

Zwischen Reform und Kritik

Lesefreude auch im Sommer! Erker
Liebe Leserin, lieber Leser,
wie wollen wir künftig zusammenleben? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch diese Ausgabe. Besonders deutlich zeigt sich das am Beispiel des geplanten Gemeinschaftshauses in Sterzing. Die Idee dahinter erscheint sinnvoll: Gesundheits- und Sozialdienste sollen enger zusammenarbeiten, chronisch Kranke besser betreut und Krankenhäuser entlastet werden. Gerade angesichts einer älter werdenden Gesellschaft braucht es neue Modelle der wohnortnahen Versorgung. Doch dort, wo es um Gesundheit geht, geht es nicht nur um Organisation und Strukturen, sondern vor allem um Vertrauen. Viele Hausärzte warnen davor, dass standardisierte Abläufe und zentrale Dienstpläne die persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient schwächen könnten. Die Diskussion zeigt: Reformen können nur gelingen, wenn die Menschen eingebunden werden, die täglich Verantwortung tragen. Das Gemeinschaftshaus steht damit symbolisch für eine Gesellschaft im Wandel. Immer mehr Menschen brauchen Betreuung, Pflege und Orientierung, gleichzeitig fehlen Fachkräfte und Ressourcen. Die Herausforderung besteht darin, moderne Lösungen zu schaffen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren.
Diese Spannung zeigt sich auch beim Modell „Betreutes Wohnen plus“. Einerseits verursachen leere Betten hohe Kosten, andererseits steht die Sorge im Raum, ältere Menschen könnten zum Spielball organisatorischer Entscheidungen werden. Auch hier stellt sich dieselbe Frage: Wie verbindet man Effizienz mit sozialer Verantwortung?
Einen anderen Blick auf Verantwortung wirft die Diskussion um das geplante Hotelprojekt am Rosskopf. Kritiker vermuten, dass durch die Verkleinerung des Projektes eine Umweltverträglichkeitsprüfung umgangen werden soll. Unabhängig davon zeigt die Debatte, dass Wachstum und Entwicklung Augenmaß brauchen. Passend dazu warnt Theologe Paolo Renner vor einer „No-Limit-Gesellschaft“. Immer größer, schneller und mehr – diese Logik stößt irgendwann an ihre Grenzen. Werte wie Verantwortung, Maßhalten und Solidarität gewinnen deshalb wieder an Bedeutung.
Wie wichtig Gemeinschaft bleibt, zeigte schließlich auch die Feier „60 Jahre Lebenshilfe“. Dort wird Inklusion nicht als Schlagwort verstanden, sondern als gelebter Alltag. Eine starke Gesellschaft erkennt man schließlich daran, wie selbstverständlich sie Menschen einbindet.
Dass Gemeinschaft Zeit, Einsatz und Engagement braucht, beweisen auch weitere Jubiläen in dieser Ausgabe: 130 Jahre Sterzingerhütte in Burgum, 50 Jahre ASV Mareit und 25 Jahre Karateschule Ratschings. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die Verantwortung übernommen und Orte der Begegnung geschaffen haben.
Ob Gesundheitsversorgung, Pflege, Tourismus oder Ehrenamt. Am Ende geht es immer um dieselbe Frage: Wie schaffen wir Fortschritt, ohne unsere Menschlichkeit zu verlieren?


Der Erker erscheint monatlich in einer Auflage von über 7.200 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St., Eintragung im ROC: Nr. 005454
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Der Erker
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Titelseite: Erker
Druck: Tezzele by Esperia, Bozen
Preise: Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 44 Euro; Jahresabo Ausland 75 Euro.
Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen.
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Politik
12 Titelgeschichte: Zwischen Reform und Kritik
18 Sterzing: „Betreutes Wohnen Plus“ vorerst gestoppt
26 Rücktritt: Monika Reintahler zieht sich zurück
Wirtschaft
9 Landwirtschaft: Bauern protestieren am Brenner
28 Rosskopf: Maßgeschneidertes Projekt?
30 Milchhof: Milchauszahlungspreis erneut gesteigert
Gesellschaft & Umwelt
36 Projekt: Managementkonzept für Schutzwald
38 Porträt: Der kleine Mann, der nie klein dachte
41 Action Day: Jugend übt Rettungseinsätze


Kultur
50 Jazzfestival: Über alle Grenzen hinweg
54 Fort Biennale: Zeitgenössische Kunst in der Festung
58 Interview: Don Paolo Renner warnt vor „No-Limit-Gesellschaft“
Pagine italiane
66 Politica: Consiglio comunale di Vipiteno
67 Turismo: Assemblea dei soci della cooperativa turistica
70 Ambiente: Tutela dello
Sterzinger Moos
72 Famiglia: Iniziativa Baby+
Extra Sport & Freizeit
74 Jubiläum: 60 Jahre Lebenshilfe
82 Porträt: Der Weg in die Höhe
94 Ski alpin: Punkte sammeln neben und auf der Skipiste

99 Leute
99 Aus der Seelsorgeeinheit
100 Jahrestage
104 Unterhaltung
106 Kleinanzeiger
110 Gemeinden
110 Sumserin
111 Vor 100 Jahren
Seit jeher ihr Weg
Und doch gibt es immer wieder Ereignisse, auch in unserem Kleinräumlichen, die uns angesichts der verschiedenen Geschehnisse auf größerer Weltebene hoffnungsvoll berühren und staunen lassen. Ich beziehe mich auf die Rettung der Amphibien am Stausee in Pfitsch. Ein großes Kompliment für die beispielhafte Zusammenarbeit, ins Leben gerufen – vom Leben (an) gerufen – und getragen von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Danke allen Beteiligten für diese Verantwortungsübernahme, den Einsatz für den Kreislauf der Natur, für den Schutz, für den Wert, der dahinter ist, für das Ja zu allem Leben.
Sieglinde Sigmund-Fratucello, Sterzing
Zukunft schaffen für unsere Orte
Immer mehr Häuser stehen leer, die Einwohnerzahlen sinken, und viele junge Menschen zieht es in die Ballungszentren. Dieses Bild zeigt sich besonders drastisch in vielen Dörfern alpiner Regionen. Zurück bleiben Orte, in denen es weder Bäcker noch Metzger gibt, der Nahversorger oder das Dorfgasthaus längst geschlossen haben und statt des Postamtes nur noch ein Briefkasten steht. Auch die Busverbindung schrumpft auf ein Minimum. Im Wipptal ist die Situation derzeit noch vergleichsweise positiv. Viele Orte und Dörfer
sind lebendig, attraktiv und bieten Lebensqualität. Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Ein lebendiges Ortsleben ist keineswegs selbstverständlich. Es braucht kontinuierliches Engagement – von der Politik, den Gemein deverwaltungen, den sozialen, kulturellen und kirchlichen Ein richtungen, von Familien und Bewohnern vor Ort sowie von der lokalen Wirtschaft. Gerade die vielen kleinen Betriebe und Familienunternehmen tragen hier große Verantwortung und leben Nachhaltigkeit seit jeher. Sie versorgen nicht nur die Bevölkerung und bieten individuelle Dienstleistungen an, sondern sie sind soziale Treffpunkte und engagieren sich auch ehrenamtlich: sei es durch die Unterstützung kultureller, sportlicher oder sozialer Initiativen oder durch freiwillige Mitarbeit im Stadtund Dorfleben. Orte, die Begegnungen ermög lichen, vielfältige Angebote bereitstellen, Arbeitsplätze schaffen und eine funktionie rende Nahversorgung und Gastronomie bieten, sind ein Schatz, den es zu bewahren gilt. Mehr noch: Wo möglich, sollte er ausgebaut werden. Denn nur so lassen sich unsere Orte stabil aufbauen, das ge sellschaftliche Gefüge stärken und die Jungen davon abhalten, ihre Heimatdörfer zu verlassen.
Mauro Stoffella, Experte im Wirtschaftsverband hds
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Seniorenwohnheim Wipptal
Mein Bruder lebte knapp vier Jahre im Seniorenwohnheim Wipptal, wobei er zuerst im „Pulvererhof“ in Mareit und nach der Fertigstellung des neuen Heims in Sterzing untergebracht war. Von Anfang an wurde er sehr freundlich aufgenommen und fühlte sich sofort rundum wohl. Alle Pflegekräfte begegneten ihm mit großer Herzlichkeit und betreuten ihn stets vorbildlich.
Als sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte, fiel mir die äußerst liebevolle und oft rührende Umsorgung noch deutlicher auf. Besonders beeindruckt hat mich die einfühlsame Begleitung in seinen letzten Tagen, durch die ihm ein würdevolles Sterben ermöglicht wurde. Diese Erfahrung wird mir als ein sehr prägendes Erlebnis in Erinnerung bleiben.
Mein aufrichtiger Dank gilt dem gesamten Personal des Seniorenwohnheims Wipptal – den
vielen helfenden Händen und wärmenden Herzen, die meinem Bruder und mir in dieser Zeit so viel Trost und Unterstützung geschenkt haben.
Flora Rainer, Wiesen
Heuchelei
(Erker 05/2026)
Ich schreibe eigentlich keine Leserbriefe. Aber nach dieser Heuchelei in der letzten ErkerAusgabe zwingt es mich, auch etwas zu schreiben.
Sehr geehrte Annemarie Auckenthaler, ich möchte Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber mit welcher Berechtigung verurteilen bzw. kritisieren Sie in verschiedenen Erker-Ausgaben die Verantwortlichen und Führungskräfte im Schloss Moos? Normalerweise liegt dieses Recht des Forderns und Kriti-
sierens bei der zahlenden Seite, die für das Erhaltene Rechenschaft fordern kann, was auf Sie ja nicht zutrifft. Also behalten Sie Ihren Tadel und auch das vorgeschobene Lob für sich und erfreuen Sie sich weiterhin an den gesparten Ören.
Herbert Überegger, Sterzing/Niederflans
Color Days
Seit 2014 ist die Unterstützung kultureller Veranstaltungen jeglicher Art fest in der Mission des „Steindls Boutiquehotels“ verankert. Zahllose musikalische Abende, Ausstellungen, Lesungen oder szenische Darbietungen haben die gemeinsame Zeit von Gästen und Einheimischen bereichert. Uns ist bewusst, dass kaum ein anderes Lokal in Sterzing sich für derartige Veranstaltungen eignet. Umso überraschender war für uns die Tatsache, dass wir bei den Color Days 2026 nicht berücksichtigt wurden, obwohl mündlich be-
reits zugesagt. Mag sein, dass eine Lagerhallenakustik mehr dem Zeitgeist entspricht – wir werden es trotzdem weiter mit Wohnzimmerfeeling probieren. All dies nehmen wir zur Kenntnis, werden unsere Schlüsse ziehen und wünschen den Color Days weiterhin viel Erfolg.
Werner Steindl, „Steindls Boutiquehotel“ Sterzing
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Scriveteci a info@dererker.it o consegnate una lettera in redazione durante l'orario d'ufficio.
ERGEBNIS MAI
Verfolgen Sie die Fußball-WM?
DIE JUNI - FRAGE

Sind Sie mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb zufrieden?

Dem frischen Europameischter an dreifachen „Tschim-Bum“.
FUGGERROPPE
Totalsperre am Brenner

Brenner am 30. Mai sorgte schon vorab für heftige Diskussionen weit über das Wipptal hinaus. Für acht Stunden wurde eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas blockiert. Hintergrund war eine genehmigte Demonstration auf österreichischer Seite gegen die zunehmende Verkehrsbelastung entlang der Brennerroute.
Im Zentrum der Debatte steht der Konflikt zwischen dem Recht auf Protest und den massiven Auswirkungen auf Verkehr, Wirtschaft und Reisende. Der Grieser Bürgermeister Karl Mühlsteiger, der die Demonstration als Privatperson angemeldet hatte, verteidigt die Aktion: „Wir müssen jetzt ein Zeichen setzen, dass es so mit dem Transitproblem nicht weitergehen kann.“ Ziel sei es, den politischen Druck zu erhöhen und endlich Maßnahmen gegen den Transitverkehr zu erreichen.
Unterstützung erhielt die Protestaktion von Umweltorganisationen und vielen Anrainern. Elisabeth Ladinser vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz etwa bezeichnete die Blockade als notwendiges Signal gegen ein Verkehrssystem, das die Menschen entlang
zehnten überlaste. Für viele Bewohner sei die Demonstration Ausdruck wachsender Verzweiflung über ausbleibende politische Lösungen.
Kritik kam hingegen aus Südtirol, Bayern und der Wirtschaft. Landeshauptmann Arno Kompatscher warnte vor enormen Belastungen für den Verkehr zwischen Verona und dem Brenner. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach von gefährlichen Stausituationen und massivem Ausweichverkehr. Auch Österreichs Mobilitätsminister Peter Hanke äußerte Bedenken und plädierte für eine andere Form des Protests. Vertreter der Transport- und Tourismusbranche warnten vor erheblichen Schäden für Lieferketten, Betriebe und Reisende. Zudem wurden Sicherheitsbedenken laut, etwa die Gefahr, dass Rettungsfahrzeuge behindert werden könnten.
Rechtlich war die Demonstration zulässig, da das Versammlungsrecht auch bei erheblichen Verkehrsbehinderungen gilt. Ob der Protest tatsächlich Bewegung in die festgefahrene Transitdebatte bringt, bleibt offen. Da diese Erker-Ausgabe am 30. Mai bereits in Druck war, werden wir in der Juli-Ausgabe ausführlich darüber berichten.

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WIPPTAL-CHRONIK
MAI 2026
Ratschings
Winter am Jaufen

Am 14. Mai stecken aufgrund von Schneefall mehre-
Brenner
Diebe und Straftäter festgenommen
Am 6. Mai werden von der Staatspolizei am Brenner zwei Kleiderdiebe festgenommen. Die beiden 25-jährigen marokkanischen Staatsbürger stehen im Verdacht, in mehreren Geschäften Kleidungsstücke im Wert von rund 800 Euro gestohlen zu haben. Sie werden wegen schweren Diebstahls festgenommen und in die Sicherheitszellen der Quästur eingeliefert. Am 12. Mai treffen die Beamten einen jungen Mann – einen 20-Jährigen aus Marokko – ohne Papiere an. Gegen den Mann liegt ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Rom vor, u. a. wegen Raub, schwerer Körperverletzung und Diebstahl. Er muss eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verbüßen und wird in das Gefängnis von Bozen gebracht.
Pfitsch Kollision an der Kreuzung

Am 15. Mai stoßen im Kreuzungsbereich in Platz in Pfitsch zwei Fahrzeuge zusammen. Zwei der vier beteiligten Personen werden nach der Erstversorgung durch das Weiße Kreuz zur Kontrolle in das Krankenhaus nach Sterzing gebracht.

Wipptal
Sieben Personen angezeigt
Freienfeld Auffahrunfall


Im Rahmen außerordentlicher Kontrollen zur Arbeitssicherheit überprüfen die Carabinieri von Sterzing gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat Bozen acht Baustellen bzw. 120 Arbeiter im Wipptal. Sieben Personen auf vier Baustellen werden wegen verschiedener Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen bei der Justizbehörde angezeigt. Besonders gravierende Mängel betreffen Gerüste und Arbeiten in der Höhe: fehlende Seitensicherungen, mangelhafte Schutzsysteme sowie unzureichende persönliche Schutzausrüstung; darüber hinaus werden strukturelle Mängel an Gerüsten, unzureichende Absicherungen von Öffnungen und Absturzkanten sowie Defizite bei der Ausbildung und Unterweisung des Personals festgestellt.
Sterzing Geldautomat zerstört
In der Nacht auf den 16. Mai bewerfen Unbekannte im Außenbereich eines Supermarkts einen Geldautomaten mit Steinen und legen ein Feuer. Geld wird nicht entwendet. Die ermittelnden Carabinieri gehen von einem Vandalenakt aus. Die Täter entkommen unerkannt.
Auf der Nordspur der A22 fährt am 6. Mai zwischen der Ein- und Ausfahrt der Raststätte Trens ein LKW auf einen anderen auf. Ein vorbeifahrendes Auto wird vermutlich durch ein ausschwenkendes Fahrzeug gestreift. Sichtbar verletzt wird niemand. Der Fahrer des zweiten LKW erleidet jedoch einen Schock und wird zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Für die Räumung der Unfallstelle muss die Fahrbahn zeitweise gesperrt werden. Der Verkehr wird über die Raststätte umgeleitet und kommt dadurch nicht vollständig zum Erliegen.
Bauern protestieren am Brenner

Ende April versammelten sich rund 10.000 Mitglieder des italienischen Bauernverbands „Coldiretti“ am Brenner. Unter dem Motto „Wir brauchen Frieden. Den Preis des Krieges zahlen immer die Landwirte und die Gesundheit der Verbraucher“ machten sie auf die Belastungen des Agrarsektors aufmerksam.
Angeführt wurde die Demonstration von Präsident Ettore Prandini und Generalsekretär Vincenzo Gesmundo. Auch aus Südtirol und dem Trentino reisten über 1.000 Landwirte an.
Silver
okus standen steigende Produktionskosten, mehr Trans parenz bei der Lebensmittel kennzeichnung sowie der Schutz der heimischen Landwirtschaft. Kritisiert wurden zudem Impor te, die als italienisch vermarktet werden, sowie bestehende Zoll regeln.
Der Brenner als zentraler Wa renkorridor wurde bewusst ge wählt. Ziel war es, Einkommen der Landwirte zu sichern und Verbraucherrechte zu stärken.
Begleitet wurde die Protestaktion von der Kampagne #no fakeinitaly.
Award für BBT
Die WorldMediaFestivals –Television & Corporate Media Awards – zählen seit über 25 Jahren zu den international renommiertesten Auszeichnun-

Unternehmenskommunikation und digitale Formate. Jährlich werden in Hamburg herausragende Produktionen aus den Bereichen Film, Fernsehen, Corporate Communication, Dokumentation, Werbung, Bildung und digitale Medien prämiert. In
diesem internationalen Umfeld wurde der Infofilm „Brenner Basistunnel 2025“ mit Silber ausgezeichnet. Die Produktion überzeugte die internationale Fachjury insbesondere durch die anschauliche Darstellung eines der größten Infrastruk turprojekte Europas und die hochwertige filmische Umset zung.
Unter dem Motto „Connecting & Protecting“ vermittelt der Film von Filmemacher Peter Fahrngruber Transparenz über das vielfach unsichtbare Bauge schehen und verdeutlicht den Beitrag des Projektes zu einem klimafreundlichen und stärker vernetzten Europa. In diesem Jahr wurden 803 Filmprojekte aus 34 Nationen eingereicht.
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vor 30 Jahren im Erker

06/1996
In seiner Titelgeschichte befasst sich der Erker mit der Geschich te des Deutschordenshauses im Süden der Stadt, dem „Alten Spital“, Sanierungsprojekten und der Suche nach neuen Zweckbe stimmungen.
Union-Boom im Wipptal
Eva Klotz von der Union für Südtirol, die Grande Dame der Opposition, erhält bei der Parlamentswahl in Südtirol knapp 50.000 Stimmen. Im Wipptal entfallen rund 30 Prozent der Stimmen auf sie – ein bisher nie dagewesenes Ergebnis für eine Oppositionspolitikerin. Der Erker spricht mir ihr.

Keine soziale

Eine Direktion
Zwei Schulen, eine Direktion: Sparmaßnahmen führen in Sterzing zur Zusammenlegung des Realgymnasiums und der Kaufmännischen Lehranstalt.

Neue Kunst
Arbeiten eingestellt
Am Eisenbahntunnel BrennerbadPflersch werden die Arbeiten eingestellt: Die Baufirma Cariboni hatte die Zahlungsunfähigkeit erklärt.

Die finanzielle Sozialhilfe in der Bezirksgemeinschaft Wipptal rückte vor kurzem in den Mittel punkt der politischen Debatte. Anlass dafür war eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit sowie die entsprechende Antwort von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer, die sowohl aktuelle Zahlen als auch strukturelle Grenzen der Datenerhebung offenlegt.
„Artifex novus“: In der Volksbankgalerie in Sterzing stellen neun Wipptaler Künstler und die Werkstatt für Behinderte ihre Werke aus.
• Bergbaumuseum bleibt im Jöchlsthurn
• Bosnische Flüchtlinge verlassen Wiesen
• Ibsen-Kongress in Gossensaß
• Werner Steindl, der Marathon-Mann
• 50 Jahre Tennisclub Sterzing

Die von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer übermittelten Daten zeigen, dass die Gesamtausgaben für finanzielle Sozialhilfe im Wipptal in den vergangenen Jahren rückläufig waren. Während im Jahr 2022 noch rund 2,98 Millionen Euro aufgewendet wurden, sank der Betrag 2023 auf etwa 2,64 Millionen Euro und 2024 auf rund 2,32 Millionen Euro. Für das Jahr 2025 liegen noch keine endgültigen Zahlen vor.
Parallel zu den sinkenden Ausgaben ist auch die Zahl der Leistungsempfänger leicht zurückgegangen. Dennoch bleibt die
Zusammensetzung der Bezieher ein zentraler Diskussionspunkt. Die Mehrheit der Empfänger sindzeitig entfällt ein erheblicher Anteil auf ausländische Personen, insbesondere Nicht-EU-Bürger. Die Landesregierung betont jedoch, dass detailliertere Auswertungen nur eingeschränkt möglich sind. „Aus Datenschutzgründen ist es nicht möglich, den Geburtsort der Beitragsempfänger anzugeben“, erklärt Landesrätin Pamer. Auch weitergehende Angaben zu Staatsangehörigkeiten oder Aufenthaltsstatus würden aus denselben Gründen nicht veröffentlicht. Zudem erfolgt die statistische Erfassung ausschließlich auf Ebene des gesamten Sozialbezirks, nicht jedoch für einzelne Gemeinden. Diese eingeschränkte Datenlage wird von der Süd-Tiroler Freiheit scharf kritisiert. Jonas Gasser, Bezirkssprecher der Bewegung im Wipptal, sieht in den vorliegenden Zahlen ein deutliches Ungleichgewicht. „Der Anteil der Ausländer
Wipptal
unter den Beziehern finanzieller Sozialhilfe ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überproportional hoch“, so Gasser. Er bemängelt insbesondere die fehlende Transparenz bei der Herkunft der Antragsteller. „Kritisch ist zudem, dass keine detaillierten Daten zur tatsächlichen Herkunft der Antragsteller zur Verfügung gestellt werden. Dies wird mit Datenschutz begründet.“
Für ihn sei es unverständlich, dass ein Großteil der Sozialhilfe aus öffentlichen Kassen von Ausländern bezogen werde,
während Einheimische immer öfter leer ausgehen. Vor die sem Hintergrund fordert die Süd-Tiroler Freiheit eine grund legende Überarbeitung des Systems und betont: „Die finan ziellen Mittel müssen gerech ter verteilt werden, mit einer klaren Priorität zugunsten der eigenen Bevölkerung.“
Eine Anfrage des Erker um eine Stellungnahme von Brigitte Mayr, Direktorin des Sozial dienstes in der Bezirksgemein schaft Wipptal, blieb unbeant wortet.
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Sterzing Familie aufgenommen
Während die Diskussion vielerorts von Kontroversen und sozialen Medien geprägt ist, hat die Gemeinde Sterzing beschlossen, eine der bislang in Bozen untergebrachten Familien, die aus politischen Gründen auf der Flucht ist, aufzunehmen. Die 37-jährige Shaista aus Pakistan lebt nun gemeinsam mit ihrem Sohn in einer Gemeindewohnung in Sterzing. Sie arbeitet bereits als Zimmermädchen, während ihr Sohn den Kindergarten besucht und sich Schritt für Schritt an die neue Sprache und Umgebung gewöhnt. Trotz anfänglicher Herausforderungen fällt die erste Bilanz positiv aus.
Wie Bürgermeister Peter Volgger betont, wurde die Entscheidung innerhalb des Stadtrates ohne größere Einwände getroffen. Stadträtin Chiara Martorelli unterstreicht darüber hinaus, dass die Aufnahme jeweils nur einer Familie pro Gemeinde eine gelingende Integration ermögliche.
Das Land hofft nun, dass weitere Gemeinden dem Beispiel von Sterzing folgen und so ein dezentrales Aufnahmesystem entsteht, das die Stadt Bozen entlastet.

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UnsereFreestyle-Burgerwochen
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Zwischen Reform und Kritik
Sterzing soll künftig über ein sogenanntes „Gemeinschaftshaus“ verfügen, das als zentrale Anlaufstelle für medizinische und soziale Dienstleistungen dient. Durch diese tiefgreifende Neuorganisation der wohnortnahmen Gesundheitsversorgung, die derzeit in ganz Südtirol umgesetzt wird, zielt darauf ab, den steigenden Anforderungen durch eine älter werdende Bevölkerung und die zunehmende Verbreitung chronischer Erkrankungen gerecht zu werden. Gleichzeitig sorgt das Vorhaben insbesondere unter den Basisärzten für spürbare Verunsicherung.
Ein wachsender Anteil der Bevölkerung ist bereits heute von chronischen Krankheiten betroffen, die eine kontinuierliche Betreuung erfordern. Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Demenz oder Krebs prägen zunehmend den Alltag im Gesundheitswesen und binden erhebliche Ressourcen. Die bisherigen Versorgungsstrukturen stoßen dabei immer häufiger an ihre Grenzen. Die im ganzen Land
geplanten Gemeinschaftshäuser sollen dieser Entwicklung begegnen, indem sie medizinische, pflegerische und soziale Leistungen unter einem Dach bündeln und so eine koordinierte Versorgung ermöglichen. Die Gemeinschaftshäuser sind dabei als zentrale Bausteine einer modernen Primärversorgung konzipiert. Sie sollen den Zugang zu Gesundheitsleistungen erleichtern, die Kontinuität der
Betreuung sichern und eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen Diensten gewährleisten. Gleichzeitig sollen sie dazu beitragen, Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und Notaufnahmen zu entlasten, indem viele Leistungen direkt vor Ort erbracht werden können. In ihnen konzentrieren sich die wichtigsten medizinischen und sozialen Angebote, von der Allgemeinmedizin über die Pflege bis hin
zu spezialisierten diagnostischen Leistungen. Auch Kinderärzte, Bereitschaftsdienste sowie Einheiten für Pflegekontinuität sind
Teil dieses Systems, das als Weiterentwicklung der bestehenden vernetzten Gruppenmedizin gilt.
Multiprofessionelle Struktur
Im Gesundheitsbezirk Brixen ist ein abgestuftes System vorgesehen. Während Brixen selbst
Noch ist vom Gemeinschaftshaus, das im ehemaligen Kapuzinerkloster in Sterzing entstehen soll, nur eine Baustelle zu sehen.

als zentraler Standort mit umfassender Betreuung rund um die Uhr fungieren soll, übernehmen Sterzing und Klausen eine ergänzende Rolle. Für Sterzing bedeutet dies den Aufbau einer Einrichtung, die eine breite Grundversorgung gewährleistet. Ziel ist es, viele gesundheitliche Anliegen direkt vor Ort zu klären und gleichzeitig eine bessere Abstimmung zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen zu erreichen. Entstehen wird hier ein sogenanntes „Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten“ für dringende, jedoch nicht schwerwiegende gesundheitliche Probleme, für die eine rasche Abklärung zwar notwendig ist, die jedoch keinen Besuch in der Notaufnahme erfordern. In Sterzing wird das Gemeinschaftshaus im ehemaligen Kapuzinerkloster in der Frundsbergstraße untergebracht. Damit erhält das Projekt einen zentral gelegenen Standort mit bestehender Infrastruktur, der künftig ein wichtiger Knotenpunkt der lokalen Gesundheitsversorgung werden soll. Das Gemeinschaftshaus, das sich derzeit im Bau befindet, ist als multiprofessionelle Struktur angelegt, in der Hausärzte, Fachärzte, Pflegekräfte sowie soziale Dienste zusammenarbeiten. Neben der Behandlung akuter Beschwerden soll vor allem die langfristige Betreuung chronisch kranker Men-
schen gestärkt werden. Auch diagnostische Leistungen und Hausbesuche sind Teil des Konzepts, ebenso wie Angebote im Bereich der psychischen Gesundheit und der Suchtbetreuung. Insgesamt soll ein umfassendes Ver

Dr. Esther Niederwieser:
„Entscheidungen sollen stärker im Dialog mit den Hausärzten getroffen werden.“
fristige medizinische Anliegen dar und soll die Notaufnahme in den Kr ankenhäusern entlasten. Erste Anlaufstelle für Patienten bleibt aber weiterhin der eigene Hausarzt. Parallel dazu wird das neue Modell der wohnortnahen Versorgung weiter ausgebaut. Dazu gehört auch die Einführung der einheitlichen Gesundheits-Hotline 116 117, die künftig rund um die Uhr als erste Anlaufstelle für gesundheitliche Fragen dienen soll. Über dieses System sollen Patienten gezielt an Hausärzte, Gemeinschaftshäuser oder im Notfall an die Notrufnummer weitergeleitet werden. In Kombination mit den neuen Strukturen soll ein vernetztes System mit klaren Zuständigkeiten und kurzen Wegen entstehen. Das ist jedenfalls der aktuelle Plan.
„Vertrauen in Gefahr“
Trotz dieser Zielsetzungen wird die Reform von Teilen
Neuer Engel & Völkers Shop in Sterzing eröffnet

Mit der feierlichen Eröffnung des neuen Engel & Völkers Shops in Sterzing setzt das Unternehmen seinen erfolgreichen Wachstumskurs in Südtirol fort. Der neue Standort ist bereits der siebte Shop der internationalen Immobilienmarke in Südtirol. Damit ist Engel & Völkers heute die größte Immobilienagentur Südtirols und stärkt ihre Präsenz in der Region weiter.
Der Shop bietet Kundinnen und Kunden umfassende Beratung rund um hochwertige Immobilien, Wohnen und Investments in Südtirol. Durch die zentrale Lage in Sterzing entsteht ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt für Eigentümer, Kaufinteressierte und Investoren.
Auch Bürgermeister Peter Volgger begrüßt die Neueröffnung: „Der neue Engel & Völkers Shop ist eine schöne Bereicherung für Sterzing. Ich wünsche dem Team viel Erfolg und einen gelungenen Start!“
„Mit der Eröffnung unseres neuen Shops in Sterzing setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt für Engel & Völkers in Südtirol. Sterzing verbindet Lebensqualität, Tradition und wirtschaftliche Dynamik, genau diese Werte spiegeln auch unsere Makler wider. Wir freuen uns sehr darauf, Kundinnen und Kunden künftig noch persönlicher begleiten zu dürfen und langfristige Beziehungen in der Region aufzubauen“, so Elfi Untergassmair, Licence Partner Engel & Völkers Südtirol und Cortina d’Ampezzo.
der Ärzteschaft kritisch gesehen. Viele Basisärzte befürchten, dass die neuen Strukturen mit zusätzlichen Verpflichtungen und organisatorischem Aufwand verbunden sind. Insbesondere die Einbindung in einheitliche Dienstpläne und die stärkere Präsenz in den Gemeinschaftshäusern werden als mögliche Einschränkung der bisherigen Arbeitsweise wahrgenommen. Auch die Sorge, dass die individuelle Betreuung der Patienten unter stärker standardisierten Abläufen leiden könnte, ist in der aktuellen Diskussion präsent.
Diese Bedenken finden sich auch im offenen Brief der Hausärztin Dr. Esther Niederwieser aus Stange wieder, die bereits im Vorjahr (Erker 12/2025) deutliche Kritik an den geplanten Veränderungen geäußert hat. Darin betont sie die zentrale Bedeutung der Arzt-Patienten-Beziehung und warnt: „Vertrauen ist ein tragender Pfeiler der medizinischen Versorgung.“ Dieses Vertrauen sieht sie durch neue Modelle mit zentraler Taktung gefährdet. Besonders kritisch bewertet sie die Möglichkeit, dass Patienten künftig mit unterschiedlichen Einschätzungen konfrontiert werden könnten: „Wenn jedoch mehrere Ärzte unterschiedliche Einschätzungen und Empfehlungen abgeben, führt das zu unnötiger Verunsicherung und Vertrauensverlust.“
Zudem fordert Dr. Niederwieser, dass Entscheidungen über die künftige Organisation der Versorgung stärker im Dialog mit den Hausärzten getroffen werden sollten, da diese die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse am besten kennen. Darüber hinaus weist sie auf eine wachsende Verunsicherung innerhalb der Ärzteschaft hin und warnt davor, dass zunehmend auch jüngere
Kollegen einen Be rufswechsel in Erwä gung ziehen.

Elisabeth
Auch Dr. Barbara Faltner, Hausärztin in Freienfeld, kann dem geplanten Ge meinschaftshaus we nig abgewinnen. Der Missmut un Hausärzten sei groß und der Wille zur Mitarbeit nicht gegeben. „Wir wurden in die Planung gar nicht einbezogen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt“, betont sie im Gespräch mit dem Erker (siehe eigenes Interview).
„Noch verfrüht, um über das Gemeinschaftshaus zu berichten.“
Zusammenhang von einem grundlegenden Planungsdefizit und arnt: „Mangelnde strategische Zukunftsplanung, tellenbeschreibung laut Ministerialdekret und die lapidare Kommunikation, die Kr ankenhäuser zu entlasten, führen zu Orientierungslosigkeit.“
Die Erker-Redaktion hat sich mit einer Interviewanfrage auch an Elisabeth Montel, Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen, gewandt. Die Möglichkeit, u. a. auf die Kritik der Hausärzte zu reagieren und die Vorgangsweise zu erklären, wollte sie nicht nutzen. „Ich denke, dass es noch etwas verfrüht ist, um über das zukünftige Gemeinschaftshaus in Sterzing zu berichten, zumal wir noch mit der Inbetriebnahme der Gemeinschaftshäuser Brixen und Klausen fest beschäftigt sind“, schreibt Montel in ihrer AntwortMail. Ihrer Bitte, das Interview auf September zu verschieben, kommen wir gerne nach.
„Klima der Unsicherheit“
Auch von politischer Seite wird Kritik laut. Vertreter des Team K bemängeln insbesondere fehlende strategische und finanzielle Grundlagen für das Projekt. So wird kritisiert, dass es bislang keine ausreichenden Berechnungen zu den langfristigen Folgekosten der Gemeinschaftshäuser gebe und unklar sei, wie das System dauerhaft finanziert werden soll. Dr. Franz Ploner spricht in diesem
Gleichzeitig wird auf den erheblichen zusätzlichen Personalbedarf hingewiesen, der angesichts des bestehenden Fachkräftemangels schwer zu decken sei. Ploner betont zudem die Auswirkungen auf die Patientenversorgung und mahnt: „Dies darf nicht auf dem Rücken von Patienten ausgetragen werden.“ In diesem Zusammenhang wird vor einem „Gestärkte Versorgung“
Zugänge in den Notaufnahmen in Südtirol, knapp drei Viertel davon mit weniger dringendem Bedarf. Unsere Krankenhäuser müssen wieder die Akutversorgung übernehmen und genau hier schaffen wir mit den Gemeinschaftshäusern gezielte Unterstützung. Außerdem werden im Gemeinschaftshaus künftig die Menschen mit chronischen Krankheiten wohnortnah und mit eigenen Betreuungspfaden umfänglich betreut“, so Messner. Das Gemeinschaftshaus in Sterzing werde die Gesundheits- und Sozialdienste noch besser bündeln und vernetzen. „Insgesamt werden hier 4,6 Millionen Euro investiert, davon 1,4 Millionen Euro an PNRR-Geldern.“
Schrittweise Umsetzung
Die Umsetzung der Gemeinschaftshäuser erfolgt schrittweise und ist eng an den Zeitplan tlichen Wiederaufbauplans gekoppelt. weit sollten die neuen trukturen bis 2026 realisiert werden.

Bei einem Besuch im Gesundheits- und Sozialsprengel Wipptal sowie im Krankenhaus Sterzing (siehe eigener Bericht) betonte Landesrat Hubert Messner Ende April die Wichtigkeit des Ausbaus der wohnortnahen Versorgung und der Gemeinschaftshäuser. „Täglich gibt es rund 950
ährend die Gemeinschaftshäuser in Brixen Klausen bereits in Betrieb ommt es in Sterzing derzeit zu Verzögerungen. War ursprünglich eine Eröffnung noch im Juni dieses Jahres vorgesehen, wurde diese auf Herbst verschoben; laut derzeitigen Informationen spricht man davon, die Einrichtung „voraussichtlich noch heuer“ zu eröffnen. bar
Montel:
Dr. Franz Ploner: „Nicht auf dem Rücken von Patienten austragen.“
„Wurden vor vollendete
Tatsachen
gestellt“
Dr. Barbara Faltner, Allgemeinmedizinerin in Freienfeld, im Interview
Erker: Frau Dr. Faltner, befürchten Sie, dass die Zentralisierung in Gemeinschaftshäusern zu einer Verschlechterung der individuellen Patientenbetreuung führt?
Dr. Barbara Faltner: Was die Allgemeinmedizin, also die Hausarztmedizin, betrifft, würde ich nicht von einer Zentralisierung sprechen – das Ambulatorium bleibt ja als solches erhalten. Ich als Hausärztin soll zusätzlich zur Zeit im Ambulatorium noch einige Stunden pro Woche im Gemeinschaftshaus ableisten. Damit möchte man eine Entlastung der Notaufnahme und des Krankenhauses schaffen. Allerdings fehlt mir diese Zeit und Energie für meine Patienten. Ist eine anonyme, wechselnde ärztliche Betreuung mit dem Anspruch einer patientenorientierten Medizin vereinbar?
die persönliche Arztbindung eingeschränkt wird?

Im Gemeinschaftshaus sollen vor allem chronisch Kranke und Menschen betreut werden, die außerhalb der Öffnungszeit ihres Hausarztes gesundheitliche Probleme haben und dadurch in die Notaufnahme gehen. Es soll eigentlich nicht den Hausarzt in seinem Ambulatorium ersetzen. Das Problem ist, dass viele Patienten nicht wissen, dass wir natürlich auch außerhalb der Öffnungszeiten zuständig sind und zumindest telefonisch abklären können, ob eine Visite notwendig ist oder auf den nächsten Tag warten kann. Für die meisten ist es bequemer, in die Notaufnahme zu gehen, weil sie da sofort und jegliche Abklärung kostenlos erhalten. Im Gemeinschaftshaus treffe ich auf einen Arzt, der mich vermutlich nicht kennt – dieser ist allerdings ausschließlich für das akute Problem zuständig und nicht für eine Zweitmeinung oder als Ersatz für den eigenen Hausarzt. Welche konkreten Folgen hat es für chronisch kranke oder palliative Patienten, wenn
Das Gemeinschaftshaus in Sterzing ist von Montag bis Samstag von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Nach 20.00 Uhr muss eine einheitliche Nummer 116 117 kontaktiert werden, die in gesundheitlichen Fragen helfen soll. Bis dato waren wir Hausärzte von Montag um 8.00 Uhr bis Samstag 8.00 Uhr für unsere Patienten in telefonischer Bereitschaft und haben auch dringende Anrufe angenommen oder Hausvisiten durchgeführt. Ich kenne ja meine Patienten und kann die Situation einschätzen. Dies wird es nicht mehr geben. Es wird alles über diese Nummer laufen, unser Telefon ist künftig ab 20.00 Uhr aus. Wurden niedergelassene Hausärzte überhaupt ausreichend in die Planung der Gemeinschaftshäuser einbezogen?
Dr. Barbara Faltner: „Wünsche mir mehr Wertschätzung.“
Nein, wir wurden gar nicht einbezogen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Dienst ist zwar freiwillig für alle, die bereits seit vor 2025 einen Vertrag haben, aber bei Nichtantritt drohen Gehaltseinbußen. Allerdings ist anzumerken, dass auch durch die Dienste im Gemeinschaftshaus diese Einbußen nicht ausgeglichen werden.
Wie realistisch ist es, dass Hausärzte zusätzlich zu ihrer bestehenden Arbeit Dienste in Gemeinschaftshäusern übernehmen?
Derzeit ist der Missmut unter uns Hausärzten groß und der Wille nicht gegeben. Wir möchten nicht noch mehr Arbeit aufgelastet bekommen. Denn was nicht auf dem Praxisschild steht, ist die Zeit, die wir außerhalb dieser Zeit für die Patienten aufwenden. Zur Betreuung in der Praxis kommen Betreuung des Altersheimes, Hausvisiten der nicht-mobilen Patienten, Dokumentation, Zusammenarbeit mit der Hauskrankenpflege, Telefona-
Im Rückstand
Südtirol liegt bei der Umsetzung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung im Rahmen des italienischen Aufbauplans (PNRR) deutlich zurück. Laut einer Analyse der Stiftung Gimbe war am 31. Dezember 2025 keine einzige Struktur im Land aktiv, womit Südtirol im nationalen Vergleich das Schlussfeld bildet. Italienweit zeigt sich ein ähnliches Bild: Nur ein Bruchteil der geplanten Gemeinschaftshäuser und -krankenhäuser ist funktionsfähig. Kurz vor Ablauf der Frist am 31. Mai ist das europäische Ziel laut Experten noch weit entfernt. Trotz der Verzögerungen zeigt sich das Land zuversichtlich. Ressortdirektor Michael Mayr betont, dass bis zum Stichtag zumindest ein Teil der geplanten Einrichtungen in Betrieb gehen soll. Sollte Italien die Frist nicht einhalten, könnten EU-Gelder verloren gehen – Südtirol wäre davon ebenfalls betroffen. Das Land sieht sich jedoch abgesichert: Fehlende Mittel könnten notfalls aus dem Landeshaushalt finanziert werden.
Staatsweit war ursprünglich der Bau von 1.715 Gemeinschaftshäusern (CdC), 657 regionalen Einsatzzentralen (COT)und 594 Gemeinschaftskrankenhäusern (OdC) vorgesehen. Von diesen Einrichtungen wurden sollten 1.350 CdC, 600 COT und 400 OdC aus Mitteln des PNRR finanziert werden. Im November 2023 wurden die Ziele nach unten korrigiert: Die Zahl der CdC wurde auf 1.038, die der COT auf 480 und die der OdC auf 307 reduziert.
Im Austausch

Gesundheitslandesrat Hubert Messner hat im Rahmen seiner dritten Besuchsreihe in dieser Legislaturperiode am 30. April den Gesundheits- und Sozialsprengel Wipptal sowie das Krankenhaus Sterzing besucht. Begleitet wurde er dabei von Ressortdirektor Michael Mayr, Abteilungsdirektorin Laura Schrott sowie Generaldirektor Christian Kofler mit der Betriebsspitze des Südtiroler Sanitätsbetriebs. „Unser Ziel ist eine flächendeckende, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle –mehrsprachig und für jeden Bürger zugänglich“, betonte Messner beim Treffen mit allen Mitarbeitenden im Sprengel.
Arbeiten am Krankenhaus Sterzing
Beim Treffen wurde auch ein grundsätzliches Bekenntnis zum Fortbestand und Ausbaus des Krankenhauses Sterzing abgegeben. Geplant ist die Realisierung eines neuen Frauen-Kind-Zentrums im ersten Obergeschoss des Krankenhauses. Dort werden alle Dienste für Frauen und Kinder (Gynäkologie, Pädiatrie, Hebammen, Prävention) gebündelt, um die Betreuung zu verbessern. Das Umbauprojekt ist mit rund 4,7 Millionen Euro vollumfänglich finanziert. Die erste Bauphase steht vor dem Abschluss und soll im Sommer 2026 übergeben werden, anschließend folgt die zweite Bauphase. Zusätzlich ist im Krankenhaus Sterzing ein umfassender Umbau von Reha-Dienst und Ambulatorien vorgesehen (15,5 Millionen Euro). Geplant sind u. a. ein neues Reha-Becken, die Verlegung der Mensa sowie bauliche Anpassungen, etwa zur besseren Belichtung im Untergeschoss. Das Ausführungsprojekt liegt vor, die Projektüberprüfung läuft. Der Baubeginn ist phasenweise ab Frühjahr 2027 vorgesehen.
Austausch mit Gesundheitspersonal
Grundsätzlich wurde bei den Gesprächen mit den Mitarbeitern die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen hervorgehoben. „Die Versorgung im Wipptal ist zwischen Allgemeinmedizin, Gesundheitssprengel, Hauskrankenpflege und dem Grundversorgungskrankenhaus gut aufgestellt“, so Landesrat Messner. Thematisiert wurde auch die erfolgreiche Einführung der 36-StundenWoche für Pflegepersonal und Therapeuten sowie die Ausbildung des Gesundheitspersonals. Messner zeigte sich erfreut darüber, dass bereits im kommenden Jahr die derzeit 120 Medizinstudenten in Bozen ihre Praktika in allen sieben Krankenhäusern des Landes absolvieren.
te mit Spezialisten und mit Patienten, Befundsichtung, Organisation von weiteren Untersuchungen, Ausstellung diverser Zeugnisse, Bestellung von Hilfsmitteln, Sitzungen und Fallbesprechungen mit Kollegen, Beantworten von Mails, SMS und WhatsApp-Nachrichten, Fortbildungen und vieles mehr. Das passiert alles außerhalb der Öffnungszeit und oft auch abends, damit man während des Tages noch etwas Zeit für sich und die Familie hat.
Welche Auswirkungen hat die Mehrbelastung der Hausärzte auf die Qualität der medizinischen Versorgung?
Die Mehrbelastung hat vor allem Auswirkungen auf die Motivation. Es ist nicht in Ordnung, dass wir als freiberuflich angestellte Ärzte verpflichtet werden, in einem Gemeinschaftshaus zu arbeiten. Außerdem bin ich in der Zeit, wo ich im Gemeinschaftshaus Dienst mache, nicht für meine Patienten verfügbar – ich kann zwar einen Anruf beantworten (falls ich dafür Zeit habe), darf aber meinen Platz nicht verlassen, bevor mein Turnus um ist.
Besteht die Gefahr, dass Ärzte durch Überlastung aus dem Beruf ausscheiden oder angehende Ärzte sich gar nicht mehr für diesen Beruf entscheiden?
Ja, da bin ich mir ganz sicher Gibt es überhaupt genügend medizinisches Personal, um Gemeinschaftshäuser dauerhaft zu betreiben?
Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Ich kann es mir aber nicht vorstellen, da es in allen Bereichen an Fachpersonal fehlt.
Wäre es aus Ihrer Sicht sinnvoller gewesen, bestehende Hausarztpraxen und Gemeinschaftspraxen gezielt zu stärken, anstatt neue Strukturen
aufzubauen?
Ja, das wäre auch mein Wunsch gewesen. Ich habe mich auch schon dafür interessiert. Leider ist es schwierig, eine Immobilie zu finden, die dafür geeignet und leistbar ist. Derzeit haben viele Hausärzte das Glück, dass sie kostengünstig in Gemeindehäusern Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bin dafür auch sehr dankbar, denn als Freiberufler muss ich für meine ganzen Kosten selber aufkommen. Dazu gehören u. a. auch Miete, Personal und Inventar. Würden sich beispielsweise drei Hausärzte zusammenschließen, könnte man ohne Probleme von Montag bis Freitag die Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr abdecken, die Patienten wären in dieser Zeit versorgt und es bräuchte kein Gemeinschaftshaus.
Was wünschen Sie sich als Hausärztin für die Zukunft? Ich liebe meinen Beruf, ich habe ihn gewählt, weil ich selbstständig Patienten versorgen und nach meinen Vorstellungen arbeiten kann. Ich bin unabhängig von einem Dienstplan, teile meine Zeit selbst ein und kann somit den Patienten nach meinen Vorstellungen und ihren Bedürfnissen bestmöglich behandeln. Von der Politik wünsche ich mir mehr Wertschätzung und Unterstützung in dem, was ich mache und machen möchte.
Barbara Felizetti Sorg
Interview:
© Katharina
Trocker
Dr. Patrick Franzoni wird Primar in Sterzing
Am 1. Juli wird Dr. Patrick Franzoni seinen Dienst als Primar der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus Sterzing antreten. 1970 in Aarau (CH) geboren, hat er in Brescia Medizin studiert und 2010 in Padua die Fach arztausbildung in Geriatrie abgeschlossen. 1997 trat er in den Sanitätsdienst der Carabinieri ein, anschlie ßend arbeitete er für rund drei Jahre in der Privatklinik „St. Anna“ in Meran. 2004 wechselte er in den Südtiroler Sanitätsbe trieb: bis zum Jahr 2017 in die Geriatrie im
Gesundheitsbezirk Mer den Dienst für Notfallmedizin.


er verantwortlich für die Polyklinik in Rasen-Antholz während der Olympischen Spiele. Er war zudem verantwortlich für die fachärztliche Tätigkeit in den Notfallphasen und hat eine Managementausbildung an der SDA

Pater Vincent Safi verlässt Ende Juni die Seelsorgeeinheit Wipptal und über nimmt in seiner tansanischen Heimat ue seelsorgliche Aufgabe. Ab 1. September rückt Don Luca Cemin aus Bozen als Bezugspriester für die italienischsprachigen Gläubigen in Sterzing nach und unterstützt die deutschsprachige Seelsorge, vor allem bei der Feier von Gottesdiensten. Cemin war zuletzt Spiritual am Priesterseminar und zuvor als Kooperator in der italienischsprachigen Pastoral tätig. Die öffentliche Abschiedsfeier für Pater Safi findet am 21. Juni um 10.30 Uhr in der Kapuzinerkirche Sterzing statt.

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„Offene
Fragen nicht beantwortet“
Stellungnahme von Bürgermeister Peter Volgger
Im Seniorenwohnheim befinden sich derzeit viele Menschen mit höherem Pflegebedarf. Gleichzeitig besteht eine lange Warteliste mit zahlreichen Gesuchen. Deshalb war für mich von Anfang an entscheidend, die sozialen und organisatorischen Folgen dieses Projektes genau zu hinterfragen.

Natürlich wären mit dem Dienst auch finanzielle Einsparungen für die Gemeinde in Höhe von jährlich 60.000 Euro erbunden gewesen. Für mich stand jedoch immer die Frage im Mittelpunkt, was mit den betroffenen Menschen nach auf dieser Übergangslösung passiert. Wir sprechen hier nicht von Paketen, die man einfach verschieben kann, sondern von älteren Menschen, die häufig ihre bisherige Wohnung aufgeben und dann womöglich r dorthin zurückkehren können. Deshalb braucht es aus meiner are Antworten und langfristige Lösungen. Besonders wichtig war für mich auch die Frage der personellen Ressourcen. Es ist bekannt, dass die Mitarbeiter im Seniorenwohnheim bereits heute an ihre Grenzen stoßen und zusätzliches Personal erst gefunden werden müsste. Gleichzeitig blieb offen, erden soll, in denen sich der Pflegebedarf einzelner Personen erhöht. Wenn jemand von einer niedrigeren in eine höhere Pflegestufe wechselt, braucht es entsprechend ausgebildetes Fachpersonal. Hier stellt sich die Frage, ob dieses tatsächlich ausreichend vorhanden wäre oder ob Betroffene dann die Einrichtung wieder
Ebenso konnte aus meiner Sicht nicht ausreichend geklärt werden, welche Auswirkungen das Projekt auf die bestehende Warteliste des Seniorenwohnheims haben würde. Dazu der Gemeinde Sterzing bis zuletzt keine endgültigen Unterlagen oder Verträge vorgelegt wurden, sondern lediglich ein angenommener Vertragsentwurf. diesem Grund habe ich vorgeschlagen, die Entscheidung zu vertagen, um offene Fragen zuerst sorgfältig zu klären. Dieser Vorschlag wurde jedoch nicht angenommen und die Abstimmung wurde wie vorgesehen durchgeführt. Mir war es deshalb wichtig, die Entscheidung allen Gemeinderäten freizustellen und niemandem vorzuschreiben, wie abgestimmt werden soll. Jeder sollte nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden können. Der Gemeinderat von Sterzing hat schließlich das Vorhaben mehrheitlich abgelehnt.
Bürgermeister Peter Volgger
Sterzing
„Betreutes Wohnen Plus“ vorerst gestoppt

Die geplante Einführung des inno vativen Wohnmodells „Betreutes W heim Wipptal steht vor einer un gewissen Zukunft, nachdem der Gemeinder Vorhaben in seiner Sitzung am 29. April mehrheitlich abgelehnt hat. Alle anderen Gemeinden des Bezirks – namentlich Ratschings, Pfitsch, Franzensfeste, Brenner und Freienfeld – sowie das Land Südtirol haben hingegen bereits ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben. Wie es mit dem landesweiten Pilotprojekt nun weitergeht, ist ungewiss.
Trotz einer grundsätzlich hohen Nachfrage nach Heimplätzen stehen im Seniorenwohnheim Wipptal derzeit rund 40 Betten leer, da es am notwendigen Fachpersonal fehlt, um eine Vollbelegung zu gewährleisten. Diese mangelnde Auslastung stellt die Wipptaler Gemeinden vor erhebliche finanzielle Herausforderungen, da die Einrichtung erst ab einer Belegung von
dell „Betreutes Wohnen plus“ zur Verfügung zu stellen. Dieses Angebot richtet sich an Menschen ab 65 Jahren, die sich in den Pflegestufen 0 bis 3 befinden und somit einen geringeren Betreuungsaufwand benötigen als klassische Heimbewohner in höheren Pflegestufen. In diesem Modell leben die Senioren in eigenen Wohneinheiten, können jedoch bei Bedarf auf professionelle Pflege- und Betreuungsleistungen zurückgreifen. Das Projekt gilt als südtirolweites Novum, da ein solcher Dienst erstmals – wenn auch nur temporär – innerhalb eines Seniorenwohnheims angesiedelt werden sollte.
Bezirkspräsident Martin Alber be-
„Betreutes Wohnen plus“: Wie es mit dem Pilotprojekt weitergeht, ist derzeit offen.

tonte im Vorfeld der Entscheidung mehrfach, dass es sich hierbei um eine reine Zwischenlösung handelt.ge Bestand haben, bis ausreichend ersonal gefunden wird, um die Betten wieder für den regulärenworter im Sterzinger Gemeinderat,meinde- und Bezirksrätin Evi Frick, hoben die Flexibilität des Modells hervor. Sie verwiesen darauf, dass bei einem steigenden Pflegebedarf der Bewohner ein nahtloser Übergang in das Seniorenheim oder eine Verlegung in andere geeignete Einrichtungen gewährleistet sei. Bürgermeister Peter Volgger äußerte in diesem Zusammenhang Bedenken, die vor allem den sozialen Aspekt betrafen. Er hinterfragte kritisch, was mit den Senioren geschehen solle, wenn die vorübergehende Nutzung endet, da diese Menschen oft ihre ursprüngliche Wohnung aufgegeben hätten und nicht wie „Pakete“ verschoben werden könnten.
Zudem verwies der Bürgermeister auf die bereits erreichte Belastungsgrenze des bestehenden Pflegepersonals und äußerte Zweifel, ob das zusätzlich benötigte Personal mit den spezifischen Qualifikationen für die niedrigeren Pflegestufen tatsächlich zeitnah gefunden werden könne. Zudem führten die Sorge, dass durch dieses Modell die bestehende Warteliste von rund 150 Gesuchen für reguläre Heimplätze unterwandert werden könnte, sowie das Fehlen definitiver Vertragsunterlagen letztlich zur Ablehnung. Neun Gemeinderäte der Bürgerliste „Gemeinsam für Sterzing-Wipptal“ stimmten gegen das Vorhaben, während sich mit Christine Eisendle Recla (Gemeinsam für Sterzing-Wipptal) und Chiara Martorelli (Insieme per Vipiteno) zwei weitere Ratsmitglieder der Stimme enthielten. Für die Übertragung des Dienstes an die Bezirksgemeinschaft stimmten die vier SVP-Räte, auch Melanie Ploner (Gemeinsam für Sterzing-Wipptal) schloss sich ihnen an.
„Chancen des Projektes aus dem Fokus geraten“
Stellungnahme von Bezirks- und Gemeinderätin Evi Frick
Die Entscheidung der Gemeinde Sterzing, das Projekt „Betreutes Wohnen plus“ mehrheitlich abzulehnen, bedaure ich sehr. Diese neu geplante Wohnform für Senioren stellt eine wichtige und zukunftsorientierte Einrichtung dar, für die bereits heute ein großer Bedarf in unserem Bezirk erkennbar ist.
In den vergangenen sechs Monaten haben zahlreiche Mitarbeiter der Bezirksgemeinschaft Wipptal und des Senio

Ganze und die Chancen dieses Pilotprojektes aus dem Fokus geraten ist.
Nach dieser Entscheidung liegt der Ball nun beim Bezirksrat. Es gilt zu klären, wie mit den gegensätzlichen Beschlüssen innerhalb des Bezirks umgegangen werden kann und ob es alternative Wege gibt, um das „Betreute Wohnen plus“ trotz der Ablehnung durch den Sterzinger Gemeinderat einzuführen. Da eine Antwort des Landes Südtirol auf ein bereits angefordertes Gutachten zur rechtlichen Situation noch aussteht, bleibt die Realisierung des Pilotprojektes im Wipptal bis auf Weiteres in der Schwebe.
Besonders enttäuscht mich, dass den engagierten Mitarbeitern, die mit großem Einsatz am Aufbau dieses neuen Dienstes arbeiten, nicht das notwendige Vertrauen entgegengebracht wurde, ihre Aufgaben fachlich fundiert und verantwortungsvoll umzusetzen. Ebenso bedauerlich ist, dass kaum Solidarität gegenüber den übrigen Gemeinden des Wipptales spürbar war, die dieses Vorhaben ausdrücklich unterstützen.
Umso bemerkenswerter ist es, dass alle anderen fünf Gemeinden einstimmig bzw. mit großer Mehrheit dem Projekt ihr Vertrauen ausgesprochen haben.
Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass „Betreutes Wohnen plus“ eine große Chance für das Wipptal darstellt. Es geht dabei nicht nur um ein neues Angebot, sondern um mehr Lebensqualität, soziale Teilhabe und Würde im Alter. Ich hoffe sehr, dass es uns dennoch gemeinsam gelingen wird, dieses wichtige Projekt in Zukunft umzusetzen.
Evi Frick, Gemeinde- und Bezirksrätin
Beschlussantrag angenommen
Neben dem Pilotprojekt „Betreutes Wohnen plus (siehe eigener Bericht) haben sich die Gemeinderäte von Sterzing u. a. mit einem Beschlussantrag von SVP-Rat Werner Graus auseinandergesetzt und die Verwendung des Verwaltungsüberschusses der Gemeinde in Höhe von 6,45 Millionen Euro genehmigt.
Die Wohnzone am Weg in die Vill in der Katastralgemeinde Thuins ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, was zu einem erheblichen Anstieg der Bewohner- und Besucherzahlen geführt hat. Da der Ausbau der öffentlichen Parkflächen jedoch nicht mit der regen Bautätigkeit Schritt gehalten hat, hat SVP-Gemeinderat Werner Graus einen formellen Beschlussantrag eingereicht. Er fordert darin die Realisierung des öffentlichen Parkplatzes auf den Grundparzellen 657/8 und 657/12, wie er im geltenden Bauleitplan bereits seit Jahren vorgesehen ist. Laut Graus führt der aktuelle Mangel an Stellflächen zu unzumutbaren
In Kürze
Zwei Darlehen bei der Darlehens- und Depositenkasse AG werden vorzeitig getilgt. Um am Projekt „mySummercard“ teilzunehmen, wurde die Verordnung über die soziale Teilnahme bestimmter Bevölkerungsgruppen abgeändert.

Zuständen, da Autos notgedrungen auf Gehwegen und Straßen parken. Dies schaffe immer wieder gefährliche Situationen für Fußgänger und Radfahrer, wobei insbesondere die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zum Kindergarten „Löwenegg“ gefährdet sei. Der Antrag sah vor, dass der Stadtrat die erforderlichen Geldmittel im Haushalt bereitstellt und unverzüglich die Verhandlungen zum Grundankauf sowie die Planung und Errichtung der rund 2.200 m2 großen Fläche einleitet.
Bürgermeister Peter Volgger betonte in seiner Stellungnahme, dass das Projekt für die Verwaltung aktuell zwar nicht die oberste Priorität darstelle, er sich jedoch mit den Grundbesitzern in Verbindung setzen werde. Die Gemeinde beabsichtige, das Vorhaben in Angriff zu nehmen,
sobald die rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten dazu gegeben sind.
Der Beschlussantrag wurde mit einer Enthaltung von Christine Eisendle Recla (Gemeinsam für Sterzing-Wipptal) angenommen.
„Millionen-Investition“
Der geplante Ankauf des Kruselburger-Stromnetzes in Mareit durch die InHouse-Gesellschaft Stadtwerke Sterzing GmbH sorgte für eine Anfrage durch SVP-Gemeinderat Werner Graus an Bürgermeister Peter Volgger. Graus hinterfragte die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit sowie die personellen Kapazitäten für dieses Projekt außerhalb des eigentlichen Gemeindegebiets. Er bezog sich dabei insbesondere auf den Zustand der Infrastruktur und die langfristigen
Weg in die Vill: Der aktuelle Mangel an Stellflächen führt „zu unzumutbaren Zuständen“.
finanziellen Auswirkungen für die Stadtgemeinde Sterzing als Alleineigentümerin. In der Beantwortung der Anfrage legten Bürgermeister Peter Volgger und die Geschäftsführung der Stadtwerke die konkreten Zahlen offen, wonach der initiale Ankauf sowie erste Zähleraustausche mit rund 225.000 Euro veranschlagt werden. Über den Zeitraum der kommenden zehn Jahre sind zudem weitere Investitionen von etwa 800.000 Euro geplant, was eine Gesamtsumme von über einer Million Euro ergibt. Dem gegenüber stehen prognostizierte jährliche Mehreinnahmen zwischen 140.000 und 170.000 Euro, wobei die Stadtwerke betonen, dass dieser Zukauf die regulatorischen Rahmenbedingungen verbessert und die Position des Unternehmens für die anstehende Konzessions-
verlängerung stärkt.
Kritisch bewertet Werner Graus jedoch das Eingeständnis der Stadtwerke, dass die aktuellen personellen und organisatorischen Ressourcen derzeit nicht vollständig ausreichen, um einen konstant hohen Qualitätsstandard im Kundenservice sicherzustellen. Die Stadtverwaltung verwies indes auf laufende Software-Umstellungen und geplante Neueinstellungen, um die operative Belastbarkeit wiederherzustellen.
In einer Stellungnahme dem Erker gegenüber zeigte sich Graus besorgt. Er hinterfragt massiv, ob die Übernahme eines sanierungsbedürftigen Netzes bei gleichzeitigen personellen Engpässen im bestehenden Betrieb zu verantworten sei. „Meine Zweifel sind nach den Auskünften der Stadtwerke Sterzing eher noch gewachsen. Insofern finde ich es dringend notwendig, den Entscheidungsprozess für diese Investition im Detail und transparent für die Bevölkerung aufzurollen“, so Graus.
Zurückgezogen
Eine weitere Anfrage von Gemeinderat Massimo Bessone (SiAmo Vipiteno) wurde nicht behandelt, da der Antragsteller nicht anwesend war. Laut Geschäftsordnung der Gemeinde gilt eine Anfrage in diesem Fall als zurückgezogen.
Verwaltungsüberschuss genehmigt
Mit vier Enthaltungen der SVP-Räte wurde der Verwaltungsüberschuss der Gemeinde in Höhe von 6,45 Millionen Euro genehmigt. Für Investitionen stehen rund 2,68 Millionen Euro zur Verfügung, u. a. für außerordentliche Instandhaltung in den Fraktionen (400.220 Euro), die Zufahrtsstraße in Ried (175.100 Euro), die außerordentliche Instandhaltung von Straßen (161.600 Euro) und Brücken (95.000 Euro) und die Hofzufahrt „Schwitzer“ in Unterackern (35.000 Euro). Reserviert wur-
den zudem Gelder für Geräte und Zähler im Wasserwerk (87.400 Euro) und die außerordentliche Instandhaltung des Abwassernetzes (2.690 Euro), für einen Investitionsbeitrag an die Freiwillige Feuerwehr Sterzing für Fahrzeuge (61.000 Euro), an den Bergrettungsdienst Sterzing (21.101 Euro), an die Pfarrei Ried für die Friedhofsmauer (31.000 Euro), an die Pfarrei „Maria Geburt“ in Sterzing für die Beleuchtung in der Pfarrkirche (10.000 Euro) und an den „Coro Cima Bianca“ für das Vereinslokal (10.370 Euro). Der Investitionsbeitrag an die Bezirksgemeinschaft Wipptal für das neue Seniorenwohnheim beläuft sich auf 142.673 Euro, in die Stromproduktion fließen 600.000 Euro. In die außerordentliche Instandhaltung gemeindeeigener Gebäude gehen 45.000 Euro, weitere 10.700 Euro in die Instandhaltung des braunen Gebäudes am Stadtplatz. Mit 40.000 Euro schlägt die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Stadtpolizei zu Buche, mit 35.000 Euro die außerordentliche Instandhaltung der Grundschule „Dr. J. Rampold“ und mit 7.000 Euro jene des Stadt- und Multschermuseums. Für die Schulausspeisung wurden 6.200 Euro reserviert, für die Ausstattung des italienischen Kindergartens 3.000 Euro. Für das „Balneum“ wurden 141.963 Euro für die außerordentliche Instandhaltung, 51.240 Euro für Anlagen und Maschinen sowie 6.000 Euro für Geräte und Ausstattung vorgesehen. In Bereich „Sport“ fließen 350.452 Euro in die Multifunktionssporthalle (PPP-Projekt), 18.000 Euro in die Ausstattung der Sportzone und 14.640 Euro in den Ankauf eines Containers. Die Errichtung eines „Pumptrucks“ wurde mit 73.500 Euro veranschlagt.
Freiwillige Feuerwehren
Die Abschlussrechnungen der Freiwilligen Feuerwehren von Sterzing (196.377 Euro) und Thuins (56.958 Euro) wurden einstimmig genehmigt.
bar
Bilanzänderung
Im Zuge einer Bilanzänderung wurden Mehreinnahmen in Höhe von rund 6,49 Millionen Euro bei vier Enthaltungen der SVP-Räte in den Haushalt eingebaut. Davon fließen 192.157 Euro in die Sanierung des braunen Gebäudes am Stadtplatz, 33.000 Euro in die Sanierung der Mittelschule und 75.000 Euro in deren energetische Sanierung, 34.000 Euro in die Sanierung der Heiliggeist-Kirche und 2.361 Euro in die Sanierung eines Bildstockes in der Margarethenstraße. 196.000 Euro wurden für die außerordentliche Instandhaltung des Stadttheaters und für die Bühnenbeleuchtung vorgesehen, 37.200 Euro für die außerordentliche Instandhaltung der Sportzone und 956.040 Euro für die Multifunktionssporthalle. Im Bereich „Müllentsorgung“ schlägt die außerordentliche Instandhaltung mit 51.768 Euro zu Buche, Geräte und Ausstattung mit 12.000 Euro, im Bereich „Wasserdienst“ die außerordentliche Instandhaltung der Trinkwasserleitungen mit 141.800 Euro, die Trinkwasserleitung am Rosskopf mit 1,4 Millionen Euro und jene in der Adolph-KolpingStraße mit 14.309 Euro. Für die Abwasserleitung in derselben Straße wurden 34.960 Euro vorgesehen. Im Bereich „Straßenwesen“ fließen 185.500 Euro in den Ankauf einer Multifunktionsmaschine, 40.000 Euro in die außerordentliche Straßeninstandhaltung, 64.000 Euro in die Zufahrtsstraßen in den Fraktionen, 80.000 Euro in die Neugestaltung des Stadtplatzes und 137.861 Euro in die Beleuchtung des Radweges; für die Umgestaltung des Untertorplatzes – sie wird noch in diesem Jahr umgesetzt – wurden 160.000 Euro vorgesehen, für die Adolph-Kolping-Straße 373.360 Euro. Die außerordentliche Instandhaltung der Kita verschlingt 87.000 Euro, die Stromproduktion (Turbinen und außerordentliche Instandhaltung) 236.200 Euro.
Brenner
Betreuungsmodell genehmigt
Mehrheitlich genehmigt haben die Räte der Gemeinde Brenner auf ihrer jüngsten Sitzung Ende April das Betreuungsmodell „Betreutes Wohnen plus“, mit dessen Führung die Bezirksgemeinschaft Wipptal betraut wurde. Genehmigt wurde auch die Jahresabschlussrechnung der Gemeinde.
Vor der Abstimmung stellte Bürgermeister Martin Alber den Räten das Wohnmodell „Betreutes Wohnen plus“ vor, das sich an Personen über 65 Jahren in unteren Pflegestufen richtet (Erker 04/2026) – ein landesweites Pilotprojekt, da es erstmals in-
nerhalb eines bestehenden Seniorenwohnheimes umgesetzt werden soll. „Entsprechend gespannt blicken die anderen Gemeinden Südtirols auf unsere Entscheidung“, so Alber. „Die Gemeinde ist daran interessiert, eine eigene Struktur zu errichten, weil es die demografische Entwicklung verlangt. Sollten die zehn für das Modell reservierten Betten künftig für das Altersheim benötigt werden, können die betroffenen Bewohner auf diese Strukturen ausweichen.“ Vorbehalte, wie sie etwa in der Gemeinde Sterzing laut wurden (siehe eigener Bericht), relativierte Alber: „Wir setzen sicher
Brigitta Schölzhorn zurückgetreten

Mitte Mai ist Vizebürgermeisterin Brigitta Schölzhorn aus persönlichen Gründen von ihren Ämtern als Gemeinderätin und -referentin der Gemeinde Brenner zurückgetreten. Nach einer Aussprache in der erweiterten SVP-Fraktion und dem SVP-Ortsauschuss von Brenner wurde dieser Schritt mit Bedauern zur Kenntnis genommen und Schölzhorn für ihre Verdienste gedankt. Bürgermeister Martin Alber wird nun bis zur nächsten Gemeinderatssitzung Gespräche in der Fraktion über die Nachfolge führen. Robert Holzer wird ihr in den Gemeinderat von Brenner folgen.
Jugendbeirat eingesetzt
Dem Jugendbeirat der Gemeinde Brenner, der ohne Gegenstimme eingesetzt wurde, gehören künftig Maria Aukenthaler, Emilia Wieser, Martina Hecher, Amalia Kopton und Thomas Strickner an. Der Jugendbeirat hat ausschließlich beratende Funktion und unterbreitet dem Gemeinderat einmal jährlich Vorschläge für die Verbesserung der Jugendarbeit in der Gemeinde. Er bleibt bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt.
niemanden auf die Straße. Sollte diese Situation eintreffen, müssen wir eben geeignete Strukturen anmieten.“ Diese Meinung teile auch Landesrat Hubert Messner, der sich mit dieser Vorgangsweise einverstanden zeige. Zu Wort meldete sich in der Diskussion Gemeinderätin Edeltraud Zössmayr („Freie Liste Gemeinde Brenner“), die gerade diese Umsiedlung „nicht unkritisch“ sah und von einem „Schachspielen mit unterstützungsbedürftigen Personen“ sprach. Wie Bürgermeister Alber replizierte, werde die Situation für diese „Zwischenlösung“ genau beobachtet, um zeitgerecht die notwendigen Entscheidungen treffen zu können. Bei drei Enthaltungen von Christian Bacher, Armin Keim und Edeltraud Zössmayr (alle „Freie Liste Gemeinde Brenner“) wurde die Übertragung der Führung des Betreuungsmodells an die Bezirksgemeinschaft Wipptal mehrheitlich genehmigt.
Feuerwehren
Die Haushalte der Freiwilligen Feuerwehren von Gossensaß (77.398 Euro) und Pflersch (58.850 Euro) wurden einstimmig genehmigt.
Abschlussrechnung genehmigt
Mit einer Enthaltung von Christian Bacher („Freie Liste“) genehmigt wurde die Abschlussrechnung der Gemeinde Brenner mit einem Verwaltungsüberschuss von rund 1,84 Millionen Euro. Auf ungeteilte Zustimmung fiel die Verwendung des vinkulierten Teils des Überschusses in Höhe
von 1,18 Millionen Euro. Über die Verwendung des frei verfügbaren Teiles wird auf einer der nächsten Sitzungen abgestimmt.
In Kürze
Einem Grundtausch mit der Brennerautobahn AG (Gp. 916, 845/9 und 426/18 in der Katastralgemeinde Brenner) wurde einstimmig zugestimmt, ebenso dem Verkauf eines Teils der Gp. 13 und 14/1 in Gossensaß an Eduard Rieder.
Mit der einstimmigen Genehmigung der Verordnung über die soziale Teilnahme bestimmter Bevölkerungsgruppen wurden die Voraussetzungen geschaffen, um am Projekt „mySummerCard“ teilzunehmen.
Die Durchführung des Projektes „KlimaGemeinde“ der KlimaHausAgentur Südtirol mit Gesamtkosten von rund 30.000 Euro wurde ohne Gegenstimme genehmigt.
Im Zuge einer Haushaltsänderung wurden u. a. Mehreinnahmen in Höhe von 80.000 Euro, die sich aus Bau- und Erschließungskosten (je 40.000 Euro) ergeben, für die Einrichtung im Rathaus (25.000 Euro) und in der Grundschule (25.000 Euro), die Teilnahme am Klimaplan (12.000 Euro) sowie außerordentliche Instandhaltungsarbeiten im Rathaus (10.000 Euro) und im Gemeindepark und im Prennerhaus (8.000 Euro) reserviert.
Unwetterschutz für Trens


Der Gemeinderat von Freienfeld hat Ende April die Jahresabschlussrechnung mit einem Verwaltungsüberschuss von rund einer Million Euro genehmigt.
Mit diesem finanziert die Gemeinde u. a. notwendige Arbeiten im ländlichen Wegenetz (Fleins, Leimgrube, Schaitach, Hofzufahrt Schmiller, Trens-Valgenäun) und Asphaltierungsarbeiten in Gschließ/Partinges zur Behebung der Unwetterschäden. Zugewiesen wurde auch Geld für die Sanierung der Fahrradroute Stilfes-Niederried (840.000 Euro) und die Errichtung von Schutzbauten in Trens (245.000 Euro). Der Freiwilligen Feuerwehr, der Bergrettung (66.700 Euro) und dem Sportverein Sektion Tennis (70.000 Euro) werden Beiträge gewährt. Durch eine Bilanzänderung stehen für Straßenarbeiten (Brücke Pfulters, Fleins, Leimgrube, Trens-Valgenäun, Gschließ-Partinges), die Fahrradroute Stilfes-Niederried (879.506 Euro) sowie Schutzbauten in Trens (rund 2 Millionen Euro) weitere Geldmittel zur Verfügung. 327.900 Euro fließen in den Um- bzw. Neubau der Mittelschule Sterzing. Der Gemeinderat hat außerdem zugestimmt, die 2020 abgeschlossene zehnjährige Vereinbarung mit der Gemeinde Wengen und damit die gemeinsame Führung des Sekretariatssitzes (51 % Wengen, 49 % Freienfeld) vorzeitig zum 31. Dezember 2026 zu kündigen, um eine Vollzeitstelle zu schaffen. SVP-Rat Alfred Sparber überrascht diese Entscheidung. Seiner Mei-
nung nach funktioniere der Dienst in der bisherigen Form gut. Eine Vollzeitstelle belaste die Gemeinde mit beträchtlichen Personalkosten, zudem entfallen Landesbeiträge für zwischengemeindliche Zusammenarbeit. Der Schritt sei bereits vor den Gemeinderatswahlen 2025 geplant gewesen, so Bürgermeisterin Verena Überegger. Die derzeitige Teilzeitstelle erfordere eine enorme Arbeitsleistung. Gespräche mit der Gemeinde Wengen wurden geführt und eine Vize-Sekretariatsstelle geprüft; diese sei aber nicht umsetzbar. Durch die Vollzeitstelle können ausgelagerte Dienste zurückgeholt werden, wodurch Kosten eingespart werden. Durch eine Vereinbarung kann die Gemeinde bei der Nachbesetzung auf die Rangordnung der Gemeinde Rasen-Antholz zurückgreifen. Die Kündigung wurde mit fünf Gegenstimmen der SVP genehmigt.
Im Seniorenwohnheim in Sterzing sind wegen Personalmangel nur 50 von 90 Betten belegt. Aufgrund steigender Nachfrage nach Wohnlösungen sollen vorübergehend zehn Senioren ab 65 Jahren aufgenommen werden, die ihren Alltag zuhause weder autonom noch mit Unterstützung bewältigen können. Der Gemeinderat hat die Führung des neuen Dienstes einstimmig an die Bezirksgemeinschaft Wipptal übertragen. Ob bzw. wann dieser startet, steht noch nicht fest – Sterzing hat aufgrund offener Fragen als einzige Wipptaler Gemeinde dagegen gestimmt (siehe Artikel auf Seite 18). rb
Kurz notiert
WBZ Stilfes
Nach jahrelanger Vorarbeit sind nach Ostern die Arbeiten in der Wohnbauzone Stilfes gestartet. Drei Bauwerber werden ihr Eigenheim auf dem „alten Sportplatz“ errichten. Die Gemeindeverwaltung hofft, auch die restlichen Baulose vergeben zu können.
Vertreter ernannt
Alfred Sparber und Verena Überegger vertreten die Gemeinde bis 2030 im Verwaltungsrat der Flans Energie GmbH und der Almenkraftwerk Senges GmbH. Matthias Überegger ersetzt Manfred Saxl in den Verwaltungsräten der Elektrizitätsgenossenschaft Eggerbach und der Energiegesellschaft PNE GmbH.
„KlimaGemeinde“
Freienfeld beteiligt sich am Programm „KlimaGemeinde“, das Gemeinden bei der Umsetzung einer nachhaltigen Energie- und Umweltpolitik unterstützt.
Umwidmung
Im ehemaligen „Gasthof Thumburgerhof“ in Stilfes entstehen Wohnungen für Ansässige. Der Gemeinderat hat die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen.
GProRL
Die Befragung für das Gemeindeentwicklungskonzept für Raum und Landschaft ist abgeschlossen. Rund 300 Bürger haben sich an der Umfrage beteiligt, die nun ausgewertet wird. Am 3. Juni (20.00 Uhr) werden im Kulturhaus Trens bei einer Bürgerversammlung die Ergebnisse vorgestellt. Am 9. Juni startet die Arbeitsgruppe mit dem ersten Workshop.
Feuerwehren
Die Freiwilligen Feuerwehren Mauls, Stilfes mit den Löschzügen Egg und Niederried, Trens und Elzenbaum haben ihre Abschlussrechnungen vorgelegt. Alle wurden einstimmig genehmigt.
Der Strutzergraben an der Partinger Straße (l.) sowie Trens und der bewaldete Kirchgraben (r.)
© Josef
Breitenberger
Sterzing
„Sprecht über Geld!“
„Sprecht über Geld!“ Das ist die Botschaft, welche die Teil

nehmerinnen des Flashmobs am 17. April in Sterzing an die zahlreichen anwesenden Frauen gerichtet haben. Die Initiative sollte auf den „Equal Pay Day“
aufmerksam machen und auf die weiterhin bestehende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hinweisen. Zu diesem Anlass hat die Gemeinde Sterzing vor dem Rathaus einen Informationsstand eingerichtet, an dem Materialien zum Thema Lohngleichheit verteilt wurden. An der Initiative nahmen auch die Gemeindereferentinnen sowie einige Gemeinderätinnen teil, um das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu stärken.
Trens Fraxenhof wird energieeffizient saniert
Der Fraxenhof in Trens, in dem sich acht Altenwohnungen, ein

treff befinden, wird ab Frühjahr 2026 umfassend energetisch saniert. Mit den Maßnahmen sollen der Energieverbrauch deutlich reduziert, die CO₂Emissionen gesenkt und gleichzeitig der Wohn- und Nutzungskomfort verbessert werden. Unterstützt wird das Projekt
durch das Programm „Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 2021 – 2027” (Priorität 2 „GREEN“).
Die Projektkosten betragen rund eine Million Euro und werden zu 80 Prozent vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Der Baubeginn erfolgte planmäßig im April.
Bewohner und Nutzer können während der Arbeiten im Gebäude bleiben, da die Sanierung so geplant ist, dass die Nutzung möglichst wenig eingeschränkt wird.
„Dieses Projekt zeigt, wie gezielte Investitionen den Gebäudebestand, den Klimaschutz und die Lebensqualität gleichermaßen fördern können“, betont Bürgermeisterin Verena Überegger.
Neue Festhalle für Wiesen

Die 57 Jahre alte Festhalle im Gemeindepark Wiesen ist in die Jahre gekommen Die Gemeinde lässt sie deshalb für zwei Millionen Euro teilweise abreißen und neu aufbauen.
Derzeit beherbergt die Festhalle einen Veranstaltungssaal mit Bühne, Toiletten, zwei Barbereiche, eine Küche, Lagerräume, einen Heizraum sowie einen Geräteschuppen der Gemeinde. Letzterer bleibt unverändert, genauso wie der öffentliche Parkplatz. Ausrichtung, Lage und Größe der neuen Halle ähneln der alten, auch das typische Satteldach bleibt. Der Umbau soll das Gebäude funktionaler, ästhetischer, barrierefrei und mit seinen drei Eingängen ganzjährig flexibel nutzbar machen. Die Haupteingangstür mit seitlichen Zugängen zu den Toiletten führt
direkt in den Saal, der mit mobilen Wänden aus Holz und Gipskarton je nach Bedarf vergrößert und verkleinert werden kann. Der Wand entlang sind ein Thekenbereich und ein Technikraum angeordnet. Gegenüber sind ein Lager, ein kleines Büro und eine Küche geplant. Ein doppelseitig verglastes Fenster mit Blick auf den Saal und den Garten ermöglicht eine Show-Küche. Speisen und Getränke können von dort aus im Saal und im überdachten Außenbereich verteilt werden. Der Technikraum und das Büro sind von außen zugänglich, genauso wie die Geschirrspülzone, um das Be- und Entladen zu erleichtern. Die mobile Bühne kann je nach Bedarf im Handumdrehen auf- und abgebaut werden und ist mit dem Abstellraum verbunden.

Die Halle ist für 600 (mit Ausnahmegenehmigung für über 1.000) Personen dimensioniert und wird an das Fernheizwerk angeschlossen. Auf dem Dach aus Wellblech und mineralisierten Tafelbrettern kann auch eine Photovoltaikanlage montiert werden. Die Halle wird in Brettschichtholz auf einer Plattenfundation neu aufgebaut und mit Holzbohlen verkleidet. Farben und Materialien werden im Ausführungsprojekt noch vertieft bzw. abgestimmt.
Das Projekt über die technischwirtschaftliche Machbarkeit hat eine Bietergemeinschaft mit Architekturbüro Dejaco und Partner, Ingenieurgemeinschaft Pardeller, Thermostudio und Elektro-/Lichttechnik Von Lutz ausgearbeitet.
einem anderen Standort aufzubauen. Bürgermeister Stefan Gufler schloss eine Verlegung aus, da der aktuelle Standort Feste im Freien und in der Halle erlaube. Bussola erinnerte an anfangs geplante Investitionen von 300.000 Euro und die Idee, lediglich das Dach zu dämmen, die Statik zu verbessern und das Haus an die Brandschutzbestimmungen anzupassen. Nun seien die Kosten auf zwei Millionen Euro gestiegen („Sehr viel Geld
Vorschläge, so Gufler, habe bereits jeder einbringen können. Alle Vereine waren zum ersten Treffen eingeladen. Daraus kristallisierte sich eine Arbeitsgruppe heraus, die in die Planung eingebunden wurde. Die Festhalle soll keine Bezirksstruktur werden. Mehr Veranstaltungen würden die Bevölkerung auch mehr belasten. Die Halle soll das Haus der Dorfgemeinschaft, wo viele Veranstaltungen stattfinden, entlasten und in erster Linie für örtliche Vereine nutzbar sein. Bisher haben jährlich rund zehn Veranstaltungen stattgefunden, darunter Hegeschau, Faschingsfest, Waldfest der Musikkapelle, Kirchtag der Brauchtumsgruppe, Tuiflparty, Oktoberfest, ein Dartsturnier, Bastelnachmittage und Sommerbetreuung. Auch Yoga bzw. Bodenturnen sei künftig in der Halle möglich. Das Projekt wurde mit einer Ge-

In der Diskussion erkundigten sich die Gemeinderäte Christoph Hofer und Renato Bussola (Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch) nach Möglichkeiten, die Halle für eine bessere Nutzung an
für wenige Feste im Jahr“). Bussola plädierte deshalb für eine kleinere, funktionalere Struktur und schlug vor, bei einer öffentlichen Veranstaltung Ideen der Bürger zu sammeln.
genstimme (Renato Bussola) und vier Enthaltungen (Christoph Hofer, Lucia Russo, Hubert Hofer, Carla Bussola) genehmigt.
Kurz
notiert
3,3 Millionen Euro für Investitionen
Der Gemeinderat hat mit vier Enthaltungen (Lucia Russo, Christoph Hofer, Hubert Hofer und Renato Bussola) die Abschlussrechnung des Finanzjahres 2025 mit einem Verwaltungsüberschuss von 3,486 Millionen Euro genehmigt. 3,3 Millionen Euro werden u. a. in die vorzeitige Rückzahlung des Darlehens für die Mittelschule Sterzing, die Sanierung bzw. Gestaltung des Rathausplatzes, die Sanierung und Asphaltierung von Gemeinstraßen und die Umgestaltung des Bahnhofsareals (100.000 Euro) investiert.
Feuerwehren
Die Abschlussrechnungen der Freiwilligen Feuerwehr Wiesen (Verwaltungsüberschuss: 30.050 Euro), Kematen (24.700 Euro) und St. Jakob (29.350 Euro) wurden genehmigt.
Verkehrstisch
Evi Ainhauser und Walter Braunhofer ersetzen die ehemaligen Gemeinderäte David Volgger, Philipp Obermüller und Monika Reinthaler in der Arbeitsgruppe „Verkehrstisch“. Christian Wolfsgruber übernimmt dort als zuständiger Referent den Sitz von Bürgermeister Stefan Gufler. Die weiteren Mitglieder Erwin Astenwald, Christoph Hofer und Lucia Russo sowie Harald Hofer und Maria Rabensteiner Leitner wurden bestätigt.
© Dejaco und Partner
Von der Bezirksspitze zum Rücktritt
Monika Reinthaler hat Ende April ihr Mandat als SVP-Gemeinderätin in der Gemeinde Pfitsch niedergelegt. Die Krankenpflegerin war 2020 als Quereinsteigerin mit 218 Stimmen in den Rat eingezogen und 2025 mit 203 Stimmen wiedergewählt worden. Von 2020 bis 2025 stand sie der Bezirksgemeinschaft Wipptal als Präsidentin vor. Ihr Start verlief holprig: Die Wipptaler SVP-Bürgermeister hatten sich zunächst auf Martin Alber, SVP-Bürgermeister der Gemeinde Brenner, geeinigt. Reinthaler, die einen Referentenposten erhalten sollte, kandidierte jedoch selbst und wurde mehrheitlich zur Präsidentin gewählt – mit Benno Egger und Franz Kompatscher als Referenten im Ausschuss. 2025, nach wochenlangem politischem Ränkespiel, setzte sich Martin Alber als neuer Bezirkspräsident durch, mit Bürgermeister Stefan Gufler und SVP-Gemeinderätin Evi Frick (externe Vertreterin) im Ausschuss. 2024 kandidierte Monika Reinthaler für das Amt als Parteiobmann-Stellvertreterin. Die SVP-Ortsgruppe Pens hatte sie nominiert, da der Bezirk Wipptal auf eine eigene Kandidatin verzichtete. Der Posten ging an Waltraud Deeg, auf Reinthaler entfielen 20,96 Prozent der Stimmen. Für die scheidende Gemeinderätin rückt nun Michael Tschöll, erster Nichtgewählter auf der SVP-Liste, in den Gemeinderat nach.
„Schließe
dieses Kapitel ab“
Monika Reinthaler zieht sich aus der Politik zurück rungsstil.“
Erker: Frau Reinthaler, warum der Rücktritt?
Monika Reinthaler: Die Vorgeschichte ist bekannt. Ich habe das Vertrauen in die Politik und besonders in einzelne Perso nen verloren. Mein Rücktritt war keine spontane Entschei dung – ganz im Gegenteil. Ich habe lange darüber nachge dacht und gehofft, die Freu de an der politischen Arbeit wiederzufinden. Schließlich hatte ich einen klaren Wähler auftrag und wollte das Amt eigentlich bis zum Ende der Legislatur ausüben. Doch die Motivation kam nicht mehr zurück. Wenn man ohne Über zeugung ein Amt ausübt, ist niemandem geholfen. Des halb habe ich entschieden, Platz für jemanden zu ma chen, der sich mit voller Freu de engagieren möchte. Sie wären gerne Bezirkspräsidentin geblieben … Ja, ich hätte gerne weitergemacht. In fünf Jahren setzt man viele Projekte in Gang, die man nicht abschließen kann, weil die Zeit einfach nicht reicht. Die Freude an der inhaltlichen Arbeit war immer da. Gleichzeitig bin ich aber froh, das politische Drumherum nun hinter mir lassen zu können. Das war letztlich auch der wesentliche Grund für meinen Rücktritt. Die Art und Weise, wie die SVP im Wipptal geführt wird, finde ich schlimm. Damit kann und will ich mich nicht identifizieren. Ich sage das ganz offen, weil ich diesen Stil weder mittragen noch nach außen vertreten möchte. Haben Sie das Gefühl, dass es nicht nur um Parteipolitik geht, sondern auch darum,
Personen bewusst auszuschließen?
Ja, diesen Eindruck hatte ich. Man hat mir fachlich nie eine schlechte Arbeit vorgeworfen

– im Gegenteil. Ich habe von vielen Seiten Zuspruch erhalten, auch aus der SVP-Bezirksleitung selbst. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, dass im Wipptal einige wenige Personen bestimmen, wohin der politische Kurs geht. Das bedaure ich sehr, weil ich ein anderes Verständnis von Politik habe.
Die Art und Weise, wie die SVP im Wipptal geführt wird, finde ich schlimm.
Vielleicht täusche ich mich, aber manchmal wirkt die SVPBezirksleitung auf mich wie ein geschlossener Kreis, wie eine Blase, in der für andere Meinungen oder Widerspruch kein Platz bleibt – vor allem, wenn diese von einer Frau kommen. Deshalb überlege ich auch, innerhalb der SVP eine Mitgliedschaft ohne
Ortszugehörigkeit zu beantragen. Von den Grundwerten der SVP bin ich nach wie vor überzeugt. Aber ich möchte mich ganz klar von der SVP Wipptal und deren Führungsstil distanzieren.
orauf werden Sie sich künftig konzentrieren?
Ich werde mich verstärkt meiner Arbeit und meinen Hobbys widmen. Ehrenamtlich engagiere ich mich im Bezirksausschuss der Lebenshilfe und ich bin im Sportverein aktiv. Der soziale Bereich eibt für mich ein Herzensanliegen. Trotz aller Herausforderungen übe ich meinen Beruf als Krankenpflegerin im Krankenhaus Sterzing mit großer Leidenschaft aus. Die Politik lassen Sie ganz hinter sich?
Mir ging es in der Politik nie um Positionen oder Ämter, das habe ich von Anfang an gesagt. Viel wichtiger war es mir immer, mir selbst treu zu bleiben und gemeinsam für die Sache zu arbeiten – über einzelne Parteien hinaus. Ich bin überzeugt: Alles, was man ohne Freude macht, macht man auf Dauer nicht gut. Leidenschaft ist entscheidend, im Beruf genauso wie im privaten Leben. Wenn sie fehlt, sollte man ehrlich genug sein, einen Schlussstrich zu ziehen. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, die Politik im Wipptal mitzugestalten. Es war eine intensive und schöne Zeit, in der wir einiges bewegen konnten. Jetzt ist für mich aber der richtige Moment gekommen, dieses Kapitel abzuschließen.
Interview: rb
Ratschings
Projekt genehmigt
Bei seiner jüngsten Sitzung Ende April hat der Gemeinderat von Ratschings u. a. das Ausführungsprojekt für die Erweiterung und energetische Sanierung des Mehrzweckgebäudes in Gasteig genehmigt. Gutgeheißen wurde auch die Verwendung des Verwaltungsüberschusses der Gemeinde.
Das Mehrzweckgebäude in Gasteig ist bereits etwas in die Jahre gekommen. In den späten 1970er Jahren errichtet, wurde es 2001 zwar umgebaut und erweitert, auf eine Dämmung wurde jedoch verzichtet. Mit dem nun vorliegenden Projekt wird das Gebäude auf der Rückseite um einen zweigeschossigen Zubau erweitert; das Erdgeschoss steht der Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung, mit dem Obergeschoss wird der Vereinssaal erweitert. Zudem werden die Toiletten erneuert und behindertengerecht umgebaut; sie werden künftig auch von außen zugänglich sein.
Das Ausführungsprojekt, das von Vizebürgermeister Thomas Strickner vorgestellt wurde, wurde von den Räten in verwaltungstechnischer Hinsicht einstimmig genehmigt. Die Baukosten belaufen sich samt technischen Spesen auf rund 1,96 Millionen Euro brutto.
Verwaltungsüberschuss genehmigt
Den Verwaltungsüberschuss in Höhe von rund 2,76 Millionen Euro haben die Räte ebenfalls ohne Gegenstimme gutgehei-

ßen. „Das Verwaltungsergebnis ist relativ hoch ausgefallen, da einige Projekte, für welche die entsprechenden Gelder bereits vorgesehen waren, im vergangenen Jahr nicht abgeschlossen werden konnten“, erklärte dazu Bürgermeister Sebastian Helfer. Die Gelder fließen vor allem in Zusatzarbeiten am Kindergarten und an der Kita in Stange (483.000 Euro), in das Mehrzweckgebäude in Gasteig (247.000 Euro), in die energetische Sanierung des Vereinshauses in Innerratschings (244.000 Euro), in Asphaltierungsarbeiten (125.000 Euro) sowie in die Errichtung eines Zyklopenmauerwerkes an einem Hofzufahrtsweg in Obertelfes und die Rohrsanierung im Vereinshaus in Innerratschings (je 100.000
Euro). Für die Errichtung der neuen Mittelschule in Sterzing werden 125.800 Euro fällig, 300.000 Euro fließen in die Rückzahlung von Darlehen. Mit 73.200 Euro schlägt die Asphaltierung der Straße nach Gupp und Gospeneid zu Buche, die Asphaltierung bzw. Verlegung der Wasserleitung im Zuge der Errichtung des Fernheizwerk-Anschlusses in Stange mit 53.200 bzw. 48.800 Euro.
Campieren verboten
Künftig ist auf allen öffentlichen Plätzen, die sich im Besitz der Gemeinde Ratschings befinden, das Campieren verboten. Die entsprechende Verordnung wurde einstimmig genehmigt. Demnächst wird auf den Plätzen
gewiesen.
Freiwillige Feuerwehren
Die Rechnungslegung der Freiwilligen Feuerwehren Ratschings (165.572 Euro), Ridnaun (90.331 Euro), Telfes (69.109 Euro) und Innerratschings (26.529 Euro) wurden von den Räten einstimmig gutgeheißen.
In Kürze
Die Satzung und der Stellenplan der Gemeinde Ratschings wurden einstimmig abgeändert. Ohne Gegenstimme genehmigt wurde auch die Friedhofsordnung der Pfarrei zur hl. Ursula in Jaufental. bar
Das Mehrzweckgebäude in Gasteig wird erweitert und energetisch saniert.
Laut §
Methoden zur Auslegung von Gesetzen
In der Praxis sind ein Gesetzestext oder eine Norm – egal, ob es sich um ein innerstaatliches Gesetz, eine Verordnung, ein internationales Übereinkommen oder EU-Recht handelt – fast immer auslegungsbedürftig, da sie sich in ein bereits bestehendes Gefüge und in einer Rechtsordnung einfügen.
Wenn eine Gesetzesnorm mehrere Lesearten zulässt, ist es notwendig, die sinngemäße oder korrekte Auslegung der Bestimmung zu ermitteln.
Dazu bedienen wir uns der vier klassischen Auslegungsmethoden (die vom preußischen Rechtsgelehrten Friedrich Carl von Savigny begründet wurden), womit wir den Sinn und die korrekte Leseart einer Rechtsnorm ermitteln:
• Grammatikalische Auslegung: Hierbei wird die Bestimmung nach deren Wortlaut und Bedeutung im Sprachgebrauch (Alltags- oder Rechtssprache) ausgelegt. Diese Form der Auslegung hat den Vorrang gegenüber anderen Interpretationsformen. Gerade im Strafrecht ist diese Methode die wichtigste und gleichzeitig die strengste.
• Systematische Auslegung: Hierbei wird die eine Rechtsnorm nicht isoliert, sondern im Kontext des gesamten Gesetzes, des Rechtsgebietes oder der gesamten Rechtsordnung interpretiert.
• Historische Auslegung: Dabei wird auf die Entstehungsgeschichte der Norm zurückgegriffen, um deren Sinn zu ermitteln (beispielsweise über Begleitberichte im Zuge der Gesetzesentstehung).
• Teleologische Auslegung: Hier wird nach Sinn und Zweck der Norm gefragt und die betroffene Bestimmung im Einklang dazu gelesen.
Als weitere praktische Auslegungsmethoden gelten:
• die analoge Auslegung: Diese Methode dient zur Lückenfüllung, bei dem eine Rechtsnorm auf einen ähnlichen, aber nicht explizit geregelten Sachverhalt angewendet wird;
• die extensive Auslegung: Bei dieser Methode wird der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm über deren engsten Wortsinn hinaus erweitert (beispielsweise bei Generalklauseln);
• die restriktive Auslegung: Auslegungsinstrument, das den Anwendungsbereich einer Rechtsnorm bewusst eng definiert und sich nur auf jene Fälle beschränkt, die ausdrücklich angeführt sind (beispielsweise im Strafrecht);
• die verfassungskonforme Auslegung: Hiernach wird einfaches Recht verfassungskonform ausgelegt (beispielsweise im Einklang zum Gleichheitsgrundsatz laut Art. 3 der ital. Verfassung);
• die EU-konforme Auslegung: Mit dieser Methode wird nationales Recht im Einklang mit EU-Recht ausgelegt.
Diese juristischen Auslegungsmethoden sind das essenzielle Handwerkszeug, um den Sinn und Zweck von Rechtsnormen zu ermitteln, wenn der Wortlaut unklar, mehrdeutig oder lückenhaft ist. Sie dienen dazu, Fälle gerecht unter Gesetze zu subsumieren und Argumente für oder gegen eine Rechtsauffassung zu finden.
„Maßgeschneidertes“ Projekt am Rosskopf?

Nach über 15 Jahren Planung steht das geplante Hotelprojekt am Rosskopf offenbar kurz vor dem Baubeginn. Doch was von den Projektbetreibern als Fortschritt verkauft wird, wirft bei genauerem Hinsehen kritische Fragen auf: Wurde das Vorhaben gezielt so weit reduziert, dass zentrale Umweltauflagen umgangen werden?
zu Recht fragen, ob hier nicht bewusst an der Grenze geplant wurde, um ein aufwendiges Prüfverfahren zu umgehen. Gerade bei einem sensiblen alpinen Standort wie dem Rosskopf erscheint das Vorgehen zumindest erklärungsbedürftig.
Alfred Gschnitzer
Rechtsanwalt – Kanzlei D’Allura & Gschnitzer

Die Rosskopf Mountain GmbH hat einen Bauantrag eingereicht, allerdings in deutlich abgespeckter Form. Statt eines ursprünglich geplanten Vier-Sterne-Hotels soll nun auf einer Meereshöhe von 1.890 m unterhalb des „Sterzinger Hauses“ lediglich ein EinStern-Haus entstehen. Das Bauvolumen wurde auf 12.424 m3 reduziert und liegt damit knapp unter der Schwelle von 12.500 m3, ab der eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) greifen würde. Diese Punktlandung wirkt kaum zufällig. Kritiker dürften sich wohl
Auch die Argumentation der Projektbetreiber – der Rosskopf Mountain GmbH, zu deren Gesellschaftern auch die Neue Rosskopf GmbH gehört – überzeugt nicht durchgehend. Zwar wird das Hotel als „Familienhotel“ mit Investitionskosten von zwölf bis 15 Millionen Euro dargestellt, doch gleichzeitig bleibt die Tür für eine spätere Erweiterung ausdrücklich offen. In der betreffenden Tourismuszone wären rund 30.000 m3 Bauvolumen zulässig, mehr als doppelt so viel wie aktuell geplant. Eine schrittweise Entwicklung – in Bezug auf die Größe genauso wie auf die Klassifizierung – könnte somit langfristig genau jene Dimensionen erreichen, die jetzt vermieden werden.
Rendering © Rosskopf Mountain GmbH

Hotelprojekt am Rosskopf: „Abgespecktes“ Projekt zur Umgehung der Umweltverträglichkeitsprüfung?
Die Gemeindekommission für Raum und Landschaft hat dem Projekt bereits zugestimmt, mit der Auflage, ausreichende Parkplätze im Tal zur Verfügung zu stellen, damit der Rosskopf autofrei bleibt. Gelöst wurde das Parkplatzproblem mit dem Ankauf eines Grundstückes an der Brennerstraße, das sich im Besitz der Neuen Rosskopf GmbH befindet und Platz für 40 Stellplätze bietet – Kostenpunkt: eine Million Euro. Sobald mit einem Kaufvertrag der Parkplatznachweis
erbracht ist, stellt die Gemeinde Sterzing die Baugenehmigung aus. Innerhalb eines Jahres muss schließlich der effektive Baubeginn erfolgen, innerhalb von drei Jahren nach Baubeginnmeldung muss das Projekt fertiggestellt sein.
Zeitlichen Druck machen die aktuellen Bestimmungen zum Bettenstopp. Bestehende Bettenrechte verfallen Ende September 2026, sofern keine Baugenehmigung vorliegt. Auch wenn die Betreiber betonen, dies habe ihre Planung nicht beeinflusst, liegt nahe, dass der enge Zeitrahmen zumindest indirekt zu den jetzigen Kompromissen beigetragen hat. Die Projektbetreiber werden indes nicht müde zu betonen, dass Sterzing und der Rosskopf dieses Projekt brauchen. Kritik kommt indes vom Alpenverein Südtirol (siehe nebenstehende Stellungnahme).
Unterm Strich bleibt ein ambivalentes Bild: Einerseits rückt ein seit Jahren diskutiertes Projekt endlich näher an die Umsetzung. Andererseits entsteht der Eindruck, dass durch gezielte Verkleinerung und taktische Planung zentrale Kontrollmechanismen umgangen werden. Ob das „abgespeckte“ Hotelprojekt tatsächlich nur ein bescheidener Anfang ist, wird sich dann in den kommenden Jahren zeigen.
bar
Seit mehr als 15 Jahren liegen Pläne für ein Hotelprojekt am Rosskopf auf dem Tisch. 2010 wurde die Rosskopf Mountain GmbH gegründet, die damit den Sterzinger Hausberg touristisch aufwerten möchte. 2015 musste die dafür vorgesehe Tourismuszone verlegt werden, weil sie in einem Wasserschutzgebiet lag, 2017 wurde eine neue Zone im Bauleitplan ausgewiesen. 2022 hat die Baukommission der Gemeinde Sterzing das Projekt geprüft und abgelehnt, vor allem weil technische Unterlagen gefehlt haben. 2024 wurde die Errichtung des Restaurantbereichs genehmigt. Bis vor kurzem sah das Projekt einen 120-Betten-Betrieb mit einer Kubatur von 40.000 m3 vor, noch im April wurde der Durchführungsplan zur Verlegung einer Elektrokabine genehmigt (Erker 05/2025).
Stellungnahme
„Erschließung hat Grenze erreicht“
Das geplante Hotelprojekt „Rosskopf Mountain“ bei der Bergstation am Rosskopf stößt beim Alpenverein Südtirol (AVS) und der AVS-Sektion Wipptal auf deutliche Kritik. Aus unserer Sicht hätte das seit Jahren diskutierte Vorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden müssen.

Obwohl das Projekt nun offenbar so dimensioniert ist, dass es knapp unterhalb der gesetzlichen Schwellenwerte für eine UVP liegt (12.500 m³ in dieser Höhenlage), stellt es nach Einschätzung des AVS weiterhin einen erheblichen Eingriff in eine bereits stark beanspruchte Landschaft dar. Für ein Vorhaben dieser Größenordnung wäre eine umfassende Prüfung der Umweltauswirkungen aus Sicht des Vereins unerlässlich.
Der Rosskopf ist als Skigebiet bereits intensiv erschlossen. Der Bau eines weiteren Großprojektes würde die bestehende Belastung weiter erhöhen. Zu den Auswirkungen zählen zusätzliche Rodungen, ein steigender Besucherdruck sowie die ökologischen Folgen der Bauphase selbst – etwa durch Baustellenverkehr, Materialtransporte und die Deponierung von Aushubmaterial. Zudem bringt das Projekt weiteren infrastrukturellen Bedarf mit sich, u. a. im Bereich der Abwasserentsorgung. Auch die Wasserversorgung wird kritisch gesehen: Zwar ist der Bau eines Trinkwasserkraftwerks geplant, jedoch stellt sich die Frage, ob dessen Dimension ohne das Hotelprojekt geringer ausfallen könnte.
Ein weiterer sensibler Punkt ist die Verkehrserschließung. Zwar ist vorgesehen, dass Gäste ihre Fahrzeuge im Tal abstellen und mit der Bahn anreisen, doch bereits jetzt werden Ausnahmeregelungen diskutiert. Dies lässt Zweifel an der tatsächlichen Wirksamkeit des Verkehrskonzepts aufkommen.
Schließlich hinterfragt der AVS auch den konkreten Mehrwert des Projektes für die Stadt Sterzing. Der Alpenverein Südtirol und die AVS-Sektion Wipptal betrachten den geplanten Hotelbau am Rosskopf aus diesen Gründen kritisch und plädieren für einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem sensiblen alpinen Raum: Die Erschließung der Bergwelt hat aus unserer Sicht eine Grenze erreicht.
Alfred Plank, 1. Vorsitzender der AVS-Sektion Wipptal
Milchauszahlungspreis erneut gesteigert
Ende April wurde bei der Jah resversammlung der Genos senschaft Milchhof Sterzing im Stadttheater Sterzing auf das Geschäftsjahr 2025 zurückge blickt.
Obmann Adalbert Braunhofer begrüßte alle Mitglieder der Ge nossenschaft und alle anwesen den Ehrengäste. Es folgte der Bericht des Verwaltungsrates an die Vollversammlung, wobei die Bilanz des Jahres 2025 verlesen wurde. Anschließend berichtete der Kontrollausschuss den Mit gliedern die Bilanz samt Kosten-


gelang es, seine Marktposition weiter auszubauen und den Umsatz auf 138,6 Milionen Euro zu steigern. Auch der Auszahlungspreis an die Mitglieder konnte 2025 leicht erhöht und trotz eines zunehmend herausfordernden Marktumfeldes auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. Wie sich das laufende Geschäftsjahr entwickeln wird, ist angesichts der aktuellen geopolitischen Lage nur schwer vorhersehbar. Fest steht jedoch, dass die starken Kostensteigerungen infolge der Unsicherheiten auf den Rohstoffmärkten sowie das Überangebot an Milch auf dem Weltmarkt das Wirtschaftsjahr deutlich belasten werden.
„Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran und die europaweite Milchschwemme, die wir momentan erleben, werden uns alle betreffen und sich auch auf das wirtschaftliche Ergebnis der Genossenschaft sowie auf den Milchpreis im kommenden Jahr auswirken. Nichtsdestotrotz bli-
(v. l.) Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes, Obmann Adalbert Braunhofer, Martin Kinzner, Peterer in Pflersch, und Geschäftsführer Rainer Marschall
cken wir hoffnungsvoll in die Zukunft und ich versichere, wir im chhof Sterzing werden alles daransetzen, um weiterhin das Bestmögliche für unsere Mitglieder zu erreichen“, so Rainer Marschall.
Im vergangenen Jahr wurden im Milchhof Sterzing 60,6 Millionen Kilogramm Milch angeliefert. Davon entfallen etwa 9,6 Millionen Kilogramm auf Bioheumilch, 4,3 Millionen Kilogramm auf Heumilch und 46,5 Millionen Kilogramm auf klassische Qualitätsmilch.
Am gesamten Joghurtmarkt in Italien hält der Milchhof Sterzing 10,3 Prozent Marktanteil und ist somit auf Platz 4, hinter den Private Label der Handelsketten, den Marken Danone und Müller. Der Milchhof Sterzing dominiert auch weiterhin den Biojoghurtmarkt in Italien. Mit 37,1 Prozent Marktanteil liegt dieser noch weit vor den Private Label der Handelsketten, somit kommt gut jedes zweite Biojoghurt in Italien aus Sterzing.
Zum Abschluss wurden die Mitglieder mit der besten Milchqualität des Jahres 2025 prämiert. Qualitativ die beste Milch des Bezirks stellte Martin Kinzner, Peterer in Pflersch.
© Milchhof Sterzing
Erfolgreicher Start für WippEnergy
Die Erneuerbare Energiegemeinschaft WippEnergy blickt auf ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr zurück. Seit ihrer Gründung am 28. Juli 2025 hat sich die Genossenschaft als zukunftsweisendes Modell für die Energiewende im Wipptal etabliert. Ziel der Gemeinschaft ist es, die lokale Erzeugung und den Verbrauch erneuerbarer Energie besser aufeinander abzustimmen und dadurch sowohl die Stromnetze zu entlasten als auch die Wertschöpfung im Bezirk zu stärken.
Bereits wenige Monate nach der Gründung konnte WippEnergy eine beachtliche Ent-
winnabsicht und setzt darauf, den Strom möglichst zeitgleich dort zu verbrauchen, wo er produziert wird. Dadurch profitieren alle Mitglieder direkt von der sogenannten „geteilten Energie“, für die ein staatlicher Fördertarif vorgesehen ist. „Unser Ziel ist es, die Energiewende vor Ort greifbar zu machen und die Menschen aktiv einzubinden“, so Präsident Paul Eisendle. „Wenn Produktion und Verbrauch zusammenpassen, entsteht ein echter Mehrwert für alle Beteiligten.“

wicklung verzeichnen. Zum Jahresende 2025 zählte die Genossenschaft 87 Mitglieder, darunter sowohl Betreiber von Photovoltaikanlagen als auch Unternehmen und private Haushalte als Stromverbraucher. Die Aktivitäten verteilen sich auf drei Primärkabinen im Wipptal, während sich ein Großteil der geplanten Anlagen noch im Bau befindet und im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb gehen soll. Im Zentrum des Konzepts steht die gemeinschaftliche Nutzung von lokal erzeugter Energie. WippEnergy arbeitet ohne Ge-
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Entwicklung wurden im Oktober 2024 geschaffen, als Energiegemeinschaften in Italien auch auf nationaler Ebene ermöglicht wurden. Diese Neuerung eröffnete erstmals wirtschaftlich tragfähige Perspektiven für solche Modelle und bildete die Grundlage für die Gründung von WippEnergy im Vorjahr. Auch wirtschaftlich fällt die erste Bilanz positiv aus. Trotz des frühen Entwicklungsstadiums und noch nicht aktiver Anlagen konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2025 ein leichter Überschuss erzielt werden. Die ersten relevanten Einnahmen aus der Energieproduktion werden jedoch erst ab 2026 erwartet, mit den entsprechenden Förderauszahlungen im Folgejahr. „Wir stehen noch am Anfang, aber die Richtung stimmt“, betont Eisendle. „Die große Stärke unserer Gemeinschaft liegt darin, dass Produzenten und Verbraucher gemeinsam handeln und so die Energiezukunft aktiv gestalten.“ Mit Blick auf die kommenden Jahre rechnet die Genossenschaft mit einem deutlichen Ausbau ihrer Aktivitäten. Die Inbetriebnahme zahlreicher Photovoltaikanlagen im Jahr 2026 sowie die ersten Förderauszahlungen im Jahr 2027 markieren wichtige Meilensteine. Gleichzeitig bleibt die Energiegemeinschaft weiterhin offen für neue Mitglieder.
Seik wird Teil von HTI

Die Unternehmensgruppe HTI wird Mehrheitsaktionär des Südtiroler Unternehmens Seik und stärkt damit ihre Position im Bereich Materialtransport weiter. Grundlage dieses Schritts ist eine klare strategische Zielsetzung: die Entwicklung bedeutender industrieller und technologischer Synergien, die Bündelung von Kompetenzen und der weitere Ausbau des Gruppenportfolios. Die Produkte von Seik ergänzen das Portfolio der HTI Gruppe in idealer Weise und ermöglichen es, weltweit das umfassendste und vollständigste Lösungsangebot für den Seiltransport von Material bereitzustellen: von stationären Systemen für große Nutzlasten bis zu flexiblen und spezifischen Lösungen für komplexe Baustellen und extreme Umgebungen. Außerdem soll eine solide unternehmerische Tradition der Region fortgeführt werden, die durch starke technologische Innovation und eine hohe Aufmerksamkeit für Umweltverträglichkeit geprägt ist. Diese Ausrichtung hat Seik in wenigen Jahrzehnten zu einem der weltweit führenden Player der Branche gemacht, mit bedeutenden internationalen Projekten wie etwa dem Trojena-Staudamm in Saudi-Arabien. Seik wurde 1991 gegründet und hat den Materialtransport mit modernen Seilbahnanlagen neu definiert. Vom ersten patentierten motorisierten Laufwagen bis zu Anlagen, die für den Betrieb unter extremen Bedingungen konzipiert sind, hat das Unternehmen aus Truden eine Reputation für technische Kompetenz, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Innovation aufgebaut. Heute ist das Unternehmen in 16 Ländern vertreten.
Präsident Paul Eisendle
Sterzing
Positive Bilanz und klare Zukunftsstrategie
Zahlreiche Mitglieder, Vertreter der Gemeinden, Partnerorganisationen sowie Ehrengäste nahmen Ende April an der Jahresversammlung der Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld teil.
Präsident Alois Bacher eröffnete die Versammlung mit einleitenden Worten und einem stillen Gedenken an Helene Benedikter, eine prägende Persönlichkeit im Tourismus. In seinem Bericht zog er eine durchwegs positive Bilanz für das Jahr 2025: Die wichtigsten Kennzahlen entwickelten sich erfreulich, die Veranstaltungen waren gut besucht und das Gebiet konnte seine Sichtbarkeit weiter steigern. Besonders die internationale Berichterstattung im Zuge der „Tour of the Alps“ habe eindrucksvoll gezeigt, welches Potential im Wipptal als Ferienregion steckt.
Geschäftsführer Markus Reifer bestätigte diesen positiven Trend anhand konkreter Zahlen. Insgesamt wurden 2025 rund 520.435 Nächtigungen erzielt, was einem Plus von 5,73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Ankünfte stiegen
Südtirol

mit 62 Prozent der Nächtigungen weiterhin dominierend, während der Sommer mit 38 Prozent ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Eine differenzierte Betrachtung der Gemeinden zeigt unterschiedliche Entwicklungen: Während Sterzing und Freienfeld deutliche Zuwächse verzeichnen konnten, musste Pfitsch einen leichten Rückgang hinnehmen. Als wichtigste Herkunftsmärkte gelten weiterhin Deutschland, Italien, Österreich, die Niederlande und die Schweiz mit teils deutlichen Steigerungen, insbesondere aus Tschechien und der
1,6 Millionen Nächtigungen
2025 verzeichnet Südtirol 38,2 Millionen Übernachtungen (+3,1 %) und 9,1 Millionen Ankünfte (+3,9 %). Der August stellt mit über sechs Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord dar. Der größte Anteil der Übernachtungen entfällt weiterhin auf die Gäste aus Deutschland (44,9 %), ist jedoch gegenüber dem Vorjahr etwas rückläufig (47,3 %).
Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Veranstaltungen organisiert oder unterstützt, darunter Traditionsformate wie das Knödelfest, die Glockenweihnacht oder „Sterzing tanzt“, aber auch internationale Highlights wie das World Bodypainting Festival. Ergänzt wurde das Angebot durch rund 30 Sommerkonzerte sowie über 340 Stadtführungen. Großen Stellenwert nimmt auch die Infrastrukturpflege ein: Hunderte Arbeitsstunden wurden in die Instandhaltung von Wanderwegen investiert. Zudem wurden Programme wie die ActiveCard weiter ausgebaut, die insbesondere in den Sommermonaten stark nachgefragt sind.
Im Bereich Marketing setzt die Genossenschaft auf eine Kombination aus klassischen und digitalen Maßnahmen von Social Media über Google Ads bis hin zu Kooperationen mit Medien, Radiosendern und internationalen Partnern. Ein bedeutendes Projekt ist die neue gemeinsame Website mit dem Skigebiet Rosskopf und dem Outdoor Center
sam mit Geschäftsführer Reifer ein umfangreiches Programm vor. Neben bewährten Veranstaltungen sollen neue Formate zusätzliche Impulse setzen. Dazu zählen u. a. das erstmals stattfindende Krapfenfest sowie die Wiederbelebung des Joghurtsommers. Internationale Aufmerksamkeit verspricht die BodypaintingWeltmeisterschaft in der Kategorie „Camouflage“. Zudem wird das Trainingslager des 1. FC Kaiserslautern in Zusammenarbeit mit Ratschings Tourismus neue Gästegruppen ansprechen. Auch kulturelle Highlights wie das Festival „Gegen die Stille“ sollen das Angebot erweitern.
Ein besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf der Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb des Wipptales, insbesondere mit den Tourismusorganisationen in Gossensaß und Ratschings sowie den Skigebieten Rosskopf, Ladurns und Ratschings-Jaufen. bar
Ratschings
Erfolgreicher Rückblick und ambitionierter Ausblick
Im Rahmen der Jahresversammlung der Ratschings Tourismus Ge nossenschaft blickten Präsident Norbert Haller, Geschäftsführer Thomas Gschließer sowie zahlreiche Mitglieder Anfang Mai auf ein bewegtes und erfolgreiches Tourismusjahr 2025 zurück.

Bei der Jahreshauptversamm lung zog die Genossenschaft eine positive Bilanz des vergangenen Jahres und präsentierte zugleich verschiedene Projekte und Initiativen für die Zukunft. Mit 756.551 Nächtigungen (+5 %) und 180.072 Ankünften (+2,5 %) konnte der erfolgreiche touristische Kurs erneut bestätigt werden.
Geschäftsführer Thomas Gschließer stellte den Jahresabschluss 2025 sowie den Haushaltsplan für 2026 vor und präsentierte die touristischen Kennzahlen. Zudem informierte er über verschiedene Marketingmaßnahmen, darunter ein verstärktes Destinationsmarketing im Erlebnisraum, mehrere Filmprojekte sowie ein neues KI-gestütztes Kommunikationskonzept. Die Ratschings Tourismus Genossenschaft engagiert sich sowohl finanziell als auch organisatorisch in zahlreichen kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Projekten und trägt damit wesentlich zur Förderung des gesellschaftlichen Zusam-
menhalts sowie zur positiven Entwicklung des Tourismus bei. Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählten unter anderem umfassende Sanierungsarbeiten in der Gilfenklamm, die Beteiligung an der „Tour of the Alps“, die Weiterführung der Kooperationen mit den Fußballclubs FC Südtirol und 1. FC Kaiserslautern sowie die Fortführung der beliebten Veranstaltungsreihe „Gilfenklamm Magic Light“.
Präsident Norbert Haller erklärte, dass auch für 2026 zahlreiche Projekte und Maßnahmen geplant seien. Dazu zählen unter anderem der Abschluss des Leader-Projekts „Knappenweg Telfes“, die Realisierung eines Motorik Parcours mit 15 Stationen (Interreg), die Sanierung der Barfuß- und Kneippanlage, ein Nachhaltigkeits- und Kommunikationsmarketingprojekt (Interreg), das Projekt „Gesundheitsfördernde Wasserfälle“ sowie Investitionen in die Schneeerzeugung.
Gossensaß
Verwaltungsrat neu bestellt
Die Tourismusgenossenschaft Gossensaß blickte bei ihrer Jahresversammlung Anfang Mai auf ein erfolgreiches Tourismus

Präsident und Verwaltungsrat präsentierten eine insgesamt sehr positive Bilanz: Die Nächtigungen konnten 2025 auf 291.460 gesteigert werden, was einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Ankünfte verzeichneten mit 85.457 Gästen einen deutlichen Zuwachs von 13,1 Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich die Sommersaison mit mehr als 152.000 Nächtigungen.
Im Rückblick wurde auf zahlreiche Initiativen und Projekte verwiesen. Dazu gehörten neue Drucksorten und digitale Angebote, die Weiterentwicklung des Sommer- und Winterwochenprogramms sowie erfolgreiche Veranstaltungsformate wie „Berg & Blume“. Zudem wurden wichtige Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, darunter die Sanierung des Talbodenweges in Pflersch zwischen Botenhof und St. Anton zur
Verbesserung von Sicherheit und Aufenthaltsqualität für Wanderer.
Auch für das laufende Jahr wurden zahlreiche Vorhaben angekündigt. Neben neuen dreisprachigen Werbemitteln und der weiteren Digitalisierung stehen zusätzliche Veranstaltungen wie der ORF Radio Tirol Skitag, Pilates-&-Brunch-Events sowie ein Weihnachtsfest im Ortskern von Gossensaß auf dem Programm. Darüber hinaus arbeitet die Genossenschaft an neuen Infrastruktur- und Mobilitätsprojekten.
Dem neuen Verwaltungsrat gehören Martin Mair, Tobias Mair, Harald Siller, Günter Strickner, Thomas Mühlsteiger, Gerold Plank, Sarah Plangger, Alexander Keim, Martin Alber, August Seidner, Benno Linser, Sarah Wiesflecker und Davide Orfino an. bar
Der trickreiche Kuckuck

Gut 150 Vogelarten brüten in unserem Land. Mehr als dop pelt so viele sind in Südtirol festgestellt worden, wenn wir die Zugvögel dazuzählen. Der Brutvogelbestand ist einiger maßen stabil. Der Lebensraum schwund macht zwar einigen Arten zu schaffen, zum Beispiel dem Neuntöter und dem Braun kehlchen. Andererseits gibt es auch erfreuliche Zunahmen. Die Wasservögel sind häufiger ge worden, bei den Greifvögeln sorgen neu brütende Arten für Aufsehen. Die Milane und Bart geier etwa haben sich im Lande fix etabliert. Ein verbreitetes Verständnis für den Wert der Vielfalt hilft den verschiedenen Arten zu überleben. Was sie aber alle brauchen, ist ein genügend hoher Nachwuchs. Hierzu gibt es eine weite Bandbreite an Bedürfnissen. Vogelarten, die hohe Ausfälle in Kauf nehmen müssen, brauchen viel Nachwuchs. Sie legen viele Eier, oft in zwei Bruten pro Sommer, und gleichen somit von vornherein die Verluste aus. Die Meisen und bodenbrütenden Hühnervögel können als Beispiele gelten. Andere langlebige Arten wie der Steinadler und der Bartgeier begnügen sich mit ein bis zwei Jungen pro Jahr und können auch Jahre ohne Brutversuch überspringen. Die Strategien zur Nachwuchssicherung sind vielfältig. Die Nester werden gut versteckt und geschickt geheim gehalten, die geschlüpften Jungen werden entschlossen verteidigt, wie wir dies jetzt zur Brutzeit beobachten können, wenn etwa Wacholderdrosselgruppen zudringliche Elstern attackieren, weil diese gern Singvogelnester plündern und bei den in Kolonien brüten-
Der Kuckuck braucht Aussichtswarten mit guter Rundumsicht. Das Foto zeigt ein rufendes Männchen.
den Drosseln großes Unheil anrichten können, die Vogeleltern warnen ihre flüggen Küken vor drohenden Gefahren, und dies alles dient am Ende dem Bemühen, die eigene Art zu erhalten. Eine ganz besonders raffinierte Art der Nachwuchssicherung haben die Kuckucke entwickelt. Die Kuckucksweibchen bedienen sich einer Art Leihmutterschaft, indem sie je ein Ei in bestimmte Singvogelnester legen. Die Leihmütter brüten das fremde Ei aus und die Zieheltern übernehmen die Pflege und Fütterung des Kuckuckskindes.
Wie es die Kuckucke anstellen, Jahr für Jahr für genügend eigenen Nachwuchs zu sorgen, das hört sich wie ein sorgfältig eingefädeltes und mit Tricks und Täuschung umgesetztes Vollbringen an.
Bezüglich der Täuschung ist zunächst an die Kuckuckseier zu
denken. Die verschiedenen Kuckucksweibchen sind auf ganz bestimmte Wirtseltern geprägt. Wurde ein Weibchen von einem Hausrotschwanzweibchen ausgebrütet, so sucht sich dieses Kuckucksweibchen in den Folgejahren für die eigenen Eier Hausrotschwanznester aus. Von Bergpiepern, diesen Allerweltsvögeln in unserer Alm- und Bergregion, die jeder Bergwanderer in unserem Land schon hundertmal gesehen und gehört hat, also von Bergpiepern ausgebrütete und großgezogene Kuckucksweibchen suchen und finden Bergpiepernester, wobei sie in jedes entdeckte Nest nur je ein Ei legen, bis sie die zehn bis zwanzig Eier in ebenso vielen Bergpiepernestern untergebracht haben. Ein anderes Weibchen ist auf Bachstelzennester scharf, wieder ein anderes auf die schlampig gebauten Mönchsgrasmückennester. Dann wieder müssen Rotkehlchen
oder Laubsänger oder im Röhricht brütende Rohrsänger oder sogar die winzig kleinen Zaunkönige als Leihmütter herhalten. Die den gelegten Eiern innewohnende Täuschung besteht darin, dass die Kuckuckseier in Größe, Farbe und Zeichnung denen der Wirtsvögel angepasst oder zumindest angenähert sind. Es darf den Vögelchen ja nicht auffallen, dass plötzlich ein fremdes Ei in ihrem Nest liegt. Eine Voraussetzung erfolgreicher Vermehrung für den Kuckuck besteht dann auch darin, dass die Wirtsvogelart in größeren Dichten dort vorhanden ist, wo ein Kuckucksweibchen seine Eier verteilen will . Da ein Kuckucksweibchen zeitlebens dieselbe Vogelart als Wirtseltern wählt, ist es auf diese Art angewiesen. Wenn etwa der Neuntöter immer seltener wird, was gegenwärtig der Fall ist, so tun sich auf ihn geprägte Kuckucke schwer, die nötige Anzahl von Nestern zu finden, auch
© Stephan Kusstatscher
wenn die Weibchen weit herum schweifen können, um die ihnen zusagenden Wirtsvögel zu fin den. Paarungswillige Kuckucks männchen hingegen finden sie immer, denn die Weibchen füh ren ein freies, ungebundenes Lie besleben. Sie brauchen ja auch keinen Partner zur Abgrenzung eines Brutreviers, zur Verteidi gung eines Geleges, zur Fütte rung ihres Nachwuchses.

Außerordentlich geschickt sind die Weibchen im Finden der ihnen zusagenden Singvogelnestern. Sie können stundenlang auf einer Aussichtswarte beobachtend hocken. Sobald ein Kuckucksweibchen die gewünschte Vogelart bei Brutvorbereitungen entdeckt, fliegt es in die Nähe der georteten Gegend und legt das letzte Stück vorsichtig zu Fuß zurück. Die eingetretenen günstigen Vorzeichen lösen beim Weibchen die Ovulation aus, es
©Wild-Wissen/SJV
chen, denn Kuckucke gelten in der Singvogelwelt als Feindbilder. Das Weibchen legt in Sekundenschnelle sein befruchtetes Ei ins fremde Nest. Schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen reagiert das noch blinde Kuckucksjunge auf Berührungsreize, es drückt sich unter die etwaig vorhandenen Eier, eine kleine Höhlung auf seinem Rücken kommt ihm dabei zustatten. Sodann stemmt und drückt es Ei für Ei zum Nestrand, schafft auf diese

paart sich mit einem in der Nähe schon längere Zeit rufenden Kuckucksmännchen, und kaum ist das Kuckucksei legebereit, dann kommt die heimlichste Phase zum Vollzug. Sowie das Singvogelweibchen sein Nest verlässt, in dem schon mehrere Eier liegen können, schreitet das Kuckucksweibchen zur Tat. Manchmal wird der im Nest hockende Vogel weggescheucht, sowohl vom Männchen als auch vom Weib-
Weise Platz für sich selbst und sichert sich die von den Wirtsvögeln beigebrachte Nahrung, ohne sie geschwisterlich teilen zu müssen. Die gleiche Operation vollbringt das Kuckucksjunge auch im Fall, dass neben ihm bereits geschlüpfte Jungvögel hocken. Auch sie werden über den Nestrand befördert. Die getäuschten Wirtsvögel können dem Fütterungstrieb gegenüber Nestjungen nicht widerstehen.
Sie bringen die eigentlich für ihre Kinder gedachten Häppchen herbei. Der Jungkuckuck sperrt das breite Schnäbelchen auf, zeigt seinen roten Rachen und gebärdet sich unersättlich. Er muss ja auch schnell wachsen. Wenn er nach zwanzig Tagen flügge ist, verlässt er das Nest, wird aber noch drei Wochen von den Zieheltern gefüttert. Dass zwischen den biologischen Kuckuckseltern und ihren Jungen keine wie auch immer geartete Bindung besteht, zeigt sich im weiteren Verlauf des Sommers. Die Altkuckucke machen sich meist schon im Juli auf den Weg ins Winterquartier, das in Afrika und zwar südlich des Äquators liegt. Die Jungkuckucke folgen ihnen einen Monat später, ohne einer Führung zu bedürfen. Im kommenden Frühjahr, so ab Mitte April, kehren die Kuckucke aus ihrem Winterquartier zurück. Bei uns im Wipptal melden sich die Männchen meist erst im Mai mit ihrem unverwechselbaren Ruf. Vielleicht ist dem einen oder der anderen unter uns schon einmal vergönnt gewesen, einen erregten Kuckuck aus nächster Nähe zu sehen oder vor allem zu hören. Zwischen den zweisilbigen und manchmal auch dreisilbigen Kuckuck- Rufen stoßen die Männchen fauchende Laute aus, die wie „guoch“ klingen. Vielleicht haben diese Laute dem Kuckuck seinen früheren Namen „Gauch“ gegeben, den Oswald von Wolkenstein in seinem Lied „Der may mit lieber zal“ verwendet, wo es heißt, „der gauch fleucht hinden nach/zu
Der Kuckuck ist fast so groß wie eine Taube. Das Männchen (rechts) ist aschgrau gefärbt. Die Brust ist dunkel quergebändert. Das Weibchen (links) kann ebenso grau gefärbt sein, es gibt aber auch, wie auf dem Bild gezeigt, rotbraune Weibchen. Die Kuckucke werden oft mit kleinen Greifvögeln, vor allem Sperbern, verwechselt.
grossem ungemach/klainen vogelin …“. Unser Minnesänger hat also auch den Kuckuck und seine Wirkung auf die Kleinvögel gut gekannt. Die vom Brutparasiten erzielte Nachwuchsrate genügt, um den Bestand zu sichern. Es wird geschätzt, dass zwei bis drei Jungkuckucke pro Weibchen und Jahr aufkommen und somit die Art über die Zeiten erhalten.
Vom Habitat her hat der Kuckuck kaum besondere Ansprüche. Er lebt bei uns von den Talniederungen bis ins Hochgebirge, liebt Wälder und halboffene Landschaften und braucht allenfalls Aussichtswarten, um potentielle Wirtsvögel beobachten zu können. Vom Nahrungsspektrum her ist er gar nicht heikel, es soll sich halt um eiweißhaltige Kost handeln. Insekten aller Art werden erbeutet, vor allem behaarte Raupen, die von den meisten Vogelarten verschmäht werden. So kann etwa ein Kuckuck die oft massenhaft auf Brennnesselstauden fressenden schwarzen Raupen des Tagpfauenauges schadlos vertilgen.
Kuckucksrufe werden immer gern gehört, kündigen sie doch den eingetretenen Frühling an. Und immer noch greifen viele von uns beim ersten Kuckucksruf in die Tasche, um mit dem dort hoffentlich vorhandenen Kleingeld zu klingeln. Denn wenn dies gelingt, dann wird uns das ganze folgende Jahr das Geld nicht ausgehen. So haben wir es von Kind auf gehört und wohl auch geglaubt. Ein wenig harmloser Aberglaube tut uns immer gut.
Ein Goldammergelege mit einem darin hineingeschmuggelten Kuckucksei. Es ist nur wenig größer als die Eier des Wirtsvogels und ähnelt in der Farbe und Zeichnung den Eiern der Leihmutter.
Schönes Unsichtbares
Moaßl-
Wasserfall

Dieser Platz ist für mich wie ein Zauberort, ein Tor in eine andere Dimension. Alles ist möglich. Hier scheint die Zeit still zu stehen, obgleich das Wasser unaufhörlich in Bewegung ist, dem Gesetz der Anziehungskraft folgt und seine Energie in die Umgebung verströmt. Heute mit Regen, ein bisschen Schneefall, kurz ein Sonnenstrahl, bei zwei Grad. Der Ort behält dennoch seine wirkliche Kraft, seinen Charme, seine Anziehung.
Ich beobachte den Wasserfall und die märchenhafte Natur an diesem Platz und lasse sie in mir wirken. Die starke Verbindung zur Erde, die belebende Luft für Körper, Geist und Seele. Alles ist leicht und weich fließend. Diese Erkenntnis hilft mir, in anderen Situationen leichter meinen lichtvollen Ausdruck zu bewahren, ganz gleich, wie stürmisch es im Außen auch ist.
In mir kreist der Gedanke: „Das Wasser findet immer seinen Weg“ und „Wasser geht niemals verloren, es wechselt lediglich seinen Aggregatzustand im ewigen Kreislauf.“
Vielleicht sollten wir Menschen uns manchmal erlauben, ein bisschen weicher und flexibler zu sein, beim Finden nach dem eigenen Weg …
Managementkonzept für Schutzwald

am Brenner), Kerstin Ganaus (Ingenieurbüro Illmer), Helmuth Gassebner (Ingenieurbüro Illmer), Philipp Oberegger (Forstinspektorat Sterzing), Sabine Richter (Interreg Wipptal), Florian Riccabona (Bezirksforstinspektion Steinach), Martin Alber (Bürgermeister Brenner), Karl Mühlsteiger (Bürgermeister Gries am Brenner und Projektträger) sowie Daniel Illmer (Ingenieurbüro Illmer)
Im Rahmen eines Interreg-Projektes der Grenzgemeinden Gries am Brenner und Brenner hat das Ingenieurbüro Illmer in Zusammenarbeit mit der Bezirksforstinspektion Steinach und dem Forstinspektorat Sterzing ein Schutzwaldmanagementkonzept für die Brennerregion ausgearbeitet. Ende April wurden die Ergebnisse im Plessimuseum am Brenner den Grundbesitzern vorgestellt.

Das Projektgebiet umfasst alle Schutzwaldbestände im Sattelbergmassiv südlich und nördlich der Brennergrenze: rund 105 Hektar im nördlichen Wipptal (Gemeinde Gries am Brenner) und rund 80 Hektar südlich des Brenners. Experten haben die historische Entwicklung des Waldes analysiert, den aktuellen Waldbestand erhoben und Bestandskarten erstellt. Zudem wurden Naturgefahrenprozesse im Gelände (Steinschlag, Lawine, Mure) untersucht, die aktuelle Schutzleistung der Einzelflächen bewertet und bestehende technische Schutzbauten in ihrer Funktionsfähigkeit geprüft. Darüber hinaus erarbeitete das Projektteam ein neues Erschließungskonzept für die Holzbringung und legte notwendige Maßnahmen zur Pflege, Bestandsverjüngung und Aufforstung durch geeignete Mischbaumarten fest, um

den Schutzwald auch unter geänderten Klimabedingungen zu stärken.
Einhellig kam das Projektteam
zum Schluss, dass Handlungsbedarf besteht, um die Schutzleistung des Waldes für das Brennerdorf und dessen Infrastrukturen
langfristig zu sichern. Nun gilt es, die Waldeigentümer für die Umsetzung des Schutzwaldmanagements zu gewinnen und sie
Das Projektgebiet nördlich und südlich des Brenners
davon zu überzeugen, ihre Verantwortung für ihren Schutzwald aktiv wahrzunehmen. Für alle notwendigen Erschließungs- und Pflegemaßnahmen im BrennerSchutzwald stehen umfassende Förderungen bereit. Die Bezirksforstinspektion Steinach und das Forstinspektorat Sterzing stehen ab sofort allen Waldeigentümern beratend und unterstützend zur Seite.

Der kleine Mann, der nie klein dachte
Es ist ruhiger geworden um Roland Hofer – zumindest ein wenig. Offiziell ist er nämlich seit drei Monaten in Pension. Doch wer ihn kennt, merkt schnell: Stillstand gehört nicht wirklich zu seinem Leben. Noch vor kurzem stand er in Mailand, Rom und Genua auf der Bühne und verkörperte die Hauptrolle im Musical „Topo Gigio“, einer Figur, die vor allem älteren Generationen noch bestens bekannt sein dürfte. Und auch für die kommenden Monate zeichnen sich bereits neue Pläne ab, denn vielleicht geht es bald nach Mexiko oder Argentinien, wo die Figur bis heute große Popularität genießt. Ruhestand sieht bei Roland Hofer also etwas anders aus.
I Lorenz Grasl
Seine Geschichte beginnt in Mauls. Dort wird er 1960 als erstes von fünf Kindern geboren. Er wächst in einem Umfeld auf, das es gut mit ihm meint, ihn aber gleichzeitig prägt. Hofer ist kleinwüchsig, sodass er von Anfang an auffällt. Doch es sind weniger offene Anfeindungen, die ihn begleiten. Vielmehr sind es die kleinen Gesten, das ständige Lächeln, das Schulterklopfen, das „Ach, der kleine Roland“. „Gehänselt wurde ich eigentlich nie“, sagt er rückblickend. Und doch wird er damals nie wirklich ernst genommen. In der Schule ist er „das Kasperle“, jemand, mit
dem man Spaß macht, über den man lacht. Meist nicht aus Bosheit, sondern aus Gewohnheit. Auch zu Hause wird er beschützt, vielleicht zu sehr. Man hilft ihm, nimmt ihm Dinge ab, traut ihm vieles nicht zu. Verantwortung bleibt oft bei den anderen. „Die Menschen meinten es ja nur gut“, sagt Hofer heute. „Aber sie haben mich unterschätzt.“ Vielleicht ist es genau dieses „Unterschätztwerden“, das in ihm früh einen Wunsch wachsen lässt: raus aus der Enge, hinaus in die Welt, auf die Bühne. Südtirol, das Wipptal, all das wird ihm bald zu klein. Zu viele kennen ihn, zu wenige trauen ihm etwas zu. Mit 14 Jahren ergibt sich schließlich eine Gelegenheit, die sein Leben verändern wird. Eine Nachbarin nimmt ihn mit nach Jesolo. Ein Sommer am Meer, der gleichzeitig den Beginn von etwas gänzlich Neuem bedeutet. Abends tritt er in kleinen Lokalen auf, unterhält die Gäste, spielt den Clown. Es sind erste, vorsichtige Schritte auf einer Bühne, die ihn schon immer fasziniert hat. Und dann ist da dieser Zirkus. Der berühmte Zirkus „Orfei“. Hofer schaut zu, nähert sich, stellt sich vor. Und bleibt. Noch im selben Jahr, im Oktober, zieht er mit. Ohne großen Plan, aber mit einem klaren Gefühl: Das ist sein Weg. Die Anfangsjahre sind alles andere als leicht. In Italien verdient er kaum Geld, manchmal gar
keines. In Mailand schläft er zeitweise unter Brücken, muss sich mit Betteln über Wasser halten. Das Leben als Künstler ist hart, besonders in einer Branche, die damals wenig Sicherheit bietet.

Doch Hofer bleibt und kämpft sich durch. Der Wendepunkt kommt im Jahr 1979. Über Kontakte gelangt er nach Norwegen, wo erstmals ein kleinwüchsiger Künstler gesucht wird. Dort erhält er seinen ersten festen Vertrag, verdient zum ersten Mal regelmäßig Geld und ist versichert. Es ist der Beginn einer neuen Phase. Zehn Jahre bleibt er in Norwegen, später folgen drei weitere Jahre in Schweden. Von dort aus führt ihn sein Weg weiter in die Welt. Er reist durch Europa, tritt später auch in den USA auf, lebt mehrere Jahre in einem Zug und tourt quer durch die Vereinigten Staaten. Große Hallen werden zu seinem Arbeitsplatz. Sogar im Madison Square Garden, einer weltbekannten Arena
in New York City, tritt er auf, und das gleich mehrmals. Ein Künstler aus dem Wipptal, auf einer der größten Bühnen der Welt. Doch Roland Hofer war nur sehr selten ausschließlich der „kleine Clown“. Er entwickelt sich weiter, wird Moderator, Schauspieler, schließlich auch Showleiter. Einer, der Programme nicht nur begleitet, sondern durchaus auch trägt. Einer, der das Publikum führt. Dabei kommt ihm eine besondere Fähigkeit zugute: die Sprache. Hofer kann in acht Sprachen eine Unterhaltung führen und eine Show anleiten. Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Norwegisch, Holländisch und Dänisch gehören dabei zu seinem Repertoire, mehrere davon auch schriftlich. Sein Weg führt ihn schließlich auch in den Europa-Park nach Deutschland, wo er viele Jahre als Theaterschauspieler arbeitet und die Märchenbühne maßgeblich prägt. Doch auch dort erlebt er eine schwierige Phase. Beziehungen scheitern, er fühlt sich oft ausgenutzt und gerät in eine tiefe persönliche Krise. „Ich war in einem Loch“, erzählt er offen. „Ich hatte sogar Suizidgedanken.“ In dieser Zeit tritt seine jetzige Frau Irene in sein Leben. Die erste Begegnung ist alles andere als romantisch. Ein Nachbar versucht, die beiden zu verkuppeln. Hofer ist zunächst wenig begeistert, auch Irene kann dem Treffen nicht viel abgewinnen. Es bleibt
zunächst bei einer losen Bekanntschaft. Erst über Jahre hinweg entwickelt sich eine Freundschaft, aus der schließlich mehr entsteht. Ein gemeinsamer Skiurlaub in Südtirol wird dann zum Wendepunkt, sodass die beiden heute seit über zwanzig Jahren verheiratet sind. „Wir ergänzen uns perfekt“, sagt Hofer. Seine Frau, selbst kleinwüchsig und im Artistenmilieu aufgewachsen, wird zunächst seine Managerin, bevor sie gemeinsam ein Leben in der Schweiz aufbauen.
In Zürich führen sie mehrere Jahre lang die „Mini Bar“ – ein Konzept, das Aufmerksamkeit erregt und gleichzeitig kontrovers diskutiert wird. Kritiker, oftmals aus den vermeintlich „eigenen Reihen“, wie der Kleinwüchsigen-Verband Basel, werfen ihnen vor, Klischees zu bedienen oder sich selbst zu inszenieren. Doch Hofer be gegnet dieser Kritik mit klaren Worten: „Verdammt, das bin ich. Wenn ich das machen will, dann mache ich das.“ Für ihn ist es kein Nachgeben gegenüber Vorurteilen, sondern ein Ausdruck von Selbstbestimmung. Die Bar wurde ein wahrer Erfolg, musste nun jedoch vor wenigen Monaten schließen, da kein Nachfolger gefunden werden konnte. Heute sind die beiden manchmal aber noch mit einer mobilen Version unterwegs und sorgen so bei Veranstaltungen weiterhin für Aufsehen. Trotz des Lebens in der großen Welt


bleibt die Verbindung zur Heimat bestehen. Immer wieder kehrt Hofer nach Sterzing zurück. Vieles hat sich verändert. „Die Zeit, in der ich von jedem sofort erkannt und angehalten wurde, ist vorbei“, sagt er. Aber gerade heute machen es manchmal die kleinen Begegnungen aus, die ihm besonders viel bedeuten. Wenn ihn Menschen aus dem Bezirk erkennen, vielleicht aus dem Fernsehen, da er in Schweizer Talkshows schon mehrmals zu Gast war, und sagen: „Roland, du hast wirklich etwas erreicht.“ Solche Momente sind für ihn Bestätigung. Heute, in seinem „Ruhestand“, wirkt Hofer zufrieden wie selten zuvor. Er arbeitet noch immer, steht auf der Bühne, moderiert und spielt Theater. Projekte wie „Peter Pan“ stehen an, ebenso weitere Engagements im Ausland. Doch der Unterschied zu früher ist spürbar: „Ich darf arbeiten, aber ich muss nicht mehr.“ Was nach wie vor bleibt, ist eine klare Haltung. Keine Bitterkeit, kein Groll gegenüber der Vergangenheit. Stattdessen Stolz auf das, was er erreicht hat. Auf ein Leben, das ihm lange nicht zugetraut wurde. „Jeder soll tun, was ihm gefällt“, sagt Hofer und möchte das als Botschaft aussenden. „Und das Beste daraus machen.“ Vielleicht ist genau das seine größte Leistung: Dass aus dem kleinen Roland aus Mauls ein Mensch geworden ist, der sich nie hat klein machen lassen.
Whats Upp?!
im Wipptol von Tobi
vom Jugenddienst
Am 24. April ging es für 15 Jungs mit Tobi und Hannes vom Jugenddienst im Rahmen des „Young Wipp“-Projektes von Bezirksgemeinschaft Wipptal und Jugenddienst in den „Safety Park“ nach Bozen zum GokartFahren.
Vor Ort wurden alle gründlich eingewiesen, dann ging es in zwei Gruppen auf die Strecke. Für manche war es das erste Mal im Gokart, andere hatten schon Erfahrung – doch am Ende zählte vor allem eines: Spaß! Natürlich wurde auch um die beste Zeit gefahren und ein Teilnehmer holte sich am Ende auch die schnellste Runde. Die Be
Gokart & Gemeinschaft Gokart & Gemeinschaft Gokart & Gemeinschaft
Nach dem Rennen machten zum Abschluss noch alle einen gemeinsamen Stopp bei McDonald’s, bevor es zurück nach Sterzing ging.
Die Gruppe war bunt gemischt: Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Lebensrealitäten. Genau das machte das Projekt besonders: Unterschiedliche Meinungen, Vorurteile und schwierige Hintergründe trafen aufeinander – doch durch das gemeinsame Erlebnis rückte vieles in den Hintergrund.


Das Ziel war mehr als nur ein Ausflug: Durch Action, Teamgefühl und gemeinsa-
me Erlebnisse sollten Respekt, Verständnis und Zusammenhalt gestärkt werden. Und das ist gelungen. Viele gingen mit neuen Eindrücken, besserer Stimmung und einem anderen Blick aufeinander nach Hause.
Solche Projekte zeigen, wie wichtig gemeinsames Erleben ist. Wer sich kennenlernt, baut Vorurteile ab und sieht die „Anderen“ schon gleich in einem ganz neuen Winkel. So können Bekanntschaften und Freundschaften entstehen, die vorher nie möglich gewesen wären.




„Action Day“
Jugend übt Rettungseinsätze







sind rund um die Uhr einsatzbereit, um im Notfall schnellstmöglich helfen zu können. Im April trainierten 41 Jungfeuerwehrleute und 20 Jungretter des Weißen Kreuzes in Mauls den Ernstfall.
An sechs Stationen trafen die Jugendlichen aus dem Wipptal auf Szenarien, die ihnen im Alltag und späteren Feuerwehr- und


Rettungsdienst begegnen könnten – und arbeiteten bei ihren Einsätzen eng zusammen Die Feuerwehrjugend unterstützte die Weiß-Kreuz-Jugend beim Binden von Knoten, der korrekten Benennung von Geräten sowie dem Umgang mit der Löschspritze und dem Greifzug. Im Gegenzug zeigte die Weiß-Kreuz-Jugend der Feuerwehrjugend das Anlegen eines Druckverbandes, die stabile Seitenlage, das Heimlich-Manöver und

Wiederbelebung. Bei der anschließenden Verköstigung im Vereinshaus wurde den Gewinnern des Geschicklichkeitsspiels ein Geschenkkorb überreicht; ein weiterer wurde unter allen Teilnehmern verlost. Der lehrreiche Erlebnisnachmittag, der alle zwei Jahre im Wipptal stattfindet, wurde von Bezirksfeuerwehrjugendleiter Thomas Wurzer und Weiß-Kreuz-Jugendleiterin Franziska Brandner organisiert.
Saubere Stadt Sterzing
Die Aktion „Saubere Stadt Sterzing – mach mit!“, welche

gemeinsam mit zahlreichen
Vereinen und Verbänden bereits zum elften Mal durchgeführt hat, war auch heuer wieder ein starkes Zeichen für Gemeinschaftssinn und Verantwortung. Ein besonderer Dank erging an die Jugendfeuerwehr und die Raftinggruppe, die tatkräftig Hand angelegt haben.
„Für die gute Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung sprechen wir ein herzliches Vergelt’s Gott aus“, so die Vertreter der Ortsgruppe.

Rund 50 Freiwillige beteiligten sich im April in Franzensfeste am sogenannten „Eco-Day“. Die Freiwilligen konzentrierten sich darauf, vor allem die Bereiche außerhalb der offiziellen Sammelstellen zu reinigen. Dort häufen sich nahezu täglich achtlos abgestellte Müllsäcke, insbesondere in der Nähe der Glascontainer auf dem Marconi-Platz sowie in der Bahnhofstraße. Die Menge des achtlos weggeworfe-
Trens
„Sauberes Dorf“
chard Amort, der die Arbeiten vor Ort koordinierte und überwachte, wurde insgesamt etwas mehr als eine Tonne Müll gesammelt. Der Abfall stammt von unterschiedlichsten Verursachern: von unachtsamen Bürgern und Freizeitsportlern bis hin zu Pendlern, die sowohl Hausmüll als auch Reste ihrer Mahlzeiten unterwegs entsorgen.
operation mit lokalen Gärtnereien Blumen zum Kauf angeboten. Der gesamte Erlös in Höhe von 1.340 Euro ging an die Organisation gegen Gewalt an Frauen „Es geat di a un – tocca a te“. Gerade in einer Zeit, in der Gewalt zunehmend im Fokus steht, setzt die hds-Ortsgruppe mit ihrer Aktion ein klares Zeichen für
Aufmerksamkeit, Solidarität

tag auch die Frau als Mutter, Partnerin und tragende Säule der Gesellschaft bewusst in den Mittelpunkt. „Die Initiative zeigt eindrucksvoll, wie die lokale Wirtschaft gesellschaftliche Themen aufgreifen und Veranstaltungen nutzen kann, um über den wirtschaftlichen Aspekt hinaus eine nachhaltige Wirkung zu erzielen“, so die Ortsgruppe.

Ende April organisierte die Schützenkompanie Trens in Zusammenarbeit mit der Grundschule Trens und der Gemeinde Freienfeld die traditionelle Dorfsäuberung. Die Aktion soll Jung und Alt für einen respektvollen und achtsamen Umgang mit der Umwelt sensibilisieren. Mit großer Ausdauer sammelten die Kinder, denen sich
auch Erwachsene und freiwillige Helfer aus dem Dorf angeschlossen hatten, achtlos weggeworfenen Müll auf. Anschließend belohnte die Gemeinde Freienfeld alle fleißigen Helfer mit einer Jause.
Im Bild die Grundschüler, die Schützen und die fleißigen Helfer.
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Kinderseite
FAKTENBOX!
Am 20. oder 21. Juni ist es am längsten hell — diesen Tag nennt man Sommersonnenwende.
Der Name „Juni“ wurde wahrscheinlich nach der römischen Göttin Juno benannt – sie war die Schützerin der Familien.
Am 1. Juni ist der Internationale Kindertag, an dem viele Feste für Kinder stattfinden.
Finde den richtigen Weg!

Schule aus!
1. Die Sonne scheint oft im ...

2. Im Juni blühen viele bunte ...
3. Wir gehen gerne schwimmen im ...
4. Am Himmel fliegt oft ein ...
5. Eine.............ist ein Obst, das im Juni reift
Fülle die Lücken mit diesen Wörtern aus, damit es sicht reimt!
-> laut, schwer, Last, vergeht
Im Klassenzimmer hell und _______________, wird Wissen Stein für Stein gebaut. Die Tafel voll, der Kopf oft _______________, doch jeden Tag lernen wir mehr.
Freunde lachen, Zeit _______________, bis man schließlich weitergeht.
Mal ist Schule Pflicht und _______________, mal ein Ort, der Freude fasst.
Sterzing
Beitrag für waschbare Windeln
Die Gemeinde Sterzing informiert, dass die neue Initiative „Baby+“ aktiv ist, mit dem Ziel , Familien zu unterstützen und gleichzeitig die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.
Anspruchsberechtigt sind Familien mit Wohnsitz in Sterzing und Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren. Sie können einen finanziellen Beitrag für den Ankauf von waschbaren Stoffwindeln beantragen. Der Beitrag deckt bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten, gemäß den

festgelegten Kriterien. Die Initiative wurde von den Gemeindevertreterinnen für Familienangelegenheiten, Stadträtin Christine Eisendle und Gemeinderätin Melanie Ploner angeregt und in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat für Umweltthemen Heinrich Forer umgesetzt.
Mit dieser Maßnahme verfolgt die Gemeinde das Ziel, Familien konkret zu entlasten und gleichzeitig einen Beitrag zur Abfallreduzierung und zum Umweltschutz zu leisten.
Sterzing Aktion im Pfarrgarten
Lachen, Spielen und eifriges Werkeln prägten kürzlich den Pfarrgarten von Sterzing: Zahl-

reiche Kinder und Eltern entdeckten gemeinsam die Natur und gestalteten den Garten. Eingeladen hatte dazu die neue Arbeitsgruppe des Pfarrgemeinderates „Bewahrung der
Schöpfung“. Begleitet von zwei Experten des „Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aus Neustift konnten die Familien u. a. Tiere beobachten, Blumen säen, Sträucher pflanzen und Nistkästen bauen.
Die Initiative möchte das Bewusstsein für die Schönheit und den Schutz der Schöpfung auch im kirchlichen Umfeld stärker fördern. Mit der gelungenen Aktion im Pfarrgarten wurde dafür ein erster wichtiger Schritt gesetzt.
„Kuchenoma & Kuchenopa“ gesucht

Das Interreg-Projekt „Kuchenoma & Kuchenopa“ fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch ein einfaches und universelles Thema: die Küche als Ort der Begegnung, des Austauschs und der gemeinsamen Erinnerung zwischen Generationen und verschiedenen Kulturen. Im Mittelpunkt stehen vor allem ältere Menschen, die nicht nur als Teilnehmer an sozialen Aktivitäten gesehen werden, sondern als Träger von Wissen, kulinarischen Traditionen und Lebenserfahrungen geschätzt werden. Durch Kochworkshops, intergenerationelle Begegnungen und pädagogische Aktivitä-
ten fördert „Kuchenoma & Kuchenopa“ den Dialog zwischen Jung und Alt.
Das Projekt hat auch eine starke soziale Dimension: Es zielt darauf ab, der Isolation älterer Menschen entgegenzuwirken, indem es Inklusion, aktive Teilhabe und Wohlbefinden in der Gemeinschaft fördert. Gleichzeitig trägt es zur Aufwertung des lokalen gastronomischen Erbes bei und bewahrt Traditionen, die sonst verloren gehen könnten.
Das Projekt wird vom Elki Wipptal Zentrum Fulpmes und von der Gemeinde Sterzing begleitet, die seine Umsetzung vor Ort unterstützen.

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© Melanie Ploner
Franzensfeste
Schüler und Senioren sensibilisiert

Die Carabinieri von Franzensfeste haben Anfang Mai mehrere Präventions- und Informationsinitiativen für Senioren sowie Schüler der Grundschulen in Mittewald und Franzensfeste or ganisiert. Ziel der Veranstaltungen war die Förderung von Si cherheit, Prävention und Legalität.
Im Rahmen eines Informationsabends für die Seniorengruppe Mittewald informierten die Carabinieri rund 30 Teilnehmer über aktuelle Betrugsmaschen zum Nachteil älterer Menschen. Be sonderes Augenmerk galt dem sogenannten „Maresciallo-Betrug“, bei dem sich Täter als Sicherheitskräfte ausgeben, sowie falschen Technikern und weiteren Tricks, mit denen sich Betrüger Zutritt zu Wohnungen verschaffen. Die Teilnehmer erhielten zudem praktische Hinweise zum Schutz vor Telefon-, Internetund Haustürbetrug.
Betrugs- und Diebstahlsprävention

Parallel dazu fanden Informationsveranstaltungen in den Grundschulen von Mittewald und Franzensfeste statt, an denen rund 50 Schüler und sieben Lehrkräfte teilnahmen. Thematisiert wurden u. a. Mobbing, Cybermobbing sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Netzwerken und dem Internet. Die Carabinieri sensibilisierten die Kinder und Jugendlichen insbesondere für Risiken im Netz und gaben konkrete Verhaltenstipps zur sicheren Nutzung digitaler Medien.

Schroffenegger bleibt Präsident
Die Lebenshilfe Südtirol hat auf ihrer Jahr esversammlung im April den desvorstand neu gewählt. Roland Schroffenegger de als Präsident bestätigt, Vizepräsident ist Armin einstadler. Weitere Vorstandsmitglieder sind Irene Ausserbrunner (Kassiererin) sowie Josef Gottardi, Rosa Hofer Thöny, Karlheinz Kuntner, Veronika Pfeifer, Theresia Rottensteiner Terleth, Claudia Thayer Silbernagl, Jochen Tutzer und Kurt Wiedenhofer.
Im Rahmen ihrer Präventionsund Aufklärungsarbeit haben die Carabinieri der Station Pfitsch vor kurzem Informationsveranstaltungen in Wiesen und Kematen organisiert. Die Einsatzkräfte informierten über gängige Betrugsformen, denen insbesondere ältere Menschen ausgesetzt sind. Ein Schwerpunkt lag auf dem „Falschen Carabiniere“-Betrug: Dabei geben sich Täter am Telefon als Polizeibeamte oder Anwälte aus und behaupten, ein Angehöriger habe einen Unfall verursacht. Unter diesem Vorwand versuchen sie, Geld oder Wertgegenstände zu erlangen. Darüber hinaus wurden weitere Betrugsarten thematisiert, darunter Telefonanrufe und E-Mails zur Erlangung sensibler Daten, falsche Dienstleister, irreführender Haustürverkauf sowie Nachrichten mit schädlichen Links. Die Carabinieri betonten die Bedeutung eines umsichtigen Verhaltens: Persönliche Daten sollten niemals weitergegeben, Geld oder Wertgegenstände nicht an Unbekannte übergeben und die Identität von Kontaktpersonen
stets überprüft werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einbruchsprävention. Dabei wurde auf einfache, aber wirksame Maßnahmen hingewiesen, wie das konsequente Verschließen von Türen und Fenstern, der zurückhaltende Umgang mit Abwesenheitsinformationen sowie das frühzeitige Melden verdächtiger Beobachtungen im Wohnumfeld.
Die Veranstaltungen stießen auf großes Interesse: Die Teilnehmer beteiligten sich aktiv, stellten Fragen und nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Einsatzkräften.
Abschließend unterstrichen die Carabinieri die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und Sicherheitskräften. Bei Unsicherheiten oder Verdachtsfällen können sich Bürger jederzeit an die nächstgelegene Station wenden. Die Carabinieri stehen als verlässliche Ansprechpartner zur Verfügung.
Pfitsch
Sterzing
„Qualität weiter schärfen“
Vor kurzem hat im Café „Häusler“ die Jahresversammlung der Ortsgruppe Sterzing des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV)

für die Stadt, aktuelle Herausforderungen im Tourismus sowie die künftige Positionierung Sterzings als Qualitätsdestination. HGV-Ortsobfrau Veronika Stötter verwies auf die bisherige Tätigkeit des Ausschusses und auf verschiedene Treffen, u. a. im Zusammenhang mit dem Gemeindeentwicklungskonzept. Als zentrale Themen nannte Stötter die Unterstützung kleiner und historischer Betriebe, die allgemeine
Ratschings
„Gute Zusammenarbeit“
Tourismusgesinnung sowie die Notwendigkeit, die Qualität des gesamten Standortes weiter zu stärken. Besonderes Augenmerk legte sie auf die Preispolitik der Sterzinger Hotellerie. Ebenso gelte es, die künftigen Veränderungen in der Mobilität rund um den Brenner Basistunnel als Chance zu begreifen und zu nutzen. HGV-Gebietsobmann Manfred Volgger betonte, dass gerade die verkehrsgünstige Lage des Wipptales großes Potential biete, das es gemeinsam zu nutzen gelte. Angelika Stafler, Mitglied im Ausschuss der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen, informierte über den Ausbau des Frauennetzwerks im Bezirk und über den Aufbau der HGV-Arbeitgebermarke „Join hospitality“. Luis Bacher, Präsident der Tourismusgenossenschaft Sterzing, ging auf das Tourismusjahr ein.
Im Bild (v. l.) Luis Bacher, Bürgermeister Peter Volgger, HGV-Ortsobfrau Veronika Stötter, HGV-Gebietsobmann Manfred Volgger, Vorsitzende der Gastwirtinnen im Bezirk Eisacktal/Wipptal Angelika Stafler und HGV-Bezirksobmann Helmut Tauber.
Franzensfeste
Klare Perspektiven für Tourismus
Im Hotel „Zur Brücke“ in Mittewald fand unlängst die Jahresversammlung der Ortsgruppe Franzensfeste des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt. Im Mittelpunkt standen die touristische Entwicklung der Gemeinde, die Verkehrsanbindung sowie zentrale Herausforderungen für die gastgewerblichen Betriebe.


Im April hat die Ortsgruppe des Hoteliersund Gastwirteverbandes (HGV) Ratschings im Berghotel „Ratschings“ ihre Jahresversammlung abgehalten. Ortsobmann Günter Volgger berichtete über die Tätigkeit des Ortsausschusses und kündigte u. a. regelmäßige Stammtische an, um Anliegen der Mitglieder direkter aufzugreifen. Bezirksobmann Helmut Tauber informierte über
Schwerpunkte auf Bezirks- und Landesebene, Mobilität und internationale Erreichbarkeit, positive Impulse durch den Südtirol Guest Pass sowie Chancen durch den Brennerbasistunnel, während Gebietsobmann Manfred Volgger die gute Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein und die starke Positionierung von Ratschings lobte. Die Frage nach Mitarbeiterunterkünften bleibe nach wie vor eine große Herausforderung. Für ihre langjährige Tätigkeit als Ortsobfrau wurde Annelies Rainer mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Im Bild (v. l.) Bürgermeister Sebastian Helfer, Gebietsobmann Manfred Volgger, Ortsobmann Günter Volgger, die ehemalige Ortsobfrau Annelies Rainer, Bezirksobmann Helmut Tauber und Direktor Raffael Mooswalder.
Nach der Begrüßung durch HGVOrtsobfrau Petra Mair informierte HGV-Gebietsobmann Manfred Volgger über aktuelle Themen, u. a. Mobilität, Mitarbeiterunterkünfte und die Fachkräftegewinnung. Bürgermeister Thomas Klapfer bezeichnete die Festung Franzensfeste als Herzensanliegen der Gemeinde. Er sprach zudem über die Zukunft des Bahnhofs Franzensfeste und die Unsicherheiten rund um den Brenner Basistunnel.
Im Bild (v. l.) Jörg Thaler, HGV-Gebietsobmann Manfred Volgger, Klaus March, Hermine Auer, HGVOrtsobfrau Petra Mair, Bürgermeister Thomas Klapfer und Bezirkskoordinator Reinhold Schlechtleitner.
Mauls
10. Repair Cafè
Vor fünf Jahren haben die Maulser das erste Repair Café im Wipptal ins Leben gerufen. Freiwillige helfen zweimal jährlich bei der Reparatur kleinerer Elektrogeräte, beim Ändern und Flicken von Kleidung,
Regionalität im Fokus
Die GRW Wipptal/Eisacktal (Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung) lud kürzlich zu ihrer Jahresversammlung in den Raiffeisensaal in terzing. Unter dem Motto „Regionalität“ blickte die Genossenschaft auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr äsentierte zukunftsweisende Projekte ür die Entwicklung der Re-


im Interreg-Rat Wipptal wurden zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, welche die ländlichen Gebiete und Strukturen nachhaltig stärken.

besucht. Wartezeiten vergingen in derschrank“ ein, nach Kleidern und Schuhen zu stöbern oder gut erhaltenes Gebrauchtes abzugeben. Das Jubiläum zum 10. Repair Café feierte die Runde mit Torte und Sekt. Sie freut sich, mit ihrer Aktion zum Umweltschutz beizutragen und den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Mittlerweile sind alle Helfer mit bestickten Westen eingekleidet. Auch ein eigenes Logo wurde kreiert.
ünter Haller und Geschäftsführerin Carmen Turin begrüßten zahlreiche Gäste, darunter die Bürgermeister der Wipptaler Gemeinden, Vertreter der Lokalen Aktionsgruppen Wipptal und Eisacktaler Dolomiten sowie der Bezirksgemeinschaften, den Verwaltungsrat und die Mitarbeiter der GRW sowie zahlreiche Mitglieder. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Berichts lag auf der positiven Entwicklung der Weiterbildung, die im vergangenen Jahr insgesamt 804 Teilnehmer in 80 Kursen verzeichnete. Insgesamt wurden 2.655 Weiterbildungsstunden geleistet. Darüber hinaus festigte die Genossenschaft ihr Profil als Bildungsanbieter für die nächste Generation: Im Jahr 2025 nahmen über 170 Kinder an den Sommererlebniswochen teil. Auch das Projekt „Heute beginnt meine Zukunft“ zur Berufsfindung wurde erfolgreich weitergeführt, um Jugendlichen in enger Kooperation mit Schulen und lokalen Betrieben eine praxisnahe Orientierung in der Arbeitswelt zu bieten.
Im Bereich der Regionalentwicklung treibt die GRW weiterhin wichtige Initiativen voran. Durch die Begleitung der Leader-Programme in den Gebieten Wipptal und Eisacktaler Dolomiten sowie die Tätigkeiten
Drei Experten gaben Einblicke in erfolgreiche regionale Konzepte: Klaus Messner berichtete über die „Slow Food Travel Region Villnöß-Lüsen“, Reinhard Steger stellte das Projekt „Erfolgreich Regional“ vor und Karl Volgger sprach über den Aufbau des regionalen Anbaus.
Für das Jahr 2026 setzt sich die Genossenschaft zum Ziel, ihre Rolle als zentrale Dienstleisterin in der Weiterbildung und Regionalentwicklung weiter zu festigen. Neben der Durchführung geplanter Kurse liegt ein Fokus auf der Hilfestellung für lokale Akteure sowie der Ausweitung des Tätigkeitsbereichs in beiden Bezirken. „Unsere Stärke liegt in der Verbindung von Bildung und Regionalentwicklung. So schaffen wir echten Mehrwert direkt vor Ort in den Bezirken“, betonte Obmann Günter Haller.
Wipptal
(v. l.) Reinhard Steger, Carmen Turin, Günter Haller, Klaus Messner und Karl Volgger
Wipptal
Interessante Gesundheitstage
Die Gesundheitstage des KVW stießen im Wipptal auf großes Interesse und lockten zahlreiche

heits- und Lebensthemen und boten wertvolle Informationen sowie praxisnahe Impulse für
den Alltag. Die Ortsgruppe Gasteig widmete sich gemeinsam mit Dr. Lydia Zelger dem Thema „Allergien und Unverträglichkeiten auf dem Vormarsch“. In Wiesen sprach Dr. Josef Frötscher über „Alter ist keine Krankheit“, während die OG Sterzing mit Dr. Christian Wenter der Frage nachging: „Honig im Kopf – was passiert in meinem Kopf, wenn das Vergessen beginnt?“. Die OG Stilfes beschäftigte sich zusammen mit Pädagogin Evelyn Haller mit dem Thema „Wie Kinder zu gesunden, gefestigten Erwachsenen werden“. In Gossensaß referierte Gesundheitstrainerin Maria Steger über „Ganzheitlich gesund: Die fünf Säulen nach Sebastian Kneipp“. Die Veranstaltungsreihe zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an Gesundheitsvorsorge, Wohlbefinden und aktuellen gesellschaftlichen Themen in der Bevölkerung ist.
Gold und Bronze für Brosl Bräu
Mitte April fand auf Schloss Maretsch in Bozen das Beer Craft Festival 2026 statt. Die Veranstaltung mit über 40 Ausstellern aus acht Ländern präsentierte handwerklich gebraute Biere, kulinarische Highlights und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Ziel dieses renommierten Events ist es, das Bierbrauen als Handwerk wiederzubeleben und die Bierkultur zu fördern. Im Rahmen des Festivals fand auch wieder der HomeBrewing Contest Südtirol statt – ein Wettbewerb für nicht-professionelle Heimbrauer, organisiert vom Südtiroler Bierstammtisch. Die Biere konnten in fünf Kategorien eingereicht werden. Die Hobbybrauer von Brosl Bräu konnten dabei zwei Podestplätze holen. Gold gab es für „Fons Lignum“, einen Whisky Barrel Aged Maibock – ihr bisher aufwendigs-

tes Projekt. Gemeinsam mit ihrem Braukollegen Matthias Röck aus Innsbruck entstand dieses Collab-Brew: Gleich mehrere Sude mussten gebraut werden, um ein ehemaliges Whiskyfass zu füllen. Nach sieben Monaten entstand ihr erstes fassgereiftes Bockbier und wurde direkt mit Gold prämiert. Bronze gab es hingegen für „Bergwurz“. Dieses Meisterwurz-Bier entstand aus der Zusammenarbeit mit den Wipptaler Kräutergärten. Die bereits für ihren Likör verwendeten Wurzeln der Meisterwurz bekamen bei Brosl Bräu ein zweites Leben – und das Ergebnis kann sich sehen (und schmecken) lassen: ein tief bernsteinfarbenes, vollmundiges Bier mit feinen, würzigen Meisterwurz-Noten, das auch die international besetzte Jury überzeugt hat.
Sterzing Wanderung für den Frieden

Im Mai fand im Rahmen des KVW-Jahresthemas „Suche Frieden und jage ihm nach!“ in Sterzing eine Friedenswanderung statt. Zahlreiche Teilnehmer machten sich gemeinsam von der Pfarrkirche Sterzing aus auf den Vater-unser-Weg nach Thuins. Entlang der Bildstöcke boten kurze Impulse Gelegenheit zum Innehalten und Nachdenken. In der Kirche von Thuins wurde mit Ingrid Olivieri ein Wortgottesdienst gefeiert, die vom Frauenchor „Laudamus“ musikalisch umrahmt wurde.
Die große Beteiligung und die vielen persönlichen Begegnungen entlang des Weges haben gezeigt, wie wichtig das Thema Frieden ist. Die Eindrücke dieses gemeinsamen Nachmittags werden noch lange in Erinnerung bleiben. Erker
Wiesen
Summer at NOI: Abende zwischen Musik, Tanz und Kunst im NOI Techpark

Musik, Performances, Jazz, Tanz und digitale Installationen: Vom 4. Juni bis zum 17. September steht im NOI Techpark in Bozen wieder Summer at NOI auf dem Programm. Fünf Kulturkollektive teilen ihre Perspektiven auf Musik, Nachtkultur und zeitgenössische Kunst – offen für alle und bei freiem Eintritt.
Den Auftakt macht am 4. Juni das Kollektiv Supermarket mit „Suoni Indiependenti“. Es folgen experimentelle Sounds und Live-Performances von Zeitgeist am 18. Juni, während AMA am 2. Juli für einen Abend zwischen Clubkultur und Festivalatmosphäre sorgt. Mit Hospiz steht am 16. Juli alternative und elektronische Nachtkultur im Mittelpunkt. Am 30. Juli übernimmt TakeOne die Bühne und schafft eine Mischung aus elektronischer Musik und digitaler Live-Creation. Ergänzt wird das Programm durch das Opening des Südtirol Jazzfestivals sowie Abende von und mit Tanz Bozen und Transart. Auf Interessierte warten heuer auch erstmals zwei kostenlose Führungen, die Architektur, Forschung und Innovation im NOI erlebbar machen.
Weitere Informationen gibt es unter noi.bz.it/Summer_at_NOI

Über
alle Grenzen hinweg
Jazzfestival macht Halt im Wipptal
Zehn Tage lang – vom 26. Juni bis zum 5. Juli – gibt in Südtirol wieder der Jazz den Ton an. Das Südtirol Jazzfestival verwandelt das Land in eine Bühne für mehr als 50 Konzerte mit Fokus auf zeitgenössischen europäischen Jazz. Die teils ungewöhnlichen Spielorte reichen bis zu schwindelerregend alpinen und musikalischen Höhen, mit internationalen Jazzgrößen, abseits des Mainstreams. Drei Konzerte werden im Wipptal gespielt. Kuratiert wird das Festival von Stefan Festini Cucco, Max von Pretz und Roberto Tubaro. Über einen Abenteuerspielplatz, eine Sternwanderung und den Höhenrausch.
Nabou
Am 1. Juli ist auf dem Stadtplatz von Sterzing die belgische Jazzposaunistin und Komponis-
Zwischen kompositorischer Stringenz und einem fast beiläufigen Groove balanciert Claerhout ihr Quartett in Richtung mutiger Offenheit. Gemeinsam entsteht ein kollektives Gefüge, das Kontraste nicht erzwingt, sondern organisch wachsen lässt. Es ist eine Musik, die Oberflächen erforscht und der Stille Gewicht verleiht – ein kluges, tiefenentspanntes Statement. Konzertbeginn: 21.00 Uhr.
Matthias Schriefl & Musikkapelle Schabs
Superm
NOl lnsp - eitgeis Jaz.zfes.tiv l Ä~A* J az;::fo s tival 1 .,. Hospiz
21.7. ianz: Bozen
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0.7. NOl lnspirationllour iransart26

tin Nabou Claerhout zu hören, eine der vielversprechendsten neuen Stimmen des belgischen Jazz. Sie leitet das gleichnamige Quartett „Nabou“, das für melodischen, kraftvollen Modern Jazz steht.
Wenn der Allgäuer Multiinstrumentalist Matthias Schriefl am 3. Juli auf die Musikkapelle Schabs trifft und Musiker seiner „Brazilian Motions“ dazukommen, wird die imposante Festung Franzensfeste zum musikalischen Abenteuerspielplatz. Schriefl, der Grenzgänger, bietet kein brav gepflegtes Crossover oder folkloristische Gesten, sondern ein klangliches Manifest, das die Statik der Traditionen genussvoll aushebelt. Ein musikalischer Gedankenaustausch, bei dem alle Beteiligten mit einem feinen Augenzwinkern und spielerischer Unverfrorenheit demonstrieren, wie viel Weltläufigkeit in der Heimat steckt. Konzertbeginn: 20.00 Uhr.

Jazz & Hike: Brazilian
Motions
Jazz & Hike ins Knappendorf St. Martin am Schneeberg bietet schließlich ein gänzlich neues Format, bei dem am 5. Juli zwischen Ridnaun und Passeier Landschaft und Klang zu einer Bühne verschmelzen. Dabei begibt sich Matthias Schriefl und sein Ensemble „Brazilian Motions“ auf eine Sternwanderung durch die Südtiroler Vertikale. Choro oder Baião-Elemente infiltrieren die Bergwelt, wenn die Musiker in zwei Gruppen geteilt und vom Publikum begleitet von verschiedenen Seiten aufsteigen: Während sich die eine Gruppe von Ridnaun bzw. von der Laz-
zacher Talseite aus über die Schneebergscharte auf den Weg ins Knappendorf am Schneeberg

macht, wandert die andere vom Passeiertal aus über Seemoos nach St. Martin am Schneeberg
100 Jahre Top-Ten-Hits

für ein kreatives Wechselspiel zwischen intimer Innenschau und eruptiver Virtuosität. Ein Konzert, das geografische, natürliche und gesellschaftliche Grenzen überwindet.
Treffpunkt für die Wanderung in Ridnaun und Passeier: 8.30 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das gesamte Programm unter suedtiroljazzfestival.com lg
An zwei Konzertabenden am 5. (20.00 Uhr) und 7. Juni (19.00 Uhr) präsentieren der Männergesangverein Sterzing 1860 und die VipSingers unter der Leitung von Waltraud Pörnbacher im Stadttheater Sterzing eine Revue den Charts der letzten 100 Jahre. Am Klavier spielt Tamara Salcher.
Summer-Beach
Am 5. Juni verabschiedet sich die Musikschule Sterzing bei einem Abschlussfest mit viel Musik in und im Umkreis des Deutschhauses in die Sommerpause. Mit einem bunten Gemeinschaftskonzert aller Instrumenten- und Singklassen bietet sie einen musikalischen Ohrenschmaus. Zu hören ab 17.00 Uhr.

St. rnar ·n am Schneeberg/ San martino a monteneve
Preisgekrönte Klänge

Beim 7. Südtiroler Volksmusikwettbewerb im April in Auer waren zwei Ensembles der Musikschule Sterzing mit dabei: der „Wipptaler wind“ unter der Leitung von Martina Vigl

und die „Familienmusik Pichler“. Beide Gruppen wurden für ihre herausragenden Leistungen von der Jury mit einer Auszeichnung gewürdigt.

Ebenfalls im April machte sich der Kinder- und Jugendchor „Young Voices“ der Musikschule Sterzing unter der Leitung von Waltraud Pörnbacher auf nach Schwaz zum Tiroler Landesjugendsingen. Die 65 Kinder und Jugendlichen boten eine tolle Vorstellung, welche die Jury dazu bewog, die Leistung des Chores mit einer Auszeichnung zu würdigen und das Ensemble zum Bundesjugendsingen nach Linz einzuladen. Leider musste dieser Einladung aus organisatorischen Gründen eine Absage erteilt werden.
Die Musikschule Sterzing freut sich über die herausragenden musikalischen Leistungen und wünscht weiterhin viel Freude und Erfolg beim gemeinsamen Musizieren.
Sterzing als Freiluftgalerie

Seit 29 Jahren ist das World Bodypain ting Festival (WBF) das wichtigste Event der internationalen Bodypainting-Szene. In diesem Jahr findet das World Award Event in der Kategorie Camouflage Bo -

dypainting am 3. und 4. Juli zum zweiten Mal in Sterzing statt.
An 15 verschiedenen Orten im und um das historische Stadtzentrum zeigen die weltbesten Bodypainting-Künstler ihr Können in der anspruchsvollen Camouflage-Disziplin. Bei diesem Wettbewerb der optischen Täuschung verschmelzen
Körper und Umgebung: Die bemalten Modelle gehen nahtlos in ihr Umfeld über. Parallel dazu bietet eine Creative Bodypainting Jam Session in der Stadt kreativen Austausch.
Eine weitere Weltmeisterschaftskategorie, Facesitting, konzentriert sich auf ausdrucksstarkes Gesichtsdesign. Inspiriert von Ahnengeistern, mythischen Wesen, Tier-Totems und göttlichen Energien lautet das Thema des Facepaintings in diesem Jahr „Spirituelle Wächter“. Der Wettbewerb wird auf der Hauptbühne am Sterzinger Stadtplatz ausgetragen.
Bereits ab dem 2. Juli laden Get-Together-Veranstaltungen Künstler und Publikum zu einem intensiven Austausch ein. Ergänzend dazu gibt es spezielle Side-Events wie Workshops und Treffen, die den kreativen Austausch fördern und die Wettbewerbsatmosphäre auflockern.
Die Bekanntgabe und Prämierung der Gewinner erfolgt am 4. Juli um 20.00 Uhr mit Livemusik auf dem Stadtplatz.
Weitere Informationen unter www.bodypainting-festival.com lg
Sterzing
Eine Woche voller Groove






Die Color Days – heuer zum zweiten Mal ver anstaltet von ARCI Sterzing – begeisterten im Mai erneut ihr Publikum mit Blues-, Rock-, Jazz- und Dixie-Roots-Sounds. Den Auftakt zur einwöchigen Festivalwoche mit sieben Konzerten, allesamt frei zugänglich, machte „STB Dixie Train“. Von Beginn an versetzte
sie Sterzing in Südstaatenflair. Tags darauf folgte Charlie Cinelli mit seinem Trio „Roots Fruit“. Samba-, Bossa-Nova- und Boleroklänge gab es beim Muttertagsbrunch mit dem „Orchestra Latina“. Danach brachten „Ago & Friends“ erdigen Blues, Rock und Funk auf die Bühne, gefolgt vom Folk-Blues-

Quartett „Crowsroads“. „Mystery-Tour“ bot zusammen mit der italienisch-französischen Sängerin Sara Longo ein weiteres Highlight. Den spektakulären Abschluss setzte – wie könnte es anders sein – die legendäre „Hausband“, die „Incredible Southern Blues Band“.
STB Dixie Train
Mystery Tour
Orchestra Latina
Incredible Southern Blues Band feat. The Incredible Horns
Charlie Cinelli mit seinem Trio „Roots Fruit"
Crowsroads
Ago & Friends
Wipptal Internationaler Museumstag
„Museen vereinen eine geteilte Welt“. Zu diesem Thema wurde Mitte Mai auch im Wipptal der internationale Museumstag begangen. Landesweit beteiligten sich über 50 Museen daran – mit Sonderprogrammen und bei freiem Eintritt.

Die Festung Franzensfeste widmete sich an diesem Tag ganz der Verständigung und Öffnung von Grenzen. Es gab für die Besucher „Geschichten zum Anfassen“, eine barrierefreie Mikrotour, welche die Geschichte der Festung anhand des Konzepts des „chinesischen Korbs“ greifbar macht. Beim interaktiven Familienformat „(K)eine Grenzen?“ versuchten die Teilnehmer, Hindernisse zu überwinden. Und im Wordlabor befassten sich diese kreativ mit einem Text. Eine Schatzsuche für Kinder ergänzte das Programm.
Auch im Landesmuseum Bergbau Ridnaun in Maiern gab es kostenlose Führungen, begleitet von Übersetzerinnen des Studio Okay für leichte Sprache. Im Jagd- und Fischereimuseum auf Schloss Wolfsthurn in Mareit wurde Kindern ein Mitmachangebot rund um die in Südtirol heimischen Fische und das Angeln angeboten.
Auch ein Besuch im Stadt- und Multschermuseum in Sterzing ließ sich an diesem Tag gut mit dem 17. Wipptaler Radtag kombinieren.
Fort Biennale 02
Zeitgenössische Kunst in der Festung

Von Mitte Juni bis zum 8. November ist in der Festung Franzensfeste die zweite Fort Bien nale zu sehen. „Reclaiming Collective“, so der Titel der Ausstellung, ist eine Reise in vier Kapiteln, geleitet von der Gemeinschaftlich keit und Zusammenge hörigkeit, in der Neu- und Andersartigkeit im Dialog mit den massiven Mauern der Festung steht, die den inhaltlichen Ausgangs punkt bilden. Antworten geben auf die drängenden Herausforde rungen der Zeit, von der Zunahme von Konflikten über die Ausbreitung au toritärer Systeme. Von der Klimakrise bis zur Krise der Menschenrechte. Von den Chancen der Digitalisierung bis zur Erosion zwischenmenschlicher Beziehungen. Das ist der Anspruch, den sich die Ausstellung stellt. Begegnung, interaktiver Austausch und Zusammenhalt rücken dabei in den Mittelpunkt eines von Migration, Mehrsprachigkeit und Grenzerfahrungen geprägten Kontexts, in dem zeitgenössische Kunst in einen vielschichtigen Dialog mit der

Geschichte und Architektur des Ortes tritt. Die diesjährige Ausstellung ist als Spielraum gedacht, um anderen Vorstellungswelten zu begegnen. „Reclaiming Collective“ möchte trennende Hindernisse überwinden, zu Teilhabe und gegenseitiger Un-
eigt werden Werke von rund zwanzig italienischen und internationalen Künstlern aus den Bereichen Denken, Spielen, Tanzen und Performance im Dialog mit Stimmen on Forschern von Eurac Research. Einzelne Werke werden ortsbezogen adaptiert.
„Zusammen-Kommen/In-contrarsi/ Coming-together“ ist das Motto der Biennale 02; im Bild die Kuratoren Hannes Egger, Veronika Vascotto und Andrea Lerda.
der Vernissage am 13. Juni (11.00 Uhr) werden die Kuratoren Hannes Egger, Veronika Vascotto und Andrea Lerda in die Ausstellung einführen. Um 12.00 Uhr folgt eine Performance von Tobias Tavella. Parallel dazu sind von 12.00 bis 19.00 Uhr DJ’s und vielfältige Musikdarbietungen zu hören, die vom experimentellen Akkordeon, elektronischer Musik, Jazz, Hip Hop, Afrobeat, Afrohouse, RNB bis hin zu psychedelischer DowntempoMusik reichen.
© Francesco Daoglio
Micaela Piñero, Eine vergessene kollektive Botschaft, 2025
Frau sein in Italien


Im Stadt- und Multschermuseum Sterzing ist seit Mitte Mai die Ausstellung „Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“ zu sehen. Die Recherche der Fotografin Franziska Gilli und der Reporterin Barbara Bachmann beleuchtet die widersprüchlichen Rollenbilder von Frauen in Italien und stellt den gängigen Klischees differenzierte Lebensrealitäten gegenüber. Denn in kaum einem anderen Land Europas sind weibliche Stereotype so festgefahren wie in Italien. Festgefahren zwischen zwei sich seit Jahrhunderten wiederholenden Polen: Maria Magdalena auf der einen und die Jungfrau Maria auf der anderen Seite. Grundlage der Ausstellung sind das gleichnamige, 2021 bei Edition Raetia erschienene Buch. Im Zusammenspiel mit der Ausstellung „Den Aufstand proben“ sowie den historischen Sammlungen des Museums entsteht ein spannender Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Lesung und Gespräch
„Wie können wir gemeinsam Sorge tragen?“ Zur Sorgearbeit und wie diese gerechter verteilt und gesellschaftlich neu gedacht werden kann, findet am 11. Juni (19.00 Uhr) im Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Sterzing eine Lesung mit der Südtiroler Autorin Maria C. Hilber statt. Anschließend spricht sie gemeinsam mit Katharina Crepaz und weiteren Gästen über Care-Arbeit, Rollenbilder und die Frage, wie ein sorgenderes Zusammenleben gelingen kann.
Nachgefragt
„Bello ciao“
Erker: Frau Bachmann, Frau Gilli, ist das Frauenbild in Italien wesentlich anders als in anderen europäischen Län dern?
Wir hätten uns auch mit anderen Gesellschaften beschäftigen kön nen. Nicht nur in Italien ist das Frauenbild stereotyp geprägt, auch Länder wie Deutschland oder Österreich sind von einer vollständigen Gleichberechti gung immer noch entfernt. Frau en werden auch dort aufgrund ihres Geschlechts bei der Arbeits suche benachteiligt. Es gibt ebenso Gender-Pay-Gaps, sexuelle Belästigung und Frauenmorde. Nur empfinden wir all das in der italienischen Gesellschaft als noch deutlicher, die Strukturen starrer. Welche Rückmeldungen haben Sie von den Besuchern der Ausstellung bisher bekommen?

Es ist etwas ungewöhnlich, dass wir neben Fotos auch Texte aus dem Buch ausstellen. Das funktionierte unerwartet gut und beide Erzählstränge kamen bei den Besuchern bisher gut an. Hat sich seit der Veröffentlichung Ihres Buches vor fünf Jahren etwas verändert? Bei Veröffentlichung des Buches im Jahr 2021 wurden wir bei Buchpräsentationen oft gefragt, wie wir die Lage einschätzten, in
welche Richtung sich das Land hinsichtlich Gleichstellung der Geschlechter bewegen würde. Damals schienen uns beide Möglichkeiten – der Schritt nach vorne und der Schritt zurück – gleich stark präsent zu sein. Inzwischen ist die post-faschistische Giorgia Meloni Ministerpräsidentin und propagiert rückschrittliche Geschlechtervorstellungen. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns in den letzten fünf Jahren eingehend mit dem Männerbild in der italienischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Das Buch dazu erscheint im Herbst 2026 unter dem Titel „Bello ciao. Italiens Männlichkeit im Wandel“.
Interview: lg
Barbara Bachmann (li.) und Franziska Gilli


Wettbewerb
Blühendes Sterzing

Blumenschmuck-Wettbewerb für die Innenstadt
Der Blumenschmuck in der Sterzinger Innenstadt ist mehr als nur Dekoraktion. Er trägt zu einem bunt-fröhlichen und lebendigen Stadtbild bei und schafft eine wohnliche, einladende Atmosphäre. Ob an Erkern, Fenstern oder Balkonen – Blumen bereichern das Erscheinungsbild von Sterzing als urbanes Schmuckkästchen. Wettbewerbe wie „Blühende Fenster und Balkone“ gab es in Sterzing seit der Nachkriegszeit immer wieder. In diesem Jahr ruft die Tourismusgenossenschaft Sterzing alle Bewohner und Hauseigentümer der Innenstadt wieder dazu auf, ihre Häuserfassaden mit Blumen zu schmücken. Nach vielen Jahren veranstaltet sie erstmals wieder einen Blumenschmuck-Wettbewerb: Die Teilnahme erfolgt automatisch, eine Anmeldung ist nicht nötig. Voraussetzung ist eine einheitliche Bepflanzung. Eine unabhängige Jury bewertet die Dekoration nach Kriterien wie Fülle, Farbharmonie, Pflege und Gesamtwirkung. Die Preisverleihung erfolgt im September. Zu gewinnen gibt es Einkaufsgutscheine im Wert von 200 Euro (1. Platz), 100 Euro (2. Platz) und 50 Euro (3. Platz).
Nähere Informationen erteilt die Tourismusgenossenschaft Sterzing.
„Mäßigung statt Gier“
Theologe Don Paolo Renner warnt vor einer „No-Limit-Gesellschaft“
Erker: Don Renner, ist der Mensch von Natur aus unersättlich?
Paolo Renner: Der Mensch ist von Natur aus offen und neugierig, er sucht und forscht. Gleichzeitig entwickelt er eine Kultur, die ihm sagt: Alles hat ein Limit. Die Geschichte von Adam und Eva zeigt: Gott setzt Grenzen. Überschreitet man sie, kommt nichts Gutes dabei heraus. Die No -Limit-Gesellschaft ist keine gute Gesellschaft. Sie lehrt den Menschen auch keine Selbstkontrolle.
Die Bibel warnt vor Habsucht, Gier, Völlerei, Egoismus – Laster, die uns magisch anziehen. Der reiche Mann in der Bibel isst jeden Tag üppig und ignoriert den kranken hungernden Lazarus vor seiner Tür. Am Ende wird Lazarus in den Himmel getragen, der Reiche verurteilt sich selber zum Tode. Weniger ist oft besser. Das offenbart uns auch das Heilfasten. Ein Nachtisch füllt den Bauch, bremst aber die Verdauung. Zum Glück hat der Mensch die Fähigkeit, sich selbst Grenzen zu setzen und sich dadurch ein gutes Leben zu ermöglichen.
Auch endloses Wachstum schadet unserem endlichen Planeten. „Besitz besitzt“, sagte einst der Bozner Philosoph Carl Dallago. Heute könnte man es so formulieren: „Verbrauchen
verbraucht.“ Wer zu viel verbraucht, wird am Ende vom Verbrauch verbraucht. Wir sollten bewusste Bürger sein, doch die Wirtschaft reduziert uns auf das Produzieren und Konsumieren. Das ist gefährlich. Sogar Trenitalia nennt seine Fahrgäste mittlerweile „Kunden“. Alle Religionen raten zu einem nüchternen Lebensstil. Beuten wir nämlich die Natur zu stark aus, zerstören wir uns und den Planeten. Ein indianischer Spruch lautet: „Die Erde bekommen wir nicht von unseren Ahnen vererbt, sondern von unseren Nachkommen geliehen.“ Welche Erde wollen wir unseren Nachkommen zurücklassen? Unsere Kühlschränke schreien vor Überlastung. Und doch wirft ein

Don Paolo Renner: „Wer zu viel verbraucht, wird am Ende vom Verbrauch verbraucht.“
Italiener im Schnitt zehn bis 20 Prozent seines Einkaufs weg. Wir müssen uns endlich im Klaren sein, wie stark jede Ware uns und die Welt belastet. Und dass jeder Einkauf politisch ist. Vor einigen Monaten habe ich irrtümlicherweise Butterbohnen aus Senegal gekauft. Sobald ich erfahren habe, woher sie kommen, habe ich sofort das leidvolle Leben der Arbeiter gespürt. Sie arbeiten für fünf Euro am Tag, werden ausgebeutet, mit Chemikalien bestreut, viele von ihnen sterben. Auch das müssen wir wissen.
Werbung und Sonderangeboten zu widerstehen, ist schwierig. Da braucht es schon starke Willenskraft.
Nein. Es reicht, eine Packung Kekse zu öffnen und die versprochene Schokolade mit der Lupe zu suchen. Werbung lügt. Sie verkauft keine Wahrheit, sondern Ware – mit falschen Botschaften und Versuchungen. Auch für Adam und Eva war der Apfel verlockend, aber der Preis für einen Bissen war hoch. Wir dürfen nicht länger blinde Schnäppchenjäger sein, sondern müssen uns zu bewussten Konsumenten weiterentwickeln.
Müssen Gesetze und Verbote den Menschen zur Mäßigung zwingen? Aufklärung wäre das beste Mittel, um ihn in einer tugendhaften Weise zu bekehren. Manchmal muss Mäßigung durch Gesetze erzwungen werden, etwa bei Alkohol, Drogen oder LKW, die über den Brenner fahren, um der teuren Maut in der Schweiz auszuweichen. Ich bin auch kein Freund von Overtourism. Es ist unverschämt, wie weich mit dem Bettenstopp umgegangen wird. Aber das passiert, wenn Bürger in der Wahlkabine vergessen, ihre
politische Macht anzuwenden und ein Zeichen zu setzen.
Mäßigung und Wirtschaftswachstum: Wie können wir beides in Einklang bringen?
China wächst jährlich um sechs Prozent – auf Kosten der Lebensqualität seiner Bürger. Wohlstand heißt noch lange nicht Wohlbefinden. Wohlstand erzeugt auch Probleme und Spannungen. Wir sollten uns deshalb bemühen, tugendhaften Best-Practice-Beispielen zu folgen: Viele Gruppen, Vereine und Netze arbeiten bereits im Sinne der Gemeinwohlökonomie. Das Interdiözesane Netzwerk für neue Lebensstile regt Initiativen an, wie wir unseren Lebensstil wirklich verbessern können. Die Diözese Bozen-Brixen hat über das Institut „De Pace Fidei“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen eine Umweltfibel herausgegeben, einen praxisnahen Leitfaden, wie wir die Schöpfung bewahren können.
Jeder Konsument hat also mehr Macht, als er glaubt.
Ja. Die aktuelle Wirtschaft ist keine „Wir-schaft“, sondern eine „Ich-Schaft“, in der Weltkonzerne wie MacDonald‘s, Coca Cola und Chiquita dominieren. Aber auch kleine Schritte zählen, wenn sie entschlossen gemacht werden: durch den Kauf regionaler oder Fairtrade-Produkte, durch Reparieren statt Wegwerfen, durch Müllvermeidung, Urban Gardening, durch echte Blumen statt Plastik auf den Friedhöfen ... Eine Ameise ist nur eine Ameise, zwei Ameisen sind nur zwei Ameisen, aber 1.000 Ameisen – sie verändern die Geschichte.
Gaismairgespräche
Im Rahmen des Projektes „Stadtlabor – 500 Jahre Michael Gaismair“ hat sich eine Gruppe von Bürgern aus den Bereichen Wirtschaft und Soziales intensiv mit zwei Fragen befasst: Wie können und sollen sich Wirtschaft und Tourismus im Wipptal mittel- und langfristig vor allem nachhaltig und zum Wohle aller Menschen entwickeln? Wie kann eine Wirtschaftsentwicklung dazu beitragen, dass in unserem Land nicht nur Wohlstand, sondern auch Wohlbefinden für möglichst alle Bevölkerungsschichten andauernd und nachhaltig gesichert sind?
In einer Vortragsreihe beleuchten namhafte Referenten diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln. Eingeladen sind alle in den genannten Wirtschaftssparten betroffenen Personen, Betreiber von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, dort tätige Mitarbeiter, Kunden, Bürger, vor allem Jugendliche und Senioren. Die Vortragsreihe soll Stärken und Schwächen in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus bewusst machen und eine konstruktive, ausgleichende Diskussion ermöglichen. Die Vorträge können eine Art Kompass vermitteln, nach welchen Wertgrundhaltungen (Respekt, Rücksicht, Wahrung der Menschenwürde, Mäßigung, Achtung der Natur) wir das Schiff durch die Zeiten lenken wollen. Die Teilnahme ist kostenlos; es ist keine Anmeldung erforderlich.
Der erste Vortrag „Ethisch moralisches Handeln im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum und Mäßigung“ findet am 10. Juni um 20.00 Uhr im Raiffeisensaal Sterzing statt. Referent ist Theologe Don Paolo Renner. Weitere Vorträge folgen im Herbst mit Theologieprofessor Markus Moling und im Frühjahr mit Hotelier Michil Costa. Die Initiative der Arbeitsgruppe zur Organisation der Vortragsreihe wird getragen vom Projekt „Stadtlabor Sterzing“ und unterstützt von der Raiffeisenkasse Wipptal und von den Tourismusorganisationen im Bezirk.
Um Anmeldung wird gebeten (Tel. 0472 723760, bibliothek@sterzing.eu).
Kulturfahrt ins Passeiertal

Die diesjährige Kulturfahrt führte die Geschichtswerkstatt Freienfeld Ende April ins Passeiertal. Zahlreiche Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Kultur, Geschichte und Natur dieses besonderen Tales näher kennen zu lernen. Reiseleiter Toni Puner begleitete die Gruppe mit spannenden Erzählungen und viel Fachwissen. Er berichtete über die fruchtbare Landwirtschaft, den Tourismus, die beeindruckende Berglandschaft mit steilen Wiesen, Schluchten und Wasserfällen sowie über Besonderheiten wie den Stuller Wasserfall. Auch der historische Kummersee bei Rabenstein und die zwölf Schildhöfe kamen zur Sprache. Besichtigt wurde das MuseumPasseier im Sandhof in St. Leonhard, dem Geburtshaus von Andreas Hofer, und die Freilichtanlage. Auch die Sonderausstellung „Was man sehen will – Passeier und seine Partisanen“ fand großes Interesse. Nach dem Mittagessen in Moos gab es im Bunkermuseum nicht nur spannende Einblicke in Früh- und Regionalgeschichte, sondern auch Naturerlebnisse. Von einer Aussichtsplattform aus konnte ein Bartgeier mit seinen Jungen beobachtet werden. Auch die Alpensteinböcke und das Steinhuhngehege beeindruckten die Besucher. Nach der Rückfahrt über den Jaufenpass bedankte sich Helmuth Wieser im Namen der Geschichtswerkstatt bei allen Teilnehmern sowie beim Bildungsausschuss Trens für die Unterstützung der gelungenen Kulturfahrt.
Persönliche Erfahrung und große Geschichte
Buch „Leopold Staudacher – Zwischen Südtirol und Sibirien 1914–1920“ vorgestellt


Auf großes Interesse stieß Anfang Mai die Vorstellung des Buches „Leopold Staudacher – Zwischen Südtirol und Sibirien 1914 – 1920“ im Vigil-Raber-Saal in Sterzing. Zahlreiche Zuhörer waren gekommen, um mehr über das neu erschienene Werk zu erfahren, das ein eindrucksvolles Einzelschicksal mit der großen Geschichte des 20. Jahrhunderts verbindet.
Die Veranstaltung wurde von Josef Gasteiger, Präsident des Chronistenvereins Sterzing, eröffnet. In seinen Begrüßungsworten betonte er die Bedeutung der regionalen Geschichtsarbeit und würdigte das Buch als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Im Anschluss sprach Norbert Hiesleitner aus Wien, Enkel von Leopold Staudacher, über die Entstehungsgeschichte des Werkes. Bewegend schilderte er, wie die handschriftlichen Aufzeichnungen seines Großvaters erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurden. Es handelt sich um rund 350 Seiten in Kurrentschrift, die erst durch aufwendige Transkriptionsarbeit zugänglich gemacht werden konnten. Die Präsentation des Buches übernahmen Autorin Barbara Felizetti Sorg und Bezirkschronist Roland Thaler. Im Wechsel zwischen biografi-

schen Ausführungen und Lesungen aus dem Originalmanuskript gelang es ihnen, das Publikum tief in die Lebensgeschichte Leopold Staudachers eintauchen zu lassen.
Das Buch selbst überzeugt durch seine klare Zweiteilung. Während im ersten Abschnitt die Biografie Staudachers aufgearbeitet wird, folgt im zweiten Teil die Transkription seiner eigenen Aufzeichnungen. Gerade diese Verbindung aus historischer Einordnung und authentischer Stimme macht den besonderen Reiz des Werkes aus.
Leopold Staudacher wurde 1880 auf einem Bergbauernhof im Jaufental geboren. Seine Kindheit war geprägt von der engen Bindung an die Natur und die Familie, gleichzeitig eröffnete ihm seine Begabung den Weg zu höherer Bildung. Er besuchte das Gymnasium in Brixen und studierte später in Innsbruck. Diese frühe Lebensphase wird im Buch nicht nur als biografischer Hintergrund dargestellt, sondern bildet auch einen emotionalen Gegenpol zu den späteren Kriegserfahrungen. Immer wieder kehrt Staudacher in seinen Erinnerungen gedanklich zu seiner Heimat zurück, zu den Bergen, zu seiner Familie und zu den einfachen, aber erfüllten Jahren seiner Jugend.
© Anton Salcher
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs erfährt sein Leben eine radikale Zäsur. Die Aufzeichnungen beginnen mit eindringlichen Schilderungen der politischen Spannungen im Sommer 1914 und der zunehmenden Gewissheit, dass ein Krieg unausweichlich ist. Staudacher zeigt sich dabei als reflektierter Beobachter, der die Ereignisse nicht unkritisch hinnimmt. Seine Einberufung erfolgt rasch, der Abschied von den Eltern gehört zu den bewegendsten Passagen des Buches. Auch die Unsicherheit über die Zukunft und das Pflichtgefühl gegenüber Staat und Familie treten hier besonders deutlich zutage. Die Schilderungen der Erlebnisse an der Ostfront gehören zu den eindrucksvollsten Teilen des Werkes. Staudacher beschreibt den Alltag im Krieg mit großer Offenheit und ohne jede Verklärung. Die anfängliche Zuversicht weicht bald einer tiefen Ernüchterung. Hunger, Kälte, Angst und der ständig präsente Tod prägen das Leben der Soldaten. Gleichzeitig gewährt er Einblick in seine inneren Empfindungen, in Zweifel, Hoffnungen und die zunehmende Erkenntnis der Sinnlosigkeit des Krieges. Gerade diese persönliche Perspektive verleiht den Aufzeichnungen eine besondere Authentizität.
Ein zentraler Abschnitt des Buches ist der Gefangenschaft in Russland gewidmet. Nach seiner Gefangennahme wird Staudacher nach Krasnojarsk in Sibirien gebracht, wo er unter extremen Bedingungen über Jahre hinweg leben muss. Das Lagerleben ist geprägt von Entbehrung, Krankheit und ständiger Lebensgefahr. Besonders eindrücklich sind die Schilderungen des Ausbruchs von Flecktyphus, der zahlreiche Opfer fordert und das Leiden der
Gefangenen noch verschärft. Die späteren Aufzeichnungen liegen nur mehr in Fragmenten vor, was ihre Wirkung jedoch keineswegs mindert. Vielmehr vermitteln diese bruchstückhaften Notizen einen besonders intensiven Eindruck von den chaotischen und dramatischen Umständen der Flucht aus der Gefangenschaft. Erst im Jahr 1920 gelingt ihm schließlich die Heimkehr. Insgesamt entsteht durch das Buch ein eindrucksvolles Bild von sechs entscheidenden Jahren im Leben eines jungen Mannes, der durch Krieg und Gefangenschaft geprägt wurde. Die Aufzeichnungen zeigen eindringlich, wie nah persönliche Erfahrung und große Geschichte miteinander verwoben sind und wie aktuell viele der beschriebenen Themen auch heute noch erscheinen.
Im Anschluss an die Präsentation dankte Autorin Barbara Felizetti Sorg dem Chronistenverein Sterzing für die Herausgabe des Buches, Helmuth Girtler für die Bereitstellung zahlreicher Unterlagen, Grafiker Fabian Wieser von „freundgraphic“ für die gelungene Gestaltung sowie allen Sponsoren für ihre Unterstützung. Ihr besonderer Dank erging an Norbert Hiesleitner für das Vertrauen, sein „Herzensprojekt“ zu verwirklichen. Bürgermeister Sebastian Helfer und Stadträtin
Chiara Martorelli würdigten in ihren Grußworten die Bedeutung des Werkes für die lokale Geschichte und die Erinnerungskultur. Für die musikalische Begleitung sorgten Schüler der Musikschule Sterzing, die der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen verliehen.
Das Buch ist in allen Athesia-Filialen sowie bei Josef Gasteiger (Tel. 320 2178745) oder Barbara Felizetti Sorg (Tel. 338 4605785) erhältlich.
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Gasthaus und Badeanstalt Villa Maibad
von Karl-Heinz Sparber
Baugeschichte und Besitzverhältnisse
1356: Mitter mul wurde erstmals genannt.
1495: Chunrad Mittermülner 1612 – 1638: Der Mittermüllner Michael Fabian besaß die Mittermil.
1664: Marthin Leitschuech von der Mitermihl
1750: Sebastian Fischnaller besaß die Mittermühle.
1777: Maria Fischnaler, verehelicht mit Müllermeister Anton Ralser, waren gemeinsam Besitzer der Behausung mit Stuben, Kuchl, Kammer, Keller, Backofen, Städl und Stallungen samt Metzmühle mit drei Gängen, zwei Schüssern, Lodenwalke und Stampfe, weiters zwei Krautgärten und einem großen Garten in Gauderwitsch, den Maria 1786 erbte (Wert: 3.500 Gulden).
1794: Franz Ralser war erst 16
Jahre alt, dennoch erbte er vom Vater Anton (gestorben 1793).
1807: Anna Ralser (geboren 1781) erbte von ihrem ledigen Bruder Franz, Müllermeister (Vermögenswert: 6.772 Gulden).
1813: Johann Nussbaumer Senior
1835: Johann Nussbaumer Junior
1869: Johann Nussbaumer starb am 26. Juli 1867, seinen Nachlass erbte der Sohn Johann Nussbaumer.
1875: Johann Nussbaumer, Müller in der Mittermühle, verkaufte seinem Bruder Josef Nussbaumer Behausung, Metzmühle, Stadel, Stallung, Stampf- und Lodenwalke.
1881: Anton Geyer, Gärber in Sterzing, ersteigerte von Josef Nussbaumer und Franz Hofer die Mittermühle. Die Stampf- und Lodenwalke wurden bereits abgerissen.
1892: Der Holzhändler Karl Stötter verkaufte am 15. Juni dem Maurermeister Peter Markart die Mittermühle, die er selbst erst am 20. Mai 1892 von Anton Geyer gekauft hatte.
1894: Peter Markart überließ seinem Sohn Johann Markart die
Mittermühle.
1896, 6. Jänner: Johann Markart und seine Ehefrau Rosina geborene Wieser verkauften dem Bruder Josef Markart, derzeit Tischler am Brenner, die Mittermühle (Behausung mit Zu- und Ingebäuden).

Gasthaus und Badeanstalt Villa Maibad (gemalte Postkarte um 1900)
Villa Maibad mit Gasthaus und Dampflok (Josef Delfauro, um 1900)


Josef Markart für seine ehemalige Mittermühle in Maibad eine Schanklizenz aus. Er hatte auf der Bauparzelle 100 eine Schankwirt- und Badeanstalts-Behausung errichtet und nannte sie „Villa Maibad“. 1901: Der Gastwirt, Bad- und Tischlereibesitzer Josef Markart verkaufte am 10. November der Maria Jennewein verehelichte Buchauer die Schankwirts- und Badeanstalts-Behausung „Villa Maibad“. Der beliebte Gastwirt zog nach Rum bei Innsbruck und übernahm dort den „Rumerhof“. 1908: Johann Tafatscher kaufte die „Villa Maibad“, ein Jahr später hatten sich 3.000 Kronen Schulden angehäuft. Tafatschers Aufenthalt war unbekannt, der Besitz ging wieder an Maria Jennewein Witwe Buchauer zurück (Versteigerung, Ausrufpreis: 10.646 Kronen).
Große Konkurrenz um die Jahrhundertwende
Der Badeanstalt in der „Villa Maibad“ war keine große Zukunft beschieden. Zu groß war wohl auch die Konkurrenz in der weiteren Umgebung. Die zahlreichen Touristen kamen das ganze Jahr über vorwiegend mit der Eisenbahn aus den Nachbarländern in unsere Gegend, bestiegen die Berge, durchwanderten die Täler und nutzten die zahlreichen Angebote der Hotels und Pensionen. Südlich des Brenners (Hotel „Post“) lagen die Fremdenverkehrs-Hochburgen Brennerbad (mit „Geizkoflerhaus“, „Wildbad Brenner“, „Sterzingerhof“), der
mit Wasserheilanstalt, „Wielandhof“, beheiztes Schwimmbad ab 1894, „Gudrunhausen“ mit Kaltwasserheilanstalt seit 1899, „Palasthotel“ ab 1911), Sterzing („Parkhotel“ mit Schwimmbad, Kutschenfahrten nach Pfitsch, Trens, Mauls, zur Gilfenklamm, Mareit, Ridnaun), Trens (Gasthof „Blieger“ mit kleinem See), Mauls (Fuhrmannsgasthaus „Zum Blauen Hecht“, Gasthof „Stafler“, „Wildbad Möders“ ab 1905), Sachsenklemme, Franzensfeste (Bahnhofsrestauration), Wasserheilanstalt „Dr. Otto v. Guggenberg“ in Brixen (mit ersten Kneipp-Kuren seit 1890).
Das Maibad wechselte nach dem Ersten Weltkrieg häufig die Besitzer (Leopold Volgger 1918, Maria Kofler 1920, Florian Schwärzer 1922, Alois und Maria Plangger 1924, Othmar Egger 1925, Kreszenz Messner 1926 (die bekannte Maibad-Wirtin starb mit 62 Jahren), Aloisia Messner verehelichte Wegscheider 1941, Anna Messner 1972, Herbert Aukenthaler 1987). Die Badeanstalt lohnte sich nach den Kriegsjahren nicht mehr und erst mit dem Wirtschaftsaufschwung in den 1950er Jahren entwickelte sich der Gastbetrieb wieder zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und durchreisende Touristen.
Der Gastbetrieb wurde im Herbst 2022 in nur 15 Wochen von Grund auf renoviert. Das Ergebnis ist ein modernes 3-SterneHotel mit allem Komfort und großem Wellnessbereich.
Erwähnenswertes aus den Zeitungen
In der „Villa Maibad“ fanden öfters Gartenkonzerte statt (1909), die von der Stadtund Landbevölkerung gut besucht waren. Die „Innsbrucker Nachrichten“ von 1926 berichteten von einem Mord im Gasthaus „Maibad“, der am 2. Mai 1925 geschehen war. Im Keller wurde damals die MaibadWirtin Kreszenz Platter erhängt aufgefunden. Man dachte an Selbstmord und begrub sie in Wiesen. Nun hatte man den Schwiegersohn Plangger und einen Telfer namens Zingerle festgenommen und verurteilt, die Leiche wurde exhumiert und seziert.
3. Dezember 1933: Der Wintersportverein Sterzing veranstaltete einen internen Skilauf für alle Skifahrer aus dem Bezirk. Der Abfahrtslauf startete bei der Roßkopfhütte auf 2.000 m Höhe und hatte den Zieleinlauf beim Gasthaus „Maibad“ auf 950 m Seehöhe. 38 Teilnehmer zahlten je 3 Lire Nenngeld für diese Hetz. Sieger wurde Friedrich Mader (9 Minuten 3,8 Sekunden), gefolgt von Karl Schneider, Karl Leitner, Karl Strickner, Franz Seidner, Josef Lazzeri (12 Minuten 2,2 Sekunden). Den anschließenden Slalomlauf auf den Höhen beim Schwarzen Loch gewann ebenfalls Friedrich Mader, der für beide Läufe 50,2 Sekunden benötigte. Vier Skifahrer wurden disqualifiziert, außer sieben Skibrüchen ist nichts Besonderes passiert. Am Abend feierte man in der „Krone“, dort wurden auch die Diplome verteilt. Die „Dolomiten“ schrieb 1951: „Der Hundertjährige von Maibad gestorben. Der bei seinen Kindern in Maibad lebende Alois Kofler feierte am 15. Februar seinen hundertsten Geburtstag in noch gutem Gesundheitszustand. Er erzählte von der Entsumpfung des Sterzinger Mooses, dem Bau der Brennerbahn 1867, dem schneereichen Jahr 1880 und vieles mehr. Aber so viel Schnee wie heuer im Jahr 1951 habe es in den letzten 100 Jahren noch nie gegeben. Am Karsamstag, den 31. März 1951 verstarb er umstanden von Kindern, Enkeln und Urenkeln. Mit Alois Kofler, der das Patriarchenalter erreicht und überschritten hat, ist nun wohl der älteste Südtiroler von uns geschieden.“
Hotel „Maibad“ nach dem Umbau von 2022 (Werbeprospekt)

zing. In einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den KVW Frauen und der Bibliothek präsentierte die Wissenschaftlerin Barbara Plagg ihr aktuelles Werk „Smart bis zum Sarg“ und lieferte wertvolle Impulse für ein gesundes Gedächtnis.
Die Autorin verdeutlichte auf anschauliche Weise, dass ein leistungsstarkes Gehirn kein Produkt des Zufalls ist. Unter dem Titel „Smart bis zum Sarg: Gesundes Gehirn, starkes Gedächtnis“ räumte sie mit dem Vorurteil auf, dass man erst im hohen Alter an die geistige Vorsorge denken müsse. Plagg moti vierte die Zuhörer stattdessen dazu, bereits frühzeitig aktiv zu werden, da das Gehirn stetige Herausforderun gen benötigt, um Vergesslichkeit und Demenz effektiv vorzubeugen.
Dabei verknüpfte sie komplexe neu rologische Erkenntnisse mit prak tischen Ratschlägen für den Alltag und erklärte, warum ein bewusster Lebensstil die beste Versicherung für das Gedächtnis darstellt. Die Re sonanz des Publikums unterstrich die Aktualität dieses Themas, das weit über die rein medizinische Auf klärung hinausging.
Die Buchvorstellung fügt sich in das engagierte Programm der KVW Frauen ein, die neben solchen Bil dungshighlights auch die soziale Ge meinschaft stärken. Ein lebendiges Beispiel dafür ist der wöchentliche Strick- und Häkel-Treff, der auf großes Interesse stößt und viele Teilnehmerinnen anzieht.
Jaufental
Frühjahrskonzert voller Höhepunkte
Anfang Mai lockte das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Jaufental zahlreiche Musikliebhaber in den voll besetzten Konzertsaal. Unter der Leitung von Kapellmeisterin Sarah Gschliesser präsentierte die Kapelle ein abwechslungsreiches Programm mit traditionellen und modernen Werken. Durch das Programm führten die Musi kanten.
Das Konzert begann mit „Harmonie der Blasmusik“ von Christoph Walter, ge folgt von „Starlit Landscape“ von Naoya Wada. Ein besonderes Highlight war das Tenorhornsolo von Florian Gschnitzer in „Wenn die Augen glänzen ...“ von Martin Eller. Weiter ging es mit „A Musical Fan tasy“ von Ennio Salvere und der Polka „Traum einer Marketenderin“ von Franz Meierhofer. Der zweite Teil des Konzerts wurde mit dem Konzertmarsch „Die Isel“ von Gerald Ranacher eröffnet. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der „Quartalswalzer“ von Stefan Huber, bei dem die Kapelle von Leonhard Nussbaumer mit der Ziehharmonika unterstützt wurde.
Den Abschluss bildete das Medley „Barbie’s World“ aus dem Film „Barbie“, arrangiert von Michael Brown.

Im Rahmen des Konzerts wurden verdiente Mitglieder der Musikkapelle geehrt: Bezirksobmann Daniel Ungerank überreichte Paul Siller das Verdienstzeichen in Silber für seine zehnjährige Tätigkeit als Stabführer und seine 15-jährige Tätigkeit als Kassier. Obfrau Kathrin Rainer Wieser verlieh Jana Oberprantacher das Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold.
Stilfes
Ein klangvoller Frühling

Blasmusik und modernen Arrangements, die gelungene Mischung sorgte für anhaltenden Applaus. Charmant und kurzweilig führten
Josef Brida und Annett Thaler durch das Proonderer Moment des Abends war die Ehrung verdienter Musikanten. Matthäus Thaler wurde mit dem Leistungsabzeichen in Bronze ausgezeichnet, Lisa Wild und Leo Saxl erhielten das Leistungsabzeichen in Silber. Ehrenurkunden erhielten Stefan Schwitzer ür 25 Jahre und Helmut Brunner für 50 Jahre Mitgliedschaft – ein Zeichen großer Verbundenheit zur Kapelle und zur Musik. Auch die Weiterbildung innerhalb der Kapelle wurden hervorgehoben: Jonas Huebser absolvierte olgreich den Stabführerkurs, während Leo Saxl nun die Kapellmeisteraus-
onzert klang der Abend bei von den Bäuerinnen zubereiteten Speisen in geselliger Atmosphäre aus.
Vorgeschlagener
Unkostenbeitrag
Cifraindkativa (offerta volontaria)

Inland (außerhalb desBezirks,verbindlich)
Per i residentifuori dell'Alta Val d'lsarco (obbligatorio)
Aus.land(verbindlich) Per l'estero(obbligatorio)
unabhängig indipendente zweisprachig bilingue lokal • locale
FÖRDER·ABO ABBONAMENTO PROMOZIONALE
Una famiglia, un comune: il progetto di accoglienza che parte da Vipiteno
A Vipiteno prende forma uno dei primi esempi concreti di accoglienza diffusa in Alto Adige. Mentre il dibattito politico sull’immigrazione continua ad alimentarsi tra propaganda, polemiche sui social e scontri tra partiti, il comune altoatesino ha deciso di aderire al piano provinciale per redistribuire sul territorio le 94 famiglie di migranti attualmente ospitate a Bolzano.
La giunta comunale, guidata dal sindaco Peter Volgger, ha accolto senza particolari obiezioni una famiglia di rifugiati. “Abbiamo il dovere di aiutare”, ha dichiarato il primo cittadino, sottolineando come il contributo dei singoli comuni possa alleggerire il peso dell’accoglienza concentrato finora soprattutto nel capoluogo.
La protagonista di questa esperienza è Shaista, rifugiata politica pakistana di 37 anni, arrivata a Vipiteno insieme al figlio piccolo. La donna vive ora in un appartamento comunale. Sarà lei stessa a sostenere le spese dell’alloggio e ha già iniziato a lavorare. Nonostante il nuovo impiego, il suo desiderio resta quello di tornare a fare la parrucchiera, professione che svolgeva in Pakistan.
Anche il figlio sta affrontando un percorso di adattamento: frequenta l’asilo, ma il cambiamento non è semplice. Nuovi ritmi, una lingua sconosciuta e un contesto completamente diverso rappresentano una sfida quotidiana. Nonostante le difficoltà iniziali, il bilancio viene considerato positivo.
Secondo l’assessora comunale all’integrazione Chiara Martorelli, molte amministrazioni locali esitano ancora ad aderire al progetto soprattutto a causa del clima di tensione che circonda il tema migratorio. “Hanno paura perché se ne parla continuamente, e sempre in termini negativi – ha spiegato – ma la verità è che si tratta di una sola famiglia per comune. Aiutarli a integrarsi è assolutamente possibile”.
L’esperienza di Vipiteno potrebbe ora trasformarsi in un modello per altri territori. La speranza della giunta provinciale è infatti quella di costruire un sistema di accoglienza diffusa più equilibrato, capace di coinvolgere diversi comuni e di non gravare esclusivamente sulla città di Bolzano.
Erker
Bocciata l’“Assistenza abitativa plus”: futuro incerto per il progetto pilota
Il progetto “Assistenza abitativa plus” per la casa di riposo comprensoriale dell’Alta Valle Isarco resta in bilico dopo il voto contrario del consiglio comunale di Vipiteno nella seduta del 29 aprile. Tutti gli altri comuni del comprensorio – tra cui Racines, Val di Vizze, Fortezza, Brennero e Campo di Trens – oltre alla Provincia autonoma di Bolzano, avevano già espresso parere favorevole.

L’iniziativa nasce per affrontare la carenza di personale qualificato nella residenza per anziani comprensoriale, dove circa 40 posti letto risultano inutilizzati. La struttura riesce infatti a sostenersi economicamente solo con almeno 80 ospiti e per il 2025 è previsto un deficit di circa 600 mila euro. Il progetto prevedeva la destinazione temporanea di dieci posti a persone over 65 con limitato bisogno assistenziale, che avrebbero potuto vivere in autonomia usufruendo però dei servizi di assistenza presenti nella struttura. Il presidente del comprensorio Martin Alber aveva sottolineato il carattere temporaneo della soluzione, pensata fino al reperimento del personale necessario per ripristinare la piena attività ordinaria. Anche parte della SVP aveva sostenuto il progetto, evidenziando la possibilità di trasferire rapidamente gli ospiti in reparti
assistenziali tradizionali in caso di peggioramento delle condizioni di salute. Nonostante ciò, il consiglio comunale ha respinto la proposta con nove voti contrari e due astensioni. Il sindaco Peter Volgger ha espresso dubbi soprattutto sulle conseguenze sociali dell’iniziativa, interrogandosi sul futuro degli anziani una volta conclusa la fase temporanea. Tra le criticità emerse anche il carico di lavoro del personale, la difficoltà nel reperire nuove figure professionali e il rischio di ripercussioni sulla lista d’attesa per i posti tradizionali, che conta circa 150 richieste. A incidere sulla decisione anche la mancanza di una documentazione contrattuale definitiva. La questione passerà ora al consiglio comprensoriale, che dovrà alutare possibili alternative e attendere un parere giuridico della Provincia autonoma di Bolzano sul futuro del progetto. Nel corso della stessa seduta il consiglio comunale ha approvato una mozione del consigliere SVP Werner Graus per la realizzazione di un parcheggio pubblico a Tunes. È stato inoltre discusso l’acquisto della rete elettrica “Kruselburger” a Mareta da parte di Stevi Multiservizio Srl Vipiteno, operazione dal valore iniziale di circa 225 mila euro.
Il consiglio ha infine approvato l’utilizzo dell’avanzo di amministrazione da 6,45 milioni di euro e una variazione di bilancio da circa 6,49 milioni destinata a manutenzioni straordinarie, lavori su scuole, strade, reti idriche, edifici pubblici e impianti sportivi. Decisa anche l’estinzione anticipata di due mutui e la modifica del regolamento comunale per aderire al progetto “mySummerCard”.
Comune di Vipiteno
Turismo in crescita: la cooperativa di Vipiteno approva il bilancio e guarda al 2026

Segnali positivi per il turismo nell’area Vipiteno–Val di Vizze–Campo di Trens. L’assemblea della cooperativa turistica, riunitasi il 30 aprile 2026, ha approvato all’unanimità il bilancio 2025, confermando un andamento in crescita e tracciando le linee strategiche per il prossimo anno.
I numeri parlano chiaro: nel 2025 si sono registrate oltre 520.000 presenze (+5,73% rispetto all’anno precedente) e circa 217.000 arrivi (+3,84%). La permanenza media resta stabile a 2,4 giorni.
Durante l’assemblea, il presidente Alois Bacher ha sottolineato il buon andamento generale del settore, ricordando anche l’importanza di eventi di richiamo internazionale come il “Tour of the Alps”, che ha dato visibilità al territorio ben oltre i confini locali. Positivo anche il bilancio delle manifestazioni tradizionali e delle attività estive, sempre più frequentate.
Non mancano però le sfide: tra gli obiettivi principali resta quello di aumentare la durata dei soggiorni, ancora relativamente breve. Per questo la cooperativa punta su investimenti nell’offerta turistica, sul potenziamento della Guest Card e su una programmazione eventi sempre più ricca.
Il 2026 si preannuncia infatti intenso, con diverse novità accanto agli appuntamenti consolidati. Tra queste, il debutto del “Krapfenfest” il 9 maggio, il ritorno delle Giornate dello yogurt e il ritiro estivo della squadra tedesca 1. FC Kaiserslautern. In calendario anche festival musicali ed eventi di richiamo internazionale, oltre alle tradizionali manifestazioni che animano il territorio durante tutto l’anno.
Grande attenzione sarà riservata anche al marketing e alla promozione: sono previste campagne congiunte con le altre destinazioni della zona e un rafforzamento della presenza digitale, anche alla luce del crescente ruolo dell’intelligenza artificiale nella scelta delle vacanze.
Un aspetto più volte ribadito nel corso dell’incontro è stato quello della collaborazione tra territori. I rappresentanti istituzionali presenti hanno evidenziato come la sinergia tra comuni, operatori turistici e comprensori sciistici sia ormai fondamentale per competere in un mercato sempre più dinamico.
In sintesi, il 2025 si chiude con risultati incoraggianti, mentre il 2026 si apre sotto il segno della continuità e dell’innovazione, con l’obiettivo di rafforzare ulteriormente l’attrattività turistica dell’intera area. sp
Comune di Brennero Approvati il progetto “Assistenza abitativa plus” e il bilancio comunale
Il consiglio comunale di Brennero, nella seduta del 30 aprile, ha approvato a larga maggioranza il progetto “Assistenza abitativa plus”, affidandone la gestione alla Comunità omprensoriale Wipptal. Il modello è rivolto agli over 65 con limitato biso gno assistenziale rappresenta un progetto pilota a livello provin ciale, poiché sarà ealizzato per la prima volta all’in terno di una resi denza per anziani già esistente. Il sindaco Martin Alber ha illustra to ai consiglieri gli obiettivi dell’iniziativa, spiegando che il Comune guarda anche alla futura realizzazione di una propria struttura dedicata, alla luce dell’evoluzione demografica. Alber ha inoltre rassicurato sul fatto che nessun anziano resterà senza assistenza e che, se necessario, saranno individuate soluzioni abitative alternative. Durante il dibattito, la consigliera Edeltraud Zössmayr ha espresso dubbi sui possibili trasferimenti degli ospiti, ritenendoli delicati per persone fragili. Il sindaco ha replicato assicurando un monitoraggio costante della situazione. La delibera è stata approvata con tre astensioni.

Approvata anche la relazione di bilancio del Comune, che presenta un avanzo di amministrazione di circa 1,84 milioni di euro. L’utilizzo della quota vincolata, pari a 1,18 milioni, è stato votato all’unanimità, mentre la destinazione della parte libera sarà definita successivamente.
Via libera unanime anche ai bilanci dei vigili del fuoco volontari di Colle Isarco e Fleres e all’istituzione del consiglio giovanile comunale, composto da Maria Aukenthaler, Martina Hecher, Amalia Kopton e Thomas Strickner, con la prevista cooptazione di Nadia Seidner e di un rappresentante del gruppo linguistico italiano. L’organismo avrà funzione consultiva e presenterà proposte annuali sulle politiche giovanili.
Nel corso della seduta sono stati inoltre approvati uno scambio di terreni con Autostrada del Brennero S.p.A., la vendita di alcune particelle a Colle Isarco e l’adesione del Comune al progetto “mySummerCard”. Via libera anche al progetto “ComuneClima” dell’Agenzia CasaClima Alto Adige, per un costo di circa 30 mila euro.
Attraverso una variazione di bilancio, il Comune ha infine destinato circa 80 mila euro derivanti da oneri di urbanizzazione a interventi per municipio, scuola primaria, parco comunale e Prennerhaus.
Una nuova sala feste: tradizione e modernità nello stesso progetto
Il Comune di Val di Vizze ha approvato il progetto per la realizzazione della nuova sala feste di Prati, destinata a so-

stituire la storica struttura mantenendone però lo spirito tradizionale. Il progetto, illustrato in consiglio comunale dal sindaco Stefan Gufler e dall’architetto Alexander Burger, punta a creare uno spazio moderno e multifunzionale pensato per le esigenze delle numerose associazioni locali, coinvolte direttamente nella fase progettuale.
La nuova sala verrà costruita al posto dell’attuale struttura, che sarà demolita e ricostruita mantenendo però la platea esistente per contenere i costi. La parte posteriore dell’edificio, utilizzata dal cantiere comunale, resterà invariata. L’intera struttura sarà inoltre leggermente spostata verso l’area Kneipp per migliorare la distanza dalla strada e la fruibilità degli spazi esterni. Pur essendo solo leggermente più grande dell’attuale, il nuovo edificio offrirà maggiore flessibilità grazie all’assenza di un palco fisso, sostituito da moduli mobili facilmen-
te adattabili ai diversi eventi. Previsti anche una cucina più ampia, magazzino, ufficio, area bar, cabina tecnica e un piccolo punto ristoro esterno rivolto verso l’area
Kneipp
La sala potrà ospitare oltre 600 persone e, con autorizzazione speciale, superare le mille presenze. Per questo il progetto prevede anche un importante miglioramento ’acustica per concerti e manifestazioni. Il costo complessivo dell’intervento è stimato in circa due milioni di euro.
Durante il dibattito il consigliere Renato Bussola ha espresso dubbi sulla collocazione della struttura e proposto una consultazione pubblica. La maggioranza ha però difeso il percorso condiviso con le associazioni locali. Il progetto è stato infine approvato con un solo voto contrario e quattro astensioni. Il prossimo passo sarà la richiesta di finanziamento alla Provincia autonoma di Bolzano.
Sul fronte politico, la consigliera Monika Reinthaler Trenkwalder ha annunciato le proprie dimissioni dal consiglio comunale. Al suo posto entrerà Michael Tschöll. Reinthaler ha motivato la scelta con la perdita di fiducia e motivazione maturata negli ultimi mesi nel clima politico comprensoriale, pur ricordando con soddisfazione il lavoro svolto durante i cinque anni alla guida della Comunità comprensoriale Wipptal.
Approvato il progetto per l’ampliamento del centro polifunzionale
Il Consiglio comunale di Racines, durante la recente seduta di fine aprile, ha approvato il progetto esecutivo per l’ampliamento e la riqualificazione energetica dell’e dificio polifunzionale di Casateia, oltre all’utilizzo dell’avanzo di am ministrazione del Comune. L’edificio polifunzionale, co struito alla fine degli anni Settanta e ristrutturato con ampliamento nel 2001 senza però interventi di iso lamento termico, sarà ora oggetto di un importante intervento di modernizza zione. Il progetto prevede la realizzazione di un am pliamento a due piani sul retro della struttura: il piano terra sarà destinato ai Vigili del Fuoco volontari, mentre il piano superiore consentirà l’estensione della sala per le associazioni. Saranno inoltre rinnovati i servizi igienici, che verranno adeguati alle esigenze delle persone con disabilità e resi accessibili anche dall’esterno. Il progetto esecutivo, presentato dal vicesindaco Thomas Strickner, è stato approvato all’unanimità sotto il profilo amministrativo. Il costo complessivo dei lavori, comprese le spese tecniche, ammonta a circa 1,96 milioni di euro lordi. Anche l’avanzo di amministrazione, pari a circa 2,76 milioni di euro, è stato approvato senza voti contrari. Il sindaco Sebastian Helfer ha spiegato che il risultato amministrativo è particolarmente elevato perché alcuni progetti, per i quali erano già stati stanziati i fondi, non sono stati conclusi nel corso dell’anno precedente. Le risorse saranno destinate principalmente a lavori aggiuntivi presso la scuola dell’infanzia e l’asilo nido di Stanghe (483.000 euro), all’e-
dificio polifunzionale di Casateia (247.000 euro), alla riqualificazione energetica della casa delle associazioni di Racines di Dentro

delle tubazioni nella casa delle associazioni di Racines di Dentro (100.000 euro ciascuno). Per la realizzazione della nuova scuola media di Vipiteno saranno stanziati 125.800 euro, mentre 300.000 euro saranno destinati al rimborso di prestiti. Ulteriori fondi saranno impiegati per l’asfaltatura della strada verso Gupp e Caspineto (73.200 euro) e per l’asfaltatura e la posa della condotta idrica nell’ambito del collegamento alla rete di teleriscaldamento di Stanghe (53.200 e 48.800 euro).
Il Consiglio comunale ha inoltre approvato all’unanimità un nuovo regolamento che vieta il campeggio su tutte le aree pubbliche di proprietà del Comune di Racines. Nei prossimi giorni saranno installati appositi cartelli informativi. Infine, sono stati approvati senza voti contrari anche i bilanci dei Vigili del Fuoco volontari di Racines (165.572 euro), Ridanna (90.331 euro), Telves (69.109 euro) e Racines di Dentro (26.529 euro).
Comune di Val di Vizze
Comune di Racines
Zona sportiva, comune in trasferta per raccogliere idee
Doppia “gita” per la giunta, al largata al consiglio: due sabati spesi per osservare, raccogliere idee per chiarire le proprie in tenzioni sul futuro degli impianti comunali. Mète, prima quella di San Lorenzo di Sebato, poi quella di Lagundo. Destinazione delle idee, la zona sportiva-ricreativa tra Fortezza centro e Mezzasel va, quella vasta piana che do vrebbe far restituire al paese, da parte della Direzione del Tunnel di base del Brennero, il campo da calcio “Oddo Bronzo” e strutture annesse. Un teatro sportivo per il quale, attualmente, mancano gli attori, ovvero chi a calcio ci giochi e che, seppur in maniera indiretta, ha causato dibattito e attacchi tali, all’interno della coalizione di giunta, dal portare alle dimissioni l’assessore Bettina Cipolletta, richiedere un’assemblea popolare per sondare gli umori e, come dicevamo in apertura, la decisione di “andare a vedere cosa hanno fatto gli altri”. E gli “altri” sono stati il Comune di San Lorenzo di Sebato e quello di Lagundo. Il primo tra il 2023 e il ‘24 ha riprogettato il suo impianto sportivo che vede oggi un campo da calcio, due campi da beach volley, due impianti per il padel, un campo da pallacanestro, lo skate park, piste per il curling, nonché un’area “calisthenics” (quella sorta di attrezzi a cui aggrapparsi per fare esercizi ginnici) e una zona ricreativa: la sommatoria di quanto era emerso nella pubblica assemblea, con le richieste di tutti i fortezzini. Diverse le proposte a Lagundo, ove la zona sportiva e ricreativa, lungo la ciclabile della Val Ve-

nosta, è più indirizzata al tempo libero che allo lo sport, offrendo diverse strutture all’aperto come lido (piscina all’aperto con acqua salata), minigolf, campi da beach volley, e un’area per le mountain bike e BMX, un parco-avventura e un poligono di tiro sportivo in un piano sotterraneo della Casa della Cultura. Analizzando tutte le offerte, e ponendole una di fianco all’altra, vi si riscontrano realizzate quelle idee proposte dall’ormai estinto Gruppo Sportivo di Fortezza, unite a quelle del vicesindaco Amort e ad altri della giunta. “Nulla è ancora deciso – ci dice il sindaco Thomas Klapfer – anche perché stiamo aspettando di capire in quale direzione intendano muoversi a Roma. Resta il fatto – precisa – che il contratto con il Bbt prevede il ripristino fedele dell’area come prima dell’avvento del cantiere con una variante che però nessuno vuole: il ripristino della statale come un tempo. La viabilità è migliore adesso. Un
punto su cui tutti sono d’accordo è quello del biolago o biopiscina che dir si voglia. È il sogno di tutti, una vera attrazione. Ma anche questo, come le altre proposte, farebbe parte di un piano più ampio di riqualificazione dell’area che dipende da ciò che Bbt è disposto o, piuttosto, ha deciso, di fare. Fino ad allora possiamo solo ipotizzare programmi, provare a raccogliere idee e vedere
osa e come si potrebbe realizzare”. Ed anche a quale costo, ci permettiamo di aggiungere. Va detto, che solo per il lago biologico balneabile, le problematiche non sono poi così semplici. ealizzare un qualcosa che non crei problemi e che sia facile da gestire, presuppone delle conoscenze e delle capacità interdisciplinari non banali per garantire, esempio, che non fioriscano quelle alghe che intorpidiscono l’acqua. Dunque, sono necessarie condizioni ecologiche per un equilibrio che permetta acqua pulita e una balneazione sicura, con piante adatte a mantenerla appetibile per una nuotata. Significa personale e stipendi da pagare. Per gli altri sogni, ancora il sindaco: “Per vedere alberi ad alto fusto ci vorrà tempo, tanto tempo. Almeno quarant’anni per un albero alto, robusto e utilizzabile per i percorsi avventura”. E ci saluta con una sentenza: “Cose per una prossima generazione!” dm

© Gruppo Sportivo Fortezza/fb
Comune di Fortezza

Le associazioni Agorà e Lurx insieme per la tutela e la valorizzazione dello Sterzinger Moos
Lo Sterzinger Moos rappresenta un patrimonio di grande valore ambientale, paesaggistico e storico e, fino alla grandiosa opera di bonifica del 1875-77, corrispondeva alla vasta zona paludosa estesa tra Campo di Trens, Val di Vizze e Vipiteno. Oggi, dopo la regimazione dei tre corsi d’acqua principali che lo alimentano - il fiume Isarco, il Rio Mareta e il Rio Vizze - lo Sterzinger Moos è quasi del tutto prosciugato. Tuttavia, le zone umide, con la flora tipica delle torbiere e delle paludi che caratterizzava allora l’area, sono ancora parzialmente riconoscibili nei biotopi, nei pochi canneti e nei margini di rogge e ristagni d’acqua. L’Erker ha intervistato Mario Sartori e Christoph Hofer, rispettivi presidenti delle associazioni culturali Agorà odv e Lurx di Vipiteno, e promotori del progetto congiunto di tutela e valorizzazione dello Sterzinger Moos. Intorno alle due associazioni si sta formando un gruppo di cittadini attenti, attivi, competenti e motivati che, in maniera volontaria, intendono contribuire al successo dell’iniziativa.
Com’è nata l’idea di un progetto congiunto tra Lurx e Agorà?
Ch. H.: Le nostre due associazioni culturali avevano da tempo l’intenzione di collaborare e quest’anno hanno messo a fuoco un tema d’interesse comune: la valorizzazione paesaggistica e naturalistica dello Sterzinger Moos,
un territorio che è il risultato dell’azione di una storia geologica millenaria, ma anche e soprattutto dalle trasformazioni portate dall’uomo negli ultimi 150 anni.
M.S.: Siamo in una fase in cui le amministrazioni locali e la Provincia stanno predisponendo piani – in materia urbanistica, di contrasto al cambiamento climatico e di regimazione idraulica – che possono avere una notevole incidenza sulla qualità ambientale dello Sterzinger Moos. Lo stesso governo nazionale è alle prese con un’importante scadenza: dovrà presentare, già nel settembre di quest’anno, un piano per la tutela degli habitat e per il ripristino di ecosistemi degradati, in attuazione al regolamento europeo Nature Restoration Law del 2024.
Cosa si intende con ripristino di ecosistemi degradati?
M.S.: Con ripristino/restauro della natura, o rinaturalizzazione, s’intende il complesso di interventi e tecniche atte a contrastare la perdita di biodiversità, con strategie su misura per le diverse tipologie di habitat capaci anche di mitigare gli effetti del cambiamento climatico. A questo proposito, basti pensare che le torbiere e le zone umide come acquitrini o paludi, a livello globale, immagazzinano quasi il 30% del carbonio organico.
Quali sono le principali criticità che si dovranno analizzare e affrontare?
Ch.H: L’area dello Sterzinger Moos, com’è
noto, è pesantemente segnata e irrimediabilmente segmentata oltre che, in misura minore dalla linea ferroviaria, dall’asse autostradale e dalle infrastrutture connesse. La connessione ecologica e la continuità degli habitat è compromessa. La congestione stradale e autostradale – determinata soprattutto dai mezzi pesanti, ma anche nei periodi di maggior afflusso e deflusso turistico dal traffico automobilistico – comporta un deterioramento della qualità ambientale e della vivibilità dell’intera zona.
M.S.: Questi fattori incidono anche sulla salute degli ecosistemi e rappresentano una minaccia anche per l’agricoltura a causa del degrado delle acque e dei suoli. Gli interventi di rinaturalizzazione possono contribuire a riequilibrare la situazione e offrire nuove opportunità di fruizione dell’area con collegamenti ciclo-pedonali che potrebbero collegare le zone di maggior pregio paesaggistico e culturale dello Sterzinger Moos.
Malgrado il peso delle infrastrutture che ha nominato, nei decenni, alcune isole dello Sterzinger Moos sono comunque sopravvissute.
M.S.: Gli ecosistemi inviolati dello Sterzinger Moos sono sopravvissuti perché corrispondevano ad aree improduttive o inaccessibili. Garantire la loro tutela e il controllo dei fattori esterni di pressione ambientale rappresenta la priorità assoluta del progetto. Ci riferia-
Balze naturali verso Stilves
mo al biotopo Grante Moos, tra Pruno e Stilves che, fino agli anni ’50 del secolo scorso, era un’area sfruttata per l’estrazione della torba. Una volta dismessa l’attività estrattiva, l’area non aveva più utilità né per l’agricoltura né per il pascolo. Invece, il biotopo Prantner Moos, limitrofo alla linea ferroviaria del Brennero, durante la Seconda guerra mondiale fu oggetto di pesanti e continui bombardamenti e i crateri delle esplosioni hanno costellato l’area di buche, ora colme d’acqua, che rendono questi terreni del tutto inadatti ad essere lavorati. La sopravvivenza di questi ambienti, oltre a queste ragioni storiche, dipende oggi anche dai provvedimenti di tutela che negli anni ’80 sono stati adottati dalla Provincia di Bolzano con l’istituzione dei biotopi protetti.
A livello pratico, come agiranno le due associazioni nell’attuazione del progetto?
Ch. H.: Le nostre due associazioni coordineranno in forma paritaria lo sviluppo del progetto, in un percorso condiviso che, in ogni fase, sarà aperto alla partecipazione dei cittadini, degli Enti locali e degli operatori del territorio, agricoltori in primis. Lurx è un’associazione libera di artisti e operatori culturali che, dal 1999, promuove attività artistiche. Inoltre ha permesso l’incontro fra attori di diversi settori e porta la sua lunga esperienza di organizzazione di eventi, di formazione culturale e di capacità di coinvolgimento della comunità.
M. S.: L’attività di Agorà, nata nel 2019, si è incentrata fin dai suoi primi passi sulla redazione della rivista online Vipiteno cultura, nata nel 2020 per promuovere le iniziative culturali di Vipiteno. Oltre a trattare la storia del territorio, la musica, la letteratura e la storia dell’arte, l’associazione si è orientata a trattare anche il tema
delle risorse ambientali, occupandosi di acqua, suolo, biodiversità e paesaggio. Come è stato già sottolineato da Christoph, ogni decisione e ogni fase del progetto “Sterzinger Moos” viene pianificata e attuata in modo condiviso, per garantire una programmazione coerente delle diverse tappe e un’azione efficace in vista degli obiettivi da raggiungere.
Quali sono le fasi del progetto?
M.S.: Il percorso progettuale prevede una prima fase, già in atto, che consiste nella raccolta di documentazione di carattere storico e scientifico, in sopralluoghi accompagnati da tecnici ed esperti, in riunioni periodiche e workshop tematici aperti; è poi prevista la realizzazione di reportage fotografici e di video e la redazione di mappe tematiche. Non mancheranno gli incontri istituzionali con gli amministratori locali e provinciali e con gli operatori del territorio. L’obiettivo principale è quello di giungere, in autunno, a una presentazione pubblica dei risultati della fase di analisi, un evento che vedrà la partecipazione di tecnici, ricercatori e progettisti, allo scopo di avviare un dibattito pubblico tra gli amministratori locali, la Provincia e la cittadinanza.
C:H: Nel programma del progetto “Sterzinger Moos”, dopo la restituzione pubblica della prima fase di analisi ambientale e territoriale che avverrà in autunno e che sarà accompagnata da una mostra foto-cartografica e da un primo forum partecipativo, si prevede di avviare una seconda fase di progettazione partecipata, che porterà alla redazione di proposte. Riguarderanno: la tutela dei biotopi e la rinaturalizzazione del reticolo idrologico, la difesa del suolo e del paesaggio agrario, il recupero delle aree degradate, l’estensione e la valorizzazione dei percorsi ciclo-pedonali e la definizione di criteri di gestione sosteni-
bile dell’intera area. Questa fase durerà l’intero inverno e si concluderà nella primavera 2027.
A livello culturale, qual è l’apporto di questo progetto?
Ch. H.: Innanzitutto, la collaborazione naturale tra i gruppi linguistici prevalenti a Vipiteno. Le nostre associazioni sono formalmente una in lingua italiana e una in lingua tedesca ma, di fatto, i nostri iscritti sono bilingui e la diversa appartenenza linguistica, per Lurx e Agorà, ha sempre rappresentato solo un’opportunità e una ricchezza. Sul piano dei contenuti, miriamo a promuovere una maggiore consapevolezza da parte della cittadinanza nei confronti
del valore ambientale, storico e culturale dell’area.
M.S.: Puntiamo anche a far sì che gli amministratori locali e la stessa Provincia considerino il paesaggio naturale e agrario dello Sterzinger Moos come un bene unitario da salvaguardare e una vera risorsa strategica per il futuro, contrastando la prepotenza del traffico e delle infrastrutture invasive, che, se non verranno controllate e disciplinate, non potranno che pretendere sempre nuovi spazi, aggravando ulteriormente il quadro ambientale e marginalizzando in modo progressivo le attività agricole.

Nuovo contributo per i pannolini
lavabili – Iniziativa “Baby+”
Il Comune di Vipiteno comunica che è attiva la nuova iniziativa “Baby+”, volta a sostenere le

un contributo finanziario per l’acquisto di pannolini lavabili in tessuto. Il contributo copre fino all’80% dei costi sostenuti, secondo i criteri stabiliti.
L’iniziativa è stata promossa dalle rappresentanti comunali per gli affari familiari, l’assessora Christine Eisendle e la consigliera comunale Melanie Ploner, e realizzata in collaborazione con l’assessore all’ambiente Heinrich Forer. Con questa misura, il Comune persegue l’obiettivo di alleggerire concretamente il carico economico delle famiglie e, allo stesso tempo, di contribuire alla riduzione dei rifiuti e alla tutela dell’ambiente.
Le informazioni e il modulo di richiesta sono disponibili sul sito web del comune: www.vipiteno. eu (Novità - Iniziativa “Baby+”).
sp
myCard arriva in Alta Valle Isarco
Per questa stagione estiva 2026 anche l’Alta Valle Isarco entrerà ufficialmente nella rete della “myCard”, il sistema di abbonamento dedicato al tempo libero già affermato in altre zone dell’Alto Adige. L’iniziativa coinvolgerà i comuni di Vipiteno, Campo di Trens, Racines, Val di Vizze, Brennero e Fortezza, ampliando così il progetto fino a un totale di 18 comuni partner. Tra le novità più attese figurano anche l’ingresso degli impianti di risalita Monte Cavallo, Racines-Giovo e Ladurns, che andranno ad arricchire un’offerta pensata sia per residenti sia per ospiti. L’obiettivo è chiaro: incentivare la fruizione delle strutture sportive, culturali e ricreative del territorio attraverso una formula semplice, conveniente e digitale. Con una sola carta sarà infatti possibile accedere a piscine, impianti di risalita, musei, laghi balneabili e numerose attrazioni distribuite tra Valle Isarco e Alta Valle Isarco.
AGEVOLAZIONI PER I RESIDENTI
Sul fronte culturale saranno accessibili anche l’Hofburg di Bressanone, l’Abbazia di Novacella, Castel Rodengo e il Forte di Fortezza.

La myLiftcard è invece pensata soprattutto per escursionisti e appassionati di montagna. Include gli impianti della Plose, dell’area Gitschberg-Jochtal e dell’Alta Valle Isarco, con Monte Cavallo, Ladurns e Racines-Giovo. L’offerta viene completata da alcuni ingressi in musei e nella palestra di arrampicata “Vertikale” di Bressanone.
Uno degli aspetti centrali del progetto riguarda il sostegno economico garantito dai comuni aderenti. I residenti potranno infatti acquistare la carta a tariffe ridotte rispetto ai visitatori esterni. Secondo i promotori, la myCard non vuole essere soltanto uno strumento turistico, ma soprattutto un incentivo concreto per la popolazione locale, in un periodo in cui i costi legati al tempo libero continuano ad aumentare. L’iniziativa punta quindi a favorire attività all’aria aperta, sport e momenti condivisi tra famiglie.
DUE FORMULE TRA MONTAGNA, PISCINE E CULTURA
L’offerta si articola in due diverse tipologie di abbonamento:
La mySummercard rappresenta la formula più completa e comprende impianti di risalita, piscine, strutture sportive e attrazioni culturali. Tra le strutture incluse figurano il Balneum di Vipiteno, l’Acquarena di Bressanone, le piscine all’aperto di Colle Isarco, Velturno e Rio di Pusteria, oltre al laghetto d’Issengo e al biolago di Luson.
UN PROGETTO
CHE
GUARDA AL TERRITORIO
Con l’ingresso dell’Alta Valle Isarco, la rete myCard si estenderà ora dalla Valle Isarco fino al Brennero, consolidando una collaborazione tra comuni, organizzazioni turistiche e gestori di strutture ricreative.
L’intento è quello di valorizzare infrastrutture già esistenti, aumentandone l’utilizzo sia da parte dei turisti sia dei residenti. Allo stesso tempo, il progetto punta a dare maggiore visibilità anche alle realtà più piccole del territorio. La myCard sarà acquistabile online tramite la piattaforma mycard.bz.it e presso il punto vendita dell’Acquarena di Bressanone. Le carte saranno completamente digitali e utilizzabili direttamente tramite smartphone grazie a un QR code. Con questa iniziativa l’Alta Valle Isarco punta, dunque, su un modello già sperimentato con successo in altre zone dell’Alto Adige, proponendo una nuova idea di tempo libero più accessibile, integrata e sostenibile. sp
Rinnovata la collaborazione tra ASD Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing e Banca Raiffeisen Wipptal
L’ASD Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing e la Ban ca Raiffeisen Wipptal Vipiteno confermano la loro collaborazione anche per la stagione spor tiva 2026, proseguendo una partnership ormai con solidata e fondamentale per la crescita dell’attività sportiva sul territorio. Il sostegno della banca ha rappresentato un con tributo importante per la Polisportiva nel corso dell’ultimo anno, permet tendo all’associazione di partecipare a gare e corsi di aggiornamento in tutta Italia, oltre all’acquisto di nuovo materiale tecnico destinato alle diverse discipline praticate dal club. Un investimento che ha consentito di ampliare ulteriormente l’offerta sportiva rivolta alla comunità di Vipiteno e delle aree limitrofe. “Il supporto della Banca Raiffeisen Wipptal Vipiteno va oltre la semplice sponsorizzazione –sottolinea la dirigenza dell’ASD Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing –. Grazie a questa collabora-

zione possiamo portare avanti progetti concreti, ostenere la crescita dei nostri atleti e avvicinare sempre più persone allo sport. Condividiamo valori importanti come l’attenzione al territorio e il ere della comunità”. Con il rinnovo dell’accordo, la Polisportiva punta ora a consolidare le attività già avviate e a sviluppare nuovi progetti nel corso della stagione 2026.
Crediamo nello sport come strumento di crescita sociale e personale – commenta la Banca Raiffeisen Wipptal Vipiteno –. Essere al fianco dell’ASD Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing significa investire nei giovani, nelle famiglie e nel futuro di Vipiteno”.
Nella foto il presidente della Polisportiva, Willfried Casadei, insieme al direttore della Banca Raiffeisen Wipptal, Martin Leitner.
Concorso floreale nel centro storico di Vipiteno
La Cooperativa Turistica di Vipiteno invita calorosamente tutti i residenti e proprietari di immobili del centro storico ad abbellire bovindi, finestre e balconi con composizioni floreali creative e curate.
Che si tratti di gerani colorati, eleganti piante pendenti o decorazioni estive ricche di fantasia – ciò che conta sono creatività, armonia e un insieme ben curato. Insieme possiamo rendere il centro storico di Vipiteno ancora più accogliente e vivace!
Non è necessaria alcuna iscrizione: tutte le abitazioni e gli uffici decorati in modo conforme parteciperanno automaticamente al concorso. L’unico requisito è che finestre e bovindi dello stesso edificio siano allestiti in modo uniforme.
Una giuria indipendente valuterà le decorazioni floreali secondo criteri quali: ricchezza e creatività, armonia dei colori, cura e manutenzione, impressione generale.
La premiazione ufficiale si terrà a settembre.

In palio:
1° premio: buoni d’acquisto del valore di 200 euro
2° premio: buoni d’acquisto del valore di 100 euro
3° premio: buoni d’acquisto del valore di 50 euro
Partecipate anche voi e contribuite a rendere Vipiteno uno dei luoghi più fioriti e belli della regione!
Per ulteriori informazioni rivolgersi alla Cooperativa Turistica di Vipiteno.
Calendarietto
C.A.I. Brennero
06.06.26: Escursione alla Kugelwald
14.06.26: Escursione in Val di Funes
14.06.26: Escursione alla Cima del Tempo
C.A.I. Vipiteno
08.06.26: Rampigriglia palestra di Fortezza – con il CAI di Chiusa. Giornata di arrampicata presso la palestra di Fortezza e grigliata
14.06.26: Escursione alle panche delle streghe. Giro del monte Bullaccia. Punto di partenza: Castelrotto. Lunghezza: 17,5 km.
25.06.26: Tour ad anello al Corno di Renon. Informazioni e iscrizioni: Fabrizio 334 7901129.
28.06.26: Ferrata Larix in Val Senales
28.06.26: Escursione al Lago Hundstalsee con il Tempio di Apollo. Iscrizioni e informazioni: Eudo 3420017016.
Coro Cima Bianca
02.06.26: Festa della memoria presso la sede dei Carabinieri a Vipiteno Per medici e farmacie di turno vedi pag. 98
Sport & Freizeit
„Sport für alle“ als gelebte
Inklusion
60 Jahre Lebenshilfe gefeiert
Mit einem bewegenden Festabend im Stadttheater Sterzing feierte die Lebenshilfe Südtirol Anfang Mai ihr 60-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema „Sport für alle“ als ein starkes Symbol für Gemeinschaft, Selbstvertrauen und gelebte Inklusion.
Moderatorin Sarah Bernardi brachte gleich zu Beginn der Veranstaltung auf den Punkt, worum
es an diesem Abend ging: „Sport ist für die einen ein Hobby, für andere Besessenheit, für andere zählen nur Goldmedaillen – für Menschen mit Beeinträchtigung ist es sehr viel mehr: Sport ist für sie ein Raum für Begegnungen, für Inklusion.“
Roland Schroffenegger, Präsident der Lebenshilfe Südtirol, richtete emotionale Worte an das Publikum. „Sport macht Freunde, schafft Gemeinschaft und man
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wächst mit Niederlagen und Erfolgen“, betonte er. Besonders wandte er sich an Menschen mit Beeinträchtigung: „Traut euch, Sport zu betreiben, traut euch, Neues zu tun! Ihr könnt mehr, als ihr selbst glaubt und als euch zugetraut wird.“ Gleichzeitig appellierte er an Eltern, Vereine und Medien: „Inklusion ist eine Bereicherung für alle. Gebt Raum und Sichtbarkeit, damit schafft ihr Verständnis und Veränderung.“ Eine Filmvorführung über „60 Jahre Lebenshilfe“ zeigte Menschen mit Beeinträchtigung in ihrem Alltag – authentisch und ungekünstelt bei Arbeit, Freizeit und Sport.
Höhepunkt des Abends war eine Gesprächsrunde mit Sportlern, Funktionären und Betroffenen.
Mit dabei waren Para-Ice-HockeySpieler Nils Larch, Behindertensportlerin Kathrin Oberhauser, die ehemalige österreichische Stabhochspringerin und heutige Nationalratsabgeordnete Kira Grünberg, Martha Stocker, Präsidentin von Special Olympics Team Südtirol, die Langlauf-
trainerin der Lebenshilfe Julia Schroffenegger, Hansjörg Elsler vom SC Meran und Markus Kompatscher, Referent für Behindertensport im VSS. Kathrin Oberhauser erklärte von ihrem sportlichen Ehrgeiz mit entwaffnender Ehrlichkeit: „Ich bin so gut, weil ich viel trainiere.“ Es gehe nicht immer nur um das Gewinnen. Und lachend fügte sie gleich hinzu: „Ja, aber wenn es mit Gewinnen auch geht …“ Besonders berührend waren die Worte von Kira Grünberg. Die ehemalige Spitzensportlerin sprach über ihren schweren Trainingsunfall im Jahr 2015, nach dem sie querschnittgelähmt blieb. Trotz allem habe sie nie aufgegeben. Heute kämpft sie auf politischer Ebene für mehr Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung. Ihre Botschaft: „Mit uns reden, nicht über uns.“ Gleichzeitig machte sie deutlich, dass es noch viele Herausforderungen gebe, etwa bei der persönlichen Assistenz für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

„Sport für alle“: Mit einer Podiumsdiskussion beging die Lebenshilfe ihr 60-jähriges Bestehen.
Nils Larch berichtete über seine Leidenschaft für Para-Eishockey. „Verlieren gehört zum Sport dazu“, sagte er. „Es geht dann doch weiter.“ Der mehrfache Olympiateilnehmer spielt bei den South Tyrol Eagles und in der italienischen Nationalmannschaft.
Für Martha Stocker steht vor allem das Menschliche im Vordergrund: „Ich freue mich immer auf die Umarmungen von Menschen mit Beeinträchtigung. Man verspürt förmlich ihre Wärme, Herzlichkeit und Begeisterung.“ Sport gebe Sinn, stärke die Persönlichkeit und das Gemeinschaftsgefühl. „Die Gesellschaft wird durch diese Menschen auf jeden Fall menschlicher“, betonte sie. Mit sichtlichem Stolz berichtete Langlauftrainerin Julia Schroffenegger von ihren Athleten: „Sie schaffen viel mehr, als ihnen zugetraut wird.“ Gleichzeitig lehre die Arbeit mit ihnen auch Bescheidenheit: „Die eigenen Probleme werden daneben ganz klein.“
Die Bedeutung offener Vereine betonte Hansjörg Elsler: „Sport ist eine gute Möglichkeit, Inklusion umzusetzen.“ Sein Wunsch sei es, „Vereine zu animieren, sich zu öffnen“.
Auch Markus Kompatscher richtete einen eindringlichen Appell an das Publikum: „Kommt zu den Veranstaltungen, schließt Freundschaften – das ist eine Bereicherung für alle.“ Behindertensport brauche eine „große Bühne mit Herz, nicht aus Mitleid“. Zum Abschluss formulierten alle Teilnehmer ihre Wünsche für die Zukunft. Kira Grünberg sagte: „Ich wünsche mir, dass wir über das Thema irgendwann nicht mehr reden müssen, weil es ganz selbstverständlich gelebt wird.“
Julia Schroffenegger wünschte sich, „dass man Menschen mit Beeinträchtigung mehr zutraut“. Hansjörg Elsler ergänzte: „Wir möchten in der Presse nicht auf den Sozialseiten erscheinen, sondern auf den Sportseiten.“ Und Nils Larch appellierte: „Kinder zum Sport führen – das tut ihnen gut.“
Anschließend erhielten Peter Schroffenegger, Georg Verginer, Martina Zambarda und Laurin Schedereit, die in der Teamwertung der „Südtiroler Sportlerwahl den 2. Platz belegt hatten, aus den Händen von DolomitenChefredakteur Elmar Pichler-Rolle eine Einzeltrophäe überreicht. Mit der Übergabe von zwei Spendenschecks vom Kiwanis Club

Übergabe von zwei Spendenschecks
und von den HGV-Betrieben der „Eisacktaler Kost“ ging der Festabend zu Ende – nicht ohne Auf-
trag an das Publikum: „Tragt Inklusion in die Welt hinaus!“ bar

Dein neues Trainings-Upgrade im Sporthotel Zoll
Ab Juni 2026 erwartet dich im Sporthotel Zoll unser neues, 700 m² großes Performance Center, geeignet für alle, die gezielt an Fitness, Gesundheit und Leistung arbeiten möchten. Ob Leistungssteigerung, Vorbereitung auf Laufwettkämpfe oder aktive Verbesserung von Beschwerden und Schmerzen – mithilfe professioneller Diagnostik und individueller Betreuung entsteht ein abgestimmtes Training.
Das Angebot umfasst moderne Trainingsflächen, Leistungsdiagnostik, Ernährungsberatung, Gruppenkurse, Physiotherapie, Neuromotorik-Training mit Italiens erstem Skillcourt sowie eine innovative Recovery Area für optimale Regeneration. Die erste Analyse ist kostenlos, anschließend kann individuell das passende Training oder Paket gewählt werden.
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te gibt es flexible Angebote und Memberships – abgestimmt auf Fitness, Gesundheit und Performance. Vom Einsteiger bis zum ambitionierten Athleten begleitet das
in Kitzbühel vorstellen – einer besonderen Bühne für zukunftsweisende Konzepte in der alpinen Hotellerie.

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Im Sporthotel Zoll verbinden Gäste ihren Aufenthalt bereits bei der Buchung mit einem individuell abgestimmten Sportprogramm – von Bike über Running bis hin zu HYROX. Der Mehrwert entsteht damit von Anfang an: Gäste buchen kein einzelnes Zusatzangebot, sondern erhalten Zugang zu einem breiten Spektrum an Leistungen, das Diagnostik, professionelle Betreuung und gezieltes Training sinnvoll miteinander verbindet. So wird der Aufenthalt von Beginn an ganzheitlich geplant und optimal auf persönliche Ziele und Bedürfnisse abgestimmt.
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Team

fand im April die Jahresver sammlung des ASV Sport & Friends Südtirol, einem Verein für und mit Menschen mit mentaler Behinderung statt, an der rund 40 Mitglieder und Interessierte teilnahmen. Präsidentin Luise Markart gab einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr. Dabei hob sie die zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Ski alpin und Fußball sowie den neuen Bereich Mountainbiken hervor, der seit dem vergangenen Jahr das sportliche Angebot erweitert. Besonders erfreulich verlief die Wintersaison und konnte mit guten Erfolgen abgeschlossen werden: Neben den regelmäßigen Skitrainings der starken Skifahrer nahm der Verein erfolgreich an verschiedenen
Mobile Radwerkstatt
Die mobile Radreparaturwerkstatt macht am 2. Juli von 11.00 bis 15.00 Uhr Halt auf dem Stadtplatz in Sterzing. Interessierte haben die Möglichkeit, ihre Fahrräder kostenlos überprüfen und kleinere Reparatu-
terschaft sowie an den Special Olympics Winterspielen teil. Auch die Fußballsaison ist mittlerweile wieder angelaufen. Neben den laufenden Trainings stehen bereits mehrere Turniere auf dem Programm, darunter das Arge-Alp-Turnier, das Brückenbaufest und der Special Kickers Friends Cup.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen weiterhin die Freude am Sport und an der Bewegung, die Förderung körperlicher Aktivitäten sowie das soziale Miteinander. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die zahlreichen Trainer, die den Verein mit großem Engagement unterstützen – viele von ihnen ehrenamtlich. Ihnen wurde im Rahmen der Versammlung ein besonderer Dank ausgesprochen.
ren direkt vor Ort durchführen zu lassen.
Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sterzing statt und soll nachhaltige Mobilität sowie die Freude am Radfahren fördern.
beim Wipptaler Radtag dabei
Die Radstrecke führte beim „Wipptaler Radtag“ auch in diesem Jahr am Sitz der Nationalen Carabinieri-Vereinigung (ANC) in Sterzing vorbei. Dort empfingen die Carabinieri im Ruhestand gemeinsam mit den Beamten der Kompanie Sterzing die Teilnehmer. Mehr als 4.000 Radfahrer hatten die Möglichkeit, ein umfangreiches Programm mit Aktivitäten und Vorführungen der Spezialeinheiten zu erleben. Besonders großes Interesse fanden die Ausstellung der Einsatzfahrzeuge, die Einsatzvorführungen der
Hundestaffel der Carabinieri aus Leifers und die Simulationen zur

Suche nach Betäubungsmitteln und Sprengstoffen. Die jüngsten Besucher konnten Schutzwesten anprobieren, die Signalkelle benutzen und in den Dienstfahrzeugen Platz nehmen.

OFFEN VOM 12. JUN'. BIS 3. OKTOBER.20,26
Carabinieri

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GRAUS

Die Sterzinger Hütte –über 130 Jahre Alpingeschichte
Eine der ersten Aktionen der 1886 neu gegründeten „Sektion Sterzing – Ridnaun – Pfitschtal des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins“ bestand darin, eine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg zur Wilden Kreuzspitze zu schaffen. 1888 wurde mit dem Bau der „Sterzinger Hütte“ begonnen. Fortdauerndes schlechtes Wetter hinderte eine zeitgerechte Fertigstellung des Bauvorhabens, für das eine Summe von 1800 Gulden bewilligt wurde.
Laut „Innsbrucker Nachrichten“ vom 30. August 1890 fand am 1. September 1888 die provisorische Eröffnung der Sterzinger Hütte statt. Die Teilnehmer starteten um 3.00 Uhr beim Bahnhof Sterzing und machten sich zu Fuß auf den Weg zur Hütte.
Erst viel später im Jahr 1903 erfolgte die Grundstücksregelung, indem das k. k. Forstärar 500 m2 Grund zur Verfügung stellte und diese dem österreichischen Touristenclub Sektion Sterzing zur Erbauung einer Unterkunftshütte verpachtete. Das Grundbuch Sterzing verschriftlicht den dies-


bezüglichen Vertrag. 1923 wurde die Sterzinger Hütte vom Staat Italien enteignet. Es wurde still um die Hütte im Burgumer Tal, die vollständig ausgeräumt und somit dem Verfall preisgegeben wurde. Nur noch beschädigte Außenmauern und das Dach standen da, als sich in den Jahren 1979 und 1980 die Sektion Sterzing des AVS unter der Leitung von Kurt Leitner der Hütte annahm, sie wieder vollständig instand setzte, wobei elf Schlafplätze im Dachraum eingerichtet wurden.

Wesentliches Element dabei war die Versorgung der Hütte mit Trinkwasser, wofür eine bergseitig gelegene Quelle mit bester Trinkwasserqualität gefasst und das Wasser in einer rund 1 km langen unterirdischen Leitung bis zur Hütte geführt wurde.
Am 29. Juni 1980 erfolgte die feierliche Einweihung der Hütte in Anwesenheit vieler AVS-Mitglieder und des 1. Vorsitzenden des Alpenverein Südtirol. Als erste Pächterin bewirtschaftete die Familie Scherer aus Kematen/Pfitsch die Hütte mit großem Fleiß für viele Jahre. In der Folge wurde die Hütte vom Hüttenwart der AVS Sektion Sterzing Walter Schölzhorn und mehreren Hüttenwirten geführt, bis sie 2008 aus sanitären und besitzrechtlichen Gründen geschlossen werden musste.
2016 gelang es der neuen Vorsitzenden des AVS Sterzing, Erika Schneider sprichwörtlich in letzter Minute die besitzrechtlichen Gründe zu klären und die Hütte im Eigentum des AVS zu belassen. Die Hütte hatte den achtjährigen Ruhestand auch dank des damaligen Hüttenwartes Willy
Eisendle tadellos überstanden. In der Folge konnte die Hütte wieder geöffnet und für Mitglieder von alpinen Vereinen als Selbstversorgerhütte zur Verfügung gestellt werden. Die Führung als Selbstversorgerhütte hat sich bewährt. Als Erholungs- und Entspannungspunkt im ruhigen Burgumer Tal gilt die Sterzinger Hütte für einheimische Familien als „Geheimtipp“ für genussvolle Tage. Die Hütte ist mit geringem Komfort ausgestattet, aber alles Notwendige ist vorhanden. Genau diese Einfachheit zieht Familien in unserer konsumüberfluteten Zeit an. Diese Ruhe sollte auch weiterhin als Kontrast zur übertouristischen Entwicklung in Südtirol beitragen.
Mehr als 130 Jahre sind vergangen, seit die Idee zur Erbauung einer Selbstversorgerhütte im Burgumer Tal entstanden ist. Aus diesem Anlass lädt der AVS Sterzing alle Vereinsmitglieder und alle Bergsteiger am 14. Juni zu einer Feier auf der Sterzinger Hütte ein.
Die Sterzinger Hütte vor 1979 ... ... und heute
Stilfes

Der Kirchsteiglauf von Stilfes nach Egg erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Auch heuer konnten sich die Veranstalter Anfang Mai über starken Zuspruch freuen: Rund 300 Athleten nahmen an den verschiedenen Bewerben teil und sorgten für ein sportliches Fest in Freienfeld.
Während die Kinder je nach Altersklasse eine oder mehrere Runden absolvierten, wartete auf die Wettkämpfer und Hobbyläufer die traditionelle Strecke über den Kirchsteig von Stilfes nach Egg. Der anspruchsvolle Lauf führte über 5 km und 550 Höhenmeter. Gestartet wurde in der Sportzone in Frei-
enfeld, von wo aus es durch Stilfes bis zum Eisplatz ging und schließlich hinauf nach Egg. Bei den Herren setzte sich Andreas Innerebner aus dem Sarntal in starken 26,31 Minuten durch. Der Freienfelder Lokalmatador Patrick Ramoser belegte mit nur 16 Sekunden Rückstand Rang 2. Dritter wurde Lukas Mangger vom Team Dynafit in 28,00 Minuten. Das Damenrennen dominierte Severine Petersen aus Gossensaß. Sie siegte in hervorragenden 33,48 Minuten souverän vor Monika Reinthaler (39,09) und Lea Trenkwalder (39,10), beide aus Freienfeld.
Trailrunning vor Traumkulisse
Am 21. Juni gehen die Ratschings Mountain Trails in ihre sechste Auflage. Auf Laufbegeisterte aus nah und fern wartet ein Sportereignis der Extraklasse mit fordernden Strecken, internationalem Starterfeld und viel Trailrunning-Prominenz.
Zur Auswahl stehen zwei Strecken: der 17,7 km lange Ratschings Mountain Trail mit 950 Höhenmetern und der technisch anspruchsvollere Ratschings Sky Trail mit 27 km Länge und
1.610 Höhenmetern. Wer den Mountain Trail lieber im Team in Angriff nehmen möchte, kann sich für die Staffelvariante anmelden; die Strecke wird dann auf zwei Läufer aufgeteilt. Die Veranstaltung hat sich mittlerweile als Fixpunkt im Trailrunning-Kalender etabliert. Alle Infos, detaillierte Streckenprofile und die Möglichkeit zur Anmeldung auf www.ratschings-mountaintrail.it

Der Weg in die Höhe

Schmale Lebens- und Bergpfade, intensive Auf- und Abstiege, fordernde Umstände und schroffe Bedingungen machen Severine Petersen zu einer Spitzenathletin im Berglauf. Rund um Gossensaß findet die Neo-Wipptalerin ideale Voraussetzungen: Die Berge des Pferschtales sind für sie bester Trainingsraum für anspruchsvolle Trailruns. Im Wipptal gewinnt dieser Sport an Bedeutung. Neue Rennen entstehen, immer mehr Läufer wechseln ins Gelände. Anlass für ein Erker-Porträt einer AusnahmeAthletin.
I Daniela Gruber
Für Severine Petersen ist Trailrunning mehr als Wettkampf. Für sie ist es die ideale Ausdrucksmöglichkeit, sich weiterzuentwickeln und ihre Grenzen auszuloten, körperlich wie mental. Wer sie laufen sieht, erkennt Präzisi-
on. Sie kennt ihr Tempo und setzt ihre Kräfte gezielt ein. Diese Kontrolle entspringt auch einer Lebenshaltung und nicht nur einem Trainingsplan. Sie ist die Antwort auf eine Biografie, die lange von Unruhe geprägt war. Petersen wächst in der Nähe von Frankfurt auf, fern der Berge. In der Schule erlebt sie Mobbing. Ein Internat bringt nur vorübergehend Halt. Häufige Umzüge erschweren stabile Beziehungen. In der Pubertät verstärkt sich das Gefühl, keinen festen Platz zu haben. Zurück im Elternhaus führen klare Strukturen zu Konflikten. Leistungssport spielt in dieser Zeit keine Rolle und Laufen erzeugt eher ein Gefühl des Weglaufens. Gleichzeitig wächst ein innerer Druck und irgendwann kippt das System. Severine erkrankt schwer. Depression und Essstörung greifen ineinander. Der Zustand wird kritisch. Was folgt, ist eine Entscheidung, die ihrer Sturheit entspricht, wie
sie selber sagt: Sie widersetzt sich. Gegen ärztlichen Rat verlässt sie die Klinik. Sie setzt auf einen Neuanfang, wagt einen radikalen Schnitt und geht in die USA. Doch der innere Zustand reist unbemerkt mit. Zurück in München studiert sie erstmal Chemieingenieurwesen, schließt das Studium ab, schlägt beruflich aber einen anderen Weg ein. Verdrängtes bleibt präsent. Schritt für Schritt stellt sie sich ihm. Sie beginnt zu schreiben, sucht Gespräche mit ihren Mobbern, kehrt an Orte zurück, die sie lange gemieden hat. Irgendwann erkennt sie eine „Sinnlosigkeit ihres Krankseins“ und leitet selbstbestimmt die Wende ein.
Ihr Körper wird zum Ausgangspunkt. Im Fitnessstudio baut sie ihn systematisch neu auf. Die oft als „Sonnenschein“ und liebevoll „Quatschkopf“ bezeichnete Person spürt ihre Lebenskraft und innere Freude wieder und bringt
damit auch ihr unbeschwertes, humorvolles Wesen zurück zum Vorschein. Über ihren Partner kommt sie zum Mountainbiken und arbeitet als Guide. Dabei entdeckt sie die Berge intensiver als bei den jährlichen familiären Wanderurlauben. Mit 21 Jahren ist sie erstmals in Südtirol. Zum Berglaufen kommt sie beiläufig. Zwischen zwei Gruppentouren läuft sie einen Berg hinauf. Ohne Vorbereitung, ohne Absicht. Sie ist deutlich schneller als erwartet und eine vage Ahnung entsteht: Hier liegt etwas, wo sie Talent hat und besondere Freude verspürt. Davon will sie mehr, 2020 zieht sie nach Gossensaß um.
Der Einstieg in den Berglaufsport erfolgt zunächst ohne Plan, aber nicht ohne Konsequenz. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Laufverein ASV Freienfeld. Dort findet sie Struktur, Trainingsmöglichkeiten und Motivation durch Gleichgesinnte. Beim Plo-


Der Dolomieu-Weg mit abschließendem Eisbaden im Pflerscher Bach gehören zu den Lieblingsorten der Ausnahmeläuferin.
se-Marathon in Brixen startet sie motiviert mit dem Laufverein ohne gezielte Vorbereitung und erzielt ein starkes Ergebnis. Von da an richtet sie ihren Alltag am Sport aus.
Beruflich arbeitet sie selbstständig im Datenschutz- und Informationssicherheitsbereich und berät Unternehmen unterschiedlicher Größe in verschiedenen Ländern Europas. Die analytische Arbeit bildet einen klaren Gegenpol zum Training, die Vereinbarkeit gelingt soweit gut. Der Trailrunning-Sport ist – noch – wenig strukturiert, jedenfalls nicht über Vereine oder Länderorganisationen; Rennen sind stark von privaten Veranstaltern geprägt. Rankings in Punktesystemen und Sichtbarkeit entscheiden über Förderungen und Unterstützung.

Die Wahl-Wipptalerin Severine Petersen gewinnt 2024 den Ratschings Mountain Sky Trail über 27 km mit 1.610 Höhenmetern in 3:19 Stunden, bei ihrem Marathon-Debüt in Florenz geht sie mit 2:48,04 Stunden über die Ziellinie.
Petersen orientiert sich zunächst sehr daran, bleibt aber läuferisch hinter ihren Erwartungen. Rückschläge liefern wertvolle Erkenntnisse.
Erst mit einem Strategiewechsel und als sie den Fokus wieder nach innen richtet, gelingt der Fortschritt. Sie entwickelt einen eigenen Plan und trainiert gezielter mit ausgefeilter Methode. Auf der Ergebnisliste findet man sie nun meistens ganz vorne. Sehr bekannte Ausrüster werden auf sie aufmerksam und nutzen sie als werbewirksames Aushängeschild. Die Unterstützung ermöglicht es ihr nun, den Sport professioneller zu betreiben, sie könnte nicht dankbarer dafür


Die Wipptaler und Südtiroler Bergwelt sind idealer Trainingsraum für die junge Bergläuferin.
sein.
Heute plant sie ihre Laufsaison und ihre Wettkämpfe strategisch. Distanzen zwischen 30 und 50

Kilometern mit vielen Höhenmetern, aber laufbaren Trails liegen ihr besonders. Der Berglaufsport verändert sich schnell, ist sehr kompetitiv und die Leistungs-
dichte steigt. Severine möchte noch ein paar Jahre mit der Elite mitlaufen, länger als ein halbes Jahr plant sie aber nicht voraus. Renn- und Sporteventeinladungen nutzt sie mit Mut und Neugier, um immer wieder Neues zu entdecken. Fehler sind spannender Teil ihrer Entwicklung. Ergebnisse sind für sie in erster Linie Gradmesser ihrer Entwicklung. Ihre zwei besten Rennen ist sie gelaufen, als sie nicht gewonnen hat. Mit dieser Einstellung hat sie wohl den höchsten Reifegrad einer starken Persönlichkeit erreicht. Und wer sie heute fragt, ob sie gesund und glücklich ist, wird ohne Zögern hören: „Ja!“

Zwischen Laptop und Laufschuhen: Der Weg nach oben ist in beiden Outfits bestens organisiert.
50 Jahre ASV Mareit
Der ASV Mareit feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung am 23. April 1976 prägt der Verein das sportliche und gesellschaftliche Leben im Dorf.
Die Ursprünge reichen jedoch noch weiter zurück: Bereits im Jahr 1966 setzte sich eine kleine Gruppe rund um den damaligen Kooperator Walter Innerbichler das Ziel, den Sport in Mareit zu fördern und einen Fußballplatz zu errichten. Unter dem ersten Präsidenten Rudolf Hofer begann schließlich der Aufbau des Vereins und der Sportanlagen.

Ab 1981 nahm der ASV Mareit an der Freizeit-Fußballmeisterschaft teil.
Mit Unterstützung von Baron von Sternbach konnten die ersten Bauarbeiten schließlich starten.
Amateursp·ortverein
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Nach schwierigen Anfangsjah ren übernahm 1980 Sebastian Volgger die Vereinsführung und hauchte dem Sportverein neues Leben ein. Bereits ein Jahr später nahm die neu gegründete Fußballsektion an der Freizeit-Fußballmeisterschaft teil. In den olgenden Jahren entwickelte sich der Verein stetig weiter und organisierte zahlreiche Veranstaltungen wie Dorfläufe und Rodelrennen sowie Fußballturniere. uch infrastrukturell wurde viel geschaffen: Zwischen 1985 und 1988 wurden der Fußballplatz saniert sowie Beleuchtung und Umkleidekabinen errichtet, 1989 wurde der Sportplatz offiziell eingeweiht. Es folgten weitere wichtige Projekte wie der Ankauf von Vereinsbussen, der Bau des Eisplatzes mit Beleuchtung sowie die Errichtung einer ereinsbar.
FESTPROGRAMM
Samstag. 27.06.:
• Stocllcschl:eße:nIm Dorf rorGroß und Klein ab 10.00 Uhr
• Preisvertei .ungum 17.00 Uhr auf dem Festplatz 'C./'::Jt.
• Im Anschluss:Jubiläumsparty mit DJ TIACffl'°NEi
Sonntag. 28..06.: 'IITQN•• -
• J ubiläumsmess,emic1Busweiheam Festplatzum 10.00 Uhr
• KonHrt der Musikkapelle Ma reit
• Musikalischeuntertia ltUlllg mit Tiroli'lllg Stio ,es
Mit uoßer JubUiiulmlotterle! [Hauptpreis: V'e5pil 50 specio1I)


Trotz fehlendem eigenem Ski gebiet engagiert sich der ASV Mareit intensiv für den Skisport. Ski- und Langlaufkurse für Kinder, Vereinsrennen und verschiedenste Wintersportveranstaltungen fördern seit Jahrzehnten den Nachwuchs und stärken die Dorfgemeinschaft.
Eine bedeutende Rolle im Vereinsleben spielt seit 1992 auch die Sektion Stocksport. Sie entwickelte sich rasch zu einer beliebten Sparte mit zahlreichen urnieren und Meisterschaften. Besonders beliebt waren das internationale Gedächtnisturnier sowie die „Schloss Wolfsthurn Trophäe“. Im Jahr 2012 wurde
Ein weiterer Meilenstein folgte 2015 mit der Gründung der Sektion Berglauf. Mit der ersten Ausgabe der „Mareiter Stein Trophy“, heute bekannt als „Mareiter Stein Attacke“, etablierte sich eine Veranstaltung, die mittlerweile auf großes Interesse stößt. Besonders der Kinderlauf rund um Schloss Wolfsthurn zieht jährlich zahlreiche lauffreudige Kinder an. Heute besteht der ASV Mareit um Präsident Thomas Wurzer aus den Sektionen Fußball, Stocksport, Ski und Berglauf.
Das 50-jährige Jubiläum wird am 27. und 28. Juni mit einem großen Fest gebührend gefeiert. bar

RATSCHINGS-JAUFEN RACINES-GIOVO
Sportkegeln
Zwei Wipptaler
Staatsmeister

Anfang Mai fanden in Bozen die Finalspiele der diesjährigen Staatseinzelmeisterschaften im Sportkegeln statt. Dabei wurden die Einzel- und Kombinationsmeister ermittelt. Für die Kombinationswertung wurden die beiden Ergebnisse aus den Qualifikationsrunden dazugezählt. Auch einige Wipptaler Kegler konnten sich für das Finale qualifizieren und zeigten durchaus gute Ergebnisse. Zwei von ihnen sicherten sich sogar den Titel. So belegte in der Kategorie U15 Paul Untergasser (ASKC Fugger) den 6. Platz in der Einzelwertung und den 5. Platz in der Kombination. Bei den Mädchen erspielte Maria Saxl (Fugger) sowohl in der Einzel- als auch in der Kombinationswertung Platz 2. In der Kategorie U19 landet Thea Cloche in beiden Wertungen auf Platz 7. Bei den Herren der U23 belegt Johannes Oberhofer (AKC Ridnauntal) im Einzel Platz 4 und in der Kombination Platz 3. Sofia Saxl krönte sich in der U23 zur neuen Staatsmeisterin im Einzel mit fulminanten 599 Kegeln. In der Kombinationswertung verpasste sie den Sieg nur knapp, sodass sie auf Platz 2 abrutschte.
Der neue Staatsmeister in der allgemeinen Klasse der Herren heißt Florian Thaler (ASKC Fugger), der mit 640 und 1.927 Holz in der Kombinationswertung beide Titel für sich entscheiden konnte. Stefan Zini belegte den 5. Platz im Einzel, in der Kombinationswertung kam er auf Platz 4. Bei den Damen belegte Petra Haller (AKC Ridnauntal) im Einzel und in der Kombination jeweils den 3. Platz.
Freizeitkegelmeisterschaft


Bei der 29. Wipptaler Freizeitkegelmeister Stefan Gufler mit 571 Kegeln. In der Mannschaftswertung nach Punkten erreichten die Stöcklgeister mit 108 Punkten den 1. Platz vor dem KC Stange (94) und den Silver Ladies (94). In der Wertung nach Fehlschub ging der Sieg ebenfalls an die Stöcklgeister (489 Fehlwurf), gefolgt von den Silver Ladies (515) und dem KC Stange (552). Anerkennend hielt Klaus Thaler fest, dass alle sieben teilnehmenden Vereine den Spielplan zuverlässig eingehalten haben. Einen besonderen Dank richtete er an Erwin Bellandi, der während der gesamten Saison die Auswertung der Ergebnisse, Schnittlisten und Tabellen mit großem Einsatz betreute und dafür ein eigenes Computerprogramm erstellt hat.
Sieger in der Mannschaftswertung: Die Stöcklgeister
Gemeinsam in Bewegung
Die Zingerle Group verbindet regionale Verwurzelung mit internationalen Märkten und gelebtem Teamgeist.
Wer an Sportevents teilnimmt, begegnet regelmäßig der Zingerle Group: Mit seinen Produkten geht das Familienunternehmen bei zahlreichen Veranstaltungen in ganz Südtirol an den Start, vom Wipptal bis in den Vinschgau. Aber auch über die Landesgrenzen hinaus sind die Lösungen der Zingerle Group im Einsatz: Die Gruppe beliefert Kunden auf der ganzen Welt.
nituren (Forstbänke). Mit Aerise® wurde das Angebot zuletzt um aufblasbare Zelte erweitert.

Trotz seiner Internationalität ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Schabs fest in Südtirol verwurzelt. Es blickt auf mehr als 75 Jahre Geschichte zurück und wird heute in dritter Generation von CEO Stefan Zingerle geführt.
Die Zingerle Group vereint ein starkes Markenportfolio: Mastertent® und Ecotent® stehen für hochwertige Faltpavillons, RUKU1952® für robuste Bierzeltgar-
der rund 60 Mitarbeitenden in Schabs. Mit seinem Programm ZG Vital setzt das Unternehmen auf Bewegung und Wohlbe-

Wie ehrgeizige Sportler*innen hat auch die Zingerle Group seit jeher ein klares Ziel vor Augen: Die Entwicklung langlebiger Produktlösungen für Momente, in denen Menschen zusammenkommen. Ob beim Sterzinger Stadtlauf, den Laternenpartys oder internationalen Events: Im Mittelpunkt steht immer das gemeinsame Erlebnis.
Dieser Gedanke prägt auch den Alltag
finden. „Mir gefällt sehr, dass die Zingerle Group Aktivitäten wie Yoga, Rückenfit oder Lauftraining organisiert. Neben dem Teamgeist geht es besonders darum, ein gesundes Arbeitsumfeld zu fördern“, erzählt Fabian aus dem Marketing-Team. So schafft die Zingerle Group nicht nur Produkte für Veranstaltungen, sondern den passenden Rahmen für Begegnung, Bewegung und bleibende Eindrücke.

Stimmungsvoller Stadtlauf
Der Sterzinger Stadtlauf zählt seit Jahrzehnten zu den traditionsreichsten und stimmungsvollsten Laufveranstaltungen Südtirols. Am 6. Juni geht der beliebte Straßenlauf, organisiert vom ASV Sterzing, bereits in seine 29. Auflage. Gelaufen wird erneut auf einem rund 1.040 m langen Rundkurs durch das historische Stadtzentrum. Der Stadtplatz bildet dabei Start- und Zielbereich. Auf dem Programm stehen ab 19.00 Uhr die Jugendläufe, anschließend folgen der Frauenlauf über 3,1 km sowie der Männerlauf und der Elitelauf über 5,2 km.
Besonders reizvoll ist seit jeher die einzigartige Atmosphäre des Abendlaufes. Die engen Gassen und der historische Stadtkern sorgen für ein besonderes Flair, das den Lauf weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Die Geschichte des Sterzinger
und Umgebung. Schon bei der Premiere führte die Strecke vom Zwölferturm durch die Altstadt und entlang der Eisackuferstraße zurück ins Zentrum. Teilnehmer und Zuschauer zeigten sich damals begeistert von der abwechslungsreichen Strecke und der guten Organisation. Bereits ein Jahr später entwickelte sich der Lauf zu einem echten Publikumsmagneten. Die zweite Auflage im Jahr 1981 wurde erstmals als Abendlauf ausgetragen – ein Konzept, das später zu einem Markenzeichen der Veranstaltung werden sollte. Trotz zunächst geringer Anmeldungen standen am Ende mehr als 160 Läufer am Start, begleitet von einem begeisterten Publikum. In den 1990er Jahren etablierte sich der Sterzinger Stadtlauf endgültig als einer der bedeutendsten Straßenläufe Südtirols. Die neunte Auflage im Jahr 1993 lockte bereits 305 Teilnehmer an und galt damals als Höhepunkt der Südtiroler Stadt- und Dorfläufe. Mit der Aufnahme in den Leichtathletik

Stadtlaufes weit zurück. Bereits 1949 bzw. Anfang der 1950er Jahre wurden in Sterzing erste Stadtläufe veranstaltet. Die moderne Ära begann schließlich am 3. August 1980 mit der ersten offiziellen Auflage des heutigen Sterzinger Stadtlaufes. Damals beteiligten sich insgesamt 98 Läufer, davon viele aus Sterzing
Laufsport Schnellster Italiener
Beim diesjährigen „Wings for Life World Run“ setzte der Frei enfelder Läufer Martin Griesser ein starkes Zeichen: Mit beein druckenden 54 km war er der schnellste Italiener im interna tionalen Teilnehmerfeld, weltweit lag er auf Rang 38. Der weltweite Charity-Lauf sammelte heuer insgesamt 9,2 Millionen Euro für die Rückenmarksund Querschnittsforschung. Tausende Läufer, viele davon auch aus dem Wipptal, gingen gleichzeitig rund um den Globus an den Start, um für den guten Zweck Kilometer zu sammeln.

offiziellen Laufkalender des italienischen Leichtathletikverbandes FIDAL im Jahr 1996 erhielt die Veranstaltung zusätzlich einen nationalen Stellenwert. Internationale Spitzenläufer, darunter zahlreiche kenianische Athleten, sorgten in den Folgejahren für sportliche Höhepunkte. Gleichzeitig blieb der ursprüngliche Charakter des Laufes stets erhalten: Der Sterzinger Stadtlauf verstand sich immer auch als Veranstaltung für heimische Läufer und für den Nachwuchs. Ein besonderes Kapitel der Veranstaltung schrieb die Sterzinger Ausnahmeathletin Silvia Weissteiner. Sie prägte den Lauf über viele Jahre hinweg und feierte zahlreiche Erfolge vor heimischem Publikum. Beim Stadtlauf 2003 stellte sie einen bis heute nicht unterbotenen Streckenrekord bei den Frauen auf. 2018 beendete sie im Rahmen des 23. Sterzinger Stadtlaufes offiziell ihre außergewöhnliche Karriere und verabschiedete sich mit einem viel umjubelten Sieg von ihrem Publikum.
Am Start sein wird auch Markus Ploner, der gemeinsam mit Albert Rungger mit vier Siegen den Rekord an Einzelsiegen in der absoluten Altersklasse hält. Auch in den vergangenen Jahren blieb der Sterzinger Stadtlauf ein sportlicher Höhepunkt im Wipptal. 2025 kehrte der Lauf zudem wieder offiziell in den Wettkampfkalender der FIDAL zurück. Mit der 29. Auflage am 6. Juni setzt der ASV Sterzing diese traditionsreiche Geschichte nun fort.
bar
Markus Ploner hält gemeinsam mit Albert Rungger den Rekord an Einzelsiegen.
Leichtathletik Nachwuchs überzeugt
Zwei Tage lang herrschte bei den Landesmeisterschaften der U14 und U16 in Lana beste Stimmung. Zahlreiche Zuschauer sorgten für eine tolle Kulisse. Das sportliche Niveau bei den Landesmeis terschaften der U14 und 16 Anfang Mai in Lana war beachtlich. Die Nachwuchstalen te vom ASV Sterzing setzten deutliche Ausrufe zeichen und zeigten, dass sie im Südtiroler Leichtathletik geschehen eine wichtige Rolle spielen.

Im 1.000-m-Lauf der Mädchen sicherte sich Theresa Gasser in 3.09,59 Minuten den Landesmeistertitel. Hinter ihr komplettierte Anna Kruselburger als Zweitplatzierte (3.13,79) den Doppelerfolg für den Verein. Auch in den technischen Disziplinen wussten die Sterzingerinnen zu überzeugen. Im Diskuswurf landete Theresa Seehauser (im Bild) mit 21,69
m auf Rang 2, während Giulia Da Soghe als Dritte (19,71 m) das Podest komplettierte. Im Speerwurf gewann Emma Frost mit starken 33,47 m, Mia Frost belegte Rang 3 (23,73 m).
Weitere Top-Platzierungen gab es im Hochsprung, wo Clara Seehauser mit 1,47 m den 5. Platz erreichte. Auch bei den Buben mischte Sterzing vorne mit: Armin Aukenthaler sprintete über 80 m auf den 3. Platz (10,25 Sekunden) und sicherte sich zudem im Hochsprung mit 1,53 m den Landesmeistertitel.
Für das beste Ergebnis aus Sterzinger Sicht in der U14 sorgte Gabriel Seehauser, der im Kugelstoßen der Buben mit 8,33 m den 2. Platz belegte. Ebenfalls auf das Podest schaffte es Johanna Neumair, die im Hochsprung der Mädchen mit 1,28 m Rang 3 erzielte.
Sportpsychologie
Overthinking – wenn Denken im Alltag und im Sport zur Bremse wird
Jeder Mensch denkt nach, plant und analysiert. Problematisch wird es jedoch, wenn aus Nachdenken ständiges Grübeln wird. Beim sogenannten Overthinking kreisen Gedanken immer wieder um dieselben Fragen, mögliche Fehler oder ungewisse Zukunftsszenarien. Das Gehirn versucht dabei, Unsicherheit zu beseitigen und Fehler zu vermeiden. Das Problem: Mehr Nachdenken führt häufig nicht zu mehr Klarheit, sondern zu immer neuen Gedankenschleifen. Typische Gedanken lauten: „Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?“, „Was passiert, wenn etwas schiefgeht?“ oder „Hätte ich anders handeln sollen?“ Solche Gedankenspiralen kosten Energie und erhöhen die Selbstzweifel.
Hilfreiche Strategien lernen

Um Grübeln zu reduzieren, hilft zunächst die Unterscheidung zwischen lösbaren und unlösbaren Problemen. Die einfache Frage „Kann ich jetzt konkret etwas tun?“ schafft häufig Klarheit. Ist keine Handlung möglich, bringt weiteres Nachdenken meist keinen zusätzlichen Nutzen. Hilfreich ist auch, Gedanken aufzuschreiben oder Entscheidungen zeitlich zu begrenzen. Entscheidungen sind in die Zukunft gerichtet, absolute Sicherheit kann es nie geben. Eine festgelegte „Grübelzeit“ kann helfen.
Overthinking im Sport
Im Sport kann Overthinking besonders leistungshemmend wirken. Unter Wettkampfdruck beginnen Athleten häufig, Bewegungen bewusst kontrollieren zu wollen, die normalerweise automatisch ablaufen. Gedanken wie „Ich darf keinen Fehler machen“, „Alle schauen auf mich“ oder „Wie war noch einmal die Technik?“ lenken die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Aufgabe ab.
Die Folgen sind bekannt: Die Bewegung wird hölzern, verkrampft und verliert ihren natürlichen Rhythmus. Die Sportpsychologie bezeichnet dieses Phänomen als „Paralysis by Analysis“ oder „Choking under Pressure“.
Wirksame Gegenstrategien setzen an der Aufmerksamkeit an. Kurze mentale Schlüsselwörter wie „locker“, „vorwärts“ oder „explosiv“ ersetzen komplexe Gedankengänge und erleichtern die Fokussierung. Auch feste Routinen helfen: ein bewusster Atemzug, ein Fokuspunkt, ein Schlüsselwort und anschließend die Ausführung der Bewegung. Nach Fehlern ist es entscheidend, nicht in „Grübelschleifen“ zu geraten.
Schwimmen
Förderung für Schwimmtalent

Hilfreiche Bausteine
Aus psychologischer Sicht liegt der Schlüssel sowohl im Alltag als auch im Sport darin, den Fokus von der vollständigen Kontrolle auf die beeinflussbaren Handlungen zu verlagern. Wer sich auf den nächsten konkreten Schritt konzentriert, reduziert Grübeln und stärkt die Selbstwirksamkeit. Eine große Hilfe ist auch ein gesundes Mindset zum Ergebnisdenken. „Ich möchte immer gewinnen, Aber in erster Linie möchte ich meine Trainingsleistungen abrufen.“
Unter den Sommersportlern befindet sich mit Schwimmerin Lara Minzoni aus Sterzing auch eine Ath-
Anfang Mai wurden 84 Sommersportler aus 16 Sportarten offiziell in die Sporthilfe-Fami lie aufgenommen. Im Rahmen eines Get-to gethers wurden nicht nur die Aktivitäten der Sporthilfe vorgestellt, sondern vor allem die Sportler in den Mittelpunkt gerückt. Insgesamt wurden über 100.000 Euro an Fördergeldern ausgeschüttet, um die sportliche Laufbahn der Athleten gezielt
Martin Volgger, Sportpsychologe

Gehen
Neuer Italienrekord
Bei den deutschen Meisterschaften im Gehen in Kelsterbach nahe Frankfurt sorgte Alex Schwazer für eine sportliche Sensation. Über die neu eingeführte Marathon-Distanz sicherte sich der mittlerweile 41-jährige Geher am 26. April nicht nur einen souveränen Sieg, sondern stellte in 3:01.55 Stunden auch einen neuen Italienrekord auf. Mit dieser Leistung unterbot Schwazer die bisherige nationale Bestmarke von Andrea Agrusti um zwei Minuten und schob sich

auf den 3. Platz der aktuellen Weltrangliste vor; lediglich zwei Athleten aus Japan waren in diesem Jahr schneller. Laut Schwazer wäre ohne den störenden Wind sogar eine Zeit unter der magischen Drei-Stunden-Marke möglich gewesen. Bei der LeichtathletikEuropameisterschaft, die Mitte August in Birmingham (Großbritannien) ausgetragen wird, ist der Olympiasieger von 2008 trotz seiner Leistung nicht dabei.
25 Jahre Karateschule Ratschings


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25 Jahre ist es nun her, dass die Brüder Horst und Johann Haller aus Mareit den Entschluss gefasst haben, im Wipptal eine Karateschule zu eröffnen. Bis dahin waren sie mehrmals in der Woche abends nach Bozen gependelt, wo sie sich umfangreiches Wissen und Können im aratesport angeeignet und die Trainerausbildung gemacht haben. Zu dieser Zeit haben sie auch sehr erfolgreich an diversen Wettkämpfen in ganz Europa teilgenommen.
Diese Leidenschaft für den Karatesport haben sie über 20 Jahre lang an unzählige Kinder und Erwachsene in der Turnhalle in Stange weitergegeben.
Im Jahr 2022 übergaben sie die Karateschule an ihre langjährigen Mitglieder rund um Christian Fichter (Präsident und Trai-
ner), Julian Wild (Vizepräsident und Assistenztrainer), Dominik Kofler (Trainer), Martin Sparber und Alex Kinigadner. Karate kommt ursprünglich aus Japan und heißt übersetzt „die leere Hand“ – das bedeutet, dass ohne Hilfsmittel wie Schwerter oder Stöcke praktiziert wird. Der Kampfsport erfreut sich vor allem bei Kindern großer Beliebtheit. Im Vordergrund stehen dabei Disziplin und Körperbeherrschung. Das Training besteht aus Ganzkörpertraining, Stretching und dem eigentlichen Karate, das wiederum in Kihon („kleine Schule“ –das Lernen der verschiedenen Techniken), Kata (festgelegte Abfolge verschiedener Techniken) und Kumite (modernes Kampfkarate) eingeteilt wird.

rund
© Alex Schwazer
Ein Großteil der
90 Mitglieder mit Horst Haller
Horst und Johann Haller, Gründer der Karateschule
Barbara Pirozzi bei Arge-Alp-Turnier
Mitte Mai fand im Schweizer Kanton Tessin das Arge-Alp-Turnier 2026 für U15-Auswahlmannschaften statt. Bei diesem internationalen Wettbewerb treffen Teams aus den verschiedenen Arge-Alp-Regionen aufeinander. Zwischen Februar und Anfang Mai berief der Fußball-Verband Mädchen der Jahrgänge 2011 und 2012 zu Trainingseinheiten und Testspielen ein. Am Ende wurden 20 Spielerinnen für das Turnier nominiert.
Auch die Sterzinger Fußballerin Barbara Pirozzi schaffte heuer den Sprung in die U15Südtirol-Auswahl. Fußball ist seit Jahren ihre große Leidenschaft. Kaum ein Tag vergeht, an dem sie nicht mit dem Ball unterwegs ist.
Neben den Trainingseinheiten und Spielen
mit der U15 des AFC Sterzing fuhr Barbara während der Saison regelmäßig nach Bozen. Anfangs gemeinsam mit Teamkolleginnen, später oft allein, ging es mit Zug und Bus zum technischen Ausbildungszentrum. Dort trainierten die vom Verband einberufenen Mädchen zwischen November und April alle zwei Wochen gemeinsam mit den Jungs. Zusätzliche Erfahrung sammelte sie bereits im Vorjahr und auch heuer bei drei Trainingseinheiten der „Selezione Dolomiti“. Zu diesen Sichtungstrainings wer den Spielerinnen aus Südtirol, dem Trentino und Belluno eingeladen. Im Vergleich zu früher erhalten Mädchen

heute deutlich mehr Möglichkeiten im Fußball. Der Verband beobachtet talentierte Spielerinnen gezielt und fördert sie bei Interesse, Begeisterung und Durchhaltevermögen auch außerhalb ihres Vereinsumfelds. Bei ihrer heurigen Mittelschul-Abschlussprüfung wählte Barbara passend dazu das Thema „Frauenfußball“. Für die Südtirolerinnen war das Turnier in der Schweiz ein besonderes Erlebnis. In der Gruppenphase trafen sie auf Tessin 1, St. Gallen ol. In der Finalrunde sicherte sich das Team mit einem 5:0-Sieg gegen Graubünden den 5. Platz. dg

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Fußball

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Historischer Erfolg

Mitte Mai nahmen die Special Kickers des Südtirol bereits zum zehnten Mal am ArgeAlp-Turnier in Bellinzona in der Schweiz teil. Bei diesem besonderen Wettbewerb treffen Mannschaften aus den Alpenländern aufeinander, darunter U15-Teams sowie Teams mit Menschen mit Beeinträchtigung, die durch nicht beeinträchtigte Spieler ergänzt werden können.
Seit Jahren zählt dieses Turnier zu den großen Highlights im Kalender der Special Kickers. Auch wenn die sportlichen Ergebnisse in der Vergangenheit oft im Hintergrund standen, waren es vor allem Freundschaften, Erfahrungen und gemeinsame Erlebnisse, die dieses Turnier so wertvoll machten. Die Erwartungen des Trainerteams rund um Christian Schölzhorn und Gregor Pitscheider waren heuer eher zurückhaltend. Es fehlten freiwillige Spieler ohne Beeinträchtigung – ein wichtiger Bestandteil, um die besondere Dynamik dieses inklusiven Formats voll auszuschöpfen.
Die Vorrunde verlief zunächst wie gewohnt: drei klare Niederlagen, ein Sieg. Doch dann zeigte die Mannschaft, was in ihr
steckt. In den Platzierungsspielen drehten die Special Kickers auf. Erstmals in der Vereinsgeschichte gelang ein Sieg gegen Bayern II. Nach einem 0:1-Rückstand kämpfte sich das Team zurück, glich aus und bewies im Elfmeterschießen Nervenstärke: Alle vier Schützen verwandelten souverän.
Im Spiel um Platz 5 krönte die Mannschaft ihre Leistung mit einem verdienten 1:0-Erfolg –ein Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Für die Special Kickers fühlte sich Ergebnis wie ein Meistertitel an. Doch noch bedeutender als der sportliche Erfolg war das Auftreten der gesamten Mannschaft: Der Zusammenhalt, der Respekt und das Miteinander standen stets im Vordergrund. Neben dem Platz wurde gemeinsam die Stadt erkundet, der Lago Maggiore besucht und wertvolle Zeit miteinander verbracht.
Besonders beeindruckend war auch das gegenseitige Unterstützen zwischen den U15-Spielern und den Special Kickers – ein gelebtes Beispiel für Inklusion, wie sie im Sport sein sollte.
Fußball
In Landeskader einberufen
Die Sterzinger Athleten der Sektion Yoseikan Budo der Polisportiva Sterzing konnten am 25. April gleich mehrere Titel erzielen: Italienmeisterin in der U14 ist Dora Abdeljelil , Sieger des Italiencups in der Kategorie U12 ist Daniel Di Santo, in der Kategorie U10 haben Michael Hasler und Lenard Wurzer den Sieg in der jeweiligen Gewichtsklasse erkämpft. Beim internationalen Vergleichskampf mit den Athleten aus der Schweiz, Deutschland und Italien erzielten Leonie Braunhofer und Alexander

Telemaco in der U16 jeweils den 2. Platz in Atemi Light Fight sowie den 2. und 5. Platz im Stickfight. Leonie Braunhofer und Alexander Telemaco wurden nun in den Südtiroler Landeskader einberufen und trainieren gemeinsam mit weiteren 70 Jugendlichen mit Mitchi Mochizucki, Sohn des Begründers des Yoseikan Budos und einem Team aus internationalen Trainern in Villefranche-de-Rouergue in Frankreich.
Kinder laufen für Kinder
Am 6. Juni findet in Sterzing erneut das „Laufwunder – Kinder laufen für Kinder“ statt. Eingeladen sind alle Grund- und Mittelschüler, auch in Begleitung von Eltern oder Verwandten. Treffpunkt ist um 17.45 Uhr am Stadtplatz Sterzing, der Start erfolgt um 18.00 Uhr. Die Kinder laufen rund 45 Minuten lang auf einem Rundparcours von etwa 500 m. Für jede gelaufene Runde sind Eltern, Großeltern, Verwandte und Unterstützer eingeladen, einen Euro zu spenden. Der gesamte Erlös kommt einem sozialen Zweck für Kinder zugute. Organisiert wird die Veranstaltung von der KVW Ortsgruppe Sterzing gemeinsam mit dem ASV Sterzing.

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Yoseikan Budo
Punkte sammeln neben und auf der Skipiste
Zu Saisonbeginn sprach Ivy Schölzhorn im Erker über Freiheit, Risiko und ihren Sprung in die italienische Jugendnationalmannschaft im Ski alpin. Zum Saisonende fällt ihre Bilanz differenziert aus. Sie spricht nüchtern über das hohe Niveau im Europacup, die zunehmende Professionalisierung und ihre körperliche sowie men tale Entwicklung. Die ersten Schritte im Europacup brachten keine großen Schlagzeilen. Stattdessen sammelte Ivy Erfahrungen auf neuen Strecken und lernte, was es für die höheren Ebenen braucht.
I Daniela Gruber
Das große Ziel – die ersten EuropacupPunkte – hat sie noch nicht erreicht. Trotzdem blickt Ivy auf eine wichtige Saison zurück. Vor allem blieb sie verletzungsfrei und spürt körperlich wie mental den nächsten Entwicklungsschritt. Dazu kamen starke nationale Ergebnisse: Am 12. März gewann sie die Jugend-Wertung im Super-G in Pejo. Einen Tag später kürte sie sich in Reinswald zur Südtiroler Landesmeisterin in dieser Disziplin. Die skifreien Wochen nutzt die SpeedSkifahrerin seitdem ebenso ehrgeizig. Sie richtet nun ihr privates und berufliches Umfeld auf den Leistungssport aus. Mit dem Oberschulabschluss und dem Start ins Erwerbsleben stehen vorerst Matura-Punkte und berufliche Rangordnungen im Mittelpunkt. Der Erker hat bei Ivy Schölzhorn nachgefragt.
braucht, um ganz nach oben zu kommen. Positiv ist für mich, dass ich bis auf kleinere Beschwerden verletzungsfrei geblieben bin.
Wenn du auf die letzte Saison zurückblickst: Was ist dir gut gelungen?
Ich glaube, ich habe mich körperlich gut weiterentwickelt. Gerade in der EuropacupGruppe habe ich gemerkt, dass mein Leis

Wichtige Sportausrüster vertrauen Ivy Schölzhorn bereits. Jetzt fehlt noch der passende Sponsor, der den Punkt auf ihrem Helm setzt. Auch das gehört zu den Aufgaben einer Vollzeit-Leistungssportlerin.
schnell, dass alles noch schneller, härter und professioneller ist. Gleichzeitig habe ich gespürt, dass ich mich Schritt für Schritt herantasten kann. Vor allem körperlich merke ich Fortschritte. Das motiviert mich sehr. Wie nutzt du den Sommer: Aufbau, Reset oder schon fokussierte Vorbereitung auf konkrete Ziele?
Im Moment liegt der Fokus auf der Matura. Durch die vielen Abwesenheiten während der Saison muss ich einiges nachholen. Deshalb investiere ich jetzt viel Zeit ins Selbststudium. Zum Glück unterstützen mich meine Mitschülerinnen, Kollegen und Lehrpersonen stark. Deshalb bin ich zuversichtlich. Gleichzeitig kümmere ich mich um meine berufliche Zukunft. Wie viele Leistungssportlerinnen möchte ich in eine Sportgruppe einer nationalen Behörde aufgenommen werden. Diese Strukturen erleichtern die Vereinbarkeit von Sport und Beruf. Danach kann ich mich wieder voll auf den Sport konzentrieren. Darauf freue ich mich sehr. Demnächst entscheidet sich noch, in welchem Kader ich in der nächsten Saison fahren werde. Es wäre wichtig, in einer starken Leistungsgruppe zu bleiben, weil ich dort bessere Trainingsbedingungen habe und mit Athletinnen arbeite, die dieselben Ziele verfolgen. Das kann ich aktuell aber nicht beeinflussen.
Erker: Ivy, wie fällt dein persönliches Fazit nach dieser Saison aus?
Ivy Schölzhorn: Ich bin nicht ganz zufrieden, weil ich im Europacup Punkte holen wollte. Das ist mir nicht gelungen. Trotzdem war die Saison wichtig, weil ich alle Rennen fahren konnte und die gesamte Europacup-Struktur kennengelernt habe. Ich habe gemerkt, wie viel höher das Niveau ist und wie viel es
gen steigt und wir uns im Kader gegenseitig pushen. Grundsätzlich kann ich gut mithalten. Das gibt mir Vertrauen für die nächsten Schritte. Außerdem habe ich viele Erfahrungen gesammelt und kenne jetzt die Pisten, die Abläufe und das Umfeld im Europacup. Natürlich habe ich mich auch über die Ergebnisse in Pejo und Reinswald gefreut. Solche Rennen geben Selbstvertrauen.
Gab es Momente oder Leistungen, bei denen du gespürt hast: „Das ist mein nächstes Level“?
Ja, definitiv im Europacup. Dort merkt man
Und ganz bewusst abseits vom Leistungssport: Wann und wo können dich die Leute im Wipptal wieder „daheim“ erleben?
Zwischen Tälern und Bergen bietet mir das Wipptal alles, was ich für einen guten Sommer brauche. Dort bin ich dann auch unterwegs. Wahrscheinlich sieht man mich öfter einmal beim Eisessen in der Stadt und natürlich auf der Sterzinger Leichtathletikanlage. Die nutze ich intensiv für mein Sommertraining und bin für die guten Rahmenbedingungen sozusagen vor meiner Haustür sehr froh.
© Scholzivy privat
Gossensaß
30 Jahre Leidenschaft im Schnee

Am 1. Mai veranstaltete die AVS Ortsstelle Gossensaß die 30. Spielhahntrophäe. Was 1995 als kleine lokale Initiative begann, lockte zum Jubiläum über 60 Teilnehmer auf den Berg. Bereits in den frühen Morgenstunden herrschte beim Aufstieg eine ausgelassene Stimmung. Ein Rennen für Generationen. Das Starterfeld bot ein Bild der Vereinsgeschichte. Während einige der „Gründungsväter“ etwas gemütlicher an den Start gingen, zeigten die Nachwuchstalente ihr Können. „Es ist unglaublich zu sehen, wie sich das Rennen in drei Jahrzehnten entwickelt hat“, resümierte Peter Thaler, der das Event seit der ersten Stunde begleitet. Die jüngsten Teilnehmer waren acht Jahre bei den Buben und elf Jahre bei den Mädchen, der älteste Teilnehmer ging mit sportlichen 75 Jahren an den Start. Trotz der ehrgeizigen Ambitionen stand die Sicherheit an oberster Stelle. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. Bei der Siegerehrung waren einige ehemalige Teilnehmer anwesend und feierten ge-

bührend mit. Die schnellsten eiten lieferten bei den Damen Birgit Stuffer und Simon Putzer bei den Herren. Bei den Mannschaftswertungen setzte sich einmal mehr der Veranstalter, der AVS Gossensaß mit Birgit Stuffer, Hannes Fleckinger, Alex Polig und Peter Thaler durch und sicherte sich damit die 30. Spielhahntrophäe.
Den 2. Platz konnte der AVS Sterzing mit Katarina Ciceri, Simon Putzer, Alex Putzer und Alberto Battisti für sich verbuchen. Drittplatzierte Mannschaft wurde der AVS Pfitsch mit Martina Windisch, Philipp Pircher, Markus Wurzer und Simon Baur. Alle Teilnehmer erhielten zur Erinnerung einen Biwaksack, bei der anschließenden Verlosung gab es zahlreiche Gutscheine zu gewinnen. Der Tag klang bei Live-Musik und einem Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre aus. Die Organisatoren zeigten sich hochzufrieden und blicken bereits nach vorne: Die Veranstaltung für das 31. Rennen scheint dank der treuen Teilnehmerzahl gesichert, um die Tradition dieses speziellen Skitourenrennens erfolgreich fortzusetzen.
UNTERWEGS MIT WIPPOLINO
Mit dem Rad von Brenner nach Sterzing

Radeln macht nicht nur beim Wipptaler Radtag Spaß. Diesmal sind Wippolino und seine Rabenfreundin Rita im Fahrradanhänger des kleinen Simon unterwegs. Gemeinsam sausen sie vom Brenner durch das Pflerschtal bis nach Gossensaß und weiter nach Sterzing.
Die Radstrecke vom Brenner nach Sterzing führt großteils leicht bergab und verläuft auf gut ausgebauten
Wegen abseits der Hauptstraße – perfekt für die ganze Familie. Bereits kleine Radfahrer können die Strecke gut bewältigen. Unterwegs geht es vorbei an grünen Wiesen, kleinen Bächen und schattigen Waldstücken. Besonders spannend finden Wippolino und Rita die Abschnitte entlang der alten Bahntrasse. Dort geht es durch kleine Tunnel, vorbei an Wäldern, Wiesen und immer wieder mit herrlichem Blick auf die Bergwelt
des schönen Pflerschtales. In Gossensaß oder an einem der Rastplätze entlang der Strecke lohnt sich eine kleine Pause, um sich ein leckeres Eis schmecken zu lassen. In Sterzing angekommen, wartet die historische Altstadt mit ihren bunten Häusern, kleinen Geschäften und dem bekannten Zwölferturm auf die kleinen und großen Radfahrer.
Nadine Pichler
Der Ausflugstipp stammt aus „Wippolinos Reisetagebuch“, einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt, das im Rahmen des Programms Interreg Italien-Österreich 2021 – 2027 – Interreg-Rat Wipptal finanziert und von der EU kofinanziert wurde. Projektträger sind die Gemeinde Sterzing und der Planungsverband Wipptal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales.

Ein Rennen für Generationen: vor 30 Jahren ...
... genauso wie heute
Sportmedizin
Der „Mann mit dem Hammer“
Wenige Phänomene im Wettkampfsport sind für die betroffenen Athleten und die Zuschauer an der Strecke gleichermaßen eindrücklich, oft unerwartet, aber erschreckend intensiv wie der Leistungseinbruch infolge eines Kohlenhydratmangels, der sich z. B. nach 30 bis 35 km der Marathondistanz manifestiert.

Der „Mann mit dem Hammer“ („Hitting the wall“) ist ein gefürchteter Genosse, der den Teilnehmern plötzlich eins über- oder den Stecker zieht, obwohl das Ziel oft nicht mehr weit ist. Schwindel, Sehstörungen, Muskelzittern und -krämpfe bis hin zum totalen Kontrollverlust mit torkelndem Gang sind Ausdruck der physischen und mentalen Erschöpfung.
Die Ursache des Phänomens liegt im Bereich des Energiestoffwechsels. Niedrig intensive Dauerbelastungen werden durch die vorwiegende Verstoffwechslung von Fettsäuren gedeckt, die praktisch uneingeschränkt zur Verfügung stehen, während mit der Steigerung der Belastungsintensität zunehmend die Kohlenhydratspeicher im Körper angezapft werden. Diese Reserven sind limitiert und oft unerwartet schnell aufgebraucht, worauf der Blutzuckerspiegel abfällt … und BÄHM!
Es sind verschiedene Faktoren, die – im Unterschied zum Training – im Wettkampf zum Tragen kommen und Einfluss auf den Energiestoffwechsel nehmen: Unzureichendes Warm Up, die vom Start weg hohe Geschwindigkeit, die vielleicht zu optimistisch gewählte Pace auf der Jagd nach einer neuen persönlichen Bestzeit, die schon lange vor dem Rennen erhöhte Ausschüttung von Adrenalin und Verdauungsprobleme während des Rennes führen dazu, dass die Kohlenhydratreserven früher aufgebraucht sind als geplant.
Um einen solchen „Hungerast“ zu vermeiden, muss zum einen im Training der Stoffwechsel der Fettsäuren optimiert werden, zum anderen im Rennen ein Overpacing vermieden werden. So werden die Kohlenhydratspeicher während des Wettkampfs geschont, während die regelmäßige Zufuhr von Kohlenhydraten in Form von leicht verdaulichen Speisen, Gels und Sportgetränken für Nachschub sorgt.
Achtung: Die stündliche Zufuhr von 60 g Kohlenhydraten auf Langdistanzen ist für viele noch verträglich, während 90 bis 120 g pro Stunde zwar häufig propagiert werden, jedoch selten die Leistung als vielmehr das Risiko für Verdauungsbeschwerden steigern.
Neuer Primar
Dr. Luca Sebastianelli ist seit dem 1. Mai Primar der Abteilung für Neurorehabilitation am Krankenhaus Sterzing. Er hat 2009 an der Universität „Tor Vergata“ in seiner Heimatstadt Rom seine Facharztausbildung in Neurologie abgeschlossen und konnte berufliche Erfahrungen an Einrichtungen der Neurorehabilitation im Latium sowie in der Lombardei sammeln. Seit 2014 ist er im Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig; seit 2017 ist er Verantwortlicher für die damalige einfache Struktur für Neurorehabilitation am Krankenhaus Sterzing, die er seit 2021 geschäftsführend als Primar leitete.

Im Jahr 2024 wurde Sebastianelli zum Co-Vorsitzenden des „Scientific Panel of Neurotraumatology“ der European Academy
Neue Funktion
of Neurology gewählt und 2026 in diesem Amt bestätigt. In dieser Funktion koordiniert er die Entwicklung neuer europäischer Leitlinien zur Diagnose, Prognose, Behandlung und Rehabilitation von Schädel-HirnTraumata. Zudem ist er Principal Investigator von Forschungsprojekten zu Robotik und Exoskeletten im Rahmen des Projektes „ClinExo“, das vom INAIL und dem „Istituto Italiano di Tecnologia“ unterstützt wird, sowie des multizentrischen Projekts Fit4Med. Im Laufe seiner Tätigkeit hat Dr. Sebastianelli an zahlreichen Forschungsprojekten teilgenommen. Die von ihm geleitete Einheit hat zwischen 2017 und 2026 etwa 90 internationale wissenschaftliche Publikationen hervorgebracht.
Kai Schenk Facharzt für Sportmedizin

Ende April wurde Elisabeth Montel, Direktorin des Ge sundheitsbezirks Brixen, zur neuen einheitlichen Ver antwortlichen für die Gesund heitsversorgung (RUAS) ernannt. Diese Funktion ist im staatlichen Dekret zum Ab bau der Wartezei ten vorgesehen und übernimmt eine zentrale Rolle bei der Ko

ordination, Überwachung und Steuerung der Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgungsstandards und der Einhaltung der Wartezeiten. Montel folgt auf Pierpaolo Bertoli, der in den Ruhestand getreten ist. Roberta Vanzetta wurde in ihrer Funktion als Stellvertreterin bestätigt.
Eine zweite Meinung?
Beim Hörgerät genauso selbstverständlich wie beim Arzt. Wenn der Arzt eine größere Operation empfiehlt, ist es heute völlig normal, sich vorher eine zweite Meinung einzuholen. Beim Anwalt machen wir es auch, beim Kauf eines Autos sowieso. Nur beim Hörgerät – da trauen sich die wenigsten. Dabei geht es um eine Entscheidung, die Sie jeden Tag begleitet, oft über viele Jahre, und die nicht ganz unerheblich ins Geld geht.
Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol möchte mit einem kleinen Tabu aufräumen: Eine zweite Meinung ist keine Unhöflichkeit gegenüber dem ersten Anbieter. Sie ist schlicht eine kluge Entscheidung.
Vor der Entscheidung, nicht danach
Oft kommen Menschen zu uns, weil sie mit ihrem woanders gekauften Hörgerät unzufrieden sind. Wenn es nicht richtig sitzt, wenn sie im Restaurant trotzdem nichts verstehen, wenn sie das Gefühl haben, viel Geld für wenig Nutzen ausgegeben zu haben. Das ist schade – denn in diesem Moment ist die Entscheidung bereits gefallen.
Unser Vorschlag: Kommen Sie vorher! Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Bevor Sie sich auf ein Modell festlegen. Bevor Sie eine Anzahlung leisten. Bringen Sie uns einfach das Angebot mit, das Sie woanders bekommen haben, und lassen Sie uns gemeinsam draufschauen.
Was wir bei einer Zweitmeinung konkret tun
Wir führen einen eigenen, fachgerechten Hörtest durch – mit Knochenleitung und Sprachtest, nicht nur mit ein paar Tönen. Wir schauen uns das Ihnen vorgeschlagene Gerät an und erklären Ihnen offen, ob es zu Ihrem Gehör, zu Ihrem Alltag und zu Ihrem Budget passt. Wir sagen Ihnen dann auch ehrlich „ja, das ist eine gute Wahl”, wenn das Angebot von woanders kommt. Und wenn wir Bedenken haben,
erklären wir Ihnen genau, warum. Kein Druck, keine Überredungskunst, kein schlechtes Gewissen. Nur ein Gespräch auf Augenhöhe.
Warum uns das wichtig ist
Weil wir wissen, wie verunsichernd das Thema Hörgeräte sein kann. Die Technik ist komplex, die Preise sind hoch und am Ende sitzt man mit einer Entscheidung da, die man oft nicht wirklich versteht. Eine Zweitmeinung verschafft Klarheit – und Klarheit ist das Wertvollste, was Sie bei einer solchen Anschaffung mitnehmen können.
Ganz gleich, wofür Sie sich am Ende entscheiden: Sie werden es mit einem besseren Gefühl tun.
Das Hörzentrum Südtirol am Untertorplatz – genau der richtige Ort
Unser Hörzentrum am Untertorplatz ist bewusst als Ort der Beratung angelegt. Nehmen Sie sich die Zeit für ein unverbindliches Gespräch, bringen Sie Fragen und Angebote mit – wir nehmen uns Zeit für Sie.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin für eine kostenlose Zweitmeinung im Hörzentrum Südtirol in Sterzing am Untertorplatz unter der Telefonnummer 0472 628173. Unser Hörakustiker Mirco de Manincor ist immer am Montag, Mittwoch und Freitag persönlich vor Ort. Andere verkaufen – wir beraten.

Wir freuen uns auf Sie!
MIRCO DE MANINCOR, HÖRAKUSTIKER IN STERZING


APOTHEKEN
30.05.-05.06.: Stadtapotheke
Tel. 765397
06.06.-12.06.: Apotheke Wiesen
Tel. 760353
13.06.-19.06.: Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024
20.06.-26.06.: Apotheke Paracelsus
Tel. 377 3130989
27.06.-03.07.: Stadtapotheke
Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet.
ÄRZTE
01.06.: Dr. Valbona Kurtallari
Tel. 324 0953522
02.06.: Dr. Esther Niederwieser
Tel. 335 6072480, 755061
06.06.: Dr. Alberto Bandierini
Tel. 388 7619666, 764144
07.06.: Dr. Markus Mair
Tel. 329 2395205
13.06.: Dr. Pietro Stefani
Tel. 349 1624493, 760628
14.06.: Dr. Arianna D’Andrea
Tel. 393 5111222
20.06.: Dr. Sonila Veliu
Tel. 349 6732243
21.06.: Dr. Massimiliano Baccanelli
Tel. 334 9156458
27.06.: Dr. Barbara Faltner
Tel. 335 1050982
28.06.: Dr. Giuliana Bettini
Tel. 320 6068817
Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend.
ZAHNÄRZTE:
Notdienst Samstag und Feiertage dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187
TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE)
06./07.06.: Dr. Stefan Niederfriniger
13./14.06.: Dr. Michaela Röck
20./21.06.: Dr. Stefan Niederfriniger
27./28.06.: Dr. Michaela Röck
04./05.07.: Dr. Stefan Niederfriniger
Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666
Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673
Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222
Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496
Kleintier-Notfalldienst:
Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994
1.6.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
5.6.
Abschlusskonzert der Musikschule Sterzing, Sterzing, Deutschhaus, 17.00 Uhr.
Frühjahrskonzert des Männergesangvereins Sterzing 1860, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.
Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.
6.6.
Laufwunder – Kinder laufen für Kinder, Sterzing, Stadtplatz, 18.00 Uhr.
Sterzinger Stadtlauf, 19.00 Uhr.
7.6.
Frühjahrskonzert des Männergesangvereins Sterzing 1860, Sterzing, Stadttheater, 19.00 Uhr.
8.6.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
9.6.
Liesmich 2026: Präsentation der deutschen Erwachsenenromane (Petra Frötscher), Sterzing, Stadtbibliothek, 19.30 Uhr.
Caffé letterario, Sterzing, Stadtbibliothek, 17.30 Uhr.
10.6.
Vortrag „Ethisch moralisches Handeln im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum und Mäßigung“ (Don Paolo Renner), Sterzing, Raiffeisensaal, 20.00 Uhr.
11.6.
Repair Café, Sterzing, Garten Margarethenhaus, 17.00 –20.00 Uhr.
Lesung „Wie können wir gemeinsam Sorge tragen?“, Sterzing, Stadtmuseum, 19.00 Uhr.
13.6.
Nachtwallfahrt nach Maria Trens. Treffpunkt: Reiterkapelle um 19.30 Uhr, Gottesdienst um 20.00 Uhr.
Vernissage zu Fort Biennale, Franzensfeste, Festung, 11.00 Uhr.
14.6.
Jubiläumsfest „130 Jahre Sterzingerhütte“, Burgum, Sterzingerhütte.
15.6.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
19.6.
Offener Kleiderschrank, Mauls, Parterre der Grundschule, 17.00 – 20.00 Uhr.
20.6.
400-Jahr-Jubiläum der Penser Wallfahrt nach Maria Trens, feierlicher Gottesdienst mit Bischof Ivo Muser, Trens, Wallfahrtskirche, 11.00 Uhr.
21.6.
Ratschings Mountain Trails, Ratschings.
Kirchtagsfest der Musikkapelle Jaufental, Jaufental, Festplatz St. Anton.
22.6.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
27. und 28. Juni
Jubiläumsfest „50 Jahre ASV Mareit“, Mareit, Festplatz.
29.6.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
1.7.
Konzert „Nabou“ (Südtirol Jazzfestival), Sterzing, Stadtplatz, 21.00 Uhr
2.7.
Mobile Radreparaturwerkstatt
Sterzing, Stadtplatz, 11.00 –15.00 Uhr.
3.7.
Konzert „Brasilian Motions“, Franzensfeste, Festung, 20.00 Uhr.
3. und 4.7.
World Bodypainting Festival, Sterzing, Innenstadt.
3. – 12.7.
Reitsporttage Wiesen, Wiesen.
5.7.
Jazz & Hike „Brasilian Motions“, St. Martin am Schneeberg, 12.00 Uhr.
Märkte
5., 12., 19., 26.6.: Bauernmarkt, Stadtplatz.
5., 20.6.: Brennermarkt. 12.6.: Markt in Sterzing. 9., 16., 23., 30.6.: Sterzlmarkt, Stadtplatz.
Ausstellungen
Bis 19.6.
„Kontur“ von Raphael Mur, Sterzing, LURX – Raum für Kunst und Kultur.
Bis 31.10.
„Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“ von Franziska Gilli und Barbara Bachmann, Sterzing, Stadt- und Multschermuseum
Bis Anfang November „Jagd-Hund-Mensch“, Mareit, Schloss Wolfsthurn.
Fort Biennale „Reclaiming Collective“, Franzensfeste, Festung.
Dauerausstellung
„Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung. „Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.

gen sie für drei Nächte Quartier. In Monte-Carlo wanderten sie durch herrlich blühende botanische Gärten zum Fürstenpalast, wo sie eine besondere Wachablöse erlebten. Der Besuch der Kathedrale sowie des Casinos gehörte natürlich auch dazu. In Nizza war das Flanieren durch den Blumenmarkt, über die Engelspromenade zum Sonnenbrunnen ein optisch-physischer Genuss. Kulinarisch kamen sie ebenso voll auf ihre Kosten, zumal alle Teilnehmer Fischliebhaber sind und eine besondere Nase für tolle Lokale haben.
großes Vergelt’s Gott den Chauf feuren Oskar, Markus und Peppi“, waren sich die Teilnehmer einig.
Seelsorgeeinheit
Dilexit nos - ci ha amati
Il mese di giugno è liturgicamente e tradizionalmente dedicato al Sacro Cuore di Gesù. Questa festa viene celebrata solennemente il venerdì dopo il Corpus Domini. La devozione al Sacro Cuore di Gesù, incentrata sull’amore divino e la misericordia, ha radici bibliche e mistiche medievali, ma assume la forma moderna con le apparizioni a Santa Margherita Maria Alacoque (1647 – 1690), monaca, avvenute tra il 1673 e il 1675. Gesù le mostrò il suo Cuore trafitto, ardente d’amore e circondato da spine, lamentando l’ingratitudine umana e chiedendo riparazione, l’istituzione di una festa specifica e la pratica dei nove venerdì del mese. Grazie al suo confessore, San Claudio de La Colombière e ai Gesuiti, la devozione si diffuse rapidamente nel XVIII secolo, nonostante le resistenze iniziali. Gesù promise a Santa Margherita grazie speciali per i devoti, tra cui pace nelle famiglie, consolazione nelle afflizioni e la salvezza finale. Papa Pio IX, nel 1856 estese la festa del Sacro Cuore a tutta la Chiesa, inserendola nel calendario liturgico universale.


Lieber Luis, wir gratulieren dir herzlich zur mit Auszeichnung bestandenen Gesellenprüfung als Spengler!
Für deine berufliche Zukunft wünschen wir dir weiterhin viel Erfolg, Freude und Begeisterung für deinen Beruf.

Papa Francesco, in occasione del 350° anniversario della prima manifestazione del Sacro Cuore di Gesù a Santa Margherita, il 24 ottobre 2024, ha pubblicato l’enciclica Dilexit nos (ci ha amati), contenente una raccolta di testi magisteriali sulla devozione al Sacro Cuore di Gesù. Incentrata sull’amore umano e divino del cuore di Gesù Cristo, questa enciclica ci invita a riscoprire questa devozione per guarire un mondo ferito, frammentato e schiavo dei ritmi digitali, ripartendo dalla tenerezza, dalla spiritualità e dall’amore fraterno. E’ un invito a ritornare al “cuore” per ritrovare l’essenziale, opponendosi a una società superficiale, consumista e dominata dagli algoritmi che rischia di perdere la propria umanità. L’enciclica sottolinea che il cuore di Cristo, non è solo un simbolo devozionale, ma l’unione profonda dell’amore di Dio con l’amore umano, capace di insegnarci ad amare veramente. In un contesto di guerre e conflitti, il Papa propone il cuore di Gesù come fonte di riparazione, conversione e ripartenza per la Chiesa e per il mondo.
San Paolo scrive nella Lettera ai Romani: «Chi ci separerà dall’amore di Cristo? Forse la tribolazione, l’angoscia, la persecuzione, la fame, la nudità, il pericolo, la spada? …Ma in tutte queste cose siamo più che vincitori grazie a colui che ci ha amati» (cfr. Rm 8, 35-37). Ci ha amati, dice San Paolo riferendosi a Cristo, per farci scoprire che da questo amore nulla potrà mai separarci. Contro tutte le difficoltà e le tentazioni che ci vorrebbero separare dall’Amore di Dio, non scoraggiamoci, non perdiamoci mai d’animo, ma ricordiamoci che siamo sempre tra le braccia del Padre, da cui niente e nessuno potrà mai strapparci.

Antonio Buzzini

10. Jahrestag
Peter Frey
* 13.11.1978 † 17.06.2016
Wir gedenken deiner in lieber Erinnerung bei der hl. Messe Sonntag, den 14. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Danke an alle, die daran teilnehmen.
In Liebe deine Familie Zeit vergeht. Was bleibt, sind Bilder, Gefühle und Erinnerungen im Herzen.

ALLES auf der Welt kann man ersetzen, nur einen fehlenden Menschen
14. Jahrestag Josef Schwazer
„Pichler Seppl“
In liebevoller Erinnerung denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 14. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.
In Dankbarkeit und Liebe deine Familie

Für immer in unseren Herzen!

4. Jahrestag Annelies Rizzi geb. Pfaffstaller
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 14. Juni um 9.15 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß.
In Liebe deine Familie

Für immer in unseren Herzen.

Was du für uns gewesen, das wissen wir allein. Hab Dank für deine Liebe, du wirst uns unvergessen sein.

die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.
1. Jahrestag Luise Pöhl Wwe. Buchschwenter
* 21.08.1932 † 27.06.2025
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 28. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt‘s Gott
In Liebe deine Familie
5. Jahrestag Irma Seehauser geb. Untersteiner
* 26.02.1942 † 10.06.2021
Wir gedenken eines wunderbaren Menschen, der uns im Herzen nie verlassen hat, bei der hl. Messe am Samstag, den 13. Juni um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Deine Lieben
Franz Saxl
*24.03.1938 †13.04.2026
Wir bedanken uns herzlich für die große Anteilnahme: für jedes Wort des Trostes, jede Geste und persönliche Zuwendung, für die Blumen, Kerzen, Spenden und hl. Messen sowie für die würdevolle Abschiedsfeier.
Danke allen, die Franz in liebevoller Erinnerung behalten und ihn ins Gebet einschließen. Die Trauerfamilie
10. Jahrestag
Ganz besonders denken wir an dich bei der hl. Messe am Mittwoch, den 10. Juni um 18.30 Uhr in der Kapuzinerkirche in Sterzing.
In Liebe deine Familie

10° anniversario
La S. Messa in suffragio sarà celebrata mercoledí 10 giugno alle ore 18.30 nella chiesa dei Cappuccini a Vipiteno.
Sei sempre nei nostri cuori i tuoi cari

Maria Trenkwalder Wwe. Gruber
* 7. Oktober 1927 † 29. April 2026
Von Herzen danken wir allen, die uns in der Zeit des Abschieds von unserer lieben Mamme ihre Verbundenheit, ihr Mitgefühl und ihre Anteilnahme gezeigt haben. Danke für die vielen Zeichen der Nähe – für die tröstenden Worte, stillen Umarmungen, Kerzen, Blumen und Spenden. Die herzliche Anteilnahme so vieler Menschen beim Abschied von unserer lieben Mamme erfüllt unsere Familie mit großer Dankbarkeit. Wir fühlten uns getragen durch jede persönliche Zuwendung, durch Briefe, Kerzen und Blumen, durch jeden Händedruck und jedes Gespräch. Ein besonderer Dank gilt allen, die die Trauerfeier so würdevoll gestaltet haben. Diese Verbundenheit wird uns stets in liebevoller Erinnerung bleiben.
Von Herzen wünschen wir, dass uns allen die schönen Momente mit ihr und ihre Wärme und Herzlichkeit in Erinnerung bleiben.
In Liebe die Trauerfamilie

Und immer wenn wir von dir sprechen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Herzen und halten dich fest umfangen, so als wärst du nie gegangen.
1. Jahrestag Günther
Rainer
* 23.06.1965 † 07.07.2025
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 5. Juli um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Jaufental.
Deine Niki deine Eltern und Geschwister mit Familien
Das, was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt. Denn die Erinnerung und die Liebe sind stärker als der Tod.
Du fehlst uns!

10. Jahrestag Alois Sparber
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 14. Juni um 8.30 Uhr in der St. Veitkirche in Obertelfes.
Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt‘s Gott.

In Liebe deine Familie


1. Jahrestag
Martin Staudacher † 11.06.2025
Die Erinnerung geht nie verloren, wenn man sie im Herzen trägt
In Liebe denken wir ganz besonders an euch bei der hl. Messe am Sonntag, den 7. Juni um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Pflersch.
In ewiger Liebe eure Familie
48. Jahrestag
Karl Staudacher † 03.08.1978
Jahrestage


sterben nie, sie bleiben uns im Herzen erhalten.
Wir sagen von Herzen Danke
für die große Anteilnahme an unserer Trauer über den Tod unserer Mami
Helene Benedikter-Salzburger
Wir danken für all die lieben Worte, für die herzlichen Karten und Briefe, für die wunderschönen Kerzen und Blumen, für mitfühlende Blicke, für jeden stummen Händedruck und jede innige Umarmung. Euer tiefes Mitgefühl hilft uns und gibt uns Kraft und Zuversicht.
Karin, Jürgen und Astrid mit Familien
20. Jahrestag Anna Maria Seehauser
In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner am Sonntag, den 5. Juli in Mauls.
Allen, die daran teilnehmen und unsere liebe Anna Maria in guter Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott.

1. Jahrestag Alois Obex
Kochbichl-Luis
* 01.03.1938 † 27.06.2025
Ganz besonders denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 28. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.
Danke allen, die daran teilnehmen und dich in Erinnerung behalten.

In Liebe deine Familie dass man lächelt, wenn man sich seiner erinnert.
Theodor Fontane

2. Jahrestag
Gabriel Inderst
* 01.07.1965 † 03.06.2024
In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner am Sonntag, den 7. Juni um 8.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Ridnaun.
In Liebe und Dankbarkeit erinnern wir uns an die gemeinsam verbrachte Zeit mit dir.

6. anniversario/6. Jahrestag
Gino Oliva
* 21.01.1945 † 29.06.2020

Wir werden dich nie vergessen, denn wir haben deine Stimme und dein Lachen im Ohr, dein sonniges Gemüt in unserer Erinnerung, dein Bild im Kopf und dich immer in unseren Herzen.
Deine Familie
Sei sempre nei nostri cuori. Für immer in unseren Herzen.
Ci hai lasciato, ma continui ad essere presente in mezzo a noi. Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.
La messa in ricordo verrà celebrata domenica, 28 giugno alle ore 10.00 nella chiesa parrocchiale di Prati.
Wir gedenken deiner ganz besonders am Sonntag, den 28. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.
I tuoi cari/Deine Lieben
Ein Jahr ohne dich
Andreas Badstuber
* 02.06.1991 † 08.06.2025
In Liebe denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 14. Juni um 8.00 Uhr in der Wallfahrtskirche von Maria Trens.
Danke allen, die unseren lieben Andreas ins Gebet einschließen und ihn in liebevoller Erinnerung behalten.
In Liebe deine Familie
Ein Teil von uns ist mit dir gegangen, aber deine Liebe und Weisheit werden für immer in unserer Familie weiterleben.

Wir denken immer an dich. Wir reden noch immer über dich. Du warst niemals vergessen und wirst es auch nie sein. Wir halten dich fest in unserem Herzen. Und dort wirst du für immer bleiben, um uns durch das Leben zu führen, bis wir uns wiedersehen.

Die Zeit vergeht, doch die Liebe zu dir bleibt. Unvergessen. Unersetzlich. Für immer im Herzen.
Allen, die daran teilnehmen und unseren lieben Gabriel in guter Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott.
In Liebe deine Schwestern mit Familien
13. Jahrestag Franz Siller
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 14. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.
Deine Familie
1. Jahrestag
Mathilde Rainer geb. Hofmann
Braunhofer-Bäuerin in Kalch
* 15.12.1942 † 13.06.2025
In Liebe und Verbundenheit denken wir besonders an dich am Sonntag, den 14. Juni um 10.00 Uhr bei der hl. Messe in Mareit.
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe deine Familie

Wer so gelebt wie du im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht, wer so viel Liebe hat gegeben, der stirbt auch selbst im Tode nicht.
Anna Siller geb. Keim
* 7. Oktober 1935 † 12. Mai 2026
Herzlichen Dank
für die Anteilnahme, die Gebete, die schönen Blumen und Kerzen, für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier und der Rosenkränze. Und herzlichen Dank an alle, die unsere Mutter in liebevoller Erinnerung behalten.
Die Trauerfamilie


Manchmal bist du in unseren Träumen. Oft in unseren Gedanken und für immer in unseren Herzen.
Was ein Vater wirklich bedeutet, wissen nur die, die ohne ihn leben müssen.
Papi, du fahlsch mir!
27. Jahrestag Günther Leitner
Wieder ein Jahr ohne dich!
In Liebe und Dankbarkeit denken wir besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag den 21. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Gleichzeitig denken wir bei dieser Messe an Hermann Larch zum Jahrtag.
Vergelt’s Gott an die Geistlichkeit und an Tamara für die Gestaltung der Messe. Danke an alle, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten.
In Liebe deine Frau Barbara mit Paul und Aron deine Tochter Alena mit Renè deine Familie

müde sind und Kraft brauchen, erinnern wir uns an dich.
11. Jahrestag
Margareth Pichler geb. Gruber
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 28. Juni um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.
Allen, die daran teilnehmen, dich in lieber Erinnerung behalten und dein Grab besuchen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe deine Familie

Olga Bernardi geb. Egartner
* 03.01.1967
† 06.05.2026
Liabs Olgale, mittn im Frühling isch’s Winter gwordn, weil mir ins von dir hobn veråbschiedn miaßn. Konsequent und tåpfer bisch deinem Weg gfolgt, dem Weg, den dir dein Schicksol vorgezeichnet håt. Wia’s isch, muaß es sein.
Die Zeit mit deinem Månn und deinen Söhnen wår die beschte in deinem Leben, die Familie dein gröschtes Glück.
Du wårsch für deine Buam a großartige Mama. Gemeinsam mit deinem Månn Egon håsch ihnen die Zuversicht vermittelt, de sie brauchn, um durchs Leben zu kemmen.
Deine Fürsorge und Großzügigkeit hot nit lai der engsten Familie gegoltn: Wenn man di gebraucht håt, wårsch du do. Iatz bisch geborgen in inserer Erinnerung und ’s Universum bewohrt in seinem Gedächtnis dein lieblichs Bild.
Danke für ålls, Olgaschatz!
Deine Schwester Helga

Pfiffikus
Pfiffikus sucht ein „eingewachsenes“ Auto in Pfitsch. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. Juni. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.
Auflösung des Vormonats: Das Sterzinger Stadttheater wurde bereits im Jahr 1989 geplant und schließlich nach fast zehnjähriger Bauzeit am 19. Mai 2000 durch den damaligen Bürgermeister Thomas Egger feierlich eröffnet. Das Gebäude wurde nach Plänen des Bozner Architekten Albert Colz errichtet. Der große Eingangsbereich ist durch eine Stahlträgerkonstruktion mit zahlreichen Verstrebungen überdacht und mit Glasfenstern überzogen. Somit kann viel Licht in den Vorraum eindringen. Die Reinigung der enormen abgerundeten Glasfassade (20 x 15 Glasscheiben, ca. 10 Meter hoch) ist allerdings eine große Herausforderung. Der große Theatersaal bietet Platz für bis zu 430 Personen.
Das Los bestimmte MELANI GSCHNITZER aus Sterzing zum Pfiffikus des Monats Mai. Die Gewinnerin erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.


AUFLÖSUNGEN DES VORMONATS

LÖSUNG: BLUMENART

Wir gratulieren!
Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Mittelpunkt eines Dorfes).
FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN:
SCHIACHERSCHUACH •HINTERFOTZIGER• ANM•MRS•GS•N•••K •OMA••GILCHINGER ETLANE•G•HAALER• •TSCHELLEWENGGER DECHT•AUREN••••E •RHE•AU•ZITIEREN •PLN•LF•AZETYLEN XII•ALBUM••••••• •GSCHEARTERHAMML ASSO•INT•INSRIGE •ELLENDLONG•MAMA
LÖSUNG: MAIGLOECKCHEN
11egen
18:30 Ullr iwipJJ) PrQIHI l<ür.;lor111
DAS WIPPTAL-RÄTSEL
verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald
V 11 ir!~~M I!/'/~ twlPPI v '~"11"" 14 30 Uhr :lll'i])m) -.!12
GHn-~+--~~ -~ -
1'1 S!er~in,ci 1-1> ltlh",ber, !::!' -
~"'1-•l'•U<:h !,an ~öet11:1eI:1. ~:!:a.--
nobel, 11ch,Ir11 • dn l Gr6ßh, {WIPP)
unlre~no. li'C,h, tB'.kl· los bD<rK~ R6o~l~~nwaH Abk -,:, hl IIU nlitr lwl~~) H~L. 1111bl•5 ,!,, lfaUUm• c1n0rll. Abk Ab&ndge, nll~1:IuafL ,!.
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I hons gineatig, weil i tatt gearn in Urlaub fohrn. Ob i mir sell iberhaupp leischtn konn? I hon schun vour a poor Wochn ban an Reisebiro ungfrogg, ob de mir eppas rotn kanntn, wos in meine Meglichkeitn passt. Noar isch mir gsogg wordn, dass i schnell vergessn soll, in der Hauppsaison lous zi fohrn. Und i hon mir deswegn jo vourginummin, nou frieh genue zi startn, Vourgschtellt hatt i mir sou a Wöchl nit zi weit weck ban Meer untn, in ander uenfochn Pension, wou holt a Vormass anou in Preis drein isch. Sischt brauchat’s zin Essn eh nit viel, wenn’s dou ba Toge richtig worm weard. Und afn Obnd tatt i noar vielleicht amol a Pizza oder eppas van an Fisch essn, wenn’s nit zi tuire weard. Aupassn mueß man holt, dass man nit ban Panekoperto umminghebb weard.
Mir war recht giwesn, nou Unfong oder Mitte Juni, vour die Schueln aus sein, eppas zi finden. Sell war fir mi als älters Mensch holt besser, weil noar bische va den Gschroa va de gonzn Frotzn sicher. Nit dass i Kinder nit megat, ober in Urlaub mueß i des nit hobm. Wenne afn Strond a Platzl fandsch, woue dir’s afan Hondtuech kommot mochn kanntsch, noar will man holt a bissl sein Rueh hobm. Ober a wenn kuene oder nit zi viel Kinder ummer sein, noar kemmin holt de frempm Handler mit ihrn Graffl und sein richtig läschtig, weil du ihmen ihrn Plunder okafn sollasch. Ober mi kriegn de nit drun. Iatz hon i decht nou Glick ghobb, dass i an Ungibout gfundn hon, mit an Onnibus ochn zi fohrn, der mi wieder in de olte Pension ochn bring, wou i holbex ginstig a Bettstott kriegg hon. Und wenn des Wöchl ummer isch, noar mecht i holt a wieder huemkemmin, dass i mi van Urlaub derhouln konn. Meahr brauchat’s nit!

GEBURTEN
Brenner: Daris Ferhadi (13.04.2026, Brixen).
Freienfeld: Eva Überegger (11.04.2026, Brixen).
Pfitsch: Felix Gschnitzer (16.04.2026, Brixen). Sterzing: Loïc Miniotti (08.04.2026, Brixen). Eva Egger (09.04.2026, Brixen). Elisa Zuberi (15.04.2026, Brixen).
TODESFÄLLE
Brenner: Herbert Alois Malleier, 72 (28.04.2026, Brenner).
Franzensfeste: Coulibaly Chentienwa Aboubacar, 40 (01.04.2026, Brixen).
Freienfeld: Gertraud Holzner, 91 (06.04.2026, Freienfeld). Richard Plaikner, 66 (11.04.2026, Meran). Franz Saxl, 88 (13.04.2026, Sterzing).
Pfitsch: Maria Trenkwalder, 98 (29.04.2026, Sterzing).
Ratschings: Anna Elisabeth Dolliana, 77 (27.04.2026, Brixen).
Sterzing: Johann Jenewein, 90 (01.04.2026, Sterzing).
EHESCHLIESSUNGEN
Brenner: Cristin Salzburger und Hannes Erlacher (11.04.2026, Sterzing).
Freienfeld: Emiliana Serricchio und Andrea Miotti (18.04.2026, Castelpetroso).
Pfitsch: Giulia Galera und Alessandro Frati (24.04.2026, Brunate).
Sterzing: Claudia Pasquariello und Giuseppe Mattioli (18.04.2026, Sterzing). Giuseppina Cardia und Claudio Arcifa (23.04.2026, Sterzing).
BAUGENEHMIGUNGEN
Brenner: Feuerstein AGRO GmbH, Pflersch: Reorganisation des „Messnerhofes“ mit Urlaub auf dem Bauernhof und Neubau eines Reitstalles, Bp.124, versch. Gp., K.G. Pflersch. Franz Rainer, Pflersch 53: Sanierung und Erweiterung des Backofens, Bp.379, K.G. Pflersch. Mair KG d. M. Mair, Gossensaß, Alte Postgasse 8: Bauliche Umgestaltung des Hotel „Gudrun“, Bp.133, K.G. Gossensaß. Windisch Thomas, Pflersch 167/B: Asphaltierung der Hofzufahrt „Tribulaunhof“, versch. Bp., Gp.618/5, K.G. Pflersch. Freienfeld: Hubert Hochrainer, Partinges 2: Errichtung eines landwirtschaftlichen Mehrzweckgebäudes, Gp.1199, K.G. Trens. Katrin Rainer, Trens, Schulweg 1: Errichtung der Infrastrukturen und Glasfaser, versch. Gp., K.G. Trens. Michael Aukenthaler, Stilfes: Errichtung eines überdachten Holzlagerplatzes, Gp.1444/1, K.G. Stilfes. Andreas Salcher, Trens, Maria-an-der-Lahn-Straße 6: Errichtung eines Balkons beim Wohnhaus „Salcher“, Bp.277, K.G. Trens.
Pfitsch: Lukas Mair, Elisabeth, Helena, Johan-
nes, Lisa Maria, Matthias, Peter, Sofia, Thomas und Tobias Ossanna, Barbara Seidner, Wiesen, Pfitscher Straße 43: Bauliche Umgestaltung, Sanierung, Änderung der Zweckbestimmung, versch. Bp., K.G. Wiesen. Reinhard Gruber, Kematen, Platz 120: Errichtung einer Garage sowie Überdachung der Mistlege beim „Schneiderhof“, Bp.174, K.G. Pfitsch.
Ratschings: Günther Brunner, Innerratschings, Unterhäusern 9: Sanierung und Umbau des Wirtschaftsgebäudes beim „Jörgelerhof“, Bp.357, K.G. Ratschings. Daniel Braunhofer, Jaufental, Obertal: Durchführung von Bodenangleichungsarbeiten und Errichtung eines Feldweges, versch. Gp., K.G. Jaufental. Michael Steinmann, Gasteig, Koflweg 2: Errichtung eines landwirtschaftlichen Maschinenraumes, Bp. 478, Gp. 276/5, K.G. Jaufental. Andreas, Markus und Michael Longo, Außerratschings, Pardaun 14: Errichtung eines Aufzuges zur Beseitigung von architektonischen Barrieren beim Wohnhaus „Longo“, Bp.393, K.G. Ratschings. Walter Zössmayr, Telfes, Telferweg 12/A: Errichtung einer Überdachung, Bp.232, Gp.812/1, K.G. Telfes. Sara Hochrainer, Ridnaun: Errichtung eines überdachten Autostellplatzes, Bp.423, m.A.2, K.G. Ridnaun. Johann Schaiter, Mareit: Durchführung von Bodenangleichungsarbeiten im Wiesenbereich des „Obergruberhofes“, Gp.191/1, K.G. Mareit. Auto Volgger KG d. Volgger Andreas & Co., Mareit, Handwerkerzone 2: Bauliche Umgestaltung durch Umbau, Bp.307, K.G. Mareit. Michael und Peter Payrer, Andrea Wieser, Jaufental, Mittertal 30: Bauliche Umgestaltung durch energetische Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.390, K.G. Jaufental. Egon Obex, Innerratschings, Gande 17: Bauliche Umgestaltung durch Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses, Bp.592, K.G. Ratschings. Gabriel und Sonja Parigger, Magdalena Schölzhorn, Stefan Staudacher, Innerratschings, Gande 16: Bauliche Umgestaltung durch Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses, Bp.593, K.G. Ratschings.
Sterzing: Sterzl KG der Moser Monika und Mair Johannes & Co., Brennerstraße 28: Sanierung und Umbau der Wohnung, Bp.197, m.A.2, K.G. Tschöfs. Leopold Nestl, Thuins 3: Errichtung eines Holzlagers mit Flugdach, Gp. 402/1, K.G. Thuins. INMAN IMMO GmbH, Heinrich-Heine-Weg 3: Sanierung, energetische Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.481, K.G. Sterzing. Florian Tratter, Thuins 5/B: Umgestaltung der Mistlege zu einem Schafstall mit Überdachung für Maschinen, Bp. 48/1, K.G. Thuins. Ralser Immobilien GmbH, Tischlerei Ralser GmbH, Gabriel-Leitner-Straße 37: Erweiterung der Werkhalle, Bp.257, K.G. Thuins.
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Vor hundert Jahren ...
1926
Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

06.06.1926
Die „unverletzliche“ Brennergrenze!
Der italienische Innenminister Federzoni hatte von seinem Regierungschef gelegentlich der Reise nach Südtirol den Auftrag erhalten, eine Blitzvisite am Schlagbaum beim Brennerpaß vorzunehmen, weil sich Mussolini selbst zu solchen formalen Dingen bisher noch nie entschließen konnte. Mit Aufgebot von deutscher Bevölkerung von Sterzing aufwärts und einem Kommando an die Musikkapelle von Sterzing wurde daraus ein großes Fest mit Fahnen und Musik. Federzoni fuhr also auf den Brenner; dort war bereits der Festzug bereitgestellt, unter faschistischer Geste mußten Ovationen gebracht werden, dann ließ der Minister im persönlichen Auftrage Mussolinis am Brenner-Grenzstein eine Tafel mit der Inschrift aufstellen: „Den sechshunderttausend Gefallenen im großen Kriege, die diese ewige und unverletzliche Grenze eroberten - die faszistische Regierung.“ Mit dem nächsten Zuge fuhr der Minister wieder gegen Süden... Linzer Tages-Post
16.06.1926
Internationale
der gut geführten und durchgespurten Strecke ein sportlich schönes Ereignis. Die 10 Kilometer lange Strecke, die an Aufstieg 450,
sion Leopoldshof und Wolfenburg. Pension von 60 Lire aufwärts. Gossensaß kommt ungefähr dem Ort Cortina gleich.

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Sommerskiwettläufe am Stubenferner, östliche Stubaier Gruppe
Aus Gossensaß wird uns berichtet: Die vom Skiclub Gossensaß jährlich auf der Magdeburger Hütte veranstalteten Sommerskiwettläufe nahmen am 12. und 13. Juni unter starker Beteiligung, vor allem von österreichischer und italienischer Seite, einen schonen Verlauf. Der Sprunglauf, der am 12. auf der improvisierten Naturschanze am Stubenferner stattfand, war etwas durch die schlechte Schneebeschaffenheit der flachen Aufsprungbahn beeinträchtigt. Dafür wurde der Langlauf, trotz des dichten Nebels, der am 13. das Gletschergebiet einhüllte, auf
an Abfahrt 600 Meter durchmaß, stieg in flachen, langen Serpentinen, unterbrochen von kurzen Abfahrten, bis fast auf den Gipfel der Schneespitze (3166 Meter), fiel sodann in weiter Abfahrt bis zur Magdeburger Hütte (2422 Meter). Die Bestzeit des Tages gewann Volkan Josef (Predazzo) mit 41:53. - Ergebnisse: Langlauf, 1. Klasse, 12 Teilnehmer. - 1. Hörtnagl Hugo, Innsbruck (42:51); 2. Glück Ferdinand, Gröden (44:16); 3. Siller Anton, Sterzing (45:11); 4. Delle Karth Ferdinand, Innsbruck (45:28); 5. Christomanos Demeter, Gossensaß (15:46). - 2. Klasse, 33 Teilnehmer (…).
Innsbrucker Nachrichten
17.06.1926
Gossensaß
In Gossensaß empfehlen wir Hotel und Pen-
Neues Wiener Abendblatt
17.06.1926
Unmotiviertes Verbrechen
Aus Tulfer bei Sterzing wird berichtet: In einem Seitentale, das bei Sterzing mündet, schoß am Montag der 59jährige Josef Weissteiner, einer der angesehensten Bauern der Gemeinde, aus dem Fenster seines Hauses auf eine Gruppe von Arbeitern, die mit elektrischen Arbeiten beschäftigt waren. Einer der Arbeiter, De Martin Angelo, 32 Jahre alt aus Belluno, angestellt in der elektrischen Zentrale in Wiesen, wurde von dem Projektil getroffen und verschied nach seiner Einlieferung im Spitale in Sterzing. Die Carabinieri, die von dem Falle sofort verständigt wurden und sich alsbald in die Wohnung des Täters begaben, fanden ihn dort ruhig schlafend, anscheinend ohne die geringsten Gewissensbisse. Die Frau des Mörders konnte den Beweggrund, aus dem ihr Mann diese Tat vollbracht hatte, nicht erklären und glaubt an eine momentane Sinnesverwirrung.
Innsbrucker Nachrichten
21.06.1926
Eine kostspielige Saat
Der 64 Jahre alte Oberburger von Mauls hatte in seinem Garten statt Salat 25 Stück Tabakpflanzen gesät. Er wurde zu einer Geldstrafe von 670 Lire verurteilt. Da er diesen Betrag nicht bezahlte, wurde er verhaftet und für diesen Irrtum zu 67 Tagen Arrest verurteilt.
Allgemeiner Tiroler Anzeiger
Leopoldhof 1955
Leopoldhof und Wolfenburg 1922
