Ausgabe Nr. 13 20. Juni 2024 48. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell
Mit dem Walter-Munk-Park, ... Fête de la Musique Am Freitag, 21. Juni, wird im Rahmen der „Kulturhauptstadt“ zum Tanz und zur musikalischen Unterhaltung im öffentlichen Raum geladen. Bis zur Drucklegung dieser Ausgabe konnte nur in Erfahrung gebracht werden, dass in Bad Mitterndorf ab 17 Uhr am Dorfplatz das „Ennstaler Frauenblasorchester“ unter der Leitung von Manuela Bründl wie auch die PopRock-Band „80 for 80s“ aufspielen wird. In Grundlsee wird um 11.30 Uhr die Volksschule beim Pavillon auftreten, wie auch die 3-Seen-Schifffahrt Muskianten einlädt, spontan zu musizieren. In den übrigen Ausseerlandgemeinden gibt es keine koordinierten oder organisierten Konzerte. Es könnte aber sein, dass Musikanten einfach aufspielen. In Bad Aussee wird definitiv nichts passieren, da man laut Martina Reischauer im Vorjahr von der Organisation „massiv enttäuscht“ wurde.
Fernsehmesse und 100-Jahr-Feier
... welcher am 15. Juni in Altaussee feierlich eröffnet wurde, wurde einem großen „Herzens-Altausseer“ ein sehr wertschätzendes Denkmal geschaffen. (V. l.): Künstler Carl Glowienke, Vzbgm. Stefan Pucher, Wolfgang Gasperl, Mary Munk, Erwin Heine, Bgm. Gerald Loitzl und der Generalkonsul der Republik Österreich in Los Angeles, Michael Postl, bei der Eröffnung.
Altaussee hat nun einen Walter-Munk-Park Der ehemalige Seepark wurde in tief empfundener Anerkennung für die Leistungen des „Einsteins der Ozeane“, Walter Munk, diesem gewidmet. Mit einem gelungenen Festakt wurde die Neuadaptierung des Parks, der nun über Informationstafeln, eine sehenswerte Bronzeplastik mit der Topographie des Altausseersees samt umliegender Bergwelt sowie einen vom Kindergemeinderat geplanten und umgesetzten neuen Kinderspielplatz verfügt, im Beisein zahlreicher Festgäste gefeiert. Vorangegangen war der Feier ein spannender Informationsabend am Vortag, bei dem die aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten der Erforschung des Altausseersees nach modernsten Maßstäben erläutert und Ergebnisse daraus präsentiert wurden. Eine vielköpfige Delegation war extra zu diesem Anlass aus Kalifornien (USA) angereist, um dieser Feierstunde beiwohnen zu können. Darunter auch die Witwe des im Februar 2019 verstorbenen Ozeanographen, Geophysikers und Instituts-
gründers Walter Munk. Nach dem Einzug der Salinenmusikkapelle war es für Bgm. Gerald Loitzl sichtlich erfreulich, die zahlreichen Gäste im gelungenen Walter-MunkPark begrüßen zu dürfen, darunter eben Mary Munk samt Familie und Mitarbeiter der „Walter Munk Foundation for the Oceans“ und den Generalkonsul der Republik Österreich in Los Angeles, Michael Postl. Walter Munk war ja maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Aliierten beim sogenannten „D-Day“ verzögert an Land gingen, denn zum
ursprünglich geplanten Zeitpunkt wäre die Dünung der Wellen zu hoch gewesen und hätte noch mehr Soldaten das Leben gekostet. Irgendwie hatte man auch am vergangenen Samstag das Gefühl, dass Walter Munk seine Finger im Spiel hatte, denn obgleich mehrfach Gewitter und Regenschauer für Altaussee prognostiziert wurden, behielten die Wolken wie von Zauberhand ihr Wasser und die Feier konnte wie geplant über die Bühne gehen. Fortsetzung auf Seite 3
Am Samstag, 22. Juni, wird um 19.30 Uhr zu einem großen Jubiläumskonzert „100 Jahre Frauenchor“ in das Kurund Congresshaus geladen. Ab 16 Uhr wird es „begehbare Konzerte“ an drei Plätzen in Bad Aussee geben. Tags darauf, am Sonntag, 23. Juni, wird im Rahmen der Sonntagsmesse in der Pfarrkirche St. Paul zu Ehren des Langzeitchormeisters Franz Reichhold dessen Messe „Hosanna in der Höhe“ gebracht, die von „ServusTV“ übertragen wird.
Wahrnehmungsproblem „Alles, was wir machen, ist voll, bummvoll“, meinte kürzlich die künstlerische Leiterin der „Kulturhauptstadt“, Elisabeth Schweeger, im Interview. Durchaus: Wenn man die Eröffnung der „Narzissenpost“Litfaßsäule mit einem Dutzend Interessierten neben der Feuershow von „Gilbert“ im Kurpark macht, sind es plötzlich 150 Besucher ... Aber ernsthaft: Es gibt Veranstaltungen, die gut besucht sind, und es gibt abgesagte und sehr schlecht besuchte Veranstaltungen der „Kulturhauptstadt“, weil die Kommunikation und Ankündigung notorisch zu wünschen übrig lässt. Alles andere sind „alternative Wahrheiten“ und einem derartigen Format nicht würdig. EGO