Ausgabe Nr. 4 23. Februar 2023 47. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14tägig – Preis: € 1,80 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Die besten aller Heilmittel sind die Ruhe und das Fasten. Benjamin Franklin
Gemeinsam feiern…
Palmen im Ausseerland?
Unter diesem Titel wird am Freitag, 24. Februar, ab 19 Uhr, im Kur- und Congresshaus Bad Aussee vom Verein „Biosphärenpark Dachstein – Salzkammergut – Totes Gebirge“ zu einer Diskussionsveranstaltung zur Frage „Wie gehen wir in der Region mit der Klimakrise um?“ geladen. Nähere Informationen auf Seite 6.
Tradition fortgeführt! Am Faschingsonntag feierten die Maschkera-Fischer ihr hundertjähriges Bestandsjubiläum, wie auch die Haas-Maschkera-Musi ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum feierte.
Turbulenter Fasching im Ausseerland Das frühlingshafte Wetter machte es den Narren leicht, verrückt zu sein: Man musste nicht frieren, selbst wenn es etwas luftigere Kostüme waren. Mit mehr als 12 Grad Celsius schickte der Frühling seine ersten Grüße ins Ausseerland, während dort der Fasching wie gewohnt gefeiert wurde.
Der Freitag zeigte sich noch von der verregneten Seite, aber schon in der Nacht zum Samstag konnten in der Nacht über 12 Grad Celsius (!) gemessen werden. Damit einherging ein größerer Luftmassen wechsel, der für starke Winde sorgte, die wiederum das Eis, welches am Grundlsee gerade dazu bereit war, begangen zu werden, vollkommen zerlegte. Binnen weniger Stunden war das Eis am Grundlsee für heuer erneut Geschichte. Die Sonne strahlte wie im April und viele Maschkera waren kurzärmelig unterwegs. In der Nacht zum Sonntag lebte dann der Sturm erneut auf, brachte jedoch zahlreiche Regen schauer mit sich, die im Laufe des Sonntags immer ungemütlicher wur-
den. Betroffen davon waren auch die Feierlichkeiten der „MaschkeraFischer“, die ihr hundertjähriges Ju biläum gemeinsam mit der HaasMaschkera-Musi (50 Jahre) feierten. Auf der Terrasse des Restaurants „s’Johann“ fanden sich neben Bgm. Franz Frosch noch zahlreiche Gratulanten ein: So waren Delegationen der Fleckerl, Bleß, Flinserl, Trommelweiber, Arbeiterflinserl, der gesamte Eselsbacher Faschings club, der übrigens sein 45-jähriges Bestandsjubliäum feierte, und die Hexen, die seit 25 Jahren Aussee verzaubern, anwesend. Stefan Pehringer, ebenfalls Maschkera-Fischer, führte gekonnt und gewohnt eloquent wie auch launig durch das Festprogramm, bei dem
die Anwesenden ihr Fett wett bekamen. Nachdem – dem Anlass geziemend – gleich zwei neue Maschkera-Fischer (Albin Preßl und Harald Gaisberger) mit allem Prozedere aufgenommen wurden, nahmen die Maschkera-Fischer die Huldigungen der anderen Gruppen entgegen – meist in geistvoller Form. Oberfischmoaster Charly Ruppe verteilte Erinnerungsmedaillen und konnte seine Freude kaum fassen. Alles Gute und Petri-Heil! Hinweis: Aufgrund der Drucklegung dieser Ausgabe am Morgen des Faschingmontags konnten nicht alle Ereignisse in dieser Ausgabe berücksichtigt werden. Diese werden verlässlich in der Ausgabe Nr. 5/2023 abgebildet.
Die beiden traditionsreichsten Bälle im Ausseerland, der Schützenball der Grundlseer Schützen, der am Samstag vor Fasching stattfindet, und – eine Woche später – der „Steirerball“ des Großen Streichorchesters der Bürgermusikkapelle, konnten nach zwei Jahren Zwangspause endlich wieder durchgeführt werden. Sehr zur Freude der tanzwilligen Paare und Ballgänger, die diese Veranstaltungen auch im hohen Ausmaß frequentierten. Es war eine Freude, mitanzusehen, mit welcher Begeisterung an eine alte Tradition angeknüpft wurde. Es wäre nämlich ein Einfaches gewesen, die Pandemiepause als Anlass zu nehmen, mit alten Traditionen zu brechen und „umzustrukturieren“, wie in vielen anderen Bereichen der Umstand der Pandemie als Ausrede dafür herhalten muss, wenn etwas nicht mehr gemacht wird. Schön, dass die beiden Veranstalter sich dazu entschlossen haben, diese Erfolgsgeschichten weiterzuschreiben!