Ausgabe Nr. 5 29. Februar 2024 48. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken. Samuel Johnson
So fragil die Natur auch wirkt ...
Herzliche Einladung zur
HAUSMESSE 2024
15.März 12 – 19 Uhr
16.März 9 – 17 Uhr
2Rad Unterberger Bad Ischl Motorrad Neuheiten Schnäppchenmarkt Leckere Speisen + Getränke Wir freuen uns auf Sie!
Josefisingen in Bad Aussee
... Blumen, wie Leberblümchen, trotzen selbst kurzen Wintereinbrüchen.
Berührende Gedenkfeier zum 40. Todestag von Karl Amon und Alois Mayrhuber Genau vier Jahrzehnte nach dem furchtbaren Raubüberfall mit zwei Todesopfern wurde am 23. Februar im Rahmen einer würdigen, wertschätzenden und berührenden Gedenkfeier unter großer Beteiligung der Bevölkerung Kränze der beiden im Dienst ermordeten Beamten gedacht. Das Marterl beim Bahnhofvorplatz leuchtete neu geschnitzt und mit frischen Blumen versehen, als bei strömendem Regen die Ehrenformation des Polizeikurses „Alois Mayrhuber“ links und rechts davon Aufstellung nahm. Das Gedenken an im Dienst zu Tode gekommener Kameraden wird beim Bundesministerium für Inneres groß geschrieben und es wird ihnen ein bleibendes Andenken bewahrt. Davon zeugt nicht nur eine Marmortafel im Innenhof der Landespolizeidirektion Straßganger Straße in Graz, auf welcher alle im Dienst umgekommenen Kollegen vermerkt sind, sondern manifestiert sich auch darin, dass Ausbildungskurse nach berühmten Exekutivbeamten benannt werden. So auch jener E2a-Kurs, der die besagte Ehrenformation stellte. Darunter
der Bad Mitterndorfer Raphael Rodlauer, der in Graz seinen Dienst versieht. Eine Fahnenformation und eine Formation aus heimischen Polizistinnen und Polizisten hatte Aufstellung genommen, bevor Oberstleutnant Gernot Sattler als Kommandant an Landespolizeidirektor Gerald Ortner Meldung machte und zu den Klängen eines Quintetts der Polizeimusik die Gedenkfeier ihren Anfang nahm. „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“ – mit diesem Zitat von Albert Schweitzer sprach Abteilungsinspektor und „Zeremonienmeister“ Reinhard Gartner das aus, was sich am Bahnhofvorplatz anhand der unzähligen GedenkfeierBesucher widerspiegelte. Neben den
Familien der damaligen Opfer und Jürgen Schraml, der den Täter damals mit einem durchreisenden Postbeamten aus Gleisdorf verfolgte und überwältigte, waren Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher, die Abgeordnete zum Nationalrat, Corinna Scharzenberger, die Abgeordnete zum steirischen Landtag, Michaela Grubesa, die Bürgermeister der Ausseerland-Gemeinden, viele Gemeinderäte sowie unzählige Wegbegleiter, Freunde und Einwohner des Ausseerlandes, die sich mit den beiden verbunden fühlen, gekommen, um ihre Wertschätzung auszudrücken. Der damals angeschossene Zeitzeuge und Chauffeur des Geldtransporters, Alois Hütter, konnte krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. Fortsetzung auf Seite 5
Am Samstag, 16. März, wird um 20 Uhr zum gleichermaßen beliebten wie auch traditionellen Josefisingen der „Ausseer Bradlmusi“ ins Kur- und Congresshaus Bad Aussee geladen. Musikalische Gäste sind heuer die Strassner Påscher, der „Zeitlång G’sång“ und die „Zeitlång Musi“. Die verbindenden Worte wird Franz Gumpenberger finden. Karten gibt es im Kulturreferat der Stadtgemeinde Bad Aussee, den Infobüros des Tourismusverbandes Ausseerland Salzkammergut und online unter www.kultur.ausseerland.at
Am Scheideweg Als Tourismusregion steht das Ausseerland vor richtungsweisenden Entscheidungen. Die Anforderungen ändern sich, die Gäste suchen neue Gründe und Geschichten, um in eine Region zu kommen. Was sie suchen ist eine möglichst intakte Natur, was sie sicher nicht suchen sind „Buy-tolet“-Wohnburgen, unbestellte Felder und eine „Un-Kulturlandschaft“. Beides steht uns im Ausseerland ins Haus. Das Eine bedingt durch eine verfehlte Raumordnung, das Andere durch das (Kleinst-)Bauernsterben. Kurzfristiges Denken ist in beiden Fällen desaströs und wird unseren Kindern auf den Kopf fallen. Denn unsere Landschaft ist unwiederEGO bringlich.