Der SportKurier
Neuigkeiten | HintergruĚˆ nde | Unterhaltung aus der regionalen Sportwelt
Ausgabe 2 2018 | 47. KW | Bautzen und die Lausitz
Klasse! Inklusion als Herausforderung und Chance
In Kooperation:
kreis
sportbund bautzen
Sportliche Bildungsangebote 2019
AGORA
LAUSITZ
Interview mit Martina Wussack Bilder Sportabzeichentag
02
EDITORIAL
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Inklusion in die Mitte der Gesellschaft bringen Welch ein toller Schnappschuss ist unser Titelmotiv. Model und Stuntfrau Miriam Hö ller klatscht mit einer jungen Schü lerin ab, die beim Zielwurf erfolgreich war. Dieser war u.a. Bestandteil beim Deutschen Sportabzeichen am 31. August auf der Bautzener Mü llerwiese. In dieser Ausgabe widmen wir uns eben dieser Freude, die Sport bei Menschen erzeugen kann, die ein Handicap haben oder unterschiedlicher Herkunft sind. Allein im Landkreis Bautzen leben ü ber 30.000 Menschen mit einer kö rperlichen oder geistigen Behinderung. Das sind 8 % der Bevö lkerung, die im Alltag und natü rlich beim Sport besondere Hilfe und Aufmerksamkeit benö tigen. Dabei wollen sie gar nicht im Mittelpunkt stehen. Unsere Aufgabe ist es, sie in die Mitte der Gesellschaft einzugliedern. Inklusion beschreibt dieses Ziel und die damit verbundenen Maßnahmen. Der Kreissportbund Bautzen ist im Freistaat Sachsen diesbezü glich schon zukunftsorientiert. Neben dem Inklusionssportfest und der Para-Olympiade gibt es auch einen Leitfaden zu diesem Thema. Wir stellen Ihnen zudem eine Sportlehrerin aus dem Nordkreis vor, die sich leidenschaftlich dafü r einsetzt. Inklusion im Sport heißt aber nicht nur, Menschen mit einer Behinderung zu be-
So erreichen Sie uns Kreissportbund Bautzen e.V. Postplatz 3 02625 Bautzen Tel.: 03591 - 27063-0 Fax.: 03591 - 27063-11 info@sportbund-bautzen.de
In diesem Kurier: Editorial
02
Inhalt & Impressum
02
SPORTBUND
geistern. Auch die Integration von Menschen, die zu uns aus anderen Lä ndern kommen, zä hlt darunter. Gerade fü r sie ist es besonders wichtig, Ankerpunkte in der Gesellschaft zu erhalten. Egal, mit welchen Aussichten sie zu uns kommen, der Sport bietet die Mö glichkeit, Grenzen zu ü berwinden, sich fit zu halten und somit auch fit fü r Integration zu werden. Dafü r sollten wir auch unsere gemeinsame Kraft investieren.
Bildungsangebote 2019
04
Vereinsgrü ndung- und Auflö sung
06
Ehrenamt
07
In der Mitte dieses SportKuriers haben wir eine kleine bebilderte Zusammenfassung des großen Sportabzeichentages dargestellt. Ein wunderbarer Tag, der nur durch die zahlreichen Helferinnen und Helfer so durchgefü hrt werden konnte. Dafü r gebü hrt allen unser großer Dank! Wir wollen das Ehrenamt und Engagement fö rdern und bieten in dieser Ausgabe unterschiedliche Mö glichkeiten an, dies umzusetzen.
Fotoseite Sportabzeichentag
Sport verbindet!
Sportfö rderrichtlinie Neue Gesichter beim KSB
03
THEMA
08
TITEL
Triathlon: Thomschke und Gabriel
12
Sport und Inklusion
12
Ihr Lars Bauer und Peter Stange Herausgeber Kreissportbund Bautzen und AGORA LAUSITZ
Büro Hoyerswerda L.-Hermman-Str. 7, 02977 Hoyerswerda Tel.: 03571 - 6027737* Büro Kamenz Bautzener Straße 122 01917 Kamenz Tel.: 03578 - 319866* *Sprechzeit Donnerstag
Impressum Herausgeber (In Kooperation) Kreissportbund Bautzen e.V. (KSB), Postplatz 3, 02625 Bautzen. V.i.S.d.P. Lars Bauer AGORA LAUSITZ, Albert-Schweitzer-Str. 6 02625 Bautzen Tel.: (03591) 279 37 00. V.i.S.d.P. Peter Stange Redaktion, Satz und Anzeigen AGORA LAUSITZ, medien@agora-lausitz.de Alle Texte sind redaktionell durch die Herausgeber verfasst. Andere Inhalte sind entsprechend gekennzeichnet. Druck: Druckerei Schü tz GmbH Auflage: 3.000 Stü ck; Verteilung ü ber den Postweg und als kostenlose Auslage Redaktionsschluss: 07.11.2018; Erscheinung: 47. KW 2018 Titelfoto/Fotos: Kreissportbund Bautzen, R. Michalk sowie Einzelnachweise
REGIONAL
Triathlon: Thomschke und Gabriel
12
Interview M. Wussack
14
MISS Mehr Inklusion im Sport
13
Inklusives Floorballturnier
14
Termine Kita-Olympiade 2019 Fußballtennisturnier
15
PSC holt bundesweite Judokas nach Bautzen Kein Platz fü r Rassismus
16
Dank an unsere Partner dieser Ausgabe: ZVON Lichtenauer Kreissparkasse Bautzen & Ostsä chsische Sparkasse Dresden
18 09 03
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
03
SPORTBUND Der SportKurier
Sportförderung im Kreis Bautzen – Landkreis setzt weiter auf den organisierten Sport Mit Wirkung zum 01.01. 2019 tritt die neue Sportfö rderrichtlinie des Landkreises Bautzen in Kraft. Wie auch in der noch geltenden Richtlinie zur Fö rderung des Sports im Landkreis Bautzen wird auch zukü nftig der organisierte Sport durch den Landkreis gefö rdert. Bei der außerordentlichen Sitzung des Kreistages am 08. Oktober beschlossen die Kreisrä te einstimmig
die neue Richtlinie. Diese wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Landkreisverwaltung und dem Kreissportbund Bautzen an den jeweiligen Bedarf der Fö rderschwerpunkte sowie an die aktuellen Gesetzgebungen angepasst. Sie zielt weiter auf den Erhalt bzw. die Weiterentwicklung des organisierten Sports im Landkreis Bautzen. Mit der Idee, die Kreisver-
bä nde ebenfalls als Mitglieder in den Kreissportbund aufzunehmen, hatte Landrat Michael Harig bereits zum Kreissporttag 2012 die Weichen fü r eine Fortschreibung der Richtlinie gestellt, die dann auch die Verbandsfö rderung enthalten soll. Die Mitgliederversammlung des Kreissportbundes konnte somit beim darauffolgenden Kreissporttag im Jahr 2016 die not-
wendige Neufassung der Satzung beschließen. Mit dieser Grundlage war es nun den Kreisverbä nden mö glich, als Mitglied im Kreissportbund Bautzen gefü hrt zu werden. Derzeit organisieren sich drei Verbä nde unter dem Dach des Kreissportbundes. Zwei weitere Interessensbekundungen liegen vor. Mit dem Dank an die Mitglieder des Kreistages fü r
die Beschlussfassung und das Vertrauen in die Arbeit des organisierten Sports sowie dem Dank an die Verwaltung des Landkreises fü r die gemeinsame Erarbeitung, wird der Kreissportbund Bautzen nun die Inhalte der Richtlinie in seinen Regionalkonferenzen im November 2018 kommunizieren und gemeinsam mit seinen Mitgliedern ab 2019 umsetzen.
Neue Gesichter beim Kreissportbund Seit dem 1. September ist ein neues Gesicht im Kreissportbund Bautzen e.V. zu entdecken: Merlin Däbler absolviert von September diesen bis August nä chsten Jahres ein Freiwillig Soziales Jahr (FSJ) im Sport innerhalb des Kreissportbund Bautzen. Der 18 Jä hrige gebü rtige Bautzener schloss im Juni 2018 das Schiller Gymnasium Bautzen mit dem Abitur ab und mö chte das Jahr nun dafü r nutzen, sich sowohl persö nlich weiterzuentwickeln als auch Erfahrungen in Ar-
beitsbereichen des Sportes zu sammeln. Seit 2015 ist er berechtigt das sä chsische Kindersportabzeichen „Flizzy“ abzunehmen, weshalb er 2019 ein Projekt mit dem Schwerpunkt Kitasport organisieren will. Im Laufe des freiwilligen sozialen Jahres wird er außerdem noch die Abnahmeberechtigung fü r das Deutsche Sportabzeichen sowie die Ubungsleiter CLizenz im Breitensport fü r Kinder und Jugendliche erlangen. Des Weiteren bietet der
menden drei Jahren vervollstä ndigen. Ihr Abitur schloss die 19-Jä hrige, welche in Burkau lebt, im Jahr 2017 am GoetheGymnasium in Bischofswerda ab. Bereits seit Februar 2018 war Leonie im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im Kreissportbund prä sent. Ab Oktober 2018 absolviert sie ihr duales Studium an der Berufsakademie Riesa im Studiengang BWL- DienstleistungsLeonie Gries wird das management mit VertieTeam des Kreissportbund fung Sportmanagement, Bautzen e.V. in den kom- wobei der Kreissportals Kreissportbund Bautzen e.V. ihm die Mö glichkeit, sich sportlich und pä dagogisch weiterzubilden. Die vorgesehenen Bildungstage im freiwilligen sozialen Jahr wird er bei uns und beim Landessportbund Sachsen e.V. absolvieren. In seiner Freizeit ist Merlin ebenfalls sehr sportbegeistert und aktiver Fußballer innerhalb des SV Bautzen e.V.
bund Bautzen als Praxispartner fungiert. In den kommenden Jahren wird Leonie die im Rahmen des dualen Studiums erworbenen Kenntnisse in den Bereichen Sportverwaltung, Sportmarketing, Veranstaltungsmanagement, Controlling und Evaluation in Projekte des KSB einbringen. In Ihrer Freizeit ist sie aktive Fußballspielerin des Bischofswerdaer FV 08 e.V. und engagiert sich als Ubungsleiterin im Kindersport.
04
SPORTBUND
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Wir beraten Vereine - auch 2019!
!
Das Bildungsjahr 2019 steht bereits in den Startlö chern! Um allen Interessierten die Planung fü r das kommende Jahr zu erleichtern, mö chten wir bereits hier auf die wichtigsten Termine und Lehrgä nge hinweisen.
Weitere Termine:
Grundlehrgänge 2019: GL 01-19 GL02-19 GL03-19 GL04-19 GL05-19 GL06-19 GL07-19
Hoyerswerda: Bautzen (Ferienkurs): Bautzen: Kamenz: Hoyerswerda: Bautzen: Kamenz:
7./8./9./12./14. Februar 2019 25./26./27./28. Februar 2019 (tä glich 08:30 – 16:00 Uhr) 7./8./9./12./14. Mä rz 2019 20./22./23./26./27. Mä rz 2019 7./8./9./11./12. November2019 14./15./16./18./19. November 2019 27./29./30. November, 02./04. Dezember 2019
Lizenzlehrgänge 2019: L01-19 Hoyerswerda: 04.04.2019 – 04.07.2019 L02-19 Bautzen: 11.04.2019 – 04.07.2019 L03-19 Kamenz 21.08.2019 – 09.10.2019 Die genauen Seminartage und -zeiten sind auf der Homepage und im Bildungsprogramm einzusehen.
Verminet-Schulung am 13.12.2018 18.00 - 20.00 Uhr
Verwendungsnachweis BRE-Projekt + KSB Fö rderung am 17.01.2019 18.00 - 20.00 Uhr Wo? Postplatz 3, 02625 Bautzen
Willkommensabend für neue Vorstandsmitglieder am 24. Januar 2019 Das Vorstandsamt ist ein Amt auf Zeit. Jedes Jahr finden in einer Vielzahl von Vereinen Vorstandswahlen statt und neue Vorstandsmitglieder werden gewä hlt und treten die Nachfolge an. Am Mittwoch, den 24. Januar 2019 laden wir alle im Jahr 2018 erstmals neu ins Amt gewä hlten Vorstandsmitglieder zu einer
Willkommensveranstaltung ein. Ab 18:00 Uhr mö chten wir uns gegenseitig kennen lernen, einige wichtige Informationen fü r „junge“ Vorstandsmitglieder weitergeben und die Gelegenheit nutzen, in geselliger Atmosphä re ins Gesprä ch zu kommen. Wir freuen uns schon jetzt auf eine schö ne Zeit. Eine detaillierte Einladung dazu folgt.
!
05
SPORTBUND
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Neu beim Sportbund: Vereinsmanager C Ausbildung Die Komplexitä t der Aufgaben in Vereinen und Verbä nden verlangt zunehmend mehr qualifizierte Fü hrungskrä fte. Mit der Basisausbildung zum Vereinsmanager C sollen tä tige, aber auch kü nftige Fü hrungskrä fte befä higt werden, die wachsenden Aufgaben in den Bereichen Fü hrung, Recht, Finanzierung, Marketing, und Organisation/Planung/Verwaltung umfassender wahrzunehmen und fachliche Inhalte ressortspezifisch anzuwenden. Ziel der Qualifizierung ist es,
dass die Teilnehmenden die Kompetenzen erwerben, die zur Bewä ltigung Ihrer Aufgaben erforderlich sind. Erstmals wird die Lizenzausbildung zum Vereinsmanager C im Kreissportbund Bautzen angeboten. Beginnend im September 2019 werden bis Februar 2020 an jeweils einem Wochenende pro Monat (Freitagabend sowie Samstag ganztags) die Inhalte der Ausbildung in sechs Modulen vermittelt. Mit der Vereinsmanagerausbildung im Landkreis
Bautzen wollen wir den Vereinen die Mö glichkeit geben, sich diese fü r die Vereinsarbeit notwendigen Kenntnisse wohnortnah aneignen zu kö nnen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen bitten wir bereits jetzt um eine Mitteilung der interessierten Personen. Die genauen Seminarzeiten, Kosten und weitere Informationen zur Vereinsmanager C-Ausbildung sind auf der Homepage des KSB einzusehen.
Donnerstag, 17. Januar 2019: Mittwoch, 30. Januar 2019: Mittwoch, 21. Mä rz 2019: Donnerstag, 18. April 2019: Donnerstag, 02. Mai 2019: Donnerstag, 06. Juni 2019: Mittwoch, 19. Juni 2019: Donnerstag, 29. August 2019: Mittwoch, 25. September 2019: Mittwoch, 30. Oktober 2019:
Anzeige
Verwendungsnachweis 2018 korrekt erstellen hrenamt (neu) gestalten E Neues im Vereinsrecht mit Stefan Wagner Grundlagen Finanzen/Steuern im Verein Marketing/Offentlichkeitsarbeit im Verein Aufgaben, Rechte und Pflichten von Kassenprü fer/-innen im Verein Veranstaltungen rechtssicher gestalten Grundlagen des Vereinsrechts Satzungsworkshop mit Stefan Wagner Versicherungen im Verein
Pixabay/geralt
Termine fü r Vorstandsschulungen 2019
06
SPORTBUND
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Vereinsgründung & Vereinsauflösung – der Kreissportbund steht beratend zur Seite Ob Laufgruppe, Freizeitfußball, Wandergruppe oder anderweitig lose organisierte Sportgemeinschaften – irgendwann stellt sich die Frage nach der Grü ndung eines Vereins. Die Vorteile eines organisierten Sportvereins in den Dachorganisationen Landessportbund (LSB) und Kreissportbund (KSB) liegen auf der Hand: Versicherungsschutz u.a. bei Unfä llen und Haftpflichtschä den, Sportfö rderung und preis-
grü ndung notwendig. Oftmals bestehen in der unmittelbaren Umgebung Vereine, denen man sich kostengü nstig als Sportgruppe oder Abteilung anschließen kann. In diesem Fall kann der organisatorische und finanzielle Aufwand vermieden werden und die Vorteile einer Mitgliedschaft im organisierten Sport kö nnen dennoch erreicht werden. Bei all den Herausforderungen an die Vereinsar-
werter Zugang zu Sporthallen, um nur einige zu nennen. Stellt sich die Frage nach der Vereinsgrü ndung, sollte Kontakt mit dem Kreissportbund Bautzen aufgenommen werden. Als kompetenter Partner steht er in der Vorbereitung und Durchfü hrung einer Vereinsgrü ndung zur Seite. Gegebenenfalls kann der KSB auch zu bereits bestehenden Vereinen vermitteln. Denn nicht immer ist eine Vereins-
beit stellen sich einige Vereine die existenzielle Frage, wie es denn weiter gehen soll. Wenn Vorstandsä mter nicht besetzt werden kö nnen, die Verwalt u n g s a u fg a b e n n i c h t mehr zu bewä ltigen zu sein scheinen oder einfach die Mitgliederzahlen schwinden, wird nicht selten ü ber eine Vereinsauflö sung nachgedacht. Auch hier bietet der Kreissportbund wichtige Hilfe. So kö nnen Mö glichkeiten der Aufnahme in einen ande-
Rahmenbedingungen Vereinsgründung
mindestens 7 Grü ndungsmitglieder
Erstellen einer Grü ndungssatzung
ren Verein, Unterstü tzung bei der Bewä ltigung der Vereinsaufgaben oder weitere Maßnahmen aufgezeigt werden. Selbst wenn die Vereinsauflö sung unumgä nglich ist, unterstü tzt der KSB den Verein auf diesem Weg. Denn auch bei der Auflö sung eines Vereins sind einige rechtliche Rahmenbedingungen einzuhalten.
Rahmenbedingungen Vereinsauflösung
Einberufung einer Mitgliederversammlung. Alleiniger Tagesordnungspunkt: Auflö sung des Vereins
Beschluss zur Vereinsauflö sung mit satzungsgemä ßer Mehrheit
Einberufung einer Grü ndungsversammlung
Beschluss zur Vereinsgrü ndung y ba
Beschluss zur Annahme der Satzung mit Unterschrift der mindestens 7 Grü ndungsmitglieder
Wahl des Vorstandes
Erstellen des Protokolls der Grü ndungversammlung
Anmeldung des Vereins im Vereinsregister beim Amtsgericht ü ber einen Notar
Anmeldung beim Finanzamt mit Antrag auf Gemeinnü tzigkeit
a Pix
Beschluss zur Wahl der Liquidatoren
Erstellung des Protokolls der Mitgliederversammlung
Antrag auf Lö schung des Vereins aus dem Vereinsregister stellen (wenn kein Vermö gen vorhanden ist)
Bei vorhandenem Vermö gen sind die laufenden Geschä fte zu beenden, bestehende Forderungen einzuziehen, ü briges Vermö gen in Geld umzusetzen und die Auflö sung des Vereins ö ffentlich bekannt zu machen; nach 1 Jahr Sperrfrist kann der Verein gelö scht werden
Anzeige
Lichtenauer
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
07 07
SPORTBUND Der SportKurier
Ehrenamt im Sport (neu) gestalten – Projekt auch beim KSB Bautzen gestartet Die Leidenschaft fü r den Sport und das freiwillige Engagement der Vereinsmitglieder bilden die Grundpfeiler der seit Jahren erfolgreichen Arbeit in den Sportvereinen. Ohne die Bereitschaft der im Sport engagierten Ubungsleiter und Trainer, Kampf- und Schiedsrichter und Vereinsvorstä nde sowie der unzä hligen Helfer und „guten Seelen“ wä re das tä gliche Sporttreiben in unseren Sportvereinen undenkbar. Leider haben immer mehr Sportvereine Probleme beim Finden von Trainern und Ubungsleitern oder beim Besetzen von Ehrenä mtern. In den Sportvereinen gibt es große Unsicherheiten, wie diese Herausforderungen zukü nf-
tig gemeistert werden kö nnen. Das systematische Freiwilligenmanagement bietet einen praxisnahen Ansatz zur Lö sung dieser Probleme im Sportverein selbst und hilft freiwillige Mitarbeit attraktiv und zeitgemä ß zu gestalten. Lebenszyklus: Freiwilliges Engagement Mit dem Projekt Ehrenamt im Sport (neu) gestalten des LSB Sachsen kö nnen wir die Mitgliedsvereine in diesem Bereich unterstü tzen. In Kurzschulungen (z.B. am 30.01.2019) oder in persö nlichen Beratungen mö chten wir das Modell „Lebenszyklus des freiwilligen Engagements“ vorstellen. Dabei werden praxiserprobte Ansä tze vor-
gestellt, um die Ehrenamtsfö rderung systematisch und dauerhaft zu gestalten. Ganz gezielt werden nü tzliche Instrumente an die Hand gegeben, die helfen, Ehrenamtliche anzusprechen und fü r die
Mitarbeit im Sportverein zu gewinnen. Ziel ist es, den Sportvereinen Mut zu machen, das Thema „Freiwilligenmanagement“ in ihrem Verein anzugehen und erste Umsetzungsschritte einzuleiten. Inter-
essierte Vereine wenden sich bei diesem Thema an die Vereinsberater des Kreissportbundes.
Der Lebenszyklus freiwilliges Engagement. Quelle: Landessportbund Niedersachsen / Training 4 Volunteers / DOSB
Ideal zum Jahresende: Ehrengaben für verdienstvolle Engagierte. In Anerkennung dieser Verdienste können folgende Auszeichnungen verliehen werden: Die Ehrenprä sidentschaft Die Ehrenplakette Die Ehrennadel Die Ehrenmedaille Die Vereinsjubilä umstafel Die Ehrenordnung befindet sich online unter: http://www.sportbund-bautzen.de/sportbund/derkreissportbund/satzung-und-ordnungen/
08
THEMA Der SportKurier
Deutscher Sportabzeichentag MĂźllerwiese Bautzen 31.08.2018
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
THEMA Der SportKurier
09
10
TITEL
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Sport
inklusiv im Blick
fentlicht werden. Bereits hier zeigte die Vielfalt der beteiligten Partner und Teilnehmer, welche Mö glichkeiten genutzt werden kö nnen, um das Sporttreiben weiteren Zielgruppen und Interessierten anbieten zu kö nnen. Seitdem besteht ein regelmä ßiger Austausch mit der Behindertenbeauftragten des Landkreises sowie dem Sä chsischen Behindertensportverband, den Trä gern von Einrichtungen fü r Asylsuchende und der Kinder- und Jugendhilfe sowie den Schulen und Fö rderzentren fü r Kinder- und Jugendliche mit Behinderung. Einige Sportvereine im Landkreis Bautzen setzen bereits das Thema Inklusion im Rahmen Im Mai 2017 konnte die- ihres Trainings- und Wettser Leitfaden dann im Rah- kampfbetriebes um. Der 1. men des ersten Inklu- Wassersportverein Lausionssportfestes verö f- sitzer Seenland zum BeiBereits im Jahr 2015 hatte der Kreissportbund Bautzen begonnen, einen Inklusionsleitfaden gemeinsam mit dem 1. Tanzclub der Lessingstadt Kamenz als Praxispartner sowie der Ergotherapie Schiewack als wissenschaftlicher Begleiter im Rahmen des Projektes „Tanzende Inclusion" zu erarbeiten. Damit wurde ein erster wichtiger Schritt getan, um den Mitgliedsvereinen und -verbä nden einen mö glichen Weg zur Gestaltung inklusiver Sportangebote aufzuzeigen und vor allem als kompetenter Ansprechpartner fü r den organisierten Sport und seinen Partnern zur Verfü gung zu stehen.
Inklusionsarbeit war der Deutsche Sportabzeichentag des Deutschen olympischen Sportbundes am 31. August 2018 im Stadion Mü llerwiese in Bautzen. Unter den mehr als 1.800 Teilnehmern, waren auch etwa 100 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung, die in ihren jeweiligen Wertungsklassen das Sportabzeichen ablegen konnten. Auch zukü nftig wird der Kreissportbund Bautzen die Arbeit zum Thema Inklusion im Sport im Focus behalten und insbesondere seinen Mitgliedsvereinen und –verbä nden unterstü tzend Der Fokus liegt dabei auf und beratend zur Seite steMenschen mit Behinde- hen. rung, auf Geflü chtete und Migranten sowie Kinder Thema: und Jugendliche aus den Inklusionssportfest >> Mit dem positiven Be- Bereichen der Erzie- Leitfaden Inklusion >> scheid auf die Bewerbung hungs- und Familienhilfe. Interview mit M. Wussack > zur Modellregion MIA in Hö hepunkt der aktuellen Projekt MISS >> spiel, stellte bereits Teilnehmer an den Paralympics in Rio. Weitere Vereine ö ffnen ihre Angebote fü r Menschen mit Behinderung, Migranten und Asylsuchende und sehen ihre Verantwortung auch in der Arbeit mit Kinder- und Jugendlichen aus der Erziehungs- und Familienhilfe. Auch die jä hrliche Durchfü hrung einer Paraolympiade sowie seit 2017 das Inklusionssportfest, gemeinsam mit den Partnerschulen aus den drei grö ßeren Stä dten Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda mit der Zielgruppe Kinder und Jugendliche mit Behinderung, sind fester Bestandteil in der Sportlandschaft geworden.
Kamenz und Hoyerswerda fü r das Jahr 2018, fand die Arbeit des Kreissportbundes ihre Fortfü hrung. Im Februar 2018 wurde zum „Ersten Runden Tisch MIA“ eingeladen, um Erwartungen und Wü nsche mit den beteiligten Institutionen der Modellregion auszutauschen. Das gemeinsame Ziel wurde sehr deutlich benannt und gilt es nun in der Vereinspraxis umzusetzen. Es mü ssen weiter bestmö gliche Bedingungen fü r das Sporttreiben aller Bevö lkerungsgruppen geschaffen werden.
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
11
TITEL Der SportKurier
Erfolgreiches Inklusionssportfest Trotz herbstlicher Temperaturen fanden sich knapp 400 Teilnehmer, bei 6 Veranstaltungsangeboten, zum Inklusionssportfest des Kreissportbund Bautzen in Hoyerswerda zusammen. Das Besondere: Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung sowie Asylsuchende und Migranten kamen an diesem gemeinsamen Tag unter dem Leitgedanken des Fair Play zusammen. Im Freizeitbad selbst gab es mit dem Schwimmangebot eine Mö glichkeit,
sich sportlich aktiv zu betä tigen. Der Schwimmsportverein Hoyerswerda unterstü tzte dabei den Gesamtablauf der Veranstaltung. Vor dem Lausitzbad wurden zwei Socceranlagen aufgebaut, die den Rahmen fü r ein Fußballturnier gaben. Mit Unterstü tzung des Westlausitzer Fußballverbandes als Kampf- und Schiedsgericht, kä mpften hier sieben Mannschaften um den Sieg. Ergä nzt wurden die Angebote durch den Lauftreff Lausitz e.V., der einen 24 Minuten-Lauf fü r
alle Interessierten durchfü hrte. Der Verein bot wä hrend der gesamten Veranstaltung auch Beratungen zum Laufen an. Mit Bowling (im BowlingCenter) sowie Gesundheitssportangeboten fü r Kinder und Erwachsene rundete der Sportclub Hoyerswerda die Mitmachangebote ab. Die Ehrengä ste wurden auch aktiv mit eingebunden. Mit dem Filialleiter, Henryk Krongraf, von der Ostsä chsischen Sparkasse Dresden, dem Geschä ftsfü hrer der Wohnungsge-
sellschaft Hoyerswerda Steffen Markgraf sowie dem Bü rgermeister der Stadt Hoyerswerda, Thomas Delling und dem Landtagsabgeordneten Frank, erspielte der Kreissportbund beim Stabfangspiel eine Summe in Hö he von 2.000 Euro fü r
das inklusive Sporttreiben in Hoyerswerda (siehe Bild). Der Lions Club Hoyerswerda, die Ostsä chsische Sparkasse sowie die Wohnungsgesellschaft spendeten gemeinsam diesen Betrag.
Inklusion im Sportverein: Wie gehen wir es an? Der Leitfaden des Kreissportbunds bein- Inklusive Strukturen etablieren haltet drei wesentliche Handlungsebenen zur Umsetzung von Inklusion und Integration: Können alle Interessierten, unabhängig Ihrer Mobilität, am Sportangebot teilnehmen? Inklusive Kulturen schaffen Damit allen Interessierten das Sportangebot zugä nglich ist, sollte die Barrierefreiheit geWelcher Zielgruppe möchten Sie sich öff- wä hrleistet werden. Ebenso sollte das Aufsunen? Können Sie hierfür die notwendigen chen der Sportstä tten bedacht werden. Hierfü r werden Finanzierungsmö glichkeiten fü r Ressourcen au bringen? Jede Gruppe hat einen unterschiedlichen Be- Umbaumaßnahmen und Transportmö glichdarf. Finanzielle Ressourcen, kö rperliche Ein- keiten aufgezeigt. Auch werden Hinweise fü r schrä nkungen oder der sozio-ö konomische einfache Hilfen zur besseren Orientierung geStatus kö nnen hier ausschlaggebend fü r eine geben. erfolgreiche Teilhabe am Vereinsleben sein. Können alle Interessierten unabhängig Ihrer Wie lebe ich eine offene Willkommens- Sprache/Ihres Sprachverständnisses am kultur innerhalb des Sportvereines und Sportangebot teilnehmen? Bei der Arbeit mit Sportlern mit Migrationswie trage ich Sie nach außen? Damit der gewü nschte Personenkreis das An- hintergrund oder intellektuellen Einschrä ngebot annimmt, sollte dieser gezielt ange- kungen sollte auch die sprachliche Barrieresprochen werden und fü r diesen zugä nglich freiheit bedacht werden. Aushä nge in mehreren Sprachen oder leichter Sprache kö nsein. nen Unterstü tzung bieten. Was verstehe ich unter einer inklusiven Sportgruppe? Wie sieht die konkrete Um- Können alle Interessierten unabhängig Ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten am Sportangesetzung aus? bot teilnehmen? Hierbei sollte man sich auf Vereinsebene bewusst werden, welchen Stellenwert der Lei- Es gibt eine Vielzahl an Mö glichkeiten, das stungsgedanke einnehmen soll. Sportgrup- Sportangebot zu individualisieren. Anpaspen mit Wettkampfcharakter, Angebote zur sen des Ablaufes einer Sporteinheit, Verä nreinen Freizeitgestaltung, inklusive Sport- derung rä umlicher Gegebenheiten sowie die gruppen sowie homogene haben jeweils ihre inhaltlichen Anpassungen, z. B. des Schweregrades oder der Dauer sind hier exemplaBerechtigung. risch genannt.
Inklusive Praktiken entwickeln Mit wem kann ich wie zusammenarbeiten? Wer unterstützt mich in meinem Vorhaben? Sie werden auf gezielte Fortbildungen im Bereich der Inklusion und Integration hingewiesen. Ebenso wird aufgezeigt, wie andere Professionen (Z.B. Ergotherapeuten) Sie bei der Anpassung ihres Sportangebotes unterstü tzen kö nnen. Nutzte ich die Potenziale der Vereinsmitglieder? Inklusion betrachtet alle Personen als vollwertige Mitglieder einer Gesellschaft. Nutzen Sie das Potenzial jedes Einzelnen und dessen Erfahrungen und Wissen – ermö glichen Sie ihren Mitgliedern, durch gezieltes Einbinden, ein „aktives Vereinsmitglied“ zu werden. Der Leitfaden steht als Download auf der Homepage (Sportbund > Mediathek) des Kreissportbundes Bautzen e.V. zur Verfügung.
12
TITEL
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
„Ich mö chte den Inklusionsgedanken im gesellschaftlichen Leben mit Inhalten umsetzen.“ Martina Wussack steht am Beckenrand des Lausitzbades und beobachtet das Geschehen im Wasser ganz genau. An jenem Nachmittag eines grauen Oktobertages fand das umso buntere Inklusionssportfest des Kreissportbundes Bautzen statt. Frau Wussack ist leidenschaftliche Trainerin, die das Herz am rechten Fleck hat. Wir sprachen mit Ihr über Engagement und besondere Herausforderungen. Frau Wussack, beschreiben Sie Ihren Einstieg als Übungsleiterin. Schon wä hrend meiner Studienzeit begann ich als Trainerin bei Aufbau Hoyerswerda, spä ter Motor Bautzen und danach beim SC Hoyerswerda mit Kinder und Jugendlichen zu arbeiten. Mein Ziel war und ist es, sie fü r die Sportart Leichtathletik zu begeistern, zum regelmä ßigen Sporttreiben zu motivieren und vor allem im Grundlagentraining so aufzubauen, dass sie fü r
die Spezialdisziplinen die nö tigen Voraussetzungen erlangen. Nach dem beruflichen Wechsel von der Oberschule zum sonderpä dagogischen Fö rderzentrum fü r Kö rperbehinderte Hoyerswerda begann ich auch hier die Schü ler mit Handicap zu trainieren. Was ist das Besondere? Hier galt es zuerst die Angste der Uberforderung bei den Eltern abzubauen, bei den Schü lern das Vertrauen in ihre eigene sportliche Leistung zu schaffen, ihr Selbstbewusstsein zu stä rken. Hatte ein Schü ler herausragende Leistungen, so war es mein Ziel Kontakte zu Vereinen der Stadt zu schaffen, wo dieser gezielt weiter trainieren konnte. Um in meiner Stadt noch mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Handicap fü r den Sport zu begeistern und die Leitungen der BehindertenEinrichtungen fü r die sportliche Betä tigung zu
sensibilisieren, ü bernahm ich im damaligen Stadtsportbund als Prä sidiumsmitglied den Behindertensport. So fanden die 13. Deutschen Spastikersportspiele unter meiner Leitung in Hoyerswerda ebenso wie die Paraolympiade der Stadt, welche aller 2 Jahre in den Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Sitzball, Fußball und Bowling ausgetragen wird, statt. Heute beteiligen sich unter meiner Gesamtleitung, unterstü tzt vom Kreissportbund Bautzen, auch Behinderteneinrichtungen aus Bautzen und Kamenz. Selbst aus dem benachbarten Polen reisen Sportler an. Und auch Leistungssport gehört zu Ihren Aufgaben? Ich bereite meine Schü ler auf die jä hrlich stattfindenden Landesfinals des Fö rderschwerpunktes kö rperlichmotorischer Entwicklung im Tischtennis, Sitzball, Schwimmen und
der Leichtathletik vor. 5 x konnten wir uns schon zum Bundesfinale qualifizieren und vordere Plä tze erzielen. Seit 4 Jahren bin ich „Jugend-trainiertfü r-Olympia“ Sportartbeauftragte Leichtathletik fü r die Fö rderschwerpunkte Lernen, Hö ren und kö rperlichmotorische Entwicklung und organisiere das Landesfinale in Dresden.
lehrern in Sachsen die Arbeitsweise mit der Handreichung praktisch nahebringen, damit sie die im Unterricht fü r alle Schü ler (vom leicht bis schwerbehinderten) anwenden kö nnen. Zur Zeit arbeite ich im Team der Schulen fü r Kö rperbehinderte Sachsen an einer Handreichung fü r die Bewertung und Zensierung im Fö rderschwerpunkt kö rperliche und motorische Entwicklung. Ziel ist es fü r die Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien ein Arbeitsmaterial in die Hand zu geben, damit die Schü ler mit Handicap auch im Sportunterricht bewertet werden kö nnen.
Der Sportbund Lausitzer Seenland hat mit Ihnen eine erfahrene und engagierte Vereinsfunktionärin in seinen Reihen. Welche Ehrenämter bekleiden Sie (noch)? Im Sportbund Lausitzer Seenland war und bin ich im Organisationsteam von Großveranstaltungen, wie Euregio und KnappenMan verantIm Laufe der Jahre hawortlich fü r die Leichtben Sie sich einen riesigen Erfahrungsschatz athletik bzw. fü r den Lauf beim Triathlon. erworben, der Ihre ArAuch im SC Hoyerswerda beit widerspiegelt. So bin ich beim Hojwoyist nun eine Handreichung entstanden. Was Citylauf fü r den Ablauf im Start/ Zielsteckt dahinter? bereich zustä ndig. Seit An der inhaltlichen Gevielen Jahren bin ich staltung der „Handreibeim SC Hoyerswerda Abchung/ Ubungssammlung fü r den Lernbereich teilungsleiterin der Sport an Schulen fü r geis- Leichtathletik, hier war tig Behinderte“ habe ich es mein Ziel, wieder die mit beigetragen, um den Teilnahme am regelmä ßigen Wettkampfbetrieb Sportlehrern fü r diese aufzubauen. Die LaufSchulart umfangreiche gruppe hatte als Erste Angebote zur differendieses Vorhaben erzierten Gestaltung von reicht. Zahlreiche vordeSportstunden zu geben. re Plä tze bei Landes- und Als Referent konnte ich in Workshops den Sport- Deutschen Meisterschaf-
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
13
TITEL Der SportKurier
ten sowie Seniorenbestleistungen wurden im Langstreckenbereich erreicht. Nun zieht auch der Jugendbereich in dieser Gruppe nach. Auch im Kinder- und Jugendbereich haben wir seit kurzem wieder einen regelmä ßigen Wettkampfbetrieb mit sehenswerten Erfolgen. Damit der Ubungsleiternachwuchs gesichert ist, bin ich Referent in der Ubungsleiterlizenzausbildung des KSB und SBV. Warum engagieren Sie sich? Ich mö chte gesellschaftliche Teilhabe fü r alle ermö glichen, insbesondere durch Sport. Dabei sind mir die eigene Freude am Sport und Selbstverwirklichung, das Einbringen eigener Lebenserfahrung und natü rlich der Austausch mit Gleichgesinnten besonders wichtig. Mein Fokus liegt darauf,
Kinder und Jugendliche an den Sport und Leistungssport heranzufü hren und den Inklusionsgedanken im gesellschaftlichen Leben mit Inhalten umsetzen zu kö nnen. Die Effekte, durch kö rperliche Betä tigung voranschreitende progressive Erkrankungen aufzuhalten, empfinde ich dabei als besonders wichtig. Schließlich geht es auch fü r diese Menschen darum, Lebensfreude zu erhalten.
rung des Themas Inklusion und Integration in die Leitbildarbeit des Kreissportbundes Bautzen ist als Erfolg zu verbuchen.
Welche Zukunftspläne haben Sie für Ihr Engagement? Natü rlich mö chte ich meine Arbeit fortfü hren und ausbauen, mit allen Aufgaben und Amtern. Ich hoffe, dass es mir auch gelingt, mit anderen erfolgreichen Funktionsträ gern und Projekten in Kontakt zu kommen. Die Was wurde bisher erweitere Sensibilisierung reicht? der Bevö lkerung aus der Uns gelang der Aufbau Region Hoyerswerda und von Trainingsgruppen dem Landkreis Bautzen im Kinder- und Jugendzum Thema Inklusion bereich der Abteilung und Integration ist mir Leichtathletik beim SC dabei besonders wichtig. Hoyerswerda von 6 auf Denn es geht um Chan50 Sportler im Altersbecengleichheit fü r alle Kinreich von 5-18 Jahre. der und Jugendlichen. Dort ist auch der AnHinzu kommt die immer schluss an den Leiwichtiger werdende Netzstungssport wieder gewerkarbeit sowie der Belungen. Neue Ubungsleiter wurden gewonnen. Al- reich Bildung und Qualifizierung. lein schon die Platzie-
Beim SC Hoyerswerda mö chte ich noch eine inklusive Kinder- und Jugendsportgruppe in die Abteilung Leichtathletik des SC Hoyerswerda, perspektivisch auch im Erwachsenenbereich, integrieren. Und natü rlich die Fertigstellung der Handreichung. Welche Vorbildwirkung hat Ihr Engagement? Erfolgreiche Projekte und Vorhaben sind immer abhä ngig von Engagierten und von der Sache ü berzeugten Personen. Eine Ubertragbar-
keit lä sst sich oft nur in einem Erfahrungsaustausch ausloten, da von Ehrenamt zu Ehrenamt bzw. von Organisation zu Organisation unterschiedliche Rahmenbedingungen herrschen. Im Rahmen meines Ehrenamtes kö nnen jedoch niedrigschwellige Angebote (z.B. Trainingsangebote und Sport Veranstaltungen (Paraolympiade) ü bertragbar sein, da hier die Rahmenbedingungen meist ä hnlich sind. Vielen Dank für das Gespräch!
„MISS“ – Mehr Inklusion im Sport in Sachsen! Von Anne Findeisen. Der Begriff Inklusion ist in aller Munde. Er macht Geschmack auf mehr, mehr Vielfalt in unseren Sportvereinen. Mehr Alternativen zum bloßen „dabei sein“. Es geht um Einbeziehung und Zugehö rigkeit. Es geht nicht darum, den Vereinen ein bestimmtes Konzept vorzuschreiben. Der Kopf ist rund, damit sich die Richtung der Gedanken ä ndern kann. Es ist vielmehr eine Mö glichkeit, bestehende und vorgegebene Strukturen aufzubrechen und sich fü r neue Denkansä tze zu ö ffnen. Stichwort: Barrieren abbauen bei gleichzeitiger Entscheidungsfreiheit, ob
Ebene. Je mehr Menschen mit Behinderung die Mö glichkeit bekommen ganz selbstverstä ndlich am organisierten Sport der Vereine teilman mitspielen mö chte zunehmen, desto mehr oder nicht. wird die Gesellschaft fü r Der Sä chsische Behinder- das Thema Inklusion im ten- und Rehabilitations- und durch den Sport sensportverband e.V. (SBV) sibilisiert. unterstü tzt das Thema Inklusion im Sport sowohl Sport ü berwindet Grenals Ansprechpartner als zen und spricht eine Spraauch Berater. Wer die In- che, die fü r alle gleicherklusion will, sucht dafü r maßen verstä ndlich ist. Es Wege und wird dabei un- ist ein Ort an dem Berü hterstü tzt; erö ffnet fü r sich rungsä ngste und Vorurteiselbst ein Repertoire an le abgebaut werden kö nBereicherungen und das nen, auf beiden Seiten – nicht nur auf der Vereins-, zwischen Menschen mit sondern vor allem auf der und ohne Behinderung. zwischenmenschlichen Da sich der SBV seit meh-
reren Jahren im Themenfeld Inklusion engagiert und auch eine Vorreiterrolle in der Region Leipzig einnimmt, ist es umso erfreulicher, dass das Projekt „MISS“ – Mehr Inklusion im Sport in Sachsen! nun ü berregional durchgefü hrt werden kann. Das Projekt „MISS“, gefö rdert durch die „Aktion
Mensch“, wird vom SBV koordiniert und mittels seiner personellen und finanziellen Ressourcen und dem entsprechenden Know-how im Behindertensport getragen. Das 3jä hrige Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Inklusion verstä rkt in das Bewusstsein der Offentlichkeit zu rü -
Quelle: MISS / SBV
14 cken und damit den Prozess des Umdenkens einzuleiten. Nur wenn sich Vereine und gleichermaßen Menschen mit und ohne Handicap fü r Verä nderungen ö ffnen, kann eine Inklusion im Sport erfolgreich stattfinden. Ziel ist es, eine interaktive Landkarte mit wohnortnahen Angeboten zu erstellen, um ein flä chendeckendes Angebot an inklusiven Sportmö glichkeiten aufzuzeigen. Des Weiteren soll ein landesweites Netzwerk auf Sportebene geschaffen werden, das nachhaltigen Bestand hat, sowohl beratend als auch bereichernd. Um inklusive Sportgruppen erfolgreich aufzubauen, bedarf es eines Trainer/innenstamms, der entsprechend qualifiziert ist. Fü r deren Aus- und Fortbildung soll ein Netzwerk an Referenten und Referentinnen entstehen, auf welches Landkreise und kreisfreie Stä dte in ihrer Region zurü ckgreifen kö nnen.
SPORTBUND
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Dass man eine Willkommenskultur erfolgreich etablieren kann, zeigte bereits das inklusive Tanzprojekt des Tanzclub Kamenz e. V. in Kooperation mit dem Kreissportbund Bautzen e. V., sowie den Mitarbeitern der Ergotherapie Schiewack. Ein Ergebnis dieses Gemeinschaftsprojektes, in Kooperation mit dem SBV, ist der Leitfaden zur „Inklusion im Breitensport“, welcher andere Vereine zum Nachahmen anregen soll. Um die Inklusion nachhaltig in die Strukturen der Sportvereine zu implementieren, steht der SBV beratend und unterstü tzend zur Seite; im Bereich der Prozessbegleitung, der Fö rdermö glichkeiten und dem Netzwerk. In diesem Sinne: Auch wenn das Ziel der Reise nicht gleich morgen zu erreichen ist, so ist der Weg dahin schon eine Reise wert!
Bist du schnell und zielsicher?
Dann sei dabei:
2. Integratives Floorball-Turnier Wann? Samstag, 15.12.2018, 13.00 Uhr Wo? Sporthalle des Lé on - Foucault - Gymnasiums, 02977 Hoyerswerda Anmelden bei: Thomas Hentschel, Tel. 03591 / 2706314, t.hentschel@sportbund-bautzen.de www.sportbund-bautzen.de
IDEAL FÜR EUER SPORTFEST
sport
promotion team
www.sportbund-bautzen.de/sport-promo on-team Tel.: 03591/2706300 • E-Mail: sportjugend@sportbund-bautzen.de
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
SPORTBUND Der SportKurier
Auch 2019 wird Bringst du ihn > wieder gerutscht übers Netz? Die Termine der Sparkassen-Kita-Olympiade stehen fest:
Dann komm zum Fußballtennisturnier!
Vorrunde Kita Olympiade 05.03. Bischofswerda 07.03. Wittichenau 12.03. Hoyerswerda 15.03. Radibor 19.03. Bautzen 21.03. Bernsdorf 26.03. Kamenz 28.03. Radeberg 02.04. Sohland
Finale Kita Olympiade: 18.04. Bautzen
Wann? 15. Februar 2019, 19:00-23:30 Uhr Wo? Schü tzenplatzhalle Bautzen Team: 3 Feldspieler + max. 2 Auswechselspieler Teilnahmeberechtigt sind alle ab 15 Jahre. Infos: 10 Minuten/Spiel; 10 € pro Team; max. 20 Teams Anmeldefrist bis 11.Januar 2019 Anmelden bei: Thomas Hentschel, Tel. 03591 / 2706314, t.hentschel@sportbund-bautzen.de www.sportbund-bautzen.de
Anzeige
Fleißige Helfer gesucht! Ob als Zeitnehmer, Standbetreuer oder Springer! Einfach Infos beim Kreissportbund einholen unter Tel. 03591 270 630 oder info@sportbund-bautzen.de
Es lohnt sich!
15
16
REGIONAL
Ausgabe 2 2018 | 47. KW
Der SportKurier
Judokas aus Bundesgebiet messen sich in Bautzen Die Spreestadt ist im Dezember Schauplatz des Deutschen Mannschaftspokals im Judo. Insgesamt bis zu 50 Mannschaften in gemischter Formation kö nnen sich an dieser Meisterschaft anmelden. Dem Polizeisportclub Bautzen e.V. und seinen Mitgliedern ist es gelungen, die bundesweite Veranstaltung nach Bautzen zu holen. Dabei gehen Judokas des Jahrgangs 2002 und ä lter auf die Matte. Der gelbe Gü rtel (7. Kyz) ist die Mindestvoraussetzung. Die Wettkä mpfe ziehen sich ü ber den Zeitraum vom 14.12. bis 16.12.2018 und werden in der Bautzener Schützenplatzhalle ausgetragen. Bei den Gewichtsklassen ergeben 6 Kategorien eine Mannschaft: Die Mä nner treten in der Spanne bis 73 kg und 90 kg sowie ü ber 90 kg an. Bei den Frauen geht die Klassifizierung bis zu 57 kg und 70 kg sowie ü ber 70 kg. Dieser Mannschaftspokal feiert laut Deut-
Bild: Ligabetrieb beim PSC Bautzen - hier mit Dirk Günther (in blau). Quelle: PSC Bautzen e.V. schen Judo-Bund in diesem Jahr Premiere. Umso erfreuter sind die PSC Judokas, dieses Highlight 2018 nach Bautzen geholt zu haben.
Weitere Informationen auf www.pscbautzen.de/deutschermannschaftspokal.
Sport verbindet.
Auch im Sport finden sich Diskriminierungen und antidemokratische Verhaltensweisen wie-der: in Form antisemitischer Gesä nge beim Fußball, rassistischer Zuschreibungen in der Leicht-athletik oder sexistischer Geschlechterstereotypen im Tanzsport. Da jedoch Diskriminierung oftmals gar nicht sofort auffä llt, ist Hintergrundwissen notwendig, um zu erkennen, wann genau von Diskriminierung gesprochen werden kann, warum Diskriminierung stattfindet – und wie sie sich auf betroffene Personen auswirkt. Deshalb bietet das Projekt „Im Sport verein(t) fü r Demokratie" ein Bildungsmodul zum Thema „Diskriminierung im Sport" an, das sich an Ubungsleiter/innen in Vereinen, in Verbä nden und anderswo im Sport aktive Personen richtet. Im Format eines durch zwei ausgebildete Demo-kratietrainer/innen moderierten Workshops werden anhand von Fallbeispielen und interaktiven Austausch mit den Teilnehmenden nicht nur unterschiedliche Diskriminierungsformen durchleuchtet; durch den Einsatz vielfä ltiger Methoden soll darü ber hinaus ein Perspektiv-wechsel ermö glicht werden, der fü r Formen der Diskriminierung im Sport sensibilisiert und zum Nachdenken anregt. Der Kreissportbund Bautzen e.V. informiert über das Projekt. Dieses Bild entstand übrigens beim Deutschen Sportabzeichentag am 31.08.2018 in Bautzen.