in den ersten sechs Spielen hätten jedes Team entmutigt, doch mit harter Arbeit und großem Einsatz haben wir uns zurückgekämpft“, so der Verantwortliche Ottavio Spadavecchia. 13 Punkte konnte das Team in der Rückrunde verbuchen, zumindest drei Punkte mehr als in der Hinrunde. Die größten Probleme gab es wohl in der Defensive. 64 Gegentore bei nur 31 erzielten Toren ergeben ein Torverhältnis von -33 Toren. „Die ständigen Aufstellungsprobleme trugen leider zu den negativen Ergebnissen bei. Immer standen andere Spieler in der Startelf und es fehlte die Stabilität in der Mannschaft“, so Spadavecchia. Bis zum letzten Spieltag lieferte sich der ASV Gossensaß ein Kopf-anKopf-Rennen mit den Jergina
Fußball
Amateuren. Punktgleichheit nach dem letzten Spieltag bedeutete dann: Relegationsspiel auf neutralem Rasen in Vahrn. „Mit Charakterstärke, defensiver Stabilität und offensiver Entschlossenheit konnten wir uns schließlich mit 2:1 durchsetzen und den Klassenerhalt sichern, der nach den ersten Spielen noch in weiter Ferne schien“, zieht Spadavecchio Resümee. „Über den Sommer wird Gossensaß ganz klar alles daransetzen, eine Mannschaft zusammenzustellen, die in der zweiten Liga um die Meisterschaft mitspielen kann.“
3. Amateurliga Herausragende Saison für ASV Wiesen
Eine grandiose Saison hat der ASV Wiesen in der 3. Amateurliga gespielt. 58 von 66 möglichen Punkten wurden geholt, vom ersten Spieltag an lag das Team auf Tabellenplatz 1. 19 Siege, ein Unentschieden und nur zwei Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache. Mit 74 erzielten Toren hat es den mit Abstand besten Angriff und mit nur 19 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Hervorzuheben sind vor allem Paul Tötsch und Gernot Pfitscher. Beide zusammen haben 38 Tore erzielt und teilen sich mit jeweils 19 Toren die Torjägerkanone der 3. Amateurliga Gruppe C. Einen Spieltag vor Abschluss der Meisterschaft konnte sich Wiesen den Meistertitel sichern, mit acht Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger SV Mühlwald. „Wir sind glücklich, dass wir unser Ziel erreichen konnten. Natürlich braucht es zum Gewinn einer Meisterschaft immer auch das nötige Glück, aber heuer können wir zu Recht behaupten, dass wir verdient in die 2. Amateurliga aufgestiegen sind“, so der Verantwortliche Matthias Haller. „Der Mannschaft und dem Trainerteam gilt ein großes Kompliment, der Zusammenhalt war einfach großartig, der Einsatz eines jeden nahezu perfekt. Wirklich alle in der Mannschaft haben an einem Strang gezogen und wollten das Ziel um jeden Preis erreichen. So etwas kann man sich innerhalb eines Vereins nur wünschen“, so Präsident Thomas Schwitzer.

belohnte sich die Mannschaft unter dem Trainerduo Matthias Markart und Mirko Minzoni für eine herausragende Saison und erfüllte das große Ziel der Vereinsführung und der Fans.
Was vor zwölf Jahren mit der Neubesetzung des Vereinsvorstandes und einer klaren Vision begann, hat sich Schritt für Schritt zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Damals setzte man sich das Ziel, über den Neuaufbau des Jugendsektors die erste Mannschaft irgendwann in die 1. Amateurliga zu führen. Mit dem letzten Spieltag der Meisterschaft in Barbian wurde dieser Traum nun Wirklichkeit.
Das Abenteuer begann in der Saison 2022/23 mit der Wiedereinschreibung nach fünf Jahren Stillstand. Das Team formierte sich aus Spielern der Junioren Sterzing/Auswahl Ridnauntal, reaktivierten Freizeitkickern und Jugendspielern. Der Vereinsführung war es ein besonderes Anliegen, jungen Spielern, die ihre gesamte Jugend in Sterzing und Ridnaun verbracht hatten, eine sportliche Perspektive im Amateurbereich zu bieten.
Nach dem Start in der 3. Amateurliga folgte in der Saison 2024/25 der Aufstieg in die 2. Amateurliga. Dort lautete die Devise zunächst Klassenerhalt, der mit einem starken 5. Tabellenplatz sou-
verän gemeistert wurde. Im Sommer
tischen Entwicklung unter Markart und Minzoni sowie gezielten Verstärkungen traute man der Mannschaft den großen Wurf zu.
Von Beginn an zeigte das Team, dass es zu den stärksten der Liga gehört. Konstante Leistungen, Disziplin und ein starkes Kollektiv ermöglichten es dem AFC Sterzing, sich gegen erfahrene Gegner durchzusetzen und den hart erkämpften Aufstieg zu feiern.
Dieser Erfolg hat historische Ausmaße: Erstmals seit der Saison 2001/02 – also nach mehr als zwei Jahrzehnten – steht wieder eine Sterzinger Mannschaft in der 1. Amateurliga auf dem Spielfeld und setzt damit ein starkes Zeichen für die Zukunft. Der Aufstieg steht stellvertretend für die kontinuierliche Aufbauarbeit des gesamten Vereins. Spieler, Trainer, Funktionäre, Sponsoren und freiwillige Helfer haben diesen Meilenstein gemeinsam ermöglicht. Parallel zur ersten Mannschaft wurde auch der Jugend- und Damenbereich nachhaltig weiterentwickelt, was Kern der Vereinsphilosophie bleibt.
Mit dem Aufstieg schlägt der AFC Sterzing ein neues Kapitel auf. Um die sportliche Entwicklung abzusichern, plant der Verein die Meldung einer zweiten Mannschaft in der 3. Amateurliga. Diese soll als wichtiges Bindeglied dienen, um junge Talente schrittweise an den Erwachsenenbereich heranzuführen.
AFC Sterzing: Historischen Aufstieg in die 1. Amateurliga gefeiert
1. FC Kaiserslautern kehrt zurück

Der 1. FC Kaiserslautern wird vom 19. bis zum 26. Juli erneut sein Sommertrainingslager im Wipptal absolvieren. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr kehrt der Traditionsverein aus der Pfalz für die Saisonvorbereitung wieder nach Sterzing zurück.
Der Aufenthalt des Bundesliga Zweitligisten wird gemeinsam von der Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld und der Tourismusgenossenschaft Ratschings finanziert. Ziel der nun für zwei weitere Jahre verlängerten Kooperation ist es, die Ferienregion als attraktive Sommerdestination im deutschsprachigen Markt zu positionieren und gleichzeitig zusätzliche Wertschöpfung für die Region zu schaffen. Mit seiner mehr als 125-jährigen Vereinsgeschichte, vier deutschen Meisterschaften, zwei DFB-Pokalsiegen und einer großen Fangemeinde zählt der 1. FC Kaiserslautern zu den bekanntesten Fußballvereinen Deutschlands. Entsprechend groß ist die mediale Aufmerksamkeit rund um das Trainingslager, das auch heuer zahlreiche Fans in das
„Die Zusammenarbeit mit dem 1. FC Kaiserslautern ist für uns eine wertvolle Investition in die touristische Sichtbarkeit unserer Ferienregion. Der Verein genießt im deutschen Markt eine enorme Strahlkraft und erreicht touristisch interessante Zielgruppen. Gleichzeitig freuen wir uns, den FCK erneut bei uns zu begrüßen und Mannschaft, Trainerstab und Fans die Vielfalt unserer Urlaubsregion näherzubringen“, betont Markus Reifer, Geschäftsführer der Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld.
Während der Trainingswoche werden die Profis ihre Einheiten in der Sportzone Sterzing absolvieren. Fans erhalten dabei die Möglichkeit, ihre Mannschaft hautnah zu erleben, Autogramme zu sammeln und die Vorbereitung auf die neue Saison aus nächster Nähe mitzuverfolgen. Untergebracht ist die Mannschaft im Hotel „Engelspark“ in Sterzing.
Weitere Informationen zum Trainingslager werden rechtzeitig auf www.sterzing.com/fck bekanntgegeben.
Sportkegeln
Bei EM und WM

Vor kurzem fanden in Schwaz die Europameisterschaft der U15 und U19 sowie die Weltmeisterschaft der U23 und im Einzel der Allgemeinen Klasse im Sportkegeln statt. In der U23 waren Sofia Saxl (ASKC Fugger Sterzing) und Johannes Oberhofer (ASKC Auswahl Ridnaun) am Start. Als Coach fungierte u. a. Claudio Da Canal aus Mareit. Das Team der Damen belegte den 8. Rang von insgesamt 13 Nationen, wobei Sofia Saxl mit 580 Kegeln überzeugen konnte. Bei den Herren erreichte das italienische Team den 10. Platz, Johannes Oberhofer erzielte 588 Kegel. Saxl war auch im Sprint-Wettbewerb im Einsatz, wobei sie in den ersten beiden Runden siegreich war und sich im Viertelfinale gegen die starke Kroatin Paula Polanscak geschlagen geben musste. Auch Oberhofer kam im Sprintwettbewerb bis ins Halbfinale, wo er dem späteren Sieger Jakub Kurylo aus Polen knapp im Sudden Victory unterlag; er belegte den 3. Platz. In der allgemeinen Klasse waren mit Marion Thaler, Florian Thaler, Stefan Zini und Thomas
Rainer (alle ASKC Fugger Sterzing) mehrere Wipptaler Kegler dabei. Florian Thaler verpasste im Einzelwettbeweb die Qualifikation der besten 32. Im Sprintbewerb der Herren verlor Stefan Zini nach guter Leistung gegen den Weltranglistenersten Alen Kujundzic (Serbien) mit 2:0. Marion Thaler war im Sprint der Damen in der ersten Runde siegreich; in der 2. Runde traf sie auf Ex-Fuggerspielerin Laura Runggatscher aus Villnöß und unterlag ihr im Sudden Victory. Im Tandembewerb der Damen unterlagen Marion Thaler und Doris Libardi (ASKC Passeier) dem Team aus Österreich in der ersten Runde. Florian Thaler und Georg Plaickner (SV Lana) absolvierten den Tandembewerb der Herren und unterlagen in der ersten Runde dem kroatischen Duo. Im Tandem Mixed holten Laura Runggatscher (KC Schrezheim) und Armin Egger (KK Neumarkt) die Bronzemedaille.
Maria Saxl vom ASKC Fugger Sterzing (U15) konnte verletzungsbedingt nicht an der Meisterschaft teilnehmen.
Freundschaftsspiele
Am 25. Juli um 11.00 Uhr findet das Freundschaftsspiel gegen den traditionsreichen 1. FC Kaiserslautern in Sterzing statt.

Kids-Camp
mit dem FC Südtirol (28. - 30. Juli)
Vom 28. bis zum 30. Juli jeweils von 16.30 bis 18.30 erwartet alle fußballbegeisterten Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren auf dem Sportplatz in Stange ein dreitägiges Fußballcamp mit den Trainern des FC Südtirol.
Teilnahmegebühr: 70 ( inklusive FCS-Trainingskit, bestehend aus Leibchen, Hose und Stutzen
Und das Beste:
Die Profispieler schauen beim Camp natürlich auch vorbei!
Jetzt anmelden unter: camp.fc-suedtirol.com
Reichl und Eisenstecken gewinnen Ratschings Sky Trail
David Reichl und Silvia Eisenstecken haben Ende Juni den Ratschings Sky Trail gewonnen. Auf der kürzeren Strecke, dem Ratschings Mountain Trail, setzten sich mit Andreas Innerebner und Babinja Wirth die Vorjahressieger durch. Insgesamt waren rund 400 Trail-Läufer am Start, darunter auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, die den Minitrail bestritten.
David Reichl kam, sah und siegte. Der 25-Jährige aus Viechtach im niederbayeri


allem in den Aufwärtspassagen sukzessive aus. Am Durchgangsposten Kleine Kreuzspitze hatte Reichl, der für das xc-run.deTeam startet, nach einer Laufzeit von 1:14.8 Stunden viereinhalb Minuten Vorsprung auf Martin Griesser und über fünf Minuten auf Vorjahressieger Luca Clara. Dieser Vorsprung schmolz in der Folge leicht dahin. So waren es am Flecknergipfel nach 1:43.49 Stunden weniger als drei Minuten auf Griesser. Doch Reichl ließ sich den ersten Triumph nicht mehr nehmen und setzte sich in 2:44.05 Stunden durch. Griesser (Laufverein ASV Freienfeld) wurde in 2:46.17 Stunden Zweiter, während Clara (Martini Speed Team/2:52.28) das Podium komplettierte. Mit Patrick Ramoser (Kailas Fuga-Laufverein Freienfeld/2:55.02), Thomas Steck (ASV Rennerclub Vinschgau/2:56.17) und Franz Schnitzer (2:58.52) blieben drei weitere Südtiroler Ausdauersportler unter der magischen Drei-Stunden-Marke.
ere in 3:53.11 Stunden und blieb als einzige Teilnehmerin unter der Vier-Stunden-Marke. Eisenstecken, die sich im Ziel überrascht über ihren Erfolg zeigte, verwies mit Viktoria Großgasteiger (4:04.45) und Christine Rabensteiner (SG Eisacktal/4:11.20) zwei weitere lokale Ausdauersportlerinnen auf die Ehrenplätze.
Vierter Sieg für Innerebner
Beim Ratschings Mountain Trail (17,7 km/950 hm) wurde der Sarner Andreas Innerebner seiner Favoritenrolle gerecht. Der 46-Jährige vom ASC Lauffreunde Sarntal verteidigte in 1:26.27 Stunden seinen Vorjahreserfolg – und das mit großem Vorsprung. Innerebner, der zum bereits vierten Mal triumphierte, war 6.08 Minuten schneller als der Grödner Samuel Demetz (Team Salomon), der den 2. Rang belegte. Mit David Thöni aus Gossensaß (1:36.45) wurde ein Wipptaler Dritter.
Auch bei den Frauen gab es eine Titelverteidi-
gung. Babinja Wirth vom TSV Ebermannstadt setzte sich wie im Vorjahr durch. Mit einer Zeit von 1:51.13 Stunden, mit der sie bei den Männern den beachtenswerten 13. Rang belegt hätte, verbesserte sie sich im Vergleich zur Ausgabe 2025 um über sechs Minuten. Auf dem Podium wurde Wirth von den beiden Grödnerinnen Sofia Demetz (LC Bozen) und Nora Goller (Gherdëina Runners) flankiert.
Der Ratschings Mountain Trail konnte auch als Zweierstaffel in Angriff genommen werden. Bei den Männern war das Team „Die Zwoa 10er“ mit Matthäus Schwitzer und Felix Brunner nicht zu knacken (1:43.44). Schnellstes Frauen-Gespann waren die beiden Sarnerinnen Emma Schwitzer und Marie Schwitzer (Höhenmeterfresser/1:55.59), die zu den erfolgreichsten Nachwuchs-Langläuferinnen des Landes zählen. Die gemischte Staffel ging an „Just Married Mountain Crew“ – Andreas Vieider und Franziska Kollmann – in 1:49.29 Stunden. Mit Lokalmatador Patrick Braunhofer war auch ein starker Wipptaler Biathlet mit von der Partie, der sich 2025 zum Europameister küren konnte und im abgelaufenen Winter an den Olympischen Spielen Mailand-Cortina 2026 teilgenommen hat.
Strahlende Gesichter gab es am Ende nicht nur bei den siegreichen Athleten. Alle Teilnehmenden strahlten, als sie beim RinnerLift die Ziellinie passierten. Das freute selbstredend auch die Veranstalter. „Ich möchte mich bei allen Teilnehmern bedanken und ihnen zu ihrer Leistung gratulieren. Ein besonderer Dank geht an unsere Partner und Sponsoren und nicht zuletzt an unsere unzähligen Helfer, die das Herzstück und Rückgrat unserer Veranstaltung bilden“, so OK-Chef Hanspeter Schölzhorn.
Trail-Sieger David Reichl ... ... und Silvia Eisenstecken
Berglauf
Bereit für den Basil Hofer Lauf
Am 1. August geht der „Basil Hofer Lauf“ in Pfitsch in seine mittlerweile achte Runde. Eine Premiere sorgt in
auch dieses Mal alles daran, ein gelungenes Sportfest auf die Beine zu stellen.

diesem Jahr für zusätzliche Motivation, denn das Rennen ist zum ersten Mal Teil des renommierten „Wipptaler Berglauf Cups“. Ob Profi, Amateur, begeisterte Hobbyläufer oder Genusswanderer – die Veranstalter vom ASV Pfitscher Eisbär setzen
Berglauf
Attacke auf
Der Renntag wird bereits um 9.30 Uhr mit dem Kinderlauf in St. Jakob (Aue) eingeläutet. Um 10.30 Uhr fällt der Startschuss für den Hauptlauf, bei dem die Athleten eine Strecke über 10 km und 348 Höhenmeter bezwingen müssen. Zeitgleich starten bei der Firma „Grünig“ die Wanderer, für die ein Bustransfer vom Startgelände eingerichtet ist.
Bei ihnen steht nicht der Renndruck, sondern der Genuss im Vordergrund, weshalb hier die Mittelzeit prämiert wird.
Anmeldungen per E-Mail an basilhoferlauf@hotmail.com
den Mareiter Stein
Am 8. August ruft der ASV Mareit wieder zur „Mareiter Stein Attacke“.

Die Bergläufer der Kategorie „Race“ starten um 8.30 Uhr im Dorfzentrum von Mareit und laufen über 4,8 km und 1.180 Höhenmeter bis zum Gipfel des Mareiter Steins. In der Kategorie „Staffel“ hat der Startläufer eine Strecke von 2,6 km und 700 Höhenmeter zu bewältigen, der Ziel-
läufer läuft dann die letzten 2,2 km und 480 Höhenmeter bis zum Mareiter Stein. In der Kategorie „Hobby“ machen sich gemütlichere Zeitgenossen auf den Weg zur Kerschbaumeralm (5,5 km/830 Hm); prämiert wird die Mittelzeit. Um 14.00 Uhr werden auf dem Festplatz von Mareit die Sieger gekürt. Bereits am Vorabend (7. August) findet um 18.30 Uhr rund um das Schloss Wolfsthurn der Kinderlauf statt. Die Prämierung erfolgt um 20.00 Uhr auf dem Festplatz.
Unter allen Läufern der Kategorie „Race“ und „Staffel“, die sich innerhalb 31. Juli anmelden und am Rennen teilnehmen, wird ein Überraschungspreis verlost.
Anmeldungen unter www.mareitersteinattacke.com
Reitsporttage Wiesen mit großen Highlights
Wiesen steht im Juli ganz im Zeichen des Springreitsports. Bei den Reitsporttagen Wiesen treffen sich vom 3. bis zum 12. Juli Reiter aus ganz Italien sowie dem benachbarten Ausland, um sich auf der Reitanlage „Wiesenhof“ in spannenden Prüfungen zu messen. Das Turnier ist bereits vollständig ausgebucht und überzeugt mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld, das täglich für sportliche Höchstleistungen und spannende Entscheidungen sorgt. An allen Turniertagen finden von morgens bis abends Wettkämpfe statt. Besucher dürfen sich auf abwechslungsreichen Springsport, zahlreiche Prüfungen und eine besondere Atmosphäre vor der beeindruckenden Kulisse der Wipptaler Bergwelt freuen.

Die sportlichen Höhepunkte der Reitsporttage stehen an den beiden Sonntagen auf dem Programm. Am 5. Juli wird um 14.00 Uhr der Große Preis des A3*-Turniers ausgetragen. Eine Woche später folgt um 14.00 Uhr der Große Preis des A5*-Turniers, der den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildet. In diesen prestigeträchtigen Prüfungen kämpfen die besten Reiter des Turniers um den Sieg. Der ASV Reitclub Wiesen freut sich auf zahlreiche Zuschauer. Der Eintritt ist an allen Turniertagen frei. Wer Springsport auf hohem Niveau erleben möchte, findet in Wiesen beste Voraussetzungen für einen spannenden Turniertag.
Leichtathletik Erneut unter Dopingverdacht
Geher Alex Schwazer, Olympiasieger von 2008, steht erneut unter Dopingverdacht. Der 41-Jährige wurde am 26. April bei den deutschen Straßenmeisterschaften in Kelsterbach positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet. Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland hat ihn suspendiert und Anzeige erstattet. Auf einer Pressekonferenz bestritt Schwazer die Vorwürfe vehement und verkündete sein endgültiges Karriereende: „Ich bin unschuldig, aber diesmal werde ich mich nicht mehr verteidigen. Ich habe die Kraft für einen erneuten Kampf nicht mehr.“ Eine B-Probe will Schwazer nicht beantragen.
„Laufwunder“ vollbracht

Bereits zum zweiten Mal organisierte die KVW-Ortsgruppe Sterzing – diesmal in Zusammenarbeit mit dem ASV Sterzing – das „Laufwunder“. Dabei liefen zahlreiche Grund- und Mittelschüler im Stadtzentrum von Sterzing mehrere Runden für den guten Zweck und zeigten großen Einsatz und Begeisterung. Der diesjährige Erlös kommt einem Projekt zugute, das Pater Vincent sehr am Herzen liegt. Der Seelsorger hat Ende Juni Sterzing verlassen; er kehrt in seine Heimat Tansania zurück und engagiert sich in der Stadt Nala in der Region Dodoma für die Förderung und Bildung junger Menschen. In Nala wurde kürzlich eine Mittelschule für rund 600 Schüler errichtet. Um die Ausstattung und den laufenden Betrieb dieser Schule zu unterstützen, stellt der KVW Sterzing dank der Hilfe der teilnehmenden Kinder und Eltern beim „Laufwunder“ einen Betrag von 500 Euro zur Verfügung. Mit der Spendenübergabe verbunden ist zugleich ein herzlicher Dank an Pater Vincent für seinen wertvollen Dienst in Sterzing. Die KVW-Ortsgruppe Sterzing verabschiedet ihn mit den besten Wünschen für seinen weiteren Lebensweg in Tansania.
Leichtathletik
Sterzinger Siege beim Stadtlauf

sowohl der Frauen als auch der Herren war hochkarätig besetzt.
Zahlreiche interessierte Zuschauer säumten den hervorragend präparierten Parcours in der Sterzinger Alt- und Neustadt. Pünktlich um 19.00 Uhr ertönte der erste Startschuss. Den Lauf der Altersklasse Schüler B, der über 1.040 m führte, sicherte sich Elias Magoni vom ASV Sterzing, der nach 3.11,9 Minuten das Ziel passierte. Vorjahressieger Ivan Bacher belegte der 4. Platz. In der Altersklasse der Schülerinnen B siegte Lena Sanin vom LF Kaltern, während Hanna Volgger vom veranstaltenden Verein Fünfte wurde. In der Altersklasse der Schülerinnen A feierten die Läuferinnen des ASV Sterzing Anna Kruselburger und Jana Leitner einen Doppelerfolg, während sich bei den Knaben Johannes Rungger vom ASC Sarntal durchsetzte.
Der anschließende Frauenlauf war an Spannung nicht zu überbieten. Nach der anfänglichen gemeinsamen Führung von Lara Vor-
hauser und Nike Frick vom SC Meran setzte sich Vorjahressiegerin Severine Petersen vom Laufverein ASV Freienfeld zu Beginn der letzten Runde leicht ab und sah wie die vermeintliche Siegerin aus. Auf den letzten 200 m zündete Vorhauser den Turbo und trug sich zum zweiten Mal als Siegerin in die Annalen des Sterzinger Stadtlaufes ein. Nur eine Sekunde später passierte Petersen die Ziellinie. Mit einer Laufzeit von 11.09,7 Minuten über 3.120 m verbesserte sich Vorhauser zur Freude von Trainer Ruggero Grassi um mehr als 30 Sekunden gegenüber dem Vorjahr. Lena Trenkwalder traf nach 15 Sekunden als Dritte im Ziel ein und siegte in der Altersklasse der Juniorinnen.
Im Herrenrennen über 5,2 km übernahm Lokalmatador Markus Ploner gemeinsam mit seinem stärksten Widersacher Patrick Ramoser vom Laufverein ASV Freienfeld die Führung. Erst in der dritten Runde konnte sich Ploner knapp absetzen und traf nach 16.46,5 Minuten mit einem Vorsprung von sieben Sekunden als Erster auf dem Stadtplatz ein. Dies war Ploners fünfter Sieg beim Stadtlauf seit 2004. Er kann damit die meisten Siege in der Geschichte des Stadtlaufes für sich verbuchen.
Mit Ausdauer und Fleiß zum Erfolg
Turniermarathon am OSZ

40 Sportler des Sportgymnasiums Sterzing wurden vor kurzem für ihre herausragenden schulischen und sportlichen Leistungen aus gezeichnet.

Ein voller Saal, stolze Eltern, engagierte Trainer und strahlende Athleten: Die diesjährige Prämierungsfeier des Sportgymnasiums Sterzing stand ganz im Zeichen von Einsatzbereitschaft, Disziplin und Leidenschaft. Mit insgesamt 40 ausgezeichneten Schülern fiel die Zahl der Prämierten so hoch aus wie schon seit vielen Jahren nicht mehr – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Spitzenleistungen in Schule und Sport durchaus miteinander vereinbar sind.
Dass die anspruchsvolle Kombination aus Realgymnasium mit Schwerpunkt Sport und intensivem Trainingsalltag gelingt, ist das Ergebnis eines starken Zusammenspiels zwischen Athleten, Trainerstab und Lehrpersonen. Fördervereinspräsident Franz Holzknecht unterstrich in seiner Ansprache die besondere Leistung der Jugendlichen: „Schule und Sport unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig das hohe Niveau des Gymnasiums zu halten, verdient größten Respekt.“ Dank der Unterstützung der Stiftung Sparkasse und der Sparkasse Sterzing konnten auch in diesem Schuljahr jene Schüler belohnt werden, die bereits im ersten Semester einen Notendurchschnitt von mindestens sieben erreichten und gleichzeitig durch besondere sportliche Erfolge in der vergangenen Saison auf sich aufmerksam machten. Die größte Gruppe der Ausgezeichneten stellten mit 13 Athleten die Skifahrer. Es folgten neun Fußballer, fünf Leichtathleten sowie fünf
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Vergabe der Sonderprämie an die junge Skiathletin Carmen Gschliesser, die bei den italienischen U16-Meisterschaften mit Gold im Super-G und Skicross sowie Bronze im Riesentorlauf geglänzt hatte. Ab Herbst wird sie dem Landeskader der „Osservati“ angehören und damit den nächsten Schritt in ihrer sportlichen Laufbahn setzen.
Für zusätzliche Spannung sorgte die Bekanntgabe der zwei FIS-Athleten Alex Rastner und Philipp Fischnaller, die im Herbst im Rahmen der neu gestarteten Kooperation mit der renommierten Burke Mountain Academy einen mehrtägigen Aufenthalt in den USA absolvieren dürfen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem den Schülern der 4. Sportklasse die Diplome als Fitness-Instruktoren für Kinder und Jugendliche überreicht. Auch die 14 Absolventen der Bademeisterausbildung durften ihr Abschlussdiplom entgegennehmen.
Die Ehrengäste waren sich in ihren Botschaften einig: Die ausgezeichneten Jugendlichen seien Vorbilder in Sachen Einsatz, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit. Wer lerne, Herausforderungen anzunehmen und konsequent an seinen Zielen zu arbeiten, lege nicht nur den Grundstein für sportliche Erfolge, sondern auch für einen erfolgreichen beruflichen und persönlichen Lebensweg. Entsprechend groß war der Applaus für die jungen Talente, die eindrucksvoll bewiesen haben, dass sich Ausdauer und Fleiß langfristig auszahlen.
Zu den beliebtesten Traditionen am Oberschulzentrum Sterzing zählt das 24-Stunden-Turnier, das auch heuer wieder für Begeisterung sorgte. Zwar stellten sich diesmal etwas weniger Teams der sportlichen Herausforderung, dafür profitierte das Teilnehmerfeld von einem optimierten Spielmodus: mehr Einsatzzeit für jede Mannschaft, kürzere Pausen und spannende Duelle in den drei Disziplinen Floorball, Fußball und Volleyball. Den Turniersieg sicherte sich das Team „Ohne Mous nix lous“, das überwiegend aus Schülern der 4. Klasse des Sportgymnasiums bestand. In einem bis zum Schluss offenen Wettbewerb verwiesen sie „I soliti idioti“ aus der 5c knapp auf Rang 2. Den 3. Platz belegte das Lehrerteam, das im Vorjahr noch den Gesamtsieg gefeiert hatte und erneut seine sportlichen Qualitäten unter Beweis stellte. Wer 24 Stunden lang sportlich aktiv ist, braucht natürlich auch die passende Verpflegung. Dank des Einsatzes zahlreicher freiwilliger Lehrpersonen mussten weder Spieler noch Helfer Hunger leiden. Am frühen Abend sorgte eine kräftige Portion Pasta für neue Energie, kurz vor Mitternacht wartete frisch gebackene Pizza und ab 5.30 Uhr stand ein gesundes Frühstück für die letzten Stunden des Turniermarathons bereit.
Climb, Grill, Chill
Unter dem Motto „Climb, Grill, Chill“ fand Ende Mai das erste gemeinsame „Kletterfestl“ von CAI und Alpenverein statt – und entwickelte sich auf Anhieb zu einem vollen Erfolg. Die besondere Premiere bestand darin, dass beide Vereine erstmals gemeinsam ein Fest organisierten. Das Ergebnis zeigte eindrucksvoll: Zusammenarbeit verbindet und schafft Großes.

Bei strahlendem Sonnenschein verwandelte sich das idyllische CAI-Gelände in eine lebendige Begegnungsstätte für Familien, Kletterbegeisterte und Naturfreunde. Das ursprünglich gesetzte Ziel, eine gemütliche Veranstaltung für Kletterfans und Familien auf die Beine zu stellen, wurde dabei deutlich übertroffen.
Zahlreiche Besucher nutzten das vielseitige Angebot und sorgten für eine durchwegs positive Stimmung. Für Abwechslung war bestens gesorgt: Mutige konnten sich am Kletterturm des AVS versuchen, während andere auf den Slacklines ihr Gleichgewicht testeten – unterstützt von erfahrenen Slackline-Profis. Auch kulinarisch ließ das Fest keine Wünsche offen: Köstliche Speisen vom Wastnerhof sowie eine große Auswahl an hausgemachten Kuchen luden zum Genießen ein. So kamen sowohl Sportbegeisterte als auch Feinschmecker auf ihre Kosten. Ein besonderes Highlight des Tages stellte der Auftritt einer Liveband JJC (Johannes Ellemunt-Jonny, Julia Payrer und Christian Festini), die mit ihrer Musik für beste Unterhaltung sorgte und das Fest stimmungsvoll abrundete. Bis in die späteren Stunden genossen die Besucher die entspannte Atmosphäre, das Zusammensein und die gute Musik. Das erste gemeinsame Kletterfest von CAI und Alpenverein hat gezeigt, wie erfolgreich Zusammenarbeit sein kann. Die Veranstalter ziehen eine durchwegs positive Bilanz – und für viele Besucher steht fest: Dieses Fest schreit nach einer Wiederholung.
Stocksport
Aufstieg in die Serie A
Ende Mai fand in Kaltern die Stocksport-Italienmeisterschaft (Mannschaft) der Serie B und der Serie C statt. In der Serie B waren zwei Mannschaften aus dem Wipptal vertreten. Der ASV Wiesen 1 mit Thomas Schwitzer, Werner Mair, Werner Sailer und Andreas Gschnitzer sicherte sich in der Vorrunde am ersten Spieltag mit 15:9 Punkten den 2. Platz. Der ASV Mareit mit Manfred Griesser, Ernst Kaneider, Johann Wurzer, Josef Wurzer und Patrick Battel erreichte mit 12:12 Punkten den 8. Platz. Der ASV Wiesen 1 wusste auch am zweiten Spieltag zu überzeugen. Das Team belegte den 3. Platz und steigt in die Serie A auf. Auch der ASV Mareit spielte stark auf, entschied die Ab-
Kartsport
stiegsrunde für sich und sicherte sich den Klassenerhalt.
In der Serie C, in der an einem Spieltag alle Mannschaften gegeneinander antraten, kam der ASV Wiesen 2 mit

Siller,
und Alfred Frei nie richtig in Fahrt. Mit vier Siegen und acht Niederlagen in zwölf Spielen reichte es nicht zum Klassenerhalt, weshalb das Team in die Serie D absteigen muss. ts
Spektakuläre Aufholjagd
Nachwuchspilot Julian Frasnelli aus Wiesen sorgte beim dritten Lauf der „Champions of the Future Euro Series“ in der Motorsportarena Mülsen für eine spektakuläre Sensation. Der Fahrer des Tony Kart Racing Teams fuhr in der OK-Junior-Kategorie nach einer beeindruckenden Aufholjagd von Startplatz 30 auf den 3. Rang und sicherte sich damit einen Podestplatz. Frasnelli hatte bereits im Qualifying mit der drittschnellsten Zeit seiner Gruppe seine Konkurrenzfähigkeit gezeigt und sich in den ersten Heats konstant in den Top 5 gehalten. Doch

in den entscheidenden Vorläufen fiel er nach einer Kollision mit anschließendem Ausfall sowie einer Disqualifikation auf den 30. Startplatz für das Finale zurück. In einem turbulenten Endlauf gelang Frasnelli dann das Meisterstück. Mit einer beeindruckenden Serie präziser Überholmanöver arbeitete er sich nach vorne und machte insgesamt 27 Positionen gut. Als Dritter überquerte er schließlich die Ziellinie. Dank der wertvollen Punkte festigte Frasnelli den 2. Platz in der Gesamtwertung der internationalen Serie.
Christian
Hermann Siller, Peter Keim
Klettern
Begeisterung und Teamgeist im Mittelpunkt
Ein sportliches Highlight für den Kletternachwuchs ging Mitte Mai in der Kletteranlage „Vertikale“ in Brixen über die Bühne: Der Wettkampf „Climbo Kids“ lockte mehr als 30 Teams aus allen Teilen Südtirols an und bot jungen Athleten, die nicht regelmäßig an

Wettkämpfen teilnehmen, eine ideale Plattform, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Veranstaltung überzeugte nicht nur durch die hohe Teilnehmerzahl, sondern vor allem durch die mitreißende Atmosphäre. Begeisterte Kinder und Eltern, engagierte Trainer sowie eine hervorragende Organisation machten den Wettkampf zu einem unver-
gesslichen Erlebnis. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur sportliche Leistungen, sondern auch der Teamgedanke. An verschiedenen Stationen konnten sich die Kinder miteinander messen und dabei Geschicklichkeit, Technik und Ausdauer zeigen. Besonders deutlich wurde, dass beim Klettern neben Kraft vor allem Koordination und gegenseitige Unterstützung eine entscheidende Rolle spielen. Auch aus dem Wipptal waren zwei Teams am Start, die sich in einem starken Teilnehmerfeld behaupten konnten. Die U10-Mannschaft, zusammengesetzt aus Laurin Klotz, Linda Mair und Anton Gschnitzer, erreichte den hervorragenden 10. Platz, während sich das U14-Team mit Marie Pichler, Selina Eisendle und Paula Gschnitzer den 12. Rang sichern konnte. Angesichts der Tatsache, dass es im Raum Wipptal immer noch an geeigneter Infrastruktur und Trainingsmöglichkeiten mangelt, sind diese Ergebnisse als großer Erfolg zu werten.
Aquathlon Sensationeller Erfolg für Leah Mair

Ein rundum gelungener Auftritt für den Schwimmclub Brixen bei den diesjährigen Italienmeisterschaften im Aquathlon in Porto Sant‘Elpidio in den Marken: Allen voran sorgte die junge Nachwuchsathletin Leah Mair (im Bild r.) aus Sterzing für eine faustdicke Überraschung.
Mair, die ihr sportliches Hauptaugenmerk üblicherweise auf reine Schwimmwettbewerbe legt, bewies in der U15 der Mädchen außergewöhnliche Vielseitigkeit und Stehvermögen. Nach einer Kombination aus 400 m Schwimmen und 1.500 m Laufen überquerte sie die Ziellinie als hervorragende Dritte und sicherte sich damit die Bronzemedaille auf nationaler Ebene.

60 Jahre Rosskopf –Jubiläumskonzert mit Symphoniacs und Lemo
Ein musikalisches Highlight zum 60-jährigen Bestehen der Rosskopf Seilbahn

Der Rosskopf feiert ein besonderes Jubiläum: Vor 60 Jahren, im Jahr 1966, nahm die Rosskopf Seilbahn ihren Betrieb auf und entwickelte sich seither zu einem unverzichtbaren Bestandteil des gesellschaftlichen und touristischen Lebens in Sterzing. Anlässlich dieses runden Geburtstags lädt die Rosskopf Seilbahn am 25. Juli 2026 zu einem außergewöhnlichen Open-AirKonzert auf dem Rosskopf ein.
Vor der beeindruckenden Kulisse der Südtiroler Bergwelt erwartet die Besucher ein musikalischer Sommerabend mit zwei hochkarätigen Acts: den international erfolgreichen „Symphoniacs“ und dem österreichischen Singer-Songwriter „Lemo“. Den Auftakt des Konzertabends machen die „Symphoniacs“. Das international gefeierte Musikprojekt verbindet auf einzigartige Weise klassische Instrumente mit elektronischer Musik und modernen Beats. Virtuose Streicher, eindrucksvolle Klavierpassagen und energiegeladene Club-Sounds verschmelzen zu einer spektakulären Live-Show, die bereits auf zahlreichen internationalen Bühnen für Begeisterung gesorgt hat.
Im Anschluss betritt mit „Lemo“ einer der erfolgreichsten österreichischen Popmusiker der Gegenwart die Bühne. Der Singer-Songwriter begeistert mit eingängigen Melodien, authentischen Texten und einer unverwechselbaren Stimme. Mit Hits wie „Vielleicht der Sommer“, „Der Himmel über Wien“ oder „Tu es“ hat er sich weit über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen gemacht. Seine Songs erzählen von persönlichen Erfahrungen, großen Gefühlen und den kleinen Momenten des Lebens – nahbar, ehrlich und zugleich mitreißend.
Seit 60 Jahren schafft der Sterzinger Hausberg unvergessliche Bergerlebnisse über Generationen hinweg. Das Jubiläumskonzert bietet den passenden Rahmen, um dieses besondere Kapitel der Rosskopf Geschichte gemeinsam zu feiern und auf die vergangenen sechs Jahrzehnte anzustoßen.
Ab sofort startet der Vorverkauf für das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen der Rosskopf Seilbahn. Tickets können bequem online im Ticketshop unter www.rosskopf.com oder direkt an der Kasse der Rosskopf Seilbahn erworben werden. Konzertbeginn ist am Samstag, 25. Juli 2026, um 18.00 Uhr an der Talstation des Panoramaliftes auf rund 1.800 Metern Seehöhe.
Schwimmen
An der nationalen Spitze
Bei den italienischen Langstrecken-Schwimmmeisterschaften im Freiwasser, die Anfang Juni -

te die Schwimmabteilung der Polisportiva Sterzing herausragende Erfolge auf nationaler Ebene.
Am ersten Wettkampftag über 7,5 km verpasste Marie Ungerank mit einem starken 4. Platz nur knapp das Podium, während Lara Minzoni bei ihrem Debüt mit Rang 14 überzeugte. Am zweiten Tag sicherte sich Ungerank über 5 km die Silbermedaille in der Juniorenkategorie, Minzoni bestätigte ihre positive Entwicklung mit Platz 9 bei den Kadetten und Gaia Scalisi zeigte in der K.o.-Disziplin hervorragende Leistungen. Den Höhepunkt bildete das Finale der neuen Junioren-Disziplin „Knockout“. Ungerank dominierte den Wettbewerb und sicherte sich den Titel der italienischen Meisterin. Dieser nationale Titel unterstreicht die hervorragende Entwicklung der Schwimmabteilung der Polisportiva Sterzing, die sich damit an die Spitze des italienischen Freiwasserschwimmens setzt.
Dressurreiten

schaft, die im Mai in Thumburg ausgetragen wurde, gingen 30 Pferde in den verschiedenen Bewerben an den Start und zeigten beeindruckende Leistungen.
In der Kategorie „Pulcini“ siegte Elise Hofeller Finley vom Reitclub St. Martin. Die Kategorie „Promesse“ gewann Elena Fabienne Joham vom Reitclub Sun Home. In der Kategorie „Debuttanti“ setzte sich Lara Manca vom Reitverein Sterzing Thumburg durch. Den Sieg bei den „Esordienti“ holte sich Mia Victoria Pohl vom Reitclub Meran.
In der Kategorie „Emergenti“ triumphierte Magdalena Strohmer, ebenfalls vom Reitclub Meran, während in der Kategorie „Esperti“ Nadine Benedikter vom Reitverein Sterzing Thumburg den 1. Platz belegte. Großes Lob erhielt auch Hans Planatscher, Präsident des veranstaltenden Reitvereins Sterzing Thumburg. Die Präsidentin der FISE Südtirol Elisabetta Ticcó würdigte insbesondere seine perfekte Organisation der Meisterschaft sowie seinen unermüdlichen Einsatz, den Dressursport zu fördern.
© Andreas Giebisch

Rückblick auf erfolgreiche Saison
Bei ihrer Jahresversammlung zog die Renngemeinschaft Wipptal Ende Mai eine äußerst positive Bilanz der Wintersaison 2025/26. Präsident Arnold Schölzhorn konnte im Vereinshaus Gasteig zahlreiche Mitglieder, Athleten, Eltern, Trainer sowie Ehrengäste begrüßen und auf ein intensives, aber erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken.
Besonders erfreulich entwickelte sich die sportliche Arbeit innerhalb des Vereins. Mit insgesamt 85 Mitgliedern und einer starken Nachwuchsabteilung verfügt die Renngemeinschaft weiterhin über eine solide Basis. Hervorgehoben wurde die professionelle Arbeit des Trainerteams, das den Athleten über die gesamte Saison hinweg ein hochwertiges Trainingsumfeld bieten konnte. Beeindruckende Leistungen zeigte vor allem die U14-Gruppe. Elias Magoni sorgte mit seinem Sieg beim nationalen Pinocchio-Rennen im Slalom sowie zwei 2. Plätzen beim internationalen Pinocchio-Rennen für besondere Höhepunkte. Darüber hinaus erreichte er zwei 2. Plätze beim Alpe Cimbra FIS Children Cup und gewann bei den Italienmeisterschaften die Bronzemedaille im Slalom. Auch Arianna Vareschi und Lukas Plank überzeugten mit konstant starken Leistungen und qualifizierten sich für nationale Bewerbe. Erfolgreich präsentierte sich auch die U16Mannschaft. Besonders Carmen Gschliesser
konnte mit herausragenden Ergebnissen auf sich aufmerksam machen. Sie wurde Landesmeisterin im Riesentorlauf, Vize-Landesmeisterin im Super-G sowie Italienmeisterin im Skicross und Super-G und Dritte im Riesentorlauf. Dazu kamen weitere Spit zenplatzierungen auf na tionaler Ebene. Beim na tionalen Pinocchio-Rennen belegte sie im Riesentor lauf den 2. Platz, auf inter nationaler Ebene den 3. Platz.
In der FIS-Gruppe setzte sich die positive Entwick lung fort. Ivy Schölzhorn bestätigte ihr großes Po tential mit starken Leistungen im Europacup und als Mitglied der italienischen C-Nationalmannschaft. Sie holte sich den Landesmeistertitel im Super-G sowie mehrere Podestplätze bei Gran-PremioItalia-Rennen. Auch Valentin Sparber und Lukas Sieder feierten bedeutende Erfolge auf Landes- und nationaler Ebene. Sparber sicherte sich den Landesmeistertitel im Riesentorlauf und wurde in den Südtiroler Landeskader aufgenommen. Sieder gewann den Landesmeistertitel im Slalom und sammelte mehrere Podestplätze bei Grand-PremioItalia-Rennen.
auch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Oberschulzentrum „Michael Gaismair“ in Sterzing hervorgehoben. Direktor

struktive Partnerschaft und betonte, dass schulische Ausbildung und sportliche Spitzenleistungen erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Helfern, Funktionären, Trainern, Eltern und Sponsoren, die den Vereinsbetrieb ermöglichen.
Neben den sportlichen Erfolgen wurde
Mit Zuversicht blickt die Renngemeinschaft Wipptal nun auf die kommende Saison. Die bewährten Trainingskonzepte sollen fortgeführt werden, um den Athleten weiterhin optimale Voraussetzungen für ihre sportliche Entwicklung zu bieten.

Ski alpin
Über Umwege zurück in die Spur 1
Es gibt Biathlon-Winter, in denen fällt einfach alles. Die Scheiben, die Bestzeiten und am Ende sogar vielersehnte und jahrelang erträumte Medaillen. Und dann gibt es Winter, manchmal sogar mit Olympischen Spielen daheim, in denen plötzlich der eigene Körper quer schießt. Genau so einen hat Birgit „Bibi“ Schölzhorn hinter sich, wie sie dem Erker erzählt.
I Daniela Gruber
Vor einem Jahr schien für die Sterzinger Biathletin die Loipe schnurgerade Richtung nächstes Leistungsniveau zu führen: Medaille bei der Europameisterschaft, Gold bei den italienischen Meisterschaften im Sommerbiathlon, die Aufnahme ins Olympia-Projekt 2026 und das Vertrauen des italienischen Verbandes. Alles sprach dafür, dass jetzt die nächsten Sensationen folgen müssten. Bibi selbst sprach aber schon immer lieber von Entwicklung als von großen Zielen und wirkte von den Möglichkeiten, die sich auftaten, manchmal fast selbst etwas überrascht.
Der vergangene Winter schrieb dann seine eigene Geschichte. Statt auf Sekundenjagd zu gehen und Null-Fehler-Serien am Schießstand zu liefern, musste die Wipptalerin immer wieder krankheitsbedingt aus der Loipe. Trainings- und Wettkampfpläne lassen sich schön schreiben, das wichtigste Tagesziel lautete für sie aber immer wieder: gesund werden.
Den Kurs auch dann weiterzuverfolgen, wenn ein Umweg steil
und weit wird, macht wohl den Unterschied zwischen Talent und echter Spitzenmentalität aus. Und mit dieser Mentalität sammelt Bibi Schölzhorn aktuell mit der B-Nationalmannschaft schon fleißig Trainingskilometer, feilt an den Schießabläufen und legt die Grundlagen für die nächste Wettkampfsaison. Für Wintersportlerinnen läuft jetzt bereits wieder die fast wichtigste Zeit des Jahres. Für ihr persönliches Olympia-Projekt nach 2026 ist Bibi Schölzhorn weiterhin im Rennen. Auf dem von klein auf anvisierten Weg hat sie jedenfalls schon mal schneller als gedacht wichtige Entwicklungsschritte gemacht und Erfahrungen gesammelt, die ihr auf den großen Bühnen noch helfen können. Über große Ziele spricht Birgit Schölzhorn dann auch wohl nur mit ihrem engsten Umfeld. Viele erfolgreiche Sportkarrieren verlaufen seltenst geradlinig und allermeistens mit Umwegen, die Athletinnen, in der Nachschau betrachtet, stärker und besser gemacht haben. Die Erker-Interviewfragen beantwortet Bibi deshalb auch ganz in ihrer Art: ohne große Worte, dafür mit einem klaren Blick darauf, was sie aus diesem schwierigen Winter gelernt hat und wie sie ihren nächsten Angriff auf die Biathlon-Spitze aufbauen will.
Erker: Birgit, wie fällt dein persönliches Fazit nach der letzten Winter-Saison aus?
Birgit Schölzhorn: Die Saison war aufgrund vieler gesundheitlicher Probleme nicht einfach und verlief nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Trotzdem
konnte ich viel daraus lernen, vor allem, wie wichtig es ist, auf meinen Körper zu hören und die richtigen Signale ernst zu nehmen.
Wenn du auf die letzte Saison zurückblickst: Was ist dir gut gelungen?
Die letzte Saison hat mir gezeigt, dass man auch schwere Zeiten überwinden kann, wenn man nicht aufgibt. An Herausforderungen wächst man und geht oft stärker daraus hervor. Umso mehr schätze ich meine Familie und meine Freunde, die mich jederzeit unterstützen, an mich glauben und immer hinter mir stehen.
Gab es Momente oder Leistungen, bei denen du gespürt hast: „Das ist mein nächstes Le vel“?
Wie nutzt du den Sommer: Aufbau, Reset oder schon fokussierte Vorbereitung auf konkrete Ziele?
Im Sommer bin ich viel mit der B-Nationalmannschaft in Trainingslagern unterwegs. Was viele nicht wissen: Für uns Win-

Im Sommer konnte ich die italienische Meisterschaft auf Rollskiern gewinnen. Da auch viele starke Athletinnen aus anderen Nationen am Start waren, hat mir dieses Ergebnis gezeigt, dass ich auf einem guten Weg bin. Das war ein schönes Gefühl und hat mir zusätzliches Selbstvertrauen für die weitere Arbeit gegeben.
Was soll dir in der kommenden Saison auf keinen Fall mehr passieren?
Mein größtes Ziel für die kommende Saison: einfach mal nicht ständig krank zu werden oder mit körperlichen Problemen zu kämpfen.
phase des Jahres. In dieser Zeit legen wir die Grundlagen für die kommende Saison, arbeiten an unserer Ausdauer und feilen an den Schießabläufen, die im Winter den Unterschied machen können.
Und ganz bewusst weg vom Leistungssport: Wann und wo können dich die Leute im Wipptal wieder „daheim“ erleben?
Wenn ich zu Hause bin, verbringe ich meine Zeit am liebsten mit meiner Familie und meinen Freunden. Nach den vielen Reisen und Trainingslagern genieße ich es besonders, einfach Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind.
Ein Jahr voller Höhen und Tiefen
Der Sterzinger Eishockeyspieler Ivan Deluca blickt auf eine Saison voller Höhen und Tiefen zurück. Mit dem HC Pustertal erreichte er das Finale der ICE Hockey League, gleichzeitig ver passte er die Olympischen Spie le im eigenen Land. Dafür durfte er kurzfristig bei seiner bereits siebten Weltmeisterschaft für Italien auflaufen und das in der höchsten Spielklasse gegen die größten Eishockey-Nationen der Welt. Im Gespräch mit dem Erker spricht Deluca über seinen kleinen Olympia-Frust, die WM in der Schweiz und seine sport liche Zukunft.
Erker: Ivan, hinter dir liegt eine Saison voller Emotionen. Wie blickst du auf die vergan genen Monate zurück?
Ivan Deluca: eine richtige Achterbahnfahrt. Mit dem HC Pustertal haben wir eine außergewöhnliche Sai son gespielt. Der Finaleinzug in die ICE-Hockey League war für den Verein und die ganze Umgebung etwas ganz Besonderes. Die Stimmung in Bruneck war unglaublich, das Stadion praktisch immer ausverkauft. Für mich persönlich war die Saison aber nicht ganz einfach. Vor allem zu Beginn bekam ich nur sehr wenig Eiszeit und das wirkt sich natürlich auf das Selbstvertrauen aus. Erst gegen Ende der Saison und in den Playoffs durfte ich wieder häufiger spielen, wodurch auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückkam und ich bessere Leistungen zeigen konnte. Die Olympischen Spiele im eigenen Land hast du knapp verpasst. Wie groß war diese
Enttäuschung?
Natürlich war das sehr bitter. Gleichzeitig kam die Nicht-Nominierung für mich nicht wirk-
ich nur eine Woche Vorbereitung, während viele andere bereits drei Wochen mit dem Team gearbeitet hatten. Deshalb war es schon

Wenige Monate später warst du plötzlich doch wieder mit dem Nationalteam bei der WM im Einsatz.
Nach dem verlorenen Finale mit dem HC Pustertal war ich zunächst nicht für die WM-Vorbereitung vorgesehen. Ich war sogar schon mit Freunden im Urlaub, als mich ein Anruf des Nationaltrainers erreichte. Er erklärte mir, dass mein Spielertyp in der Mannschaft gebraucht wird. Vor allem im Unterzahlspiel und durch meine körperliche Spielweise bringe ich Eigenschaften mit, die nicht viele Spieler haben. Für mich war sofort klar, dass ich zusage. Allerdings hatte
schaft einzufügen?
Das ist sicherlich eine Herausforderung. Im Nationalteam trifft man zwar viele bekannte Gesichter, aber die taktischen Abläufe unterscheiden sich oft deutlich vom jeweiligen Verein. Heuer war etwa speziell bei mir der Unterschied zwischen dem Spielstil der Nationalmannschaft und jenem des HC Pustertal besonders groß. Dazu kam die kurze Vorbereitungszeit. Zum Glück kann ich mich relativ schnell auf neue Aufgaben einstellen. Gerade im Defensivbereich und im Unterzahlspiel konnte ich meine Rolle rasch finden. Außerdem herrscht im Nationalteam ein sehr gutes
Klima. Viele Spieler kennen sich seit Jahren, dadurch entsteht eine Art Freundesgruppe. Bei der WM ging es gegen absolute Top-Nationen. Wie ist es, plötzlich NHL-Stars gegenüberzustehen?
Das war selbst bei meiner siebten Weltmeisterschaft etwas ganz Besonderes. Man kennt viele dieser Spieler aus den NHL-Highlights und sieht sie normalerweise nur im Fernsehen. Wenn man ihnen dann direkt gegenübersteht, merkt man erst, auf welchem Niveau sie spielen. Beeindruckend ist vor allem die Athletik. Viele der vermeintlich kleineren Spieler aus der NHL stehen dann auf dem Eis vor dir und sind plötzlich fast auf Augenhöhe. Das ist bei meiner Größe ansonsten doch eher selten. Davor hat man natürlich Respekt, aber während des Spiels denkt man nicht lange darüber nach. Man versucht einfach, seinen Job zu machen. Allerdings merkt man sehr schnell, wie viel schneller und präziser diese Spieler agieren. Ein kleiner Fehler wird auf diesem Niveau sofort bestraft. Du bist vor allem für die Defensivarbeit und das Unterzahlspiel bekannt. Wird diese Rolle manchmal unterschätzt?
Vielleicht ein wenig, weil die Aufmerksamkeit oft auf die Torschützen gerichtet ist. Aber gerade auf diesem Niveau ist das Unterzahlspiel enorm wichtig. Man muss viele Zweikämpfe führen,
Eishockey
Schüsse blocken und ständig konzentriert sein. Das kostet körperlich sehr viel Energie. Gleichzeitig weiß man aber, wie wichtig diese Aufgaben für die Mannschaft sind. Deshalb macht man sie gerne.
Italien musste am Ende den Gang zurück in die Division I A antreten. Woran lag es? Das wir bei der WM in der Top Division nicht viele Spiele gewinnen würden, war von Anfang an klar, doch unser größtes Problem war die fehlende Torgefahr. Wir haben in sieben Gruppenspielen insgesamt nur fünf Tore erzielt und das ist auf diesem Niveau einfach zu wenig. Ansonsten konnten wir mit vielen Mannschaften phasenweise gut mithalten. Gegen Tschechien waren wir sogar lange nahe an einer Überraschung dran. Auch gegen Dänemark hätten wir uns einen Sieg verdient, am Ende blieb dann nur ein Punkt nach Penaltyschießen – unser einziger Punkt bei der WM. Aber wie gesagt, wenn man zu wenig Tore schießt, wird es schwierig, Spiele zu gewinnen. Besonders schmerzhaft war die Niederlage gegen Slowenien im letzten Spiel. Dort hätten wir den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft schaffen können, und das in einem Spiel gegen einen vom Niveau her gleichwertigen Gegner, haben dann aber leider unsere schwächste Turnierleistung gezeigt und verdient mit 1:5 verloren. So hatten wir uns das natürlich nicht vorgestellt. Gleichzeitig war das auch der bitterste Auftritt in diesem Jahr.
Im kommenden Jahr im April wartet die WM in der Klasse Division I A in Estland. Wie groß ist die Motivation, sofort wieder aufzusteigen?
Die Motivation ist riesig. Unser Ziel wird ganz klar der Wiederaufstieg in die „Top Division“ der besten 16 Länder der Welt sein. Einfach wird das allerdings nicht. Die Konkurrenz ist stark und diesmal gibt es eine besondere Situation. Weil Frankreich Gastgeberland der Top-Division-WM 2028 ist und somit bereits qualifiziert ist, wird nur ein Aufstiegsplatz unter den restlichen fünf Teams vergeben. Normalerweise steigen zwei Mannschaften auf. Dadurch wird der Kampf um die Rückkehr in die Top-Division noch etwas schwieriger. Weißt du bereits, wo du in der kommenden Saison spielen wirst?
Nein, das ist momentan noch offen. Deshalb trainiere ich derzeit individuell. Anfang Juni habe ich wieder mit dem Sommertraining begonnen. Jetzt stehen vor allem Krafttraining und Laufeinheiten auf dem Programm. Anfang August geht es dann wieder aufs Eis. Wie schaltest du nach einer so langen Saison ab?
Nach der WM war ich zunächst auf Sardinien im Urlaub. Das tut natürlich gut. Außerdem habe ich das Rennradfahren zuletzt so richtig für mich entdeckt. Dabei kann ich abschalten und gleichzeitig etwas für die Fitness tun.
Interview: Lorenz Grasl
Sportpsychologie
Südtirol
hat eine hohe Dichte an Weltklasseathleten. Wieso?
Wenn man sportliche Wettkämpfe verfolgt, so kann man unschwer feststellen, dass es in Südtirol eine hohe Dichte an Weltklasseathleten gibt. Die Ursachen sind auf verschiedenen Ebenen zu suchen. Hier der Versuch einer Analyse:
In Südtirol kennt man erfolgreiche Athleten oft persönlich oder zumindest über wenige Kontakte. Ihre Erfolge wirken dadurch greifbar. Für junge Sportler ist das wichtig, es stärkt die Motivation und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Während internationale Stars oft weit entfernt wirken, trainieren lokale Idole häufig auf denselben Pisten oder in denselben Vereinen. Der Weg zum Erfolg ist sichtbar und konkret – das macht große Ziele realistischer.
Obwohl die Bevölkerung klein ist, konzentriert sich das Talent oft auf wenige Sportarten, vor allem auf den Wintersport. Dadurch entsteht ein intensiver, aber überschaubarer Konkurrenzkampf. Junge Athleten lernen früh, sich zu behaupten – das erhöht sowohl den Leistungsdruck als auch die gegenseitige Unterstützung.
Ein weiterer Vorteil sind die engen Netzwerke. Familie, Trainer und Verein arbeiten oft eng zusammen, die Wege sind kurz. Diese stabile Umgebung gibt Sicherheit und hilft, auch mit Rückschlägen besser umzugehen.
Südtirol hat wegen seiner alpinen Umgebung schon früh ein „Spezialwissen“ entwickeln können. Man weiß, wie Training funktioniert, welche Wege zum Erfolg führen und worauf es ankommt. Dieses Wissen wird ganz selbstverständlich weitergegeben.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Die hohe Sichtbarkeit kann Druck erzeugen, denn Erfolge und Misserfolge bleiben nicht unbemerkt. Entscheidend ist, ob dieser Druck als Ansporn oder als Belastung erlebt wird.
Insgesamt entsteht in kleinen Regionen eine besondere Mischung aus Nähe, Motivation, Wettbewerb und Unterstützung. Genau diese „dichte“ sportliche Umgebung ist der Grund, warum dort überdurchschnittlich viele Weltklasseathleten entstehen.
Der Vergleich mit Norwegen
Im Vergleich zu Südtirol setzt Norwegen in der Nachwuchsarbeit konsequenter auf Breite statt auf frühe Selektion. Kinder treiben lange vielseitig Sport, ohne früh auf Leistung reduziert zu werden. Wettkämpfe und Ranglisten treten in jungen Jahren in den Hintergrund, der Spaß an Bewegung steht im Vordergrund. Dadurch entsteht weniger Druck und die Drop-out-Rate im Jugendalter ist deutlich niedriger.
In Südtirol hingegen erfolgt in einigen Disziplinen früher eine Spezialisierung und Leistungsorientierung. Das kann zwar schneller zu Spitzenleistungen führen, erhöht aber das Risiko, dass Talente früh aussteigen, wenn Motivation oder Freude verloren gehen.
Martin Volgger, Sportpsychologe

Sommer erleben
Wortgottesfeier auf Mandlseitjoch

Am 9. August findet um 11.00 Uhr auf dem Mandlseitjoch (Gupperjöchl) eine Wortgottesfeier statt. Für die musikalische Gestaltung sorgt die Gruppe „Jungfelder“, die den Gottesdienst unter freiem Himmel mit ihren Klängen begleiten wird. Bei Schlechtwetter wird die Wortgottesfeier abgesagt.
Weitere Gipfelmessen, Wortgottesfeiern, Almgottesdienste und Andachten auf Südtirols Bergen sind auf www.bz-bx.net/de/berg.html veröffentlicht. Ein kalter Knieguss oder Wassertreten am ßende, wohltuende Erwärmung der Füße. Das signalisiert dem Körper Entspannung, fördert das
Rasche Hilfe bei geschwollenen An heißen Tagen weiten sich die Gefäße und Wasser lagert engt die Adern sofort, während te Kompression wirkt – das lässt


Barfußweg, l<neippanlage er Motoril<park
Pünktlich zum Sommer gibt es in Rat.schings ach am Brenner umgesetzt hat. Ziel des können. Die Gerate wurden nach sportwisgleich zwei Neuigkeiten: Der beliebte Bar-grenzüberschreitenden ProjekU ist es. neue .senschaftlichen Erkenntnissen entwickelt fußweg mil Knelpponlage wurde saniert Bewe9un9s- und 8eqe9nun9sräume für die und sind für unterschiedli(he Altersgruppen und trstrahlt in neuem Glanz. zusätzlich Beuölkerung nördlich und südlich des eren- und Fitnessniveaus geeignet. wurde am Ende des Weges ein neuer Moto- ners zu schaffen und Menschen jeden Alters rikpark errichtet. zu einem aktiuen Leben$$til in der Natur tu Mit dem sanierten Borfußwe9. der Kneipp• motiuieren. anlage und dem neuen Motorikpark ist in Entstanden ist die Anlage im Rohmen eines Oer neue Motorik park bietet zahlreiche 8e- Rot.schings ein attraktiver Treffpunkt für lnterreq-Projekts des lnterreq-Rats Wipp- wequnqsstotionen. an denen Koordination, Bewegung, Gesundheit und gemeinsame ertal, das die. Ratschings Tourismus Genossen- Gleichge.wicht, Geschicklichkeit, Kraft und lebnisse entstanden - direkt \IOr der eigenen schaft gemeinsam mit der Gemeinde Stein- Beweglichkeit spielerisch trainiert werden Haustür.

Nordparkfestival geht in die fünfte Runde
Junge Musiker, freier Eintritt und Festivalstimmung mitten im „Steindlwald“: Am 25. Juli erlebt das Nordparkfestival in Sterzing seine fünfte Ausgabe und feiert sein erstes kleines Jubiläum.
Was 2022 als einmalige Aktion zum Partnerschafts-Stadtfest zwischen Sterzing und Kitzbühel gedacht war, ist längst ein Fixpunkt im Kalender: Am 25. Juli verwandelt
sich der Sterzinger Nordpark bereits zum fünften Mal in eine Bühne für junge Musiker aus dem Wipptal, ganz Südtirol und darüber hinaus. Die Wahl fiel damals bewusst auf
DIE ACTS DES NORDPARKFESTIVALS 2026
Three and a Half Cent

Die junge Alternative-Rock-Band aus Südtirol verbindet energiegeladene Rockmusik mit eingängigen Popmelodien. Entstanden aus einer Schulband, setzt die Gruppe auf mitreißende Live-Auftritte und veröffentlichte mit „Make You Glow“ bereits ihre erste Single.
Outhouse

Das HeavyRock-Trio aus Bruneck kombiniert Vintage-Rock, Stoner-Grooves und moderne Hea vy-Elemente. Seit der Gründung im Jahr 2022 sammelte die Band zahlreiche Live-Erfahrungen und arbeitet derzeit an ihrer ersten EP.
Vden Nordpark, da die Lage laut Tobias Pfeifhofer vom Jugenddienst Wipptal ideal ist: etwas abgeschieden, aber bestens erreichbar. Schon nach der ersten Ausgabe war klar,
The Fever Week

Die Alternative-Pop-Band vereint Musiker aus Südtirol und Österreich. Ihr Sound verbindet Einflüsse der 1980er Jahre mit modernen Pop- und Rockelementen. Treibende Gitarren, Synthesizer und eingängige Melodien prägen die Musik der Gruppe.
Fratelli Stonati

Die fünfköpfige Indie-Band aus den Dolomiten mischt poppige Melodien, rockige Riffs und eine gehörige Portion Selbstironie. Bekannt ist die Gruppe vor allem für energiegeladene Live-Shows sowie deutsch- und italienischsprachige Songs.

Pechvogel
Die Innsbrucker Band verbindet kraftvolle Instrumentals, eingängige Hooks und deutschsprachige Texte. Zwischen Melancholie, Gesellschaftskritik und Hoffnung bewegt sich ihr Stil auf dem schmalen Grat zwischen IndieSzene und Mainstream.

Einen besonderen Platz im Programm nehmen auch heuer die lokalen Nachwuchsmusiker ein. Die Sommercamp-Gruppe des Jugenddienstes und die JugenddienstBand „Cauchella“ stehen dabei auf der Bühne und repräsentieren die junge Musikszene des Wipptales.

dass das Festival jährlich stattfinden müsse. Für Pfeifhofer, der das Event von Beginn an organisiert, ist das Projekt eine Erfolgsgeschichte. Das Interesse junger Bands wächst stetig; das Festival hat sich in der Szene einen Namen für seine besondere Atmosphäre und als ideale Plattform gemacht. Auch heuer mussten wegen des dichten EinTages-Programms Bewerbungen abgelehnt werden. Pfeifhofer sieht eine erfreuliche Entwicklung in Südtirol: Immer mehr junge Bands entstehen und die Zahl der Live-Musiker nimmt wieder zu.
Plattform für junge Talente
Gerade im Wipptal sind die Möglichkeiten für junge Bands oft begrenzt, da es im Vergleich zu anderen Teilen Südtirols an Jugendzentren mit Proberäumen und Bühnen fehlt. Langfristig hofft man, gemeinsam mit dem ARCI hier Abhilfe zu schaffen. Umso wichtiger ist das Nordparkfestival als Sprungbrett. Neben dem Auftritt vor Publikum ist den Organisatoren eine faire Gage als Zeichen der Wertschätzung besonders wichtig.
Die Gesamtkosten für Bühne, Technik und
Gagen belaufen sich auf rund 8.000 Euro. Finanziert wird das Festival durch den Jugenddienst, die Gemeinde Sterzing, die Bezirksgemeinschaft Wipptal, die Tourismusgenossenschaft sowie private Sponsoren. Dank dieser Unterstützung bleibt der Eintritt kostenlos. Hinter dem Event steckt monatelange Arbeit, die rund um den Jahreswechsel beginnt und am Tag vor dem Festival im intensiven Aufbau gipfelt.
Musikprogramm von Nachmittag bis Abend
Das Festival bietet von 14.30 bis etwa 23.00 Uhr ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt macht die Sommercamp-Gruppe des Jugenddienstes. In diesem bereits zum zweiten Mal ausgebuchten Camp erarbeiten Jugendliche eine Woche lang Gesang und Bühnenpräsenz für ihren ersten großen Auftritt.
Danach folgen erfahrenere Nachwuchsbands aus Süd- und Nordtirol. Mit dabei sind die Wipptaler Jugenddienst-Band „Cauchella“, die Innsbrucker Formation „Pechvogel“, das Brunecker Heavy-Rock-Trio „Outhouse“, die Brixner Band „Three and a Half Cent“
sowie die Formation „The Fever Week“. Den Abschluss macht schließlich die Indie-Band „Fratelli Stonati“ aus der Völser Gegend. Mit der Sommercampband und „Cauchella“ stehen heuer zwei Formationen aus dem Wipptal auf der Bühne. Auch wenn das etwas weniger lokale Gruppen als in den Vorjahren sind, bleibt der lokale Bezug ein Herzstück des Festivals.
Mehr als nur Musik
Auch abseits der Bühne gibt es Neuerungen. Das Catering übernimmt der von jungen Leuten aus dem Bezirk geführte Essensstand „Hotdawgs“. Zudem präsentieren erstmals lokale Künstler und Kunsthandwerker ihre Produkte an eigenen Ständen.
Das Publikum im Nordpark ist bunt gemischt: Familien und ältere Besucher nutzen die Nachmittagsstunden, während abends die Jugendlichen die Festivalstimmung prägen. In den vergangenen Jahren zog es regelmäßig einige hundert Besucher an. Nun hoffen die Veranstalter nur noch auf gutes Wetter, damit die gemütliche Waldatmosphäre auch heuer wieder viele Gäste anlockt.
Lorenz Grasl

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14.07. & Auf den Spuren der Sagen• 21.07. Magische Familienwanderung in und um Gossensass* Sulletracce delle /eggende• fscursionemogicoper fomiglie o Collelsorco e dintorni* 16.07. & Klang & Kräuter• 23.07. Kräuteraperitif mit Live-Musik auf der Allriss Alm Suoni& Erbe• Apericivoolle erbe con musico live olla molgo Al/riss
18.07. Im Takt der Berge. Klangvolle Wanderung mit Ex-Skirennläufer Patrick S1audacher* Al ritmo delle monrogne. Escursionesonoro con /'exsciatoreogonistoPatrickStoudocher*
19.07. Kräuterrest in Ladurns mit Livernusik bei der Edelweisshütte und Koniert der Musikkapelle Pflersch bei der Ladurnerhütte
Fescodelle erbeo Lodurnscon musicolive al rifugio Edelweiss& concertodel/a bondo musicole di Flereso/ rifugio Ladurnerhürce
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Cool bleiben, wenn es heiß wird
Anhaltend hohe Temperaturen beeinflussen unsere Um welt massiv und kön nen für jeden Men schen verheerende Folgen haben. Beson ders im Sommer zeigt sich der Klimawandel deut lich durch die Zunahme von Hitzetagen und Tropennächten, in denen die Temperaturen nicht unter 20° C sinken. Das Landes warnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz zeigt dann die zweithöchste Warnstufe „Orange“ oder die höchste Stufe „Rot“ für extreme Temperaturen an. Zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere, Personen mit Vorerkrankungen von Herz-Kreislauf, Lunge oder Nieren sowie Menschen, die im Freien oder in schlecht klimatisierten Räumen arbeiten. Um sich abzukühlen, schwitzt der Körper, wodurch Wasser und Mineralien verloren gehen. Die pensionierte Hausärztin Dr. Ingrid Windisch empfiehlt ein einfaches Rezept, um diesen Verlust auszugleichen: In einen Liter Wasser wird eine halbe Zitrone gepresst sowie ein Löffel Zucker und eine Prise Salz hinzugefügt. Dieses Getränk sollte über den Tag verteilt getrunken werden. Die Ärztin verweist zudem auf die Traditionelle Chinesische Medizin, da Lebensmittel eine thermische Eigenwirkung auf den Organismus besitzen und so helfen, das innere Gleichgewicht zu unterstützen. Zu den kühlenden Lebensmitteln zählen Äpfel, Artischocken, Auberginen, Birnen, Erdbeeren, Feldsalat, Frischkäse,


Grapefruit, Gurken, Hafer, Joghurt, Knollensellerie, Mungbohnen, Oliven, Preiselbeeren, Rotkohl, Sesamöl, Sojasprossen, Spargel, Tofu, Tomaten, Wassermelonen, Weizen, Zitronen und Zucchini. Wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium und Kalium können gezielt durch den Verzehr von Obst wie Marillen, Pfirsichen und Bananen wieder zugeführt werden.
Um anhaltende extreme Temperaturen gut zu überstehen, ist es ratsam, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Litern bei Zimmertemperatur täglich zu achten. Zudem können extreme Temperaturen die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Es drohen direkte Wirkungsverluste infolge falscher Lagerung sowie verstärkte Nebenwirkungen. Wenn das Herz schneller schlägt, die Schweißproduktion stark ansteigt, Schwindelgefühle auftreten oder der Kopf pocht, signalisiert der Körper unmissverständlich, dass er dringend Abkühlung und Flüssigkeit benötigt.


1 t ost ·Alkoholmeiden
Die Via Claudia Augusta neu erzählt
Das Wipp- und das Eisacktal und insbesondere die Stadt Sterzing könnten künftig stärker als bedeutender Teil der antiken Römerstraße „Via Claudia Augusta“ positioniert werden. Ausgangspunkt dafür ist eine Projektidee von Filippo Anversa, die darauf abzielt, die historische Rolle des Brennerkorridors kulturell, touristisch und identitätsstiftend neu ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

standen sind, haben verschiedene indoeuro päische Völker nach Übergängen über die Alpen gesucht. Aufgrund seiner vergleichsweise geringen Höhe entwickelte sich der Brennerpass früh zu einer der bedeutendsten Querungen des Gebirges. Mit der Ausdehnung des Römischen Reiches erhielt diese Verbindung strategische Bedeutung. Kaiser Augustus entsandte sei-
ne Stiefsöhne Drusus und Tiberius, um die Gebiete zu sichern und die wiederholten Überfälle rätischer Stämme einzudämmen. Nach der Eroberung entstanden mit der Errichtung von Straßen, Brücken und Raststationen die notwendigen Infrastrukturen zur Verbindung der neuen Provinzen mit Italien. In diesem Zusammenhang wurde die „Via Claudia Augusta“ errichtet, begonnen unter Augustus und vollendet unter Kaiser Claudius. Ursprünglich verlief die Straße von der Po-Ebene über den Vinschgau und den Reschenpass bis nach Augsburg. Bereits nach relativ kurzer Zeit erwies sich jedoch die Route über den Brenner als praktikabler und effizienter. Damit wurden das Wipp- und Eisacktal zur neuen Hauptachse der „Via Claudia Augusta“, die sich zur wichtigsten Verbindung zwischen Nord und Süd entwickelte; diese Funktion hat der Brennerkorridor bis heute inne.
Entlang dieser historischen Route finden sich zahlreiche Zeugnisse aus der Römerzeit. In Blumau sind Reste einer Brücke sowie ein Meilenstein von Kaiser Maxentius erhalten, in Stufels Mauerreste römischer Bauten und in Franzensfeste Abschnitte des ursprünglichen Straßenverlaufs. Weitere Funde gibt es in Mittewald, Trens und Sterzing. Besonders bedeutend ist der Meilenstein von Kaiser Septimius Severus in Sterzing, der daran erinnert, dass die Straße im Jahr 201 n. Chr. umfassend instand gesetzt wurde. Auch historische Karten wie die „Tabula Peutingeriana“ oder das „Itinerarium Antonini“ dokumentieren die genaue Streckenführung und die Entfernungen zwischen den Orten.
Trotz dieser historischen Bedeutung wird die „Via Claudia Augusta“ heute fast ausschließ-
lich mit der Route über den Reschenpass und den Vinschgau verbunden. Dort entstand in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche touristische Vermarktung der antiken Römerstraße. Durch internationale Rad- und Kulturrouten, gezielte Werbung sowie ein Netzwerk beteiligter Betriebe konnte sich das Gebiet als zentrale Erlebnisachse der „Via Claudia Augusta“ etablieren und profitiert heute von einem beträchtlichen kulturtouristischen Interesse.
Die von Filippo Anversa angestoßene Initiative möchte deshalb auch im Wipp- und im Eisacktal eine stärkere Sensibilisierung für die eigene historische Rolle schaffen. Ziel ist es, Gemeinden, Institutionen und Kulturschaffende dies- und jenseits des Brenners zusammenzubringen, um die römische Geschichte in diesem Gebiet sichtbarer zu machen und langfristig touristisch aufzuwerten. Dabei geht es ihm nicht nur um die historische Forschung, sondern auch um konkrete Maßnahmen im Bereich Kulturund Qualitätstourismus. Denkbar wären Themenwege, Informationspunkte, internationale Kooperationen sowie eine bessere öffentliche Präsentation archäologischer Zeugnisse. Insbesondere der Meilenstein des Septimius Severus in Sterzing könnte künftig stärker in den öffentlichen Raum eingebunden und als sichtbares Symbol dieser historischen Verbindung genutzt werden. Die Initiative versteht sich als Einladung, die Geschichte des Wipp- und Eisacktales neu zu erzählen: nicht nur als Transitachse der Gegenwart, sondern als jahrtausendealte kulturelle Brücke zwischen Nord- und Südeuropa. Anversa möchte mit seinem Denkanstoß dazu beitragen, das historische Erbe stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und gleichzeitig neue Impulse für Kultur und Tourismus zu schaffen.
bar
Meilenstein des Septimius Severus in Sterzing

Ausgiebig gefeiert
Das Waldstadion Open Air 2026 in Trens ist Geschichte – und was für eine! Zwei Tage lang

wurde im legendären Waldstadion ausgiebig gefeiert. Das abwechslungsreiche Programm bot mit Rock, Pop, Brass Sound, Partyschlagern und traditioneller Blasmusik Highlights für jeden Geschmack. Traumhaftes Festivalwetter, hervorragende Stimmung, Hubschrauberrundflüge, der Sternmarsch und das eindrucksvolle Gesamtspiel der 14 Musikkapellen machten das
Wochenende unvergesslich. Ein solches Open Air ist nur durch starken Zusammenhalt möglich. Daher richten die Veranstalter ein herzliches Dankeschön an die Dorfbevölkerung von Trens für das große Verständnis. Ein besonderer Dank gilt der Interessentschaft Trens für die großzügige Unterstützung bei den Grundflächen sowie der Gemeindeverwaltung von Freienfeld für das entgegengebrachte Vertrauen. „Ebenso bedanken wir uns bei allen Sponsoren, Gönnern und den im Einsatz stehenden Ordnungskräften. Der größte Dank gebührt jedoch den unzähligen freiwilligen Helfern: Ohne euren unermüdlichen Einsatz wäre dieses Open Air schlichtweg nicht machbar gewesen“, so die Veranstalter.

Preisgekrönt
Wipptaler Extremsport-Doku räumt ab
Der Sterzinger Filmemacher Tobias Marcotto und sein Team haben mit ihrem alpinen Dokumentarfilm „High Above – Highlining on Tribulaun“ bei renommierten internationalen Filmfestivals gleich mehrere Preise gewonnen.
Der Südtiroler Film „High Above – Highlining on Tribulaun“ hat beim Gully International Film Festival den Preis für den besten Dokumentarfilm (Best Documentary Film) und für die beste Produktion (Best Producer) gewonnen. Insgesamt hatten sich mehr als 550 Filmprojekte aus über 36 Ländern um eine Auszeichnung beworben. Vom Tamizhagam Internati onal Film Festival erhielt das Team kürzlich die Nachricht, dass der Film u. a. einen Preis in den Kategorien „Best International Feature Film“, „Best Documentary Feature Film“ sowie „Best Director“ erzielt hat. Bereits im Vorfeld erreichte „High Above“ auf StreamingPlattformen wie Tubi und Apple TV ein breites, internationales Publikum und fiel bei verschiedenen Filmfestivals auf. Beim World Film Festival in Indien schaffte es der Dokumentarfilm in der Kategorie „Best Sports Film“ in das Halbfinale. Nun wird der Film auch beim International Festival of Outdoor Films (IFOF) gezeigt, dem weltweit größten reisenden Wettbewerbsfestival für Outdoor-, Abenteuer- und Extremsportfilme.
Marcotto aus Sterzing mit seiner Produktionsfirma SickLevel Production, die sich auf innovative Projekte im Bereich Outdoor- und Extremsport spezialisiert hat.
Der Film „High Above – Highlining on Tribulaun“ widmet sich der faszinierenden Welt des Highlinings und wurde vor

Verantwortlich für das Projekt ist der Filmemacher Tobias
der imposanten Kulisse des Tribulaun in Pflersch gedreht. Die Dokumentation begleitet die Athleten Mark Michael Mair, Robert Pelz, Johannes Ellemunt, Markus Thaler und Tobias Gerhardt in schwindelerregender Höhe und zeigt eindrucksvoll das Zusammenspiel von körperlicher Präzision, mentaler Stärke und der einzigartigen alpinen Umgebung. Die internationalen Auszeichnungen und Festivalteilnahmen zeigen, dass Produktionen aus Südtirol zunehmend weltweit Aufmerksamkeit erhalten. Mit seiner starken Bildsprache und der außergewöhnlichen Thematik zählt „High Above – Highlining on Tribulaun“ inzwischen zu den erfolgreichsten alpinen Dokumentarfilmprojekten aus Südtirol.
Buchtipp
SüdtirolUmrundung
Ein Weitwanderprojekt in zwei Bänden

Mit der „Südtirol-Umrundung“ hat Hanspaul Holzmann aus Ridnaun, der im Jänner verstorben ist, zwei einzigartige Weitwanderbücher verwirklicht: In 62 Etappen führt der Weg entlang der Landesgrenze Südtirols rund um das Land – eine Entdeckungsreise zwischen Kultur, Geschichte und Natur. Beide Bände sind 2025 erschienen, zusammen bilden sie ein eindrucksvolles Gesamtwerk.

Waypoints, Informationen zu Einkehr- und Un terkunftsmöglichkeiten sowie zahlreiche stimmungsvolle Fotos. Ergänzt werden die Touren durch kulturhistorische und landschaftsökologische Doppels eiten, die das Gehen als bewusste Begegnung mit Land und Landschaft begreifen lassen.
Beide Bände sind im AthesiaTappeiner Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.
RESPECT: Natur und Landschaft bewahren. Unser Erbe schützen.
Südtirols Natur- und Kulturlandschaft ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis jahrhundertelanger Pflege, gelebter Traditionen und eines respektvollen Umgangs mit begrenzten Ressourcen. Mit der Erweiterung der RESPECT-Kampagne rückt das Land Südtirol nun die Natur- und Kulturlandschaft des Landes in den Mittelpunkt.
Ob das Dolomiten UNESCO Welterbe, die traditionelle Bewässerung und die Transhumanz als immaterielles Kulturerbe der UNESCO oder die zahlreichen Schutzgebiete – sie alle erzählen von einer Landschaft, die Menschen über Generationen gestaltet und bewahrt haben. Gleichzeitig sind sie Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie Erholungsraum für Einheimische und Gäste.
Die Kampagne macht sichtbar, was oft als selbstverständlich wahrgenommen wird: Hinter dem Erhalt dieser einzigartigen Landschaft stehen Menschen, Verantwortung und einfache Regeln für ein gutes Miteinander. Mit Botschaften wie „Ich bin hier zuhause“ oder „Wir teilen uns einen Weg“ lädt sie dazu ein, Natur und Landschaft bewusst zu erleben und Rücksicht zu nehmen.
Denn Respekt bedeutet mehr als Schutz. Die Natur- und Kulturlandschaft zu respektieren heißt, sie als gemeinsames Erbe zu verstehen und Verantwortung für ihren Erhalt zu übernehmen – heute und für kommende Generationen.
Der Band „Südtirol-Umrundung WEST“ beschreibt in 31 Etappen den Weg von der Salurner Klause über die Ortlergruppe bis zum Brenner, während „Südtirol-Umrundung OST“ in ebenso vielen Etappen vom Brenner über die Dolomiten zurück zur Salurner Klause führt. Insgesamt gilt es, 850 km und 56.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen – ein Erlebnis für geübte Bergwanderer mit solider Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Beide Bücher enthalten detaillierte Etappenbeschreibungen mit technischen Daten, Höhenprofilen, topografischen Kartenausschnitten inklusive
Zum Autor
Hanspaul Holzmann aus Ridnaun, Jahrgang 1956, studierte Mikrobiologie und Ökologie und unterrichtete viele Jahre an Südtiroler Schulen. Sein Denken kreiste um ökologische und gesellschaftliche Fragen, Klimawandel und die Dynamik des Planeten Erde. Seit Jugendtagen passionierter Bergsteiger, sah Holzmann im Gehen auch eine philosophische Dimension: „Ich gehe, also bin ich“.


UNTERWEGS MIT WIPPOLINO
Zu den Naviser Almen

Gemeinsam mit seiner Freundin Rita entdeckt Wippolino die wunderschönen Naviser Almen im nördlichen Wipptal. Auf ihrer Reise durch das idyllische Navistal genießen die beiden die herrliche Berglandschaft, die urigen Almhütten und die fröhliche Stimmung auf den Almen. Ein ideales Ausflugsziel für Familien, Naturliebhaber und alle, die einen gemütlichen Tag in den Bergen verbringen möchten.
Von Matrei am Brenner führt die Naviser Landesstraße in das malerische Navistal. Vorbei am Dorf Navis gelangt man zum Parkplatz Schranzberg, dem Ausgangspunkt für zahlreiche Almwanderungen. Von dort führt ein breiter Fahrweg gemütlich taleinwärts. Entlang der Strecke laden mehrere bewirtschaftete Almen zur Einkehr ein. Je nach Lust und Kondition können verschiedene Ziele erwandert oder erradelt werden:
• die Peeralm (1.663 m)
• die Klammalm (1.947 m)
• die Poltnalm (1.880 m)
• die Stöcklalm (1.882 m)
• die Naviser Hütte (1.787 m)
Die Wege verlaufen großteils auf breiten Forst- und Almwegen und eignen sich besonders gut für Familien mit Kindern. Auch Radfahrer genießen die abwechslungsreiche Strecke durch die beeindruckende Bergwelt.
Auf den Almen erwarten die Besucher regionale Spezialitäten, gemütliche Sonnenterrassen und herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Kinder finden entlang des Weges viel Platz zum Spielen und Entdecken, während Erwachsene die Ruhe und die frische Bergluft genießen können.
Nadine Pichler
Der Ausflugstipp stammt aus „Wippolinos Reisetagebuch“, einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt, das im Rahmen des Programms Interreg Italien-Österreich 2021 – 2027 – Interreg-Rat Wipptal finanziert und von der EU kofinanziert wurde. Projektträger sind die Gemeinde Sterzing und der Planungsverband Wipptal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales.
Warum uns Speiseeis glücklich macht
Sobald die Temperaturen die 25-Grad-Marke knacken, gibt -
diele um die Ecke wird zum -

schmacks. Doch woher kommt die ungebrochene Faszination für die kalte Kugel? Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass der Genuss von Eiscreme das Belohnungszen
gefallene Sorten wie Rote Bete-Ingwer oder salziges Karamell im Trend liegen, bleibt die unangefochtene Top 3 im Becher klassisch: Vanille, Schokolade und Erdbeere. Wer nicht anstehen möchte, macht sein Eis einfach selbst.
Rezept: Cremiges Vanilleeis Zuerst 400 ml kalte Schlagsahne mit dem Handrührgerät steif schlagen. Anschließend eine Dose (400 g) kalte, gezuckerte Kondensmilch sowie einen Teelöffel Vanilleextrakt vorsichtig unter die Sahne heben, damit die Masse luftig bleibt. Die Creme in einen gefriergeeigneten Behälter füllen, glattstreichen und für mindestens sechs Stunden oder über Nacht tiefküh

Kleine Hände, große Kunst


ratschings.info/ gilfenklamm-magic-light
Wenn Berge zum Zuhause werden…
Die besten Tourenhütten und die schönsten Erlebnistipps

Hütten sind weit mehr als nur alpine Refugien, die ein Dach über dem Kopf bieten. Sie erzählen Geschichten und Geschichte, sind Wirkungsorte echter Typen und Ausgangsorte für Bergabenteuer. Der bekannte Alpinjournalist Stefan Herbke stellt in seinem Buch „Himmlische Hütten“ 30 ganz besondere Hütten in Nord-, Ost- und Südtirol vor, die sich für mehr als eine Stippvisite eignen. Dazu zählt die an einem Bergsee gelegene Coburger Hütte ebenso wie die TierserAlpl-Hütte in den Südtiroler Dolomiten, das unter Denkmalschutz stehende, geschichtsträchtige Berliner Haus mit Kronleuchtern im Eingangsbereich oder die moderne Edelraut-Hütte in den Pfunderer Bergen. Aus dem Wipptal hat die Grohmannhütte in Ridnaun Eingang in das Buch genommen. In seinen reich bebilderten Reportagen schreibt Herbke über hochalpine Domizile für Abenteurer und familienfreundliche Unterkünfte, er berichtet über schwitzende Gletscher, erfrischende Bergseen, grandiose Klettersteige oder Bergferien für Kinder – und über Menschen, die fast ihr gesamtes

Leben auf der Hütte verbracht haben. Übersichtskarten und Infoblöcke zu Lage, Anrei-
se und insgesamt 66 Touren und Gipfelziele in Hüttennähe wie Kirchdachspitze, Schlern und Großvenediger ermöglichen die persön
von Wander- und Skitourenführern. Bei Tyrolia erschienen von ihm u. a. „Himmlisches Schneevergnügen – Skitourenparadiese in

liche Planung. Damit der Weg nicht nur das Ziel, sondern auch zu finden ist.
Autor Stefan Herbke, Jahrgang 1967, kennt womöglich noch nicht alle Hütten in den Alpen, aber sicher alle, die es wert sind, dass man sie kennt. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet der gebürtige Münchner und DiplomGeograph als freier Journalist und Autor
Österreich und Südtirol“ sowie „Traumtouren – 25 außergewöhnliche Skidurchquerungen in den Alpen“.
Das 208 Seiten starke, reich bebilderte Buch mit 30 Kartenausschnitten mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie einer Übersichtskarte ist im Tyrolia-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.
Die Grohmannhütte am Talschluss von Ridnaun (2.254 m)
Hüttenwirt Gerhard Rainer: „Ich bin erster Abspüler, erster Koch und erstes Zimmermädchen.“
Textauszug
Grohmannhütte
Was vom Gletscher übrigblieb
Auf dem langen Weg vom Ridnauntal zum Gipfel des Bechers ist die Grohmannhütte für viele eine willkommene Einkehr. Viel mehr als die noch immer ursprüngliche Hütte hat sich die Landschaft ringsum verändert.
(...) Als Wanderführer kam Gerhard Rainer mit seinen Gästen regelmäßig an der Grohmannhütte vorbei und dachte sich dabei immer. „Das wäre eine Hütte für mich, das könnte ich mit wenig Personal und Aufwand bewältigen.“ Und dann suchte das Land Südtirol plötzlich einen neuen Pächter. Gerhard Rainer bewarb sich – und im Sommer 2016 ging für den Pfitscher ein Traum in Erfüllung. Der Start war allerdings ein Desaster. (...) Im Glauben an eine optimale Vorbereitung öffnete er die Hütte. Er wurde bald von der Realität eingeholt. „Letztlich kamen viel mehr Gäste als erwartet – und wir hatten nichts mehr zu essen oder zu trinken.“
(...) Die Landschaft ringsum hat sich stärker verändert als die Hütte, wie die Bilder in der Stube eindrucksvoll zeigen. Damals bildete der Übeltalferner eine imposante Kulisse. (...) Eis von gestern, der Gletscher hat sich zurückgezogen und ist schon seit Jahrzehnten von der Hütte aus nicht mehr zu sehen.
(...) Mittlerweile ist für Gerhard der Hüttenalltag Routine, auch wenn es immer wieder Überraschungen gibt. (...) Und so wird er auch die nächsten Sommer auf der Grohmannhütte verbringen, obwohl er eigentlich schon längst Rentner ist. „Erstens kann ich von der Rente nicht leben und zweitens werde ich verrückt beim Nichtstun“, meint er. „Ich brauche eine Beschäftigung, was mache ich denn sonst?“

Sportmedizin
NACH der Saison ist VOR der Saison

Die letzten Wettkämpfe der Fußballmeisterschaft sind geschlagen und auch andere Sportarten legen eine Sommerpause ein. Zugleich laufen die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Trainings gegen Ende der Ferien. Dazu zählt u. a. auch die sportärztliche Visite.
Hier gibt es einige Neuerungen:
Zugang zur Visite: Die Terminanfrage am landesweiten Dienst für Sport- und Bewegungsmedizin erfolgt über die einheitliche Vormerkstelle (im Wipptal 0472 100100) oder unter vormerkungen@sabes.it. Voraussetzung für die Durchführung der Untersuchung ist die Anfrage des Vereins mit originaler Unterschrift und Stempel des Präsidenten. Private Anbieter und deren Kontaktdaten sind auf der Website der Provinz abrufbar.
Mindestalter: Das Alter, ab dem die Eignungsuntersuchung durch den Sportarzt erfolgen muss, wird von den Verbänden definiert. Das Mindestalter für alle Radsportdisziplinen liegt bei acht Jahren, dasselbe gilt für Sportarten wie Sportklettern, Tennis und Schwimmen. Für Eishockey gelten weiterhin zehn Jahre, für Fußball zwölf Jahre.
Master-Klasse: Unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Risiko einer Herzkreislauferkrankung ist der maximale Belastungstest am Radergometer für Männer ab dem 40. Lebensjahr, für Frauen ab dem 50. Lebensjahr vorgesehen. Zusätzlich müssen die Ergebnisse von Laboranalysen der Blutfettwerte vorgelegt werden.
Kosten: Während die Eignungsuntersuchungen für Minderjährige im öffentlichen Sanitätsbetrieb kostenlos sind, werden sie Erwachsenen in Rechnung gestellt. Für bestimmte Sportarten sind zusätzliche Untersuchungen vorgesehen, die separat verrechnet werden. Ergibt sich die Notwendigkeit weiterer Abklärungen, finden die Tarife des nationalen Gesundheitssystems Anwendung. Private Anbieter legen die Kosten für ihre Leistungen selbst fest.
Rechnung: Sportvereine, welche die Kosten für die Visite übernehmen wollen, können bei den sportmedizinischen Diensten eine Sammelrechnung beantragen.
Wechsel an der Spitze
In der Sektion Sterzing des Zivilschutzes gibt es einen Wechsel in der Führung. Nach vielen Jahren engagierter, verantwortungsvoller und ver lässlicher Tätigkeit be endet Daniela Pasini ihr Mandat als Leiterin der Sektion. „Ihr gilt unser aufrichtiger Dank für ihre Professionalität, ihre organisatorischen Fähigkeiten sowie ih ren wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung und Stärkung des Zivilschutzes im Wipptal“, so die Sektion.
zuführen und weiterhin ein hohes Maß an Effizienz, Einsatzbereitschaft und Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Leitung übernimmt künftig Maurizio Camillo. Dank seiner langjährigen Erfahrung im Ehrenamt und seiner fundierten Kenntnis der operativen Abläufe wird er die Gruppe gemeinsam mit der stellvertretenden Gruppenleiterin Sanda Girtler führen. Ziel ist es, die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fort-
Der Zivilschutz Sterzing, eine Organisationseinheit des Weißen Kreuzes, ist derzeit auf der Suche nach freiwilligen Helfern deutscher und italienischer Muttersprache. Interessierte erhalten die Möglichkeit, an vielfältigen internen Aus- und Weiterbildungsangeboten teilzunehmen und sich aktiv für den Schutz und die Sicherheit der Gemeinschaft einzusetzen.
Diabetes-Stammtisch
Kai Schenk Facharzt für Sportmedizin

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die meist in der Kindheit, in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter beginnt. Dabei zerstört das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Das lebensnotwendige Insulin, das benötigt wird, um den Blutzucker in den Körper zu schleusen, müssen Betroffene deshalb täglich künstlich zuführen. Unter dem Motto „Gemeinsam statt allein“ findet am 24. Juli im Restaurant „Tie Break“ in Sterzing in Zusammenarbeit mit der
„Diabetes Union Südtirol“ der erste Stammtisch für Patienten mit Diabetes Typ 1 statt. Beginn ist um 19.00 Uhr.

Anmeldungen nimmt bis zum 17. Juli Andrea Plank unter der Rufnummer 349 3198610 entgegen.
Danke.
Manchmal sind es die kleinen Gesten, die am Ende ganz groß werden.
Genau das haben wir Ende des Jahres erlebt, als wir die Menschen in ganz Südtirol dazu aufgerufen haben, ihre alten, nicht mehr genutzten Hörgeräte

bei uns vorbeizubringen. Der Gedanke dahinter war einfach: Ein Hörgerät, das bei uns in der Schublade liegt und niemandem mehr nützt, kann anderswo einem Menschen wieder zu einem Stück Lebensqualität verhelfen. Gesagt, getan – und das Echo war wirklich überwälti gend.
Aus allen Ecken Südtirols, von Schlanders bis Bruneck, von Sterzing bis Neumarkt, sind Menschen in unsere Fachgeschäfte gekommen und haben ihre alten Geräte gebracht. Manche hatten sie seit Jahren im Schrank liegen, andere waren seit Jahren ungenutzt in einer Schublade verstaut, weil vielleicht ein lieber Verwandter verstorben war und man sie trotzdem als zu schade zum Wegschmeißen fand. Was zählt, ist nicht, wie lange sie dort lagen, sondern dass sie nun eine zweite Chance bekommen. Am Ende kamen unglaubliche 178 Hörgeräte zusammen – eine Zahl, die uns selbst überrascht und sehr berührt hat. Alle Geräte gehen an eine Organisation, die sich genau für solche Zwecke einsetzt. Die noch sehr gut erhaltenen Hörgeräte werden direkt aufbereitet und an Menschen weitergegeben, für die ein neues Hörgerät aus finanziellen Gründen unerreichbar wäre. Die älteren oder weniger intakten Geräte bekom-
men ebenfalls eine sinnvolle Aufgabe: Sie dienen als Ersatzteilspender, mit denen andere Hörgeräte wieder reparierbar werden. So geht buchstäblich nichts verloren und jedes einzelne Gerät leistet am Ende seinen Beitrag.

MARKUS THALER, GRÜNDER VOM HÖRZENTRUM SÜDTIROL
es nicht nur dem hilft, der es empfängt, sondern auch ein gutes Gefühl bei dem durften wir dieses Gefühl in den letzten Wochen miterleben – und

Innerhalb des Jahres werden wir vom Hörzentrum Südtirol Sie darüber informieren, was wir noch vorhaben. Wir möchten weiterhin Gutes tun und ein Projekt, das uns am Herzen liegt, noch mehr unterstützen.

APOTHEKEN
27.06.-03.07.: Stadtapotheke
Tel. 765397
04.07.-10.07.: Apotheke Wiesen
Tel. 760353
11.07.-17.07.: Apotheke Gilfenklamm
Tel. 755024
18.07.-24.07.: Apotheke Paracelsus
Tel. 377 3130989
25.07.-31.07.: Stadtapotheke
01.08.-07.08.: Apotheke Wiesen
Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet.
ÄRZTE
04.07.: Dr. Arianna D’Andrea
Tel. 393 5111222
05.07.: Dr. Alberto Bandierini
Tel. 388 7619666, 764144
11.07.: Dr. Massimiliano Baccanelli
Tel. 334 9156458
12.07.: Dr. Markus Mair
Tel. 329 2395205
18.07.: Dr. Valbona Kurtallari
Tel. 324 0953522
19.07.: Dr. Pietro Stefani
Tel. 349 1624493, 760628
25.07.: Dr. Giuliana Bettini
Tel. 320 6068817
26.07.: Dr. Sonila Veliu
Tel. 349 6732243
Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend.
ZAHNÄRZTE: Notdienst Samstag und Feiertage
dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187
TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE)
04./05.07.: Dr. Stefan Niederfriniger
11./12.07.: Dr. Michaela Röck
18./19.07.: Dr. Stefan Niederfriniger
25./26.07.: Dr. Michaela Röck
01./02.08.: Dr. Stefan Niederfriniger
Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666
Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673
Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222
Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496
Kleintier-Notfalldienst:
Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994
1.7.
Konzert „Nabou“ (Südtirol Jazzfestival), Sterzing, Stadtplatz, 21.00 Uhr.
2.7.
Mobile Radreparaturwerkstatt, Sterzing, Stadtplatz, 11.00 – 15.00 Uhr
Tagung „Alto Adige/Südtirol: due nomi, due realtà“, Sterzing, Rathaus, 16.00 Uhr.
3.7.
Konzert „Brasilian Motions“ (Südtirol Jazzfestival), Franzensfeste, Festung, 20.00 Uhr.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr.
3. und 4.7.
World Bodypainting Festival, Sterzing.
3. – 12.7.
Reitsporttage Wiesen, Wiesen.
5.7.
Jazz & Hike „Brasilian Motions“ (Südtirol Jazzfestival), St. Martin am Schneeberg, 12.00 Uhr.
6.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
8.7.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
9.7.
Repair Café, Sterzing, Garten
Margarethenhaus, 17.00 –20.00 Uhr.
Infoveranstaltung zur Aus-
bildung „Pflegehelfer“, Sterzing, Seniorenwohnheim, 19.30 Uhr.
10.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr.
11. und 12.7.
Musikfest der Vereinskapelle Gossensaß, Gossensaß, Festplatz. Samstag Dämmerschoppen ab 18.00 Uhr mit Konzert MK Steinach am Brenner und Partyband „Vollbluet“; Sonntag Frühschoppen ab 10.00 Uhr mit Konzert MK Mareit um 11.00 Uhr und Konzert MK Weitental um 13.30 Uhr.
13.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
Nachtwallfahrt nach Maria Trens. Treffpunkt: Reiterkapelle um 19.30 Uhr, Gottesdienst um 20.00 Uhr.
15.7.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
16.7.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
Vortrag „Donne verso la modernità – amore, matrimonio, politica ed economia“ (Siglinde Clementi), Sterzing, Stadt- und Multschermuseum, 19.00 Uhr.
17.7.
Stammtisch für Patienten mit Diabetes Typ 1, Sterzing, Restaurant Tie Break, 19.00 Uhr. Anmeldung: Tel. 349 3198610 (Andrea Plank).
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr.
17. – 19.7
Biker Days, Mareit, Clubhausgelände des MC Falken.
Reifensteiner Rittertage, Burg Reifenstein.
18.7.
Konzert der Bürgerkapelle
Sterzing, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr.
19. – 26.7.
Trainingslager des 1. FC Kaiserslautern, Sterzing.
20.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
21.7.
Konzert des Ensembles arch Evento, Mareit, Schloss Wolfsthurn, 21.00 Uhr.
22.7.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
23.7.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
24.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr.
25.7.
Nordparkfestival, Sterzing, Nordpark, ab 14.30 Uhr.
27.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
29.7.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
30.7.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
31.7.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 10.30 Uhr.
1.8.
Basil Hofer Lauf, Pfitsch.
2.8.
Konzert der Bürgerkapelle
Sterzing, Sterzing, Stadtplatz, 10.30 Uhr.
5.8.
Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr.
6.8.
Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr.
7.8.
Konzert der Musikkapelle
Wiesen, Wiesen, Naturgarten, 20.00 Uhr.
Fünf-Uhr-Tee und Discofieber mit Herz, Sterzing, Derbygarten, 17.00 Uhr.
8.8.
Konzert der Musikkapelle Innerpfitsch, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr.
Mareiter Stein Attacke, Mareit.
9.8.
Konzert der Streicherakademie
Bozen, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr.
Wortgottesfeier auf dem Mandlseitjoch (Gupperjöchl), Freienfeld, 11.00 Uhr.
Sprechstunde
Sprechstunde
der Volksanwältin
in der Außenstelle des Landwirt schaftsinspektorates, Bahnhofstr. 2 in Sterzing, am Freitag, 24. Juli 2026 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
Voranmeldung notwendig unter Tel. 0471 946020.
Märkte

3., 10., 17., 24., 31.7.: Bauernmarkt, Stadtplatz.
4., 20.7.: Brennermarkt.
7., 14., 21., 28.7.: Sterzlmarkt, Stadtplatz.
Ausstellungen
Bis 31.10.
„Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“ von Franziska Gilli und Barbara Bachmann, Sterzing, Stadt- und Multschermuseum
Bis Anfang November
„Jagd-Hund-Mensch“, Mareit, Schloss Wolfsthurn. Fort Biennale „Reclaiming Collective“, Franzensfeste, Festung.
Dauerausstellung
„Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung.
„Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.
Ende Mai unternahmen 31 Angehörige des Jahrgangs 1946 einen gemeinsamen Ausflug, um ihren 80. Geburtstag zu feiern. Einige Teilnehmer reisten eigens aus Livorno, vom Gardasee sowie aus Kärnten an, um ehemalige Schul- und Arbeitskollegen wiederzutreffen.
Die Fahrt mit dem Reisebus führte zunächst nach Neustift, wo bei einer Führung durch das Museum und die Basilika interessante Eindrücke gesammelt werden konnten. Nach einem kurzen Gebet ging die Reise weiter nach Albeins zum Kircherhof, wo ein köstliches Mittagessen serviert wurde.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein und ange-

Die FF Wiesen gratuliert ihrem Mitglied a. D. Anton Mair zum 95. Geburtstag und wünscht noch lange Gesundheit.
regten Gesprächen wurden viele Erinnerungen ausgetauscht. Nach einigen geselligen Stunden brachte Busfahrerin Wally die Gruppe sicher und gekonnt wieder nach Sterzing zurück. Ein ausdrücklicher Dank der Gruppe erging an Jahrgangskollegin Uta für die gelungenen Einladungen, deren Karikaturen von Pepi Tischler gestaltet und von ihr unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden.
Bedauert wurde, dass einige Jahrgangskollegen krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnten. Es besteht jedoch die Zuversicht, bei einer nächsten Gelegenheit wieder gemeinsam einige schöne Stunden verbringen zu können.

Johann Wild
Sporber Hans - Tischlermeister
* 16. Mai 1932 † 19. Mai 2026

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel wird.

Rudolf Siller
* 10.02.1944 † 10.07.2011
Vielen Dank ...
für die zahlreiche Anteilnahme, die Gebete, Umarmungen, Blumen und Kerzen, die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier und allen, die unseren Tate in Erinnerung behalten.
Die Trauerfamilie
Karl Knollenberger
* 20.12.1955 † 19.05.2026
Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die große Anteilnahme, die lieben Worte, die tröstenden Umarmungen und die vielen Gedanken an unseren lieben Karl.
Ein herzliches Vergelt’s Gott!
Deine Frau Rita und deine Töchter Birgit und Andrea mit Familien
Nicht das Freuen, nicht das Leiden, stellt den Wert des Lebens dar, immer nur wird das entscheiden, was der Mensch dem Menschen war.
Ludwig Uhland
In Liebe und Dankbarkeit erinnern wir uns an dich bei der Gedenkfeier am 24. Juli um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.
Deine Familie

10° ANNIVERSARIO
12.04.1946 – 10.07.2016
A dieci anni dalla tua scomparsa, il tuo ricordo vive ogni giorno nei nostri cuori. Il tempo passa, ma l’amore che ci hai donato continua a guidarci e ad accompagnarci nel cammino della vita. Ci mancano il tuo sorriso, la tua dolcezza e la tua presenza, ma il legame che ci unisce rimane eterno.
"Coloro che amiamo e che abbiamo perduto non sono più dove erano, ma sono ovunque noi siamo."
Sant’Agostino
Con infinito affetto e gratitudine, ti ricordiamo sempre.
Tuo marito Alfredo
Le tue figlie Francesca con Ingo Chiara e Vita Isotta con Armin
Le tue nipotine Greta ed Elin

Menschen, die wir lieben, sterben nie. Sie bleiben uns im Herzen erhalten.
Il tuo nipotino Ben
2. Jahrestag
Johann Wild
Gschnitzer Hons - Gasteig
* 25.05.1944 † 04.08.2024
In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner am Samstag, den 1. August um 19.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing.
Allen, die daran teilnehmen und unseren lieben Tate in guter Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott.
Deine Familie
Manchmal bist du in unseren Träumen, oft in unseren Gedanken, stets in unserer Mitte, für immer in unserem Herzen.

26. Jahrestag
Klaus Gogl
In Liebe und Dankbarkeit sehen wir zurück und danken Gott für die Zeit, die du bei uns gewesen bist. Ganz besonders gedenken wir deiner am Mittwoch, den 8. Juli beim Gedächtnisgottesdienst um 18.30 Uhr in der Kapuzinerkirche.
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt‘s Gott. Margit mit Familien

Irina Senn
09.01.2000 – 23.07.2019
Es fehlt ein Stück von unserer Welt, seit du gegangen bist, doch wenn die Sonne in sie fällt, wissen wir, dass dein Licht uns hält.

Wir haben so viel gelacht, so leicht erzählt, du warst bei uns so gerne, es wurde Nacht und deine Seele tauchte in die Sterne. Wir denken an so vieles, seitdem du nicht mehr bist, denn du hast uns gezeigt, wie wertvoll das Leben ist.
Sieben Jahre ohne dich! Irina,
du fehlst uns �� unendlich
In ewiger Liebe Mami und Papi und alle, die dich im Herzen tragen


Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen.
Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen.
Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.
Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.
Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke

Miriam Volgger
* 08.05.2002 † 23.07.2019
Deine Weitsicht im Leben erstaunt ins olm wieder ... Kaum zu glabm, wos du ins nou gsog – und a getun hosch ... Momente und Worte –von unsogborn Wert ...
Di olm an insrer Seite wissend, denkn mir gonz bsunders am Sunntig, 19. Juli um 8.30 Uhr in der Pforrkirche vu Ridnaun an di. Jedem, der ins olm wieder zoag, dass du nit vergessen wearsch, von Herzen Danke.
Deine Lieben –de di sou fescht vermissen

Danksagung
Barbara Häusler geb. Gröbner
Bäckerei Häusler
* 22. Juli 1947 † 5. Juni 2026
Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren, aber es tut gut zu erfahren, wie viel Liebe und Wertschätzung unserer lieben Barbara im Leben und nun auch beim Abschied entgegengebracht wurden.
Von ganzem Herzen danken wir allen, die uns in diesen schweren Tagen zur Seite standen. Die tröstenden Worte, die stillen Umarmungen, jede Blume und jedes entzündete Licht waren uns ein tiefer Trost.
Das Wissen, dass sie in euren Erinnerungen weiterlebt, schenkt uns Kraft.
Die Trauerfamilie
18. Jahrestag 18° anniversario
Monika Fontana
20.10.1954 05.08.2008
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an Dich beim Gottesdienst am Sonntag, den 2. August um 10.00 Uhr in der Kirche von Franzensfeste.
Ti ricordiamo in particolar modo domenica, 2 agosto alle ore 10.00 alla S. Messa nella chiesa di Fortezza.
In Liebe – con tutto il nostro amore Giorgio
Barbara, Stefan, Christian



Allo scorrere del tempo resiste solo ciò che vale. E il tuo ricordo, è il valore più grande che ci accompagna ogni giorno.
Anna Kofler geb. Trenkwalder
* 14.07.1931 † 05.06.2026
Herzlichen
Dank ...
für die Anteilnahme, für die tröstenden Worte und Umarmungen, für die Kerzen, Blumen, Spenden und Messen, für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier und der Rosenkränze.
Danke an alle, die unsere Mame in liebevoller Erinnerung behalten.
Die Trauerfamilie wenn sie gehen.

1. Jahrestag Cristine Rabanser verh. Prünster
* 31. Juli 1942 † 24. Juli 2025
In Liebe und Dankbarkeit den ken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 26. Juli um 9.15 Uhr Pfarrkirche von Gossensaß.
In Liebe
deine Familie Für immer in unseren Herzen!

Ist die Seele tief verwurzelt, bleiben die Erinnerungen stärker.

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der uns lieb war, ging. Was uns bleibt, sind Liebe, Dank und Erinnerung.
17. Jahrestag Oswald Keim
In Liebe denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, den 25. Juli um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Herzlichen Dank allen, die an ihn denken und an der Gedächtnismesse teilnehmen.
Deine Familie
Maria Kofler
Goll-Marie
* 28.02.1929 † 28.07.2025
Dankbar für die schöne Zeit mit dir und verbunden in Liebe denken wir an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 2. August um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten.
Deine Lieben

Waldemar Heinz
* 27.07.1931 † 19.07.2025
Ein Jahr ohne dich. In unseren Herzen lebst du weiter. Deine Spuren bleiben für immer.
In Liebe deine Familie


„Senner Seppl“
Die Gedanken der Erinnerung bilden
eine Brücke über das Leben hinaus.
Wir denken an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 5. Juli um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Jaufental.
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.
Deine Familie
Und immer, wenn wir von euch erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.

Traudl
† 26.03.2015
Hans Bacher
9. Jahrestag † 23.07.2017
In Liebe denken wir an euch ganz besonders bei der hl. Messe am 26. Juli um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.
Herzlichen Dank allen, die daran teilnehmen und euch in lieber Erinnerung behalten.
Eure Familie
Was bleibt, wenn alles Vergängliche geht, ist die Liebe.


… und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.
Helmut Kotter
* 6. November 1948 † 1. Juni 2026
Danke
- für die tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben, - für jeden Händedruck und jede Umarmung, - für die Blumen und Spenden und für alle Zeichen der Liebe und Verbundenheit.
Danke
- an alle, die einfach da waren, - an alle, die unseren Helmut auf seinem letzten Weg begleitet haben und ihn auch weiterhin in liebevoller Erinnerung behalten.
Die Trauerfamilie

9. Jahrestag
Aloisia Siller geb. Gander
Giggler Luise
* 26.09.1926 † 14.07.2017
In liebevoller Erinnerung gedenken wir deiner am Sonntag, den 19. Juli um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.
In Liebe deine Kinder mit Familien vergisst man niemals mehr!

Von dem Menschen, den du geliebt hast, wird immer etwas zurückbleiben: etwas von seinen Träumen , etwas von seinen Hoffnungen . Alles von seiner Lieb e .
2. Jahrestag
Anton Schölzhorn
„Toni“
* 2. Juni 1967 † 22. Juli 2024
In Liebe denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 26. Juli um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Danke allen, die unseren lieben Anton ins Gebet einschließen und ihn in liebevoller Erinnerung behalten.
In Liebe deine Familie

Es ist nicht wichtig, vor wie viel Jahren du gegangen bist. An manchen Tagen fühlt es sich an, als wäre es erst
21. Jahrestag Andreas Heidegger
Zum 21. Mal jährt sich der traurige Tag, an dem wir ganz unerwartet von dir Abschied nehmen mussten.
Ganz besonders denken wir an dich beim Gottesdienst am Samstag, den 11. Juli um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Du fehlst uns ...


1. Jahrestag
Anna Sorg Becchio
* 6. Dezember 1937 † 21. Juli 2025
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 26. Juli um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mauls.
Allen, die daran teilnehmen und unsere liebe Anna in guter Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott.
In Liebe
deine Kinder mit Familien und Bekannten Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.

Dein Platz am Tisch bleibt leer, aber dein Platz in unserer Mitte bleibt für immer.

1. Jahrestag
Albert Ainhauser
„Sarner Albert“ * 16.07.1943 † 02.07.2025
Ganz besonders gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Samstag, den 4. Juli um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Kematen.
Allen, die daran teilnehmen und dich in Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt‘s Gott.
In Liebe deine Familie
10° anniversario Giuseppe Morandini
„Bepi“
* 13.04.1942 † 06.07.2016
Il tempo passa. Il ricordo rimane.
Con affetto la tua famiglia
5. Jahrestag Josef Rainer
Braunhofer-Seppl
* 12. Juli 1938 † 15. Juli 2021
In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner ganz besonders am Sonntag, den 19. Juli um 10.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Mareit.
In Liebe deine Familie

Seelsorgeeinheit Sommerzeit, Ferienzeit!
Der Sommer ist da und mit ihm lange Tage, die Sommerferien und der ersehnte Urlaub. Die Sommerferien sind für alle eine Auszeit vom Alltag, um Kraft zu schöpfen und zur Ruhe zu kommen. Wünsche und Erwartungen an einen gelingenden Urlaub können sehr unterschiedlich sein: reisen, ferne Länder erkunden, Städte besichtigen, Abenteuer wagen, eine spirituelle Reise antreten, einen Pilgerweg gehen und mit den Füßen beten, Berggipfel erklimmen, Zeit mit der Familie verbringen. Jeder hat dabei die Chance, nach Momenten der Ruhe zu suchen, um durchatmen zu können. Wir können unbekümmert und sorglos sein. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Jeder Sonntag lädt dazu ein, sich einen kleinen Sommerurlaub zu gönnen bei Gott. Auch ein Urlaub in der Natur lädt zur inneren Einkehr ein. Wie erlebnisreich ist doch ein Sonnenaufgang auf einem Berggipfel! Im Dunkel aufbrechen, die friedliche Stille des frühen Morgens erleben, ganz oben stehen und erwartungsvoll beobachten, wie die ersten Sonnenstrahlen hinter den Berggipfeln hervorlugen. Umgeben zu sein von wohltuender Stille und Licht. Für mich jedes Mal ein einzigartiges Erlebnis mit einem Lob an die Schöpfung.
Werfen wir bewusst einen Blick auf die Schönheit der Natur, die uns umgibt, und freuen wir uns, wie wunderbar sie ist. Wie dankbar können wir sein, in einem so schönen Land in Sicherheit und Frieden leben zu dürfen.
Ich wünsche allen erlebnisreiche Urlaubstage und Erholung für Körper, Geist und Seele.

CHRISTINE WIESER Stilfes
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird.

Pfiffikus
Pfiffikus sucht einen Baum, der aus zwei Bäumen besteht. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. Juli. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.
Auflösung des Vormonats: Das „eingewachsene“ Auto in Pfitsch steht orographisch links abseits vom Pfitscherbach in der Nähe des Motocross-Übungsplatzes zwischen Überwasser und Fußendras. Es handelt sich um einen dunkelblauen fünftürigen Skoda Octavia, dessen Räder tatsächlich im Erdboden eingewachsen sind. Somit steht das Fahrzeug bereits monatelang am Waldesrand. Alles andere fällt unter die Privacy, wie es so schön heißt. In Pfitsch ist das Gefährt schon vielen aufgefallen, vielleicht auch einigen Pfiffikussen?
Das Los bestimmte PETRA BRUNNER aus STERZING zum Pfiffikus des Monats Juni. Die Gewinnerin erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von

Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.


AUFLÖSUNGEN DES VORMONATS

LÖSUNG: DORFPLATZ
Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Lappen zum Bodenwischen).
FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN:
•B•D•U•K•U•S•D•J BAUERNSCHNOPSN•A •UMMAHOLBESIEBME DEMO•OI•••TKI•AT •RALSERGASSE•EIN INH•NFE•KUERBIS• •TOTALERKRIEG•LM OSLICI•EU•TIAT•I •CB•KCAL•REF•ITA IHEB•HW•HA•EPPER •EDEL•EVIDENT•SG SGREASCHTE••AUSI •GER•EK•TLUE•NIA FLIEGE•BLEIDSINN
LÖSUNG: FRONLEICHNAM
DAS WIPPTAL-RÄTSEL
verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald
M !ll)8nkJd ,S- G~,n,o- ==;:;= li<e~rtitl. ~-<1.,,pri.~1, V ...ti~l'Mll'Jll Mull•chlp• t•~d, v•r-
~1a1nt!r go~en "" rw,~n·• llmdl1c.h
El:ruck~ 13: <l Oltr llelß 101 f'A'iDPI '\'l<Dl'i [w:i~J>I lwlpp) .!, & .J,. !} 6
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·O ~ng_l ~, ~el ~•!I U"r. St;,7 t:esCMsl -- -----G !'i.amt Um~~l~ •u~g be, Ab~. 4 '5IUJ~r- -i> G<u<!.I rr:1hia11~c-r, A.bl< Abt 1
SffgelT • du {> cl-Yb. Ab~ v b,l~ch S~dl_, d<>~(dt) !), andes- a[Oeb,a. aßlOO'Atlk lse~ Abk ollp~lsclulil 1 v iwlpp) '-:' ,:,, ,.,~n~arl, 1 "~hn~I 1 0&10011
l\bJ( ~,;; ungar,~ne W phmn -:• s.i,·,,.c:1 • ., -{· ,~11am1 za,1-i:'1~ 1 Rn'ldar wahn•lnn 1 (dO ,!. Aultrtll z1„1. lii(lfl ncs.11 iemro~r. ;, jrn Harn ., All •n~11 J„ r C"lbn 1 ~a,~ 1~ahl Alll I> i:he~l~ll UnglO,;.ks- h1mml1Hh --t> Au,a.rur c•., 4 (••Pl>l wtJ>J>) 1 ..!, H. Sclmii, ,1.~ •• "V 11.hn~ol Fmualn• 11Jel!Ab~ Al>kii,i ; Eye 1 re ,11 '!t G., OME '-i• Te:ppi~I>- i01>Nil1i? klopfe, 1w1pp) (w1"'1! v Oc;Ji51t, R,1,ihl~h
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Lösungswort
Der
Redaktionsschluss: 15.07.26
.... -- ----Br~ntw In T,jr,itcc 1011101, lJ /1',i'acllolder-() ,i\b 1be rqn fa~ -> 3 '"'ä'iiilij'"" elnf.arb fll. 1 lteplnse!n H l'e<fanl 11 tw,n~\ ,!,. c ,1er• l~$r:t.rtll am Kiew
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Zilescht Mai
hot‘s vour und hintern Brenner a morz Aufregung gebm. Do hobm die eschtreichischn Bihördn genehmigg, dass der Grieser Birgermeischter – komischerweis lei als Privatperson – terf die Autobuhn und die Bundesstroße firn gonzn mottorisiertn Verkehr a poor Stundn schperrn und total plockiearn. Genau muen i, isches do um die Zeit va neine bis af finfe nommitog in leschtn Somstig van Mai gongin.
Kemmin sein do a poor tausnd Leit, in de der viele Verkehr durchs Tol ban Hols außer hengg, weil sie sich a Sorgn um die Gsundheit mochn. Und es solln a gor a poor Sidtiroler giwesn sein, de do mitproteschtiert hobm.
Ober schun die Londeshaupmander hobm de Aktion gonz unterschiedlich biwertit: der Nordtiroler LH hot se volle unterschtitzt, ober der Sidtiroler LH hot gemuent, dass des nicht bringg, wenn man af der Stroße do ummersteaht und a Tafile auhebb.
A poor Toge drau hot‘s noar hergsechn, dasse decht beade ‘s Gleiche gemuent hobm, weil holt decht gegn den Zivielverkehr eppas getuen wearn mueß.
Ober vor de Veronstaltung stottgfundn hot, isch des Giplärre haupsächlich va die doign Wirtschoftsvertretr augfolln. Bsunders de hiegern Brenner, die Hondlskommer, die Verbände usw. hobm den Zuestond beschriebm, aswiewenn‘s schier zin an Untergong kamm. Die Goschtwirte, Hoteliere und Zimmervermieter hobm Ongscht ghobb, dass die gonzn Gäschte ausbleibm kanntn, wenn se amol afn Brenner nit durchderschliefn. Iatz, a poor Wöchler drau, isch woll olls wieder vergessn. Ober decht viele frogn sich: „Lei weiter sou?“

GEBURTEN
Brenner: Johannes Olivieri (02.05.2026, Brixen).
Freienfeld: Victoria Wieser (13.05.2026, Brixen). Kabir Singh (16.05.2026, Bozen). Fiona Leitner (21.05.2026, Brixen).
Pfitsch: Johanna und Emma Keim (08.05.2026, Innsbruck). Maja Hofer (16.05.2026, Brixen). Lena Zössmayr (28.05.2026, Brixen).
Ratschings: Leni Siller (01.05.2026, Brixen). Damian Röck (15.05.2026, Brixen). Alina Röck (16.05.2026, Brixen).
Sterzing: Greta Kahn (08.05.2026, Brixen). Giulio Roselli (18.05.2026, Brixen). Leonie Schneider (26.05.2026, Brixen).
TODESFÄLLE
Freienfeld: Agnes Zihl, 91 (04.05.2026, Freienfeld). Johann Wild, 94 (19.05.2026, Sterzing).
Pfitsch: Margareth Obwexer, 94 (04.05.2026, Pfitsch). Marta Ladurner, 87 (13.05.2026, Pfitsch). Rudolf Trenkwalder, 76 (26.05.2026, Pfitsch). Manuel Girtler, 31 (27.05.2026, Ratschings).
Sterzing: Franz Declara, 88 (03.05.2026, Sterzing). Filomena Fischnaller, 92 (04.05.2026, Sterzing). Anna Rosa Keim, 91 (12.05.2026, Sterzing). Herbert Rainer, 73 (12.05.2026, Sterzing). Keltoum Elhajhouj, 88 (15.05.2026, Sterzing). Karl Knollenberger, 70 (19.05.2026, Sterzing).
EHESCHLIESSUNGEN
Brenner: Milva Bosatelli und Bruno Dalla Santa (28.05.2026, Gossensaß).
Freienfeld: Barbara Schönegger und Valentin Hanni (15.05.2026, Freienfeld). Katharina Dolliana und Anton Staudacher (28.05.2026, Freienfeld).
Pfitsch: Julia Haller und Lukas Trenkwalder (01.05.2026, Ratschings).
Ratschings: Magdalena Weissteiner und Albin Volgger (15.05.2026, Ratschings). Magdalena Gufler und Thomas Schwazer (16.05.2026, Mareit). Katrin Hochkofler und Florian Burger (29.05.2026, Ratschings). Verena Wurzer und Andreas Klotz (30.05.2026, Ridnaun).
BAUGENEHMIGUNGEN
Brenner: Simon Thaler, Pflersch 24: Sanierung und bauliche Umgestaltung des Wirtschaftsgebäudes beim Nusserhof, Bp.11, versch. Gp., K.G. Pflersch.
Freienfeld: Ägidius und Lukas Wieser, Stilfes 20/C: Errichtung eines neuen Wirtschaftsgebäudes am Wastnerhof, versch. Gp., K.G. Stilfes. Konrad und Lorenz Hasler, Irmgard Kinzner, Stilfes 50/A: Sanierung, energeti-
sche Sanierung und bauliche Umgestaltung, versch. Bp., K.G. Stilfes.
Pfitsch: Günther Mair, Wiesen, Tulfer 261: Sanierung und bauliche Umgestaltung des Wohngebäudes, Bp.202, K.G. Wiesen. Andreas Steurer, Kematen 73: Errichtung eines Hühnerstalles, Gp.1532/1, K.G. Pfitsch. Peter Hochrainer, Wiesen, Geirweg 64/B: Errichtung eines Heulagers und eines landwirtschaftlichen Maschinenraumes, Bp.670, K.G. Wiesen. Albin und Elias Mair, Wiesen, Tulfer 271: Neubau eines energieeffizienten Wohngebäudes und eines landwirtschaftlichen Maschinenraumes, Bp.165, Gp.1259/1, K.G. Wiesen. Ralph Keim, Marvo GmbH, Wiesen, Brennerstraße 19/A: Bauliche Umgestaltung, Sanierung und teilweise Umwidmung, versch. Bp., versch. Gp., K.G. Wiesen. Hans Delueg, Greti Hofer, Kematen, Fussendrass 30: Errichtung Forstwirtschaftsweg, versch.Gp., K.G. Wiesen. Ratschings: Josef Larch, Mareit, Vögls: Errichtung eines Feldweges und Abbruch und Wiederaufbau eines Heustadels, versch. Gp., K.G. Mareit. Heidi Baur, Walter Prinoth, Außerratschings, Kalch: Errichtung eines Weidestalles mit Heubergeraum, Gp.573, K.G. Ratschings. Gschwenter Bau GmbH, Ridnaun, Dorf 29: Überdachung des Außenlagers im Dachgeschoss der Betriebshalle, Bp.597, K.G. Ridnaun. Paul Kruselburger, Ridnaun, Maiern 28: Verlegung der Hofstelle, Bp.73, Gp.1241, K.G. Ridnaun. Maria Graus, Egon und Martina Wurzer, Mareit, Runggen 3: Errichtung von überdachten Fahrradstellplätzen, Bp.325, K.G. Mareit. Erika Freund, Außerratschings, Schönau 17: Errichtung eines Sonnenschutzes, Bp.844, K.G. Ratschings. Sterzing: Birgit, Ferdinand und Reinhard Haller, Frundsbergstraße 15: Sanierung und energetische Sanierung des Wohngebäudes, Bp.383, K.G. Sterzing. Arthur Sparber, AmSchilf-Weg: Errichtung einer Überdachung für Holzlagerung, Gp.626/18, K.G. Thuins. Hermine Indrist, Alois Pfitscher, Thuins 21: Errichtung einer neuen Zufahrt, Gp.24, K.G. Thuins. Pension Frick KG der Frick Verena, Deutschhausstraße 22: Qualitative Erweiterung mit teilweisem Abbruch und Wiederaufbau, Bp.185, K.G. Thuins. Milchhof Sterzing Gen.m.b.H., Jaufenstraße: Bauarbeiten zur Erweiterung des CIP-Bereichs für die Reinigung von Milchsammelwagen, Bp.170/1, K.G. Thuins. Benno und Ulrich Linser, Herta Pahl, Brennerstraße: Errichtung einer Garage, Bp.417, K.G. Sterzing. Sun Home Landwirt. Ges.der Novotna Marcela, Thuins 38/A: Errichtung von 5 Pferdeboxen an der Hofstelle des „Häuslerhofes“, Bp.314, K.G. Thuins.
FUNDE UND VERLUSTE www.fundinfo.it

Vor hundert Jahren ...
1926
Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

01.07.1926
Val di Vizze, Kanal- und Straßenbau
Der Kanal, der im Bogen die künftige ElektroZentrale (vom Stausee in der Wöhr) umfassen wird, ist vollendet. Eine Brücke führt über denselben, ein kurzer Verbindungskanal von der künftigen Zentrale zum Hauptkanal ist für die Ableitung des Nutzwassers bestimmt. - Der Straßenbau hat innerhalb der letzten zwei Monate große Fortschritte gemacht. Eben wird an derselben durch das Dorf Prati (Wiesen) gebaut. Durch die Archerfelder wurde die ehemalige Lange Gasse durch Pflasterung und Schotter erhöht und auch verbreitert. Ein neuer Bretterzaun umfriedet die Straße. An der Stelle der alten Archerbrücke schlägt eine neue, ungleich schönere ihre Bogen über den stolz unter ihr vorbeifließenden Pfitscherbach. Ja, stolz rauscht der Bach hier unter der neuen Brücke vorbei, der weiter abwärts, bei der künftigen Zentrale, ob seiner Einengung wild trotzend sich aufbäumt ... Nach aufwärts ist die Straße im Rohbau bis zur Simile-Säge fertig. Wie der Herr Amtsbürgermeister Ing. Bandoni versichert, ist der Bau der Straße die Wöhr hinauf nun beschlossene Sache. Volksbote
04.07.1926
Vom Wetter und anderes
Endlich scheint der Himmel ein Einsehen zu haben und uns mit dem sonst zu rechter Zeit so erwünschten Naß einmal verschonen zu wollen. Höchste Zeit wäre es, denn bei uns ist die Heuernte im vollsten Gange. Regen und Windstürme wechselten ab und brachten immer wieder eine empfindliche Kälte mit sich, so daß das Wachstum der Flora gewaltig gehindert wurde. Endlich scheint der Nordwind Sieger geblieben zu sein und schönes Wetter gebracht zu haben, nachdem er noch über die Berge her einen Schneeflockentanz veranstaltet hatte. Aber, aber ...! Die Kälte war noch die letzten Tage derart empfindlich, daß man abends wenig Lust hatte, in den Straßen der Stadt längere Zeit zu promenieren, trotz der schönen und hellen Beleuchtung durch die Bogenlampen, welche von 9 bis gegen 12 Uhr nachts täglich brennen. - Vom Fremdenverkehr merkt man noch sehr wenig; derselbe wird bei uns erst blühen, wenn überall die Schulen geschlossen sind und die Witterung endlich sommerlich wird. Infol-
ge der kalten Witterung sind auch die vor den Gasthäusern von Oleander- u. Epheustöcken umgebenen und teilweise den Blicken der Neugierigen entzogenen Tischchen bis jetzt wenig besetzt gewesen.
Brixener Chronik
Ein recht lauschiges Plätzchen hat Frau Kieser vor dem Gasthof zur „Neuen Post“ geschaffen, indem sie dasselbe mit einem Gitter aus aneinander gereihten grün gestrichenen Holzstäbchen, mit Schlinggewächsen geschmackvoll geziert, umrahmte. Durch diesen neuen Gedanken hat die Gastgeberin ein trauliches Plätzchen vor ihrem Gasthofe errichtet, welches allgemein recht gut gefällt. - Zur Versorgung der Autos und Motorräder mit Benzin haben die Hotelbesitzer zur „Goldenen Rose“ und „Alte Post“ neue, moderne Benzinbehälter, erstere Marke „Shell“, letztere Marke „Lampo“, aufgestellt, welche gut funktionieren und die Kraftwagen schnell mit Benzin versorgen. Alpenzeitung
04.07.1926
Zum Selbstmord in Bolzano
Am 29. Juni läutete hier das Sterbeglöcklein für den so unglücklich dahingeschiedenen Piwocki Hans. Traurig tönte es hinaus über Stadt und Land. Galt sein Geläute doch einem jungen Manne, der in der Blüte seines Lebens dahingeschieden ist! Herr Piwocki war hier eine gut bekannte Persönlichkeit. Als Sohn des Arztes Dr. Piwocki, welcher hier vor ein paar Jahren starb, besuchte er die Schule in Vipiteno, trat dann ins Gymnasium in Bressanone ein und absolvierte dort sieben Kurse. Darauf praktizierte er in Koflers Apotheke in Vipiteno, wo er auch längere Zeit tätig war. Er war stets guten Humors und ein angenehmer Gesellschafter. Niemand hätte geahnt, daß er jemals bis zum Lebensüberdruß sich von Schwermut bewältigen lasse. Man mochte glauben, er nähme das Leben von der leichteren Seite, aber viele Stürme, die in der Seele toben, werden durch den Körper nach außen nicht gezeigt. Möge seine Seele in der anderen Welt die Ruhe gefunden haben! Alpenzeitung
04.07.1926
Sterzing. Brand in Smudres
Am 28. Juni nach Mitternacht ertönte zirka halb 4 Uhr früh die Feuerglocke am Stadtturme
und weckte die Bevölkerung aus ihrem Schlafe. In Smudres, Gemeinde Prati, brannte der Steidlhof (Starkl) vollständig nieder. Es gelang, das Vieh zu retten. Von den Fahrnissen und Einrichtungsgegenständen wurde alles bis auf ein Paar Kissen eine Beute des Feuers. Die Feuerwehr konnte wenig tun, da sich das Feuer zu schnell entwickelte und dort auch Wassermangel ist. Zu bedauern ist der Besitzer des Hofes, Stephan Tschopfer, Vater von sechs Kindern, die nun obdachlos sind, und doch muß er froh sein, das Leben seiner Angehörigen gerettet zu sehen.
23.07.1926
Mules
Der Burggräfler
In unserem schönen Alpenlandl gibt es viele prächtige Herrgottswinkel, die noch wenig bekannt sind. So eine ländliche Gegend ist auch Mules. (…) Würde für dieses Fleckchen Erde auch die nötige Reklame eingesetzt, sicher-

lich würde in Mules noch ein berühmter Sommerkurort erstehen, der bekannteren in nichts nachstehen würde. Schon jetzt besuchen Gäste aus Nord und Süd immer wieder diese ländliche ruhige Stelle. Mules hat in nächster Nähe auch einige Sehenswürdigkeiten. Da ist das abgebrannte Schloß Guelfenstein. Warum findet sich niemand, der diesen so herrlichen Bau wieder in Stand setzt? Das Mauerwerk ist noch gut, die Lage des Schlosses großartig. Kaum 20 Minuten davon ist das Bad Möders mit seiner Heilquelle, ein stolzer Bau in einzigartiger Waldlage. Gegenüber Mules mündet das Eggtal. 2 Stunden drinnen befindet sich ein seit Kriegsbeginn aufgelassenes Bergwerk, 8 Stollen von circa 100 Meter Bohrung sollen bereits angelegt sein - auch ein Elektrizitätswerk, Gold, Blei und andere Metalle seien darin enthalten. Alpenzeitung
Bad Möders (Postkarte 1910)
