nota bene pflege & mehr
Möge der neue Tag dir den Blick für die Schönheit der Welt schärfen (Irischer Segenswunsch)
6. Jahrgang | 1. Ausgabe | April 2019 | € 5,00
Inhalt 03 04 06 07 08
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Editorial Grußworte von Anneli Zenker und Manfred Preuss Naturheilkunde Sebastian Kneipp – mehr als ein „Wasserdoktor“ (Teil 2) Johanneshaus Bad Liebenzell-Monakam Ein ganz besonderes Erlebnis Gewaltfreie Kommunikation Macht in Institutionen, Gesellschaft und Familie Bad Wildbad Interview mit Stefanie Dickgiesser Noch viele ungenutzte Potentiale Frühlingsspaziergang Am romantischen Monbach entlang ins Nagoldtal Herrenalber Gebetbuch Das berühmte Herrenalber Gebetbuch ist zurück Ernährung Ei, Ei, bald ist die Fastenzeit vorbei … Ernährungsberatung in der MHT Ernährung als Lebensstil Bad Liebenzell Quelle neuer Lebenslust Literatur Der Altenpfleger und die große Welt der Literatur Musik Barocke Frühlingsgefühle Ergotherapie Gesundheit durch Betätigung Pflegepolitik Bundesregierung muss qulifizierte Zuwanderung organisieren Reform des Pflege-TÜV Natur und Heilkunde Bärlauch und Knoblauch
Terminvorschau 11. GeriatrieForum der Johannesklinik Bad Wildbad 15. Mai 2019 Forum König-Karls-Bad, 75323 Bad Wildbad (gesondere Einladung erfolgt)
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Impressum Herausgeber: MHT Gesellschaft für soziale Dienstleistungen mbH Hochwiesenhof 5–10 75323 Bad Wildbad www.mht-dienstleistung.de www.johanneshaus-bad-wildbad.de www.johannesklinik-bad-wildbad.de www.johanneshaus-bad-liebenzell.de Redaktion: Gabriele Pawluczyk | Martin Kromer | Wolfgang Waldenmaier gabriele.pawluczyk@monacare.de Grafische Umsetzung: Dagmar Görlitz kontakt@goerlitz-grafik.com Drucktechnische Umsetzung: Karl M. Dabringer dabringer@gmx.at Auflage: 3.000
Editorial
Editorial Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern. Wilma Thomalla
Liebe Leserinnen und Leser unserer nota bene Dies zeigt sich gerade in der der Natur. Wir haben Frühling und stehen kurz vor dem Osterfest. Die Natur verändert sich. Wir freuen uns über die ersten Farben der Frühlingsblumen nach dem Grau des Winters. Aus den Zwiebeln schlummernd im Erdreich, sprießen wundervolle Frühlingsblumen und erfreuen uns mit Ihrem frischen Grün, ihren Düften und der Farbenvielfalt. Die innere Veränderung bringt Leben hervor – eine Blume bunt und schön – die ansonsten so graue und triste Wintererde erwacht zu einer frischen grünen und bunten Vielfalt. Wir werden hingerissen zu dem Ausspruch: Oh wie schön. Endlich wieder Farben, endlich wieder Leben. Diese bunte Vielfalt und Lebendigkeit wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Vielleicht erspüren Sie in dem einen oder anderen Artikel etwas von dieser Vielfalt, etwas von dieser Lebendigkeit – lassen Sie sich überraschen – nota bene – wohlbemerkt! Ihre Anneli Zenker Geschäftsführerin MHT
nota bene pflege & mehr
Zum Geleit Die Tage werden länger, Sonne und Wärme setzen sich gegen das Nassgrau des Winters durch – es wird Frühling. Und man sieht es auch in den Gesichtern der Menschen. Es wird wieder mehr gelacht. Lachen hat in dieser Jahreszeit Tradition. In den überwiegend katholischen Gebieten gab es den alten Brauch des Osterlachens. Auch wenn die Kanzel fast zur Bühne wurde, weil der Pfarrer seine Schäflein zu Beginn der Predigt durch Witze oder lustige Verse zum Schmunzeln oder gar zum Lachen brachte, so lag der tiefere Sinn wohl darin, die Auferstehungsfreude auszudrücken. Der Zusammenhang mit Ostern lag auf der Hand: Christus ist auferstanden, dem Teufel ist dabei das Lachen vergangen. Diese kirchliche Gewohnheit entstand im Mittelalter. Besonders in Bayern war das „Ostergelächter“ bis ins 19. Jahrhundert hinein weit verbreitet. Mitunter erzählte der Pfarrer auch ein paar drollige Geschichten oder Anekdoten, die dann als „Ostermärlein“ bezeichnet wurden. Eine kleine Kostprobe: Der Papst besucht zum ersten Mal eine Sauna und ist begeistert: „So gut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Das machen wir morgen gleich noch einmal.“ Worauf ihm ein Würdenträger ins Ohr flüstert: „Eure Heiligkeit, morgen geht‘s nicht, da ist gemischte Sauna.“ Darauf der Papst: „Das macht doch nichts. Mit den paar Protestanten werden wir auch noch fertig.“ Heute entdecken manche Gemeinden das Osterlachen wieder. Und so fordern Predigten in Versform und Witze dazu auf, sich selbst, die eigene Kirche und alles, was allzu wichtigtuerisch daherkommt, auch mal mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Zwinkern wir ruhig mal mit. Frohe Ostern. Manfred Preuss GlobalConcept.Consult AG
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Naturheilkunde
Sebastian Kneipp– mehr als ein „Wasserdoktor“ Teil 2
Die 5 Elemente der Kneipp-Therapie Wasser „Die besten Gesundheitsmaßnahmen sind die, die Stärkendes auch spüren lassen.“ Es ist dieses natürliche Heilmittel, das Sebastian Kneipp den Beinamen „Wasserdoktor“ eintrug und das er tatsächlich als wichtiges Fundament für ein gesundes Leben betrachtete und verwendete. Am bekanntesten ist wohl das Wassertreten, bei dem man wie der sprichwörtliche Storch im Salat durch fast kniehohes Wasser im Becken o.ä. schreitet. Aber auch Waschungen und Güsse – heiß, kalt oder wechselnd und je nach Bedarf an unterschiedlichen Körperstellen im Einsatz – haben heilende und vorbeugende Wirkung auf den gesamten Organismus. Kneipp entwickelte all diese Anwendungen und kombinierte sie. Seine scharfe Beobachtungsgabe und ein stetig wachsendes medizinisches
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und seelsorgerisches Wissen brachten ihm umfassende Erfahrung und sehr viel heilerischen Erfolg ein. Kneipp hat glücklicherweise viele seiner Fälle und Therapien dokumentiert. Er unterteilte die Wassertherapie in drei Kategorien: 7 Sanfte Reize wecken die Lebenskräfte 7 Mittlere Reize stärken die Lebenskräfte 7 Allzu starke Reize schaden nur, denn sie schwächen den Organismus Grundsätzlich stärken Wasseranwendungen die Abwehrkräfte und das vegetative Nervensystem, sie wirken harmonisierend auf alle Systeme im Körper und fördern die seelische Gelassenheit. Das Wasser heilt aber nicht nur durch Temperaturwirkung, sondern es ist auch wichtiger Träger für die Wirkstoffe von
Heilpflanzen. Ob als Pfefferminztee für die Stärkung von innen oder mit Badezusatz für die Behaglichkeit, ob Urelement etwa beim Aqua-Jogging – Wasser ist eigentlich von selbst schon eine Art „-doktor“.
Ernährung Eine bedarfsgerechte, vollwertige, schmackhafte, möglichst naturbelassene Ernährung ist wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden. Sie trägt zum Gesundbleiben wie zum Gesundwerden bei, indem sie die körpereigenen Schutzsysteme fördert. Nicht nur die Zusammensetzung der Speisen spielt für diese Wirkung eine Rolle, sondern auch das „Zusammensetzen“ am Tisch: Genuss, Freude, Ruhe und Zeit gehören ebenso zu einer gesunden Mahlzeit wie Küchenkräuter und Gemüse.
Naturheilkunde
„Vorbeugen sollt ihr durch diese Kräuter, nicht das Übel erst groß werden lassen“, riet Pfarrer Sebastian Kneipp seinen Patienten. Für eine verantwortliche Selbstbehandlung eignen sich insbesondere die mild wirkenden Sorten, am besten aus der heimischen Umgebung. Ein bekannter Klassiker ist Kräutertee aus Anis, Kümmel und Fenchel für die Milchbildung beim Stillen. Im Winter lässt sich mit Linden- oder Holunderblütentee bestens gegen Erkältungen vorbeugen. Arnika hilft gegen Zahnfleisch- oder Mandelentzündungen und Rachenkatarrh, Fenchel beruhigt die Verdauung, Löwenzahn regt alle Drüsen des Körpers an, Rin-
gelblume erleichtert die Wundheilung und Rosmarin stärkt Genesende – dies sind nur ein paar Beispiele für die Vielfalt der Heilkräuter. Sebastian Kneipp hielt große Stücke auf die Pflanzen und verwendete sie als Badezusätze, Tinkturen, Salben, Tees und Säfte. Dabei stützte er sich auf die lange Tradition der Klostergärten in Europa und entwickelte seine Therapie stetig weiter.
Bewegung Bewegung hat ihren festen Platz in der Kneipp’schen Lehre: Das ideale Wechselspiel zwischen Leistung und Ausruhen stärkt Körper, Geist und Seele. Sebastian Kneipp hielt wenig von
Hektik und Stress, da beides auf Kosten der Gesundheit geht, und empfahl daher maßvolle Bewegung. Übersetzt in die heutige Zeit bedeutet dies Ausgleichssport: Wandern, Schwimmen, Radfahren, Reiten, Joggen, Golf, Tennis, Skilanglauf, Gymnastik und vieles mehr – Sportarten, die Spaß machen und den Kreislauf auf Trab halten. So harmonisiert man nicht nur den Bewegungsapparat, Herz und Kreislauf, sondern auch Stoffwechsel und Nerven. Alle körpereigenen Systeme finden ihre Balance und machen den Menschen belastbarer, erholter, lockerer, stärker, leistungsfähiger, insgesamt also gelassener gegenüber den Anforderungen des Alltags. Sebastian Kneipp betrachtete seine Patienten ganzheitlich: „Ein abgehärteter Körper besitzt den größeren Schutz vor den Krankheiten der Seele.“ Dabei ist Abhärtung relativ zu sehen. Wählen Sie die Sportart, die Ihrer Persönlichkeit, Ihrer beruflichen Belastung, Ihrer Kondition und Ihrem Alter entspricht. Der eine fühlt sich nur wohl, wenn er täglich 25 Kilometer radelt, für den anderen ist ein zehnminütiger Spaziergang am Tag genau das Richtige.
zustellende Ausgewogenheit zwischen den gesund erhaltenden Kräften im Menschen auf der einen und den belastenden Anforderungen der Umgebung auf der anderen Seite verstanden, dann zielt Ordnungstherapie darauf ab, diese Balance zu erhalten oder wieder herzustellen. Dies geschieht durch jeden Einzelnen selbst, indem er, im Sinne Kneipps, eine gesunde Lebensweise
anstrebt, zu der auch das Bemühen um seelische Ausgeglichenheit, Stresstoleranz und soziale Kompetenz gehören. Ordnungstherapie als naturheilkundliches Heilverfahren umfasst alle indirekten (pädagogischen) und direkten (naturheilkundlich-ärztlichen) Maßnahmen, die geeignet sind, jene AusgewoLebensordnung genheit zwischen Ressourcen und AnDie Ordnungstherapie basiert auf den forderungen – und damit Gesundheit Prinzipien der Lebensordnung (grie- – zu erhalten oder wieder herzustellen. chisch: diaita), jenen Anweisungen Hierzu nimmt sie ordnend Einfluss auf zur Gestaltung aller Lebensbereiche, die biologischen, die psychosozialen die zur Erhaltung oder Wiederherstel- und die spirituellen Regulationsvorgänlung von Gesundheit notwendig sind ge im Menschen. Die 5. Säule beinhalund die seit der Antike einen festen tet als Voraussetzung für psychische Bestandteil von Gesundheitslehren Gesundheit die Fähigkeit, sich selbst in und natürlichen Heilweisen darstellen. der eigenen biologischen und seelischWird Gesundheit als die stets neu her- spirituellen Wesenheit zu sehen und zu akzeptieren und sich inmitten der Beziehungen zu den Mitmenschen und Textauszüge mit freundlicher zur belebten und unbelebten Natur in Genehmigung des Kneippbundes Ausgewogenheit weiter zu entwickeln. Landesverband Baden Württemberg Gabriele Pawluczyk (Weitere Informationen erhalten Sie unter: info@kneippbund-bw.de)
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Bilder: pixabay
Pflanzen und Kräuter
Johanneshaus Bad Liebenzell-Monakam
Modenschau im Johanneshaus Bad Liebenzell-Monakam
Ein ganz besonderes Erlebnis! Am 11. März 2019 fand im Johanneshaus Bad Liebenzell-Monakam unter der Leitung von Sabine Wörn, Inhaberin der Firma Modemobil Böblingen, eine Modenschau der besonderen Art statt. Im Großen Saal wurde ein Laufsteg mit über 12 m Länge gekennzeichnet, auf dem die Bewohnerinnen und Bewohner auch per Rollstuhl und Rollator die ansprechenden Modelle vorführten.
quest of Paradies“ (Vangelis) über den Laufsteg, während Frau Wörn die Modelle kommentierte. Nach anfänglicher Aufregung (es war für die „Models“ das erste Mal) zeigten sie mit wachsender Begeisterung die unterschiedlichsten Ensembles und man konnte förmlich sehen, wie sie dabei aufblühten und die Zuschauer davon mitgerissen wurden. Auch die eher zurückhaltenden Bewohnerinnen und Bewohner ließen sich von der guten Laune der anderen anste-
Die Küche hatte ein Buffet mit alkoholfreiem Sekt und Orangensaft und mehreren Arten von Blätterteiggebäck aufgebaut, an dem sich jeder bedienen konnte. Vor und nach der Modenschau kümmerten sich die Pflegerinnen und die Betreuungsassistentinnen um diejenigen Bewohner, die sich bereits im Katalog ihre Bekleidung ausgesucht hatten, und halfen und berieten bei der Anprobe. Dann ging es los: mehrere Bewohnerinnen und Bewohner, die sich zur Vorführung bereit erklärt hatten, liefen bzw. rollten zur Hintergrundmusik von „Concken. Jede einzelne Vorführung bekam herzlichen Applaus und am Ende erhielt jedes Model eine Teilnahmeurkunde. Bei den anwesenden Angehörigen fand die Vorführung große Zustimmung und es wurde gleich ein neuer Termin für die nächste Modenschau (16. Oktober 2019) festgelegt. red
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Gewaltfreie Kommunikation Zu diesem Thema hat Marshall B. Rosenberg (MBR) in der Reihe Kommunikation des Junfermann Verlags eine Abhandlung als Buch herausgegeben, das wir hier gerne kurz vorstellen möchten. Er stellt darin die Frage: Wie kann man mehr Macht erlangen, ohne andere zu unterdrücken oder sich zu unterwerfen? Die Gewaltfreie Kommunikation kennt zwei Konzepte von Macht: „Macht über“ und „Macht mit“. Worin sie sich unterscheiden, darum geht es in diesem Buch. Grundlage ist ein Seminar von Marshall B. Rosenberg, in dem er mit seinen Seminarteilnehmern in den direkten Dialog tritt. Wir möchten hier einen Teil-Dialog aus dem Buch exemplarisch zitieren: Teilnehmer: Ich bin 55, habe 32 Jahre Berufserfahrung und arbeite als Berater in einer Firma. Der Eigentümer ist 70 und sehr erfolgreich. Er hat seinen eigenen Kopf und es ist ihm nach wie vor sehr wichtig, seinen Führungsanspruch zu behaupten. Mein grundlegendes Problem ist: Wie kann ich jemanden zu Neuerungen bewegen, der rigide ist und dessen Rigidität mit seinem Erfolg verknüpft ist? … MBR: … Das Beispiel bietet uns eine Herausforderung für die Anwendung der GFK. Tatsächlich ist das Schwierigste, sich dieser Situation ohne „Feindbilder“ im Kopf zu nähern. Was meine ich mit diesem Ausdruck „Feindbilder“?
Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
Macht in Institutionen, Gesellschaft und Familie deren sei falsch. Andere Variationen von Feindbildern könnten sein: „Er leidet unter Kontrollsucht“, „Er hört niemandem zu“. Immer wenn wir die Idee haben, der andere macht etwas falsch, haben wir ein Problem.
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as können wir tun? Wir versichern uns zunächst, keine Feindbilder im Kopf zu haben und unsere Werte und Bedürfnisse klar zur Sprache zu bringen. Wir müssen in der Lage sein, von unseren Bedürfnissen zu sprechen, und uns darauf vorbereiten, dass der andere stattdessen Kritik oder Forderungen hört. Wir brauchen die Fähigkeit, mit dem „Desaster“ umzugehen, dass die andere Person unseren Beitrag als Kritik wahrnimmt. Wir müssen ihr dabei helfen, unsere Worte zu hören, ohne sie als Kritik aufzufassen.
Deshalb zeigen wir zuerst respektvolles Verständnis für die Bedürfnisse, die sie versucht durch ihr Verhalten zu befriedigen. Egal welche Veränderung wir in eine Organisation ... tragen wollen, wir brauchen dafür eine bestimmte Art von Dialog …. Ob wir es schaffen, die Veränderungen, die wir uns wünschen, zu realisieren, hängt zum großen Teil davon ab, inwieweit wir in der Lage sind, uns mit diesen Menschen zu verbinden und ein respektvolles Verständnis für ihre und unsere Bedürfnisse zu entwickeln.
Jede der folgenden Aussagen ist ein Beispiel für ein Feindbild: „Der Chef hat einen autoritären Führungsstil“. Oder: „Bei ihm zeigt sich eine Führungsschwäche“, „Er ist zwar freundlich, aber trifft grundsätzlich alle Entscheidungen … In vielen Organisationen weiß man nicht zu schätzen, was in den Menalleine“. schen lebendig ist, und erlaubt es den Alle diese Überzeugungen gehen da- Leuten auch nicht, ihre Lebendigkeit von aus, etwas am Verhalten des an- auszudrücken. Der Qualität der Ver-
bindung zwischen den Menschen wird kaum Aufmerksamkeit geschenkt… Es ist eine große Herausforderung, die GFK in Organisationen einzuführen, die diese Qualität der Verbindung nicht unterstützen, und es ist schwer, mit Menschen zu reden, die „Macht über uns“ haben, vor allem, wenn ihre Sprache nicht mit dem Leben verbunden ist.
Möchten Sie gern mehr erfahren, empfehlen wir Ihnen die Lektüre dieses Buches: Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation und Macht in Institutionen, Gesellschaft und Familie, Junfermann-Verlag ISBN 978-3-95571-625-7. Anneli Zenker
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Bad Wildbad
nb Interview mit der neuen Geschäftsführerin der Touris Frau Stefanie Dickgiesser
GmbH und zwischen den Leistungsträgern muss man kennen, um überhaupt eine Grundlage zu haben. nb: Wie ist Ihr erster Eindruck von Bad Wildbad und dem Enztal? SD: In erster Linie haben wir viele ungenutzte Potentiale, die aus verschiedensten Gründen in den Hintergrund geraten sind. Meine Aufgabe ist nun, die Potentiale zu erkennen, sie zu priorisieren und mit nachhaltigem Inhalt zu füllen. nb: Frau Dickgiesser, im November 2018 haben Sie Ihren Dienst in Bad Wildbad angetreten. Haben Sie sich zwischenzeitlich eingelebt? SD: Ja, danke. Eine neue Stelle anzutreten, ist immer mit viel Neuem verbunden. Es dauert seine Zeit, bis man sich eingelebt hat, bis man angekommen ist. Die Strukturen im Ort, in der
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nb: Von welchen Potentialen sprechen Sie konkret? SD: Ein großer Punkt ist die Natur, die uns umgibt. Bad Wildbad allein hat knapp 300 km Wanderwege. Doch wir vermarkten sie nicht. Die Zielgruppe ist da, der Sommerberg ist voll, aber es gibt noch viel mehr, als einen Tag
„Noch viele ungenutzte Po auf dem Sommerberg zu verbringen. Ein weiteres Potential sehe ich im Gesundheitstourismus. Hier bieten wir die besten Möglichkeiten, sich vorsorglich, aber auch akut behandeln zu lassen. In diesen Themen können wir mit der Zeit gehen, da die Menschen immer bewusster mit der eigenen Gesundheit umgehen. Auch hier können wir allerdings noch gezielter und vor allem gemeinsam noch erfolgreicher werden. Wir haben ein unheimlich großes Potential an Tourismuswissen im Enztal. Viele Akteure mit ihren Interessen, ihrem Background und ihrer Ausbildung tragen zu viel Fachkompetenz bei. Schwierig dabei ist, dieses Wissen zusammenzuführen.
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strukturieren, Defizite erkennen und diese ausmerzen. So können wir auch die Ausgaben, die für den Tourismus erforderlich sind, später besser argumentieren. Langfristig ist natürlich auch ein wichtiger Punkt, die Bürgerinnen und Bürger, die touristischen Leistungsträger, Einzelhändler und Kliniken für den Tourismus zu begeistern und allen gleichermaßen gerecht zu werden.
otentiale“ nb: Was sind die wichtigsten Stellschrauben, an denen nun gedreht werden muss? SD: Da unsere finanzielle Lage nicht die beste ist, müssen wir intern um-
nb: Sie sagten vorhin, dass es schwierig sei, das Fachwissen im Tourismus zu bündeln. Wie meinen Sie das? SD: Konkret meine ich, dass unglaublich viele Akteure mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten vertreten und berücksichtigt werden müssen.
Diese Kompromisse sind oft nicht leicht zu finden, sodass jeder zufriedengestellt ist. Eine große Aufgabe ist hier auch, Vertrauen in mich aufzubauen, damit Entscheidungen leichter und vor Allem schneller getroffen werden können. Eine große Aufgabe ist die Verknüpfung der Angebote auf dem Sommerberg untereinander sowie mit Angeboten in der Stadt. Aus Kundensicht gibt es hier noch Aufholbedarf. Genau so wichtig ist ebenfalls die stärkere Verknüpfung mit Enzklösterle, Höfen und den Bad Wildbader Ortsteilen. nb: Eine letzte, etwas persönlichere Frage, Frau Dickgiesser. Was gefällt Ihnen am besten am Enztal? SD: Die Vielfalt. Wir haben hier eine unglaubliche Natur, die es zu entdecken gilt – Wald, Täler, Bäche, Ausblicke und Wiesen. Wenn mehr Action geboten sein soll, gibt es beispielsweise auf dem Sommerberg einiges zu erleben. Nicht zu vergessen, die tolle Innenstadt mit dem Hauch des alten Bades und dem Gesundheitswesen. Das Heidelbeerdorf Enzklösterle finde ich faszinierend, genau so wie die Flößergeschichte in Calmbach und Höfen. nb: Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen von Herzen viel Erfolg.
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Bilder: Touristik Bad Wildbad GmbH
stik Bad Wildbad GmbH,
nb: Was ist mit den Übernachtungszahlen? Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung der letzten Jahre? SD: Klar ist, dass unsere Arbeit konkret an den Übernachtungszahlen gemessen wird. Diese sind natürlich die beste Vergleichsmöglichkeit zu den vergangenen Jahren und zu anderen Tourismusdestinationen. Jedoch gehört für unsere erfolgreiche Arbeit weitaus mehr als diese nackte Zahl. Die Übernachtungszahlen steigen im Schwarzwald seit mehr als 8 Jahren kontinuierlich an. Die harten Fakten sprechen also schon für eine positive Entwicklung. Es hat sich aber auch viel an Freizeitwert in den letzten Jahren getan. Besser geht immer, aber wir sind auf einem guten Weg.
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berhalb der Stadt Bad Liebenzell beginnt unterhalb des Monakamer Kopfes das Monbachtal – eine beeindruckende wilde Naturlandschaft. Die Schlucht führt in einem weiten Bogen um Monakam herum und folgt dem strömenden Monbach bis zu seiner Mündung in die Nagold. Der Einstieg ins Tal erfolgt an der Monbachbrücke, die man von Monakam aus über die Lindenstraße auf einem Waldweg erreicht.
Von diesem Punkt aus beginnt der herrliche Weg am Bach entlang durch den „Schwäbischen Urwald“. Der Weg nach unten ist ungefähr 3,5 km lang und
Eine Wanderung durch die urwüchsige Monbachschlucht
Am romantischen Monbach entlang ins Nagoldtal stellt ein Naturerlebnis ersten Grades dar. Vor allem für Kinder ist die Wanderung ein Abenteuer, das mit viel Spaß und Kurzweil im Gedächtnis bleibt. Denn es geht nicht nur am Bach entlang, der durch den Wald rauscht, sondern es gilt auch an mehreren Stellen, den Bach auf großen Felsbrocken zu überqueren. Ein wahres Naturschauspiel gibt es hier zu erleben. Unterwegs trifft man auf kleine Wasserfälle, bei denen sich der rauschende Monbach über den Fels stürzt. Es finden sich kleine Teiche, man kommt vorbei an großen Felsvorsprüngen, man zwängt sich durch Engstellen zwischen hochaufragenden Steinplatten und passiert Baumriesen, die über den Fußweg ragen und entweder umgangen oder überklettert werden müssen. Richtet man den Blick nach oben, bilden die Wipfel der hohen Bäume ein natürliches Dach, das bei Sonnen-
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Frühlingsspaziergang
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uf dem Weg gibt es an zwei Hütten die Möglichkeit, zu rasten oder auch zu grillen. Viele Gruppen und Vereine nutzen die herrliche Umgebung, um dort zu pausieren. Der Weg führt weiter durch die wunderbare Waldlandschaft, die sich langsam öffnet. Ein kleines Stauwehr markiert den letzten Abschnitt der Kaskadenschlucht. Bei den Gästehäusern der Liebenzeller Mission, dem großen Abenteuerspielplatz für die Kleinen und einer Minigolfanlage endet die Wanderung durch das wild-romantische Mon-
bachtal. Hier gibt es die Gelegenheit, bei den Gästehäusern Kaffee und Kuchen zu genießen oder noch ein ganz kleines Stückchen weiter zu gehen, um im „Monbachstüble“ Limo, Weinschorle, Bier, Radler oder andere Erfrischungen und Stärkungen zu sich zu nehmen. Eine Wanderung durch die Monbachschlucht ist immer zu empfehlen, egal bei welchem Wetter. Wichtig ist lediglich, die passende Kleidung zu wählen und ordentliche, rutschfeste Schuhe an den Füßen zu tragen. red
Bilder: Locher
schein ein zauberhaftes Glitzern auf die Wasseroberfläche zaubert.
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Ein Schatz der Buchmalerei aus dem späten 15. Jahrhundert ist nach 530 Jahren wieder zurück an seinem Ursprungsort in Bad Herrenalb. Eine originalgetreue bibliophile Reproduktion im Wert von 5.000 Euro wurde durch den unermüdlichen Einsatz von Sabine Zoller und eine engagierte Spendenaktion dem Förderverein des Herrenalber Museums bei einem Festakt übergeben.
Das berühmte Herrenalber Gebetbuch ist zurück
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as Herrenalber Gebetbuch ist eine der wenig erhaltenen Handschriften, die als Einzelexemplar ausschließlich der individuellen, „stillen“ Andacht eines Gläubigen diente und bis heute in seiner ursprünglichen Form als Buch mit 103 Blatt erhalten ist. Es befindet sich in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin (Preußischer Kulturbesitz)
Bis dieses Ziel erreicht war, dauerte es vier Jahre – und damit sogar länger als die Anfertigung des Originals, das in
2015 entdeckt die Herrenalber Historikerin Sabine Zoller auf der Frankfurter Buchmesse ein Plakat mit der
und ist dem Benutzer nur auf Antrag und in einem besonderen Lesesaal zugänglich. Ab 7. April 2019 bereichert die Faksimile Ausgabe nicht nur das Ziegelmuseum in Bad Herrenalb, sondern darf zudem von jedem Besucher betrachtet werden.
der Zisterzienser Schreibwerkstatt von Kantor Johannes Zürn nach drei Jahren Arbeit 1484 als aufwändig geschmückte Handschrift mit 30 kolorierten Miniaturen an den Mitbruder Ludwig von Bruchsal übergeben werden konnte.
Aufschrift „Devocionario cisterciense de Herrenalb“ – übersetzt „Das Gebetbuch der Zisterzienser in Herrenalb“. Als einer von 7.100 Ausstellern präsentierte der spanische Verlag Millennium Liber damit die Idee, das Herrenalber
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Herrenalber Gebetbuch
Kleinod als Faksimile detailgetreu nachzubilden. Die Verleger Alberto Sánchez Nieto und Jorge Férnandez Pardo hatten das Gebetbuch in der Handschriftenabteilung in Berlin entdeckt und sich zum Ziel gesetzt, das einzigartige Kleinod vor dem Vergessen zu bewahren und als originalgetreue Reproduktion erneut Liebhabern zugänglich zu machen. Mit Alberto Sánchez Nieto vereinbarte Sabine Zoller, dass ein Exemplar an den Entstehungsort zurückkehren soll. Für die Anfertigung des Nachdrucks gab es jedoch in den darauffolgenden Jahren viele Herausforderungen. Statt Pergament (Tierhaut) war zunächst ein Papier zu suchen, das sich wie das Original anfühlt. Die Farben der Illustrationen mussten den mittelalterlichen Vorgaben entsprechen und die goldenen Bereiche waren separat mit Blattgold aufzutragen.
gab es auch für Sabine Zoller ein erstes Ergebnis: Herrenalb bekommt ein Gebetbuch. Doch vorerst nur als Leihgabe, bis der Betrag durch Spendengelder erwirtschaftet ist. Das Interesse für die weltweit auf nur 995 Exemplare limitierte Faksimile-Edition ist überwältigend und daher entsprechend groß die Nachfrage.
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Endlich wird im Herbst 2017 das erste Ansichtsexemplar auf der Buchmesse gezeigt. Anlass für die Historikerin, mit Gesprächen zum Verbleib eines Faksimile-Gebetbuches in Herrenalb zu starten. Warum ein Gebetbuch im Falle eines Erwerbs dauerhaft ausstellen? Wer soll das Gebetbuch bezahlen? Es folgten lange Gespräche mit den Vorstän-
ieder zurück in Herrenalb findet die Historikerin Unterstützung bei Stefan Klee, dem Sparkassendirektor der Filiale Bad Herrenalb. In der Schalterhalle des Finanzinstitutes stellte er eine attraktive Fläche zur Verfügung, um mit einer Ausstellung rund um das Gebetbuch öffentliches Interesse zu wecken. Darüber hinaus gab es eine Anschubfinanzierung und im November ein erstes Pressefoto für die geplante Spendenaktion. Es folgten viele Gespräche für die
den von Herrenalbs einzigem Museum, das sich den Klosterziegeln widmet, dann erneut mit den spanischen Verlegern. Die gedruckte Gebetbuch-Ausgabe begeisterte schließlich das Fachpublikum zur Buchmesse 2018. Jetzt
Initiatorin, denn nicht alle können die Euphorie zum Erwerb des Gebetbuches teilen. Mit der Organisation von Vorträgen gelang es ihr, unzählige Veröffentlichungen in den Medien zu generieren, so dass sich die anfängliche Skepsis
in ein begeistertes bürgerliches Engagement wandelte. Bis Weihnachten 2018 war die Hälfte zum Erwerb des Gebetbuches zusammengetragen. Selbst der spanische Verleger Alberto Sánchez Nieto ließ es sich nicht nehmen, den Ort seiner populären Verlagsedition persönlich zu besuchen. Politiker und Touristiker aus der Region wurden auf das mittelalterliche Prachtstück aufmerksam und unterstützten die Spendenaktion ebenso wie der Kreisgeschichtsverein aus Calw. Nach weiteren zwei Monaten war der finale Betrag für das mittlerweile zur „touristischen Kostbarkeit“ avancierte Gebetbuch durch einen Zuschuss seitens der Stadt Bad Herrenalb erreicht. Bei der Übergabe des symbolischen Schecks an das Ziegelmuseum gab es nicht nur einen Festakt mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Touristik, Verbänden und Vereinen, sondern auch noch einen TV-Beitrag des SWR, der über die spektakuläre Geschichte und den Weg des Gebetbuches zurück nach Herrenalb berichtete. Schlussendlich überzeugte die vom Parkrestaurant in Bad Herrenalb eigens zu diesem Anlass kreierte Torte in Buchform, dass das Gebetbuch als Zeuge der Geschichte zur Stadt Bad Herrenalb gehört. red
SWR Beitrag https://www.swr.de/swraktuell/badenwuerttemberg/karlsruhe/Rueckkehrnach-fast-400-Jahren-Das-HerrenalberGebetbuch,av-o1099883-100.html
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Ernährung
Die Fastenzeit ist bald vorbei und egal, ob man nun gefastet hat oder nicht: Zu Ostern wird wieder in vollen Zügen geschlemmt. Schaut man mal auf die deutschen Teller, so hat man typischerweise die folgenden Nahrungsmittel auf dem Tisch: Eier, Karotten und natürlich etwas Schokolade.
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ier dürfen natürlich nicht fehlen und bei Eiern zeigt sich, dass diese viele gesunde Inhaltsstoffe haben. In Eiern finden sich unter anderem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K wieder. Vor allem über Vitamin A freuen sich die menschlichen Augen, die dadurch elastisch bleiben. Es fördert so die Fähigkeit des Auges, hell und dunkel sehen zu können. Weitere wertvolle Nährstoffe sind die Vitamine B1 und B2, Folsäure,
Ei, Ei, bald ist die Fastenzeit vorbei… Kalzium, Phosphor und Eisen, die das Ei zu einem hochwertigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung machen. Die Karotten sind ohne Zweifel das gesündeste und nährstoffreichste Lebensmittel. Bei einem gleichzeitig sehr niedrigen Kaloriengehalt strotzt das Wurzelgemüse nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen. An erster Stelle ist hier der enorm hohe Gehalt an Carotinoiden zu nennen. Das bekannteste ist Beta-Carotin, welches vor allem in orangenen und violetten Möhren vorkommt. Die Haut profitiert ebenfalls von Beta-Carotin, denn es unterstützt den natürlichen Schutz der Haut vor UV-Strahlung. Rote Karotten enthalten zudem den Stoff Lycopin, der durch sei-
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ne antioxidative Wirkung überzeugt.
Schokolade, vor allem die sehr dunkle Variante ab einem Kakaogehalt von 70 %, ist viel besser als ihr Ruf. Den im Kakao enthaltenen Antioxidantien (Flavanole) wird zum Beispiel ein positiver Einfluss auf Herz, Gefäße und Blutdruck nachgesagt. Darüber hinaus spricht der Verzehr von Schokolade aufgrund des Zuckergehalts das Belohnungszentrum des Gehirns an, was sich positiv auf die Stimmung auswirkt. Der Zucker- und Fettgehalt ist aber ein guter Grund, die Schokolade nicht unbedingt kiloweise zu konsumieren.
Was tun, um Magenproblemen vorzubeugen? Wie an den meisten anderen Feiertagen kommt auch an Ostern einfach zu viel Essen auf den Tisch. Was kann man tun, damit der Magen nach den Feiertagen nicht streikt? Man sollte
sich vor allem ausreichend Zeit für das Essen nehmen. Bis der Körper merkt, dass man satt ist, dauert es nämlich bis zu 20 Minuten. Erst dann kommt im Gehirn die Information an, dass der Magen ausreichend gefüllt ist. Diese Info kann gezielt genutzt werden. Je langsamer demnach gegessen wird, desto weniger Nahrung wird man automatisch konsumieren und am Ende das gleiche bzw. das angenehmere Sättigungsgefühl haben als die übliche Fülle. Der Genuss sollte also ganz klar im Vordergrund stehen und dazu gehört es auch, langsam und bewusst zu essen. Wenn zudem noch zwischen den Mahlzeiten ausgiebige Spaziergänge integriert werden, kommen Magen und Darm in Schwung und die Nahrung kann besser verarbeitet werden. In diesem Sinne – ein schönes Osterfest und eine genussvolle Zeit! Mateo Sudar MHT-Mitarbeiter und unabhängiger Ernährungsberater
Ernährungsberatung in der MHT
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omit ich mich ernähre, hat Auswirkungen auf mich; wie alle anderen Einflüsse auch, denen ich mich aussetze. Ich darf nicht glauben, mich in dieser Welt bewegen zu können, ohne dass es Auswirkungen auf mich, meine Gedanken und meinen Körper hat. Keiner, der sich einen teuren Wagen leisten kann, kommt auf die Idee, altes oder billiges Öl in das gute Stück zu kippen, erst recht vergisst er nicht den Ölwechsel. Sind wir nicht mehr wert als ein Auto? Aber wie sieht es mit unserem Körper aus, der täglich eine unsagbar wunderbare Leistung vollbringt, der über ein ausgeklügeltes System verfügt, das uns nicht nur am Leben erhält, sondern auch teilweise Hochleistungen vollbringen lässt, und der sich bis zu einem gewissen Grad auch selber reparieren kann? Botenstoffe und Enzyme regeln diese Vorgänge im Körper.
Was bieten wir diesem Körper, damit das alles gut funktionieren kann? Wieviel Zeit nehmen wir uns für die Im Sommer 2018 konnte die MHT mit Frau Bianka Zielke eine Diätassistentin und Ernährungsberaterin einstellen, die für die zwischenzeitlich zunehmend speziellen Anforderungen im Ernährungsbereich von Bewohnern und Patienten verantwortlich ist. Bianka Zielke absolvierte nach der Ausbildung zur staatlich geprüften Wirtschafterin ein Praktikumsjahr in einem Seniorenheim für Blinde und entschied sich anschließend zu einer Ausbildung als Diätassistentin, um noch intensiver in das Thema patientenorientierte Ernährung einzusteigen. Ihre ersten Berufserfahrungen konnte sie in der Diätberatung eines Krankenhauses sammeln, bevor sie nach einiger Zeit in den Küchenbereich wechselte und dort in der Diätküche für die Zubereitung der Spezialkosten zuständig war. Zu den Arbeiten in der Großküche gehörten auch die Endkontrolle an den Essensverteilbändern sowie Anleitung und Kontrolle des Küchenpersonals. Nach ihrer Heirat wechselte sie in ein Krankenhaus, dessen Spezialgebiet eiweißarme Ernährung war. Daran ange-
lebenswichtige Versorgung? Kommen wir überhaupt dazu – im Zeitalter von Fastfood, Hektik und Stress?
So kann es sein, dass ein voll Vitamine strotzender Smoothie nicht den gewünschten Vitalkick bringt, da er in Sekunden heruntergestürzt wird, die Aufspaltung der Nährstoffe nicht stattfindet und die Vitamine unverrichteter Dinge den Körper wieder verlassen. Der Trend zum Slowfood ist damit gar nicht so verkehrt.
Bei vielen wird Essen zur Nebensache: Neben dem Computer, neben dem Fernsehen, während des Laufens, to-go eben, in der Bahn, schnell im Stehen am Stehimbiss. „Der Mensch ist, was er isst“ Geben wir damit unserem Körper überhaupt die Chance, an die wichtigen Nährstoffe zu kommen? Neben einer guten, ausgewogenen, abwechslungsund nährstoffreichen Nahrung ist es auch wichtig, wie wir die Nahrung zu uns nehmen. Denn Verdauung beginnt Sich Zeit nehmen für das Essen, bewusst wahrschon im Mund. Wird nicht genug ge- nehmen, was ich mir da zuführe und genießen, kaut und die Nahrung eingespeichelt, am besten in angenehmer Umgebung. können z.B. Kohlenhydrate nur unzurei- Das geht nicht nebenbei, dafür brauche ich chend aufgespalten werden. Im sauren Zeit und Ruhe. Kümmern wir uns doch ab und Milieu des Magens findet keine Kohlen- zu und immer öfter um unseren Körper genau hydrataufspaltung statt. Was dann im so gut wie ums „heilige Blechle“, des DeutDünndarm ankommt, sind viel zu große schen liebstes Kind. Guten Appetit! Bausteine, aus denen der Körper nicht Bianka Zielke optimal alle Nährstoffe gewinnen kann.
Ernährung als Lebensstil
gliedert war eine Kinderklinik, die sie beriet und betreute. Bianka Zielke bezeichnete dies als ein sehr interessantes Arbeitsfeld, da es schon bei jungen Patienten darum geht, eine optimale Ernährung sicherzustellen. Nach ihrem 2jährigen Erziehungsurlaub ergab sich die Möglichkeit, in einer Kindertagesstätte als Köchin anzufangen (Schwerpunkt Vollwertund biologische Ernährung), hier konnte sie ihren Sohn zur Betreuung mitnehmen. Der Wunsch, wieder in ihrem Beruf als Diätassistentin zu arbeiten, führte sie und ihre Familie von Berlin nach Mühlacker in die Küche der Enzkreiskliniken. Auch dort gehörten die Beratung von Patienten und das Abhalten von Diabetikerschulungen neben der Küchentätigkeit zu ihren Aufgaben. Nachdem die Küche auf Cook-and-Chill-Verfahren umgestellt hatte und die Belieferung der Essen aus der Klinik Ludwigsburg stattfand, hatten sich die Schwerpunkte der Arbeit in Richtung Bestellwesen, Kontrolle und Personalführung verschoben. Sie wurde stellvertretende Kü-
chenleitung und war damit auch zuständig für Qualitäts- und Hygieneeinhaltung sowie Auditbegleitung. Ihr Wunsch, wieder näher am Menschen zu arbeiten und mehr Einfluss auf eine gesunde, geschmacklich gute Ernährung zu haben, führte sie nach Bad Wildbad. In all den Berufsjahren gehörten Weiterbildungen in Ernährungsfragen und Mitarbeiterführung sowie Hygiene zu ihren Aufgaben. Auch die Zusatzausbildung zur Ernährungsberaterin empfand sie als sehr bereichernd, da sie sich auch privat mit dem Thema Ernährung identifiziert. Wenn es sich mal nicht um das Thema Essen dreht, liest sie sehr gerne Bücher, geht spazieren (inzwischen nicht nur mit Mann, sondern auch mit Hund) oder entspannt sich beim Yoga
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Quelle neuer Lebenslust
„Es sind aber die Zeller Wasser gleichsam eine Zierde und ein Muster aller solcher Wasser, indem sie nämlich vor anderen ausgezeichnet sind dadurch, dass ihnen viele mit Gottes Hilfe das Leben zu verdanken haben…“ Paracelsus
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Wasser ist lebensnotwendig. Schon der große Arzt und Naturheilkundler Paracelsus (1493 – 1541) erkannte, dass Körper, Geist und Seele im Einklang stehen müssen, um dauerhaft echte Lebensfreude zu gewinnen. Der Verfechter einer ganzheitlichen Medizin wusste bereits 1526 bei seinem Besuch in Liebenzell das Quellwasser aus den Tiefen des kristallinen Grundgebirges des Schwarzwalds zu schätzten. Damit erklärt sich auch, warum die Liebenzeller Therme den Namen Paracelsus erhalten hat, während die Mineralbrunnen Bad Liebenzell GmbH & Co KG das mineralisierte Wasser unter dem Slogan „Quelle neuer Lebenslust“ vertreibt.
Mineralwasser – ein langer Prozess Weinkenner bestimmen anhand der Bodenbeschaffenheit, Hanglage und Sonneneinstrahlung die Herkunft des Rebensaftes. Ebenso verhält es sich beim Mineralwasser, dem die Bodenbeschaffenheit seinen speziellen Charakter verleiht. Mineralwasser ist Teil des natürlichen Wasserkreislaufs. Durch die günstigen Niederschlagsbedingungen in Deutschland tritt immer wieder Wasser die Reise unter die Erde an. Natürliches Mineralwasser entsteht aus Regenwasser – in einem langen, natürlichen Prozess.
Niederschläge sickern durch die verschiedenen Erd- und Gesteinsschichten, die das Wasser reinigen, filtern und mit Mineralstoffen anreichern. Wichtig ist dabei die Geschwindigkeit. Je langsamer sich das Wasser ins Gestein vorarbeitet, desto mehr Mineralstoffe kann es lösen. Da jede Gesteinsart Mineralstoffe in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung enthält, ist jedes Mineralwasser Dank seiner individuellen Entstehung ein Unikat. Durch den Muschelkalk und Buntsandstein in verschiedenen Körnungen ist auch das Bad Liebenzeller Mineralwasser ein Spiegelbild der Region. Prägend für den Geschmack sind die Zusammensetzung und der Gehalt an Mineralstoffen der geologischen Gegebenheiten. So hat Calcium einen erdig trockenen, Magnesium einen leicht metallischen und Natrium in Verbindung mit Chlorid einen salzigen Geschmack. Ein Analyseauszug der wichtigsten Inhaltsstoffe bescheinigt dem Bad Liebenzeller Mineralwasser eine ausgewogene Mineralisierung mit weichem Geschmack, Fluorid zur
Verbesserung der Zahngesundheit und als „Quell der Lebenslust“ Lithium, um schlechte Laune zu vertreiben.
Liebenzeller Mineralquelle seit 1928 Mineralwasser tut gut! Das Naturprodukt ist nicht nur Durstlöscher, der den Körper mit lebenswichtigen Mineralstoffen versorgt. Das Mineralwasser bietet darüber hinaus auch ohne Kalorien einen wertvollen Zusatznutzen für die Gesundheit. Um eine natürliche Reinheit zu garantieren, wird das Bad Liebenzeller Mineralwasser durch den Brunnenbetrieb direkt am Quellort abgefüllt. 1928 vom damaligen Bürgermeister, Gottlob Klepser, als eine 100%ige Tochter der Stadt Bad Liebenzell gegründet, übernahmen 2014 die Familien Scheidtweiler (Brauhaus in Pforzheim) und Einsiedel (Eico-Quelle in Wallhausen bei Crailsheim) durch einen Erbpachtvertrag den Brunnen von der Stadt, der sein Wasser von sechs Quellen bezieht. Sabine Zoller
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Bilder: Sabine Zoller
Bis ins 19. Jahrhundert noch ein Luxusgut, hat sich Mineralwasser als erfrischendes Lebenselixir mittlerweile zu den wichtigsten Lebensmitteln emporgesprudelt. Als „Land der Mineralbrunnen“ verfügt Deutschland weltweit einzigartig über einen wahren Schatz an unterirdischen Mineralwasservorkommen und damit mehr als 500 unterschiedliche Mineralwässer.
Literatur
Hilmar Klute lässt seine Hauptfigur als Ich-Erzähler zwischen Tagträumen und Pflegealltag, zwischen realen Begegnungen mit seinen Bewohnern und dem aufregenden Literaturbetrieb hin und her wandern. Hier entsteht ein faszinierendes Zeitgemälde der kulturellen und politischen Realität der alten Bundesrepublik. Erschreckend ist manchmal die Schilderung der Pflegepraxis, wie sie scheinbar in den 80er Jahren hier und da anzutreffen war.
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er Roman ist voll von sprachlichen Kunststücken, humorigen Szenen, schnellen kurzweiligen Schauplatzwechseln und unterschiedlichen Zeitebenen. Klute versteht es, die vielen einzelnen Episoden, die jede für sich schon eine jeweils autonome Erzählung darstellen, logisch zu verbinden und im Gesamtfluss des Geschehens aufgehen zu lassen.
Egal, ob die Handlung den Alltag in der Pflege schildert, in dem Volker Winterberg sich um Herrn Pachtzins kümmert (der wie jeden Tag seine „militärische Meldung“ im Flur macht und seine Zigarette bekommt) oder um die in feinsten Nuancen geschilderte Beschreibung der Berliner Literaturveranstaltung – der Autor erwischt immer den situativ richtigen Ton.
Hilmar Klutes Roman „Was dann nachher so schön fliegt“
Der Altenpflegehelfer und die große Welt der Literatur Hier träumt einer davon, Schriftsteller, zu treffen: auf Grass, Böll, Jens, Richter, Lyriker, Poet zu werden, während er Walser, um nur einige zu nennen. Und im richtigen Leben als Zivildienstleis- – in einem weiteren Erzählstrang, der tender in der Altenpflege tätig ist. Er im Jahre 1986 spielt – fährt der Proträumt davon, in der Vergangenheit zur tagonist Volker Winterberg tatsächlich legendären Gruppe 47 zu stoßen und nach Berlin und nimmt dort an einem dort auf die ebenso legendären Figu- Nachwuchsliteraten-Wettbewerb teil. ren der deutschen Nachkriegsliteratur
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Hilmar Klute hat bisher einige Bücher veröffentlicht, darunter den Essay „Wir Ausgebrannten“ (2012) und die Ringelnatz-Biografie „War einmal ein Bumerang“ (2015). Mit seinem ersten Roman ist dem Redakteur der Süddeutschen Zeitung ein brillanter Einstieg in die Belletristik gelungen. Wolfgang Waldenmaier
Hilmar Klute: Was dann nachher so schön fliegt Galiani Verlag, Berlin 2018
Musik
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enkt man an Musik und zugleich an den Frühling, so wird vielen Menschen ganz schnell Antonio Vivaldis (1678-1741) Violinkonzert, op. 8.1, in den Sinn kommen – besser bekannt als „Der Frühling/La Primavera“ aus den „Vier Jahreszeiten/ Le quattro stagioni“. Im Jahre 1725 erschienen die vier Konzerte in Paris erstmals im Druck. Entstanden sind sie aller Wahrscheinlichkeit nach aber schon viel früher. Vivaldi ließ sich bei der Komposition von einem Sonett inspirieren, das poetisch die Natur beschreibt. Der Autor dieses Gedichts ist leider unbekannt.
Antonio Vivaldis „Frühling“ beginnt mit einem festlichen Allegro in E-Dur. Hier wird der beginnende Lenz mit aufgeregtem Vogelgezwitscher (Solovioline), dem Rauschen eines plätschernden Baches und einem kurzen Frühlingsgewitter begrüßt. Die Freude steht an erster Stelle und findet ihren adäquaten Ausdruck in den farbigsten Barockklängen. Es folgt der zweite Satz (Largo): Der müde Hirte wird durch die Musik sanft in den mittäglichen Schlaf gewiegt (1. Violine). Das Blätterrauschen (1. und 2. Violine) und ein Schäferhund, der sich bemerkbar macht (Bratsche), runden
in diesem bedächtigen, ruhigen Satz das eindrucksvolle musikalische Stimmungsbild ab. Der dritte und abschließende Satz (Allegro) zeichnet einen ausgelassenen, fröhlichen Tanz aufs Notenpapier, in dem die Hirten-Schalmei und der Dudelsack durch das Instrumentarium dargestellt werden. Noch einmal wird hier in diesem Schlusssatz die Ankunft des langersehnten Frühlings aufs Freudigste gefeiert. Wolfgang Waldenmaier
Notizen zu Vivaldis Violinkonzert „Primavera“
Barocke Frühlingsgefühle CD-Tipps Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten/The Four Seasons/Le Quattro Stagioni: 7 The Academy of St. Martin-in-the-Fields, Leitung Neville Marriner; Decca, 1970 7 Wiener Philharmoniker, Anne Sophie Mutter, Leitung Herbert von Karajan; Warner Classic, 1984 7 The English Chamber Orchestra, Nigel Kennedy, Violin & Director; EMI Classics, 1987 7 Hamburg Soloists, Florin Paul, Leitung Emil Klein; Sony Classical, 2013
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Ergotherapie
Gesundheit durch Betätigung
lichen Berufsgruppen? Die Antwort auf diese Frage wurde mittels einer Mitarbeiterbefragung ermittelt. Sie gliedert sich in die Ausführungen der Tätigkeit, deren Bedingungen und den Befindlichkeiten während der Arbeit. Um nicht beschreiben zu müssen, womit der einzelne tätig ist, wurden mit einem Ankreuzverfahren die Merkmale der Tätigkeit erhoben: wie oft führt man seine Tätigkeit in ungewöhnlichen Körperhaltungen aus? Mit der Antwort nie, manchmal und immer wurde ermittelt, wie die Tätigkeit aussieht. Aus den Merkmalen der Tätigkeit lassen sich Belastungen ableiten. Eine Person, die immer in ungewöhnlichen Köperhaltungen arbeitet, hat eine arbeitsbedingte Belastung, die den Rücken beansprucht. Diese körperliche Belastung wurde ermittelt, aber auch die psychischen Belastungen, wie das Einfühlungsvermögen, das die Tätigkeit erfordert, Konzentration und zeitlicher Druck. Die Erhebung endete mit einem Fragenkatalog nach den Befindlichkeiten, die in Zusammenhang mit der Arbeit gebracht werden. Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken und den Schultern zählen dazu, ebenso Einoder Durchschlafschwierigkeiten.
Ein Konzept zur Förderung der Gesundheit durch die Praxis für Ergotherapie
Die Idee Arbeit und Gesundheit, das sind keine Gegensätze, vielmehr gelebte Praxis im Johanneshaus Bad Liebenzell-Monakam. Seit Anfang des Jahres gibt es betriebliche Gesundheitsförderung im Haus, entwickelt, geplant und durchgeführt in Kooperation mit der Praxis für Ergotherapie. Was bedeutet Gesundheit und wie kann sie erhalten bleiben unter den Bedingungen von Arbeit mit Belastung, Anstrengung und Stress?
Gesund ist, wer sich wohl fühlt, Gesundheit am Arbeitsplatz entsteht mit Wohlbefinden bei der Arbeit, ein Befinden, dass mit dem richtigen Umgang von Belastung abhängt. Gesundheit bei der Arbeit bedeutet, Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu schaffen – ein Handlungsfeld für die betriebliche Gesundheitsförderung. Lesen Sie hier, wie das seit Beginn des Jahres im Johanneshaus in Monakam praktisch gelebt wird:
Die Planung Das Johanneshaus beschäftigt Mitarbeiter in der Pflege, der Betreuung, der Verwaltung, der Küche und der Technik, was zeigt, dass viele Berufsgruppen im Johanneshaus mit den unterschiedlichsten Aufgaben betreut sind. Welchen Bedarf an Gesundheitsförderung haben diese unterschied-
Auswertung Fragebögen Befindlichkeit
Pflege ausgeglichen durchschlafen Konzentrationsschwierigkeit Kraftlosigkeit Fingerschmerzen
Spalte E
Handgelenkschmerzen
Spalte D
Rückenschmerzen
Spalte C
Bewegungseinschränkungen Atembeschwerden Kopfschmerzen Verspannung Schulter/ Nacken
Nun gilt es, diese Informationen auszuwerten. Es beteiligten sich zwanzig Mitarbeiter an der Befragung, mit 13 Bögen aus der Pflege und 5 aus der Betreuung waren diese zwei Berufsgruppen am stärksten vertreten.
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Legende: dunkel:nie; mittel:manchmal; hell:immer;
Der Bedarf wurde ermittelt, in dem die Anforderungen der jeweiligen Berufsgruppe den Befindlichkeiten ge-
genübergestellt wurde. Es stellte sich heraus, dass körperliche Anforderungen zu körperlichen Befindlichkeitsstö-
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Auswertung Fragebögen Befindlichkeit
Pflege ausgeglichen durchschlafen Konzentrationsschwierigkeit Kraftlosigkeit Fingerschmerzen
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Bewegungseinschränkungen Atembeschwerden Kopfschmerzen Verspannung Schulter/Nacken 0
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rungen, z.B. Rückenschmerzen, führen. Auch das psychische Wohlbefinden ist eingeschränkt wegen zu geringem Schlaf, Konzentrationsmangel und dem stressbedingten Kopfschmerz. Die Erhebung zeigt, Bedarf an Gesundheitsförderung besteht, Wohlbefinden bei der Arbeit zu schaffen tut not. Mit der Erhebung lässt sich Gesundheitsförderung planen.
Mitarbeitenden in ihrer Gesundheit fördern. Was geschieht in der Förderung? Die ruhige Atmosphäre der Ergosprechstunde gibt Raum für das Gespräch über den Arbeitsalltag. Abrupte Bewegungen und schnelle Reaktionen, die der Arbeitsalltag mit sich bringt, lö-
Mit der ergotherapeutischen Expertise werden die Mitarbeitenden aufgeklärt, welche Belastungen die Tätigkeit an ihre Gesundheit stellt. Belastungen, die spürbar sind an der individuellen Befindlichkeit und deren unmittelbare Entlastung Wohlbefinden bei der Arbeit herstellt. Beratung zur Gestaltung von Arbeitsabläufen, Tipps für das Handling und praktisches Wissen um Kräftigung und Dehnung von Muskeln runden das Angebot ab. Dieser Ansatz, der die Betätigung in den Mittelpunkt der Förderung stellt, sucht den Weg über das Verhalten bei der Arbeit zu dem Wohlbefinden in der Arbeit. Diese eine Seite der Medaille der Gesundheitsförderung bietet die Praxis für Ergotherapie im Haus an. Eine offene, engagierte Geschäftsleitung, der die Gesundheit der Mitarbeitenden am Herzen liegt, hat dies alles ermöglicht. Die Seite der Verhältnisse als andere Seite der Medaille tritt in Leitung und
Das Programm Mit einem Rückencoaching und einer Ergosprechstunde zur Behandlung von Triggerpunkten hat das Angebot seit Anfang Februar 2019 seinen Beginn genommen, immer dienstags von 10.00 Uhr – 12.30 Uhr lassen sich die
sen Verspannungen aus – fortgesetzte Anspannung führt zu Bildung von Triggerpunkten. Dauernder Zeitdruck und schnelle Transfers mit dem Bewohner führen zu chronischer Belastung des Rückens. Mit der Behandlung von Triggerpunkten werden die Mitarbeitenden von akuten Befindlichkeitsstörungen befreit. Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur kräftigen diese. Eine Beratung unmittelbar an der Tätigkeit gibt Tipps für rückengerechtes Heben und Tragen.
Team aller zu Tage. Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an Leitung und Team des Hauses, die dies alles erst möglich machten und machen. Anke Matthias-Schwarz Ergotherapeutin Beraterin betriebliche Gesundheitsförderung / IHK
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Pflegepolitik
Wirtschaftsweise warnen vor Versorgungsmangel in der Pflege
Bundesregierung muss qualifizierte Zuwanderung organisieren Den klaren Hinweis des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf den deutlichen Zuwachs an Personalbedarf bei bereits heute bestehenden Versorgungslücken nimmt der Präsident des bpa zum Anlass, seine Forderung an die Politik zu erneuern. „Die Bundesregierung muss aktiv im Ausland Pflegefachkräfte anwerben, so wie sie es in den 60-er Jahren für die Automobilindustrie gemacht hat. Heute geht es um die sichere Versorgung und Betreuung einer schnell wachsen-
den Zahl pflegebedürftiger Menschen. Lange Wartezeiten auf Versorgung müssen sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die pflegenden Angehörigen verhindert werden“, so Bernd Meurer. Der Sachverständigenrat weist auch auf die Tatsache hin, dass die Beschäftigung im Dienstleistungssektor Medizin und Pflege zwischen 1991 und 2017 um 90 Prozent gestiegen sei und damit zeige, dass es dem Gesundheitswesen bislang gut gelungen sei, Fachkräfte
anzuziehen. Alleine in der Altenpflege wurden in den letzten Jahren 100.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs neu besetzt. Zudem sind die Löhne überdurchschnittlich gestiegen. Meurer weiter: „Die Arbeitgeber haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wir brauchen ein deutliches politisches Signal, ob auch künftig ein bedarfsdeckendes Angebot für pflegebedürftige Menschen gesichert werden soll.“ Quelle: bpa Pressemitteilungen
Heimbewertungen sollen besser werden
Reform des Pflege-TÜV Kiefer sagte: „Bereits im Frühjahr 2020 werden erste Ergebnisse veröffentlicht und bis Ende 2020 soll jedes Heim nach den neuen Regeln geprüft worden sein.“ Die neue Transparenz über die Pflegequalität sei ein Fortschritt für die Bewohner und deren Angehörige. „Sie war längst überfällig“, betonte Kiefer.
Nach jahrelangem Ringen startet im Herbst der neue Pflege-TÜV für aussagekräftige Bewertungen von Pflegeheimen im Internet. „Am 1. November beginnen in den Pflegeheimen endlich die Prüfungen nach dem neuen Qualitätssystem“, sagte Gernot Kiefer vom Vorstand des GKV-Spitzenverbands der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen dadurch aussagekräftige Bewertungen der Heime in Deutschland bekommen.
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Die neu konzipierten Prüfungen sollen in eine informative Darstellung über die Qualität der Pflegeheime münden. Abgelöst werden die umstrittenen Pflegenoten, die so positiv ausfallen, dass kaum Vergleiche möglich sind. Das zuständige Gremium, der erweiterte Qualitätsausschuss von Krankenkassen und Heimbetreibern, gab in einer internen Sitzung … grünes Licht für die Reform, wie die dpa aus Verhandlungskreisen erfuhr.
Bereits 2015 hatte der Gesetzgeber die Pflegeeinrichtungen, -kassen und Kommunen beauftragt, bis März 2017 ein neues Prüfverfahren zu entwickeln. Aber es gab immer wieder Verzögerungen. Seit vergangenem Herbst liegen den Heimbetreibern und Krankenkassen Empfehlungen von Wissenschaftlern für einen neuen Pflege-TÜV vor. Die Situation in den Einrichtungen soll erstmals realistisch erfasst und für alle verständlich dargestellt werden. Quelle: dpa/Handelsblatt
Natur und Heilkunde
Natürliche Hilfe
Bärlauch und Knoblauch
Ein Ratschlag aus der Apotheke
Bei Frühjahrswanderungen, hauptsächlich im Bereich von Laubwäldern, gerät man bisweilen in wahre Duftwolken, hervorgerufen vom Bärlauch. Vielen Besuchern einer heutigen Apotheke ist sicherlich nicht bekannt, dass trotz der großen Anzahl chemisch produzierter Arzneimittel bis heute ungefähr ein Drittel des Arzneischatzes aus unserer Natur stammt. Selbst modernste Entwicklungen nutzen häufig die Natur als Lieferanten der Ausgangssubstanzen. Um die Vielfalt der Pflanzenwelt mit ihren Arzneistoff liefernden Arten besser kennen zu lernen, bin ich immer wieder auch mit der Kamera in der Natur unterwegs, um einzelne Exemplare für mein Archiv festzuhalten. In regelmäßiger Folge möchte ich deshalb an dieser Stelle einzelne Pflanzen vorstellen und über ihre Wirkungsweise informieren. Friedrich Böckle (Quellen-Apotheke, Bad Liebenzell)
(Foto Knoblauch, F. Böckle)
Speziell für die Küche hat sich diese Pflanze in den letzten Jahren als vielseitiger Bestandteil von Rezepten entwickelt und den Knoblauch etwas verdrängt. Beim Sammeln der jungen Blätter (möglichst noch vor Beginn der Blüte) ist jedoch Vorsicht geboten! Es kommt immer wieder zu Verwechslungen mit jungen Maiglöckchenblättern und diese sind äußerst giftig. Bärlauch (Allium ursinum) ist nahe verwandt zu Knoblauch (Allium sativum), die daher ähnlichen Inhaltsstoffe sind jedoch wesentlich geringer konzentriert und für medizinische Anwendungen somit weniger geeignet. Die weltweit als Nahrungsmittel und Gewürz verwendete Knoblauchzwiebel ist dagegen ein wissenschaftlich anerkanntes Arzneimittel. Eine Hauptwirkung ist dabei die Absenkung des LDL-Cholesterinspiegels und ebenso des systolischen Blutdruckwerts. Zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen ist der regelmäßige Ge-
nuss von Knoblauchzubereitungen also sehr positiv einzustufen. Einziges Negativum dabei ist der für Mitmenschen unangenehme Geruch. Als Tagesdosis sind 4 Gramm frische Zwiebeln in der Empfehlung. Es gibt jedoch auch Kapseln mit dem entsprechend hohen Extraktgehalt. Ernsthafte Nebenwirkungen sind nicht bekannt. In seltenen Fällen treten Magenreizungen auf. Da Knoblauchextrakte auch einen blutverdünnenden Effekt erzielen können, sollten Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente erhalten, diese Wirkung mit dem verordnenden Arzt besprechen. Neben den wissenschaftlich anerkannten Wirkungen wird Knoblauch in der Volksmedizin bei Verdauungsstörungen, Atemwegserkrankungen und Gelenkbeschwerden eingesetzt. Die äußerliche Anwendung bei Hühneraugen, Warzen, Muskel- und Nervenschmerzen ist zwar noch verbreitet, jedoch im Vergleich zu besser wirksamen Arzneimitteln nicht mehr ratsam. Bezüglich Fertigpräparaten mit Knoblauchextrakt beraten wir Sie gerne in der Apotheke.
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