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globalista Onlinezeitung 2012

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Gefördert durch:

Das Rückkehr-Qualifizierungsprogramm der Arbeitsstelle Weltbilder e. V.

o n li n e z e it u n g 12 Jo ur na lis m us -W er ks ta tt 2 | 20


Inhalt Lieber Sebastian

S.   2

Veo veo

S.   3

Westwind

S.   4

Erinnerungen

S.   7

Was siehst du?

S.   8

Gestern traf ich Pierre

S.   9

Wohin gehst du?

S. 10

Rainbow Nation – oder doch schwarz-weiß? S. 11 Saison der Feuer

S. 12

1 – gelebt?

S. 14

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4

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Lieber Sebastian, ich kenne Deutschland und deine Kultur nicht. Was fern von Indien liegt, ist mir fremd. Ich bin im Dorf aufgewachsen und

ich weiß, dass für dich hier alles anders war. Für mich ist genau dies Alltag. Hier kenne ich meine Leute und weiß, wie die Dinge funktionieren. Ich bin absolut zufrieden in meinem Umfeld und doch interessieren mich die Dinge außerhalb unserer Grenzen, die Sitten anderer Menschen und anderer Länder. Ich denke, das ist auch der Grund, warum du nach Indien kamst.

Du warst der erste weiße Mensch, der uns hier im Dorf

besucht hat. Die Leute waren überrascht und erfreut dich zu sehen. Ich denke heute noch an die großen Augen und aufgerissenen Münder, die sich dir überall entgegenstreckten und an

die aufgescheuchten Kinder, die ängstlich in alle Richtungen davonliefen, weil sie noch nie einen Menschen sahen, der äußerlich so anders war. Du kamst aus Interesse und warst gut informiert

über Land, Sitten und Religion. Doch glaube ich, dass es dir anfangs etwas schwer fiel, dich

einzuleben. Ich meine nicht die äußeren Umstände wie Essen, Toilette, Sauberkeit, Wetter oder fremde Sprache. Damit hattest du keine Probleme. Aber wie oft erinnere ich mich an die vielen

Fragen, mit denen du mich förmlich bombardiert hast, um unsere Lebensweise besser verstehen zu können. Ich hätte mitzählen sollen, wie oft ein Satz von dir mit einem ‚Warum‘ begann und ich dir sagen musste, dass es darauf keine Antwort gibt.

Hier sind die Dinge so, wie sie sind und wie sie schon immer waren. Jede Gemeinschaft folgt

ihren eigenen Regeln. Hier in Indien wirst du die unterschiedlichsten Auffassungen und Lebensweisen unter den Menschen finden! Ist das in Deutschland nicht so? Verfolgt jeder die gleichen

Ideale und Regeln, um sein Leben mit Glück und Liebe zu erfüllen? Sicherlich sind die Unterschiede innerhalb eines Landes nicht ganz so groß wie die, die zwischen zwei so unterschiedli-

chen Kulturen bestehen. Käme ich hier in ein vielleicht 50 Kilometer entferntes Dorf, ich könnte

mir auch nicht erklären, warum diese Menschen bestimmte Dinge anders machen, als wir es hier im Dorf tun. Aber ich würde ihre Weise leben und auch damit Glück finden.

Das liegt daran, dass ich vertraue. Ich vertraue den Menschen und respektiere sie. Denn das ist

meiner Meinung nach Verständnis. Denn warum soll ich hinterfragen, was seit Jahrhunderten

besteht, sich bewährt hat und die Menschen glücklich macht? Denn die Lebensweise kommt von der Praxis. Alles andere kommt danach.

Ich hatte den Eindruck, dass du anfangs das, was du in Deutschland gelernt hast, auf uns übertragen wolltest. Eure Lebensweise mit der unsrigen vergleichst. Deswegen kamen all diese

Fragen in dir auf. Aber Vergleiche schaffen nur Distanz. Und das ­Erleben und Verstehen einer Kultur kann man nicht durch

Worte oder Erzählungen erreichen, sondern muss gelebt und am

eigenen Leib erfahren werden. Mit dem Herz und nicht mit dem Verstand kommen wir den Menschen nahe. Mit Auge und Hand verstehen wir besser, als wir es je mit Worten erreichen können.

Jeder Mensch lernt ständig dazu und das ist auch gut so.

So, wie ich durch dich von deiner Welt lernen konnte, konntest du von mir und meiner Welt lernen.

Danke, dass du mich besucht hast!

Komm bald wieder! dein Freund Vinay aus Trembla

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Sebastian Ebnet, Indien


Veo veo Camino en las calles de Buenos Aires.

Veo niños jugando,

veo chicos robando. Camino en las calles de Buenos Aires.

Veo parejitas paseando, veo chicas saliendo.

Camino en un parque de Buenos Aires.

Veo abuelitas vagabundeando, veo abuelitos jugando, jugando al tenis,

observando, charleando, tomando cerveza, tomando el sol

de Buenos Aires.

� �

Konstantin Zell, Peru


Westwind Felix RĂźdiger, Vietnam

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Es geht ein Wind durch Hanois Straßen. Er kommt von Westen. An immer mehr Orten der vietnamesischen Hauptstadt, bei Tag und bei Nacht, kann man sehen, wie sich Westliches und Vietnamesisches mischt. Hanoi, so sagen uns jene, die schon lange hier leben, ist alle zehn Jahre eine neue Stadt und Vietnam ein neues Land. Sehen kann man diesen Wandel an Ladenfronten, in Baugruben, auf den Straßen. Wohlbekannte Symbole „erobern“ das einst abgeschottete Land. Spüren kann man den Wandel besonders gut des Nachts, in Gesprächen mit den wenigen Hauptstädtern, die im überschaubaren Nachtleben Hanois unterwegs sind. Aufmerksam gemacht hatte mich damals eine Praktikantin an der Universität, deren Vater Vietnamese ist. Vor zwei Jahren, auf einer Reise hatte sie Eingang in jene Kreise der Tätowierer, Künstler und Musiker gefunden, in denen sie nun verkehrt. Wie für viele Weltenbummler ist die Stadt für sie zur Bleibe geworden. Man trifft sie an den verschiedensten Orten bei Reggae und Salsa in der Roots-Bar, bei Veranstaltungen der verschiedenen europäischen Kulturinstitute der Stadt oder in der Cinematheque, dem alternativen Kino, wo israelische Filmwochen oder Konzerte veranstaltet werden. Heute Abend findet ein Konzert in der Factory-Bar statt, organisiert von Jason und Jim, zwei jungen Australiern, die in Hanois kleiner Szene mit ihrer Band „Toothpaste“ bekannt geworden sind. Die Factory-Bar spielt mit Symbolen. Die Kellner tragen blaue Arbeitsmäntel, über die Köpfe sind rot-goldene Banner mit kommunistischen Parolen gespannt. Auf den Konzerten spielt immer wieder Phuong, Vietnamesin mit amerikanischer, wahrscheinlich New Yorker Vergangenheit. Sie wiederum ist befreundet mit Tuan, der hier jeden kennt und mit dem ich verabredet bin. Seine Geschichte samt Architekturstudium in ­Belgien ähnelt der vieler Vietnamesen, die man des Nachts unterwegs trifft. Im Gegensaz zur großen Mehrheit ihrer Landsleute, die traditionell um elf ins Bett gehen und um fünf bereits im Park Morgensport machen. Als wir den oberen Stock der Bar betreten, fällt mir die Gruppe vietnamesischer Mittzwanziger auf, die uns den restlichen Abend gegenüber sitzen wird: Viele Mädchen tragen kurzes Haar und sind offensichtlich lesbisch. Egal ob Mann oder Frau, alle rauchen sie, wobei eine rauchende Vietnamesin vor allem auf dem Land einem Affront, einem Skandal gleichkommt.

Als Tuan endlich eintrifft, kennt er selbstverständlich jeden. Frauen wie Männer umarmen ihn herzlich, stellen ihm Freunde vor, ziehen ihn mit an einen anderen Tisch. Später, bei einem Bier, frage ich Tuan, ob man diese jungen Menschen, von denen viele schon eine Zeit lang im Ausland gelebt haben, als politisch bezeichnen könnte. Er fragt mich, was ich mit politisch meine und ich antworte: „Naja, womöglich kritisch?“ Nehme es daraufhin schnell zurück, weil ich merke, dass es sehr einseitig, zu plakativ erscheinen könnte Er antwortet, dass jene, die man hier antreffe, eben einen differenzierteren Blick auf ihre Heimat hätten. Von kritisch zu sprechen, hält er für zu ein­seitig. Es ist, als lebten all jene den Traum ihrer ein, zwei Jahre in Europa oder Amerika weiter. Die Kunst an den Wänden ist modern, grell, ­drastisch. Als Barhocker dienen lange, leicht bekleidete Menschenbeine aus Kunststoff. Am nächsten Morgen im „Cong-Cafe“ ist es nicht anders. Der Name ist inspiriert von den Viet Cong, dem weltweit vielleicht bekanntesten vietnamesischen Wort. An der Wand hängen alte Propaganda-Poster und ein blinkendes, in grellen Farben gemaltes Abbild des vietnamesischen Übervaters Ho Chi Minh. Auf einem der Bilder, dem größten, sitzen an zwei hintereinander aufgestellten Tischen sechs kleine Kinder, in Militäruniformen gezwängt, und heben allesamt den Arm, wie bei einer Abstimmung. Die vor ihnen angebrachten Mikrofone und die vertrauten Farben der Uniformen, omnipräsent auf den Straßen der Hauptstadt, lassen keinen Zweifel: Dargestellt ist ein Gremium der Art von Partei, die noch heute in Ländern wie Laos, Vietnam, China und Nordkorea die absolute Macht innehat. Tuan erklärt mir, dass die Muster der Kissen und die Becher, die als Dekoration auf dem Tisch stehen, typisch seien für die „kommunistische Vergangenheit“ seines Landes. Gemeint ist wohl die Zeit vor der wirtschaftlichen Öffnung, der „Erneuerung“, die Abende wie den gestrigen in der Factory-Bar erst möglich gemacht hat. Im Laufe der nächsten Stunden füllt sich das Cafe mit einem ähnlichen Publikum wie gestern: jung, oft weiblich, modern, recht wohlhabend. Eine kahl geschorene Vietnamesin am Nebentisch spielt zuerst auf einem iPad Sudoku, dann treffen ihre Freundinnen ein und sie spielen Karten, trinken derweil Kaffee, den „besten der Stadt“, wie mir Tuan versichert. Vietnamesischer Indie. Der Einfluss westlicher Mainstreamkultur in Form von Britney, KFC und Apple, ist in Hanoi mittlerweile an allen Ecken


und Enden zu bestaunen. Die Entstehung einer Subkultur, die sich an Strömungen aus Berlin oder New York orientiert, ist ein Phänomen der letzten Jahre. Der erste Hip-Hop-Club wurde vor sieben Jahren gegründet. Die Hanoi Rock City wurde erst kurz vor Jahreswende eröffnet. Unsere Affinität ob dieser neuen städtischen Möglichkeiten in Hanoi ist mit nichts anderem als unserem Westlerdasein zu erklären. Aber wer sind die Vietnamesen, vor allem die als emanzipiert daher kommenden Frauen, die wir regelmäßig auf den Pfaden dieses neuen Undergrounds treffen? Einzig und allein Abziehbilder des westlichen Lebensstils?

Zuerst einmal weiß ich, dass ich nichts weiß. Meist nur von außen betrachte ich diese neue, kleine Bewegung, die im Vergleich zur Masse, die Hanoi bevölkert, nur einen winzigen Teil der Stadt und ihrer Jugendlichen ausmacht. Ich kenne weder ihre Geschichten, noch verstehe ich genau, worüber sie sich unterhalten. Die Erfahrungen derer, die Vietnam im letzten Jahrzehnt für eine Weile verlassen haben und bei ihrer Rück6|7

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kehr eine sich rasant verwandelnde Heimat vorgefunden haben, prägen jetzt diese Entwicklung, führen sie womöglich in eine neue Phase, nämlich die der Subkultur. Das Ergebnis, so scheint mir, kann man nicht allein als eine Verwestlichung bezeichnen, das Ergebnis ist vietnamesisch. Frei ist diese Subkultur nicht, Ausstellungen werden oft von Agenten der Staatssicherheit unterwandert und möglichst schnell von der Polizei geschlossen, die Kunstwerke oft zerstört. Wer sich in dieser Subkultur bewegt, der kennt, was den allermeisten Vietnamesen unbekannt ist: Weil die Veröffentlichung der Werke einiger kritischer, vietnamesischer Autoren wie Duong Thu Huong im Inland verboten ist, werden in einem Buchladen einzig die kopierten, englischen Ausgaben verkauft. Innerhalb der Szene wird fast überall Englisch gesprochen, während sonst Englischkenntnisse eher eine Seltenheit darstellen. Die Szene ist klein. Wie sonst ist es möglich, dass sich in einer Sechs-Millionen-Stadt ihre Mitglieder fast alle gegenseitig kennen, dass die Gesichter nach einer Weile doch immer die gleichen sind? Sehnsüchte beziehen sich seltener auf die Politik, als vielmehr auf die Freiheit zum Konsum und die Möglichkeit zur Individualität. An ihre staatlich und kulturell bedingten Grenzen stößt die neue Subkultur aber immer wieder. Jedoch ist man ähnlich oft, so auch im Cong-Cafe, überrascht, was alles toleriert wird. Wie in fast allen Bereichen des vietnamesischen Lebens, in Hanoi oder Saigon genau wie auf dem Land, bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Ob die Regierung ihre neuesten Versprechungen einer politischen Erneuerung, die der wirtschaftlichen folgen soll, wahr machen wird, bleibt abzuwarten. Welche Rolle werden diejenigen in Zukunft spielen, die in Japan ihre Kunst ausstellen, des Nachts an ihrem Mojito nippen und sich in gleichgeschlechtlicher Liebe üben? Wird das Spiel mit den altbekannten, kommunistischen Symbolen wie im Cong-Cafe zum neuen Chic? Und wird sich die Regierung mit all ihrer Vergangenheitsverherrlichung daran nicht stören? Oder bleibt die neue Subkultur eine reine Randerscheinung, behält somit ihre E ­ xistenzberechtigung und spielt in Zukunft aber keine bedeutende Rolle? Alles scheint möglich, in den Nischen der Großstadt, wie im ganzen Land.


Erinnerungen . Sie sind bunt, weit und durcheinander. Nur vorhanden in unserem Kopf. Sie überlagern sich oder nehmen sich gegenseitig den Platz. Sie verblassen mit der Zeit oder sie bleiben fest verankert, als wären sie ganz frisch.    Ein Jahr in einem fernen Land, in einer ganz anderen Kultur. Dieses Jahr beinhaltet so viele Augenblicke, kurze Momente, die im Nu vergehen. Teilweise schweben sie vorbei, fast unbemerkt, teilweise drängen sie sich auf, wiederholen sich, werden ganz bewusst gelebt. Da sind schöne, aber auch weniger schöne Momente, traurige. Hier ein Lächeln, ein Freund, eine Umarmung, ein Geschenk, da Verzweiflung, Streit, Erschrecken. Wehmut bleibt, dass all diese Augenblicke Vergangenheit und im Hier und Jetzt nicht vorhanden sind. Doch zusammen bilden all diese vergangenen Momente ein   kunterbuntes Mosaik, das man im Herzen trägt. Menschen, das Licht, die Farben, das Leben. Mosaiksteinchen, die sich mischen unter die vielen vorherigen Erinnerungen von länger zurückliegenden Zeiten. Erinnerungen und Erfahrungen, die uns zu dem Menschen machen, der wir sind, die unsere Identität prägen und bilden. Erinnerungen Sie sind bunt, weit und durcheinander. Nur vorhanden in unserem Kopf und dennoch ein so wichtiger Schatz, der uns täglich begleitet.

Geesche Decker, Indien


Was siehst du? Ist es dekadent, sich sinnlose Sachen leisten zu können? Sich überhaupt Zusätzliches leisten zu können? Oder ist es Luxus, eine absolute Ignoranz gegenüber dem Rest der Welt zeigen zu können. Schaut man sich die Farbenfluten unserer Gesellschaft an, verwundert es, wie viele Menschen in luftigen Höhen schweben können und dabei zugleich alles nur in ihren Farben zu sehen. Absurd. Es ist immer leichter, alles von oben herab zu betrachten. Aber irgendwie sind wir erbli ndet und unsere Sichtweite beträgt nur noch einige Meter, unser Sichtradius noch weniger. Alles, was außerhalb passiert, passt nicht in unser Bild. Das Bild eines fröhlich lachenden Kindes vor einem grünen Baum, in einem Land, in dem immer Frühling ist und ständig Honig und Milch fließen. Oder neuerdings iPads. Oder neue Kleidung, eine neue Handtasche aus echtem Leder. Vielleicht auch ein neues Auto. Verwundert es euch nicht, dass es am Rande eurer Wahrnehmung etwas grau wird? Dass die Farben verblassen? Natürlich nicht. Der Tellerrand ist gewachsen. Er ist höher geworden. Und er wächst, je mehr wir moderne Menschen uns vernetzen. Die Kraft, über ihn hinauszusehen haben wir aber immer noch nicht. Wahrscheinlich bekommen wir die nie. Müssen wir ja auch nicht, solange wir noch mit den Banalitäten unseres Lebens beschäftigt sind. Krieg im Nahen Osten? Egal, solange wir mit verschränkten Armen gemütlich auf unserem Sofa sitzen können. Hungersnot in Somalia? Wen kümmert’s – der Benzinpreis ist doch tatsächlich wieder gestiegen. Frechheit. Es ist immer einfacher, sich mit seinem eigenen Leben, mit seinem eigenen kleinen Universum zu beschäftigen, als sich umzuschauen. Aber wir sollten immer daran denken: wir haben das Privileg uns umschauen zu können. Wir könnten den Blick über den Tellerrand erheben.

Jana Baldus, Bolivien

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Gestern traf ich Pierre Gestern traf ich Pierre. Er wollte gerade in die Bahn einsteigen. Wir grüßten uns, freuten uns in der Masse ein bekanntes Gesicht zu treffen. Ich fragte ihn, ob er nicht diese Bahn nehmen müsse? Pierre quittierte das mit einem Lachen. Ich sitze in einem Zug. Fahre, fahre immer weiter, geradeaus, wie es mir scheint. Immer voran. Der Zug schaukelt unmerklich hin und her. In beständigem Rhythmus hin und her. Der Zug ist voll, jedoch nicht überfüllt. Die Landschaft verändert sich, bleibt jedoch überschaubar. Endlich Zeit, um für das, was ich erledigen muss, einen Platz in meinem Terminkalender zu finden. Also: Bewerbung für die Uni in Groningen bis zum 15., registrieren für den Test bis übermorgen, zur Ärztin, wann könnte ich zur Ärztin gehen? Gestern traf ich Pierre. Er wollte gerade in die Bahn einsteigen. Wir grüßten uns, freuten uns in der Masse ein bekanntes Gesicht zu treffen. Ich fragte ihn, ob er nicht diese Bahn nehmen müsse? Pierre quittierte das mit einem Lachen.

Mein Kopf sitzt in einem Zug. Die Gedanken ­rotieren, immer im Kreis, wie es mir scheint. Sie springen wild durcheinander, auf und ab, vor und zurück. Zu schnell, zu bunt, um ein genaues Bild erkennen zu können. Gestern traf ich Pierre. Er wollte gerade in die Bahn einsteigen. Wir grüßten uns, freuten uns in der Masse ein bekanntes Gesicht zu treffen. Ich fragte ihn, ob er nicht diese Bahn nehmen müsse? Pierre quittierte das mit einem Lachen. Oh nein. Was hält der Zug denn jetzt einfach an?! Mist, ich habe nur noch vier Minuten. Oh bitte, fahr gleich weiter. Erst mal ruhig bleiben, der fährt bestimmt sofort weiter. Mist, drei Minuten, was steht der denn hier so lange? Oh, komm schon, komm schon. Ich verpasse den Anschluss, muss meine Bewerbung doch noch fertig machen. Fahr schon, verdammt! Toll. Den Anschluss kann ich vergessen. Gestern traf ich Pierre. Er wollte gerade in die Bahn einsteigen. Wir grüßten uns, freuten uns in der Masse ein bekanntes Gesicht zu treffen. Ob er nicht diese Bahn nehmen müsse? Pierre quittierte das mit einem Lachen. Ein Lachen, das meine Frage als seltsam darstellte. Ja, er hätte die Bahn nehmen wollen, aber nun würde er halt die nächste nehmen. Ist doch klar. Ist das klar? Etwas regt sich. In meinem Kopf. Oder doch eher im Bauch? Ein Gefühl der Entspannung steigt in mir auf, ganz leise. Eine Erinnerung? Die Erinnerung an ­andere Zeiten… an Zeiten, in denen ich viel mehr hatte als Pläne, Pflichten und eine Uhr. Die Erinnerung an Zeiten, in denen ich Zeit hatte. Ich hatte Zeit. Pierres Lachen erinnerte mich daran, dass die Zeit da ist. Sie ist einfach da. Und Pierres Lachen erinnerte mich daran, dass ich frei bin, sie jederzeit zu nehmen.

Swenja Reil, Togo


Wohin gehst du? Eine Generation muss ihren Weg finden Ausgeschaufelte Erdhaufen überall - soweit das Auge reicht. Die Erde ist frisch, dunkler und feuchter als der Boden drum herum. Diese aufgehäufte Erde könnte fruchtbar sein. Sie könnte jungen Pflanzen Wachstum bieten und das Land ernähren. Doch statt frischem Wind liegt Grabesstimmung über der Szenerie. Kein Feld liegt vor mir, sondern ein Friedhof. Frische Gräber reihen sich aneinander, dicht an dicht. Bald wird der Friedhof an seine Grenzen stoßen. Trägt sich hier eine Nation selbst zu Grabe? Dass so viele, häufig noch sehr junge Menschen sterben, ist eine menschliche Tragödie. Eine Krankheit, die viele nicht wahr haben wollen und die dennoch wie ein Fluch über dem Land liegt, rafft die Menschen hinweg wie Fliegen. Doch das Ausmaß der Epidemie übersteigt die Grenzen einer menschlichen Tragödie. Hier könnte bald das ganze Potential einer Nation unter der Erde versinken. Es wird noch immer kaum offen über HIV gesprochen in Südafrika, doch die Krankheit begegnet einem überall. Jede Familie hat mindestens einen Todesfall zu beklagen, der auf den Virus zurückzuführen ist. In einem Jahr war ich auf der Hochzeit und auf der Beerdigung ein und derselben Frau. Meine Mentorin ist Mitte 30. Von ihrem Schuljahrgang lebt nur noch gut ein Drittel. Nun ist ein weiterer ihrer Freunde infiziert. Doch gerade diese mittlere Generation sollte ein Land stützen, es aufbauen und nach vorne bringen. Diese mittlere Generation arbeitet, erwirtschaftet Wohlstand, zeugt und erzieht den Nachwuchs und versorgt die Alten. Welche Auswirkungen hat es für ein Land, wenn diese Stütze wegbricht? Wenn die tragende Säule einer Gesellschaft porös ist? Die Folgen sind in Südafrika in jeder Schulklasse sichtbar. Viele der Kinder sind Waisen. Sie wachsen meist bei Verwandten auf, doch auch das Familiengeflecht kann nicht alles kompensieren. 10 | 11

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Mit Mutter und Vater fehlen den Kindern die wichtigsten ersten Bezugspersonen. Auch wirtschaftlich ist die Krankheit ein Desaster. Einerseits soll jeder Anspruch auf kostenlose Medikamentenversorgung haben. Dies ist nach langen Jahren des Totschweigens und des Empfehlens von Knoblauchkuren der richtige Schritt. Andererseits ist die Versorgung bisher wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Medikamente gibt es erst, wenn die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, dass das Ende absehbar ist. Das System stößt auch hier an seine Grenzen. Trotz dieses unermesslichen Problems darf man die Hoffnung jedoch nicht verlieren. Südafrika hat großes Potential, Bodenschätze und viele junge motivierte, zuversichtliche Menschen. Diesen ist die Last auferlegt, sich frei zu schaufeln von dem Fluch namens HIV, um nicht selbst darunter begraben zu werden. Bleibt zu hoffen, dass ihre Schaufel groß und stark genug sein wird.

Eleanor Benz, Südafrika


Rainbow Nation – oder doch schwarzweiß?

Südafrika, die Regenbogennation, ist charakterisiert durch ihre bunte Vielfältigkeit, gastfreundliche Offenheit und ­Lebensfreude. Oder aber durch die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß, alltäglichen Rassismus, gravierende Ungleichheit, stetig steigende Kriminalitätsrate? Durch meinen einjährigen Aufenthalt in Südafrika habe ich erfahren, dass sich die Welt nicht nur in schwarz und weiß einteilen lässt. Aber auch die hochgelobte Vision einer von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit gesegneten Rainbow Nation nach dem Ende des Apartheid-Regimes scheint zu idealistisch und von einer anderen Realität eingeholt worden. In einem kleinen Dorf im Süden des Landes, an einem majestätischen Flussdelta gelegen, finden sich diese Gegensätze im täglichen Leben außerhalb der großen Hauptstadt wieder. In diesem beschaulichen Dorf, das wahrlich ein Touristen-Magnet wäre, läge es nicht so weit ab jeglicher Hauptstraßen und -städte, können diese Gegensätze tagtäglich nicht nur beobachtet, sondern miterlebt werden. Während meines Aufenthaltes dort habe ich erfahren, wie sich die Problematiken von Arbeitslosigkeit und steigender HIV/Aids-Rate auf das dörfliche Zusammenleben auswirken, welche Perspektiv­ losigkeit unter den Jugendlichen herrscht. Auf der anderen Seite konnte ich Erfahrungen sammeln, die weit über das hinausgehen, was ich über die Regenbogennation gehört und gelesen hatte. Die Offenheit, mit der die Menschen auf mich zugegangen sind, hat mich zugleich erstaunt und erfreut. Die Verschlossenheit, der ich in Deutschland immer wieder begegne, habe ich dort nicht einmal gespürt. Stattdessen wurde ich fast jedes Wochenende eingeladen, auf Feierlichkeiten jeder Art, und obwohl ich die Menschen kaum kannte und wusste, dass sie nicht besonders viel Geld besitzen, wurde immer unglaublich viel Essen gekocht, so dass das gesamte Dorf verköstigt werden konnte. Diese Gastfreundschaft hat mich ebenso beeindruckt wie die Tatsache, dass die Menschen oft viel glücklicher und freundlicher wirkten als solche, die ich in Deutschland getroffen habe, obwohl die wenigsten ein so hohes Einkommen haben wie die meisten hier in Deutschland. So habe ich in einem kleinen Dorf am Keiskamma River sowohl die Schatten als auch die Sonnenseiten der Rainbow-Nation erfahren und bin immer noch tief davon beeindruckt, wie sich diese Gegensätze in Südafrika vereinen.

Anna Ferl, Südafrika


Saison der Feuer Gauteng Province, nördlich von Pretoria – rauchiges Aroma in der Luft. Lange hatte ich das nicht mehr vernommen und doch war es sofort vertraut. Dieser Rauch, die unzähligen kleineren und größeren Wiesen- und Buschfeuer – Winter. Noch vor ein paar Monaten hatte ich aufgeregt auf eines dieser Feuer gezeigt und meine Freunde alarmiert. Diesmal war ich entspannter. Alles geplant, die Feuer bewusst gelegt. Was so destruktiv scheint, ist häufig so anders: Das trockene Gras wird verbrannt, ebenso die Sträucher, die ohnehin kein Lebenszeichen mehr von sich geben. Nur um Platz zu machen – Platz für die nächste Generation, Platz für die neuen Gräser und Sträucher, die alsbald im Frühling sprießen werden. Und obendrein braucht man nicht einmal mehr den Rasen zu mähen. Oder einen lichterloh brennenden Garten zu fürchten. Dinge sind selten so, wie sie scheinen. Wenn Pflanzen die verbrannten Flächen zurückerobern, wenn Keime durch Asphaltdecken durchbrechen, dann können wir sehen, dass die Welt und unser Verhalten in ihr nicht so endgültig sind, wie wir angenommen hatten.

Florian Bender, Südafrika

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SEMINAR-Impressionen


1 – gelebt ? „Und hast du dich schon wieder eingelebt?“ Diese Frage wurde mir sehr oft gestellt, seit ich wieder in Deutschland bin. „Sie wollen wissen, wie oft? Ga ke itse! Das weiß ich nicht! Das ist eine so typisch deutsche Frage……“ Aber zurück zum Thema: Ob ich mich schon wieder eingelebt habe. Nun, meistens habe ich mit „Ja“ geantwortet. Einige hätte ich mit einer ehrlichen Antwort wohl gekränkt, verwundert oder ich wäre zumindest auf großes Unverständnis gestoßen – spätestens drei Monate, nachdem ich wieder zurück war. Doch für mich fragte ich mich, „eingelebt“ – was heißt das eigentlich? Das Wort „Einleben“ impliziert, man käme zurück und würde damit wieder eintreten in das alte Leben. Wie eine Schnecke, die mal kurz ihr Haus verlassen hat und nun – wieder angekommen, nur wieder den eigenen Geruch und Schleim im Haus verbreiten muss, um weiter zu leben wie vor ihrem Ausflug. Doch diese Vorstellung taugt nicht in der Realität. Sie taugt ebenso wenig für eine Schnecke wie für mich. Weder kann eine Schnecke ihr Haus abstreifen, noch

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kann ich mein Leben von mir trennen und ihm auftragen, ein Jahr auf mich zu warten, bis ich wiederkomme. Der Realität entspricht es mehr, das Wort „Einleben“ so zu schreiben: 1 Leben. Ich habe nur ein Leben. Und das hat sich gewaltig verändert. Es hat sich mit mir verändert. Ich habe mich im letzten Jahr so verändert, dass ich nicht mehr so ohne weiteres in mein altes deutsches Leben passe. Deshalb kann ich mich auch nicht wieder darin einleben. Zutreffender und schonungsloser hätte man mich wohl fragen müssen, ob ich mich schon wieder angepasst habe. Inzwischen, über ein halbes Jahr später, nach einem ersten intensiven Studiensemester, dem Umzug in eine neue Stadt und dem Versuch, mich auf mein Studienfach einzulassen, muss ich wohl zustimmen. Ich habe mich gezwungenermaßen soweit angepasst, dass ich im deutschen Alltag überlebe. Ich trage Brille, um all die Straßenschilder erkennen zu können, ich fahre wieder auf der rechten Straßenseite, meine afrikanische Frisur ist herausgewachsen, ich baue nicht mehr in jeden zweiten Satz setswana-slang ein, den hier keiner versteht. Vor allem aber habe ich mich wieder an das Tempo angepasst. Die deutsche Alltagshektik. Kopf und Körper funktionieren, sie ticken dem Terminplan entsprechend.


Ja – oberflächlich habe ich mich wieder so sehr angepasst, dass ich teilweise selbst erschrecke. Doch in solchen Momenten gehe ich in mich. Ich schließe die Augen. Als erstes entspannt sich mein Körper, wenn ich an Südafrika denke. Meine Mundwinkel gehen nach oben. Unweigerlich muss ich lächeln, mal offen, mal ein verstecktes Schmunzeln. Nach und nach breitet sich in mir wieder diese tiefe, innere Zufriedenheit aus – das Gefühl, richtig zu sein – die richtige Person am richtigen Ort zur richtigen Zeit – einfach sharp. Diese Woge der Zufriedenheit spült Farben, Bilder, Gerüche und Erinnerungen mit sich. Ich höre Kinderlachen. Ich sehe Menschen tanzen. Ich rieche eine Mischung aus gegrilltem Fleisch, Staub, verbanntem Müll, Waschmittel und Mensch. Ich spüre warme Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Ich fange an mit dem Beat der Musik in meinen Ohren zu wippen. Ich sehe und spüre mein Südafrika. Bekannte Gesichter, Freunde und vertraute Orte. Ich sehe ein Land voller Gegensätze. Die ganze Welt in einem Land. Ein Land, dass ich lieben gelernt habe und das für immer tief in mir drin ein Teil von mir sein wird.

Erleichtert öffne ich wieder die Augen. Sie sind noch da – die Erinnerungen, das gute Gefühl. Hoffentlich wird es für immer da sein. Mein Herz ist größer geworden. Viel mehr Menschen haben darin Platz gefunden. Ich habe gelernt, stärkere Gefühle zu empfinden und zuzulassen. Ich - und mit mir mein Leben- sind mehr geworden, schwerer geworden – in jeder Hinsicht. Das stelle ich fest, wenn die alten Jeans nicht mehr passen, aber auch, wenn das hiesige Denken teilweise nicht in mein neues Weltbild passt. Ich habe mich auf Deutschland eingelassen, aber Südafrika nicht verloren. Darum taugt ein Vergleich mit einem Krebs wohl besser als der mit der Schnecke. Ich habe mich nicht zurück in mein altes Haus gezwängt, sondern mir einen neuen, größeren, schützenden Panzer gesucht. Dieser Teil des Zurückkommens und Anpassens war der Schwierigste des ganzen Jahres und er dauert weiter an. Dennoch habe ich das Weggehen aus Deutschland nie bereut.

Eleanor Benz, Südafrika


Das Projekt globalista ist ein Qualifizierungsprogramm der Arbeitsstelle Weltbilder e.V. im Rahmen der Rückkehrarbeit von weltwärts. Bei globalista werden die zurückgekehrten weltwärts-Freiwilligen darin unterstützt, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst hier in Deutschland in die „Mitte der Gesellschaft“ zu tragen. Das geschieht auf unterschiedliche Arten und Weisen – allen gemeinsam ist, dass es um Wahrnehmung geht – wahrnehmen was war … Im Projekt globalista können die vielen Erfahrungen und Erlebnisse reflektiert, strukturiert, zu Erkenntnissen verarbeitet und ausgedrückt werden. In diesem Prozess entsteht die Spezies „globalista“. In unserer Vorstellung sind „globalistas“ junge Menschen, die global denken, handeln und ihr Wissen anwenden können. Innerhalb unseres Programms „globalistas in Qualifikation“ fand am 30. und 31. März 2012 die Journalismus-Werkstatt statt. Ziel war die Vermittlung des Layout-Handwerks bis zur Produktion einer online zeitung, die Sie hier sehen. Es ist das Ergebnis von zwei Tagen intensiver Arbeit mit den ­„globalistas“! Alle Texte, Layout-Ideen, Seitenaufbau und Seitenverlauf sind direkt in der JournalismusWerkstatt ­entstanden. ­ Mit herzlichem Gruß Elisabeth Marie Mars, Melanie Heisterberg, Bert Odenthal „Ich fand die Mischung gut: Zeit zu haben, sich selbst zu verwirklichen und Input zu bekommen. Das Seminar war eine runde Sache.“ Eleanor Benz „Ich fand das Seminar inspirierend. Ich fand es stark, die Texte von den anderen zu hören. Ich fand es gut, das theoretische Backgroundwissen zu bekommen.“ Florian Bender „Stimmt: Das Seminar war sehr inspirierend.“ Felix Rüdiger „Die Lust aufs Schreiben ist wieder gewachsen.“ Geesche Decker

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MAGAZIN online zeitung


Impressum © 2012

Fotonachweise:

Autorinnen und Autoren:

Florian Bender

Sebastian Ebnet

Eleanor Benz

Konstantin Zell

Geesche Decker

Felix Rüdiger

Sebastian Ebnet

Geesche Decker

Leandra Haupt

Jana Baldus

Melanie Heisterberg

Swenja Reil

Elisabeth Marie Mars

Eleanor Benz

Bert Odenthal

Anna Ferl

Swenja Reil

Florian Bender

Felix Rüdiger

Abkürzungsverzeichnis + Konsortialpartner: artefact gGmbH Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev) Bischöfliches Generalvikariat Münster Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Westfalen-Lippe e.V. Jugendrotkreuz Deutsch-Südafrikanisches Jugendwerk e.V. (DSJW) Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V. (DTP) Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) Experiment e.V. grenzenlos e.V. – Vereinigung internationaler Freiwilliger Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V. (ijgd) Kolping Jugendgemeinschaftsdienste Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. (lkj) Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) Konzept und Realisation: Elisabeth Marie Mars Melanie Heisterberg Bert Odenthal Verantwortlich für das Projekt globalista sind: Arbeitsstelle Weltbilder e.V., info@arbeitsstelle-weltbilder.de Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)


www.globalista.org


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