Als Landeshauptfrau von Niederösterreich bin ich sehr stolz darauf, dass Kunst und Kultur bei uns seit langem einen so großen Stellenwert haben. Das ist umso wichtiger in einer immer mehr vernetzten Welt, in der zunehmend die sozialen Kontakte, das Miteinander, das gemeinsame Tun verloren gehen. Demgegenüber leben Kunst und Kultur von Empathie, Inspiration, Begegnung und dem echten, unmittelbaren Erleben.
Wenn Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne stehen, wenn der Funke auf das Publikum überspringt und man die Schwingungen fühlt, dann entsteht Gänsehaut, dann entstehen Emotionen, Nähe und Interaktion zwischen den Menschen vor und auf der Bühne.
Genau dieser Verbindung von Musizierenden, Raum, Klang und Publikum widmet sich „On Stage“ das „Allegro Vivo“ Festival 2026. Vahid Khadem-Missagh und allen Beteiligten wünsche ich dafür viel Erfolg und gutes Gelingen. Dem Publikum wünsche ich einmal mehr schöne und inspirierende Stunden, wenn das Waldviertel wieder zur größten Musikbühne des Landes wird.
Das Waldviertel wird wieder zur größten Musikbühne des Landes
Once again, the Waldviertel region takes centre stage as Lower Austria’s largest music venue
In my capacity as Governor of Lower Austria, I am proud of the fact that art and culture has long held such a prominent place in our region. This is all the more important in a world increasingly dominated by virtual networks where social contracts, feelings of togetherness and shared activities tend to be lost. In contrast, art and culture thrive on empathy, inspiration, mutual encounters and genuine, on-site experience.
When artists take the stage, when you feel the vibrant energy of this shared experience, that’s when strong emotions make you shiver and a deep sense of connection and interaction arises between the audience and the artists on the stage.
The 2026 Allegro Vivo Festival, with its motto “On Stage”, is dedicated precisely to this interplay between musicians, space, sound, and the audience. I wish Vahid Khadem-Missagh and all those involved every success in this endeavour. May the audience experience many enjoyable and inspiring hours as the Waldviertel, once again, turns into Lower Austria’s largest music stage.
Landeshauptfrau
Mag. Johanna Mikl-Leitner
„On
Stage“ Die Kunst der Inszenierung
“On Stage” The art of staging
Musik ist Bühne. Sie lebt von der Inszenierung – vom Augenblick, in dem Raum, Klang und Publikum aufeinandertreffen. Unter dem Leitthema „On Stage“ widmet sich Allegro Vivo in der 48. Saison somit der musikalischen Darstellung und damit jener besonderen Kraft, die Geschichten erzählt, Emotionen weckt und den kulturellen Austausch fördert.
Als musikalische Lebensadern Süd u. Mitteleuropas sind Italien, der Balkan und Österreich durch ihre gemeinsame Geschichte verbunden und treffen daher im diesjährigen „Zyklus der Begegnungen“ aufeinander. Beide Kulturen prägen seit Jahrhunderten als wesentlicher Bestandteil der mitteleuropäischen Musiktradition die Vitalität der Wiener Klassik, die Emotionalität der deutschen Romantik und die Vielfalt der Moderne und damit das diesjährige Festivalprogramm mit 55 Konzerten an 28 historischen Spielorten.
In der 48. Festivalsaison freuen wir uns auf die Begegnung mit unserem Publikum, den Künstler*innen und mit über 500 Talenten aus der ganzen Welt.
Seien Sie uns herzlich willkommen!
Music comes to life on stage. It emerges the very moment when space, sound and audience meet. With this year’s theme “On Stage” Allegro Vivo devotes its 48th season to musical expression and to that unique power that tells stories, stirs emotions and encourages cultural exchange.
In our “cycle of encounters” we dedicate ourselves to the musical lifelines of Southern and Central Europe with Italy, the Balkans and Austria which share a longintertwined history. These cultures have shaped for centuries – as an essential part of the Central European musical tradition – the vitality of Viennese Classicism, the emotional depth of German Romanticism, and the diversity of Modernism, and thus also this year’s festival program, featuring 55 concerts at 28 historic venues.
In this 48th festival season, we also open the doors of our international summer academy and welcome more than 500 young talents from across the globe.
A heartly welcome to you all!
Vahid KhademMissagh Artistic Director
Programmüberblick
FR., 7. AUGUST 19:00 GmündNeustadt, HerzJesuKirche „Auftakt“ Programm und Ausführende wie Eröffnungskonzert
SA., 8. AUGUST 19:00 Stift Altenburg, Bibliothek „Präludium“ Programm und Ausführende wie Eröffnungskonzert
SO., 9. AUGUST 16:00 Stift Altenburg, Bibliothek „On Stage“ Eröffnungskonzert Respighi, Schulze, Tschaikowsky Alexander Swete, Gitarre Academia Allegro Vivo Vahid Khadem-Missagh, Violine & Dirigent
DI., 11. AUGUST 19:00 Schloss Harmannsdorf, Schüttkasten „Musik und Wort“ Albinoni, Vivaldi, Stratico Artists in Residence
21:00 Horn, Stadtsee „Moonlight Serenade“ Teilnehmer*innen der Meisterkurse
MI., 12. AUGUST 19:00 Stift Altenburg, Bibliothek „Con passione“ Schubert, Brahms Artists in Residence
DO., 13. AUGUST 19:00 Brunn am Wald, Wasserschloss „Klangsteg“ Konzert der Meisterkurse
FR., 14. AUGUST 11:00
Kunsthaus Horn & Vereinshaus Horn
Sommerakademie Matinéen Teilnehmer*innen der Meisterkurse
19:00 Stift Geras, Marmorsaal „Tonangebend“ Konzert der Meisterkurse
MI., 19. AUGUST 10:30 Horn, Pfarrgasse „Open Space“ Teilnehmer*innen der Meisterkurse 19:00 Stift Altenburg, Bibliothek „Bühnenmenschen“ Tartini, Beethoven, Geminiani, Mahler, Pejačević Artists in Residence
DO., 20. AUGUST 19:00 Schloss Waldreichs, Alte Kapelle „Con anima“ Konzert der Meisterkurse
FR., 21. AUGUST 11:00
Kunsthaus Horn & Vereinshaus Horn
Sommerakademie Matinéen Teilnehmer*innen der Meisterkurse 19:00 Altpölla, Pfarrkirche „Ausstrahlung“ Konzert der Meisterkurse
SA., 22. AUGUST 20:00
Kunsthaus Horn, Arkadenhof (bei Regenwetter Vereinshaus Horn) Galakonzert „La Notte Italiana“ Rossini, Paganini, Mascagni, Pugnani, Rota, Puccini, Donizetti, Veracini, Verdi, Strauss M. Gauci-Ancelin, Academia Allegro Vivo, Vahid Khadem-Missagh, Violine und Dirigent
SO., 23. AUGUST 11:00 Kunsthaus Horn, Kunstverein „On Stage“ Ausstellungseröffnung
16:00 Kunsthaus Horn, Arkadenhof (bei Regenwetter Vereinshaus Horn) „Bühne frei!“ Familiennachmittag Orchester der Kinder- und Jugendkurse J. S. Acosta, Leitung
DI., 25. AUGUST 21:00 Horn, Stadtsee „Moonlight Serenade“ Teilnehmer*innen der Meisterkurse
MI., 26. AUGUST 19:00 Stift Altenburg, Bibliothek “Il tramonto” Respighi, Brahms Artists in Residence
DO., 27. AUGUST 19:00 Stift Zwettl, Festsaal „Füreinander“ Konzert der Meisterkurse
19:00 Campus Horn, Kulisse „Klangkulisse“ Teilnehmer*innen der Kinder- und Jugendkurse
FR., 28. AUGUST 10:30 Campus Horn, Weitblick „Da capo“ Teilnehmer*innen der Kinder- und Jugendkurse
11:00 Kunsthaus Horn & Vereinshaus Horn
Sommerakademie Matinéen Teilnehmer*innen der Meisterkurse
16:00 Maria Dreieichen, Basilika „Himmlisch“ Teilnehmer*innen der Kinder- und Jugendkurse
19:00 Schloss Greillenstein, Festsaal „Im Flow“ Konzert der Meisterkurse
SA., 29. AUGUST 10:30 Campus Horn, Weitblick „Visionen“ Abschlussmatinèe der Kinderkurse
19:00 Göpfritz an der Wild, Kulturstadl „Hymnus an den Süden“ Strauss, Scarlatti, Brahms, Rachmaninoff, Rheinberger, Kutrowatz, Piazzolla, Filmmusik von E. Morricone u. a. M. Dangl, E. Kutrowatz, K. Titova
SO., 30. AUGUST 16:00 Burg Raabs, Großer Rittersaal „Italienische Serenade“ Wolf, Schubert, Puccini, Mozart Minetti Quartett
DI., 1. SEPTEMBER 19:00 Gutshof Schickenhof, Großer Salon „New Impressions“ Bach, Batik, Davis, Gulda, Brubeck Zum Geburtstag von R. Batik
MI., 2. SEPTEMBER 10.30 Horn, Pfarrgasse „Open Space“ Teilnehmer*innen der Meisterkurse
SA., 12. SEPTEMBER 18:00 Burg Schleinitz, Rittersaal „Klangbrücke“ Texte von I. Bachmann A. Eckert, Duo Sonoma
SO., 13. SEPTEMBER 16:00 Burg Schleinitz, Rittersaal „Tea time“ Mozart, Martinů, Honegger; Texte von R. M. Rilke A. Eckert, K. Flieder, C. Pantillon
DO., 17. SEPTEMBER 19:00 Schloss Weitra, Arkadenhof „Klangschloss“ Programm und Ausführende wie Abschlusskonzert
FR., 18. SEPTEMBER 19:00 Stift Göttweig, Stiftskirche „Die Himmel erzählen…“ Programm und Ausführende wie Abschlusskonzert
SA., 19. SEPTEMBER 18:00 Stift Altenburg, Bibliothek „Italienische Symphonie“ Programm und Ausführende wie Abschlusskonzert
SO., 20. SEPTEMBER 16:00 Stift Altenburg, Bibliothek „Festivalabschlusskonzert“ Pärt, Mozart, MendelssohnBartholdy Academia Allegro Vivo Vahid Khadem-Missagh, Violine & Dirigent
Freudige Erwartung
Zuerst noch Stimmengemurmel, dann wird es leiser und leiser – die freudige Erwartung in den letzten Augenblicken vor Konzertbeginn zählt zu den ganz besonderen Erfahrungen. Diese freudige Erwartung wird beantwortet durch den Auftritt der Künstlerpersönlichkeiten. Es ist dieser Rahmen, die festliche Inszenierung der Musik, die Vahid KhademMissagh als künstlerischen Leiter von Allegro Vivo zum diesjährigen Leitgedanken „On Stage“ inspiriert hat. Musik ist kein fester Körper, aber sie nimmt immer ihren Platz ein und betritt ihre ganz eigene Bühne. Mit Werken wie Respighis „Antiche Danze ed Arie“ und
Tschaikowskys „Souvenir de Florence“ ist gleichzeitig auch der geografische Lebensraum skizziert, der 2026 im Fokus steht: Italien und die angrenzenden Gegenden entlang der Adria entführen uns in südliche Stimmungen und zeigen einmal mehr, dass die Musik über alle Grenzen hinweg Menschen zusammenbringt. Die Uraufführung des Auftragswerks von Tristan Schulze passt wunderbar dazu. Das Doppelkonzert für Violine und die Gitarre steht für das musikalische Beisammensein und Lebensfreude. Allegro Vivo eröffnet heute Abend die FestivalBühne in Gmünd – Vorhang auf!
Ottorino Respighi (1879–1936)
Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3
I. Italiana Andantino
II. Arie di Corte Andante cantabile – Allegretto – Lento con grande espressione –Allegro vivace Vivacissimo – Andante cantabile
III. Siciliana Andantino
IV. Passacaglia Maestoso
Tristan Schulze (1964*)
Doppelkonzert für Violine, Gitarre und Streichorchester op. 122 (UA)
Auftragswerk des Allegro Vivo Festivals
Pause
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
„Souvenir de Florence“ für Streichorchester dMoll, op. 70
Academia Allegro Vivo Vahid KhademMissagh Violine & Dirigent
Mediterrane Lebenslust
Allegro Vivo eröffnet in Stift Altenburg ein rauschendes Fest! Unter dem zentralen Gedanken „On Stage“ beginnt heute Abend ein Konzertreigen der besonderen Art. Für den künstlerischen Leiter Vahid KhademMissagh dreht sich alles um die ausgestaltete Inszenierung und den Rahmen, in dem die Musik für Künstler*innen und Publikum zur Herzensangelegenheit und Hauptsache wird. Die knisternde Atmosphäre vor Konzertbeginn, der große Auftritt und die zuvor leere Bühne, die nun mit Leben erfüllt ist – in der herrlichen Stiftsbibliothek finden wir zusammen, um diesen musikalischen Auftakt zu erleben. Italien und der adriatische Mittelmeerraum stehen als
Fokusländer im Mittelpunkt: Das Festival beginnt mit einer an alte Zeiten erinnernden Suite von Ottorino Respighi und schließt mit Tschaikowskys „Souvenir de Florence“ – eine Reise in den Süden. Die mediterrane Lebenslust und Geselligkeit wird von kaum einem Instrument so treffend symbolisiert wie der Gitarre. Der Komponist Tristan Schulze komponierte für Allegro Vivo 2026 sein Doppelkonzert für Violine und Gitarre und macht die beiden Saiteninstrumente zu virtuosen Gastgeberinnen am Beginn eines Festivalsommers, der uns „On Stage“ die musikalische Weltbühne vorführt.
Ottorino Respighi (1879–1936)
Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3
I. Italiana Andantino
II. Arie di Corte Andante
cantabile – Allegretto – Lento con grande espressione –Allegro vivace Vivacissimo – Andante cantabile
III. Siciliana Andantino
IV. Passacaglia Maestoso
Tristan Schulze (1964*)
Doppelkonzert für Violine, Gitarre und Streichorchester op. 122 (UA)
Auftragswerk des Allegro Vivo Festivals
Pause
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
„Souvenir de Florence“ für Streichorchester dMoll, op. 70
Allegro con spirito
Adagio cantabile – Moderato – Tempo I
Allegretto moderato
Allegro vivace
Der Festivalsender Ö1 sendet das Konzert am 25.08. um 14.05 Uhr im Ö1 Konzert.
* Die Konzertkarte gilt auch als Tageskarte für Stift, Sammlung Arnold und Gärten. Bitte Eintrittskarte im Klosterladen lösen.
Konzertpatenschaft
Die Niederösterreichische Versicherung
Alexander Swete Gitarre
Academia Allegro Vivo Vahid KhademMissagh Violine & Dirigent
Musikalische Weltbühne
Allegro Vivo stellt 2026 die Inszenierung der Musik unter dem Gedanken „On Stage“ in den Mittelpunkt. Wie würdet Ihr Euch als Bühnenmenschen beschreiben?
VKM: Die Bühne war ganz zu Beginn die Inspiration für mich, ein Leben mit der Musik zu verbringen. Die Kombination aus Bühne, Publikum und der klingenden Musik, das zusammen macht es für mich aus.
TS: Die Bühne ist ja nicht nur ein Ort, sondern erst durch das Publikum entsteht die PerformanceSituation. Idealerweise gibt es einen Transfer, eine Verbindung, die wir als Künstler spüren. Darum können wir das auch nicht üben oder simulieren. Diese Situation ist auch jedes Mal anders, wobei wir als Künstler immer versuchen, etwas Unerreichbares in gewisser Weise erkennbar zu machen und zur Verfügung zu stellen. Das wird umso besser, je „durchlässiger“ ich selbst bin – und dann steht auf einmal die Zeit still und alles fließt.
VKM: Ein schönes Bild, das hätte sich Mozart natürlich gewünscht, denn zu seiner Zeit durfte man ja essen und trinken während einer Aufführung. Wie Tristan richtig sagt, in unserer Zeit hat sich etwas fast Heiliges entwickelt, weil im Konzert eine Verbindung entsteht. Die Musiker machen mit ihrer Persönlichkeit in gewissem Sinne den Schritt „zur Seite“, um das entstehen zu lassen. So wie Beethoven sagt, die Musik „möge wieder zu Herzen“ gehen – um diesen Brennpunkt dreht sich alles.
Ein Gespräch mit dem Komponisten Tristan Schulze und dem künstlerischen Leiter Vahid
VKM: Für mich sind es zwei Elemente. Zum einen ist es das Gefühl auf der Bühne, dass alles fließt und sich ohne gedankliche oder andere Hindernisse entfalten kann. Das zweite ist die Energie, die aus dem Publikum zurückkommt. Das ist nicht nur Applaus, man spürt ja, ob die Menschen anteilnehmen und zuhören. Und Rituale gibt es natürlich auch, das beginnt mit körperlichen Übungen am Konzerttag und praktischen Dingen wie das Weglegen des Handys einige Zeit vor Beginn.
TS: Ich beobachte an mir sehr oft, dass ich vor Konzerten müde werde; das erkläre ich mir so, dass der Körper weiß, was kommt und an Kräften spart. Nach dem Konzert bin ich dafür immer sehr wach und „aufgeladen“.
Khadem-Missagh über die Bühne und die musikalische Inszenierung, die Gitarre und ihre Eigenheiten und ein neues
Stück für Allegro Vivo.
Was gehört für Euch zu einem gelungenen Auftritt dazu, auch mit allen Vorbereitungen und Ritualen?
TS: Ich schätze es sehr, wenn ich nach einer Vorstellung noch mit den Menschen im Publikum reden kann, gerne auch mit einem guten Glas in der Hand. Auf der Bühne ist man ja sehr exponiert, aber in Wirklichkeit gibt es ja nichts Trennendes zwischen uns. Ausgesprochen gelungen finde ich, wenn mir nachher jemand sagt: „Ich habe verstanden, was Du gemacht hast.“ Das finde ich wunderbar!
Tristan komponiert für Allegro Vivo ein Doppelkonzert für Violine und Gitarre. Ihr habt sicher beide schon einmal eine Gitarre in der Hand gehabt – wie hat sich das angefühlt?
VKM: Mich hat an der Gitarre fasziniert, wie schnell sie gut klingt. Auf der Violine muss man einige Zeit üben, um saubere Töne spielen zu können, die Gitarre klingt gleich „in den Raum hinein“.
TS: Ich habe die Gitarre im Studium in Zwickau kennengelernt, da konnte ich bei einigen Mitstudierenden punkten, indem ich nur durch die Kenntnis der Gitarrenstimmung herausgefunden habe, wie man beispielsweise EsDur greift; übrigens keine angenehme Tonart für die Gitarre …
VKM: Paganini hat das auf der Violine so gelöst, dass er die Saiten einfach anders gestimmt hat. Sein erstes Violinkonzert ist sogar in EsDur!
TS: Irgendwann habe ich mir eine Gitarre gekauft, nur um ein bisschen herumzuprobieren. Toll fand ich, dass man ohne Lagenwechsel einen Tonraum von zwei Oktaven zur Verfügung hat. Die Gitarre bringt auch Herausforderungen mit sich: Du musst viel Kraft aufbringen und am Ende ist der Ton doch immer eher klein – der Saal kann nicht klein genug sein, wenn Du unverstärkt spielen möchtest.
Was die Gitarre aber einzigartig macht, ist ihre Verbreitung in verschiedenen Kulturen. Damit meine ich, dass sie zum Beispiel in Südamerika ganz anders gehört und gespielt wird als anderswo. Das Instrument ist sehr wandlungsfähig, in einer ganz anderen Weise als die Violine.
VKM: Auf die Gitarre bin ich über unser heuriges Fokusland gekommen, Paganini hat sowohl Violine als auch Gitarre gespielt. Seine PizzicatoTechnik auf der Violine hat sicher einen engen Bezug zur Gitarre, oder beispielsweise die Fingerstreckungen. Und Stradivari hat auch Gitarren gebaut, es sind sogar noch fünf Instrumente erhalten. Ich denke, in unserem Konzert zum Auftakt von Allegro Vivo sind die beiden Instrumente kongeniale Partner, auch wenn sie in unterschiedlichen Sphären zu Hause sind.
Wie ist das diesjährige Auftragswerk entstanden? Was oder wer war zuerst – Tristan oder die Gitarre?
TS: Ich habe das Stück zum Komponieren nicht leicht gefunden. Der Gitarrensolist in unserer Aufführung, Alexander Swete, ist ein ausgezeichneter Musiker und hat eine tolle Bühnenpräsenz. Aber die Gitarre und ihr Spieler sind nun einmal sitzend fixiert, wohingegen die Violine sehr beweglich ist; obendrein wird Vahid auch noch dirigieren. Ich musste also die Aufgabe lösen, dass die Gitarre genug zur Geltung kommt.
VKM: Das Konzert ist ein wunderbares Zwiegespräch, das sich durch die Genres bewegt. An manchen Stellen begleitet die Gitarre die Violine, an anderen Stellen ist es aber exakt umgekehrt. Auch der für die Gitarre typische Flamenco kommt an einigen Stellen durch …
TS: Ja, ich habe einige Stilrichtungen eingebaut, in denen die Gitarre besonders gut wirkt. Das ist der Flamenco, aber auch Jazz, brasilianische Musik und der Tango. Und was auffällt: Alle diese Musikrichtungen gehören zu Kulturen, die ihre ursprüngliche Heimat zurücklassen mussten und die sich in ihren neuen Kulturkreisen abseits der etablierten Kultur erhalten oder sogar behauptet haben. Und es ist immer Musik von gesellschaftlichen Randgruppen oder schlechter gestellten Menschen – zum Beispiel der Jazz als Musik der Sklaven. Mich hat wahnsinnig berührt, dass die Musik aber immer erhalten geblieben ist. Das hat etwas Heilendes für mich.
Über die akustischen Herausforderungen der Gitarre habt Ihr schon gesprochen. Wie wird das im Konzertsaal gelöst?
VKM: Ich glaube, wir erleben da gerade eine Renaissance. In den letzten Jahrzehnten sind die Möglichkeiten der
authentischen Verstärkung viel besser geworden und wir können heute einen überzeugenden, eben „akustischen“ Klang der Gitarre ermöglichen.
TS: Unsere Hörgewohnheiten spielen da auch hinein. Wir hören ja mehr oder weniger bewusst viel Filmmusik oder Musik für das Fernsehen. Und die Gitarre ist zu einem Instrument geworden, das die Einsamkeit symbolisiert. Mit den modernen Möglichkeiten der Verstärkung kann man diese Intimität trotzdem so einsetzen, dass sich die Gitarre gegen ein Orchester durchsetzt und das verfehlt nie seine Wirkung.
Könntet Ihr das Konzert für Violine und Gitarre musikalisch ein bisschen vorstellen?
VKM: Tristan hat das Werk nicht in der klassischen Dreisätzigkeit angelegt, es ist vielmehr ein großer Satz –es ist wie eine große Reise, ein Dialog zwischen den beiden Instrumenten und der „Gesellschaft“, in diesem Fall dem Kammerorchester. Die Stilelemente, die vorhin erwähnt wurden, sind jeweils ein kulturelles Erbe der Menschheit – und davon kommt sehr viel vor.
TS: Ich arbeite in diesem Konzert mit motivischen Verschränkungen; das ist etwas, das ich schon oft beobachtet habe, wie in Werken früherer Epochen Motive entstehen und sich verwandeln. Zum Beispiel verändert Bruckner ein Motiv an einer späteren Stelle in etwas anderer Form, weil er es durch die mehrfache Verwendung jetzt klarer formuliert. Mir war auch wichtig, die Virtuosität nicht um ihrer selbst willen einzusetzen, sondern ihr mit melodischer Bedeutung echte Substanz zu geben. Und stilistisch ist das Konzert sehr vielschichtig.
VKM: Mich fasziniert sehr, dass Tristans Musik immer Emotionen auslöst. Das kommt von der stilistischen Vielfalt, es gibt keine Berührungsängste und damit auch keine „Schubladen“. Das verbindet uns im Denken, Musik muss grenzenlos sein. In Zeiten, wo Polarisierung immer häufiger Grenzen zieht, spielt die Musik als verbindendes Element eine zentrale Rolle. Sie berührt unseren Wunsch nach einem „inneren Schwingen“.
Die Konzertorte von Allegro Vivo sind praktisch zur Gänze historische Orte, von Haus aus eigentlich nicht für Konzerte geschaffen worden – dennoch ein wunderbarer Rahmen. Wenn wir an die Stiftsbibliothek in Altenburg denken, ist das eher ein Ort des Rückzugs und der leisen Klänge oder doch die „ganz große Bühne“?
VKM: Ich bin überzeugt, dass Räume dann zum Leben erweckt werden, wenn sie klingen. Deshalb brauchen wir beides: einen Ort, der mich als Rückzugsort inspiriert und der mich anspornt, einen möglichst schönen Klang zu erzeugen. Gleichzeitig kann die Stiftsbibliothek in Altenburg auch unglaubliche Begeisterung entfachen und für viele Menschen gleichzeitig ein Ort der Begegnung sein.
TS: Für mich ist eine Stiftsbibliothek ein Ort der Exzellenz. Denken wir an alle diese in Leder gebundenen Bücher, die mit der Hand abgeschrieben wurden! Das ist eine so edle Atmosphäre, in der man all diesem Wissen so
viel Raum gegeben hat. Es ist insofern ein Ort des Rückzugs, wenn Du dort alleine sein kannst und in den Büchern schmökern. In dem Moment, in dem dort ein Konzert stattfindet, ist es eher kein Ort des Rückzugs mehr. Aber die Bücher haben natürlich eine unglaubliche Ausstrahlung, auch bei einer Veranstaltung.
VKM: Ich sage immer, die Bibliothek in Stift Altenburg ist der schönste Konzertsaal Europas!
TS: In Altenburg könnte man sagen, dass der Hall auf der „gutgemeinten Seite“ ist – das wird der Gitarre sicher guttun.
Hängt die Wahl der Instrumente für das Auftragswerk eigentlich mit der Fokusregion ItalienNördliche Adria zusammen?
VKM: Die Gitarre hat sicher etwas mit dieser Gegend zu tun. Meine Assoziation mit dem Instrument ist die Lebensfreude, und wenn wir Italien und den Balkan bereisen, drückt sich diese Freude durch das soziale Miteinander aus, das verbindende Element.
TS: Ich muss an die Zeit denken, in der diese Instrumente gebaut und vielfach exportiert wurden. Geigen und Gitarren aus Italien wurden und werden in ganz Europa gespielt, von dort kam immer viel Kultur in andere Länder. Darum sind Italien und der Adriaraum schon eine besondere Region.
Tristan Schulze Komponist
Vahid KhademMissagh künstlerischer Leiter
Harmonische Zukunft
Die Musik überwindet Grenzen und fördert Verständigung. Der traditionelle Konzertabend mit „Musik und Wort“ führt uns durch musikalische Meisterwerke und spirituelle Gedanken aus den Hochreligionen der Welt. An kaum einem Ort wäre der Rahmen so stimmig und dem Jahresmotto „On Stage“ angemessen wie auf Schloss Harmannsdorf. Hier schrieb Bertha von Suttner ihren epochalen Friedensappell „Die Waffen nieder!“ Denn sie war sicher, dass die harmonische und friedliche Zukunft nur in einer gewaltlosen Welt möglich sein wird. „Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen – nein: unserer Enkelkinder!“ fasst sie es zusammen. So bauen auch die großen Religionen der Welt – Buddhis
mus, Hinduismus, Judentum, Christentum, Islam und die BahaiReligion – immer darauf, die Menschen im Heute für das harmonische Morgen vorzubereiten. Elisabeth Eschwé führt rezitierend durch den Abend, der sich musikalisch dem Barock und geografisch dem diesjährigen Fokusland Italien und dem angrenzenden Adriaraum widmet: Tomaso Albinoni wurde in Venedig geboren, wirkte als Komponist und Dirigent seiner Werke in ganz Norditalien. Antonio Vivaldi lebte und wirkte in Venedig und Mantua, ehe er nach Wien aufbrach und Tartinis Schüler Michele Stratico wurde in Kroatien geboren als Josip Mihovil Stratik.
Tomaso Albinoni (1671–1751)
Sonate für Flöte und Cembalo op. 6 Nr. 6
Grave
Allegro
Adagio
Allegro
Antonio Vivaldi (1678–1741)
Sonate für Cello und Cembalo Nr. 1 BDur
Largo
Allegro
Largo
Allegro
Giuseppe Michele Stratico (1728–1783)
Sonata in Re maggiore
Largo andante
Allegro affettuoso
Allegro
Texte aus den Quellen der Hochreligionen
Elisabeth Eschwé Rezitation
Di., 11. 08.
„Musik und Wort“
Schloss Harmannsdorf, Schüttkasten
17:30 Uhr Sonderführung Schloss Harmannsdorf
€ 15,– (Voranmeldung erforderlich)
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Kooperation Internationaler Bertha von Suttner Verein
Mario Caroli Flöte Reka Szilvay Violine
Matthias Bartolomey Cello Luca Ferrini Cembalo
Sternstunden
Wenn die Sonne am Horizont verschwindet und ein kühlender Wind über den Horner Stadtsee weht, sammeln sich am Ufer rund um die Seebühne zahlreiche musikbegeisterte Menschen. Picknickdecken werden ausgebreitet, Klappstühle aufgestellt und die letzten Podiumsplätze ergattert, um den Darbietungen der jungen Talente zu lauschen. Mit der Dämmerung breitet sich
eine gespannte Vorfreude aus und sogar die zahlreichen Mücken ziehen sich zurück, um den ersten Klängen des Abends Platz zu machen. Mit dem Abendstern gehen die musikalischen Sternstunden der Festivalstadt auf und verbinden die Besucher zu einer staunenden Gemeinschaft.
Seit bald 50 Jahren ist Allegro Vivo eine große Bühne für das musikalische Miteinander und Kammermusik auf allerhöchstem Niveau. Die große Bühne, im diesjährigen Festival als Leitgedanke „On Stage“ formuliert, ist der Rahmen, in der die Musik ihren großen Platz einnimmt. Das ist in besonderer Weise zu erleben an den kammermusikalischen Abenden in Stift Altenburg – heute mit besonderer Leidenschaft, also „Con passione“. Der Platz im Rampenlicht war immer schon attraktiv für Komponisten – besonders dann, wenn ihn einmal jemand anderer einnahm. So nahm es Arnold Schönberg mit Humor, als er über das Hauptthema im Klavierquartett op. 25 von
Brahms sagte: „Leider nicht von mir!“. Das auserlesene Ensemble mit den Streichern Ingolf Turban, Hariolf Schlichtig, WenSinn Yang und Elisabeth Leonskaja am Klavier spielt das berühmte Meisterwerk, das Johannes Brahms für sein Wiener Debüt 1862 auswählte. Er wusste genau, dass die Anlehnungen an die „Zigeunermusik“ das Publikum besonders erfreuen würden. Und auch wenn er zu Lebzeiten nie die große Bühne betrat, wusste Franz Schubert genau um die Wirkung seiner einfühlsamen, virtuosen Klaviermusik. Elisabeth Leonskaja widmet ihm die erste Hälfte des Konzertabends.
Franz Schubert (1797–1828)
Klaviersonate BDur D960
Molto moderato
Andante sostenuto
Scherzo. Allegro vivace con delicatezza
Allegretto ma non troppo
Pause
Johannes Brahms (1833–1897)
Quartett gMoll für Violine, Viola, Violoncello und Klavier, op. 25
Allegro
Intermezzo. Allegro ma non troppo – Trio Animato
Andante con moto
Rondo alla Zingarese. Presto
Elisabeth Leonskaja Klavier
Mi., 12. 08.
„Con
passione“
Stift Altenburg, Bibliothek
16:00 Uhr Stiftsbesichtigung
18:00 Uhr Einführung, Mag. Ursula Magnes
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 45,–/€ 39,–
Konzertpatenschaft Stöger & Partner
Ingolf Turban Violine
Hariolf Schlichtig Viola WenSinn Yang Cello
Herzblut
Die Sommerakademie von Allegro Vivo ist das weltbekannte Herzstück und Markenzeichen des Festivals. Alljährlich kommen Hunderte junger Menschen aus vielen Ländern der Erde ins Waldviertel, um ihre instrumentalen Fertigkeiten zu verfeinern und gleichzeitig das Zusammenspiel mit anderen zu verbessern. Vahid KhademMissagh nennt es das „Herzblut, das durch Allegro Vivo fließt“. Die Sommerakademie öffnet ihre Tore nicht nur für Studierende, sondern auch für Zuhörende, die im Rahmen der Konzerte neue Klangräume und architektoni
sche Juwele Österreichs kennenlernen. Das erste Konzert der Meisterkurse 2026 findet im Wasserschloss von Brunn am Wald statt, das öffentlich nicht zugänglich ist und nur durch die Kraft der Musik im Rahmen von Allegro Vivo seine Türen für uns öffnet. Die geteilte Freude an der Harmonie breitet sich tags darauf auch über dem musikalischen Geschehen im Refektorium von Stift Geras aus. Das Deckengemälde des Barockmeisters Paul Troger zeigt die wundersame Brotvermehrung und die Freude an der Gemeinschaft.
Do., 13. 08.
„Klangsteg“
Brunn am Wald, Wasserschloss 19:00 Uhr Konzertbeginn
„Uwaga“ stammt aus dem Polnischen und bedeutet: Aufmerksamkeit. Die vier Musiker konzentrieren sich auf die Musik Osteuropas und sind seit 2007 auf den heimischen Bühnen zu Hause. Ihre Hintergründe sind höchst unterschiedlich und liegen in klassischen Symphonieorchestern, Jazzensembles und Funkbands. Das ergibt einen hinreißenden Mix, dem sich die Mitglieder von Uwaga! mit ungebremstem Eifer widmen. Ihre Vision: Grenzenlose Musik, die einfach Freude macht und zu Herzen geht. Mit dieser Idee passt das Ensemble ausgezeichnet in die
diesjährige Ausgabe von Allegro Vivo, denn mitreißende und grenzenüberwindende Musik gehört auf die große Bühne, die mit dem Gedanken „On Stage“ über dem Festival steht. Der Arkadenhof im Kunsthaus Horn wird zum bunten Kessel, in dem die verschiedenen Zutaten aus gewitzten Melodien und markanten Rhythmen ein unterhaltsames großes Ganzes ergeben. Mit „Classic goes Balkan“ gehen die Mitglieder von Uwaga! auf die Reise in den Mittelmeerraum, der 2026 im Fokus von Allegro Vivo steht.
Traditional
Devla (arr. M. Maurer)
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Violinsonate eMoll KV304 (arr. M. Maurer)
Wolfgang Amadeus Mozart
Reggae Violinkonzert (arr. M. Maurer)
Stevie Wonder (1950*)
I Wish (arr. C. König)
Wolfgang Amadeus Mozart
Lacrimosa (arr. M. Maurer)
Wolfgang Amadeus Mozart
Balkan Klaviersonate KV 331 (arr. M. Maurer/C. König/M. Hacker/M. Nisic)
Pause
Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 23 ADur KV 488 (arr. C. König)
Miroslav Nisic Akkordeon Jakob Kühnemann Kontrabass
Übersinnlich
Der Mythos rund um Paganini begann schon zu Lebzeiten des berühmten Virtuosen. Für die einen war er der „Teufelsgeiger“ – einfach zu virtuos, als dass es hier noch mit rechten Dingen zugehen konnte. Befeuert wurden die Legenden von vielen Zeitzeugen. So schrieb Johann Wolfgang von Goethe einem Freund: „Manche Geschöpfe sind ganz dämonischer Art, in manchen sind Teile von ihm wirksam. […] Bei Paganini zeigt es sich im hohen Grade, wodurch er denn auch so große Wirkungen hervorbringt.“ Die Wirkung von Paganinis (Selbst)Insze
nierung bleibt ein Faszinosum, das der künstlerische Leiter Vahid KhademMissagh sogar in einer wissenschaftlichen Arbeit beschrieb, die die Wechselbeziehung zwischen Musik und Magie untersuchte. Den Zauberstab haben heute der gefeierte Geiger Benjamin Schmid und sein kongenialer Partner Stian Carstensen am Akkordeon in der Hand. In der Gertrudskirche, auf geweihtem Boden, spüren die beiden Musiker dem romantischen Geschmack für das Unheimliche und Übersinnliche nach –Paganini kommt „On Stage“.
Niccoló Paganini (1782–1840)
Violinkonzert Nr. 2, „la Campanella“
Maria Theresia Paradis (1759–1824)
Sicilienne
Django Reinhardt (1910–1953)
Nuages
Stian Carstensen (1971*)
Solo
Niccoló Paganini
Caprices aus op.1
William Kroll (1901–1980)
Banjo and Fiddle (arr. B. Schmid)
Pause
Georg Breinschmid (1973*)
Musette pour Elisabeth
Fritz Kreisler (1875–1962)
Variationen über Corelli (arr. S. Carstensen)
Kurt Weill (1900–1950)
Youkali (arr. B. Schmid)
Niccoló Paganini
Caprice Nr 24 (arr. B. Schmid/S. Carstensen)
Django Reinhardt
Troublant Bolero
Swing 39
Fritz Kreisler
Preludium und Allegro and surprise (arr. B. Schmid)
Benjamin Schmid Violine
„Paganini“
Gars/Thunau, Gertrudskirche
16:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Förderung Marktgemeinde Gars
Stian Carstensen Akkordeon
Der Rosenkavalier aus dem Süden
Drei Mitglieder der Wiener Symphoniker und ein Akkordeonist bilden gemeinsam das Ensemble kammerfunk. Die Musiker lassen nach eigenen Angaben „Bach auf Mahler treffen“ und „arrangieren Begegnungen zwischen Johann und Richard Strauss“. Das Experiment gelingt und die Presse ist begeistert: „Ein faszinierendes Raunzen der Klarinetten bei den KlezmerStücken, erfrischende, nicht weinselige Schrammelmusik, dynamische Jazzklänge […] und ein wahres Teufelsgeigentempo […] kammerfunk steht für Qualität und Spaß.“ schrieben die
Vorarlberger Nachrichten. Für Allegro Vivo hat sich kammerfunk etwas Besonderes ausgedacht und beginnt mit dem Ruf „Bella ciao!“ – gemeint ist ein Ausflug von der klassischen Wiener Gemütlichkeit über den Balkan bis nach Italien. Oder wie kammerfunk es selbst zusammenfassen: „Der Rosenkavalier aus dem Süden lädt die lustige Witwe zum Tanze.“ Das diesjährige Motto „On Stage“ erfährt in der architektonischen Wirklichkeit des Loisiums seine zeitgenössische Ausdeutung.
Johann Strauss Sohn (1825–1899)
Anton Karas (1906–1985)
Paul McCartney (1942*)
Die (Zer)Fled(d)ermaus (arr. M. Rainer)
Josef Schrammel (1852–1895)
DTanz
Johann Strauss Sohn
Richard Strauss (1864–1949)
Der Rosenkavalier aus dem Süden (arr. Martin Rainer)
Georg Breinschmid (1973*)
Komisches Wienerlied
Wien bleibt Krk (arr. B. Laketic)
Pause
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Gustav Mahler (1860-1911)
Astor Piazzolla (1921–1992)
Ein Mahlerischer Frühling am Bach (arr. M. Rainer)
Giacomo Puccini (1858–1924)
Franz Lehar (1870–1948)
Tosca, die lustigste Witwe (arr. M. Rainer)
Erich W. Korngold (1897–1957)
Lied aus der Suite op. 23 (arr. M. Rainer)
George Enescu (1881–1955)
Auszüge aus Rumanian Rhapsody No. 1 (arr. M. Rainer)
Traditionell
Bella Ciao (arr. M. Rainer)
„Bella ciao!“
Langenlois, Loisium
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Förderung Loisium
kammerfunk
Stefan Pöchhacker Geige
Michael Günther Violoncello
Martin Rainer Klarinette
Bogdan Laketic Akkordeon
Künstlerpersönlichkeiten
Die „Bühnenmenschen“ des Abends sind hochrenommierte Künstlerpersönlichkeiten, die Allegro Vivo seit langem eng verbunden sind als Dozent*innen der Meisterkurse. Der traditionelle kammermusikalische Mittwoch in Stift Altenburg ist einem sorgsam zusammengestellten Programm gewidmet, das den künstlerischgeografischen Regenbogen auffächert zwischen Italien und dem nördlichen Adriaraum – dazwischen Österreich als „musikalischer Mittler“. Die Werke reichen von Barockjuwelen aus der Feder Francesco Geminianis und Giuseppe Tartinis, letzterer wurde in der heute zu Slowe
nien gehörigen Stadt Piran geboren. Beethovens Trio op. 87 wurde von den drei ViolaVirtuos*innen des Ensembles neu bearbeitet; Gustav Mahlers Klavierquartettsatz aMoll ist ein Jugendwerk und zählt zu seinen wenigen kammermusikalischen Stücken. Eine Neuentdeckung für viele Musikfreunde könnte die 1885 geborene Komponistin Dora Pejačević sein, die in Dresden und München ausgebildet wurde und heute als Begründerin der kroatischen Symphonik gilt. Ihre farbige Musiksprache wurde mit Rachmaninow verglichen und vervollständigt das Programm des Abends als Kaleidoskop der Nationen.
Giuseppe Tartini (1692–1770)
Sonate in gMoll „Teufelstriller“ (arr. F. Kreisler)
Larghetto
Allegro energico
Grave
Allegro assai
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Trio CDur op. 87, Fassung für 3 Violen
Allegro
Adagio
Menuetto. Allegro molto. Scherzo
Finale. Presto
Pause
Francesco Geminiani (1687–1762)
Sonate in cMoll op.4
Largo
Allegro
Siciliana
Allegro
Gustav Mahler (1860–1911)
Klavierquartettsatz in aMoll
Nicht zu schnell
Mit Leidenschaft
Entschlossen
Dora Pejačević (1885–1923)
Klavierquartett dMoll op. 25
Allegro ma non tanto
Andante con moto
Allegretto grazioso
Allegretto comodo
Mi., 19. 08.
„Open
Space “
Horn, Pfarrgasse
10:30 Konzertbeginn
Freier Eintritt
Teilnehmer*innen der Meisterkurse
„Bühnenmenschen“
Stift Altenburg, Bibliothek
17:00 Uhr Stiftsbesichtigung
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 45,–/€ 39,–
Lilya Zilberstein Klavier
Sophia Jaffé Violine
Andreas Janke Violine
Anton Sorokow Violine
Peijun Xu Viola
Roland Glassl Viola
Veit Hertenstein Viola
Gregor Horsch Cello
Sergio Posada Klavier
Die ganze Welt als Bühne
Aus dem zweiten Akt von Williams Shakespeares „Wie es Euch gefällt“ stammt der berühmte Satz: „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer nur Spieler.“ Aus diesem Bonmot spricht der Menschenkenner Shakespeare – und seine Erkenntnis lässt sich mühelos auf die Musik übertragen. Sich mit einem Instrument zu beschäftigen und Musik zum Klingen zu bringen, geht immer mit einer Aufführung einher. Auch darum sind die Konzerte der Meisterkurse eines der spannendsten For
mate von Allegro Vivo. Die Musiker*innen von morgen stellen sich heute vor und geben Einblick in die vermittlerische Arbeit von Allegro Vivo. Die Bühnen für die Meisterkonzerte wechseln immer wieder und lassen alte Mauern zum Rahmen für menschliche Begegnungen mit der Kunst werden – an diesem Wochenende in der Alten Kapelle von Schloss Waldreichs und der Pfarrkirche in Altpölla.
Do., 20. 08.
„Con anima“
Schloss Waldreichs, Alte Kapelle 19:00 Uhr Konzertbeginn
Allegro Vivo feiert auch in diesem Sommer ein Musikfest im Arkadenhof des Kunsthauses in Horn – das Galakonzert „La Notte Italiana“ besingt und bespielt unser südliches Nachbarland mit einer Reihe funkelnder Meisterwerke und Stars unter den Sternen. Der international renommierte Flötist Matthieu GauciAncelin und die Sängerinnen Giulia Ferraldeschi und Sara Janeva präsentieren mit der Academia Allegro Vivo unter der Leitung von Vahid KhademMissagh Musik von Rossini, Paganini, Donizetti, Veracini, Mascagni, Puccini und Verdi – sie alle
schufen für die Opernbühne und den Konzertsaal großartige Werke. Und sogar ein augenzwinkernder Musikscherz aus dem 20. Jahrhundert, verkleidet als Barockmusik, erklingt in der „Notte Italiana“: Fritz Kreisler gab später im Leben zu, dass sein Präludium und Allegro im Stile von Pugnani in Wirklichkeit von ihm selbst stammt. Da hilft am Ende am besten ein „Strauss Blumen“, bei Allegro Vivo sind das natürlich die „Rosen aus dem Süden“. Viva la musica!
Gioachino Rossini (1792–1868)
Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“ „Il rimprovero“ aus „Soirées musicales“
Niccolò Paganini (1782–1840)
Cantabile
Gioachino Rossini
„La regata veneziana“ aus „Soirées musicales“
Pietro Mascagni (1863–1945)
Intermezzo aus „Cavalleria Rusticana“
Gaetano Pugnani (1731–1798)
Fritz Kreisler (1875–1962)
Präludium und Allegro
Gioachino Rossini
„La danza“ aus „Soirées musicales“
Pause
Nino Rota (1911–1979)
Concerto for strings
Gaetano Donizetti (1797–1848)
Concertino fur Flote und Streichorchester in cMoll
Vincenzo Bellini (1801–1835)
„Se Romeo t'uccise un figlio“ aus der Oper „I Capuleti e Montecchi“
Francesco Maria Veracini (1690–1768)
Largo für Violine und Streicher
Giacomo Puccini (1858–1924)
„Se come voi piccina io fossi“ aus „Le villi“
Claudio Monteverdi (1567-1643)
Pur ti miro, Duetto aus „Il coronazione di Poppea“
Was für Musiker*innen die Bühne ist, ist die Galerie oder Ausstellungsfläche für bildende Künstler*innen. Seit vielen Jahrzehnten verbinden die Galerie Thurnhof und Allegro Vivo diese Künste und schaffen damit eine Wechselwirkung der gegenseitigen Reflexion. Diesmal werden die Räume im Kunsthaus Horn zur Darstellungsfläche von Werken vorwiegend italienischer Künstler*innen.
Mit der Uraufführung eines Musikstücks für Klarinette und Klavier, welches im Rahmen eines Kompositionswettbewerbes von Allegro Vivo, der INÖK und der Kulturabteilung des Landes als Preisträgerin hervorgegangen ist, werden die Interpret*innen Teil des Schöpfungsprozesses und die Galerie somit zur interaktiven Konzertbühne.
Bilder von Valerio Adami (1935*)
Umberto Boccioni (1882–1916)
Girolamo Brusaferro (1677–1745)
Francesco Clemente (1952*)
Filippo Tomaso Marinetti (1876–1944)
Giovanni Battista Piranesi (1720–1778)
Enrico Prampolini (1894–1956)
Giuseppe Santomaso (1907–1990)
Mimmo Paladino (1948*)
Ausstellungseröffnung
„On Stage“
Kunsthaus Horn, Kunstverein
11:00 Uhr Ausstellungseröffnung
Freier Eintritt
Die Ausstellung ist bis 3. Oktober zu sehen
Freitag 15:00–18:00
Samstag 14:00–17:00
In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Horn und der INÖK
Toni Kurz Präsentation
Im Mittelpunkt
Mit „On Stage“ als Motto von Allegro Vivo 2026 wird die „Inszenierung“ und die Konzertbühne zum Mittelpunkt des Geschehens. Darum heißt es heute „Bühne frei!“ für den Familiennachmittag, einem der beliebtesten Formate von Allegro Vivo für die junge Generation. Juan Sebastián Acosta hat ein Programm zusammengestellt, das die schillernde Welt der Oper und des Tanzes umkreist. Das Orchester der Kinder und Jugendkurse eröffnet mit der Ballettmusik aus Mozarts „Idomeneo“ das Konzert und setzt fort mit dem Walzer aus Tschaikowskys
Streicherserenade op. 48. Mit Musik von Ted Barclay, dem Pseudonym des Schweizer Komponisten Marc Reift, besuchen wir einmal kurz die Adria und nehmen von dort den Reigentanz Kolo mit, der sich in Franz Lehárs „Lustiger Witwe“ wieder findet. Das große Finale ist zum Mitsingen schön: „Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen“ – der berühmte Chor „Va, pensiero“ aus Verdis „Nabucco“ rundet den Familiennachmittag von Allegro Vivo stimmig ab.
Passend zu den letzten Augusttagen und dem beginnenden Spätsommer ist auch das Programm dieses Konzerts in der Stiftsbibliothek von Altenburg gestaltet, das von acht Solistinnen und Solisten präsentiert wird: Ottorino Respighi vertonte einige Gedichte des großen englischen Poeten Percy Shelley, darunter auch den „Sonnenuntergang“ – übersetzt „Il tramonto“. Die intensiven Naturschilderungen und ihre Verbindung zu den Gefühlen zweier Liebender setzte Respighi in herrliche Musik um, die in ihrer Besetzung für Kammerensemble und Singstimme
die Intimität noch intensiver macht. Respighis Werk sind zwei Stücke von Johannes Brahms gegenübergestellt. Zum einen die Cellosonate op. 99, die dem wahrscheinlich „fruchtbarsten“ Sommeraufenthalt in Brahms’ Leben 1886 am Thuner See entsprang und die als das erste Werk in seinem Spätstil gilt. Schon Jahre zuvor hatte Brahms in mehreren Anläufen sein Klavierquartett cMoll komponiert, das unverkennbar autobiografische Züge trägt und von Brahms nach eigenem Bekunden in einer „WertherStimmung“ entstanden war.
Ottorino Respighi (1879–1936)
„Il Tramonto” für Mezzosopran und Streichquartett („Der Sonnenuntergang“)
Johannes Brahms (1833–1897)
Sonate für Cello und Klavier FDur op. 99
Allegro vivace
Allegro affettuoso
Allegro passionato
Allegro molto
Pause
Johannes Brahms
Klavierquartett cMoll op. 60
Allegro non troppo
Scherzo. Allegro
Andante
Finale. Allegro comodo
Mi., 26. 08.
„Il tramonto“
Stift Altenburg, Bibliothek
17:00 Uhr Stiftsbesichtigung
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 45,–/€ 39,–
Björn Lehmann Klavier
Tanja BeckerBender Violine
Klara Flieder Violine
Christian Ostertag Violine
Lars Anders Tomter Viola Maximilian Hornung Cello
Maria Grün Cello
Malin Hartelius Gesang
Begegnungen
Stift Zwettl und Schloss Greillenstein – zwei Juwele des Waldviertels und Zentren der geistlichen und weltlichen Ordnung im Lauf der Geschichte. Zu beiden Orten pflegt Allegro Vivo seit vielen Jahren eine musikalische Tradition, die auch 2026 ihre Fortsetzung findet. Die Konzerte der Meisterkurse erlauben einen faszinierenden Einblick in die Arbeit der Sommerakademie, die Jahr für Jahr hunderte Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenbringt, um die gemeinsame Sprache der Musik
zu kultivieren und sich in Harmonie zu verständigen. Einen schöneren Rahmen als diese beiden Orte in Zwettl und Greillenstein könnte es dafür kaum geben. Klöster und Schlösser waren immer Orte der Begegnung und des kulturellen Austauschs; also der ideale Rahmen, um die musikpädagogischen Impulse in die harmonische Vielfalt der Musik zu verwandeln. Und so bitten wir die Meister*innen von morgen auf die Bühne!
Do., 27. 08.
„Füreinander“
Stift Zwettl, Festsaal 19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 25,–
Teilnehmer*innen der Meisterkurse
„Klangkulisse“
Campus Horn, Kulisse 19:00 Uhr Konzertbeginn
Teilnehmer*innen der Kinder und Jugendkurse
Wegweiser
Wenn die Musikbühne im Sommer 2026 im Mittelpunkt von Allegro Vivo steht, ist ein wesentlicher Gedanke auch jener der Entfaltung und des Heranwachsens. Immer wieder lässt sich erleben, wie junge Menschen ihren eigenen Weg finden – und wie wertvoll dieser Weg wird, wenn er von Musik begleitet ist. Die Kinderkurse von Allegro Vivo sind daher nicht nur lebendiger Bestandteil des Sommerprogramms, sondern ein bedeutender Baustein auf dem Weg hin zu kreativer Ausdruckskraft und zu einer bewussten, reflektierten Teilnahme am gesellschaftlichen
Leben der Zukunft. Die prachtvolle Basilika von Dreieichen erinnert daran, dass Kinder in den großen Religionen der Welt einen besonderen Stellenwert haben: In ihnen bündeln sich Hoffnung, Vertrauen und der Blick nach vorn. Ihnen zuzuhören bedeutet, einen Moment lang an diese Zukunft zu glauben. So wird dieses Konzert zu einem jener kostbaren Augenblicke, die den Geist von Allegro Vivo ausmachen – ein beinahe himmlisches Erlebnis voller Klang, Licht und Erwartung.
Maria Dreieichen, Basilika 16:00 Uhr Konzertbeginn Freier Eintritt
Teilnehmer*innen der Kinderkurse
„Im
Flow“
Schloss Greillenstein, Festsaal 19:00 Uhr Konzertbeginn € 25,–
Teilnehmer*innen der Meisterkurse
Italienische Reise
Ein runder Geburtstag und eine launige Reise nach Italien mit Gedichten, Geschichten und Musik aus mehreren Jahrhunderten – schöner könnte der August kaum ausklingen. Kammerschauspieler Michael Dangl schrieb seine erzählende Dichtung „Hymnus an den Süden“ als „Biografie eines von klein auf die Sonne suchenden, sich ganz der Sonne, dem Süden verschreibenden Mitteleuropäers.“. Gemeinsam mit Goethes „Italienischer Reise“ und Werken von E.T.A. Hoffmann, dessen 250. Geburtstag im
heurigen Jahr gedacht wird, ist das literarische Programm des Abends perfekt. Die musikalische „Italianità“ kommt von Eduard Kutrowatz und Kateryna Titova am Klavier; sie haben Musik von Johann Strauss, Domenico Scarlatti, Johannes Brahms, Sergei Rachmaninow, Astor Piazzolla und Johann Gabriel Rheinberger ausgewählt –allesamt Werke mit Bezug zu Italien. Das gilt auch für die neuen Werke aus der Feder von Eduard Kutrowatz, die an diesem Abend uraufgeführt werden.
Johann Strauss (1825–1899) „Rosen aus dem Süden“ Walzer op. 388
Domenico Scarlatti (1685–1757) Sonaten K9, K27
Johannes Brahms (1833–1897) aus: Walzer op.39
Sergej Rachmaninoff (1873–1943) Polka Italienne
Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901) Tarantella op.13
Eduard Kutrowatz (1963*)
Valzer Grottesco (Walzer und Blues) Toccata Mistica
Astor Piazzolla (1921–1992) Libertango
sowie Filmmusik von Ennio Morricone u. a.
Texte von Johann Wolfgang von Goethe (aus: „Italienische Reise“), E. T. A. Hoffmann (zum 250. Geburtstag) sowie M. Dangl (aus: „Hymnus an den Süden“)
„Visionen“
Campus Horn, Weitblick 10:30 Uhr Konzertbeginn
Abschlussmatinée der Kinderkurse
„Hymnus an den Süden“
Göpfritz an der Wild, Kulturstadl 19:00 Uhr Konzertbeginn € 35,–/€ 31,–
Förderung Marktgemeinde Göpfritz
Michael Dangl Rezitation
Eduard Kutrowatz Klavier Kateryna Titova Klavier
Liebevolle Erinnerungen
Die Mitglieder des Minetti Quartetts lernten sich vor mehr als 20 Jahren an der Wiener Musikuniversität kennen und zählen zu den führenden Kammerensembles weltweit. Die Verbindung zu Allegro Vivo ist eine ganz besondere, denn die beiden Geigerinnen Maria Ehmer und Anna Knopp waren in jungen Jahren Teilnehmer*innen der Sommerakademie. Als liebevolle Erinnerung an seine früheste musikalische Kindheit komponierte Hugo Wolf 1887 seine „Italienische Serenade“. Sein Vater hatte ihm eine ausgezeichnete Ausbildung ermöglicht, dazu zählte natürlich Geigenunterricht und das Nachspielen von BelcantArien aus italienischen Opern. Auch an den Besuch einer DonizettiOper am Klagenfurter Stadttheater erinnerte sich Hugo Wolf noch gut, als er sein „Schman
kerl“ für Quartettbesetzung schrieb. Das Minetti Quartett setzt die „Italienische Serenade“ an den Beginn seines Konzerts auf der Burg Raabs. Der unbeschwerten Kindheitserinnerung steht italienische Musik zum Lebensende gegenüber – das dreiteilige Stück „Crisantemi“ von Giacomo Puccini entstand nach Motiven aus dem vierten Akt der Oper „Manon Lescaut“, in dem die Titelfigur stirbt. Die Chrysanthemen als Zeichen der Trauer und der Unvergänglichkeit gaben dem Stück für Streicher seinen Namen. Wolf und Puccini werden mit zwei „klassischen“ Streichquartetten von Mozart und Schubert verknüpft, wodurch das Konzert zur kammermusikalischen Sternstunde wird.
Hugo Wolf (1860–1903)
„Italienische Serenade“ GDur für Streichquartett
Molto vivo
Franz Schubert (1797–1828)
Streichquartett CDur D46
Adagio – Allegro con moto
Andante con moto
Menuetto. Allegro – Trio
Finale. Allegro
Pause
Giacomo Puccini (1858–1924)
„Crisantemi“
Andante mesto
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Streichquartett GDur KV 387
Allegro vivace assai
Menuetto. Allegro
Andante cantabile
Molto allegro
„Italienische Serenade“
Burg Raabs, Großer Rittersaal
16:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–/€ 31,–
Minetti Quartett
Maria Ehmer Violine
Anna Knopp Violine
Milan Milojicic Viola
Leonhard Roczek Cello
Tanti auguri!
Ein Lehensritter namens „Pilgrim Schike“ gab dem Schickenhof bei Zwettl vor mehr als 800 Jahren seinen Namen. Das beeindruckende Gebäude ist einer der vielen Orte, der durch Allegro Vivo zum Schauplatz und Konzertsaal gleichzeitig wird. Bereits zum zweiten Mal ist das Festival zu Gast und belebt die alten Mauern mit neuer Musik. Das diesjährige Motto von Allegro Vivo „On Stage“ lebt der österreichische Pianist Roland Batik seit Jahrzehnten auf allen Bühnen eindrucksvoll aus. Er feiert im Großen Salon des Gutshofs Schickenhof musikalisch
seinen 75. Geburtstag und erweist sich dabei wieder als Brückenbauer, Grenzenöffner und Gastgeber. Inspiriert durch seinen Lehrer Friedrich Gulda ist die Lust auf Neues, Unerwartetes zum Markenzeichen von Roland Batik geworden. In seinen Programmen ist die Begegnung von Bach und Mozart einerseits mit Dave Brubeck und Miles Davis andererseits geradezu selbstverständlich. Genres und Epochen werden mit Roland Batik zu überflüssigen Kategorien – was zählt, ist die Musik.
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Italienisches Konzert
2.Satz Andante
Roland Batik (1951*)
Autumn in Lower Austria New Piece New Impressions
Three Dedications:
1. Walzer für Patrizia
2. Poem for Yuko
3. Little Piece for Chick Corea
Dave Brubeck (1920–2012) In your own sweet way
Miles Davis (1926–1991) Blue in Green
u. a.
„New Impressions“
Gutshof Schickenhof, Großer Salon 19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Roland Batik Klavier
Herzensstücke
Vokalmusik und Kammermusik stehen im Mittelpunkt des Konzerts in der Bibliothek des Stifts Altenburg. Das diesjährige Fokusland Italien steht gleich am Beginn des Programms: Der deutschitalienische Komponist Ermanno WolfFerrari schrieb mit seinen „Canzoniere“ seine umfangreichste Liedersammlung nach Volksdichtungen aus der Toskana. Eine Auswahl daraus singt Kammersänger Wolfgang Bankl, begleitet von Sieglinde Michalko; gleich daran knüpft das Streichtrio op. 32 von WolfFerrari an, das unmittelbar nach Kriegsende 1945 in AltAussee komponiert wurde. Mit Mozarts Flötenquartett KV 285b folgt ein Werk der Klassik, das der Begegnung des Kom
ponisten mit einem niederländischen Handelsreisenden und AmateurFlötisten entsprang. Weil der betuchte Auftraggeber sein Vermögen als Bediensteter der Ostindischen Kompanie gemacht hatte, wurde er von Mozart in einem Brief „indianischer Holländer“ genannt. Antonín Dvořáks Streichsextett op. 48 rundet das Programm schließlich ab: Es wurde zu einer Zeit komponiert, in der Dvořák als Komponist immer bekannter wurde und freier entscheiden konnte, was er als nächstes schreiben wollte – sein einziges Sextett wurde zu einem echten Herzensstück für ihn.
Ermanno Wolf-Ferrari (1876–1948)
Aus Canzoniere op. 17
7 Lieder nach Versen toskanischer Volkspoesie
1) Si dà principio a questa serenata
2) Alza le trecce bionde e non dormire
3) O tu che dormi e riposata stai
4) Ero nel mezzo al mare e mi fu ditto
5) La casa del mio amor vada 'n profondo
6) Non posso più di notte camminare
7) Vedo la casa e non vedo il bel viso
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Flötenquartett CDur KV 285b
Allegro
Tema con variazioni. Andantino Variation V. Adagio
Variation VI. Allegro
Pause
Antonín Dvořák (1841–1904)
Streichsextett ADur op. 48
Allegro moderato
Dumka. Poco allegretto
Furiant. Presto
Finale: Tema con variazoni. Allegretto grazioso, quasi Andantino
„Open
Space “
Horn, Pfarrgasse
10:30 Konzertbeginn
Freier Eintritt
Teilnehmer*innen der Meisterkurse
„Auserlesenes“
Stift Altenburg, Bibliothek
17:00 Uhr Stiftsbesichtigung
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 45,–/€ 39,–
Christian Altenburger
Violine
Thomas Fheodoroff
Violine
Thomas Selditz Viola
Manca Kosmać Viola
Laszlo Fenyö Cello
Thomas Carroll Cello
Wolfgang Bankl Gesang
Sieglinde Michalko Klavier
Wally Hase Flöte
Talentprobe
Die Kostbarkeit der Musik erlebt man bei Allegro Vivo stets in einem ebenso kostbaren Ambiente. Das ganze Waldviertel ist mit seinen Schlössern, Burgen und Klöstern eine große Bühne für die Kultur und die Begegnung. Manche besonderen Orte sind sogar nur im Rahmen des Festivals zugänglich und bleiben im übrigen Jahr der Öffentlichkeit verborgen. Der Besuch des Festsaals von Schloss Drösiedl im Rahmen der MeisterkursKonzerte
ist eine seltene Gelegenheit, diesen historischen Raum einmal selbst zu erleben. Einige Kilometer entfernt prangt die Rosenburg über der Landschaft. Auch hier ist Allegro Vivo seit vielen Jahren regelmäßig zu Gast und bespielt die herrliche Bibliothek. Dieser Raum, in dem Wissen und Erfahrung gesammelt wurden, bildet den Rahmen und die Bühne für die jungen Musiker*innen, die ihre Talente zeigen und ihr musikalisches Können zum Besten geben.
Do., 03. 09.
„Meisterstück“
Schloss Drösiedl, Festsaal 19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 25,–
Teilnehmer*innen der Meisterkurse
Strahlkraft
Das Abschlusskonzert der diesjährigen Meisterkurse von Allegro Vivo, die mehr als 500 Teilnehmer*innen aus aller Welt willkommen heißen durften, steht ganz im Zeichen der Weitergabe musikalischen Wissens und künstlerischer Erfahrung. Damit fügt sich dieses Konzert auf besonders stimmige Weise in die Atmosphäre der Bibliothek von Schloss Rosenburg ein. Umgeben von kostba
ren Schriften in einem prachtvollen RenaissanceSaal präsentieren die jungen Musiker*innen ihr erarbeitetes Können. Das Programm vereint Werke, die im Rahmen der intensiven Zusammenarbeit mit den Dozent*innen einstudiert wurden, und gewährt einen lebendigen Einblick in die künstlerische und pädagogische Arbeit von Allegro Vivo.
„Matinéen“
Horn, Kunsthaus & Vereinshaus
11:00 Uhr Konzertbeginn
„Im
Rampenlicht“
Schloss Rosenburg, Bibliothek
19:00 Uhr Konzertbeginn
€ 25,–
Musikalische Wurzeln
Vor langer Zeit wurde ein portugiesischer Tanz in ganz Europa populär, dessen musikalisches Fundament eine absteigende Basslinie bildet. Weil die Menschen von dieser Musik wie magisch angezogen wurden und dazu wie besessen tanzten, nannte man das Stück „La folia“ nach dem spanischen Wort für „Verrücktheit“. Über die „Folia“ entstanden über die Jahrhunderte zahllose Bearbeitungen und Variationen, besonders bekannt wurde Arcangelo Corellis Version. Und 2022 nannte die in Serbien
geborene und in Wien lebende Bratschistin, Sängerin, Komponistin und Performerin Jelena Popržan ihr SoloAlbum „La Folia“. Der seinerzeitige Modetanz ist aber bestenfalls der Ausgangspunkt für die vielseitige Künstlerin und ehemalige Teilnehmerin bei Allegro Vivo. Mit Experimentierlust kombiniert Jelena Popržan Wienerlied, SingerSongwriting, Klassik, Kammermusik und Jazz sowie die verschiedenen Regionen ihrer musikalischen Wurzeln zum Gesamtkunstwerk.
Jelena Popržan (1981*)
Sasha Marianna Salzmann (1985*) Davie
Jelena Popržan The Exorcism of Gwendoliyn
Charles Aznavour (1924–2018)/Heyral L’Emigrant
Traditional/Jelena Popržan Sovay
Jelena Popržan
Die guten Menschen
Richard Schuberth & Jelena Popržan Lebensadern
Jelena Popržan Ganzer Kerl, halber Kerl
Richard Schuberth (1968*) Wean
Jelena Popržan To Him
Gyere Die Babe The Life and Death of Suljo Maulgeige
X Y Variations on la Folia for Vila & Looper
Ola Belle Reed (1916–2002) My Epitaph
Malvina Reynolds (1900–1978) Little Boxes
„La folia“
Schönberg/Kamp, Alte Schmiede 18:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Jelena Popržan Viola & Gesang
Italienische Romantik
Als eines der erfolgreichsten jungen Kammermusikensembles hat sich das 2020 in Wien gegründete Kandinsky Quartet in der internationalen Musikwelt einen herausragenden Ruf erworben. Die Mitglieder des Quartetts verweisen mit Recht auf zahlreiche Preise bei Wettbewerben und Einladungen zu bedeutenden Festivals. Im Rahmen von Allegro Vivo spielt das Quartett eine Soirée musicale, die das Fokusland Italien im Blick hat und die vier jungen Musiker*innen „on stage“ ins beste Licht setzt. Das Quartett op. 50 Nr. 6, auch bekannt als
„Froschquartett“ von Joseph Haydn hebt den Vorhang, als Zwischenspiel folgt Caroline Shaws „Entr’acte“ und der zweite Teil des Konzertnachmittags ist Giuseppe Verdis einzigem Streichquartett gewidmet, das im Frühling 1873 entstand, als die Proben für die Oper „Aida“ ins Stocken geraten waren und der Komponist seinen Geist beflügeln wollte. Das Ergebnis ist grandios und gleichzeitig einer der wenigen Beiträge zur Gattung Streichquartett aus der italienischen Romantik.
Joseph Haydn (1732–1809)
Streichquartett DDur op. 50/6
Allegro
Poco adagio
Menuetto (Allegretto)
Allegro con spirito
Caroline Shaw (1982*)
„Entr‘ acte“
Pause
Giuseppe Verdi (1813–1901)
Streichquartett eMoll
Allegro
Andantino
Prestissimo
Scherzo – Fuga. Allegro assai mosso – Poco più
presto
„Soirée musicale“
Oberdürnbach, Kirche zu Hl. Katharina
16:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Förderung Stadtgemeinde Maissau
Kandinsky Quartet
Hannah Kandinsky Violine
Israel Gutiérrez Vildosola Violine
Ignazio Alayza Viola
Antonio Gervilla Díaz Cello
Grenzenlose Freude
Die hypnotisierende Kraft der „verrückten“ FoliaMelodie beschäftigte europaweit und über lange Zeit die Komponisten. Nach Arcangelo Corelli musste natürlich auch Antonio Vivaldi seinen Beitrag leisten und schloss sein op. 1 mit FoliaVariationen ab, die den Konzertabend in der Waidhofener Stadtpfarrkirche eröffnen. Von den weltlichen Moden bewegen wir uns anschließend in die Sphäre der geistlichen Musik. Leopold Hofmann war einer der bekanntesten Musiker Wiens, gestaltete das Kultur
leben der Kaiserstadt entscheidend mit und wirkte als Domkapellmeister am Stephansdom, wo ihm Mozart 1791 wenige Monate vor dessen Tod als unbesoldeter Adjunkt zur Seite gestellt wurde. Zwei Chöre auf beiden Seiten der österreichischtschechischen Grenze, der Kammerchor Albert Reiter aus Waidhofen und der Barockchor Silentium aus Brünn, treffen auf das Wranitzky Kammerorchester Prag unter der Leitung von Marek Štilec.
Antonio Vivaldi (1678–1741)
„La folia” Sonata dMoll für zwei Violinen und Basso continuo, op. 1, 12 (RV 63)
Wranitzky Kammerorchester Prag Marek Štilec Dirigent
Herz entflammt
Zwei Virtuosen fusionieren ihre kreativen Kräfte: Der GipsyjazzGitarrist Diknu Schneeberger und der stilistische Tausendsassa am Akkordeon, Christian Bakanic. Es sind eigenständige Klangwelten, die die Musiker im Spannungsfeld von swingendem Gipsyjazz, feurigem Balkangroove, lyrischen Melodien und kammermusikali
scher Kompositionsform zaubern und durch improvisatorische Spontaneität lebendig werden lassen. Der Titel ihres Programms „Avanti, avanti!“ steht für die zielstrebige Zusammenarbeit der beiden, die von Martin Heinzle am Kontrabass und Julian Wohlmuth an der Rhythmusgitarre getragen wird.
Christian Bakanic (1980*)
Bella via 5 er Schleinige
Diknu Schneeberger (1990*)
Bako Swing
Jasmina
Christian Bakanic
Tango Diatonico
Styrian Spiritual
Consuelo Velazquez (1916–2005)
Besame mucho
Pause
Diknu Schneeberger
Sternentanz
Heiliger Traum
Around the lake
Christian Bakanic
River Tales
Diknu Schneeberger Herz entflammt
Christian Bakanic
Avanti, Avanti!
„Avanti, avanti“
Ziersdorf, Konzerthaus Weinviertel
19:30 Konzertbeginn
€ 32,–/€ 29,–
Förderung Marktgemeinde Ziersdorf
Schneeberger & Bakanic Quartett
Diknu Schneeberger Gitarre
Christian Bakanic Akkordeon
Julian Wolmuth Gitarre
Martin Heinzle Kontrabass
Spurensuche
Die „Klangbrücke“ im Rahmen von Allegro Vivo ist 2026 der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann gewidmet, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. In ihrer Vorlesung „Literatur als Utopie“ in Frankfurt sagte die Autorin: „Was wir das Vollendete in der Kunst nennen, bringt nur von neuem das Unvollendete in Gang.“ Diesen Drang, den Spuren der Kunst immer zu folgen und Wege zu gehen, die sie eröffnet, spüren Kunstschaffende aller
Genres. Im Rittersaal der Burg Schleinitz treffen die Schauspielerin und Schlossherrin Andrea Eckert und das aus dem adriatischen Kulturraum KärntenSlowenien stammende Duo Sonoma zusammen, um einen ganz besonderen Abend zu gestalten. Ingeborg Bachmanns Texte und die fantasievollen, ausdrucksstarken Arrangements für Violine und Gitarre verschmelzen zum Gesamtkunstwerk in Wort und Musik.
Mira Gregorič (1995*)
Sara Gregorič (1993*)
Eigenkompositionen:
Nmau
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Lunar 018
I. Para
II. Klara
Liproz
brocip
dram_ar
SEDM
norur
v dvoje | zu zweit
Texte von Ingeborg Bachmann (1926–1973)
„Klangbrücke“
Burg Schleinitz, Rittersaal
18:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Andrea Eckert Rezitation
Kooperation NASOM und Kulturvernetzung NÖ
Duo Sonoma
Mira Gregorič Violine Sara Gregorič Gitarre
Musikalisches Geschenk
Das Andenken Rainer Maria Rilkes, anlässlich seines 100. Todestages, bildet den literarischen Schwerpunkt der diesjährigen „Teatime“ mit Andrea Eckert, Schauspielern und Gastgeberin auf Burg Schleinitz. Die Auswahl ihrer Texte wird begleitet von Musik aus der Wiener Klassik und dem 20. Jahrhundert – jeweils in Duobesetzung. Mozarts Duo KV 423 begann eigentlich als Geschenk unter Freunden: Michael Haydn sollte für den Salzburger Fürsterzbischof sechs Duos komponieren, doch verließen ihn nach den ersten vier Stücken die schöpferischen
Kräfte. Mozart, soeben frisch nach Wien übersiedelt, sprang gern für seinen Freund und früheren Kollegen ein und lieferte unter Haydns Namen die restlichen beiden Duos. Bohuslav Martinůs zweites Duo für Violine und Violoncello entstand 1958 nur ein Jahr vor seinem Tod und entfaltet in den beiden Streichinstrumenten eine geradezu „symphonische“ Kraft. Um nichts weniger monumental ist Arthur Honeggers Sonatine für Violine und Violoncello, die 1921/1922 entstand und zu seinen ersten großen Würfen für kleine Besetzung zählt.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Duo G Dur KV 423
Allegro
Adagio
Rondeau. Allegro
Bohuslav Martinů (1890–1959)
Duo Nr.2 für Violine und Violoncello
Allegro
Lento
Allegro (poco)
Arthur Honegger (1892–1955)
Sonatine pour violon et violoncelle
Allegro
Andante
Allegro
Texte von Rainer Maria Rilke (1875–1926)
Andrea Eckert Rezitation
So., 13. 09.
„Tea time“
Burg Schleinitz, Rittersaal
16:00 Uhr Konzertbeginn
€ 35,–
Klara Flieder Violine Christophe Pantillon Cello
Friedenswunsch
Allegro Vivo hat im Sommer 2026 unter dem Leitgedanken „On Stage“ die Bühne und die Beziehung zwischen Künstlern und Publikum ins Rampenlicht gerückt. Eine dieser besonderen Bühnen ist zweifellos der Arkadenhof von Schloss Weitra, der mit seiner beeindruckenden Schirmkonstruktion dem Publikum Schutz bietet. Im „Klangschloss“ begrüßen der künstlerische Leiter Vahid KhademMissagh und die Academia Allegro Vivo zum großen Finale des Festivals, eingeleitet von Arvo Pärts
„Da pacem Domine“ als auskomponierter Friedenswunsch, fortgesetzt auf virtuosen Höhenflügen mit Mozarts Violinkonzert KV 219. Den Abschluss bildet eine Symphonie, die das diesjährige Fokusland Italien auf unsentimentale Weise ganz liebevoll verabschiedet: Felix Mendelssohn Bartholdys „Italienische“, die das südliche Lebensgefühl, die Sonne und die rauschenden Farben des Südens einfängt wie kaum ein anderes Werk der klassischen Musik.
Arvo Pärt (1935*)
„Da pacem Domine“ für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Konzert für Violine und Orchester ADur KV 219
Allegro aperto
Adagio
Rondeau
Pause
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Symphonie Nr. 4 ADur op. 90 „Italienische“
Allegro vivace
Andante con moto
Con moto moderato
Saltarello. Presto
„Klangschloss“
Schloss Weitra, Arkadenhof 18:00 Uhr Einführungsgespräch
Academia Allegro Vivo Vahid KhademMissagh Violine und Dirigent
Lebensbejahend
Die Bitte um Frieden ist in unserer Zeit wichtiger denn je zuvor. An den Beginn des Schlusskonzerts in der Stiftskirche Göttweig stellt Vahid KhademMissagh als künstlerischer Leiter deshalb „Da pacem Domine“ von Arvo Pärt, entstanden 2004 nach den Anschlägen in Madrid. Den spirituellen Klängen steht dann Mozarts virtuoses Violinkonzert KV 219 gegenüber, sein anspruchsvollstes Werk dieser Gattung. Das Finale von Allegro Vivo führt schließlich in den Süden nach Italien, und damit in das diesjährige Fokusland des Festivals. Hierher reiste 1830/
1831 der gerade 21jährige Felix Mendelssohn Bartholdy, wo er das Land, seine Geschichte und Bräuche sowie die Menschen näher kennenlernte. Schließlich verwandelte er seine Eindrücke in Musik und begann mit einer Symphonie, die wir als die „Italienische“ kennen und lieben. Mendelssohn selbst nannte sie in einem Brief „das lustigste Stück, das ich gemacht hab’“. Kein Zweifel, die lebensbejahende Kraft dieser Musik ist ein wunderbarer Abschluss zu einem FestivalSommer, der unter dem Motto „On Stage“ die Musikbühne selbst gefeiert hat.
Nach Altenburg lädt der künstlerische Leiter Vahid KhademMissagh als Dirigent und Virtuose mit der Academia Allegro Vivo zum Ausklang des diesjährigen Festivals ein. Wir blicken zurück auf sechs Wochen, in denen Italien und der adriatische Mittelmeerraum auf vielfache Weise musikalisch bereist wurden – stets unter dem Gedanken, dass Künstlerpersönlichkeiten und Publikum in einer ganz besonderen Beziehung zueinander stehen. Diese Idee ist perfekt eingefangen mit dem Motto „On Stage“, das uns 2026 begleitet hat. Die Werke des Abends beleuchten diese Aspekte nochmals, einbe
gleitet von einem „Balsam für die Seele“, dem komponierten Friedensgebet „Da pacem Domine“ von Arvo Pärt. „Möge das Werk ein Zeichen setzen in unserer Zeit“, wünscht sich Vahid KhademMissagh. Das Schlusskonzert entführt uns dann nach Salzburg, wo Mozart sein Violinkonzert KV 219 nach der Rückkehr von einer Italienreise komponierte. Rund 55 Jahre später zog es den jungen Felix Mendelssohn Bartholdy wiederum nach Italien zu einer Bildungsreise. Die Früchte dieses Aufenthalts kennen wir als ein „sonnengereiftes“ Vergnügen im symphonischen Gewand – die „Italienische“.
Arvo Pärt (1935*)
„Da pacem Domine“ für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Konzert für Violine und Orchester ADur KV 219
Allegro aperto
Adagio
Rondeau
Pause
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Symphonie Nr. 4 ADur op. 90 „Italienische“
Allegro vivace
Andante con moto
Con moto moderato
Saltarello. Presto
Der Festivalsender Ö1 sendet das Konzert am 29.09. um 14.05 Uhr im Ö1 Konzert.
Sa., 19. 09.
„Fantasie“
Stift Altenburg, Bibliothek
15:00 Uhr Stiftsbesichtigung
17:00 Uhr Einführung, Dr. Gustav Danzinger
18:00 Uhr Konzertbeginn
€ 45,–/€ 39,–*
So., 20. 09.
„Festivalabschlusskonzert“
Stift Altenburg, Bibliothek
13:30 Uhr Stiftsbesichtigung
15:00 Uhr Einführung, Dr. Gustav Danzinger
16:00 Uhr Konzertbeginn
€ 65,–/€ 57,–*
* Die Konzertkarte gilt auch als Tageskarte für Stift, Sammlung Arnold und Gärten. Bitte Eintrittskarte im Klosterladen lösen.
Konzertpatenschaft Autohaus Waldviertel
Academia Allegro Vivo
Vahid KhademMissagh Violine und Dirigent
Spielorte
STIFT ALTENBURG
Erbaut: Gründung des Benediktinerklosters 1144
Erbauer: Im Jahre 1144 übergab die Gräfin Hildburg, die Witwe Gebhards von Poigen, das von ihr gestiftete
Benediktinerkloster zu Altenburg dem Passauer Bischof Erweitert und in der heutigen Form seit: der heutige barocke Bau geht auf das 17. und 18. Jahrhundert zurück
Built: Foundation of the benedictine monastery in 1144
Edifier: The benedictine monastery was consigned to the bishop of Passau by countess Hildburg, the widow of Gebhard von Poigen in 1144
Enlarged and in today’s appearance since: The baroque building traces back to the 17 th and 18 th century
PFARRKIRCHE ALTPÖLLA
Erbaut: In zwei Bauphasen Anfang und Mitte des 12. Jahrhunderts und damit eine der ältesten Pfarrkirchen im Waldviertel.
Erweitert und in der heutigen Form seit: Nach der Zerstörung durch die Hussiten Wiedererrichtung im 15. Jahrhundert, Bau eines neugotischen Kirchturms 1898 sowie 1906 Bau eines Treppenturms.
Highlights: Die 320 kg schwere Glocke stammt aus dem 13. Jahrhundert, sie ist eine der ältesten Glocken Niederösterreichs.
Heutige Nutzung: Die auf Mariä Himmelfahrt geweihte Kirche gehört zur Diözese St. Pölten.
Built: In the beginning of the 12th century and therby one of the oldest parish churches in the Waldviertel Enlarged and in today’s appearance since:
After destruction by the Hussites re-erection in the 15th centrury, creation of a neo-Gothic steeple 1898 and a stair tower in 1906
Highlights: One of the oldest church bells of Lower Austria (13th century)
Today’s utilisation: Consecrated to Feast of the Assumption, the church belongs to the diocese of St. Pölten.
WASSERSCHLOSS BRUNN AM WALD
Erbaut: 1584 unter Johann H. von Trauttmannsdorff Letzte Renovierung: Seit 1998 wurde das Wasserschloss umfangreich renoviert.
Architektur: Schlichter, sehr harmonischer Kastenbau im RenaissanceStil; ein seltenes Beispiel für ein Wasserschloss mit erhaltenem Wassergraben.
Besitzer: Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz von Dr. Erhard Schwanzer.
Built: 1584 by Johann Hartmann von Trauttmannsdorff
Last renovation: Renovation of the moated castle since 1998
Architecture: Simple and very harmonic Renaissance box structure. A rare example for a moated castle with an intact moat.
Propriator: Schloss Brunn am Wald is privately owned by Dr. Erhard Schwanzer.
BASILIKA MARIA DREIEICHEN
Erbaut: Zwischen 1744 und 1756 entstand die prachtvolle Barockkirche mit dem großen Kuppelfresko von Paul Troger.
Highlights: Die Hauptorgel der Basilika wurde im Jahr 1780 von Anton Pfliegler erbaut. Das Werk blieb von größeren Eingriffen verschont und stellt heute das größte original erhaltene Werk des Orgelbauers dar.
Merkenswert: Der Bau wurde unter dem Altenburger Abt Placidus Much nach dem Vorbild der Stiftskirche im Stift Altenburg errichtet.
Built: The gorgeous Baroque church was built 1744–1756, big dome fresco by Paul Troger.
Highlights: The basilica’s pipe organ was built by Anton Pfliegler in 1780 and as left unaffected, it represents his biggest originally conserved creation.
Worth to know: Built by Abt Placidus Much as an archetype of the collegiate church in Stift Altenburg.
SCHLOSS DRÖSIEDL
Erbaut: 1283 urkundliche Erwähnung von Nikolaus de Dreyzidler als Besitzer von Drösiedl. Erwähnung der Burg erstmals 1369.
Geschichte: Umbau 1560 zu einer spätgotischen Wasserburg. Schwere Zerstörungen im 30jährigen Krieg. 1692–1939 im Besitz von Stift Altenburg.
Besitzer: Kauf des Schlosses durch Werner Zlabinger im Jahr 2000 und komplette Restaurierung des Schlosses.
Built: First recordings of Nikolaus de Dreyzidler as owner
of Drösiedl in 1283. First mention of the castle in 1369. History: Reconstructed in 1560 as a late gothic moated castle. Serious damages in the 30-years-war. 1692–1939 in possession of the monastery Altenburg.
Owner: Purchase of the castle by Werner Zlabinger in 2000 and complete restauration of the building.
GERTRUDSKIRCHE GARS/THUNAU
Erbaut: Dreischiffige Basilika vor 1250
Letzte Renovierung: Zwischen 1972–1975 erfolgte die Restaurierung der gesamten Kirche anlässlich der 900Jahrfeier des Hl. Leopold III.
Architektur: Die Basilika weist Elemente aller großen Epochen auf.
Highlights: Die bedeutendsten Kunstschätze aus dem 14. Jahrhundert sind die sieben Glasfenster mit Darstellungen aus der Gertruds und Johanneslegende (ca. 1290–1330).
Built: The three-nave basilica traces back to 1250
Last renovation: Between 1972–1975 the whole church has been renovated
Architecture: The basilica shows elements of all great ages
Highlights: Seven glass panes with presentations of the Gertruds- and Johannes legend from the 14th century.
STIFT GERAS
Spielorte
Erbaut: Das Kloster wurde 1153 als Tochterkloster von Seelau durch Ekbert und Ulrich von Pernegg gegründet
Erweitert und in der heutigen Form seit: Unter Abt
Nikolaus Zandt, der 1730–1746 Künstlerpersönlichkeiten
wie Joseph Munggenast als Architekt und Paul Troger als Freskant ins Waldviertel holte, entstand im Wesentlichen das heutige Erscheinungsbild.
Highlights: Zu den Kostbarkeiten des Stiftes gehört der sogenannte Marmorsaal über dem Hauptportal.
Besitzer: Kloster der Prämonstratenser
Built: Monastery founded in 1153 by Ekbert and Ulrich of Pernegg
Enlarged and in today’s appearance since: Today’s appearance created under abbot Nikolaus Zandt from 1730 to 1746
Highlights: The Marble Hall above the main portal Propriator: Premonstratensian order
HERZ-JESU-KIRCHE GMÜND-NEUSTADT
Erbauer: Unter dem Wiener Architekten Josef Friedel wurde der „Dom des Waldviertels" von 1950–1953 erbaut.
„Die Trauernde“: Die 1966 von Carl Hermann geschaffene 20 Tonnen schwere Plastik soll an die Gefallenen beider Weltkriege erinnern.
Merkenswert: Eine 25 m breite Treppenanlage führt zum Hauptportal, das von zwei wuchtigen Steinreliefs, Erzengel Gabriel (Lilie) und Michael (Schwert), flankiert ist.
Edifier: The Viennese architect Josef Friedel built this
"dome of Waldviertel" 1950–1953
"The mourner": The 20 tons heavy sculpture, created 1966 by Carl Hermann, is to commemorate the dead soldiers of the two World Wars.
Worth to know: The 25 m wide stairwell leads to the main portal, which is flanked by two massive stone reliefs showing the archangels Gabriel (lily) and Michael (sword).
SCHLOSS GÖPFRITZ AN DER WILD, KULTURSTADL
Erbaut: Die Gründung der Siedlung an der ehem. Fernstraße HornGmünd soll bereits im ausgehenden 11. Jh. erfolgt sein, doch erst 1308 wird sie in einer Urk. Leutholds v. Kuenring erwähnt.
Architektur: Das sog. „Alte Schloss“ liegt direkt an der Ortsstraße und zeigt trotz hoher Parzellenummauerung keine Hinweise auf einstige Wehrhaftigkeit. Der lang gestreckte, zweigeschoßige Straßentrakt wird durch wuchtige, dreigeschoßige. Eckrisalite mit hohen Mansarddächern gerahmt.
Merkenswert: Im ehemaligen Meierhof ist der Kulturstadl Göpfritz/Wild untergebracht.
Built: The settlement along the former Horn-Gmünd highway is thought to have been founded as early as the late 11th century, but it is not mentioned until 1308 in a document issued by Leuthold von Kuenring.
Architecture: The so-called ‘Old Castle’ is located directly on the main road and, despite high boundary walls, shows no signs of having once been fortified.
The elongated, two-storey street frontage is flanked by massive, three-storey corner projections with high mansard roofs.
Worth to know: The former farmstead is now home to the Kulturstadl Göpfritz/Wild, a versatile event venue.
STIFT
GÖTTWEIG
Gründer: Der hl. Altmann, seit 1065 Bischof von Passau, gründet Stift Göttweig im Jahr 1083.
Erweitert und in der heutigen Form seit: Neubau des Stiftes im Stile des Barock nach einer Brandkatastrophe im Jahr 1718.
Merkenswert: Seit 2011 UNESCO Weltkulturerbe
Highlights: Die Stiftskirche weist noch Teile des hochgotischen Chors auf, ein frühbarockes Langhaus, aber eine klassizistische Fassade.
Founder: Holy Altmann, bishop of Passau since 1065, founded Stift Göttweig in 1083
Enlarged and in today’s appearance since: Re-erection in baroque style after a blaze in 1718
Worth to know: UNESCO World Heritage Site since 2011
Highlights: Gothic type choir, an early-baroque nave, but with a classicistic fassade.
SCHLOSS GREILLENSTEIN
Erbaut: Im 12. Jahrhundert wurde die Veste Greillenstein erstmals urkundlich erwähnt.
Erweitert und in der heutigen Form seit: Schleifung der alten Burg und Neubau des Schlosses zwischen 1570–1590.
Highlights: Unweit des Schlosses befindet sich in Röhrenbach die Gruftkapelle der Kuefstein mit einem Kuppelfresko von Paul Troger
Besitzer: Das Gebäude ist seit 1534 im Privatbesitz der Familie Kuefstein.
Built: First recordings of “Veste Greillenstein” in the 12th century
Enlarged and in today’s appearance since: Clearance and re-erection between 1570–1590.
Highlights: Not far from Greillenstein, in Röhrenbach, you can find the crypt chapel of Kuefstein with a dome fresco by Paul Troger.
Propriator: Schloss Greillenstein is privately owned by the family Kuefstein.
SCHLOSS HARMANNSDORF
Erbaut: Der Bau umgibt einen quadratischen Hof und ist von einem tiefen ehemaligen Wassergraben umschlossen. Der Schüttkasten stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Highlights: Der Innenraum des Schüttkastens verfügt über Seccomalereien mit illusionistischen Landschaftsdarstellungen.
Merkenswert: Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner hatte hier von 1885–1902 ihren Wohnsitz
Besitzer: Seit 1976 im Besitz der Familie Glawischnig.
Built: The squarish court is surrounded by a deep former moat. Grain storage building created in the 17th century.
Spielorte
Highlights: The inside space of the grain storage building is equipped with Secco-paintings.
Worth to know: Berta von Suttner, Nobel Peace Prize awardee, lived here from 1885–1902.
Propriator: Since 1976 the castle is owned by the family Glawischnig.
CAMPUS HORN/STADTSEE HORN
Erbaut: 1959 als Wohnheim des Canisiuswerks fur angehende Priester nach Plänen von Architekt L. Hruska Highlights: Die 1960 fertig gestellte Kapelle befindet sich im 1. Obergeschos. Der Saal Weitblick am Dach verleiht dem schlichten Bau einen modernen Akzent.
Heutige Nutzung: Seit 2018 wird das Haus als Hotel geführt. Der seit 1872 bestehende Stadtsee wurde nach einer umfassenden Neugestaltung 2022 feierlich wiedereröffnet und ist ganzjährig und ohne Eintrittsgeld zugänglich.
Built: In 1959 formal opening as a hostel of the “Canisiuswerk”. Built for prospective priest planned by architect Ladislaus Hruska.
Highlights: The chapel, completed in 1960, is located at the first floor. The Weitblick hall on the roof gives the simple building a modern touch.
Today’s utilisation: Since 2018, the building has been run as a hotel. The town lake, which has existed since 1872, was officially reopened in 2022 following a comprehensive refurbishment and is open all year round with free admission.
KUNSTHAUS HORN
Erbaut: Als offenes „U“ mit Arkaden zum Landesgericht
(Schloss) hin als Witwensitz erbaut. (Fertigstellung 1594).
Geschichte: 1657 gründeten die Piaristen in diesem Gebäude eine Schule. 1921–1961 Bundesgymnasium.
Letzte Renovierung: Umbau für die Niederösterreichische Landesaustellung 2009 „Geteilt, getrennt, vereint“.
Merkenswert: Bundespräsident Miklas war Direktor des Gymnasiums und Bundespräsident Kirchschläger maturierte hier.
Built: Originally built as the widow’s domicile, completion in 1594
History: 1657 the Piaristen order founded a secondary school. 1921–1961 federal secondary school.
Last renovation: Modification for the major regional exhibition in 2009 “Geteilt, getrennt, vereint”
Worth to know: Federal President Miklas was the rector of the secondary school, Federal President Kirchschläger achieved his diploma exam here.
VEREINSHAUS HORN
Erbaut: 1908 Eröffnung des katholischen Vereinshauses
Merkenswert: 1987 wurde die auffallende Decke des Saales durch die Künstlerin Maria BiljanBilger gestaltet.
Besitzer: Der Christliche Arbeiterverein führte bis 1984 das Vereinshaus, 1985 erfolgte der Kauf durch die Stadt Horn.
Rundherum: Josef Höbarth begründete 1930 das nach
ihm benannte Museum, welches eine der größten urgeschichtlichen Sammlungen Österreichs beherbergt.
Built: The Catholic Vereinshaus was inaugurated in 1908.
Worth to know: The remarkable ceiling was designed by Maria Biljan-Bilger in 1987.
Propriator: The Christian workshop administrated the house until 1984, 1985 the township of Horn purchased the house.
Exhibition tip: The Höbart Museum houses one of Austria’s biggest prehistoric collections.
LOISIUM LANGENLOIS
Erbaut: Eröffnung der WeinErlebnisWelt und Vinothek im Jahr 2003
Erbauer: Gestaltung des Besucherzentrums „In the earth”, ein schräger Kubus, halb über und halb unter der Erde, durch den US Architekten Steven Holl
Highlights: Ein 1,5 Kilometer langes und 900 Jahre altes Labyrinth aus Kellergängen
Tipp: Seit 2006 findet hier die Loisiarte statt, ein Festival für Musik und Literaturliebhaber
Built: 2003 opening of the WeinErlebnisWelt & Vinothek
Edifier: Visitors’ centre “In the earth” designed by the US architect Steven Hall
Highlights: 900 years old maze of cellar aisles, 1,5 kilometres long, houses an interactive tour through the world of wine
Tip: Since 2006, the Loisiarte, a festival of music and literature enthusiasts, is located here.
FILIALKIRCHE OBERDÜRNBACH
Erbaut: 1339 als ehemalige Burgkapelle durch eine Stiftung von Ulrich von Durrenbach.
Highlights: Die Wandfresken im Chor zeigen auf der rechten Seite wahrscheinlich ein Abbild der einstigen Burg Oberdürnbach.
Rundherum: Gegenüber der Kirche befindet sich das Wohnhaus Gottfried von Einems, das als neu renoviertes Museum öffentlich zugänglich ist.
Built: 1339 as a former castle chapel through a dontion from Ulrich von Durrenbach.
Highlights: The wall frescoes on the right-hand side in the chancel probably show a depiction of the former Oberdürnbach castle.
All around: Gottfried von Einem's house, which is open to the public as a newly renovated museum, is situated opposite the church.
BURG RAABS
Erbaut: Burg Raabs an der Thaya gehört zu den frühesten auf dem Gebiet des heutigen Österreich errichteten Steinburgen.
Erweitert und in der heutigen Form seit: Einen geschichtlichen Höhepunkt erfuhr die Stadt Raabs unter den Puchheimern (ab 1358). Die Burg erhielt viele Zu und Umbauten, die ihr heutiges Aussehen prägen.
Besitzer: Der Verleger Richard Pils („Bibliothek der Provinz”) und seine Familie sind die heutigen Besitzer der Burg.
Built: The castle counts among the earliest stone castles on today’s Austrian territory.
Spielorte
Enlarged and in today’s appearance since: Great historical significance under the authority of the family Puchheim (since 1358). Numerous annexes and recreations.
Propriator: The publisher Richard Pils (“Bibliothek der Provinz”) and his family.
SCHLOSS ROSENBURG
Erbaut: Die Rosenburg geht aus einer um 1150 errichteten Burg hervor, die im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgestaltet wurde.
Erweitert und in der heutigen Form seit: In den Jahren 1593–1597 wurde ein Großteil der bisherigen Burg abgetragen. An ihrer Stelle entstand das heutige Renaissanceschloss mit 13 Türmen, 1614 ein großen Turnierplatz sowie 46 Arkaden.
Besitzer: Die Rosenburg ist seit 1681 im Besitz der Familie HoyosSprinzenstein, seit 2010 von Markus Hoyos
Built: Rosenburg emanated from a castle created in 1150, which was re-created as a palace in the 16th century. Enlarged and in today’s appearance since: Clearance and re-creation 1593–1597 as a Renaissance palace with 13 towers, a tiltyard and 46 arcades.
Propriator: Since 1681, Rosenburg is owned by the family Hoyos-Sprinzenstein.
GUTSHOF SCHICKENHOF
Erbaut: Otto v. Ottenstein schenkt den Hof des „Ritters Schicke“ 1220 zur Wiedergutmachung diverser Schäden dem Stift Zwettl.
Geschichte: Im Dreißigjährigen Krieg wird der Hof zerstört und danach wiederaufgebaut. 1757 in den Besitz von Leopold Gf. v. Schallenberg auf Rosenau, welcher den Hof schlossartig ausbaut.
Besitzer: 1943 an Baron Ludwig v. Lazarini, dessen Enkelin Gabriele Walderdorff heute Eigentümerin ist.
Built: Otto von Ottenstein donated the estate of ‘Knight Schicke’ to Zwettl Abbey in 1220 to compensate for various damages.
History: The grange is destroyed during the Thirty Years' War and then rebuilt. 1757 in the possession of Leopold Gf. v. Schallenberg auf Rosenau, who extended the building to its castle-like look.
Propriator: 1943 to Baron Ludwig v. Lazarini, whose granddaughter Gabriele Walderdorff is the owner today.
BURG SCHLEINITZ
Erbaut: 1074 erstmals urkundlich erwähnt
Highlights: Eine historische Befestigungsanlage, gehört zu den letzten Wasserburgen der Region. Seit 1974 ist der Wassergraben wieder geflutet.
Besitzer: Zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs zerstörten böhmische Truppen das Schloss. Wiederaufbau von der auf Schloss Greillenstein ansässigen Grafen von Kuefstein. Verkauf um 1920 an die Witwe Anna von Sazenhofen. Derzeit befindet sich die Burg im Eigentum der Schauspielerin Andrea Eckert und der Familie Eckert.
Built: first mentioned in a document in 1074
Highlights: A historic fortification, it is one of the last moated castles in the region. The moat has been flooded again since 1974.
Propriator: At the beginning of the Thirty Years' War, Bohemian troops destroyed the castle. Reconstruction by the Counts of Kuefstein who resided at Greillenstein Castle. Sold around 1920 to the widow Anna von Sazenhofen. Currently the castle is owned by the actress Andrea Eckert and the Eckert family.
ALTE SCHMIEDE SCHÖNBERG/KAMP
Erbaut: Vor rund 400 Jahren
Letzte Renovierung: Umbau zu einem Kommunikationsund Informationszentrum von „Hundertwasserarchitekt“
Peter Pelikan
Heutige Nutzung: In der Vinothek kann man sich über das Weinangebot der Region informieren. Die Galerie stellt bekannte und weniger bekannte Künstler vor.
Weiters gibt es ein Sommerfrischemuseum. Regelmäßig finden Veranstaltungen, wie der „Schräge Advent“ statt.
Built: Circa 400 years ago
Last renovation: Re-creation as a centre for communication and information by the “Hundertwasserarchitect” Peter Pelikan
Today’s utilisation: As a vinotheque, gallery for well and less known artists. It also houses a summer resort museum. Frequent events such as the “Schräge Advent”.
STADTPFARRKIRCHE WAIDHOFEN/THAYA
Erbaut: 1723 wurde die barocke Saalkirche geweiht. 1890 erfolgte eine Stuckierung durch Franz Slanetz. Die Deckengemälde aus dem Jahre 1764 sind von Johann Lorenz Daysinger.
Highlights: Größte Orgel des Waldviertels, barocker Prospekt, 1729 erbaut von Casparides, drei Manuale, Pedal, Schweller, 36 Register
Rundherum: Unter der Stadt befindet sich ein verzweigtes Kellersystem.
Built: Sanctified in 1723. 1890 pargetting by Franz Slanetz. The ceiling fresco painted by Johann Lorenz Daysinger in 1764.
Highlights: Biggest pipe organ of the Waldviertel, built in 1729 by Casparides
Worth to know: Widely ramified cellar system beneath the town centre, which is considered as a medieval escape way.
SCHLOSS WALDREICHS
Erbaut: 1258 erstmals urkundlich erwähnt und diente dem Schutz der österreichischen Mark. 1530–1534 erfolge der Umbau zum Wasserschloss.
Heutige Nutzung: Falknerei und Greifvogelzentrum mit einem Eulenpark
Besitzer: Seit 1983 ist die Eigentümerin die Windhag‘scheStipendienstiftung für Niederösterreich. Built: Founded in 1258, Schloss Waldreichs formed part of a defensive ring to protect the Austrian heartland. 1530–1534 re-creation as a moated castle.
Today’s utilisation: Falconry and raptor centre with owl park.
Propriator: Since 1983 the owner is the Windhag‘sche Stipendienstiftung for Lower Austria.
Spielorte
SCHLOSS WEITRA
Erbaut: In den Jahren 1201–1208 ließ Hadmar II. von Kuenring die Burgstadt Weitra anlegen.
Erweitert: 1581 belehnte der Habsburgerkaiser Rudolf II. den Freiherrn Wolf Rumpf von Wiehlroß mit Stadt und Herrschaft Weitra. Umbau der Burg zu einem prächtigen Renaissanceschloss.
Besitzer: Prinz und Landgraf Johannes zu Fürstenberg ist Inhaber der Landgräflichen Linie FürstenbergWeitra.
Built: 1201–1208 Hadmar II von Kuenring founded the town of Weitra, the Castle is located in the south on the highest point of a granite plateau.
Enlarged: In the 16th century the castle was remodelled in Renaissance Style by Pietra Ferrabose.
Propriator: Prince and Landgrave Johannes zu Fürstenberg is the owner of the Landgrave line FürstenbergWeitra.
KONZERTHAUS WEINVIERTEL
Erbaut: 1910 wurde der ursprünglich als „Jugendstilsaal“ bezeichnete Ballsaal durch den Gastwirt Ernest Fröhlich in Betrieb genommen.
Erweitert: Das Areal wurde 2001 von der Gemeinde Ziersdorf angekauft und revitalisiert.
Heutige Nutzung: Veranstaltungszentrum mit klassischer Musik, Kabarett, Theateraufführungen, Lesungen, Unterhatungsmusik sowie einem anspruchsvollen Kinder und Jugendprogramm.
Built: The ball room, originally called “Art NouveauRoom”, was launched in 1910 by the innkeeper Ernest Fröhlich.
Enlarged: 2001 the municipalty of Ziersdorf purchased and revitalised the area.
Today’s utilisation: Event venue with classical music, cabaret, theatre and easy listening music performances, readings and an ambitious children and youth programme.
STIFT ZWETTL
Erbaut: Stift Zwettl besteht ohne Unterbrechung seit seiner Gründung im Jahr 1138 und ist damit das drittälteste Zisterzienserkloster weltweit.
Erweitert: Im 18. Jahrhundert erfuhr die Klosteranlage eine Barockisierung; u. a. wurde die Westturmfassade von Joseph Munggenast sowie die Stiftsbibliothek errichtet, deren Deckenfresken der Barockmaler Paul Troger gestaltete.
Merkenswert: In den Jahren 1728–1731 konzipierte
Johann Ignaz Egedacher aus Passau die berühmte Orgel. Built: Cistercian monastery since 1138 without respite and therefor the third oldest worldwide.
Enlarged: Remodelled in baroque style in the 18th century by Josef Munggenast, collegiate bibliotheque with ceiling frescos by Paul Troger.
Worth to know: The famous pipe organ was built by Johann Ignaz Egedacher 1728–1731
Summer academy
Masterclasses
Violin
Christian Altenburger
Tanja BeckerBender
Thomas Fheodoroff
Klara Flieder
Sophia Jaffé
Andreas Janke
Bijan KhademMissagh
Vahid KhademMissagh
Christian Ostertag
Benjamin Schmid
Anton Sorokow
Réka Szilvay
Ingolf Turban
Ulf Wallin
Viola
Roland Glassl
Veit Hertenstein
Hariolf Schlichtig
Thomas Selditz
Lars Anders Tomter
Peijun Xu
Violoncello
Matthias Bartolomey
Thomas Carroll
Florian Eggner
László Fenyö
Maria Grün
Maximilian Hornung
Gregor Horsch
WenSinn Yang
Chamber music
Matthias Bartolomey
Florian Eggner
Bijan KhademMissagh
Thomas Selditz
Vocal
Wolfgang Bankl
Malin Hartelius
Claudia Visca
Piano
Elisabeth Leonskaja
Elisabeth Eschwé
Björn Lehmann
Stanislaw Tichonow
Lilya Zilberstein
Flute
Mario Caroli
Matthieu GauciAncelin
Barbara GislerHaase
Wally Hase
Sonja Korak
Fereshteh Rahbari
Clarinet
Christoph Moser
Martin Rainer
Accompaniment
Vanda Albota
Andrei Banciu
Luca Ferrini
Edda Andrea Graf
Yuna Hotozuka
Sandra Jost
Minze Kim
Marcin Koziel
Yoko Kuwahara
Sieglinde Michalko
Monika Nagy
Tomoko Nishikawa
Baiba Osina
Sergio Posada
Mari Sato
Tomoko Sawallisch
Yumi Sekiya
Noriko Shima
Noriko Ushioda
Classes for the youth, children & their parents
Violin
Lydia Altenburger
Michaela GirardiRiegler
Martha KhademMissagh
Bojidara Kouzmanova
Alexandra Rappitsch
Tatjana Sotriffer
Monika Witzany
Violoncello
Kamelia BayrovDimov
Michael Luginbühl
Flute
Fereshteh Rahbari
Orchestra
Juan Sebastián Acosta
Accompaniment
Andrea Linsbauer
YiTing WuMittermayer
Veronika Trisko
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Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Nikolaus Straka, MAS Termin, Programm und Besetzungsänderungen vorbehalten.
A3580 Horn, Wiener Straße 2, Tel. +43 (0)2982 / 43 19 (Fax +4)
Redaktion: Nikolaus Straka
Fotos ohne Angabe: Schewig Fotodesign
Umschlag Fotos, Vorder und Rückseite: Artwork: Sheila Ehm, Violin: Ian Ehm, Glitter Overlay: Creative Market/Walllow Creatives
Gestaltung & Satz: Sheila Ehm
Texte: Mag. Alexander Moore, Mag. Nikolaus Straka
Herstellung: Druckerei Berger Horn
Fotonachweis: Seite 2: M. Hintzen; Seite 3, 7/2, 9, 13/1, 29/4, 63, 71: J. Wesely; Seite 7/1: O. Schmidt; Seite 13/2 Liebentritt; Seite 15/1: E. Eschwé; Seite 15/2: M. Caroli; Seite 15/3: M. Kecskeméti; Seite 15/4: N. Milatovic; Seite 15/5: Schewig Fotodesign ;Seite 19/2: J. Greune; Seite 19/3: A. Hornemann; Seite 23, 39/5: N. Lund; Seite 25/1: Lienbacher; Seite 25/2: O. Hagen; Seite 27: A. Mehmedinovic; Seite 29/1: A. Grilc; Seite 29/2: R. Burowes; Seite 19/1 29/3, 29/7, 33/3, 39/6, 51/5: M. Borggreve; Seite 29/5: R. Camilo; Seite 29/6: wildundleise; Seite 29/8: R. Knapp; Seite 29/9: K. Miura; Seite 33/1 privat ; Seite 33/2 Privat; Seite 39/1, 39/2, 45/3: U. Ahrens; Seite 33/4, 39/3, 51/9, 67/2: N. Horowitz; Seite 39/7: L. Beck; Seite 39/8: A. Kenney; Seite 45/1: M. Schell; Seite 45/2: J. Scrob; Seite 47: I. Zandel; Seite 49: C. Prenner; Seite 51/1: Altenburger privat; Seite 51/2: R. Frank, Seite 51/3: privat; Seite 51/4: M. Kocan; Seite 51/6: privat; Seite 57: V. Pavić; Seite 59: L. Tomanova; Seite 61: privat; Seite 65/1, 67/1: L. Ziegler; Seite 65/2: S. Reichmann; Seite 67/3: J. Strassl; Seite 74/1, 75/3, 79/3, 81/2, 81/3: T. Schröckenfuchs; Seite 75/2 W. Zlabinger; Seite 76/1, 82/3: R. Mandl; Seite 76/3: R. Podolsky; Seite 77/1: M. Haslinger; Seite 78/3, 79/1: POV R. Herbst; Seite 79/2: N. Straka, 82/1: Schloss Weitra
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FREUNDE – FÖRDERER – MÄZENE –
STIPENDIENSTIFTER
Langjährige Freunde von Allegro Vivo und jene, die es werden wollen, laden wir sehr herzlich ein, unserem Freundeskreis beizutreten. Mit Ihren Beiträgen unterstützen Sie unser Festivalprogramm und die ganzjährige Konzerttätigkeit der Academia Allegro Vivo. Die Nachwuchsförderung ermöglicht Stipendien für aufstrebende Talente der Allegro Vivo Sommerakademie.
Mitglieder des Freundeskreises erhalten exklusive Einladungen, Freikarten, Ermäßigungen, bevorzugte Plätze, eine Jahresgabe und werden in den Drucksorten genannt.
Wir senden Ihnen gerne eine Einladung mit detaillierten Informationen zu.
GRÜNDER
Prof. Bijan KhademMissagh
DANK
Für die Förderung von Allegro Vivo gilt unser Dank im Besonderen der NÖ Landesregierung; der NÖ Kulturabteilung; dem Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport; dem Bundesministerium Bildung; der Stadtgemeinde Horn sowie den Medienpartnern und den Sponsoren.
MANAGEMENT
Mag. Nikolaus Straka MAS, Geschäftsführer
Eva Freisleben
Organisation Sommerakademie
Andrea BauerHundlinger Festivalbüro & Kartenverkauf
Allegro Vivo wird getragen vom Verein Academia Allegro Vivo.
ZVR: 651043566
Allegro Vivo
Freundeskreis
STIPENDIENSTIFTER
NiederösterreichFonds, EVN, Gerhard und Gretchen Eder, Andreas Egger, Mag. Almuth Graf, Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, Rotary Club Zwettl/Waidhofen, Univ.Prof. Dir. Dr. Fritz F. Steininger, Constanze von Othegraven MBA, MLE
MÄZENE
KR Peter Berger, Helga Hettler, Dr. Christine Kaiser, Prof. Karl Korab, Werner Kurzböck, Dr. Wilhelm Limberger, Andrea Lippert, HR Dr. Gerhard Proißl, Dr. Andreas Reifschneider, Erich Stadler, Markus Graf Hoyos, Eva Vitovec
FREUNDE & FÖRDERER
Prof. Elisabeth BigenzahnUllmann, Brigitte Böck, Dr. Andreas Bösel, Mag. Ursula Bösel, Mag. Doris Brazda, DI Raimund und Mag. Sieglinde Brodner, Dr. Gustav Danzinger, Dr. Manfred Eder, Angela Grundhammer, BH Mag. Stefan Grusch, HR Mag. Helmut Hagel, Gerhard Hau, Prof. Dr. Franz Otto Hofecker, Sylvia JahnkeHampeis, Susanne Kadanka, Franz Kainberger, Anna Kanzian, KR Julius Kiennast, KR Alexander Klik, Mag. Johannes Kranner, Univ. Doz. Dr. Heinz Kuderna, Toni Kurz, Jürgen Maier, Univ.Prof. Dr. Peter Mazal, Andrea Niederle, Univ.Prof. Dr. Bruno Niederle, HR Ing. Dr. Gerd Oppitz, Dr. Helmut Prager, DI Ilse Prager, Anneliese Sanchez de la Cerda, Dr. Siegfried Streit, KR Rudolf Warringer
Kulturfahrten
MI., 12. AUGUST
Stift Altenburg
14.00 Abfahrt 1010 Wien, Bösendorferstraße 12
16.00 Stiftsbesichtigung (Treffpunkt im Besucherfoyer)
17.00 Möglichkeit zum Abendessen im Stiftsrestaurant (nicht im Preis inkludiert)
18.00 Einführungsgespräch im Weißen Saal, Mag. Ursula Manges, radioklassik
Anmeldung: T.: 02982/4319 E.: office@allegrovivo.at
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
CD-Neuerscheinung
„Anima mundi“
Unter dem Titel „Anima mundi“ präsentiert diese CD LiveKonzertmitschnitte des internationalen Allegro Vivo Festivals aus der prachtvollen Bibliothek von Stift Altenburg. Die Produktion vereint Werke, die sich mit Ausdruck, Erinnerung und musikalischer Identität in Mitteleuropa zu Beginn des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen, und schlägt zugleich eine Brücke zur Gegenwart: Gustav Mahler, Lieder eines fahrenden Gesellen, Walter Kaufmann, Fantasie für Violine und Streichorchester, Miklós Rózsa, Konzert für Streichorchester op. 17 und die Uraufführung von Philipp Manuel Gutmanns „Ein wilder Apfelbaum will ich werden“.
Liveaufnahmen Aufnahmeort: Stift Altenburg, Bibliothek Aufnahmen des Österreichischen Rundfunks (Radio Österreich 1) Aufnahmeleitung und Schnitt: Jens Jamin Tontechnik: Christian Gorz
Label: Allegro Vivo Records Redaktion: Nikolaus Straka Text: Nikolaus Straka engl. Übersetzung: Andrea Bauer-Hundlinger Fotos: Schewig Fotodesign, Julia Wesely Cover: Sheila Ehm Coverfoto: Ian Ehm Grafik: baumg-art-ner.com
Zwischen Spätromantik, Emigrationserfahrung der Dreißigerjahre und zeitgenössischer Reflexion entsteht ein Spannungsfeld, in dem individuelle Stimmen, literarische Bezüge und klangliche Traditionen miteinander in Dialog treten. Zu hören sind der künstlerische Leiter von Allegro Vivo, Vahid KhademMissagh, als Dirigent und Solist gemeinsam mit Manuel Walser, Bariton und András Szalai, Cimbalom und dem Residenzorchester Academia Allegro Vivo.
Anima mundi [79:49]
Gustav Mahler (1860–1911)
Lieder eines fahrenden Gesellen (Bearbeitung für Singstimme und Kammerensemble v. Arnold Schönberg)
01 Wenn mein Schatz Hochzeit macht 03:53
02 Ging heut’ morgen übers Feld 04:13
03 Ich hab’ ein glühend Messer 03:36
04 Die zwei blauen Augen 05:44 Manuel Walser – Bariton
Walter Kaufmann (1907–1984)
Fantasie für Violine und Streichorchester
05 Allegro Moderato 05:05
06 Adagio non troppo 03:58
07 Vivace 04:12
08 Poco Adagio 03:02
Miklós Rózsa (1907–1995) Konzert für Streichorchester op. 17
09 Moderato, ma risoluto ed energico 08:20
10 Lento con gran espressione 07:04
11 Allegro giusto 08:00
Philipp Manuel Gutmann (*1993)
12 Ein wilder Apfelbaum will ich werden 22:35 Kontrastfragmente für Cimbalom, Violine und Streichorchester András Szalai – Cimbalom
Rózsa Kaufmann Gutmann
Academia Allegro Vivo Vahid Khadem-Missagh Solovioline und Leitung
Erhältlich bei Naxos, im ORF-Shop, im gutsortierten Fachhandel, unter www.allegro-vivo.at und auf sämtlichen Streaming-Plattformen.
Freier Eintritt für Kinder bis 6 Jahre, Kinder 6 bis 15 Jahre zahlen € 9,–
Kartenbestellung 2026
Vorname Nachname
Straße
Telefon EMail
PLZ Ort Land
Freier Eintritt für Konzerte ohne Preisangabe
Ermäßigung*:
(bei Club Ö1 und Presse Club bitte Mitgliedsnummer angeben; die Ermäßigung gilt pro Konzert für max. 2 Karten)
*Ermäßigung für Kinder, Studenten, Senioren, Club Ö1, Presse Club muss bei der Reservierung angegeben werden!
Die für mich reservierten Karten hole ich gegen Bezahlung Mo.–Do. zwischen 9 und 14 Uhr im Festivalbüro, A3580 Horn, Wiener Straße 2, ab. die bezahlten Konzertkarten werden mir zugesandt (zzgl. € 2,– Bearbeitungsgebühr Inland) die bezahlten Konzertkarten werden mir per Einschreiben zugesandt (zzgl. € 5,– Bearbeitungsgebühr Inland) die bezahlten Konzertkarten werden mir als Print@homeTickets per EMail zugesandt
Ich zahle die Konzertkarten vorab per Erlagschein mit Kreditkarte
Mastercard Visa
KartenNr
Gültig bis / CVV
Mit der Bekanntgabe meiner Daten erkläre ich mich mit der Speicherung der Angaben zu Marketingzwecken einverstanden.
Meine Daten werden von Allegro Vivo keinesfalls an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Zustimmung jederzeit widerrufen und die Löschung meiner Daten beantragen.
Datum Unterschrift
Konzertkarten sind erhältlich
Allegro Vivo Festivalbüro, Wiener Straße 2, 3580 Horn, Tel. +43 (0)2982/4319 tickets@allegrovivo.at, www.allegrovivo.at