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Alpenpost 12/2024

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Ausgabe Nr. 12 6. Juni 2024 48. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Kunst kann nicht modern sein; Kunst ist urewig. Egon Schiele

Ein stolzer Gockel ...

... namens Martin beeindruckte mit seiner prächtigen Erscheinung am meisten und gewann somit die Wertung des Narzissenfestes. Thomas Feldhammer und Franz Loitzl konnten sich erneut über den Sieg freuen.

Wetter(un)glück beim 64. Narzissenfest Eigentlich wäre ja Altaussee dafür bekannt, dass das Wetter beim größten Blumenfest Österreichs Kapriolen schlägt, dieses Mal war es jedoch auch in Grundlsee spannend, ob das Wetter wohl ein unbeschwertes Fest zulasse. Schon zu Beginn, beim Narzissenlauf in Altaussee, öffnete der Himmel – pünktlich zum Startschuss – seine Schleusen. Auch der Freitag und der Samstag können eher als „vorteilhaft für das Pflanzenwachstum“ beschrieben werden denn als Kaiserwetter. Der Sonntag entschädigte dann aber für die vorangegangenen Tage und so konnten bei bedecktem Himmel und ohne Hitzekollaps die wunderschönen Figuren bewundert werden. Und am Ende war doch alles wieder gut, denn der Narzissenfest-Sonntag, zu dem die Besucher in Massen an den Grundlsee strömten, war wirklich eine Entschädigung für die vorangegangenen Tage. Die meteorologischen Dienste überboten sich im Vorfeld gegenseitig an Prognosen nassester Natur. Bis auf Samstag waren die Tage jedoch eher durchzogen und die Gäste wie auch die Veranstalter und Organisatoren des Rahmenprogramms nahmen die kurzen Regengüsse gelassen hin. Auch was die Narzissen anbelangte, trat die medial breitgetretene „Narzissennot“ nicht ein, da – wie alle

Jahre – die Blüte in den verschiedenen Höhenlagen von 700 bis 1.200 Metern unterschiedlich einsetzte und so genügend Narzissen vorhanden waren. Dass man sich mit diesem Thema beschäftigt, zeigte ein „GalaAbend der Narzisse“ (siehe Seite 25). Die 20 Korsoteilnehmer durften sich jedoch über eine von der Jury herabgesetzte Narzissendichte freuen und es war ihnen somit erlaubt, auch andere Blüten zu einem höheren Prozentanteil als sonst zu verwenden. Die „Ein-Ort-Politik“ ist mit dem letzten Fest in Grundlsee nun einmal in allen Ausseerlandgemeinden durch-

gespielt worden und gibt den Veranstaltern recht: Die Transferkosten der Besucher hielten sich im Rahmen und die Verkehrsströme konnten viel besser geleitet werden. Normalerweise ist ein „Regenfest“ meistens von einem Budgetdefizit begleitet. Heuer scheint jedoch das Team rund um Obmann Rudi Grill auch mit dieser „Tradition“ gebrochen zu haben, denn mit rund 15.000 Besuchern, davon 10.000 mit Eintrittskarte, dürfte sich wohl eine große, schwarze Null ausgehen. Die einzigen Variablen sind drei Posten, die im Budget nicht absehbar waren. und erst verrechnet werden müssen.

Mit allen Wassern gewaschen Als ich die meteorologischen Horrornachrichten zum Narzissenfest-Wochenende in den diversen Nachrichtenkanälen verfolgte, wurde mir Angst und Bange, denn wirtschaftlich ist das Narzissenfest immer wieder unter Druck, wenn das Wetter nicht passt. Trotz der Prognosen und dem verregneten Samstag hat das Komitee rund um Obmann Rudi Grill anscheinend vieles richtig gemacht, denn am Sonntag „wuzelten“ sich die Leute bunt und gut gelaunt über die Seeklausbrücke, um die wunderbaren Korsofiguren aus nächster Nähe bewundern zu können. Ihr seid eben „mit allen (Regen-)Wassern EGO gewaschen“ – Gratulation!


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