Issuu on Google+

Bürgerpark

Herrenwyk

- Entwicklungskonzept -

Auftraggeber: Umwelttechnik Metallrecycling (UTM) Alt Herrenwyk 12 23569 Lübeck Tel.: 0451 – 30 20 940

Auftragnehmer: Dipl.-Ing. Andreas Morgenroth Lübbersmeyerweg 13 22549 Hamburg Tel.: 040 - 866 266 33


2

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Veranlassung Mit der Nähe zur Ostsee und der reizvollen Traveförde verfügt der Stadtteil Herrenwyk über ein gutes bestehendes Angebot an Erholungsräumen. Dies wirkt sich auch positiv auf die Wohnqualität aus, die sich zudem durch die günstige Mietensituation auszeichnet. Im unmittelbaren Wohnumfeld jedoch bestehen Qualitätsdefizite, besonders für Jugendliche, die die Umgebungslandschaft eher selten aufsuchen, sondern eher informelle Treffpunkte wie Bushaltestellen oder die Unterführung an der B 76.

Vor zwei Jahren hat sich Lübeck mit dem Rückblick auf seine hanseatische Bedeutung um die Kulturhauptstadt 2010 beworben, musste jedoch zur Kenntnis nehmen, dass ausgerechnet die kulturell zuvor recht unauffällige Industriestadt Essen den Wettbewerb gewann. Gründe für die Vergabe nach Essen waren u.a.: •

Überzeugende Rezepte für den Umbruch, der die Entwicklung vieler Städte, auch im EU-Erweiterungsraum, beherrschen wird,

Umgang mit kulturellen Potentialen, die aus der industriellen Vergangenheit entfaltet werden können,

Die umfangreichen Vernetzungen mit Einrichtungen der Nachbarkommunen und Partnerstädte.

Die Aufgaben, die Essen so erfolgreich benannt hat und umsetzen will, sind grundsätzlich die gleichen, vor denen Kücknitz steht.

Blick auf das Stülper Huk

Die Parallelen sind vielfältig. Bevölkerungszusammensetzung, Strukturwandel, Bedeutung der Vereine, sogar die Baukultur: Mit der Flender- und der Hochofensiedlung sowie den Geschosswohnungsbauten ist Kücknitz fast ein Stück entrücktes Ruhrgebiet.

Hochofensiedlung, Ecke Industriemuseum

Die thematische Ausrichtung und Bündelung der z.T. recht heterogenen Aktivitäten gilt es daher in den planerischen Vorschlägen herauszuarbeiten. Dabei sollen ausschließlich solche Vorhaben erarbeitet werden, die eine Umsetzung „aus eigener Kraft“ d.h. mit lokalen Akteuren ermöglichen. Die Arbeit wurde ermöglicht durch das finanzielle Engagement der Recycling-Firma UTM GmbH, die in Alt Herrenwyk ansässig ist, Kücknitzer beschäftigt und sich dem Standort in besonderem Maße verbunden fühlt. Dies ist eine Version, die – gekürzt – für das Beteiligungsverfahren vorgesehen ist. Weitgehend ungestaltete Außenanlagen im Umfeld


3

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Die Idee für den Bürgerpark Im Frühjahr 2006 entstanden erste Vorüberlegungen, den über Jahrzehnte sich selbst überlassenen Grünzug zwischen der Straße Alt Herrenwyk und Hochofenstraße – parallel zum Bahngleis – zu einem kleinen Stadtteilpark zu entwickeln. Es sollte ein Park „von Bürgern für Bürger“ werden. Im ersten Anlauf wurde eine Müllsammelaktion initiiert. Den Anwohnern wurde damit etwas sehr Wichtiges signalisiert: Hier wird sich gekümmert. Entsprechend war das Engagement der Nachbarschaft und alle Mitstreiter trafen sich zum anschließenden Osterfeuer wieder. Danach wurde das Vorhaben örtlichen Stadtteiltreff vorgestellt.

auf

einem

sind, ist dies beim Boden außerordentlich schwierig. Dies hängt mit der Beschaffbarkeit zusammen. Aktuell (bis zum Sommer 07) hat die Fa. Erdbau Scheel kostenlose Bodenanlieferungen in Aussicht gestellt, da ohnehin Boden von der Seelandstraße abzufahren ist. Der Marktpreis für 1 m³ Oberboden beträgt ansonsten bis zu 8,50 €1. Zu empfehlen ist, zumindest für die nachfolgend aufgeführte Variante 3, die Aufschüttung phasenweise durchzuführen, je nach möglicher Bereitstellung des Bodens. Die Gasentsorgungsfirma UTM hat sich bereit erklärt, den Schutzwall nach Vorliegen entsprechender Voraussetzungen zu finanzieren. Die Finanzierbarkeit ist dann gegeben, wenn der Boden zu attraktiven Bedingungen bereitgestellt wird. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine gesetzliche Verpflichtung zur Aufschüttung eines Schutzwalls nicht besteht. Gesetzesbestimmungen, Planungsrecht Rechtsgrundlage der Ausführung ist § 199 SGB III. Es handelt sich um eine zusätzliche Aufgabe, die auch sponsorengeeignet ist.

Erste Entmüllungsaktion im Bürgerpark

Kosten und Finanzierung Da seitens der Stadt keine Aussicht auf Zuschüsse besteht, wurde vereinbart, mit Hilfe des bfw und örtlicher Gewerbetreibender als Sponsoren der Bürgerpark aus eigener Kraft zu entwickeln. Dazu wurde ein Sonderkonto eingerichtet: Erste Einzahlungen erfolgen inzwischen aus dem Verkauf von Brennholz aus dem Einschlag. Die zu fällenden Bäume (im 1. Jahr waren dies 95 Stck., im Durchschnitt 1 Festmeter/Stck.) wurden vom Bereich Stadtgrün zuvor markiert und zur Fällung freigegeben. Die Höhe der Einzahlungen (25 €/fm) korreliert mit dem geschlagenen Holz.

Im Landesnaturschutzgesetz Schl.-H.2 gelten nach § 13 und 14 LNatschG besondere Vorschriften für Abgrabungen und Aufschüttungen. Wenn die betroffene Bodenfläche größer als 1000 m² ist oder die zu verbringende Menge mehr als 30 m³ beträgt, ist eine naturschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. Dazu ist ein Nutzungsplan vorzulegen, aus dem der Eingriffsumfang hervorgeht. Der Eingriff gilt als ausgeglichen, wenn nach Abschluss der Arbeiten die Fläche Vorrang für den Naturschutz erhält. Unabhängig davon wird vorgeschlagen, vorrangig aus Gründen der Verkehrssicherheit den gesamten Park vor Beginn der Entwicklungsmaßnahmen als „öffentliche Grünfläche“ auszuweisen. Dies erscheint unerlässlich, da die Fläche schon aufgrund des künftigen Besucheraufkommens nicht mehr dem Waldgesetz – und damit dem Betreten auf eigene Gefahr - unterliegen sollte.

Es bleiben jedoch die Kosten für die Aufschüttung sowie die Pflanzen. Dazu wurden Preisanfragen eingeholt. Während die Pflanzen bei festgelegter Qualität (Heister, 2x verpfl. 60/100 cm, Hochstämme 20/25 StU, 4x verpfl.) einfach zu kalkulieren

1

Quelle: Bodenprüfstelle Wismar, tel. vom 18. Juli 2003 (GVOBl Schl.-H., S. 339), zul. geänd. am 03. Jan. 2005 (GVOBl Schl.-H., S. 21)

2


4

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Vorliegende Stellungnahmen Die geplante Wallaufschüttung soll neben der visuellen Abschirmung sowie der gestalterischen Aufwertung auch den Lärmschutz im Park und zu den Gärten der angrenzenden Werkstraßenbebauung hin verbessern. Die Fa. UTM GmbH hatte zuvor Gutachten beauftragt, das die positiven Effekte – speziell im Hinblick auf den Emissionsschutz – untersucht hat. Es erscheint plausibel, den Schutzwall nicht auf dem überwiegend tiefergelegenen Gelände der Gasentsorgungsfirma, sondern im höher gelegenen Park zu errichten. Das Schallschutzgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass „die Errichtung eines Erdwalles im Bereich des geplanten Bürgerparks positive Auswirkungen auf die Schallausbreitung von dem Betriebsgelände der Firma UTM in Richtung Werkstraße“ habe.3 Nicht berücksichtigt werden konnte die zwischenzeitlich gestiegene und weiter zunehmende Hintergrundemission aus Schiffsdieseln, dem LKW-Verkehr in der Seelandstraße und dem Hafenumschlag. Es ist zu vermuten, dass auch ohne weitere Zunahme der durch UTM verursachten Emissionen die Belastungssituation im Bereich der benachbarten Wohnbebauung insgesamt weiter zunimmt. Daher ist jede Initiative zu begrüßen, die Belastungen zu verringern hilft. Dieser Auffassung schloss sich das Landesamt für Natur und Umwelt (LANU) im Schreiben vom 26. 03. 07 an, dass auch feststellte, dass „keine sachlichen Gründe aus Sicht des anlagenbezogenen Immissionsschutzes gegen die Errichtung des Walles sprechen“.4 Zu sicherheitstechnischen Belangen wurde eine weitere Stellungnahme der DEKRA eingeholt.5 Diese betont die Beruhigungswirkung, den ein Schutzwall in sicherheitstechnischer Hinsicht auf die Nachbarschaft ausübe.

Hinweis auf ein Vorprojekt Die Firma UTM hat bereits vor einigen Jahren ein Wohnumfeldprojekt unterstützt, es handelte sich dabei um eine Baumpflanzung in der benachbarten Seelandstraße. 3

Ingenieurbüros für Schallschutz Dipl.-Ing. Volker Ziegler vom 09.03.2007 4 Schreiben v. 26. 03. 07 5 DEKRA-Stellungnahme v. 07. 03. 07

Vorher – Nachher, Fotosimulation Seelandstr.

Presse:


B端rgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

5


B端rgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

6


7

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Ausführung Aus den vorliegenden gutachterlichen Stellungnahmen geht keine Präferenz zur genauen Lage oder Höhe des Walls hervor. Daher erscheint es plausibel, mehrere Varianten darzustellen, mit ihren jeweiligen Wirkungen und Anforderungen aus Sicht des Naturschutzes. Die endgültige Festlegung erfolgt dann nach weiteren Abstimmungen. Für alle Varianten gilt: •

Das Aufschüttungssubstrat sollte zu mindestens 1/3 aus nichtbindigem Boden (mS >0,2–0,6 mm) sowie mindestens 1/3 bindigem Boden (sL >0,02–0,2 mm) bestehen. Damit wird sichergestellt, dass der Boden einerseits noch gute Wasserspeicherfähigkeit aufweist, andererseits aber nicht erodiert.

Der Wall ist mit Gehölzen zu bepflanzen, zulässig sind alle Gehölzarten der Knicks: Feldahorn, Weißdorn, roter Hartriegel, Hasel, Schlehe, Holunder, Pfaffenhütchen, Efeu.

Gestaltung des Walls Die Abschirmungswirkung des Walls wird wesentlich durch die überwiegend tiefere Lage des Firmengeländes UTM bestimmt, die spätere Knickvegetation verstärkt diese. Der naturschutzfachliche Ausgleich für den Eingriff ist durch die landschaftsgerechte Abpflanzung auf diesem Wall ausgeglichen. Die Gehölze werden in Gruppen zu 5 Pflanzen einer Art wie folgt gesetzt: Pflanzschema: Überhälter

1m 0,50 m Dammkrone

Variante 1: Schnitt zwischen Park und UTM: Nur die ehem. Straßenbahntrasse wird überschüttet, bei dem max. Gefälle und der zur Verfügung stehenden Breite erreicht der Damm nur eine Höhe von 1 m. Die Gasleitung wird nicht überschüttet. Benötigt werden an Pflanzen6: 600 Heister 60/100 zu je 0,90 €, ges.: € 540.30 Hochstämme 18-20 StU, 3 x v, mDB zu je 200 € Gesamt: 6.540 € UTM

Höhe 1 m Park

GAS

Gefälle 1 : 1 Breite2,50m

Bahngleis

Länge 300m Vol. 525 m³ 6

Zugrunde gelegt sind aktuelle Marktpreise, dies entspricht ca. den Katalogpreisen abzügl. 40%.


8

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Variante 2: Schnitt zwischen Park und UTM: Hierbei wird ebenfalls die ehemalige Straßenbahntrasse überschüttet, jedoch seitlich zusätzlich 3 m (insg. 5,50 m), ebenfalls die Gasleitung, die daher verlegt werden müsste. Der Schutzeffekt ist entsprechend der höheren Aufschüttung größer. Benötigt werden an Pflanzen: 1.500 Heister 60/100 zu je 0,90 €, ges.: € 1.350.30 Hochstämme 18-20 StU, 3 x v, mDB zu je 200 € Gesamt: 7.350 €

Höhe2,50 m Gefälle 1 : 1 Breite5,50m Park

GAS

Länge 300m Länge 350 Vol.2250m³ Bahngleis

Variante 3: Schnitt zwischen Grenze und Park: Hierbei wird der Wall in die unmittelbare Nähe der Abschirmungswirkung, auch durch die Höhe von 4,50 m.

Gartengrundstücke

geschüttet,

max.

Alle erhaltenswerten Bäume über 1,20 m Stammdurchmesser sind zu schützen, dürfen also nicht im Schüttbereich liegen. Benötigt werden an Pflanzen: 3.900 Heister 60/100 zu je 0,90 €, ges.: € 3.510.30 Hochstämme 18-20 StU, 3 x v, mDB zu je 200 €, ges.: 6.000 € Gesamt: 9.510 € Bäume! Höhe 4,50 m Gefälle 1 : 1,5 Breite 13 m Länge 300 m Vol. 7350m³ Zaun


9

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Planungskonzept mit Darstellung der Varianten

Auf der Abpflanzungsfläche werden die auszubringenden Gehölze als Heister (60-100, 2xv) im Abstand von 1 m im Verband und an beiden Hangseiten gepflanzt. Als Überhälter ist die Stieleiche, Quercus robur (18-20, mDB) in einem Abstand von 10 m auf der Knickkrone zu pflanzen.

Acer campestre, Crataegus monogyna, Cornus sanguinea, Sorbus aucuparia, Frangula alnus, Malus sylvestris, Prunus padus,

Artenliste für die Wallbepflanzung:

Die Pflanzflächen sind mit 1 kg/m² Trockenmasse Stroh zu mulchen.

Corylus avellana, Prunus spinosa, Viburnum opulus, Prunus avium, Carpinus betulus, Euonymus europaeu,

Hasel Schlehe Schneeball Vogelkirsche Hainbuche Pfaffenhütchen

Feldahorn Weißdorn Roter Hartriegel Eberesche Faulbaum Wildapfel Traubenkirsche

Die Gehölze sind mit Ausnahme der Überhälter nach 10 Jahren erstmalig auf den Stock zu setzen und dann im gleichen Zyklus weiter zu pflegen und zu unterhalten.


10

Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

Vor Beginn der Aufschüttung ist die ehem. Straßenbahntrasse von Aufwuchs zu räumen.

fahrzeug oder der Polizei die Zufahrt ermöglichen (Nebenwegebreite: 1,60 m).

Die geplante Baumaßnahme ist nach der naturschutzfachlichen Kompensierung wie folgt zu bewerten:

Sie sind wasserdurchlässig zu erhalten, Randeinfassungen dürfen nur mit Naturstein (Kopfsteinpflaster) –wie nebenstehend dargestellt ausgeführt werden.

Emissionen werden nach Abschluss der Baumaßnahme vermindert und eine visuelle Abschirmung zur Fa. UTM hergestellt,

der Bürgerpark aufgewertet,

im Eingriffsgebiet selbst werden keine schutzwürdigen Biotoptypen beeinträchtigt,

die Beeinträchtigung der Schutzgüter wird auf ein unvermeidbares Minimum reduziert.

die geplante Baumaßnahme wird im räumlich - funktionalen Bezug zum Eingriff ausgeglichen.

wird

als

Erholungsraum

zu

Auf Anregung der Polizeiwache Kücknitz soll ein Bolzplatz/Streetsoccerfeld von 15 x 30 m angelegt werden. Dazu ist der Bereich des ehem. Verkehrsübungsplatzes komplett vom Aufwuchs zu befreien, alle Wurzeln zu entfernen und den beiden Schmalseiten Tore aufzustellen. Der Bereich hinter den Hauptschussrichtungen bleibt durch den dort zu erhaltenden Aufwuchs abgeschirmt.

Weitere Maßnahmen für den Park Vorgeschlagen wird, den ruderal gewachsenen Baumbestand weiter auszudünnen. Vorrang hat die Verkehrssicherheit, d.h. es muss gewährleistet sein, dass Passanten nicht durch fallende Äste oder Bäume gefährdet werden. Dies ist derzeit nicht der Fall. Nur ca. 1/10 des Baumbestandes kann als verkehrssicher eingestuft werden. Der aktuell verbuschte Zustand ist in einen parkartigen zu entwickeln. Wiederum sollte parallel zur Dockstraße als Ausgleich für Wegeverbreiterungen das grasbewachsene Abstandsgrün mit Arten der Waldrandflora aufgeforstet werden. Die bereits vorhandenen Hauptwege sind auf eine durchgehende Breite von 2,60 m zu bringen, um im Bedarfsfall einem Rettungs-

geplanter Bolzplatz

Ob auch Ballfanggitter sowie weiterer Bodenaufbau erforderlich sind – der Boden ist dort bereits sehr sandig, muss einer fachlichen Prüfung durch den Bereich Stadtgrün vorbehalten bleiben. Am entgegengesetzten Parkeingang stehen Recyclingcontainer im Weg, die seitlich versetzt werden müssen. Hierfür sollten die Entsorgungsbetriebe angesprochen werden. Weiter wird vorgeschlagen, im Park sog. Outdoor-Fitnessgeräte aufzustellen, wie sie z.B. in Bargfeld-Stegen recht intensiv genutzt werden. Hierbei handelt es sich um vandalismussichere, weiterentwickelte TrimmDich-Geräte, die auch seniorengeeignet sind.


Bürgerpark Herrenwyk - Entwicklungskonzeption

11

Hinweis auf Folgeaufgaben zur Umsetzung der Planung Das überplante Grundstück gehört der Hansestadt Lübeck. In Vorgesprächen mit dem Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhöfe, Herrn Wirz, wurden Nutzungs- Pflege- und Entwicklungsaspekte angesprochen. Zur Umsetzung der Planung werden folgende Verfahrensabschnitte vorgeschlagen: •

Erforderlich erscheint zunächst die Umwidmung und Ausweisung als „öffentliche Grünfläche“. Derzeit unterliegt die Fläche dem Waldgesetz, das Betreten geschieht auf eigene Gefahr, was aufgrund des künftigen Besucheraufkommens als nicht ausreichend erscheint. Das Vorgespräch zur Klärung offener Fragen ist zu führen mit dem Bereich Stadtgrün und Friedhöfe, Herrn Rainer Wirz, Mühlendamm 12, 23539 Lübeck, Tel.: 1226700.

Die Fläche ist verwaltungsmäßig bereits dem Bereich Stadtgrün zugeordnet worden, jedoch nicht als Öffentliche Grünfläche. Federführend für das Umwidmungsverfahren ist der Bereich Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften, Frau Kähler, Fischstr. 1 – 3, 23552 Lübeck, Tel.: 122 – 2332.

Nach Klärung der weiteren Zuständigkeit und des Verfahrens sollte die Anwohnerschaft über die Ziele und Einzelaspekte der Planung orientiert werden und Anregungen oder Bedenken äußern können. Aus der Anwohnerschaft heraus wurde bereits eine Unterschriftenliste erstellt mit der Forderung eines Schutzwalls, dem in der vorliegenden Planung entsprochen wird. Erst in der Betroffenenbeteiligung sollte eine Festlegung derjenigen Aufschüttungsvariante erfolgen, die weiter verfolgt wird.

Der nächste Schritt ist die Fällung aller verkehrsgefährdenden Bäume im Winterhalbjahr 07/08 nach Kennzeichnung der betreffenden Bäume durch den Bereich Stadtgrün. Aufgrund von Lichtmangel und der Tatsache, dass diese Fläche nie durchgeforstet wurde, ist der Anteil zu fällender Bäumen erheblich. In der Karte 1 : 1000 sind diejenigen Bäume kartiert, die gesund sind (keine Wipfeldürre), einen geraden Wuchs ohne Zwickel aufweisen und daher zu erhalten sind. Die Ausführung liegt beim Berufsfortbildungswerk (bfw), Frau Silke Meyer-Hamann, Ziegelstr. 2, 23556 Lübeck, Tel.: 706440

Danach ist die Fläche aus dem Landeswaldrecht zu entlassen. Die Zuständigkeit dafür liegt beim Forstamt Trittau, Dr. Christiane Holländer, Hohenfelder Damm, 22946 Trittau, Tel.: 04154-8594-0

Abschließend ist die Planung (Aufschüttung, Wegebau, Bolz- und Festplatz) zu beantragen beim Bereich Naturschutz, Herrn Michael Zeckel, Moislinger Allee 1 - 3, 23539, Tel.: 122 – 3928. Hinweise: Der Bolz- und Festplatz liegt auf dem ehem. Verkehrsübungsplatz, der als bereits ausgewiesene Ausgleichsfläche (hier wurde die Versiegelung beseitigt) nicht erneut versiegelt werden darf. Der Aufschüttungseingriff ist – wenn aus dem Forst entlassen – durch die Bepflanzung ausgeglichen. Der Wegebau ist mit wassergebundener Decke vorgesehen.


Bürgerpark Herrenwyk, Lübeck