Ausgabe Nr. 12 18. Juni 2026 50. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Die guten Leute sind, wenn wir etwas darüber nachdenken, immer glückliche Menschen. Ernest Hemingway
Einen interessanten Einblick ...
Musikalische Almpartie Der Ausseer Frauenchor und der Männergesangsverein „Liedertafel“ laden am Freitag, 19. Juni, um 19 Uhr im Veranstaltungssaal Altaussee zu einer musikalischen Almpartie unter dem Titel „Über Berg und Tal“. Als musikalische Gäste werden die „Kreuzsaiten Musi“ sowie die „MSTanzlmusi“ erwartet. Die Gesamtleitung hat Hans Jandl inne, durch den Abend führt Michaela FischerPernkopf. Einlass mit Sektempfang ab 18 Uhr. Eintritt: freiwillige Spende.
Loser-BergpreisRevival Der Ausseerland Motor Veteranen Club (AMVC) lädt am Samstag, 20. Juni, zum Loser-Bergpreis-Revival. Dabei sind Fahrzeuge bis zum Baujahr 1960. Gefahren wird der Preis als Gleichmäßigkeitsbewerb. Ab 11 Uhr Richtzeitlauf; weitere Läufe um 13 und um 15 Uhr. Bisher sind 80 herrliche Klassiker angemeldet. Für Speis und Trank ist gesorgt, Besucher sind herzlich willkommen. Eintritt ist frei.
Ausseer Gespräche Vom 25. bis 27. Juni finden – organisiert von Irmtraud Fischer – wieder die „Ausseer Gespräche“ unter dem Titel „Wie un/abhängig ist Europa“ statt. Die Veranstaltungen sind kostenlos zu besuchen und Interessierte sind herzlichst willkommen. Das gesamte Programm unter: https://tinyurl.com/agespr2026
Fatale Situation
.... in unsere Region vor über hundert Jahren bietet dieses Foto von Konrad Mautner von der „Gößler Alm“ mit dem Grundlsee gegen den Sarstein, Zinken, Ressen und Dachstein (v. r.).
Narzissenfestverein-Vorstand kündigte Rücktritt für September an Knalleffekt bei der Nachbesprechung zum heurigen Narzissenfest am 9. Juni: Obmann Rudi Grill gab bekannt, im September zurückzutreten – und der gesamte Vorstand entschloss sich, in diesem Falle ebenfalls zurückzutreten. Was für viele überraschend ist, zeichnete sich in den letzten Monaten und Wochen verstärkt ab. Beobachter orten in veritablen Dissonanzen mit dem Tourismusverband Ausseerland Salzkammergut wie auch in der enormen Arbeitsfülle für die Ehrenamtlichen den Grund für den Rücktritt. Bis September soll eine neue Führung gefunden werden. Nachdem die „Manöverkritik“ zum heurigen Narzissenfest in Bad Aussee, bei dem man mit rund 10.000 verkauften Karten hinter den Erwartungen bzw. den wirtschaftlich notwendigen Stückzahlen zurückblieb, professionell und mit allen Verbesserungsvorschlägen für die nächsten Jahre abgearbeitet worden war, überraschte der gesamte Vorstand mit der Meldung, geschlossen zurückzutreten. „Unter den gegebenen Umständen ist es mir nicht mehr möglich, den notwendi-
gen Einsatz für das Gelingen des Festes zu erbringen“, so Rudolf Grill auf Nachfrage über dieses wohl beispiellose Ereignis in der 66-jährigen Erfolgsgeschichte des Narzissenfestes. Diese etwas vage Formulierung konnte im Zuge von Hintergrundrecherchen etwas konkretisiert werden. Anscheinend gibt es schon länger anhaltende Spannungen und Verwerfungen mit dem Tourismusverband. So sollen Unterstützungen für das Narzissenfest in den letzten Jahren sukzessive zurückgefahren
worden sein, zudem verlief die Kooperation nicht mehr so friktionsfrei wie früher. „Unter diesen Umständen kann man nicht weiterarbeiten“, wie es ein Vorstandsmitglied ausdrückte. Diesem Vorwurf kann Pamela Binder vom Tourismusverband Ausseerland Salzkammergut nichts abgewinnen: „Weder gab es weniger Unterstützung finanzieller oder anderer Natur noch gibt es irgendwelche Zerwürfnisse. Wir abeiten doch alle an Fortsetzung auf Seite 3 einem Ziel.“
Mit dem geschlossenen Rücktritt des Vorstands des Narzissenfestvereins wurde ein Kapitel aufgeschlagen, welches für das Ausseerland sehr beschämend werden könnte. Von unseren Vätern und Vorväter haben wir ein Fest geschenkt bekommen, um welches uns alle Regionen Österreichs mitsamt ihren Touristikern beneiden. Ein Fest in der Vorsaison, welches Betten füllt und so bekannt ist, dass das Ausseerland unweigerlich damit verbunden wird. Ohne dieses Fest wäre die wirtschaftliche Situation in der Region noch prekärer, als sie so schon ist. Jeder muss für sich entscheiden, inwieweit er oder sie das Narzissenfest unterstützt; es darf jedoch angemerkt werden, dass es äußerst kurzsichtig ist, diesem „warmen Regen“ für das Ausseerland – aus welchen Gründen auch immer – nicht aufgeschlossen gegenüberzustehen. Einige erinnern sich bestimmt noch an die Situation in Mariazell, von wo aus das Narzissenfest nach Querelen bei der Organisation in den 1950er Jahren ins Ausseerland wanderte... EGO