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GRENZENLOS

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grenzenlos Magazin für Zwickau

„Ich war jemand, ich war eine andere…“ Die verlorene Göttin Leben unterm Regenbogen

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Foto: Christiane Krögel-Ladwig

„Wer bin ich?“

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INHALT 3 Editorial 4 „Ich war jemand, ich war eine andere…“ 8 Dialog 2.0 10 Wie Zweisprachigkeit gelingt 13 Warum Großvater nicht hassen konnte 14 Wer bin ich wirklich? 16 The lost goddess 20 Leben unterm Regenbogen 22 Gib nicht auf! 24 Zwickau und Heimatgefühle? Zwickau und Heimatgefühle!

26 Wer bin ich? Zwei Geschichten über ein neues Leben 28 Südwestvietnamesische Küche 29 Experiment Rojava in Syrien

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Foto: Abdul Rahman Takleh

25 Diskussionsbedarf: „Frauen in arabischen Verfassungen“


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Foto: OHMAOH uf pixbay

ditorial

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iebe Leserinnen und Leser von «grenzenlos»,

um einen Menschen und sein Land zu beschreiben, braucht es mehr als nur eine Geschichte. Jede*r von uns beantwortet sich die Frage: „Wer bin ich?“ im Verlauf eines Lebens immer wieder neu. Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie ist sogar überzeugt davon, dass es wichtig ist, die Macht über die eigene Geschichte zu erkämpfen. Denn, so Adichie: „Wenn man über ein Land oder einen Menschen nur eine einzige Geschichte erzählt, entstehen Klischees. Sie berauben die Menschen ihrer Würde. Die einzige Geschichte erschwert uns, unsere Gleichheit als Menschen zu erkennen.“

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uf der Suche nach unserer aktuellen Geschichte sind wir uns bei «grenzenlos» diesmal sehr nah gekommen. Frauen aus unterschiedlichen Kulturen haben sich ihre Geschichten erzählt und sich gegenseitig befragt. Jemand wandelt zwischen zwei Identitäten und fragt sich: Wer bin ich wirklich? Eine Frau aus dem Iran erzählt die Geschichte ihrer Mutter, die sich verlor und sich dann eine neue Identität erkämpfte. Und eine Geschichte aus Russland erzählt, dass es kein wahrhaftiges Leben in einem Land geben kann, dass einen ständig zur Lüge zwingt.

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uch unser Land, die ganze Welt, ist gerade im Umbruch und muss sich neu erfinden. Wir alle sind verunsichert, haben vielleicht auch Angst. Was können wir tun? Besonnen denken und handeln und andere ermutigen, es uns gleich zu tun. Gerade merken wir, wie sehr alles zusammenhängt und wie sehr wir auf einander, auf Zusammenarbeit, Kreativität und Solidarität angewiesen sind. Wir wollen ein Licht anzünden in diesen turbulenten Zeiten. Lassen Sie sich einladen und berühren von den Geschichten und kommen Sie gut durch diese Zeit!

Foto: Owantana uf pixbay

Das wünscht Ihnen die «grenzenlos» Redaktion

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ear readers of «grenzenlos»

in order to describe a person and his or her home country we need more than only one story. Everyone answers the question ‚Who am I?‘ more than once and in different ways through a lifetime. The Nigerian author Chimamanda Ngozi Adichie is even convinced that it is important to fight for your own story. As she says: „If you tell only a single story about a country or an individual, this will only result in clichés. This way man’s dignity will be robbed. This single story makes it difficult to realize the equality of human beings.“

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hile searching for our own stories the «grenzenlos» team got very close with each other this time. Women from different cultures shared their stories and asked each other many questions. One of them alternates between two identities and asks herself: ‚Who am I really?‘ A woman from Iran tells the story of her mother who lost herself but finally won a new identity. And we share a story from Russia telling that you cannot live a truthful life in a country which forces you to lie all the time.

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n these days our country and the whole world as well are experiencing radical changes and are forced to reinvent themselves. We all are bewildered, perhaps we are afraid. What can we do? Stay calm, think and act calmly and encourage others to do the same. We just realize that everything is interconnected and that everyone depends on each other as well as on cooperation, creativity and solidarity. We want to light a light in these turbulent times. Let yourself be invited and touched by the stories and keep well these days! All the best wishes, your «grenzenlos» team

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„Ich war jemand, ich war eine andere…“ Zusammengefasst von Claudia Drescher Samstagvormittag sitzen zwölf Frauen bei KafAnfeeeinem und Tee um einen Tisch. Einige von ihnen kennen

einander, andere begegnen sich zum ersten Mal in der «grenzenlos» Redaktion. Was diese Frauen eint, ist die Frage nach der eigenen Identität. Sie wurden im Iran, in Syrien, in Russland, Afghanistan, Tunesien oder Deutschland geboren und nun leben sie in Sachsen. Für die neue «grenzenlos» Ausgabe haben sie sich einander geöffnet, sind miteinander ins Gespräch gekommen darüber, was uns eigentlich ausmacht. Ein kleiner Ausschnitt aus einer angeregten Diskussion über Identität, Kopftücher, Schubladen, Angst und starke Frauen.

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chon bei der kurzen Vorstellungsrunde steht die Frage nach dem „Wer bin ich?“ bei jeder Einzelnen im Raum. Da sitzen eine Grafikdesignerin, Verkaufsmanagerin, Lehrerin oder Ministeriumsmitarbeiterin.Die Frauen haben studiert, sind Elektroingenieurin, Ärztin oder Architektin, haben als Bankkauffrau gearbeitet oder als Juristin und Dozentin an der Universität. Und dann kamen sie als Flüchtlinge nach Deutschland und mussten von vorn beginnen.

Eugenia: In Russland fühlte ich mich nicht echt. Das war kein echtes Leben, sondern ein falsches. Wir haben eine Maske getragen. Jetzt bin ich ‚Ich‘. Ich hätte niemals in so einem Kreis mit unbekannten Leuten sitzen und sagen können, ich bin lesbisch. Doch jetzt kann ich sagen: Ich bin lesbisch und das ist meine Frau. Natürlich gibt es auch hier in Deutschland homophobe Menschen, aber das Gesetz schützt mich. Ich fühle mich beschützt. Ich kann hier ein anderes Leben führen, ein normales Leben. Iman: In Syrien war ich stärker als hier. Ich war eine andere Iman. Ich hatte einen tollen Beruf, habe erfolgreich als Grafikdesignerin und Künstlerin gearbeitet. Ich war anerkannt, habe an der Universität unterrichtet. Ich war jemand in Aleppo. Claudia: Und das fehlt dir... Iman: Ja, natürlich. Ich habe Karriere gemacht und viel Geld verdient, ein gutes Leben gehabt – bis der Krieg kam. Nach unserer Flucht musste ich hier allein durch die Sprache bei Null anfangen. Manchmal kommt es mir so vor, als ob ich all meine Erfahrungen in Syrien hätte lassen können.

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Susanne: Aber wie soll das gehen? Man kann einem Menschen nicht sagen, vergiss deine Vergangenheit. Das gehört doch zu uns, wir sind unsere Vergangenheit. Nazgol: Denn wenn du das vergisst, dann bist du nicht mehr du. Dann hast du deine Identität verloren. Iman sagt, dass sie nicht mehr die Iman ist, die sie einmal war. Das berührt mich sehr und ich stelle mir die Frage, wie sehr wir uns verändern müssen, um hier ein normales Leben zu leben. Viele von uns sind sehr tief verletzt. Aber müssen wir wirklich vergessen, was wir waren, was wir hatten... Was bin ich dann noch? Dann bin ich ein leeres Gefäß. Wenn ich vergesse, wer ich war, dann bin ich nichts. Eugenia: Mir geht es da ganz anders: Ich möchte mein bisheriges Leben vergessen und keinen Kontakt mehr nach Russland haben. Ich möchte ein neues Leben beginnen und bin bereit, von Null anzufangen. Ich möchte mich nicht mehr verstecken und lügen müssen.

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emeinsam mit ihrer Frau Elena ist Eugenia vor einem Jahr aus dem sibirischen Irkutsk nach Deutschland geflohen. Nachdem zunächst in dem Krankenhaus, in dem sie als Ärztin arbeitete, und später öffentlich bekannt wurde, dass sie lesbisch sind,


Foto: Christiane Krögel-Ladwig

wurde das Paar beleidigt und beschimpft und auch körperlich angegriffen. Wegen ihrer sexuellen Orientierung, die in Russland ein Tabuthema ist und gesellschaftlich nicht akzeptiert, wie Eugenia berichtet. Eugenia: Einmal wurde ich abends auf dem Weg nach Hause überfallen... Ich kam vom Volleyball-Training und wurde von vier homophoben Männern zunächst hin und her geschubst, dann verprügelt. Einer schlug mir mit einer Eisenstange auf die Hand. Damals befürchtete ich, niemals wieder als Ärztin arbeiten zu können... Doch ich hatte Glück. Am Ende waren es viele kleine Dinge, warum wir gemeinsam entschieden haben nach Deutschland zu gehen. Unerträglich wurde es ab dem Punkt, als Elena mit unserem Hund spazieren ging und zwei Männer das Tier vor ihren Augen mit einem Messer töteten und ihr drohten, dass sie als nächstes dran wäre. Das war am 17. März 2019. Seit letztem Sommer sind wir nun in Zwickau. Ich nehme an einem speziellen Sprachkurs für Ärzte teil, wobei ich schon in der Schule in Russland Deutsch gelernt habe. Ich hoffe, dass ich schnell in meinem Beruf arbeiten kann. Für Elena als Juristin wird es schwieriger. Sie will nun etwas anderes machen, vielleicht mit Tieren arbeiten.

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as Gespräch dreht sich immer wieder um die Frage, eine Arbeit zu finden, um in der neuen Heimat anzukommen. Gerade bei den Frauen muslimischen Glaubens in der Runde, die ein Kopftuch tragen, drängt sich die Frage auf, ob das Kopftuch-Tragen diese Suche erschwert. Die Meinungen unter den Frauen gehen weit auseinander, die Diskussion ist lebhaft und zeigt nicht zuletzt wie (macht)politisch aufgeladen das Thema ist – nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auch in den unterschiedlichen Herkunftsländern der Frauen am «grenzenlos» Tisch. Marwa: Meine Erfahrung ist, dass es Probleme mit Kopftuch gibt, wenn man hier als muslimische Frau eine Arbeit sucht. Ich selbst habe schon in meiner Heimat Syrien das Kopftuch mal getragen und mal nicht. Nach der Scheidung von meinem Mann habe ich es endgültig abgelegt, weil es für mich zu ihm und seiner Familie gehört. In meiner Familie hingegen haben die Frauen kein Kopftuch getragen. Zuletzt habe ich mich zum Beispiel in einer Tankstelle beworben. Die Chefin sagte zu mir: Du bist eine starke Frau, du sprichst gut Deutsch. Ich denke, mit Kopftuch hätte ich nicht so gute Chancen gehabt.

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Foto: Christiane Krögel-Ladwig

Aicha: Ich persönlich habe bisher keine Probleme gehabt mit meinem Kopftuch. Ich trage es aus Überzeugung, es ist meine persönliche Entscheidung. Weder mein Mann noch mein Vater würden mir das vorschreiben. In Berlin, Frankfurt oder Hannover gibt es bereits viele Frauen, die mit Kopftuch arbeiten. Dort ist es kein Problem. Susanne: Denkst du, dass es bei dieser Frage noch Unterschiede gibt zwischen West- und Ostdeutschland? Aicha: Ich glaube schon. Hier in Sachsen sind die Muslime ziemlich neu, aber ich glaube, wir können das schaffen. Ich kenne in Zwickau bereits eine Frau, die in einem Discounter mit Kopftuch arbeitet. Iman: Bei Freunden oder Bekannten habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ich habe seit meiner Zeit in Deutschland schon fünf Ausstellungen mit meinen Bildern gemacht und gemerkt, das ist egal. Aber bei der Arbeitssuche habe ich schon Angst, dass es mit Kopftuch hier in Deutschland vielleicht schwerer ist. Viele Freundinnen sagen mir, dass ich bisher keine Stelle als Grafikdesignerin gefunden habe, weil ich Kopftuch trage. Von einem Chef oder einer Firma habe ich das bislang nicht gehört – nicht direkt zumindest. Claudia: Warum ist dir das Kopftuch wichtig?

och in der Runde sitzen auch Nazgol und Pegah aus dem Iran, wo seit dem Wahlsieg eines autoritären Regimes die Freiheiten von Frauen immer weiter eingeschränkt wurden und inzwischen eine Religionspolizei darüber wacht, dass Frauen nicht ohne Kopftuch aus dem Haus gehen. Nazrin aus Afghanistan musste schmerzhaft am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn eine Frau den Taliban ohne korrekte Verschleierung in die Arme läuft. Pegah: Das ist unsere Erfahrung: Wir hatten keine Wahl. Wir mussten das Kopftuch tragen! Iman: Musstet? Nazgol: Ja, natürlich. Pegah: Der Koran mag in der ganzen Welt gleich sein, aber wir im Iran mussten Kopftuch tragen. Für mich ist es deshalb aus Sicht des Islam eine Pflicht und keine freie Entscheidung. Aicha: Es ist aber meine eigene Entscheidung. Ich habe auch hier in Deutschland keine Angst, dass ich deshalb keine Arbeit finde. Hauptsache, ich spreche gut Deutsch und bin gut in meinem Beruf. Ich kann das schaffen, egal ob mit oder ohne Kopftuch. Ich respektiere jeden Menschen und jede Religion. Ich erwarte deshalb auch Respekt für meine Entscheidung. Nazgol: In anderen Ländern wie der Türkei oder Syrien oder deiner Heimat Tunesien haben die Frauen diese Wahl. Doch nicht im Iran. Für uns ist daher sehr schwer zu verstehen, warum ihr Kopftuch tragt. Jetzt nach diesem Gespräch verstehe ich es ein wenig besser, weil es deine Entscheidung ist. Doch ich konnte mich damals nicht entscheiden.

Foto: Gerd Altmann auf pixbay

Iman: Ich höre diese Frage seit vier Jahren. Viele denken, dass uns das unsere Männer vorschreiben. Aber ich mache das, weil es der Koran sagt. Das ist meine Religion, daran glaube ich. Manche Frauen hier fragen mich, warum trägst du Kopftuch, du hast so schöne Haare? Sagt das dein Mann? Nein, ich bin frei in dieser Entscheidung. Niemand sagt mir das.

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Foto: Christiane Krögel-Ladwig

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enseits von der umstrittenen Kopftuch-Frage kämpfen alle Frauen in dieser Runde damit, in ihrer neuen Heimat anzukommen. Nach vorn schauen, nicht nur zurückblicken, die Hoffnung hochhalten, nicht aufgeben. Und gleichzeitig nicht damit anfangen, sich die Sicht anderer zu eigen zu machen und sich klein zu fühlen. Nazgol: Manchmal vergleiche ich mich mit Menschen, die schon immer in Deutschland gelebt haben und mit 30 Jahren dort sind, wo sie sein wollen. Ich bin 32 Jahre alt und stehe wieder am Anfang, ich stehe an der Tür, ich bin noch nicht drin. Ich muss mich jeden Tag daran erinnern, stark zu sein. Und manchmal will ich nicht stark sein und kann es auch nicht. Dann weine ich, nicht aus einem bestimmten Grund, sondern weil es so schwer ist und mir die Hoffnung fehlt. Pegah: Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Nach Deutschland zu kommen, war nicht wirklich meine Entscheidung. Ich bin mit meinem Mann geflohen, der politisch verfolgt wurde. Im Iran war ich jemand, ich habe gut gelebt, als Bankkauffrau gearbeitet, viele Jahre studiert. Die erste Zeit hier war schwer, ich habe viel geweint und mich nicht als Pegah gefühlt. Mein Mann sagte, Pegah du musst aufstehen. Aber ich konnte nicht, ich hatte keine Kraft, ich dachte, ich schaffe das nicht, ertrage das nicht.

Claudia: Es braucht eine dicke Haut, damit man nicht anfängt zu fühlen und zu denken, dass man wirklich nichts ist. Das stelle ich mir sehr schwierig vor. Aber bei allen Zweifeln und allen Belastungen, ihr packt das an und kämpft und gebt nicht auf. Das bewundere ich sehr! Susanne: Vielleicht kann ich meine Perspektive ergänzen: Ich bin 57 und habe das Ende der DDR erlebt. Damals war ich 28 Jahre alt und hatte gerade mein erstes Kind bekommen. Auch zu mir haben Leute gesagt, vergiss die Vergangenheit. Die DDR ist tot. Alles was du warst, existiert nicht mehr. Jetzt sind wir in Westdeutschland, wir haben jetzt Kapitalismus. Du musst dich verkaufen, du musst effizient sein, du musst Leistung bringen. Und gerade jetzt nach 30 Jahren wird zum ersten Mal darüber gesprochen, dass viele Ostdeutsche Verletzungen in sich tragen. 30 Jahre lang wurde alles zugedeckt und deshalb gibt es hier auch Menschen, die so voller Hass sind auf alles Fremde. Ich habe jedoch das Gefühl, euch gerade durch diese Erfahrung nahe zu sein. Weil ich auch eine Heimat verloren habe, deshalb seid ihr mir wie Schwestern. Pegah: Ja, wir haben eine Heimat verloren. Aber du musst immer wieder neue Hoffnung schöpfen. Ich will wieder die Pegah werden, die ich war. Dafür will ich kämpfen. Als Flüchtlinge müssen wir uns hier neu finden. Wir müssen uns in uns selbst finden.

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Dialog 2.0 Lieber Khalid ,

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eit meinem letzten Brief ist schon wieder viel Zeit vergangen, aber wie Du weißt, kümmern sich Hans und ich um unsere Mütter, die beide über 80 Jahre alt sind. Außerdem sind gerade zwei unserer Kinder ausgezogen, Jördis nach Berlin ans Theater und Mathes zum Studium nach Halle … da hatten wir auch eine Menge zu tun. Nur gut, dass Hans nicht mehr arbeiten muss, da konnte er sich um vieles kümmern und die beiden unterstützen. Ihr beide seid ja selbst oft genug umgezogen und kennt die Arbeit, die man damit hat, neue Verträge für Strom und Wasser, Telefon und anderes. Nun aber zu euch: Lieber Khalid, wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Du einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen hast. Das ist großartig!!! Wie bist Du denn von Deinen Kollegen aufgenommen worden? Kommst Du mit der Sprache zu Recht – sicher sprechen manche Kollegen mit Dialekt? Und was sind Deine Aufgaben? Ist es interessant und macht Dir Freude?

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offentlich bekommst Du genug Geld, dass es für die Familie reicht. Seit Anfang des Jahres gibt es ein neues Gesetz: Wenn Dein Gehalt nicht ausreicht, um Deine Familie zu versorgen, kannst Du Kinderzuschlag und Wohngeld beantragen. Der Grund: Hier gibt es immer mehr Menschen, die nicht von dem leben können, was sie verdienen. Ursache sind die Mieten, die in manchen Städten zu stark gestiegen sind. Das spürt zum Beispiel unsere Tochter in Berlin: Obwohl sie nur eine Ein-Zimmer-Wohnung hat, ist diese sehr teuer und sie weiß noch nicht, ob ihre Gage dafür reicht. Also, ich hoffe, Ihr kommt gut zurecht! Und natürlich wünsche ich euch auch, dass Iman endlich eine Aufgabe findet, die ihr Freude macht! Sicher ist es nicht so einfach für sie, wenn Du unterwegs bist und sie die Woche über mit Tim viel allein ist.

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a fällt mir gleich ein: Ich hatte doch Tim versprochen, mit ihm ins Puppentheater zu gehen. Ich rufe euch an, wenn etwas gespielt wird, das für sein Alter passt.

Herzliche Grüße , Susanne

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Foto: StartupStockPhotos uf pixbay

Liebe Susanne ,

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uerst wünsche ich Deiner Mutter ein langes Leben und viel Erfolg für Jördis und Mathes in ihrem neuen Leben!

Zu Deiner Frage nach meiner Arbeit möchte ich erzählen, dass sie der bisher größte Schritt in ein Leben in Deutschland für mich ist. Jetzt kommt es darauf an, ob ich es schaffe, mich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Beide Seiten müssen offen sein, um zusammenarbeiten zu können. Mir fällt auf, wie sehr in Deutschland auf Teamarbeit gesetzt wird und auf ständige Weiterentwicklung. Der Neuankömmling steht vor vielen Herausforderungen, etwa bei der praktischen Sprache (Werkzeuge, technische Begriffe) zwischen Technikern oder den lokalen Dialekten. Erstere ist mir inzwischen vertraut. Viel wichtiger aber für die Kommunikation ist der menschliche Aspekt, zum Beispiel Scherze, Witze oder populäre Sprichwörter. Nur dadurch entsteht ja eine Beziehung zwischen den Gesprächspartnern.

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m Anfang war das für mich sehr schwierig. Wenn Kollegen Scherze zum Beispiel über die schwierigen Zeiten machten und gemeinsam mit mir lachen wollten, merkten sie an meinem überraschten Gesicht, dass ich mit ihren Sprüchen nichts anfangen konnte. Oder ich nahm ein Sprichwort wörtlich und sorgte damit für Heiterkeit. Eine weitere Herausforderung war das Gefühl, dass mich die Kollegen besonders „unter die Lupe nahmen“, weil sie nicht sicher waren, ob ich die Anforderungen genau umsetzen könnte. Ich sah ihnen an, dass sie meine Ausbildung in Syrien anzweifelten. Aber all das verblasste mit der Zeit. Inzwischen vertrauen wir einander und alle wissen, dass ich meinen Aufgaben selbstverständlich gewachsen bin. Nächste Woche fahren wir alle gemeinsam zu einer Weiterbildung.

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iebe Susanne, ich danke Dir für dein unaufhörliches Interesse an Iman, Tim und mir. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Glück.

Liebe Grüße Khalid

Foto: Andrian Valeanu auf pixbay

Foto: Folg GraphicMama-team uf Instagram

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Identität und zweisprachige Erziehung

Foto: Niloofar Keshtiari

Dr. phil. Niloofar Keshtiari

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m dritten Teil ihres Artikels über zweisprachige Erziehung fasst Niloofar Keshtiari ihre Hinweise zur Unterstützung zweisprachiger Erziehung zusammen, indem sie sowohl Vorteile als auch hemmende Faktoren aufzählt. Zu den Vorteilen von Bilingualität gehören: • Die Erstsprache gestaltet die persönliche, gesellschaftliche und kulturelle Identität des Kindes. Die Zweitsprache ist das Fenster zur neuen Kultur. Sie erweitert den Horizont des Kindes und hilft ihm, auf Herausforderungen flexibel zu reagieren. • Das Gehirn wird durch das Erlernen der Zweitsprache trainiert. Die Bilingualität verbessert durch Stimulation von Nervenzellen und die Schaffung neuer neuronaler Netze die mentalen Funktionen und das Kurzzeitgedächtnis des Kindes. • Die Bilingualität hilft dem Verständnis und der Akzeptanz von Differenzen und der Gestaltung einer offenen und flexiblen Mentalität.

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enn Eltern die Zweitsprache nicht beherrschen, sollten sie mit dem Kind nicht in dieser reden und auch nicht mit Wörtern aus der Muttersprache mischen. Der Erwerb der Zweit-sprache ist eine langfristige Aufgabe für Eltern und Pädagogen, die Lust, Ausdauer und Geduld braucht – aber es lohnt sich!! Wir danken Dr. phil. Niloofar Keshtiari und der Redaktion kulturTür (www.kulturtuer.net) ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung!

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Foto: free stock photos from www.picjumbo.com auf pixbay

Als hemmende Faktoren benennt Frau Keshtiari: • Jeglichen Zwang zum Erlernen der Zweitsprache • Das Vergleichen der sprachlichen Fähigkeiten des Kindes mit Gleichaltrigen • Das Zeigen von Zeichentrickfilmen, die für das Alter des Kin des nicht geeignet sind • Das gleichzeitige Zeigen eines Zeichentrickfilms in Mutter sprache und in der Zweitsprache


‫مهاجرت و تربیت فرزند دوزبانه‪:‬چالش‌ها و راهکارها‬ ‫نیلوفر کشتیاری (دکرتی تخصصی روانشناسی زبان)‬

‫بخش پایانی‬ ‫[‪]3‬‬ ‫اکنون وقت آن رســیده اســت که به برخی از‬ ‫مزایــای دوزبانگــی هــم نگاهــی بکنیم‪.‬‬ ‫‪Foto: Oberholster Venits auf pixbay‬‬

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‫یــن نوشــتار شــرح مختصــری اســت بــر پدیده‌ی‪" ‬یادگیــری زبــان بیگانــه"‪ ‬در خانواده‌هایــی‬ ‫کــه بــا فرزنــدان خرد‌ســال خــود بــه ســرزمینی جدید‪ ‬مهاجــرت کرده‌انــد و یــا پــس از‬ ‫مهاجــرت صاحــب فرزنــد شــده‌اند‪ .‬در دو بخــش پیشــین ایــن مقالــه‪ ،‬شــرح دادیــم کــه‬ ‫"یادگیــری زبــان بیگانــه" بـرای همـه‌ی مهاجران‪ ‬مســیری پــر پیــچ خــم و در عیـن‌ حــال‬ ‫امــری‌‌ اجتناب‌ناپذیــر اســت‪ .‬نیــز اشــاره کردیــم کــه تنهــا راه طــی کــردن ایــن مســیر بــا‬ ‫موفقیــت‪ ،‬آگاهــی از شــیوه‌های صحیــح‪ ،‬بکارگیــری تکنیک‌هــای مناســب و داشــتن پشــتکار‬ ‫و صــرف وقــت اســت‪ .‬ســپس گفتیــم کــه "دوزبانگــی" کــه بــه معنــی تســلط بــر دو زبــان‬ ‫متفــاوت اســت‪ ،‬بــه دو دســته‌ی "طبیعــی" و "آموزشــی" تقســیم‌بندی می‌شــود‪ .‬دوزبانگــی‬ ‫طبیعــی و آموزشــی ار شــرح دادیــم و از تکنیک‌هــا و راه کارهایــی صحبــت کردیــم کــه مــا‬ ‫ار در مســیر تربیــت فرزنــد دوزبانــه بــه شــیوه‌ی "طبیعــی" و " آموزشــی" یــاری می‌کنــد‪.‬‬ ‫اکنــون در بخــش پایانــی ایــن مقالــه ابتــدا بــه عوامــل بازدارنــده در تربیــت فرزنــد دوزبانــه‬ ‫بــه شــیوه‌ی " آموزشــی" می‌پردازیــم‪ .‬ســپس بــه سـراغ م ازیــای دوزبانگــی می‌رویــم‪.‬‬ ‫پیشــتر گفتیــم کــه دوزبانگـ ِ‬ ‫ـی آموزشــی یــا پــی در پــی هنگامــی میســر می‌شــود‬ ‫کــه کــودک ابتــدا زبــان مــادری‌اش ار بــه خوبــی فراگرفتــه باشــد‪ ،‬ســپس از‬ ‫حوالــی ســن چهارســالگی بـرای یادگیـ ِ‬ ‫ـری زبــان دوم آمــوزش ببینــد‪.‬‬

‫ع‬

‫د‬

‫ر پایــان امیدواریــم ایــن نوشــتار کــه تالشــی بــود بـرای آشــنایی بامفهــوم دوزبانگــی‬ ‫و ا ارئــه‌‌ی راهکارهایــی بـرای تربیــت فرزنــد دو زبانــه بــه بیانــی ســاده‪ ،‬توانســته باشــد‬ ‫انگیزه‌بخــش و راهنمــای پــدر و مادرهــای مهاجــر در تربیــت فرزندانــی دوزبانــه باشــد‪.‬‬

‫وامــل بازدارنــده در دوزبانگی آموزشــی‪:‬‬

‫‪grenzenlos‬‬

‫‪Foto: klimkin auf pixbay‬‬

‫از کارهایــی کــه در ایــن شــیوه‪ ،‬مانعــی ســر راه دوزبانگــی کــودک‬ ‫بــه حســاب می‌آیــد می‌تـوان بــه چنــد مــورد زیــر اشــاره کــرد‪:‬‬ ‫‪ .1‬مجبورکــردن کــودک بــه یادگیــری زبــان دوم‪ ،‬بــدون اینکــه ابتــدا‬ ‫انگیـزه و اشــتیاق ایــن کار ار در او ایجــاد کنیــم‪.‬‬ ‫‪ .2‬ســرکوفت زدن بــه کــودک هنــگام مقایسـه‌ی توانمندی‌هــای‬ ‫زبانــی او بــا دیگــر هــم ســن و ســالهایش‪.‬‬ ‫‪ .3‬پخــش یــک کارتــون و یــا حتــی یــک قســمت از یــک مجموعـه‌ی‬ ‫کاتونــی بــه زبــان مــادری و پخــش همــان کارتــون بــه زبــان دوم‪.‬‬ ‫‪ .4‬پخــش کارتون‌هایــی کــه از نظــر ســنی بـرای کــودک مناســب نیســتند‪.‬‬ ‫منظــور کارتون‌هایــی اســت کــه کــودک تـوان درک وقایــع آن ار نــدارد‪.‬‬ ‫همـه‌ی ایــن چهــار مــورد انگیـزه‌ی کــودک بـرای یادگیــری زبــان دوم ار کــم می‌کنــد‪.‬‬ ‫‪ .5‬عامــل بازدارنــده‌ی شــماره ‪ ۲‬و ‪ ۳‬دردوزبانگــی طبیعــی‪ ،‬می‌توانــد در‬ ‫دوزبانگــی آموزشــی هــم بــه عنـوان عامــل بازدارنــده عمــل کنــد‪.‬‬ ‫‪ .6‬یادگیــری زبــان دوم یــک رونــد طوالنــی مــدت اســت و مســتلزم صبــر و‬ ‫حوصلــه و پــی گیــری‪ .‬عــدم پــی گیری‌هــای الزم و نیــز عــدم جدیــت پــدر و‬ ‫مــادر در ف ارهــم کــردن شـرایط الزم بـرای آمــوزش زبــان دوم در دراز مــدت‬ ‫هــم‪ ،‬از جملــه عوامــل بازدارنــده در ایــن مســیر بــه حســاب می‌آیــد‪.‬‬ ‫تــا ایــن بخــش از مقالــه بــه بررســی انـواع دو دوزبانگــی و راهکارهــای‬ ‫مفیــد و عوامــل بازدارنــده در ایــن مســیر پرداختیــم‪.‬‬

‫‪11‬‬

‫‪ .1‬زبــان اول کــودک شــکل دهنــده‌ی بخشــی از هویــت شــخصی‪ ،‬اجتماعــی‬ ‫و فرهنگــی اواســت‪ .‬بناب اریــن فراگیــری زبــان اول ‪/‬زبــان مــادری یــک ضــرورت‬ ‫انکار‌ناپذیــر اســت‪ .‬امــا زبــان دوم کــه خــود پنجره‌ای‌‌ســت رو بــه یــک فرهنــگ‬ ‫جدیــد بــا آداب و رســومی متفــاوت‪ ،‬افــق دیــد کــودک ار گســترش می‌دهــد و بــه‬ ‫او کمــک می‌کنــد تــا در مواجـ ِـه بــا چالش‌هــای زندگــی منعطــف باشــد‪ ،‬از زاویــای‬ ‫متفــاوت یــک قضیــه ار بررســی کنــد و راه حل‌هــای موثرتــری پیــدا کنــد‪ .‬بــه بیانــی‪،‬‬ ‫دوزبانگــی می‌توانــد بــا خــود غنــای فرهنگــی و نیــز خالقیــت بــه همـراه بیــاورد‪.‬‬ ‫‪ .2‬همچنیــن از دیگــر م ازیــای دوزبانگــی می‌تـوان بــه کســب مهارت‌هــای‬ ‫اجتماعی‪-‬احساســی اشــاره کــرد‪ .‬دوزبانگــی کمــک می‌کنــد کــودکان‬ ‫پیونــد محکمتــری بــا خانـواده‪ ،‬فرهنــگ و جامعـه‌ی خــود برقـرار کننــد‪.‬‬ ‫ایــن پیوندهــا کلیدهــای شــکل گیــری هویــت در کــودکان هســتند‪.‬‬ ‫‪ .3‬کــودکان دوزبانــه بیشــتر بــر احـواالت خــود کنتــرل دارنــد‪ ،‬کــه ایــن خــود‬ ‫یکــی از نمایه‌هــای موفقیــت در مدرســه و ســپس جامعــه اســت‪.‬‬ ‫‪ .4‬مغــز همچــون ماهیچـه‌ای اســت کــه فراگیری‪/‬یادگیــری زبــان دوم آن ار‬ ‫تمریــن می‌دهــد وتقویــت می‌کنــد‪ .‬دوزبانگــی بــا تحریــک ســلول‌های عصبــی‬ ‫و ایجــاد شــبکه‌های نورونـ ِ‬ ‫ـی جدیــد توانایی‌هــای مغــزی و عملکــرد ذهنــی‬ ‫ار اف ازیــش می‌دهــد و حافظـه‌ی کوتــاه مــدت‪ ‬ار تقویــت می‌کنــد‪.‬‬ ‫‪ .5‬بــه واســطه‌ی گســترش شــبکه‌های نورونــی در مغــز‪ ،‬دوزبانگــی‬ ‫می‌توانــد تــا حــدی بــه عنـوان مانعــی ســر راه نگرش‌هــای متعصبانــه عمــل‬ ‫کنــد‪ .‬بــه عبارتــی دوزبانگــی بــه درک و پذیــرش تفاوتهــا ( یــا همــان شــکل‬ ‫گیــری یــک ذهنیــت بــاز و منعطــف در انســان) کمــک می‌کنــد‪.‬‬ ‫‪ .6‬آثــار مثبــت دوزبانگــی بــر فعالیت‌هــای مغــزی انســان در یــک بــازه‌ی‬ ‫زمانــی گســترده (از دوران کودکــی تــا کهنســالی) نمایــان می‌شــود‪.‬‬ ‫‪ .7‬دوزبانگــی می‌توانــد بـ ِ‬ ‫ـروز بیماری‌هایــی همچــون آلزایمــر و دمانــس (تحلیــل‬ ‫توانایی‌هــای مغــزی) در ســنین کهنســالی ار بــه تعویــق بینــدازد‪ .‬عــاوه بــر ایــن‪،‬‬ ‫دوزبانگــی می‌توانــد رونــد بهبــود بیمــاران پــس از ســکته‌ی مغــزی ار ســرعت بخشــد‪.‬‬


‫ّ‬ ‫والتبية ثنائيّة ّ‬ ‫اللغة‪ :‬تحد ّ ٌ‬ ‫يات وحلول‬ ‫الهجرة‬ ‫نيلوفار كيشتياري (دكتوراه في علم النفس الكالمي)‬

‫الجزء الثالث‬

‫ه‬

‫[‪]3‬‬

‫ذه المقالــة هــي وصــف موجــز لظاهـرة "تعلــم اللغــات األجنبيــة" فــي األســر التــي هاجــرت إلــى‬ ‫بلــد جديــد مــع أطفالهــا الصغــار أو األســر التــي أصبــح لديهــا طفــل بعــد الهجـرة‪.‬‬ ‫فــي الجــزء األول مــن المقالــة وصفنــا أن "تعلــم اللغــة األجنبيــة" هــو طريــق متعــرج وفــي الوقــت‬ ‫نفســه طريــق حتمــي لجميــع المهاجريــن‪ .‬عــاوة علــى ذلــك ذكرنــا بــأن الطريقــة الوحيــدة إلكمــال هــذا‬ ‫المســار بنجــاح هــي معرفــة الطــرق المناســبة وتطبيــق األســاليب الصحيحــة واســتثمار الكثيــر مــن‬ ‫الوقت‪.‬‬ ‫فــي الجــزء األخيــر مــن هــذا المقــال ســنصف أوالً حواجــز ثنائيــة اللغــة وفقـاً للطريقــة التعليميــة‪ .‬ثــم‬ ‫نذكــر فوائــد ثنائيــة اللغــة (‪.)Bilingualität‬‬ ‫شــرحنا مســبقاً أن األســلوب المتــدرج (التعليمــي) ممكــن إذا كان الطفــل يتقــن لغتــه األم وكان‬ ‫عمـره حوالــي أربــع ســنوات قبــل أن يشــرع فــي تعلــم اللغــة الثانيــة‪.‬‬

‫ا‬

‫لعوامــل المثبطــة لثنائيــة اللغــة المتدرجــة (التعليميــة)‪:‬‬

‫‪ .1‬إجبــار الطفــل علــى تعلــم اللغــة الثانيــة دون االهتمــام بدوافــع الطفــل أو ورغبتــه فــي التعلــم‪.‬‬ ‫‪ .2‬عتــاب الطفــل أو اســتصغاره عنــد مقارنــة مها ارتــه اللغويــة بمهــارات أق ارنــه‪.‬‬ ‫‪ .3‬عــرض رســم كاريكاتــوري أو حلقــة مــن رســم كاريكاتــوري باللغــة األم أثنــاء عــرض الرســم نفســه‬ ‫فــي اللغــة الثانيــة‪.‬‬ ‫‪ .4‬مــن العوامــل المثبطــة أيضـاً الرســوم المتحركــة الغيــر مناســبة لعمــر الطفــل‪ ،‬وبالتالــي تظــل‬ ‫غيــر مفهومــة للطفــل‪.‬‬ ‫جميــع هــذه الحــاالت األربــع تقلــل مــن دوافــع الطفــل لتعلــم اللغــة الثانيــة‪.‬‬ ‫‪ .5‬كمــا هــو الحــال مــع ثنائيــة اللغــة الطبيعيــة يجــب أن يحــرص الوالــدان علــى عــدم التحــدث‬ ‫باللغــة الثانيــة مــع الطفــل إذا كانـوا غيــر مهـرة‪ ،‬وال ينبغــي لهــم فــي هــذه الطريقــة أن يخلطـوا‬ ‫كلمــات مــن اللغــة األم مــع اللغــة الثانيــة‪.‬‬ ‫‪ .6‬اكتســاب اللغــة الثانيــة هــي مهمــة طويلــة األجــل ومــن متطلباتهــا األساســية الصبــر والرغبــة‬ ‫واالجتهاد‪.‬‬ ‫حتــى هــذا الجــزء مــن المقالــة بحثنــا فــي الحواجــز والفخــاخ مــن أنـواع مختلفــة لثنائيــة اللغــة وكذلــك‬ ‫نصائــح وأســاليب مفيــدة لآلبــاء واألمهــات‪.‬‬

‫م‬

‫ن المناســب اآلن اإلشــارة إلــى بعــض فوائــد ثنائيــة اللغــة‪:‬‬

‫‪ .1‬اللغــة األولــى تشــكل الهويــة الشــخصية واالجتماعيــة والثقافيــة للطفــل‪ .‬لذلــك فــإن اكتســاب‬ ‫اللغــة األم هــو ضــرورة غيــر قابلــة للجــدل‪ .‬ومــع ذلــك فــإن اللغــة الثانيــة هــي نافــذة لثقافــة جديــدة‬ ‫مــع عــادات وتقاليــد مختلفــة‪ .‬اللغــة الثانيــة توســع أفــق الطفــل وتســاعده علــى االســتجابة بمرونــة‬ ‫لتحديــات الحيــاة والنظــر فــي مســألة مــا مــن زوايــا مختلفــة إو�يجــاد حلــول أكثــر فعاليــة‪ .‬بمعنــى آخــر‬ ‫ثنائيــة اللغــة تخلــق الثــروة الثقافيــة واإلبــداع‪.‬‬ ‫‪ .2‬ميـزة أخــرى لثنائيــة اللغــة يمكــن أن تكــون اكتســاب المهــارات االجتماعيــة والعاطفيــة‪ ،‬حيــث‬ ‫تســاعد ثنائيــة اللغــة األطفــال علــى إقامــة عالقــات أوثــق مــع أســرهم وثقافتهــم ومجتمعهــم‪ .‬هــذه‬ ‫العالقــات هــي المفتــاح لتشــكيل هويتهــم‪.‬‬ ‫‪ .3‬يتمتــع األطفــال الذيــن يتحدثــون بلغتيــن بمزيــد مــن التحكــم فــي مزاجهــم وهــو مــا يدلــل علــى‬ ‫نجاحهــم فــي المدرســة والمجتمــع‪.‬‬ ‫‪ .4‬الدمــاغ كالعضلــة يمكــن تدريبــه وتقويتــه مــن خــال تعلــم اللغــة الثانيــة‪ ،‬حيــث تعمــل ثنائيــة‬ ‫اللغــة علــى تحســين قــدرات الدمــاغ والوظائــف العقليــة والذاكـرة قصيـرة المــدى عــن طريــق تحفيــز‬ ‫الخاليــا العصبيــة إو�نشــاء شــبكات عصبيــة جديــدة‪.‬‬ ‫‪ .5‬نظـ اًر لتطــور الشــبكة العصبيــة فــي الدمــاغ ســتعيق ثنائيــة اللغــة ظهــور اآلراء العقائديــة‪.‬‬ ‫بمعنــى آخــر‪ :‬تســاعد ثنائيــة اللغــة فــي فهــم االختالفــات وقبولهــا أو تشــكيل عقليــة منفتحــة ومرنــة‬ ‫لإلنسان‪.‬‬ ‫‪ .6‬اآلثــار اإليجابيــة للثنائيــة اللغــة علــى نشــاط الدمــاغ البشــري واضحــة خــال إطــار زمنــي واســع‬ ‫(مــن الطفولــة إلــى الشــيخوخة)‪.‬‬ ‫‪ .7‬ثنائيــة اللغــة قــد تؤخــر أم ارضـاً مثــل مــرض الزهايمــر أو الخــرف فــي الشــيخوخة‪ .‬باإلضافــة‬ ‫إلــى ذلــك تســرع ثنائيــة اللغــة عمليــة تعافــي المرضــى بعــد تعرضهــم للســكتة الدماغيــة‪.‬‬

‫‪Foto: Iman Khandash‬‬

‫ه‬

‫ذه المقالــة محاولــة لتعليــم اآلبــاء المهاجريــن أهميــة ثنائيــة اللغــة باإلضافــة إلــى نصائــح‬ ‫وحلــول لتعليــم أطفالهــم بلغتيــن‪ .‬نتمنــى أن يحفزهــم هــذا المقــال علــى تكريــس أنفســهم لهــذه‬ ‫المهمــة‪ .‬كمــا نأمــل أن تكونـوا قــد أدركتــم أن األمــر يســتحق العنــاء!‬

‫‪Foto: DakWorX auf pixbay‬‬

‫‪12 grenzenlos‬‬


Foto: Steve Buissinne auf pixbay Foto: Laurent Schmidt auf pixbay

Warum Großvater nicht hassen konnte

Почему дед не мог ненавидеть

M

М

von Susanne Hartzsch-Trauer

ein Großvater war Musiker. Er gründete eine Musikschule im Vogtland. Eigentlich wollte er Pianist werden, aber als er im ersten Weltkrieg eingezogen wurde, vereitelte ein Durchschuss im kleinen Finger eine Karriere. Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde er von den Russen abgeholt. Jemand hatte ihn als Nazi denunziert. (Später gestand ihm dieser Mann, dass er selbst gern Leiter der Musikschule werden wollte). Im Winter 1946 kam mein Großvater ohne Prozess in ein russisches Arbeitslager nach Westsibirien.

N

ach Nowokusnezk, das damals Stalinsk hieß. Gerettet hätten ihn zwei Dinge, erzählte er später: Dass er seine wöchentliche Ration Tabak regelmäßig gegen starken grusinischen Tee tauschte. Und dass ihm die Russen erlaubten, neben der Arbeit Musik zu machen. So gründete er zusammen mit anderen Gefangenen einen Chor und ein Lagerorchester. Musikinstrumente fertigten sie zum Teil selbst. Großvater schrieb Chorsätze und organisierte Konzerte. Die russische Bevölkerung um das Lager hungerte wie die Gefangenen, erzählte er weiter. Aber immer wieder reichten Menschen Brot durch den Zaun. Nach sechs Jahren wurde mein Großvater entlassen.

ой дедушка был музыкантом. Он основал музыкальную школу в Фогтланде. Он действительно хотел стать пианистом, но когда он был призван в Первую мировую войну, получил ранение (выстрел) в маленьком пальце, которое помешало в его карьере. Вскоре после окончания Второй мировой войны русские его забрали, потому-что кто-то осудил его как нациста. Позже этот человек признался, что хотел сам стать руководителем музыкальной школы. Зимой 1946 г. моего дедушку без суда отправили в русский трудовой лагерь в Новокузнецке на западе сибири, тогда назывался Сталинск.

О

н позже рассказал, что две вещи его спасли: он регулярно менял свой еженедельный табак на крепкий грузинский чай и россияне позволили ему заниматься музыкой во время работы. Поэтому он основал хор и лагерный оркестр вместе с другими заключёнными. Они сдeлали некоторые из музыкальных инструментов сами, и мой дед писал хоровые наборы и организовывал концерты. Русское население вокруг лагеря голодало, так же как заключённые, сказал он, но люди давали им хлеб через забор. Дедушка был освобождён через шесть лет. grenzenlos

13


Wer bin ich wirklich?

Foto: Ali Aryaei

von Hani Fard

ch heiße Vahid und habe Bauwesen studiert. Im zweiten Jahr, einen Tag vor der Statik-Prüfung, saß ich in einem Poesieforum und las ein Gedicht auf dem Podium. Ich hatte das Gefühl, mich selbst zu verlieren. In dieser Nacht habe ich mich oft gefragt: Wer bin ich wirklich? Es spielt keine Rolle, wenn ein Technikstudent dichten kann, aber mein Problem war größer. Meine Familie dachte, ich säße gerade in der Klasse, um diese unmöglichen zweiseitigen Formeln zu lösen. Stattdessen arbeitete ich mit einem Filmteam in einer anderen Stadt, um Kinderarbeit zu dokumentieren. Ich weiß selbst nicht, wie ich mein Studium geschafft habe. Vielleicht habe ich einfach Glück gehabt, weil es mir leicht fiel. Bald arbeitete ich in einer Baufirma, aber meine Träume verließen mich nicht. In einem Monat arbeitete ich als Sprecher für ein Hörbuch, im nächsten war ich Autor einer Fernsehsendung oder Musiker. Gelegentlich stichelten die Kollegen von der einen oder anderen Seite, dass ich alles machen würde, aber am Ende nichts richtig. Einmal schickte mir jemand per SMS den Spruch eines berühmten Psychologen, dass die Hauptaufgabe eines jungen Mannes wäre, seine Identitätskrise im Leben zu lösen. Ich lebte ein Doppelleben. Nach ein paar Jahren hatte ich eine eigene Baufirma und genügend Geld. Aber in meiner Freizeit arbeitete ich weiter an künstlerischen Projekten, um meinen unruhigen Geist zu beruhigen. Ich war mit mir zufrieden. Nachts war ich entweder im Musikstudio, hinter den Kulissen einer Fernsehshow oder bei einer Gedichtsession. Eines Nachts, als wir mit dem Dokumentarfilmteam in einem Café saßen hatte ich eine Idee: Wir würden einen Film über Probleme im Erziehungssystem drehen.

M

eine Kollegen waren begeistert. Aus Vorsicht, das die Leute im Café unsere Gespräche belauschen könnten, unterhielten wir uns leise miteinander. Ich wusste, ich war auf dem richtigen Weg. In weniger als einem Monat drehten wir einen Film über eines der em-pfindlichen Themen der Regierung. Bis zu diesem Tag hatte ich noch keine Ahnung, wer ich wirklich war und was ich in dieser Welt tat. Jetzt machte ich einen tollen und gefährlichen Job. Kurze Zeit später wurde ich wegen Propaganda gegen das Regime verhaftet und mit 80 Peitschenhieben bestraft. Meine Gefängnisstrafe hätte ich nicht überlebt, deshalb flüchtete ich, als ich gegen Kaution kurzzeitig freikam. Nur mit Hilfe meiner Freunde fand ich einen Weg, aus dem Iran zu entkommen. Mit einer Identitätskrise aufgewachsen, wurde ich nun noch in eine Einwanderungskrise verwickelt.

14 grenzenlos

I

ch habe lange gebraucht, um die Sprache hier zu lernen und eine Arbeit zu finden. Was ich bisher über die Identitätskrise gelesen hatte war das eine, das größere Problem war mein erster Arbeitstag. Der Chef hatte eine Zeremonie arrangiert, damit mich meine Kollegen kennenlernen könnten. Vielleicht habe ich meinen Namen an diesem Tag hundertmal ausgesprochen, aber sie konnten ihn nicht wiederholen. Jemand sagte: „Fahid“. Jemand sagte „Vahed“. Ein anderer: „Fahed“. Am Ende beschlossen sie, mich einfach „Thomas“ zu nennen.

T

homas, der kein Gedicht auf Deutsch kannte, keinen deutschen Film und kein deutsches Hörbuch verstand. Damals fühlte ich mich nicht gut mit diesem Mr. Thomas! Thomas, der vorher im Iran viele umfangreiche Bauprojekte konzipiert und umgesetzt hatte, musste jetzt geduldig seinem Chef zuhören, wie ein elektronischer Schraubenzieher funktioniert. Ein Ironman, der ein Leben lang den Widerstand eines lächerlichen Betonstückes berechnen würde. Es hätte Stunden gedauert, den Kollegen die Fotos über meine Bauprojekte im Iran zu zeigen. Sie meinten es ernst, als sie sagten, wenn sie das sähen, wären sie gerne Flüchtlinge im Iran, wo Thomas ihnen die Benutzung eines elektronischen Schraubenziehers erklären könnte! Ich habe als Kind gelernt, fest zu bleiben und immer mein Bestes zu geben. Wenn ich irgendwo auf einem Podium ein Gedicht las, tat ich es, als wäre ich Goethes Kind. Als Bauleiter stellte ich mir vor, wie es wäre, in Harvard Bauwesen zu unterrichten.

E

s stimmt, ich habe mich verloren. Ich habe kein Problem damit, meinen Namen falsch ausgesprochen zu hören. Jeder kann mir einen beliebigen Namen geben. Aber ich weiß genau, was meine Hauptaufgabe in der Welt ist: Mit dem Namen Vahid zu leben oder mit dem Namen Thomas!

Foto: Ali Aryaei

I


‫مهندســی عمران میخوندم‬ ‫‪Foto: Abdul Rahman Takleh‬‬

‫‪Foto: Ali Aryaei‬‬

‫هانى فرد‬

‫یــه مســتند بــر علیهمشــكالت حا کــم بــر کشــورمون بــود‬ ‫وقتــی صدا هــای حــرف زدنمــون بــا همدیگــه از تــرس شــنیدن با قــی مــردم تــو کا فــه بــه‬ ‫آروم تریــن ســطح خــودش رســیده بــود و همــه ی بچــه هــا دا شــتنبا یــه ذوق خا صــی ا یــن‬ ‫مســتند رو تــو ذهنشــون تصویــر ســازی میکــردن فهمیــدم کــه از ا یــده ام ا ســتقبال شــده‬ ‫یــک ما هــم طــول نکشــید کــه ســر فیلمبــرداری بود یــم و د ســت گذا شــته‬ ‫بود یــم روی یکــی از موضــوع هــای خیلــی حســاس حکومــت‬ ‫منــی کــه تــا اونــروز هنــوز تکلیفــم بــا خــودم معلــوم نبــود کــه مــن اصلــن کــی هســتم‬ ‫و چــه کاری تــو ا یــن دنیــا دارم حــاال دا شــتم یــه کار بــزرگ سیا ســیهم میکــردم‬ ‫شــاید همــکا رام اون روزا را ســت میگفتــن مــن قـرار نبــود هیچــی بشــم‬ ‫اینــو وقتــی فهمیــدم کــه بعــد پخــش اون مســتند بــه خا طــر تبلیــغ علیــه نظــام هشــتاد ضربــه‬ ‫شــاق خــوردم و بــا هـزار د نــگ و فنــگ تونســتم یــه راهیپیــدا کنــم کــه دار و نــدارم رو تــو‬ ‫ا یـران بــذارم و از تــرس زنــدان و شــایدم ا عــدام د ســت زنــم و بگیــرم و از ا یـران فـرار کنــم‬

‫م‬

‫ن وحیــدم بــا بحـران هویــت بــزرگ شــدم و بــه تازگــی درگیــر بحـران مها جــرت هــم شــدم‬

‫خیلــی طــول کشــید تــا بتونــم زبــان یــاد بگیــرم و بــرم ســر کار‬ ‫ولــی هــر چیــزی کــه تــا االن در مــورد بحـران هویــت خونــده بــودم و با هــاش‬ ‫ســر و کار دا شــتم یــک طــرف روز اول کاریــم هــم یــک طــرف‬

‫س‬

‫ال دوم وقتــی کــه شــب امتحــان ریاضیــات گسســته خــودم رو تــو یــه‬ ‫انجمــن شــعر د یــدم کــه پشــت یــه تریبــون دا شــتم شــعری رو کــه چنــد روز‬ ‫پیشــگفته بــودم رو میخونــدم تقریبــن احســاس کــردم کــه دارم خــودم رو گــم‬ ‫میکنــم و اون شــب تــا صبــح بارهــا از خــودم پرســیدم کــه مــن کــی ام‬ ‫ا یــن کــه یــه مهنــدس شــعر بگــه بــه تنها یــی ا یــن معنــی رو‬ ‫نمیــداد ا مــا مشــکل مــن فقــط بــه اینجا هــا ختــم نمیشــد‬ ‫مشــکل بزرگتــر از ا یــن حرفــا بــود تــا جا یــی کــه چنــد وقــت بعــد خا نـوادم‬ ‫فکــر میکــردن مــن االن ســر کالس دیفرانســیل دارم اون فرمــول هــای‬ ‫دوصفحــه ای مســخره رو حــل میکنــم ا مــا مــن بــا یــه گــروه مســتند ســاز‬ ‫تــوی یــه شــهر دیگــه دا شــتیم دربــا ره کــودکان کار مســتند میســاختیم‬ ‫نمیدونــم هــوش خوبــی دا شــتم یــا خیلــی خــوش شــانس بــودم ولــی بلخـره تــوی رشــته ی‬ ‫خــودم فــارق التحصیــل شــدم و زیــاد طــول نکشــید کــه دیدمشــغلم شــده سرپرســتی یــه‬ ‫کارگاه ســاختمانی کوچیــک ولــی بلنــد پــروازی هــای هنــری د ســت از ســرم بــر نمیدا شــتن‬ ‫یــک مــاه خواننــده بــودم مــاه بعــد گوینــده ی کتابهــای صوتــی مــاه بعــد نویســنده‬ ‫ی یــه برنا مــه ی کوچیــک تلوزیونــی ا مــا با هــاش کنــار اومــده بــودم‬ ‫گهگا هــی یــه تعنــه ها یــی از همــکا رام میخــوردم کــه تــو داری تــو‬ ‫همــه کا را دخا لــت میکنــی و آخرشــم هیچــی نمیشــی‬ ‫یاد مــه یــه بــار یکیشــون ا یــن پیا مــک رو بـرام فرســتاد کــه یــه روانشــناس بــزرگ‬ ‫میگــه كــه عمــده تريــن تكليــف يــك جـوان حــل بحـران هويــت خــودش توزندگیــه‬ ‫بــا ا یــن جملــه هــا شــاید میخوا ســتن مــن رو تضعیفــم کنــن‬ ‫شــاید حســودی میکــردن شــایدم را ســت میگفتــن‬

‫چ‬

‫نــد ســالی همینطــوری پیــش رفــت دیگــه یــه شــرکت ســاختمونی دا شــتم بـرا‬ ‫خــودم وضــع ما لــی خوبــی هــم بــه هــم زده بــودم ولــی همچنــان تــو بقیــه‬ ‫یرشــته هــام ســرک میکشــیدم تــا ا یــن روح نــا آرومــه سرکشــم رو آروم کنــم‬ ‫از خــودم را ضــی بــودم هــم یــه کار خــوب دا شــتم بــا یــه در آ مــد عا لــی‬ ‫و کلــی دبد بــه کبکبــه هــم هــر شــب یــا تــو یــه ا ســتدیوی موزیــک بــودم‬ ‫یــا پشــتصحنه ی یــه کار تلوزیونــی یــا تــو یــه جلســه شــعر‪.‬‬ ‫یــه شــب از همیــن شــبا کــه بــا یــه تیــم مســتند ســاز تــو یــه کا فــه‬ ‫نشســته بود یــم و گــپ میزد یــم ا یــده ای بــه ســرم زد اونــم ســاخت‬

‫‪15‬‬

‫‪grenzenlos‬‬

‫ر‬

‫ییســم یــه مرا ســمی ترتیــب داده بــود کــه مــن و بقیــه ی همــکا رام‬ ‫رو بــا هــم آ شــنا کنــه شــاید اون روز ‪ ١۰۰‬بــار ا ســمم رو درســت‬ ‫برا شــون تلفــظ کردمولــی اونــا نمیتونســتن اونــو تک ـرار کنــن‬ ‫یکــی میگفــت فهیــد‬ ‫یکــی میگفــت فاییــد‬ ‫یکــی دیگــه میگفــت فا یــد‬ ‫تــا اینکــه تصمیــم گرفتــن ا ســمم رو عــوض کنــن‬ ‫مــن یــک روزه شــدم تومــاس‬ ‫توما ســی کــه نــه شــعر آلما نــی بلــده‬ ‫نــه از فیلمــای آلما نــی و سبکشــون ســر در میــا ره‬ ‫نــه میتونــه یــه متــن آلما نــی رو دکلمــه کنــه‬ ‫نــه خیلــی چیـزای دیگــه‬ ‫حا لــم اصلــن بــا ا یــن آ قــای تومــاس مســخره خــوب نبــود‬ ‫یــه آدم آهنــی کــه قـرار بــود یــه عمــر مقاومــت یــه قطعــه ی بتنــی مســخره رو محا ســبه کنــه‬ ‫توما ســی کــه کلــی پــروژه هــای جــور وا جــور ســاختمونی رو‬ ‫قبلــن ا جـرا کــرده بــود بــا کلــی دبد بــه و کبکبــه‬ ‫حــاال ســاعتها با یــد بــا رییســش بحــث کنــه کــه یــه پیچگوشــتیه شــارژی چطــوری شــارژ میشــه‬ ‫مــن توما ســم ســاعت هــا عکــس پــروژه هــای ســاختمونیم رو بــه همــکا رام نشــون میــدم‬ ‫لطــف میکنــن مســخرم نمیکنــن ولــی تــو دلشــون میگــن با بــا ا گــه ا یــن پــروژه‬ ‫ی ســاختمونی بـرا تــو بــود کــه مــا االن بــه ا یـران پناهنــده شــده بود یــم و‬ ‫تودا شــتی قوا عــد شــارژ پیچگوشــتی شــارژی رو بهمــون یــاد میــدادی‪.‬‬ ‫ولــی مــن از بچــه گــی یــاد گرفتــم محکــم وایســم‬ ‫ا یــن حرفــا زیــاد تکونــم نــداده‬ ‫همیشــه ا گــر پشــت یــه تریبــون شــعر میخونــدم یــه جــوری ا یــن‬ ‫کار و انجــام میــدادم کــه ا نــگار جــدم گوتــه بــوده‬ ‫ا گــه بـرا نظــارت میرفتــم تــو یــه کارگاه ســاختمونی میشــدم کســی کــه ا نــگار ســالها‬ ‫مقاومــت مصا لــح یــک و و دو و ســه رو تــوی دانشــگاه هارواردتدریــس میکــرده‬ ‫درســته کــه مــن ســالهاس نمیدونــم کــی ام‬ ‫کاری نــدارم تلفــظ ا ســمم راحتــه یــا ســخت هــر کســی میتونــه‬ ‫بــه هــر ا ســمی کــه میخـواد منــو صــدا کنــه‬ ‫ولــی مــن خــوب میدونــم کار اصلیــم تــوی ا یــن دنیــا چیــه‬ ‫فرقــی نمیکنــه بــا ا ســم وحیدزند گــي کنــم !‬


By Nazgol Nicole Farhadi

T

o the goddess of my life, my mother, and all the mothers whose stories are burried under the dust of time.

She was a women’s rights activist. She was an actress. She gave lectures in universities. She travelled the world and performed in front of thousands of people. She was confident, strong and kind, a true goddess in human form. She was a woman living in Iran. She fought against anything that wasn’t fair, whether it was related to politics or religion or even everyday life experiences. She argued with the most powerful politicians and made them implement better policies for women. She worked with women from very poor villages with little or no literacy at all, women from Iran and refugees from other countries. Her mission was to make the world a better place for her kind, for women.

W

hen the army of darkness chased her, she had to leave Iran for a safe place.

She left, She was safe, but she was never the same. From a strong woman, an effective influencer, a loud voice, down to a lost soul. From 18 hours work a day, facing all kinds of challenges successfully, down to staring at the walls worrying about what future holds for her and her family. She, who had achieved everything she wanted and had become someone who was admired for her courage and braveness, was now facing a huge change that she had not expected. Why did she feel so weak and lost? What had happened to her? Where had her inner goddess gone? What was she going through?

16 grenzenlos

I

mmigration.

A word with thousands of different meanings. Some people have the chance to plan their journey ahead of time. They say goodbye to their loved ones, gather their finances and say „Adios“ to their home country. For them every challenge is a chance to shine. But for those who flee their country, immigration becomes a trauma. when it happens to you it feels like a knock out. It takes some time to realize where you are standing in your life during the process of immigration. You should get used to not having the things you had before and get used to the little things you can have. New country, new language, new rules and policies and soon you realize how disable you have become. The difference between your true capabilities and what you practically are able to do in your new situation is massive and it slowly starts to manipulate your mind into thinking that you are actually incapable of doing any task.

E

very single challenge becomes a new impact and after a while you become numb. That is exactly how trauma affects human’s mind.

Foto: Nazgol Nicole Farhadi

The lost goddess


H

ow many of us – like the goddess of my story – had to leave our crowns behind and leave all we had achieved back in our home country? How many of us lost a family member or a friend during war or even in a peaceful demonstration under a dictatorship regime? How many of us had to leave our parents, our children, our siblings behind and flee? The truth is that many of us did so, and more than everyone else mothers have to carry on with all the scars on their souls and put a smile on their faces to encourage their family and children to move forward. We always say mothers are strong, but we never realize how they sacrifice their whole being for us and how selfless and broken they might be inside. An immigrant woman often wonders how she is going to explain her children that mom and dad were not always that down; that they had a good education, well-paid jobs, cars, houses and family. She wonders how to teach her kids to be free and live free when she herself as an immigrant has not had the chance to experience freedom – even in a free country like Germany? Are her children condemned to a lower quality of life just because their parents are immigrants? Or because their parents don’t speak German well? Or that their mother wears hijab? Or because they have a darker skin tone? How can this woman demonstrate being a passionate and productive member of society to her children when she herself struggles with being accepted by the same society?

W

e don’t have to belong to a certain group of people to be able to understand their chalenges. For instance, I don’t wear hijab and I am not a Moslem but I can deeply understand what discrimination against them feels like because discrimination always finds it’s way to hurt you, no matter which group of people you belong to. In my opinion for a woman who wears hijab everything becomes a hundred times more difficult. She is discriminated against and pressured under social norms only for who she is and how she dresses. I always wonder how this is going to affect her children when they see how people look at their mother with antipathy? Or when they see all the weird behaviors towards their parents from earliest childhood? What does that teach them about themselves and how do they feel about that? Not only them, but all the other kids from immigrant families from every other country when they realize their parents are somehow different than many other people and not accepted by society. These are important questions to be asked as these answers shape our future.

T

he truth is that we – every one of us – were once goddesses; one in career, one in education, one in social life, one in family life etc. We all have achievments and we all – at some point of our journey – have forgotten how powerful we are. Some of us have accepted what we are given and given up on what we could achieve.

B

ut what matters is to pick up all the broken pieces of our life and start to rebuild the future we desire and deserve. Little by little our wings will grow back again, we take control of our lives and will accomplish more than what we thought we could. The godess of my story never gave up either. She started to rebuild her life brick by brick and never let disappointments to knock her down again. She started smiling, hoping, trying, writing, performing and helping other people as well. She gained her power back and by overcoming another obstacle in her life set an amazing example for her children. She dared to be different, she dared to be brave and by that she became the inspiration behind this article. As did my goddess, my mother, so can every immigrant in the world. «Believe in yourself and all that you are. Know that there is something inside you that is greater than any obstacle.»

Christian D. Larson 1874-1954

Bild von Iman Khandash

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Die verlorene Göttin Von Nazgol Nicole Farhadi

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ür die Göttin meines Lebens, meine Mutter und all die anderen Mütter, deren Geschichten unter dem Staub der Geschichte begraben liegen. Sie war eine Frauenrechtsaktivistin. Sie war eine Schauspielerin. Sie war als Dozentin an der Universität tätig. Sie bereiste die Welt und sprach vor Tausenden von Menschen. Sie war selbstbewusst, herzlich und stark. Sie war eine Göttin in Menschengestalt. Sie war eine Frau, die im Iran lebte.

S

ie kämpfte gegen jede Ungerechtigkeit, ganz gleich ob in Politik oder Religion oder bei ganz alltäglichen Dingen. Sie arbeitete ehrenamtlich mit Frauen aus sehr armen Dörfern, die kaum oder gar nicht gebildet waren, Frauen aus dem Iran und Geflüchteten aus anderen Ländern. Es war ihre Mission, die Welt eine wenig besser zu machen für die Menschen ihrer Art, für Frauen. Als die Armee der Dunkelheit kam, um sie zu jagen, musste sie den Iran verlassen und einen sicheren Ort finden. Sie floh. Sie war sicher. Sie war nie wieder dieselbe. Diese starke Frau, eine laute und wirkungsvolle Stimme verfiel in dumpfes Schweigen. Einst 18-Stunden-Tage, nun stundenlanges An-die-Wand-starren mit den immer gleichen Fragen im Kopf und der Sorge um die eigene Zukunft. Was war mit ihr geschehen? Wo war ihre innere Göttin? Was musste sie durchmachen?

Immigration. Einwanderung.

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in Wort mit tausenden unterschiedlichen Bedeutungen. Manche Menschen können ihre Reise rechtzeitig planen. Sie können sich von ihren Liebsten verabschieden, ihre Finanzen ordnen und ihrem Heimatland „Auf Wiedersehen“ sagen. Für diese Menschen ist jede Herausforderung eine Chance zu glänzen. Doch für diejenigen, die aus ihrem Land fliehen müssen, wird Immigration zum Trauma. Es fühlt sich an, als hätte dich jemand k.o. geschlagen – und zwar direkt in deinem Kopf. Während du diesen Prozess der Einwanderung durchläufst, dauert es eine Weile, bis du realisierst, wo du in deinem Leben stehst. Du solltest dich daran gewöhnen, all die Dinge nicht mehr zu haben, die du vorher hattest, und dich stattdessen über die kleinen Dinge freuen, die du haben kannst. Jede neue kleine Herausforderung erzielt ihre Wirkung und nach einer Weile erstarrst du und wirst innerlich taub. Genauso fühlt sich ein Trauma an.

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ie viele von uns – wie die Göttin dieser Geschichte – waren gezwungen, ihre Kronen zurückzulassen und darüber hinaus all das, was wir in unserer Heimat erreicht hatten und noch hätten erreichen können? Wie viele von uns verloren während des Krieges oder sogar bei einer friedlichen Demonstration ein Familienmitglied oder einen Freund? Wie viele von uns mussten unsere Eltern, unsere Kinder, unsere Geschwister zurücklassen und fliehen? Die Wahrheit ist, dass so viele von uns einfach weitermachen mussten mit all den Narben auf unseren Seelen. Wir setzten uns ein Lächeln auf, um stark zu sein für unsere Familien und Kinder und um nach vorn zu sehen. Wir sagen gern, wie stark Mütter sind. Doch dabei übersehen wir, dass sie ihr gesamtes Dasein für uns geopfert haben und im Inneren zerbrochen sind. Wir müssen nicht zu einer bestimmten Gruppe von Menschen gehören, um zu verstehen, welchen Herausforderungen sie gegenüber stehen. Eine geflüchtete Frau fragt sich oft, wie sie ihren Kindern erklären soll, dass Mama und Papa nicht immer so niedergeschlagen waren, dass sie eine gute Ausbildung genossen haben, dass sie gut bezahlte Jobs hatten, Autos, Häuser und eine Familie. Wie kann sie als Mutter ihren Kindern beibringen, dass sie frei sind, wenn sie als Einwanderin nicht die Möglichkeit hatte, Freiheit kennenzulernen – selbst in einem freien Land wie Deutschland nicht? Sind ihre Kinder dazu verdammt, ein weniger gutes Leben zu führen, nur weil die Eltern Einwanderer sind? Oder weil die Eltern nicht perfekt Deutsch sprechen? Oder weil sie eine dunklere Hautfarbe haben? Wie kann eine solche Frau ihren Kindern ein Vorbild als aktives und produktives Mitglied der Gesellschaft sein, wenn sie durch eben jene Gesellschaft nicht akzeptiert wird?

S

o trage ich beispielsweise keinen Hijab, das traditionelle Kopftuch, und ich bin keine Muslimin. Dennoch weiß ich sehr genau, wie sich Diskriminierung anfühlt, denn Diskriminierung findet immer einen Weg dich zu verletzen, ganz gleich zu welcher Gruppe von Menschen du gehörst. Meiner Meinung nach hat es eine Frau mit Kopftuch noch hundertmal schwerer. Sie wird benachteiligt und unter Druck gesetzt durch soziale Normen – und das allein aufgrund der Tatsache, wer sie ist und wie sie sich kleidet.


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as glaubst du, wie sich das auf ihre Kinder auswirken wird? Wenn sie feststellen, dass sich ihre Mutter anders anzieht als andere Frauen. Wenn Sie bemerken, wie andere Menschen ihre Mutter unfreundlich ansehen. Wenn sie Zeuge all der bizarren Verhaltensweisen gegenüber ihren Eltern werden und all das von frühesten Kindesbeinen an? Was sagt ihnen das über sich selbst und wie fühlen sich diese Kinder? Und nicht nur sie, sondern auch all die anderen Kinder aus Einwandererfamilien der unterschiedlichsten Herkunft. Wir müssen diese Fragen stellen, denn sie bestimmen unsere Zukunft. Wir alle waren einmal Göttinnen: Die eine durch ihre Karriere, die andere im Bereich Bildung, im sozialen Leben oder in der Familie. Wir alle haben etwas erreicht. Und wir alle haben an irgendeinem Punkt vergessen, welche Stärke und Kraft wir ins uns tragen. Einige von uns haben sich mit dem abgefunden, was uns geblieben ist. Sie haben all das aufgegeben, was sie erreichen wollten und konnten. Doch es kommt einzig darauf an, dass wir all die Scherben aufsammeln und erneut zu der Zukunft zusammensetzen, die wir für uns selbst und unsere Familien erreichen wollen. Stück für Stück wachsen unsere Flügel nach. Wir übernehmen wieder die Kontrolle über unser Leben und können mehr erreichen, als wir uns je hätten vorstellen können.

D

ie Göttin in meiner Geschichte hat nie aufgegeben. Sie hat ihre Kraft wiederentdeckt, konnte wieder lächeln, hoffen, schreiben, sich anstrengen, etwas leisten und anderen Menschen helfen. Sie hat ihre Kraft wiedergefunden. Ihren Kindern war sie damit ein beeindruckendes Beispiel und mich persönlich inspirierte sie zu diesem Artikel. Vielleicht ist sie nicht mehr dieselbe Göttin wie einst, aber ihr Stern strahlt mit Sicherheit sogar noch heller als zuvor. So wie meine Göttin – meine Mutter – kann es jede und jeder Geflüchtete auf dieser Welt schaffen.

Bild von Iman Khandash

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Leben unterm Regenbogen von Eugenia Varenko und Elena Stepanova

Foto: mayahawk auf pixbay

Wer bin ich? Wo bin ich? Wie bin ich?

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Foto: Kristianus Kurnia auf pixbay

ie lässt sich unser Leben in Russland mit zwei Worten beschreiben? Ewiges Doppelleben. Ein Leben, das Zuhause stattfindet, und ein anderes, auf Arbeit, in Gesellschaft mit Kollegen und den Eltern. Ein großer Teil der Zeit, die man außerhalb des eigenen Zuhauses verbrachte, war ein ständiges Versteckspiel. Beim Erzählen der eigenen Geschichten musste man aufpassen, damit niemand erkennt, mit wem man zusammenlebt. Am Ende musste ich mein ganzes Leben verstecken und vertuschen. Mal lebte ich mit meiner Nichte zusammen, mal mit der Schwester oder einer entfernten Verwandten oder hatte ein Zimmer bei einer Frau gemietet. Gäste waren sowieso verboten. Ansonsten waren alle Hinweise zu verstecken, dass man mit einer Frau zusammenlebt. Ständig wurden neugierige Fragen gestellt über das Fehlen von Mann und Kindern, meine Frisur und Kleidung, meinen Gang und meine Interessen. Das alles fiel nicht unter die in Russland akzeptierten moralischen Konventionen.

Natürlich wird man dieses Versteckspieles müde. Es folgen Depressionen, das anhaltende Gefühl von Bedrohung bis hin zu suizidalen Gedanken.

M

eine Eltern wissen bis heute nichts über mein Privatleben. Lange Zeit musste ich mich hinter der Arbeit, meiner Karriere und der fehlenden Zeit verstecken, um das mangelnde Privatleben und das Fehlen einer Familie zu erklären. Später wies ich daraufhin, dass es dafür zu spät sei. Dieser Zustand belastete beide Seiten, meine Eltern und mich. Es war jedoch völlig unmöglich, mich ihnen zu öffnen und es ihnen zu sagen. Über all die Jahre wurde mir vermittelt, dass es unmöglich sei, dass ein Mädchen mit einem Mädchen zusammenlebt.

A

ls wir in Deutschland ankamen, waren wir anfangs vorsichtig und glaubten nicht, was passierte. Wir fingen erst langsam an, unser Leben zu „begradigen“ und eine neue Richtung einzuschlagen. Plötzlich gab es keine Grenzen mehr, die dich einengten oder Doppeldeutigkeit. Alles war klar und verständlich. Die Gesellschaft scheint völlig offen zu sein und akzeptiert dich als Person, wie du bist. Ich kann sowohl auf der Straße als auch in staatlichen Institutionen offen sagen, wer ich bin, mit wem ich zusammenlebe und was wir gemeinsam wollen.

Undenkbar, empörend, schmutzig, unverständlich und von der Gesellschaft völlig abgelehnt! Ein unvermeidlicher Skandal. Selbst in meinen schlimmsten Alpträumen kann ich mir dieses Gespräch mit meinen Eltern nicht vorstellen. Deshalb musste ich sie in Unkenntnis über mein Leben lassen und mich mit allgemeinen Phrasen rausreden: „Es ist alles gut. Ich bin nicht krank. Ich habe gute Laune. Die Arbeit gefällt mir.“

„Finde dich selbst statt dich zu verlieren.“ Das ist ein Gefühl, das ich hier zum ersten Mal in meinem Leben erlebt habe. Es ist nur einige Zeit in Deutschland vergangen und ich gewöhne mich allmählich daran, die Wahrheit über meine sexuelle Orientierung zu sagen. Ich senke nicht mehr meinen Blick, dennoch ist die Angst vor Ablehnung noch immer da. Ich sage den Satz: „Das ist meine Frau.“ Dann mache ich eine Pause und achte auf die Reaktion der Menschen. Dabei versuche ich abzulesen, wie sie mit dieser Information umgehen und ob ich mich fürchten muss. Das ist ein neues Gefühl für mich. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, wie ich reagieren soll. Die Wahrheit zu sagen, bedeutet auch, sein Geheimnis zu lüften. Das Geheimnis, das man so viele Jahre verstecken musste.

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omophobe Einstellungen in der Gesellschaft entwickeln sich mit unvorstellbarer Kraft, angeheizt von den Medien, die nationale Werte in Gegensatz zur Achtung der Menschenrechte setzen. Du befindest Dich in einem absoluten Vakuum, weil sie heute eine Sache als traditionelle Beziehung bezeichnen können und morgen eine andere. Infolgedessen wirst du leiden, weil du einfach die Hand deiner Freundin hältst. Ich war nicht frei, etwas zu wollen ohne Angst. Homophobe Ansichten in Russland greifen in das private Leben ein und schreiben vor, was richtig oder falsch ist. Jedes Mal wirst du mit Hass, Verachtung und Spott konfrontiert. Neben dem Verbot von Liebe gibt es definitiv schräge Blicke, Kichern sowie Fragen von der Sorte: „Wer ist bei euch die Frau?“ Und ständig ungewollte Aufmerksamkeit. In der russischen Gesellschaft hat sich die Vorstellung von uns als etwas Marginales, Gemeines, Verdorbenes und Beschämendes bis hin zu einer Bedrohung für die Gesellschaft, einer Bedrohung für die Kinder, stetig verfestigt.

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or kurzem sagte eine Sachbearbeiterin im Sozialamt zu mir: „Haben Sie keine Angst. Sie sind in Deutschland, hier sind alle gleich.“ Als wir verängstigt in diesem Land ankamen und an nichts glaubten, trafen wir wundervolle Menschen, die alles taten, damit es uns an nichts fehlte. Das rief ein Gefühl des Vertrauens in die Zukunft und von Sicherheit in uns hervor. Und das waren ‚nur’ Mitarbeiter, Wachleute und Köche in Flüchtlingslagern. Solche Menschen bilden ein ganzes Land, eine ganze Nation. Seit dem Moment der Ankunft haben wir uns nicht einmal zurückgelassen, verloren, hungrig oder in der Kälte stehen gelassen gefühlt. Ich möchte mit der gleichen Gastfreundschaft und Freundlichkeit antworten, mit der wir empfangen worden sind und die uns wie in eine warme Decke gehüllt hat.


Кто я? Где я? Как я?

Все гости под запретом, иначе придётся наводить в квартире полную уборку фактов совместного проживания с девушкой. Постоянные любопытствующие вопросы про отсутствие мужчины и детей, про мою причёску и одежду, мою походку, мои увлечения. Всё это не подходило под общие моральные директивы принятые в обществе. Мои родители до сих пор не знают о моей личной жизни ничего. Долгое время мне приходилось прикрываться работой, карьерой и нехваткой времени для устройства личной жизни, ну а потом сослаться на то что поздно что либо устраивать.

Э

то состояние тяготит обе стороны и родителей и меня, но открыться и сказать им, это совершенно невозможно из за тех привитых за многие годы восприятий, что как это девочка живёт с девочкой? Да это немыслимо, возмутительно, грязно, непонятно и отвергается обществом полностью! Это неминуемый скандал и даже в страшном сне я не могу представить этот разговор с родителями. Поэтому приходиться держать их в полном неведении о моей жизни, обходясь общими фразами - «всё хорошо, я не болею, настроение хорошее, работа нравится». Гомофобные настроения в обществе развиваются с немыслимой силой, подогреваемые СМИ ставящие национальные ценности в противовес уважению прав человека. Ты оказываешься в абсолютном правом вакууме, потому что сегодня традиционными отношениями могут назвать одно, а завтра другое и в результате пострадаешь за то что, просто идёшь и держишь подругу за руку. Я не чувствовала себя свободно настолько, насколько мне бы хотелось, я не чувствовала себя безопасно. В России никогда не отойдут от гомофобной агрессии, от рамок представления «правильности» или «неправильности» чьей-то личной жизни и каждый раз сталкиваешься с ненавистью, презрением и насмешками. Под запретом любые проявления каких то нежных чувств к моей девушке на людях, это однозначно косые взгляды, хихиканья и вопросы типа « а кто у вас за девочку?» Вплоть до грозящего неприятностями внимания.

В

российском обществе устойчиво закрепилось понимание нас как нечто маргинальное, мерзкое, развратное и позорное, вплоть до представления угрозы обществу, угрозы детям. Конечно устаёшь от этой закрытой жизни, от постоянных затяжных депрессий по этому поводу и от перманентного ощущения угрозы, вплоть до лишения жизни. Находясь в Германии, осторожно и не веря в происходящее, ты начинаешь медленно «выпрямляться» наша жизнь приобрела и начала набирать новые обороты. Нет больше рамок зажатости и двусмысленности, всё ясно и понятно.

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бщество совершенно открыто и полностью принимает тебя такой, какая ты есть. И на улице, и в государственных учреждениях я свободно заявляю кто я, с кем проживаю и что мы собственно хотим. Найти себя и никогда не потерять. Это чувство, которое я испытала впервые в своей жизни. Только спустя некоторое время в Германии, я понемногу привыкаю говорить правду о своей ориентации, я не прячу глаза, но всё равно боязнь быть отвергнутой есть. Я говорю фразу «Это моя жена», делаю паузу и всегда смотрю на реакцию людей, я пытаюсь прочитать, как они восприняли эту информацию, стоит ли мне опасаться. Это новое ощущение для меня, новые эмоции. Я если честно даже не знаю, как реагировать. Говорить правду, значит открыть свою тайну, свою тайну, которую ты прятала столько лет. Недавно в социаламте моя Sachbearbeiterin сказала «Не бойтесь, вы в Германии, здесь все равны» Приехав в страну, напуганные и не верящие ни во что, мы встретили таких замечательных людей, которые делали всё, чтобы мы ни в чём не нуждались, внушали чувство полной уверенности в завтрашнем дне, чувство безопасности. А ведь это были просто работники, просто охранники, просто повара в лагере. Из таких вот людей складывается целая страна, целая нация, которая не зажата рамками восприятия человека как личности, воспитанное в свободе и равенстве. Ни разу, с момента приезда, мы не чувствовали себя брошенными, потерянными, голодными, в холоде. Хочется ответить тем же самым гостеприимству и доброте, которым нас одарили и укутали как в тёплое одеяло.

Foto: Abdul Rahman Takleh

ак описать жизнь в России в двух словах? Это вечная двойная жизнь. Одна - это ты дома, другая - это ты на работе, в обществе, с коллегами и родителями. Большая часть времени, проводимая вне дома это постоянное скрытое поведение, контроль рассказов своих историй, чтобы не увлёкшись рассказом вдруг не выдать с кем ты живёшь и кем ты являешься на самом деле. Приходилось на протяжении всей жизни скрывать и обманывать, что ты живёшь то с племянницей, то с сестрой, то с дальней родственницей, то снимаешь комнату у женщины.

Foto: Aexandra Haynak auf pixbay

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von Pegah Khazeipoul

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ie oft habe ich mich gefragt, warum ich geboren wurde. Wodurch unterscheide ich mich von anderen? Aussehen und Herkunft allein können die Unterschiede zwischen uns nicht erklären. Aber wir haben definitiv unterschiedliche Talente und Fähigkeiten. Wissen wir, welches Talent wir haben? Nutzen wir unsere Fähigkeiten? Wer bin ich? Bin ich, die ich sein will oder verstecke ich mich, weil ich mein wahres Ich nicht mag? Im Iran war ich immer stark und fähig. Ich versuchte, anderen zu helfen. Glücklich über das Glück meiner Mitmenschen und gleichzeitig traurig über die Situation in meinem Land. Ich versuchte, die Mängel und Probleme meines Lebens und die meiner Familie zu bewältigen. Jetzt frage ich mich manchmal, ob ich das alles nur in meiner Fantasie erlebt habe. Seit meiner Flucht betrat ich ungewollt einen Weg, auf dem ich mich selbst nicht mehr kannte. Plötzlich waren viele Dinge außerhalb meiner Reichweite und ich konnte meine Fähigkeiten nicht zeigen. Die Probleme waren so überwältigend, dass ich nicht einmal Zeit hatte, darüber nachzudenken.

O

hne Eltern und Schwester, bis dahin Teil meines Lebens, machte ich mich auf den Weg in ein Land, in dem selbst mein routiniertes Englisch nichts wert war. In den ersten zwei, drei Monaten meines neuen Lebens mussten mein Mann und ich tatenlos auf die Genehmigung für den Sprachunterricht warten. Für den Arztbesuch bei einer Frauenärztin brauchte ich eine Dolmetscherin, die ich bezahlen musste. Als ich die Ärztin bat, mir einen Weg zu erklären, bekam ich zur Antwort: „Wie bist Du nach Deutschland gekommen? Wenn Du es bis hierher geschafft hast, findest du auch den Weg zurück!“ Ich sah meinen Mann neben mir, auch er war so klein geworden. Im Iran war er ein erfolgreicher Bauunternehmer und Immobilienmakler. Jetzt wusste er nicht, wie er sein Leben leben und seine Rolle als Mann erfüllen sollte. Stundenlang surfte er im Internet, um einen Job zu finden, aber ohne Sprachkenntnisse stellte ihn niemand ein.

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ines Nachts legte er all seinen Stolz ab und putzte ein Fitnessstudio. Der Druck auf uns war so groß, dass sogar unsere Beziehung angespannt und gestört war … Dann kam der Wendepunkt. Es war, als bekäme ich ein Zeichen, das nur für mich bestimmt war: Eines Tages fand ich im Internet einen Film über ein junges iranisches Mädchen. Kinderlähmung hatte sie im Alter von sechs Jahren von der Brust an abwärts gelähmt. Trotzdem gab sie nicht auf und kämpfte. Zuerst begann sie mit einfachen Handarbeiten. Später gründete sie ein Institut, um behinderte Frauen bei ihrer Rehabilitation und Entwicklung zu unterstützen. Ich war wie gefesselt von diesen Berichten und Videos. Denn auch ich war an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich nicht sein wollte. Ich hatte vergessen, wer ich war.

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nstatt über die Dinge nachzudenken, die wir verloren hatten, beschloss ich, nicht aufzugeben und wieder von vorn zu beginnen. „Du bist kein Baum. Wenn du in deinem Leben an einem Platz bist, an dem du nicht sein magst, bewege dich und ändere deine Position!“ Also stand ich auf und kämpfte mich zurück, kämpfte gegen schlechte Gefühle, kämpfte mit Sprachproblemen und Fremdheit. Ich versuchte alles, um mich selbst zu beweisen. Ich wusste, dass ich wieder eine starke Frau sein konnte. In unserer Kirche fand ich ein mehrsprachiges Magazin mit dem Namen «grenzenlos», welches von einer Gruppe von Flüchtlingen in einem Mehrgenerationenhaus in der Nähe initiiert wurde. Mein Mann und ich nahmen Verbindung auf und bald waren wir in einer internationalen Redaktionsgruppe zuhause, hatten Kontakt zu interessanten Menschen und konnten uns wechselseitig über Englisch und Persisch verständigen. Durch diese Übungen im Verstehen, Sprechen und Schreiben wurde unser Deutsch schnell besser. 21 Monate nach unserer Ankunft bestand ich den Sprachkurs B2. Mit Hilfe meiner deutschen Freunde gelang es mir, mich auch im Alltag sehr gut zu verständigen. Ich konnte sogar für andere als Übersetzerin arbeiten und sie zum Arzt begleiten. Endlich war ich wieder mit mir selbst zufrieden.

N

ach dieser Erfahrung nehme ich mir fest vor, niemals aufzugeben, sondern an das Wunder zu glauben, dass Liebe und Anstrengung bewirken können. In all den Monaten, in denen wir in Deutschland lebten, war es mein Mann, der mich immer wieder daran erinnerte, wer ich war und dass ich für mich allein stehen konnte. Jetzt fand auch er seinen Platz und konnte einen guten unbefristeten Arbeitsvertrag abschließen. Es ist wunderbar, nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein, sondern selbst für unser Leben sorgen zu können. Endlich bin ich wieder ich selbst. Wir alle haben starke und schwache Seiten. Warum denken wir manchmal, andere Menschen seien schlechter oder schwächer als wir? Wir vergessen, dass wir alle aufeinander angewiesen sind. Alles steht mit allem in Verbindung.

Foto: Abdul Rahman Takleh

Foto: OHMAOH auf pixbay

Gib nicht auf !


‫هیچ وقت تســلیم نشو !‬ ‫نوشته پگاه خزایی‬

‫ت‬

‫ا حاال چند بار از خودت پرسيدي که چرا بدنيا اومدي و دليل آفرينشت چي بوده ؟؟‬ ‫اصال تفاوت ما آدم هااا با هم چيه و ما چه جوري از هم متمايز ميشيم ؟‬ ‫من فكر ميكنم كه فقط ظاهر و نژاد و كشور نميتونه تعيين كننده تفاوت هاي بين‬ ‫قطعا استعداد ها و توانایی های مختلفی هم داريم ‪ ،‬آيا ما ميدونيم استعداد‬ ‫ما باشه‬ ‫ً‬ ‫چه كاری رو داريم و تا بحال از توانايی هامون به طور كامل استفاده كرديم ؟؟‬ ‫‪...‬‬ ‫مــن‬

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‫صال من يعنی چی ؟؟؟ من كی هستم ؟؟ من همون چيزيم كه دوست دارم باشم‬ ‫يــا اينكــه خود مــو پشــت نقــاب قا ئــم ميكنــم و از خــود واقعــي ام هــم خوشــم نميــاد ‪...‬‬ ‫پــگاه از نظــر خــودش هميشــه توانمنــد و قــوي بــوده ‪ ،‬هميشــه ســعي کــرده بــه‬ ‫ديگ ـران کمــک کنــه ‪ ،‬از خوشــحالي اطرافيــان خوشــحال و از غمشــون نا را حــت‬ ‫ميشــده ‪ ،‬هميشــه ســعي کــرده كمبــود هــاا و مشــكالت زند گــي خــود و خا ن ـواده‬ ‫اش رو از بيــن بب ـره ‪ ....‬اينــاااا چيزا يــي كــه فكــر ميكــرده هســت يــا واقعيــه ‪...‬‬ ‫او از وقتــي مســيري جد يــدي تــوي زندگيــش ناخوا ســته رغــم خــورد‬ ‫‪ ،‬خيلــي وقتــاا خــودش هــم ديگــه خــودش رو نميشــناخت ‪....‬‬

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‫مــا از وقتــي وارد پروســه مها جــرت شــد ‪ ،‬خيلــي چيـزااا خــارج از اختيــارش بــود ‪،‬‬ ‫توانا يــي هــاش رو نميتونســت نشــون بــده ‪ ،‬مشــكالت اونقــدر زيــاد و پشــت ســر هــم‬ ‫بــودن كــه حتــي وقــت فكــر كــردن بهــش نميــدادن ‪ ....‬از همــه مهمتــر با يــد بــدور از‬ ‫عزيزتريــن هــاي زندگيــش بــدون پــدر و مــادر و خوا هــرش كــه برا يــش مثــل یــه تيكــه‬ ‫از قلبــش بــود ‪ ،‬اونــم جا یــی كــه حتــي نميتونســت بــه ا نــدا زه كا فــي بــا دا نــش زبــان‬ ‫انگليســي ســاده ترين و روزمره ترين كارهاي شــخصيش رو خودش انجام بده ‪....‬‬ ‫موضــوع بـراي ‪ ٦-٥‬ما هــه اول زند گــي پــگاه و همســرش در آلمــان بــود ‪ ،‬اونــا با يــد‬ ‫منتظــر شــروع شــدن كالس زبــان ميمونــدن و پــگاه نميتونســت حتــي تنهــا ب ـره دکتــر‬ ‫چون بايد با يك مترجم ميرفت كه اون هم هزينه دا شــت و بايد پرداخت میشــد ‪...‬‬ ‫حضــور مــردي در كنــارت كــه ذ ره ذ ره آب شــدن و تقــا و تال شــش رو‬ ‫ميبينــي ‪ ،‬مــردي كــه ُنــون آور ‪ ٣‬تــا خونــه بــوده ‪،‬همســري كــه یــه شــركت‬ ‫بــزرگ ســاختماني دا شــته ‪ ،‬مهنــدس عم ـران بــوده واالن دیگــه حتــي قــادر‬ ‫نيســت زند گــي خــودش و هزينــه هــاي زند گــي ‪ ٢‬نفرشــونووو تاميــن كنــه ‪....‬‬

‫و‬

‫قتي همسرت حاضر ميشه با تمام غرور و اقتدارش براي اينكه فشار مالي كمتري‬ ‫رو احساس كني ‪ ،‬دنبال هر كاري بگرده ولي بدون بلد بودن زبان امکان ندا ره‪.‬‬ ‫حتــي‬ ‫كــه‬ ‫بــود‬ ‫زيــاد‬ ‫اونقــدر‬ ‫آنهــا‬ ‫روي‬ ‫زند گــي‬ ‫فشــار‬ ‫رابطــه شخصيشــون هــم د چــار ا ســترس واختــال شــده بــود‬ ‫تــا اينكــه يــك روز اتفا قــي پــگاه فيلــم و عكــس هــاي يــك دختــر معلــول را‬ ‫د يــد كــه بــا وجــود محدود يــت هــاي جســمي ‪ ،‬بــا تمــام قــدرت ميجنگيــد ونــا‬ ‫اميــد نشــده بود‪.،‬ا يــن يــك تلنگــر بــه پــگاه بــود تــا خــود گمشــده اش را پيــدا‬ ‫كنــد و قــدر ســامتي و دا شــته هــاش را بدونــه ‪ ،‬بــه جــاي فكــر كــردن بــه‬ ‫مشــكالت و چيزها يــي كــه از د ســت داده ‪ ،‬دوبــا ره روي پــاي خــودش بايســته ‪.‬‬ ‫دوبــا ره تصميــم گرفتــن همــه چيــز رو از نــو بســازن ‪ ،‬تســليم نشــدن‪.‬‬ ‫وقتــي جاها يــي از زندگيــت وايســتادي كــه دوســش نــداري ‪ ،‬حركــت‬ ‫و تــاش كــن و جايگا هــت رو تغييــر بــده تــو درخــت نیســتی‬ ‫بــا‬ ‫جنگيــد‬ ‫افســردگي‬ ‫بــا‬ ‫جنگيــد‬ ‫و‬ ‫وايســتاد‬ ‫پــگاه‬ ‫غربــت‬ ‫یعنــی‬ ‫اونــم‬ ‫چیــز‬ ‫مهمتریــن‬ ‫و‬ ‫زبــان‬ ‫مشــكالت‬ ‫پــگاه يــه جا يــي از زندگيــش بــود كــه دوســت ندا شــت با شــه‪ .‬پــس ســعي‬ ‫كــرد و تمــام تال شــش رو كــرد ‪ ،‬خــودش رو بــه خــودش ثا بــت كنــه ‪.‬‬

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‫ه خــودش بفهمونــه كــه ميتونــه دوبــا ره همــون آدم قــوي و مفيــد تــوي ذهنــش‬ ‫با شــه ‪ ،‬ميتونــه بجنگه‪،‬اونهــا مجلــه ‪ Granzanlos‬را تــوي كليســاي كــه ميــرن‬ ‫بـراي اوليــن بــار د يــدن و تونســتن شــروع بــكار كنــن و ارتبا طــات خوبــي رو بد ســت‬ ‫بيــارن و دوســتاي جد يــد آلما نــي و ســوريه ا يــي و حتــي روســي و ايرا نــي پيــدا كنــن‪.‬‬ ‫پــگاه بعــد از ‪ ١‬ســال از كالس زبا نــش ‪ ،‬نــه تنهــا تونســت مــدرک زبــان آلما نــي‬ ‫‪ B2‬رو بگي ـره بلكــه بــا كمــك دوســتاي آلما نــي كــه پيــدا كــرد میتونســت خيلــي‬ ‫خــوب حــرف بزنــه و بــه عن ـوان مترجــم شــروع بكاركنــه‪ .‬االن پــگاه ميتونــه‬ ‫احســاس رضا يــت دا شــته با شــه چــون تونســته بــا مــدرك فــوق ليســانس الكترونيكــش‬ ‫تــوي آلمــان هــم يــه فرصــت خــوب ب ـرای کار پیــدا كنــه ‪ ،‬اون تســليم نميشــه هيــچ‬ ‫وقــت تســليم نميشــه چــون بــه معج ـزه عشــق و تــاش ايمــان دا ره ‪ ،‬وقتــي ميبينــه‬ ‫همســرش هــم جا يــگاه خــودش رو پيــدا كــرده و بــا يــك ق ـرارداد خــوب و نامحــدود‬ ‫ديگــه ميتونــن كا مــل بــدون هيــچ كمكــی از طــرف دولــت زند گــي خود شــونو‬ ‫تاميــن كنــن ‪ ،‬فقــط ميتونــه خــدا رو شــاكر با شــه و بازهــم تــاش كنــه ‪....‬‬

‫د‬

‫ر نهايت من ‪ ،‬پگاه هستم ‪ ،‬من خودمم ‪ ،‬من از خودم راضيم و هيچ وقت تسليم نميشم‬ ‫چون ميدونم خدااايي وجود دا ره كه نتيجه تالش هات رو بهت نشون ميده ‪....‬‬ ‫همــه مــا شــبيه همديگــر هســتيم فقــط يكــي شــايد كمتــر تــاش ميكنــه و يكــي بيشــتر‬ ‫‪ ،‬عال يــق و ســليقه ها مــون متفاوتــه ‪ ،‬وگرنــه هممــون دقيقــا مثــل هــم هســتيم ‪...‬‬ ‫ا يــن دلنوشــته رو تقد يــم ميكنــم بــه همســرم كــه تنهــااا كســي هســت كــه در تمــام ا يــن‬ ‫‪ ٢١‬ما هــي كــه در آلمــان زند گــي ميكنيــم ‪ ،‬همیشــه كنــارم بــوده و تــوي همــه لحظــات‬ ‫بهــم يــاداوري كــرده كــه كــي بــودم و اينكــه دوبــا ره ميتونــم روي پــاي خــودم بايســتم ‪.‬‬

‫‪23‬‬

‫‪grenzenlos‬‬


Foto: Privat

Zwickau und Heimatgefühle? Zwickau und Heimatgefühle! Leserbrief von Christiane Krögel-Ladwig

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as Deutschland und insbesondere Zwickau in mir irgendwann einmal so etwas wie Heimatgefühle wecken würden, hätte ich nicht erwartet. Bis ich nach Südthüringen zog. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, habe jedoch einen Teil meiner Kindheit in Nordafrika verbracht. Als ich neun Jahre alt war, kamen meine Eltern mit meiner Schwester und mir wieder zurück. Das war für mich gefühlt ein Kulturschock und zunächst war ich von der deutschen Mentalität eher abgeschreckt. Insbesondere fehlten mir hier Herzlichkeit, Freundlichkeit und Offenheit, im Vergleich zu Arabern schneiden Deutsche da nicht wirklich gut ab. So etwas spürt man als Kind und da kann man auch versuchen, sich an einem Kühlschrank zu wärmen. Das Thema Heimat habe ich persönlich immer mit Menschen und Erlebten, weniger mit einem konkreten Ort verbunden. Mit der Region verbunden gefühlt habe ich mich viele Jahre schlichtweg nicht. Es erschien mir abwegig zu sagen: „Ich bin Deutsche, also fühlt sich Deutschland bzw. die Stadt, in der ich lebe, nach Heimat an.“ Wie bitte fühlt sich Heimat an? Reicht es aus zu wissen, dass man gern an einem Ort lebt? Ich denke nicht.

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telle ich mir den Begriff Heimat heute bildlich vor, sehe ich einen Baum, dessen Wurzeln tief und breit in der Erde verankert sind. Im Laufe der Jahre kamen zu den großen Wurzelsträngen – Familie, Freunde, Schule, Studium und später der Beruf – unglaublich viele kleine Wurzeln hinzu, welche diesen Baum noch fester verankern. Ereignisse und Erinnerungen, wie die Geburt meines Sohnes, die Arbeit im Kulturverein oder neue Freundschaften, die sich zu festen Größen in meinem Leben etablierten. All das ist meine Basis. Mit ihr fühle ich mich ganz und angekommen, daraus ziehe ich meine Kraft, sie gibt mir ein gutes Gefühl.

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eit letztem Jahr leben wir wieder in Zwickau und ja, mittlerweile fühlt sich Stadt und Region nach Heimat an. Meiner Heimat. Heimat, das sind Gleichgesinnte und Weggefährten verbunden mit unzähligen Erfahrungen, die natürlich auch mit Stadt und Region selbst in Verbindung stehen. Ich lebe gern in Zwickau und diese Erkenntnis fühlt sich heute positiv an. Klar ist nicht alles Sonnenschein. Aber ich fühle mich ein Stück weit verbunden mit diesem Fleckchen Erde. Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht.

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ann zogen wir 2018 nach Südthüringen. Mein Bauchgefühl war ehrlich gesagt zwiespältig. Trotzdem gingen wir diesen Schritt als Familie. Und ja: Es war nett dort. Aber mir fehlten Familie, Freunde und unser Verein, der Freiraum Kultur e.V. Fraureuth. Damals kam mir das erste Mal der Begriff Heimat in den Sinn. Wann immer wir in Zwickau und Umgebung waren (und das war recht oft so), fühlte es sich wie nach Hause kommen an. Auch die Stadt, die Region und besondere Orte, wie unsere Vereinskoppel in Fraureuth, wo wir unter anderem jeden Sommer mit Freunden ein Festival auf die Beine stellten, bekamen entweder eine neue oder eine noch tiefere Bedeutung.

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Foto: Privat

n Thüringen kam ich mir – trotz neuer und schöner Bekanntschaften – an der einen oder anderen Stelle wie abgeschnitten vor, als würde etwas fehlen, als wäre ich getrennt von der Basis. Da lebt und arbeitet man an einem Ort, den andere als „wundervolles Plätzchen Erde“ bezeichnen und an dem sich jedes Jahr zig tausende Touristen tummeln – und spürt trotzdem, dass es nicht reicht, um sich vollständig zu fühlen. Und dabei reden wir nur von Thüringen und 200 Kilometer Entfernung. Das war schon merkwürdig.

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An dieser Stelle möchten wir einem Leserbrief (in gekürzter Fassung) Raum geben, der uns als Antwort auf unseren Beitrag in der letzten Ausgabe erreicht hat. Gern wollen wir über die Rolle der Frau weiter ins Gespräch kommen. Sendet uns einfach eure Gedanken per E-Mail an magazin.grenzenlos@posteo.de

Leserbrief von Aicha Bensaid

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eil ich eine freie und moderne arabische Frau bin, hat mich der Beitrag „Frauen in arabischen Verfassungen“ aus der letzten Ausgabe provoziert. In den meisten arabischen Ländern werden die Frauen wie Königinnen und Prinzessinnen behandelt. Sie sind wertvoll und ein grundlegender Baustein der Gesellschaft… Mein Ausgangspunkt ist mein Heimatland Tunesien, wo der damalige Präsident Habib Bourguiba (1956-1987) nach der Unabhängigkeit Frauen all ihre Rechte als gleichberechtigte Bürger einräumte. Tunesische Frauen haben das Recht, zu studieren, zu arbeiten, zu reisen usw. Das gilt nicht nur für Tunesien, sondern auch in Marokko, Algerien und Ägypten. Vielmehr konkurrieren Frauen in fast allen Bereichen mit Männern, und dies ist nicht neu, sondern schon in den 50er Jahren und früher so gewesen. Sicherlich hat man schon von Zaha Hadid gehört, der weltberühmten Architektin, die irakischen Ursprungs ist und die Welt mit ihren genialen Entwürfen beeindruckt hat. Von ihr wurde unter anderem die BMW Zentrale in Leipzig entworfen. Ein weiteres Beispiel ist Maryam Shedid, die erste Astronomin der Welt, die die Antarktis erreichte, und dafür mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Sie ist marokkanischer Herkunft. azu kann man auch Haida Abdel Nabi aufzählen, die Tunesierin, die in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert hat und gegenwärtig als Pilotin bei der Lufthansa beschäftigt ist. Sogar beim Fußball, einer Domäne der Männerwelt, mischen die Frauen mit. Hier kann man Dorsaf Al-Qunawati, die erste tunesisch-arabische Fußballschiedsrichterin erwähnen. Meiner Meinung nach genießen arabische Frauen mehr als nur ihre Rechte und zudem eine gute Behandlung. Alles andere sind leider Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Es gibt kein Gesetz, in keinem arabischen Land, das der Frau verbietet, alleine zu reisen. Ich habe festgestellt, dass es in dem Artikel eine Verwechslung zwischen den in diesen Ländern geltenden Verfassungen mit den Bräuchen und dem kulturellen Erbe gibt. Damit sollte man vorsichtig sein, weil die Verfassung die Kultur nicht widerspiegeln muss. Wenn eine kleine Gruppe von Frauen unter Verfolgung oder Beraubung ihrer Rechte leidet, stellt diese Situation einen bestimmten Lebensstil dar, der in einer Familie oder Region gelebt wird. Deshalb ist es nicht das Gesetz, das die Frauen ihrer Rechte beraubt oder Missbrauch vorschreibt. eispielsweise in Bezug auf die Gewährung der Staatsbürgerschaft schreibt das Gesetz in Algerien, Saudi-Arabien, Marokko und dem Irak vor, das ein Kind, welches im Heimatland der Mutter geboren wird, automatisch die Staatsbürgerschaft der Mutter erhält. In Tunesien aber wird jedem Kind einer tunesischen Mutter auch außerhalb des Landes diese Staatsbürgerschaft verliehen, ohne Zustimmung des Vaters. Am Ende des Artikels wurde kurz über Frauen in den Flüchtlingslagern geschrieben. Ich habe darauf gewartet, dass über diese katastrophale Situation ausführlicher berichtet wird. Es ist wichtig, die Fakten dieser tragischen Realität zu enthüllen und diese Frauen zu unterstützen. Nur wenn die Stimmen dieser Frauen die Welt erreichen, kann es möglich werden, sie aus ihrer katastrophalen Situation zu befreien.

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Foto: Christiane Krögel-Ladwig

Diskussionsbedarf: „Frauen in arabischen Verfassungen“

: ‫رد عىل مقال‬

“ ‫“المرأة في دساتري العرب‬ ‫عائشة بنسعيد‬

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‫انني امرأة عربية حرة و معاصرة استفزني ما كتب في‬ .‫العدد الفارط عن المرأة العربية في دساتير العرب‬ ‫ هي قطعة ثمينة ولبنة‬،‫إن المرأة في أغلب الدول العربية تعتبر كملكة و أميرة‬ .‫ تجبر كل من يقف أمامها ان يحسن معاملتها‬،‫جوهرية في المجتمع‬ ‫ فهذا الرأي‬،‫هذي وضعيتي الخاصة في عائلتي و في بلدي وفي أغلب الدول العربية‬ ‫السماوية التي تحث‬ ‫هو عبارة عن إستنتاج لما أعيشه اليوم ولما أتى في كل الكتب‬ ّ . ‫ األمر الذي ال يختلف عليه عقالن‬،‫على إحترام المرأة و حسن معاملتها‬ ،‫نعم توجد إستثناءات في عائالت و في مجتمعات و دول عربية و غربية أيضا‬ ‫ لكن تبقى‬،‫حيث تحرم المرأة من أبسط حقوقها و تجعل المرأة كالعبدة‬ .‫العامة‬ ّ ‫في االخير‬ ّ ‫مجرد إستثناءات و ليست القاعدة الكبرى و‬ ‫إنطالقتي هي بلدي األم تونس حيث بادر الزعيم الحبيب بورقيبة من بعد اإلستقالل بمنح‬ ‫المرأة التونسية جميع حقوقها كمواطنة مساوية للرجل فقد تمتعت المرأة التونسية بحق‬ ‫هذا ماينفي ما قيل عن المرأة العربية في العدد الماضي‬...‫الدراسة والعمل والسفر الخ‬ ‫ بل أن المرأة أصبحت تنافس‬. ...‫ليس فقط في تونس بل في المغرب و الجزائر أيضا‬ .‫الرجال في كل المجاالت و هذا ليس حديث العهد إنما هو من الخمسينيات و ما قبلها‬

‫ح‬

‫حيوية كرئيسة في مجلس‬ ّ ‫يث تصدرت المرأة العربية أماكن مهمة جدا و مناصب‬ .‫ و هذه ليست بالمناصب السهلة‬...‫نواب أو وزيرة أو قائدة طائرة أو قائدة عسكرية‬ ‫المهندسة المعمارية العالمية التي أبهرت‬، ‫علّكم سمعتم عن زاها حديد‬ ‫ قد أنجزت العديد من‬،‫ هي من أصول عراقية‬، ‫العالم بهندستها العبقرية‬ .‫ في اليبزغ‬BMW ‫األعمال في أوروبا أبرزها في ألمانيا كمركز ال‬ ‫أو مريم شديد أول عالمة فلك في العالم تصل إلي القطب المتجمد الجنوبي‬ .‫دولية‬ ّ ‫هي مغربية األصل حيث حصلت على تكريم و جوائز‬

‫ أول حكمة‬، ‫حتى في الكرة الذي هو عالم رجالي استطاعت درصاف القنواطي‬ ‫ أو هيدا‬. ‫قوة المرأة‬ ّ ‫التفوق إو�ثبات‬، ‫تونسية عربية في مالعب كرة القدم الرجالية‬ .‫عبد النبي تونسية األصل هي قائدة طائرة بالخطوط األلمانية لوفتنزا‬ ‫وهذا إن دل على شيء فهو يدل على تحرر المرأة العربية و قوتها و وعي‬ ‫مهمشة‬ ّ ‫ أعتقد إذا كانت المرأة العربية محرومة و‬.‫المجتمعات التي تنتمي إليها‬ . ‫و مسلوبة الحقوق لما إستطاعت أن تصل أبدا إلي هذه الرتب‬ ‫هن أكثر من يتمتعن بحقوقهن و أكثر من يحضين‬ ّ ‫إنما يصح القول بأن العربيات‬ ‫بمعاملة جد حسنة من مجتمعاتهن وكل ماعدا ذلك فهي حاالت شاذة تحفظ‬ ‫ وفي أي دولة ستجدين منعدمي اإلنسانية الذين يستضعفون‬.‫وال يقاس عليها‬ .‫حصر على العرب‬ ‫ًا‬ ‫النساء و يجردونهم من حرياتهم يعني أن األمر ليس‬ ‫هنا وجب علينا القول بأن العربية ليست مهمشة في أغلب الدول‬ .‫العربية مثلما ُكتب إنما هي تمتلك زمام األمور‬ ‫بالنسبة لمقولة أن المرأة قانونيا محرومة من السفر إال بموافقة‬ .‫ زوج أو أخ فهذا ليس له من الصحة شيئا‬،‫من أب‬ .‫لكن عند الضرورة ُيسمح للمرأة بالسفر بمفردها‬، ‫ هنا يصح القول‬،‫لعل القصد دينيا‬ ‫أو لعل القصد رأي بعض المجتمعات أو عادات و ثقافات فئة معينة وليس قوانين‬ ‫ من قراءتي للمقال الحظت أن هنالك خلط كبير بين الدساتير المنصوص‬.‫هذه الدول‬ ،‫ هنا وجب اإلنتباه‬،‫عليها في الدول العربية و بين العادات والموروث الثقافي فيها‬ ‫ إنما هو رأي و ُعرف لفئات إكتسبته‬، ‫فإن الموروث الثقافي اليعكس القانون والدستور‬ ،‫ فإذا عانت مجموعة صغيرة من النساء من إضطهاد أو منع لحقوق‬،‫على مر التاريخ‬ ‫فإن هذه الوضعية تمثل نمط عيش معين موجود بعائلة أو منطقة‬ .‫التعدي‬ ّ ‫و ليس القانون هو من فرض هذا الحرمان أو‬ ‫العراق و‬،‫السعودية‬،‫مصر‬،‫ائر‬ ‫أما بالنسبة لموضوع منح الجنسية فإن الجز‬ ّ ‫بمجرد أن يلد الطفل في إقليم دولة األم فهو يأخذ الجنسية بطريقة‬...‫المغرب‬ .‫آلية إو�ذا تمت الوالدة خارج اإلقليم فيكتسب الطفل الجنسية بشروط‬ ‫أما في تونس فتُمنح الجنسية لكل طفل من أم تونسية في أي‬ .‫دولة كان و دون التوقف على موافقة األب‬

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‫ كنت أنتظر‬،‫ي نهاية المقال تم التحدث عن النساء في مخيمات اللجوء بإختصار‬ ‫من الكاتبة التحدث بعمق في هذا الموضوع الكارثي و كشف حقائق واقعهن المرير‬ ‫ألن هذا أهم موضوع في كل ما قيل و ألن المأساة التي يعشنها ليست من أخطائهم‬ ‫ أحببت لو أن المقال تطرق الي‬.‫ إنما الحرب هي من فرضت عليهن هذا الوضع‬، .‫فكرة تطلب يد العون لهن علّنا بتكاتف جهودنا نستطيع ان نصلهم بمساعدة ما‬ grenzenlos

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Wer bin ich? Zwei Geschichten über ein neues Leben Von Claudia Drescher

Foto: Abdul Rahman Takleh

„Ich habe den Vorteil, dass ich aus einem Land komme, das jeder besuchen möchte. So ein Traumland, ein Garten Eden für die meisten Deutschen. Ich bin ziemlich exotisch hier in Zwickau, wahrscheinlich die einzige Neuseeländerin. Aber die Menschen sind sehr neugierig, sie wollen viel wissen über Neuseeland. Warum bist du hier, warum nicht in Neuseeland, wo es so schön ist? Ich fühle mich nicht ausgegrenzt.“ Eva Riederer „Zwickau und Deutschland sind nach all den Jahren schon meine Heimat geworden. Aber auch nach all der Zeit fühlt es sich nicht wirklich nach Zuhause an. Ich bin in der Türkei aufgewachsen und Mitte der 90er Jahre als Jugendlicher nach Deutschland geflohen. Ich bin Kurde. Als Kurde sitzt du immer zwischen allen Stühlen. Ich wurde schon mehrfach als Ausländer beschimpft. Seit der Flüchtlingskrise hat sich mein Sicherheitsgefühl verändert“ Hekim Günes

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ie beiden Interviews für den Text führen wir, als noch nicht absehbar war, wie sehr die Ausbreitung des Corona-Virus unser aller Leben verändern würde. Im März+April dürfen Geschäfte und Läden wie der Döner-Imbiss von Hekim Günes nicht öffnen. Kindergärten und Schulen sind geschlossen. Sprachkurse an der Volkshochschule oder Nachhilfe für Kinder, wie sie die Englisch-Dozentin Eva Riederer anbietet, finden vorerst nicht statt. Ein Virus, das sich nicht für Herkunft, Religion, deinen Kontostand oder deinen Status interessiert. Für Corona sind alle Menschen gleich. Vielleicht aber können wir aus dieser Krise lernen Vielleicht gerade von Menschen, die wissen, wie sich Unsicherheit anfühlt, weil sie freiwillig oder unfreiwillig Neuland betreten haben. So wie Hekim Günes, der ganz allein aus der Türkei nach Deutschland floh, weil seine Familie zwischen die damals schon existierenden geopolitischen Fronten geraten war. Als Jugendlicher. Ohne Schutz, ohne Geld, ohne Deutschkenntnisse. „Ich war vollkommen ahnungslos. Und trotzdem war Deutschland meine Rettung. Als ich in dem Heim in der Kopernikusstraße ankam, war mein erster Gedanke: Du bist nicht mehr illegal hier, du hast jetzt einen festen Platz“, erinnert sich der 40-Jährige. Zuvor hatte er versucht, sich irgendwie durchzuschlagen, auf die Füße zu kommen, die Sprache zu lernen. Sachsen hatte er sich nicht ausgesucht als neue Heimat. „Als ich mein erstes eigenes Geld verdiente, habe ich die Miete freiwillig im Voraus bezahlt, weil ich nie wieder auf der Straße landen wollte.“ Erst mit der Anerkennung als Asylbewerber bekommt er eine Arbeitserlaubnis, arbeitet unter anderem in der Bäckerei Engelmann, später in verschiedenen Döner-Läden.

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eit 2012 ist Hekim sein eigener Chef: „Jeden Tag, von früh bis abends. Aber es ist mein Laden“, sagt er mit bescheidenem Stolz, während er sich lächelnd in dem geräumigen Lokal neben dem Zwickauer Kino umsieht. Bei der Frage nach Identität wird er nachdenklich:Zwickau und Deutschland sind nach all den Jahren schon meine Heimat geworden. Aber auch nach all der Zeit fühlt es sich nicht wirklich nach Zuhause an.“ Als Kurde, noch dazu nicht religiös, sitzt er zwischen allen Stühlen. Auch nach mehr als 20 Jahren, in denen er fleißig war und sich etwas aufgebaut hat, ist er manchem Deutschen nicht willkommen. Vor mehreren Monaten gab es einen Übergriff auf meinen Laden, ein Fenster wurde mit einem Stein beworfen“, berichtet er. Insbesondere die Flüchtlingskrise nennt er als Zäsur. Seitdem hat sich sein Sicherheitsgefühl verändert. Regelmäßig besucht er seinen Bruder und dessen Familie in Bremen, nimmt dafür den Zug. „Ich sage es mal ganz direkt: Hier will sich keiner neben dich setzen, ab Leipzig wird das anders.“ Natürlich gäbe es Geflüchtete und Migranten, die sich nicht wirklich integrieren wollen. Die unter ihresgleichen bleiben, die das Gefühl haben, in Deutschland nur die Drecksarbeit erledigen zu sollen und deshalb keine Lust haben, sich an die Regeln zu halten. „Aber es gibt so viele gute Beispiele!“ Zudem sind viele schwer traumatisiert durch das, was sie in ihren Heimatländern oder auf der Flucht erlebten. „Manche fühlen sich nur noch als Dreck, weil sie alles verloren haben“, so seine Beobachtung. Und weil sich mancher in Sachsen nicht viel besser fühlt, geben die Leute ihren Hass weiter, denkt Hekim. „Aber ich habe Hoffnung für Sachsen. Es wächst zusammen, aber es wird noch lange dauern.“


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nsonsten alles, was dazu kommt: Frau, Lehrerin … „Als ich Kind war, haben die Leute immer gesagt: Du wirst mal Lehrerin, einfach weil ich allen immer etwas beibringen wollte. Und zum Teil bin ich jetzt auch ein bisschen Deutsch geworden. Ich mag Ordnung und Struktur, auch Pünktlichkeit“, meint sie lachend.

Foto: Privat

Auch die Art der Kommunikation in Deutschland gefällt ihr: „Wenn es Probleme gibt, dann spricht man darüber. In Neuseeland macht man das nicht. Da spricht man eher durch die Blume, geht Konflikten so ein bisschen aus dem Weg. Hier gibt es direkte Kommunikation. Du weißt genau, woran du bist und wenn es ein Problem gibt, wird es angesprochen und du kannst es klären. Das ist sehr angenehm. Und meine Meinung zu äußern und keine Angst zu haben, das habe ich mir in Deutschland auch ein bisschen angeeignet.“

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uch Eva Riederer hat es eher zufällig nach Sachsen verschlagen. In ihrer Heimat Neu-seeland hat die gebürtige Schweizerin Deutsch studiert. „Grammatik war überhaupt kein Problem, ich konnte auch wunderbar schreiben. Aber ich hatte immer Hemmungen, Deutsch zu sprechen“, erzählt sie.

Allzu oft ist Eva gerade nicht in Neuseeland, dennoch macht sie sich zunehmend Sorgen. Nicht zuletzt der rechtsterroristische Anschlag von Christchurch, bei dem am 15. März letzten Jahres 51 Menschen ums Leben kamen und 50 weitere zum Teil schwer verletzt wurden, passt nicht zum Klischee des Paradieses: „Neuseeland war immer ein Land der Zuwanderer, multikulturell und friedlich. Aber das Zusammenleben wird schwieriger. Ich glaube, es ist vor allem die Angst vor Veränderung, die den Menschen Angst macht.“

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o unterschiedlich die Erfahrungen von Eva und Hekim auch sein mögen, eines haben sie vielen von uns voraus: Beide haben ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn man allein den Sprung in eine andere Kultur wagt und sich selbst ein Stückchen neu erfindet. Es lohnt sich, ihnen zuzuhören.

Also geht sie 2010 nach Deutschland, um sprechen zu müssen. Über den Deutschen Akademischen Austauschdienst bekommt sie ein Stipendium und unterrichtet an einer Schule in Hessen. Weil es ihr so gut gefällt, beschließt sie länger zu bleiben – und findet eine Arbeitsstelle in Zwickau. „Ich habe die Stadt angeguckt, Zwickau hat mir gefallen. Eine schöne Stadt, eine grüne Stadt, hier könnte ich leben, dachte ich mir. Ich versuche es mal …“ ast 10 Jahre später lebt Eva noch immer hier. Sie arbeitet als freiberufliche Englisch-Dozentin, gibt Schülern Nachhilfe und engagiert sich freiwillig im SOS-Mütterzentrum. Eva will damit ein Zeichen setzen, wie sie sagt:“Manche Leute hier sind nicht so froh und heißen die Zuwanderer nicht willkommen, die anders aussehen oder eine andere Religion haben. Ich aber denke, dass wir alle zusammen leben können.“ Die Arbeit mit Kindern macht ihr große Freude, berichtet Eva, es gibt erste Erfolge zu beobachten, und dass sie durch den Kontakt zu den anderen Helfern auch privat spannende Leute kennengelernt hat. Eigene negative Erfahrungen als Ausländerin sind ihr nicht widerfahren. „Ich habe den Vorteil, dass ich aus einem Land komme, das jeder besuchen möchte.“ Sie wird nicht ausgegrenzt, weil sie einen fremden Akzent hat. Manche halten sie für eine Engländerin, andere denken, sie kommt aus den Niederlanden. Aber immer sind die Leute nett und aufgeschlossen, wollen viel über ihre Heimat erfahren.

Foto: Claudia Drescher

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dentität und Integration sind daher zwei Schlagwörter, die sie völlig anders wahrnimmt als Hekim, dem ein solches Interesse deutlich seltener entgegenschlägt. Geboren in der Schweiz, aufgewachsen in Neuseeland – beides seien wichtige Teile ihrer Identität, sagt Eva. grenzenlos

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Kulinarische Identität im Südwesten von Vietnam von Thi Thao Quyen Nguyen

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Dank des tropischen Klimas und des lebensspendenden Wassers gibt es einen großen Fischreichtum und viele Obstbäume. Die südwestliche Küche ist eine saisonale Küche. Hier gibt es nur zwei Jahreszeiten, die Trockenzeit und die Regenzeit (oder Hochwassersaison). Wenn man in der Trockenzeit reist, kann man besonders viele tropische Früchte genießen. Aber nur in der Regenzeit lässt sich die ganze Vielfalt der Natur erleben und schmecken. Sie beginnt im August und September des vietnamesischen Mondkalenders bzw. im September/Oktober des Sonnenkalenders. Die Frucht, welche ich die Seele der südwestlichen Küche nenne, weil sie unabhängig von der Jahreszeit Bestandteil fast aller Gerichte hier ist, ist die Kokosnuss. Im Gegensatz zu anderem Obst können die Kokosbäume das ganze Jahr geerntet wer-den. Die Südwestler nutzen alle Teile des Baumes für ihre Küche. Kokoswasser, Kokosfleisch, Triebspitzen des Kokosbaumes und selbst ein von der Kokosnuss lebender Wurm werden zu Spezialitäten verarbeitet.

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as Kokoswasser wird als Durstlöscher verwendet. Es gibt bei uns viele verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Normalerweise wird es auch zur Zubereitung von Kho benutzt. Kho ist ein Gericht der Vietnamesen, das zusammen mit Fischsauce gekocht wird. Durch die Anwendung von Kokoswasser braucht man keinen Zucker, weil es schon süß ist und die Suppe bekommt durch das lange Kochen eine schöne gelbe Farbe. Das Innere der jungen Kokosspitze wird wie eine Gemüsesorte verwendet. Dies ist der luxuriöseste Teil des Baumes, denn um ihn zu bekommen, muss man einen ganzen Baum fällen und nur die Spitze davon nehmen. In der Vergangenheit gab es das nur für ganz besonders liebe Gäste. Heutzutage kann man es einfach auf dem Markt kaufen, aber es ist nicht billig. Man kann die Kokosjungspitze roh, aber auch gebraten essen, sie ist weiß, knackig und süß. Das speziellste Gericht daraus, welches man unbedingt probieren sollte, ist der Kokosjungspitzensalat mit Schweinefleisch und Garnelen.

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Foto: Privat

ch bin in der südwestlichen Region von Vietnam geboren, die auch Mekong-Delta genannt wird. Der Mekong ist ein großer Strom in Südostasien, der sechs Länder (China, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam) durchquert. In dieser Region mit ihren rustikalen und freundlichen Menschen gibt es eine besondere traditionelle Kultur und landestypische Küche, von der ich erzählen möchte. Wenn man bei uns vom Südwesten Vietnams spricht, denkt man sofort an die vielen Wasserstraßen, die der Landschaft ihre typische Gestalt verleihen. Dort würde sich niemand wundern, vor und hinter dem Haus einen Fluss zu sehen. Flüsse sind Leben, sind das „Einund-Alles“ der Menschen hier. Sie leben mit dem Fluss und der Flut. Der Fluss und die Flut ernähren die Menschen.

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ielleicht haben Sie Angst davor, einen Wurm zu essen, aber dies ist auch ein teures Gericht und schwer zu finden. Der Kokoswurm oder auch Kokosrüsselkäferlarve lebt im Kokosbaum und ernährt sich von den jungen Teilen der Kokospalmen. Man kann ihn nur finden, wenn Bäume gefällt werden. Typischerweise isst man Kokoswürmer roh mit Fischsauce, man kann sie aber auch braten oder frittieren. Es schmeckt fettig wie Kokosmilch. Ich weiß, dass nicht alle den Mut haben zu probieren. Ich gehöre auch dazu. Kokosmilch ist der wichtigste Teil der Kokosnuss, welche der südwestlichen Küche ihren großartigen Geschmack verleiht. Sie ist Teil aller typischen Gerichte dieser Region. Kokosmilch ist Kokosfleisch, das gerieben, mit Wasser vermengt weiß, milchig und fettig ist. Traditionell wird es zu Süßigkeiten, Getränken oder Dessertsuppen verwendet, wie zum Beispiel Banh Bò, Bá Ba oder Klebereiskuchen. Kokosmilch kann aber auch für herzhafte Gerichte, wie zum Beispiel Pfannkuchen, Curryente oder anderes benutzt werden.

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enn Sie die Chance haben, Vietnam zu besuchen, vergessen Sie den Südwesten des Landes nicht! Genießen Sie die wunderschöne Landschaft, die jahrhundertealte Kultur, die sympathische Bevölkerung und das wunderbare Essen, das es zu entdecken gilt.


Linh hồn ẩm thực miền Tây Nam Bộ Thảo Quyên

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iền Tây Nam Bộ Việt Nam, hay còn được gọi là Đồng Bằng Sông Cửu Long, là vùng đất nằm ở phía Tây Nam, Việt Nam, ngắn liền với con sông Mê Kông chảy dài qua sáu quốc gia (Trung Quốc, Lào, Myanma, Thái Lan, Campuchia và Việt Nam). Nơi đây có một nền văn hóa đặc biệt, một nền ẩm thực đặc trưng và những con người mộc mạc, dễ thương, dễ mến. Nói đến miền Tây, người ta nghĩ ngay đến sông nước, nơi mà thiên nhiên ban tặng cho những con sông, con kênh, rạch chằng chịt khắp mọi vùng. Ở miền Tây, sẽ không lạ gì khi thấy trước nhà là sông, sau nhà cũng là sông. Sông nước là cuộc sống, là cuộc đời của người dân nơi đây. Họ sống chung với sông, với lũ, sông nước nơi đây nuôi sống họ. Nhờ vào điều kiện khí hậu nhiệt đới, phù sa bồi đắp quanh năm đã giúp cho cây trái tốt tươi, cá tôm tràn đầy, hình thành nên một nền ẩm thực miền Tây đa dạng và phong phú. Điểm đặc trưng của ẩm thực nơi đây chính là „mùa nào ăn nấy“. Ở miền Tây có hai mùa rõ rệt, là mùa khô và mùa mưa (hay còn gọi là mùa nước nổi). Đến với miền Tây vào mùa khô, các bạn sẽ được thưởng thức những loại trái cây đặc biệt của miền nhiệt đới. Nhưng chỉ khi đến với mùa nước nổi của miền Tây, bạn mới cảm nhận hết sự phong phú và đa dạng của thiên nhiên ở vùng đất này (thường sẽ rơi vào tháng 8-9 âm lịch, và là tháng 9-10 dương lịch). Nhưng có một hương vị, tôi gọi đây là linh hồn của ẩm thực miền Tây Nam Bộ, vì bất kể mùa nào trong năm, hương vị này đều xuất hiện, và xuất hiện gần như ở tất các món ăn của người miền Tây, đó chính là dừa.

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hông giống như những loại cây trái khác, hay đặc sản khác, dừa là loại cây cho trái quanh năm. Người miền Tây khéo léo tận dụng hết những gì có của cây dừa để tạo thành các món ăn, mà chỉ khi đến với miền Tây Nam Bộ, người ta mới có thể thưởng thức được đúng điệu của những món ăn này. Từ nước dừa, cơm dừa, đọt dừa (củ hủ dừa), hay cả con sâu sống trong cây dừa (đuông dừa) cũng đều được mang đi chế biến để trở thành những món đặc sản của miền Tây Nam Bộ. Nước dừa được dùng làm giải khát, với gần chục loại dừa khác nhau, mang hương vị khác nhau; hay cũng được dùng để kho thịt, kho cá. Chỉ cần kho với nước dừa, để lửa rêu rêu, là không cần phải thêm nước màu cũng có được một màu vàng ươm ngon tuyệt. Phần lõi của đọt dừa được gọi là củ hủ dừa, được người dân miền Tây sử dụng như một loại rau củ. Đây là phần xa xỉ nhất của cây dừa, vì để lấy được củ hủ dừa, người ta phải đốn bỏ cả một cây dừa và chỉ để lấy phần lõi ngọn của nó, ngày xưa người miền Tây chỉ lấy củ hủ dừa khi trong nhà có khách quý đến, bây giờ ở trong các nhà hàng hay ở chợ cũng có bán củ hủ dừa, nhưng giá không hề rẻ. Củ hủ dừa có màu trắng, giòn, ngọt, có thể ăn sống, hoặc chiên, xào, nhưng món đặc biệt nhất từ củ hủ dừa mà bạn phải thử, đó chính là gỏi củ hủ dừa tôm thịt, món ăn mà bạn có thể thưởng thức được nguyên vị của củ hủ dừa.

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uối cùng đó chính là phần quan trọng nhất của dừa đã tạo nên hương vị tuyệt vời cho các món ăn miền Tây Nam Bộ, đó chính là nước cốt dừa. Người miền Tây đã khéo léo hòa quyện hương vị nước cốt dừa vào các món ăn, khiến cho hễ cứ ăn vào, là người ta nhớ ngay đến vùng đất này. Nước cốt dừa là phần cơm dừa được nạo ra, vắt lấy nước, có màu trắng đục, vị béo, bùi. Nước cốt dừa xuất hiện nhiều nhất ở các món bánh ngọt, món chè truyền thống của người dân miền Tây. Phải kể đến như: bánh bò, bánh ú, bánh đúc lá dứa, bánh chuối, … hay chè Bà Ba, chè chuối, chè khoai sọ, … tất cả đều có hương vị nước cốt dừa. Nếu như nước cốt dừa không không có trong thành phần chế biến, thì cũng trở thành một loại sốt để chan. Không chỉ xuất hiện trong các món bánh ngọt, nước cốt dừa còn xuất hiện cả trong các món ăn mặn thường ngày của người dân miền Tây Nam Bộ, như bánh xèo, cà ri vịt, … hay món cháo cá lóc đồng rau đắng mà thiếu nước cốt dừa thì cũng không „đúng điệu“.

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ếu bạn có dịp đến Việt Nam, thì đừng quên đến thăm miền Tây Nam Bộ của đất nước chúng tôi. Ngoài các món ăn đặc sản ra, thì cảnh vật, văn hóa và con người nơi đây cũng sẽ là những điều thú vị để cho bạn khám phá.

Experiment Rojava in Syrien

Film von Robert Krieg

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eit 2011 wird in Nordsyrien, in der Region Rojava an der Grenze zur Türkei, für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen gekämpft. Dort leben Kurden, Araber Aramäer und Syrer friedlich zusammen, seien es Muslime, Jesiden oder Christen. Es geht um Selbstverwaltung, Frauenemanzipation, Schutz und Beteiligung von Minderheiten und religiöse Toleranz. Diese hoffnungsvolle Entwicklung wird jetzt bedroht durch den völkerrechtswidrigen Angriff der türkischen Truppen und ihrer radikalen islamistischen Helfershelfer.

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obert Krieg, Soziologe und Dokumentarfilmer, lernt Menschen kennen, die das gesellschaftspolitische Experiment der Demokratie von unten tragen und voranbringen wollen. In der Kleinstadt Amude, die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt, begleitet er Sitzungen von Stadtteilkomitees, besucht eine Ladenkooperative und eine Textilmanufaktur. Besonders aktiv sind die Frauen, die ihre neu gewonnenen Rechte nutzen. Sie bringen sich einerseits politisch in der kommunalen Selbstverwaltung ein, wenn auch unentgeltlich. Andererseits werden sie wirtschaftlich unabhängig durch Arbeitsplätze, die sie selbst geschaffen haben. Noch steht vieles am Anfang und muss selbst erkämpft werden. Aber auch Männer bis hinauf zu den ehrwürdigen Älteren unterstützen sie, um gemeinsam dem Ideal einer Basisdemokratie näherzukommen. Der Film ist kostenlos zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=O3dA1Khn4jo Außerdem von Robert Krieg: Vier Kurzfilminterviews über Corona in der Provinz unter: https//vimeo.com/channels/1562008

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Foto: Robert Krieg

ó thể bạn sẽ sợ khi nghe đến việc ăn con sâu sống trong cây dừa, nhưng đây cũng là một món đắt tiền và khó tìm. Đuông dừa là một dạng ấu trùng, hình dạng giống như một con sâu non, thân mềm nhũng và có màu trắng sữa. Người ta chỉ tìm thấy đuông dừa ở những cây dừa đã bị chết và ngã gục xuống, vì đuông dừa rất thích ăn phần non của cây dừa, khoét sâu vào bên trong và ăn cho đến khi cây dừa úa tàn. Đuông dừa thường được ăn sống, chấm nước mắm tươi, hay tẩm bột chiên giòn. Đuông dừa đượt khen là có vị béo giống như sữa dừa, nhưng thật sự không phải ai cũng có can đảm để thử, bản thân tôi cũng không có can đảm đó. grenzenlos

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Impressum Herausgeber SOS-Kinderdorf Zwickau Mehrgenerationenhaus Kolpingstraße 22 Zwickau 08058

Vielen Dank für die Unterstützung durch

bei unserem Magazin für alte und neue Nachbarn in Zwickau, Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete, mit und ohne journalistische Kenntnisse.

Redaktion Khalid Sannaa Iman Khandash Hani Fard Pegah Khazeipoul Nicole Nazgol Farhadi Abdul Rahman Takleh Eugenia Varenko Elena Stepanova

Treffen jeden Mittwoch 16 bis 18 Uhr Mütterzentrum/Mehrgenerationenhaus Zwickau Kolpingstraße 22, 08058 Zwickau Kontakt: 0375 390250 oder magazin.grenzenlos@posteo.de Redaktion: grenzenlos

Koordination und Projektleitung Susanne Hartzsch-Trauer

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Journalistische Beratung Claudia Drescher

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Layout & Grafik Iman Khandash Satz und Druck Thomas Milverstädt, TMDESIGN Zwickau

Meeting Every Wednesday 4 to 6 pm

Bildnachweis Bei allen Fotos und Grafiken erfolgt die Urhebernennung direkt am Bild

! ‫دعوة لإلنضمام‬ ‫في مجلتنا للجيران القدامى والجدد‬ , ‫في زفيكاو‬ , ‫الالجئين وغير الالجئين‬ ‫بمعرفة صحفية أو بدون‬

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30 grenzenlos

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‫نجتمع كل يوم أربعاء‬ ‫ مساء‬6‫ إلى‬4 ‫من الساعة‬

Erscheinungsjahr April 2020 Kontakt Redaktion «grenzenlos»mz-zwickau@ sos-kinderdorf.de Telefon: +49(0)375 390250


Das Team von «grenzenlos« Khalid Sannaa

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ebt seit drei Jahren zusammen mit seiner Frau Iman in Deutschland. Der 34-Jährige ist studierter Elektroingenieur und stammt aus der syrischen Stadt Idlib.

Nicole Nazgol Farhadi

Iman Khandash

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ebt seit drei Jahren mit ihrem Mann Khalid in Zwickau. Die 30-Jährige kommt aus Aleppo, wo die Grafikdesignerin zuletzt an der Universität als Dozentin für Kunst tätig war. In Zwickau waren ihre Kunstwerke bereits in einer Ausstellung zu sehen.

Abdul Rahman Takleh

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Hani Fard

Pegah Khazeipoul

ebt seit zwei Jahren mit ihrem Mann in Deutschland und ist Architektin. Die 31 Jährige kommt aus Kanada, wurde aber im Iran geboren.

ebt seit drei Jahren in Zwickau und Leipzig. Der 28-Jährige stammt aus Damaskus, wo er Computeringenieurwesen studierte. Arbeitet jetzt bei DB Netz AG.

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Eugenia Varenko

Elena Stepanova

Lebt seit 9 Monaten in Zwickau. Sie schwimmt gerne und spaziert im Wald. Ihr Ziel: Sächsisch gut zu verstehen.

Schon fast ein Jahr in Zwickau, das ihr gefällt. In ihrer Heimat arbeitete sie als Dozentin für Zivilrecht an der Uni. Besonders liebt sie Chow-Chows.

Susanne Hartzsch-Trauer

Claudia Drescher

ebt seit siebzehn Monaten in Deutschland. Der 31-Jährige war in der iranischen Hauptstadt Teheran als Bauingenieur tätig.

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tammt aus dem Vogtland und lebt seit 1982 in Zwickau. Die 57-Jährige gründete 1991 zusammen mit weiteren Mitstreiterinnen das heutige Mehrgenerationenhaus des SOS-Kinderdorfs Zwickau.

ebt seit siebzehn Monaten in Deutschland. Die 33-Jährige ist studierte Elektroingenieurin, ihre Heimat ist die iranische Stadt Teheran.

S

tammt ursprünglich aus Zwickau und lebt seit 2009 wieder in der Stadt. Die 36-Jährige ist als freie Journalistin und Übersetzerin für die Sprachen Englisch und Portugiesisch sowie Texterin und Autorin als Autorin tätig. grenzenlos

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Foto: Abdul Rahman Takleh

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