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Alpenpost 5/2026

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Ausgabe Nr. 5 12. März 2026 50. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm. Lucius Annaeus Seneca

Der „König des Kulms“, ...

Wunschkonzert MK Kumitz Am Palmsamstag, 28. März, um 19.30 Uhr lädt die Musikkapelle Kumitz zum alljährlichen Wunschkonzert in die Mehrzweckhalle Knoppen. Die Moderation übernimmt Peter Gillesberger, a|s musikalische Gäste werden die „Hollerschnapszuzler“ begrüßt. Weitere Informationen unter www.mk-kumitz.at.

Buchpräsentation „Die Gaben des Wassers“

der Slowene Domen Prevc, dominierte beim letzten Weltcup in Tauplitz-Bad Mitterndorf die Konkurrenz, stellte – über alle seine Erfolge hinaus – mit dem allerletzten Sprung des Wochenendes den zehn Jahre alten Schanzenrekord seines Bruders Peter ein und erhöhte diesen um 1,5 Meter auf sagenhafte 245,5 Meter. Es war ein nordisches Sportfest der Superlative.

Gelungene Premiere und Schanzenrekord Das Kulm-Wochenende Ende Februar war für alle Sportbegeisterten eine äußerst gelungene Großveranstaltung, im Rahmen derer das Ausseerland sich prächtig präsentieren konnte. Neben einer mehr als gelungenen Premiere der Kombinierer, die erstmals auf einer Flugschanze reüssierten, wurde beim letzten Flug des Wochenendes der zehn Jahre alte Schanzenrekord geknackt. Den seit 16. Jänner 2016 geltenden Schanzenrekord von Peter Prevc auf 244 Meter pulverisierte nämlich niemand geringerer als sein jüngerer Bruder Domen Prevc, der sich – bei seinem allerletzten und entscheidenden Sprung – mit 245,5 Metern in die Geschichtsbücher eintrug. Das dreitägige Sportfest der Superlative begann am Freitag, als im Kompaktbewerb der Nordischen Kombinierer die Startreihenfolge für den 7,5 Kilometer langen Lauf erstmals auf einer Flugschanze ermittelt wurde. Die Kombinierer genossen den „Flugrausch“ sichtlich und der Tiroler Johannes Lamparter segelte nicht nur auf 236,5 Meter, sondern auch in die Herzen der Besucher. Leider reichten diese großartigen Leistungen nicht für den Sieg, denn beim Zielsprint musste sich

Johannes Lamparter um nur 0,1 Sekunden dem Finnen Ilkka Herola beugen. Im „normalen“ Format wäre Lamparter wohl schwer am Sieg zu hindern gewesen. Denn der 24Jährige, der bei Olympia insgesamt drei Medaillen gewonnen hatte, flog mit 236,5 m zu einer neuen Rekordweite für Kombinierer. Zwar griff er nach seiner Landung in den Schnee, holte sich aber dennoch souverän den Sprungsieg. Für den Kombinierer Lukas Greiderer war sein erster Flug gleichzeitig sein letzter, denn er zog sich nach dem Bewerb aus dem aktiven Wettkampfzirkus zurück. Mit einem 208,5-Meter-Flug war dies ein eindrucksvoller Schlusspunkt. Für die Kombinierer war der Abstecher auf eine Flugschanze ein Höhepunkt im heurigen Jahr und sie

sprachen sich dafür aus, dies hinkünftig beizubehalten. Auftritt der Spezialisten endete mit einem neuen Schanzenrekord Am Samstag war es wiederum ein Tiroler, der nur ganz knapp vom Sieg abgehalten wurde: Stephan Embacher. Ihm lag die Schanze heuer besonders und er konnte – trotz Problemen mit einem gebrochenen Schuh, der noch am Sprungturm behelfsmäßig geklebt wurde – auf 219,5 Meter segeln. Sein schärfster Konkurrent, Domen Prevc, schaffte es mit einem um zwei Luken verkürzten Anlauf auf 213,5 Meter. Das Siegertrio des ersten Bewerbs wurde durch Jonas Schuster, der bei 204,5 Metern landete, komplettiert. Fortsetzung auf Seite 16

Am Freitag, 20. März, um 19.30 Uhr lädt das E.I.K.E.-Forum im Woferlstall Bad Mitterndorf zu einer besonderen Buchpräsentation und einem anschließenden Dialogabend ein: „Die Gaben des Wassers“ mit Karin Hochegger. Der Abend startet mit einer Einführung durch die Autorin selbst und geht über in einen offenen Dialog über Wahrnehmung, Bedeutung und Schutz des Wassers. Musikalisch begleitet von Reinhard Köberl, moderiert durch Günther Marchner. Der Eintritt erfolgt auf Basis einer freiwilligen Spende, um den Austausch und die kulturelle Vielfalt im Woferlstall zu unterstützen. Um Sitzplatzreservierung wird gebeten.

Ein Sportfest der Superlative Dass man am Kulm wirklich geschichtsträchtige Sportbewerbe durchführen kann, wurde in den letzten Jahren schon mehrfach bewiesen. Durch die Premiere der Nordischen Kombinierer, die sich auf einer Flugschanze den Startvorsprung ausmachen, gewann der Kulm nun eine Facette dazu, die auf Wunsch der Sportler hinkünftig öfters schillern solle: Sie zeigten sich allesamt von dem Fluggefühl begeistert. Zu verdanken ist diese perfekte Visitenkarte des Ausseerlandes allen freiwilligen Helfern, die dazu beitrugen, dass die Bewerbe und die Logistik rundherum – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – so klaglos funktionierten. Dem gesamten Team rund um Christoph Prüller und Martin Hochrainer ist an dieser Stelle herzlich für den Erfolg zu gratulieren. EGO


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