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Alpenpost 05/2023

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Ausgabe Nr. 5 9. März 2023 47. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14tägig – Preis: € 2,Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: „In nuce. – Aufgabe von Kunst heute ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen.“ Theodor W. Adorno

Bleeeeeeeeß! ...

20. Schneerosenball in Tauplitz

Schon zum 20. Mal lädt der ÖKB Tauplitz zum „Schneerosenball“ ein. Bei der Jubiläumsveranstaltung am Samstag, 11. März, ab 20 Uhr an seinem Stammplatz im Familienund Sporthotel Hechl geht es wie immer um gute Laune, ums Tanzen und darum, Freunde zu treffen. Für gute Unterhaltung sorgt die Magieund Zaubershow von „Alpenzauberer“ Thomas Raunigg für die Mitternachtseinlage und ein Tombola-Hauptpreis von Sport Scherz im Wert von € 500,-.

Alle Jahre wieder...

... So tönte der Schrei der Kinder und Jugendlichen, um sich mit den Bleß zu messen. Eine nicht mehr wegzudenkende Faschingsgestalt, die der Überlieferung nach den Winter verkörpert und sich unter dem Druck der Kinder aus dem Ort zurückzieht. Foto: J. Nister

Ein Fasching wie damals Was haben wir in der Zwangspause während der Pandemiejahre gelitten, dass kein ordentlicher Fasching im Ausseerland gefeiert werden konnte. Doch drei Jahre nach dem Ausbruch der Pandemie scheint auch der Fasching wieder an die alte Tradition anzuknüpfen und im ganzen Ausseerland wurden die „heiligen drei Faschingtage“ gebührend und ausgelassen gefeiert.

Der Faschingsonntag präsentierte sich stark verregnet und mit Sturm garniert, sodass sehr viele Faschingsveranstaltungen vom Freien in überdachte Objekte verlegt wurden, wie der Umzug in Altaussee, der dann in ein gemütliches Beisammensein im Rüsthaus umgewandelt wurde, wie auch das Maschkeraschlittgoasreitn in Strassen wetterbedingt in Form eines Stationenbetriebes im Rüsthaus der Strassner Wehr abgehalten wurde. Dafür strahlten dann am Faschingmontag und -dienstag die Maschkera mit der Sonne um die Wette. Die Trommelweiber am Montag hatten schon Kaiserwetter, wenn es auch

etwas kühl war. Das Stadtzentrum in Bad Aussee füllte sich mit Besuchern und neben den Markter Trommelweibern waren sehr viele Maschkera zu sehen. Übertroffen wurde das Ganze dann am Dienstag: So viele Menschen waren schon seit Jahren nicht mehr zu sehen. Strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Tempe raturen und alle Brauchtumsfiguren wie auch unzählige Maschkera mit großartigen und phantasievollen Kos tümen waren dabei zu sehen. Wäh rend die Flinserln um 14 Uhr ihren Zug vom Gasthof „Blaue Traube“ aus starteten, hatten die Unterkainischer Trommelweiber schon eine gehörige Wegstrecke am Buckel und einiges an

„Wegzehrung“ getrunken, bevor sie gut gelaunt gleich sechs neue Trommelweiber in ihren Reihen begrüßen konnten. Die Bleß tobten mit den Jugendlichen im Kurpark um die Wette und die Maschkerafischer sahen für ihre hundert Jahre erstaunlich frisch aus. Als dann im gleißenden Sonnenlicht der Flinserltanz am Kurhausplatz abgehalten wurde und die Kostüme jede DiscoKugel in den Schatten stellten, blieb wohl kein Fotoapparat unbenutzt. Schön, dass der Fasching wieder so ausgelassen gefeiert werden konnte. In einer Zeit, in der permanent von „Krisen“ gesprochen wird, tat dies sichtlich wohl. Fotos ab Seite 22.

Getränkedosen und -flaschen jeglicher Art und Farbe, Plastikverpackungen, Zigarettenschachteln und -filter, ja sogar Gewand findet man jetzt, da der wenige Schnee des Winters sich entgültig aus den Straßengräben verflüssigt hat, neben den Hauptund Nebenverkehrsrouten zuhauf. Ich frage mich immer wieder, was sich Personen den ken, die ihren unverrottbaren Müll einfach aus dem Autofenster werfen. Vielleicht sind sie so mit dem Fahren beschäftigt, dass die Kapazität ihres Zentralnervensystems nichts mehr verarbeiten kann und der Mist automatisiert rausgeworfen wird? Vielleicht ist es aber auch nur eine Arroganz und Ignoranz gegenüber den Mitarbeitern der Straßenverwaltung und der Bauhöfe der Ausseer landgemeinden. Sie sind es nämlich, die unseren Mist wegräumen müssen – säckeweise sammeln sie diesen für uns ein, weil wir als wohlstandsverwahrloste Zivilgesellschaft nicht in der Lage sind, auf das zu achten, was unsere Lebensgrundlage bildet: eine unverbrauchte Landschaft. Schade, dass der Horizont oftmals nicht über die Kühlerhaube hinausreicht. EGO


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